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Mega-Quote für Löwensieg gegen den MSV Duisburg!

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Irgendwelche Zocker unter Euch? Ja? Dann schaut mal bei Löwen-Sponsor Bet3000 vorbei, denn dort gibt es für die Partie gegen den MSV Duisburg eine Megaquote für einen Löwensieg: Statt regulär 1,60 bietet das Unternehmen eine satte Quote von 10,00!

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Zum Vergleich: Bei interwetten werden im Erfolgsfall lediglich 1,55 ausgezahlt, bei bwin gar nur 1,53!

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Wir drücken Euch und den Löwen die Daumen, dass es am Samstag gleich doppelt Grund zur Freude geben wird.

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Sechzig um Sieben: Duisburg in Sicht + Training + Löwenstüberl

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Löwen Sechzig um Sieben

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Der mittlerweile 8. Spieltag steht bevor und die Löwen empfangen als Tabellenführer den MSV Duisburg, der zuletzt vier Mal in Folge in Giesing bezwungen werden konnte. Wir erinnern uns gerne an Prince Owusus technisch anspruchsvollen Treffer zum 3:2 am 31.05., als der TSV 1860 einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Sieg umbog. Drei Punkte sind natürlich auch diesmal das Ziel gegen coronageschädigte Zebras, die in den letzten Wochen einiges durchmachen mussten.

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Michael Köllner wird das Team gewohnt professionell vorbereiten, heute wird nachmittags an der Grünwalder Straße trainiert – selbtsverständlich ohne Zuschauer. Personell kann der Trainer fast aus dem Vollen schöpfen: Niklas Lang fällt zwar noch verletzt aus, Stefan Lex sollte aber bis zum Wochenende wieder einsatzbereit sein.

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Der angedachte Light-Lockdown macht bekanntermaßen auch vor der Gastro nicht Halt und so würden wir uns freuen, wenn Ihr davor noch Löwenstüberl-Wirt Bene Lankes und sein Team unterstützen würdet. Am Samstag wird das Match dort noch live übertragen, es gibt noch freie Plätze. Natürlich könnt Ihr Euch auch heute Mittag noch dort stärken; zur Auswahl stehen Herbstliche Gemüsesahnenudeln mit Kürbis, Tomaten, Paprika, Parmesan und Salat (8,10 €) und Thai Curry Hähnchen mit Gemüse und Basmatireis (8,90 €). An Guadn!

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Sechzig@18:60: TAKTIKTAFEL & Marco Hiller + Fitness + Löwen-Kunst + Zuschauer + Diverses von der Konkurrenz

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Die Löwenprofis hatten heute trainingsfrei und beginnen morgen mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen Duisburg. Wir bei sechzger.de haben heute keineswegs gefaulenzt, schlossen aber ebenfalls den Blick zurück auf das Montagsspiel in der Vorstadt ab. Mit der inhaltlichen Analyse des 2:0-Sieges bei der Spielvereinigung in Form unserer TAKTIKATFEL und mit einer Würdigung unseres Goalies Marco Hiller, der in Haching ja erstmals in dieser Saison ohne Gegentor blieb.

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Dafür, dass die Löwen auch in den kommenden 31 Spielen dieser Spielzeit topfit auf den Plätzen der 3. Liga unterwegs sind, sorgen auch zukünftig unter anderem die Geräte der Firma PRIME TIME. Über die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen der KGaA und dem Frankfurter Unternehmen berichteten wir hier. Den Bildnachweis, dass unser Geschäftsführer Marc Nicolai Pfeifer ganz offensichtlich durchaus etwas von derlei Gerätschaften versteht, haben wir Euch heute Vormittag noch vorenthalten, liefern ihn aber hier gerne nach. Man beachte die Oberarme von MNP (Bild von Hannes Magerstädt):

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Kunstinteressierten Münchnern ist Michael „Mixen“ Wiethaus ein Begriff. Wie er den TSV 1860 München e.V. mit einer streng limitierten Auflage seiner #derbutter-Prints unterstützt, könnt Ihr noch einmal hier nachlesen.

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Und auch diese Zusammenfassung der Meldungen des Tages kommt nicht ohne das Thema Covid-19 aus: Am vorgerückten Nachmittag vermeldete die dpa, dass Bund und Länder angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen den Profisport im November nur noch ohne Zuschauer zulassen wollen. Amateursport soll im November gar nicht mehr stattfinden. Dies wurde bekannt, während die  Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer noch andauerten. Damit ist die von vielen Protagonisten des Profisports kritisierte Wettbewerbverzerrung vom Tisch. So hat z.B. unser schärfster Verfolger in der Tabelle, Hansa Rostock bei seinem nächsten Auftritt im Ostseestadion (am 7. November gegen Türk Gücü) keine 7.500 Fans mehr im Rücken.

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Apropos Türk Gücü: Bei der Wahl zum beliebtesten Verein des deutschen Fußballs muß sich der Emporkömmling heuer wohl eher nicht bewerben. Nachdem ein vom BFV eingeschaltetes Schiedsgericht am Dienstag final entschieden hatte, dass der 1. FC Schweinfurt das DFB-Pokal-Erstrundenmatch gegen Schalke 04 bestreiten wird, legte Türk Gücü-Geschäftsführer Max Kothny nochmal nach und bezeichnete das besagte Entscheidungsgremium als “Mickey-Maus-Gericht”, dessen Urteil er “so nicht akzeptieren” könne. Gleichwohl Beharrlichkeit ja irgendwie auch eine Tugend ist, wirkt der Stil, mit dem der Drittligaaufsteiger zu Werke geht, ein wenig befremdlich. Das Spiel der Schnüdel gegen die Knappen ist – unabhängig vom Gepolter aus München – für Dienstag, den 3. November um 16:30 Uhr angesetzt. Und Türk Gücü muss sich nicht grämen, sondern darf in der Woche auch gegen den Ball treten: Tags darauf steigen nämlich zwei Nachholspiele der 3. Liga (Zwickau-Türk Gücü vom 7. Spieltag und Duisburg-Saarbrücken vom 4. Spieltag).

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Mit einer Nachricht vom Betzenberg wollen wir den heutigen Löwentag beschließen: Nach Informationen des kicker hat der 1. FC Kaiserslautern noch 200.000 Euro Schulden bei den Würzburger Kickers aus der Verpflichtung von Janik Bachmann im Sommer 2019. Was daran vermeldenswert ist? Der Zweitligaaufsteiger wird von dem ihm zustehenden Geld voraussichtlich nur noch einen Bruchteil sehen, nachdem die Roten Teufel im Sommer ja eine Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hatten. Vorhandene Gläubiger können ihre Forderungen gegenüber dem FCK anmelden und werden dann im Rahmen einer Insolvenzquote bedient. Am morgigen Donnerstag wird in der Pfalz über den vorgelegten Insolvenzplan abgestimmt. Sollte dieser angenommen werden, so würden die Würzburger maximal vier Prozent ihrer Forderungen erhalten – rund 8.000 Euro. Wie vor dem Hintergrund solcher Nachrichten das relativ aktive Shoppingprogramm des FCK in diesem Sommer zu bewerten ist, sei an dieser Stelle einmal jedem selbst überlassen…

Löwen-Kunst von Michael Wiethaus

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In Kooperation mit dem Münchner Künstler und Löwenfan Michael „Mixen“ Wiethaus bringt der TSV München von 1860 e.V. eine streng limitierte Auflage der stadtbekannten #derbutter-Prints heraus. Die drei verschiedenen Löwen-Editionen sind auf jeweils 60 Stück begrenzt und ab sofort ausschließlich im Online-Shop des Vereins erhältlich. Alle Einnahmen kommen vollständig dem Hauptverein (e.V.) zu Gute. Ein Druck kostet 60 €, wenn man ein Set aus allen drei Motiven bestellt, stehen mit einem Rabattcode 120 € zu Buche. In diesem Fall zahlt man also nur zwei statt aller drei Prints.

Ein herzliches “Vergelt’s Gott” an den Künstler, der dem Verein die Prints unentgeltlich designt und zur Verfügung gestellt hat. Mehr Infos und Artikel von „Mixen“ findet Ihr auf dessen Homepage.

 

PRIME TIME fitness bleibt Löwenfreund

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Die KgaA und PRIME TIME fitness verlängern die bestehende Zusammenarbeit. Das Engagement des neuen und alten Löwenfreunds geht dabei weit über das eines “normalen” Sponsorings hinaus. Die Geräte der Firma aus Frankfurt kommen im Kraftraum bei den Löwen zum Einsatz und unterstützen unsere Buam in den Bereichen Leistungsdiagnostik, Trainingsteuerung und Verletzungsprophylaxe. “Eine Partnerschaft, die unsere Spieler leistungsfähiger macht” frohlockte Günter Gorenzel.

Henrik Gockel, Geschäftsführer des Sponsors, freute sich, “dass die Münchner Löwen PRIME TIME fitness als Spezialist im Bereich der gezielten Trainingssteuerung außerhalb des sportartspeziifischen Trainings nutzen”.

Über die Laufzeit der verlängerten Zusammenarbeit wurden keine Angaben gemacht. Prime Time fitness betreibt auch drei Fitnessstudios in München.Wer sich durch zu viel TV-Fußball zu lange auf der Couch aufhält und was gegen wachsenden Hüftumfang machen will, kann ja hier mal reinschauen.

 

TAKTIKTAFEL: Die Nachbetrachtung der Partie gegen die SpVgg Unterhaching

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur heutigen Taktiktafel Nachbetrachtung des Spiels der SpVgg Unterhaching gegen den TSV 1860 München vom Montagabend.

 

Die beiden Mannschaften liefen in den von uns erwarteten Aufstellungen – Haching im 4-2-3-1, die Löwen im 4-1-4-1  auf. Personell stand bei Unterhaching letztlich auch Christoph Greger (nach einer Gehirnerschütterung gegen Duisburg) zur Verfügung, weshalb Grauschopf im defensiven Mittelfeld spielte. Auch Anspach war – wie schon gegen Duisburg – in der Anfangsformation zu finden, wo ich statt ihm Marseiler vermutet hätte. Beim den Sechzgern ersetzte Martin Pusic erwartungsgemäß Stefan Lex.

 

Der Verlauf der ersten Halbzeit

 

Die Hachinger versuchten gleich zu Beginn den TSV 1860 zu pressen, was auch ungefähr drei Minuten lang funktionierte. In diesen drei Minuten erspielten sich die Vorstädter auch ihre einzige Torchance der ersten Halbzeit. Ab dann war von hohem Anlaufen bei der SpVgg nicht mehr viel zu sehen.

 

Sechzig nahm das Heft in die Hand und dominierte mehr oder weniger nach Belieben. Was war das Rezept, mit dem die Löwen die Hachinger in den Griff bekamen? Die Antwort auf diese Frage habe ich schon in der Taktiktafel von vor dem Spiel gegeben, und es freut mich, dass es tatsächlich auch so gekommen ist.

 

Diagonales Spiel war bei vielen Angriffen der Löwen der Schlüssel, um in das letzte Drittel der Hachinger einzudringen. Bei fast jedem erfolgversprechenden Angriff aus der eigenen Spielfeldhälfte heraus gab es einen Seitenwechsel – entweder direkt von einem Flügel zum anderen oder über das Zentrum weitergeleitet.

 

Beispielhaft hierfür seien hier nun zwei Angriffe der Löwen, die kurz hintereinander stattfanden, beschrieben:

 

In der 18. Minute gab es einen Befreiungsschlag der Hachinger durch Heinrich, der bei Löwengoalie Marco Hiller landete. Dieser spielte den Ball zu Salger der auf Moll, Moll zu Wein, dieser wieder zurück auf Moll. Während dieser kleinen Dreieckspasssequenz rückten die Hachinger auf, um zu pressen.

 

Dies hatte den Nachteil, dass es ab dem Moment als genügend Spieler aufgerückt waren nichts mehr zu pressen gab. Moll spielte dann nämlich hoch und lang in Richtung Mölders, der in halbrechter Position, in der Mitte der gegnerischen Spielfeldhälfte mit der Brust annimmt und mit nur einem weiteren Kontakt auf Willsch legt. Willsch schlägt nun einen hohen weiten Diagonalball in Richtung Pusic.

 

Der hätte frei an der Strafraumkante den Ball annehmen können, aber er lässt den Ball für den aus dem Hintergrund in den Strafraum einlaufenden Steinhart durch. Von Schwabl mehr begleitet als gestört zieht Phillip Steinhart aus etwa 13 Metern ab.

 

Torwart Mantl kann nur parieren – so kommt Steinhart ein weiteres Mal zum Schuss, der allerdings einige Meter über dem Gebälk im Fangnetz hinter dem Tor landet. Genau so bespielt man ein 4-2-3-1 System effektiv. Man lässt den Gegner kommen, spielt einen Scheinangriff, der zur Verdichtung einer Seite führt, schlägt dann den Ball auf die andere Seite, um Räume zu schaffen und startet die eigentliche Attacke. Dass diese Räume sich so nah an des Gegners Kasten öffnen ist natürlich obendrein bemerkenswert. Arie Van Lent, dem Trainer der Hachinger, steht hier noch viel Arbeit bevor.

 

In der 20. Minute pressen die Hachinger hoch bei Ballbesitz des TSV 1860. Aus dieser Pressingsituation entsteht durch Ungenauigkeit im Passspiel der Löwen ein Einwurf für die SpVgg.

 

Das aggressive Attackieren der Sechzger nach dem Einwurf führt zu einem Ballverlust auf der linken Seite der Vorstädter. Willsch kommt nahe der eigenen Grundlinie in Ballbesitz, und sofort geht es dynamisch nach vorne. Er spielt Mölders in der Mitte der eigenen Hälfte an, der nach Verarbeitung des Balles sofort zu Dressel auf Halblinks weitergibt. Dressel wiederum schickt ohne weitere Verzögerung Pusic über etwa 30 Meter steil die Linie entlang.

 

Dessen zielgenaue Flanke an den Fünfmeterraum der Hachinger kommt zwar gut auf Mölders, doch zum Leidwesen aller beteiligten Löwen kann Greger hier in höchster Not vor Mölders klären.

 

Der Nachschuss von Dressel geht weit über das Tor und sorgt nicht für Gefahr. Beachtenswert sind hier auch die Laufwege von Mölders und Dressel, die beide schon in der eigenen Spielfeldhälfte an diesem Angriff beteiligt waren.

 

Die Spielverlagerung von rechts nach links war, auch in diesem Angriff, bei dem wieder der einerseits unauffällige, andererseits aber doch effektive Neuzugang aus Österreich beteiligt war, der Schlüssel zum Erfolg. Dass leider nicht jeder gelungene Angriff auch mit einem Torerfolg abgeschlossen werden kann, liegt in der Natur des Spiels.

 

Ein Angriffserfolg durchs Zentrum blieb den Löwen in der kompletten ersten Halbzeit verwehrt – zu massiv war die Defensive von Unterhaching mit der Doppelsechs durch Fuchs und Grauschopf aufgestellt. Die Spielverlagerungen von links nach rechts oder umgekehrt klappten aber gut, und der TSV 1860 München kontrollierte daher sowohl Spieltempo als auch Spielfluss fast nach Belieben.

 

 

Die Zahlen zur ersten Halbzeit

 

Warum die Zahlen zur ersten Halbzeit, die auf den ersten Blick für die Löwen zwar nicht so toll aussehen, es im Endeffekt aber doch sind, werde ich nun kurz erläutern.

 

Der Ballbesitz sieht die Unterhachinger mit 62% zu 38% sehr im Vorteil; die Passquote der Sechzger 80% zu 86% bei der SpVgg. Auch die PPDA (zugelassene Pässe pro defensiv Aktion) sieht für die Löwen mit einem Wert von 15,75 eher mittelprächtig aus.

 

Warum aber waren die Löwen trotzdem dermaßen überlegen? Weil sich das Spielgeschehen während der ersten Halbzeit fast nur in der Hälfte der Hachinger abspielte. Befreiungsschläge und Entlastungsangriffe außen vorgelassen, kann man dem Gegner gern den Ball überlassen, wenn er damit dann zumeist nicht weiter als bis knapp hinter die Mittellinie kommt. Die wenigen Angriffe, die Haching weiter in die Spielfeldhälfte der Löwen trug, zerschellten an der guten Abwehrleistung des TSV 1860 – oder am eigenen schlechten Zuspiel im letzten Drittel.

 

Ganze drei Schüsse gaben die Hachinger während der ersten 45 Minuten ab. Davon ging nur einer – in Minute 3 – auf den Kasten von Marco Hiller. Dem stehen neun Schüsse der Giesinger gegenüber, drei davon aufs Tor, einer in die Maschen.

 

Werfen wir mal einen genauen Blick auf das Passspiel der Hachinger in der ersten Halbzeit: 255 gespielte Pässe, davon 36 Rückpässe und 105 Querpässe. Diese 105 Querpässe haben es in sich. Ganze 93, also rund 85% dieser Pässe verteilen sich auf die sechs Defensivspieler plus Torwart.

 

Bei den Rückpässen gibt ein ähnliches Bild. Zehnmal war hier der Torwart der Adressat, 23 Mal wurde zu einem Abwehrspieler zurückgepasst und nur dreimal war der Empfänger ein Mittelfeldspieler. Das heißt in Summe waren knapp die Hälfte aller Pässe der SpVgg Unterhaching defensiv.

 

Das lud die Löwen wieder und wieder zu hohem Pressing ein, woraus sich dann 15 Positionsangriffe und fünf Ecken (eine mit Torerfolg) für die Sechzger ergaben. 14 Ballberührungen im Strafraum für die Löwen stehen ganzen drei für die Vorstädter gegenüber.

 

Ballbesitz ist zwar grundsätzlich immer gut, aber wenn man mit dem Spielgerät, aus welchen Gründen auch immer, zu wenig anfangen kann, durch aus gerne mal überbewertet.

 

Fast hätte ich es vergessen: Ein Tor fiel ja auch noch! Nach einer Ecke konnte Dressel einen von der Hachinger Abwehr schwach geklärten Ball im Kasten der SpVgg unterbringen. Zur Entstehungsgeschichte dieses Treffers gibt es wenig zu bemerken, außer vielleicht der Tatsache, dass das Dauerpressing der Löwen zu diesem Zeitpunkt mehrere Ecken für den TSV 1860 mit sich brachte, und somit die harte Arbeit, die das hohe Anlaufen der Sechzger mit sich bringt durch diesen Treffer belohnt wurde.

 

 

Die zweite Halbzeit

 

In der Halbzeitpause wechselte Arie van Lent positionsgetreu Marseiler für Heinrich und Schröter für Hasenhüttel. Marseiler brachte ein bisschen mehr Schwung in die Partie, aber dennoch blieb das Bild des Geschehens im Großen und Ganzen bei dem der ersten Halbzeit.

 

Mit einem kleinen Unterschied. Das Tor für den TSV 1860 fiel diesmal nicht in der ersten Viertelstunde der Halbzeit, sondern in der letzten. Wieder einmal gab es Konterfußball der Extraklasse mit einem etwas glücklichen Ende für Mölders beim Torschuss zu sehen.

 

Aber der Reihe nach: Willsch stibitzt Dombrowka den Ball ca. vier Meter vor dem eigenen Strafraum in halbrechter Position, geht ein paar Meter steil Richtung Zentrum mit dem Ball am Fuß und leitet dann vertikal flach auf Pusic weiter.

 

Pusic mit dem Rücken zum gegnerischen Tor aber noch vor der Mittellinie sieht Dressel ins rechte Zentrum aufrücken und verlängert sofort. Ohne vom Gegner gestört zu werden, kann Dressel fünfzehn Meter in des Gegners Hälfte eindringen bevor er einen Pass auf Mölders spielt.

 

Mölders nimmt den Ball ohne Gegenwehr der Hachinger an, zieht ein paar Meter diagonal nach links und haut aus ca. 25 Metern einfach mal drauf. Dabei trifft er den Hachinger Müller an der Schulter, von wo der Ball unhaltbar ins Tor der SpVgg abgefälscht wird.

 

 

Die Zahlen der zweiten Halbzeit

 

Die wichtigsten Zahlen für Halbzeit zwei seien noch genannt: Ballbesitz 68% zu 32% für Unterhaching, Schüsse 7 zu 5 auch für die Vorstädter. Schüsse aufs Tor ausgeglichen 1 zu 1; Passquote 75% beim TSV 1860 – 83% bei der SpVgg.

 

Auch hier gilt wieder: man muss sich alles etwas genauer ansehen, sonst könnte man auf die Idee kommen, Sechzig hätte glücklich gewonnen und den Sieg nicht verdient gehabt. Dem ist aber ganz und gar nicht so!

 

Tatsächlich hatten es die Hachinger in der zweiten Spielhälfte nicht viel besser gemacht als in der Ersten. Gerade mal fünf Ballkontakte hatten die Hachinger in der Box der Löwen, das ist gerade einmal einer mehr als in Halbzeit eins.

 

Von zehn Flanken kam eine an. Das Passspiel war auch wieder hauptsächlich durch Querpässe der Verteidiger geprägt – alleine Torwart Mantl war 33 Mal an Querpässen der Hachinger in Halbzeit zwei beteiligt. Weitere 87 Querpässe spielten sich die anderen sechs Defensivspieler zu. Mehr braucht man glaube ich dazu nicht sagen.

 

 

Mein Fazit

 

Zum Schluss möchte ich jedoch noch ein Wort an die Kritiker von Martin Pusic richten.

 

Ich habe da gestern wirklich schlucken müssen, als ich den ein oder anderen Satz über den Neuzugang in den sozialen Netzwerken lesen musste. Erstens hatte dieser seit dem Frühjahr 2020 bis er zum TSV kam kein Pflichtspiel bestritten. Zweitens auch die Vorbereitung nicht mit dem Kader zusammen gemacht und drittens in Folge dessen auch kaum Spielpraxis.

 

Hier daher ein paar Zahlen zu seiner Leistung: Passquote insgesamt 88%, 100% Quote bei Pässen ins letzte Drittel, 100% Quote bei Pässen in den Strafraum, 100% Quote bei Steil- und Vorwärtspässen. Nur vor dem Tor hat er es gestern zweimal vergeigt. Ja mei. Des wird scho werden. Und das kann auch mal passieren.

 

Dass Pusic auf der anderen Seite einige Pässe, die auf ihn gespielt wurden, nicht erreicht hat, liegt an der fehlenden Bindung ans Team, den daher nicht abgestimmten Laufwegen und an der fehlenden Spielpraxis. Wenn die mal da ist, dann unterhalten wir uns vielleicht noch einmal über ihn.

 

Ich habe gestern jedoch verdammt viel Gutes von ihm gesehen, vor allem im defensiven Stellungsspiel während der starken Pressingphasen des TSV, bei den wichtigen Pässen, und auch in Momenten, in denen es wichtig war, den Ball mal nicht anzunehmen, wie bei der Anfangs beschriebenen Chance für Steinhart.

 

Das war’s von mir zum Spiel gegen die Bobschubser – bis zur nächsten Taktiktafel für das Spiel gegen Duisburg.

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

Marco Hiller: Die Null steht!

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Dass Marco Hiller ein richtig guter Torwart ist, wissen wir Löwenfans nicht erst seit Montag. Umso erfreulicher ist jedoch, dass es dem Eigengewächs des TSV 1860 im Hachinger Sportpark erstmals in dieser Saison gelang, seinen Kasten sauber zu halten. Kuriosum am Rande: Sein letztes “Zu Null” gelang ihm davor ebenfalls gegen die Vorstädter beim 3:0 im Sechzgerstadion in der Vorsaison. Bekanntermaßen haben wir neben Hiller (man erinnere sich auch an das Elfmeterschießen im Pokal) noch zwei weitere Haching-Spezialisten in unseren Reihen: Sascha Mölders, der noch nie gegen die Bobfahrer verloren hat, und Dennis Dressel, der vier der letzten fünf Löwentore gegen die rot-blauen Tiger (wer denkt sich eigentlich sowas aus?) erzielt hat.

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Doch zurück zu unserer Nummer 1, die sich in den vergangenen Jahren einen intensiven (aber jederzeit fairen) Zweikampf mit Hendrik Bonmann (jetzt bei den Würzburger Kickers) leistete. Seit dieser Saison blüht Hiller geradezu auf und man erkennt, dass er sich seine bekannten Stärken auf der Linie und bei Elfmetern nicht nur bewahrt hat, sondern auch bisherige Entwicklungsfelder deutlich vorangetrieben hat. Noch vor einem Jahr wurde man (etwas überspitzt formuliert) bei jedem Rückpass auf den Keeper nervös, jetzt meistert Hiller diese Situationen in der Regel äußerst souverän und ruhuig. An dieser Stelle auch mal ein großes Lob an das Trainerteam, das sich dieser Problematik zusammen mit Marco angenommen und für ein sichtbare Verbesserung gesorgt hat.

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Nach dem Sieg in Haching steht indes schon die nächste Herausforderung bevor, denn mit dem MSV Duisburg kommt ein Gegner an die Grünwalder Straße, der zwar überschaubar in die Saison gestartet und zudem coronageplagt ist, den jedoch nicht nur Michael Köllner als heißen Kandidat für die Aufstiegsplätze am Ende der Saison handelt. Gutes Omen: Die letzten vier Duelle in Giesing gewann 1860 – und so darf es gerne bleiben! Der Schlüssel dazu liegt in der Defensive und nicht zuletzt beim Torwart. Also, Marco, wieder zu Null spielen und darauf hoffen, dass die Kollegen vorne treffen…

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Sechzig um sieben: Interview mit Felix Weber +++ Schweinfurt im DFB-Pokal +++sechzger.de Verlosung

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Interview mit Felix Weber

Unser Ex-Kapitän hat kurz nach seiner Vertragsunterschrift bei Rot-Weiß Essen Stefan Kranzberg ein ausführliches Interview gegeben. Er berichtet über seine ersten Eindrücke beim neuen Verein und im Ruhrpott, erinnert sich an seine Zeit bei den Löwen und stellt seine Sicht des Abschieds von der Grünwalder Straße dar. Absolute Pflichtlektüre!

Entscheidung in der Causa Schweinfurt/Türkgücü

Das vom BFV eingeschaltete Schiedsgericht entschied gestern, dass die von Türkgücü im Rahmen der Zulassung zur Regionalligasaison 19/20 unterschriebene Schiedsklausel wirksam sei. Damit erkennt das Schiedsgericht den Schiedsspruch des BFV an und versperrt den Emporkömmlingen den Weg an ein ordentliches Gericht. Das bisher abgesagte Erstrundenspiel im DFB-Pokal der Schnüdel gegen Schalke 04 soll bereits nächste Woche stattfinden. Türkgücü ließ verlauten, dass es das Urteil nicht akzeptieren werde und kündigte Beratungen über weitere Schritte an. Ist Manager Kothny möglicherweise deswegen so in Aufregung, weil er die potentiellen Einnahmen schon in 21 (in Worten: einundzwanzig) Neuzugänge gesteckt hat?

Produkttest “Köllnerjacke”

Nachdem unserem Kollegen Stephan Tempel die neue Trainingsjacke, die Michi Köllner zuletzt häufig trug (“Köllnerjacke”), besonders gut gefallen hat, ist er mal wieder in den Fanshop gefahren und hat sich das Teil gekauft. Wie immer lässt er Euch an seiner neuesten Errungenschaft teilhaben und präsentiert seine Erkenntnisse im Video.

Ergebnisse Verlosung Nummernschildhalter

Weil die Kamera schon lief, hat der gute Stephan gleich die Nummernschildhalter für die Tippspiele gegen Meppen, Magdeburg, Zwickau, Lübeck, Rostock, Saarbrücken und Haching verlost. Dagegen verblasst jede DFB-Pokal Auslosung! Ob Ihr gewonnen habt, seht Ihr hier. Allen Gewinnern herzlichen Glückwunsch!

Bundesliga anno 1963

Außerdem möchten wir noch auf einen historischen Filmbetrag in der ARD-Retro Mediathek hinweisen: “Auf dem Weg zum Profifußball: Der TSV 1860 München in der Bundesliga 1963”. Hier könnt Ihr sehen, wie der Profifußball bei Münchens einzigem Bundesligagründungsmitglied im der ersten Bundesligasaison funktioniert hat. Prädikat: sehenswert!

Das ist los an der Grünwalder Straße

Unsere TABELLENFÜHRER genießen heute einen trainingsfreien Tag und sollen vermutlch den Kopf frei bekommen für den Auftritt gegen die Zebras am Samstag. Bene Lankes verköstigt seine Gäste trotzdem. Und zwar mit dem Teil “SCHWEINE” aus seinem jetzt schon legendären Speiseplan von Montag Abend. Es gibt also einen Schweinsbraten mit Kartoffelknödel, Speckkrautsalat und Biersoße für 8,60 €. Alternativ kann man sich auch ein Kartoffelgulasch mit Käferbohnen, Paprika und Sauerrahm schmecken lassen (7,90 €). Löwen, besucht die Wirtschaften und stoßt auf unsere Tabellenführer an, solange Ihr noch dürft!

Taktiktafel

Ihr wollt es doch auch! Im Laufe des Vormittags präsentieren wir Euch die taktische Nachbetrachtung des Sieges in Unterhaching, wenn Bernd Winninger wieder die Taktiktafel auspackt.

 

TSV 1860 – Trainingsjacke Review ++ sechzger.de – die Verlosung

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In den letzten Wochen ist TSV 1860 –  Coach Michael Köllner öfters mit einer neuen Jacke aufgetreten – wir haben uns diese heute geholt und ausführlich angesehen:

[vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=tpvz0_nXrKQ&t=7s” title=”TSV 1860 – Trainingsjacke Review”]

Dann haben wir ja zu jedem Spiel einen sechzger.de-Nummernschildhalter verlost – unter allen, die das richtige Ergebnis getippt hatten: Heute gab es dann die Auslosung:

[vc_video link=”https://www.youtube.com/watch?v=vqr97nkg2cE&t=2s” title=”sechzger.de-Nummernschild-Halter-Verlosung”]

Im Interview: Felix Weber

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Felix Weber
Felix Weber, ehemaliger Kapitän des TSV 1860

Im zarten Alter von neun Jahren wechselte Felix Weber 2004 von seinem Heimatverein SV Ohlstadt zum TSV 1860 München, bei welchem er sämtliche Jugendmannschaften durchlief. Später stieg er zum Kapitän der Amateure auf und debütierte am letzten Spieltag der Saison 2016/17 noch in der 2. Bundesliga. Auch nach dem Abstieg der Profis in die Regionalliga blieb Felix seinen Löwen treu und führte die neuformierte Truppe als Spielführer zum direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga. Nach der Saison 2019/20 wurde der Vertrag des dienstältesten Löwen nicht mehr verlängert und er unterschrieb kürzlich bei Rot Weiß Essen in der Regionalliga West. Dort feierte er am Wochenende sein Debüt und fuhr mit seinem Team direkt einen 3:0-Sieg gegen Rot-Weiß Oberhausen ein.

Felix Weber im Interview mit sechzger.de

Sechzger.de: Servus Felix! Zuerst mal herzlichen Glückwunsch zum neuen Vertrag und danke, dass Du Dir trotz des ganzen Trubels die Zeit für dieses Interview nimmst.

Felix Weber: Vielen Dank und sehr gerne!

Sechzger.de: So, nun ist es also Rot Weiß Essen geworden. Von einem Traditionsverein zum anderen – hat das für Dich eine spezielle Bedeutung und Deine Entscheidung für RWE beeinflusst?

Felix Weber: Erstmal muss der Verein zu einem passen und mit RWE ist das der Fall. RWE ist ein Arbeiterverein mit viel Tradition. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren.

Tradition, Leidenschaft, Arbeiterverein

Sechzger.de: Traust Du Dir schon einen Vergleich zwischen 1860 und RWE zu? Bei beiden Vereinen gibt es ja durchaus Parallelen und beide Clubs verfügen über eine sehr leidensfähige und treue Anhängerschaft, die dann aber auch sehr schnell zur Euphorie neigt, wenn es gut läuft…

Felix Weber: In der erst kurzen Zeit sehe ich schon einige Gemeinsamkeiten. Tradition, Leidenschaft, Arbeiterverein. Von den Fans kann ich leider noch nicht viel berichten, aber was ich gehört habe, geht es an der Hafenstraße richtig ab!

Sechzger.de: Wie ist denn Dein erster Eindruck vom neuen Verein? Herrscht da gerade Aufbruchsstimmung, nachdem der Saisonstart gut gelungen ist? Die 3. Liga ist bei RWE ja auch das große Ziel, um von dort aus dann noch weiter nach oben blicken zu können.

Felix Weber: Sehr gut. Wir haben einen super Kader inklusive Trainerteam. Der Verein steckt schon länger in der Regionalliga fest und dieses Jahr wollen wir natürlich angreifen. Ich hoffe wir können den guten Start fortsetzen.

“Sechzig wird immer mein Verein bleiben”

Sechzger.de: Du bist ein sehr heimatverbundener Mensch und hast zuletzt ja auch gelegentlich mal bei den Spielen Deines Heimatvereins SV Ohlstadt zugeschaut. Was bedeutet für Dich persönlich der Schritt raus aus Bayern? Und wie kommst Du mit der Mentalität der Leute in Essen zurecht? Ist das so, wie Du es Dir vorgestellt hattest?

Felix Weber: Das stimmt. Ich war so oft es geht in meiner Heimat und dann natürlich auch auf den Fußballplätzen. Ich bin noch jung und es ist eine spannende Aufgabe hier – sowohl sportlich als auch persönlich. Ich bin hier relativ schnell zurecht gekommen. Nur die Sprache macht mir bisschen zu schaffen. Ich versuche mein Bairisch so gut es geht zu überspielen, auch wenn es meistens nicht klappt.

Sechzger.de: Jetzt haben wir viel über die Gegenwart und Zukunft gesprochen, Deine Wurzeln liegen aber natürlich bei Sechzig, Du bist Löwe durch und durch und bleibst das vermutlich auch. Wie schwer fällt es Dir, jetzt nicht mehr für Deinen Herzensverein aufzulaufen?

Felix Weber: Sechzig wird immer mein Verein bleiben, auch wenn ich nicht mehr den Löwen auf der Brust habe. Es war für mich eine riesige Umstellung. Zum Training an die Hafenstraße anstatt zur Grünwalder, andere Farben usw.; das ist alles neu für mich. Trotzdem freue ich mich und brenne auf die Zeit in Essen.

Abschied in kleiner Runde mit den Fans

Sechzger.de: Ich muss gestehen: Für mich war das selbst nach Ablauf Deines Vertrages bei den Löwen sonnenklar, dass Du früher oder später einen neuen Kontrakt bei 1860 unterschreibst und uns erhalten bleibst. Wann wusstest Du denn definitiv, dass es vorbei ist?

Felix Weber: Mir war es klar, als die neue Saison losging. Aber zu 100% bewusst geworden ist es mir erst, als ich hier unterschrieben habe. Persönlich wurde ich nicht informiert.

Sechzger.de: Fast alle Spieler, die die Löwen verlassen mussten, schrieben anschließend, dass sie sich den Abschied anders gewünscht hätten, am liebsten natürlich mit Fans im Stadion. Und gerade Du als Ur-Löwe hast über die Jahre hinweg ja eine besondere Beziehung zu den Löwenfans aufgebaut und wurdest im Rahmen eines kleinen Festes von der aktiven Szene verabschiedet. Wie kam es dazu?

Felix Weber: Jeder Spieler hätte sich natürlich einen Abschied mit den Fans gewünscht. Eric Weeger und ich hatten einen Abschied mit einigen Fans in einer kleinen Runde. Das war uns sehr wichtig um nochmal „Danke“ zu sagen und hat uns viel bedeutet.

“Da war jedes Spiel ein Volksfest”

Sechzger.de: Zurück zum Sportlichen: Du hast den Abstieg damals ja hautnah miterlebt und danach auch die Wiederauferstehung der Löwen. Die Rückkehr nach Giesing, Volksfeste bei jedem Heim- und Auswärtsspiel, Euphorie überall. Wie hast Du das Jahr in der Regionalliga empfunden, in dem Du die 1. Mannschaft des TSV 1860 als Kapitän aufs Feld führen durftest?

Felix Weber: Wie du sagst: Da war jedes Spiel ein Volksfest. Auswärtsspiele waren Heimspiele und dieses Jahr – auch wenn wir viel Druck hatten – hat richtig Bock gemacht. Auch weil wir ein richtig geiles Team hatten.

Sechzger.de: Du warst ja vorher schon einige Jahre bei den Amateuren, durch die neuen Umstände hat sich das Medien- und Faninteresse an der ehemaligen zweiten Mannschaft, die ja nun plötzlich das Aushängeschild der Löwen wurde, massiv verändert. Wie geht man als junger Spieler damit um?

Felix Weber: Das war natürlich für alle jüngeren Spieler eine Umstellung, auf einmal so in der Öffentlichkeit zu stehen. Plötzlich musst du mit der Presse oder sonst jemand reden, obwohl man nur Fußball spielen will, aber mir hat es in meiner Persönlichkeitsbildung viel geholfen. Trotzdem war ich froh, dass uns in den ersten Wochen noch die Lil Zercher zur Verfügung stand.

“Wollte lachen, weinen, schreien, einfach alles”

Sechzger.de: Auf Instagram hast Du den Aufstieg als „schönsten Tag Deines Lebens“ bezeichnet und vielen anderen Löwen ging es vermutlich ähnlich. Magst uns nochmal kurz an Deinen Erinnerungen an das Spiel und die anschließenden Feierlichkeiten teilhaben lassen?

Felix Weber: Während der Fahrt vom Hotel zum Grünwalder hab ich noch ein Video von unseren Fans gesehen, als sie alle in weiß durch München gezogen sind. Da kam dann richtig die Anspannung auf das Spiel. Ich hab gewusst, wie unzählig viele treue Anhänger Sechzig hat und man will niemanden enttäuschen. Zum Glück hat es dann auch geklappt, auch wenn es eng und spannend war, aber damit kennt sich jeder Löwe aus. Nach dem Abpfiff hatte ich so viele Emotionen in mir, ich wusste gar nicht, wohin damit. Wollte lachen, weinen, schreien, einfach alles. Ein unbeschreibliches Gefühl! Und ja: Die Feier war natürlich der Hammer…

“Es war jedes Spiel ein Highlight”

Sechzger.de: Während die Arena bei Auftritten der Löwen meist nicht mal ansatzweise zur Hälfte gefüllt war, ist das Grünwalder Stadion seit dem Abstieg und dem damit verbundenen Umzug mit wenigen Ausnahmen immer ausverkauft. Wie wichtig ist das für Euch Spieler, die auf dem Platz stehen? Nehmt Ihr so etwas überhaupt wahr oder konzentriert Ihr Euch nur aufs Spiel?

Felix Weber: Da kann ich nur für mich sprechen. Es war jedes Spiel ein Highlight. Die Jungs und Mädels in der Westkurve haben jedes Spiel eine geile Choreo rausgehauen. Während des Spiels bekam ich da nicht alles mit, aber das geht jedem Spieler anders.

Sechzger.de: Die letzte Saison in Giesing lief für Dich ja sportlich gesehen nicht mehr so prickelnd. Gerade nach dem Trainerwechsel und der folgenden Erfolgsserie der Mannschaft war ein Stammplatz in weiter Ferne. Wie bist Du mit der Situation umgegangen?

Felix Weber: Genau genommen nach der Winterpause. War natürlich nicht leicht für mich, aber ich habe in jedem Training Gas gegeben und ich kann mir nichts vorwerfen lassen. So ist der Fußball.

Löwen können ganz oben mitspielen

Sechzger.de: Was traust Du den Löwen in dieser Saison nach dem durchaus gelungenen Saisonstart zu?

Felix Weber: Auch wenn bei den bisherigen Spiele ein bisschen Glück dabei war – was auch dazu gehört – sieht man schon das Potenzial der Mannschaft. Ich hoffe, es verletzen sich so wenige wie möglich und dann können sie auf jeden Fall ganz oben mitspielen.

Sechzger.de: Möchtest Du noch ein paar Worte an die Löwenfans richten?

Felix Weber: Ja natürlich. Ich hoffe für euch, dass ihr bald wieder ins Grünwalder dürft. Auf eine erfolgreiche Saison und wenn es wieder möglich und zeitlich passt, sehen wir uns!!!

Sechzger.de: Felix, herzlichen Dank für das Interview und hoffentlich bis bald in Giesing. Du bist jederzeit willkommen bei uns – aber das weißt Du ja…

Felix Weber: Gerne und bis bald!

Das Interview führte Stefan Kranzberg.