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Sechzig@18:60 – Torgefährliche Löwen +++ Hilfsbereite Löwen +++ Siegreiche Löwen +++ Beobachtende Löwen

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Während Deutschland scheinbar nichts Wichtigeres zu tun hat, als sich über das gestrige 0:6 der Nationalmannschaft in Spanien das Maul zu zerreißen (zumindest vermittelt das Büro-Radio diesen Eindruck), hat es Melanie Wyssen-Voß bei Twitter hervorragend auf den Punkt gebracht: „Das eigentliche Problem ist, dass 80 Mio. Bundestrainer gerade als Virologen arbeiten und Jogi jetzt ziemlich allein die ganze Arbeit erledigen muss.“

Torgefährliche Löwen

Beim TSV 1860 schauts trotz der Niederlage in Dresden doch sehr erfreulich aus, was nicht zuletzt daran liegt, dass man offensiv einiges zu bieten hat und sich in den ersten zehn Saisonspielen bereits neun Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten. Erfreulich!

Hilfsbereite Löwen

Auch in schwierigen Zeiten wie diesen zeigen die Löwen Herz und überreichten dem Tierpark Hellabrunn drei Spendenschecks in Höhe von je 1860 Euro. Ein herzlicher Dank gebührt dabei auch dem Präsidium des e.V. und der AHD-Sitzberger GmbH.

Siegreiche Löwen

Heute vor elf Jahren siegten die Löwen beim FC Ingolstadt 04 durch einen Rakic-Treffer mit 1:0. Für den TSV 1860 damals u.a. am Ball: Lauth, Volland, Schindler, Bierofka, Kiraly und Aigner.

Beobachtende Löwen

Während der TSV 1860 bislang alle zehn Saisonspiele problemlos absolvieren konnte, hängen andere Teams teilweise zwei Matches zurück. So haben die SpVgg Unterhaching, der SC Verl und der SV Meppen noch zwei Nachholspiele zu absolvieren. Der DFB hat diese (und andere) Partien heute terminiert.

 

Corona: Nachholtermine 3. Liga

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SV Meppen TSV 1860 München Saison 2020/21

Aktuell weist die Tabelle der 3. Liga noch ein leicht verzerrtes Bild aus. Grund: Coronabedingt mussten einige Partien verlegt werden und besonders der SC Verl, die SpVgg Unterhaching und der SV Meppen sind noch im Hintertreffen. Nun wurden die ausgefallenen Matches seitens des DFB neu terminiert:

 

TSV 1860 unterstützt den Münchner Tierpark Hellabrunn mit 3 x 1860,- Euro

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1860,- Euro waren durch die Löwenfans und die 25 Cent je verkaufter Herz-Dauerkarte ohnehin schon zusammengekommen, daraufhin haben sich das Präsidium des TSV 1860 und die AHD-Sitzberger GmbH dazu entschlossen, jeweils weitere 1860,- Euro für den Tierpark Hellabrunn zu spenden.

Die Unterstützung des Tierparks durch den TSV 1860 hat eine lange Tradition: So bestand unter anderem eine Patenschaft für die beiden Löwen “Benny & Max”.

Den ausführlichen Artikel dazu findet ihr auf der offiziellen Homepage des TSV 1860 – von dort stammt auch das Foto.

Heute vor 9 Jahren: 1:0-Auswärtssieg bei den Schanzern

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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Zum Beispiel in Form von drei Punkten beim Auswärtsspiel in Ingolstadt. Heute vor neun Jahren, am 18.11.2011, gelang dem TSV 1860 dieses Kunststück im AUDI-Sportpark und sorgte für reichlich gute Stimmung im Löwenblock.

Djordje Rakic mit dem goldenen Tor

Gleich fünf sehr offensive Akteure schickte Trainer Reiner Maurer an diesem Freitag Abend (Anpfiff: 18.00 Uhr) auf den Rasen. Die Hoffnungen lagen dabei in erster Linie auf Routinier Benjamin Lauth und Youngster Kevin Volland, für die Entscheidung sorgte jedoch ein anderer.  In der 20. Minute setzte sich Djordje Rakic im Sechzehner energisch durch und ließ Torhüter Özcan im Kasten der Schanzer mit einem Schuss aus zwölf Metern ins rechte Eck keine Abwehrchance. Den Löwenanteil der 13.850 Zuschauer freute es natürlich, zmal vom FCI kaum Gefahr ausging.

Verdienter Auswärtssieg

Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams zwar engagierter und das Niveau der Begegnung steigerte sich deutlich, doch wusste Ingolstadt lediglich kämpferisch zu gefallen. Spielerisch kam vom Gastgeber viel zu wenig, um die Löwen-Abwehr wirklich in Verlegenheit bringen zu können. Sechzig kontrollierte geschickt den weiteren Verlauf der Partie und brachte den Sieg somit verdient nach Hause. Trainer der Schanzer war damals (wie heute) übrigens der äußerst sympathische Sportsfreund Thomas Oral.

Aufstellung der Löwen

Gabor Kiraly – Arne Feick, Necat Aygün (68. Dominik Stahl), Christopher Schindler, Antonio Rukavina – Kai Bülow, Daniel Bierofka, Stefan Aigner, Djordje Rakic (85. Manuel Schäffler) – Benjamin Lauth (C) (67. Collin Benjamin), Kevin Volland

Bank: Timo Ochs, Stefan Buck, Sebastian Maier, Sandro Kaiser

10 Spieltage, 9 Torschützen – geballte Offensivpower beim TSV 1860

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TSV 1860 vs HFC

Zehn Spieltage sind mittlerweile in der 3. Liga absolviert, die Löwen liegen auf dem doch überraschenden 2. Platz, halten bislang bestens mit und – siehe da! – verfügen über die torhungrigste Offensive der Liga. Bereits 21 Treffer verbucht der TSV 1860 auf der Habenseite und diese Tore verteilen sich auf nicht weniger als neun Akteure.

Bereits neun verschiedene Torschützen

Im Detail: Nach seinem Viererpack gegen den Halleschen FC führt Dennis Dressel mit insgesamt sechs Toren nicht nur die interne Schützenliste an, sondern liegt auch ligaweit hinter Petar Sliskovic (Türkgücü, 8 Tore) auf Rang 2.

Ihm folgt – wenig verwunderlich – Routinier Sascha Mölders, der bereits fünfmal zugeschlagen hat. Er verfährt gewohnt frei dem Motto: Alter schützt vor Toren nicht und behält diese Maxime hoffentlich noch lang bei.

Bereits zweimal erfolgreich waren Stefan Lex, Neuzugang Erik Tallig und etwas überraschend auch Quirin Moll, der einmal per Elfmeter und einmal per Freistoß einnetzte.

Einen Treffer haben bislang Richard Neudecker und die Abwehrspieler Philipp Steinhart, Dennis Erdmann und Marius Willsch zu Buche stehen. Man sieht: Die Löwen sind offensiv schwer auszurechnen, da potentiell viele Spieler in der Lage sind, das Runde ins Eckige zu befördern.

Wer fehlt noch?

Natürlich gibt es noch einige Spieler, die auf ihren ersten Saisontreffer warten und bei denen es eigentlich nur eine Frage der Zeit ist, dass auch sie sich in die Torschützenliste eintragen. Allen voran ist diesbezüglich natürlich Martin Pusic zu nennen, der allerdings gerade noch verletzungsbedingt ausfällt. Auch sein österreichischer Landsmann Tim Linsbichler wird als Stürmer geführt und hat es bei entsprechenden Einsatzzeiten durchaus im Kreuz, dem Gegner mal ein Ei ins Nest zu legen.

Mit Johann Djayo und Fabian Greilinger warten zudem zwei offensive Eigengewächse noch auf ihre Torpremiere in Liga 3. Von den aktuellen Stammspielern sind neben Torwart Marco Hiller (aber der hat ja andere Präferenzen…) nur noch Daniel Wein und Stephan Salger ohne eigenen Torerfolg. Letzterer stand bei den ersten beiden Dressel-Treffern gegen Halle als erster Abstauber bereit und der Kopfballschwächste ist er ja auch nicht gerade. Kommt Zeit, kommt Tor nach einer Standardsituation. Wetten?

Sechzig um Sieben: Nationalmannschaft + Task-Force + 12.Mann-Ticket

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TSV 1860 München Sechzgerstadion

Nationalmannschaft – ein Kommentar
Ich besuche die Kicker-Homepage, um mich auf den neuesten Stand in Liga 3 zu bringen. Gerade läuft die Schlussphase der Partie Spanien-Deutschland. Normalerweise verfolge ich die Spiele der Nationalmannschaft nicht, den künstlich erschaffenen Wettbewerb “UEFA Nations League” schon gleich gar nicht. Es steht 5:0 – Deutschland spielt auswärts. Ich muss unweigerlich grinsen. Das passt mir gerade gut in den Kram. Bereits vor 5 Tagen habe ich unter anderem angemerkt, dass die Nationalmannschaft keinen mehr wirklich interessiert. Das liegt bei mir persönlich zum einen daran, dass “Die Mannschaft” nicht meine Mannschaft ist, doch zunehmend auch an der Außendarstellung des DFB. Im September wird für eine Strecke von ca. 250 km das Flugzeug gewählt, da zwei- bis dreistündiges Sitzen die Fitness der feinen Fußballer gefährdet. In den letzten Tagen wird es nur noch skurriler: Während in der 3.Liga reihenweise Spiele abgesagt werden, genügen fünf (!) positive Tests bei der Ukraine nicht aus, um das Spiel am vergangenen Samstag abzusagen. Wohlgemerkt sprechen wir auch hier vom sportlich absolut uninteressanten Wettbewerb der Nations League. Als reiche das nicht, ist Bundestrainer Löw am Montag dann überrascht, dass zwei eingesetzte, gegnerische Spieler postitiv getestet wurden…
Es ist wirklich an der Zeit, die UEFA Nations League abzubrechen! In den aktuellen Zeiten ist es ein absoluter Witz, dass Spieler und Funktionäre für 90 Minuten Fußball durch die Weltgeschichte fliegen. Hier ist dann der DFB in der Verantwortung, seine Macht als großer Verband auszuspielen und auf die UEFA einzuwirken.
Zum Abschluss wollte ich noch positiv erwähnen, dass Manuel Neuer nun zumindest seit 18 Minuten ohne Gegentor im Nationaltor ist. Doch kurz vor Schluss schenkte Spanien mit dem sechsten Tor dem neuen Rekord-Nationaltorwart noch einen ein. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum – ein würdiger Rahmen.

Task-Force “Wirtschaftliche Stabilität 3.Liga”
Zurück zu Themen, die uns Löwen schon mehr interessieren sollten: Wie der DFB gestern auf seiner Seite bekannt gab, hat die Task-Force “Wirtschaftliche Stabilität 3.Liga” gestern mit ihrer ersten Sitzung die Arbeit aufgenommen. Das Ende Mai gegründete Gremium legte die Kernbereiche Struktur, Sport und Wirtschaftlichkeit fest. Unter den 21 Mitgliedern befinden sich zwei Fan-Vertreter(innen), eine von ihnen ist 1860-Ehrenrätin Stefanie Dilba. Sie sagt: “Vorrangiges Ziel muss es sein, eine Chancengleichheit für alle Klubs anzustreben, die in der 3. Liga spielen oder aus sportlicher Sicht die Möglichkeit dazu haben. Die Lücken zwischen der 2. Bundesliga auf der einen und den Regionalligen auf der anderen Seite müssen verringert werden – in struktureller und finanzieller Hinsicht.”

Ergebnis aus Liga 3
Gestern Abend wurde der 5.Spieltag mit dem Spiel Duisburg gegen Halle komplettiert. Die Meidericher konnten mit ihrem neuen Trainer Lettieri einen Punkt erkämpfen. Trotz vielen Chancen auf beiden Seiten endete die Partie torlos 0:0.

12.Mann-Ticket
Ab sofort ist das 12.Mann-Ticket für das kommende Heimspiel gegen den KFC Uerdingen erhältlich. Dieses Mal ist Dennis Dressel abgedruckt.

Stadtsparkasse München verlängert Sponsoring
Erneut kann Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer frohe Kunde verbreiten: die Stadtsparkasse München verlängert ihr Engagement bei Sechzig und bleibt den Löwen nach 13 Jahren Sponsoring weiterhin treu.

Training
Die Profis trainieren heute am frühen Nachmittag.

Sechzig@18:60 – TAKTIKTAFEL + FA-Mitgliederversammlung abgesagt + Geisterspiele + Seferings

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Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

Dienstag Abend, aktuell läuft die Drittliga-Nachholpartie MSV Duisburg – Hallescher FC (0:0 nach 40 Minuten) und es gibt Neuigkeiten zu Simon Seferings, dessen Tor zum 2:2 im Relegationsrückspiel gegen den 1.FC Saarbrücken wohl für immer unvergessen bleibt. Der 25-Jährige unterschrieb heute bei Alemannia Aachen und trifft somit zukünftig in der Regionalliga West auf Felix Weber (RW Essen).

Die weiteren News des Tages:

Herzlich willkommen bei der Taktiktafel zur Nachbetrachtung des Spiels der SG Dynamo Dresden gegen den TSV 1860…

Gepostet von Sechzger.de am Dienstag, 17. November 2020

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Die für Donnerstag (19.11.) angedachte Mitgliederversammlung der Fußball-Abteilung des TSV 1860 München e.V. muss…

Gepostet von Sechzger.de am Dienstag, 17. November 2020

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Glaubt wirklich jemand ernsthaft daran, dass es in diesem Jahr noch Fußball vor Zuschauern im Stadion geben wird?…

Gepostet von Sechzger.de am Dienstag, 17. November 2020

TAKTIKTAFEL: Nachbetrachtung des Spiels Dynamo Dresden gegen den TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen bei der TAKTIKATFEL zur Nachbetrachtung des Spiels der SG Dynamo Dresden gegen den TSV 1860 München.

Am Sonntag verloren die Münchner Löwen zum ersten Mal in dieser Saison ein Auswärtsspiel. Warum das so war und was die Schlüsselsituationen waren, werde ich hier – garniert mit den wichtigsten statistischen Zahlen – aufarbeiten.

Vorneweg gilt es festzuhalten: Die Niederlage war total unnötig und wenn man die Statistik des Spiels betrachtet, unterm Strich auch nicht verdient.

Die Formationen

Die Dynamos traten nicht, wie bisher, in acht von neun Spielen gezeigt und deshalb von mir auch so erwartet, im 4-2-3-1, sondern in einem 3-4-1-2 System gegen das gewohnte 4-1-4-1 der Löwen an.

Gegen den Ball kippte Meier bei Dynamo vom linken Mittelfeldflügel in die für ihn gewohnte Position des linken Verteidigers ab, bei Angriffen der SGD über diese Seite rückte er bisweilen wie ein klassischer Linksaußen mit nach vorne. Diese mit viel Laufarbeit verbundene Interpretation seiner Position sorgte für große Variabilität bei Angriffen, über die auch in diesem Spiel bevorzugte linke Seite bei Positionsangriffen der Mannschaft von Markus Kauczinski.

Um die rechte Seite hinten zu verstärken, war der nominelle Linksaußen Königsdörffer vom Trainer in der Grundformation weiter zurückgezogen worden, und auch er machte seine Sache dort über weite Strecken sehr gut.

Sobald Dynamo beim Angriff über die Mittellinie kam, versuchte die Mannschaft in vorderster Front einen Dreiersturm zu etablieren. Dies geschah situationsbedingt wahlweise durch Aufrücken von Meier oder Königsdörffer. Die beiden fungierten in den Offensivsituationen als Flügelstürmer, wobei Meier mehr den klassischen Linksaußen gab und Königsdörffer eher wie ein Raumdeuter agierte.

In fast jedem Angriff, der nicht direkt über ihn lief, schob der als Schattenstürmer im Zentrum hinter den Spitzen agierende offensive Mittelfeldmann Stefaniak bis knapp hinter die Spitzen mit vor.

Bei den Löwen war offensiv wie defensiv (fast) alles wie immer. Einzig die Flügelangriffe über die rechte Seite fanden mehr oder weniger nicht, bzw. nur unbefriedigend statt, da mit Wein auf der Position des rechten Außenverteidigers nicht soviel Offensivdrang erwartet werden kann wie mit Willsch, der als rechter Flügelverteidiger mit seinen Flankenläufen für größere Unruhe beim Gegner hätte sorgen können.

Gegen den Ball gab es beim TSV 1860 auch keine Neuerungen in der Herangehensweise. Dressel versuchte in der Position des Box to Box Mittelfeldspielers Erdmann vor der Kette zu unterstützen, während Erdmann situationsabhängig bisweilen in die Kitte abkippte und sich dort zwischen zwei Verteidiger schob um a) den Raum für den Gegner enger zu machen und b) Lücken, die sich durch die im Spielplan vorgesehenen Offensivausflüge von Steinhart durchaus das ein oder andere mal ergaben, zuzustellen.

Die erste Halbzeit

Das von beiden Mannschaften in Halbzeit eins auf den Platz gebrachte Spiel war, wie man es von Duellen zweier gleichwertiger Mannschaften zur Genüge kennt, eine zerfahrene Partie, mit viel Mittelfeldgeplänkel, bei dem die Teams sich gegenseitig oft neutralisierten. Mehr Zug in den Angriffen hatten allerdings die Löwen vorzuweisen.

Während Dresden teilweise behäbig mit mehr als doppelt so vielen Rück- und Querpässen agierte und daher den Ball öfter kontrollierte, versuchte der TSV 1860 bei Ballbesitzwechsel schnell das Spiel umzudrehen und zügig in des Gegners Hälfte und vor bzw. in dessen Strafraum aufzutauchen. Das ungenaue Passspiel beider Mannschaften, vor allem ins letzte Drittel und bei Pässen in die Box spielte dabei den Abwehrreihen beider Teams in die Karten und Angriffe konnten oft schon vor der roten Zone zunichte gemacht werden.

Das 1:0 für die Löwen fiel nach einem gut vorgetragen Angriff von rechts durch das Zentrum. Nach Balleroberung durch Neudecker in der eigenen Hälfte kommt nach wenigen Stationen Tallig auf Höhe der Mittellinie in der eigenen Hälfte in Ballbesitz und leitet ohne größere Umschweife zu Erdmann, der am vorderen Ende des Mittelkreises wartet, weiter. Erdmann geht einige Meter mit dem Ball ohne Störung durch Gegenspieler und spielt dann den halblinks 25 Meter vor dem Tor stehenden Steinhart an. Der wiederum passt sofort zu Dressel im Zentrum. Dressel sieht in halblinker Position frei im Strafraum Lex und bedient ihn. Lex geht zwei Meter und versucht den Pass zurück in die Mitte zu Dressel. Dieser Ball wird jedoch von Mai geklärt und fällt dann Steinhart etwa 20 m vor dem Tor vor die Füße. Steinhart geht mit Ball parallel zur Strafraumbegrenzung einige Schritte unbedrängt aus dem Zentrum nach rechts und zieht dann aus etwa 19 Metern ab. Unhaltbar für Broll schlägt der gute Schuss von Steinhart im vom Schützen aus gesehen rechten, unteren Eck des Dresdener Tors ein.

Ein über alle Stationen gut vorgetragener Angriff der Löwen, der nach missglückter Abwehraktion doch noch den Weg ins Tor des Gegners gefunden hat. Das sind genau die Momente deren Gelingen die sensationelle Arbeit des Trainers mit der Mannschaft zeigt. Keine einzige Aktion bis zum Abwehrversuch des Dresdener Verteidigers wirkt zufällig. Man sieht den Plan, den die Spieler verfolgen.

Wenig später kam Dresden zum absolut unnötigen Ausgleichstreffer durch Stark. Schon in der Entstehung bekleckert sich kein Löwe in der Defensivarbeit mit Ruhm. Unentschlossenes Spiel gegen den Ball von allen Akteuren bei diesem Angriff der SGD begünstigt den Lauf von Stark vor dem Schuss aufs Tor.

Aber der Reihe nach: Hiller klärt einen Rückpass ohne Bedrängnis auf die linke Seite von Dynamo. Etwa in Höhe der Mittellinie kommt Dresden dann in Ballbesitz. Einen Kopfball auf Daferner leitet dieser, sich in halblinker Position mittig zwischen Grund- und Mittellinie befindend, ebenfalls mit dem Kopf kurz Richtung Zentrum zu Hosiner weiter.

Hosiner spielt gegen die Laufrichtung der Löwendefensive wieder nach links zu Stefaniak. Stefaniak leitet sofort, durch zwei Gegenspieler hindurch weiter zu Meier der an der Seitenlinie mit dem Ball einige Schritte in Richtung Mittellinie geht und dann den aus dem Hintergrund einlaufenden Stark bedient.

Wein verfolgt Stark nur halbherzig und greift, mit Gelb vorbelastet, wohl aus Angst vor einem Platzverweis, nicht weiter ein. Auch Neudecker und Dressel gehen nur zaghaft auf den Mittelfeldallrounder zu, ohne ihn bei seinem Lauf in Richtung Strafraum der Sechzger zu behindern oder zu stören.

Als Stark dann 21 m vor dem Tor abzieht, hat Hiller, der den Ball möglicherweise erst spät sieht, weil Hosiner ihm wohl die Sicht versperrt, eine zu kurze Reaktionszeit den Ausgleich zu verhindern.

Wo lag der Fehler? Ich will hier niemandem allein die Schuld zusprechen. Zu viele aufeinanderfolgende schlechte Entscheidungen im Defensivverhalten gab es vor dem Schuss von Stark. Letztendlich muss aber spätestens Dressel Stark, wenn nötig auch mit einem Foul, das vielleicht die gelbe Karte nach sich zieht, vom Ball trennen.

Die statistischen Werte der ersten Halbzeit

Die Mannschaften hatten ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis an Positionsangriffen (14:13 pro 1860). Bei den Konterattacken konnten die Löwen mit dreien gegenüber einem beim Gegner einen kleinen Vorteil verbuchen. Das Eckenverhältnis wiederum sieht die SGD mit 4:1 im Vorteil.

Beide Mannschaften kamen mit je fünf Abschlüssen auch zu exakt gleich vielen Schüssen. Leider gingen bei den Löwen vier dieser fünf Schüsse nicht auf den Kasten der Dynamos. Einer ging vorbei, drei wurden geblockt. Der einzige Schuss, den die Sechzger aufs Tor brachten, ging allerdings auch hinein – dazu gibt es etwas weiter unten mehr Informationen.

Von den fünf Schüssen der SGD ging einer über den Kasten, ein weiterer an die Latte, was in der Statistik ebenfalls als darüber gewertet wird, dreimal gingen die Abschlüsse der Dynamos auf das Tor. Zwei davon konnte Hiller parieren, ein Schuss, den manche Kommentatoren als haltbar ansahen, saß. Auch dazu gibt es etwas weiter unten im Text mehr Informationen.

Beim Ballbesitz liegt die Mannschaft aus Elbflorenz mit 61%:39% deutlich vorne. Aber wie so oft ist das nur eine Zahl aus der man nichts herauslesen kann, wenn man sie ohne genaue Betrachtung der Rück- und Querpässe als alleinigen statistischen Wert sieht. Dresden spielte sage und schreibe 49 (!) Rückpässe in der ersten Halbzeit. Davon gingen 14 zum Torhüter und 32 zu den Spielern der Dreierkette.

Daraus folgt natürlich auch eine bessere Passquote bei Dynamo Dresden. Zehn Prozent besser sieht die Statistik hier die SGD insgesamt. Zieht man allerdings die defensiven Pässe beider Teams in dieser Statistik ab ergibt wieder ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis beim Passspiel.

Die PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) lag bei den Löwen in Halbzeit eins bei 7,32 was einen exzellenten Wert darstellt und bei Dresden immerhin noch bei 11,31 was auch nicht allzu schlecht ist.

Die Zweite Halbzeit

Im Vergleich zur ersten Hälfte zeigte sich alles in allem wenig Unterschied im Spielgeschehen. Lediglich der Ballbesitz war deutlich ausgeglichener.

Dresden traute sich nach vorne etwas mehr zu, was jedoch bis auf den einen entscheidenden Treffer nach einer Ecke keine weitere Auswirkung auf das Spiel hatte. Das Spiel war weiterhin auf beiden Seiten von viel Stückwerk geprägt, Bälle, die auf dem ungepflegten Rasen versprangen, waren sowohl bei Dribblings als auch im Passspiel beider Mannschaften die größten nicht beeinflussbaren Störfaktoren im Spielaufbau bei den Angriffsversuchen.

Weiterhin hatte Dresden große Probleme Angriffe vernünftig aufzubauen und so sind die Dynamos bei den Rück- und Querpässen in der eigenen Spielfeldhälfte auch in Halbzeit zwei gegenüber den Löwen klar im Vorteil.

Ansonsten waren die Sechzger, auch wenn es auf dem Fernseher möglicherweise anders gewirkt hat, das definitiv dominantere Team. Leider fehlte in vielen Situationen das nötige Spielglück und wie so oft nach einem Rückstand – wenn der Gegner gegen den Ball tief steht – beim Spiel ins letzte Drittel und in die Box auch die Ideen. An der Frequenz im Spiel ins letzte Drittel lag es definitiv nicht, denn hier hatten die Löwen gravierende Vorteile.

Mit zweiundzwanzig angekommenen Pässen ins letzte Drittel haben die Löwen hier einen deutlichen Vorteil gegenüber der SGD, die bei fünfundzwanzig Versuchen dort nur vierzehn Mal zum Mitspieler passen konnte.

Mölders guten Kopfball nach einer Ecke in der 48. Minute, ebenso wie Schüsse von Neudecker (64.) und Lex (89.) konnte Broll entschärfen. Dressels (47.) und Weins (89.) Versuche konnten jeweils von Verteidigern geblockt werden, bevor sie gefährlich wurden.

Das Gegentor

In der 70. Minute trifft Stefan Lex beim Abwehrversuch nach einer flachen Ecke von der linken Dresdener Angriffsseite den Ball nicht richtig. Daraufhin springt das Leder zu Sascha Mölders vor dem Tor, der ebenfalls klären möchte. Leider trifft er den Ball so unglücklich mit dem Schienbein, dass dieser Königsdörffer am linken Fünfereck vor die Füße fällt. Königsdörffer zieht ab und der Ball schlägt links halbhoch im Tor ein.

Die Zahlen zur Zweiten Halbzeit

Der Ballbesitz sieht mit 54%:46% wieder die Dresdener leicht im Vorteil. Sie spielten aber nicht mehr ganz so viel hinten rum, wie in Halbzeit Nummer eins, von daher wechselte der Ballbesitz schneller und die Löwen konnten hier statistisch gut aufholen.

Trotzdem spielte die SGD fast 43% mehr Rückpässe als die Löwen. Damit wäre der höhere Wert beim Ballbesitz auch schon wieder erklärt, und wieder einmal sieht man, dass Ballbesitz nichts mit Spielkontrolle zu tun hat.

Bei der Anzahl der Positionsangriffe hat Sechzig mit 16:10 gehörig die Nase vorn. Konter gab es auf beiden Seiten je einen.

Die Zweikampfbilanz ist absolut ausgeglichen. Beide Teams gewannen etwas mehr als 62% ihrer Defensivzweikämpfe, draus folgt, dass beide Teams knapp unter 38% ihrer offensiven Duelle gewannen.

Das Eckenverhältnis von 3:2 spricht vor allen deshalb für die Löwen, weil sie aus jeder Ecke einen Abschluss kreieren konnten. Dresden schaffte das nur einmal. Leider war der aber drin.

Nur zwei Schüsse setzte die SG Dynamo während der zweiten Halbzeit ab. Einer davon ging auf das Tor der Sechzger. Dummerweise ging der aber auch hinein. Dem stehen sieben Schüsse der Löwen gegenüber, drei davon aufs Tor.

Die Passquote war weiterhin bei beiden Teams schlecht. Mit 74% fanden weniger als dreiviertel aller Pässe beider Teams den Adressaten.

Gewonnene Luftkampfduelle in des Gegners Hälfte jenseits des Mittelkreises waren für beide Teams in der zweiten Halbzeit nicht zu verzeichnen. Im Strafraum des Gegners zog auf Seite der Löwen Mölders viermal den Kürzeren gegen seine Gegenspieler bzw. den Torwart und einmal hatte Johann Djayo das Nachsehen.

Dresden konnte einmal den Ball hoch in den Strafraum befördern, da allerdings pflückte Hiller vor Daferner den Ball aus der Luft.

Auch die Anzahl der Befreiungsschläge spricht eine deutliche Sprache zugunsten der Löwen. 13 Mal mussten die Dresdener den Ball mehr oder weniger unkontrolliert aus dem eigenen Verteidigungsdrittel nach vorne bolzen. Da waren die Löwen mit nur fünf Befreiungsschlägen eindeutig abgeklärter in der Defensive.

Die PPDA war mit 6,16 für den TSV 1860 und 6,33 für Dresden bei beiden Kontrahenten sehr gut.

Mein Fazit

In einem Spiel das, wenn man den optischen Eindruck zurate zieht, keinen Sieger verdient hätte, und wenn man die statistischen Werte liest, der TSV hätte gewinnen müssen, gewann die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden durch ein, mit Verlaub, saudummes Tor von Königsdörffer mit 2:1.

Die von den Zahlen in der Statistik zum Spiel eindeutig überlegenen Löwen wurden ein weiteres Mal nach den Spielen gegen Magdeburg, Saarbrücken und Duisburg durch einen blöden Fehler, der passieren kann und die grandiose Torwartleistung beim Gegner um verdiente Punkte gebracht.

Eine persönliche Anmerkung habe ich heute noch:

Es gibt keinen Grund auf der Mannschaft oder auf einzelnen Spielern in der Weise herumzuhacken, wie ich das schon wieder von einigen Personen im Netz und in den sozialen Medien lesen musste.

Wenn jemand schreibt, Hiller hätte das 1:1 zu verantworten, muss ich sagen, dass Hosiner bei dem Schuß im Abseits steht und ihm dabei zumindest ein wenig die Sicht verdeckt. Möglicherweise könnte man das Tor deshalb sogar als Abseits zurückpfeifen. Wobei die in der Regel verankerte Eindeutigkeit bei der Sichtbehinderung hier wohl nicht gegeben ist.

Und für die Menschen, die sich über die angeblich Schlecht ausgeführten Standards beim TSV 1860 aufregen, hier noch einmal die relevanten Zahlen dazu: Vier Ecken führten zu drei Abschlüssen. Bei insgesamt vier Freistößen im Angriffsdrittel – keiner davon in wirklich aussichtsreicher Position – kam man gegen die Dresdner Abwehrriesen zu einem Abschluss. Man darf nicht vergessen: Es steht immer noch ein Gegner auf dem Platz der Tore verhindern will bzw. auch selbst welche schießen möchte! Mit Dresden diesmal sogar der haushohe Favorit auf den Aufstieg.

Auf die Löwen!

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Wegen Corona: Mitgliederversammlung der Fußballabteilung abgesagt!

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TSV 1860 Mitgliederversammlung blanker hohn
Stimmkarte, TSV 1860 München

Die für Donnerstag (19.11.) angedachte Mitgliederversammlung der Fußball-Abteilung des TSV 1860 München e.V. muss aufgrund der coronabedingten Maßnahmen abgesagt werden. Bis zuletzt hatte man auf Lockerungen – und somit die Durchführung der Versammlung – gehofft, nun aber musste Abteilungsleiter Roman Beer zähneknirschend die Absage bekannt geben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Gemäß der seit Anfang November 2020 geltenden 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung (BayIfSMV) sind Mitgliederversammlungen von Vereinen untersagt. Die FA-Leitung beantragte beim Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) zwar eine Ausnahmegenehmigung, diese wurde aber nicht erteilt. Hierfür wäre zum einen die Zustimmung von höherer Stelle (ggf. bis hin zum Innenministerium) nötig gewesen und zum anderen wäre eine Ausnahmegenehmigung nur möglich gewesen für den Fall, dass bei einem Ausfall der Mitgliederversammlung ein ernsthafter und nicht abzuwendender Schaden von relevanten Ausmaß drohen würde; letzterer konnte im Falle der FA-Versammlung vom KVR nicht erkannt werden.

Bereits mit der Einladung zur Versammlung, die mit der Ausgabe 3/2020 der Vereinszeitung sowie auf der Homepage des Vereins veröffentlicht worden war, hatte die Abteilungsleitung die an einer Teilnahme interessierten Mitglieder um vorherige Anmeldung gebeten, um die Teilnehmerzahl besser abschätzen und frühzeitig auf etwaige Beschränkungen der Teilnehmerzahl reagieren zu können. Für die Gegentribüne des Sechzger-Stadions, die über 4.500 Plätze verfügt, hatte man ein Hygienekonzept erarbeitet, das bei Einhaltung der Abstandsregeln von 1,50 Metern eine Zulassung von bis zu 230 Personen ergeben hätte.

Bis zum Anmeldeschluss am Montag, den 16. November lagen lediglich 10 Anmeldungen vor. Für die Wahl des Kassenwarts waren keine weiteren Wahlvorschläge eingegangen, so dass Amtsinhaber Kurt Renner als einziger Kandidat zur Wahl gestanden hätte. Es waren auch keine Anträge von Mitgliedern eingegangen.

Als Alternativen für eine Präsenz-Veranstaltung sieht der Gesetzgeber während der Covid-19-Krise für Mitgliederversammlungen von Vereinen entweder eine Briefwahl oder Online-Versammlungen vor. Die Abteilungsleitung sieht darin keine Alternativen für die Mitgliederversammlung der FA und begründet dies wie folgt: Bei einer Briefwahl ist laut Gesetz eine Wahlbeteiligung von mindestens 50% der Mitglieder vorgeschrieben, damit Beschlüsse gültig wären; dies würde für die FA eine Wahlbeteiligung von rund 10.000 Mitgliedern bedeuten, was angesichts der Teilnehmerzahlen an FA-Versammlungen der Vorjahre utopisch erscheint, da sich diese nur im zwei- oder geringen dreistelligen Bereich bewegten (siehe Bericht in Vereinszeitung 4/2019). Online-Versammlungen sind zum einen sehr teuer und zum anderen besteht eine rechtliche Unsicherheit bei Online-Abstimmungen.

Die FA-Leitung hat sich daher entschieden, die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr nachzuholen, sobald Präsenz-Veranstaltung wieder möglich sind. „In Anbetracht der geringen Zahl von Anmeldungen zur Versammlung, der Tatsache, dass bei der Wahl zum Kassenwart nur ein Kandidat zur Auswahl gestanden hätte und der Aussicht, für eine Briefwahl oder eine Online-Versammlung einen vier- oder fünfstelligen Betrag aus dem in erster Linie für den Sport vorgesehenen Abteilungs-Budget aufwenden zu müssen, um am Ende kein rechtssicheres Ergebnis zu haben, war dieser Schritt aus unserer Sicht der einzig richtige“, so Abteilungsleiter Roman Beer.

Der Bericht des Kassenwartes Kurt Renner über das Geschäftsjahr 2018/19 wird in der Vereinszeitung 4/2020 veröffentlicht, die im Dezember erscheinen wird.

Geisterspiele bis Jahresende?

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Glaubt wirklich jemand ernsthaft daran, dass es in diesem Jahr noch Fußball vor Zuschauern im Stadion geben wird? Angesichts der derzeitigen Inzidenzwerte (in München jenseits der 200) sollte man doch ganz stark davon ausgehen, dass sich das Thema für 2020 erledigt haben dürfte und selbst für Anfang 2020 sehe ich persönlich ziemlich schwarz.

“Lieber verlängern, statt vorzeitig abzubrechen.”

Auch die Äußerungen von Ministerpräsident Markus Söder hinsichtlich der getroffenen Maßnahmen machen wenig Hoffnung: “Lieber verlängern, statt vorzeitig abzubrechen. Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen. Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November wieder alles gut ist.” 

Aktuell weisen 14 der 18 Drittligastandorte einen Inzidenzwert über 100 auf, trauriger Spitzenreiter diesbezüglich ist Duisburg mit 287. Lediglich in Rostock (Inzidenz: 22) liegt man aktuell unter dem ursprünglich festgelegten Schwellenwert von 35.

Obwohl das Heimspiel gegen den VfB Lübeck, das erst in letzter Minute ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, erst ein paar Wochen zurückliegt, fühlt es sich wie eine Ewigkeit an. Damals wurde der oben angesprochene Schwellenwert erst kurz vor dem Spieltag überschritten, nun liegt der Wert sechsmal so hoch…

Ein ganzes Jahr Fußball ohne Zuschauer im GWS?

Insofern scheint selbst das Szenario, das im Grünwalder Stadion ein ganzes Jahr lang Fußball ohne Zuschauer gespielt wird, nicht ganz unrealistisch. Wir erinnern uns: Das letzte Löwen-Heimspiel im ausverkauften Sechzgerstadion war das legendäre 4:3 gegen den Chemnitzer FC am 29.02.2020. Damals traf Erik Tallig noch für die Gäste und Prince Owusu sicherte dem TSV 1860 in der Nachspielzeit den Dreier gegen den späteren Absteiger.