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Löwen wildern erneut in Haching: Raphael Schifferl kommt zu 1860

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Münchens große Liebe schlägt erneut auf dem Transfermarkt zu. Vom Wolfsberger AC wird Raphael Schifferl zum TSV 1860 München wechseln. Schifferl war in der vergangenen Saison auf Leihbasis für die SpVgg Unterhaching im Einsatz.

Raphael Schifferl kommt zu 1860

Der 24-jährige Österreicher wird ab sofort im Kader des TSV 1860 München stehen, wie der Münchner Merkur berichtet. Der 1,95 Meter große Innenverteidiger stand noch bis zum 30.06.2025 beim Wolfsberger AC unter Vertrag. Nach Informationen des Münchner Merkur sollen die Löwen eine Ablösesumme von 100.000 – 150.000 Euro gezahlt haben, um sich die Dienste des Österreichers zu sichern. Das Geld dürfte wohl aus dem Verkauf des ebenso österrichischen Eigengewächses Michael Glück an den VfB Stuttgart stammen, den die Löwen heute offiziell bekannt gaben.

Schifferl in Haching gesetzt

Schifferl stieß vor der abgelaufenen Saison auf Leihbasis zu den Bobfahrern. Dort spielte er eine bemerkenswerte Saison. Er kam in 37 von 38 Spielen zu Einsatz. Dabei traf er ein Mal und steuerte zwei Assists zur guten Saison der Hachinger bei. Der Club aus der Vorstadt hätte Schifferl gerne selbst verpflichtet, doch nun entschied sich Schifferl, zum TSV 1860 München zu wechseln. Schifferl wurde größtenteils in seiner Geburtstadt Wolfsberg ausgebildet. Er war lediglich je eine Saison an die Jugendorganisation von Sturm Graz bzw. Austria Wien verliehen, bevor er zur SpVgg Unterhaching stieß.

Löwen mit hochkarätiger Innenverteidigung

Durch den Wechsel von Raphael Schifferl zu 1860 verfügen die Löwen nun über eine top-besetzte Innenverteidigung. Es ist davon auszugehen, dass Kapitän Jesper Verlaat, Max Reinthaler und Raphael Schifferl sich einen heißen Fight um die Stammplätze liefern werden. Ebenso ermöglichen diese drei Innenverteidiger Argirios Giannikis auch mehrere taktische Varianten wie zum Beispiel mit einer Dreierkette zu spielen. Herzlich Willkommen in Giesing, Raphael Schifferl!

 

 

 

Über den Drittliga-Dino und die Ewige Tabelle der 3. Liga

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Manch Berichterstatter rund um unsere Löwen bemüht – ja, man muss eigentlich sagen “strapaziert” – sie in diesen Tagen sehr häufig: Die Formulierung vom “Drittliga-Dino”, der der TSV 1860 München inzwischen (anscheinend) geworden ist. Der Hallesche FC hat die Liga in Richtung Regionalliga Nordost verlassen und somit ist Münchens Große Liebe der dienstälteste Teilnehmer unter den 20 Vereinen im Feld. Ins – hoffentlich nicht verflixte – siebte Jahr in der 3. Liga startet Sechzig Anfang August.
An der Saale wäre man heilfroh, wenn man sich selbst noch diesen Dino-Titel ans Revers heften könnte, aber manch Angehöriger des anspruchsvollen Löwenanhangs empfindet diese Bezeichnung für den stolzen TSV 1860 als schier unerträglich.

Die schönen Seiten der 3. Liga

Dabei hat diese nun also schon sechs Jahre währende Zugehörigkeit zur dritthöchsten deutschen Profiliga auch ihr gutes. Z.B. sind viele Fans ins weiß und blau sehr froh darüber, dass uns auch in den kommenden 38 Ligaspielen der auf den schönen Namen Video Assistant Referee (VAR) hörende Fanleidenschafts-Killer erspart bleibt.
Vor allem die Auswärtsfahrer unter den Löwenfans schwärmen regelmäßig über authentische Spielorte, wie Verl, mit ganz viel Tradition aufgeladene Stadien, wie die Rote Erde in Dortmund oder stimmungsvolle Arenen, wie in Essen, Bielefeld oder Dresden.
Die Aufzählung der schönen Seiten der 3. Liga ließe sich noch weiter fortsetzen. Sparen wir uns hier aber.

Im Fokus: Die ewige Tabelle der 3. Liga

Dem Verfasser dieser Zeilen, der ein großer Freund von Statistiken und Tabellen ist, geht es um etwas anderes. Er hat mal einen Blick auf die Ewige Tabelle der Dritten Liga geworfen. Und sich gefreut. Auf den beachtlichen 16 Platz dieser ewigen Tabelle haben sich die Löwen inzwischen vorgearbeitet. Mit der – zugegebenermaßen – eher schmalen Ausbeute von nur 46 Punkten, konnte man letzte Saison vier Vereine hinter sich lassen: Der FSV Zwickau, Carl-Zeiss Jena, der 1. FC Heidenheim und der VfR Aalen liegen neuerdings hinter 1860 und können – mangels Zugehörigkeit zur 3. Liga – auch in der kommenden Saison keinen Boden auf uns gut machen. Da droht also kein Rückschlag.

Es wird weiter aufwärts gehen!

Im Gegenteil: Mit einer einigermaßen erfolgreichen Saison mit – sagen wir mal – sechzig Punkten (was auch sonst?) arbeitet sich der TSV 1860 in den kommenden Monaten um mindestens drei Plätze in dieser Ewigkeitsrangliste nach oben. Braunschweig, Madgeburg und Chemnitz sammeln nämlich 24/25 sicher keine Punkte für diese Wertung und liegen damit schon bald hinter uns. Die Zweitvertretung des VfB Stuttgart hat aktuell 34 Drittligapunkte mehr, als wir auf dem Konto. Da könnte was gehen, obwohl die Schwaben ja nach einigen Jahren der Drittligaabstinenz auch wieder am Start sind. Dass wir sogar Jahn Regensburg mit seinen 410 Drittligazählern einholen werden, glauben allerdings nur ganz kühne Optimisten: Die dafür nötigen 75 Punkte würden wohl einen Aufstiegsplatz bedeuten.
Der einstellige Tabellenplatz in der ewigen Tabelle der 3. Liga bleibt also zumindest bis zur Saison 2025/26 noch unerreichbar. Aber auch ein Dino braucht Ziele!

Wer ist der wahre Drittliga-Dino?

Apropos Dino. Wenn wir mal davon absehen, dass die – inklusive der kommenden Saison -sieben Spielzeiten währende ununterbrochene Zugehörigkeit zur Dritten Liga den Löwen diesen Titel eingebracht hat und uns anschauen, wer eigentlich die wahren Drittliga-Dinos sind, also welche Vereine in sechzehn möglichen Drittliga-Spielzeiten die meiste Zeit dort verbracht haben, dann sind da zahlreiche Namen vor 1860 München zu nennen: Fünf Klubs blicken – wie wir – auf sechs Spielzeiten in Liga drei zurück, sind aber aktuell entweder in der 2. Bundesliga (Magedeburg & Braunschweig) oder in tieferen Gefilden unterhalb der 3. Liga unterwegs (Großaspach, Meppen und Burghausen).
Ganze 18 Vereine hingegen weisen schon mehr, teilweise deutlich mehr Jahre Zugehörigkeit zur 3. Liga auf, als der TSV 1860. Bei acht von ihnen (Wiesbaden, Osnabrück, Haching, Rostock, Dresden, Saarbrücken, VfB Stuttgart II und Dortmund II) kommt in 24/25 auf jeden Fall eine weitere Saison hinzu.
Ist der Löwe also gar kein richtiger Dino?
Zumindest ist er nicht allein in dieser Rolle.

Löwen bestätigen Glück-Wechsel nach Stuttgart

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Glück Wechsel Stuttgart
Glück Wechsel Stuttgart

Was sich bereits vergangene Woche andeutete, hat sich nun bestätigt – Verteidiger Michael Glück verlässt den TSV 1860 München und wechselt in die Bundesliga zum VfB Stuttgart. Wie wir bereits berichteten, bestand schon länger Kontakt zu diversen Bundesliga-Teams, nun bestätigten die Löwen den Wechsel zu den Schwaben.

Löwen bestätigen Glück-Wechsel nach Stuttgart

Beide Seiten hätten sich trotz des laufenden Vertrags auf einen Wechsel des 21-jährigen Österreichers verständigt, heißt es in der Pressemitteilung der Münchner. Glück steht also fortan bei Stuttgart unter Vertrag, die Kasse der KGaA darf sich über den Eingang einer vermutlich mittleren sechsstelligen Ablösesumme freuen. In der letzten Spielzeit stand das Eigengewächs 25 Mal für die Drittliga-Mannschaft auf dem Platz und absolvierte dabei 1.667 Spielminuten.

Glück: “Werde immer gern zurückdenken”

„Ich war seit 2018 beim TSV 1860 München, habe hier im Nachwuchs eine sehr gute Ausbildung genossen und meine ersten Schritte im Profifußball gemacht“, sagt Michael Glück. „Nun ist es an der Zeit, eine neue Erfahrung zu machen. Danke allen Löwinnen und Löwen für eine tolle Zeit, an die ich immer wieder gerne zurückdenken werde.“

Ehrliches Gespräch mit jungem Kicker

„In einem offenen, ehrlichen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Gespräch hat mir Michael Glück mitgeteilt, dass er seinen im Sommer 2025 auslaufenden Vertrag nicht weiter verlängern wird“, sagt Sport-Geschäftsführer Dr. Christian Werner. „Daraufhin mussten wir eine Entscheidung treffen und haben uns schlussendlich dafür entschieden, von den Vorzügen eines vorzeitigen Spielerwechsels zu profitieren.“

Wie geht’s weiter mit Fabian Greilinger?

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Tsv 1860 Fabian Greilinger

Geht es nach dem Wunsch unserer Leserinnen und Leser, dann ist die Sache relativ eindeutig. In unserer jüngsten Umfrage, an der sich in den letzten Tagen 831 Personen beteiligt haben, wünschen sich fast zwei Drittel, dass Fabian Greilinger nochmal einen Vertrag bei den Löwen erhält und an der Grünwalder Straße bleibt. Nur 19 von 100 Befragten sind der klaren Ansicht, dass die Zeit des 23jährigen Linksverteidigers beim TSV 1860 zu Ende gehen sollte. 17% sind unentschlossen. Wie wohl aktuell auch (noch) die sportlich Verantwortlichen bei den Löwen.

Seit 2015 ist Greilinger bei den Löwen

Der in Eggenfelden geborene Greilinger wechselte im Sommer 2015 von Wacker Burghausen ins NLZ des TSV 1860 und debüttierte vier Jahre später im offiziellen Saisoneröffnungsspiel 2019/20 auf Giesings Höhen gegen Preußen Münster. Daniel Bierofka brachte den damals 18jährigen Niederbayern zwölf Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 1:1 (gleichzeitig auch das Endergebnis) für Marius Willsch in die Partie. Nur sechs Minuten später kassierte “Greili” übrigens gleich seine erste Gelbe Karte. Inzwischen blickt er auf 118 Einsätze und fünf Tore für Sechzig in der 3. Liga zurück. In der abgelaufenen Spielzeit kam er 30 Mal zum Einsatz.

Giannikis äußert sich zur offenen Personalie

Beim Trainingsauftakt der Löwen für die Saison 2024/25 am vergangenen Samstag war Greilinger allerdings nicht dabei. Merkur-Reporter Uli Kellner nutzte diesen Termin an der Grünwalder Straße 114, um sich bei Coach Argirios Giannikis nach dem bei den Löwenfans beliebten Mann mit der Nummer 11 zu erkundigen.

Der Verein ist in Gesprächen mit ihm. Es ist eine Sache, die immer zwischen Verein und Spieler geht. Es ist keine Einbahnstraße. Da muss man dann gucken, wie es dann passt.

Klingt so, als sei das letzte Wort in der Causa Greilinger noch nicht gesprochen. Vielleicht dürfen sich die 64% unserer Umfrage, die sich einen Verbleib in München Giesing wünschen, ja noch hoffen. In einem erst vor vier Tagen auf dem offiziellen Kanal des TSV 1860 hochgeladenen Youtube-Video, in dem drei Löwen-Profis blind Lebensmittel aus dem Sortiment des Sponsors REWE probieren, ist Greilinger übrigens noch im Einsatz. Allerdings gilt dies auch für Rechtverteidiger Kilian Ludewig, der nach Ende seiner Leihe von Red Bull Salzburg seine Zelte in Giesing inzwischen ja sicher abgebrochen hat.

Groundhopping Bosnien: 29 Jahre nach dem Granatenangriff auf Tuzla

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Groundhopping Bosnien Sloboda Tuzla

Fast schon traditionell nutzte ich das erste Wochenende nach dem Saisonende der Löwen, um mir auf dem Balkan noch ein bisschen Fußball reinzuziehen. Die Wahl fiel diesmal auf Tuzla, da a) dort noch Ligaspiele stattfanden und b) die Flüge ab Memmingen günstig waren. Groundhopping Bosnien – drei Tage, vier Grounds, sechs Spiele!

Kriegsgebiet Tuzla

Was verbindet Ihr mit Tuzla? Irgendwie denkt man automatisch an den Bosnien-Krieg vor rund 30 Jahren, oder? Die Stadt nahm dabei eine ganz besondere Rolle ein, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Städten wurde Tuzla damals nie von nationalistischen Parteien regiert. Auch während des Krieges arbeiteten bosniakische, kroatische und serbische Bewohner weiterhin zusammen und verteidigten die Stadt gemeinsam gegen die Angriffe serbischer Einheiten.

Im Winter 1993/1994 war die Stadt zeitweilig ganz von serbischen Truppen eingekesselt, was zu einer teilweise dramatischen Versorgungslage führte. Tuzla war damals aufgrund dieser Gemengenlage auch das Ziel vieler Flüchtlinge aus anderen Landesteilen.

Serbischer Granatenangriff am Tag der Jugend

Just auf das Wochenende meines Besuchs fiel der 29. Jahrestag des fatalen serbischen Granatenangriffs auf Tuzla, als 71 zumeist junge Menschen, die in der Innenstadt den Tag der Jugend feierten, bei der serbischen Attacke ums Leben kamen. Entsprechend gedrückt und melancholisch war die Stimmung in der Stadt, was es mir jedoch erleichterte, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und einiges über die Geschichte des Landes und der Stadt zu erfahren.

Dennoch ist es schon krass, wenn man sich vor Augen führt, wie nahe an Deutschland damals ein Krieg geführt wurde. Klar, wir sind damals auf der Fahrt nach Smederevo auch mit dem Bus durch Belgrad gefahren und haben zerschossene Häuser gesehen, aber so direkt vor Augen geführt habe ich das noch nie bekommen wie jetzt in Tuzla.

Groundhopping Bosnien

Der eigentliche Grund für meinen Besuch in Bosnien war jedoch mein Hobby Groundhopping. Wer es nicht kennt: Es geht darum, möglichst viele Fußballspiele in verschiedenen Stadien zu besuchen. Kostet Zeit, Geld und Nerven, macht aber auch Spaß. Bosnien war für mich Land Nummer 35 und glaubt mir, im Vergleich zu anderen ist das echt wenig…

Da mein Flug am Nachmittag ging, hatte ich relativ wenig Hoffnung, am Freitag noch ein Spiel zu sehen, doch schon in der Luft meinte es der Pilot gut mit mir, holte etwas Zeit rein, mein Taxifahrer stand am Flughafen auch bereit und da am Airport eh kein Geschäft aufhatte, in dem ich mir eine bosnische SIM-Karte hätte kaufen können, ging es direkt zum Stadion, das praktischerweise nur einen Steinwurf von meiner Unterkunft entfernt lag.

Und siehe da – es lief sogar noch die erste Halbzeit des Erstligaspiels zwischen FK Tuzla City und FK Velez Mostar. Am Ende gingen die Gastgeber mit 1:5 unter, der Abstieg war ohnehin bereits besiegelt. Apropos Gastgeber: Eigentlich ist der Verein vor den Toren Tuzlas im Dorf Simin Han beheimatet, erlebte jedoch einen sportlichen Aufschwung, als sich der einstige Geldgeber von Sloboda Tuzla vom Vorzeigeclub abwandte und sein Geld im Vorort reinsteckte. Das Resultat: Aufstieg, Umzug ins Stadion von Sloboda, keinerlei Interesse der Bevölkerung und Abstieg. Völlig zurecht natürlich!

Morbide Stimmung in der Stadt

Nach dem Spiel dann endlich in der Unterkunft eingecheckt, die trotz des Preises (35 Euro für drei Nächte) erstaunlich sauber und gut gelegen war. Die benötigte SIM-Karte hab ich im nahen Einkaufszentrum auch noch erwerben können und somit war eigentlich alles geregelt. Ach ja: Die erste Ladung Cevapi und die erste lokale Bierspezialität waren natürlich auch noch fällig, aber dann war erstmal Schlafen angesagt.

Am Samstag stand zunächst Sightseeing auf dem Programm, was angesichts der geschichtlichen Dimension sehr prägend war. Der Krieg ist doch immer noch sehr gegenwärtig, überall sind Gedenktafeln, Gräber, Friedhöfe und Denkmäler zu sehen. Insgesamt hat Tuzla nicht allzu viel zu bieten, die drei künstlich angelegten Salzseen unweit des Stadtzentrums sind jedoch absolut sehenswert und angesichts der Temperaturen musste ein kurzes Bad sein.

Groundspotting und Jugendfußball

Es folgte ein Runde Groundspotting im nicht bespielten Campus Stadion, eine ordentliche Mahlzeit in der Brauereigaststätte und am späten Nachmittag ein Jugendspiel auf dem Nebenplatz des Tusanj-Stadions. Dabei schlug die U15 des FK Sloboda Tuzla den gleichaltrigen Gegner von OFK Gradina Srebrenik mit 4:1.

Der eigentliche Fußballtag sollte dann der Sonntag werden, doch wie schon vor zwei Jahren in Montenegro war ausgerechnet an dem Tag schlechtes Wetter und es schüttete zeitweise ziemlich heftig. Dennoch machte ich mich per pedes in Richtung des Stadteils Slavinovici. Leider war der Spielbetrieb unterhalb der 2. Liga bereits beendet, doch auch hier wurde noch Jugendfußball gespielt. Bereits im Vorfeld stand ich mit dem U15-Trainer des Clubs in Kontakt, der mich dann freudestrahlend begrüßte und sogar einlud, das Spiel seiner Jungs mit ihm von der Bank aus zu verfolgen.

Besuch beim Heimatverein von Vedad Ibisevic

Da ich so früh dran war, hatte ich sogar die Möglichkeit, dort zwei Partien zu sehen. Zunächst trennten sich die U13-Teams des FK Proleter Tuzla und von NK Konjuh Kladanj mit 3:3, anschließend schlug die U15 des Heimvereins die Gäste mit 2:0.

Fun Fact 1: Nach dem Match folgten mir plötzlich einige der Jugendspieler auf Instagram, weil die der festen Überzeugung waren, ich sei ein Scout aus Deutschland.

Fun Fact 2: Der FK Proleter, was im Übrigen nichts anderes heißt als Arbeiter, ist der Jugendverein des späteren bosnischen Nationalspielers Vedad Ibisevic, den man ja auch aus der Bundesliga kennt.

Fallrückzieher-Tor bei FK Sloboda Tuzla

Nächster Halt war dann das oben bereits erwähnte Simin Han, der Ort, in dem der FK Tuzla City beheimatet ist. Im kleinen Stadion BARE wurde der Naturrasen vor geraumer Zeit durch einen teilweise bläulich schimmernden Kunstrasen ersetzt, das grausame Mittagessen in der Dorfboazn und das bescheidene Wetter rundeten das doch sehr enttäuschende Erlebnis vor den Toren der Stadt ab. Auf dem Platz siegten die Gäste von Borac Banja Luka bei der U15 von Tuzla City mit 0:1 und mit Abpfiff gings per Taxi endlich mal zu ordentlichem Fußball.

Es schüttete in Strömen, als ich am Stadion Tusanj ankam, also gönnte ich mir einen überdachten Sitzplatz und traf damit die richtige Entscheidung. Die Gastgeber waren zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer der 2. bosnischen Liga und empfingen die ambitionierten Gäste von NK Bratstvo Gracanica. Sloboda präsentierte sich hochüberlegen und ging durch einen sehenswerten Fallrückzieher in Führung. Danach ließen die Hausherren zahlreiche Chancen liegen, ehe in der zweiten Halbzeit doch noch der Treffer zum 2:0-Endstand gelang. Am Saisonende konnte Sloboda die Meisterschaft bejubeln und kehrt somit wieder in die 1. Liga Bosniens zurück. Die Verhältnisse in Tuzla sind also wieder geradegezogen.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien

Ismaik im BR-Interview: Bündnis Zukunft Schuld an Wahlniederlage

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Ismaik-Interview: "Zahle das Geld uns sei still"

In einem weiteren Interview mit dem Bayerischen Rundfunk spricht Hasan Ismaik über die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München, bei der das Bündnis Zukunft keinen einzigen Platz im Verwaltungsrat gewann. Klar ist für den Jordanier, dass er seine Anteile bei den Löwen weiterhin nicht verkaufen möchte. Zudem kündigt er ein Treffen mit Präsident Robert Reisinger an.

Ismaik über Bündnis Zukunft: “Hätten mehr arbeiten müssen”

Der Bayerische Rundfunk hat eine Woche nach der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München ein weiteres Interview mit Hasan Ismaik veröffentlicht. Darin überrascht der Jordanier vor allem mit der klaren Aussage, dass er der Gewinner sei. Er habe es geschafft innerhalb von zwei Wochen mehr als 1000 Menschen zu motivieren zu den Wahlen zu kommen. Dass der Großteil der rund 2400 anwesenden Mitglieder dem bestehenden Verwaltungsrat das Vertrauen schenkte, ist Ismaik für die Bewertung der Veranstaltung nach eigenen Angaben egal. Die Vertreter des e.V. hingegen hätten damit nun gemerkt, dass ihre Vorgehensweise nun nicht mehr möglich sei.

Die andere Seite hat uns 13 Jahre lang missachtet, mich nicht ernst genommen und Spiele mit mir gespielt. Jetzt haben sie es verstanden, die Mitgliederversammlung war für sie eine Botschaft und jetzt haben sie gecheckt und verstanden, dass das Spiel zu Ende ist.

Die Schuld an der Wahlniederlage sieht Hasan Ismaik hingegen beim Bündnis Zukunft. Vom BR wird der Jordanier wie folgt zitiert (die entsprechende Aussage kommt so im Video nicht vor):

Die Bündnis-Kandidaten hätten sich intensiver einsetzen müssen. Ich habe ihnen die Türe geöffnet. Aber ich kann nicht für die Kandidaten arbeiten. So ist die Demokratie. Sie hätten mehr arbeiten müssen

Zusammenarbeit unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Gefragt wird Ismaik im Interview zudem, wie es nun weitergehen würde. Der Jordanier kann sich unter bestimmten Bedingungen eine Zusammenarbeit mit den aktuellen Gremien vorstellen, wie er auch auf sechzger.de-Anfrage in Sachen Turnhalle bestätigte. Der bestehende Streit bringe beiden Seiten gar nichts. Dennoch bezeichnet der Jordanier einzelne Vertreter des e.V. erneut als Lügner. So hätten sich einige Reden nur mit Hasan Ismaik befasst und dabei nicht die Wahrheit gesagt.

Hasan will mit uns nichts zu tun haben, Hasan will mit uns kein Kontakt haben, Hasan will ganze Abteilungen des Vereins übernehmen, Hasan will uns kaufen, Hasan will uns schmieren, Hasan verlangt von uns Unterwerfung – Lügen, Lügen, Lügen, Lügen, systematische Lügen

Der Mitgesellschafter geht davon aus, dass rund 20% der Mitglieder gegen ihn seien – eine These, die er bereits beim Treffen mit sechzger.de Anfang Juni geäußert hatte. Alle anderen würden ihn beim TSV 1860 München akzeptieren. Das erklärt auch ein stückweit, wieso Ismaik die Mitgliederversammlung als “großen Sieg” verbucht. Die letzten Wochen mit zahlreichen Fanclub-Besuchen seien lediglich “eine kleine Übung, ein kleines Training” gewesen.

Treffen zwischen Robert Reisinger und Hasan Ismaik “bald” geplant

Vielmehr plant der Jordanier bereits für die nächste Mitgliederversammlung im Jahr 2025, bei denen die Wahlen zum Präsidenten stattfinden werden. Ismaik möchte einen neuen Fanclub-Dachverband gründen und so die Fanclubs untereinander besser vernetzen. Zunächst aber ist ein Treffen mit dem aktuellen Präsidenten Robert Reisinger geplant. Dem Mitgesellschafter zufolge soll dies “bald” stattfinden, auf mehrfache Nachfrage wurde kein konkreter Zeitpunkt benannt. Er wolle dafür kämpfen, dass die unterschriebenen Verträge von den e.V.-Vertretern erfüllt werden. Auf seiner Seite hingegen gäbe es in dieser Hinsicht “kein Problem“.

Hasan Ismaik bleibt dem TSV 1860 München also nach eigenen Angaben weiterhin erhalten. Das wird auch in Zukunft so bleiben: er plant seine Anteile an seinen Sohn zu übertragen – und sieht die Löwen schon in wenigen Jahren in der 1.Bundesliga.

Sechzig um Sieben: Olschowsky vor Wechsel zum TSV 1860?

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Das Transferkarussell beim TSV 1860 München scheint sich weiter munter zu drehen, nun soll Jan Olschowsky ein Kandidat bei den Löwen sein. Der Torhüter könnte Marco Hiller als Nummer 1 verdrängen. Außerdem war die U21 am Wochenende im Einsatz und die Profis waren beim Trainingsauftakt gefragt. Hasan Ismaik äußerte sich zudem im Interview mit dem BR. Zum Start in die Woche gibt es wie gewohnt einen Überblick von allen wichtigen Meldungen rund um den TSV 1860.

U21 mit Remis gegen Buchbach und Sieg in Ehekirchen

Der neue U21-Coach Felix Hirschnagl war mit seinem Team am Wochenende gleich zwei Mal im Einsatz. Zunächst gab es zum Auftakt ein respektables Unentschieden gegen den TSV Buchbach. In der Vorbereitung traf der TSV 1860 II dann auf den FC Ehekirchen und konnte dabei den ein oder anderen Treffer erzielen. Gleichzeitig stand hinten nach 90 Minuten noch die 0 – ein durchaus erfolgreicher Tag also für die Männer in weiß und blau.

Der Trainingsauftakt 2024/25

Auch bei den Profis ging es wieder los und zwar mit dem Trainingsauftakt am Samstag an der Grünwalder Straße. Rund 160 Personen kamen, um sich die grundlegend neu formierte Mannschaft ein erstes Mal anzuschauen. Deutlich mehr übrigens als im letzten Jahr – das Interesse scheint wieder gestiegen zu sein. Eindrücke sowie Bilder vom Trainingsplatz gibt es im zugehörigen Artikel.

Per Leihe: Jan Olschowsky zum TSV 1860?

Laut der Sportbild bahnt sich aus Löwen-Sicht ein Transfer-Hammer an. Denn der TSV 1860 München soll kurz vor einer Leihe von Jan Olschowsky stehen, der aktuell im Kader von Bundesligist Borussia Mönchengladbach zu finden ist. Dort bekommt die Nachwuchshoffnung allerdings zu wenig Spielzeit – und soll diese nun in Giesing erhalten. Spannend ist dabei vor allem der Teilsatz “Beim Drittligisten wäre der gebürtige Neusser sofort gesetzt“. Marco Hiller wäre demzufolge seine Rolle als Nummer 1 los.

Hasan Ismaik äußert sich zur Turnhalle

Eine der großen Themenpunkte vor und während der Mitgliederversammlung war die Turnhalle für den TSV 1860 München. Die Vereinsvertreter machten deutlich, dass sie alle Aufgaben erledigt hätten und startklar sind. Sogar der Bauplan wurde bereits von der Stadt München genehmigt. Es fehlt allerdings noch die erforderliche Unterschrift von Hasan Ismaik. sechzger.de hat den Jordanier gefragt, ob eine Lösung in Aussicht ist.

Ismaik gibt Bündnis Zukunft Schuld an Wahlniederlage

Außerdem hat der Mitgesellschafter eine Woche nach der Mitgliederversammlung auch mit dem BR gesprochen. In einem Interview äußert Ismaik, dass er der klare Gewinner der Veranstaltung im Zenith sei. Voller Tatendrang blickt er bereits auf die MV im nächsten Jahr und will einen neuen Fanclub-Dachverband ins Leben rufen. Er überrascht zudem mit der Aussage, dass das Bündnis Zukunft 1860 Schuld an der Wahlniederlage sei. Die Organisation, die den Schulterschluss zu Ismaik gesucht hatte, habe zu wenig Einsatz gezeigt.

News aus der 3.Liga

Saarbrücken verlängert mit Rahibic

Der 1.FC Saarbrücken hat die Verlängerung mit einer wichtigen Personalie bekannt gegeben. Topscorer Kasim Rahibic bleibt weiterhin im Saarland und hat dort einen neuen Vertrag unterschrieben. In der vergangenen Saison erzielte er sieben Treffer und legte zudem zehn Mal für seine Kollegen auf.

Fast 100.000 Euro Strafe für Pyrotechnik

Noch einmal ist der 1.FC Saarbrücken am Wochenende in einem Artikel aufgetaucht, allerdings nicht aus einem positiven Grund für die Saarländer. Knapp 100.000 Euro werden für den Einsatz von Pyrotechnik in den beiden Pokalspielen gegen Borussia Mönchengladbach sowie den 1.FC Kaiserslautern fällig. Der DFB hatte zahlreiche entsprechende Artikel gezählt und diese nun sanktioniert.

Konkurrenz für Marco Hiller? Jan Olschowsky vor Leihe zu 1860

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Hiller 1860

Dass der TSV 1860 München noch einen Torhüter sucht, ist nach dem Abgang von David Richter nicht weiter verwunderlich. Nun lässt aber eine Meldung der Sportbild aufhorchen. Jan Olschowsky soll von Borussia Mönchengladbach ausgeliehen werden.

Sportbild: Olschowsky soll zum TSV 1860 verliehen werden

Wie die Sportbild berichtet soll der Gladbacher Torhüter Jan Olschowsky zu den Münchner Löwen wechseln. Gerüchteweise soll 1860 den 22-jährigen Keeper von der Elf vom Niederrhein ausleihen. Die Dauer des Leih-Geschäfts ist bisher unbekannt. Olschowsky gilt als großes Torwart-Talent. Gladbachs sportlicher Leiter Roland Virkus sagt über ihn: „Er hat auf höchstem Level, egal ob im Spiel oder im Training, bewiesen, dass er ein großes Talent ist und wir uns total auf ihn verlassen können.“ Olschowsky brachte es bei den Borussen auf bisher vier Einsätze in der Bundesliga. Der Weg ins Tor der Fohlen scheint aber aktuell versperrt. Stammtorhüter Jonas Omlin fiel verletzungsbedingt große Teile der letzten Saison aus. Er wurde aber von Moritz Nicolas gebührend vertreten, so dass Olschowsky sich wohl mit der Nummer 3 im Ranking der Borussen-Torhüter begnügen muss.

Soll Olschowsky Spielpraxis bei Löwen sammeln?

Olschowsky hat seinen Vertrag am Niederrhein kürzlich bis 2027 verlängert. Nun soll er verliehen werden, um Spielpraxis zu sammeln. Doch damit das Leih-Geschäft aus Gladbacher Sicht überhaupt Sinn macht, müsste Olschowsky bei 1860 auch spielen. Droht Stammkeeper und Löwenkapitän Marco Hiller also erneut Konkurrenz um seinen Platz zwischen den Pfosten? Wir sind gespannt, ob an diesem Gerücht etwas dran ist.

 

Testspiel: TSV 1860 U21 gewinnt deutlich beim FC Ehekirchen

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Fc Ehekirchen Tsv 1860 U21

Nur einen Tag nach dem beachtlichen 1:1 gegen den TSV Buchbach waren die Löwen-Amateure heute erneut im Einsatz. Gegen den FC Ehekirchen siegte die U21 des TSV 1860 deutlich mit 6:0.

TSV 1860 U21 gewinnt deutlich beim FC Ehekirchen

Den Torreigen eröffnete Anian Brönauer (18.), ehe Xaver Kiefersauer (32.) und Mike Gevorgyan (35.) per Doppelschlag für den 0:3-Pausenstand sorgten. Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 74. Minute, ehe Arin Garza (siehe Titelbild) in der Elektro Schmaus Arena zum vierten Treffer der Elf von Felix Hirschnagl einnetzte. Cristian Leone (86.) und erneut Arian Garza (88., Elfmeter) machten in der Schlussphase gar noch das halbe Dutzend voll.

Das nächste Testspiel bestreitet die U21 am kommenden Samstag (Anpfiff: 12 Uhr) beim FC Memmingen II.

U21: Remis gegen TSV Buchbach bei Debüt von Hirschnagl

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Tsv 1860 U21 Tsv Buchbach Debüt Hirschnagl

In Spiel 1 nach Frank Schmöller erreichte die U21 des TSV 1860 beim Testspiel gegen den TSV Buchbach in Oberhatzkofen ein beachtliches 1:1. Trainer Felix Hirschnagl durfte mit seinem Debüt also durchaus zufrieden sein.

Gelungenes Debüt für Felix Hirschnagl

Mit Torhüter Paul Bachmann (bisher FC Ismaning) stand lediglich ein externer Neuzugang in der Startelf der U21. Daniel Winkler, der beim letzten Saisonspiel in Sonthofen sein Kurz-Comeback nach seiner schweren Verletzung gefeiert hatte, war ebenso von Anfang an dabei wie die Klose-Zwillinge Luan und Noah. Gegen den Regionalligisten hielten die Löwen bestens mit, ein Klassenunterschied war vor rund 400 Zuschauerin Oberhatzkofen (Lkr. Landshut) nicht zu erkennen.

Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Din Avdic den TSV 1860 gar in Führung, doch nur eine Zeigerumdrehung später glich Sammy Ammari für Buchbach zum 1:1-Endstand aus.

Das nächste Testspiel bestreitet die U21 der Löwen bereits am morgigen Sonntag um 15 Uhr beim FC Ehekirchen.

Zum Saisonauftakt in der Bayernliga Süd gastiert die Elf von Felix Hirschnagl am 20. Juli beim TSV Grünwald.