Start Blog Seite 854

Final-Rückspiel: Futsal Löwen noch mit allen Chancen

0
TSV 1860 Futsal Löwen

Trotz einer 3:5-Niederlage im Hinspiel gegen die Ingolstadt Panthers haben die Futsal Löwen des TSV 1860 München im Final-Rückspiel am Samstag noch alle Chancen auf die Bayernliga-Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga.

Final-Rückspiel: Futsal Löwen noch mit allen Chancen

Trainer Franjo Ereiz gibt sich durchaus zuversichtlich:

“Die Chance ist da. Unsere Mannschaft brauchst Du nicht motivieren. Sie wird alles geben. Und dann schauen wir mal.”

Die alles entscheidende Begegnung findet am Samstag, 19.03.2022 um 19:00 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums München Nord, Knorrstr. 173, statt. Der Eintritt beträgt 2 Euro. Für alle Besucher gilt die 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen). Die Futsaler des TSV 1860 hoffen auf die Unterstützung zahlreicher Fans.

Marco Hiller verlängert Vertrag beim TSV 1860 München

2
Marco Hiller TSV 1860 Vertrag

Jawoll, was für eine geile Nachricht! Marco Hiller verlängert seinen Vertrag beim TSV 1860 und bleibt den Löwen somit weiterhin erhalten.

Hiller verlängert Vertrag beim TSV 1860

In der Pressemitteilung zur Vertragsverlängerung von Marco Hiller weist der TSV 1860 u.a. darauf hin, dass Verein und Torhüter den erfolgreichen Weg der letzten Jahre auch in Zukunft weitergehen wollen. Über die Vertragsinhalte (z.B. die Laufzeit) wurde Stillschweigen vereinbart.

Marco Hiller hatte ja bereits vor Monaten verlauten lassen, dass er seinen Vertrag gerne verlängern würde – nun ist es also soweit. Hoffentlich ist dies der Auftakt für weitere Verlängerungen. Unter anderem laufen ja auch die Kontrakte von Richard Neudecker und Dennis Dressel aus, ebenso endet das Leihgeschäft von Merveille Biankadi.

Verlängerung trotz attraktiver Offerten

Marco Hiller blickt mit viel Freude in die Zukunft:

“Ich spiele nun seit 14 Jahren bei Sechzig, der Verein ist nicht nur meine sportliche Heimat, sondern für mich was ganz Besonderes. Daher bin ich auch total überzeugt und sehr glücklich damit, meinen Vertrag trotz sehr attraktiver Offerten auch gerade in dieser Phase der Saison zu verlängern. (…) Ich denke, wir alle haben noch einiges vor in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren. Hierauf freue ich mich unglaublich und werde alles tun, gemeinsam mit dem Verein und den Fans erfolgreich zu sein.”

Idealerweise werden am Sonntag direkt mal drei Punkte in Mannheim eingefahren, um dem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Foto: TSV 1860

TSV 1860 am Wochenende: U19 der Löwen startet in die Aufstiegsrunde

1
TSV 1860: Die Löwen am Wochenende

Während die Profimannschaft von Michael Köllner am Sonntag ihre Aufholjagd fortsetzen will, startet die U19 der Löwen in Schweinfurt in die Aufstiegsrunde. Die U21 möchte in der Bayernliga Süd zuhause gegen den TSV 1865 Dachau drei Punkte einfahren.

U19 der Löwen startet in die Aufstiegsrunde

Im Ligabetrieb beherrschten die A-Junioren des TSV 1860 ihre Gegner fast nach Belieben und bestritten sämtliche Partien verlustpunktfrei. In der Aufstiegsrunde duelliert sich die U19 der Löwen nun mit drei weiteren Süd-Teams und den vier Vertretern aus der Bayernliga Nord um den Aufstieg in die Bundesliga. Zum Auftakt muss Sechzig am Sonntag um 13.00 Uhr beim FC Schweinfurt 05 antreten. Ob Lorenz Knöferl und Leandro Morgalla, die am vergangenen Wochenende für die U19 im Einsatz waren, wieder zum Zug kommen werden, wird sich Lauf der Woche herausstellen.

Bereits am Samstag Abend werden die Futsal Löwen versuchen, den Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen und doch noch die Bayernliga-Meisterschaft zu erringen. Um zahlreiche Unterstützung wird gebeten!

Die Spiele im Überblick

Samstag, 19.03.

09.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U13 -:-
11.00 Uhr: FT Gern U10 – U9 -:-
12.00 Uhr: DFI Bad Aibling U17 – U16 -:-
12.00 Uhr: U11 – SpVgg Greuther Fürth -:-
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – SC München II -:-
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – SC München -:-
19.00 Uhr: Futsal – Futsal Panthers Ingolstadt -:-

Sonntag, 20.03.

09.30 Uhr: FC Deisenhofen U11 – U10 -:-
11.30 Uhr: U12 – FC Bayern München -:-
13.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U14 -:-
14.00 Uhr: U21 – TSV 1865 Dachau -:-
14.00 Uhr: Waldhof Mannheim – Profis -:-

Montag, 21.03.

17.30 Uhr: TSV Milbertshofen U15 – U14 -:-

TSV 1860 unterstützt Aktion “Bewegt gegen Rassismus – Haltung zeigen”

1
Marco Hiller verlässt
Marco Hiller verlässt

Rassismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Schon bitter, dass man auch im Jahr 2022 noch immer darauf hinweisen muss, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Neben dem TSV 1860 München unterstützen auch der EHC Red Bull München, der FC Bayern München (Basketball, Frauenfußball, Männerfußball) sowie Türkgücü München gemeinsam mit Oberbürgermeister Dieter Reiter die Aktion “Bewegt gegen Rassismus – Haltung zeigen”.

TSV 1860 unterstützt Aktion gegen Rassismus

In seiner Pressemitteilung stellt der TSV 1860 die unterstützenswerte Aktion gegen Rassismus vor.

In München beteiligen sich in diesem Jahr über 100 Organisationen, Vereine und Behörden mit insgesamt 130 Veranstaltungen an dem Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München, das von der Fachstelle für Demokratie koordiniert wird.

Der gemeinsame Videoclip sowie das Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München mit den 130 Veranstaltungen findet sich hier:

www.muenchen.de/gegen-rassismus

“Schulter an Schulter im Kampf gegen Rassismus”

Marc-Nicolai Pfeifer, Kaufmännischer Geschäftsführer des TSV 1860 München, erklärt:

“Für uns alle sind Fußball und Sechzig ein elementarer Bestandteil unseres Lebens. Sie stehen auch für Gemeinschaft. Darüber hinaus stehen wir Löwen für Werte wie Respekt, Integration, Offenheit und Zusammenhalt. Folglich haben Rassismus und jede Art von Beleidigungen bei uns keinen Platz. Wir wollen bewegt gegen Rassismus Haltung zeigen und uns auch im Alltag dafür stark machen!”

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigt klare Kante gegen Rassismus:

“Ich freue mich, dass sich Münchner Profivereine zusammengeschlossen haben, um Haltung gegen Rassismus zu zeigen. Auch im Sport sind rassistische Diskriminierungen, Beleidigungen und Ausgrenzungen Realität. Daher ist es notwendig, dass die Vereine hier ein Zeichen setzen. In den jeweiligen Vereinsfarben getrennt, aber vereint und Schulter an Schulter im Kampf gegen Rassismus!”

Foto: TSV 1860

Gastbeitrag: Richter trifft auf Schiedsrichter: Dr Liebig und der Fussball

9
Türkgücü Banner im Olympiastadion München

Der Kassenwart lässt Euch regelmäßig teilhaben an seinen Gedanken zur Lage bei den Löwen und in der 3. Liga. Diesmal geht es um das Thema, das – neben der sportlichen Situation auf der Zielgerade der Saison – wohl die ganze Liga beschäftigt: Wie geht es nun eigentlich konkret weiter bei Türkgücü?

Wie verändert sich die Tabelle der 3. Liga?

Womöglich erfahren wir es noch diese Woche: Kann und darf Türkgücü den Spielbetrieb in der 3. Liga weiter aufrecht erhalten oder nicht? In letzterem Fall kommt ja die ohne Türkgücü-Tabelle zur Anwendung, d.h. sämtliche Spielergebnisse der Perlacher werden als Freundschaftsspiel angesehen und finden keine Anwendung in der Tabelle der 3. Liga. Das Tabellenbild verschiebt sich dann entsprechend. Kein anderes Thema vereint seit dem Insolvenzantrag Ende Januar solch mediale Aufmerksamkeit auf sich wie die Frage, welches der letzte Spieltag von TG sein wird.

Rettet Saarbrücken-Präsident Ostermann Türkgücü vor dem aus?

Gestern Abend wurde in den Medien kolportiert, dass man in Saarbrücken über ein Sponsoring in Höhe von 500.000 Euro nachdenkt, um Türkgücü den Spielbetrieb bis zum 34. Spieltag zu ermöglichen. Dieser Zeitpunkt wäre ausreichend, damit der FCS keine Punkte aus den zwei siegreichen Spielen (3:1 und 5:1) gegen Türkgücü verliert – was dies für den Rest der Saison und die anderen 18 Clubs der 3. Liga bedeuten würde, interessiert den Millionär nicht.

Der Insolvenz-Verwalter als Schlüsselfigur

Und obwohl alles eine sportlich signifikante Auswirkung hat, gibt die Antwort auf die derzeit brennendste Frage der 3. Liga ein Jurist: Der Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig von der Kanzlei Jaffe. Auch wenn es sich die halbe Liga und der DFB anders wünschen würden –  dieser Mann muss sich ausschließlich nach der Insolvenzordnung richten und kann auf die Spielordnung der Liga nur sehr marginal Rücksicht nehmen.

Als interessierter Laie habe ich mich etwas in die Rechtslage eingelesen und gebe hier einmal meine Erkenntnisse wieder.

Die erste spannende Antwort gibt der Insolvenzverwalter die nächsten Tage auf die Frage, ob die überschuldete und illiquide Türkgücü Fussball KGaA über genug „Masse“ für das Insolvenzverfahren verfügt. Was bedeutet dies?

Die Insolvenzmasse

Die Insolvenzmasse ergibt sich aus sämtlichen Vermögensgegenständen des Schuldners, die ihm zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags gehören und die er während des Verfahrens noch erwirbt. Sprich alles, was einen Wert hat: Bankguthaben, Geldforderungen gegen den DFB („Fernsehgelder“), Wert von Spielerrechten usw. Gerade die Spielerrechte tendieren womöglich eher gegen Null, allein schon wegen des Sonderkündigungsrechts der Spieler bei einer Insolvenz.

Auch eine Insolvenz kostet Geld

Im Falle der Insolvenz fallen für die Abwicklung des Verfahrens viele Kosten an: Wesentlich sind die Gerichtskosten sowie die Kosten des vorläufigen und des endgültigen Insolvenzverwalters. Da Türkgücü Ende Januar nicht nur das Geld zur Bezahlung von z.B. Gehältern ausging (man also nicht solvent war) sondern nach der letzten öffentlich zugänglichen Bilanz (zum geplanten Börsengang) auch überschuldet war, könnte durchaus der sehr seltene Sonderfall „Ablehnung Insolvenz mangels Masse“ eintreten.

Keine Masse – Ende des Spiel- und Geschäftsbetriebs

Die Abweisung eines Eröffnungsantrags mangels Masse muss unverzüglich öffentlich bekannt gemacht werden (§ 26 Abs. 1 S. 3 InsO). Der Beschluss hat sowohl für den Schuldner als auch für die Gläubiger weitreichende Konsequenzen. Es führt zur Auflösung der KGaA  (§ 262 Abs. 1 Nr. 4 AktG). Dann könnte rechtlich wohl auch kein Spielbetrieb mehr betrieben werden – auch wenn die Spieler auf Gehalt verzichten wollten. Auch versicherungstechnisch (Berufsgenossenschaft) wäre das eine echte eine Herausforderung. Die Gesellschaft stellt daher sofort komplett den Geschäftsbetrieb ein. Das war es dann mit TG. Die Tabelle der 3. Liga wird bereinigt.

Oder doch ein Regel-Insolvenzverfahren?

Wir sollten jedoch nicht von Insolvenz mangels Masse sondern von einem Regel-Insolvenzverfahren ausgehen. Im Wesentlichen stellt sich dann die Frage, ob das Ziel, entweder die Liquidation, also die ordnungsgemäße Abwicklung und Beendigung der Fußball KGaA oder ein Insolvenzplanverfahren mit dem Ziel der Sanierung und Weiterführung der Fußball-Firma wird. In beiden Fällen könnte TG tatsächlich die Saison beenden. Könnte…

Die Liquidation dauert bei Firmen schon mal zwischen zwei und zehn Jahren. Bei der Liquidation bräuchte es jedoch Sponsoren, wie z.B. den oben genannten Herrn Ostermann aus dem Saarland, welche sämtliche Kosten des Spielbetriebs bis Saisonende vollständig trügen. Hier könnte auch ein möglicher, bereits diskutierter Gehaltsverzicht der Spieler helfen, den Umfang des notwendigen Sponsorings zu verringern. Allerdings kann besagter Herr Ostermann jetzt nicht einfach beim Insolvenzverwalter anfragen „…wieviel braucht es denn bis zum 34. Spieltag?”. Denn Dr. Liebig ist ausschließlich den Schuldnern verpfichtet und nicht dem DFB oder einem Dritten. Und selbst wenn dieses Sponsoring kommt, wäre es vertragsrechtlich sicherlich anspruchsvoll, dass dies im Falle einer Liquidation dann doch nicht für die Schuldner herangezogen wird. Dieser Sponsoringvertrag müsste mit sehr heißer Nadel gestrickt werden – Fehleranfälligkeit inklusive.

Im Insolvenzplanverfahren ist es einfacher. Als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung von Spielbetrieb und KGaA reicht eine positive Fortbestandsprognose, also eine belastbare Annahme, dass TG die nächsten zwei Jahre sehr wahrscheinlich jederzeit fähig ist, seine Rechnungen zu begleichen. Auch dazu bedürfte es – selbst in der Regionalliga Bayern – eines potenten Sponsors. Hier sprechen wir dann womöglich von einem Sponsoring von rund zwei Millionen Euro. Das Insolvenzplanverfahren ist also eher unwahrscheinlich.

Entscheidung steht unmittelbar bevor

Nach Lage der frei zugänglichen Informationen wird daher der Insolvenzverwalter in Kürze wahrscheinlich eine Insolvenz mit Ziel der Liquidation der KGaA bekannt geben. Ob man dabei das sportliche Ziel erreicht, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, bleibt offen. Da eine Trennung von Spielbetrieb und Liquidation nicht wirklich durchführbar ist, wäre es sogar trotz Sponsor denkbar, dass zwischenzeitlich durch unerwartete Kosten dennoch die Lichter bei TG ausgehen. Das wäre natürlich der absolute worst-case. Ob man in der Heinrich-Wielandt-Straße jedoch überhaupt schon einen Sponsorvertrag für die Restsaison unter Dach und Fach hat, ist offen.

Gehaltsverzicht nicht ohne Tücken

Noch ein Hinweis zum Gehaltsverzicht durch die Aktiven: Das mit dem Gehaltsverzicht ist ein zweischneidiges Schwert für die Spieler. Denn wenn sie anschließend arbeitslos sind, reduziert dies auch ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld – unter Umständen erheblich. Ein Verzicht wird daher, wenn überhaupt, sicherlich nur ein Teilverzicht und maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze des Arbeitslosengeldes. Und das notwendige Sponsoring ist entsprechend hoch. Der vom Spieler Sorge angedachte (teilweise) Gehaltsverzicht ist dann wohl auch eher ein Tropfen auf einem heißen Stein in der Causa Türkgücü.

Die wahrscheinlichste Variante sehe ich daher in einer Insolvenz mit Liquidation – ohne Sponsor und damit in der Einstellung des Spielbetriebs.

So oder so: Es bleiben spannende Tage in Liga 3…

 

Nach Verlängerung bis Anfang April: Maske & 2G gegen Saarbrücken

1
Westkurve mit Zuschauern im Grünwalder Stadion beim TSV 1860 München

Eigentlich sollten am kommenden Sonntag nahezu alle aktuellen Maßnahmen ersatzlos gestrichen werden. Uneigentlich befinden sich die Inzidenzen auf einem neuen Höchststand, was zahlreiche Bundesländer zu einer Verlängerung bis Anfang April bewegt. Damit gilt beim Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken unter anderem 2G.

Endlich wieder volles Sechzgerstadion

Viele Ministerpräsidenten haben das Festhalten der aktuellen Bundesregierung an den drastischen Lockerungen in den letzten Tagen kritisiert. Insbesondere Markus Söder, der vor kurzem noch als erster von der gemeinsam beschlossenen Linie abrückte, sieht die Entwicklung momentan kritisch. Doch einige Punkte haben nach dem 20.März keine Gesetzesgrundlage mehr und entfallen somit tatsächlich. Dazu gehört die Personenobergrenze bei Veranstaltungen wie Fußballspielen. Somit kann der TSV 1860 München in der Theorie endlich wieder 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion empfangen.

2G gegen Saarbrücken – und auch die Maske bleibt

Darüber hinaus ist auch wieder der Ausschank von alkoholhaltigen Getränken möglich. Bayern jedoch hält an den bisher geltenden G-Regelungen fest, auch die Maskenpflicht ist noch weit davon entfernt abgeschafft zu werden. Somit gelten beim Heimspiel gegen den 1.FC Saarbrücken Anfang April noch 2G und auch eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Stadion. Die vergangenen Heimspiele haben gezeigt, dass unter diesen Bedingungen das Stadion mit den erlaubten Auslastungen von 50 bzw. 75% kaum zu füllen waren. Ob also tatsächlich 15.000 Zuschauer gegen Saarbrücken mit 2G und Maske in das Sechzgerstadion kommen, darf bezweifelt werden.

Auswärts in Mannheim 3G

Neben Bayern nutzt auch Baden-Württemberg die mögliche Übergangsfrist aus und verlängert die aktuellen Maßnahmen bis zum 02.April. Entsprechend gilt am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel im Carl-Benz-Stadion die 3G-Regel. Details hierzu können schon jetzt der Homepage vom Waldhof entnommen werden, denn die Regelungen werden sich nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu denen vom letzten Mannheim-Heimspiel gegen Braunschweig am 06.März unterscheiden. Zumindest ist eine medizinische Maske ausreichend, um Einlass zu erhalten.

Zuletzt hatten die Münchner Löwen ihre Rückkehr für diese Partie angekündigt, was auch ein Thema im sechzger.de Talk Folge 50 war.

BFV-Vize mit heftiger Kritik

Nicht nur gegen Saarbrücken, auch im bayerischen Amateurfußball gilt 2G und eine FFP2-Maskenpflicht weiterhin. Die Verlängerung der bestehenden Maßnahmen kritisiert BFV-Vizepräsident Robert Schraudner scharf.

Um es ganz klar zu sagen: Es ist mit normalem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar, dass der Irrsinn mit der 2G-Regelung für die Zuschauer*innen im Amateurfußball in die Verlängerung geht. Es ist und bleibt nicht zu erklären, dass die Menschen in der Gastro im Innenbereich unter 3G-Bedingungen zusammenkommen können, nicht aber im Freien am Amateurfußballplatz, der bekanntlich noch dazu sehr weitläufig ist. Natürlich ist es gut, dass der Spielbetrieb unter 3G-Bedingungen fortgeführt werden kann. Aber das alleine reicht nicht und lässt alle Vereine und Amateurfußballer*innen sprachlos zurück. Natürlich steht weiterhin der Gesundheitsschutz immer an erster Stelle. Die getroffenen widersprüchlichen und nun erneut verlängerten Regelungen sind aber realitätsfern und für niemandem nachvollziehbar.

Bild: Oliver Rabuser

Sechzig um Sieben: Erdmann spricht, Bundestagslöwen gründen, Talk talkt

3
Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Zur Mitte der Woche gibt es für euch bei Sechzig um Sieben eine kleine Verbenschlacht in der Überschrift! Es fasst den gestrigen Tag einfach gut zusammen, der wirklich voll gepackt war mit interessanten Artikeln. Da wäre zum einen Dennis Erdmann, der sich lobend über die Löwen und Köllner äußert oder auch die Bundestagslöwen, die ihre Gründung feierten. Achja, und dann wäre da noch so ganz nebenbei unser Podcast, der bereits zum 50.Mal erschien…

Interview mit Dennis Erdmann

Nach seinem Wechsel in die USA äußerte sich Ex-Löwe Dennis Erdmann im Interview erstmals über seine Zeit an der Grünwalder Straße. Er machte dabei nicht nur klar, dass er eine schöne Zeit beim TSV 1860 hatte sondern fand auch besondere Worte für Trainer Michael Köllner.

Ein neuer Fanclub: die Bundestagslöwen

Nach dem Artikel über die Nordlöwen, der bereits großen Anklang fand, gab es gestern einen ganz speziellen neuen Fanclub in der Vorstellung. Der Abgeordnete Michael Schrodi hat mit Gleichgesinnten (bezogen auf die Vorlieben für einen ganz bestimmten Verein) einen neuen Fanclub gegründet, der bald in das Vereinsregister eingetragen werden soll. Die Rede ist von den Bundestagslöwen!

Der sechzger.de Talk Folge 50

Nach dem Sieg gegen Viktoria Berlin ist vor dem Auswärtsspiel beim Waldhof in Mannheim! So oder so ähnlich lautet das Motto in Folge 50 des sechzger.de Talks. Natürlich spielt auch die angekündigte Rückkehr der Münchner Löwen eine zentrale Rolle im Podcast, zumal die Stimmung trotz mehrerer tausend Löwenfans am Freitag in der Bundeshauptstadt nicht gerade die beste war.

Rückblick: Sieg gegen Eintracht Braunschweig

Zudem tauchten wir am gestrigen Tage einmal mehr ab in die Vergangenheit. Dieses Mal brachte uns die Zeitmaschine ganze 42 Jahre in die Vergangenheit an einen Tag im Olympiastadion. Löwen gegen Löwen hieß es dort, denn die Eintracht aus Braunschweig war zu Gast. Das bessere Ende sollten aber die Weiß-Blauen an diesem Tage für sich verbuchen.

Sechzgerstadion – Verkauf der Namensrechte?

In einem Gastbeitrag hatte es der User Kassenwart bereits als eine mögliche Option ins Gespräch gebracht – und wie sich jetzt zeigt, lag er damit ganz und gar nicht falsch. Die Münchner CSU bringt eine Diskussion um einen möglichen Verkauf der Namensrechte des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße ins Gespräch.

Geht es dabei nach einem Kommentator auf Facebook, kommt dafür nur ein sinnvoller Namensgeber in Frage: sechzger.de! Wir haben schon einmal unsere Sparschweine inspiziert, aber ein bisschen müssen wir wohl erst noch sammeln. 🙂

News aus der 3.Liga

Saarbrücken-Investor mit Finanzspritze bei Türkgücü?

Ganz anders scheint es um den Geldbeutel von Herrn Ostermann bestellt zu sein. Er unterstützt bereits den 1.FC Saarbrücken finanziell in der 3.Liga und spielt nun offenbar mit dem Gedanken, Türkgücü mit bis zu einer halben Million Euro unter die Arme zu greifen. Das könnte für den Verein aus Neuperlach die Rettung bedeuten, zumal einige Spieler bereits angekündigt haben, einem möglichen Gehaltsverzicht zuzustimmen.

Dass das Ganze nicht so einfach ist, wird am heutigen Vormittag einmal mehr ein Gastbeitrag vom Kassenwart aufzeigen. Er geht hier nicht nur auf das Saaabrücken-Gerücht und den Gehaltsverzicht ein, sondern zeigt auch den – seiner Meinung nach – realistischsten Ausgang der Geschichte auf. Seid gespannt!

Zahlreiche Drittligisten beantragen Lizenz für möglichen Aufstieg

Noch ist eine Formalie, doch sie ist zwingend notwendig für eine mögliche Platzierung unter den ersten drei Teams in der 3.Liga. Insgesamt elf Drittligisten haben fristgerecht die Lizenz für die 2.Bundesliga beim DFB beantragt. Welche Vereine auf dieser Liste stehen, gab der Verband hingegen nicht bekannt. Neben der Überprüfung der generellen Eignung wird unter anderem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ganz genau inspiziert. Eine erste Entscheidung wird den Vereinen aller Voraussicht nach Ende April zugeschickt.

Der etwas andere Fanclub: Bundestagslöwen feiern ihre Gründung

6
Bundestags-Löwen unterstützen Vereinsführung des e.V.
Vorsitzender Michael Schrodi und die Gründungsmitglieder der Bundestagslöwen mit TSV 1860 München-Präsident Robert Reisinger und Vize-Präsident Hans Sitzberger auf einer Treppe beim Deutschen Bundestag

Fanclubs gibt es vom TSV 1860 München an allen möglichen Orten. Zuletzt berichtete sechzger.de beispielsweise von den Nordlöwen. Nun hat mit den Bundestagslöwen ein ganz besonderer Fanclub seine Gründung gefeiert.

Stammtisch des TSV 1860 im Bayerischen Landtag

Ganz zur Freude von Martin Hagen ist er weiterhin ein Unikat. Nur ein bayerischer Verein hält aktuell einen Stammtisch in der landtagseigenen Gaststätte ab. Es ist der TSV 1860 München. Hagen rief im Januar 2020 erstmalig seine Kollegen dazu auf, sich parteiübergreifend zu einem gemeinsamen Abend rund um die Löwen zu treffen. Es folgte umgehend eine SMS von Ministerpräsident Markus Söder an einen Kollegen aus dem Landtag, man möge doch mit einem 1.FC Nürnberg-Stammtisch nachziehen. Bis heute allerdings ist in dieser Hinsicht nichts passiert, sodass der TSV 1860 weiterhin als einziger Verein im Maximilianeum vertreten ist.

Ganz anders stellt sich die Lage auf Bundesebene dar. Schon vor mehreren Jahren begannen erste Abgeordnete eigene Fanclubs im Bundestag zu gründen. Der erste seiner Art wurde von Eintracht Frankfurt-Fans ausgerufen, die Bundesadler gibt es noch heute. Es folgten weitere Vereine wie beispielsweise der 1.FC Köln, Borussia Mönchengladbach oder der 1.FC Kaiserslautern. Bereits im Sommer 2020 gab es Bestrebungen einen weiteren weiß-blauen Fanclub in Berlin zu gründen. Seit dem gestrigen Montag ist nun auch der TSV 1860 München mit den Bundestagslöwen als offizieller Fanclub im Abgeordnetenhaus vertreten.

Hoher Besuch aus München bei den Bundestagslöwen

Dass es sich hierbei nicht um eine ganz normale Gründungsveranstaltung handelte, zeigte sich gleich zu Beginn. Mit Robert Reisinger und Hans Sitzberger waren zwei Präsidiumsmitglieder des TSV 1860 e.V. anwesend. Außerdem gesellte sich neben Comedian Simon Pearce auch der Vorstand der Hauptstadtlöwen zu der Runde. Michael Schrodi, der die Gründung der Bundestagslöwen maßgeblich vorangetrieben hatte, eröffnete mit den ersten Worten und kam in diesen Zeiten natürlich nicht um das beherrschende Thema Ukraine herum. Lobend erwähnte der Abgeordnete, wie der TSV 1860 München beim Heimspiel gegen Kaiserslautern mit der Thematik umgegangen sei. Passend dazu überreichte Hans Sitzberger dem neuen Fanclub das Aufwärmshirt von Dennis Dressel, das er vor dem 2:1-Heimsieg getragen hatte. Dieses wird nun in den eigenen Reihen versteigert, der Erlös geht an die Ukraine-Nothilfe.

Simon Pearce Lesung aus Buch im Deutschen Bundestag mit Einmal Löwe immer Löwe Fahne
Löwenfan und Comedian Simon Pearce ebenso live vor Ort, wie…
Michael Schrodi Robert Reisinger im Deutschen Bundestag mit Fahne TSV 1860 München
…Löwenpräsident Robert Reisinger (hier mit Initiator Michael Schrodi)

Doch Schrodi, dessen Onkel ein gewisser Georg “Schorsch” Metzger ist und dem der TSV 1860 bereits sprichwörtlich mit einem Frucade-Trikot zu seiner Geburt in die Wiege gelegt wurde, glückte dann auch der Übergang zum eigentlichen Augenmerk des Abends. Immer wieder habe er darüber diskutiert, ob man in diesen Zeiten auch über schöne Dinge reden kann – und man kann, findet der 44-Jährige.

Zu den schönen Dingen des Lebens gehört Münchens große Liebe, der TSV 1860 München.

Reisinger: “Sechzig ist wie das Leben”

Nach dem Eingangsstatement von Schrodi kam Präsident Robert Reisinger zu Wort. Er äußerte sich erfreut darüber, als erster Präsident des TSV 1860 überhaupt im Bundestag anwesend sein zu dürfen. Auch er hatte den Bundestagslöwen zu ihrer Gründung ein Präsent mitgebracht. Es war ein aktuelles Heimtrikot mit dem Flock von Marcel Bär – passend zum Berliner Stadtwappen, wie Reisinger betonte. Mit “Sechzig ist wie das Leben – es gibt immer Up und Downs” begann der 58-Jährige einen kurzen Blick auf die aktuelle sportliche Lage. “Zurzeit haben wir halt ein Up” resümierte der Präsident nach vier Siegen in Folge. Er freue sich auf den fraktionsübergreifenden Zusammenhalt, der durch den Fanclub entstehen könne und wünschte den Bundestagslöwen alles Gute.

Simon Pearce Hans Sitzberger Michael Schrodi Robert Reisinger Bundestagslöwen Geschenk Trikot Marcel Bär
Wertvolles Gastgeschenk: Ein Trikot des derzeit erfolgreichsten Torschützen bei den Löwen. Zwischen Schrodi und Pearce: Vizepräsident Hans Sitzberger

Sein Kollege Hans Sitzberger wurde am Freitagabend im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark bereits im Gästeblock von sechzger.de gesichtet. Den Grund hierfür verriet dann Michael Schrodi am Montagabend. Sitzberger habe ihn kurz vor Anpfiff telefonisch kontaktiert und nachgefragt, wo er sich befinde. Kurzerhand verließ der Vize-Präsident für die erste Halbzeit seinen Platz und gesellte sich zu dem Abgeordneten, der mit Pearce das Spiel unter der Anzeigetafel verfolgte.

Technische Probleme verhinderten dann zunächst das Abspielen einer Grußbotschaft von den Bundesadlern. Schrodi manövrierte sich aber gekonnt aus dieser Situation. Vielleicht sei es doch gar nicht so schlecht, dass vieles im Grünwalder Stadion noch analog sei meinte er mit einem leichten Grinsen. Comedian Simon Pearce las im Anschluss eine Passage aus seinem Buch vor, die seinen schweren Stand im rotgeprägten Puchheim aufzeigte. Nach Wortmeldungen der Abgeordneten Irlstorfer und Grundl, der aus Straubing zugeschaltet war, konnte der Gründungsakt begonnen werden.

Bundestagslöwen streben Eintrag in Vereinsregister an

In der Folge gab es einen ersten Vorgeschmack auf den von Reisinger angesprochenen Zusammenhalt. Debatten mussten ausnahmsweise unter den Abgeordneten an diesem Abend nicht geführt werden, beim Thema Münchens große Liebe waren sich alle Anwesenden in den folgenden Punkten einig. Das begann bei der Satzung, bei der sich die Bundestagslöwen teils am TSV 1860 e.V. orientiert hatten. Entsprechend betonte Schrodi noch einmal, dass die AfD allein schon aufgrund der eigenen Satzung keinen Platz bei den Bundestagslöwen habe. Es folgte ein kurzer, aber bestimmter Applaus der Anwesenden im Deutschen Bundestag. Auch die Wahl zum Vorsitzenden, seinen Stellvertretern und dem Kassenwart wurde einstimmig vollzogen. Alle 16 anwesenden Gründungsmitglieder stimmten für Michael Schrodi (SPD) als Vorsitzenden. Seine Stellvertreter stammen aus vier weiteren Parteien. Es sind zum einen die Abgeordneten Irlstorfer (CSU) und Grundl (Grüne) sowie die Mitarbeiter Meier (Linke) und Groß (FDP). Einzig die Tatsache, dass kein Giesinger Abgeordneter bei der Gründung anwesend war, trübte die Stimmung ein wenig.

Position des Kassenwarts sorgt für Zwist – Sitzberger springt ein

Beim Vorschlag zur personellen Besetzung des Kassenwarts kam es dann ausgerechnet zwischen den Koalitionsparteien doch noch zu einer kurzen Meinungsverschiedenheit. Als der frisch gewählte Schrodi einen Kollegen mit den Worten “Die SPD kennt sich schließlich mit Geld aus” aufstellte, schlug Erhard Grundl daheim in Straubing die Hände vor sein Gesicht. Der Sozialdemokrat in Berlin setzte schon zu einem Protest an, ehe sich mitten in die kurze Diskussion Hans Sitzberger einschaltete. Bis dato war der Vize-Präsident des TSV 1860 nicht über die Lautsprecher zu vernehmen gewesen. Er aktivierte sein Mikrofon und wies daraufhin, dass Rote in der Kurve der Löwen nicht gerade mit lieben Worten bedacht werden. “Ich wollt’ bloß sagen, des gilt ned für die SPD, gell?” meinte er mit einem Schmunzeln und sorgte damit wieder für weiß-blaue Eintracht bei den Anwesenden.

Nach den Formalitäten konnte dann zu den Feierlichkeiten übergegangen werden und ein gemeinsames Gruppenfoto geschossen werden. Anschließend stießen die Bundestagslöwen in einer nahen Kneipe noch auf ihre Gründung an. Zuvor konnten gar noch die technischen Probleme aus der Welt geschafft werden und das Grußwort der Bundesadler gezeigt werden. Deren Vorsitzende Omid Nouripour wünschte den Bundestagslöwen alles Gute und betonte, dass man sich gar vereinsübergreifend einig sei – alle zusammen gegen den FC Bayern. Eine rundum gelungene Veranstaltung ging damit zu Ende.

sechzger.de Talk Folge 50: Berlin-Rückblick, Mannheim-Vorschau

0

Pünktlich zum sechzger.de-Talk Nummer 50 ist Moderator Christian zurück und begrüßt wohlbekannte Gäste. Neben Bernd, der TAKTIKTAFEL haben sich die Berlin-Fahrer Stefan und Flo die Zeit genommen, über ihre Eindrücke vom 2:0 der Löwen im Friedrich Ludwig Jahn Sportpark und von Ihrem Ausflug nach Berlin im Allgemeinen zu berichten.
Für das – aus Löwensicht – ja bedeutendere Jubiläum der sechzigsten Ausgabe vom sechzger.de-Talk (in rund zehn Wochen) überlegen wir uns noch was ganz besonderes. Versprochen!

Der Auswärtssieg in Berlin

Für viele Löwenfans war es sicher das Highlight der Saison – zumindest bis hierher: Die Fahrt nach Berlin. So waren es letztlich an die 2.000 Sechzger, die an einem Freitag Abend den souveränen 2:0-Sieg von Michael Köllners Schützlingen bejubeln durften. Warum die Stimmung im Gästeblock dennoch durchaus ausbaufähig war und warum berechtigte Hoffnung besteht, dass sich dies schon am Sonntag in Mannheim ganz anders darstellen wird – im Talk erfahrt Ihr es!

Das Spitzenspiel vor der Brust: Am Sonntag nach Mannheim

Erstmalig seit über zwei Jahren werden bei einem Auswärtsspiel des TSV 1860 am Sonntag im Carl-Benz Stadion (14 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) wieder die Münchner Löwen die Regie über die Kurve übernehmen. Und drei Viertel der heutigen Talk-Teilnehmer lassen sich dieses Ereignis nicht entgehen. Die sportlichen Erwartungen an den Auftritt der Löwen sind von Respekt vor dem Gegner, aber auch von viel Optimismus geprägt.

Die ganz kurzen technischen Probleme mit der Tonübertragung in der Aufzeichnung bitten wir zu entschuldigen! Inhaltlich geht nichts verloren, da Flo sein Statement einfach wiederholt.

Der sechzger.de Talk Nummer 50 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Spotify

Apple Podcasts

Google Podcasts

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Im Interview: Dennis Erdmann schwärmt von 1860 und Michael Köllner

28
Dennis Erdmann 1860

Im Sommer 2021 verließ der Earthman den TSV 1860 und heuerte wenig später beim 1. FC Saarbrücken an. Nach wenigen Monaten folgte der Schritt über den großen Teich, wo er nun für den US-Zweitligisten Colorado Springs Switchbacks FC die Knochen hinhält. Wir haben Dennis Erdmann zum Interview gebeten und interessante Einblicke gewonnen.

“Da gibts immer mal Höhen und Tiefen.”

sechzger.de: Nach Deiner Zwischenstation in Saarbrücken bist Du nun seit ein paar Monaten bei den Colorado Springs Switchbacks. Was sind die größten Unterschiede zwischen dem TSV 1860 und Deinem neuen Club?

Earthman: Klar, die Tradition, die 1860 hat. Riesengroßer Verein und für mich ja immer noch der größte Verein in München mit unfassbar viel Ausstrahlung und Herzlichkeit. Und so, wie es halt im Leben immer so ist, was Liebe betrifft: Da gibt’s immer mal Höhen und Tiefen. Aber bei 1860 hab ich so viele Freunde gewonnen auch in Fankreisen – das bleibt für immer bei mir.

Erdmann: “Unfassbar schöne Zeit bei 1860.”

sechzger.de: Wie sieht es bei Dir aus? Was kommt Dir in den Sinn, wenn Du an Deine Zeit bei den Löwen zurückdenkst?

Earthman: Ich hatte eine unfassbar schöne Zeit bei 1860. Klar, sportlich hätte es in den zwei Jahren auch den Aufstieg geben können oder vielleicht im letzten Jahr sogar müssen, wo wir dann gescheitert sind am letzten Spieltag in Ingolstadt. Aber sonst hab ich nur sehr gute Augenblicke in meinem Kopf, was die Jungs betrifft in der Kabine, auch das Trainerteam. Also ich hab nur Positives – und das ist ja das Schönste.

sechzger.de: Michael Köllner hat ja mehrmals angemerkt, dass es ihm wehtat, Dich gehen lassen zu müssen. Warum hat es letztendlich nicht mit einer Verlängerung geklappt?

Earthman: Hm, schwierig. Wie es halt so ist, hat es sich vielleicht von beiden Seiten ein bisschen im Sand verlaufen. Ich hatte damals schon eine Möglichkeit gehabt, in die USA zu wechseln, hab sie dann aber nicht wahrgenommen. Das war im März 21, als wir noch dick drinnen im Aufstiegsrennen waren. Ich hab das dann aber abgelehnt mit Trainer und so weiter und bin dann auch geblieben. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste und für mich war dann die Zeit auch so schön vorbei, wie sie vorbei war. Also wirklich: Ich hab nichts Negatives, es war einfach nur alles positiv.

“Michi Köllner war der beste Trainer meiner Karriere.”

sechzger.de: Wie würdest Du Dein Verhältnis zu Michael Köllner beschreiben? Er berichtete ja mal in einer Pressekonferenz, dass Ihr immer noch in Kontakt steht.

Earthman: Ja, Michi und ich, wir schreiben uns, schicken uns Bilder und Videos per WhatsApp hin und her. Wir wissen genau, wie der andere tickt. Das war dann am Ende des Tages bisher der beste Trainer meiner Karriere. Was Empathie betrifft, dieses Rundum-Sorglos-Paket eines Trainers, wie Du es Dir malen würdest – das ist Michael Köllner. Ich hab ihm immer offen zugehört und konnte ihm auch immer offen meine Meinung sagen. Er hat mir seine Meinung gesagt. Ich glaube, wir beide sind Freunde geworden und das hab ich eigentlich noch nie gehabt im Fußball, dass wir so richtig gute Freunde sind. Ich glaube, das ist viel mehr wert als alles andere.

sechzger.de: Bei 1860 gab es ja Ende 2021 ein ziemliches Beben rund um Sascha Mölders. Kannst und magst Du da auch was dazu äußern?

Earthman: Dazu kann ich eigentlich gar nicht so viel sagen, weil ich bei dem Thema mannschaftsintern raus war. Ich mein, Sascha hat in den zwei Jahren, als ich da war, 36 oder 37 Tore gemacht. Wir waren da ja auch relativ erfolgreich. Das war Sascha, als er Gas gegeben hat und unter Köllner hat er auch nochmal richtig Fahrt aufgenommen und Tore erzielt. Ich glaube, das war auch für Sascha nochmal ein Glücksgriff, dass Sechzig Michael Köllner geholt hat, weil so hat er dann nochmal richtig gezeigt, was er wirklich draufhat.

“Er ist einfach nur ein Blogger.”

sechzger.de: Thema Presse. Du hattest vor ein paar Monaten ja mal eine deutliche Ansage in Richtung dieblaue24 in den sozialen Medien losgelassen. Das Portal wiederum lässt keine Gelegenheit aus, gegen Dich zu schießen. Was ist da los? Was ist zwischen Dir und Oliver Griss vorgefallen?

Earthman: Ah ja, mein Lieblingsthema „dieblaue“… Im Juli 2020 nach dem Ingolstadt-Spiel – das war damals ja auch der letzte Spieltag – stand er auf der Straße vor unserem Trainingsgelände und meinte, mich blöd anmachen zu müssen. Er hat mich doof angekuckt und hat dann irgendwas genuschelt und dann hab ich gemeint, er könne mir das ruhig auch ins Gesicht sagen. Dann hat ein Wort halt so das andere ergeben und dann hab ich ihm halt gesagt, was er für ein Typ ist, dass er halt Maulwürfe in der Mannschaft hatte. Am Ende des Tages ist das kein gutgesonnener… – der ist ja auch kein Journalist – kein gutgesonnener Mensch für 1860, sondern der pocht immer auf was Negatives. Aber er ist mir jetzt im Endeffekt egal. Ich hör nur immer wieder aus verschiedenen Richtungen, wie er über mich geredet hat oder auch immer noch über mich redet. Ich find es einfach nur schade, weil er ist kein Journalist, er hat keinen journalistischen Auftrag, er ist nicht bei der Zeitung angestellt, er ist nicht beim TV angestellt – er ist einfach nur ein Blogger. Und dass ein Blogger am Ende des Tages dann so viel Einfluss bei 1860 hat oder hatte, ist halt einfach nur traurig. Aber gut, okay, das gehört halt auch dazu. Trotzdem: Oli Griss kann mir schön gestohlen bleiben, weil der nervt einfach nur. Das ist so ein richtig nerviger Typ und der labert auch immer nur Müll.

sechzger.de: Vielen Dank für das Interview, viel Erfolg für Deine sportliche und private Zukunft in den Staaten.

Titelbild: TSV 1860 München