Am Samstag zeigte Richard Neudecker nach seinem Startelf-Comeback beim TSV Havelse eine starke Leistung und wurde folgerichtig vom kicker in die “Elf des Tages” berufen. In die morgige Partie der Löwen gegen Waldhof Mannheim startet er jedoch ebenso wie zwei seiner Kollegen mit vier gelben Karten. Auch Trainer Michael Köllner droht eine Gelbsperre.

Steinhart, Mölders und Neudecker gefährdet

Während Neudecker und Sascha Mölders ihre vier gelben Karten schon etwas länger mit sich schleppen, gesellte sich Phillipp Steinhart am Wochenende in die Riege der Gefährdeten. In der heutigen LÖWENRUNDE stellte Trainer Michael Köllner jedoch klar, dass er die betroffenen Spieler morgen keineswegs einbremsen werde.

“Nein, sie bekommen nichts auf den Weg, denn das ist ein Spiel wie jedes andere. Die Spieler wissen, dass sie vier gelbe Karten haben, aber wir können in dieser Situation nicht sagen: So, jetzt ziehst gegen Mannheim zurück, damit du gegen Magdeburg spielen darfst, aber dafür verlieren wir dann gegen Mannheim zu Hause. Wir werden morgen 100% auf den Platz bringen müssen und deswegen gibt es in solchen Sachen nie eine Ansage, vor allem nicht für Abwehr- und Mittelfeldspieler, die in Zweikämpfen auch mal ein taktisches Foul brauchen. Da gibt’s keinerlei Ansagen”.

Auch Köllner droht eine Gelbsperre

Doch nicht nur die Akteure auf dem Platz müssen aufpassen, sondern auch der Übungsleiter selber. Michael Köllner wurde in dieser Saison bereits dreimal verwarnt, beim nächsten Mal ist eine Gelbsperre angesagt.

“Sieben Karten – hochgerechnet auf meine ganze Karriere. In der Saison bin ich bei drei, bei vier bin ich raus. Und dennoch werde ich auch zu mir selbst nicht jeden Tag ein Wort sprechen, damit ich mich zügle, sondern ich bin genauso, wie Mölders, Steinhart und Neudecker in unserer Liste etwas markiert.”

Bleibt nur eins: Die Mannschaft muss auf dem Platz möglichst schnell für klare Verhältnisse sorgen, damit es gar nicht erst hektisch wird. Man wird ja mal träumen dürfen…

Brandl und Beer als möglicher Köllner-Ersatz

So oder so ist Köllner zuversichtlich, dass er ohne Sperre durch die Saison kommt.

“Ich mach mir kein Szenario, dass ich mal gesperrt bin. Ich gehe davon aus, dass das in der Saison nicht einmal passieren wird. Man kann auch mit drei Karten die Saison zu Ende bringen, egal ob das der 10., der 20. oder der 30. Spieltag ist. Ich sehe da kein Problem. (…) Am Ende geht es immer darum, der Mannschaft zum Erfolg zu verhelfen. Und wenn die gelbe Karte dazu nötig ist, dass wir gewinnen und die drei Punkte holen, dann wird es sicherlich Überlegungen geben, dass ich mir die Karte dann auch hole, damit wir gewinnen. Alles für den Erfolg! Zu Hause wie am Fußballplatz.”

Sollte Michael Köllner doch mal ein Spiel von der Tribüne aus verfolgen müssen, stehen dem TSV 1860 mit Oliver Beer und Günter Brandl zwei kompetente Co-Trainer zur Verfügung. Ohne Köllner holten die Löwen in dieser Spielzeit ein 1:1 beim Halleschen FC.

 

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Das 1:! hatte damals Beer erreicht, brandl gehört m.M.n. zum Trainerteam von MK.