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Sechzig um Sieben: Taktiktafel +++ 3.Liga +++ Zeitreise

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Guten Morgen, Löwen!

TAKTIKTAFEL
Die TAKTIKTAFEL-Nachbetrachtung rundet heute die Berichterstattung rund um das Auswärtsspiel in Dresden ab. Gegen Mittag lässt euch Bernd Winninger an seinen Erkenntnissen teil haben.

News aus Liga 3
Schlaflos war deswegen hoffentlich keiner von uns, dennoch möchten wir euch an dieser Stelle das Ergebnis des gestrigen Abends – alleine schon der Vollständigkeit halber – aus Liga 3 nicht vorenthalten. Im Aufsteigerduell zwischen dem SC Verl und dem VfB Lübeck gelang den Gästen in der ersten Minute der Nachspielzeit ein Lucky Punch, mit einem 2:1-Sieg konnten sie drei Punkte aus dem Verler Exil in Paderborn entführen. Für die Gastgeber war es übrigens das erste Spiel nach drei Wochen, nachdem diese wegen einiger Corona-Fälle pausieren mussten.
Heute abend steht dann das Nachholspiel des 5.Spieltags zwischen Duisburg und Halle an.

Zeitreise
Gestern berichteten wir euch bereits von einem Spiel vor langer Zeit gegen die Eintracht aus Frankfurt, heute wird es noch einmal historischer: am 17.11.1966 und damit vor 54 Jahren traf der TSV 1860 München auf niemand geringeres als Real Madrid. Das Hinspiel des Achtelfinals im Europapokal der Landesmeister konnte vor 30.901 Zuschauern im Grünwalder Stadion sensationell mit 1:0 gewonnen werden (Torschütze: Hans Küppers). Dreizehn Tage später war allerdings im Rückspiel Endstation für die Löwen, die Galaktischen zogen mit einem 3:1 in das Viertelfinale ein.

Pause für die Spieler
Gestern ging es mit einem Training nahtlos weiter, heute allerdings wird es ruhig sein an der Grünwalder Straße: die Profis haben frei.

Sechzig @18:60 – Dresden-Aufarbeitung +++ In eigener Sache +++ Infos zu Ex-Löwen

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Tag Eins nach der ersten Niederlage an des Gegners Platz in dieser Saison. Nach vielen Monaten hat es uns gestern wieder mal erwischt. Genau genommen liegt die letzte Pleite in der Fremde just heute auf den Tag exakt fünf Monate zurück: Am 16. Juni unterlagen die Löwen Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg mit 0:2 (das 1:2 gegen die Roten zwölf Tage später haben wir zum einen schon sehr erfolgreich aus unseren Köpfen verdrängt und zum anderen fand dies ja in unserem eigenen Wohnzimmer auf Giesings Höhen statt, war also gar kein Auswärtsspiel. Punkt.).
Die Auswärtstabelle führen unsere Löwen trotz des gestrigen 1:2 (punkt- und torgleich mit Wehen Wiesbaden) übrigens noch an.
Welche Schlüsse in taktischer und statistischer Hinsicht aus der Niederlage in Sachsens Hauptstadt gezogen werden dürfen, erfahrt Ihr hier auf sechzger.de morgen in unserer allseits beliebten und schon weithin bekannten Rubrik TAKTIKTAFEL. Damit schließen wir dann die Aufarbeitung des Dresden-Spiels ab und blicken nur noch nach vorn!

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Apropos Rückschau und Vorausblick: Wem es noch nicht aufgefallen ist, dem sei es an dieser Stelle direkt ans Herz gelegt: Auf unserer Startseite, findet Ihr im neuen Layout von sechzger.de seit letzten Freitag die beiden Kästen NÄCHSTER GEGNER und LETZTER GEGNER, in welchen die beiden TAKTIKTAFELN, der Vorbericht, der Liveticker und die Expertentipps zum jeweiligen Spiel direkt und komfortabel aufgerufen werden können – sobald sie veröffentlicht sind. Sehr praktisch wie wir finden!

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Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Das Dresden-Spiel ist nun auch in unserem Statistik-Teil zu finden. Angesichts der Corona-Pandemie gibt es ja leider kaum einen Löwenfan, der dieses Spiel direkt zu seinen besuchten Spielen hinzufügen kann – aber vielleicht findet Ihr in diesen Zeiten, in denen der abendliche Kneipenbesuch ja leider nicht möglich ist, Zeit und Muße Eure anderen zahlreichen Löwenspiele dort zu hinterlegen. Viel Spaß dabei!

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Darüber, was  zwei Ex-Löwen derzeit so treiben – oder eben nicht – haben wir Euch heute im Laufe des Tage informieren dürfen: Wen die neuen sportlichen Ambitionen von Kai Bülow oder der aktuelle Status bei Fabian Johnson interessieren, der klicke sich nochmal direkt rein.

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Wir wünschen einen schönen Abend und denken darüber nach, ob wir uns selbst erst morgen Früh zu “Sechzig um Sieben” über das Resultat des Drittliga-Montagabendspiels zwischen Verl und Lübeck informieren oder noch heute abend um kurz vor neun… Schlaflose Nächte bereitet uns dieses Resultat so oder so nicht.

 

Heute vor 52 Jahren: 1:0 gegen Eintracht Frankfurt

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TSV 1860 Löwen Historie

Die Saison 1968/69 verlief für den TSV 1860 München eher unspektakulär; am Ende belegte man in der Bundesliga mit 34:34 Punkten und 44:59 Toren den 10. Tabellenplatz und begrüßte bei den Heimspielen im Schnitt gut 16.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion.

Heute vor genau 52 Jahren empfingen die Löwen mit Trainer Hans Pilz Eintracht Frankfurt in Giesing und gerade einmal 8.000 Fans passierten an diesem Samstag Nachmittag die Stadiontore, obwohl man in den Wochen zuvor Schalke 04 (3:1) und Hertha BSC (2:1) bezwungen hatte. Auch diesmal gab es Grund zum Jubeln: Durch einen Treffer von Meisterlöwe Wilfried Kohlars in der 73. Minute wurden die Gäste in die Knie gezwungen.

Die Aufstellung der Löwen

Petar Radenkovic – Hans-Günther Kroth, Manfred Wagner, Zeljko Perusic, Bernd Patzke – Hans Reich, Wilfried Kohlars – Alfred Heiß (70. Hans Linsenmaier), Klaus Fischer, Jürgen Schütz, Hans Rebele

Bei der Eintracht waren u.a. Fahrudin Jusufi, Friedel Lutz, Bernd Hölzenbein, Jürgen Grabowski und Bernd Nickel im Einsatz, Trainer war ein gewisser Erich Ribbeck. Noch mal zur Erinnerung: Wir sprechen hier von 1968!

Meister als Absteiger

Dass die Spielzeit 1968/69 trotz allem im kollektiven Gedächtnis verankert blieb, hatte jedoch weniger mit unseren Löwen, als vielmehr mit dem 1. FC Nürnberg zu tun. Diesem gelang das Kunststück, als amtierender Meister (und damals noch Rekordmeister!) abzusteigen. Herzlichen Glückwunsch. Ob bereits damals der Spruch “Der Glubb is a Debb” entstand, ist mir leider nicht bekannt, es hätte sich aber angeboten. Der damalige Trainer im Frankenland (zumindest bis zum 24.03.1969) ist auch bei uns kein Unbekannter: Max Merkel.

Kai Bülow spielt jetzt Basketball!

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Felix Weber 1860 Bayreuth

Unvergessen bleibt sein Tor am 02.06.2015 tief in der Nachspielzeit des Relegationskrimis gegen Holstein Kiel, das den TSV 1860 in der 2. Liga hielt: Kai Bülow hat Spuren hinterlassen beim TSV 1860 und zwar nicht nur wegen dieses Treffers, sondern weil er sich über Jahre hinweg immer wieder gegen die teaminterne Konkurrenz durchsetzte und sich einen Stammplatz eroberte. Dabei blieb der gebürtige Rostocker stets bodenständig und bescheiden; dass er zum Karriereende wieder in seine Heimatstadt zurückkehrte, passt da natürlich bestens ins Bild

Karriereende bei Hansa, Neustart beim EBC

Im Sommer war nun also Schluss mit Fußball, beruflich wird sich 34-Jährige umorientieren. So ganz vom Sport loslassen kann er jedoch nicht, doch überraschenderweise schnürt er die Stiefel zukünftig für einen der zahlreichen Amateurvereine, sondern probiert etwas völlig Neues. Statt Toren sind nun Körbe angesagt, denn Bülow geht zukünftig für den EBC Rostock auf Punktejagd. Klingt ambitioniert, da die Profimannschaft des Vereins in der 2. Bundesliga aktiv ist, ist aber doch nur nicht mehr als ein Hobby, da Bülow in der vierten Mannschaft der Rostocker zum Einsatz kommt.

Aufgrund seiner Bissigkeit gilt aber auch hier: Halb Mensch, halb Tier – KB4!

Was macht eigentlich Fabian Johnson?

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Am 11.12.2004 spielten die Amateure des TSV 1860 München in der damals drittklassigen Regionalliga Süd bei den Stuttgarter Kickers und erkämpften sich bei Eiseskälte ein respektables 0:0. Trotz torloser Partie und ereignisarmer 90 Minuten hat sich mir das Datum im Gedächtnis eingebrannt. Warum? Der Grund ist ganz einfach: An diesem Tag feierte Fabian Johnson nicht nur seinen 17. Geburtstag, sondern direkt auch sein Debüt im Seniorenbereich.

Jung und hochtalentiert

Schon zuvor war Johnson, der vom FC Sportfreunde München aus der Säbener Straße an die Grünwalder Straße zum TSV 1860 gewechselt war, vom damaligen NLZ-Leiter Ernst Tanner als “hochtalentiert” bezeichnet worden, eine große Karriere wurde ihm von vielen Seiten prophezeit. Der Allrounder, der abgesehen von Torwart quasi alles spielen kann (bevorzugt auf den Außenpositionen), stieg schnell auf und kam bereits im März 2006 zu seinem ersten Einsatz in der 2. Bundesliga. Nach 90 Partien in der 2. Liga zog es den gebürtigen Münchner zum VfL Wolfsburg in die 1. Bundesliga und von dort aus weiter zur TSG Hoffenheim. Dort avancierte er zum Stammspieler und Leistungsträger und wechselte zur Saison 2014/15 zu Borussia Mönchengladbach, wo er bis zum Sommer die Stiefel schnürte.

Europameister mit Deutschland, WM-Teilnehmer mit den USA

Von der U17 bis zur U21 durchlief Johnny sämtliche Auswahlmannschaften des DFB; gekrönt wurde die Nationalmannschaftskarriere durch den EM-Titel 2009 (u.a. an der Seite von Manuel Neuer, Jerome Boateng, Sami Khedira, Mesut Özil, Mats Hummels und der Ex-Löwen Daniel Adlung und Sebastian Boenisch). Im Jahr 2011 wechselte er jedoch in der Verband der USA und debütierte unter Jürgen Klinsmann bei der 0:1-Niederlage in Frankreich. Bei der WM 2014 absolvierte Johnson alle vier Spiele der Amerikaner bis zum Aus im Achtelfinale gegen Belgien.

Neue Station oder Karriereende?

Aktuell steht Fabian Johnson ohne Verein da, was doch etwas verwundert, wenn man sich die Flexibilität des Spielers anschaut; vielleicht ist aber auch gerade diese Variabilität der Schwachpunkt, da er auf keiner Position als absoluter Experte angesehen wird. Es gab lose Kontakte in die MLS, zu einem Engagement indes kam es nicht. „Fabian ist ein Spieler, der mit seiner Flexibilität noch manchem Bundesligisten helfen könnte. Aber wir sind nicht nur auf die Bundesliga fixiert. Es ist noch nichts konkret, aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen neuen Verein finden“, stellt sein Berater Robert Schneider fest. Es gäbe da ja durchaus einen Verein ganz in der Nähe seines Elternhauses, der sich bestimmt nicht gegen eine Verpflichtung wehren würde, wenn sie finanziell machbar wäre. Aber das ist ein ganz anderes Thema…

Blau bleiben

Dass Johnson den Löwen im Herzen trägt, zeigt nicht zuletzt der Umstand, dass er das NLZ über Jahre hinweg als Sponsor unterstützt hat. Auch während seiner weiteren Karriere machte er keinen Hehl daraus, dass der TSV 1860 eine Herzensangelegenheit ist. Nach einem Sieg der Galdbacher, zu dem er ein Tor und einen Assist beisteuerte, sagte er im Interview sinngemäß: “Wenn ich schon nicht mehr bei den Löwen spiele, war das das Mindeste, was ich für die Fans tun konnte.”

Bild: TSV 1860 München

Sechzig um Sieben: Niederlage bei Dynamo +++ Training +++ Penta1860

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Ohne Punkte kehrten die Löwen gestern aus Dresden heim, was zwar einerseits verdient, andererseits jedoch auch absolut unnötig war, da Dynamo nun wirklich (noch) nicht als die Übermannschaft auftrat, die man vor der Saison erwartet hatte. Wie dem auch sei: Der TSV 1860 steht nachwievor auf dem 2. Tabellenplatz und übertrifft damit sämtliche Erwartungen. Wie eng es in der 3. Liga zugeht, erkannt man jedoch nicht zuletzt daran, dass unser nächster Gegner, der KFC Uerdingen, als Tabellenneunter nur drei Zähler hinter uns liegt und am Samstag somit theoretisch zu den Löwen aufschließen könnte.

Training am Montag Vormittag

Damit es dazu nicht kommt, wird Michael Köllner die Seinen während der bevorstehenden Woche ordentlich auf den Gegner vorbereiten. Das erste Training auf dem Weg zum nächsten Heimdreier steht bereits heute Vormittag auf dem Programm.

Nicht dabei sein wird Martin Pusic; wie wir bereits gestern im Live-Ticker aus Dresden berichteten, brach sich der Österreicher im Abschlusstraining die Mittelhand, wird noch heute operiert und somit vermutlich rund zwei Wochen ausfallen.

Aufstieg für Penta1860

Während es am Wochenende auf dem grünen Rasen (oder dem, was im Rudolf-Harbig-Stadion davon noch übrig war) für unsere Fußballer kein Erfolgserlebnis gab, feierte Penta1860, die eSports-Abteilung des Vereins den Aufstieg in die Pro Division (vergleichbar mit der 1. Bundesliga). Die Jungs von der Konsole setzten sich in einer hart umkämpften Partie gegen Flayn eSports durch und dürfen sich in Zukunft mit den Besten messen. Herzlichen Glückwunsch!

Rückkehr mit leeren Händen: Erste Auswärtsniederlage in Dresden

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Die Löwen müssen sich mit leeren Händen auf den Heimweg aus der Elbmetropole machen. Gegen keineswegs überlegene Dresdener setzte es eine etwas unnötige 1:2-Niederlage. Damit kassiert Sechzig die erste Auswärtsniederlage der laufenden Saison.

Kaum Strafraumszenen in Halbzeit eins

In der ersten Halbzeit spielte sich das Spiel hauptsächlich zwischen beiden Strafräumen ab. Beide Teams griffen etwa ab der Mittellinie die Gegner an. Damit setzten beiden Teams den gegenerischen Spielaufbau so gut unter Druck, dass sich kaum ansehnliche Kombinationen entwickeln konnten

Die Löwen legten in der 27. Minute durch einen sehenswerten Fernschuss von Steinhart mit rechts (!) aus ca. 20 Metern das 0:1 vor; vorausgegangen war ein unpräzisierer Klärungsversuch von Mai.

Leider hielt die Führung nicht lange, denn nur fünf Minuten später zog Ex-Löwe Stark vom linken Flügel in die Mitte. Dabei wurde er von Wein, Neudecker und Dressel nicht entscheidend attackiert und markierte unbedrängt per Fernschuss aus etwa 18 Metern den Ausgleich. Das Tor weckte die bis dahin harmlosen Dresdner und bis zur Pause kam Mai noch zu zwei Chancen. Erst scheiterte er mit einem Fernschuss an Hiller (42. Minute), kurz drauf setzte er einen Kopfball an die Latte. Trotzdem ging es leistungsgerecht mit 1:1 in die Kabinen.

Das verpasste 1:2

Kurz nach der Pause hatte Mölders die erneute Führung für die Blauen auf dem Fuß. Nach einem hohen Ball von Tallig in den Strafraum, kam er aus kurzer Distanz zum Abschluss, doch Broll konnte mit einem Reflex auf der Linie parieren. Es sollte die letzte Chance für die Löwen sein.

Rückstand durch Zufallstreffer

Das Spiel blieb weiterhin zerfahren und es gab kaum schön vorgetragene Angriffe auf beiden Seiten zu sehen. Die Entscheidung fiel dann in der 70. Minute nach einer Ecke. Mölders lenkte diese unglücklich Richtung Pfosten. Königsdörffer musste den Ball zur Führung für Dynamo nur noch ins Tor drücken. Ein ziemlicher Glückstreffer…

Kein Aufbäumen in der Schlussphase

Danach gelang es den Löwen nicht mehr, Druck auf das Tor der Sachsen zu entwickeln, gGeschweige denn Chancen zu erarbeiten. So blieb es beim 2:1. Die Löwen mussten sich gegen weitgehend ungefährliche und wenig strukturiert spielende Dresdner zum ersten Mal in dieser Saison auswärts geschlagen geben. Da wäre mehr drin gewesen. Aber letztendlich brachte Sechzig auch nicht das Kombiniationsspiel der letzten Auftritte auf den Rasen und vermochte es erneut nicht, einen Rückstand aufzuholen. Insgesamt eine unnötige, aber nicht unverdiente Niederlage. Mund abwischen und gegen Uerdingen wieder gewinnen!

Live-Ticker: SG Dynamo Dresden – TSV 1860 München, 10. Spieltag 2020/21, 15.11.2020, Live aus dem Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Servus Löwenfans!

Heute Nachmittag (14 Uhr) steht für unsere Löwen das schwere Auswärtsspiel bei der SG Dynamo Dresden auf dem Programm. Wir berichten für Euch live aus dem Rudolf-Harbig-Stadion.

Wie gewohnt hat unser Experte Bernd Winninger den Gegner bis ins letzte Detail analysiert und wir präsentieren Euch unsere Ergebnisse in unserer Taktiktafel.

Den Vorbericht zum Spiel findet Ihr seit heute Morgen auf unserer Homepage und ab dem frühen Nachmittag gibt’s dann alles live aus dem Stadion.

Aufstellung:

1 Hiller – 17 Wein, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann (85. 21 Djayo), 14 Dressel, 31 Neudecker (72. 11 Greilinger), 8 Tallig – 7 Lex, 9 Mölders (C)

Bank:

40 Kretzschmar, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 33 Klassen

Tore:

0:1 Steinhart (27.)
1:1 Stark (32.)
2:1 Königsdörffer (70.)

Sechzig um Sieben: Dynamo Dresden – TSV 1860 München

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Premierentag: Zum ersten Mal in dieser Saison treten die Löwen an einem Sonntag an. Und ebenfalls zum ersten Mal treffen sie in der 3. Liga auf Dynamo Dresden. Freilich empfing 1860 diesen Gegner schon einmal als Bayern- also ebenfalls Drittligist, nämlich im August 1992 zu einem DFB-Pokal-Duell der ersten Runde. Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt allerdings stolzer Bundesligist und konnten sich – nach großem Kampf der Löwen – letztlich standesgemäß mit 2:1 durchsetzen. 14.000 Zuschauer wohnten diesem allerersten Spiel zwischen 1860 und Dynamo Dresden an einem Dienstag Abend im August vor 28 Jahren im Sechzgerstadion bei. Verdammt lang her…

Gut zwei Jahre später traf man sich dann in der Bundesliga wieder. Für den TSV 1860 begann 1994 das zehnjährige Gastspiel, für Dresden war 94/95 die Abschiedssaison aus dem Oberhaus – nach vier Jahren Zugehörigkeit. Die Duelle der beiden Abstiegskandidaten endeten im alten Rudolf-Harbig-Stadion am 30. September mit 1:1 und am 1. April 1995 in Giesing mit 3:1 für unser Team – Dresden stieg ein paar Wochen später als Tabellenletzter ab.

Erst im neuen Jahrtausend, am 1. November 2004 traf man sich dann das nächste Mal in München – allerdings nicht im Sechzger- sondern im Olympiastadion: Nach dem Abstieg aus der Bundesliga hatte 1860 zwar sinnvollerweise die überdimensionierte Schüssel am Oberwiesenfeld verlassen, allerdings fanden sechs der 17 Heimspiele damals – offiziell aus Sicherheitsgründen – doch noch im Olympiastadion statt. Und der Kick gegen Dynamo – mit seinem berüchtigten Anhang – gehörte dazu. Mit 2:0 im Oly und einem 4:0-Sieg in Sachsens Hauptstadt im Rückspiel behielten die Löwen in dieser Saison zweimal deutlich die Oberhand, was aber bekanntermaßen dennoch nicht zur direkten Rückkehr in die Bundesliga reichte. In der Folgespielzeit 2005/06 sollte dann die „goldene Ära“ in der Allianz Arena beginnen. Der Kaiserpalast war am 9. September 2005, als Dresden dort zum ersten Mal auflief, immerhin mit 66.000 Zuschauern ausverkauft – 1860 unterlag jedoch mit 1:2. Auch das Gastspiel in Sachsen verlor 1860 Anfangs Februar mit 0:2. Am Ende dieser Saison stieg aber Dynamo – übrigens mit einem gewissen Peter Pacult auf der Trainerbank – in die damals zweistaffelige Regionalliga ab, Sechzig rettete sich in der 2. Bundesliga mit einem 13. Rang.

Im Sommer 2008 konnten sich die Dresdner als Tabellenachter der besagten Regionalliga Nord für die neu gegründete 3. Liga qualifizieren und erzielten – Achtung: unnützes Fachwissen – auch den allerersten Treffer in dieser Liga. Seitdem kehrte die SGD immerhin zweimal in die 2. Liga zurück – und stieg zweimal wieder ab, zuletzt diesen Sommer.

Entsprechend folgte ab 2011 noch das eine oder andere Duell der heutigen Opponenten in der 2. Liga, bei denen sich 1860 zumeist mit wenig Ruhm bekleckerte und den zahlreichen Dresdner Anhängern auch in der Fröttmaninger Einöde angenehme Stunden bescherte. Von fünf Aufeinandertreffen dort gewann 1860 tatsächlich nur ein einziges. Aber ausgerechnet in der Katastrophensaison 2016/17, die letztlich bekanntermaßen mit dem Abstieg und der „4“ endete, fuhren die Löwen sogar wieder einmal zwei Siege gegen Dynamo ein.

Summa summarum kommt es heute zum immerhin 16. Duell zwischen dem TSV 1860 und Dynamo Dresden und die Bilanz ist absolut ausgeglichen: Jeweils sechs Siegen und sechs Niederlagen stehen drei Unentschieden gegenüber.

Dynamo Dresden ist als der Topfavorit auf den Aufstieg in die 2. Liga in diese Saison gestartet, wie auch unser Trainer Michael Köllner am Freitag ganz aktuell nochmal deutlich unterstrich. 14 Trainer der Liga erwarteten schon vor der Saison ein nur ein Jahr währendes Gastspiel der Sachsen. Dass es nicht ganz so einfach wird, wie die Konkurrenz zunächst vermutete, zeigte sich in den ersten Wochen der Saison aber relativ schnell: Einem Sieg auf dem Betzenberg im Saisoneröffnungsspiel (eine Woche zuvor hatte man auch noch den HSV mit 4:1 aus dem DFB-Pokal entfernt) folgten durchwachsene Leistungen, zuletzt drei Pleiten aus vier Spielen. Insofern stehen die Gastgeber heute Nachmittag schon ein wenig unter Zugzwang, ihrer Favoritenrolle in der 3. Liga gerecht zu werden. Vielleicht nicht die unangenehmste Situation für unsere Löwen.

Neben dem direkten Traditionsduell auf dem Rasen geht es dann auch darum, den Abstand auf Tabellenführer Saarbrücken nicht zu groß werden zu lassen. Die Saarländer haben nach ihrem Sieg in Köln am Freitag Abend nun schon fünf Punkte mehr auf der Habenseite, als die Verfolger Sechzig und FC Ingolstadt (der ja am Samstag in Mannheim mit 1:4 unter die Räder kam). Da heißt es für uns Löwen: Dran bleiben! Ob dies gelingt, könnt Ihr ab kurz vor zwei bei uns im Liveticker verfolgen. Wir sind – natürlich auch wieder mit der Kamera – vor Ort und halten Euch auf dem Laufenden. Besonders wichtig für alle Nicht-MAGENTA-Kunden, da der BR das Spiel heute nicht überträgt.

20 Tore am Samstag Nachmittag: Die heutigen Spiele der 3. Liga

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Die einzige Fußballliga Deutschlands, die an diesem Wochenende gegen den Ball tritt, fabrizierte am Samstag Nachmittag in sechs Partien immerhin 20 Treffer.

Nachdem der Tabellenführer 1. FC Saarbrücken am Freitag Abend schon seinen Spitzenplatz mit einem 2:0 bei Viktoria Köln für mindestens eine weitere Woche gesichert hatte, war es nun an den Verfolgern aus Ingolstadt und Rostock, an den Saarländern dran zu bleiben, was beiden misslang. Zur Freude für uns Löwen: 1860 geht als weiterhin Tabellenzweiter in das morgige Duell mit Dynamo Dresden (zu verfolgen im sechzger.de-Liveticker). Die Schanzer kamen bei Waldhof Mannheim mit 1:4 unter die Räder und die Hanseaten nicht über ein 1:1 in Halle hinaus. Es war übrigens Ex-Löwe Korbinian Vollmann der in der 51. Minute mit einer Kopfball-Bogenlampe den Ausgleich für Hansa besorgte.

Ebenfalls ein ehemaliger Akteur des TSV 1860 – an den allerdings die meisten Löwenfans weniger positive Erinnerungen haben dürften – traf beim Auftritt der SpVgg Unterhaching in Düsseldorf ins Tor. Der Gegner des TSV 1860 am kommenden Wochenende, der KFC Uerdingen schlug die Münchner Vorstädter mit 3:1. Adriano Grimaldi machte in der 90. Minute – zwölf Minuten nach seiner Einwechslung – für die Krefelder den “Deckel drauf”, wie man so schön sagt. Für Haching geht es – nach vier Pleiten in Serie – deutlich in Richtung Tabellenkeller.

Ebenfalls mit 3:1 endete die Partie in Wiesbaden gegen den FSV Zwickau. Der Absteiger aus Hessen ist nach zwei Pleiten damit wieder in der Spur, für die Westsachsen war dies schon die dritte Niederlage in Folge und Joe Enochs Team orientiert sich wohl auch eher wieder nach unten.

Warum Türk Gücü heute Nachmittag mal nicht den zweiten Untermieter auf Giesings Höhen gab und seinen 2:1-Heimsieg gegen den MSV Duisburg im Sechzgerstadion absolvierte, sondern im weiten Rund des Oly, ist dem Verfasser dieser Zeilen leider nicht ganz klar. Sachdienliche Hinweise gerne in den Kommentaren. 🙂 Der andere Untermieter ist übrigens keine Erklärung: Die kleinen Roten hätten den SV Meppen – ohne die Corona-bedingte Absage – sowieso erst morgen begrüßt. Der neue Coach der Zebras, Gino Lettieri, der das Team morgen übernimmt, erfüllte sich übrigens einen Traum vieler Groundhopper und sah seiner zukünftigen Mannschaft am Oberwiesenfeld live zu. Gesehen hat er dabei unter anderem zwei Tore des Ex-Duisburgers Petar Sliskovic, der damit die Torschützenliste der 3. Liga mit acht Treffern anführt.

Auf der Stelle im Tabellenkeller treten nach einem 1:1 Kaiserslautern und Magdeburg. Der 1. FCK wartet damit weiterhin auf den ersten Heimsieg und der 1. FCM auf den ersten Auswärtserfolg. So gesehen war dieses Unentschieden das einzig logische Resultat, oder?

Das Spiel unserer Löwen ist – aufgrund der oben angesprochenen Absage der Roten für morgen – das einzige Sonntagsspiel. Vorerst abschließen werden diesen zehnten Spieltag dann am Montag Abend die beiden Aufsteiger aus Verl und Lübeck im direkten Duell. Für die Westfalen ist dies erst das achte Saisonspiel – mit einem Sieg könnten sie auf 16 Punkte kommen, was durchschnittlich zwei Punkte Ausbeute pro Spiel bedeuten würde und den zweitbesten Wert der Liga darstellt. Den gleichen Durchschnittswert kann übrigens auch der TSV 1860 mit einem Sieg in Dresden erreichen. Wenn das mal nicht Ansporn genug ist…

Die Ergebnisse vom Samstag in der Übersicht:
Waldhof Mannheim – FC Ingolstadt       4:1
Hallescher FC – Hansa Rostock            1:1
KFC Uerdingen – SpVgg Unterhaching  3:1
Wehen Wiesbaden – FSV Zwickau        3:1
Türkgücü – MSV Duisburg            2:1
1. FC K’lautern – 1. FC Magdeburg       1:1