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19.11.1988 – Als kleiner Bub an Vaters Hand

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19.11.1988: TSV 1860 – VfL Frohnlach
Das erste Mal. Als kleiner Bub an Vaters Hand.
Mein Dad ist ein Blauer, war in den Sechzger Jahren bei den großen Triumphen dabei, fuhr des Öfteren auch auswärts mit und hat viel mit den Löwen mitgemacht. Als ich anfing, mich für Fußball zu interessieren, hat er mir davon erzählt, ließ mir aber freie Hand bei der Vereinswahl. Samstags lief “Heute im Stadion” im Radio, so richtig interessant wurde es aber erst, wenn die Bayernliga-Ergebnisse kamen – es war die Zeit, als es noch kein Internet und keine Smartphones gab.

Blau oder Rot?

Die Tendenz ging schon früh Richtung Blau (Löwentrikot im Säuglingsalter), meine ersten Stadionerlebnisse waren aber bei den Roten im Olympiastadion und eigentlich war alles angerichtet, dass ich bei denen lande: Die waren dauernd Meister, haben Fußballfeste gefeiert, hatten Nationalspieler in ihren Reihen.

Die Löwen: sportlich meist furchtbar, Skandale, Bayernliga-Tristesse

Jahrelang bat ich meinen Vater vergebens, dass wir mal zu den Löwen ins Stadion gehen. “Das ist zu wild für Dein Alter. Ich hab echt keine Lust darauf, dass Dir irgend so ein Irrer sein Bier ins Genick kippt.” Thema gegessen. Mit 10 hatte ich ihn dann so weit: Es war der 19. November 1988, es war kalt, aber es war ein Tag, der mein Leben verändern würde. Mein erster Besuch im Sechzgerstadion. Ich war fasziniert von den Menschen, von der Atmosphäre, der Stimmung und der Leidenschaft. Die Löwen schlugen den VfL Frohnlach mit 5:1 und es war klar: Mein Verein für alle Zeit wird 1860 sein.

Danach ging ich öfter ins Stadion, die Besuche in Giesing mehrten sich, später wurde es eine Dauerkarte und der Spielplan der Löwen bestimmte die Freizeitplanung. 2. Bundesliga, 1. Bundesliga – die ganz Großen zu Gast in Giesing. Wahnsinn!

TSV 1860 schlägt Frohnlach

Doch zurück in den November 1988: Die Löwen hatten damals eine sehr junge Mannschaft (Durchschnittsalter: 21 Jahre) und das Glück, das aus der A-Jugend, die gerade Bayerischer Meister geworden war, etliche talentierte Spieler nachgerückt waren. Man sprach Bairisch auf Giesings Höhen und die Identifikation der Fans mit der Mannschaft war gegeben. Da wurden auch bittere Niederlagen wie in Schweinfurt (1:4), in Weiden (3:4) oder bei Wacker München (0:2) eher verziehen als in den Jahren zuvor. Am 19.11. aber passte alles zusammen: Die Gäste aus Oberfranken hatten nicht den Hauch einer Chance gegen Colakovic, Kneißl, Schmidkunz, Goldstein, Löbmann und Co.

Letzterer hatte am Ende der Saison in 32 Spielen satte 29 Treffer erzielt; zur Qualifikation für die Relegation reichte es dennoch nicht. Die Löwen belegten Platz 5 der Bayernliga, Meister wurde die SpVgg Unterhaching.

Sechzig um Sieben: Oliver Griss verklagt den TSV 1860 München

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

db24-Betreiber Oliver Griss verklagt den TSV München von 1860 e.V. auf mehrere tausend Euro Schadensersatz, gestern fand die zughörige Gerichtsverhandlung statt. Parallel setzten sich die Löwen locker in Passau durch, außerdem ist der Termin für das Giesinger Adventssingen nun bekannt. Alle News rund um den TSV 1860 gibt es nun zum Start in einen neuen Tag auf einen Blick.

Klarer Sieg beim Auftritt in Passau

Ohne Mühe siegte der TSV 1860 beim zweiten Auftritt der Regio-Tour im Dreiflüssestadion in Passau. Die Löwen zeigten sich in Torlaune und trafen zweistellig. Trotz der ungünstigen Anstoßzeit fanden sich zahlreiche Zuschauer bei dem Testspiel ein.

Auch wenn gestern ein Spiel auf dem Programm stand – in seinen Giesinger Gedanken fragt sich Stefan, ob 50 Minuten Training am Montag nach mehreren Tagen frei ausreichend sind.

Neuer sechzger.de Talk wird heute aufgenommen

Heute am späten Abend dürfen sich die Fans des sechzger.de Talks auf die nächste Folge freuen. Diese wird am späten Nachmittag aufgenommen und im Anschluss online gestellt. Zu Gast sind dieses Mal zwei externe Gäste, sodass nach der Länderspielpause ein besonderes Thema auf der Agenda steht. Natürlich gibt es auch eine Vorschau auf das Duell mit dem 1.FC Saarbrücken.

Termin für Adventssingen bekannt gegeben

Der TSV 1860 e.V. sowie die Freunde des Sechz´ger Stadions freuen sich auch in diesem Jahr auf zahlreiche Besucher beim nächsten Giesinger Adventssingen. Nun steht endlich der Termin fest, nachdem die Ansetzungen im Dezember noch abgewartet werden mussten. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 12.Dezember statt.

Rise & Fall TSV 1860 – eine Themenübersicht

Bereits seit einiger Zeit ist nun die Rise & Fall-Dokumentation zum TSV 1860 München online verfügbar. Viele haben sich die insgesamt fünf Teile bereits angesehen, derzeit läuft auf der Homepage von sechzger.de dazu eine Umfrage. Zudem gab es gestern in einem Artikel eine Übersicht der Themen, die in der Dokumentation behandelt werden.

Oliver Griss verklagt den TSV 1860

Neuer Tiefpunkt in Sachen db24: Betreiber Oliver Griss hat den TSV München von 1860 e.V. verklagt und wollte mehrere tausend Euro Schadensersatz für ein Foto, das auf einer Mitgliederversammlung vor einigen Jahren von einem Mitglied gezeigt wurde. Gestern trafen sich beide Parteien vor dem Landgericht, sechzger.de war mit dabei.

Aussagen von Gernot Mang zum Grünwalder Stadion

Nahezu immer wird vortrefflich über das Stadion diskutiert, in dem der TSV 1860 München künftig spielen soll. Präsident Gernot Mang war vor kurzem zu Gast auf einer Veranstaltung von der Abendzeitung und äußerte sich dabei auch zum Spielort der Löwen, der aus Sicht des Präsidenten am passendsten wäre.

Husic mit Österreich im Halbfinale

Die U17 von Österreich hat bei der derzeit stattfindenden Weltmeisterschaft das Halbfinale erreicht. Gegen England gab es einen überraschend deutlichen 4:0-Sieg im Viertelfinale. Loris Husic vom TSV 1860 München saß dabei 90 Minuten auf der Bank. Nächster Gegner ist am Freitag dann Japan.

Burghausen zieht in das Toto Pokal-Halbfinale ein

Am gestrigen Dienstag fand das letzte Viertelfinale im Toto Pokal der aktuellen Saison statt. Die SpVgg Unterhaching empfing dabei Wacker Burghausen im Hachinger Sportpark. Nach 73 Minuten gingen die Gastgeber zunächst in Führung, kurz vor Schluss konnte Wacker dann allerdings ausgleichen. Ex-Löwe Felix Bachschmid verpasste dann sogar noch knapp den Siegtreffer, sodass es ins Elfmeterschießen ging. Dort zeigten sich die Gäste treffsicherer und stehen zusammen mit den Würzburger Kickers, dem TSV 1860 München und Jahn Regensburg im Halbfinale.

News aus der 3.Liga

Schmalhofer wird Sportdirektor in Regensburg

Jahn Regensburg hat einen neuen Sportdirektor gefunden. Alexander Schmalhofer wird künftig für den sportlichen Bereich beim SSV tätig sein. Der 38-Jährige folgt auf Achim Beierlorzer, der Anfang Oktober freigestellt worden war. Zuletzt war Schmalhofer bei RB Soccer in München tätig.

TSV 1860 derzeit mit meisten Auswärtsfahrern

Die Löwen werden stets von ihren treuen Fans unterstützt – sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen. Laut dem Portal liga3-online liegt der TSV 1860 derzeit auf Rang 1 der Auswärtsfahrertabelle. Grund dafür ist der Auftritt in Regensburg, bei dem 4.500 Löwenfans eine schwache Leistung ihrer Mannschaft sahen. Es ist die bislang größte Gästekulisse in der aktuellen Spielzeit.

 

Löwen siegen zweistellig in Passau

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Löwen siegen zweistellig in Passau

Einen lockeren Einstieg in die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken am Sonntag um 13:30 Uhr stellte für die Münchner Löwen das Testspiel beim 1. FC Passau dar. Am Dienstagnachmittag zur gewöhnungsbedürftigen Anstoßzeit um 14:00 Uhr feierten die Sechzger einen zweistelligen Kantersieg und präsentierten sich bei freiem Eintritt im Rahmen der Regio-Tour den etwa 2.000 anwesenden Zuschauern.

Löwen legen locker los

Die Löwen gingen schwungvoll ins Spiel und begannen mit der Top-Aufstellung. Im zweiten Durchgang kamen dann alle mitgereisten Spieler zum Einsatz. Mit Dähne zwischen den Pfosten, sowie Voet, Jacobsen Reinthaler, Maier, Pfeifer, Volland, Haugen, Hobsch, Rittmüller und Danhof startete der TSV 1860 locker in die Partie. Haugen per Kopf, Hobsch und wiederum Haugen stellten in der ersten Viertelstunde auf 3:0. Wiederum Hobsch und zwei Mal Maier erhöhten auf 6:0, ehe die Passauer gleich zu zwei Ehrentreffern durch Steinleitner und Moser kamen. Dann war wieder Hobsch an der Reihe der einen Doppelpack nachlegte und den 8:2-Pausenstand herstellte.

Beide Seiten wechseln zur Pause durch

Mit einer neuformierten Elf gingen beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Bei den Löwen kamen auch alle Nachwuchs-Kicker aus der zweiten Reihe Spielzeit und die Möglichkeit, sich Trainer Markus Kauczinski zu präsentieren. So kamen Bachmann, Niederlechner, Philipp, Steinkötter, Christiansen, Althaus, Dordan, Wolfram, Lippmann und Fuchs noch zu Einsatzminuten im zweiten Durchgang.

Löwen siegen zweistellig in Passau

Am überlegen geführten Spiel der Gäste änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts. Am Ende stand ein 14:2 zu Buche. Die weiteren Treffer für Münchens große Lieber erzielten Niederlechner (3), Lippmann, Steinkötter per Elfmeter und Philipp . Sportlich gesehen hat das Testspiel natürlich wenig Bedeutung, genau wie die Begegnung. Viel mehr ging es auf Seiten der Löwen darum, sich weiterhin nah an den Fans zu präsentieren, was auch absolut gelang.

Regio-Tour als Geschenk an die Fan-Base

Zum Auftakt der Regio-Tour, die vom Hauptsponsor “Die Bayerische” unterstützt wird, hatten die Löwen bereits einen zweistelligen Sieg in Amberg gefeiert. Nun machten es die Sechzger also auch in der Drei-Flüsse-Stadt zweistellig. Es war ein lockerer Aufgalopp, ehe der volle Fokus nun dem nächsten Drittliga-Match gegen Saarbrücken gilt und die Intensität in den nächsten Tagen sicher steigen wird. Ein schönes Erlebnis war die Partie in Passau aber dennoch, vor allem für die vielen jungen Fans unter den Zuschauern.

 

 

 

 

Heute vor dem Landgericht: db24 vs. TSV 1860

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Heute Vormittag fand vor dem Landgericht München I am Lenbachplatz eine ungewöhnliche Verhandlung statt. Zumindest was die beiden beteiligten Parteien anbelangt. Geklagt hatte Oliver Griss, Betreiber des reichweitenstärksten, kommerziellen Blogs im Umfeld des TSV 1860 gegen – und da mag der eine oder andere stutzen – den TSV München von 1860 e.V. Richtig gelesen: Der Mann, der Mitglied in diesem Verein ist und mitunter vorzugeben versucht, ein berichterstattender Fußball- und Löwenfan zu sein, hat “seinen” Verein verklagt. Klingt komisch – bei den Löwen ist aber auch so etwas möglich.

Verhandlung im Sitzungssaal 107: Oliver Griss vs. TSV 1860

Streitgegenstand: Ein Foto von db24

Der Streitgegenstand liegt schon eine Weile zurück. Und ist – eigentlich für beide Streitparteien – kein Ruhmesblatt. Auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 im Jahr 2021 in der Münchner Zenith-Halle hatten die für die Veranstaltung Verantwortlichen beim Tagesordnungspunkt “Ehrung von Mitgliedern” auf der großen Leinwand hinter dem Podium die Fotografie des Löwen-Mitglieds Anton Sontheimer gezeigt, der zum Ehrenmitglied des TSV ernannt werden sollte. Und nach einem einstimmigem Beschluss der anwesenden Mitglieder auch ernannt wurde.

Oliver Griss erhob nach der Versammlung den Anspruch, der Urheber der Fotografie zu sein und sah sich durch die etwa eine Minute lang dauernde Anzeige dieses Fotos von Sontheimer vor rund 200 anderen Mitgliedern des TSV 1860 in seinen Urheberrechten verletzt. Weshalb er im Frühjahr 2022 einen hohen vierstelligen Betrag “Schadensersatz” vom e.V. einforderte und dann später – mit einem anderen Anwalt – mit einer etwas reduzierten Forderung und einer in so einem Fall sehr hoch zu beziffernden Unterlassungklage zu Gericht schritt. Das auf dem streitgegenständlichen Foto abgebildete Mitglied hat übrigens – und das mag den juristischen Laien durchaus überraschen – mit dem ganzen Vorgang nichts zu tun. Unter Umständen ist dem inzwischen 79jährigen Anton Sontheimer nicht einmal bekannt, dass über ein Foto von ihm verhandelt wird.

Sorgfalt bei der Auswahl von Bildern ist dringend nötig

Grundsätzlich ist es das gute Recht eines jeden Journalisten, auch jeder Privatperson auf das Urheberrecht an einer Fotografie zu pochen. Die Verantwortlichen im TSV 1860 e.V. hätten bei der Auswahl der Bilder, die sie in der Versammlung den anwesenden Mitgliedern zeigen würden, mehr Sorgfalt walten lassen sollen und bei jedem Bild die Urheberschaft ermitteln, Kontakt mit dem Urheber aufnehmen und ggf. die Quelle unter die Abbildung schreiben müssen. Klingt innerhalb eines Vereins zwar vielleicht irritierend, ist aber bei den Löwen dringend geboten. Auch wir hier bei sechzger.de kennen die Urheber-Problematik gut und sind bei der Verwendung von Fotos sehr umsichtig. Das macht nicht immer Spaß und kostet oft Zeit, ist aber zur Wahrung des Urheberrechts – insbesondere im Internet – nötig. Und eben auch bei einer öffentlichen Veranstaltung, wie der Mitgliederversammlung eines großen Sportvereins.

Tut man das? Verklagt man seinen eigenen Verein?

Allerdings darf an dieser Stelle natürlich schon sehr deutlich die Frage aufgeworfen werden, ob es wirklich angebracht ist, wegen einer derartigen Nutzung einer Fotografie, den – angeblich – eigenen Herzensverein zu verklagen und vor Gericht zu zerren, wie es in diesem Fall vom Betreiber von db24 praktiziert wurde. Kommerzielle Interessen wurden bei der Verwendung des Fotos auf jeden Fall schon mal keine verfolgt. Der ganze Fall hat – neben der juristischen auch und insbesondere – eine moralische Dimension. Oliver Griss verdient sein täglich Brot mit einer Website, die über den TSV 1860 berichtet, bezeichnet sich gleichzeitig selbst als Anhänger der Löwen und ist auch Mitglied im TSV München von 1860 e.V. Und er verklagt genau diesen Verein. Da darf sich jeder Löwenfan seinen eigenen Reim darauf machen.

Ergebnis der Verhandlung: db24 vs. 1860

Die Tendenz des zu erwartenden Urteils der heute Vormittag um halb zwölf vor dem Landgericht München I durchgeführten Verhandlung ist angesichts der oben beschriebenen moralischen Fragwürdigkeit des ganzen Verfahrens vielleicht gar nicht das Entscheidende. Und doch gehört es natürlich zur ganzen Geschichte dazu. Wie in solchen Zivilverfahren üblich, wurde heute noch kein Urteil gesprochen, sondern die Entscheidung des Gerichts wird erst nach eingehender Beratung verkündet. Dies soll nach Ankündigung der Richterin am 27. Januar 2026 der Fall sein.

Oliver Griss erschien zum Gerichtstermin gegen seinen Verein übrigens nicht persönlich, sondern ließ sich von seinem in diesem Verfahren aktuell beauftragten Anwalt Dr. Bernhard Brunner vertreten. Am Ende der etwa dreißigminütigen Verhandlung zog dieser für die Klägerseite den (kostenintensiven) Unterlassungsantrag zurück. Die Widerklage des e.V. auf Feststellung, dass dem Kläger der Schadensersatz, den er noch im Mahnverfahren in völlig überzögener Höhe beansprucht hatte, nicht zusteht, war insofern erfolgreich. Der Anwalt von Griss erklärte, diese “Anspruchsberühmung ernsthaft und endgültig aufzugeben”, wie es im Juristendeutsch heißt. Es bleibt nun zwar zunächst noch die Forderung von 2.500 EURO des Klägers gegen den Beklagten im Raum stehen, man kann allerdings davon ausgehen, dass Oliver Griss im Urteil höchstens 10-15% dieser Summe zugesprochen werden. Vorstellbar und keineswegs unrealistisch ist, dass der Schadensersatzantrag vom Gericht sogar komplett abgewiesen wird.
Feststehen dürfte aber bereits jetzt: Oliver Griss wird am Ende dieser juristischen Auseinandersetzung mit Sechzig stark draufzahlen. Finanziell – und moralisch.

Der Innenhof des Landgerichts München I am Lenbachplatz 7

Giesinger Gedanken: 50 Minuten zur Belastungssteuerung?

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Erstes Training Kuczinski 50 Minuten

Drei Tage frei und am Montag dann, wenn man einschlägigen Medien Glauben schenken darf, lediglich 50 Minuten Training – trotz (oder wegen) des heutigen Testspiels beim 1. FC Passau war die gestrige Einheit an der Grünwalder Straße überraschend kurz. Dass dies zu Kritik der kommentierfreudigen Dauernörgler führen würde, war zu erwarten, doch auch ich möchte diese “Kurzarbeit” vorsichtig hinterfragen.

50 Minuten zur Belastungssteuerung?

Keine Angst, ich werde hier nun nicht mit der Keule agieren und das Trainerteam um Markus Kauczinski an den Pranger stellen, zumal ich nicht die Möglichkeit hatte, den Übungsleiter nach seinen Beweggründen für die kurze Trainingseinheit zu befragen. In der Vergangenheit wurde sowas ja gerne mit “Belastungssteuerung” begründet, aber zieht dieses Argument diesmal? Nach drei freien Tagen gibts da ja trotz des Pokalspiels in Aubstadt nicht wirklich eine Belastung, die man steuern müsste, oder?

Auch am Sonntag davor in Regensburg hatte man nun nicht zwingend das Gefühl, dass jeder Spieler über seine Grenzen gegangen ist und nach der Erholungspause nochmal so eine verkürzte Einheit benötigen würde.

Kauczinski hat sich keinen Gefallen getan

Meine persönliche Meinung ist, dass sich Markus Kauczinski mit diesem 50-minütigen Training keinen Gefallen getan hat. Aus meiner Sicht wäre es natürlich – nicht zuletzt wegen des heutigen Testspiels – falsch gewesen, die Mannschaft nun zwei Stunden über den Platz zu jagen und Kondition zu bolzen. Dennoch war das für die Öffentlichkeit und nicht zuletzt die dauerkritisierenden Couch- und Wutlöwen, die wiederkehrend Lorant’sche Maßnahmen fordern, ein fatales Zeichen, das deren Narrativ geradezu befeuert, sollte die Partie am Sonntag gegen Saarbrücken in die Hose gehen.

Gibt es denn angesichts der derzeit sportlich unbefriedigenden Situation nichts, was man über die 50 Minuten hinaus trainieren könnte? Abläufe verfeinern? Spielzüge einstudieren? Standards optimieren? Irgendwas? Versteht mich nicht falsch: Markus Kauczinski ist Profi und wird schon wissen, was er tut, aber als Fan, der gerade in dieser Saison schon viel zu oft bitter enttäuscht wurde, fällt es mir schwer, die Dauer des gestrigen Trainings nachzuvollziehen.

Ach ja, was Positives gibt es auch zu vermelden: Kilian Jakob konnte die Trainingseinheit komplett absolvieren. Aber die war ja auch nicht sonderlich lang…


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

Präsident Mang: “Ich möchte ein Stadion haben und keine Arena”

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Tsv 1860 Gernot Mang Abrüsten Wunschziel Zuschauer Grünwalder Stadion

Jaja, die gute alte Stadiondiskussion beim TSV 1860 geht in die nächste Runde… Bei einer Veranstaltung der Abendzeitung positionierte sich Präsident Gernot Mang deutlich zugunsten des Standortes Giesing und stellte klar: “Ich möchte ein Stadion haben und keine Arena.”

“Heimat, DNA und Herz des Vereins”

Das Grünwalder Stadion betrachtet der gebürtige Vorarlberger, der im Juli mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt worden war, das Grünwalder Stadion als “Heimat, DNA und Herz des Vereins”. Weiterhin führte Mang aus, Tradition gebe Identität und Glaubwürdigkeit, doch ohne zusätzliche Einnahmen, Sponsoren und ein modernes Stadion sei sportlicher Erfolg kaum realisierbar.

Insofern sei eine deutliche Kapazitätserweiterung an der Grünwalder Straße notwendig und wünschenswert. Der TSV 1860 peile ein modernisiertes Stadion mit “25.000 plus” Plätzen an, er selbe würde bis zu 30.000 Plätze bevorzugen, so Mang.

Offene und konstruktive Treffen mit Dieter Reiter

Inwiefern dies überhaupt möglich sei, werden die kommenden Monate zeigen. Wie Mang zu Protokoll gab, habe es mit Oberbürgermeister Dieter Reiter bereits mehrere “offene und sehr konstruktive” Treffen gegeben. Bis Ende November soll ein Lärmschutzgutachten sowie die Erstellung belastbarer Kosten- und Planungszahlen folgen, im März dann eine Machbarkeitsstudie.

Auch wenn (Gott sei Dank) recht wenig an die Öffentlichkeit gelangt, so arbeitet die neu gegründete Stadionkommission unter Leitung von Walter Lechner offensichtlich intensiv an Lösungen. Die weitere Nutzung des Grünwalder Stadions könnte im Erbbaurecht erfolgen, wobei man wohl mit dem Gedanken spielt, dass der Verein (und nicht die KGaA) als Pächter auftritt. Dies könnte insofern sinnvoll sein, alsdass man möglicherweise Subventionen nutzen könnte. Wie die weitere Finanzierung der Umbaumaßnahmen erfolgen könnte, bleibt indes offen.

“Ich möchte ein Stadion haben und keine Arena”

Dennoch verriet Gernot Mang, dass man sich bereits weitergehende Gedanken zum Ausbau und zur Modernisierung des Grünwalder Stadions gemacht habe. So sei es ihm wichtig, die charakteristische Westkurve (allerdings überdacht) zu erhalten um den traditionellen Charakter des Stadions zu schützen.

Des Weiteren soll das Projekt wirtschaftlich tragfähig und nachhaltig sein: “Wir wollen ein CO₂-neutrales, modernes Schmuckkästchen schaffen, das vielleicht sogar ein Wahrzeichen in München werden kann. Ich möchte ein Stadion haben und keine Arena.”

18.11.1989: TSV 1860 verliert beim VfL Frohnlach einen wichtigen Punkt

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Albert Gröber TSV 1860
Albert Gröber, ehemaliger Torjäger des TSV 1860

Die Saison 1989/90 steht bei vielen Fans von Münchens großer Liebe sinnbildlich für die benötigte Leidensfähigkeit beim TSV 1860. Unvergessen bleibt das bittere 3:3 am letzten Spieltag gegen den FC Schweinfurt 05 mit Werner Lorant und Bernhard Winkler. Ein Punkte fehlte den Löwen am Ende auf die Unterfranken, die den Aufstieg in die 2. Bundesliga schafften. Am 17. Spieltag ließ der TSV 1860 genau diesen einen Zähler beim VfL Frohnlach liegen.

Frohnlach trotzt dem TSV 1860

Das Resultat ist umso bitterer, wenn man bedenkt, dass die Oberfranken aus dem Landkreis Coburg am Saisonende als abgeschlagener Tabellenletzter abstiegen. An diesem Samstag Nachmittag jedoch wehrte sich der VfL Frohnlach gegen den TSV 1860 nach Leibeskräften und kam zu einem letztendlich nicht unverdienten Punktgewinn.

Die runderneuerten Löwen, die sich vor der Saison u.a. mit Walter Hainer, Thomas Miller, Reiner Maurer und Horst Schmidbauer verstärkt hatten, fanden lange keine Möglichkeit, die Defensive des VfL in Verlegenheit zu bringen

Gröber trifft für die Löwen

Erst in der 70. Minute schien der Bann gebrochen, als Albert Gröber (siehe Titelbild) die Löwen mit 1:0 in Führung brachte. Die Löwenfans unter den 1.600 Zuschauern im Waldstadion am Wirtsteich atmeten auf und wähnten sich auf der Siegestraße.

Doch die Gastgeber ließen nicht locker und kamen in der 80. Minute durch Schaible zum Ausgleich. Ein Nackenschlag für den TSV 1860 und plötzlich war Frohnlach der großen Überraschung näher als die Löwen dem Auswärtssieg. Der Grund: Kurz nach dem 1:1 erhielt Armin Störzenhofecker eine zehnminütige Zeitstrafe, sodass Sechzig in Unterzahl agieren musste. Am Ende stand ein Remis, das den Löwen am Saisonende teuer zu stehen kam…

Überaschende Gäste unter den Löwenfans?

Historisch bemerkenswert ist für diesen Novembernachmittag noch eine Tatsache, die nichts mit dem Spielgeschehen zu tun hat: Neun Tage zuvor war die Berliner Mauer gefallen, an der nun frei passierbaren innerdeutschen Grenzen bildeten sich am Wochenende kilometerlange Staus und der eine oder andere Löwenfan aus der DDR machte sich an diesem Tag wohl auf den Weg nach Nordbayern, um einem Spiel des Lieblingsvereins beizuwohnen.

Überliefert ist auf jeden Fall das Erlebnis zweier Anhänger aus dem Vogtland, die viele Stunden im Stau an der Grenze standen, deshalb erst nach Abpfiff der Partie in Frohnlach eintrafen und den Abend und die Nacht dann mit Anhängern aus München in einer Coburger Diskothek verbrachten.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Willi Bierofka setzte am 18.11.1989 in Frohnlach auf folgende Mannschaft des TSV 1860.

Dekeyser – Hainer, Wolke, Miller, Maurer (65. Beckenbauer) – Störzenhofecker, Windsperger, Rolshausen (46. Gröber), Meisl – Colakovic, Schmidbauer

Tore:
0:1 Gröber (70.), 1:1 Schaible (80.)

Zeitstrafe:
Störzenhofecker (81.)

Rise & Fall TSV 1860 München – die Themen im Überblick

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Logo TSV 1860 München Geschäftsstelle Grünwalder Straße 114 Symbolbild

Seit einigen Tagen sind alle Teile der Dokumentation Rise & Fall rund um den TSV 1860 München online abrufbar. In fünf Episoden werden viele große Ereignisse rund um die Löwen mit Bildern und Videos unterlegt präsentiert. Viel Raum nimmt in der Dokumentation – und das ist beim TSV 1860 kein großes Wunder – die Stadiondiskussion ein.

Rise & Fall: kurzweilige Dokumentation zum TSV 1860

Gänsehaut garantiert” hieß es nach dem Preview mit den ersten beiden Folgen – und dieses Versprechen löst die Dokumentation Rise & Fall an vielen Stellen der insgesamt fünf Folgen bei dem ein oder anderen Löwenfan ein. Zahlreiche Menschen rund um den TSV 1860 München kommen darin zu Wort und äußern sich zu diversen Themen. Vor allem die Umzüge in das Olympiastadion, die Allianz Arena sowie die jeweilige Rückkehr nach Giesing in das Grünwalder Stadion werden intensiv beleuchtet. Aber auch Karl-Heinz Wildmoser und Hasan Ismaik werden natürlich ausführlich thematisiert. Schließlich nahmen beide in der jüngeren Vergangenheit entscheidenden Einfluss auf das Geschehen an der Grünwalder Straße.

Rise & Fall – auch ganz aktuell passt dieser Titel ganz hervorragend zu den Löwen. Ein Sieg gegen Duisburg, dann eine Niederlage in Mannheim, drei Punkte daheim gegen Tabellenführer Cottbus, als nächstes eine sehr schwache Leistung und eine deutliche Niederlage in Regensburg, darauf folgend der Einzug in das Toto Pokal-Halbfinale – es ist ein ständiges Auf und Ab mit dem TSV 1860 München.

Im Folgenden gibt es einen kurzen Überblick der bereits genannten Schwerpunkte in der Dokumentation.

Karl-Heinz Wildmoser

Als Wildmoser Präsident wurde, ging es aus sportlicher Sicht bergauf. Die Entscheidung, Werner Lorant für eine zu damaligen Zeiten fast schon absurde Summe aus Fulda frei zu kaufen, erwies sich als goldrichtig. Das Duo (“die coolste Kombination seit den Blues Brothers“) harmonierte zunächst bestens, jeder in seinem für ihn verantwortlichen Bereich. Als erstem Verein im deutschen Profifußball gelang den Löwen der Durchmarsch vom Amateurbereich in die 1.Bundesliga. Später kam es allerdings zum Bruch zwischen Lorant und Wildmoser. Dieser begann mit den Überlegungen, gemeinsam mit den Roten ein Stadion zu bauen. Der Trainer warf dem Präsidenten vor, das Alltagsgeschäft zu sehr aus den Augen zu verlieren. Apropos verlieren: auch auf dem Platz lief es nicht gut und als Lorant nach einer weiteren, schwachen Vorstellung diverse Straftrainings durchführte, wurde er schlussendlich entlassen.

Wildmoser hingegen wurde im September 2004 verhaftet, in der Dokumentation möchte sich sein Sohn auch über 20 Jahre später nicht zu diesem Vorgang äußern.

Die Stadiondiskussion: Oly, Arena und Sechzgerstadion

Wer die Löwen kennt, der weiß, dass eine Frage beim TSV 1860 München stets ganz vortrefflich diskutiert wird. In welchem Stadion soll man in Zukunft spielen? Zunächst war es für lange Zeit das Grünwalder Stadion, ehe Wildmoser sich mit der Entscheidung in das Olympiastadion umzuziehen nicht nur Freunde machte. Journalist Fritz von Thurn und Taxis bringt es auf den Punkt: “Die Fans haben das Olympiastadion nie angenommen“. Unter Präsident Karl Auer kehrten die Löwen in der berüchtigten 14+3-Saison kurzzeitig zurück nach Giesing – und fast wäre in dieser Spielzeit der direkte Wiederaufstieg in die 1.Bundesliga gelungen. Gegen Ahlen unterlag der TSV 1860 jedoch mit 3:4 – nach der Ansprache von Michi Hofmann (“Gemeinsam nach Fröttmanning“) wurde der langjährige Löwen-Torwart von den wütenden Löwenfans ausgepfiffen.

Man blieb also Zweitligist und zog kurz danach in die Allianz Arena um , die für den TSV 1860 rückblickend ein riesiges Millionengrab in Schlauchboot-Form wurde. Die Benennung von Folge 3 spricht Bände: “Der Anfang vom Ende“. Es handelt sich um ein Zitat von Claudia Leupold, die lange Zeit Pressesprecherin an der Grünwalder Straße war. Auch Folge 4 (“Der Fluch der Arena“) beschäftigt sich mit dem Stadion im Münchner Norden, hierbei insbesondere mit dem sportlichen Abschneiden. Herausgearbeitet werden zudem die von Wildmoser verhandelten Catering-Verträge. Mehrere tausend Essen mussten demnach pro Spieltag abgenommmen werden – mit ein Grund, wieso das Projekt Allianz Arena aus weiß-blauer Sicht krachend scheiterte. Diesen Umstand konnte auch die taktisch kluge Regelung bei der Vermarktung der Logen (102 wurden von den Roten vermietet, nur vier vom TSV 1860 München und die gesamten Einnahmen flossen in die gemeinsame Stadion GmbH) nicht verhindern. Der rote Stadtrivale profitiert bis heute von diesem Größenwahn bei den Löwen. Eben jener Größenwahn führte wie bereits erwähnt zum Bruch zwischen Lorant und Wildmoser. Klar wird dem Zuschauer darüber hinaus im Verlauf der Kurzserie auch, wieso ein Umzug in das Grünwalder Stadion nach dem Doppelabstieg in die Regionalliga alternativlos war.

Hasan Ismaik

Eine zentrale Figur in der Dokumentation ist zudem Hasan Ismaik, der immer wieder thematisiert wird und auch selber mehrfach in Erscheinung tritt. Mit seinem Einstieg 2011 rettete er die Löwen im laufenden Betrieb, die möglichen Folgen einer Insolvenz seien laut dem damaligen Geschäftsführer Robert Schäfer völlig unklar gewesen. Das Team von Rise & Fall zeigt dabei auf, wie wechselhaft der Jordanier agieren kann – eine der Punkte, die eine vernünftige Zusammenarbeit in der Vergangenheit schwierig bis unmöglich machte. Offen bleibt, ob Ismaik die 50+1-Regel im deutschen Profifußball vor seinem Einstieg bei den Löwen kannte. In den Episoden gibt es zu diesem Sachverhalt unterschiedliche Darstellungen und Aussagen.

Sportliche Erfolge

Es ist nicht nur alles schlecht bei den Löwen. Das zeigen die sportlichen Erfolge, die größtenteils mit passendem Bildmaterial untermalt in der Rise & Fall-Serie rund um den TSV 1860 München präsentiert werden. Der Aufstieg in Meppen mit dem bereits erwähnten Durchmarsch in die 1.Bundesliga zählt ganz sicher mit dazu. Aber auch der Relegationssieg gegen den 1.FC Saarbrücken unter Daniel Bierofka wird ausführlich thematisiert. Für Gänsehaut sorgt der erste Derbysieg im Jahr 1999 nach 22 langen Jahren.

Die Protagonisten

Nicht zu vergessen sind bei den Themen der Dokumentation Rise & Fall die Menschen, die zu Wort kommen. Über einen roten, verurteilten Straftäter kann sicherlich diskutiert werden, doch die Putzkraft Susi, Pro1860-Vorstand Alexander Zeilhofer oder Pfarrer Rainer Maria Schießler sorgen immer wieder für Lacher oder ein Schmunzeln auf dem Gesicht. Folgendes Zitat stammt von Pfarrer Schießler:

So ein Fußballverein ist eine Heimat. Heimat ist nicht nur ein Ort, der dir Geborgenheit gibt, sondern der dich braucht, damit du sie pflegst und für sie da bist, damit du wenn sie krank ist ihr die Hand hälst. […] Hier geht es um mehr als Fußball.

Besondere Einblicke in seine Gefühlswelt offenbart Francis Kioyo, der ausführlich über den folgenreichen Elfmeter-Fehlschuss gegen Hertha BSC berichtet. Überhaupt werden alle Geschichten nicht von externen Moderatoren oder Reportern erzählt, sondern die eindrucksvollen Bilder werden stets begleitet von Menschen rund um den Verein und Zeitzeugen.

Die gesamte Dokumentation Rise & Fall – TSV 1860 München gibt es in fünf Teilen in der ARD Mediathek.

Sechzig um sieben: Heute Regiotour in Passau

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

Der TSV 1860 München nutzt die Länderspielpause für ein Testspiel. Die Löwen treten heute im Rahmen der Regiotour beim 1. FC Passau an.

Zweites Spiel der Regiotour in Passau

Nachdem das Spiel beim FK Pirmasens verschoben wurde, steht nun heute nach dem Spiel in Amberg die zweite Partie im Rahmen der Regiotour an. Um 14:00 Uhr tritt 1860 beim 1. FC Passau im Dreiflüssestadion der niederbayerischen Metropole an. Der Eintritt ist frei und die Passauer versprechen auf ihrer Homepage, dass die Löwen mit “rund 70 Prozent des aktuellen Drittliga-Kaders werden in Passau auflaufen” werden. Ob das eher anziehend oder abschreckend wirkt, sei mal dahin gestellt… Spaß beiseite, Markus Kauczinski hat durch das Spiel natürlich die Möglichkeit, die Mechanismen seiner Truppe weiter feinzujustieren. Außerdem kann er Akteure, die aktuell in der zweiten Reihe stehen, im Einsatz sehen und sich so ein Bild von ihrer Drittligatauglichkeit machen. Wie sich die Löwen heute bei der Regiotur in Passau schlagen, könnt Ihr am Nachmittag im Spielbericht bei uns lesen.

Fandemo in Leipzig mit 1860-Beteiligung

Am Sonntag fand in Leipzig die Demo “Fußball ist sicher” der deutschen Fanszenen statt. Insgesamt waren Vertreter von 38 aktiven Szenen aus der ganzen Bundesrepublik am Start. 1860 war auch mit etwa 100 Vertretern vor Ort. Die angereisten Löwenfans zogen ein positives Fazit: “Rivalitäten wurden für diesen Tag ausgeblendet, um für ein größeres Ganzes einzustehen und das wurde eindrücklich bewiesen”, wie uns ein Teilnehmer aus der weiß-blauen Fanszene wissen ließ. Wer die Anliegen der Fanszenen gegen z.B. Stadionverbote schon bei Verdachtsfällen oder KI-Gesichsterkennung am Stadioneingang unterstützen will, kann das hier tun.

Merchandising GmbH reagiert auf Kritik

Nach dem unentschuldbaren Rassismus-Vorfall im Spiel gegen Energie Cottbus bot die Merchandising GmbH ein T-Shirt mit der Aufschrift “Blau gegen Rassismus” auf. 10% der Erlöse des Verkaufs sollten an das NLZ gehen, eine Unterstützung anti-rassistischer Initiativen oder ähnlicher Institutionen, die das zu Grunde liegende Problem bekämpfen, war nicht vorgesehen. Nach Kritik aus Fankreisen hat die Merch nun reagiert und wird die kompletten Erlöse des Shirts spenden. 10% gehen weiterhin ans NLZ. Wohin die restlichen 90% fließen sollen, können die Löwenfans per Abstimmung bestimmen.

Dulic siegt mit deutscher U20

Nach dem 6:0 gegen Rumänien besiegte die deutsche U20 Nationalmannschaft gestern Italien mit 5:0. Löwe Sean Dulic wurde in der 63. Minute eingewechselt. Der Verteidiger wird morgen an der Grünwalder Straße zurück erwartet und steht somit natürlich für die Partie gegen den 1. FC Saarbrücken zur Verfügung.

News aus der dritten Liga

Mause-Leihe Ende vor Abbruch im Winter?

Jannik Mause kommt bei Rot-Weiss Essen bisher nicht auf Touren. Ursächlich dafür sollen die schlechten Fitnesswerte des Stürmes sein. In Essen wird wohl überlegt, deswegen das Leihgeschäft im Winter abzubrechen.

Niko Bretschneider mit erstem Einsatz nach Autounfall

Der Saarbrücker Verteidiger Niko Bretschendier erliit im September einen schweren Autounfall und fiel seitdem aus. Letzte Woche feierte er nun im Landespokal gegen den SV Bliesmengen-Bolchen sein Comeback. Ob er beim Gastspiel der Saarbrücker am Sonntag mit von der Partie sein wird, ist noch offen.

MSV kann wieder auf Hahn zählen

Nach seiner im Spiel gegen Waldhof erlittenen Schulterverletzung ist der Duisburger Verteidiger Alexander Hahn wieder einsatzbereit. Seine ausgekugelte Schulter ist auskuriert und ter rainiert wieder voll mit. Beim Landespokal in der letzten Woche wurde er noch geschont.

Damit wisst Ihr wieder alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga! Sechzger.de wünscht einen schönen Tag und den Passau-Fahrern eine gute Reise mit einem interessanten Spiel!

Kritik an Aktion der Merchandising GmbH trägt Früchte!

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Fanshop der Merchandising GmbH am Trainingsgelände

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle nur ein Statement der Löwenfans gegen Rechts (LfgR) dokumentieren, welches Kritik an der angekündigten T-Shirt Aktion des Fanshop der Merchandising GmbH übt. Doch die Betreiber des Shops reagierten ungewöhnlich schnell und passten ihr Vorgehen in Teilen an. Aber worum geht es eigentlich genau?

Kampagnen T-Shirt im Fanshop

Seit Samstag bietet der offizielle Fanshop des TSV 1860 ein “Kampagnen-T-Shirt” mit dem Slogan “Blau gegen Rassismus” an. Der Vorbestellungsstart wurde auch in den sozialen Medien groß angekündigt und das ganze als Reaktion auf die Vorkommnisse beim Spiel gegen Cottbus platziert. Das Kleidungsstück ist mit 39,90€ bepreist und 10% des Reinerlöses sollten an das NLZ des TSV gespendet werden. So gestaltet sich die Ausgangslage, was Kritik von mehreren Seiten, insbesondere aber den LfgR nach sich zog.

Kritik der Löwenfans gegen Rechts

Diese veröffentlichen am gestrigen Nachmittag folgendes Statement auf ihren Social Media Kanälen:

“Der offizielle Fanshop des TSV 1860 bietet seit einigen Tagen ein sogenanntes „Kampagnen-T-Shirt“ mit dem Slogan „Blau gegen Rassismus“ zur Vorbestellung an.

Grundsätzlich ist das zu begrüßen, seit Jahren haben wir immer wieder angeregt, etwas in die Richtung im Fanshop anzubieten. Bei vielen Vereinen ist das Standard.

Leider ist die Umsetzung eine Katastrophe:

– Warum wurde für das Fotoshooting ein POC-Model engagiert? Die Kampagne sollte von solidarischen Menschen beworben und getragen werden und nicht von Betroffenen rassistischer Gewalt. Warum steht kein Spieler Modell, wie bei vielen anderen Kollektionen auch?

– Immerhin hat sich die Grafikabteilung mal nicht bei der eigenen Fanszene bedient. Dafür aber wurde der Spruch einfach beim Stadtrivalen geklaut („Rot gegen Rassismus“). Kreativität und Hingabe für die Sache sieht anders aus.

– Der Preis von 39,90€ ist komplett lächerlich. Es geht also offensichtlich ums Geld verdienen und nicht um eine antirassistische Kampagne, bei der möglichst viele Personen das Shirt tragen, um wenigstens ein Statement zu setzen (zum Vgl.: das „Rot gegen Rassismus“-Shirt kostet in der Seitenstraße 15€).

– 10% des Reinerlöses sollen an die Jugendteams gehen. Abgesehen davon, dass das quasi nichts ist, wäre unser Vorschlag: 100% der Gesamteinnahmen gehen an eine lokale antirassistische Initiative!”

Reaktion der Merchandising GmbH

Und tatsächlich schwenkte die Fanshop-Führung um und veröffentlichte nur wenige Stunden später ihrerseits wieder einen Beitrag auf u.a. Instagram. Neben einigen Allgemeinplätzen zum Thema (Anti)Rassismus und “Löwenfamilie” sind aber drei Punkte bemerkenswert. Es wird nun der gesamte Erlös gespendet! 10% Prozent gehen weiterhin an die Jugend des e.V., der Rest an andere Initiativen. Wer genau die Begünstigten sein werden ist noch nicht klar, über ein Umfragetool werden auf Instagram Vorschläge entgegen genommen.

Außerdem enthält das Statement eine (für eine Firma) recht klare Abgrenzung gegen rechte Bestrebungen und Parteien. Die Wahl des Slogans wird mit dem Versuch einer “Rückeroberung” der Farbe Blau begründet:

“Und genau deshalb holen wir uns Blau zurück. In den letzten Jahren haben bestimmte Gruppen versucht, Blau als Symbol für rechte Ideologien zu missbrauchen. Das lassen wir nicht zu. Blau ist nicht rechts. Blau ist 1860. Blau ist München. Blau ist Vielfalt.”