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Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Spiel gegen Uerdingen

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Grünspitz Giesing

Was war das für ein Spiel gestern! Eins, nach dessen Ende man am Grünspitz, beim Trepperl-Wirt, im Schau-ma-moi und wie unsere Treffpunkte alle heißen, stundenlang hätte diskutieren können, ob man einen Punkt gewonnen hat, deren zwei verloren hat oder ob man mit einem Punkt eigentlich ganz gut bedient ist.

Es gibt für alle drei Varianten gute Gründe. Diejenigen, die für „einen Punkt gewonnen“ argumentiert hätten, hätten sicher auf den Sololauf von Kiprit nach dem Fehler von Quirin Moll verwiesen. Zum Glück verhinderte Marco Hiller mit einer Glanzparade an der Sechzehnerlinie die mögliche Uerdinger Führung. Sie hätten dann auch sicher die fast 25-minütige Unterzahl nach der gelb-roten Karte gegen Tallig und den sichtbar motivierten Grimaldi angeführt, der an alter Wirkungsstätte nur zu gern ein Tor geschossen hätte.

Diejenigen, die für „zwei verlorene Punkte“ plädiert hätten, wären sicher auf die Viertelstunde nach der Halbzeit eingegangen, als die Löwen die Krefelder ordentlich unter Druck setzten. Bis auf einen Kopfball von Mölders nach Tallig-Flanke und einige Ecken (von denen Moll eine beinahe direkt ins Tor gezirkelt hätte), sprangen aber leider keine Großchancen heraus. Gestern hätte wahrscheinlich das erste Tor die Partie entschieden und so ist deren Argumentation auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Bleiben diejenigen, die das Unentschieden für ganz gerecht halten. Für deren Meinung spricht, dass das Spiel nun mal unentschieden geendet hat und sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten. Halten wir fest, dass Uerdingen durch Kiprits Sololauf die beste Chance hatte, Sechzig bei 11-gegen-11 mit zunehmender Spielzeit leicht überlegen war und Uerdingen dann fast 25 Minuten mit einem Mann mehr auch die Entscheidung gesucht hat. Immerhin gelang es den Uerdingern nicht – wie bei ihren letzten beiden Besuchen in Giesing – ein spätes 0:1 zu erzielen. Das ist sicher positiv zu vermerken! Schwer zu sagen, wer von den dreien Recht hat. Schade nur, dass wir das alles nicht an Ort und Stelle bei einer Halben diskutieren können, sondern uns über Whatsapp-Gruppen und ähnliche Kanäle austauschen müssen.

Insgesamt war es eine hart umkämpfte Partie, die sich weitgehend im Mittelfeld abspielte. Wie in unserer TAKTIKTAFEL prognostiziert, agierte der KFC mit zwei tiefstehenden Viererketten und versuchte bei Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen. Die Krefelder attackierten lehrbuchmäßig die ballführenden Spieler von Sechzig und so entstand kaum Spielfluss. Die Löwen agierten ähnlich konsequent, wenn die Krefelder in Ballbesitz kamen. So war es nicht verwunderlich, dass hüben wie drüben kaum Chancen erspielt werden konnten. Um den Raum vorne nicht zu eng werden zu lassen, zog Köllner Spielmacher Neudecker etwas zurück, um von dort das Spiel aufzuziehen. Allerdings brachte das auch keine besonderen Effekte für das Spiel nach vorne. Die detaillierte Analyse gibt es dann in Kürze in der Nachbetrachtung der TAKTIKTAFEL.

Es bleibt festzuhalten, dass Sechzig sich gegen tiefstehende Gegner sehr schwer tut. Das Spiel wirkt zu statisch und zu vorhersehbar. Wenn dann noch die offensiven Außen wie gestern Tallig und Lex nicht ihren besten Tag haben, kommen die Löwen kaum gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Daran muss im Training gearbeitet werden. Vielleicht wäre durch Pusic nochmal ein Impuls in der Offensive möglich gewesen, aber der fällt ja leider verletzt noch ein paar Spiele aus. Auf der Positivseite ist sicher auch zu vermerken, dass Marco Hiller zum absoluten Rückhalt gereift ist. Wie er sich Kiprit entgegenstellte und das 0:1 verhinderte, war ganz große Klasse.

Die Löwen belegen aktuell weiterhin Platz 3 in der Tabelle. Auf den ersten Blick ist das sicher gut. Schaut man aber genau hin, muss man feststellen, dass uns einige Teams auf Grund der ausgefallen Spiele noch überholen können. Holen Ingolstadt, Verl, Türkgücü, Rostock und Viktoria Köln das Punktemaximum aus den noch ausstehenden Spielen, rutschen wir auf Platz 8 ab. Das ist sicher auch kein Beinbruch, da wir dann immer noch in Reichweite der Aufstiegsplätze wären. Diese Liga ist einfach schon wieder so dermaßen eng, dass man sich unnötige Punktverluste einfach nicht erlauben darf. Schon gar nicht gegen direkte Konkurrenten. Wie weit man mit zwei Siegen in Folge kommen kann, zeigt uns gerade Dynamo Dresden: standen die Sachsen am 9. Spieltag noch auf Platz 8, sind sie aktuell Zweiter!

Insofern war es vielleicht nicht das Schlechteste, mit 10 Mann einen Punkt gegen die kompakten Uerdinger mitzunehmen, anstatt auf Risiko zu gehen und eventuell am Ende ganz ohne Punkte dazustehen. Wir sind gespannt, wie es in der englischen Woche weitergeht. Am Dienstag müssen die Löwen nach Verl (bzw. Paderborn) und am Samstag geht es gegen Türkgücü. Beides direkte Konkurrenten und technisch versierte Mannschaften, die eher Ihr Heil im Angriff suchen, anstatt auf massierte Abwehrreihen zu setzen. Bisher lagen diese Teams den Löwen besser, aber man darf beide Mannschaften nicht ins Spiel kommen lassen. Wenn es mal läuft, können beide ein für ihre Gegner schmerzhaftes Offensivfeuerwerk abrennen. Siehe Verl in Duisburg am vergangenen Freitag.

Die beiden noch ausstehenden Spiele in dieser Woche zeigen, in welche Richtung die Weichen gestellt werden. Wir sind gespannt!

Sechzig holt in Unterzahl ein 0:0 gegen den KFC Uerdingen

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Es war das erwartet schwere Spiel und für die Löwen war über 90 Minuten kaum ein Durchkommen: Sechzig trennt sich mit einem 0:0-Unentschieden vom KFC Uerdingen.

In der ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen fast ausschließlich im Mittelfeld ab. Die Löwen hatten mehr Ballbesitz, konnten diesen allerdings nur äußerst selten in gefährliche Situationen ummünzen. Uerdingen hingegen konzentrierte sich auf die Defensivarbeit und versuchte mit Kontern gefährlich vor das Tor zu kommen.

In der zweiten Halbzeit blieb alles beim Alten: Sechzig konnte nicht, Uerdingen wollte nicht. In der 60.Minute kam Uerdingen dann zu größten Chance des Spiels: nach einem Fehler von Moll war Kiprit frei durch, Hiller verhinderte jedoch großartig den Rückstand. Ab der 69.Minute mussten die Sechzger dann in Unterzahl agieren: Tallig kam in einem Zweikampf an der rechten Außenlinie etwas zu spät und kassierte die gelb-rote Karte. Eine harte Entscheidung des Schiedsrichters Oldhafer, der jedoch – wie auch beim Gastspiel in Rostock – streng bei seiner Linie blieb. Die Überzahl nutzten die Gäste dann allerdings nicht für eine Schlussoffensive, sodass Hiller & Co. wenig Mühe hatten, das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

Weiter geht es aufgrund der anstehenden englischen Woche gleich am Dienstag, dann ist Sechzig zu Gast beim SC Verl. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

Die Ergebnisse des 11.Spieltags in der Übersicht:

Duisburg-Verl 0:4
Halle – Kaiserslautern 1:1
Saarbrücken – Wehen 3:3
Rostock – Dresden 1:3
Zwickau – Waldhof 0:0

Live-Ticker: TSV 1860 München – KFC Uerdingen, 11. Spieltag 2020/21, 21.11.2020, Live aus dem Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Servus Löwenfans!

Am heutigen Samstag empfangen unsere Löwen um 14:00 Uhr den KFC Uerdingen im Sechzger Stadion. Leider coronabedingt natürlich wieder vor leeren Rängen. Immerhin kann Trainer Köllner personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen: Marius Willsch ist wieder im Kader, damit fehlt “nur” Martin Pusic wegen seiner Handverletzung, wie auf der Pressekonferenz Freitag Mittag bekannt gegeben wurde.

Unser Experte Bernd Winninger hat den Gegner wieder unter die Lupe genommen und  stellt ihn Euch in unserer TAKTIKTAFEL vor. Er rechnet mit einem starken Gegner, so viel sei verraten.

Den Spieltag eröffneten bereits gestern Abend der MSV Duisburg und der SC Verl. Die Gäste gingen dabei mit 0:4 als Sieger vom Platz.

Wir tickern am Spieltag ab dem frühen Morgen – beginnend mit dem Artikel von “Sechzig  um Sieben”, der traditionell der Vorbericht ist.

Frankreich: Kevin Volland erlegt PSG im Alleingang

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Kevin Volland als Spieler beim TSV 1860 München Zwischen Dorf und Fürstentum

Zwei Tore und den entscheidenden Elfmeter rausgeholt: Ex-Löwe Kevin Volland war der Mann des Tages beim gestrigen 3:2-Sieg des AS Monaco über den französischen Serienmeister PSG.

Lange Zeit sah es jedoch gar nicht gut aus für die Monegassen, denn die Hauptstädter hatten durch zwei Mbappé-Treffer bereits mit 2:0 in Führung gelegen und einen Elfmeter vergeben.

Doch nach dem Seitenwechsel schlug die Stunde des Allgäuers, der ja auch schon zehn Länderspiele absolviert hat, seit Jahren jedoch konsequent vom Bundestrainer ignoriert wird.

Remis zwischen Paul und Bierofka

An anderer Stelle und etwas weiter entfernt vom internationalen Glamour trennten sich indes in der 2. österreichischen Liga der SK Austria Klagenfurt (Herbert Paul, Matze Imhof, Wolfgang Schellenberg) und Wacker Innsbruck (Daniel Bierofka) mit 1:1 und bleiben damit beide im Aufstiegsrennen.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 München – KFC Uerdingen

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Aller guten Dinge sind drei: Zum dritten Mal empfangen die Löwen heute Nachmittag den KFC Uerdingen zu einem Drittligaspiel an der Grünwalder Straße und es gibt was gut zu machen: Sowohl im Aufeinandertreffen nach dem Aufstieg im August 2018, als auch im Oktober letzten Jahres endete das Spiel denkbar unglücklich mit 0:1. Beide Male fiel das jeweilige Tor des Tages ganz kurz vor dem Abpfiff – 2018 sogar erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. Die Krefelder hinterließen zweimal – nicht nur aufgrund dieser Ergebnisse – bei den Löwenfans keinen sonderlich sympathischen Eindruck. Arroganz und Überheblichkeit sind die Begriffe, die nach den beiden Duellen in den Gesprächen am Grünspitz und in den umliegenden Kneipen sehr häufig fielen. Mal sehen, ob die Uerdinger Akteure an den TV-Bildschirmen heute ähnlich rüberkommen, oder ob vielleicht die fehlende Kulisse im leeren Sechzgerstadion ein ganz anderes Auftreten der Gäste zur Folge hat.

Auswärts sah das, was die Löwen in den letzten beiden Spielzeiten gegen den KFC auf den Rasen brachten, übrigens deutlich erfolgreicher aus: Einem Unentschieden in Duisburg im Februar 2019 folgte im Juni diesen Jahres ein 3:1-Sieg (nach 0:1-Rückstand zur Pause) vor komplett leeren Rängen im Düsseldorfer Exil. Michael Köllner erinnert sich – wie er gegenüber sechzger.de verriet – noch gut an genau dieses Spiel, in dem man “lauernd und mit einer eher destruktiven Spielweise” drei Punkte holen konnte. Die eingangs erwähnten zwei Last-Minute-Siege der Krefelder in Giesing vor seiner Zeit bei 1860 spielten für den Löwencoach in der Vorbereitung auf den Samstag keine Rolle.

Seit 1979 treffen die Löwen immer wieder mal auf den Krefelder Fußballclub. Die Premiere im August 1979 in der Bundesliga ging mit 0:1 verloren, die folgenden drei Erstligapartien gewannen unsere Löwen dann aber mit insgesamt 11:0 Toren! Dennoch stiegen beide Vereine 1981 zusammen in die 2. Liga ab, wo man sich vor einer längeren Pause dann nochmal zweimal torreich auseinandersetze (3:2 für die 05er in der Grotenburg und 6:1 für die Löwen im weiten Rund des Olympiastadions im Mai 1982 vor nur 1.100 (!) Zuschauern – den Lizenzentzug für den TSV 1860 kurze Zeit später pfiffen die Spatzen da schon vom Zeltdach).

Erst über elf Jahre später, im Oktober 1993 kam es zum nächsten Duell mit Bayer 05 Uerdingen, welches die Löwen mit 0:1 verloren. Aufgrund des erneut gleichzeitigen Wechsels zwischen Liga zwei und eins – diesmal als gemeinsame Aufsteiger – folgten in der Mitte der 1990er-Jahre nochmal vier Duelle im Oberhaus. Im Oktober 1995, also vor genau 25 Jahren, traten die Krefelder erstmals ohne den Firmennamen “Bayer” und die Unterstützung des Chemieriesen an. In seiner ersten und einzigen Saison als “KFC” im Oberhaus stieg der Verein dann zum bislang letzten Mal aus der Bundesliga ab.

Die Logos von Bayer 05 bzw. dem KFC Uerdingen, seit sie gegen die Löwen antreten.

Die Gesamtbilanz des TSV 1860 gegen Uerdingen ist – analog zu den vor genau einer Woche hier vorgestellten Zahlen gegen Dynamo Dresden – völlig ausgeglichen. Von 16 Partien konnte 1860 sechs gewinnen, sechsmal behielten die Krefelder die Oberhand und viermal wurden die Punkte geteilt. Interessanterweise haben beiden Vereine jeweils vier Heimspiele gegen den heutigen Gegner gewonnen, zwei verloren und zwei Unentschieden erzielt. Mehr Ausgeglichenheit geht fast nicht.

Eine Personalie bei unseren heutigen Gästen bringt das eine oder andere Löwengemüt in negative Wallung: Adriano Grimaldi. Der Stürmer kam nach dem Aufstieg 2018 als echter Drittliga-Kracher von Preußen Münster an die Grünwalder Straße und wusste anfangs auch  zu gefallen – in der Winterpause, nach nur sechseinhalb Monaten im Löwentrikot verdrückte er sich aber gen Westen, was ihm einige Löwenfans als Söldnertum auslegten. Nachdem Grimaldis Sensibilität, sobald er etwas schärfere Kritik durch Fans und oder Medien zu ertragen hat, in seiner Karriere schon mehrfach aufgefallen ist, lassen wir an dieser Stelle einmal dahingestellt, was die wirklichen Gründe für seine Flucht aus München waren. Richtig glücklich ist seine Karriere aber in den letzten knapp zwei Jahren nicht  wirklich weiter gegangen, seine Einsatzzeiten in Uerdingen sind – angesichts mehrerer Verletzungen – vorsichtig formuliert überschaubar. Dass er aber ausgerechnet im Juni mit seinem einzigen Saisontor das letzte Tor des KFC gegen uns (zur 1:0-Führung) sowie außerdem deren letzten Treffer vor dem heutigen Spiel (vergangenen Samstag zum finalen 3:1 gegen die Münchner Vorstädter) erzielt hat, ist schon wieder eine interessante Begebenheit. Wollen wir – wie auch immer man zu Grimaldi stehen mag – hoffen, dass er heute – sofern er überhaupt zum Einsatz kommt – keinen weiteren Treffer hinzufügen kann.

Ex-Löwe Adriano Grimaldi hier im Pokalspiel gegen Kiel im August 2018.

Den ganz oben angesprochenen gemeinsamen Auf- und Abstiegen zwischen unseren heutigen Gästen und dem TSV 1860 aus bzw. in die Bundesliga lässt sich aus der jüngeren Geschichte noch der gleichzeitige Aufstieg in die 3. Liga im Sommer 2018 hinzufügen. Nach ihrem letzten Abschied aus der 2. Liga im Jahr 1999 waren die Krefelder zwei Jahrzehnte lang in den Niederungen des Amateurfußballs unterwegs. Bis in die damals sechstklassige (!) Verbandsliga Niederrhein stürzte man 2008 ab. Nach dem Einstieg von Investor oder Gönner Michael Ponomarew im Sommer 2016 ging es zumindest sportlich wieder bergauf. Eine nähere Betrachtung der Rolle des russischen Geschäftsmannes in der Seidenstadt würde den Rahmen dieses Vorberichts um ein Vielfaches sprengen, es soll allerdings an dieser Stelle nicht gänzlich unerwähnt bleiben, dass Ponomarew durch verschiedene Ämter in den jeweiligen Gesellschaften das Geschick des KFC Uerdingen derzeit faktisch alleine kontrolliert. Im März dieses Jahres beschäftigten wir von sechzger.de uns in einer vierteiligen Serie mit dem Thema Investoren bei Fußballvereinen, die wir Euch in diesem Zusammenhang gerne nochmal ans Herz legen (Teil 1 und die drei weiteren Teile findet Ihr über diesen Link)

Den immer wieder artikulierten Ambitionen in Richtung 2. Liga, die schon seit dem Aufstieg 2018 sehr deutlich zu vernehmen sind, wurde man in Uerdingen bislang nicht gerecht. Den Platzierungen 11 und 13 in den vergangenen Spielzeiten folgte in dieser Saison ein komplett misslungener Start mit nur zwei Punkten aus den ersten vier Partien. Inzwischen hat man sich aber – trotz weiterer Pleiten, wie einem 0:4 zu Hause gegen Wiesbaden und einem 0:1 beim Aufsteiger in Lübeck – auf den neunten Platz vorgearbeitet und in den letzten Wochen – vor allem defensiv – durchaus ansprechende Leistungen gezeigt, wie auch in unserer gestrigen TAKTIKTAFEL nachzulesen war. Inwieweit man in dieser Saison die Erwartungen im Umfeld des Vereins und beim angesprochenen Ponomarew, der zwischenzeitlich auch mal mit einem finanziellen Engagement beim 1. FC Kaiserslautern liebäugelte, zufriedenstellen wird, bleibt abzuwarten. Die hohen Ansprüche in Uerdingen resultieren nicht zuletzt aus einer kurzen, aber geschichtsträchtigen Ära in der Mitte der 1980er-Jahre, mit der wir uns dann im Vorfeld des Rückspiels Anfangs April 2021 ein wenig näher beschäftigen werden. Dann beleuchten wir auch die als tragisch zu bezeichnende Stadionfrage beim KFC.

Bei unseren Löwen stellt sich diese glücklicherweise kein bisschen mehr. Arena- und Olympiastadionschwärmereien einiger Weniger gehören längst der Vergangenheit an. Der TSV 1860 bestreitet heute Nachmittag bereits sein 62. Ligaheimspiel in Serie in Giesing, wo das Herz unseres Vereins schlägt. Verfolgen kann man das Ganze wieder im Free-TV beim BR und natürlich auf unserem Liveticker.

Auftakt zum 11. Spieltag: Duisburg-Verl

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Heute Abend eröffneten die Zebras aus Duisburg und der SC Verl den 11. Spieltag der dritten Liga. Unser Gegner vom nächsten Dienstag erwischte einen Traumtag und zerlegt den MSV auf eigenem Platz mit 0:4. Die Aufsteiger aus Ostwestfalen begannen druckvoll und gingen in der 15. Minute durch Rabihic in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es auch leistungsgerechet in die Pause. Wer danach mit einer Aufholjagd der Duisburger gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Die Elf des neuen Trainers Lettieri kam zwar etwas druckvoller als Verl aus der Kabine, aber Verl ließ nichts anbrennen und schoß durch Janjic (59.), Yildirim (76.) und erneut Rabihic (80.) den auch in dieser Höhe verdienten Sieg heraus.

Damit rückt Verl zumindest bis morgen auf Platz 4 vor und das mit erst 9 Spielen. Der starke Aufsteiger liegt mit 16 Punkten damit nur einen Punkt hinter den Löwen, die aber 2 Spiele mehr haben. Das wird ein ganz harter Brocken am Dienstag in Paderborn. Aber jetzt haben wir erstmal Uerdingen vor der Brust. Das Spiel könnt Ihr wie immer bei uns im Liveticker verfolgen. Außerdem gibt es morgen früh den Vorbericht und in unserer TAKTIKTAFEL könnt Ihr Euch schon mal informieren, wie unser Experte Bernd Winninger die Uerdinger erwartet. Eins sein verraten: da kommt eine richtige starke Truppe nach Giesing morgen!

Sechzig@18:60 Uhr – Bildunterschrift gesucht – News vom TSV 1860 vom 20.11.2020

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Sascha Mölders vom TSV 1860 bekommt die gelbe Karte gegen Dynamo Dresden.

Die Bildergalerie aus Dresden wäre eigentlich erst zum Schluss als last-but-not-least drangekommen – aber dieses Foto von 1860-Kapitän Sascha Mölders fanden wir einfach zu gut und suchen dafür wieder die richtige Bildunterschrift – hier, auf unserem Facebook-Account oder Instagram – da ging das schon vor einer Stunde online.

Unser bisherige Favorit aus unserem Instagram-Account ist  übrigens „Ach da ist der Legostein“ gefolgt von „Komm mir nicht zuCoroNah“ und „Der Platz ist schuld“. Für weitere Unterschriften sind wir natürlich dankbar – und die ganze Bildergalerie findet ihr hier.

Der Fokus lag am heutigen Tag natürlich nicht mehr auf dem Spiel in Dresden, sondern auf dem morgigen Spiel gegen den KFC Uerdingen (sechzger.de-Liveticker) – und so starteten wir den Tag mit den Expertentipps dazu, die ihr hier nachlesen könnt.

Weiter ging es mit der Pressekonferenz zum Spieltag, die ihr euch entweder im Löwen-TV auf Youtube anschauen könnt – oder ihr vertraut unserem Redakteur Christian Jung, der für sechzger.de wieder an der Pressekonferenz teilgenommen und diese für euch zusammengefasst hat. An dieser Stelle möchten wir uns auch beim TSV 1860 dafür bedanken, dass wir schon vor ein paar Wochen für die Pressekonferenzen akkreditiert wurden – noch einmal herzlichen Dank dafür.

Die vielleicht wichtigste Nachricht vom Tage kam auf dieser Pressekonferenz von Günther Gorenzel – Dennis Dressel hat einen Vertrag bei den Löwen bis 2022. Ausführlich nachlesen könnt ihr das in der Zusammenfassung von Christian Jung.

Nachdem wir schon zu Beginn geklärt hatten, dass die Bildergalerie nicht das „last-but-not-least“ wird, kann es am Tag vor dem Spiel nur noch eines dafür geben: Die Taktiktafel – Bernd Winninger hat sich wieder unzählige Spiele unseres Gegners reingezogen und Statistiken gewälzt, um eine möglichst präzise Vorhersage des morgigen Spieles zu treffen – Prädikat „unbedingt anschauen“ – die TAKTIKTAFEL.

 

Fotogalerie: 10. Spieltag – Dynamo Dresden vs. TSV 1860 München

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Dynamo Dresden TSV 1860

Servus Löwenfans, hier kommt die Fotogalerie!

Mit etwas Verspätung gelingt es uns nun doch noch, Euch die Bilder zum (Geister-) Auswärtsspiel am Sonntag im Rudolf-Harbig-Stadion gegen Dynamo Dresden zu präsentieren.

Hier findet Ihr noch die Nachbetrachtung des Spiels in der Taktiktafel.

Viel Spaß mit den Bildern!

PK aktuell: Vor dem Spiel gegen den KFC Uerdingen

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Die freitägliche LÖWENRUNDE vor dem nächsten Auftritt des TSV 1860 daheim gegen den KFC Uerdingen streifte (wieder einmal) ein breites Spektrum an interessanten Themen, weit über das morgige Spiel hinaus.

Das Duell mit den Krefeldern betreffend verriet Michael Köllner, dass Marius Willsch am Mittwoch dieser Woche wieder ins Mannschafttraining eingestiegen ist, gestern das Trainingsprogramm voll mitgemacht hat, aber dennoch erst nach dem heutigen Training final entschieden wird, ob er morgen in der Startelf zum Einsatz kommen kann. Diese – aufgrund der auch vom Löwendompteur hervorgehobenen Qualität des Gegners – wichtige Frage bleibt also aktuell noch unbeantwortet.

Eine andere – eher langfristige – Personalfrage, die für die Löwenfans von höchstem Interesse sein dürfte verriet wenig später Günter Gorenzel in der PK: Dennis Dressel ist aufgrund “eines Vertrages mit mehreren Optionen” bis 2022 an den TSV 1860 gebunden. Spekuliert wurde zuletzt viel über dieses Thema – nun herrscht Klarheit: Sollte Dressels jüngste Entwicklung so weitergehen und im Sommer kommenden Jahres ein höherklassiger Verein die Fühler nach ihm ausstrecken, so dürfen sich die Löwen zumindest über eine schöne Ablösesumme freuen. Ob dies dann für die Entwicklung von Dressel unbedingt der richtige Weg wäre, stelle Michael Köllner an anderer Stelle in Frage. Dass der Oberpfälzer ein abslouter “Spielerentwicklungstrainer” mit einem klaren Konzept und einem deutlichen Fokus auf dieses Thema ist, ging aus der heutigen LÖWENRUNDE wieder einmal eindrucksvoll hervor, als Köllner seine schrittweise Heranführung von jungen Spielern an eine Profimannschaft darstellte. Es lohnt sich, die Ausführungen des Coaches auf dem Youtube-Kanal LÖWEN-TV nochmal anzusehen.

Das – nach der peinlichen 0:6-Pleite der Nationalmannschaft in Spanien – heute Mittag unvermeidliche Thema der Zukunft des DFB und des deutschen Fußballs im Allgemeinen nutzte Köllner für eine vorsichtige Kritik an der grundsätzlichen Ausrichtung der Nachwuchsarbeit hierzulande. Und der Mann weiß, wovon er spricht, nachdem er selbst jahrelang DFB-Nachwuchsteams trainierte. Vor einem  falschen Fokus auf die Eliten und einer Vernachlässigung der Förderung in der Breite warnte er ein wenig nachdenklich. Eine Nachfolge Jogi Löws – wie unter der Woche in den Sozialen Medien plakativ von einigen Clubfans gefordert – schloss Köllner augenzwinkernd für sich selbst aus.

Dies ist für uns Löwenfans vielleicht die wichtigste Nachricht aus der heutigen LÖWENRUNDE! 😉

TAKTIKTAFEL – Unser nächster Gegner: KFC Uerdingen

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel des TSV 1860 München gegen den KFC Uerdingen. Mit vier Siegen, zwei Unentschieden, und vier Niederlagen steht Uerdingen momentan mit 14 Zählern auf Platz neun der Tabelle. Im 28 Spieler starken Kader stehen nicht weniger als 16 Neuzugänge sowie ein Aufrücker aus der eigenen Jugend. Damit hat der Uerdinger Kader den fünfthöchsten Marktwert der 3. Liga und wir haben es am Samstag nicht mit Laufkundschaft auf Giesings Höhen zu tun.

Was ist im Spiel am Samstag von der Mannschaft aus Krefeld zu erwarten?

Sicher ist, dass bei den systemtechnisch variablen Uerdingern – zumindest was die Offensive angeht – nichts sicher ist. Defensiv dagegen setzt Uerdingen auf eine bewährte Formation: in allen Spielen, die ich vom KFC analysiert habe, wurde auf zwei tiefe Viererketten gegen den Ball gesetzt. Diese Formation stellt den Gegner vor das Problem, in engen Räumen den Ball ins letzte Drittel und in die Box zu bringen. Nicht umsonst stellt die Mannschaft von Stefan Krämer – trotz des 0:4 Debakels gegen Wiesbaden – mit bisher erst zwölf Gegentreffern eine der besten Defensiven der Liga. Von den Mannschaften, die alle zehn Spiele planmäßig absolvieren konnten, stehen sie damit gleichauf mit unseren Sechzgern und den Schanzern aus Ingolstadt auf Platz drei bei den am wenigsten kassierten Gegentoren.

Gegen Mannschaften im 4-1-4-1-System brachten die Krefelder bei Ballbesitz bisher ein offensives 4-3-3 auf den Platz. Die dazu nötigen Verschiebungen beim Umschaltspiel sind so gering, dass es kaum zu Abstimmungsschwierigkeiten bei Raumaufteilung und Laufwegen kommt. Nur ein Spieler aus der zweiten Viererkette muss dann nach vorne verschieben. Das geschieht beim KFC in Abhängigkeit davon, über welche Seite angegriffen wird.

Oft glücklos agieren die Offensivkräfte der Krefelder vor dem gegnerischen Tor; erst zehn Treffer stehen für den KFC auf der Habenseite zu Buche. Das bringt Uerdingen zusammen mit Magdeburg und Duisburg auf den vorletzten Platz bei den geschossenen Toren der Teams, die aktuell alle zehn Spiele absolviert haben.

Man muss allerdings auch erwähnen, dass sich die Truppe aus der Samt- und Seidenstadt im Aufwärtstrend befindet: drei der letzten vier Spiele wurden gewonnen. Unter anderem wurden sowohl Saarbrücken als auch Duisburg (gegen die der TSV 1860 München jeweils den Kürzeren zog) von Krämers Mannschaft besiegt. Am vergangenen Wochenende schoss man zudem Haching mit 3:1 aus dem Düsseldorfer Rheinstadion. In diesen drei gewonnenen Partien schossen die Uerdinger insgesamt sechs Tore.

Die bisherigen Durchschnittswerte bei den relevanten Statistiken sehen wie folgt aus:

  • Ballbesitz 48%;
  • Passquote 81%,
  • 36% gewonnene Offensivzweikämpfe (guter Wert),
  • 61% gewonnene Defensivzweikämpfe (ein eher schlechter Wert),
  • 40% der Flanken des Gegners finden ihr Ziel im Krefelder Strafraum und
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 13,44.

Die Uerdinger kommen meistens über rechts. Mit 45% starten sie fast die Hälfte aller Attacken über den rechten Flügel. Dagegen leiten sie ein knappes Drittel ihrer Vorstöße über links ein (32%), nur knapp ein Viertel, nämlich 23% der Angriffe, laufen über das Zentrum. Die Uerdinger werden also vornehmlich über die Flügel angreifen. Hier müssen unsere offensiv ausgerichteten Außenverteidiger also besonders aufpassen.

Was kann man nun außerdem aus den uns vorliegenden Informationen für das Spiel der Uerdinger gegen Sechzig schlussfolgern?

Eines ist für mich absolut klar: An den tief verteidigenden Viererketten wird Krämer zumindest taktisch nichts ändern, zumal sich sicher auch bis zum Niederrhein rumgesprochen haben dürfte, dass Sechzig gewisse Schwächen gegen tiefstehende Mannschaften zeigt.

Personelle Veränderungen sind beim breiten Kader des KFC Uerdingen schwer vorherzusagen. Zumindest Christian Dorda (#7), Assani Lukimya (#5) und Patrick Göbel (#33) sollten in der Viererabwehrkette gesetzt sein. Ob diese durch Girdvainis, Velkov oder gar Kirchhoff komplettiert wird, werden wir wohl erst kurz vor Anpfiff erfahren.

Falls offensiv das 4-3-3 zum Zuge kommen sollte, sind neben dem gesetzten Muhammed Kiprit (#36) vermutlich Christian Kinsombi (#11) für die rechte Außenbahn und für den situativ zwischen Mittelfeld und Sturm pendelnden Posten Kolja Pusch (#10) die wahrscheinlichsten Alternativen. Das Mittelfeld sähe ich mit Fridolin Wagner (#22) Gino Fechner (#16) und Dave Gnaase (#26) für die 4-3-3 Variante am sinnvollsten besetzt.

Diese personelle Aufstellung in Mittelfeld und Sturm brächte auch noch eine andere Variante mit sich: je nach Spielstand könnte schnell auf ein 4-4-2 (Raute eng) oder 4-4-2 (Doppelsechs) umgestellt werden. Die Spieler gäben diese Varianten auf alle Fälle her.

Stärken und Schwächen der jeweiligen Systeme:

Hier muss ich heute generell auf die Stärken und Schwächen, die Uerdingens Variabilität gegen das 4-1-4-1 der Löwen auf den Platz bringt, unter die Lupe nehmen.

Fangen wir mit den Stärken in Abhängigkeit der Spielweise der Sechzger an: Gegen spielstarke Mannschaften wie 1860, die das Spiel selbst gestalten wollen, hat das System mit den beiden tiefen Viererketten gegen den Ball den Vorteil, dass bei Positionsangriffen das Bollwerk aus acht verteidigenden Spielern erst einmal durchbrochen werden muss. Mit der feinen Klinge kommt man da meistens nicht sehr weit. Falls die Angreifer die Brechstange auspacken (müssen), kommt es immer darauf an, wie gut die Defensive es versteht, den eigenen Strafraum zu sichern. Aufgrund der wenigen Gegentore sehe ich hier bei Uerdingen kaum Schwächen, sodass es am Samstag Schwerstarbeit für Köllners Team werden wird, Chancen zu kreieren und Tore zu schießen.

Aufgrund der Variabilität im Umschaltspiel können die Uerdinger  den Löwen bei Ballbesitz auf vielfältige Weise gefährlich werden. Ihre defensive Formation in Kombination mit dem überdurchschnittlich guten Spielermaterial in der Offensive ermöglicht den Uerdingern, sowohl über die Flügel als auch durchs Zentrum Druck aufzubauen. Die Löwen müssen sich auf sehr variable Angriffe der Uerdinger einstellen, weil alle Positionen doppelt besetzt sind und alle Mittelfeldspieler und Stürmer auch auf ihren Nebenpositionen zu überzeugen wissen. Die in den ersten Spielen der Uerdinger noch eklatanten Lücken zwischen Mittelfeld und Sturm wurden mittlerweile geschlossen. Pässe kommen an und die Stürmer treffen. Die schlechten Zahlen bei geschossenen Toren kann man nach den letzten Ergebnissen der Uerdinger also nicht mehr als Gradmesser benutzen. Sechs Treffer in drei siegreichen Spielen sprechen Bände.

Wo liegen nun die Schwächen bei den Krefeldern?

Defensiv gibt es bei Positionsangriffen, abgesehen von individuellen Fehlern, keine Schwächen im Uerdinger System. Falls die Löwen es jedoch schaffen den KFC aus der Reserve zu locken und ihre Angriffe bei Ballgewinn schnell und präzise vorzutragen, kann das zu Situationen führen, in denen die Sechzger dann wegen der offensiven Verschiebung bei Uerdingen viel Raum vorfinden. Wenn solche Situationen (idealerweise schon zu Beginn) eiskalt ausgenutzt werden und 1860 es schafft in Führung zu gehen, hat man gute Chancen, im weiteren Spielverlauf öfter solche Situationen zu kreieren.

In der Offensive sind mögliche Schwächen bei der großen Variabilität im Uerdinger Spiel am ehesten in der Abstimmung der Laufwege zu erwarten. Ansonsten hat die Mannschaft von Stefan Krämer in der Offensive in den letzten Wochen keine Schwächen gezeigt. Ausnahme ist das Spiel in Lübeck, bei dem der KFC nur neun Mal in neunzig Minuten zum Abschluss kam und von den neun Schüssen nur ein einziger den Torwart prüfte.

Die Schlüsselspieler des KFC Uerdingen

Seit vier Spielen steht Hidde Jurjus (#31) im Uerdinger Kasten und konnte dabei schon zwei Mal zu Null spielen. Drei dieser vier Spiele gewann Uerdingen. In all diesen Partien zeigte sich Jurjus als sicherer Rückhalt. An beiden Gegentoren, die er kassierte, war er schuldlos. Mit dem Ball am Fuß agiert er ebenfalls sehr sicher und strahlt permanent Ruhe und Gelassenheit aus.

Assani Lukimya (#5) ist Kapitän und Innenverteidiger, der gerne auch einmal einen Ausflug nach vorne unternimmt. Kopfballstärke, gute Zweikämpfe und sehr präzises Passspiel zeichnen den Deutsch-Kongolesen aus. Allerdings fällt auf, dass mit seiner Leistung oft die Leistung der gesamten Mannschaft steht und fällt.

Gino Fechner (#16) ist ein kopfballstarker defensiver Mittelfeldspieler, der auch in der Innenverteidigung eine gute Figur macht. Er zeichnet sich durch gutes Stellungsspiel gegen den Ball aus, spielt präzise Pässe und ist der Dauerbrenner in Uerdingens Team. Er verpasste nur ein Spiel wegen einer Gelbrotsperre, in allen anderen Partien ging er über die volle Distanz.

Fridolin Wagner (#22), der zentrale Mittelfeldmann, dessen Stärken auch eher in der Arbeit gegen den Ball liegen, flog im Spiel gegen die Zweitvertretung des Nachbarn aus der Säbenerstraße mit Rot vom Platz und verpasste deshalb zwei Spiele. Seit dem Ende dieser Rotsperre fehlte auch er keine einzige Minute im Uerdinger Spiel. Als zentrale Anspielstation im Aufbau zieht er mit dem Ball oft auf den rechten Flügel oder die linke Halbposition und leitet von dort Attacken ein.

Muhammed Kiprit (#36): Der Mittelstürmer hat seit dem Derbysieg gegen Duisburg ein wenig Ladehemmung. Mit Vorlagen konnte er diese Saison noch gar nicht aufwarten. Nichtsdestotrotz ist er mit vier Treffern Uerdingens bester Torschütze.

Ob der wieder genesene Innenverteidiger Jan Kirchhoff (#4) am Samstag schon einen Startelfeinsatz bekommt, ist fraglich.

Fazit

Das wohl härteste Spiel bisher steht den Löwen am Samstag bevor. Der TSV 1860 München muss vor allem beim Spiel in der Offensive zusehen, wie er den Ball durch die massive Abwehr der Krefelder hindurch in den Strafraum und dann ins Tor bekommt. Wahrscheinlich wird es nicht viele Chancen geben und Effektivität vor dem Tor könnte der entscheidende Faktor sein. Und auch gegen den Ball wird es gegen die variablen und immer besser in Form kommenden Uerdinger sicherlich kein Zuckerschlecken.

Mit einem Punkt wäre ich überaus zufrieden. Ich gehe jedoch davon aus, dass Michael Köllner dieses Spiel gewinnen will und von daher die Mannschaft auch so ausrichtet und darauf einschwört. Sind wir gespannt, was da am Samstag auf uns zukommt. Spannend wird es auf jeden Fall. Hoffen wir auf ein gutes Spiel unserer Sechzger.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Ich erwarte den KFC gegen den Ball in folgender Aufstellung:

Bei Ballbesitz düften die Uerdinger dann auf diese Formation umstellen: