Start Blog Seite 1040

3. Liga am Sonntag: FC Ingolstadt 04 – SV Meppen

2

Der TSV 1860 ist bis auf zwei Punkte an die Schanzer rangerückt, die oberbayerischen Rivalen spüren also den heißen Atem der Löwen im Nacken. Heute empfing der FC Ingolstadt 04 den SV Meppen, der sich unter der Woche von Trainer Torsten Frings getrennt hatte. Unter den Zuschauern: Ex-Türkgücü-Coach Alexander Schmidt – ein Kandidat bei den Emsländern?

Zwei Ex-Löwen für die Schanzer

Der Meppener Interimstrainer Mario Neumann ist nicht zu beneiden. Auswärts beim Aufstiegskandidaten FC Ingolstadt 04 ist sicher nicht die einfachte Aufgabe für den ersten Auftritt als Hauptverantwortlicher an der Linie. Bei den Schanzern rückten zwei Ex-Löwen in die Startelf. Peter Kurzweg, auch bekannt als “die Axt von Giesing”, verteidigte links hinten, während Maximilian Beister neben Stefan Kutschke stürmen durfte. Die ersten 25 Minuten gehörten eindeutig den Hausherren, die sich dabei jedoch auch keine wirklichen Torchancen erarbeiten konnten. Dann aber konterte der SV Meppen zweimal, spielte seine Gelegenheiten jedoch zu inkonsequent aus.

Ingolstadt kontrolliert Meppen

Dann aber bissen sich die Schanzer wieder in der Hälfte der Emsländer fest und Verteidiger Kurzweg kam zweimal vielversprechend zum Abschluss. Die Riesenchance zum ersten Treffer bot sich dann jedoch dem SV Meppen, als Paulsens Kopfball zu Torhüter Buntic etwas zu kurz geriet und Guder dazwischenspritzte. Sein Abschluss (32.) kullerte jedoch knapp am Tor vorbei und so blieb es vorerst beim 0:0. In der Schlussphase der ersten Hälfte dann gleich mehrere Möglichkeiten für Ingolstadt. Erst rutschte Kutschke an einer Flanke vorbei, dann scheiterte Bilbija am Pfosten, anschließend noch Stendera an Bünning, der für seinen bereits geschlagenen Keeper Domaschke klärte.

Gutes Ergebnis für die Löwen

Auch nach der Pause waren die Schanzer aktiver und kamen bereits nach 17 Sekunden zur ersten Chance durch Kutschke. Nach 53 Minuten dann aber wieder eine klasse Kontergelegenheit für die Gäste, doch Tankulic scheiterte am hervorragend reagierenden Buntic. Die Emsländer waren nun besser in der Partie und FCI-Trainer Oral reagierte nach einer Stunde mit einem Vierfach-Wechsel. Anschließend drückte Ingolstadt die Gäste aus Meppen wieder tief in die eigene Hälfte, der Führungstreffer schien nur eine Frage der Zeit. Der SVM überstand jedoch auch diese Drangphase, offensiv war von den Emsländern jedoch kaum noch etwas zu sehen. Wie dem auch sei: Am Ende stand es 0:0. Ein gutes Ergebnis für den SV Meppen – und für den TSV 1860 München!

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg bei Türkgücü

2

Freunde, war ich nervös gestern vor dem Spiel! Im Rennen um den Aufstieg war gestern ein Sieg Pflicht. Im Kampf um Platz 4 (direkte Qualifikation für den DFB-Pokal) wären Punkte kein unbedingtes Muss, aber doch eine schöne Beruhigung gewesen. Und wir wissen es ja alle: solche Tage gehen bei unserem geliebten TSV 1860 München mal gerne mal komplett in die Hose. Umso froher bin ich, dass gestern ALLES von A-Z gut gegangen ist und wir uns am Gesamtkunstwerk 1860 erfreuen konnten.

„Das Gefühl, wenn vor einem Spiel langsam die Nervosität im Körper aufsteigt“

Los ging es gegen Mittag. Der Alltagskram ist erledigt und das Kribbeln vor dem Spiel beginnt. Ich tausche mich mit meinem Freunden vor dem Spiel aus. Einer schreibt „Ich mag das Gefühl, wenn vor einem Fußballspiel langsam die Nervosität im Körper aufsteigt.“ Mag ich eigentlich auch. Dazu noch 1-2 Pre-Match Bierchen und für einen frühen Samstagnachmittag befindet man sich in einer perfekten Gefühlswelt. Aber gestern war es nicht dieses normale Kribbeln bei mir, sondern ein ziemlich nervöses. Gegen Türkgücü haben wir es schon zwei Mal versucht in dieser Saison und beide Male haben wir uns sehr schwer getan. Im Ligaspiel sprang immerhin ein Unentschieden raus, im Totopokal setzte es eine knappe, aber verdiente Niederlage. Außerdem geht es für Türkgücü ja nicht mehr um viel in dieser Saison und ich hatte den Eindruck, dass den Löwen in die Suppe zu spucken, das letzte Saisonziel des Vereins aus Neuperlach sein könnte. Der dringend benötigte Sieg gegen Türkgücü würde schwere Arbeit werden, das war mir klar.

Abreise aus Giesing

So etwa eine Stunde vor Anpfiff erreichten mich die ersten Bilder und Videos aus Giesing. Der Mannschaftsbus fährt am Stadion vorbei und den Candid Berg hinunter. Die Straßen sind gesäumt von Löwenfans, die singen und der Mannschaft mit Rauchtöpfen und Bengalos Mut machen für dieses so wichtige Spiel. Nicht ganz legal, aber großartig anzusehen und ein tolles Zeichen, dass wir Fans auch in diesen nicht einfachen Zeiten voll hinter dieser tollen Mannschaft stehen.

Die Ankunft im Olympiapark

Es kursieren weitere Bilder. Auf dem Olympiaberg sieht man einige blaugewandete Menschen, hinter den Zäunen von Münchens zugigstem Stadion erspäht man blaue Supporter. Während des Spiels bilde ich mir ein, Wechselgesänge zu hören. Bisher habe ich auch nichts von Ausschreitungen oder Räumungen durch die Polizei gehört. Die Löwenfans haben sich also ganz gut benommen.

Das Spiel oder besser diese Mannschaft

Diese Mannschaft ist eine der sympathischsten Truppen von der Grünwalder Straße, an die ich mich erinnern kann. Man merkt einfach, dass da eine Einheit am Werke ist, die nicht nur die Elf der Startaufstellung umfasst, sondern ein Kollektiv von ca. 25 Mann, die am selben Strang ziehen. Fabian Greilinger gibt auf einmal den Linksverteidiger. Merveille Biankadi rennt wie ein Wahnsinniger (das ist positiv gemeint, Merv! Bitte google nicht die medizinische Bedeutung von Wahnsinn, die kenne ich!), ist immer anspielbar, spielt uneigennützige Pässe zu seinen Mitspielern. Marius Willsch, mehr Rechtaußen als rechter Mann in der Viererkette. Dafür lässt sich Spielmacher Richy Neudecker nach hinten fallen, um abzusichern, wenn Willsch über den Flügel nach vorne eilt. Semi Belkahia, abgezockt wie Mittdreißiger. Der Junge ist erst 22 Jahre alt und schießt dann noch das entscheidende 2:0! Ich könnte jetzt noch lange über dieses von Michael Köllner entwickelte Gesamtkunstwerk 1860 auf dem Platz schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.

Die Löwen haben es mal wieder spannend gemacht

Nur kurz zum Spielverlauf, Ihr habt es ja wahrscheinlich eh alle gesehen. Eigentlich muss der TSV 1860 München in der ersten Hälfte schon mit zwei oder gar drei Toren in Führung liegen. Sascha Mölders hatte zwei Großchancen, Richy Neudecker einen knallharten Fernschuss und Stefan Lex hätte aus spitzem Winkel auch mal wieder treffen können. Das 0:0 zur Pause war schmeichelhaft für die Gastgeber, obwohl diese die ersten 15 Minuten durchaus überlegen waren.

Türkgücü kam wieder stärker aus der Kabine. Aber in der 59. Minute war es dann Richy Neudecker, der mit einem perfekt platzierten Schuss von der Strafraumlinie das erlösende 1:0 markierte. Die Szene vor dem Tor vereinte alles, was 1860 in dieser Saison ausmacht: ein feiner Angriff über Belkahia und Biankadi, die den Ball gefährlich auf Mölders in den Strafraum bringen. Dieser verliert den Ball zunächst. Aber die Löwen setzen mit vereinten Kräften nach, erobern den Ball zurück und dann zieht Neudecker einfach eiskalt ab und versenkt ihn. Tolle kollektive Leistung!

Und direkt danach die einzige Großchance von Türkgücü durch den Ex-Löwen Sebastian Maier. Aber Marco Hiller ist zur Stelle und sorgt dafür, dass 1860 in Führung bleibt. In der 83. Minute bleibt es dann Semi Belkahia vorbehalten, per Abstauber nach einem Mölders-Schuss den Deckel drauf zu machen.

Natürlich haben es sich die Löwen mal wieder etwas schwieriger gemacht als es nötig gewesen wäre. Aber wenn dem nicht so wäre, wären es ja auch nicht unsere Löwen.

Nach dem Spiel geht’s dann erst richtig los

In Blickpunkt Sport äußert Sascha Mölders auf seine unnachahmliche Art seine Meinung zu Türkgücü und deren Ambitionen, wir berichteten bereits. Dann richtete Coach Michi Köllner in der Pressekonferenz sehr warme Worte an die Anhängerschaft und bedankte sich für den Support bei der Abreise aus Giesing vor dem Spiel. Und sechzger.de eröffnete den virtuellen Grünspitz, um den Löwenfans wenigstens ein virtuelles Zuprosten auf diesen Sieg und den weiteren Fortgang der Jagdsaison zu ermöglichen. Zugebenermaßen ist es natürlich nicht ansatzweise so cool, wie „in Echt“ zusammen auf die Löwen anzustoßen. Aber die Resonanz hat uns sehr erfreut. Löwen von Hamburg über Luzern bis New Jersey stießen gemeinsam auf das Gesamtkunstwerk 1860 an. Es macht mich so stolz, ein Teil dieses Gesamtkunstwerks zu sein, das wir alle sind!

Und weil wir schon bei Kunst und künstlerischen Ausdrucksformen sind, lasse ich jetzt Töne und Bilder sprechen, bevor ich meinen Veitstanz anlässlich des 12. Zu-Null-Spiels von Marco Hiller in dieser Saison auf meinem Wohnzimmerparkett zelebriere!

Nothing’s gonna stop the Gesamtkunstwerk 1860 on the road to Gelsenkirchen!

Sascha Mölders: Freundlicher Gruß an den Sportskameraden Kothny

0
Sascha Mölders - TSV 1860

So ein Tag, so wunderschön wie heute… 2:0 gewann der TSV 1860 sein Auswärtsspiel bei Türkgücü München, die Rückkehr ins derzeit nicht einmal drittligataugliche Olympiastadion wurde also mit drei Punkten gekrönt. Ein weiteres Highlight folgte nach dem Schlusspfiff: Sascha Mölders sendete einen freundlichen Gruß an Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny.

Mölders – Kothny 2:0 (mindestens)

Im Interview beim BR fasste Mölders seine Sympathie für Herrn Kothny rhetorisch einwandfrei in Worte:

“Ich muss erstmal ne andere Sache sagen, die mich seit Monaten schon stört. Der Sportskamerad Kothny hat glaub ich vor ein paar Monaten mal gesagt, Türkgücü München möchte Sechzig München ablösen in München. Also wirklich, da kann ich nur eine Sache zu sagen: Wenn Sechzig München eines Tages mal in der Kreisliga C spielen sollte, mit dieser Wucht, die dieser Verein hat, mit dieser Fanbase und alles, was drumherum ist… Es ist unmöglich, dass Sechzig München in München von irgendwem abgelöst wird. Das wollt ich einfach nur mal sagen. Für mich ist es unerklärlich, so ne Aussage zu treffen und er würde gut daran tun, wenn er sich um seine eigene Mannschaft kümmert.”

In! Your! Face!

Die Jagdsaison geht weiter

Wer das Spiel nochmal in Textform erleben will, dem sei die Lektüre unseres Live-Tickers ans Herz gelegt. Dort findet ihr auch zahlreiche Bilder aus dem weiten Rund. Aktuell liegt der TSV 1860 nur noch einen Punkt hinter dem 3. Platz. Mal schauen, was da noch geht und wer oben noch nervös wird. Wir möchten an dieser Stelle nochmal an unsere Rückrunden-Hymne erinnern…

Virtueller Grünspitz

So, jetzt wird aber erstmal weitergefeiert. Am liebsten natürlich am virtuellen Grünspitz auf der Facebook-Seite von sechzger.de. Stoßt mit uns an, macht ein Foto uns postet das als Kommentar. Auf die Löwen, prost!

Gerne könnt Ihr uns auch berichten, wie und mit wem Ihr das heutige Spiel verfolgt habt. Habt einen schönen Abend, liebe Löwinnen und Löwen!

Der TSV 1860 München schlägt Türkgücü München!

1
Die Löwen schlagen Türkgücü mit 0:2 am 32.Spieltag

Am 32.Spieltag der 3.Liga kam es im Olympiastadion zum Duell zwischen Türkgücü München und dem TSV 1860 München.

Die mit Spannung erwartete Partie bedeutete für die Löwen die Rückkehr ins Olympiastadion. Zuletzt trennte man sich hier mit einem 0:0 vom 1.FC Köln im Jahr 2005. Die Marschroute war dabei klar: für “das gegnerische Projekt” (O-Ton Michael Köllner bei MagentaSport) ging es lediglich um das Prestige. Der TSV 1860 hingegen wollte gegen Türkgücü unbedingt gewinnen, um den Druck auf die ersten drei Mannschafen in der 3.Liga aufrecht zu erhalten.

Olympiastadion bei Türkgügü gegen TSV 1860 München
Blick in das unendlich weite Rund des Olympiastadions

Zusätzliche Motivation der Fans

Spruchband vor Türkgücü TSV 1860 München 17.04.2021

Zahlreiche Anhänger des TSV 1860 verabschiedeten den Bus und die Mannschaft bei der Abfahrt aus Giesing und zündeten zahlreich Pyrotechnik. Auch das Spruchband “Road to Gelsenkirchen” schmückte den Übergang zum Stadion.

Michael Köllner blieb seinem 4-1-4-1 System treu. Greilinger ersetzte positionsgetreu den gelbgesperrten Philipp Steinhart als linken Verteidiger. Ansonsten begannen die Löwen wie zuletzt beim 3:2-Erfolg über den SC Verl.
Die Gastgeber mussten verletztungsbedingt sowohl auf Toptorjäger Petar Sliskovic als auch auf Topscorer Sercan Sararer verzichten. Im Vergleich zur Niederlage in Saarbrücken tauschte das Trainerduo Dayat / Pummer zwei Mal. Awoudja und Barry ersetzen Jakob und Sijaric, die auf der Bank Platz nahmen.

Frühe gelbe Karte für Belkahia

Der TSV 1860 München hatte Anstoß, zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor war jedoch Türkgücü anzutreffen. Röser wurde auf die Reise geschickt, Belkahia rannte ihm kurz vor der Strafraumgrenze in die Haken und sah gelb (3.). Den fälligen Freistoß setzte Maier knapp über das Tor. Gewohnt treffsicher zeigte sich hingegen Sascha Mölders, der den Ball im Netz versenken konnte. Da er sich jedoch im Abseits befand, wurde das Tor zurecht nicht anerkannt (6.)

Freistoß bei Türkgücü gegen TSV 1860 München 17.04.2021
Der fällige Freistoß von Türkgücü nach Gelb für Belkahia

Erste Chance durch Neudecker

Kurz nachdem Rechtsverteidiger Fischer bei Türkgücü verletzt ausgewechselt werden musste, hatte der TSV 1860 die erste gute Gelegenheit im Spiel. Neudecker kam zum Abschluss, Vollath reagierte aber stark und konnte zur Ecke abwehren (19.).
Fortan übernahmen die Löwen zunehmend die Spielkontrolle und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber.

Die Auswechslung von Fischer war folgenreich. Türkgücü war hinten unsortiert, den Löwen boten sich viele Räume in der Offensive. Viele Situationen wurden allerdings ungenau zu Ende gespielt, sodass der letzte Pass beim Gegner landete. Dann aber mehrten sich die Torschüsse und der TSV 1860 hatte mehrere Gelegenheiten, das 0:1 zu erzielen. Sowohl Mölders (27.) als auch Lex (31.) verzogen allerdings und setzten den Ball neben beziehungsweise über das Tor.

Mölders vergibt frei vor dem Tor

Die beste Gelegenheit bot sich dann in der 37.Minute. Eine flache Hereingabe von Willsch erreichte den völlig freistehenden Mölders. Während die “Wampe von Giesing” manchmal Tore aus dem Nichts erzielt, schob er dieses Mal den Ball allerdings knapp am Tor vorbei. Das hätte die Führung für die Löwen sein müssen.

So aber zierte zur Pause ein 0:0 die Anzeigetafel vom Olympiastadion.

Halbzeitstand Türkgücü TSV 1860 München 0:0 17.04.2021

Nach dem Wiederanpfiff: Türkgücü gegen den TSV 1860 in der Offensive

Türkgücü tauschte zur Pause ein weiteres Mal, Sijaric kam für Awoudja. Der TSV 1860 kam hingegen unverändert aus der Kabine.
Nach Wiederanpfiff sah man ein Spiegelbild zur ersten Halbzeit. Die Gastgeber setzten die Löwen mit hohem Angriffspressing enorm unter Druck. Auch hier dauerte es nur wenige Minuten, bis ein Löwe die gelbe Karte sah. Dieses Mal war es Greilinger nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie (49.).

Gelbe Karte für Greilinger nach Foul an Tosun

TSV 1860 München geht gegen Türkgücü in Führung

Die Löwen überstanden die Anfangsoffensive und übernahmen fortan wieder die Kontrolle über das Spiel. Endlich konnte ein Angriff dann auch in ein Tor umgemünzt werden. Belkahia trieb den Ball nach vorne in die Spielhälfte der Gastgeber. Nach einem Gewühl im Strafraum war es Mölders, der den Ball auf Neudecker zurück legte. Dieser ließ seinen Gegenspieler mit einem Haken aussteigen und versenkte den Ball im langen Eck (58.) Saisontreffer Nummer 5 für den Mittelfeldspieler.

Türkgücü TSV 1860 Jubel zum 0:1
Die Löwen bejubeln das 0:1 durch Richard Neudecker

Hiller rettet gegen Maier

Beinahe wäre das Glück nur von kurzer Dauer gewesen, doch auf Marco Hiller im Tor des TSV 1860 ist Verlass. Nach Balleroberung gegen Greilinger legte Sijaric den Ball quer zu Maier, der frei vor dem Tor der Löwen auftauchte. Doch Hiller stürmte dem Türkgücü-Angreifer entschlossen entgegen und konnte den Ausgleich verhindern (61.).

Auf der Gegenseite kam Biankadi nach Ablage von Mölders zum Abschluss, verzielte das Ziel jedoch knapp. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging knapp am linken Pfosten vorbei. Kurze Zeit später war es Stefan Lex, der die Riesenchance zum 0:2 hatte. Vollath klärte außerhalb des Sechzehners im Duell mit Mölders per Kopf. Der Ball landete bei Lex, der mit links abzog und das verwaiste Tor verfehlte (74.).

Der TSV 1860 macht gegen Türkgücü den Deckel drauf

So blieb Türkgücü im Spiel und witterte seine Chancen, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch Semi Belkahia hatte etwas dagegen. Eine Ecke von rechts landete zunächst bei Mölders, sein Schuss konnte von Vollath stark pariert werden. Allerdings landete der Ball genau vor Belkahia, der mit seinem dritten Saisontreffer das wichtige 0:2 erzielte (83.).

Tor Semi Belkahia gegen Türkgücü München 17.04.2021
Der zweite Torjubel der Löwen: Belkahia erzielt das 0:2

Damit war das Spiel entschieden. Der TSV 1860 München schlägt Türkgügü mit 0:2 durch Tore von Neudecker und Biankadi. Damit erhöht man den Druck auf das Spitzentrio in der 3.Liga signifikant. Lediglich ein Punkt trennt die Löwen noch von den drittplatzierten Ingolstädtern, die morgen auf den SV Meppen treffen. Der Vorsprung auf Platz 5 beträgt bereits acht Punkte.

Die Ergebnisse des 32.Spieltags

In den parallel laufenden Partien gab es zudem folgende Ergebnisse:

Kaiserslautern – Saarbrücken 2:1
Verl – Uerdingen 3:0
Magdeburg -Zwickau 0:0
Viktoria Köln – Halle 2:0

Englische Woche in der 3.Liga

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Weiter geht es für den TSV 1860 München bereits am Dienstag, 20.04.2021. Dann gastiert Viktoria Köln im Grünwalder Stadion. Anpfiff ist standesgemäß um 18:60 Uhr. Türkgücü gastiert am Tag darauf beim Tabellenletzten Unterhaching.

Liveticker: Türkgücü gegen den TSV 1860 München

4
Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 32.Spieltag zwischen Türkgücü München und dem TSV 1860 München!

Der TSV 1860 München gastiert beim Tabellenachten Türkgücü im Olympiastadion. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel.

Türkgücü TSV 1860 0:2

 

Aufstellung: 1 Hiller – 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel, 31 Neudecker (78. 17 Wein) – 19 Biankadi, 7 Lex (91. 18 Knöferl), 8 Tallig (89. 13 Erdmann), 11 Greilinger – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 21 Djayo, 32 Gresler

Tore: 0:1 Neudecker (59.), 0:2 Belkahia (83.)

Die Personalsituation

Philipp Steinhart hat im Spiel gegen den SC Verl seine fünfte gelbe Karte gesehen und ist somit heute gesperrt. Weiterhin nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler, Keanu Staude und Quirin Moll.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet ist aktuell Erik Tallig. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Tage müsste er gegen Viktoria Köln pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel Türkgücü – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Wie wir bereits berichteten, wird nicht nur das Spiel im Toto-Pokal sondern auch das Duell in der 3.Liga gegen Türkgücü im Free-TV übertragen. Der BR zeigt das Spiel live im Fernsehen und im Online-Stream.

Außerdem überträgt MagentaSport das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch online könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Zudem ist das Löwenradio heute ausnahmsweise auswärts im Einsatz. Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich spannende 90 Minuten.

Vor 50 Jahren: Göppinger Sportverein 1895 – TSV 1860 München

0
Göppinger Löwen
Göppinger Löwen

Göppinger Sportverein 1895  vs  TSV München von 1860 – 17. April 1971 / Regionalliga Süd 1970/71

Ein Gastartikel von LEschi, Göppinger Löwen

Heute auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 17. April 1971 gab es das bislang letzte von 2 Spielen des TSV 1860 München gegen den 1. Göppinger Sportverein 1895. Der GSV, als Meister der 1. Amateurliga Nordwürttemberg 69/70, durfte nach erfolgreicher Aufstiegsrunde, in der damals zweithöchsten deutschen Fußballliga spielen. Zum ersten und einzigen Mal.

Der damalige Spielmodus: 2. Liga = Regionalliga

Wie in den Jahren davor wurde die „zweite Liga“ in 5 (fünf) Regionalligen ausgetragen. Nord, Berlin, West, Südwest und Süd. Meister und Vize der jeweiligen  Liga durften dann um die zwei Aufsteigsplätze zur Bundesliga streiten. Reformiert wurde dieser Modus auf 2. Liga Nord und Süd im Jahre 1974. Die eingleisige 2. Liga, so wir sie heute kennen, gab es dann ab 1981. Wenn auch mit Unterbrechungen.

Die schwierige Suche nach Zeitzeugen zu diesem Spiel

Franz Hell war natürlich damals schon unterwegs und kann sich sogar noch gut an dieses Spiel erinnern. Gab es zu diesem Spiel einen Fanbus, der von der Geschäftsstelle eingesetzt wurde. Das Reisen mit Fanbussen steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. Auswärtsfahrten wurden hauptsächlich mit dem Zug unternommen.

Obwohl ich mich ab und zu beim Göppinger Sportverein rumtreibe, konnte ich (wahrscheinlich coronabedingt) keinen Zeitzeugen aus dem Göppinger Lager ausfindig machen, der sich an dieses Spiel erinnert.

Die damaligen Löwenfreunde aus Göppingen und Umgebung, Mollo, Max, Sigge und Team, langjährige Weggefährten bei unzähligen Fahrten zu unseren Löwen, sind in den letzten Jahren von uns gegangen. Jetzt sind wir die Alten, der Edi und ich.

Immer noch unzählige Fans und Sympathisanten des TSV 1860 in der Region Göppingen

Daß es in unserer Region viele Sympathisanten von Münchens großer Liebe gibt, erlebe ich fast täglich. Autokennzeichen mit 1860 gibt’s zuhauf, und wenn sich die ‚Gelegenheit bietet quatsche ich die Leute an.

Göppingen ist auch die Heimat eines seit Jahrzehnten aktiven FanClubs unseres geilen Vereins. Eines der Banner der „Göppinger Löwen“ ist sicher jedem Leser aus dem blauen Lager schon begegnet. Das erste hing am 11.6.1983 beim Pokalfinale in Köln, mittlerweile haben wir unser drittes. Eine ausführliche Vorstellung des Fan-Clubs “Göppinger Löwen” gibt es hier.

Sportlich deutlich bekannter: Frisch Auf Göppingen – Handball

Sportlich weitaus bekannter als die Fußballer vom GSV sind die Handballer vom „Frisch Auf“ mit 11 deutschen und 6 europäischen Titeln.

Zurück zum Fußball.

Der größte Erfolg der Göppinger Fußballer war also die Saison 1970/71. Nach anfänglich starken Leistungen und guten Ergebnissen konnte der Abstieg nicht vermieden werden. Großes Verletzungspech und zu viele Unentschieden reichten am Ende nur zu Rang 17 von 19 Teams. Am Ende fehlten 4 Punkte zum Klassenerhalt. Auch die Löwen mußten noch 6 Jahre warten bis es mit dem Aufstieg in die 1. Liga klappte.

Der zwei zu null Sieg unserer Löwen in Göppingen weckte zwar Hoffnung auf den zweiten Platz, der aber  letztendlich mit 4 Punkten Vorsprung nach Karlsruhe ging. Mit Wolfgang Lex und Franz Hiller hatten wir auch damals schon uns heute noch geläufige Spieler(namen) in unseren Reihen.

Den späteren Meister der Regionalliga Süd, den 1. FC Nürnberg, konnte der GSV in seinem wohl besten Spiel mit 3 zu 2 besiegen. Der  Club scheiterte anschließend in der Aufstiegsrunde. Zu den Exoten der Liga zählten mit VfR Heilbronn, Opel Rüsselsheim, VfR Mannheim auch die Blausterne von Wacker München.

Die aktuelle Situation beim Göppinger SportVerein

Nach jahrelanger Durststrecke, der von 1999 bis 2007 mit der Zugehörigkeit  in der Bezirksliga gipfelte, befindet sich der Göppinger SportVerein in den letzten Jahren wieder auf positivem Weg. So spielt man seit 2016 in der badenwürttembergischen Oberliga. Letztes Jahr wurde der Aufstieg mit einem 2. Platz denkbar knapp verpasst. Auch dieses Jahr lag man bis zum Lockdown aussichtsreich auf Platz 3.

Maßgeblichen Anteil am sportlichen Höhenflug hat Trainer Gianni Covelli, einem Gerüst von den Stuttgarter Kickers ausgebildeten Spielern und natürlich dem Überspieler der Oberliga, Kevin Dickelhuber. Ein Spieler, der auf jeden Fall das Zeug dazu hätte, bei Sechzig die Fäden im Mittelfeld zu ziehen.

Der  sportliche Aufschwung blieb auch der örtlichen Jugend nicht verborgen und so formierte sich ein illustres Häuflein um den GSV stimmgewaltig zu unterstützen. RossoNero nennen sich die 20 bis 30 Fans, die sich in der Liga schon nach kürzester Zeit einen Namen gemacht haben.

In der aktuellen Oberliga BadenWürttemberg tummeln sich mit den Stuttgarter Kickers, dem FC Villingen, dem Freiburger FC und dem SSV Reutlingen vierTeams aus der damaligen Regionalliga Süd 70/71.

Hoffen wir daß Corona bald wieder einen Spielbetrieb in der Oberliga Baden Württemberg zuläßt. Nichts schöneres auf der Welt sind natürlich Spiele unserer Löwen in ausverkauften Stadien. Danach sehnen sich bestimmt alle, die vom Virus SECHZIG infiziert sind. Wir wünschen uns rauschende Fußballfeste in unserem Viertel, in Giesing, der Heimat vom TSV München von 1860, dem geilsten Club der Welt.

Sechzig um Sieben: Türkgücü – TSV 1860

0
1860 olympiastadion

Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen beim Aufsteiger  im Olympiastadion

Coming home? – Besser: Coming back

Der TSV 1860 kehrt für das Spiel gegen Türkgücü zurück. An den Ort, an dem für einen sehr großen Teil der heute aktiven Anhängerschar die größten selbst miterlebten sportlichen Erfolge gefeiert wurden: Derbysiege vor und nach der Jahrtausendwende, ein Championsleague-Qualifikationsspiel gegen Leeds United, UEFA-Cup-Schlachten gegen den AC Parma oder Rapid Wien… Aber, Löwenfreunde: Es ist Corona-Pandemie und auch das heutige Duell gegen den Emporkömmling aus der Heinrich-Wieland-Straße findet vor leeren Rängen statt. Derjenige, der bei diesem Spiel an alter Wirkungsstätte allein schon aufgrund des Austragungsortes Euphorie empfindet, der hat das, was unseren Sport so einzigartig macht, anscheinend überhaupt nicht verstanden.

Herbst 2020: Geisterspiel im Olympiastadion

Euphorie nur für aktuelle Löwenleistungen

Euphorie löst in diesen Tagen nur die sportliche Situation der Löwen aus. Nach dem packenden 3:2 über den starken Aufsteiger SC Verl haben wir heute den nächsten  Aufsteiger vor der Brust: Türkgücü München. Und obwohl im letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Kontrahenten im Totopokal vor nur 18 Tagen die Löwen den Kürzeren zogen, ist 1860 heute Nachmittag Favorit. Der türkische Motor ist in der Liga zuletzt ein wenig ins Stocken geraten: Nur ein Sieg aus den letzten sechs Partien und eine Serie von drei Pleiten am Stück zum Start in den März haben dazu geführt, dass sich TGM aktuell nur noch auf dem 8. Tabellenplatz befindet. Satte elf Punkte hinter den Löwen. Und die gehen mit der breiten Brust von drei Siegen in die heutige Partie. Eine solche Serie gelang Sechzig in den fast drei Spielzeiten in der 3. Liga bislang vorher noch gar nicht.

Vier Siege am Stück

Sollte heute Nachmittag im Olympiastadion gar der vierte weißblaue Triumph hintereinander realisiert werden, so würde sich das Team von Michael Köllner in einen Kreis von immerhin schon acht Teams der 3. Liga einreihen, denen dieses Kunststück in der laufenden Saison auch schon einmal gelungen ist:

Dem Tabellenführer Dresden, dem Verfolger Rostock und außerdem Saarbrücken, Wiesbaden, Viktoria Köln, Lübeck, Magdeburg und unserem heutigen Gegner. Und einige Male waren an diesen Siegesserien auch unsere Löwen beteiligt: Die vier Dresdner Erfolge en bloc im November 2020, als der Dynamo in der 3. Liga langsam ins Rollen kam, begannen mit einem 2:1 über den TSV 1860. Die sogar fünf Siege währende Serie von Hansa Rostock im Winter endeten hingegen mit einem 0:0 auf Giesings Höhen. Der Aufsteiger aus dem Saarland verbucht in der laufenden Saison sogar zweimal vier Dreier am Stück: Zu Saisonbeginn im Oktober (das letzte Spiel dieser Siegesserie war der Sieg bei den Löwen) und dann nochmal im Frühjahr, als schon wieder der TSV 1860 einer der vier Unterlegenen war. Wehen Wiesbaden eilte im kompletten Februar von Sieg zu Sieg – insgesamt fünfmal am Stück. Unser heutiger Gastgeber platzierte seine vier Triumphe hintereinander über den Jahreswechsel. Das ist also schon eine Weile her.

Große Ziele bei Türkgücü

Ambitionen in Richtung 2. Bundesliga bei Deutschlands – schon heute – erfolgreichstem Fußballprojekt mit Migrationshintergrund waren im tiefen Winter noch vorhanden. Daher musste Anfang Februar Trainer Alexander Schmidt nach nur sieben Monaten an der TGM-Seitenlinie seinen Hut nehmen. Sein Team war in eine kleine Krise gerutscht, hatte dreimal in Serie 0:0 gespielt und dann gegen Waldhof Mannheim und Wehen Wiesbaden verloren. Außerdem hatte der ehemalige Löwencoach wohl etwas zu klar geäußert, dass er einen Durchmarsch von Türkgücü durch die erst im Corona-Sommer am Grünen Tisch erreichte Liga nicht für realisierbar halte. Dass seine Mannschaft bis dahin nur ein einziges Mal (und zwar nach dem 2. Spieltag) einen Platz unter den Top Drei der Liga belegt hatte und ansonsten eigentlich konstant ein Stück hinter den Aufstiegsplätzen unterwegs war, spielte bei der Entscheidung für den Trainerwechsel offensichtlich keine Rolle. Seinem Frust darüber ließ wiederum Schmidt dieser Tage in der jüngsten Ausgabe des Podcasts “Giesinger Bergfest” freien Lauf.

Die Löwen im Olympiastadion

Wir kümmern uns an dieser Stelle nochmal um den heutigen Austragungsort: Eine umfassende Würdigung aller wichtigen und erinnerungswürdigen Spiele, die unser Verein am Oberwiesenfeld in der Vergangenheit erleben durfte, würde den Rahmen dieses Vorberichts sprengen. Daher konzentrieren wir uns an dieser Stelle auf zwei Premieren und eine Zahl.

1972 – die ersten Male im „Oly“

Am 2. August 1972, einem Mittwochabend liefen erstmals elf Akteure mit dem Löwen auf der Brust ins Olympiastadion ein. 79.000 Zuschauer erlebten ein 1:3 gegen den roten Stadtrivalen in der Gruppe B des sogenannten Ligapokals. Dieser wurde einmalig ausgetragen, um die Wartezeit auf die wegen der Olympischen Spiele in München erst Mitte September startende Fußballsaison zu überbrücken. Die Ligapremiere des TSV 1860 unter dem Zeltdach erfolgte dann gut drei Monate später, am 18. November 1972. Dies übrigens nur, weil fünf Tage zuvor ein Herbststurm das Dach der Stehhalle im Stadion an der Grünwalder Straße schwer beschädigt hatte. Nicht mehr als 9.000 Unentwegte wollten dem 6:1 gegen den Freiburger FC in der Regionalliga Süd beiwohnen. Die Tribüne, Gegengerade und die Südkurve sahen damals also ganz ähnlich aus, wie heute Nachmittag.

Anzahl der Löwenspiele unter dem Zeltdach

Insgesamt 344 Mal lief ein Löwenteam in den fast 33 Jahren zwischen August 1972 und dem 3. April 2005 am Oberwiesenfeld auf. Die Abschiedsvorstellung bildete ein 0:0 gegen den 1. FC Köln in einer Saison, in der nach dem Bundesligaabstieg elf Mal im Sechzgerstadion und sieben Mal im Olympiastadion gespielt wurde. In die Zahl 344 eingerechnet sind alle Bundesligaspiele, natürlich auch die Auswärtsderbys gegen den FC Bayern. Außerdem einige Zweitligakicks, Freundschaftsspiele, zwei Aufstiegsrundenpartien zur 2. Bundesliga 1984, zahlreiche DFB-Pokalschlachten und natürlich unvergessene heiße Europapokalnächte.

20. Februar 1982: Die Nordkurve beim Zweitligaspiel zwischen dem TSV 1860 und Schalke 04
3. April 2005: Das letzte Mal. Zweitligaduell mit dem 1. FC Köln
Abschiedsgruß

BR, Liveticker, Löwenradio

Für Türkgücü ist die Partie heute Nachmittag immerhin das insgesamt fünfte Spiel an diesem Ort. Der BR überträgt die Partie live ab 14 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen. Wir versorgen Euch mit allen wichtigen Infos vom Spiel in unserem Liveticker. Das LÖWENRADIO ist ebenfalls auf Sendung. Der Löwenfan hat also wieder einmal eine breite Angebotspalette, sich zu informieren. Einzig die wünschenswerteste Variante, das Spiel zu erleben, bleibt weiterhin verwehrt: Der persönliche Besuch im Stadion. Heute irgendwie besonders bitter…

FOTOS (1860 im Olympiastadion): Wolfgang Budack

3.Liga am Freitagabend: Hansa Rostock gewinnt knapp bei Bayern II

0
Bayern II Hansa Rostock 0:1 3.Liga

In der Auftaktpartie des 32.Spieltags in der 3.Liga standen sich Bayern II und der FC Hansa Rostock im Sechzgerstadion gegenüber. Dabei konnte der Gast sich knapp mit 0:1 durchsetzen.

Schmierereien am Grünwalder Stadion

Vor der Partie von Bayern II gegen Hansa Rostock hinterließen Unbekannte den Spruch “Görlitz – Duhnke – Schwarz – Feind bleibt Feind” am Grünwalder Stadion. Danny Schwarz, der aktuelle Trainer von Bayern II, war von 2002 – 2004 und 2006 – 2009 bei den Löwen tätig.

Graffiti vor Bayern II - Hansa Rostock am Grünalder Stadion
Unbekannte beschmierten das Grünwalder Stadion

Duell der Gegensätze

Der amtierende Meister (!) der 3.Liga hinkt den eigenen Erwartungen in dieser Spielzeit deutlich hinterher und steht aktuell kurz vor der Abstiegszone. Mit bisher 34 erspielten Punkten liegt man auf Rang 16 und muss sich eher nach unten als oben orientieren. Das hat man sich bei einem Kaderwert von rund 21 Mio. Euro wohl etwas anders vorgestellt.
Die Gäste aus Rostock hingegen reisten mit ganz anderen Voraussetzungen nach München. Auf Platz 2 liegend will man endlklich den Aufstieg in die 2.Liga schaffen.

Insgesamt war die Partie relativ ausgeglichen. Bayern II war gegen Hansa Rostock in der 1.Halbzeit besser in der Partie, kam aber bis auf in der 30.Minute, als Kolke parieren konnte, nicht gefährlich vors Tor. Kurz vor dem Halbzeitpiff konnte allerdings John Verhoek nach einem Torwartfehler das 0:1 erzielen (45.).

Bayern II kann gegen Hansa Rostock nicht mehr den Ausgleich erzielen

In Halbzeit zwei passierte nicht mehr viel, sodass Rostock den glücklichen Sieg mit nach Hause nehmen kann. Hansa schwächte sich in der Schlussphase allerdings selber. Lukas Scherff sah die Gelb-rote Karte (90.).

Mit dem Sieg übernimmt Rostock die Tabellenführung, Bayern II liegt weiterhin auf Platz 16. Als nächstes trifft Hansa am kommenden Mittwoch daheim auf Wehen Wiesbaden.

Sechzig@18:60 – Morgen spielen die Löwen gegen Türkgücü

0
TSV 1860 München Nachrichten zum Feierabend kompakt; Bild von der Westkurve im Grünwalder Stadion

Einmal noch schlafen, dann spielt der TSV wieder. Nach 16 Jahren dürfen/müssen die Löwen wieder im Olympiastadion ran und zwar als Gast von Türkgücü München. Nach einem Unentschieden und einer Niederlage im Laufe der Saison ist diesmal ein Sieg dran. Natürlich steht auch unsere Tageszusammenfassung ganz im Zeichen des Aufeinandertreffens mit dem Aufsteiger.

Taktiktafel gegen Türkgücü

Auch diesmal hat sich unser Experte Bernd Winninger wieder einige Spieler des bevorstehenden Gegners angesehen. In seiner TAKTIKTAFEL stellt er gewohnt kompetent dar, wie die Löwen morgen möglicherweise drei Punkte einfahren können.

Löwenrunde

In der heutigen Löwenrunde zeigte sich Trainer Michael Köllner erzählfreudig. Selbstverständlich ließ er sich hinsichtlich der Aufstellung nicht in die Karten blicken, deutete jedoch an, dass Maxim Gresler in der Hierarchie an Leon Klassen vorbeigezogen sei. Wer morgen dann tatsächlich den gesperrten Philipp Steinhart ersetzen wird oder ob gar ein anderer taktischer Ansatz gewählt wird, ließ der Coach offen.

News zu den verletzten Löwen Staude und Moll

Sicher nicht dabei sein werden morgen gegen Türkgücü die verletzten Spieler Quirin Moll und Keanu Staude. Inwiefern beide in dieser Spielzeit noch für die Löwen zum Einsatz kommen werden, deutete Köllner in der heutigen Pressekonferenz an.

Privates von Michael Köllner

Ebenfalls thematisiert wurde Köllners Erinnerungen ans Olympiastadion. Dabei offenbarte der Coach, dass er dort sein erstes Fußballspiel gesehen habe. Zudem outete sich Köllner als Konzertgänger und gab an, u.a. die Rolling Stones und U2 im weiten Rund auf dem Oberwiesenfeld gesehen zu haben.

Dass Michael Köllner ein hervorragender Trainer ist, hat er häufig genug bewiesen. Wie es um seine schauspielerischen Fähigkeiten bestellt ist, werden wir vielleicht bald erfahren.

Dynamo in Quarantäne

Aufgrund neuerlicher Corona-Fälle muss sich die Mannschaft des Tabellenführers Dynamo Dresden vorerst in Quarantäne begeben. Die beiden Spiele gegen den MSV Duisburg (Samstag) und den KFC Uerdingen (Dienstag) wurden bereits abgesagt.

Apropos Uerdingen: Auch die Krefelder hats erwischt und zwar einen alten Bekannten in Giesing. Adriano Grimaldi wurde positiv auf Covid-19 getestet und fällt vorerst aus.

 

Michael Köllner als Schauspieler? Da gibt es mehrere Optionen…

0
Michael Köllner im Grünwalder Stadion

Die Zoom-Pressekonferenzen des TSV 1860 München finden vor jedem Pflichtspiel statt. Da kommt im Laufe einer langen Saison in vielen LÖWENRUNDEN einiges an gesprochenem Wort zusammen. Und es gibt für den geneigten Zuhörer immer wieder neue und durchaus überaschende Erkenntnisse zu gewinnen. Diese haben häufig gar nichts mit dem sportlichen Geschehen bei Sechzig zu tun. Interessant sind sie allemal!

Michael Köllner als Schauspieler?

Am Freitag Vormittag, bei der Presserunde vor dem Auswärtsspiel gegen Türkgücü München plauderte Michael Köllner über seine eigenen Pläne oder zumindest die Wünsche anderer, ihn für die Schauspielerei zu gewinnen.

Einsatz bei den Oberammergauer Festspielen?

Mit einem deutlichen Augenzwinkern teilte der Oberpfälzer mit den anwesenden Journalisten eine Idee, auf die ihn sein – dank der weißblauen Erfolgswelle – weiter sprießender Bart gebracht hat: “Vielleicht habe ich ja mal die Chance, dass ich bei den Oberammergauer Passionsspielen mitmachen darf. Da muss man sich ja einen langen Bart wachsen lassen.” Die Nachfrage von Ludwig Krammer von der tz, was denn Köllners Traumrolle in Oberammergau wäre, beantwortete er lachend: “Auf jeden Fall nicht der Judas.” Und er ergänzte: “Wenn ich überheblich wäre, würde ich sagen: Ich will den Jesus spielen. Da müsste ich dann viel Text lernen. Das möchte ich aber auch nicht.” 

Eine Filmrolle in Nürnberg

Beim Thema Schauspielerei angekommen, berichtete Michael Köllner der versammelten Zunft der Berichterstatter dann gleich noch vom ganz konkreten Werben des Filmproduzenten Peter Althoff. Mit ihm ist der 50jährige befreundet. “Ich soll in einem Film in Nürnberg mitspielen. Da quäle ich mich momentan rum, in welcher Rolle ich mich da sehe.” Konkret geht es um die Trilogie “Macho Man”, für deren dritten Teil im Juli 2020 die Dreharbeiten in der Frankenmetropole begonnen haben. Die Fortsetzung des Actionmovies aus den 1980ern, die – Filmexperten zufolge – wegen ihres Trashfaktors eine große Fangemeinde hat, soll im Herbst diesen Jahres in die Kinos kommen. Ob und in welcher Rolle Michael Köllner dann zu sehen ist? Wir sind gespannt und bleiben dran! Seine eigene Präferenz für das Agieren vor der Filmkamera klingt aber schon mal vielversprechend: “Für mich sind Rollen gut, bei denen man impulsiv aus dem Bauch heraus agieren kann!”