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1860 rügt “unverhältnismäßige Maßnahmen” in Münster

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DIe TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat rund um das Auswärtsspiel in Münster (1:1 – hier geht’s zur TAKTIKTAFEL-Analyse) “unverhältnismäßige Maßnahmen” angeprangert.

Fanszene nach Durchsuchung geschlossen abgereist

Nach “Kollektiv-Strafen” gegen eine größere Gruppe Löwenfans war die Fanszene am vergangenen Sonntag geschlossen wieder abgereist, ohne das Stadion von Preußen Münster betreten zu haben. Die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat das von Preußen Münster ausgesprochene Stadionverbot gegen die gesamte Gruppe nun in einer Pressemitteilung als “unverhältnismäßige Maßnahmen” bezeichnet. Die Westfalen hätten die Maßnahmen “ohne die normal übliche Rücksprache mit dem TSV 1860 München” getroffen.

Die Pressemitteilung des TSV 1860 im Wortlaut

Beim vergangenen Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim SC Preußen Münster blieb die aktive Fanszene der Löwen dem Gästeblock fern. Grund war eine unverhältnismäßige Kollektivstrafe, die seitens des Gastgebers gegen einen Teil der Fanszene ausgesprochen wurde. Dies führte dazu, dass sich auch weitere Teile der aktiven Fanszene solidarisierten und den Rückweg nach München ohne Stadionbesuch frühzeitig antraten.

“Stadionverbot ohne die übliche Rücksprache mit dem TSV 1860”

Nach dem aktuellen Kenntnisstand des TSV 1860 München, der sich aus mehreren Gesprächen mit den betroffenen Gruppierungen, dem SC Preußen Münster, der Autobahnpolizei Dortmund und der Polizei Münster ergibt, wurden auf der Anreise der Löwenfans im Bereich der Autobahnpolizei Dortmund kleinere Sachbeschädigungen von wenigen Mitgliedern einer Fangruppierung des TSV 1860 München festgestellt. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurde diese Information an den SC Preußen Münster übermittelt. Die Gastgeber entschieden ohne die normal übliche Rücksprache mit dem TSV 1860 München, dass die gesamte Fangruppe für den Spieltag ein Hausverbot für das Preußenstadion erhält und somit trotz des Besitzes einer gültigen Eintrittskarte kein Zutrittsrecht zum Stadion erhält.

“Weite Teile der aktiven Fanszene betraten das Stadion aus Solidarität ebenfalls nicht”

Die Löwen-Fans setzten nach Rücksprache mit der Autobahnpolizei Dortmund vorerst die Anreise nach Münster fort. Dort wurden sie von der Polizei Münster im Empfang genommen und aufgrund des ausgesprochenen Hausverbots des SC Preußen mit einem Platzverweis für die Stadt Münster belegt. Weitere Teile der aktiven Fanszene erfuhren von den Maßnahmen des SC Preußen Münster und betraten aus Solidarität mit den ausgesperrten Fans das Stadion ebenfalls nicht. Trotz der durch den SC Preußen Münster hervorgerufenen Situation, der daraus resultierenden aufgeheizten Atmosphäre und einer entsprechend angespannten Sicherheitslage an den Eingängen zum Stadion kam es hier zu keinen weiteren Vorkommnissen. Die aktive Fanszene des TSV 1860 München fuhr daher bereits vor Beendigung des Spiels zurück nach München ohne das Spiel gesehen zu haben und ohne die Mannschaft in einem wichtigen und schweren Auswärtsspiel unterstützen zu können.

“Empfinden Kollektivstrafen als überzogen und unnötig”

Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse empfinden wir die durch den SC Preußen Münster und die Polizei Münster ausgesprochenen Kollektivstrafen als überzogen und unnötig. Dies hat der Geschäftsführer des TSV 1860 München den Verantwortlichen vor Ort bereits in aller Deutlichkeit mitgeteilt. Nur durch die gute Zusammenarbeit der Fanbetreuung und der Abteilung Spielbetrieb/Sicherheit des TSV 1860 München mit den eigenen Fans und die besonnene Reaktion der aktiven Fanszene konnte eine mögliche Eskalation verhindert werden.

Bild: Symbolbild

Für einen besseren Kommentarbereich: sechzger.de führt Registrierungspflicht ein

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sechzger.de hat für den Kommentarbereich des Portals eine Registrierungspflicht eingeführt.

Ein zivilisierter Kommentarbereich ist uns wichtig

Wie kürzlich erst berichtet, mussten wir einen anhaltenden Negativtrend hinsichtlich der Diskussionskultur auf unserem Kommentarbereich feststellen, den wir so nicht mehr hinnehmen wollten. Wir stehen für respektvoll geführte Gespräche, sachlich formulierte Kritik und themenbezogene Auseinandersetzung im Kommentarbereich. Zu diesem Zweck hatten wir 2022 den “Kommentar-Kodex” ins Leben gerufen. Leider hielten sich einige Kommentatoren dennoch nicht an dessen Mindeststandards.

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Registrierungsbereich noch in der Pilotphase

Seht es uns nach, wenn noch nicht alles glattläuft – wir werden dieses neue Feature nach und nach verbessern. In Zukunft wollen wir auch einen abgeschlossenen Bereich für unsere Vereinsmitglieder gestalten. Inzwischen können auch Nicknames vergeben werden.

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Tickets für Köln auswärts und Heimspiel gegen Regensburg online

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Viktoria Köln TSV 1860 München

Für die Spiele des TSV 1860 München gegen Viktoria Köln und Jahn Regensburg sind ab dem heutigen Mittwoch Tickets erhältlich.

Tickets für Spiele gegen Köln und Regensburg

Rund 900 Löwen machten sich am vergangenen Wochenende auf den Weg nach Münster. Aufgrund der ungünstigen Terminierung kamen einige von ihnen erst am nächsten Morgen wieder in der Heimat an. Die Unterstützung der Fans ist dem TSV 1860 München in der Fremde stets gewiss – das gilt sicherlich auch für das Spiel bei Viktoria Köln am 28.Oktober (14 Uhr, sechzger.de Liveticker). Für diese Partie sind mittlerweile Karten im Onlineshop der Gastgeber verfügbar. Reguläre Stehplatzkarten gibt es für 12€, Sitzplätze kosten 22€. Alle, die sich nicht auf den Weg nach Köln machen können, haben die Möglichkeit das Spiel live im Fernsehen zu verfolgen. Der BR überträgt das Auswärtsspiel des TSV 1860 live im Free-TV.

Ab heute mittag um 14 Uhr startet dann auch der Mitgliederverkauf für das Heimspiel gegen Jahn Regensburg. Es sind maximal zwei Tickets buchbar. Diese können entweder im Onlineshop, telefonisch oder persönlich im Ticketing an der Grünwalder Straße erworben werden. Sollten nicht alle Karten innerhalb einer Woche verkauft werden, startet exakt sieben Tage später der freie Verkauf für das Duell mit dem aktuellen Tabellenzweiten.

In eigener Sache: Bewertungsmöglichkeiten im Kommentarbereich

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Liebe Leserinnen und Leser von sechzger.de,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen sehen wir uns gezwungen, die Bewertungsmöglichkeiten im Kommentarbereich zu deaktivieren. Redaktionsintern war dieses Feature aufgrund der Manipulationsgefahr bereits bei Einführung umstritten und nun ist genau das eingetreten, was befürchtet worden war.

Natürlich finden wir es überaus schade, dass einige wenige Personen den Kommentarbereich durch ihre Beiträge derart vergiften, dass wir zu diesem Mittel greifen mussten.

Wie angekündigt arbeiten wir mit Hochdruck daran, eine Registrierungspflicht für den Kommentarbereich zu implementieren. In unserer Umfrage auf der Homepage sprachen sich kürzlich 53 % der Teilnehmer für eine Registrierungspflicht aus, 33 % standen dem neutral gegenüber und lediglich 14 % votierten dagegen.

Sechzig um Sieben: Marco Hiller mit weiterer Zwangspause

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Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online! Sechzig im Sieben

Die Nachricht des gestrigen Dienstags rund um den TSV 1860 München war sicherlich die verlängerte Zwangspause für Torwart Marco Hiller. Darüber hinaus analysierte Bernd das Auswärtsspiel in Münster und ein neuer sechzger.de Talk erschien. Für zwei Spiele der Löwen sind Karten erhältlich, um die Mannschaft live im Stadion unterstützen zu können.

Taktiktafelanalyse vom Spiel in Münster

1:1 endete das Duell mit dem Aufsteiger Preußen Münster bekanntlich am Sonntag. Bernd Winninger hat sich die Partie noch einmal gründlich angesehen und eine weitere, interessante Analyse verfasst. In der Taktiktafel wird unter anderem aufgezeigt, dass der TSV 1860 im zweiten Durchgang extrem wenig Ballbesitz hatte. Doch es gab nicht nur Grund zum Meckern, sondern auch durchaus positive Aspekte.

Neuer sechzger.de Talk online

Auch im sechzger.de Talk Folge 127 ist das letzte Auswärtsspiel ein Thema – und wie. Ausführlicher als von allen Protagonisten wird das Geschehen in Münster besprochen, bevor sich den möglichen Allstars des TSV 1860 München sowie dem Heimspiel gegen den SC Freiburg II gewidmet wird. In der aktuellen Runde spricht Christian gleich mit vier Gästen.

Hiller mit Zwangspause gegen Freiburg II

Apropos Heimspiel und Freiburg II: am Samstag wird erneut David Richter das Tor der Löwen bewachen. Die Zwangspause für Marco Hiller fällt länger aus als gedacht, der 26-Jährige kann in dieser Woche nicht trainineren. Folglich ist auch am Wochenende nicht an Fußball spielen zu denken. Der Konkurrenzkampf bei den Löwen dürfte damit weiter angefacht werden, sofern Richter erneut eine gute Leistung zeigen kann.

News aus der 3.Liga

Mannheim muss vorerst auf Wagner verzichten

Während Marco Hiller nur kurz aussetzen muss, hat es andere Spieler in der 3.Liga deutlich schlimmer erwischt. Beim Waldhof aus Mannheim hat sich Fridolin Wagner im Spiel gegen Arminia Bielefeld verletzt und kann nun mehrere Wochen nicht spielen. Der 27-Jährige stand bislang in allen elf Partien in der Startaufstellung – ein herber Schlag also für den SVW.

Dortmund II mit drei langfristigen Ausfällen

Noch schlimmer hat es die Zweitvertretung von Borussia Dortmund erwischt. Mit Paul Besong, Justin Butler und Felix Irorere fallen gleich drei Spieler mehrere Monate aus. Die Verletzungen zogen sie sich jeweils im Training zu. Eine Einheit musste in der Folge sogar abgebrochen werden.

TSV 1860 Senioren B unterliegen SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar

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Tsv 1860 Senioren B Sg Putzbrunn Grasbrunn Haar

In der Liga marschierten die Senioren B des TSV 1860 souverän durch und sicherten sich schon frühzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg. Am gestrigen Abend unterlag die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Fedai Karavas in einem Freundschaftsspiel der SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar mit 1:4.

TSV 1860 Senioren B unterliegen in Putzbrunn

Vom eigentlichen Stammpersonal war bei den Senioren B gestern Abend kaum jemand dabei, als sie vor rund 20 Zuschauern auf der Sportanlage Putzbrunn antraten. Zudem wechselten die Löwen noch achtmal aus, ein wirklicher Spielfluss kam so nicht zustande.

Bekanntester Akteur auf Seiten des Gegners war der ehemalige Nationaltorwart Hans Jörg Butt, der jedoch als Feldspieler auflief und – natürlich – als Elfmeterschütze zum 1:0 (35.) agierte. Zwar kamen die Löwen durch Adrian Pintea-Saero noch zum Ausgleich (43.), doch nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeber davon und gewannen am Ende verdient mit 4:1.

Bleibt der Trost, dass die B-Senioren eine überaus erfolgreiche Punktrunde gespielt und sich souverän den Meistertitel und den Aufstieg gesichert haben. Viel Erfolg in der neuen Saison, Männer!

Preußen Münster – TSV 1860 München (1:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels SC Preußen Münster – TSV 1860 München. Münster mit viel Ballbesitz, am Ende steht eine Punkteteilung. Was sind die Erkenntnisse aus diesem Spiel?

SC Preußen Münster – TSV 1860 München lautete das Duell am 11.Spieltag der 3.Liga. Am Ende steht ein gerechtes 1:1 und unter anderem die Erkenntnis, dass es bei den Sechzgern viele Baustellen gibt – die Torwartposition ist allerdings keine davon.

Preußen Münster wurde vom Trainer Sascha Hildmann im 3-5-2 System auf den Platz geschickt. Diesem stellte Maurizio Jacobacci wie üblich eine 4-2-3-1 Formation entgegen. Münster war fast permanent darauf bedacht im Pressing hoch und hauptsächlich gegen den in Ballbesitz befindlichen Mann zu agieren.

Währenddessen begannen die Sechzger trotz personell starker Besetzung mit teilweise vier Spielern in der vordersten Linie eher mittig bis tief stehend und Räume abdeckend.

Die Defensivlinie der Münsteraner war dem hohen Pressing angepasst. Sie stand zur Verteidigung der Positionsangriffe ebenfalls hoch. Die passiv agierenden Löwen entschieden sich eher tief bis sehr tief und abwartend auf Münsters Positionsspiel zu reagieren.

In der Offensive hatten allerdings die Gastgeber zumindest spielerisch mehr zu bieten. Die Sechzger vermissten ein spielstarkes Bindeglied zwischen Defensive und Offensive im Zentrum. Wenn bei den Löwen im Positionsspiel etwas nach vorne ging, dann über die Außenpositionen.

Allerdings muss man auch erwähnen, dass die vier Kontersituationen für den TSV 1860 in Halbzeit eins allesamt gut ausgespielt waren. Pech oder fehlerhafte Entscheidungen im letzten Drittel des Gegners sorgten dafür, dass auch diese in der ersten Halbzeit nichts Zählbares auf die Anzeigetafel brachten.

Während also im Positionsspiel klar die Münsteraner den Hut auf hatten, waren die nadelstichartigen Konterangriffe der Löwen auf die hohe Defensivlinie der Preußen ein geeignetes und auch gefährliches taktisches Mittel, um das Spiel möglicherweise erfolgreich zu gestalten. Leider nicht erfolgreich genug.

Vor der genaueren Analyse, wie immer die wichtigsten statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte

  • Ballbesitz SCP 64% – TSV 1860 36%
  • Passgenauigkeit SCP 82% – TSV 1860 70%
  • defensive Zweikampfquote SCP 59% – TSV 1860 58%
  • Schüsse/aufs Tor SCP 18/7 – TSV 1860 9/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) SCP 7,31 – TSV 1860 16,33

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (64%:36%)

Man könnte denken mit diesem statistischem Wert sei zum Ballbesitz alles gesagt. Theoretisch mag das ja auch so sein, allerdings ist die Diskrepanz zwischen Halbzeit eins und zwei so dermaßen groß, dass vor allem der zweite Durchgang Fragen aufwirft.

1.Halbzeit

Aber der Reihe nach. In der ersten Halbzeit lagen die Ballbesitzwerte der beiden Teams gar nicht so weit auseinander. Mit 55%:45% Ballbesitzverteilung sind die beiden Teams hier nicht so weit von einander entfernt. Das Bild kippt sogar ein wenig in Richtung der Löwen, wenn man die Ballbesitzphasen im gegnerischen letzten Drittel beider Teams aus dem Spiel heraus ansieht. Positionsspiel und Konterangriffe zusammengenommen hat Sechzig hier dank der gut ausgespielten Kontersituationen vier “last third posessions” mehr auf dem Konto als die Gastgeber.

Nehmen wir die Möglichkeiten beider Teams Tore zu erzielen mit in die Rechnung, haben wir im ersten Durchgang ebenfalls ein ausgeglichenes Bild. Wie weiter oben schon erwähnt: trotz höherer xG Wertigkeit bei der Doppelchance der Münsteraner hätten beide Teams in zwei unterschiedlichen Situationen zwei Treffer markieren können.

Die Überlegenheit der Münsteraner im Positionsspiel zeigen auf der anderen Seite wieder die Statistiken, welche die strafraumnahen Standards betreffen. Mit 7:1 Ecken und einem Freistoß in Strafraumnähe (allein in der ersten Hälfte der Partie) zeigt die Statistik die Gastgeber deutlich engagierter, aber ebenso glücklos.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit war dann Preußen Münster so deutlich ball- und feldüberlegen, dass es, wenn man nur auf die Statistik blickt schon zum Augenreiben einlädt, dass die Sechzger überhaupt vors Gegnerische Tor gekommen sind geschweige denn tatsächlich selbst in Persona Joël Zwarts ein Tor schossen.

Unglaubliche 72:28 Prozent zu Gunsten der Münsteraner lautet die Ballbesitzstatistik für die zweite Hälfte der Partie. Und das hat diesmal nur peripher mit viel in der eigenen Defensive der Münsteraner gespielten Pässen zu tun. Natürlich gab es diese einerseits haufenweise. Andererseits aber war Münster sehr häufig mit langen Ballbesitzphasen beschäftigt, in denen es vor und zurück ging ohne den Ball verlustig geben zu müssen, weil man am Ende einer Attacke keinen Weg in die Box der Löwen fand und folglich anstatt die Brechstange zu nutzen von vorne mit dem Aufbau begann.

Die durchschnittliche Zahl an Pässen zwischen zwei Ballbesitzwechseln sind hier ein guter Indikator. Während Preußen Münster durchschnittlich knapp fünf Pässe pro Phase spielte, waren es beim TSV 1860 gerundet lediglich zwei.

Passgenauigkeit (82%:70%)

Aus dem, was ich zum Ballbesitz bereits geschrieben habe, lässt sich leicht schlussfolgern, warum die Passgenauigkeit der beiden Teams eine derartige Diskrepanz aufweist. Sehen wir uns die Pässe an, die Raumgewinn und Offensive zuträglich sind. Während die Statistiken hier für Münster absolut im normalen Bereich um die 70% liegen, haben wir für Sechzig nur knapp über 50% angekommener Vorwärtspässe. Aber bei der abwartenden Spielweise, die auf Umschalt- und Konterspiel ausgelegt war, müssen genau diese Pässe mit höchster Präzision und Zuversicht gespielt werden. Die wenigen Situationen, in denen das bei Sechzig geklappt hat, waren nicht zwingend genug, um Münster derart Respekt einzuflößen, dass sie von ihrer mutigen Spielweise abgerückt wären.

Genau das Gegenteil trat ein. Durch die im Passspiel nach vorne auftretenden Unzulänglichkeiten bei den Sechzgern fasste Münster noch mehr Mut und setzte die Gäste je länger die Partie dauerte immer stärker unter Druck. Abgesehen von der Genauigkeit bei Rückpässen (!) waren die Adlerträger bei allen Arten der Zuspiele untereinander statistisch besser.

Eine weitere Analyse dieses Wertes ist daher nicht notwendig. Eine Anmerkung muss ich allerdings noch anfügen: Wenn die Verbindung zwischen Abwehr und Angriff weiterhin nicht funktioniert und die Zonen im Mittelfeldzentrum bei eigenem Ballbesitz weiterhin nicht von vorrückenden Mittelfeldspielern besetzt werden, sondern dort Angreifer ohne Unterstützung um Bälle kämpfen müssen, sehe ich für die Offensive auch in Zukunft kein Licht am Ende des Tunnels. Ein Tor pro Spiel wird auf lange Sicht nicht reichen, um sich in dieser Spielklasse zu behaupten.

Defensive Zweikampfquote (59%:58%)

Die Quoten ähnlich, die Leistung am Ende deutlich unterschiedlich. Man könnte anhand des hohen Ballbesitzes der Münsteraner vermuten, dass die Löwen deutlich mehr defensive Zweikämpfe geführt haben müssen und am Ende zumindest in absoluten Zahlen auch mehr gewonnen haben müssten. Das stimmt leider nur teilweise. Richtig ist, dass die Löwen mehr defensive Zweikämpfe geführt haben. Allerdings nur genau einen. Gewonnen haben beide Teams gleich viele. Das gipfelt dann am Ende darin, dass Münster prozentual ein Pünktchen weiter vorne liegt.

Problematisch ist jedoch, wenn in 95 Minuten Spielzeit der Gegner 64 Minuten lang den Ball hat und pro Minute Ballbesitz statistisch gesehen weniger als eine Aktion gegen den Ball erfolgt. Mir ist durchaus klar, dass der Plan war tief zu stehen und den Gegner überfallartig zu bearbeiten. Das was in Münster, vor allem in der zweiten Halbzeit, diesbezüglich seitens der Löwen geboten war, war deutlich zu wenig Engagement. Man kann durchaus von Glück sprechen, dass Münster es nicht schaffte mehr als einen Treffer zu erzielen.

Münster hatte pro Minute Ballbesitz der Löwen knapp zwei defensive Aktionen am Boden gegen die Sechzger. Auch hier hängt die Statistik dank der Herangehensweise ans Spiel ein wenig schief. Aber es zeigt klar, wer mehr Engagement an den Tag legte.

Am Ende fügt sich die Leistung hier nahtlos ins Geschehen ein und zeigt, dass relative Zahlen manchmal nicht das Papier wert sind auf dem sie geschrieben stehen. Wenn man hier nicht auf das absolute Ergebnis beider Teams blickt, könnte man ein Fehlurteil fällen.

Schüsse/aufs Tor (18/7:9/3)

Das ist die Statistik, bei der sich am Ende deutlich zeigt, wer die Nase auf dem Platz eigentlich vorne hatte. 18 Schüsse für Münster, davon fünf geblockt, neun ohne Gegenwehr aus der Box und vier ohne Gegenwehr von außerhalb des Strafraums. Dem Gegenüber stehen neun Schüsse für die Sechzger, davon wurden vier geblockt. Die fünf Schüsse ohne Gegenwehr der Münsteraner Feldspieler erfolgten alle im Strafraum.

Aufgrund der Ballbesitzverteilung ist die Schussausbeute für die Löwen gar nicht so übel. Um hier aber auf ein Level zu kommen, mit dem man in jedem Spiel konkurrenzfähig ist, braucht es mehr Präzision auf dem Feld im Passspiel nach vorne und unter den Offensivspielern sowie bei der Schussgenauigkeit der Sechzger.

Anhand der xG Werte beider Teams geht das Unentschieden auch in dieser Kategorie statistisch in Ordnung. Trotzdem wird der ein oder andere Münsteraner in der laufenden Woche noch Alpträume von Keeper Richter und seinen Paraden haben.

PPDA (7,31:16,33)

Wie bestellt, so geliefert könnte man sagen. Die indirekt proportionale Statistik der Pressingintensität zeigt exakt das, was man auf dem Feld gesehen hat. Aktiv anlaufende Münsteraner, die den Ball früh haben wollten, um Druck aufrechtzuerhalten sowie passiv tief stehende Sechzger, die versuchten über Konter und tiefe Umschaltsituationen Nadelstiche zu setzen.

Die Tore

Die beiden Tore und weitere Highlights gibt es hier nochmal zu bewundern.

Viel muss man dazu auch nicht sagen. Die glückliche Löwenführung entstand aus einem gutem Konter nach Ballgewinn durch Verlaat. An der eigenen Box eroberte der Löwenkapitän die Kugel. Sein sofortiges Zuspiel in die Spitze zu Zwarts an der Mittellinie war genau das, worauf dieser gelauert hatte. Zwarts setzte sich durch und marschierte verfolgt von mehreren Gegenspielern in höchstmöglicher Geschwindigkeit auf den Münsteraner Kasten zu. Er dringt wenige Meter in die Box ein und schießt am herausstürzenden Keeper Schulze-Niehues vorbei ins Tor.

Der Ausgleich entstand durch einen nicht wirklich gut verteidigten Freistoß aus der halbrechten Position etwas mehr als 25 Meter vor dem Kasten der Löwen. Der Freistoß ans lange Fünfereck gespielt, wurde durch Scherder per Kopf ins lange Eck hinter Richter zum Ausgleich verwandelt.

Das fiel auf

Lücken im Zentrum

Sowohl Zwarts als auch Sulejmani erhielten zu wenig Unterstützung aus dem Rückraum, um effektiv zu sein. Ohne schnell aufrückenden Box to Box Spieler oder einen eine ähnliche Rolle einnehmenden Spieler aus der Doppelsechs heraus kann durchs Zentrum nichts entstehen. Die sekundäre Spieleröffnung weiterhin hauptsächlich auf dem Flügel zu halten sehe ich aufgrunddessen, dass dort die Spielfeldbegrenzung das Vorankommen bei überladener Defensive noch komplizierter gestaltet als es im Zentrum der Fall wäre, sehr kritisch.

Man beraubt sich mit der taktischen Herangehensweise auf der Sechs fast permanent doppelt hinter dem Ball zu stehen und nur selten auf Ballhöhe oder auch davor aufzurücken einer gefährlichen Waffe. Mrowca hat bei Preußen Münster aus dieser Position heraus gegen den TSV 1860 München viel Gefahr ins letzte Drittel der Löwen gebracht. Fünf Schüsse und fünf Schussvorlagen gehen auf sein Konto. Bei den Löwen sind alle vier Spieler, die auf der Doppelsechs eingesetzt wurden, ohne Torschuss oder Schussvorlage geblieben – außer Starke, der immerhin eine Schussvorlage lieferte.

Starkes Stellungsspiel

Dass die Zweikampfbilanz in relativen Werten ausgedrückt zwar gut aussieht, aber das Spiel gegen den Ball alles in allem viel zu passiv war, wiegen die guten Momente im Stellungsspiel wieder auf. Lediglich auswärts in Halle konnte man in dieser Saison bisher ähnlich viele gegnerische Pässe abfangen wie am Sonntag. Dieses Stellungsspiel gepaart mit mutigerem Einsatz in direkten Duellen kann das Fundament für eine gute Entwicklung sein, wenn man beginnt sich auch offensiv mehr zuzutrauen.

Kein Torwartproblem

Etwas was die Sechzger sicherlich nicht haben, ist ein Torwartproblem. Richters Leistung am Sonntag hat mich schwer beeindruckt. Seine Berufung in die Elf des Tages beim Kicker wird den Konkurrenzkampf auf dieser Position sicherlich noch ein bisschen anheizen.

Fazit

Alles in allem ein glückliches, aber sicherlich nicht unverdientes Unentschieden zwischen dem SC Preußen Münster und dem TSV 1860 im Adlerhorst.

In den letzten Wochen hab ich es schon mehrmals geschrieben und auch heute schon darauf hingewiesen: das Zentrum muss im Aufbau auch vor dem Ball besetzt werden, wenn man sich nicht limitieren möchte. Schnelle Spielzüge über die Flügel sind auch aus halbzentralen oder zentralen Mittelfeldpositionen nahe oder auch jenseits der Mittellinie einleitbar. Dazu bedarf es Verschiebungen von der Sechs nach vorne und ballfern auf die Halbpositionen im Mittelfeld über eine der Außenpositionen.

Was bleibt noch zu sagen? Mehr offensiven Mut wagen bei gleicher defensiver Disziplin. Ein Tor pro Spiel reicht nicht.

Optisch schaut die Tabelle schlimmer aus als rechnerisch. Also Mund abwischen, Mut fassen, weitermachen.

Datenquelle: wyscout

Das Knie – Hiller fällt auch gegen Freiburg II aus

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Fragezeichen Hiller Schröter

1860-Stammtorhüter Marco Hiller muss wegen einer Blessur am Knie auch das Spiel gegen den SC Freibrg II aussetzen.

Blessur am Knie: Hiller fällt gegen Freiburg II aus

Marco Hiller muss, nachdem er schon gegen Münster nicht zwischen den Pfosten stand, auch gegen den SC Freiburg II passen. Der Stamm-Goalie hatte beim Abschlusstraining vor dem Spiel bei Preußen einen Pressschlag am Knie abbekommen.

Vertreten wurde Hiller von David Richter, der seine Arbeit hervorragend machte und in die Kicker-Elf des Tages gewählt wurde. Nun kann sich der gebürtige Berliner erneut von Beginn an empfehlen.

Wir wünschen unserer Nummer eins eine gute und schnelle Genesung und David Richter gutes Gelingen gegen die Breisgauer!

 

Die Meldung des TSV 1860 im Wortlaut

Nachdem Marco Hiller im Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel in Münster am Samstag einen Pressschlag erlitt, fiel er bereits beim Spiel gegen Preußen Münster am Sonntag aus.

Aufgrund einer Blessur am Knie wird Marco Hiller auch in dieser Woche nicht am Training können. Dementsprechend wird er beim Heimspiel gegen Freiburg II am kommenden Samstag nicht zum Einsatz kommen.

Wir wünschen Marco gute Besserung und eine schnelle Rückkehr auf den Trainingsplatz.

Bildquelle: CR Fotos

sechzger.de Talk 127: Punkt in Münster, vor 1860-Freiburg II

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sechzger.de Talk Folge 127 nach dem Unentschieden in Münster und vor TSV 1860 - SC Freiburg II

Erstmalig seit Anfang August finden sich im sechzger.de Talk 127 mal wieder stattliche fünf Löwenfans zusammen, um über das letzte und das kommende Spiel des TSV 1860 und außerdem über eine aktuelle Wahl auf der Seite des e.V. zu sprechen. Moderator Christian begrüßt die regelmäßigen Teilnehmer in diesem Format, Bernd und Jan und darüber hinaus ein “erweitertes Redaktionsmitglied” von sechzger.de, das auf den Namen Edge hört. Komplettiert wird die Runde von Stefan, der vielen Löwenfans als Kraiburger bekannt ist.

1:1 in Münster

Tatsächlich war unter den fünf Protagonisten dieser Talk-Runde nur ein einziger am Sonntag spätnachmittags in Münster live dabei. Edge kann aus erster Hand davon berichten, warum die organisierte Szene der Löwen das Preußenstadion nicht betrat und welche Auswirkung dies auf die Atmosphäre im – neuen, überdachten – Gästeblock hatte. Über das sportliche Geschehen sprechen dann natürlich auch jene Talk-Teilnehmer, die das Spiel daheim vor dem Fernseher verfolgt haben. Zu welchen völlig fehlerhaften sportlichen Einschätzungen dabei die Anwesenheit eines 2jährigen Mädchens führen kann, erfährt Stefan direkt in der Sendung von Bernd. Nach langer Beschäftigung mit der Partie beantwortet unser Augenzeuge vor Ort schließlich noch die wichtigste Frage: Nämlich die nach dem kulinarischen Angebot.

Wahl der Allstars im sechzger.de Talk 127

Der Kraiburger stellt beim nächsten Thema unter Beweis, warum er – nach so langer Zeit, in der das immer mal geplant gewesen war – der perfekte Gast für die heutige Sendung ist. Den Hinweis auf die derzeit laufende Wahl auf der Website des e.V. zum “Löwen-Allstar-Team” (anlässlich des 125jährigen Jubiläums der Fußballabteilung des TSV 1860 im kommenden Jahr) kann unser Gast mit eigenen Überlegungen und Berechnungen zu einer “Hall of fame” der Münchner Löwen ergänzen. Die mögliche Kontroverse, ob Spieler, die auch für den Verein aus der Seitenstraße die Fußballstiefel geschnürt haben, einer solchen Auswahl bei Sechzig angehören können, oder eben nicht, gibt es eigentlich gar nicht. Die Protagonisten im sechzger.de Talk 127 sind sich ziemlich einig!

Das Heimspiel gegen Freiburg II

Aufgrund der fortgeschrittenen Dauer der Sendung und weil Bernd noch gar keine wirkliche Gelegenheit hatte, sich mit dem nächsten Gegner der Löwen aus dem Breisgau zu beschäftigen, fällt der Blick auf das nächste Heimspiel (Samstag, 14 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) eher kurz aus. Ein paar interessante Statistiken werden genannt. Und wieder ist es Stefan, auf den wir uns hier hoffentlich verlassen können. Geht es nach seiner persönlichen bisherigen Saisonbilanz und dem Gesetz der Serie(n), so darf am Samstag um kurz vor drei der nächste Sieg des TSV 1860 bejubelt werden!

Der sechzger.de Talk 127 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Free-TV Doppelpack: TSV 1860 live gegen Köln und Saarbrücken

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Titelbild Tsv 1860 Live Im Free Tv 1200x628 Löwen MagentaSport BR SWR
sechzger.de berichtet über die Free-TV Spiele (Fernsehen und Online-Stream) des TSV 1860 München.

Gute Nachrichten für alle Löwenfans: die Auswärtsspiele des TSV 1860 München in Köln und Saarbrücken werden live im Free-TV übertragen. Der BR zeigt beide Partien live und kostenlos.

TSV 1860 gegen Köln und Saarbrücken live im Free-TV

Die nächsten beiden Auswärtsspiele führen die Löwen in den Sportpark Höhenberg und das Ludwigsparksstadion. Gegner sind Viktoria Köln und der 1.FC Saarbrücken. Zu beiden Spielen werden natürlich wieder zahlreiche Löwenfans anreisen und die Mannschaft aus dem Gästeblock unterstützen. Für alle, die die Reisen nicht antreten können, gibt es gute Nachrichten. Denn der BR überträgt die Duelle des TSV 1860 München mit Viktoria Köln und dem 1.FC Saarbrücken live im Free-TV. Die Spiele sind damit kostenlos für alle empfangbar.

In Köln sind die Löwen am Samstag, den 28.Oktober ab 14:00 Uhr zu Gast. Die endgültige Terminierung wurde erst vor kurzem bekannt gegeben, was auch in den Giesinger Gedanken thematisiert wurde. Zuvor steht noch das Heimspiel gegen Freiburg II auf dem Programm. Das zweite Spiel im Free-TV gegen den 1.FC Saarbrücken mit Beteiligung des TSV 1860 München steigt im November. Am 11.11. ist auch im Ludwigsparkstadion Anpfiff um 14:00 Uhr. Die Mannschaft um Trainer Maurizio Jacobacci trifft dann unter anderem auf Ex-Löwe Richard Neudecker.

Bislang konnte man die Löwen in der Saison 2023/24 drei Mal kostenlos im Free-TV verfolgen. Spitzenreiter in dieser Wertung ist – ebenso wie in der 3.Liga aus sportlicher Sicht – Dynamo Dresden, deren Spiele bereits sechs Mal ausgestrahlt wurden.