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Das Meisterstück von Doktor Werner

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In den gut fünfzehn Monaten seines Wirkens an der Grünwalder Straße 114 wurde er viel gescholten. Zum Beispiel bezeichnen ihn Löwenfans in den Sozialen Medien aufgrund seines bewussten Einsatzes moderner Technologien in der täglichen Arbeit despektierlich schon mal als “KI-Doc”, der in Ermangelung von großer Erfahrung in diesem Geschäft gar nicht in der Lage sei, einen schlagkräftigen Kader für die 3. Liga zusammen zu stellen. Als es in dieser Saison sportlich so richtig schlecht lief, wurde naturgemäß auch Christian Werner dafür verantwortlich gemacht. Dann verpflichtete er Mitte Januar, nach dem 0:4 in Saarbrücken Patrick Glöckner als Nachfolger des glücklosen Argirios Giannikis und die Löwen erlebten in März und April einen ungeahnten sportlichen Aufschwung, der nun auch dem Sportgeschäftsführer zugeschrieben wird. Folgerichtig wurde Ende März sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Mit der Verpflichtung von Kevin Volland für die kommende Spielzeit gelang ihm nun ein Paukenschlag.

Einfache Aufgabe für Werner

Werner selbst bezeichnete in der gestrigen Pressekonferenz die “total vertrauensvollen und transparenten Gespräche” mit dem Hoffnungsträger, der nach 13 Jahren und Stationen in Hoffenheim, Leverkusen, Monaco und Berlin nach München zurückkehrt, als seine bislang “einfachste Aufgabe”. Seit dem Winter sei man in Gesprächen mit Volland und Union Berlin gewesen. Den Austausch mit dem Bundesligisten aus der Hauptstadt, für den Volland in der laufenden Saison nur 50 Spielminuten auf dem Platz stand, lobte Werner ausdrücklich und dankte für die “nicht selbstverständliche Kooperation”. Volland löste seinen noch ein Jahr laufende Vertrag bei Union zum 30. Juni auf.

Transfer mit Signalwirkung?

Nach dem nun erreichten Klassenerhalt des TSV 1860 in der 3. Liga wollte man am Osterwochenende schnellstmöglich mit der Personalie an die Öffentlichkeit gehen. Eine Personalie, die – so bestätigte Werner die Frage von sechzger. de vorsichtig – durchaus eine Signalwirkung für Gespräche mit weiteren Neuzugängen oder im Hinblick auf Vertragsverlängerungen mit aktuellen Löwen haben kann.

Weiter am Kader arbeiten

Nun warten also wahrscheinlich schwierigere Herausforderungen auf Christian Werner, um für die kommende Saison eine schlagkräftige Truppe zusammen zu stellen, die den sehnlichen Wunsch der Anhänger nach einer Rückkehr in die 2. Bundesliga im Sommer 2026 realistischerweise anpeilen kann. Dabei geht es dann auch darum, dem Kader einerseits weitere erfahrene Säulen hinzuzufügen bzw. die vorhandenen Leistungsträger zu halten, gleichzeitig aber auch den Blick auf den eigenen Nachwuchs nicht zu verlieren. Nicht erst seit der gestern bekannt gegebenen Verpflichtung von Kevin Volland geistern weitere prominente Namen von Ex-Löwen durch den digitalen Raum, die wir schon heute Vormittag in einem Artikel thematisierten.

Hiller und Reich halten

Um Torwart Marco Hiller sind zuletzt immer wieder Gerüchte eines Abschieds aus Giesing zum Saisonende zu hören. Er ist aktuell der letzte bei Sechzig verbliebene Angehörige der Aufstiegself von 2018 und eine große Identifikationsfigur für die Löwenfans. Und auch der Shootingstar der laufenden Saison, Lukas Reich, der sich in dieser Spielzeit – noch vor der Vollendung seines 18. Lebensjahres – zwischenzeitlich einen festen Stammplatz auf der Rechtsverteidigerposition erkämpft hatte, wird aktuell als Kandidat für einen Abgang genannt. Anstatt aber diesen Sommer mit Reich (ein wenig) Geld zu verdienen, wäre es der Wunsch vieler Anhänger, ihn frühzeitig mit einem Vertrag auszustatten und ihn so erstmal an 1860 zu binden. Entwickelt sich Reich in dem Tempo der letzten Jahre weiter, ist ein Abschied in Richtung Bundesliga langfristig sowieso nicht zu verhindern. Dann sollte Sechzig aber zu einem späteren Zeitpunkt zumindest eine nennenswerte Ablöse kassieren. Nachdem Reich im kommenden Jahr erstmal sein Abitur gemacht hat.

Das nächste Meisterstück für Werner?

Es wird kein ruhiges und enstpanntes Saisonfinale für Dr. Werner, sondern es stehen  weiterhin arbeitsintensive Wochen und Monate bevor. Sein erstes Meisterstück ist ihm aber mit der Verpflichtung von Volland schon mal gelungen. Weitere sollen folgen. Im Idealfall auch in der 3. Liga am Ende der im Sommer beginnenden neuen Saison.

Sechzig all over the world: Groundhopping Madrid

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Mein Sohn hat seit ein paar Monaten ein Handy und ist fleißiger Nutzer der kicker-App. Als er dort den Spielplan der Primera Divison sichtete, kam er auf die Idee, die Osterfreien zum Groundhopping in Madrid zu nutzen. Eigentlich wäre ich ja gerne nochmal Skifahren gegangen, aber natürlich rennt er damit bei mir offene Türen ein.

Groundhopping Madrid: Erstes Wochenende im Zeichen der Gegensätze

Der Spielplan sollte uns am ersten Wochenende die wohl größten Gegensätze des Madrider Fußballs bieten. Am Samstag stand für uns die Partie von Rayo Vallecano gegen den FC Valencia (die wir im Sommer schon in Vigo gesehen hatten) auf dem Programm. Sonntagabend hatte die Liga dann für uns das Schmankerl Real Madrid gegen Athletic Bilbao terminiert. Rayo Vallecano ist im Stadtteil Vallecas beheimatet und ein eher weniger reicher Stadtteil mit einem großen Anteil an Einwanderern aus Südamerika. Also quasi das diametrale Kontrastprogramm zum Welt-Millionärs-Klub Real Madrid. Rayo ist nach Aussagen der eigenen Fans der einzige Club der Primera Divison, der seine Karten für Heim- und Auswärtsspiele ausschließlich an den “Taqullias” des eigenen Stadions verkauft und keinerlei Tickets über das Web oder sonstige Kanäle anbietet. Also stand nach unserer Ankunft am Donnerstag direkt die Fahrt nach Vallecas an, um sich Karten für den Kick am Samstag zu sichern. Das gelang uns auch problemlos.

Bruchbude mit sympathischem Publikum

Das Campo de Futbol de Vallecas wurde 1976 erbaut und es scheint nicht so, als ob seitdem irgendwelche Sanierungsarbeiten stattgefunden hätten. Kurzum: ein geiler alter Kasten, wie ich sie liebe!

Das Campo de Futbol de Vallecas von der Hauptstraße aus gesehen.
Hinter der Haupttribüne

Die Rayo-Fans stehen unüberdacht im “Fondo” hinter dem Tor, ansonsten gibt es zwei Sitztribünen. Auf der anderen Seite hinter dem Tor stehen Wohnhäuser und wenn das Spiel langweilig ist, kann man den Bewohnern beim Wäscheauf- oder -abhängen zuschauen.

Das Stadion von Innen

Unser Spiel beginnt auch relativ langweilig, beide Teams tasten sich ab und gehen wenig Risiko. Auf der Tribüne hat man uns schnell als Fremde wahrgenommen und man bietet uns Bier (im Stadion nur alkoholfrei) und selbstgemachte Chorizo-Sandwiches an. Wir kommen mit unseren Nachbarn ins Gespräch und sorgen als Fotomotiv für die Umsitzenden für Ablenkung vom doch sehr zähen Spiel. Kurz vor der Pause geht Rayo dann 1:0 in Führung. Die Rayo-Fans jubeln frenetisch und hoffen durch einen möglichen Sieg nochmal in Richtung europäischer Wettbewerb schielen zu können.

Torjubel der Rayo-Fans

Rayo macht den Sack nicht zu – Valencia gleicht aus

Nach der Pause ging Rayo dann auf das 2:0, schaffte es aber nicht, den Vorsprung auszubauen. So waren es die Gäste, die einen von zwei gut vorgetragenen Angriffen über Außen zum 1:1-Ausgleich nutzen konnten und am Ende einen etwas glücklichen Punkt entführen konnten.

Valencia bejubelt den Ausgleich vor den zahlreich mitgereisten Fans

Die Rayo-Fans reagierten mit ziemlicher Fustration, die europäischen Plätze sind nun etwas außer Reichweite geraten. Wir fuhren nach dem Spiel mit einer Familie aus drei Generationen Rayo-Fans, die in den etwa 20 Minuten der gemeinsam Fahrt nicht einen Ton sagten, sondern generationenübergreifend grimmig dreinblickten.

Brotzeitbox oder Raumschiff?

Einen Tag später hält das Groundhopping in Madrid dann den absoluten Gegensatz zum Klub aus dem Armenviertel parat: Real Madrid im frisch umgebauten Bernabeu-Stadion. Um Karten für dieses Spiel zu bekommen, benötigte ich gefühlt 10.000-Versuche im offiziellen Shop von Real Madrid, bis es mir gelang, zwei Tickets immerhin im selben Sektor (aber nicht nebeneinander) zu ergattern. Kategorie 2, den Preis könnt Ihr selber googlen… Ich habe ja 1997/98 in Madrid studiert und war währenddessen auch ein paar Mal im Bernabeu. Sagen wir es mal so, damals gefiel es mir um Einiges besser. Heute ist es ein schwerfällig gerundeter Koloss aus Aluminium oder Metall, den man nicht zwangsweise für ein Fußballstadion halten würde. Mein Sohn und ich rätseln wonach es ausschaut. Wir einigen uns auf irgendetwas zwischen gigantischer Brotzeitbox und Raumschiff.

Gigantische Brotzeitbox oder Raumschiff?

Da wir noch massig Zeit haben, umrunden wir das Bernabeu ein Mal und der Papa will sich noch ein Bier kaufen. Wir kommen zum Straßenverkauf eines Restaurants, das gepflegte 10€ für die Halbe haben will. Da geh ich lieber durstig ins Stadion! Ein paar Meter weiter gibt es bei einem Burgerbräter den Liter für 5€. Na also, geht doch! Mit dem Bier genießen wir das Treiben rund um das Stadion, das geprägt ist von Fanartikelständen. Das Treiben ist für spanische Verhältnisse trotz der enormen Eintrittspreise sogar recht normal und man merkt wenig von diesem Weltklubgehabe.

Treiben rund um das Bernabeu vor dem Spiel

Hightech mit Zwangsultras?

Im Inneren muss man schon sagen, dass das Stadion ziemlich gut geworden ist. Man sieht die Spieler einfach perfekt, das Licht bei geschlossenem Dach ist wirklich phänomenal und die Zugänge etc. sind sehr praktisch gemacht. Wenn man mal davon absieht, dass alle 10 Meter ein Ordner mit Handbesen steht, der hektisch jeden Krümel vom Boden fegt, ist es ziemlich geil. Weniger geil ist die Stimmung. Es scheint so, als ob im ehemaligen Block der Ultras Sur eine Gruppe von Fans zwangsverpflichtet wurde, Stimmung zu machen.

Der Ultra-Block im Bernabeu, in etwa so groß wie Block G und H im Sechzgerstadion

Der Rest des Stadion schweigt größtenteils und genießt in stiller Andacht die technischen Fähigkeiten von Vinicius Junior, Bellingham, Modric etc., die teilweise wirklich unglaublich schön anzusehen sind. Es scheint fast so, als ob es verboten sei, außerhalb des Ultra-Blocks irgendwelche Äußerungen zum Spielgeschehen zu machen. Auch die sonst durchaus stimmgewaltigen Auswärtfans aus Bilbao sind kaum zu hören. Allerdings befinden sie sich von uns aus am Ende des Platzes und sind ca. 30 Meter über uns platziert.

Der Auswärtsblock (oben Mitte)

Siegtor in der Nachspielzeit

Bilbao versuchte in der ersten Hälfte noch irgendwie, sich ein wenig am Spiel zu beteiligen. Im zweiten Durchgang zogen sich die Basken ausschließlich in die eigene Hälfte zurück und vertrauten auf die Künste von Unai Simon im Tor. Für einen Tabellenvierten war das schon sehr wenig. Am Ende kam es wie es kommen musste und Fede Valverde schoß in der 93. Minute das Siegtor für Real Madrid. War verdient, aber wir hätten uns sehr über ein Unentschieden gefreut. Als das Tor fällt, war unser Block übrigens schon zu 20% geleert und die Umsitzenden reagierten mit Handy-Photos und zaghaftem Applaus auf den Siegtreffer.

Das Groundhopping in Madrid zeigte mal wieder, dass Passion und Emotion eher bei den kleinen Vereinen zu finden sind.

 

Nach Volland: Kommen auch Niederlechner, Jakob und Eicher?

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Vitus Eicher Tsv 1860

Die Rückkehr von Kevin Volland zum TSV 1860 war gestern DIE Meldung des Tages. In sämtlichen Medien wurde der Transfer vermeldet, Torben Hoffmann, einst Spieler der Löwen und jetzt Haus- und Hofreporter des FC Bayern, meldete sich gar live aus der Seitenstraße, um den Coup der Blauen zu verkünden. Folgen in den kommenden Tagen weitere namhafte Transfers des TSV 1860? Wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, könnten auch Florian Niederlechner, Kilian Jakob und Vitus Eicher vor der Unterschrift an der Grünwalder Straße stehen.

Kehren Jakob und Eicher zurück zum TSV 1860?

Linksfuß Kilian Jakob war bereits in der Winterpause bei seinem Ex-Club TSV 1860 im Gespräch, Erzgebirge Aue beharrte jedoch auf die Vertragserfüllung des 27-Jährigen. Kürzlich gaben die Sachsen jedoch bekannt, dass Jakob den Verein am Ende der Saison verlassen werde – in Richtung Giesing?

Auch Vitus Eicher wäre kein Unbekannter an der Grünwalder Straße, hütete er doch bereits von 2000 bis 2017 das Tor der Löwen. Anschließend wechselte er zum 1. FC Heidenheim, gab jedoch kürzlich bekannt, dass er sich zum Saisonende von der Alb verabschieden werde. Kehrt der 34-Jährige zum TSV 1860 zurück? Voraussetzung wäre wohl, dass Marco Hiller ebenfalls wechselt, was durchaus denkbar wäre. Ein Wechsel ins Ausland steht gerüchteweise im Raum.

Wird Florian Niederlechner wieder ein Löwe?

Florian Niederlechner ging in der Jugend von 2002 bis 2006 für die Löwen auf Torejagd. Um seine Sympathien für den TSV 1860 machte der 34-Jährige nie ein Geheimnis, nun könnte die Rückkehr an die Grünwalder Straße anstehen. Sky Sports nährte das Gerücht zuletzt via Instagram; dort heißt es:

“Der Klub hat bereits Informationen über ihn eingeholt. Der 34-jährige Stürmer wird Hertha BSC voraussichtlich am Saisonende ablösefrei verlassen. (…) Ein Niederlechner-Transfer wird nun zwar geprüft. Großen Druck hat der TSV aber nicht. Auch, weil man mit Patrick Hobsch sehr zufrieden ist (elf Saisontore).”

Ähnlich wie sein Spezl Kevin Volland kam Niederlechner zuletzt nur sporadisch zum Einsatz, konnte sich aber immerhin am vergangenen Wochenende als Siegtorschütze für Hertha BSC in Ulm feiern lassen.

Wie seht Ihr das? Bei welchem der drei Ex-Löwen sollte der TSV 1860 unbedingt zuschlagen?

Giesing Gedanken: Rechenspiele zwischen Schlagzeilen

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Warnung: Die Giesinger Gedanken enthalten heute höchst spekulative und durchaus gewagte Rechenspiele.

Lorant & Volland – zwei große Namen in den Schlagzeilen

Dieses Osterwochenende hatte es für den Löwenfan in sich. Am gestrigen Montag Vormittag vermeldete Sechzig den Transfercoup mit Rückkehrer Kevin Volland, der das ganze Löwenumfeld direkt in helle Aufregung versetzt. Am Tag zuvor herrschte noch eine ganz andere Stimungslage. Die Löwenfamilie erreichte die traurige Nachricht vom Tod Werner Lorants. Wahrscheinlich nicht nur, aber ganz besonders für meine Generation steht dieser Trainer für die sportlich mit Abstand erfolgreichste aktiv miterlebte Zeit bei unserem Herzensverein. Kurz vor meinem persönlichen – zumindest formalen – Eintritt ins Erwachsenenalter kam “Werner Beinhart” zu 1860 und blieb – für diesen Verein unfassbar lange – neun Jahre die Schlüsselfigur an der Seitenlinie von Münchens großer Liebe. Sein Tod macht mich betroffen.

Sieg gegen Aachen fast vergessen

Bei derlei Schlagzeilen gerät fast schon in Vergessenheit, dass am Karsamstag auch noch aktuelles Tagesgeschehen stattfand und Fußball gespielt wurde. 2:1 besiegten die Löwen ganz kurz vor dem Abpfiff und irgendwie etwas überaschend Alemannia Aachen. Mit dem fünften Sieg in Serie sorgten sie dafür, dass ich – wie wahrscheinlich viele andere – diese seltsame Saison 2024/25 nun doch nicht entspannt austrudeln lassen kann, sondern wieder den beliebten Tabellenrechner vom kicker bemühen muss.

Rechenspiele: Wo landen die Löwen am Ende?

Was geht da noch in dieser Saison? Ein solider – und vor allem nach der üblen Hinrunde  -durchaus zufriedenstellender Platz im oberen Drittel des Endclassements der 3. Liga? Vielleicht sogar ein bisschen mehr und die Qualifikation für die erste DFB-Pokalrunde in der kommenden Saison, also Platz vier? In der wir dann – mit Kevin Volland – den Saarbrücker und Bielefelder Weg der zwei vorherigen Spielzeiten nachvollziehen? Oder dürfen wir sogar – ganz kühn – von einem Relegationsplatz und einer möglichen Rückkehr in die 2. Bundesliga träumen? Zeit für ein paar Rechenspiele.

Wie kommen wir an Rostock vorbei?

Ich würde mich – selbst an den eigenen verbliebenen Rest Realitätssinn appelierend – für Variante zwei entscheiden: Die Pokal-Quali. Soll es mit diesem Ziel klappen, müssen wir noch an drei Teams vorbei (aktuell Saarbrücken, Ingolstadt und Rostock). Bielefeld & Dresden stehen für mich als Aufsteiger fest. Klar ist: Verlaat & Co. dürfen in den verbleibenden vier Spielen keine Federn mehr lassen. Am Freitag beim Tabellenführer der Heimtabelle in Rostock muss der nächste Sieg eingefahren werden, denn die Hanseaten haben noch das Nachholspiel in Unterhaching in der Hinterhand und auf die bereits abgestiegenen Vorstädter können und wollen wir uns sicher nicht verlassen. Im Falle eines Sieges im Ostseestadion wären wir punktgleich mit Hansa und müssten – wegen des schlechteren Torverhältnisses – hoffen, dass die nochmal patzen. Gegen Sandhausen und Hannover II scheint das unwahrscheinlich. Aber vielleicht am vorletzten Spieltag gegen Cottbus?

…und an Ingolstadt?

Apropos Cottbus. Auch gegenüber dem mit uns punktgleichen Konkurrenten Ingolstadt könnten die Lausitzer uns ein wenig helfen: Am letzten Spieltag empfangen sie die Schanzer daheim. Vielleicht tut uns aber auch schon am kommenden Wochenende Arminia Bielefeld einen Gefallen und besiegt das Team von Sabrina Wittmann? So oder so wäre Ingolstadt dann also auch überholt. Erfolgreiche Rechenspiele.

Saarbrücken oder Cottbus?

Bleibt der 1. FC Saarbrücken. Die Saarländer haben – tückischerweise – trotz ihrer Heimpleite gegen Dresden am Osterwochenende fünf Punkte mehr, als aktuell Sechzig, Rostock und Ingolstadt auf dem Konto. Sie dürften also – die Idealausbeute von zwölf Punkten für uns vorausgesetzt – nur noch sechs Zähler holen. Zwei Siege und zwei Niederlagen also. Gegen Essen, Verl, Aachen und Dortmund? – Ich mag nicht so recht daran glauben… Also müssen wir vielleicht doch noch Cottbus überholen? Die haben aktuell sieben Punkte mehr, als wir, dürften demnach nur noch vier Zähler holen. In Haching, gegen Mannheim, in Rostock und gegen Ingolstadt. Finde ich – angesichts deren Form in den letzten Wochen – duchaus denkbar. Dumm nur, dass dann (siehe oben) halt Hansa womöglich durch einen eigenen Erfolg gegen Cottbus am Ende mehr Punkte als wir auf dem Konto hätte. Also müssen sich Rostock und Cottbus am letzten Spieltag eben die Punkte teilen. Ja, dann haut es hin!

So haut’s hin mit der Pokal-Qualifikation: Ergebnis der hier angestellten Rechenspiele am Saisonende.                           Bild: Screenshot von kicker.de

Löwen machen (wieder) Spaß

Wie man es dreht und wendet – das Ziel Pokal-Quali wird nicht einfach zu erreichen sein. Und womöglich ist ja schon die all diesen Überlegungen vorangestellte Annahme, dass wir die verbleibenden vier Spiele alle gewinnen und damit eine Rekordserie von acht Siegen am Stück realisiert hätten, völlig utopisch. Egal, wie gut die Mannschaft von Patrick Glöckner gerade drauf ist. Aber es tut doch gut, dass unsere Löwen aktuell so viel Spaß machen und mit ihrem Auftreten in den vergangenen Wochen überhaupt solche Rechenspiele ermöglichen. Zwischen Schlagzeilen über den Tod einer Trainerlegende und der Heimkehr eines Ex-Nationalspielers und Herzenslöwen.

Sechzig um Sieben: Freud und Leid bei den Löwen

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

In Sechzig um Sieben liegen nach dem langen Osterwochenende aus Löwen-Sicht Freud und Leid nah beisammen. Die Sechzger-Fans müssen Abschied nehmen von Trainerlegende Werner Lorant, der am Ostersonntag im Alter von 76 Jahren verstarb. Dafür landeten die Münchner einen Tag später einen echten Transferkracher: Kevin Volland kehrt zur nächsten Saison zurück zu seinem Ausbildungsverein nach München-Giesing!

Ruhe in Frieden Werner Lorant

Am Ostersonntag verstarb Trainer-Legende Werner Lorant im Alter von 76 Jahren. Lorant hatte die Löwen von der Bayernliga in die Bundesliga und sogar in die Champions League Qualifikation geführt. Noch im Januar hatte eine Löwen-Delegation Lorant besucht. Nun verstarb Lorant in einem Pflegeheim in Waging am See. Ruhe in Frieden, Werner Lorant!

Transfersensation: Volland kommt zurück

Am Ostermontag legten die Löwen ihren Fans ein ganz besonderes Osterei ins Nest. In einer Pressemitteilung verkündete man die Rückkehr von Kevin Volland. Der Offensiv-Spieler kommt zur neuen Saison vom Bundesligisten Union Berlin zurück zu seinem Ausbildungsverein. Bei einer Pressekonferenz im Büro der Bayerischen stellten sich Volland und Geschäftsführer Dr. Christian Werner den Fragen der Presse.

Glöckner: “Ein geiles Gefühl”

Einmal mehr begeistert zeigte sich Löwen-Coach Patrick Glöckner nach dem 2:1-Heimsieg gegen Alemannia Aachen bei der Pressekonferenz. “Das vor unserer heimischen Kurve, geiles Feeling hier mit der Stimmung unserer 15.000 Zuschauern generell. Auch Aachen hat tolle Unterstützung mitgebracht.”, sagte der Sechzger Coach nach dem Spiel. In unserer Fotogalerie könnt ihr das Spiel noch einmal Revuepassieren lassen.

Historisches Spiel in Bamberg

In unserem historischen Spiel blicken wir dieses Mal genau 40 Jahre zurück. In der Saison 1984/85 bekleckerten sich die Löwen in der Bayernliga nicht mit Ruhm und landeten am Ende im Mittelfeld des Klassements. Hier geht es zum historischen Spiel, dem 2:1-Auswärtssieg in Bamberg. 

Sechzger.de Talk erscheint morgen

Die zahlreichen Zuschauer- & hörer unseres sechzger.de-Talks müssen wir – nach dem langen Osterwochenende – noch ein wenig um Geduld bitten. Erst heute Abend wird die Ausgabe #207 aufgezeichnet, in der wir u.a. einen Gast aus Rostock begrüßen werden. Natürlich besprechen wir dann auch alle wichtigen Themen der letzten Tage auf und neben dem Fußballplatz. Ab Mittwoch Morgen ist die Sendung online.

Gut informiert in die kurze Woche

Damit geht ihr bestens informiert in die kurze Arbeitswoche, die am heutigen Dienstag beginnt. Bereits am Freitag um 18:60 Uhr sind die Löwen beim FC Hansa Rostock zu Gast und wollen dabei ihre Serie ausbauen.

Volland in der LÖWENRUNDE: “Ich wollte unbedingt zu Sechzig zurück!”

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Bester Laune präsentierte sich der erste Neuzugang der Löwen für die kommende Saison 2025/26, Kevin Volland den sehr kurzfristig geladenen und dennoch zahlreich erschienenen Medienvertretern bei der LÖWENRUNDE in der Zentrale von 1860-Hauptsponsor Die Bayerische am Ostermontag Vormittag.

Gedenken an Werner Lorant

Besondere Ereignisse verlangen besondere Maßnahmen. Und so nahmen auf dem Podium in Neuperlach nicht nur der Protagonist selbst und Geschäftsführer Dr. Christian Werner, sondern auch Die Bayerische-Vorstand Martin Gräfer Platz, um diesen Transfercoup, der die Herzen der Löwenfans höher schlagen lässt, zu besprechen. Nach einem stillen Gedenken an den tags zuvor verstorbenen Werner Lorant blickte Gräfer dann aber direkt nach vorne und sprach hoffnungsvoll von dem möglichen “Beginn einer neuen Legende” beim TSV 1860.

Der 32jährige Volland, der am Osterwochenende einen Zwei-Jahres-Vertrag bei 1860 unterschrieben hat, beantwortete die vielen Fragen in dieser LÖWENRUNDE geduldig und sagte…

…zu seiner Gefühlslage bezüglich der Rückkehr nach München:

Wenn du nach München wieder reinfährst und mit deinem alten Heimatverein, dem du unglaublich viel zu verdanken hast, die ersten Gespräche führst und auch spürst, dass der Verein das unbedingt machen will, gibt dir das als Spieler ein unglaublich gutes Gefühl. (…) Man hat ja über die Jahre im Profifußball schon gefüht alles gesehen und die Ausschläge sind jetzt nach oben und unten nicht mehr so extrem, aber heute hat es schon extrem gekribbelt.

…zu seinem eigenen aktuellen körperlichen Zustand:

Ich hatte ja eine schwerere Knieverletzung im letzten Jahr, wo ich bis Oktober raus war. Aber ich merke in den letzten Monaten schon, dass ich wieder ordentlich ‘auf pace’ bin, dass ich im Training ordentlich mithalten kann.

…über seinen Aufenthaltsort ab Juli (München oder Memmingen):

Ein Mix wird es sein. Ich bin froh, mit meiner Familie ins Allgäu zu kommen. Meine Kids freuen sich schon riesig: Oma und Opa sind wieder da. (…) Trotzdem werd’ ich auch eine Wohnung in München haben.

…zum sportlichen Niveau in der 3. Liga (in der er selbst noch nicht gespielt hat):

Der Bene Hollerbach, der ja in Wehen gespielt hat, hat mich schon ein bisschen vorgewarnt, hat gesagt, dass es da schon ordentlich zur Sache geht. Fitness ist ein großes Thema. (…) Wenn ich zum Beispiel im Halbfeld angespielt werd’, glaub ich, dass du schon einen Ticken mehr Zeit hast, aber es ist eine sehr intensive Liga.

…zur sportlichen Zielsetzung:

Wenn ich etwas in den letzten Jahren gelernt habe, dann ist es, nicht auf die Kacke zu hauen, wenn man als Neuzugang irgendwo hinkommt. Jetzt vom Aufstieg zu reden… da waren die letzten Jahre einfach zu durchwachsen, war mehr Achterbahnfahrt. Man wird die Zielsetzung, wenn man in der Vorbereitung ist, offen kommunizieren.

…zu den Aussichten der aktuellen Mannschaft auf eine DFB-Pokalqualifikation für die neue Saison (von der er ja dann auch profitieren würde):

Es ist schon noch ein Endspurt, wo du punkten musst und nicht viel liegen lassen darfst. Aber so, wie 1860 zur Zeit drauf ist, wie sie auch Fußball spielen, ist einiges möglich. Wär natürlich schön, wenn sie es schaffen.

…zu einem möglichen Engagement bei den Löwen nach seiner aktiven Karriere:

Ich bin ja immer mit dem Verein verbunden und es gibt diverse Sachen – nach der Karriere – wo man seine Expertise weitergeben kann. Zum Beispiel im Jugendbereich. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Ausgeschlossen ist natürlich nix.

 

Rückkehr perfekt: Kevin Volland wechselt zum TSV 1860

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Kevin Volland 1860

Nein, heute ist nicht der 1. April und dies ist kein Scherz: Kevin Volland kehrt zur neuen Saison zum TSV 1860 München zurück und geht nach 13 Jahren wieder für die Löwen auf Torejagd. Dies gab der TSV 1860 soeben im Rahmen einer Pressemitteilung bekannt.

Kevin Volland kehrt zum TSV 1860 zurück

Wovon viele Löwenfans seit Jahren träumen, wird nun Wirklichkeit: Der ehemalige Nationalstürmer Kevin Volland – derzeit noch beim Bundesligisten Union Berlin unter Vertrag – kehrt im Sommer zum TSV 1860 München zurück. Dort will er seine tolle Karriere nicht nur ausklingen lassen, sondern mit den Löwen nochmal ordentlich angreifen. Aus seiner Verbundenheit zu seinem Ausbildungsverein hat der Allgäuer nie einen Hehl gemacht. So besuchte er auch das Pokalduell der Löwen mit seinem Stammverein FC Thalhofen im vergangenen August.

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung im Juni 2024 hatten wir Kevin Volland und seinen besten Freund und ehemaligen Sturmpartner Markus Ziereis befragt, wieso sie sich in jungen Jahren für den TSV 1860 entschieden hatten:

“Als 15-Jährige hatten wir ein Luxusproblem: Der 1. FC Nürnberg, der FC Bayern München und der TSV 1860 München klopften an. Unsere Entscheidung fiel klar und deutlich aus: Wir wollten den Löwen auf der Brust tragen. Das hatte gute Gründe. Das NLZ wurde viele Jahre für seine hervorragende Ausbildung ausgezeichnet. Die familiären Strukturen und vor allem die Nähe zu den Profis waren für uns wichtige Argumente. Zu sehen, wie sich die Jugendarbeit bei den Löwen in letzter Zeit wieder entwickelt hat, macht uns umso mehr stolz, dass wir dort unsere Anfänge auf dem Weg zum Profi machen durften.”

Nun schließt sich also der Kreis, Kevin Volland kehrt an die Grünwalder Straße zurück.

Schnellstes Bundesligator der Geschichte

Bereits im Januar 2011 unterschrieb Volland beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim einen bis 2015 laufenden Vertrag, blieb jedoch auf Leihbasis bis Sommer 2012 zunächst in Giesing. Einmal mehr hatte die desaströse wirtschaftliche Situation aufgrund der Beteiligung an der Allianz Arena die Löwen gezwungen, eins ihre größten Talente unter Wert abzugeben. 700.000 Euro Ablöse erhielt der TSV 1860, zum Zeitpunkt des Wechsels betrug der Marktwert des Stürmers laut transfermarkt.de jedoch bereits 3,5 Mio. Euro.

Für die Löwen erzielte Volland in 60 Pflichtspielen (2. Bundesliga und DFB-Pokal) insgesamt 20 Tore und leistete 15 Assists. Auch im Kraichgau etablierte sich der gebürtige Marktoberdorfer schnell als Stammspieler, traf in 132 Bundesligaspielen 33 Mal ins Schwarze und bereitete zudem 38 Treffer vor. Besonders in Erinnerung blieb wohl das schnellste Tor der Bundesligageschichte, das er im August 2015 nach nur neun Sekunden gegen den FC Bayern erzielte.

15 Länderspiele für Deutschland

Bereits 2014 hatte Volland sein Länderspieldebüt gefeiert, sein erstes (und einziges) Tor im DFB-Trikot folgte im November 2016 gegen San Marino. Im Sommer des selben Jahres war er für 20 Mio. Euro zu Bayer Leverkusen gewechselt und enttäuschte auch dort keineswegs. 50 Tore und 32 Assists in 144 Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache. Dies blieb auch im Ausland nicht unentdeckt und so legte die AS Monaco im Sommer 2020 11 Mio. Euro auf den Tisch, um den Stürmer ins Fürstentum zu locken.

Bei den Monegassen kam er in 115 Pflichtspielen zu 39 Toren und 24 Vorlagen, ehe er im Sommer 2023 zu Union Berlin in die Bundesliga zurückkehrte. Seine Zeit an der Alten Försterei war jedoch leider geprägt von etlichen Verletzungen. So stehen bei den Eisernen bis dato lediglich 36 Einsätze (4 Tore, 5 Assists) zu Buche. In der kommenden Spielzeit kehrt Kevin Volland zum TSV 1860 zurück und möchte an alter Wirkungsstätte noch einige Erfolgserlebnisse bejubeln.

“Wichtiger Baustein der Mannschaft”

In der Pressemitteilung schreiben die Löwen:
Dass sich ein Stürmer wie Kevin Volland dazu entschlossen hat, noch einmal zu seiner ersten Profistation zurückzukehren, ist großartig für den TSV 1860 München“, sagt Dr. Christian Werner. „Kevin wird uns nicht nur mit seiner Qualität auf dem Spielfeld weiterbringen, sondern auch ein wichtiger Baustein im Innenleben der Mannschaft sein. Zusätzlich freuen wir uns, mit ihm ein absolutes Aushängeschild für den Verein dazugewonnen zu haben. Im Rahmen dieses Transfers danke ich beiden Gesellschaftern und der Familie Ismaik. Alle gemeinsam sagen wir: Herzlich willkommen zurück bei den Löwen, Kevin!“

Ruhe in Frieden, Löwe: Werner Lorant verstorben

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Trauer Tod Kerze Scheller lorant

Der langjährige Trainer des TSV 1860 München, Werner Lorant, ist heute im Alter von76 Jahren verstorben. Unter Lorant gelang den Löwen der Durchmarsch von der Bayern- in die Bundesliga und gar in die Champions League-Qualifikation.

Werner Lorant im Alter von 76 Jahren verstorben

Der gebürtige Welverer bestritt insgesamt 325 Bundesligaspiele und war dabei unter anderem für Rot-Weiss Essen, den 1. FC Saarbrücken und Eintracht Frankfurt am Ball. Durch seine Spielweise erarbeitete er sich bereits damals den Ruf als “harter Hund”.

Dieses Attribut begleitete ihn auch während seiner Tätigkeit als Trainer, v.a. bei unseren Löwen. Nachdem er zunächst einige Vereine in Franken trainiert hatte, wechselte Lorant im Jahr 1992 zum TSV 1860 und prägte eine Ära an der Grünwalder Straße.

Von der Bayernliga in die Champions League-Qualifikation

Lorant führte die Löwen aus der Bayernliga ins internationale Geschäft, die Qualifikation zur Champions League wurde nur denkbar knapp gegen Leeds United verpasst. Eine Derbyniederlage im Oktober 2001 beendete Lorants Zeit bei den Löwen, anschließend war er noch bei der SpVgg Unterhaching und diversen Clubs in Deutschland, Österreich, Südkorea, China, der Slowakei und der Türkei tätig, ehe er seine Trainertätigkeit im Jahr 2019 endgültig beendete.

Zuletzt lebte Lorant in einem Seniorenheim in Waging und war bereits sichtlich von seiner Krankheit gezeichnet, als ihm die Senioren des TSV 1860 im Januar dieses Jahres einen Besuch abstatteten.

Mit Werner Lorant verliert der TSV 1860 eine prägende Persönlichkeit und einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte. Ruhe in Frieden, Werner!

Lorant 1860 Senioren 3
Werner Lorant beim Besuch der Senioren des TSV 1860 im Januar

Titelbild: pexels.com (Rahul)

Nach Sieg gegen Aachen: “Geiles Feeling hier mit der Stimmung”

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Pressekonferenz Tsv 1860 Alemannia Aachen Glöckner Geiles Feeling

Den vierten Sieg in Folge feierte der TSV 1860 am gestrigen Samstag gegen Alemannia Aachen und kletterte in der Tabelle der 3. Liga munter weiter nach oben. Trainer Patrick Glöckner schwärmte von der Atmosphäre im Grünwalder Stadion: “Das vor unserer heimischen Kurve, geiles Feeling hier mit der Stimmung unserer 15.000 Zuschauern generell. Auch Aachen hat tolle Unterstützung mitgebracht.”

“Aachen hat extrem krass verteidigt”

Nachdem Heiner Backhaus, Trainer der Alemannen, seiner Enttäuschung über die Niederlage freien Lauf ließ, bestätigte Patrick Glöckner, dass ein Punkt für Aachen verdient gewesen wäre. Des Weiteren führte er aus:

“Generell haben wir kein gutes Fußballspiel gesehen. Erste Halbzeit unwahrscheinlich viele Fouls, unwahscheinlich viele Spielunterbrechungen. Wir sind nicht so richtig in Takt gekommen, nicht so richtig in unser Spiel gefunden. Das hatte aber auch damit zu tun, dass Aachen extrem krass verteidigt, auf allen Positionen wirklich den Fokus auf Zweikampfführung und Laufleistung hat – genauso wie wir es eigentlich auch haben. Wir sind auch ne Mannschaft, der ich immer wieder einpredige, dass die Basics – und dazu gehört nun mal die Physis und die Zweikampfhärte – dass das an oberster Stelle steht, bevor man spielerische Elemente hinzufügt.”

“Geiles Feeling hier mit der Stimmung”

Weiters gab Glöckner zu Protokoll:

“Wir sind dann etwas glücklich in Führung gegangen und ich denke, das 1:1 ging dann auch in Ordnung kurz nach der Halbzeit. Entscheidend ist aber trotzdem: Wie machst Du weiter? Natürlich war die 2. Halbzeit eher ausgeglichen. (…) Wir haben nichts aus dem Spiel heraus an großen Chancen zugelassen, was auch ne super Sache ist von den Spielern, wie sie es quasi immer wieder schaffen, hinter den Ball zu kommen und in der Box an den Leuten zu arbeiten.”

Zwar bemängelte er das Zweikampfverhalten beim Gegentreffer durch Bakhat, ansonsten ging Glöckner mit seinem Team jedoch keineswegs hart ins Gericht.

“Ansonsten: 90. Minute, dreckiger Sieg für uns, der aber auch mal schön, ist, der auch mal gut tut. Das vor unserer heimischen Kurve, geiles Feeling hier mit der Stimmung unserer 15.000 Zuschauern generell. Auch Aachen hat tolle Unterstützung mitgebracht.”

Es sei kein Spiel auf “fußballerisch höchstem Niveau” gewesen, so Glöckner, die drei erkämpften Punkte seien jedoch “Gold wert”.

Titelbild: Screenshot YouTube (Löwen-TV)

Fotogalerie zu TSV 1860 – Alemannia Aachen

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Titelbild TSV 1860 Alemannia Aachen Fotogalerie

Spielerisch konnten die Löwen am gestrigen Karsamstag zwar nicht unbedingt an den zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, am Ende stand jedoch trotzdem der vierte Dreier in Folge zu Buche. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimsieg des TSV 1860 München gegen Alemannia Aachen.

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