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Vorsprung verspielt – Amas verlieren in Gundelfingen erneut

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Vorsprung verspielt - Amas verlieren in Gundelfingen

Es wird doch noch einmal spannend auf den letzten Metern in der Bayernliga Süd. Die Amas des TSV 1860 München mussten sich nach der 0:1-Heimniederlage gegen Hauzenberg am Dienstagabend auch beim FC Gundelfingen mit 2:4 (2:1) geschlagen geben und sind nun zwei Spieltage vor Schluss punktgleich mit dem TSV Landsberg. Dennoch führen die kleinen Löwen die Tabelle weiterhin an, da der bei Punktgleichheit entscheidende direkte Vergleich gegenüber den Landsbergern für die U21 der Löwen spricht.

Löwen drehen Rückstand vor der Pause

Die Amas gerieten in Gundelfingen früh in Rückstand. Bereits nach drei Minuten traf David Spitzert für die Hausherren zum 1:0. Die Heimischen nutzten ihren ersten Angriff zu einem Schuss aus zwölf Metern ins rechte Eck, 1860-Keeper Bachmann war ohne Abwehrchance. Dann fanden die Gäste immer besser ins Spiel, machten Druck und belohnten sich durch den Ausgleichstreffer von Husic. Leone vollendete eine starke Einzelaktion mit der Löwen-Führung, als er sich nach einer halben Stunde durchtankte, verzögerte und einschob. In Anbetracht weiterer guter Chancen und einem Pfostenschuss der kleinen Löwen durch Husic kurz vor der Halbzeit war Gundelfingen mit dem 1:2 zur Pause noch gut bedient.

Effiziente Hausherren bestrafen Chancenwucher

Nach dem Seitenwechsel fiel direkt der Ausgleich, als die Gäste mit dem Kopf noch in der Kabine waren und Gundelfingen clever zum 2:2 einschoss. Die Sechzger wachten auf, machten Druck, doch das Tor fiel erneut für die Hausherren, die auch ihren zweiten Angriff nach dem Pausentee zum 3:2 im Netz versenken konnten. Gespielt waren da gerade einmal 52 Minuten. Vor 740 Zuschauer taten sich die Amas im weiteren Verlauf schwer. Eine Viertelstunde fiel durch den vierten Treffer die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber. Bis zum Schlusspfiff blieb es auch beim 4:2 für die Hausherren.

Kayabunar: “Sind in einer schwierigen Phase”

“Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet. Bei Gundelfingen war jeder Schuss drin. Die Möglichkeiten hatten wir auch. Wenn wir vor der Pause das 3:1 machen, geht das Spiel anders aus. Wir sind gerade in einer schwierigen Phase. Wir haben viele verletzte Spieler und Spieler, die jetzt in der Konstellation wieder zum ersten Mal zusammenspielen. Gundelfingen hat gezeigt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Jetzt gilt es diese Phase zu überstehen und zurückzukommen”, sagte 1860-Coach Alper Kayabunar nach dem Spiel. Zum kompletten Interview auf YouTube geht es hier!

 

Zum 60. Jubiläum der Meisterschaft: 1860-Fußballabteilung veröffentlicht Sondertrikot

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Anlässlich des bevorstehenden 60. Jahrestags des Gewinns der Deutschen Meisterschaft von 1966 bringt die Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. ein spezielles Jubiläumstrikot sowie T-Shirts heraus. Der Verkaufsstart ist für das kommende Heimspiel gegen den FC Ingolstadt angesetzt. Die Erlöse kommen dem vereinseigenen Nachwuchs zugute.

60. Jubiläum des Meistertitels

Am 28. Mai 1966 feierten die Löwen ihren bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte: den Gewinn der Schale. Exakt 60 Jahre später würdigt der e.V. diesen Meilenstein mit einer eigenen Textilkollektion. Wie der Verein mitteilte, stehen dabei nicht nur das Gedenken an die „Helden von damals“, sondern auch die Förderung der Zukunft im Vordergrund.

Verkaufsstart am 9. Mai vor dem „Bamboleo“

Der offizielle Verkauf der Jubiläumskollektion beginnt am Donnerstag, den 9. Mai 2026, passend zum letzten Heimspiel der Profis in der laufenden Saison gegen den FC Ingolstadt 04. Ab 11:00 Uhr werden die Artikel vor dem „Bamboleo“ in der Tegernseer Landstraße 96 angeboten. Das Größenspektrum der Trikots ist dabei auffallend breit gefächert und reicht von Babygrößen bis hin zu 10 XL. Preislich liegt das Trikot für Kinder bei 44 Euro, während die Erwachsenenmodelle für 66 Euro – in Anlehnung an das Meisterjahr – veräußert werden.

Erlöse für das NLZ

Ein zentraler Aspekt der Aktion ist die Mittelverwendung: Der komplette Reinerlös aus dem Verkauf des Jubiläumstrikots fließt in das 1860-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der „Bayerischen Junglöwen“. Damit unterstreicht die Fußballabteilung die Bedeutung der Jugendarbeit für den Gesamtverein. Bereits im Rahmen des vergangenen Heimspiels wurden einige der Meisterlöwen von 1966, darunter Fredi Heiß, Bubi Bründl und Bernd Patzke, von Abteilungsleiter Martin Obermüller mit den ersten Exemplaren überrascht. Das Design orientiert sich an den historischen Vereinsfarben und soll den Geist des damaligen Triumphs würdigen.

Die Eckdaten zum Verkauf:

  • Wann: 9. Mai 2026 ab 11:00 Uhr, danach online
  • Wo: Vor dem Bamboleo (Tegernseer Landstraße 96) und vor dem Spiel gegen Ingolstadt auf dem Fantreff am Candidplatz
  • Preise: Kinder 44 €, Erwachsene 66 €
  • Zweck: Reinerlös zugunsten des NLZ

sechzger.de Talk 261: 1:1 in Schweinfurt, vor Ingolstadt

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Drei Löwen und ein Schweinfurter versammeln sich am Montag nach dem Spiel zwischen den Schnüdeln und dem TSV 1860  zum sechzger.de Talk 261 um alles Besprechenswerte rund um die Partie vom Samstag zu bereden. Moderator Christian erhält Unterstützung vom Kollegen Peter. Außerdem hat sich erneut Thomas Spiesl eingefunden, der natürlich auch wieder eine Schnellraterunde im Gepäck hat. Und dank des externen Gasts vom gegnerischen Verein erhalten wir und unserer Zuhörer*innen auch noch die eine oder andere Information, wie es in Schweinfurt nach dem Abstieg weitergehen wird und was man aus diesem Gastspiel in der 3. Liga mitgenommen hat. Die abschließende Vorausschau auf das anstehende letzte Heimspiel dieser Saison gegen den FC Ingolstadt darf dann natürlich auch nicht fehlen.

Das 1:1 in Schweinfurt: Langeweile und Pyroprobleme

Alle vier Protagonisten beim heutigen Talk 261 waren am Samstag Nachmittag im Sachs-Stadion vor Ort. Christian und Peter standen im Gästeblock und sechzger.de-Tickerer Thomas saß auf der altehrwürdigen Haupttribüne. Ebenso, wie der uns zum zweiten Mal die Ehre gebende Michael Bauer von der Mainpost. Zusammen besprechen sie – in der gebotenen Kürze – das Geschehen auf dem Rasen. Wirklich mitgerissen hat das keinen. Ausführlicher beschäftigt sich die Runde, als der Schweinfurter Gast die Sendung allerdings leider schon verlassen hat, mit dem Pyrovorfall vom Samstag.

Wie geht’s in Schweinfurt weiter?

Christian macht seit jeher keinen Hehl daraus, dass er für den Standort Schweinfurt (und dabei insbesondere auch für das wunderbare Sachs-Stadion) gewisse Sympathien hegt. Daher interessiert es natürlich ihn (aber hoffentlich auch unser Publikum), wie es nun kurz- und mittelfristig mit dem Fußball bei den Schnüdeln weitergeht. Wer könnte da kompetenter Auskunft geben, als unser Gast Michi Bauer. Der Autor der Mainpost ordnet den kürzlich bekannt gewordenen Ausstieg des jahrelangen Klubchefs und Hauptsponsors Markus Wolf ein, verrät, welche Rolle die Schweinfurter Ultras dabei gespielt haben und beantwortet die Frage sehr klar, ob dieses eine Jahr 3. Liga dem Verein nun mehr gebracht oder mehr geschadet hat.

Schnellraterunde

In unserem beliebten Quiz ist der Gast leider nicht mehr mit am Start, da er seiner Journalistenpflicht nachkommt und zur Mitgliederversammlung des 1. FC Schweinfurt am Montag Abend eilt. So ist die heutige Schnellraterunde ein Duell zwischen Peter und Christian.

Vorschau Ingolstadt

Am kommenden Samstag Nachmittag steht dann schon das letzte Heimspiel dieser Saison in Giesing auf dem Programm. Der FC Ingolstadt ist zu Gast und Christian hat natürlich wieder die – diesmal ganz einfach zu ermittelnden – Statistiken von Spielen gegen den noch sehr jungen Verein aus der zweitgrößten Stadt Oberbayerns dabei. Außerdem vergleicht die Runde die Heimbilanzen von acht Drittligaspielzeiten der Löwen und fördert dabei interessante Aspekte zu Tage.

Der sechzger.de Talk 261 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Heute vor 61 Jahren: TSV 1860 erreicht Finale im Europapokal

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Am 05.05.1965 regnete es in Zürich in Strömen. Gut 10.000 Löwenfans waren in den Letzigrund gepilgert, um ihre Mannschaft im Entscheidungsspiel des Halbfinals im Europapokal der Pokalsieger gegen den AC Turin zu unterstützen. Petar Radenkovic machte eins seiner besten Spiele für den TSV 1860, die Löwen gewannen mit 2:0 und qualifizierten sich für das Finale in Wembley.

Im Regen von Zürich

Eine gute Woche zuvor hatte der TSV 1860 die Gäste aus Norditalien vor über 33.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion mit 3:1 besiegt. Nach dem 0:2 im Hinspiel mussten die beiden Teams also erneut die Klingen kreuzen und zwar auf neutralem Platz. Und was eignet sich bei Neutralität besser als die Schweiz?

Über 10.000 Fans begleiteten die Löwen per Auto, Bahn, Bus und sonstwie nach Zürich und auch aus Turin waren wahre Menschenmassen angereist. Trainer Max Merkel beschrieb das Szenario in seinem Buch “Mit Zuckerbrot und Peitsche” etwas martialisch so:

“München war aufgebrochen, eine Fußballschlacht zu gewinnen. Als die 10.000 Schlachtenbummler in Zürich eintrafen, empfing sie strömender Regen, aber trotzdem musste es den Schweizern so vorgekommen sein, als sei der Krieg ausgebrochen.”

Rebele trifft für den TSV 1860

Merkel stellte seine Mannschaft an diesem Mittwoch Abend im Letzigrund perfekt auf den Gegner ein. Die Löwen gingen von Anfang an ein hohes Tempo und drückten den AC Turin in die Defensive, doch ein Tor wollte bis zur Pause nicht gelingen.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte Sechzig mit unverminderter Wucht. Der starke Otto Luttrop beackerte das tiefe Geläuf und Wilfried Kohlars hielt den besten Italiener, Gigi Meroni, unter Kontrolle. In der 59. Minute fasste sich dann Linksaußen Hans Rebele ein Herz, zog aus halblinker Position ab und traf zum 1:0 für 1860. Das Finale war nun greifbar nah!

Sternstunde von Radenkovic

Das Gegentor weckte die Turiner jedoch auf und nun stürmten sie vehement auf den Kasten von Petar Radenkovic – doch der Radi war unüberwindbar! Max Merkel erinnert sich:

“Meroni ließ einen Fetzen von Schuss los. Als der unterwegs war, dachte ich mir: aus ist’s mit unserem Sieg. Fünf Minuten noch bis zum Ende und nun ein solcher Hammer!

Da flog der Radi durch die Luft und hat ihn herausgezerrt. Es war die beste Leistung, die ich je von dem langen Jugoslawen gesehen habe. An diesem Regenabend in Zürich hat uns der Radi nach Wembley gebracht!”

TSV 1860 erreicht Finale im Europapokal

Das Tor fiel dann auf der anderen Seite: Peter Grosser wurde im Strafraum gefoult und der Schweizer Schiedsrichter Othmar Huber entschied auf Elfmeter für die Löwen. Otto Luttrop ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher zum 2:0-Endstand. Das Finale im Europapokal der Pokalsieger 1965 lautete also West Ham United gegen TSV 1860 München!

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Max Merkel schickte am 05.05.1965 folgendes Team auf den Rasen des Züricher Letzigrunds:

Radenkovic – Wagner, Kohlars – Bena, Reich, Luttrop – Heiß, Küppers, Brunnenmeier, Grosser, Rebele

Tore:
1:0 Rebele (59.), 2:0 Luttrop (90., Foulelfmeter)

Sechzig um sieben: Diskussionen um den Pyro-Vorfall von Schweinfurt

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Die Saison trudelt dem Ende dem Ende entgegen und die meisten Fans des TSV 1860 München dürften froh sein, wenn sie endlich zu Ende ist. Neben der sehr laschen sportlichen Leistung der Löwen steht der unrühmliche Pro-Vorfall von Schweinfurt im Mittelpunkt.

Diskussionen um den Pyro-Vorfall von Schweinfurt

Bei einer missglückten Pyro-Einlage während der ersten Halbzeit des Löwenspiels bei Schweinfurt 05 sengten Löwenfans das eigene “Mein Verein für alle Zeit” – Banner an. Wie genau das geschah und was danach passierte liegt weiter im Unklaren. Unsere Redakteure im Stadion haben den Vorfall auch nur periphär wahrgenommen. Natürlich bleibt auch die übliche Diskussion um Pyros im Stadion nicht aus, über die sich Leon Kleemann Giesinger Gedanken macht. Außerdem wird heftig diskutiert, ob das Pyro-Verbot in deutschen Stadien noch haltbar ist oder nicht.

Anstoßzeit für Toto-Pokal-Finale steht fest

Gestern legte der DFB die Anstoßzeiten für den Finaltag der Amateure fest. In dessen Rahmen kämpft 1860 bei den Kickers Würzburg um den Titel und möglicherweise den Einzug in den DFB-Pokal. Die Löwen erwischten eine ganz passable Anstoßzeit und müssen am 23.05. um 16:30h am Dallenberg ran.

Bernd Winninger schlägt Neuzugänge vor

Lange haben wir nichts mehr von unserem geliebten Taktik-Experten Bernd Winninger gehört. Deswegen haben wir ihn gefragt, welche Neuzugänge er sich für die kommende Saison vorstellen kann. Wen sich Bernd nächste Saison im Löwentrikot wünscht, könnt Ihr hier lesen und gerne mitdiskutieren, wie Ihr seine Vorschläge findet.

Amas heute in Gundelfingen

Nach der überraschenden Niederlage gegen Sturm Hauzenberg haben die Amas bereits heute die Chance auf Wiedergutmachung. Um 18:30h steht das Nachholspiel der U21 beim FC Gundelfngen auf dem Programm. Alles, was Ihr über das Spiel wissen müsst, hat Christian Jung für Euch zusammengestellt.

News aus der dritten Liga

Beiersdorfer verlässt Ingolstadt

Wegen einer insgesamt enttäuschenden Saison muss Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer beim FCI seinen Hut nehmen. Wie der Fusionsverein von der Donau mitteilte, trennt man sich in “gegenseitigen Einvernehmen”.

Aachen trennt sich von fünf Spielern

Nicht nur in Giesing trennt man sich von mehreren Spielern gleichzeitig. Wie Alemannia Aachen gestern bekannt gab, werden die auslaufenden Verträge von Sasa Strujic, Bentley Baxter Bahn, Nils Winter, Lamar Yarbrough und Felix Meyer nicht verlängert.

12.000 Euro Strafe für Waldhof nach Böllerwurf in Essen

Der DFB belegte den SV Waldhof mit einer Strafe in Höhe von 12.000 Euro für den Böllerwurf beim Spiel in Essen am 04.03. Ein Böller wurde aus der Gästekurve auf’s Feld geworfen und detonierte dann in der Nähe von RWE-Keeper Felix Wienand, der ein Knalltrauma samt Hörverlust erlitt. Da der Täter ermittelt werden konnte, besteht die Möglichkeit, dass der Waldhof diesen in Regress nimmt.

Damit geht Ihr bestens informiert in diesen Dienstag! sechzger.de wünscht Euch einen schönen Löwentag!

 

 

 

Zeit für einen Paradigmenwechsel: Warum das Pyrotechnik-Verbot im Fußball gescheitert ist

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Choreo Pyro 1860 Grünwalder Stadion Westkurve

Ein brennendes Banner beim Auswärtsspiel des TSV 1860 München in Schweinfurt führt die Gefahren unkontrolliert gezündeter Pyrotechnik schonungslos vor Augen. Statt immer höherer Geldstrafen bedarf es im deutschen Fußball einer ehrlichen Debatte über kontrolliertes Abbrennen. Ist es Zeit für einen Paradigmenwechsel? Ein Blick nach Skandinavien zeigt, dass es auch anders geht.

Die Fehler im System: ein gescheiterter Status Quo

Es sollte ein stimmungsvoller Support werden, endete jedoch in vereinsinternem Ärger und einer gefährlichen Situation: Beim Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim 1. FC Schweinfurt 05 fing durch unachtsames Hantieren mit Bengalos die große “Mein Verein für alle Zeit”-Zaunfahne Feuer. Dieser Vorfall illustriert den Kern eines ungelösten Problems im deutschen Fußball. Die Kriminalisierung von Pyrotechnik verhindert deren Einsatz nicht – sie schafft vielmehr erst die Rahmenbedingungen, die ihn unberechenbar und gefährlich machen.

Seit Jahrzehnten verfolgen der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine strikte Null-Toleranz-Politik. Begleitet wird diese von scharfen Einlasskontrollen, Stadionverboten und immensen Geldstrafen für die Vereine. Doch die empirische Realität in den deutschen und europäischen Fankurven sprechen eine gänzlich andere Sprache. Pyrotechnik ist aus der Ultrakultur nicht wegzudenken und wird trotz aller Sanktionen an jedem Wochenende flächendeckend eingesetzt.

Die drastischen DFB-Strafen, die sich in den Profiligen schnell auf fünf- bis sechsstellige Beträge summieren, verfehlen ihren präventiven Zweck dabei vollständig. Sie füllen primär die Kassen des Verbandes, stürzen aber insbesondere unterklassige Vereine in empfindliche finanzielle Nöte. Ein Lerneffekt auf Seiten der verursachenden Fans bleibt nachweislich aus; das Zünden wird als Teil der freien Fankultur verstanden und gegen alle Widerstände verteidigt.

Das Risiko der Illegalität: Enge, Hektik und Unachtsamkeit

Das starre Festhalten am Verbot zwingt die aktive Fanszene dazu, Pyrotechnik in dicht gedrängten Blöcken zu entzünden – ohne den nötigen Platz und oft unter großer Hektik, um einer Identifizierung zu entgehen. Genau diese Kombination aus fehlendem Raum und der Illegalität der Aktion führt zu der Unachtsamkeit, die Vorfälle wie den Brand in Schweinfurt maßgeblich begünstigt. Wenn mit über 1.000 Grad heißen Fackeln in der Enge der Kurve hantiert wird, reicht eine kleine Unachtsamkeit, um umstehende Personen oder Material zu gefährden.

Würde das Abbrennen entkriminalisiert und in einen regulierten Rahmen überführt, könnten essenzielle Brandschutzmaßnahmen greifen. Die Gleichung ist simpel: In ausgewiesenen Bereichen ließen sich die nötigen Sicherheitsabstände wahren, sodass Unachtsamkeiten im dichten Gedränge gar nicht erst zu einer Gefahr werden. Löschmittel wie Sandeimer könnten bereitgestellt und sichergestellt werden, dass ausschließlich geschulte und nüchterne Personen agieren.

Der Blick über den Tellerrand: Norwegen liefert den Erfolgsbeweis

Dass ein reguliertes Modell kein utopisches Konstrukt ist, belegt Norwegen mittlerweile eindrucksvoll in der Praxis. Dort startete die Regierung in enger Zusammenarbeit mit Fanverbänden bereits zur Saison 2024/2025 ein offizielles Versuchsprojekt in den ersten beiden Ligen. Die Ergebnisse sind derart positiv, dass das norwegische Justiz- und Kulturministerium die Sondergenehmigung im Frühjahr 2026 offiziell bis zum Ende der Saison 2027 verlängert haben. Die staatliche Evaluierung ergab klar: Die Regelung erfüllt ihren Zweck und reduziert die unkontrollierte, gefährliche Nutzung signifikant.

Dass “legal” hierbei nicht “völlig unreguliert” bedeutet, veranschaulichen die strengen Parameter, unter denen das Zünden in Norwegen abläuft. Sie bilden den exakten Gegenentwurf zum unachtsamen Hantieren im Block:

  • Klare Zonen: Es gibt maximal zwei definierte und ausgeschilderte Bereiche pro Arena. Diese verfügen über gekennzeichnete Fluchtwege und gewährleisten klare Sicherheitsabstände.
  • Strenge Kategorisierung: Es sind ausschließlich zugelassene, handgehaltene Bengalos der Kategorie P1 erlaubt.
  • Personenbezogene Auflagen: Wer zündet, muss über 18 Jahre alt, nüchtern und für den Umgang geschult sein. Zudem ist eine Identifizierbarkeit zwingend erforderlich – Vermummung ist ausgeschlossen.
  • Inklusion und Gesundheitsschutz: Das Abbrennen muss so geschehen, dass Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen (z. B. Asthma) nicht gefährdet oder vom Stadionerlebnis ausgeschlossen werden. Vor jedem Spiel muss zudem proaktiv die Feuerwehr informiert werden.

Bemerkenswert: Der norwegische Fußballverband setzt auf Kooperation statt Eskalation und hat im Zuge dessen sogar die Geldstrafen für das weiterhin verbotene, unkontrollierte Zünden gesenkt.

Auch in Deutschland gab es bereits vielversprechende Ansätze: Im Februar 2020 genehmigten die Behörden und der DFB beim Zweitligaspiel des Hamburger SV gegen den Karlsruher SC erstmals offiziell das kontrollierte Abbrennen von Rauchtöpfen im Stadioninnenraum. Dass die Erkenntnis eines nötigen Paradigmenwechsels allmählich breiteren Rückhalt findet, zeigte zuletzt auch ein Vorstoß der FDP in der Bremer Bürgerschaft, die sich explizit für Pilotprojekte für sichere, legale Pyrotechnik aussprach.

Pragmatismus statt Ideologie

Das Festhalten am Status quo ist angesichts der Faktenlage weder sicherheitstechnisch noch wirtschaftlich zielführend. Das ewige Katz-und-Maus-Spiel zwischen Fans, Vereinen und Verbänden bindet enorme Ressourcen und erhöht die Gefahr in den Kurven durch Enge und Unachtsamkeit, anstatt sie einzudämmen.

Es ist an der Zeit, dass DFB und DFL die ideologischen Gräben verlassen und sich einer pragmatischen Lösung öffnen, wie sie in Skandinavien längst bewiesene Realität ist. Ein legaler, regulierter Rahmen für den Umgang mit Pyrotechnik würde die Gegebenheiten in den Stadien anerkennen, Emotionen respektieren und gleichzeitig das höchste Gut im Fußball schützen: die körperliche Unversehrtheit aller Zuschauer. Der Vorfall in Schweinfurt sollte nicht der Anlass für die nächste unverhältnismäßige Geldstrafe sein, sondern der Startschuss für ein längst überfälliges Umdenken.

Soll 1860 proaktiv vorangehen?

Warum sollte ein Traditionsverein mit einer der größten und lebendigsten Fanszenen des Landes nicht proaktiv den Weg des norwegischen Modells vorschlagen? Die Löwen-Führung könnte den Vorfall von Schweinfurt nutzen, um mit einem klaren Konzept auf den DFB, die lokalen Sicherheitsbehörden und die eigene Fanszene zuzugehen. Das Angebot: Der TSV 1860 München stellt sich ab der kommenden Saison als offizielles Pilotprojekt zur Verfügung.

Nutzt man die verbleibenden Wochen der aktuellen Spielzeit, um sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und strenge, aber legale Rahmenbedingungen zu erarbeiten, ließe sich beweisen, dass passionierte Fankultur und maximale Sicherheit keine Gegensätze sein müssen. Es wäre ein mutiger, aber längst überfälliger Schritt. Wer das Problem der Pyrotechnik wirklich lösen will, darf nicht länger nur reagieren und sanktionieren – er muss aktiv eine sichere Alternative gestalten.

Nachholspiel der Amas in Gundelfingen: Schritt Richtung Titel

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TSV 1860 München II FC Gundelfingen Bayernliga Süd 4 Spieltag 2025 26

Zwar wird – aufgrund der Ergebnisse vom langen ersten Mai-Wochenende – beim Nachholspiel der Amas beim FC Gundelfingen am Dienstag Abend (18.30 Uhr – Schwabenstadion im Kreissportzentrum) leider noch keine finale Entscheidung in der Meisterfrage der Bayernliga Süd fallen. Aber das Team von Alper Kayabunar kann morgen Abend beim starken Aufsteiger einen wichtigen Schritt in Richtung Titelgewinn machen.

Wann fällt die Meisterschafts-Entscheidung?

Sichtlich enttäuscht über die zweite 0:1-Niederlage gegen Sturm Hauzenberg in dieser Saison zeigte sich Löwentrainer Alper Kayabunar im Interview mit sechzger.de nach dem Spiel gegen die Niederbayern am Donnerstag Abend. Nachdem sich Verfolger TSV Landsberg am Maifeiertag in Geretsried dann keine Blöße gab und durch einen 2:1-Sieg in der Tabelle nach Punkten mit den Junglöwen gleichziehen konnte, ist die U21 des TSV 1860 in Gundelfingen nun gefordert, den Dreipunktevorsprung durch einen eigenen Erfolg wieder herzustellen, um dann womöglich schon beim Auswärtsspiel in Nördlingen (leider fast zeitgleich zum Drittligaspiel der Löwenprofis gegen den FC Ingolstadt am Samstag Nachmittag) den Meistertitel einzutüten. Der abschließende letzte Spieltag mit einem Heimspiel gegen den FC Ismaning, das – nach den Angaben auf der offiziellen Website des TSV 1860 – dann wieder in Gilching ausgetragen werden soll, hätte dann keine sportliche Bedeutung mehr.

Starker Aufsteiger Gundelfingen

Zunächst haben die Amas aber die durchaus herausfordernde Aufgabe im schwäbischen Landkreis Dillingen vor der Brust. Der FC Gundelfingen ist im vergangenen Sommer – nach einem Jahr in der Landesliga Südwest – wieder in die Bayernliga zurückgekehrt, wo man zuvor schon drei Spielzeiten verbracht hatte. Der Aufsteiger spielt heuer eine starke Saison und hatte mit den unteren Tabellenplätzen nie etwas zu tun. Die größten Probleme bereiteten die Platzverhältnisse im heimischen Schwabenstadion, welchen auch das nun anstehende Gastspiel der Löwen, das eigentlich für Samstag, den 29. November angesetzt war, zum Opfer fiel. Das Hinspiel gewannen die Amas Anfang August auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße nach schwieriger Anfangsphase durch ein Tor von Cristian Leone in der 28. Minute mit 1:0.

Personalfragen

Gespannt dürfen die Löwenfans darauf sein, ob am Dienstag der gegen Hauzenberg durchaus vermisste Kapitän Xaver Kiefersauer, der dann zwei Tage später in Schweinfurt sein Profidebüt für 1860 feiern konnte, wieder für die Amas auf dem Platz steht. Auch Noah Klose wurde gegen Hauzenberg in der Offensive vermisst. Der vom Spitzenspiel in Landsberg eine Woche zuvor mit einer ausgekugelten Schulter zurückgekehrte Max Jägerbauer wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. So wird Coach Kayabunar am Dienstag wohl erneut den einen oder anderen Spieler aus der U19 in seinen Spieltagskader einbauen.

Bilanz: Sieben Siege – eine Niederlage

Der Blick auf die Bilanz zwischen dem FC Gundelfingen und der Zweitvertretung des TSV 1860 München ist – aus Löwensicht – absolut erfreulich. In neun Partien seit Sommer 1996 mussten sich die Löwen tatsächlich nur ein einzigen Mal geschlagen geben und zwar im August 2023. Fast genau ein Jahr zuvor endete ein Heimspiel in Gilching gegen die Schwaben mit 0:0. Ansonsten sind nur Siege für Münchens Große Liebe verzeichnet. Daran muss sich aus Sicht der Löwen auch am Dienstag Abend nichts ändern!

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Titelbild: Torszene aus dem Hinspiel gegen Gundelfingen am 8. August, das die Löwen mit 1:0 gewinnen konnten.

Giesinger Gedanken: Unsere tägliche Pyrodiskussion gib uns heute

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titelbild fotogalerie tsv 1860 hansa rostock

Es geht um nichts, die Löwen spielen einen grausamen Schmarrn zam und in den Kommentarspalten von Blogs, Foren, sozialen Medien und auch hier greift nach der Pyroaktion in Schweinfurt wieder die Polemik um sich. Warum auch nicht, man hat ja wieder einen neuen Aufhänger gefunden, um sich den Frust von der geschundenen Löwenseele zu tippen. Könnte mir eigentlich auch egal sein, aber irgendwer muss ja was schreiben. Und ganz ehrlich: Über das Spiel bedarf es nun wirklich keine Worte.

Was? sechzger.de feiert heimlich Pyroaktionen?

Ein beliebtes Thema neben dem Vorwurf, uns wäre es “unangenehm” darüber zu schreiben. Dass Redaktionsmitglieder eines ehrenamtlichen Fanportals an einem Sonntag eventuell auch etwas Besseres zu tun haben, als sich sofort an einen Artikel zu setzen, ist anscheinend völlig abwegig. Vor allem, da wir auch nicht mehr darüber zu berichten haben als das, was öffentlich bekannt ist.

Zum ersten Vorwurf: Ich spreche hier für mich, nicht für meine Redaktionskollegen, aber ja, ich feiere Pyroaktionen. Sie sind für mich ein nicht wegzudenkendes Stilmittel einer lebendigen Fankultur und ich empfinde die Strafenkultur des DFB als skandalös. Wer mit mir darüber diskutieren will, darf mich persönlich ansprechen, aber jede weitere Diskussion in Kommentarspalten macht keinen Sinn. Die Meinungen sind verfestigt und die Talking Points immer dieselben.

Im Grunde ist es das selbe Dilemma wie bei Diskussionen um andere Subkulturen: Wenn dein Gegenüber kein Verständnis für die Subkultur hat, erübrigt sich jede Diskussion darüber. Erst recht, wenn die Ultrà-Kultur hier teilweise als Dienstleistung und nicht als Bewegung angesehen wird.

Wenn ich dann auch noch Kommentare lese, in denen sich darüber ausgelassen wird, dass unsere “Schwachmaten”-Ultras während dem Spiel “beleidigt nach Hause gehen” muss ich doch etwas schmunzeln. Es ist nicht lange her, als unter den Giesinger Gedanken nach dem 0:4 gegen Verl zu Hause ein riesiger Shitstorm vom Zaun gebrochen wurde. Grund: Fans, die vor dem Abpfiff gegangen sind, wurden kritisiert. Ich spare mir hier jeden weiteren Kommentar dazu.

Wie umgehen mit solchen Spielen?

Genug über Pyro, ein anderes Thema liegt mir auch am Herzen: Lasst euch nicht zu sehr vom Sportlichen herunterziehen. Ich hatte Spaß bei dieser Auswärtsfahrt! Vielleicht liegt das auch daran, dass ich vom Spiel weniger als die Hälfte aktiv verfolgt habe. Dafür lass ich mich gerne kritisieren und das muss auch nicht jeder verstehen. Aber gleichzeitig kann ich es auch nur jeder und jedem ans Herz legen. Eure Laune wird es euch danken.

Es geht um nichts, die Mannschaft nimmt es – wie zu erwarten – nicht mehr ernst, also warum sollten wir. Vermutlich ist es nicht schlecht, wenn es einige trotzdem tun. Aber mich sehe ich da nicht.


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Anstoßzeiten für den “Finaltag der Amateure” stehen fest

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mannschaftsbus tsv 1860 finaltag

Der DFB hat soeben die Anstoßzeiten für den “Finaltag der Amateure” am 23. Mai veröffentlicht. Der TSV 1860 tritt um 16.30 Uhr bei den Würzburger Kickers an, im Idealfall haben sich beide Teams bereits vorher für den DFB Pokal qualifiziert.

Anstoßzeiten für den “Finaltag der Amateure”

Hier die Terminierungen der beteiligten Drittligisten für den 23. Mai:

11:30 Uhr

VfR Mannheim – SV Waldhof Mannheim
FC Energie Cottbus – VfB Krieschow

13:30 Uhr

SV Pastow – F.C. Hansa Rostock

15:30 Uhr

Fortuna Köln – Viktoria Köln
FSV Zwickau – FC Erzgebirge Aue
MSV Duisburg – SC St. Tönis

16:30 Uhr

Würzburger Kickers – TSV 1860 München
SC Verl – Sportfreunde Lotte
SV Wehen Wiesbaden – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
1. FC Saarbrücken – FC 08 Homburg

 

Nehmen Cottbus, Duisburg, Verl oder Rostock an den Relegationsspielen zur 2. Liga teil, würde das Pokalfinale verlegt werden.

Sollten die Würzburger Kickers am kommenden Wochenende gegen die SpVgg Unterhaching gewinnen, stehen sowohl die Unterfranken als auch der TSV 1860 bereits als Teilnehmer am DFB Pokal 2026/27 fest.

Welche Neuzugänge kann sich Bernd Winninger bei 1860 vorstellen?

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Nachdem sich neulich schon Bennett von artsy_football Gedanken über Neuzugänge des TSV 1860 gemacht hat, meldet sich nun auch Bernd Winninger zu Wort. Der ehemalige sechzger.de Redakteur, auch bekannt als die Taktiktafel, präsentiert Euch einige Spieler, die für die Löwen interessant sein könnten.

Neuzugänge à la Winninger

Florian Engelhardt

Der zentrale Mittelfeldspieler von Viktoria Köln überzeugt Bernd durch seine technischen Fähigkeiten, zudem hat der 22-Jährige noch reichlich Entwicklungspotenzial. In Sachen Effektivität ist noch Luft nach oben: In der laufenden Spielzeit verbucht Florian Engelhardt, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, in 25 Spielen weder ein Tor noch einen Assist.

Leon Dajaku

Seit Samstag steht der Abstieg des SSV Ulm 1846 in die Regionalliga Süd fest, sodass auch Leon Dajaku ablösefrei auf dem Markt sein dürfte. Der 25-jährige Linksaußen ist in den letzten Jahren ganz schön rumgekommen: VfB Stuttgart, FC Bayern, Union Berlin, AFC Sunderland, FC St. Gallen, Hajduk Split, Sharjah FC und nun eben Ulm. In 30 Drittliga-Partien netzte Dajaku fünf Mal selber ein und leistete bei zehn Treffern die Vorarbeit. Seine Schnelligkeit und technische Stärke könnte genau das sein, was die Löwen auf der linken Seite brauchen.

Denis Kahrimanovic

Nicht ganz so bekannt in Deutschland ist der 26-jährige Denis Kahrimanovic von Austria Salzburg. Der in Österreich aufgewachsene Bosnier bringt bereits einiges an Erfahrung mit und überzeugt mit seiner überlegten Spieleröffnung aus dem defensiven Mittelfeld heraus. In 25 Spielen in der 2. österreichischen Liga leistete er einen Assist, sein Vertrag bei den Mozartstädtern läuft aus.

Merveille Biankadi

Ein alter Bekannter wäre Merveille Biankadi, der bei Energie Cottbus meist von der Ersatzbank kommt. Der gebürtige Münchner stand bereits von 2021 bis Mitte 2022 beim TSV 1860 unter Vertrag. Der schnelle und trickreiche Offensivspieler kann beide Flügel beackern, fühlt sich aber auf links wohler. Auch sein Vertrag endet zum 30.06.2026. In der laufenden Saison erzielte er bisher drei Tore und bereitete zwei Treffer vor.

Romario Rösch

Der 26-jährige Romario Rösch kennt die 3. Liga aus seiner Zeit bei SSV Ulm 1846. Für ihn war der Sprung in die 2. Liga offenbar zu große, denn beim VfL Bochum kam der linke Mittelfeldspieler in dieser Saison lediglich auf fünf Einsätze. Da sein Vertrag beim VfL ausläuft, könnte er eine interessante Option für die link Seite sein.

Emilio Kehrer

Eigentlich steht Emilio Kehrer noch bis 2027 bei Willem II in den Niederlanden unter Vertrag, wurde aber für die laufende Saison an den FC Ingolstadt 04 verliehen. Der gebürtige Ravensburger absolvierte bislang zwölf Partien für die Schanzer und kam meist als Rechtsaußen zum Einsatz. Er entstammt der Freiburger Fußballschule, was in Sachen Technik, Taktik und Geschwindigkeit nicht die schlechteste Referenz ist.

Jan Elvedi

Mit Jesper Verlaat und Raphael Schifferl verlassen gleich zwei erfahrene Innenverteidiger den TSV 1860. Aus Sicht von Bernd wäre es wichtig, auf dieser Position dennoch etwas Erfahrung in den Kader zu bringen. Der 28-jährige Jan Elvedi steht noch bis 2028 beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag, wurde für die laufende Rückrunde jedoch an die SpVgg Greuther Fürth verliehen. Wäre er per Leihe für die kommende Saison ein Kandidat für die Löwen?