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Sechzig um Sieben: Löwen-Fans sind optimistischer

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Die jüngsten beiden Siege zeigen Wirkung, die Löwen-Fans zeigten sich in der jüngsten Umfrage auf www.sechzger.de wesentlich optimistischer als noch vor ein paar Wochen.

Löwen-Fans sind optimistischer

Nach dem Fehlstart der Löwen in die Liga und dem ersten Sieg im vierten Saisonspiel hatten wir unsere Leser gefragt, welchen Rang sie den Löwen am Ende der Saison 2024/25 zutrauen. Damals war ein Mittelfeldplatz die meistgewählte Antwort. Nun haben wir, sechs Wochen später, die gleiche Frage gestellt und siehe da: die Löwen-Fans sind deutlich optimistischer und sehen die Löwen am Saisonende im vorderen Tabellendrittel.

Unsere tägliche Vereinspolitik gibt uns heute

Kein Tag vergeht momentan ohne Stellungnahme zur aktuellen Vereinspolitik, gestern meldete sich die Bayerische zu Wort, allerdings ohne große Neuigkeiten unters Löwen-Volk zu bringen. Interessanter ist da schon unser Blick in die Details des Darlehensvertrags, ein Damoklesschwert und die Folgen gewisser Vertrags-Passagen.

Nur zwei Drittligisten im Pokal ausgeschieden

Als kleinen Ausblick auf das Toto-Pokal-Viertelfinale gegen die Bobfahrer haben wir uns für Euch schlau gemacht, wie es bei den anderen Drittligisten bislang im Landespokal läuft. Bis auf Mannheim und Dresden sind tatsächlich noch alle Konkurrenten aus der dritten Liga im Rennen.

Drei Löwen auf Länderspielreise

Drei Spieler der Münchner Löwen sind aktuell mit ihren Nationalteams im Einsatz. Avdija, Qela und Erdogan wurden für ihre Auswahlteams nominiert. Eine 0:4-Niederlage kassierte dabei A-Jugend-Keeper Miran Qela mit der U19 des Kosovo in der EM-Qualifikation gegen Österreich. Emre Erdogan siegte mit der türkischen U18 mit 1:0 gegen Frankreich. Erion Avdija gewann mit der kosovarischen U21 3:1 in Nordmazedonien.

Deutliche Klatsche für Ü40

Wenig zu feiern gab es am Mittwochabend für die Senioren B (Ü40) des TSV 1860 München, die in einem Freundschaftsspiel beim SV Lohhof mit 2:9 unterlagen. Der Wintereinbruch und der einsetzende Schneefall taten ihr Übriges…

Fan-Treff am Candidplatz

Auch beim Toto-Pokal-Spiel gegen die SpVgg Unterhaching am Samstag wird es vor dem Spiel einen Fan-Treff am Candidplatz geben. Münchens Jugend lädt ein, verkauft Adventskalender und Aufkleber. Zudem gibt es den Temperaturen entsprechend heißen Glühwein. Los geht es wie gewohnt um 10:30h. Wie in den letzten Jahren will sich Münchens Jugend auch wieder sozial engagieren und spendet eine große Zahl an Adventskalendern für soziale Kinder- und Hilfseinrichtungen.

Damit startet Ihr, liebe Löwenfans, wieder Bestens informiert in einen Freitag, an dem die Vorfreude auf das nächste Fest in Giesing schon wachsen dürfte. Blau bleiben und bis morgen auf Giesings Höhen!

Die Bayerische äußert sich

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dieBayerische Firmenzentrale Logo Sponsor TSV 1860 München Martin Gräfer

Aktuell vergeht kein Tag ohne ein Statement, eine Klarstellung oder – wie nun durch den 1860-Hauptsponsor Die Bayerische geschehen – ein Pressestatement zur aktuellen vereinspolitischen Situation bei den Löwen. Donnerstag Nachmittag um kurz vor vier landete die nachfolgend unkommentiert dokumentierte Erklärung, unterzeichnet von Felicitas Eckert, der Pressesprecherin des Unternehmens in unserem Email-Postfach:

Pressestatement zur aktuellen Situation beim TSV 1860 München

Da uns als Hauptsponsor des TSV 1860 München bereits mehrere mediale Anfragen erreicht haben, äußern wir uns.

Der TSV 1860 München ist einer der ältesten deutschen Vereine im Profifußball – eine Tradition, die mit Verantwortung einhergeht. Wir danken den Gesellschaftern der KGaA, dass sie die drohende Insolvenz abwenden und eine Fortführung bis 2026 ermöglichen konnten.

Diese neu gewonnene Chance gilt es nun zu nutzen und ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen derzeit jedoch öffentliche Auseinandersetzungen zwischen den wichtigsten Vereinsgremien. Besonders problematisch wäre es, wenn vertrauliche Informationen in Interviews, wie zuletzt durch den Vorsitzenden des Verwaltungsrats, geteilt werden sollten. Ein solches Verhalten schadet dem Vereinsimage und verstärkt bei Sponsoren und Partnern den Eindruck mangelnder Professionalität. Das Hin- und Herschieben von Verantwortlichkeiten ist nicht nachvollziehbar, zumal der Verwaltungsrat in allen relevanten Gremien der KGaA vertreten ist.

Auch wir als Hauptsponsor sind im Austausch mit den handelnden Personen – jedoch diskret und zielorientiert, hinter verschlossenen Türen. Die Mannschaft hat kürzlich gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Es braucht ein stabiles Umfeld, um dieses Potenzial weiter zu fördern. Die Führungskräfte der KGaA gilt es bei ihrer herausfordernden Arbeit zu unterstützen. Es ist kontraproduktiv, ihre Arbeit durch öffentliche Konflikte zu belasten. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten zusammenstehen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen. Als Hauptsponsor werden wir unseren Beitrag weiter leisten. Mannschaft, Trainerteam und der Geschäftsstelle wünschen wir viel Erfolg und Glück. 

Über den Darlehensvertrag, seine Klauseln und ein Damoklesschwert

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Mitgliederversammlung MV 2024 - Spielbetriebs-GmbH

Mitglieder und Fans rätseln nach diversen Stellungnahmen und Interviews, was jetzt genau das Problem oder Nicht-Problem mit dem abgeschlossenen Darlehensvertrag zwischen der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, der HAM International Ltd. und dem TSV München von 1860 e.V. ist – wir erklären die Tragweite der Klauseln.

SZ: Klauseln im Darlehensvertrag enthalten Sonderkündigungsrecht zugunsten der HAM

Wie man u.a. aus der Süddeutschen Zeitung erfahren konnte, enthält der Darlehensvertrag eine Passage, die der HAM International Ltd. ein Sonderkündigungsrecht des Darlehensvertrags einräumt, sollte der e.V. über den Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH hinweg einen Geschäftsführer für die KGaA berufen bzw., abberufen. Diese Praxis wurde u.A. bei der Einstellung von Markus Fauser, Michael Scharold und Dr. Christian Werner gezogen, nachdem sich der Beirat trotz dringlicher Notwendigkeit nicht auf einen Kandidaten einigen konnte und somit “patt” gesetzt war.

Hat das Präsidium überhaupt das Recht, Geschäftsführer am Beirat vorbei zu berufen bzw. abzuberufen?

Ja. § 12 Ziffer 4 der Satzung der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH, deren Geschäftsführer auch die Geschicke der KGaA leitet, besagt, dass der Geschäftsführer durch den paritätisch besetzten, vierköpfigen Beirat bestellt bzw. abberufen wird. So beispielsweise geschehen bei der Einstellung von Marc-Nicolai Pfeifer.

“(…) Darüber hinaus erhält der Beirat das alleinige Recht, Geschäftsführer zu bestellen und abzuberufen (…).

Dennoch kann die Gesellschafterversammlung über den Beirat hinweg ebenfalls einen Geschäftsführer einstellen bzw. abberufen, das besagt die Satzung in § 12 Ziffer 6 ebenfalls:

“Die Gesellschafter können jederzeit mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen beschließen, dass durch Gesellschafterbeschluss (…) dem Beirat Aufgaben und Befugnisse, die ihm gem. Abs. 4 durch Gesellschafterbeschluss zugewiesen wurden, nicht weiter zustehen.”

Da die TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH eine 100%ige e.V.-Tochter ist, an der die HAM keine Anteile hält, ist in der Gesellschafterversammlung nur der e.V. als Alleingesellschafter vertreten. Für diesen führt das Präsidium entsprechend der Vereinssatzung (Ziffer 11.3.2)  die Geschäfte.

§ 12 Ziffer 6 der Satzung der Geschäftsführungs GmbH nach wie vor in Kraft – doch faktisch ausgesetzt

Das Präsidium ist also befugt, ohne Einbeziehung von HAM einen oder mehrere Geschäftsführer für die KGaA zu bestellen bzw. abzuberufen. “Ist” befugt? Ja, denn die Satzung der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH wurde nicht geändert. Dies wäre ohne vorherige Zustimmung von ⅔ des Verwaltungsrats und ¾ der Mitgliederversammlung des Vereins (Ziffer 11.3.6 b) der Vereinssatzung) auch gar nicht möglich gewesen.

Jedoch macht das in den Darlehensvertrag aufgenommene Sonderkündigungsrecht zugunsten der HAM eine Anwendung ebendieses § 12 Ziffer 6, also die Einberufung bzw. Abbestellung eines Geschäftsführers durch den e.V., nun faktisch unmöglich.

Faktisch deshalb, da es grundsätzlich zwar möglich ist, dieses Recht anzuwenden, aus Sicht des Darlehensvertrags würde dies aber eine Vertragsverletzung desselben darstellen, infolge derer HAM den Darlehensvertrag mit sofortiger Wirkung kündigen und die gewährten Darlehen zzgl. Zinsen zurückverlangen könnte. Dies hätte die umgehende Insolvenz der KGaA zur Folge, verursacht durch Vertragsbruch des e.V.

Kurzum: Der e.V. hat der KGaA durch Akzeptierung der Vertragsklausel ein scharfes Damoklesschwert über den Kopf gehängt, welches sofort fallen kann, wenn der e.V. eigenmächtig (und durch die Satzung seines 100%igen Tochterunternehmens auch zweifelsfrei berechtigt) Geschäftsführer einstellt oder abberuft.

Besonders bitter ist, dass das fallende Damoklesschwert nicht nur die KGaA, sondern auch jedes Präsidium der Zukunft, das die “Schnur durchtrennt”, mit voller Wucht treffen würde.

Wie wahrscheinlich es ist, dass die HAM den Vertrag wirklich kündigen würde und das Damoklesschwert fällt? Schwer zu sagen, aber welches Präsidium würde dies riskieren wollen?

Durch die Klauseln im Darlehensvertrag droht die komplette Handlungsunfähigkeit der KGaA

Noch bitterer ist, dass nun bei Patt-Situationen im Beirat keine Lösung mehr möglich ist, einen Beirat, der sich über Wochen oder gar Monate nicht auf eine Personalie einigen kann, zu entmachten und als alleiniger Gesellschafter einen Geschäftsführer zu berufen oder abzuberufen. 

Allein im letzten Winter waren Beiratsbeschlüsse zur Personalie Dr. Werner aufgrund von bspw. Nichtwahrnehmung von Beiratssitzungen durch HAM-Vertreter oder deren Anfechtung von Einladungen, Ablehnung von Entscheidungen im Umlaufverfahren etc., nicht möglich. 

Der jetzt eingetretene Status quo ist eine Sackgasse. Ist der Beirat nicht in der Lage, einen Mehrheitsbeschluss zu fassen, ist die TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH nicht in der Lage, einen Geschäftsführer (auch für die KGaA) zu bestellen oder abzuberufen. Und das ist höchstgradig gesellschaftsschädigend.

Personalie Hiltmair – Stellungnahme der KGaA

“Der Darlehensvertrag enthält ausdrücklich den Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrats zur Bestellung des Geschäftsführers. Inwieweit der Beirat entschieden hat oder nicht, entzieht sich der Kenntnis der KGaA. Unserer Ansicht nach wurde durch diesen Passus die Satzung gewahrt.” – so die KGaA in ihrer Stellungnahme am gestrigen Mittwoch.

Keine Kenntnis über einen wirksamen Beiratsbeschluss? Wäre es nicht Pflicht einer renommierten Insolvenzrechtskanzlei gewesen, in der Beratung zum Vertragswerk genau diesen aus ihrer Sicht immens wichtigen Punkt sichergestellt zu wissen?

Die Frage, die sich hier stellt: wenn sich alle Vertragsparteien einig waren, diese aufschiebende Bedingung für die Wirksamkeit der Klausel einzubauen, wie sollte dann die HAM Ltd. im Falle der realistischen Ablehnung Anton Hiltmairs durch den Verwaltungsrat den gesamten Vertrag kündigen können? 

Kann eine einem Darlehensvertrag ihrem Wesen nach untypische “Nebenklausel” (Personaleinsetzung), die man selbst bewusst unter den Vorbehalt der Zustimmung eines Dritten gestellt hat, tatsächlich den gesamten Darlehensvertrag gefährden und diesem gar die Geschäftsgrundlage entziehen? Sascha Königsberg hat sich gegenüber 11 Freunde treffend dazu geäußert:

“Andernfalls hätte man sich den Vorbehalt auch sparen können.”

Hierfür spricht auch, dass der Hase ganz woanders im Pfeffer liegt, nämlich bei der Klausel, die künftig eine Bestellung oder Abberufung eines Geschäftsführers durch den e.V. als Alleingesellschafter der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH verhindern soll. Nach allem Bekanntgewordenem ist ein Verstoß gegen diese Klausel ausdrücklich als Vertragsbruch und Kündigungsgrund geregelt, eine Ablehnung Hiltmairs hingegen nicht.

 

Umfrage: Vertrauen wächst – Löwenfans optimistisch

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Glaubt man unserer kleinen aktuellen Umfrage hier auf sechzger.de, dann sind die Löwenfans nach 14 gespielten Drittligapartien deutlich zuversichtlicher, was das Gesamtabschneiden ihres Lieblingsvereins in der aktuellen Saison 24/25 anbelangt, als dies noch im Spätsommer – bei einer vorherigen, analog gestellten Umfrage – der Fall war. Interessanterweise hatten wir allerdings schon aus den damaligen Ergebnissen eine Entwicklung zu mehr Optimismus herausgelesen. Nach dem katastrophalen Saisonstart mit drei Pleiten war die Stimmung bei Sechzig zuvor ja völlig im Keller. Nun zeigt sich also nochmal ein deutlicher Trend zu noch mehr (sportlicher) Zuversicht.

Anfang September: Pessimismus trotz erstem Sieg

In der vorletzten Länderspielpause Anfang September, nachdem mit einem 2:1-Sieg in Ingolstadt endlich der erste Dreier der Saison eingefahren worden war, wollten wir von unseren Leser*innen wissen, welche Prognose sie für das finale Abschneiden ihrer Mannschaft im Mai des kommenden Jahres abgeben würden. Knapp 1.000 Personen beteiligten sich an der Befragung. Immerhin 19% von ihnen gaben – wohl beseelt vom Sieg bei den Schanzern – direkt an, dass nun mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga zu rechnen sei. Die Mehrheit, insgesamt mehr als die Hälfte aller Teilnehmer*innen sah allerdings eher eine der hinteren Mittelfeldplatzierungen zwischen Rang 9 und 12 (27%) oder sogar 13 und 16 (28%) als realistisch an. Knapp ein Sechstel der abgegebenen Stimmen (15%) zeigte sich weiterhin sehr pessimistisch und erwartete den Abstieg. Die verbliebenen 10% – und damit die kleinste Gruppe – gab vor zwei Monaten “Platz 4 bis 8” als Erwartung an.

Ergebnis der Umfrage Anfang September (nach dem 2:1 in Ingolstadt)

Ergebnis der Umfrage zehn Runden später

Genau zehn Spiele – oder anders ausgedrückt: fünf Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen – später, stellten wir Euch die gleiche Frage erneut und sammelten gut 800 Prognosen ein. Und das Ergebnis sieht nun ganz anders aus. Nach den Siegen in Sandhausen und gegen den Waldhof erhält nun die im September noch ganz selten prognostizierte Platzierung 4-8 die meisten Stimmen (35%). Nur noch 3% rechnen immer noch mit dem Schlimmsten, dem Abstieg in die Regionalliga Bayern. Die goldene Mitte unter den fünf Antwortmöglichkeiten besetzt auch diesmal die optimistischste aller denkbaren Prognosen. “Wir steigen auf” klicken inzwischen aber immerhin 28% – und damit auch deutlich mehr, als noch Anfang September – an. Die beruhigende Mittelfeldplatzierung 9 bis 12 erwarten aktuell – ganz ähnlich wie beim letzten Mal 29% (damit wieder die zweithäufigste Nennung). Das Zittern bis zum Schluss, das am Ende aber gut ausgeht (Platz 13 bis 16) stellt diesmal nur für 5% eine realistische Option dar. Im September war das noch die am häufigsten ausgewählte Antwort. Zusammengefasst glauben aktuell nur noch acht von 100 Löwenfans, dass das Team von Argirios Giannikis am Ende dieser Saison einen der acht hinteren Plätze der 3. Liga belegen wird. Im September waren das noch 43 von 100.

Ergebnis der Umfrage im November (nach dem 3:0 gegen Waldhof Mannheim)

Interpretation: Die Fans glauben wieder an die Löwen

Was sagen uns diese Zahlen? Nach zwei Erfolgen und der wirklich sehr ansehnlichen Leistung in der 2. Halbzeit gegen Waldhof Mannheim sind das Vertrauen der Löwenfans in die Mannschaft und eine gewisse Zuversicht für die sportliche Zukunft zurückgekehrt. Wäre ja zu schön, wenn Verlaat & Co. diesen Trend schon am Samstag im Totopokal gegen Haching (14.00 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) bestätigen könnten!

Drittligisten im Landespokal: Fast alle noch dabei

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Totopokal Prints TSV 1860 EV Onlineshop Titel

Nur zwei von 17 im jeweils regionalen Landespokal startberechtigten Drittligisten sind aktuell nicht mehr im Rennen. Insgesamt 15 Vereine dürfen – als Pokalsieger in ihrem Verband – noch auf die Qualifikation für den lukrativen DFB-Pokalwettbewerb im Sommer 2025 hoffen. Am kommenden Wochenende sind einige davon im Einsatz. Hier ein Überblick über den Stand der Dinge.

Nur Dynamo und Waldhof nicht mehr dabei

Neben den Zweitvertretungen von Hannover 96, dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund, die an den Landespokalwettbewerben nicht teilnehmen, haben sich in diesem Herbst nur Dynamo Dresden und Waldhof Mannheim bereits verabschiedet. Die SGD scheiterte im Sachsenpokal in der Runde der letzten 32 Teams vor gut einem Monat am Regional- und Ex-Drittligisten Chemnitzer FC (1:3 nach Verlängerung). Beim SV Waldhof war schon Anfang September im Viertelfinale des Badenpokals Schluß: Vor 850 Zuschauern unterlag man dem VfR Gommersdorf aus der sechstklassigen Landesliga Odenwald.

Vier überwintern fix im Landespokal

Sicher überwintern wird auf dem Weg Richtung DFB-Pokal der VfL Osnabrück, der bereits in einem der zwei Niedersachsen-Finals steht und es am 24. Mai 2025 (dem “Finaltag der Amateure”) mit Blau-Weiß Lohne zu tun bekommt. Genauso geht es dem SV Sandhausen, der im Frühjahr im Halbfinale zum Waldhof-Bezwinger Gommersdorf – siehe oben – fährt. Ein möglicher Gegner für unsere Löwen ist im Halbfinale des bayerischen Wettbewerbs der FC Ingolstadt, der sich Anfang Oktober im Sechzgerstadion gegen Türkgücü durchsetzen konnte. Und schließlich darf auch Wehen Wiesbaden über den Jahreswechsel von der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal träumen. Erst Mitte Februar geht es im hessischen Viertelfinale nach Marburg oder Offenbach.

Mittelrhein spielt im Dezember

Nicht an diesem Wochenende, aber noch in diesem Kalenderjahr (nämlich Mitte Dezember) müssen Alemannia Aachen und Viktoria Köln im Landespokal Mittelrhein nochmal ran. Dort steht dann das als  “2. Runde” bezeichnete Achtelfinale auf dem Programm bei dem der Drittligaaufsteiger zum Bezirksligisten TV Hoffnunsthal reisen muss und die Höhenberger beim Landesligisten TuS Chlodwig-Zülpich antreten werden.

Großkampftag am Samstag…

Für uns steht am Samstag natürlich unser TSV 1860 gegen die SpVgg Unterhaching im Mittelpunkt des Interesses. Fünf weitere Drittligisten sind an diesem Nachmittag aber ebenfalls im Einsatz. Achtelfinalpartien bestreiten dabei im Osten der Republik Energie Cottbus (beim Brandenburgligisten Oranienburger FC) und Hansa Rostock (bei der SpVgg Torgelow-Ueckermünde aus der Verbandsliga). Der 1. FC Saarbrücken bekommt es mit dem Stadtrivalen Saar 05 aus der Saarland-Liga zu tun. Von einem “Derby” wollen wir – wie bei unserem Spiel gegen die Bobfahrer – hier allerdings nicht einfach so sprechen.
Bereits im Viertelfinale sind in Westfalen Arminia Bielefeld und im Niederrhein-Wettbewerb Rot-Weiss Essen. RWE muss zum Oberligisten SV Sonsbeck und die Arminia reist zu Westfalia Herne, dem Traditionsverein, der sich nur noch in den Niederungen der Westfalenliga II befindet.

…und noch zwei Spiele am Sonntag

Zwei Vertreter der 3. Liga versuchen dann noch am Sonntag jeweils das Viertelfinale ihres Wettberbs zu erreichen. Erzgebirge Aue reist nach Leipzig zum auf den schönen Namen “SV Tapfer” hörenden Sachsenligisten. Und der SC Verl ist in Westfalen noch eine Runde hinter den – siehe oben – bereits am Samstag aktiven Bielefeldern gefordert. Beim Oberligisten 1. FC Gievenbeck wollen die Verler das Viertelfinale klar machen.

Spiele der Drittligisten im Landespokal am Wochenende im Überblick

BAYERN
Samstag, 14.00 Uhr TSV 1860 München – SpVgg Unterhaching (Viertelfinale)

BRANDENBURG
Samstag, 13.00 Uhr Oranienburger FC Eintracht – Energie Cottbus (Achtelfinale)

MECKLENBURG-VORPOMMERN
Samstag, 13.00 Uhr SpVgg Torgelow-Uckermünde – Hansa Rostock (Achtelfinale)

NIEDERRHEIN
Samstag, 13.30 Uhr SV Sonsheim – Rot-Weiss Essen (Viertelfinale)

SAARLAND
Samstag, 14.00 Uhr Saar 05 Saarbrücken – 1. FC Saarbrücken (Viertelfinale)

WESTFALEN
Samstag, 14.00 Uhr Westfalia Herne – Arminia Bielefeld (Viertelfinale)
Sonntag, 14.00 Uhr 1. FC Gievenbeck – SC Verl (Achtelfinale)

SACHSEN
Sonntag, 13.00 Uhr SV Tapfer Leipzig – Erzegbirge Aue (Achtelfinale)

Löwen Avdija, Qela und Erdogan auf Länderspielreise

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Erdogan Emre Tsv 1860 U19 Länderspielreise Türkei türkische u18

Die 3. Liga und die DFB Nachwuchsliga pausieren am kommenden Wochenende – und das aus gutem Grund. Es stehen wieder internationale Vergleiche an und mit Erion Avdija, Miran Qela und Emre Erdogan befinden sich auch drei Löwen auf Länderspielreise.

Löwen Avdija, Qela und Erdogan auf Länderspielreise

Kürzlich war U19-Torwart Miran Qela der gefeierte Mann, als er im Derby gegen den FC Bayern per Kopf den Ausgleich erzielte und dem TSV 1860 einen späten Punkt bescherte. Gestern gab es für den Keeper nichts zu feiern. In der EM-Qualifikation verlor er in Pristina mit der U19 des Kosovo mit 0:4 gegen Österreich. Um sich die Chance zu bewahren, doch noch weiterzukommen, muss der Kosovo die beiden ausstehenden Partien gegen Spanien und Färöer gewinnen.

Besser lief es für Offensivspieler Emre Erdogan (siehe Titelbild), der in Istanbul mit der türkischen U18-Nationalmannschaft einen 1:0-Sieg im Testspiel gegen Frankreich feiern konnte. Erdogan kam dabei 35 Minuten zum Einsatz, zeigte eine sehr ansprechende Leistung, scheiterte zweimal am Pfosten und konnte des Öfteren nur durch Fouls gestoppt werden. In der nächsten Partie gegen die Niederlande hofft er auf einen Einsatz von Beginn an.

Lukas Reich auf Abruf nominiert

Erion Avdija trifft heute um 13 Uhr mit der kosovarischen U21 in Skopje auf Nordmazedonien. Bereits am Sonntag steht der nächste Vergleich der beiden Mannschaften an.

Nicht unterwegs ist diesmal Lukas Reich. Er wurde “nur” auf Abruf für die deutsche U19 nominiert und dürfte Argirios Giannikis somit am Samstag gegen die SpVgg Unterhaching zur Verfügung stehen.

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Testspiel: Heftige Klatsche für Senioren B in Lohhof

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Am Dienstag verlor die 3. Mannschaft des TSV 1860 mit 2:8 bei der DJK Pasing und gestern Abend kam es für die Ü40 der Löwen noch schlimmer. Bei starkem Schneefall unterlagen die Senioren B dem SV Lohhof in einem Testspiel mit 2:9.

Deutliche Niederlage für Senioren B in Lohhof

Pünktlich zum vorgezogenen Wintereinbruch absolvierte die Ü40 des TSV 1860 gestern Abend ein Testspiel beim SV Lohhof. Während die Schleißheimer gut mit den Bedingugen zurecht kamen, fehlte den Löwen der Durchblick und so kamen sie deutlich unter die Räder.

Nach 90 eiskalten Minuten stand ein 2:9-Debakel zu Buche, bei dem man als einzigen positiven Aspekt erwähnen kann, dass zumindest eine zweistellige Niederlage abgewendet wurde. Für die erfolgsverwöhnten Senioren B, die kürzlich ungeschlagen die Meisterschaft in der Kreisliga und den damit verbundenen Aufstieg feiern konnten, eine ungewohnte Erfahrung.

Sechzig um sieben: Weitere Drittligaspiele terminiert

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

In dreieinhalb Wochen spielen die Löwen mal wieder in Essen. Bislang war aber der genaue Spieltermin nicht bekannt, was für die reisefreudigen Löwenfans die Planung wirklich schwierig macht. Gestern hat der DFB nun endlich den nächsten Block der konkreten Termine für weitere Drittligaspiele veröffentlicht.

Spieltermine bis Ende Januar veröffenlicht

Viermal Samstag (einmal davon spät um 16.30 Uhr) und einmal Sonntag – so lautet die Formel für den TSV 1860 für die Spiele der Runden 17 bis 21. Am zweiten Adventssonntag (8.12. um 13.30 Uhr) findet die Partie in Essen statt. Ab dem ersten Februarwochenende tappt der Löwenfan dann wieder im Dunkeln und muss seine Reiseplanung (in dem Fall nach Köln) noch aufschieben.

Alle neuen Termine im Überblick

Sonntag, 08.12.2024, 13:30 Uhr: Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München
Samstag, 14.12.2024, 16:30 Uhr: TSV 1860 München – SC Verl
Samstag, 21.12.2024, 14:00 Uhr: FC Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

Samstag, 18.01.2025, 14:00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – TSV 1860 München
Samstag, 25.01.2025, 14:00 Uhr: TSV 1860 München – VfB Stuttgart II

VR Königsberg im 11FREUNDE-Interview

1860-Verwaltungsratsmitglied Sascha Königsberg hat in einem Interview für das Fußballmagazin 11FREUNDE zu den Ereignissen der vergangenen Woche rund um den Darlehensvertrag zwischen der HAM und dem TSV 1860 e.V. Stellung genommen. Wir haben das Gespräch und die wichtigsten Aussagen für Euch hier zusammengefasst. Am Mittwoch Abend wiederum veröffentlichte die KGaA eine Stellungnahme zu diesem Interview. An derlei Erklärungen und Stellungnahmen mangelt es beim TSV 1860 aktuell nicht…

Hinweis auf die Amas

Obwohl sich am Samstag Nachmittag viele Löwenfans auf den Weg nach Giesing machen werden, um den Profis bei ihren Bemühugen, das Halbfinale im Totopokal zu erreichen, zuzusehen, möchten wir auch auf das Spiel der Mannschaft hinweisen, die schon die ganze Saison die Löwenherzen erfeut. Die Amas von Felix Hirschnagl treten zeitgleich zu Argirios Giannikis’ Team beim TSV Landsberg an.

News aus der dritten Liga

Drittligisten im  Landespokal

Wehen Wiesbaden hat sich am frühen Abend mit 3:1 beim SV Steinbach durchsetzen können und steht damit im Viertelfinale, wo es am 15. Februar 2025 bei den Kickers in Offenbach oder den Sportfreunden Marburg weitergeht. Eine halbe Stunde später zog auch Viktoria Köln durch ein 2:1 beim SV Bornheim in die nächste – in diesem Fall allerdings erst die zweite – Runde im Mittelrhein-Pokal ein. Nächster Gegner ist hier – noch im Dezember – die TuS Chlodwig-Zülpich.

 

TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA mit Statement zu Königsberg

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Nachdem sich Sascha Königsberg, Vorsitzender des Verwaltungsrats des TSV München von 1860 e.V, im Magazin 11FREUNDE in Sachen Darlehensvertrag geäußert hatte, hat nun auch die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA ein Statement zu diesem Thema veröffentlicht. Darin stellt sie in erster Linie klar, dass von einem “anwaltlichen Drohschreiben”, wie Königsberg es bezeichnet hatte, keine Rede sein kann.

TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA mit Statement zu Königsberg

Die Stellungnahme der KGaA im Wortlaut:

In der aktuellen Ausgabe äußert sich der Vorsitzende des Verwaltungsrats des TSV 1860 München e.V. in einem Interview dazu, dass die KGaA dem Verwaltungsrat ein „anwaltliches Drohschreiben“ geschickt habe, mit der Aufforderung, Anton Hiltmair einfach durchzuwinken, da der Vertrag angeblich keinen Spielraum lasse. Da dies bereits das zweite Mal ist, dass sich der Verwaltungsrat öffentlich zu dem Darlehensvertrag äußert, sehen wir uns gezwungen, Schaden von der KGaA abzuwenden und öffentlich Stellung zu nehmen.

Zunächst möchten wir betonen, dass der Inhalt eines solchen Vertrages vertraulich behandelt werden sollte. Wie allen Beteiligten bekannt ist, hängt das wirtschaftliche Überleben der KGaA von diesem Vertrag ab. Es geht um Arbeitsplätze und um Menschen. Öffentliches Spekulieren und Indiskretionen, die den Bestand des Vertrages gefährden, halten wir für äußerst bedenklich.

Kein “anwaltliches Drohschreiben”

Das besagte Anwaltsschreiben einer renommierten Insolvenzrechtskanzlei, die die KGaA bei den Verhandlungen des Darlehensvertrages beraten hat, wurde notwendig, nachdem der Verwaltungsrat am 08.11.2024 öffentlich das Präsidium aufgefordert hatte, den Darlehensvertrag nachzuverhandeln und damit dessen Wirksamkeit in Frage gestellt hatte. Dieses Schreiben stellt jedoch unserer Meinung nach kein „Drohschreiben“ dar, sondern fasst die relevanten Bedingungen des Darlehensvertrages zusammen und erläutert mögliche Rechtsfolgen im Falle der Nichterfüllung. Angesichts der weitreichenden Konsequenzen, die sich daraus ergeben könnten, war dies geboten.

Das Schreiben schließt mit einer Handlungsempfehlung, die die dargelegten Punkte abwägt. Von einer Aufforderung, einen Kandidaten durchzuwinken, kann definitiv nicht die Rede sein, geschweige denn, dass die KGaA hierzu rechtlich in der Lage wäre.

Falsch ist auch der Vorwurf, wir hätten die Satzung „mit Füßen getreten und Mitglieder zu Statisten degradiert“. Der Darlehensvertrag enthält ausdrücklich den Vorbehalt der Zustimmung des Verwaltungsrats zur Bestellung des Geschäftsführers. Inwieweit der Beirat entschieden hat oder nicht, entzieht sich der Kenntnis der KGaA. Unserer Ansicht nach wurde durch diesen Passus die Satzung gewahrt.

Kein Verstoß gegen 50+1

Erfreulicherweise hat Herr Königsberg nun eingeräumt, dass der Darlehensvertrag auch aus Sicht des Verwaltungsrats nicht gegen die 50+1-Regel verstößt. Sämtliche Regelungen, einschließlich der von Herrn Königsberg angesprochenen Kündigungsmöglichkeit des Darlehensgebers, sind aus unserer Sicht und nach Einschätzung unserer rechtlichen Berater übliche und angemessene Regelungen, die die Rechte des e.V. nicht einschränken.

Abschließend müssen wir dem Eindruck widersprechen, dass eine angebliche „dynamische Finanzplanung“ der Geschäftsführung die Ursache für die zu schließende Finanzlücke gewesen sei. In den letzten beiden Jahren konnten Sondereffekte diese Lücken schließen, was in diesem Jahr nicht mehr möglich war. Vielmehr führte die allgemeine wirtschaftliche Lage sowie ungeplante Mehrausgaben zu einem deutlich größeren Finanzloch als ursprünglich prognostiziert.

“Friss oder Stirb” – Sascha Königsberg im “11Freunde”-Interview zum Darlehensvertrag

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Mitgliederversammlung MV Stimmkarte Satzungsänderung

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats des TSV München von 1860 e.V., Sascha Königsberg, hat im Magazin “11Freunde” im Interview die Sichtweise des Verwaltungsrats zum jüngst abgeschlossenen Darlehensvertrag dargelegt.

Verwaltungsrat muss die Mitgliederinteressen vertreten

Königsberg macht im Interview klar, dass die Pressemitteilung des Verwaltungsrats vom vergangenen Freitag und der damit verbundene Nachbesserungsauftrag des Darlehensvertrags an das Präsidium im Sinne der Mitglieder des Vereins erfolge.

“Zunächst geht des dem Verwaltungsrat als Kontroll- und Aufsichtsgremium des Vereins darum, ob die Mitgliederinteressen ausreichend gewahrt bleiben. Es ist schlicht die satzungsgemäße Aufgabe des Rats, die Interessen des Muttervereins und der Mitglieder zu schützen.”

Er legte dar, dass man den Darlehensvertrag, insbesondere dessen für einen solchen Vertrag eher unüblichen Klauseln, deutlich prüfen werden müsse. Konkret geht es um die Passagen, welche einerseits die Einberufung Anton Hiltmairs als Geschäftsführer – offensichtlich in Vergangenheitsform – bereits als vollendete Tatsache im Vertrag manifestieren sowie das Sonderkündigungsrecht der HAM International Ltd. für den Fall, dass der Verein von seinem Recht Gebrauch macht, Geschäftsführer der KGaA am Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH zu einzustellen bzw. zu beurlauben.

Vor allem mit der letzten Klausel sieht Königsberg ein großes Stück der im Volksmund mit  “50+1” bezeichneten Rechte des Vereins verloren.

“Der klare Wählerauftrag an den Rat sowie an sämtliche gewählten Vertreter lautet: ’50+1′ ist unverhandelbar! Hierfür stehen wir mit Nachdruck ein.”

Königsberg: Darlehensvertrag soll Beiratsbeschluss fingieren

Sauer stößt dem Verwaltungsrat auf, dass im Darlehensvertrag die Einstellung Anton Hiltmairs als kaufmännischer Geschäftsführer in der Vergangenheitsform aufgenommen worden sein soll. Im Vertrag sei “geregelt, dass Anton Hiltmair vom Beirat bereits zum Geschäftsführer bestellt worden ist (…). Diese Klausel fingiert einen Beiratsbeschluss, der nie gefasst wurde.”

Im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs GmbH sitzen für den e.V. Robert Reisinger und Nicolai Walch, für die HAM Saki Stimoniaris und Andrew Livingston. Der Beirat fasste jedoch laut Königsberg einen entsprechenden Beschluss nie. Somit würde die Passage im Darlehensvertrag trotz anderslautender Wortwahl eine Übergehung des Beirats bedeuten.

Inwieweit die Geltendmachung von Ansprüchen einzelner Beiratsmitglieder diese wahrheitswidrige Klausel ohnehin unwirksam machen können, ist nicht bekannt.

Verwaltungsrat erhielt Drohschreiben einer KGaA-Kanzlei

Der Verwaltungsrat soll von einer Rechtsanwaltskanzlei, die mutmaßlich die KGaA in den Vertragsverhandlungen beraten haben soll, ein “Drohschreiben” erhalten haben. So berichtet Königsberg:

“Nunmehr erhielten wir ein anwaltliches Drohschreiben seitens der KGaA, mit der Aufforderung, Anton Hiltmair einfach durchzuwinken, da der Vertrag uns angeblich keinen Spielraum belasse (…) Die Satzung wird mit Füßen getreten und die Mitglieder sollen zu Statisten degradiert werden.”

Königsberg beklagt “Friss oder Stirb” Situation im Darlehensvertrag

Der Verwaltungsratsvorsitzende prangert zudem das Geschäftsgebaren der HAM Ltd. an. Diese soll den Vertragsentwurf offenbar sehr knapp vor der insolvenzrelevanten Deadline vorgelegt haben.

“Die Ursache liegt nicht beim Präsidium, sondern darin, dass die HAM-Vertreter erst kurz vor Deadline ihre Forderungen gestellt haben – und dies offensichtlich mit Kalkül – obwohl man ausreichend Zeit hatte, die aufgeworfenen Fragen ohne Zeitdruck zu klären. Das Präsidium hat in einer ‘Friss oder Stirb’ Situation das aus seiner Sicht Mögliche getan, um Schlimmstes zu verhindern.” In diesem Zusammenhang sei zu betonen,  “dass es sich nicht um ein plötzlich aufgetretenes Finanzloch handeklt, sondern um die Folgen der dynamischen Finanzplanung unter Absegnung des Aufsichtsrates (der KGaa, d.Red.), in welchem die HAM die Mehrheit hält. Es wurden auch immer wieder Budgeterhöhungen gegen die Stimmen des e.V. beschlossen”.

Königsberg bedauert auch die fehlende interne Abstimmung zwischen Präsidium und Verwaltungsrat. Obwohl der Verwaltungsrat mindestens einer der streitigen Passagen wohl vorher hätte zustimmen müssen, fand keine ausreichende Abstimmung statt.

“Wir hätten hierzu gern intern Antworten auf unsere Fragen im Rahmen der Berichtspflichten des Präsidiums erhalten, waren aber nun gezwungen, den Weg über die Öffentlichkeit zu gehen, da sämtliche Bitten nach einem internen Austausch abgeblockt wurden.”

Das gesamte Interview auf “11Freunde” findet ihr hier.