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Vor Winterpause: TSV 1860 U21 empfängt TSV Kottern

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Dulic Sean TSV 1860 U21

Als Spitzenreiter startet die 2. Mannschaft der Löwen den bevorstehenden Spieltag, der für die Elf von Trainer Felix Hirschnagl gleichzeitig der letzte vor der Winterpause ist. Am Freitag um 19 Uhr empfängt die U21 des TSV 1860 den TSV Kottern auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114.

TSV 1860 U21 empfängt TSV Kottern

Keine Frage: Die Amateure übertreffen alle Erwartungen und haben sich die Platzierung durch teilweise herausragende Leistungen redlich verdient. Keine Selbstverständlichkeit, zumal Felix Hirschnagl zahlreiche Verletzte zu beklagen hat, die zum Teil über Monate hinweg nicht zur Verfügung standen und stehen.

Zum fußballerischen Abschluss des Kalenderjahres 2024 empfängt die U21 des TSV 1860 am morgigen Freitagabend den Tabellenfünften TSV Kottern in Giesing. Durch die doch relativ kurzfristige Verlegung, um einem Parallelspiel mit den Profis zu entgehen, und die Änderung des Spielorts erhofft man sich bei den Löwen einige Zuschauer mehr. Mannschaft und Trainer hätten sich durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient.

Torreiche Gäste aus dem Allgäu

Mit dem TSV Kottern gastiert ein unangenehmer Gegner an der Grüwalder Straße, der jederzeit für eine Überraschung gut ist. Die letzten Ergebnisse der Allgäuer (2:3, 3:2, 2:2, 1:3, 4:2, 2:4) lassen zudem darauf schließen, dass sie zwar stets für ein Tor gut sind, sich die Defensive aber auch alles andere als sattelfest präsentiert. Im Hinspiel im August gelang den jungen Löwen durch Treffer von Dulic, Leone und Moumou ein überzeugender 3:0-Auswärtssieg in der ABT-Arena.

Herausragender Akteur beim TSV Kottern ist Mittelfeldspieler und Kapitän Matthias Jocham, der in 19 Partien der laufenden Saison bereits zehn Treffer erzielte. Ihn in den Griff zu bekommen, dürfte eine der Hauptaufgaben für die U21 werden. Mögliche Abstellungen von und zu den Profis sind noch nicht bekannt. Es könnte jedoch gut sein, dass Eliot Muteba, der zuletzt zwei Tore für die 2. Mannschaft erzielte, auch diesmal wieder dabei ist. Sean Dulic (siehe Titelbild) hingegen ist nach der Verletzung von Jesper Verlaat ein möglicher Kandidat für Argirios Giannikis.

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH &CO. KGaA

Heute vor 20 Jahren: Alemannia Aachen – TSV 1860 5:1

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Auswärts in Aachen? Da war doch was… Letzten Samstag holten die Löwen am (neuen) Tivoli einen glücklichen Punkt. Genau heute vor zwanzig Jahren trat der TSV 1860 – damals noch am alten Tivoli – ebenfalls in der Kaiserstadt an. Und kam gewaltig unter die Räder. Obwohl es danach zunächst gar nicht aussah.

Fußballerweisheit

Wer eins-null führt, der meist verliert lautet eine bekannte, aber keineswegs empirisch belegte Fußballerweisheit. Und doch kann gewiss jeder Fan mindestens ein Spiel in seiner persönlichen Biographie benennen, auf das diese Aussage zutrifft. In der Regel sogar mehrere. Wenn das eigene Team aber nach eigener Führung dann gleich noch fünf Buden kassiert, dann bleibt das definitiv im Gedächtnis. Für den Auftritt der Löwen am Sonntag, den 28. November 2004 in Aachen gilt das auf jeden Fall. Nicht zuletzt aufgrund der Folgen, die das Spiel dann noch nach sich zog.

Nur der Aufstieg zählt

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Mai 2004 startete eine runderneuerte Löwenmannschaft unter ihrem neuen Trainer Rudi Bommer ein wenig holprig, aber nicht völlig enttäuschend in die erste Saison in der harten Zweitligarealität. Freilich genügten dem anspruchsvollen Umfeld angesichts der Forderung nach dem sofortigen Wiederaufstieg die bis Ende November erreichten fünf Siege und fünf Unentschieden keineswegs. Außerdem offenbarten vier Niederlagen in der Liga und ein durchaus peinliches DFB-Pokal-Aus in der 2. Runde gegen den Ligakonkurrenten Eintracht Trier, dass das mit der Rückkehr ins Oberhaus kein Selbstläufer werden würde. Und der war eigentlich Pflicht, wollte man doch im Sommer 2005 in die neu gebaute Allianz Arena auf keinen Fall als grauer Zweitligist einmarschieren. So ging es heute vor zwanzig Jahren also als Tabellenfünfter zum zu diesem Zeitpunkt schon fünf Punkte entfernten Vierten nach Aachen.

Auf den Support der Löwenfans ist das spätere Endergebnis am Tivoli nicht zurückzuführen

Ein Traumfreistoß zur Führung

Die 19.300 Zuschauer im alten Tivoli staunten nicht schlecht, als der erst zwei Minuten zuvor verletzungsbedingt eingewechselte Jiayi Shao mit einem direkten Freistoß aus rund 30 Metern das 1:0 für die Löwen erzielte. Roman Tyce hatte wegen einer Knieverletzung frühzeitig den Platz verlassen müssen. In der Folge dominierten die Löwen sogar das Spiel und erarbeiteten sich Chancen auf das 2:0. Das nächste Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: Der damals 22-jährige Simon Rolfes erzielte mit einem Heber den Ausgleich. Weitere fünf Minuten später hatten die Gastgeber die Partie gedreht. Der gebürtige Münchner Alexander Klitzpera traf nach einer Ecke per Kopf zum 2:1. Die Löwen waren nun völlig von der Rolle und kassierten folgerichtig sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff auch noch ein drittes Tor: Erneut nach einer Ecke überwand Eric Meijer Keeper Hofmann.

Guter Start: Gleich fällt das 1:0 für die Löwen…

Am Ende ein Debakel

Sechzig fand in der zweiten Halbzeit nicht mehr zurück ins Spiel, erarbeitete sich keine eigenen Chancen, ließ aber noch zwei weitere Treffer für die Alemannia zu, sodass unter dem Strich ein Debakel stand. Kai Michalke (62.) und Thomas Stehle (75.) sorgten für ein deutliches, aber durchaus verdientes 5:1 für die Gastgeber. Der angereiste Löwenanhang war bedient.

Entlassung von Rudi Bommer erst sechs Tage später

Dass bis zur – im Umfeld schon eine Weile geforderten – Entlassung von Rudi Bommer noch sechs Tage vergingen und Co-Trainer und Nachfolger Reiner Maurer nur zwei Tage zur Vorbereitung auf das folgende Montagabend-Spiel gegen Greuther Fürth blieben, dokumentiert die – vorsichtig ausgedrückt – etwas chaotische Situation bei Münchens großer Liebe zur damaligen Zeit. Mit dem Abstand von zwanzig Jahren kann man heute festhalten, dass der sympathische Aschaffenburger das erste Opfer in einer sehr langen Reihe von Aktiven beim TSV 1860 war, das an dem verzweifelten Versuch scheiterte, den Verein nach dem Abstieg 2004 zurück in die Bundesliga zu führen.

Die Aufstellung der Löwen

Rudi Bommer schickte am 28.11.2004 in Aachen folgende Mannschaft des TSV 1860 aufs Feld im Tivoli:

Hofmann – Cerny, Komljenovic, Frühbeis, Bulut (39. Schäfer) – Lehmann, Baier, Tyce (8. Shao), Lepoint – Kolomaznik, Krontiris (65. Agostino)

Tore:
0:1 Shao (8.)
1:1 Rolfes (23.)
2:1 Klitzpera (28.)
3:1 Meijer (38.)
4:1 Michalke (62.)
5:1 Stehle (75.)

Fotos: Wolfgang Budack

Sechzig um Sieben: Verlaat-Ausfall und neuer Coach bei TSV 1860 III

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Ein weiterer Morgen, eine neue Ausgabe von „Sechzig um Sieben“. Auch gestern war wieder einiges los: Mehrere Redakteure erinnern sich an den Derbysieg vor 25 Jahren, während die Nachricht von einer Zwangspause Jesper Verlaats bekannt gegeben wurde. Außerdem sucht die dritte Mannschaft der Löwen nun nach einem neuen Coach.

Derbysieg am 27. November

Ich war noch zu jung, um mich an den legendären Derbysieg vom 27. November 1999 zu erinnern. Dafür haben aber einige Redakteure und ein Gast-Autor ordentlich in die Tasten gehauen, um dem besonderen Tag zu gedenken. Christian Jung bringt einen gröberen Überblick, während Stefan Kranzberg erklärt, warum er eigentlich keine Ahnung von Blair Witch Project hat.

Thomas Enn gibt eine alte E-Mail an zwei Freunde zum Besten, in der der damalige Tag fast schon historisch dokumentiert wird. Auch der Gastbeitrag von Michael Stoffl soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, zumal der Autor ordentlich leiden musste. Tränen hingegen vergoss Thomas Meiler, der das Spiel noch heute auf VHS besitzt.

Jesper Verlaat fehlt bis zur Winterpause

Wie der TSV 1860 am Mittwochnachmittag bekannt gab, wird der Kapitän der Löwen, Jesper Verlaat, bis Weihnachten nicht spielen können. Grund dafür ist laut AZ eine Muskelverletzung, der Verein selbst geht darauf jedoch nicht genauer ein. Geschäftsführer Christian Werner sagt im Statement der Münchner: „Wir wünschen Jesper eine schnelle Genesung und eine baldige Rückkehr auf den Trainingsplatz. Jesper hat bisher eine sehr gute Saison gespielt und ist als Kapitän vorangegangen. Ich bin überzeugt, dass unsere Führungsspieler und das gesamte Team alles daran setzen werden, den Ausfall bestmöglich zu kompensieren.“

Dritte Mannschaft entlässt Trainer Lulzim Kuqi

Wie FuPa berichtete, wurde der Trainer der dritten Mannschaft des TSV 1860 nach der Niederlage gegen Solln entlassen. Lulzim Kuqi war einst Co-Trainer der Vierten, bevor er schließlich sein Amt bei der Dritten antritt. Er führte das Team 2022/23 von der Kreisklasse in die Kreisliga. Jetzt, nach fünf Spielzeiten bei den Münchner Löwen, ist damit aber Schluss. Einen Nachfolger für sein Amt gibt es laut Medienberichten noch nicht.

Und sonst so?

  • Der SV Wacker Burghausen ist auf Trainersuche. Im Visier sollen dabei drei alte Bekannten der Sechzger stehen: Sascha Mölders, Stefan Reisinger oder Uwe Wolf. Einer dieser drei könnte das Amt des ehemaligen Cheftrainers Robert Berg übernehmen.
  • Beim VfL Osnabrück bleibt die Lage auch weiterhin wackelig. Zu allem Überfluss ging nun auch eine dicke Erkältungswelle bei dem Verein um, betroffen waren sowohl Spieler als auch der Trainer Pit Reimers. Bald müsse man „Taten folgen lassen“, wird der Coach von Liga3-online zitiert. Diese wird der Verein auch brauchen, um sich in der Liga zu halten.

Derbysieg vor 25 Jahren: Tränen der Erinnerung

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Olympiastadion München TSV 1860
Olympiastadion_München_20210507

Für mich gibt es nur wenige Spiele im Olympiastadion, an die ich mich noch erinnern kann, beziehungsweise will. Das war ein klares 2:5 gegen VfB Stuttgart mit der wohl besten Stimmung im weiten Rund oder eben der erste Sieg gegen den anderen Verein in München nach dem Wiederaufstieg. Was am 27. November 1999 passierte, werde ich sicherlich nicht mehr vergessen. Als Thomas Riedl in der 85. Minute endlich das Siegtor zum 1:0 für die Löwen schoss, liefen selbst mir Tränen über das Gesicht. Noch heute sind es Tränen der Erinnerung.

Wann fällt endlich das Tor?

Es war ein einseitiges Derby. Wir hatten Chancen um Chancen und hätten das Spiel im ausverkauften Stadion eigentlich schon viel früher entscheiden müssen. Je länger das Spiel dauerte, umso weiter schlich sich die Befürchtung bei mir ein, dass die Rückfahrt mit dem Wochenend-Ticket und den Roten im Zug wieder einmal unerträglich werden könnte. Denn wer so viele Möglichkeiten wie Sechzig an diesem Tag vergab, fängt sich am Ende noch eins ein. Doch das war dieses Mal nicht so. Thomas Riedl sei Dank. Und die Frage: “Wann fällt endlich das Tor?” wurde in der 85. Minute Gott sei Dank für uns beantwortet.

Die Zeit vergeht

Noch heute kommen mir ab und an in der Rückschau Tränen der Erinnerung. Der Tag war an sich perfekt. Die Hinfahrt mit Gleichgesinnten mit dem Bummelzug übers Land. Das ein oder andere Bier machte das Oly und die rote Brut um einen herum erträglich und am Ende gab es dann den heiß ersehnten Sieg. Wenn ich heute im damaligen Pane et Circencis – mein Fanzine, das ich damals immer zum Saisonende herausbrachte, schmökere, merke ich schon, dass ich nun ein paar Jahre älter geworden bin.

Titelbild Pane et Circencis aus der Saison 99/00
Titelbild Pane et Circencis aus der Saison 99/00

Die Zeit vergeht teilweise wie im Flug. Leider auch derzeit, was die Leidenschaft und das Interesse an 1860 angeht. Vielleicht liegt es an der Entfernung, denn seit ein paar Jahren lebe ich in Schweden und verfolge Sechzig nur mehr aus der Entfernung. Vielleicht liegt es aber auch an dem ewigen Stillstand, den Grabenkämpfen und Erpressungen sowie an der Perspektivlosigkeit und Abhängigkeit vom Kreditgeber. Sechzig war immer mehr für mich. Jetzt bin ich am Samstagnachmittag tausendmal lieber Fußballtrainer, als dass ich mir ein Spiel im Fernsehen antue.

Das fehlt heute

Hätte ich das damals im Olympiastadion nach dem Derbysieg auch gedacht? Ich glaube nicht. Auch wenn vor 25 Jahren Sechzig durch den Umzug in die Schüssel und den Kämpfen gegen den Größenwahn Wildmosers auch keine Ruheoase war. Aber es war trotzdem anders. Man hatte immer das Gefühl, dass es sich lohnt. Das fehlt heute. Trotzdem werde ich mir sicherlich heute noch mit meinen Kindern das Spiel auf der alten VHS-Kassette zu Gemüte führen und dann werden sicherlich auch wieder Tränen der Erinnerungen kullern.

Derbyberichte im Pane et Circencis Saison 99/00
Derbyberichte im Pane et Circencis Saison 99/00

Muskelverletzung: Fehlt Jesper Verlaat den Löwen mehrere Wochen?

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Jesper Verlaat

Drei Ligaspiele ohne Niederlage und mit nur einem (Elfmeter-)Gegentor stehen bei den Löwen zuletzt zu Buche. Nun die Hiobsbotschaft: Laut AZ wird Kapitän Jesper Verlaat dem TSV 1860 aufgrund einer Verletzung für mehrere Wochen fehlen.

Fehlt Jesper Verlaat den Löwen mehrere Wochen?

Wie die Zeitung in Erfahrung gebracht hat, erlitt der Innenverteidiger im Training am Dienstag eine Muskelverletzung und wird dem TSV 1860 bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.

Auch wenn der 28-Jährige durchaus gelegentlich in der Kritik stand, so zeigte er auch in der laufenden Saison des Öfteren starke Leistungen und wurde vom kicker bereits fünf Mal für die Elf des Spieltages nominiert. Ligaweit gelang dieses Kunststück bisher nur dem Niederländer sowie Torhüter Elias Bethke von Energie Cottbus.

Gastbeitrag Michael Stoffl: Derbysieg im Fieberwahn

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Löwenfan und Buchautor Michael Stoffl
Michael Stoffl, Löwenfan und Autor des Buchs "In 90 Minuten um die Welt"

Ob Madagaskar, Nordkorea oder Saudi-Arabien – Michael Stoffl ist in den vergangenen Jahren ganz schön rumgekommen. Auch wenn er den Begriff “Groundhopping” für seine Leidenschaft ablehnt, so stellt der Fußball doch oft das zentrale Thema seiner Reisen dar. So war er vor einigen Jahren der einzige Fan aus Deutschland, der die Amateure des TSV 1860 zu einem Turnier nach Indien begleitete. Eine Kurzversion seiner Eindrücke gibt es auf sechzger.de zu lesen, ausführlicher in seinem Buch In 90 Minuten um die Welt. Heute erinnert sich der Wahl-Berliner daran, wie er den legendären Derbysieg vor 25 Jahren erlebte.

Michael Stoffl: Derbysieg im Fieberwahn

Ich habe viele Derbys live im Olympiastadion miterlebt, aber ausgerechnet zu unseren beiden Siegen in der Saison 1999/2000 war ich nicht persönlich anwesend. Ob ich also dafür verantwortlich bin, lassen wir mal dahingestellt. Erst am Vortag des 27. November 1999 war ich von einer Rucksack-Rundreise durch die Philippinen nach München zurückgekehrt: ziemlich geschlaucht, mit leichtem Fieber und Kopfschmerzen. Anstatt also ins kalte Oly zu tingeln, zog ich es vor, das Spiel in einem Wirtshaus nahe des Rotkreuzplatzes in Neuhausen zu verfolgen – fußläufig von meiner damaligen Wohnung.

Mir ging es echt nicht gut, was sich alleine dadurch schon manifestierte, dass ich mit nur drei Hoibe während der gesamten Partie einen persönlichen Saison-Minusrekord aufstellte. Es war alles einfach nur anstrengend. Als ob die Anspannung hinsichtlich des Spiels nicht schon ausgereicht hätte, quälte ich mich gleichzeitig selbst, um bei Bewusstsein zu bleiben. Dann fiel kurz vor Ende das erlösende 1:0 und wie alle anderen sprang ich auf und versank ein paar Minuten im Jubeltaumel.

Schlusspfiff als Erlösung – und Beginn der Leidensgeschichte

Der Schlusspfiff war eine Erlösung. Endlich Schluss. Ab nach Hause, ab ins Bett. Kein Halli-Galli, kein Durchfeiern die ganze Nacht. Die Freude war zwar da, ich konnte sie aber nicht Ausleben. Und es wurde nicht besser. Das Fieber stieg und so auch die pochenden Kopfschmerzen. Und bei Schlafmangel setzen dann auch bald leichte Halluzinationen ein. Sechzig hat das Derby gewonnen! Oder bilde ich mir das jetzt nur ein? Kurzer Blick in den Teletext: Es war tatsächlich so. Bis Montagmorgen war an Schlaf nicht zu denken.

Telefonisch erreichte ich dann meinen Hausarzt, der mir nach Schilderung meiner Symptome und Reise-Vorgeschichte riet, mich gleich direkt zu den Spezialisten zu begeben: Schwabinger Krankenhaus, tropenmedizinische Abteilung. Ich kam direkt auf die Isolierstation. Dort, wo es Einzelzimmer und doppelte Sicherheitstüren gibt, und die Pflegekräfte nur in Ganzkörper-Schutzanzügen zur Visite kommen. Gruselig. Malaria, Dengue-Fieber, Bilharziose, Enzephalitis, Tollwut – an alles war zu denken. Nach drei Tagen und zahlreichen Tests und Untersuchungen war dann klar: Es handelte sich zum Glück “nur” um das Pfeiffersche Drüsenfieber. Nicht unbedingt tödlich, aber trotzdem schlimm genug. Das könne nach ein paar Monaten überwunden sein oder mich ein Leben lang begleiten. Das könne man jetzt noch nicht sagen. Ich hatte letztendlich Glück. Nach sechs Monaten Schongang war ich wieder einigermaßen auf den Beinen. Allerdings verpasste ich dadurch auch den zweiten Derbysieg der Saison im darauffolgenden April. Sehr schade. Und falls es jetzt doch an mir gelegen haben sollte: Dieses Opfer habe ich gerne gebracht.

E-Mail nach dem Derbysieg 1999

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Derbysieg 1999 Email

Der Derbysieg des TSV 1860 München gegen den ewigen Rivalen aus der Seitenstraße am 27.11.1999 war nach der Geburt meines Sohnes der zweitschönste Tage meines Lebens. Am authentischsten gibt die Ereignisse diesen wunderbaren Tages wohl eine E-Mail wieder, die ich – wohl noch schwer unter Restalkohol stehend – am Montag nach dem 1:0 der Löwen an meine Freunde Philipp und Roman schrieb. Beide waren Jahreskartenbesitzer, die sich zu diesem Zeitpunkt auf Auslandssemestern befanden.

Die E-Mail an die “Exil-Löwen” nach dem Derbysieg 1999

Liebe Exil-Löwen,

da es Euch nicht vergönnt war, am 27.11.1999 bei uns zu sein, möchte ich Euch diesen Tag nochmals schildern.

Alles begann um 11:00h in Untergiesing im P48 (einer Super-Boazn). Stefan, Felix, Nico, Petra und ich hatten uns zum Weißwurstfrühstück verabredet. Das Frühstück wurde von feinster Musik aus der Jukebox mit Weltniveau untermalt. Einige Beispiel The final Countdown, It’s a long way to the top, burning heart und nicht zu vergessen die Heavy-Metal-Version Löwenstark, die mehrmals aus den Lautsprechern erschallte. Uwe, der Wirt, gibt uns Fahrtbier zum Löwenpreis mit und wir brechen ein erneutes Mal auf, um unsere Löwen wenigstens zu unterstützen im Kampf gegen die Roten [im Originaltext steht ein Wort , das mit H beginnt].

Uli, der eine Konkurrenzveranstaltung zu unserem WWF bei sich daheim abhielt und versprochen hatte, früh ins Stadion zu kommen, taucht gegen 15:10h mit einer Menge von Leuten auf, die alle noch in den Block gedrückt werden müssen. Mein Vater steht vor mir mit seiner blauen Jacke, die er nach eigenen Angaben nur trägt, weil sie rotes Innenfutter hat. Das Spiel beginnt und die Unaussprechlichen sind leicht überlegen die ersten zehn Minuten. Aber dann legt der TSV los. Mit ungeahnten Kombinationen beginnen sie die Trottel unter Druck zu setzen. Der Höhepunkt ist zwischen der 25. und 30. Minute erreicht. Die Löwen treffen Latte und Pfosten innerhalb von fünf Minuten. Das Gehirn eines Löwenfans beginnt zu denken: nicht schon wieder! Warum nur?

Halbzeit. Die Gespräche ranken sich nur um eins. Wieder besser, wieder nicht gewonnen.

Bayern kommt etwas aggressiver in die Halbzeit, aber nach fünf Minuten zaubern die Löwen wieder. Dann die 57. Minute: Man hört zum ersten Mal die Roten. “Wir woll’n Euch kämpfen sehen”, schreien sie. Verwunderung darüber im Löwenblock, man reagiert mit dem längst überfälligen “und ihr wollt deutscher Meister sein?”. In der 64. Minute haut Tapalovic den Ball links alleine freistehend vorbei nach Traumzuspiel von Häßler. “Wenn nicht heute, wann dann???”, schießt es durch meinen Kopf. “Es ist schon eine Ungerechtigkeit, so ein Spiel nicht zu gewinnen oder gar noch durch ein Jancker-Tor in der 93. Minute zu verlieren.”

Dann kommt sie, die 85. Minute. Max legt per Querpass für Thomas Riedl auf. Der drischt den Ball unhaltbar ins Tor. Hitzfeld wird nach dem Spiel seinen Fußballunsachverstand preis geben und diesen Sonntagsschuss als Glücksschuss verunglimpfen. Ich fordere, ihn deswegen mindestens drei Spiele zu sperren! Beim Jubel falle ich so unglücklich, dass sich mein Kopf einige Male um die Achse dreht und mir der Rücken weh tut. Scheißegal!!!

Die letzten fünf Minuten sind von einer unheimlichen Hektik im Block geprägt. Jeder singt irgendein Lied vor sich hin, es ist unglaublich laut und unglaublich unkoordiniert. Jedes Mal, wenn Bayern an den Ball kommt, herrscht blanke Angst im Block und alle schreien. Aber Bayern hat nicht mal eine Torchance, als der schlechte Schiri Heynemann (hätte Effenberg vom Platz stellen müssen) abpfeift.

Das Stadion tobt, die Löwen tanzen Polka im Mittelkreis und ich habe Tränen in den Augen, als Thomas Riedl auf den Schultern in die Kurve getragen wird. Wir bleiben noch über ein halbe Stunde im Stadion, wo der Löwe tanzt. Danach wieder ins P48. Ganz Untergiesing ist auf den Beinen, in jeder Kneipe tanzen die Leute und man hört viele Löwengesänge. Das P48 selbst steht Kopf. Wir bestellen Fürst Metternich zur Feier des Tages und funktionieren den Freiraum vor der Dartmaschine kurzerhand zur Tanzfläche um. Dann das Spiel in ran, ein Hochgenuss.

Nach dem P48 geht’s zum Schinken Peter nach Obergiesing, wo Petras Oma Geburtstag feiert. Wir wählen den Weg am Grünwalder Stadion vorbei und verharren in Andacht. In Obergiesing lädt uns ein Rentner, der einen Weihnachtsbaum und einen Löwenschal an seinem Wohnzimmerfenster befestigt hat, mit den Worten “Kommt’s nei auf an Kasten. Wir ham was zu feiern” ein. Wir schlagen aus. Warum?

Im Schinken Peter ist ein Akkordeonspieler, der uns den Löwenmarsch vorspielt. Es stellt sich heraus, dass er Bayern-Fan ist, alle Spiel der Roten der Saison 54/55 gesehen hat. Dann redet er mit Stefan über die verzogene Jugend, bis Stefan in anschreit: “Die Jugend ist mir scheißegal! Ich bin 30!” Wenig später schläft er alkoholbedingt ein.

Wir nicht – wir gehen ins Titanic City, unseren neuen Lieblingsschuppen und feiern bis ins Morgengrauen bei mehreren tausend Goaß’n Mass und Tequila.

Dass der Nockherberg abgebrannt ist, ist nur eine Randnotiz an so einem Tag.

Löwen, wir sind stolz auf Euch!

Epilog

Dieser Tag war wirklich Wahnsinn! Ich bin sehr froh, dass ich den Derbysieg 1999 im Stadion miterleben durfte. Es gab Zeiten in meinem Leben, da habe ich in weniger schönen Momenten die Augen geschlossen und die Flugbahn des Schusses von Thomas Riedl vor meinen Augen gesehen und der Rest war wurscht. Ich hoffe, dass es jüngeren Löwenfans vergönnt sein wird, ein ähnliches Erlebnis zu haben. Auch, wenn wir aktuell sportlich davon Welten entfernt sind!

Derbysieg vor 25 Jahren: Größer als das Blair Witch Project

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Tsv 1860 Fc Bayern Derby Derbysieg 1999 Olympiastadion

Ein Vierteljahrhundert ist das schon wieder her? Wahnsinn! Thomas Riedl machte sich damals unsterblich und ich kenne auch 25 Jahre später die Handlung von Blair Witch Project noch nicht. Aber alles der Reihe nach…

Das lange Warten auf einen Derbysieg

Im November 1999 war ich 21 Jahre alt, beim bis dahin letzten Derbysieg der Löwen gegen den FC Bayern im November 1977 war ich noch nicht auf der Welt. Der TSV 1860 war in der Zwischenzeit ein paar Mal nahe dran, den übermächtigen Lokalrivalen zu bezwingen – geklappt hatte es in all den Jahren nicht.

Nach zwölf Spieltagen der Saison 1999/2000 lagen die Löwen auf einem beachtlichen 7. Platz, der FC Bayern war – wen wundert es – Tabellenführer der Bundesliga. Die Rollen waren klar verteilt, alles würde laufen wie immer. Ich muss zugeben, dass ich alles andere als zuversichtlich war, als ich bereits morgens von meinem damaligen Wohnort im Landkreis Freising nach München aufbrach. Wie hätte es auch anders sein sollen? Sechzig hatte in der Vorwoche 0:3 in Duisburg verloren, die Roten hingegen den SC Freiburg mit 6:1 aus dem Olympiastadion geschossen. Zu allem Überfluss war auch noch Trainer Werner Lorant für das Derby gesperrt, Peter Pacult musste ihn auf der Bank ersetzen.

Eine verhängnisvolle Verabredung fürs Kino

Vier Unentschieden im Derby hatte ich bis zu jenem schicksalhaften 27.11.1999 live miterlebt, sonst ausnahmslos Niederlagen. Aber was solls, nicht hingehen war ja auch keine Lösung, obwohl sich mir schon beim Gedanken an so viele Bayernfans auf einem Haufen die Faust in der Tasche ballte. Und die Vorstellung, dass die um ca. 17.20 Uhr etwas zu Feiern hätten, kotzte mich schon Stunden vorher gewaltig an. Unerträglich!

Also verabredete ich mich bereits vormittags per Handy (ja, die gabs damals schon!) mit ein paar Freundinnen und Freunden fürs Kino am späten Abend. Leute, die mit einer Ausnahme nichts mit Fußball am Hut hatten – und die Ausnahme war eine Blaue und vorher mit mir im Stadion. Blair Witch Project stand auf dem Programm, für den Horror nach dem Horror. Aber es sollte bekanntlich alles ganz anders kommen…

Wir hatten sie besiegt. Endlich.

Sechzig kämpfte, Sechzig dominierte, Sechzig spielte sich eine Chance nach der anderen heraus, scheiterte aber wiederholt am Aluminium oder am eigenen Unvermögen. Spätestens als Filip Tapalovic aus kürzester Distanz das leere Tor verfehlte, war klar, dass die Roten das Spiel durch ein Glückstor gewinnen würden.

Aber diesmal nicht. Diesmal nicht. In der 85. Minute versetzte Thomas Riedl das blaue München in Ekstase, die Nordkurve explodierte, so etwas habe ich selten erlebt. Unfassbare Emotionen! Danach: Zittern, Beten, Durchhalten. Mit dem Abpfiff fiel alles ab, Erleichterung, Freudentränen, grenzenlose Euphorie. Wir hatten sie besiegt. Endlich. Endlich. Wir hatten sie besiegt. Endlich.

Blair Witch Project – das große Mysterium

Während ein Großteil meiner Stadionfreunde nach Giesing fuhr, um dort den Derbysieg zu feiern, besorgten wir uns noch ein paar Siegesbierchen und stiegen in die S-Bahn. Ihr wisst ja: das Kino wartete. Zum Glück reichte die Zeit bis zum Filmbeginn, um den Triumph in einer Kneipe in Freising noch ordentlich zu begießen. So ordentlich, dass ich es zwar noch ins Filmtheater meiner Wahl schaffte, aber bis heute keine Ahnung habe, um was es bei Blair Witch Project wirklich geht.

Zugegebenermaßen habe ich mir nun in Vorbereitung auf diesen Artikel mal den Wikipedia-Eintrag des Films durchgelesen, bin mir aber sicher, dass die Handlung nicht mal ansatzweise so spannend ist wie dieses Fußballspiel, das am 27. November 1999 im Olympiastadion München stattfand.

Road to Derbysieg – Fünf Jahre Warten

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Ein ganz wichtiger Effekt des Bundesligaaufstiegs 1994 war für meine Löwenfan-Generation die Möglichkeit, nun endlich Bundesliga-Derbys gegen den großen Rivalen aus der Seitenstraße persönlich miterleben zu dürfen. Abgesehen von den Bayernligaspielen gegen deren Zweitvertretung auf Giesings Höhen hatte ich selbst nur ein Testspielderby („Freundschaftsspiel“ trifft es wohl kaum) 1991 im Olympiastadion live gesehen. Das letzte Pflichtspielderby 1981 lag noch vor meiner aktiven Stadionzeit. Bis zum ersten selbst miterlebten Derbysieg sollte es aber noch eine ganze Weile dauern.

Ab Herbst 1994 endlich wieder Derbys

Ab September 1994 pilgerten wir Löwenfans also zweimal jährlich zum Lokalderby ans Oberwiesenfeld – stets voller Hoffnung, dem legendären letzten Derbysieg aus dem Jahr 1977 (den wir natürlich nur aus den Geschichtsbüchern und von mit leuchtenden Augen vortragenden älteren Fans kannten) den nächsten hinzuzufügen.

Und auf dem Weg zu jenem historischen 27. November 1999 gab es durchaus bemerkenswerte Meilensteine, an die ich hier erinnern will:

Das erste Duell am 21. September 1994 einem Wiesn-Mittwochabend, in dem 1860 sich teuer verkaufte, aber beim 1:3 doch ziemlich chancenlos war.
Das erste „Auswärts“-Derby, bei dem wir – zumindest in der Wahrnehmung eines 20jährigen Löwenfans akustisch wieder klar die Oberhand hatten und das denkbar knapp und sehr unverdient mit 0:1 verloren ging, sodass sich Bayern-Trainer Trapattoni in der PK danach bei den Löwen für den Sieg entschuldigte. Sein „Scusi Sechzig“ klang ein bisschen wie „Scusi sexy“, was für Schmunzeln auf unserer Seite sorgte. Die Niederlage war natürlich dennoch unerträglich.
Weitere wichtige Erinnerungen: Der erste Punkt im Derby an Allerheiligen 1996, in dem Lothar Matthäus zwölf Minuten vor dem Abpfiff einen (natürlich unberechtigten) Elfmeter verschoss.
Das Rückspiel in derselben Saison, in dem wir erstmals in Führung gehen konnten – Dank Horst Held stand es nach 18 Minuten 2:0 für völlig entfesselt aufspielende Löwen – und am Ende doch mit einem Unentschieden zufrieden sein mussten, das sich wie eine Niederlage anfühlte, weil Jancker erst zwei Minuten vor dem Ende die zwischenzeitliche erneute Führung für 1860 noch zum 3:3 ausgeglichen hatte.

Zwei mal im Jahr zogen wir also erwartungs- und hoffnungsfroh, dass es diesmal so weit sein würde, in den Olympiapark. Und wieder nach Hause. Fünf lange Jahre lang. Voller Geduld und – speziell nach den Niederlagen – doch immer enttäuscht, dass der große Wurf wieder nicht gelungen war.

Pausiert vor dem Derbysieg

Ein Treppenwitz meiner ganz persönlichen Geschichte (und um die soll es ja hier gehen) zu jenem Triumph vom 27. November 1999 ist der, dass ich mit dem vorangegangenen Derby im April tatsächlich erstmals eines ausfallen ließ und auf den Stadionbesuch verzichtete. Als gerade frisch gebackener Papa war mir die Zeit mit meiner Tochter einfach wichtiger, als dem steten, nun schon fast fünf Jahre währenden vergeblichen Bemühen der Blauen beizuwohnen, den Roten endlich mal alle Punkte abzuluchsen. Das letzte Derby vor dem hier besprochenen, dem ich – wie gesagt – nicht beiwohnte, endete übrigens 1:1.

Zwischen Extase und purer Glückseligkeit

Natürlich bin ich heute sehr froh, dass ich dann, knapp sieben Monate später wieder „am Start“ war. Über den Tag selbst schreibt bei uns auf sechzger.de ja heute noch der eine oder andere Kollege seine Gedanken und Emotionen nieder, sodass ich selbst mich hier mehr auf die Vorgeschichte, auf die “Road to Derbysieg” konzentriert habe. In Erinnerung an den 27. November sind mir aber speziell die Unmengen taumelnder und heulender Löwenfans in der Nordkurve geblieben. Die Stimmung lag irgendwo zwischen Ekstase und purer Glückseligkeit! Und irgendwie auch Erleichterung, dass es nun, nach fünf Jahren der Bemühungen endlich soweit war. Und ich weiß dass ich abends, als ich meine inzwischen immerhin schon achteinhalb Monate alte Tochter zu Bett brachte, dachte (und vielleicht auch sagte): „Kind, seit Du geboren bist, haben wir kein Derby verloren – vielleicht beginnt gerade eine Serie.“ Bis zum Rückspiel ging diese Serie bekanntermaßen noch weiter.

Nach dem Sieg im April 2000 nur noch Pleiten

Dass wir in den dann noch folgenden acht Bundesligaderbys bis zum Abstieg 2004 keinen einzigen Punkt mehr holen konnten, muss hier leider auch erwähnt werden. Historisch betrachtet ist dies die längste Serie an ausgetragenen Spielen ohne auch nur einen einzigen Derbypunkt, die es in diesem ewig jungen Duell jemals gegeben hat.

Den Triumph vom 27. November 1999 kann uns aber keiner nehmen! Der bleibt für die Ewigkeit. Und ich bin sehr froh an diesem Tag dabei gewesen zu sein!

Sechzig um Sieben: Mueller klagt gegen Abberufung

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Sechzig um Sieben: Becketts

Die SZ hat sich in einem Artikel mit der Personalie Anton Hiltmair beschäftigt, nachdem der Verwaltungsrat seine Zustimmung zum Kandidaten nicht erteilt hatte. Daraus geht unter anderem hervor, dass Oliver Mueller gegen seine Abberufung gerichtlich vorgeht. Alle weiteren Meldungen rund um den TSV 1860 München gibt es nun in der Übersicht.

sechzger.de Talk 186 online

Die nächste Ausgabe des Podcast-Formats ist online. Volles Haus heißt es dabei, schließlich empfängt Christian gleich fünf Gäste. Neben vier Redakteuren befindet sich auch ein Gast aus Rostock darunter. Entsprechend lang wurde Ausgabe 186 auch. Die bisherigen Rückmeldungen sind allerdings allesamt positiv. Auch der ein oder andere Fan aus Aachen sowie Rostock hat bereits in die Folge reingehört.

25 Jahre Derbysieger

Ein großes Jubiläum gibt es am heutigen Tag. Vor exakt 25 Jahren traf Thomas Riedl in das Tor des roten Stadtrivalen und sorgte damit für den ersten Derbysieg seit vielen Jahren. Im Laufe des Tages werden mehrere Redakteure von sechzger.de ihre persönlichen Erinnerungen an diesen Tag schildern. Zudem läuft auf der Startseite derzeit noch eine Umfrage zu dieser Thematik.

Verwaltungsrat stimmt gegen Anton Hiltmair

Mit einer kurz und knappen Erklärung wendete sich der Verwaltungsrat gestern an die Öffentlichkeit. Darin erklärt das Gremium, dass die Zustimmung zur Kandidatur von Anton Hiltmair als Geschäftsführer Finanzen nicht erteilt wurde. Die Suche nach einem Nachfolger für Oliver Mueller geht also weiter.

SZ berichtet zu Hiltmair und Mueller – Klage gegen Abberufung

Apropos Oliver Mueller: der ehemalige Geschäftsführer Finanzen geht gegen seine Abberufung vor. Das berichtet die SZ in einem Artikel, der sich vor allem mit der Entscheidung des Verwaltungsrates zur Personalie Anton Hiltmair beschäftigt. Wie gewohnt berichtet die Zeitung dabei mit zahlreichen Hintergrundinformationen zu den derzeitigen Vorgängen an der Grünwalder Straße.

Heimspiel der U21 am Trainingsgelände

Zum letzten Saisonspiel des Jahres 2024 erhofft sich die U21 des TSV 1860 München noch einmal möglichst viele Zuschauer. Die Partie gegen den TSV Kottern wurde um einen Tag vorverlegt und findet nun am Freitagabend statt. Zudem wurde der Spielort angepasst – statt Gilching heißt es nun Giesing. Trainer Felix Hirschnagl würde sich über zahlreiche Löwenfans freuen.

Vorverkauf für Heimspiel gegen Verl startet

Ab heute sind Karten für das letzte Heimspiel der Löwen in diesem Jahr erhältlich. Gegner am Samstag, den 14. Dezember ist der SC Verl. Los geht es um 16:30 Uhr.

Leser von liga3-online wählen Hiller zum “Spieler des Spieltags”

Mit seiner Leistung rettete Marco Hiller den Löwen einen Punkt in Aachen. Nun haben ihn die Leser des Online-Portals liga3-online zum “Spieler des Spieltags” gewählt. Der Torwart des TSV 1860 setzte sich mit 31% vor Elias Bethke (Energie Cottbus, 28%) durch.

News aus der 3.Liga

Verl muss auf Benger verzichten

Der SC Verl muss in den kommenden Wochen und möglicherweise bis Jahresende auf Marcel Benger verzichten. Der Mittelfeldspieler hat sich im Duell mit dem VfB Stuttgart II einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt damit erst einmal aus. Ob er bisherige Stammspieler beim Duell gegen den TSV 1860 München Mitte Dezember zum Einsatz kommen kann, ist derzeit fraglich.

Janßen mit Novum im deutschen Profifußball

Am 8.Dezember kommt es zu einer Premiere im deutschen Profifußball. Olaf Janßen, Trainer der Viktoria aus Köln, wird beim Duell gegen den VfL Osnabrück verkabelt. Ausschnitte seiner Kommentare sollen dann immer wieder in die Live-Berichterstattung bei MagentaSport einfließen. Bislang war dieses Projekt nur im Eishockey angewendet worden, nun erfolgt also erstmalig ein solcher Versuch im deutschen Fußball.