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TSV 1860 – Dynamo Dresden (2:3), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse der verdienten 2:3 Heimniederlage des TSV 1860 München gegen die SG Dynamo Dresden. Starke Schlussminuten nach einer lange Zeit indiskutablen Leistung reichten nicht, um gegen den Favoriten zu bestehen.

Die Partie TSV 1860 gegen Dynamo Dresden verloren die Gastgeber verdient mit 2:3. Das knappe Ergebnis übertüncht auf den ersten Blick die über weite Strecken bodenlos schlechte Leistung der Mannschaft von Argirios Giannikis.

Gegen den Ball stand eine im 4-2-3-1 die Positionsangriffe der Dresdener meist sehr tief erwartende Löwenmannschaft, das verschob sich im eigenen letzten Drittel auf ein 4-4-2 bzw. auf ein 4-4-1-1.

Von Pressing seitens der Löwen kann man in den ersten ca. 75 Minuten nicht sprechen, das war schlichtweg kaum vorhanden. Wenn die Dresdener angelaufen wurden, dann erst kurz vor der Mittellinie und das im Großteil aller Fälle auch lediglich von Schubert, der als Alleinunterhalter die meiste Zeit ohne Unterstützung die Anlaufarbeit erledigen musste.

Die Defensivlinie stand gleichzeitig relativ hoch, in einigen Situationen sogar extrem hoch. Damit wurde der Raum im Mittelfeld für den Gegner zwar eng, aber wirklich aufgehalten hat das passsichere Dresdner nur selten und wenn war das das intensive Gegenpressing der Gäste zur Stelle. Ballgewinne der Löwen wurden so schnell wieder zu Ballverlusten.

Bei eigenem Ballbesitz spielten die Löwen insgesamt wieder einmal zu träge und extrem statisch, sodass gut gestaffelte Dresdener kaum Probleme hatten die Kugel aus der eigenen Box herauszuhalten. Das System mit Ball war wieder das viel kritisierte 4-2-2-2. Dass die schlechte Leistung aber nicht am System an sich liegt, sollte spätestens seit Samstagnachmittag kurz nach vier Uhr jedem klar sein. Bevor ich darauf näher eingehe wie immer die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte TSV 1860 – Dynamo Dresden

  • Ballbesitz TSV 1860 37% – SGD 63%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 72% – SGD 84%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 60% – SGD 65%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 12/6 – SGD 19/7
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 12,25 – SGD 7,66

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (37%:63%)

Die Zahlen sagen alles. Genauso trostlos wie die Statistik es zeigt war das Spiel. Dresden schaltete und waltete, Sechzig war dagegen permanent im Reaktionsmodus. Lassen wir die Schlussphase, in der Sechzig so spielte wie man es sich eigentlich über 90 Minuten wünscht, außen vor, so liegt der Ballbesitz für den Gast sogar noch einmal 4% höher.

Passgenauigkeit (72%:84%)

Alles was es zu dieser Statistik aus Löwensicht zu sagen gibt ist: das war indiskutabel. Mit einer Passgenauigkeit von 63% bei den Vorwärtspässen kam statistisch gesehen jeder dritte Vorwärtspass seltener als in der Hälfte der Fälle zum Mitspieler. 56 Ballverluste bei Vorwärtspässen haben sich die Löwen geleistet. Zur Einordnung des Ganzen stehen dem 41 Fehlpässe im Spiel nach vorne bei Dresden gegenüber. Interessanterweise spielten die Dresdner allerdings auch weniger Vorwärtspässe als die Sechzger. War Sechzig vielleicht doch öfter im Vorwärtsgang als es den Eindruck machte?

Nein. Dieses Pferd muss man von hinten aufzäumen. Beginnen wir mit den Rückpässen innerhalb des eigenen Defensivverbunds, die im Verhältnis zum Ballbesitz bei den Löwen leider wieder einmal zu häufig zum Einsatz kamen bzw. aufgrund fehlender Dynamik kommen mussten. Jeder Rückpass im eigenen letzten Drittel bzw. innerhalb der Defensivabteilung hat, wie schon des Öfteren erwähnt, in den allermeisten Fällen wieder einen Vorwärtspass zufolge, der aufgrund der Zone auch meistens als sicherer Pass angesehen werden kann. Das verschiebt die Quote bei den Vorwärtspässen auch wieder ein paar Prozentpunkte weiter ins Plus.

Dass Dresden im Aufbau oft länger brauchte, um die eigenen Positionsangriffe auszulösen, lag am von den Löwen eng gemachten Mittelfeld. Dass dieses Rezept nicht aufging und Dresden mit Geduld immer wieder die Tiefe fand, änderte über weite Strecken des Spiels wenig bis nichts an der defensiven Herangehensweise der Löwen. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Defensive Zweikampfquote (60%:65%)

Die defensive Zweikampfquote ist mit 60% eigentlich ganz o.k., die Zweikampffrequenz hingegen ist indiskutabel. Diese liegt bei 1,1 Zweikämpfen pro Minute gegnerischem Ballbesitzes. Für die Zeit vor der guten Schussphase liegt die Zweikampfintensität sogar unter einem Zweikampf pro Minute gegnerischem Ballbesitzes. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Zum Vergleich: die Intensität gegen den Ball lag bei den Dresdnern mit knapp 1,55 deutlich höher als die der Löwen.

Nun möchte man meinen, wenn die Zweikämpfintensität niedrig ist sollte zumindest das Stellungsspiel gegen den Ball gut funktionieren. Aber auch bei den abgefangenen Bällen hängen die Gäste die Löwen deutlich ab. Man kann zur Bewertung des Stellungsspiels mehrere Indikatoren nutzen und diese miteinander verknüpfen, um belastbare Werte diesbezüglich zu bekommen. Die Bemessungsgrößen sind abgefangene Pässe gesamt, abgefangene Pässe im Verhältnis zu vom Gegner gespielten Pässen und abgefangene Pässe pro Minute gegnerischen Ballbesitzes. Mit 46 abgefangenen Pässen insgesamt liegt das Verhältnis abgefangener Pässe zu gespielten Pässen aus Sicht der Löwen bei 1:10,5 und der Wert der abgefangenen Pässe pro Minute bei 0,77.

Ist das gut oder schlecht? Vergleichen wir das einfach mit dem, was der Gegner abgeliefert hat. Die Spieler von Dynamo Dresden haben insgesamt 56 Pässe des TSV 1860 München abgefangen. Wirklich deutlich wird das, wenn man die beiden anderen Werte diesbezüglich in diesem Spiel betrachtet. Mit einem deutlich besseren Verhältnis von 1:6,51 abgefangene zu gespielten Pässen und einer Abfangfrequenz von 1,6 Pässen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes wird die Unterlegenheit diesbezüglich deutlich.

Schüsse/aufs Tor (12/6:19/7)

In 35 Minuten Ballbesitz zwölf Torschüsse, zwei Tore und insgesamt eine Schussgenauigkeit von 50% auf die Beine zu stellen ist eines der wenigen positiven Dinge an diesem Spiel. Wenn man bedenkt, dass allerdings gute elf dieser 35 Minuten und 50% der Schüsse in die Schlussphase fallen, relativiert das alles wieder ein wenig. Vor der Druckphase am Ende war es in Summe einfach zu wenig, was die Löwen sich herausspielten, um den abgeklärten Dresdnern dauerhaft gefährlich zu werden. Allerdings – und das ist ein Positivum, dass uns leider ohne Erfolg dabei durch die bisherige Saison begleitet – sind die Zonen, in denen die Löwenspieler aufs Tor schießen wieder großteils gut gewählt.

Nur zwei der Schüsse, die der TSV 1860 gegen Dynamo Dresden abfeuerte, erfolgten von außerhalb des Sechzehners der Gäste. Acht Schüsse aus zentralen und halbzentralen Positionen im Strafraum vor dem Kasten feuerten die Offensivspieler unserer Löwen auf das Tor der Sachsen. Zwei davon wurden auf der Linie geklärt, zwei gingen hinein und vier konnte der Keeper halten. Die beiden auf der Linie geklärten Schüsse gelten in diesen Statistiken als geblockt und damit als nicht aufs Tor geschossen (klingt zwar schwachsinnig ist aber leider mathematisch richtig).

Die Dynamos probierten ihr Glück zehnmal von außerhalb des Strafraums, einmal sogar fast von der Mittellinie als Kutschke versuchte Vollath zu düpieren, was ihm um ein Haar gelungen wäre.

Von den neun Schüssen Dresdens innerhalb des Löwenstrafraums gingen vier auf Vollaths Kasten, drei davon hinein. Zwei weitere konnten von Abwehrspielern der Sechzger geblockt werden.

PPDA (12,25:7,66)

Tja, das Pressing der Löwen sollte man dieses Spiel betreffend anstatt es anlaufen zu nennen als „lockeres Herumtraben in Mittelkreisnähe mit leichter Ballambition, dennoch ungezwungen und ohne Aggressivität“ bezeichnen. Das einzige, was sporadisch funktioniert hat, waren gelegentliche Gegenpressing-Momente, aber dafür jetzt einen Lobgesang auszupacken wäre zu viel des Guten. Das war ängstlich und ungenügend.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore und andere Highlights noch einmal ansehen.

Das entscheidende dritte Tor für die Gäste kann man als Missgeschick mit Slapstickcharakter bezeichnen. Nach Kopfballabwehr einer von der linken Dresdner Seite geschlagenen Flanke durch Schifferl kommt Philipp halbrechts aus Löwensicht in der Box an den Ball und legt ihn Hauptmann unglücklich mit einem Pass in die Mitte vor die Füße, der für Verlaat oder Schifferl gedacht war. Die beiden wiederum sind allerdings unschlüssig, wer den Ball wegschlagen soll. Hauptmann nimmt das Geschenk an, läuft ein paar Meter weiter, bedient Menzel und der versenkt das Leder zum zwischenzeitlichen 3:1.

Einem einzelnen Spieler hier die Schuld zu geben ist schwer, da haben sich alle Beteiligten schön gegenseitig beim Schuldigsein geholfen.

Das fiel auf

Dies ist eine Rubrik, die ich im besten Fall mit positiven und negativen Sachen befüllen möchte. Bei der geringen Menge an Positivem und dem, was ich weiter oben schon alles an Negativem geschrieben habe, möchte ich hier heute weder zu einzelnen Spielern noch zur Mannschaft im Allgemeinen allzu ausführlich werden.

Allerdings muss man eines ganz deutlich sagen: so phlegmatisch gegen den Ball geht es nicht weiter, nein falsch, so kann und so darf es nicht weitergehen.

Welche Stellschrauben geändert gehören, müssen die Verantwortlichen – und da schließe ich die Spieler mit ein – unverzüglich registrieren und daran arbeiten.

Fazit

Für ein längeres Fazit zu diesem Spiel fehlen mir leider die Worte. Aber auf den Satz zu Beginn, warum das offensive System nicht schuld ist, möchte ich kurz eingehen.

Wenn einer Mannschaft zuhause komplett der Mut fehlt den Gegner über 75 Minuten der Spielzeit irgendwann einmal konsequent und nachhaltig anzulaufen bzw. nach Ballverlusten, egal wo auf dem Feld intensiv ins Gegenpressing zu gehen, kann man theoretisch mit dem Fußballspielen aufhören und die Punkte in Zukunft mit der Post, per eMail oder Messenger schicken. Solch ein Verhalten ist nämlich keine Systemfrage. Das ist entweder eine Frage der Taktik (und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das gezeigte Anlaufverhalten der taktische Plan gegen Dynamo gewesen sein soll) oder es ist eine Frage des Wollens und somit eine Charakterfrage für jeden einzelnen Spieler.

Ich will Euch noch etwas an meiner Gefühlslage bezüglich der Mannschaft teilhaben lassen. Ich bin sauer auf und enttäuscht von großen Teilen dieser Mannschaft, in der mehr Qualität steckt als sie abruft. Dresden hat am Samstag nicht gespielt als wären sie eine Übermannschaft.

Dieses Spiel hat nicht ein starkes Dynamo Dresden gewonnen, sondern ein schwacher TSV 1860 München hat es verloren. Und genau das ist das, was mich ankotzt. Gegen eine stärkeren Gegner nach Einsatz aller Mittel zu verlieren ist keine Schande. Wie das Kaninchen vor der Schlange in Ehrfurcht erstarren und sich dann verspeisen zu lassen allerdings schon.

Datenquelle: Wyscout

sechzger.de Talk 176: Dresden-Niederlage & Vorschau Bielefeld

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sechzger.de Talk Folge 176 Niederlage gegen Dynamo Dresden im Regen, Groundhopping Spanien und Vorschau Arminia Bielefeld - TSV 1860

Ein neues Stimmungstief herrscht im sechzger.de Talk Folge 176 nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden am 5.Spieltag. Vier Gäste wollen über die aktuelle Lage beim TSV 1860 München sprechen – und zu besprechen gibt es einiges. Der Frust ist groß und die Vorfreude auf das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld hält sich sehr in Grenzen. Auch für Optimismus sieht kaum einer der Teilnehmer derzeit einen Anlass.

Niederlage im Regen gegen Dynamo Dresden

Die Meinungen gehen etwas auseinander, grundsätzlich sind die Löwenfans aber sauer und unzufrieden mit der Leistung gegen Dynamo Dresden. 2:3 hieß es am Ende aus Sicht der Löwen im Grünwalder Stadion, es gab die nächste Heimniederlage in Giesing. In der Schlussphase hatte der TSV 1860 sogar noch große Chancen auf den Ausgleich, scheiterte aber mehrfach aus aussichtsreichen Positionen. Wieso die Löwen eine weitere Niederlage kassierten und wie es zu dem verzögerten Anpfiff kam, besprechen die Teilnehmer im Talk Nummer 176 ausführlich.

Groundhopping in Spanien

Als kleine Erfrischung und wärmende Gedanken zwischendurch berichtet Thomas von seinem Urlaub in Spanien. Drei Spiele konnte er dabei in den Stadien verfolgen. Die Heimmannschaften waren dabei Celta de Vigo, Racing de Ferrol sowie Deportiva La Coruna. Mit kleinen Abstrichen kann Thomas für alle drei Stadien eine Empfehlung aussprechen.

Vorschau auf das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld

Abschließend geht es natürlich noch um die nächste Partie mit Löwen-Beteiligung. Das ist am kommenden Samstag (16:30, sechzger.de Liveticker) die Begegnung mit Arminia Bielefeld. 600 Kilometer müssen die Löwenfans dabei zurücklegen, um statt Wiesn-Auftakt den TSV 1860 München auswärts unterstützen zu können. Die Aussichten auf Erfolg sind dabei wohl eher gering. Die Arminia gehört zusammen mit Wehen Wiesbaden zu den ungeschlagenen Teams der Liga und siegte am Wochenende gegen den bisherigen Tabellenführer aus Aue. Zumindest in der Gesamtbilanz liegen die Löwen noch deutlich vorne – doch bereits letzte Saison konnten die kommenden Gastgeber an einer Verbesserung der Statistik aus Bielefelder Sicht arbeiten.

Der sechzger.de Talk 176 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Bildergalerie vom 2:3 des TSV 1860 gegen Dynamo Dresden

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Der Samstagnachmittag war für Löwenfans doch ein recht unerfreulicher. Es regnete in Strömen, wegen Problemen am Einlass verzögerte sich der Anpfiff um 30 Minuten und zu allem Überfluss setzte es eine 2:3-Niederlage für Münchens große Liebe. Dennoch haben wir für Euch wieder eine Bildergalerie vom Spiel 1860 – Dynamo Dresden zusammengestellt.

Starker Dauerregen im Sechzgerstadion

Von diesem Spiel dürften den Löwenfans eine weitgehend mangelhafte Leistung ihres Teams und der unerbittlich niederprasselnde Regen in Erinnerung bleiben. Dennoch haben wir wieder für Euch die Impressionen des 5. Spieltags der dritten Liga zusammengestellt.

Bildergalerie TSV 1860 München – Dynamo Dresden

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Sechzig am Wochenende: Viel Fußball trotz Regen

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Aus diesem Freistoß resultierte das 2:0 der Gastgeber.

Zahlreiche Fußballteams des TSV 1860 waren am Wochenende im Einsatz. Die starken Regenfälle sorgten am Samstag Nachmittag allerdings auch für drei Absagen.

Schon wieder spielfreies Wochenende für die Amas

Den Amas von Coach Felix Hirschnagl wurde – aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes in Gilching – die Chance genommen, die erste Saisonniederlage aus der Vorwoche im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Schalding-Heining gleich wieder Vergessen zu machen. Insgesamt fielen am Wochenende fünf von acht Bayernliga-Partien aus.

Dritte und Vierte sieglos

Bei den Amateur-Löwen läuft die Saison noch nicht richtig rund. Die Dritte konnte am Sonntag Mittag mit einem 1:1 beim ESV München im vierten Spiel zwar erneut punkten – allerdings wartet man weiterhin auf den ersten Sieg. Der mögliche Treffer zum ersten Dreier 24/25 wurden 1860 in der Schlussphase wegen einer umstrittenen Abseitsposition aberkannt. Schade!  Sechzig IV ermöglichte der Zweitvertretung des SV Pullach am Freitag Abend den ersten Saisonsieg und kassierte selbst die dritte Pleite in Folge.

Sieg und Niederlage in der DFB-Nachwuchsliga

Die U17 erreichte mit einem 2:0 in Regensburg den zweiten Auswärtssieg und blieb zum vierten Mal in Serie ungeschlagen, die U19 hingegen unterlag an der Grünwalder Straße der SpVgg Unterhaching und wartet nun seit vier Wochen auf den nächsten Dreier.
Die weiteren U-Teams konnten ihre Spiele überwiegend erfolgreich gestalten. Die beiden Derbys gegen die Seitenstraße für die jüngeren B- bzw. C-Junioren-Jahrgänge endeten am Sonntag auf dem Trainingsgelände unmittelbar hintereinander mit einer Niederlage und einem Sieg.

Löwinnen dreimal am Ball

Die U17-Löwinnen, die bei der Niederlage der Profis gegen Dynamo Dresden am Samstag Nachmittag im Sechzgerstadion noch als Ballmädchen aktiv gewesen waren, beendeten am Sonntag Nachmittag ein Freundschaftsspiel in Issing mit 1:1, die Löwinnen II unterlagen dem Team von Centro Argentino in der Kreisklasse mit 1:3 und das erste 1860-Frauenteam feierte – nach dem Weiterkommen im Kreispokal Mitte der Woche – in der Kreisliga ein 8:0 gegen die Spielgemeinschaft aus Kirch- und Aschheim.


Die Spiele im Überblick

Freitag, 13.09.

19.30 Uhr: SV Pullach II – Vierte  4:2
20.00 Uhr: Senioren A – FC Bayern München  0:2
20.30 Uhr: SpVgg Höhenkirchen – Senioren C  1:1

Samstag, 14.09.

09.15 Uhr: U9 – BSC Sendling U10  14:0
10.30 Uhr: SG Arget/Otterfing – Löwinnen U15  abgesagt
11.00 Uhr: Jahn Regensburg – U17  0:2
11.15 Uhr: U11 – Gartenstadt Trudering U13  1:0
12.30 Uhr: Fußball-Talente München U13 – U12  abgesagt
14.00 Uhr: Profis – Dynamo Dresden  2:3
14.00 Uhr: U21 – SV Schalding-Heining  abgesagt
15.00 Uhr: Löwinnen II– Centro Argentino de Munich  1:3
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Aschheim/Kirchheim  8:0

Sonntag, 15.09.

11.00 Uhr: FC Augsburg – U13  3:3
11.00 Uhr: U19 – SpVgg Unterhaching  0:2
12.30 Uhr: ESV München – Dritte  1:1
13.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – U15  0:0
13.30 Uhr: U14 – FC Bayern München  0:4
15.00 Uhr: SG Fuchstal/Issing – Löwinnen U17  1:1
16.15 Uhr: U16 – FC Bayern München  2:0

 

Sechzig um Sieben: Niederlage Nummer 4 gegen Dresden

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Die nöchste Heimniederlage musste der TSV 1860 München am Wochenende hinnehmen. Die vom Dauerregen geplagten Löwenfans wurden für ihre Anreise nicht belohnt, Dynamo Dresden entführte alle Punkte aus Giesing. Auch bei den weiteren Mannschaften der Löwen lief es eher schlecht als recht und so fällt der Start in eine neue Woche sicher schwerer als sonst gewohnt.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden

Zu viele einfache Fehler” sah Argirios Giannikis beim 2:3 der Löwen gegen Dynamo Dresden. Die Stimmung danach unter den Löwenfans und explizit in den Kommentarbereichen ist schlecht. Vier Niederlagen aus den ersten fünf Spielen geben allerdings auch nicht wirklich Anlass zu Freude. Entsprechend negativ fallen dieses Mal auch die Giesinger Gedanken aus, die sich nicht nur mit der sportlichen Situation, sondern auch mit vereinspolitischen Aspekten beschäftigt.

Dritte und Vierte ohne Sieg am Wochenende

Während das Spiel des TSV 1860 II in der Bayernliga Süd witterungsbedingt abgesagt wurde, waren Dritte und Vierte am Wochenende im Einsatz. Der TSV 1860 IV war bereits am Freitagabend beim SV Pullach II zu Gast. Zu holen gab es für die Gäste dabei leider nichts. Immerhin einen Punkt erkämpfte die Dritte im Duell mit dem ESV München, wobei die Löwen sich nach deutlicher Leistungssteigerung im zweiten Durchgang durchaus auch weitere Zähler verdient gehabt hätten. Schlussendlich blieb es bei dem Remis zwischen den beiden Kontrahenten.

Löwinnen gewinnen ihr Heimspiel deutlich

Zumindest die Löwinnen sorgen für positive Nachrichten rund um Münchens große Liebe. Sie erzielten gegen Aschheim am späten Samstagnachmittag einen klaren Heimsieg und ließen sich dabei sogar von einer Unterzahl nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem Kantersieg sind die Frauen des TSV 1860 nun an der Tabellenspitze der Kreisliga angekommen. Der Aufstieg ist ein selbsterklärtes Ziel – bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Die Löwinnen II mussten sich hingegen Centro Argentino de Munich geschlagen geben.

U19 unterliegt der SpVgg Unterhaching

Zurück zu einer Löwen-Mannschaft, die am Wochenende eine Niederlage hinnehmen musste: das galt auch für U19 im Duell mit der SpVgg Unterhaching. Die Gäste aus der Vorstadt behielten in der Nachwuchsliga die Oberhand und setzten sich am Trainingsgelände durch.

News aus der 3.Liga

Der 5.Spieltag

Dynamo Dresden ist nach dem Sieg gegen die Löwen neuer Tabellenführer der 3.Liga. Der Sprung auf Platz 1 war allerdings nur möglich, weil der nächste Gegner des TSV 1860 München dem bisherigen Tabellenführer im direkten Duell alle Punkte wegnahm. Arminia Bielefeld siegte am Sonntag bei Erzgebirge Aue mit 3:1. Auf Platz 3 folgt Wiesbaden, die einen klaren Auswärtssieg in Essen feierten. Im Krisenduell zwischen Waldhof Mannheim und Hansa Rostock gab es am 5.Spieltag keinen Gewinner. Zum Abschluss gewann Alemannia Aachen gegen Viktoria Köln mit 1:0 vor heimischen Publikum.

 

Steigerung in Halbzeit 2: TSV 1860 III punktet beim ESV München

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Kreisliga 2 ESV München TSV 1860 München III 1 1 15 09 2024

Zwei grundverschiedene Hälften sahen die Zuschauer am Sonntagmittag in der Sportanlage Margarethe-Danzi-Straße. Während der TSV 1860 III im ersten Durchgang in der Offensive harmlos blieb und der ESV München per Freistoß in Führung ging, zeigten die Löwen nach dem Seitenwechsel ein ganz anderes Gesicht. Um ein Haar hätte sich der Einsatz noch mehr gelohnt, doch ein Pfiff der Schiedsrichterin verhinderte den weiß-blauen Auswärtssieg.

ESV München und TSV 1860 III teilen die Punkte

Am vierten Spieltag der Kreisliga 2 war die Dritte vom TSV 1860 beim ESV München nahe des Schlossparks Nymphenburg gefordert. Nach dem ersten Punktgewinn gegen den MTV München wollten die Löwen direkt nachlegen und weitere Zähler sammeln. Doch diese Ambitionen erhielten im ersten Durchgang einen Dämpfer. Beide Mannschaften nahmen am Spielgeschehen teil, das Tor gelang jedoch den Gastgebern. Joschka Fessler traf nach einer Viertelstunde per Freistoß sehenswert ins rechte Kreuzeck. Der TSV 1860 III tauchte immer wieder in der Hälfte des ESV auf, doch zahlreiche letzte Pässe landeten entweder im Niemandsland oder beim gegnerischen Torwart. Wenn es überhaupt einmal gefährlich wurde, dann vor dem Löwen-Tor. Doch zwingende Torchancen gab es dabei ebenfalls kaum und so ging es mit dem 0:1 aus weiß-blauer Sicht in die Kabinen.

In der Kabine hatte der Trainer offenbar die richtigen Worte gefunden, denn im zweiten Durchgang präsentierte sich die Dritte wie ausgewechselt. Deutlich zielstrebiger und engagierter traten die Löwen nun auf und belohnten sich für ihre Mühen. Salif Boubacar erzielte nach 59 Minuten den umjubelten Ausgleich. Der TSV 1860 III blieb weiter klar spielbestimmend, Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor des ESV München zu. Nach einer schönen Kombination erzielte Peter Lettenbauer per Kopf die vermeintliche Führung. Doch die Schiedsrichterin entschied auf eine Abseitsposition – eine umstrittene Entscheidung. Die Löwen probierten noch einmal alles, ein weiterer Treffer sollte allerdings nicht mehr fallen. So blieb es beim 1:1 zwischen den beiden Kontrahenten.

Kommenden Samstag empfängt die Dritte dann im Heimspiel die FT München-Gern. Anpfiff an der Sankt Martin Straße ist um 17:30 Uhr.

Nachwuchs hilft aus – Löwinnen führen Tabelle an

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Löwinnen des TSV 1860 beim Heimspiel gegen DG Ascheim

Die Löwinnen sind weiterhin stark: Erst gewannen die Spielerinnen der ersten Frauenmannschaft des TSV den Saisonauftakt, dann schlugen sie sich im Kreis-Pokal gegen die Bezirksligistinnen des SV 1880 München durch und am Samstagabend folgte der nächste Erfolg für die Elf von Mariano Frate.

Gegen die Sportgemeinschaft aus Aschheim holten die Frauen den nächsten Sieg. Damit sind sie nun an der Spitze der Kreisliga angekommen. Leistungen, die sich definitiv sehen lassen können. Und das, obwohl es an diesem Samstag zu einigen Ausfällen von Stammspielerinnen kam.

Löwinnen setzen auf den Nachwuchs aus der U17

„Wir haben auf viele Stammspielerinnen dieses Mal verzichten müssen, weil sie krank oder nicht da waren“, meint Frate gegenüber Sechzger.de. „Wir mussten heute auf junge Spielerinnen setzen und die haben das sehr gut gemacht. Das sieht man auch am Ergebnis.“ Schon beim Kreis-Pokal-Spiel stand die eigentliche U17-Torhüterin Lea Besslich für die Löwinnen im Tor.

Frate war sich des Potenzials von Besslich bewusst, die Entscheidung, sie fürs Erste ins Tor zu stellen, fiel ihm leicht: „Ich wusste, dass sie gut ist, denn ich habe letzte Saison alle Spiele der U17-Mannschaft gesehen.“ Aber auch außerhalb des Tors konnten sich die Nachwuchs-Löwinnen beweisen: „Lily Brown Winter, Ejona Rexhepi und Cintia Holp haben das heute alle sehr gut gemacht. Das sind Spielerinnen, die wir für die nächsten Jahre aufbauen werden. Wir wollen nicht nur eine Saison stark sein und planen auch nach vorne, damit die jungen Spielerinnen alle mit integriert werden.“

Weiterer starker Auftritt zu Hause

Trotz der Kälte und des andauernden Regens erspielten sich die Löwinnen eine klare Führung gegen die Mannschaft aus dem unteren Tabellenfeld. Bereits in der sechsten Minute konnten die Löwinnen jubeln – dank eines Eigentors der Gegnerinnen. Bevor der Halbzeit gelang es sowohl Lily Brown Winter als auch Lisa-Marie Städtler noch zu punkten. Für Städtler war das der erste Saisontreffer.

In der zweiten Halbzeit konnte auch Torschützenjägerin Kira Winter auf den Platz und drei Minuten nach Wiederanpfiff für die Löwinnen einen weiteren Treffer erzielen. Mit einem 4:0 hatten die Gastgeberinnen schon ziemlich sicher den Deckel drauf gemacht, der Heimsieg schien greifbar. So ließ sich die Mannschaft auch nicht durch eine rote Karte beunruhigen: Eine Aschheimerin gelang es in der 54. Minute, die Löwinnen-Defensive zu durchbrechen, den Abschuss verhinderte Leonie Lauth nur, indem sie die Spielerin am Trikot gen Boden zog. Ein klarer Fall für den Schiedsrichter.

Torhagel kommt zum Regen nur dazu

Weder das schlechte Wetter, noch die rote Karte sorgten für miese Stimmung neben dem Spielfeld. Mit dem direkt darauffolgenden Treffer von Stefanie Stepberger war der anhaltende Regen auch so gut wie vergessen. Es folgte ein weiteres Eigentor der Gegnerinnen in der 61. Minute. Den Schluss krönte schließlich Sarah Britzke mit einem Doppelpack. Erst schoss die Spielerin das 7:0 zur 84. Minute, drei Minuten später folgte auch schon ihr nächster Treffer.

Ein weiterer Erfolg für die Löwinnen, den der Anhang unter den Schirmen am Spielfeldrand fleißig besang. Auch wenn der Funke eher vom Spielerinnen auf die Zuschauenden überging als andersherum. So muss ein Heimspiel laufen. Auf die Löwinnen!

Giesinger Gedanken: von Tristesse und dem Marianengraben

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Endstand TSV 1860 München Dynamo Dresden 2 3 14 09 2024 Anzeigetafel Grünwalder Stadion

Den Trend fortführen wollte Trainer Argirios Giannikis mit den Löwen im Heimspiel gegen Dynamo Dresden. Das misslang – der TSV 1860 unterlag den Gästen am gestrigen Samstag nach 90 Minuten mit 2:3. Weniger die sportlichen Aspekte als vielmehr vereinspolitische Diskussionen bestimmen nach der vierten Niederlage die Kommentarbereiche. Die Spaltung unter den Fans – sie kann mittlerweile getrost mit dem Marianengraben verglichen werden.

Dynamo Dresden entführt die Punkte aus Giesing

Nach dem Schlusspfiff sanken die weiß-blauen Spieler erschöpft und vor allem enttäuscht auf den Rasen. In der Schlussphase hatte der TSV 1860 München endlich einmal alles reingeworfen und riskiert. Der Pfosten sowie mehrfach ein Bein eines Verteidigers aus Dresden verhinderten den 3:3-Ausgleich. Der Einsatz in den Schlussminuten kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Leistung wieder einmal nicht ausreichend war. Der Sieg für Dynamo Dresden war nach 90 Minuten durchaus verdient.

Grundsätzlich war ich – anders als bei vergangenen Spielen – gar nicht mal unbedingt sauer auf das Team. Am Einsatz lag es aus meiner Sicht gestern gar nicht unbedingt, der war in Ordnung. Vor allem in den bereits angesprochenenen Schlussminuten zeigten die Löwen, dass sie durchaus gewillt waren alles für das Unentschieden zu geben. Vielmehr frage ich mich einen Tag später, woran es stattdessen lag, dass Dynamo alle Punkte aus Giesing entführen konnte. Bernd wird das morgen in der Taktiktafel sicher fachmännischer beleuchten können, aber ein Fragezeichen setze ich für mich persönlich hinter den Trainer. Vermutlich braucht es auf dieser Position einfach eine Veränderung, um wieder mehr Erfolg auf dem Rasen zu haben. Das zeigt zum einen die saisonübergreifende Bilanz von Argirios Giannikis, zum anderen halte ich die Mannschaft für besser als drei Punkte nach dem Saisonstart.

Fünf Spiele sind nun also gespielt, vier Mal gingen die Löwen dabei leer aus. Besonders schmerzhaft ist der Fakt, dass alle drei Heimspiele verloren gingen. Saisonübergreifend war es der sechste Auftritt in Folge, bei dem im Grünwalder Stadion keine drei Punkte auf der Habenseite stehen. Es gab schon Zeiten, da hat es mehr Spaß gemacht zu einem Heimspiel zu gehen. Das nasskalte Wetter sorgte für den perfekten Rahmen der sportlichen Tristesse.

Man nehme eine Platikschaufel und den Marianengraben

Enttäuscht waren nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans auf den Rängen. Abends und am Tag danach bestimmen allerdings nicht sportliche Aspekte die Kommentarbereiche, sondern wieder einmal die Vereinspolitik, das Stadion oder die Verzögerung des Anpfiffs. Robert Reisinger, der Verwaltungsrat, Geschäftsführer Christian Werner, Trainer Argirios Giannikis oder auch Hasan Ismaik – in einigen Kommentaren heißt es es müssten einfach einmal alle weg. Was das bringen soll und wo der Sinn in diesen Forderungen steckt, erschließt sich mir nicht. Grünwalder Stadion – mei, das ist ja eh blöd, veraltet, eine Ruine, ungeeignet für die Löwen und überhaupt viel zu klein. Die Verzögerung vor dem Anpfiff wird auch gleich wieder feierlich genutzt, um es als Argument gegen den Standort Giesing anzuführen. Natürlich kennt man den eigentlichen Hintergrund des verspäteten Anpfiffs nicht, aber pauschal auf das Sechzgerstadion draufhauen geht schließlich immer.

Draufhauen kann man auch hervorragend auf die eigenen Fans. Die doofen Ultras sollten sich mal nicht so anstellen und auch hier wird wieder munter spekuliert, was das Zeug hält. Es handele sich wohl um eine Fahne, also vermutlich die mit dem durchgestrichenen Konterfei von Hasan Ismaik. Nach unseren Informationen stimmt diese Version der Geschichte nicht. Traurig ist aber in jedem Fall, wie Löwenfans auf die eigenen Anhänger losgehen. Von Verständnis oder Solidarität nicht der Hauch einer Spur – für die eigenen Fans! Traurig, aber wahr.

Nach der Mitgliederversammlung im Juni hieß es man müsse nun beginnen die Gräben zuzuschütten. Passiert ist seitdem nichts in der Hinsicht – aber die Niederlage gegen Dynamo zeigt auch, dass das ein vollkommen hoffnungsloses Unterfangen ist. Da könnte man den Verantwortlichen auch eine Plastikschaufel und einen großen Haufen Sand geben und sie neben den Marianengraben setzen. Das würde vermutlich schneller gehen, als bei Sechzig wieder eine Einigkeit unter den Fans herzustellen. So braucht es auch für die voran genannten Punkte keine Erklärungen oder Ausführungen – Argumente sind bei den verbohrten Meinungen ohnehin vergebene Liebesmüh.

So bleibt nach der vierten Niederlage nur die Erkenntnis: es wird wohl alles so bleiben, wie es ist. Für zeitweise Besänftigung kann nur sportlicher Erfolg sorgen. Er täuscht jedoch darüber hinweg, dass bei den Löwen im Hintergrund vieles im Argen liegt. Ich bezweifle momentan, ob dies jemals wieder repariert werden kann.

Pressekonferenz nach dem 2:3 gegen Dynamo Dresden: “Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht”

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Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel TSV 1860 München – Dynamo Dresden, das die Löwen bekanntlich mit 2:3 verloren, äußerten sich beide Trainer zum Spiel. Für 1860-Trainer Giannikis waren “zu viele einfache Fehler” ursächlich für die Niederlage.

Thomas Stamm: “Über weite Strecken sehr, sehr dominantes und sehr gutes Spiel von uns”

Wie üblich hatte der Gästetrainer das erste Wort. Thomas Stamm sah ein “über weite Strecken sehr, sehr dominantes und sehr gutes Spiel von uns”. Dennoch war der Dresdner Trainer auch mit einigen Dingen unzufrieden. Er monierte, dass sein Team in der ersten Halbzeit hätte “höher führen” müssen. Natürlich war er nicht glücklich über den geschenkten Ausgleich zum 1:1 für die Löwen. Sein Team sei gut aus der Pause gekommen, ging mit 3:1 in Führung und “dann stellen wir ein”, kritiserte Stamm. “Wir bringen den Gegner, eigentlich wie in der ersten Halbzeit, wieder zurück ins Spiel”, rügte Stamm seine Dynamos. Dass es am Ende nicht zum Ausgleich für 1860 reichte, war für Stamm “kein Glück”. Stattdessen sah er “die Art und Weise, wie wir das zum Schluss verteidigt haben” als Grund für den am Ende doch etwas glücklichen, aber letzendlich sicherlich verdienten Dresdner Sieg an. Der Dynamo-Coach schloss seine Ausführungen mit den Worten: “Wenn man es über die ganzen 90 Minuten sieht, hätten wir das Ding heute auch ruhiger nach Hause fahren können.”

Argirios Giannikis: “Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht”

Löwen-Trainer Giannikis bilanzierte, dass sein Team bei der 2:3-Niederlage insgesamt “über die 90 Minuten zu viele einfache Fehler” gemacht habe. Außerdem kritiserte er, dass die Löwen zu viele Ballverluste hatte und damit “Gegner zur Dominanz eingeladen” haben. Daran müsse er mit seiner Mannschaft weiter arbeiten. Auch im Pressing sah er “Unsauberkeiten” bei 1860. Immerhin attestierte er seinem Team, dass die “Moral gestimmt habe”. Giannikis hätte in der Summe gestern gerne einen Punkt mitgenommen. Auf die Frage von Uli Klenner vom Münchner Merkur, ob das “Spiel in Bezug auf die Leistung in Ingolstadt eine Weiterentwicklung oder ein Rückschritt war” antwortete Giannikis, dass seine Mannschaft “einfach zu viele Fehler gemacht” habe und es ein Rückschritt war, weil “man keine Punkte geholt” habe.

 

Lasche Löwen unterliegen Dynamo Dresden

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Lasche Löwen unterliegen Dynamo Dresden
Lasche Löwen unterliegen Dynamo Dresden

Wie das Wetter, so das Spiel… Der TSV 1860 München verliert sein Heimspiel gegen Dynamo Dresden verdient mit 2:3 (1:1). Im trostlosen Dauerregen von Giesing und bei winterlichen sechs Grad Außentemperatur hatten die Gäste das Spiel über weite Strecken im Griff. Die Partie hatte nach Problemen am Einlass der Westkurve eine halbe Stunde verspätet begonnen. In Fühung gingen dann die Gäste. Nach einem groben Patzer in der Dresdener Defensive glich Tunay Deniz vor der Pause aus zum 1:1. Aber nach einer ereignisreichen zweiten Halbzeit hieß es: Lasche Löwen unterliegen gegen Dresden und zwar mit 2:3. Den Live-Ticker mit allen Szenen zum Nachlesen gibt es hier

Tiefer Boden – beide tasten sich ab

Die Hausherren gingen mit 30 Minuten Verspätung auf tiefem, aber auf jeden Fall bespielbarem Untergrund, eigentlich mit breiter Brust ins Spiel. In den ersten Minuten tasteten sich beide Seiten ab, aber dann übernahm Dresden das Zepter. Auf die ersten zwingenden Chancen mussten die 15.000 Zuschauer aber einige Zeit warten. Schifferl klärte nach 20 Minuten auf der Linie. Auf der anderen Seite brachte Frey zu wenig Druck hinter den Ball.

Dresdner Druck und das 0:1

Der Dresdner Druck wurde immer größer und die Münchner konnten sich kaum mehr aus der eigenen Hälfte befreien. Das 0:1 fiel dann etwas kurios. Batista Meier zog aus 17 Metern ab, traf den Ball aber nicht richtig, sodass dieser flach in Richtung langen Pfosten trudelte, wo Menzel einfach nur den Fuß reinhalten musste. Der Ausgleich fiel aus dem Nichts. An der eigenen Eckfahne waren sich die Gäste nicht einig und der Ball kam zu Tunay Deniz ans Strafraumeck, der ins leere Tor einschob.

Löwen mit dem Kopf in der Kabine

Dresden kam druckvoll aus den Katakomben und drückte auf die neuerliche Führung. Münchens große Liebe ließ sich erneut in der Defensive einschnüren und kassierte folgerichtig nach einem groben Stellungsfehler und einem langen Ball der Gäste das 1:2 durch Meißner. Nach dem 1:3 schienen die Löwen bereits geschlagen. In der Defensive stimmte es bei Menzels zweitem Treffer ganz und gar nicht – es hätte nur noch gefehlt, dass die TSV-Abwehr bei den Dresdner Kombinationen Beifall klatscht.

Guttau bringt Löwen zurück ins Spiel

Doch die Moral der Hausherren stimmte und nach drei Wechsel und einigen Minuten Eingewöhnungszeit passte auch die Abstimmung im Team wieder besser. So konnte Julian Guttau nach einem Vorstoß über den rechten Flügel den zweiten Ball zum 2:3 in die Maschen nageln. Die Gäste hatten das Spiel weiterhin im Griff, doch die Löwen waren nun wacher und kämpften. Kozuki und Hobsch, die beide nach einer Stunde aufs Feld gekommen waren, belebten das Offensivspiel deutlich.

Löwen bemüht – Dresden auf Sicherheit

Die Münchner waren nun offensiv bemühter, doch Dresden konnte sich darauf ausruhen, hinten sicher zu stehen und vorne auf die Patzer der Löwen-Defensive zu warten. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Guttau in der 81. Minute, er setzte aber einen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position knapp neben den Pfosten, dann scheiterte aus elf Metern in aussichtsreicher Position am Dresdner Keeper. Die Löwen stürmten nun und drückten auf den Ausgleich, am Kampfgeist fehlte es jedenfalls nicht. Beinahe hätten die Münchner dabei wieder ein 45 Meter Gegentor kassiert, doch Vollath verhinderte dies letztlich noch knapp. Am Ende fehlte auch das Glück, denn in der Nachspielzeit verhinderte der Pfosten den Ausgleich für Sechzig. Dann rettete Dresden sogar zwei Mal auf der Linie. Doch die starke Schlussoffensive darf nicht über die ersten 75 Minuten hinwegtäuschen.

Dresden bringt Führung über die Zeit

Letztlich brachte Dresden die Führung mit viel Glück über die Zeit und sicherte sich verdiente drei Punkte. Die Münchner Löwen sind hingegen am kommenden Wochenende in Bielefeld wieder unter Druck…