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Essen-Tickets ab Mittwoch im Verkauf

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Essen-Tickets ab Mittwoch im Verkauf
Essen-Tickets ab Mittwoch im Verkauf

Die Essen-Tickets gehen ab Mittwoch in den Verkauf: Es ist die letzte Auswärtsfahrt der Münchner Löwen in dieser Saison. Am Freitag, 10. Mai 2024, um 18:60 Uhr ist der TSV 1860 bei Rot-Weiss Essen zu Gast. Sportlich wird das letzte Auswärtsspiel aus Löwen-Sicht wohl keine große Bedeutung mehr haben. Der Klassenerhalt sollte nach dem 1:1 gegen Saarbrücken kein großes Thema mehr sein. Eher können sich die Hausherren bei einem Sieg im Nachholspiel gegen Saarbrücken noch Hoffnungen machen, wieder in den Kampf um die Aufstiegsrelegation einzugreifen.

Essen-Tickets ab Mittwoch im Verkauf

Dennoch wird wohl wieder eine vierstellige Zahl an Löwen-Fans ihr Team nach Essen begleiten. Ab Mittwoch, 24. April 2024, 14:00 Uhr sind die Auswärtstickets über den offiziellen Ticketshop und an der Geschäftsstelle erhältlich. Alle Mitglieder, die an der Hafenstraße live dabei sein wollen, können dann bis zu vier Tickets erwerben. Ein möglicher freier Verkauf beginnt dann, sofern noch Tickets verfügbar sind, am Mittwoch, 1. Mai 2024, um 14:00 Uhr online beziehungsweise einen Tag nach dem Feiertag um 9 Uhr an der Geschäftsstelle.

Steh- und Sitzplätze verfügbar

Die Stehplatztickets kosten 14,50 Euro, für einen Sitzplatz müssen die Löwen-Fans 24,- Euro hinblättern.

Wochenanzeiger Leseempfehlung: “Politische Klimmzüge beim TSV 1860”

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Für ein differenziertes Meinungsbild empfiehlt sich die Lektüre verschiedener Medienerzeugnisse. Um einen umfassenden Blick auf das Geschehen in der Welt zu erhalten. Dies gilt insbesondere für politische – und im besonderen auch für vereinspolitische Themen. Insbesondere beim stets bewegten TSV 1860 München. Nicht zuletzt aus diesem Grund findet Ihr auf sechzger.de unter TSV 1860 NEWS & PRESSESPIEGEL stets Links zu Beiträgen anderer Medien, mit welchen unsere Leser ihr Meinungsbild ergänzen und verbreitern können.

Leseempfehlung für Artikel im Wochenanzeiger

Auf einen Beitrag im Münchner Wochenanzeiger, der gestern veröffentlicht wurde, möchten wir an dieser Stelle gesondert hinweisen, da wir denken, dass das dort publizierte jeder Löwenfan, aber zumindest jedes Mitglied im TSV 1860 e.V., das im Frühsommer dazu aufgerufen ist, auf der Mitgliederversammlung an der Wahl zum neuen Verwaltungsrat teilzunehmen, lesen sollte.

Letzte Woche Veröffentlichungen des Bündnis

Autor Alfons Seeler beschäftigt sich in seinem Beitrag Politische Klimmzüge beim TSV 1860 mit dem Bündnis Zukunft 1860, das in der vergangenen Woche die Ergebnisse seiner Arbeit in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen rund um den Profifußball bei Münchens Großer Liebe präsentiert hat. Auch wir berichteten natürlich u.a. über die Pressekonferenz des Bündnis’. Im hier empfohlenen Artikel des Wochenanzeigers wird speziell die interessante Personalie Klaus Josef Lutz unter die Lupe genommen. Diverse weitere Medien werden zitiert und das Bild, das man sich – vor der Stimmabgabe auf der MV – speziell vom anderenorts mit extremen Vorschusslorbeeren ausgestattenen VR-Kandidaten Lutz machen kann, wird rund und bunt.

Wahkampf geht bald in die heiße Phase

Fest steht: In den nächsten Wochen – also bis zur Mitgliederversammlung – wird den interessierten Vereinsmitgliedern gewiss noch jede Menge Lesestoff geboten. Wir von sechzger.de hoffen auf eine faire und sachliche Auseinandersetzung, über die wir entsprechend berichten werden.
Und dann hat endlich der Souverän, nämlich jedes Mitglied des TSV 1860 das Wort.

Müllproblem am Grünwalder Stadion: Stadt lässt öfter reinigen

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Westkurve Grünwalder Stadion Ansicht hinten ohne Zuschauer

Bereits im vergangenen November wurde die Situation nach Heimspieltagen des TSV 1860 München durch einige Stadträte mit einer Anfrage thematisiert. Das Müllproblem und die unzureichende Reinigung waren Anlass für die Einbringung des Themas. Mittlerweile liegt die Antwort des Baureferats vor: die Reinigung wird demzufolge seit einiger Zeit öfter als früher durchgeführt.

Stadt verspricht beim Müllproblem “zeitnahe Reinigung”

So sauber wie auf dem Titelbild zu sehen ist es nach Spielen der Löwen so gut wie nie. 15.000 Zuschauer hinterlassen rund um die Spielstätte sowie im Viertel ihre Spuren. Sowohl der TSV 1860 selber als auch beispielsweise die aktive Fanszene weisen immer wieder darauf hin, dass Giesing und der Bereich um das Grünwalder Stadion sauber hinterlassen werden soll. Doch das alleine reicht nicht, eine professionelle Reinigung ist vonnöten. Im November 2023 reagierten drei Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion und appellierten unter dem TitelMüllproblem im Umgriff des Grünwalder Stadions angehen und größere Abfallbehälter aufstellen” an die Landeshauptstadt München. Nach Veranstaltungen sei demnach eine “starke Vermüllung” festzustellen. Die vorgeschlagene Lösung: man solle “mehr und größere Abfallbehälter” bereitstellen.

Fünf Monate vergingen, bis das Baureferat darauf antwortete. Der eigentlichen Idee wird darin eine Absage erteilt. So seien im Bereich des Grünwalder Stadions “aus Sicherheitsgründen keine Abfallbehälter installiert“. Das gelte auch für die Spielstätte selbst, hier allerdings aus einem anderen Grund. Die Mülleimer hätten schlicht und ergreifend zu oft gebrannt. Das Antwortschreiben erhielt jedoch auch gute Nachrichten.

Demnach gab es bereits im vergangenen Jahr einen Termin vor Ort, um die Reinigungsabläufe – insbesondere nach Fußballspielen – zu verbessern. Infolgedessen wurde die Anzahl der regelmäßigen Reinigungen pro Woche auf drei erhöht. Nach Veranstaltungen erfolgt eine zusätzliche zeitnahe Sonderreinigung durch die beauftragte Firma. Auf Anfrage von sechzger.de beim Referat für Bildung und Sport, das den Vertrag mit der Reinigungsfirma verwaltet, konnte dieser Begriff nicht präzisiert werden. Man könne keine festen Zeiten mit dem Dienstleister vereinbaren, “da die Reinigung immer von verschiedenen Faktoren wie Anstoßzeiten und dem jeweiligen Müllaufkommen abhängig ist“.

Was bleibt ist die Hoffnung, dass die Änderungen aus dem letzten Jahr die Situation für die Bürger und insbesondere die Anwohner bereits signifikant verbessert hat. Ohne Abfallbehälter dürfte es schwierig sein, mit einem erneuten Appell an die Löwenfans einen weiteren Fortschritt zu erreichen. Dennoch sind es schlussendlich die Stadionbesucher, die maßgeblich zu einem sauberen Giesing beitragen können. Dazu gehört im Übrigen auch das “Wildpinkeln”, das bereits vor einiger Zeit im Stadtrat thematisiert wurde.

 

sechzger.de Talk 154: 1:1 gegen Saarbrücken, Veranstaltungen, vor Haching

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sechzger.de Talk 154_ 1_1 gegen Saarbrücken, Veranstaltungen, vor SpVgg Unterhaching - TSV 1860 München

Das 1:1 gegen Saarbrücken, das nächste Drittligaspiel gegen die SpVgg Unterhaching und zwei Veranstaltungen rund um den TSV 1860 in dieser Woche beschäftigen Moderator Christian und seine Gäste Bernd, Thomas Enn und FloBu im sechzger.de Talk 154. Und auch die Öffentlichkeitsarbeit des “Bündnis Zukunft 1860” in der vergangenen Woche ist ein Thema.

Punkt gegen Saarbrücken

Wieder ein Unentschieden gegen ein ambitioniertes Team der Liga. Nach dem 1:1 in Regensburg holten die Löwen auch gegen Saarbrücken, das sich auf der Zielgerade der Saison nochmal in den Aufstiegskampf eingemischt hat, einen Punkt. Der Verlauf der Partie war aber komplett anders, als jener in der Hauptstadt der Oberpfalz vor Wochenfrist. Ob für die Saarländer mit diesen – aus ihrer Sicht muss man wohl sagen – zwei verlorenenen Punkten der Aufstiegstraum ausgeträumt ist? Und wann man beim TSV 1860 endgültig den Klassenerhalts-Haken hinter die Saison machen kann – wir disutieren es in unserer Sendung.

“Der neue Biss des Löwen” und Geburtstagsfeier

Über zwei in dieser Woche anstehende Veranstaltungen – beide auf der Sechzger-Alm am Trainingsgelände – wird im sechzger.de Talk 154 auch geredet: Am Donnerstag Abend findet eine Festveranstaltung zum 125. Jubiläum der Fußballabteilung im TSV 1860 e.V. statt.
Am Dienstag Abend präsentieren am gleichen Ort die beiden Geschäfstführer Peter Mueller und Dr. Christian Werner den Fans eine erste Bilanz ihres Wirkens an der Grünwalder Straße. Besonderen Fokus richten die beiden bei dieser Veranstaltung auf die zukünftige Ausrichtung der KGaA.

Das Bündnis Zukunft 1860

Vielleicht gibt es dort dann mehr und konkretere Antworten auf die Zukunftsfragen, die sich den Löwenfans stellen, als letzten Donnerstag, als das selbst ernannte “Bündnis Zukunft 1860” sowohl der Presse, als auch den Anhängern die Ergebnisse der monatelangen Auseinandersetzung mit dem TSV 1860 präsentierte. Der sechzger.de Talk kommt an diesem Thema natürlich nicht vorbei.

Kein “S-Bahn-Derby”: Haching vor der Brust

Immer und überall wird es betont: Es ist kein Derby, auch kein “S-Bahn-” oder “Radl-” (wobei man diesen Titel noch am ehesten akzeptieren kann, wenn man unserer aktuellen Podcast-Folge genau zuhört) Derby! Nein, es ist ein Spiel zweier Mannschaften aus München und dem Großraum München, für die es sportlich in dieser Saison um (fast) nichts mehr geht. Aber natürlich ist es wohl speziell für die Hachinger ein besonderes Spiel um’s Prestige. Und wir Löwen haben aus dem Hinspiel noch was gut zu machen. Wird es gelingen? Im Talk diskutieren wir drüber.
Und ganz kurz geht es im Talk dann noch um eine Personalie beim Gegner: Yannick Stark, vielen Löwenfans aus seiner kurzen Zeit bei 1860 in Erinnerung, kickt inzwischen für die Vorstädter. Bemerkenswerte Aussagen zu seinem Wirken bei den Löwen hat er im Sommer 2023 im Fußball-Podcast-Format “Erzähl ma'” zum Besten gegeben. Wie in der Sendung versprochen, haben wir das hier nochmal verlinkt.

Der sechzger.de Talk 154 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um sieben: Auch Saarbrücken hätte rot sehen müssen

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Das etwas glückliche 1:1 des TSV 1860 München liegt nun schon 3 Tage zurück und erscheint auf ein Mal gar nicht mehr so glücklich. Denn Babak Rafati analysierte, dass Saarbrücken bereits vor den Löwen hätte rot sehen müssen.

Foul an Ludewig: Saarbrücken hätte rot sehen müssen

Es lief die 29.Minute im Spiel zwischen 1860 und dem 1. FC Saarbrücken, als Marcel Gaus Kilian Ludewig rüde von den Beinen holte. Schiedsrichterin Fabienne Michel sah die Aktion des Saarbrückers nicht mal als Foul und ließ das Spiel weiterlaufen. Babak Rafati analysierte nun bei liga3-online.de, dass Gaus dafür hätte vom Platz fliegen müssen. Hätte Saarbrücken früh rot gesehen, wäre das Spiel vielleicht ganz anders gelaufen. Aber Ihr wisst es ja selber, “hätte, wäre und aber, Alles nur Gelaber”. Bernd Winninger hat das Spiel an diesem typischen Aprilnachmittag natürlich auch wieder für in der TAKTIKTAFEL analysiert. Er thematisiert auch die rote Karte aus seiner Sicht im Stadion und tadelt die Löwen für die erste Hälfte und lobt sie für die zweite.

Kloss in “kicker Elf des Tages”

Er kam zur Halbzeit und sicherte am Ende den Löwen mit seinem beherzten Kopfball den Punkt: Tim Kloss. Seine bärenstarke Leistung wurde vom kicker mit der Note 1,5 bewertet. Damit qualifizierte er sich selbstverständlich für “kicker Elf des Tages”. Außerdem steht Tim Kloss bei liga3-online zur Wahl als Spieler des Tages. Hier könnt Ihr für ihn abstimmen.

Die Löwinnen siegen weiter

Die Herrenmannschaften des TSV 1860 standen wieder mal im Schatten der Damenmannschaften. Die Herren der Schöpfung blieben von den Profis bis zu U16 sieglos. Die Kohle für Sechzig mussten also wieder mal die Damen aus dem Feuer holen. Und wie! Die Löwinnen I besiegten die SG Kirchheim/Aschheim mit 7:1, die Löwen zwei schossen die SG Trudering/München-Ost mit 7:0 vom eigenen Platz. Da konnte sich die U17 nicht lumpen lassen und legte ein 6:0 gegen den TSV Grasbrunn-Neukeferloh nach. Die Ergebnisse der Herren hüllen wir an dieser Stelle in den Mantel des Schweigens, aber wer sie unbedingt nachlesen will, kann dies hier tun.

sechzger. de Talk 154 online

Viel diskutieren gibt es auch diese Woche über den TSV 1860 München. Das tun Christian, Bernd, Flo und Thomas natürlich ausgiebig im sechzger.de Talk 154. Die vier diskutieren die mögliche rote Karte gegen Marcel Gaus, wie glücklich der Punkt gegen Saarbrücken war und wie die Atmosphäre im Stadion war. Außerdem stehen diese Woche zwei wichtige  Veranstaltungen an, der “neue Biss der Löwen” am Dienstag und natürlich die 125-jährige Geburtstagsfeier der Fußballabteilung am Donnerstag, die thematisiert werden. Zuletzt werfen die vier einen Blick auf den anstehehenden Sonntagabend-Ausflug zu den Bobfahrern voraus und fragen sich, ob man in Unterhaching seinen Fahrradhelm mit in den Gästeblock nehmen darf. Den Talk fiindet Ihr im Laufe des Vormittags auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen wie:

News aus der dritten Liga

Muzzicato übernimmt Freiburg II

Nach dem Abschied von Thomas Stamm bei SC Freiburg II ist ein neuer Trainer für den Neustart der kleinen Freiburger in der Regionalliga gefunden: Benedetto Muzzicato wird in den Breisgau wechseln und die Mission Wiederaufstieg angehen. Muzzicato stieg einst mit Viktoria Berlin in die dritte Liga auf.

Saarbrücken will Naifi halten

Der FC Saarbrücken möchte die Kaufoption für Amine Naifi ziehen. Der vom FC Differdingen 03 ausgeliehene Stürmer kann für eine Ablösesumme von 75.000 € per Option übernommen werden.

Selbstironie bei den Zebras

Mit dem MSV Duisburg wird sehr wahrscheinlich ein großer Traditionsverein die dritte Liga nach unten verlassen. Mit großer Selbstironie thematisierten die Fans der Zebras die kommende Saison in der Regionalliga. Sie sangen Michael Köllners Lieblingssong “Wir sagen Dankeschön” von Flippers mit folgendem alternativen Text:

“Wir sagen dankeschön, ab Juli fahr’n wir nach Bocholt, Wir fahr’n nach Gladbach, Köln und Schalke, doch leider nur gegen die Zweite. Wir glauben es selber kaum, im Sommer geht es nach Düren. Nach Gütersloh und Wiedenbrück, doch irgendwann sind wir zurück.”

Chapeau, liebe Zebra-Fans! Wir hoffen, dass wir bald wieder gegen Euch spielen können. Damit wünschen allen Löwen und den mitlesenden Zebras einen schönen Löwentag!

TSV 1860 – 1.FC Saarbrücken (1:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken. Ein hart erkämpfter, aber auch hochverdienter, Punkt steht am Ende für unsere Sechzger zu Buche. Manche sagen glücklich, aber Glück kann man sich erarbeiten.

Im Spiel TSV 1860 – 1.FC Saarbrücken trennen sich die Löwen und die Saarländer 1:1. Sowohl Argirios Giannikis als auch Rüdiger Ziehl schickte seine jeweilige Elf im erwarteten System auf den Platz. Dem 4-2-3-1 beim TSV 1860 München stand das 3-5-2/5-3-2 der Saarländer gegenüber.

1. Halbzeit

Mit zunächst mittig bis tief angelegter Pressing-Linie und leicht vorgeschobener Pressing-Linie wollte der TSV 1860 München den Gästen das Kombinationsspiel im Mittelfeld erschweren. Der Plan der Löwen war vermutlich nach im vorderen Mittelfeld der eigenen Spielfeldhälfte gewonnenen Bällen durch präzises vertikales Spiel schnell ins letzte Drittel der Saarbrücker einzudringen und dort Druck aufzubauen. Das funktionierte schon zu Beginn der Partie nicht ganz so gut und im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte nach dem Gegentor in der neunten Minute fast gar nicht mehr.

Die Saarbrücker versuchten gegen das Positionsspiel des TSV zunächst auch eher mittig bis tief in der vordersten Linie zu stehen und das Mittelfeld durch eine hochgeschobene Defensivlinie eng und schwer bespielbar zu machen.

Nach dem Gegentor bekam das Spiel ein komplett anderes Gesicht. Verunsicherte Sechzger, die gegen den Ball oft zu weit vom Gegner entfernt waren und kaum mehr Zugriff auf die Zonen in den eigenen offensiven Räumen hatten, wurden von Saarbrücken, das gut gestaffelt die statischen Löwen, die im Mittelfeld bei Ballbesitz kaum Bewegung zeigten, kontrollierte, immer wieder unter Druck gesetzt. Die Gäste kontrollierten in der ersten Hälfte den Ball und den Spielverlauf fast nach Belieben.

2. Halbzeit

In der zweiten Hälfte der Partie zeigten die Löwen dann in Unterzahl eine Willensleistung. Mit verändertem System 5-3-1 und zunächst noch ein wenig nach den richtigen Hebeln suchend, dauerte es im zweiten Spielabschnitt etwa zehn Minuten bis Sechzig dann die eigene Statik stabilisiert hatte. Viel Einsatz, eine kämpferische Leistung, mutige Momente wo man trotz Unterzahl in Umschaltsituationen des Gegners hoch im Gegenpressing blieb und dem 1.FC Saarbrücken so das Tempo aus dem Spiel nahm, sorgte dafür, dass der TSV 1860 München immer besser ins Spiel kam.

In Unterzahl erarbeiteten sich die Sechzger viermal mehr Abschlussgelegenheiten als noch zu elft. Den klaren Zugriff auf das Spiel der Sechzger so wie noch in Halbzeit eins, als gefühlt jeder Positionsangriff unserer Löwen noch vor dem letzten Drittel der Gäste beendet war, bekamen die Saarländer dann nur noch sehr sporadisch zustande. Der umjubelte und, aufgrund der beherzten Leistung in der zweiten Hälfte, verdiente Ausgleich in der 84. Minute durch Youngster Kloss war dann die Kirsche auf der Torte.

Bevor wir tiefer in die Analyse einsteigen wie immer die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte des Spiels

  • Ballbesitz 1860 46% – 1.FCS 54%
  • Passgenauigkeit 1860 78% – 1.FCS 85%
  • defensive Zweikampfquote 1860 67% – 1.FCS 61%
  • Schüsse/aufs Tor 1860 10/2 – 1.FCS 9/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 1860 14,9 – 1.FCS 9,91

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (46%:54%)

1.Halbzeit

Bis zum Gegentor mit Ballbesitzvorteilen, aber ohne wirklich effektiv sein zu können, hatten die Sechzger danach, bis zum Ende der ersten Halbzeit kaum mehr Zugriff auf das Spielgerät. Die Saarbrücker Spieler standen gut gestaffelt, waren nach Ballverlusten immer in der Lage nachzusetzen, um das Leder wieder in die eigenen Reihen zu bringen und kontrollierten das Spiel fast nach Belieben. Sie tauchten immer wieder gefährlich im letzten Drittel der Sechzger auf und hatten mehr als eine Gelegenheit die Partie schon früh zu entscheiden.

Die Sechzger erspielten sich in der ersten Halbzeit eine einzige viel versprechende Gelegenheit. Zwarts Abschluss per Kopf in der 33. Minute nach einer Ecke wurde jedoch von Zeitz noch über das Tor gelenkt. Effektiver Ballbesitz war für Sechzig in der ersten Spielhälfte nicht vorhanden. Die einzige Ballberührung in der Saarbrücker Box war der beschriebene Kopfball des Mittelstürmers.

Damit haben wir eine Ballbesitzverteilung in der ersten Halbzeit die Sechzig bis zum Gegentor deutlich im Vorteil sieht, aber danach stetig mehr in Richtung der Gäste kippte, sodass in der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs nur noch 30% Ballbesitz für unsere Sechzger auf dem Papier stehen.

2.Halbzeit

Ganz anders zeigten sich die Löwen dann in der zweiten Halbzeit. Aufgrund der roten Karte für Kwadwo stellte Trainer Giannikis das System um, ließ im letzten Drittel in einer Fünferkette verteidigen. Bei Ballbesitz verschoben die Sechzger allerdings zusehends mutiger nach vorne und bauten über die Spieler auf den Halb- und Außenpositionen im Mittelfeld immer wieder Druck auf das letzte Drittel der Saarbrücker auf. Auch gegen den Ball verhielten sich die Sechzger jetzt besser, die Räume wurden dank guter läuferischer Leistung trotz Unterzahl gut zugestellt und in den richtigen Momenten ging man nun auch aggressiv auf den jeweils ballführenden Spieler der Saarbrücker, wenn diese sich im Positionsspiel befanden und konnte Angriffe der Gäste immer wieder so unterbrechen, dass man zunächst entweder einen Neuaufbau erzwang oder selbst einen Umschaltmoment kreierte.

Die Initialzündung, bzw. der Moment der Klarheit, dass noch was gehen kann war meiner Meinung nach eine Situation in der 56. Minute als zunächst Frey abzog und es im Anschluss an diesen geblockten Schuss einen Eckstoß gab. Danach konnte sich Saarbrücken zwar noch einige Male ins letzte Drittel der Löwen hineinspielen, aber es sprangen keine Torgelegenheiten mehr für die Saarländer heraus. Ab diesem Zeitpunkt verteidigten die dezimierten Löwen sowohl was das Stellungsspiel anbelangt, als auch im direkten Duell das letzte Drittel und die eigene Box sehr gut und trotzdem mit der nötigen Elastizität, um wenn die Balleroberung gelingt schnell umschalten zu können.

So hatte der TSV 1860 in den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte zwar noch weniger Ballbesitz als in der Schlussphase des ersten Durchgangs erkämpfte sich aber dann bis zum Ende der Partei in den letzten 35 Minuten und speziell in der Schlussviertelstunde deutliche Vorteile was Ballkontrolle anbelangt. Und hatte in der Schlussphase trotz Unterzahl 33% mehr Ballbesitz als der Gegner.

Passgenauigkeit (78%:85%)

Auch die Genauigkeit im Passspiel nach vorne ließ beim TSV 1860 nach der Anfangsphase stark nach. Pässe nach vorne kamen größtenteils nur noch im eigenen Defensivverbund an. Sobald die Passwege ins vordere Mittelfeld gesucht wurden, hatte Saarbrücken aufgrund des guten Stellungsspiels in Halbzeit eins häufig einen Fuß im Weg oder erkämpfte sich die Kugel mit überlegenem Zweikampfverhalten gegen zahme Löwen, um dann selbst mit durchaus hoher Präzision wieder umschalten und ins Offensivspiel gehen zu können.

Das verkehrte sich dann in der zweiten Halbzeit nach der kurzen Phase zu beginn derselben ins Gegenteil. Plötzlich fand bei Saarbrücken im Spiel nach vorne kaum mehr ein Pass den Adressaten. In der letzten halben Stunde der Partie kamen bei den bis dahin überlegenen Saarbrückern kaum mehr Pässe nach vorne an. Das Stellungsspiel der Löwen zwang den Gegner zu Einzelaktionen, bei denen die Sechzger dann, weil sie nun näher am Mann und giftiger im Zweikampf agierten, immer wieder die Nase vorn hatten.

Die Sechzger hingegen schafften es nun zu zehnt, stark begünstigt durch fleißige Laufleistungen Mittelfeld und gutes Verschieben auf den Außenpositionen mit inversen Bewegungen nach innen vor allem durch Greilinger auf der linken Seite im Kombinationsspiel Druck auf Saarbrücken aufzubauen und mit effektivem Gegenpressing nach Ballverlusten auch zu halten.

defensive Zweikampfquote (67%:61%)

In der ersten Halbzeit nahezu ohne Zugriff bei defensiven Zweikämpfen, mit viel zu weiten Abständen gegen den Ball und der Staffelung der Saarländer nicht zurechtkommend, gefühlt immer einen Schritt zu spät dran, waren die Löwen nach dem Gegentor nicht nur mit, sondern auch gegen den Ball extrem harmlos. Das Umschaltspiel der Saarländer durch Gegenpressing-Aktionen zu unterbinden schafften die Sechzger genauso wenig, wie das Positionsspiel des Gegners im Mittelfeld vor dem eigenen letzten Drittel zu erschweren oder gar zu stoppen. Sieht man sich hier die Zahlen an, so haben die Löwen überhaupt nur zehn defensive Zweikämpfe am Boden mehr geführt als Saarbrücken gewonnen hat. Kopfballduelle gingen bis auf eines komplett an die Gegner.

Die zweite Halbzeit zeigt auch hier ein absolut umgedrehtes Bild. Die Sechzger verloren in der kompletten zweiten Hälfte am Boden nur noch fünf Defensivzweikämpfe, waren plötzlich mit einem Feuer in der Partie, das man aufgrund der Leistung in der ersten Hälfte nicht für möglich gehalten hätte und erarbeiteten sich über den Kampf gegen den Ball die Dominanz auf dem Feld immer deutlicher. Man war näher am Mann, stand plötzlich auch besser im Raum und konnte nicht nur bei den Defensivduellen ein deutliches Plus einfahren, sondern auch mehr Pässe des Gegners abfangen.

So waren die Sechzger, bis auf die Lufthoheit, die Saarbrücken auch in der zweiten Halbzeit, allerdings nicht mehr so deutlich wie noch im ersten Durchgang, behaupten konnte, in allen Kategorien die zur defensiven Statistik zählen, besser als die Gäste.

Schüsse/aufs Tor (10/2:9/3)

Im ersten Durchgang schafften es die Sechzger lediglich einmal in der Box des Gegners abzuschließen (Zwarts per Kopf 33.), der andere Schuss (Frey 22.) war aufgrund der großen Entfernung harmlos. Saarbrücken hatte in Durchgang eins hier fünf Gelegenheiten plus eine von knapp außerhalb des Sechzehners. Die Penetration der gegnerischen Box klappte bei den Löwen aufgrund der oben schon besprochenen Defizite in Halbzeit eins überhaupt nicht. Die einzige Ballberührung der Sechzger in diesem Spielabschnitt im gegnerischen Strafraum war tatsächlich Joël Zwarts Kopfball nach einer Ecke.

Gänzlich anders war es den Gästen. Saarbrücken hatte abgesehen von Brünkers Treffer vier weitere Schüsse im Sechzehner, die allerdings bis auf Boeders Versuch aus spitzem Winkel (43.) allesamt geblockt werden konnten. Trotzdem zeigt dies vor allem dann wenn man sich die Chancenqualität ansieht, wie sehr der TSV 1860 München gegen die Elf des 1.FC Saarbrücken in Halbzeit eins schwamm. Die drei geblockten Schüsse waren alle aus zentraler oder halbzentraler Position relativ tornah abgefeuert worden. Glücklicherweise verhinderten die verteidigenden Löwen hier den Torerfolg, indem man sich in die jeweilige Schussbahn warf.

In der zweiten Halbzeit, wurde dann auch hier das Bild auf den Kopf gestellt. Mit 8:3 Schüssen hatten die Löwen nun die Nase vorn. Sechzig schoss insgesamt viermal in der gegnerischen Box, hatte auf bei der Chancenqualität die Nase vorn. Wie oben erwähnt war Freys Schuss in der 56. Minute, obwohl er nicht zum Torerfolg führte, der Moment als Sechzig bemerkte, es könnte noch was gehen und Saarbrücken Angst bekam den verdienten Lohn der Arbeit in Hälfte eins zu verspielen. Angst ist generell ein schlechter Ratgeber. Nach dieser Szene schaffte es Saarbrücken nur noch zweimal im Strafraum unserer Löwen in Ballbesitz zu kommen. Weitere Schüsse brachten die Saarländer allerdings nicht mehr zu Stande.

PPDA (14,9:9,91)

1.Halbzeit

Saarbrücken das zunächst leicht abwartend mit mittig bis tief angelegter Pressing-Linie gegen das Positionsspiel aber aggressivem Gegen-Pressing in Umschaltmomenten spielte begann nach dem Führungstreffer sehr auf das eigene Stellungsspiel vertrauen, die Angriffe der Löwen gut gestaffelt zu verteidigen. Mit direkten Aktionen weiterhin im Gegenpressing agierend, konterte man das Positionsspiel der Sechzger aus dem Stellungsspiel heraus über Balleroberungen durch abgefangene Bälle und situativ danach entweder über ruhiges überlegtes Positionsspiel oder bei Gelegenheit und vorhandenen Räumen über nadelstichartige schnelle Umschaltversuche.

So stieg der Wert für Aktionen in den pressingrelevanten Zonen bei Saarbrücken während der ersten Halbzeit stetig an. Und genauso wie er bei Saarbrücken hier anstieg bauten die Löwen ab. Durch die von Saarbrücken häufig in den pressingrelevanten Zonen begonnenen Angriffe konnten die Löwen selbst in diesen Zonen gar nicht mehr zum Verteidigen kommen. So sank der Pressingintensität der Sechzger nach gutem Beginn in Halbzeit eins nach dem Gegentreffer ins Bodenlose.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit fand auch auch hier ein Turnaround bei den Sechzgern statt. Natürlich kann man das Positionsspiel eines Gegners, der einen Mann mehr auf dem Platz hat, nicht riskant mit auf vorderster Linie gestellter Pressinglinie angehen, aber die Sechzger waren im Gegenpressing um das Umschalten nach Ballverlust zu verhindern derart giftig, dass allein das die Pressingintensität ab der elften Minute der zweiten Halbzeit auf einen guten Wert hob.

Saarbrücken, war durchaus noch in der Lage und auch willens Aktionen im Pressing und Gegen-Pressing zu setzen, allerdings kam man mit der Staffelung nach der Systemänderung bei den Löwen nicht mehr ganz klar und so liefen viele Aktionen ins Leere. Pressing-Aktionen, vor allem wenn sie direkt gegen den Ball gerichtet sind und nicht von Erfolg gekrönt werden, sorgen dann für bespielbaren Raum. Dieser war a) dann von den Löwen oft gut ausgenutzt worden und b) schafften es die Saarbrücker ein ums andere mal nicht trotz numerischer Überlegenheit die sich ergebenden Räume nach dem die Sechzger sich aus dem Pressing der Gäste freigespielt hatten defensiv richtig zu besetzen.

So sprechen dann am Ende in der zweiten Hälfte der Partie alle Statistiken, die sich um Angriff und Progression drehen für die Löwen. Mehr Schüsse insgesamt, mehr Ecken, mehr Freistöße in Strafraumnähe, höhere Flankengenauigkeit, deutlich mehr gewonnene Offensivzweikämpfe, eine um mehr als 100% bessere Chancenqualität steht am Ende für die Sechzger in Halbzeit zwei gegen eine mit hohe Pressingintensität aber wenig Erfolg bei den Aktionen agierende Saarbrücker Mannschaft zu Buche.

Die Tore

Hier könnt Ihr Euch die Tore und andere Highlights des Spiels TSV 1860 – 1.Fc Saarbrücken noch einmal ansehen.

Das erste Tor der Partie durch Brünker könnte nicht ungünstiger und glücklicher zustande kommen. Zunächst verliert der sich nach vorne orientierende Innenverteidiger Glück in der eigenen Spielfeldhälfte auf der linken Seite den Ball durch eine listige Aktion von Stehle der sich von hinten an Glück anpirscht. Stehle spitzelt das Leder zu Rizutto. Rizutto wiederum spielt dem nach seiner Defensivaktion durchstartenden Stehle die Kugel perfekt in den Lauf. Frey kann ihn nur Begleiten, aber den Pass ins Zentrum nicht verhindern. Der zurückgeeilte Glück rutscht am ins Zentrum gespielten Ball vorbei, Verlaat weiter innen möchte abstoppen um das Leder zu erreichen rutscht dabei ebenfalls aus und Brünker im Zentrum etwa vierzehn Meter vor dem Kasten freut sich und schiebt zum Tor für die Gäste ein.

Es war ein maximal unglückliches Tor, dass sich die Löwen da gefangen haben. Wenn Frei in dem hohen Tempo direkter auf Stehle zugeht kann dieser möglicherweise nach innen ziehen, deshalb entscheidet sich Frey vermutlich dafür, Stehle lieber zu begleiten als zu attackieren. Dass Verlaat und zuvor Glück den Ball nicht erreichen ist vermutlich ebenfalls dem Tempo der Umschaltaktion der Saarbrücker geschuldet. Und Hiller kann man hier auch keinen Fehler ankreiden. Eine Kette von kleinen Fehlern ergibt am Ende einen Gegentreffer, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht verdient war. Am Ende der ersten Halbzeit muss man jedoch von Glück sprechen, dass es nicht mehr Gegentore wurden.

Der Treffer von Tim Kloss (herzlichen Glückwunsch zum ersten Profitor!) nach einer von Albion Vrenezi getretenen Ecke aufs lange Fünfereck war am Ende der hochverdiente Ausgleich für, in der zweiten Halbzeit, bravourös kämpfende Löwen.

Das fiel auf

Pfui und hui

Dass zwischen Pfui und Hui im Spiel TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken lediglich eine Halbzeitpause und und eine kurze Findungsphase in ein verändertes System liegen können hat dieses Spiel bewiesen. Einer Mannschaft die zunächst eine Halbzeit lang fast nach Belieben dominiert hatte nach der Pause in Unterzahl den Angstschweiß ins Gesicht zu treiben war eine tolle Leistung der Löwen.

Die weiter oben schon angesprochene Situation, als Frey nur knapp am Tor vorbei schoss, war in meinen Augen der Knackpunkt an dem die Spieler der Saarbrücker begannen nachzudenken. Und dann ging es nach dem Motto „Angst essen Seele auf“ (Filmtitel aus dem Jahr 1973) für Saarbrücken dahin. Die Sechzger hätten in der zweiten Halbzeit mit etwas mehr Ruhe in der gegnerischen Box durchaus noch mehr Treffer verbuchen können. Allerdings gilt das für Saarbrücken in der ersten Halbzeit und den ersten Minuten des zweiten Durchgangs ebenso. Am Ende steht eine Willensleistung unserer Löwen in der zweiten Halbzeit einem desolaten Auftreten in der ersten gegenüber.

Tim Kloss

Nicht nur durch seinen Treffer sondern insgesamt auch als belebendes Element im Spiel hat Tim Kloss eine Top-Leistung gezeigt. Er verlor keinen Defensivzweikampf, kein defensives Laufduell und hatte bei seinen Aktionen insgesamt eine Erfolgsquote von 76%. Starke Leistung.

Geblockte Schüsse

Rieder und Verlaat warfen sich in die Schüsse, die, ohne diese Aktionen der beiden, vermutlich hinter Hiller im Netz eingeschlagen hätten. Nachdem die Mannschaft des TSV 1860 München in der letzten Zeit nur wenige solche Aktionen in der eigenen Defensive zeigte, haben wir am Samstag gegen den 1.FC Saarbrücken beim Willen das eigene Tor zu verteidigen vorbildlichen Einsatz gesehen.

Der Wille besser zu sein war während des Spiels immer da. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nach vorne kam erst in der zweiten Halbzeit, unter anderem allerdings möglicherweise auch gerade wegen solcher mutiger Defensivaktionen im ersten Durchgang.

Fazit

Eine Willensleistung von zehn Spielern des TSV 1860 München gegen den 1.FC Saarbrücken in der zweiten Halbzeit sorgt für einen umjubelten Punktgewinn aufopferungsvoll kämpfender Löwen. Nachdem man im ersten Durchgang nach dem Gegentor völlig den Faden verloren hatte, brachten ängstliche Saarbrücker unsere Mannschaft wieder ins Spiel und verloren den angesprochenen Faden in der letzten halben Stunde selbst trotz numerischer Überlegenheit komplett.

Die Schiedsrichterleistung die von vielen Seiten teilweise hart kritisiert wird, fand ich persönlich in einigen Situationen ebenfalls fragwürdig. Gauß hätte für sein Foul an Ludewig denke ich durchaus zumindest die gelbe Karte bekommen können. Im Stadion hätte ich die Aktion, wie übrigens meine Nachbarn auch, aus meiner Position heraus als Ballspielen bewertet.

Dass man vor dem Fernseher da zu einem gänzlich anderen Schluss kommt sehe ich allerdings ebenfalls. Babak Rafati schreibt bestätigend dazu: Zitat „…kann es neben einem Freistoß nur die rote Karte geben.“

Die rote Karte für Kwadwo hätte Rafati, seinem Urteil zur Partie nach, ebenfalls gegeben.

Mit dieser Leistung in der zweiten Halbzeit als Rückenwind geht es nun am kommenden Sonntag in die Vorstadt. Die Moral der zweiten Halbzeit konservieren und mit dem erarbeiteten Selbstvertrauen dort den letzten Schritt zum sicheren Klassenerhalt zu gehen wäre sehr wünschenswert.

Datenquelle: Wyscout

Rafati: Gaus muss die Rote Karte sehen!

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Rafati: Gauss muss die Rote Karte sehen
Rafati: Gauss muss die Rote Karte sehen

Mehrmals stand Schiedsrichterin Fabienne Michel beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen den 1. FC Saarbrücken im Mittelpunkt und erhielt vor allem von den Stadionbesuchern danach schlechte Kritiken. Nicht ganz zu Unrecht, wie die Analyse von Babak Rafati für Liga 3 online zeigt. Während der Platzverweis gegen Kwadwo zwar unglücklich aber nachvollziehbar war, so hätte auch Saarbrückens Gaus die Rote Karte sehen müssen. Nach seinem rüden Einsteigen gab es aber nicht einmal einen Freistoß für die Löwen. Dennoch musste Ludwig verletzt vom Feld.

Gaus muss für Foul an Ludewig die Rote Karte sehen!

Von “klar Ballgespielt” bis “Roter geht es nicht” reichten die Analysen nach der Attacke von Gaus gegen Ludwig in der ersten Halbzeit. Ludwig musste im Anschluss mit einer Knieverletzung vom Feld. Die genaue Diagnose wollen die Löwen im Laufe des heutigen Tages bekanntgeben. Von einem längeren Ausfall ist auszugehen.
Nach der Analyse des Video-Materials kommt Rafati zu folgendem Schluss:

“Wenn man das Fernsehbild und dabei das Verdrehen des Beines sieht, das die Knieverletzung verursacht, kann es neben einem Freistoß nur die rote Karte geben. Hier wird die Gefährdung der Gesundheit des Gegenspielers billigend in Kauf genommen. Eine Fehlentscheidung, das Vergehen überhaupt nicht abzupfeifen und einen Freistoß zu geben.”

Michels zu weit vom Tatort entfernt

Zudem kritisiert, dass Michel zu weit vom Ort des Foulspiels entfernt stand und die Szene daher falsch einschätzte. Ein Foulspiel und mindestens die Gelbe Karte wären auf jeden Fall nötig gewesen, dann wäre Gaus später ohnehin vom Platz geflogen.

Die erste Attacke wäre von der Schiedsrichterin besser bewertbar gewesen, wenn sie näher zum Geschehen gestanden hätte. Aber durch die weite Distanz zum Geschehen fehlt die Schärfe des Blickes, sodass die Szene leider durchrutscht.  […] Die erforderliche rote Karte, aufgrund des Trefferbildes, ist auf dem Platz schon schwieriger erkennbar.

Rot gegen Kwadwo richtige Entscheidung

Dass Michel nach dem Foulspiel von Kwadwo kurz vor dem Pausentee im ersten Durchgang bereits die Gelbe Karte in der Hand hatte und später nach Rücksprache mit ihren Assistenten auf Rot entschieden, kann man als Stärke oder Schwäche auslegen.
Beim Platzverweis kommt Rafati zu folgender Einschätzung:

Stehle will Kwadwo kurz vor dem Strafraum ausspielen, aber Kwadwo kommt angelaufen, läuft in die Beine von Stehle und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist ein Foulspiel. Zuerst hat die Schiedsrichterin die gelbe Karte in der Hand, wird aber vermutlich vom Assistenten aufmerksam gemacht und entscheidet sich dann für eine rote Karte. Das ist eine richtige Entscheidung, da Stehle eine klare Torchance hatte. Verlaat wäre 3-4 Meter hinter Stehle und ein weiterer Münchner Verteidiger wäre weiter links vom eigenen Tor aus gesehen, sodass beide nicht mehr entscheidend hätten eingreifen können.

Auch hier stand die Schiedsrichterin vom Ort des Foulspiels zu weit entfernt, wie Rafati weiter anmerkt. Für Michel wäre wohl am Ende die Schulnote 4 herausgesprungen. Aber seis drum, Tim Kloss bescherte den Löwen am Ende nach einer starken zweiten Halbzeit ohnehin noch einen Punktgewinn und wurde für seine starke Leistung sogar in die Kicker-Elf des Tages berufen!

Youngster Kloss in der Kicker-Elf des Tages!

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Youngster Kloss in der Kicker-Elf des Tages!
Youngster Kloss in der Kicker-Elf des Tages!

Tim Kloss war der umjubelte Torschütze der Münchner Löwen beim Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken am vergangenen Samstag auf Giesings Höhen. Der TSV 1860 hatte sich vom Aufstiegsaspiranten 1. FC Saarbrücken nach einem Platzverweis gegen Kwadwo und einer Halbzeit in Unterzahl noch mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Nach einer Ecke hatte Kloss unbedrängt zum Endstand eingeköpft und freute sich über seine gelungene Torpremiere für die Weiß-Blauen!

Kloss in der Kicker-Elf des Tages

Als Belohnung wurde der Youngster, der in der 46. Spielminute eingewechselt wurde und ein starkes Spiel machte vom Kicker dafür mit der Note 1,5 bewertet. Damit schaffte er auch direkt den Sprung in die Kicker-Elf des Tages. Es war sein vierter Einsatz für die Löwen in der dritten Liga und der erste in diesem Jahr. In der Hinrunde war er bereits drei Mal für wenige Minuten eingewechselt worden.

Schröter führt internes Ranking an

Mit vier Nominierungen für die Elf des Tages liegt Morris Schröter in der teaminternen Kicker-Wertung in Führung. Für Kloss dürfte seine Nominierung ein sicherlich perfektes Wochenende noch einmal abrunden. Herzlichen Glückwunsch!

 

Fotogalerie zum Spiel des TSV 1860 München gegen Saarbrücken

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Titelbild Tsv 1860 1 Fc Saarbrücken Fotogalerie

Auch wenn das Spiel am Samstag mit einem 1:1-Unentschieden endete, so gab es nach gut 90 Minuten doch einen moralischen Sieger. In Unterzahl erkämpften sich die Löwen gegen einen Aufstiegsaspiranten noch einen Punkt und wurden dafür vom ausverkauften Grünwalder Stadion zurecht gefeiert. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Spiel des TSV 1860 gegen Saarbrücken.

Fotogalerie zu TSV 1860 München – Saarbrücken

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Videos rund um die Löwen

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Sechzig am Wochenende: Erneut deutliche Siege für Löwinnen

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Löwinnen siege
Ausgleichschance zum 2:2 für die 1860-Frauen

Während die Herrenteams des TSV 1860 bis runter zur U16 an diesem Wochenende sieglos blieben, feierten die Löwinnen erneut drei deutliche Siege. Die 2. Frauen-Mannschaft knackte dabei sogar eine ganz besondere Marke!

Deutliche Siege für Löwinnen

Eine halbe Stunde lang wehrte sich die SG Kirchheim/Aschheim gegen die Löwinnen I tapfer und konnte ein Gegentor vermeiden. Dann aber ging es Schlag auf Schlag und bis zur Pause führte 1860 mit 3:0. Am Ende siegten die Löwinnen 7:1 und bleiben ohne Punktverlust Spitzenreiter der Kreisklasse. Torschützinnen: Katharina Geßner (3), Kira Winter (2), Stefanie Stepberger, Sofia Endrizzi

Die Löwinnen II haben im 14. Saisonspiel die 100-Tore-Marke geknackt und mit dem 7:0 bei der SG Trudering/München-Ost ihre Tabellenführung in der A-Klasse gefestigt. Für den TSV 1860 trafen Laura Schmidt Bäse (3), Saadet Tombul (2) und Laura Kreuzer (2).

Auch die U17 der Löwinnen konnte einen souveränen Dreier einfahren und besiegte den TSV Grasbrunn-Neukeferloh mit 6:0. Für die Juniorinnen des TSV 1860 netzten Merem Gezgin, Ejona Rexhepi, Amara Rüschendorf, Sandra Bandi und Helena Mihm ein, dazu kam ein Eigentor der Gäste. In der Tabelle der Bezirksliga liegen die Löwinnen ungeschlagen auf Platz 1, wobei es diesmal keine Punkte gab, da der Gegner außer Konkurrenz in der Liga mitspielt.

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 16.04.

17.30 Uhr: TSV Milbertshofen U11 – U10 2:4

Donnerstag, 18.04.

18.30 Uhr: NK Hajduk – Senioren A 3:3

Freitag, 19.04.

19.00 Uhr: SpVgg Unterhaching U17 – U16 3:0

Samstag, 20.04.

10.00 Uhr: TSV Zorneding U10 – U9 0:1
10.30 Uhr: U19 – 1. FC Kaiserslautern 3:4
12.30 Uhr: Löwinnen U17 – TSV Grasbrunn-Neukeferloh 6:0
14.00 Uhr: Schwaben Augsburg – U21 2:2
14.00 Uhr: Profis – 1. FC Saarbrücken 1:1
15.00 Uhr: Vierte – FC Croatia München 0:2
15.30 Uhr: U15 – SpVgg Unterhaching 3:1
17.30 Uhr: Dritte – MTV München 1:5
18.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U13 0:1

Die U10 war am Samstag und Sonntag bei einem Turnier in Hechingen im Einsatz.

Sonntag, 21.04.

11.00 Uhr: SG Trudering/München-Ost – Löwinnen II 0:7
11.00 Uhr: U17 – Eintracht Frankfurt 0:4
11.00 Uhr: JFG Sempt Erding U13 – U11 5:6
13.30 Uhr: U14 – SpVgg Unterhaching 3:1
15.00 Uhr: Löwinnen I – SG Aschheim/Kirchheim 7:1
16.00 Uhr: U9 – SpVgg Joshofen Bergheim U10 7:3

Die U13 nahm am Sonntag in Riedmoos an einem Leistungsvergleich mit dem FSV Mainz 05 und dem VfR Aalen teil.

Montag, 22.04.

18.00 Uhr: BFV Junioren Süd – U14 -:-