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15.03.1980: TSV 1860 besiegt Eintracht Braunschweig im Olympiastadion

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1860 olympiastadion

Löwen gegen Löwen, 1860 gegen Braunschweig – bereits 19 mal gab es dieses Duell in München. Die letzte Partie der beiden Gründungsmitglieder der Bundesliga ist noch gar nicht so lange her. Anfang Februar trennte man sich auf Giesings Höhen leistungsgerecht mit 2:2. Heute vor 42 Jahren hatte Münchens große Liebe jedoch das bessere Ende für sich, während die Niedersachsen am Saisonende gar abstiegen.

Sonnenbad nach Entlassung

Der TSV 1860 startete als Aufsteiger in die Spielzeit 1979/80, wurde nach 4:8 Punkten zu Saisonbeginn jedoch relativ unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Auch Präsident Erich Riedl zeigte sich unzufrieden und entließ Trainer Krautzun nach der 0:4-Pleite bei Fortuna Düsseldorf. Krautzuns Reaktion: Er fuhr an die Isar und nahm ein Sonnenbad. Kann man so machen…

Nach einem kurzzeitigen Intermezzo von Alfred Baumann übernahm Carl-Heinz-Rühl Ende Oktober das Traineramt bei den Löwen und die Ergebnisse stabilisierten sich. Der neue Coach stellte “mangelnde Harmonie innerhalb und außerhalb des Spielfeldes” fest. Bei den Löwen handle es sich um “20 Profis, aber keine Mannschaft”.

TSV 1860 besiegt Eintracht Braunschweig

Genau da galt es also anzusetzen und zunächst ließ sich das auch ganz gut an. Nach Platz 15 zur Winterpause startete der TSV 1860 mit 5:1 Punkten in die Rückrunde und entledigte sich schon bald aller Abstiegssorgen. Dazu trug auch der 2:0-Heimsieg des TSV 1860 gegen Eintracht Braunschweig am 15.03.1980 bei.

Über 26.000 Zuschauer waren an diesem Samstag Nachmittag in Olympiastadion gekommen, um Sechzig zu unterstützen. Sie wurden nicht enttäuscht, denn Grünther brachte die Löwen nach einer halben Stunde in Führung. In der von Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler geleiteten Partie legte Stering in der 55. Minute nach und sorgte für den 2:0-Endstand.

Während der TSV 1860 am Saisonende Rang 13 belegte, musste Eintracht Braunschweig als Tabellenletzter den bitteren Weg in die Zweitklassigkeit antreten.

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Carl-Heinz Rühl schenkte heute vor 42 Jahren folgender Elf sein Vertrauen.

Zander – Strack, Scheller, Grünther, Sturz – Kapellmann, Wohlers, Raubold – Senzen, Stering, Hofeditz (84. Herberth)

Tore:
1:0 Grünther (31.), 2:0 Stering (55.)

Sechzgerstadion – wird der Name verkauft?

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Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021
Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021

Sechzgerstadion – wird der Name verkauft?

Wie die Abendzeitung heute berichtet, möchte die CSU prüfen lassen ob sich mit einem Verkauf des Namens zusätzliches Geld generieren lässt. Dass ein Stadionname vermarktet wird, ist heutzutage nichts ungewöhnliches mehr. Stadien, die ihren traditionsreichen Namen behalten haben, sind heutzutage eher die Ausnahme.

Man geht von einem Erlös von mehreren hunderttausend Euro aus. Geld, dass man bei der Stadt gut brauchen könnte. Denn schließlich kostet alleine die Dachsanierung des Olympiastadions vstl. mehr als 80 Millionen Euro. Viel Geld für ein Stadiondach von einem Stadion, in dem abgesehen von ein paar Konzerten kaum mehr Veranstaltungen stattfinden.

MVV-Ticket günstiger?

Was die Verantwortlichen beim TSV 1860 von diesem Plan halten, ist bislang nicht bekannt. Allerdings gibt es auch einen Vorschlag von der CSU, der in der Geschäftsführung des TSV mit Freude aufgenommen werden würde. Der Kostenbeitrag für die MVV-Nutzung je Stadionbesucher soll halbiert werden. Damit ist er laut Manuel Pretzl von der CSU immer noch teurer als in den meisten anderen Städten.

Sechzig um sieben: Morgalla wieder nominiert

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Die Punkte in Berlin sind eingefahren und die Löwen stehen in der Tabelle mal wieder in Lauerstellung. Langsam kommt die Crunch-Time der Saison und mit den Spielen in Waldhof, bei Aubstadt und gegen Saarbrücken stehen in den kommenden Wochen ganz wichtige Spiele an. Natürlich verpasst Ihr in der dieser spannenden Saisonphase bei sechzger.de nichts! Heute im Fokus: Erik Tallig in die kicker-Elf des Tages gewählt und Leandro Morgalla erneut für die U18-Nationalmannschaft nominiert.

Leandro Morgalla wieder für U18 nominiert

Unser Eigengewächs Leandro Morgalla wurde wieder für die U18-Nationalmannschaft des DFB nominiert. Vom 20. – 28.03. wird der junge rechte Verteidiger am Lehrgang des DFB in Stuttgart teilnehmen. In diesem Rahmen stehen zwei Länderspiele gegen große Gegner an:

  • Donnerstag, 24. März (17 Uhr) im Gazi-Stadion (den älteren als Degerloch bekannt, wo Peter Pacult einst sein erstes Tor für die Löwen schoss) gegen Frankreich
  • Montag, 28. März (18 Uhr), in der Felsenberg Arena in Schwieberdingen gegen die Niederlande

Pädagogik im NLZ

Dafür, dass die Jungs im NLZ sich nicht nur auf dem Fußballplatz weiterentwicklen ist Bettina Scheuenpflug verantwortlich. Sie fungiert als pädagogische Leiterin des NLZ und gab in einem Interview mit tsv1860.org Einblick in ihre vielschichtigen Aufgaben. Sehr interessant, wie Bettina für die Talente gleichzeitig Mutter, Schwester und pädagogische Leiterin ist.

Erik Tallig in die “Elf des Tages” gewählt

Nach seiner starken Leistung und dem wegweisenden Tor in der 3. Minute wurde Erik Tallig in die kicker “Elf des Tages” gewählt. Tallig stach dabei den zweiten Torschützen von Berlin, Marcel Bär, aus, der eigentlich eine bessere Note vom kicker erhielt. Aber Erik hat sich das durch seine aufsteigenden Leistungen in den letzten Wochen redlich verdient.

Der Auswärtssieg in Berlin der TAKTIKTAFEL

Wer nochmal auf den ungefährdeten Auswärtssieg in Berlin zurückblicken will, sollte das mit Bernd Winningers TAKTIKTAFEL-Anaylse tun. Da werdet Ihr sehen, warum dieser Sieg für unsere Löwen wirklich nie zur Debatte stand!

Rückblick auf’s Löwenwochenende

Leider konnten nicht alle Teams des TSV 1860 München ihre Spiele siegreich gestalten. Die Futsaller verloren unglücklich das Hinspiel um die bayerische Meisterschaft 3:5 in Ingolstadt. Am kommenden Samstag steht übrigens m 18:60h das entscheidende Rückspiel in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173 an. Suppoerter sind herzlichst willkommen! Wie die weiteren Mannschaften der Löwen von der U9 an gespielt haben, findet Ihr hier.

80 Millionen (oder mehr) für ein Dach

Das in die Jahre gekommene Dach des Olympiastaions muss saniert werden. Die Kosten dafür können aktuell “seriös nicht angegeben werden”. Das führt natürlich in unserem Kommentarbereich zu heißen Diskussionen. Klickt Euch rein und diskutert mit!

Folge 50 des sechzger.de Talks

Heute gegen Mittag findet Ihr Folge 50 unserers Sechzger.de Talks auf unserem youtube-Kanal und den gängigen podcast-Plattformen. Ein Sektchen gibt’s erst bei der 60. Folge! Moderator Christian diskutiert mit Stefan, Florian und Bernd über den Auswärtssieg in Berlin und die schwere anstehende Aufgabe in Mannheim samt Rückkehr der Münchner Löwen in den Block. Reinschauen!

News aus der dritten Liga

Montagsspiel Meppen – Duisburg 1:2

Der MSV Duisburg konnte im gestrigen Montagsspiel einen 1:0-Rückstand gegen den SV Meppen drehen. Die Zebras verzeichneten die ersten beiden Chancen (13. und 14. Minute), die erste Chance der Hausherren resultierte aus einem Abwehrfehler von Bakalorz, Weinkauf konnte gegen Sukuta-Pasu gerade noch ausbügeln (15. Minute). Danach übernahmen die Emsländer das Kommando, konnten aber nicht in Führung. In der 37. Minute sah Egerer nach einer Notbremse an Bakir die rote Karte. Die dezimierten Meppener gingen aber trotzdem vor der Pause noch in Führung. Tankulic verwandelte einen Handelfmeter in der 45. Minute.

In der 48. Minute glichen die Meidericher aus. Eine missglückte Flanke von Bakir fand ihren Weg ins Netz der Meppener. Drei Minuten später flog der zweite Meppener vom Platz. Guder ging mit gestrecktem Bein auf Marvin Knoll los und ließ Schiri Kessel keine andere Wahl als ihn vom Platz zu stellen. In der Folge waren die Duisburger am Drücker und erspielten sich einige Chancen. In der 80. Minute war es dann soweit und Ademi traf zum 1:2. Am Ende setzte Mepen Alles auf eine Karte und traf in der 93. Minute nur noch die Latte.

Glöckner zum Aufstieg: “Ich persönlich will gar nichts mehr davon wissen.”

Der Waldhof-Trainer äußerste sich dem Kicker gegenüber skeptisch, was einen Aufstieg der Mannheimer angeht. Zu viele Punkte haben man in den letzten Wochen liegen gelassen. Wir hätten nichts dagegen, wenn der Waldhof am Sonntag auch ein paar Punkte im Aufstiegsrennen liegen lässt.

Klefisch zu Paderborn

Kai Klefisch wird Viktoria Köln nach der laufenden Saison gen Paderborn verlassen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler wechselt in die zweite Liga zum SC Paderborn.

Damit seid Ihr wieder von A-Z informiert, was bei den Löwen und in der dritten Liga abgeht. Alles Wichtige erfahrt Ihr natürlich bei sechzger.de.

Leandro Morgalla wieder für U18 Nationalmannschaft des DFB nominiert

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Leandro Leo Morgalla 1860

Im Dezember 2021 debütierte Löwen-Verteidiger Leandro Morgalla für die U18 Nationalmannschaft des DFB. Nun wurde der 17-Jährige erneut nominiert und darf auf Einsätze gegen Frankreich und die Niederlande hoffen.

Morgalla für U18 Nationalmannschaft nominiert

Die deutschen U 18-Junioren absolvieren ab dem 20.03. einen Lehrgang in Stuttgart. In den folgenden Tagen stehen unter anderem zwei Länderspiele auf dem Programm. Zunächst geht es am Donnerstag, 24. März (ab 17 Uhr), im Gazi-Stadion gegen Frankreich. Am Montag, 28. März (ab 18 Uhr), folgt dann in der Felsenberg Arena in Schwieberdingen gegen die Niederlande der zweite Test.

Wir gratulieren Leandro Morgalla natürlich zur Nominierung fürs U18 Nationalteam. Gleichzeitig bedauern wir jedoch, dass er dem TSV 1860 somit für das Pokalspiel beim TSV Aubstadt nicht zur Verfügung stehen wird.

Interessanter Einblick: Pädagogik im NLZ des TSV 1860

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TSV 1860 NLZ Grünwalder Straße

Immer wieder schaffen es Talente, von den Junglöwen in den Profikader von Münchens großer Liebe aufzurücken. Einst waren es die Bender-Zwillinge, Ju Weigl, Benny Lauth, Fabian Johnson, Marcel Schäfer oder Kevin Volland, die ihre Karrieren an der Grünwalder Straße starteten. Doch nicht nur der Fußball steht im Fokus, auch die Pädagogik kommt im NLZ des TSV 1860 München keineswegs zu kurz.

Pädagogik im NLZ des TSV 1860

Bettina Scheuenpflug ist seit 2016 im NLZ „die Bayerische Junglöwen“ tätig und seit 2020 für den gesamten Bereich Pädagogik beim TSV 1860 zuständig. Im sehr lesenswerten Interview mit dem Online-Auftritt der Junglöwen gewährt sie interessante Einblicke in die Ausbildung bei Sechzig.

Ihre eigene Rolle interpretiert die pädagogische Leiterin des NLZ sehr vielschichtig.

“Bei den Jungs nehme ich verschiedene Rollen ein – von der liebevollen Mama über die coole Schwester bis hin zur strengen Pädagogischen Leitung ist alles dabei. Wir sprechen nicht nur darüber, wir leben die „Löwenfamilie“.”

Zudem sei sie u.a. für die Koordination des Bundesfreiwilligendienstes und der Praktikanten sowie für den Kinderschutz- und Präventionsangebote im NLZ zuständig, so Scheuenpflug.

„Die Schule ist nicht Plan B!”

Dass die Pädagogik im NLZ des TSV 1860 eine zentrale Rolle einnimmt, ist Bettina Scheuenpflug sehr wichtig.

“Ein oft gesagter Satz von mir ist: „Die Schule ist nicht Plan B, sondern steht über dem Fußball.“ Der kommt aber leider bei den Jungs nicht besonders gut an, denn genau das wollen sie nicht hören. Doch es ist eben so, dass man den Blick auf die Realität nicht vergessen darf und nur ein Bruchteil den Sprung in den Profifußball schaffen. Daher ermutigen wir alle Spieler den höchstmöglichen Bildungsabschluss anzustreben.”

So haben alle Jugendspieler die Möglichkeit, werktags eine Hausaufgabenbetreuung in Anspruch zu nehmen und individuelle Unterstützung zu erhalten. Wenn nötig, werden junge Spieler sogar kurzfristig vom Trainings- oder auch Spielbetrieb ausgeschlossen, um den schulischen Fortschritt nicht zu gefährden.

Nach Sieg in Berlin: Erik Tallig in kicker “Elf des Tages”

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Erik Tallig (TSV 1860)

Lange musste Erik Tallig in dieser Spielzeit auf seinen ersten Saisontreffer warten. Am Freitag in Berlin war es dann endlich so weit und der Mittelfeldspieler traf zum frühen 1:0 bei der Viktoria. Der kicker belohnte die Leistung des gebürtigen Chemnitzers mit der Note 2,5 und berief Tallig in die “Elf des Tages“.

Erik Tallig in kicker “Elf des Tages”

Für den 22-Jährigen ist es in der laufenden Saison die erste Nominierung für die Spieltagself. Stefan Lex und Richard Neudecker, die vom kicker ebenfalls mit einer 2,5 bedacht wurden, wurden nicht berücksichtigt.

Auch Stürmer Marcel Bär, der sogar eine 2,0 erhielt, fand keinen Einzug in die “Elf des Tages”, da das Sportmagazin drei anderen Angreifern den Vorzug gab.

Die Spieltagself im Überblick

Folgende Mannschaft des 30. Spieltags wurde vom kicker nominiert:

Batz (Saarbrücken) – Breunig, Kraulich (beide Würzburg), Sorge (Türkgücü) – Ritter, Hercher (beide Kaiserslautern), Tallig (1860), Amyn (Köln) – Higl (Osnabrück), Boyd (Kaiserslautern), Sohm (Mannheim)

Bild: OR-Pressedienst

FC Viktoria Berlin – TSV 1860 in der Taktiktafel Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zu Taktiktafel Analyse des Auswärtsspiels FC Viktoria Berlin – TSV 1860 München. Die Berliner begannen wider Erwarten nicht mit einem System mit drei Innenverteidigern, sondern kamen in einem 4-4-2 mit Doppelsechs auf den Platz. Michael Köllner ließ beim TSV 1860 München alles beim alten und so ging es mit derselben Startaufstellung wie schon am Freitag der Vorwoche im 4-1-4-1 ins Spiel im Berliner Friedrich Ludwig Jahn Sportpark.

Im Spiel gegen den TSV 1860 hatten die Berliner, die im 4-4-2 antraten, mit Jopek und Theisen zwei eigentlich im zentralen Mittelfeld beheimatete Spieler auf die Sechserpositionen gestellt. Jopek war eher als tiefer Sechser auf dem Platz, Theisen als Box to Box Spieler.

Die Sechzger spielten in ihrem flexiblen 4-1-4-1 System offensiv mit sehr interessanten Verschiebungen. Gegen den Ball versuchten die Sechzger vor allem das Zentrum dicht zu halten. Aus diesem Grund wurde diesmal nicht nur – wie sonst üblich – mit einem Box to Box Spieler agiert, sondern auch mit einem zweiten eigentlich offensiven Spieler, der ins defensive Mittelfeld abkippte. Moll bekleidete die Position des tiefen Sechsers. Auf den Halbpositionen neben ihm agierten dann gegen den Ball Neudecker und Tallig.

Verschiebungen im System offensiv

Lex, nominell auf der linken Außenbahn aufgestellt, verließ seine Position immer wieder, um als zusätzliche Sturmspitze im Zentrum aufzutauchen. Seine beiden Nebenmänner in der Mittelfeldreihe verschoben sich dann horizontal, sodass Neudecker auf der Außenbahn mit Steinhart zusammenarbeiten konnte, und Biankadi zentral spielte. Tallig blieb auf seiner Position rechts.

Die zweite Variante bei den offensiven Verschiebungen der Löwen war Folgende: Lex und Tallig rückten positionsgetreu nach vorn in die Sturmreihe. Biankadi und Neudecker verschoben auch hier horizontal nach links. In beiden Varianten der offensiven Verschiebungen beim TSV 1860 München rückte einer der beiden Außenverteidiger ins Mittelfeld auf. So entstand bei eigenem Ballbesitz entweder ein 3-5-2 oder ein 3-4-3.

Dieses massive Bollwerk mit drei tiefen Mittelfeldspielern vor der Viererkette zu durchbrechen, war für Berlin über die komplette Spielzeit fast nicht zu bewerkstelligen.

Im Umschaltspiel konnte der TSV 1860 daher nach Ballgewinnen oft sehr schnell Überzahl herstellen und seine eigenen Angriffe immer wieder gefährlich bis tief in des Gegners Spielfeldhälfte durchbringen.

Bevor wir auf das Spiel an sich eingehen, wie immer die Statistiken und was sie aussagen.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 44% – Viktoria Berlin 56%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 77% – Viktoria Berlin 75%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 50% – Viktoria Berlin 57%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860: 24/12 – Viktoria Berlin 11/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 14,48 – Viktoria Berlin 9,43

Analyse der statistischen Werte

Die Werte sehen – abgesehen von den Schüssen und der Passgenauigkeit – wieder einmal so aus, als wären die Löwen nicht die bessere Mannschaft gewesen. Das ist aber ganz klar nicht so. Eine dominantere Mannschaft des TSV 1860 München als am Freitag gegen Berlin haben wir in dieser Saison selten gesehen.

Ballbesitz

Beginnen wir beim Ballbesitz: Hier liegt der Gastgeber mit 12% mehr Spielanteilen vorn. Schaut man aber darauf, wie viele zu Ende gespielte Angriffe beide Mannschaften haben, gibt es eine klare Dominanz auf Seiten des TSV 1860 München. Ein Übergewicht von mehr als 53% im Positionsspiel und bei Kontern hatten die Sechzger bei den bis ins letzte Drittel des Gegners durchgebrachten Angriffen.

Das hat wie immer damit zu tun, dass die Berliner mit dem Ball nicht viel anfangen konnten. Es fehlten einerseits die Ideen, um durch die gut gestaffelte Löwendefensive durchbrechen zu können, was bei Berlin oft dazu führte, dass der Ball aus dem letzten Drittel vor dem Tor des TSV bis zum eigenen Torwart oder zu den Innenverteidigern zurückgespielt wurde. Da hat man natürlich lange den Ball – aber es passiert halt nichts. Vor allem dann nicht, wenn beim Neuaufbau das gleiche Schema wie zuvor gezeigt wird. In Puncto Spielwitz war bei Berlin nichts geboten.

Aus dieser deutlichen Überlegenheit bei den zu Ende gespielten Angriffen für den TSV 1860 gegenüber Berlin entstanden dann in der Folge sowohl mehr als doppelt so viele abgegebene Schüsse als auch das vierfache an Schüssen, die auch aufs Tor gingen. Speziell in der zweiten Halbzeit hätten die Sechzger Berlin hier noch einige Tore einschenken müssen.

Defensive Zweikämpfe

Nur 50% gewonnene Defensivzweikämpfe? Das klingt doch auch eher schlecht, oder? Stimmt, tut es. Dabei muss man jedoch berücksichtigen, wo der Großteil der Defensivzweikämpfe geführt wurde. Zudem führten zahlreiche verlorene Zweikämpfe im Nachgang oft doch noch zum Ballgewinn für den TSV 1860, weil dem zunächst im Vorteil befindlichen Spieler von Viktoria Berlin der Ball vom Fuß sprang, oder, dass ein gedoppelter Spieler im Zweikampf mit zwei Gegenspielern diesen Zweikampf ja nur gegen einen der Beiden verliert. Das relativiert den auf den ersten Blick schlechten Wert doch gewaltig.

In welchen Zonen also verlor der TSV 1860 gegen Viktoria Berlin wie viele seiner defensiven Zweikämpfe? Im letzten Drittel vor dem eigenen wurden Tor insgesamt elf defensive Zweikämpfe verloren. Davon fand ein einziger im eigenen Strafraum statt. Durch die oben erwähnte Verschiebung gegen den Ball mit zwei Spielern auf den Halbpositionen und Moll zentral war das Zentrum beim TSV 1860 München gegen Viktoria Berlin so dicht, dass die Hauptstädter immer auf die von ihnen ungeliebten Flügel ausweichen mussten. Acht dieser elf verlorenen Defensivzweikämpfe fanden dort statt. Die seltenen Fälle, in denen es die Viktoria dann schaffte, den Ball in die Box zu spielen, waren bis auf vier Ausnahmen in den seitlichen Randbereichen des Strafraums. Eine Ecke, zwei Freistöße, und eine Situation aus dem Spiel heraus sorgten für zentrale Ballkontakte der Berliner im Strafraum der Sechzger. Fazit des Ganzen: Eine Top Leistung im eigenen letzten Drittel beim TSV 1860.

In den Zonen vor dem eigenen letzten Drittel wurden mehr defensive Zweikämpfe verloren als gewonnen. Das ist aber tatsächlich kein Beinbruch. Allein die Störung des Spielflusses in diesen Fällen sorgte dafür, dass Berlin – wie oben beschrieben – immer wieder neu aufbauen musste, weil der TSV 1860, durch die mit diesen Zweikämpfen gewonnene Zeit, die Räume so gut besetzen konnte, dass der Viktoria nichts anders übrig blieb, als den Ball zurück zu spielen.

PPDA

Viele werden nach Betrachtung der Werte sagen: “Das Pressing war doch gut, warum ist der Wert beim Indikator (PPDA) so hoch?” Auch hier gibt es wieder eine einfache Antwort. Das Zustellen der Passwege ohne direkte Aktionnen gegen den Ball wird bei der PPDA leider nicht berücksichtigt. Viele Pressingsituationen vor allem zu Beginn der Partie konnte Berlin nur über den langen Ball lösen. Dieser musste dann nicht mehr in der sogenannten pressingrelevanten Zone verteidigt werden. Damit zählen Aktionen gegen solche Bälle nicht in diese Statistik. Oder aber der Druck der hoch pressenden Löwen führte direkt zu Fehlpässen, die aus gutem Stellungsspiel in der zweiten Linie resultierten und keine durch Einlaufen in Passwege eroberten Bälle waren. Daher zählen diese (statistisch) auch nicht als Aktion gegen den Ball.

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die Schüsse. Vierundzwanzig Schüsse, zwölf davon aufs Tor, nur zwei drin. Na gut, hier hätte die Ausbeute höher sein dürfen. Aber sind wir ehrlich: Das ist Jammern auf hohem Niveau! Zehn gehaltene Bälle, vier davon Reflexparaden, bei denen andere Torhüter aufgrund der geringen Entfernung den Ball möglicherweise nicht einmal kommen sehen, zeigen deutlich welch Potential der 21-jährige Keeper Krahl im Berliner Tor besitzt.

Das Spiel

1. Halbzeit

Von Beginn an machte der TSV 1860 gegen Viktoria Berlin Druck. Die sprichwörtliche Abtastphase gab es nicht. Aus einer Pressingsituation heraus, die Berlin nicht lösen konnte, gab es einen Einwurf für die Sechzger. Dieser führte zum 1:0 für Sechzig durch Erik Tallig in der 3. Minute. Mit der frühen Führung im Rücken konnten sich die Löwen darauf konzentrieren, aus einer eigenen kompakten Defensive heraus über Umschaltspiel oder kontrollierte Offensive zu agieren. Gewonnene zweite Bälle für die Berliner Offensive waren Ausnahmen. Selbst wenn Berlin das gelang, konnte die Viktoria daraus wenig Kapital schlagen. Wie oben schon geschrieben, waren die Ballkontakte der Hausherren in der Box des TSV 1860 auf die Ränder des Sechzehners beschränkt. Im Zentrum vor dem Tor ließ Sechzig im eigenen Strafraum fast nichts zu.

In der 21. Minute fiel dann der verdiente zweite Treffer für die Löwen durch einen von Stefan Lex herausgeholten Elfmeter. Bär verwandelte souverän.

Mit der zwei Tore Führung im Rücken und ideenlosen Berlinern als Gegner, überließen es die Sechzger ab diesem Zeitpunkt, den Hausherren das Spiel zu machen und setzten selbst weiter eher auf Reaktion als auf Aktion. Diszipliniertes und taktisch kluges Spiel sorgten dafür, dass Berlin zu keinem Zeitpunkt dauerhaft Gefahr für das Münchner Tor ausstrahlen konnte. Einzelne Momente, die hauptsächlich aus Standardsituationen entstanden, waren ebenfalls selten gefährlich. Bis auf Pinckert, der in der 26. Minute über den Kasten zielte, Ezehs Versuch, der rechts am Kasten vorbeiging, und Seiferts eher schwachen aber doch platzierten Schuss, den Hiller zur Ecke klärte, gab es für Berlin keinen Weg durch das Löwenbollwerk hindurch.

Der TSV 1860 München eroberte den Ball meistens vor dem eigenen letzten Drittel und startete seinerseits Attacken auf den Berliner Strafraum. Diese Attacken klappten deutlich besser als bei den Gastgebern. Die Sechzger drangen in der ersten Halbzeit nicht so häufig wie Berlin in die gegnerische Box ein. Es waren jedoch die Hälfte aller Ballkontakte der Löwen im Strafraum der Hausherren in zentralen Positionen vor dem Tor.

2. Halbzeit

In der zweiten Halbzeit kam Berlin dann giftig aus der Kabine und tatsächlich kurz nach Wiederanpfiff gefährlich vor das Tor der Löwen. Pinckerts Chance in der 49. Minute war allerdings trotz zweier weiterer Schüsse bis zur 60. Minute die einzig nennenswerte Möglichkeit für die Gastgeber in Durchgang zwei. Bis zur 60. Minute spielte Berlin noch mit. Dann nahm Trainer Farat Toku Küc vom Platz, stellte Menz neben Jopek auf die Doppelsechs und beorderte Theisen ins offensive Mittelfeld. Ohne den Kreativposten Küc, der im Sturm allerdings eher verschenkt schien, war dann Schluss mit sämtlichen Offensivbemühungen seitens der Viktoria.

Ganz anders sah das bei den Sechzgern aus. Der TSV 1860 spielte sich im Friedrich Ludwig Jahn Sportpark in einen wahren Offensivrausch. Die Bilanz der letzten halben Stunde plus Nachspielzeit liest sich so überlegen, wie sie auch tatsächlich war. 6:0 Schüsse (davon alle aufs Tor), 20:3 bis zum Ende gespielte Positionsangriffe und 2:1 Konter stehen für den TSV 1860 bei nach wie vor geringerem Ballbesitz zu Buche. Ein einziger Ballkontakt gelang der Viktoria im Strafraum der Sechzger noch bis zum Schlusspfiff.

Angesichts dieses desolaten, blutleeren Auftritts der Hauptstädter darf man daran zweifeln, ob die Demission von Trainer Benedetto Muzzicato weise war. Was solls, uns kanns – zumindest in diesem Spiel – nur recht sein.

Michel Köllner wechselte seine Akteure erst spät, schöpfte aber das Wechselkontingent im Gegensatz zu seinem Kollegen, der nur dreimal wechselte, voll aus. Mit Dressel (78.), Greilinger, Goden (beide 85.), Linsbichler und Morgalla (beide 90.+1) kamen in der Schlussphase frische Kräfte ins Spiel.

Nimmt man die xG-Statistik als Grundlage, hätte Sechzig in der zweiten Halbzeit noch mindestens einen Treffer nachlegen müssen. Beim Blick aufs Spiel und dem, was man landläufig als 100%ige Chance ansieht, könnte man sich auch Marcel Bärs Meinung im Interview nach dem Spiel anschließen. Er sprach von fünf oder sechs Toren, die man hätte nachlegen können.

Die Tore

Das 0:1

Nach einem Einwurf durch Tallig auf der linken Seite steil zu Bär, spielt dieser das Leder zurück zu Tallig. Der setzt sich, von der linken Seitenauslinie kommend, gegen drei Gegenspieler durch und dringt im Alleingang in die Box der Berliner ein. Von Jopek begleitet schließt er, nachdem er mit dem Ball in den Fünfer eingedrungen war, aus spitzem Winkel ab. Die freundliche Mithilfe von Jopek, der dabei den Ball ins eigene Tor abfälscht, nahm er natürlich dankend an.

Hervorzuheben an dieser Situation ist aber auch das gute Zonenpressing zuvor. Die Sechzger stellten dabei die Passwege der Berliner derart gut zu, dass die Viktoria keine normalen Positionsaufbau zusammenbrachte. So wurde der Ball von den Hausherren immer weiter an die eigene Torauslinie zurück gepasst. Die Löwen besetzten zudem durch gutes Stellungsspiel im Mittelfeld die Räume so gut, dass Krahl den Ball lang und hoch ins Seitenaus schlug, um nicht noch stärker unter Druck zu geraten.

Das 0:2

Bär versenkt einen Elfmeter nach Foul im Strafraum an Lex souverän.

Auch hier ist die Entstehung der Situation, die zum Foul führt, Spitzenklasse. Los geht es mit einem Einwurf auf der linken Berliner Angriffsseite durch Ezeh auf Küc. Ezeh läuft dann die Linie entlang, um sich für eine Flanke in Stellung zu bringen. Kücs Pass, den Tallig gut verteidigt, landet so als zweiter Ball bei Lewald im Mittelfeld nahe des Anstoßkreises. Lewalds Kopfball nach vorn geht jedoch nicht zu einem seiner Mannschaftskameraden. Moll hält sein Füßchen hin. So spielt er die Kugel mit nur einem Kontakt steil über die Gegner hinweg in den Lauf von Marcel Bär. Bär verarbeitet das Spielgerät und legt mit seinem zweiten Kontakt zu Lex, der etwas weiter links mitläuft. Verfolgt von Pinckert dringt Lex in die Box ein und wird dort von seinem Verfolger von den Beinen geholt.

Gerne würde ich hier noch weitere Tore beschreiben. Chancen hätten die Löwen genügend gehabt. Aber ein souveräner 2:0 Sieg in der Fremde ist trotz des Chancenwuchers nicht zu verachten.

Fazit Viktoria Berlin – TSV 1860

So darf es gerne weitergehen. Gute Spielkontrolle bei Ballbesitz, starke Defensivarbeit beim Zonenpressing, im Stellungsspiel und in der Raumdeckung, Kreativität und viel Bewegung in der Offensive. Was will man mehr? Fünf oder sechs Tore wie Marcel Bär sagt? Bis auf die Chancenverwertung braucht man am Spiel des TSV 1860 München gegen Berlin tatsächlich nichts kritisieren. Und das zu kritisieren ist, wie schon geschrieben, Jammern auf hohem Niveau. Diese Chancen machen die Burschen dann halt im nächsten Spiel rein.

Apropos nächstes Spiel: Am nächsten Sonntag geht es ohne Kapitän Lex nach Mannheim -das wird sicherlich kein Spaziergang. Positiv ist, dass die Löwen nach dem Spiel am Freitag einen zusätzlichen Tag zur Regeneration haben und im Vergleich zum normalen Spielrhythmus sogar zwei Tage mehr zu Vorbereitung.

Datenquelle: Wyscout

1860 am Wochenende: Dritte verliert Spitzenspiel bei FC Ludwigsvorstadt

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FC Ludwigsvorstadt TSV 1860 III Dritte

Während die Profis am Freitag Abend ordentlich Grund zu Jubeln hatten, erlebte die 3. Mannschaft am Sonntag einen bitteren Vormittag. Im Spitzenspiel der Kreisklasse 4 unterlag die Dritte im Spitzenspiel dem FC Ludwigsvorstadt mit 2:3.

Dritte verliert beim FC Ludwigsvorstadt

Rund 100 Zuschauer hatten sich auf der Anlage des SC Armin 1893 eingefunden, um der Partie beizuwohnen. Von Beginn an zeigte sich der FC Ludwigsvorstadt überlegen, die Dritte der Löwen fand kaum ins Spiel. Nach zehn Minuten dann der erste große Rückschlag: Bei einem Zweikampf blieb ein Löwen im Kunstrasen hängen und verdrehte sich das Knie. Kurze Zeit später war der Krankenwagen da, Verdacht auf Kreuzbandriss. Wir wünschen dem Spieler gute Besserung!

Als es dann weiterging, schlug der Gastgeber zu und ging verdient in Führung. Kurz vor der Pause folgte der zweite Streich und die Partie schien entschieden. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich die Dritte jedoch zurück ins Spiel und beschäftigte Ludwigsvorstadt ordentlich. Julian Schleich verkürzte in der 70. Minute auf 1:2, doch nur vier Minuten später klingelte es wieder im Gehäuse der Löwen. Der erneute Anschlusstreffer von Daniel Schlömer (86.) kam zu spät und so musste der TSV 1860 eine bittere Niederlage im Aufstiegsrennen einstecken.

U17 gewinnt in letzter Minute

Etwas mehr Glück hatte die U17, die im Abstiegskampf zu einem Last-Minute-Sieg gegen den Tabellenletzten SSV Reutlingen 05 kam. Fousseny Doumbia traf per Elfmeter zum wichtigen 2:1 (siehe Video unten).

Die U19 kam mit Lorenz Knöferl (zwei Tore) und Leandro Morgalla zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den TSV 1860 Rosenheim.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 11.03.

19.00 Uhr: Viktoria Berlin – Profis 0:2
19.30 Uhr: VfB Hallbergmoos – U21 1:1

Samstag, 12.03.

11.00 Uhr: U14 – Viktoria Pilsen 4:1
11.00 Uhr: TSV München-Ost U10 – U9 1:13
13.30 Uhr: U19 – TSV 1860 Rosenheim 3:0
16.00 Uhr: U11 – Wacker Innsbruck 8:4
17.00 Uhr: Frauen – SG FC Aich/FSV Aufkirchen 2:2

Sonntag, 13.03.

10.45 Uhr: FC Ludwigsvorstadt – 3. Mannschaft 3:2
11.30 Uhr: U12 – JFG Straubinger Land U13 2:0
12.45 Uhr: Munich Irish Rovers FC – 4. Mannschaft 1:5
13.30 Uhr: Fußball-Talente Freiham U14 – U13 0:0
14.00 Uhr: U17 – SSV Reutlingen 1905 2:1
14.00 Uhr: VfB Eichstätt – U18 1:6
19.00 Uhr: Futsal Panther Ingolstadt – Futsal 5:3

Dach vom Olympiapark wird für über 80 Millionen Euro saniert

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Blick in das Olympiastadion München aus der Südkurve mit Zeltdach

Die Stadt München startet zeitnah mit der Sanierung vom Dach im Olympiapark. Die Konstruktion ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden.

78.000 m² Plexiglas

Bereits seit 2015 untersuchen die Stadtwerke München das Dach im Olympiapark für eine umfassende Sanierung. Dabei sollen unter anderem die Plexiglas-Scheiben ausgetauscht werden. Sie sind in die Jahre gekommen, doch auch die Halteseile und Stützpfosten bedürfen einem gründlichen Check. Hier sind nach aktuellem Stand ebenfalls Maßnahmen notwendig. Insgesamt gehen die Stadtwerke von einer Sanierung aus, die “deutlich über den Austausch der Eindeckung hinausgehen wird“.

Insgesamt geht es dabei um eine Dach-Oberfläche von 78.000 m², die neben dem Stadion auch weitere Teile im Olympiapark überdeckt. Rund die Hälfte der Fläche ist über der Haupttribüne vom Olympiastadion zu finden (34.550 m²). Schon einmal wurde die Konstruktion erneuert. Mitte der 90er Jahre wurde hierfür rund 60 Mio. € fällig. Für die jetzige Sanierung geht der Stadtrat von aktuell 84 Mio. € aus. Doch die Formulierung in der zugehörigen Sitzungsvorlage lässt darauf schließen, dass die Kosten höher liegen könnten.

Die Kosten für die Sanierung der Zeltdach-Eindeckung können derzeit von SWMS (Anm. der Red.: Stadtwerke München Services GmbH) bzw. OMG (Anm. der Red.: Olympiapark München GmbH) seriös nicht angegeben werden. Die aktuell von der SWMS angegebene Grobkostenschätzung von rd. 84 Mio. € netto für Planung und Ausführung der Erneuerung der Plexiglas-Eindeckung basiert noch nicht auf konkreten Planungen.

Maßnahmen am Dach vom Olympiapark teurer als Grünwalder Stadion

Das lässt die ebenfalls geplanten Baumaßnahmen am Grünwalder Stadion in einem anderen Licht erscheinen. Nach aktuellen Schätzungen müssen hier 70 bis 80 Mio. € investiert werdem, um unter anderem eine Kapazitätserweiterung, die Einrichtung von VIP-Logen und Ertüchtigung für die 2.Bundesliga zu ermöglichen. Für das Dach im Olympiapark ist hingegen schon jetzt mehr Geld eingeplant. Eine Ablehnung des Austausches wäre das Ende für den Olympiapark in seiner jetzigen Form. Am morgigen Dienstag ist das Dach vom Olympiapark Thema im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft. Es wird von einer Zustimmung und baldigem Beginn der Maßnahmen gerechnet. Im besten Falle soll die Sanierung bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Türkgücü nicht betroffen

Die Austragung der Spiele von Drittligist Türkgücü ist davon unabhängig. Das letzte Spiel im Münchner Olympiastadion trugen die Neuperlacher vergangenen Samstag aus. Als nächstes steht ein Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden an. Ob es für den Verein danach überhaupt noch weitergeht, ist aktuell mehr als ungewiss. Sollte Türkgücü die Saison sportlich wie geplant beenden, werden die restlichen vier Heimspiele in der Saison 2021/22 im Grünwalder Stadion ausgetragen.

TSV 1860 Futsal: Löwen unterliegen 3:5 in einem packenden Hinspiel

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TSV 1860 Futsal Finale Bayernliga Ingolstadt

Ingolstadts berühmteste Tochter, die Dramatikerin Marieluise Fleißer, hätte es nicht besser inszenieren können. Was sich in der oberbayerischen Donaumetropole am Sonntag Abend in Sachen Futsal abspielte, war ein Leckerbissen an Dramatik und Spannung. Spielerischer Glanz, beherzter Kampf und hochumstrittene Schiedsrichterentscheidungen kennzeichneten zudem das Hinspiel um die Bayernliga-Meisterschaft im Futsal zwischen dem Gastgeber Futsal Panthers Ingolstadt und dem TSV 1860 München.

TSV 1860 Futsal unterliegt im Hinspiel

Trotz der 3:5 Niederlage gehen die Löwen durchaus zuversichtlich ins alles entscheidende Rückspiel am kommenden Samstag, denn diesmal war es kein 0:7 wie im Ligaspiel vor einigen Wochen, sondern ein Kampf zweier gleichwertiger Teams auf Augenhöhe.

Die 150 Zuschauer in der MTV-Halle zu Ingolstadt sahen eine Partie zweier Spitzenmannschaften. Den Panthers gelang in der neunten Minute das 1:0, das Igor Ilinkovic eine Minute später ausgleichen konnte. Ab diesem Zeitpunkt gewann das Spiel an Tempo, Brisanz und Dramatik. Zunächst erarbeiteten sich die Schanzer leichte Vorteile, gingen erneut in Führung und bauten diese schließlich nach einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung bis zur Pause auf 3:1 aus.

Großer Kampf der Löwen

In der zweiten Halbzeit übernahm der TSV 1860 Futsal das Heft des Handelns, kam durch Tore von Anto Bonic auf 2:3 und durch Spiellenker Linus Radau auf 3:4 heran, mussten aber nach einem Freistoß für Ingolstadt das 3:5 hinnehmen. So blieb es bis zum Schluss, obwohl die tapferen, aufopferungsvoll kämpfenden und auch taktisch und spielerisch überzeugenden Löwen alles unternahmen, um noch einmal heranzukommen. Mehrere Male stand dabei der Pfosten im Weg. Aber auch die Kicker aus der oberbayerischen Donaumetropole hatten in den Schlussminuten noch hochkarätige Chancen, die Münchens hervorragender Keeper Mihael Vukovic mit zwei Glanzparaden verhinderte.

Unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung

Die Sechzger haderten nach dem Spiel mit dem Schiedsrichtertrio, das ein Foul an Darko Filipovic, das dem 1:3 Gegentor vorausging, nicht ahndete und auch sonst – aus Löwensicht – in dieser heißumkämpften Partie nicht immer Herr der Lage war. Trainer Franjo Ereiz war dennoch mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden:

“Wir haben heute gut gespielt, aber etwas unglücklich verloren.”

Die Entscheidung um die Bayernliga-Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga fällt im Rückspiel, am Samstag, 19.03.2022 um 19:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173. Die Löwen hoffen auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans.