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Sechzig um Sieben: KFC Uerdingen 05 – TSV 1860

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Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen beim KFC Uerdingen

Hoffentlich gelangt der Löwentross heute Vormittag zum Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen per Flieger und Bus an den richtigen Spielort. Da kann man schon mal durcheinander kommen… Das dritte Drittligaspiel des TSV 1860 bei den Krefeldern findet nämlich zum dritten Mal an einem anderen Austragungsort statt. Und keiner dieser drei Spielplätze war die Grotenburg, die eigentlich Heimstatt des KFC.

Uerdingen in Duisburg und Düsseldorf

Am 9. Februar 2019 fand das Duell zwischen den beiden Aufsteigern in der Schauinsland Arena in Duisburg statt. Felix Weber glich vor 5.650 Zuschauern vier Minuten nach der Uerdinger Führung, die übrigens ein gewisser Kevin Großkreutz vorbereitet hatte, zum Endstand aus. Auf den Tag ein Jahr und vier Monate später empfingen die Gastgeber unsere Löwen in der vor der Saison neu gefundenen Heimspielstätte, der Düsseldorfer Merkur Spiel Arena. Die Partie des 31. Spieltags war das zweite Geisterheimspiel nach der Corona-Zwangspause und für die Uerdinger setzte es die erste Niederlage nach dem Re-Start: Mit 3:1 behielt 1860 die Oberhand obwohl ausgerechnet der in München wohlbekannte Adriano Grimaldi eine 1:0-Pausenführung für das Team in rot und blau hergestellt hatte. Kristian Böhnlein (mit einem sehenswerten Linksschuss), Leon Klassen und Efkan Bekiroglu sorgten aber für einen letztlich ungefährdeten Erfolg für das Team von Michael Köllner.

Nächster Spielort: Lotte

Seit dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg am 28. Februar und vorerst bis zum Ende der laufenden Saison spielen die Krefelder nun also in Lotte. Nachdem der KFC seinen Mietzahlungsverpflichtungen gegenüber dem Stadionbetreiber in Düsseldorf angeblich nicht mehr nachgekommen war, sprach dieser ein Hausverbot für sämtliche Krefelder Vereinsvertreter aus.

An den Sportpark am Lotter Kreuz, rund zwei Autostunden von Krefeld entfernt, haben die Löwen keine besonders guten Erinnerungen: Am 8. Februar 2017 unterlag man als Zweitligist dem Drittligisten Sportfreunde Lotte in einem – in negativer Hinsicht – denkwürdigen DFB-Pokal-Achtelfinale mit 0:2. Ein Brasilianer im Löwendress namens Ribamar erhielt – erst 19 Minuten auf dem Feld – in der 90. Minute nach einem rüden Frustfaul an der Außenlinie glatt Rot und vom kicker die nicht allzu häufig vergebene glatte Note 6. Ein wenig besser, aber auch nicht wirklich rund lief es dann knapp zwei Jahre später im einzigen bisherigen Ligaspiel in Lotte: Im westfälischen Schneechaos gingen die Löwen durch Nico Karger mit 1:0 in Führung, mussten aber direkt nach der Pause den Ausgleich hinnehmen. Die Sportfreunde rangierten zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz 13, vier Plätze hinter Bierofkas Löwen. Am Saisonende, im Frühsommer 2019 mussten sie den Gang in die Regionalliga West antreten, in der sie heute einen Abstiegsplatz belegen.

8.2.2017 Der Sportpark am Lotter Kreuz wenige Stunden vor Anpfiff einer denkwürdigen Pokalpartie

Die schwierige Stadionfrage beim KFC Uerdingen

Von der Kampfbahn zum Stadion

Allein an der Anzahl der Heimspielorte in den letzten drei Jahren lässt sich leicht erkennen, dass es in Krefeld offensichtlich ein echtes Stadionproblem gibt. Im Vorbericht zum Hinspiel (einem 0:0 auf Giesings Höhen am 21. November) wurde angekündigt, dass wir uns heute ein wenig näher mit dieser Problematik befassen werden. Und das tun wir nun: Die eigentliche Heimat unseres heutigen Gegners ist die Grotenburg im Krefelder Stadtteil Bockum (mit „k“, nicht mit „h“ ?). Sie wurde schon im Jahr 1927 eingeweiht und ab 1971, nach dem Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga West trug der FC Bayer 05 Uerdingen hier seine Heimspiele aus. Dass die Umbenennung des Spielstätte von der legendären Grotenburg Kampfbahn in das Grotenburg Stadion just aus der erfolgreichsten Zeit von Bayer Uerdingen datiert, ist wahrscheinlich wenigen Fußballfreunden bewusst. Im Sommer 1986, ein Jahr nach dem DFB-Pokalsieg gegen die Roten und am Ende einer legendären Europacup-Saison, die erst im Halbfinale gegen Atletico Madrid ein Ende fand, erfolgten zahlreiche Renovierungsmaßnahmen und die Umbenennung.

27.8.1994 Bundesligaspiel zwischen Bayer 05 Uerdingen und den Löwen vor 10.500 Zuschauern
Am Zaun vor der Gästekurve lässt sich der Aufsteiger für seinen ersten erkämpften Bundesligapunkt nach über 13 Jahren feiern

Niedergang des KFC Uerdingen und der Grotenburg

In den folgenden Jahrzehnten erlebte die Grotenburg den sportlichen Niedergang im Krefelder Fußball hautnah mit. Nur 12 Jahre nach der ersten Saison als KFC Uerdingen (die Bayer AG hatte im Sommer 1995 ihren Ausstieg erklärt), die mit dem Abstieg aus der 1. Bundesliga geendet hatte, fand in der Grotenburg nur noch sechstklassiger Fußball in der Verbandsliga Niederrhein statt. Aufgrund der naturgemäß geringen Besucherzahlen verfiel das Stadion zusehends. Niemand investierte in dieser Zeit in dringend nötige Renovierungsarbeiten. Im Sommer 2013 sperrte die Stadt Krefeld sämtliche Stehplätze. Als Notbehelf wurde die zu diesem Zeitpunkt ungenutzte und weitgehend verfallene Westtribüne – vormals der Gästebereich – provisorisch hergerichtet.

Rückkehr in den Profifußball = Abschied von der Grotenburg

Im Sommer 2018 kehrte der KFC Uerdingen nach zwei unmittelbaren Aufstiegen zurück auf die bundesweite Profifußballbühne. Und der Grotenburg gezwungenermaßen den Rücken. Zwar waren im April des gleichen Jahres vom Krefelder Stadtrat noch rund eine Million Euro für verschiedene Sanierungsmaßnahmen bewilligt worden, jedoch sorgten z.B. die Malerarbeiten im Außenbereich und die Instandsetzung der Parkplätze natürlich nicht für die Drittligazulassung der Traditionsspielstädte. Seit fast drei Jahren ringt man nun in der selbsternannten Sportstadt am Niederrhein um eine Rückkehr des KFC in die Grotenburg. Eine detaillierte Schilderung dieses kommunalpolitischen Hin- und Hers wollen wir uns hier ersparen. Der Wirbel um den Wechsel des Eigentümers der Fußballgesellschaft in jüngster Zeit hat das Vertrauen der politisch Verantwortlichen in das Projekt aber nicht vergrößert. Allerdings kam zuletzt doch Bewegung in die Sache. Erst im März konnten auch unsere Leser von einem Finanzrahmen für Sanierungsarbeiten von 16,3 Millionen lesen und gestern berichtete liga3-online.de von einer Initiative zur Einbindung der Fans in die angedachten Umbauarbeiten. Im Frühjahr 2022 könnte diesem Artikel zufolge endlich wieder der Profifußball in der Grotenburg rollen.

Sportliche Situation und Bilanz

Dazu müsste der Verein aber natürlich die Klasse halten. Aktuell steht man nur zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Wegen des im Januar eröffneten Insolvenzverfahrens wurden dem KFC Uerdingen drei Punkte abgezogen und in dieser Woche erfuhren einige Akteure  auch noch, dass der Verein nicht weiter mit ihnen plant. Die optimale Vorbereitung auf das erste von neun Spielen gegen den drohenden Abstieg in die RL West sieht gewiss anders aus. Für uns ist das vielleicht die Gunst der Stunde, die völlig ausgeglichene Bilanz gegen diesen Gegner aufzubessern: Von 17 Partien gegen Bayer bzw. KFC 05 konnte 1860 sechs gewinnen, sechsmal behielten die Krefelder die Oberhand und fünfmal wurden die Punkte geteilt. Ob wie im letzten Frühsommer ein Auswärtssieg  gelingt, erfahrt Ihr heute wieder einmal vom LÖWENRADIO und – wie gewohnt – in bildlicher und schriftlicher Form im  sechzger.de-Liveticker ab dem vorgerückten Vormittag.

FOTOS Krefeld: Wolfgang Budack

30 Spieltag: Expertentipp mit Verwaltungsrat Robert von Bennigsen

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Diese Woche konnten wir Robert von Bennigsen für unseren Expertentipp KFC Uerdingen – TSV 1860 München am 30. Spieltag der dritten Liga gewinnen. Wie Ihr alle wisst, ist Robert von Bennigsen seit 2008 Mitglied des Verwaltungsrates beim TSV 1860 München. Der im Landkreis Traunstein aufgewachsene Jurist ist seit 1991 Mitglied bei den Löwen und sitzt neben seiner Funktion als Verwaltungsrat des e.V. auch im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH (das ist die Komplementärin der GmbH & Co. KGaA). Der vierfache Familienvater sitzt also durchaus an einigen wichtigen Schalthebeln des TSV 1860.

Umso mehr freuen wir uns, dass sich der geschäftsführende Gesellschafter der BDJ Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ein paar Minuten Zeit nehmen konnte, um seinen Tipp mit uns zu besprechen:

“Für das morgige Spiel in Lotte beim KFC Uerdingen tippe ich 3:1 für Sechzig!

Ich gehe davon aus, dass wir das Spiel ziemlich im Griff haben werden. Entscheidend wird sein, dass Uerdingen nicht ins Spiel kommt. Ex-Löwe Adriano Grimaldi, der seine Form wieder gefunden hat, lebt von Zuspielen seiner Mitspieler Kinsombi, Feigenspan und Gnaase. Die auszuschalten, wird unsere Hauptaufgabe. Aber mit Dressel,  Wein (falls er spielt) und Neudecker schaffen wir das.

Psychologisch, mit der Tätigkeit des Insolvenzverwalters und unklarer Zukunftsperspektive, hat der KFC Unruhe im ganzen Umfeld. Dies schwächt die Truppe, solange nicht klar ist, wo die Reise hingeht.

Nach der „englischen Woche“ würde mich ein frühes Tor und eines kurz vor der Pause für die Mannschaft sehr freuen. Dann kann die Mannschaft Kräfte sparen.”

Man sieht schon, Robert von Bennigsen hat Ahnung vom Fußball und wagt sogar eine Prognose, wann die Tore fallen. Respekt!

Nachdem zwei unserer letzten drei Tipper (Efkan Bekiroglu und Josef Wieser) gut gelegen haben, hoffen wir, dass auch Roberts Expertentipp für KFC Uerdingen – TSV 1860 München stimmt. Die Löwenfans hätten sich nicht dagegen!

Das Spiel könnt Ihr wie immer am Samstag bei uns im sechzger.de Liveticker verfolgen.

TAKTIKTAFEL: KFC Uerdingen – TSV 1860 München (30.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München beim KFC Uerdingen.

Im Hinspiel trotzten die Uerdinger den Löwen mit einem Defensivkampf und zwei tiefstehenden Viererketten mit Müh und Not ein 0:0 auf Giesings Höhen ab. Was erwartet Die Löwen am Karsamstag in Lotte? Müssen wir wieder mit einer Abwehrschlacht des KFC rechnen oder wird Uerdingen es gegen den TSV 1860 dieses Mal offensiver angehen?

 

Die Uerdinger haben diese Saison schon diverse Startformationen ins Rennen geschickt. Im Hinspiel war beispielsweise noch ein 4-2-3-1 angesagt. Seither experimentierte Trainer Krämer unter anderem mit dem uns sehr bekannten 4-1-4-1 und einem 4-3-1-2. Ende Februar wurden die Experimente beim KFC beendet und Uerdingen spielt nun seit acht Partien wieder das beliebteste System der Liga: 4-2-3-1.

Statistische Werte des KFC Uerdingen

  • Ballbesitz 48%
  • Passgenauigkeit 80%
  • Gewonnene Defensivduelle 60%
  • Flankengenauigkeit 33%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 12,36 (viertletzter Platz in der Liga)

Wie wir aus den statistischen Werten herauslesen können, betreibt die Mannschaft von Stefan Krämer nicht das aggressivste Pressing. Der PPDA Wert von 12,36 ist hier der Indikator.

Die Defensive der Krefelder

Gegen den Ball verteidigt die Mannschaft mit zwei tiefen Viererketten. Die offensiveren Außenspieler im Mittelfeld ziehen sich weit zurück und versuchen die Flügelangriffe der Gegner ins zugestellte Zentrum zu drängen. So wird das Spiel für den Gegner vor der Uerdinger Box meist sehr eng. Daraus ziehen vor allem die beiden defensiven Mittelfeldakteure des KFC große Vorteile und können den Gegenspielern oft schon vor der Box den Ball abjagen und ihrerseits Angriffe einleiten.

Nach Ballgewinn können die Krefelder sowohl über vertikales Spiel schnell das Spielfeld überbrücken als auch im ruhigen Positionsspiel gut von hinten heraus aufbauen. Uerdingen gestaltet das Positionsspiel zum Überspielen der Pressingreihe vornehmlich über den rechten Flügel.

In einer Statistik liegt Uerdingen auf Platz 3, der TSV 1860 auf 1

Das Prunkstück der Krefelder ist ganz klar die Defensivabteilung. Besonders bei einem wichtigen statistischen Wert sind die Jungs von Stefan Krämer in der Ligaspitze vertreten: die zugelassenen Schüsse des Gegners. Wären Statistiken der Maßstab für Tabellenplätze, fänden sich die Uerdinger aufgrund der expected Points (xP) auf Platz drei und hätten die zweitwenigsten expected Goals against (xGa) kassiert. Die xP Statistik ergibt sich aus dem Verhältnis der expected Goals (xG) zu xGa pro Spiel. Diesen Statistiken zufolge wäre am Samstag der Tabellenführer beim Tabellendritten zu Gast. Tatsächlich kämpfen die Löwen in Spielen, in denen der Gegner tief steht, aber mit einer gewissen Ladehemmung. Die Uerdinger hingegen hapern mit Gegentoren, die nicht fallen müssten beziehungsweise dürften. Deshalb sieht das reale Tabellenbild anders aus, als es die Statistik der erwarteten Punkte aufzeigt.

Nichtsdestotrotz sieht man an dieser Statistik, dass der Gegner keinesfalls zu unterschätzen ist. Uerdingen hat in der Vorbereitung drei Tage mehr Pause und den Vorteil keine bzw. nur kleinere Reisestrapazen mit sich rumzuschleppen.

Wie kann der TSV 1860 München gegen Uerdingen zum Torerfolg kommen?

Da der kommende Gegner des TSV 1860 München gerne mal tief steht und das Spiel vor und in der eigenen Box sehr eng macht, kann es für die Löwen ein Ansatz sein, den Gegner ins Spiel kommen zu lassen und auf schnelles Umschalten zu setzen. Uerdingen muss auf jeden Fall punkten, um das Abstiegsgespenst weiter zu vertreiben.

Ob sie uns aber den Gefallen tun werden auch selbst offensiv zu spielen, ist schwer zu beantworten. Mit einem Torverhältnis von nur -3 Zählern ist der KFC nicht darauf angewiesen in diesem Punkt irgendetwas zu verbessern. Ob sie gegen unsere Sechzger trotz Heimspiel ins Risiko gehen, selbst in einen Konter zu laufen, um dann gegen eine der defensiv stärksten Mannschaften einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen, darf auch bezweifelt werden. Ich erwarte daher ein ähnliches Spiel wie im Hinspiel, bei dem der TSV 1860 München viel Ballbesitz hat und Uerdingen auf seine Chancen im schnellen Umschaltspiel lauert.

Zum bereits zwölften Mal geht es nun gegen ein 4-2-3-1 System, darum gibt es heute wieder nur Stichpunkte.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Stärken

– kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
– auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
– variabel beim Spielaufbau
– offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen

– anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
– in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig, um Gefahr zu kreieren

Die Schlüsselspieler

Torhüter Lukas Königshofer (#1) ist sehr sicher bei hohen Bällen und hat Jurjus, nachdem Krämer ihn in der Anfangsphase der Saison zum zweiten Keeper degradierte, mittlerweile seit drei Spielen wieder den Rang abgelaufen.

Ob Innenverteidiger und Kapitän Assani Lukimya (#5), den muskuläre Probleme plagen, am Samstag einsatzbereit sein wird, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wem die Schlüsselrolle als Abwehrchef zukommt, ist somit eine Wundertüte. Sowohl Dorda (#7), der gegen Zwickau diese Rolle übernahm, als auch der erst kürzlich von einer Verletzung im Knie zurückgekommene Nationalspieler Lettlands Edvinas Girdvainis (#2) bieten sich zusätzlich zu Lukimya an. Alle genannten Verteidiger der Uerdinger sind überdurchschnittlich gut und werden den Sturm der Sechzger vor Probleme stellen.

Der kreative Kopf auf der Doppelsechs Dave Gnaase (#26) ist der Ballverteiler beim Spiel durch das Zentrum für Krefeld. Technisch gut und gegen den Ball sehr aktiv muss man vor allem versuchen, Zuspiele auf ihn zu verhindern.

Mittelstürmer Adriano Grimaldi (#39) dürfte allen Fans des TSV 1860 München noch gut in Erinnerung sein. Seine Qualitäten in der Offensive bewies der Torjäger zuletzt mit vier Treffern in den letzten vier Spielen. Komplett wird ihn die Defensive der Sechzger nicht aus dem Spiel nehmen können. Auch hier gilt es, ihn gar nicht erst an den Ball kommen zu lassen.

Fazit

Ist der KFC Uerdingen schlagbar? Meiner Meinung nach ja. Wir können es mit jedem Team in dieser Liga qualitativ aufnehmen. Welche Auswirkungen die englische Woche auf die Spieler hat, kann man im Vorfeld schwerlich beantworten. Leicht wird es nicht am Lotter Kreuz gegen Krefeld. Wenn die Mannschaft ihre Topleistung abrufen kann und die wenigen Chancen, die sich ergeben werden, clever nutzt, wird Michael Köllners Mannschaft aber als Sieger vom Platz gehen können. Stellungsfehler in der Box wie beim Gegentor des SV Türkgücü am Dienstag darf man sich bei diesem Spiel jedoch keine erlauben. Grimaldi ist nicht der einzige torgefährliche Spieler des Gegners. Eine gut eingestellte und bestimmt wieder bis in die Haarspitzen motivierte Löwenmannschaft wird am Samstag den Uerdingern alles abverlangen. Was dabei am Ende rauskommt, werden wir sehen. Wichtig wird sein, den Ball vernünftig in die Box zu bringen und vor dem Tor abgeklärt zu agieren.

So könnte der KFC Uerdingen gegen den TSV 1860 auflaufen

erwartete Aufstellung vom KFC Uerdingen gegen den TSV 1860 München

 

Datenquelle: wyscout

KFC Uerdingen – TSV 1860 – LÖWENRUNDE aktuell: Der Liga-Bart bleibt dran!

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Karfreitag. Feiertag. Kein Grund für den TSV 1860 München und für sechzger.de auf die obligatorische LÖWENRUNDE zu verzichten. Vor dem Auswärtsspiel gegen den KFC Uerdingen standen Michael Köllner und Günther Gorenzel den Fragen der Berichterstatter zur Verfügung.

(Fast) alle Mann an Bord?

Morgen Vormittag, in knapp 24 Stunden hebt der Löwentross am Flughafen in Manching in Richtung Osnabrück/Münster Airport ab. Ob dann auf dem Rasen in Lotte – außer dem gelbgesperrten Stephan Salger – weitere Stammkräfte ersetzt werden müssen oder ob Michael Köllner aus dem Vollen schöpfen kann, ließ er in der Pressekonferenz noch offen. Eine Entscheidung fällt nach dem heutigen Abschlusstraining.

Haarige Themen

Seine Premiere als Coach an der Seitenlinie in Lotte feiert der Löwendompteur auf jeden Fall bärtig. Er erklärte, dass es sich bei seinem Gesichtsschmuck um einen “Liga-Bart” handle, weshalb das Pokal-Aus gegen Türk Gücü unter der Woche keinen Einfluss auf sein Rasurverhalten hatte. Die Rückfrage von sechzger.de, ob Köllners Ehefrau – bekanntermaßen keine Freundin der Haare im Gesicht ihres Mannes – nun womöglich auf eine baldige Liganiederlage der Mannschaft ihres Mannes hoffe, konnte er aber klar zurückweisen: “Meine Frau will, dass es mir gut geht.” Günter Gorenzel trug zu dem haarigen Thema auch noch etwas bei: Sein Vollbart sei ein “Altersbart” nachdem er weiter oben am Kopf leider nicht mehr sonderlich gut ausgerüstet sei.

 

 

Der Veitstanz und seine medialen Folgen

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sechzger - Fans des TSV 1860
sechzger.de, Logo, Fans des TSV 1860 münchen

Der Veitstanz und seine Folgen

Vorneweg: Als ich mich gestern früh für die Diskussionskultur unter dem „Veitstanz-Artikel“ entschuldigt habe, kam das vom Herzen. Das bleibt – natürlich – auch genauso stehen.

Was ich jedoch nicht stehen lassen kann, ist das was unserem Portal kurze Zeit nach meiner Entschuldigung auf der Seite „dieblaue24“ und im Podcast „Radis Erben“ – vermutlich unabsichtlich – in die Schuhe geschoben wurde.

Zitat aus „dieblaue24“:

„Veitstanz? Übersetzt wird das Wort auf Google so: “Veitstanz ist eine veraltete Bezeichnung für die krampfartigen Zuckungen eines an der Nervenkrankheit Ergotismus Erkrankten, verursacht durch eine Vergiftung mit dem im Mutterkorn enthaltenden Nervengift Ergotamin.”

Zitat aus Radis Erben:

Tobias Fischbeck

„Ein Veitstanz… und wenn man das mal googelt, dann weiß man, dass das eine Nervenkrankheit ist um die es da geht, eine neurologische Erkrankung…“

Oliver Griss:

„da werden Leute … diskreditiert, beleidigt, verschmäht, was soll das…“

Tobias Fischbeck:
„Das ist wirklich der Wahnsinn, wir distanzieren uns ganz deutlich davon. Wir schätzen Michael Hofmann als fairen Sportsmann.“

 

Veitstanz als Nervenkrankheit?

Dazu muss man wissen: „Veitstanz“ ist zwar ein altes, aber durchaus gebräuchliches Wort. Natürlich ist es korrekt, dass Veitstanz auch eine Nervenkrankheit beschreibt. Aber wer kannte diese Bezeichnung so denn schon bzw. verwendet diese in diesem Kontext?

Der User „Franz Müller“ schrieb dazu im Kommentarbereich von „dieblaue24“:

„Veitstanz“ ist eine normale bayerische Bezeichnung für jemanden, der sich außerordentlich aufführt, sich selbst extrovertiert darbietet.

Dies mit einer Nervenkrankheit in Verbindung zu bringen ist, wie im extra tiefen Wasser zu fischen. Ganz weit hergeholt.

86:16 User sahen das zum Zeitpunkt der Artikelerstellung übrigens genauso. Im Kommentarbereich von “dieblaue24”, wohl gemerkt.

Veitstanz-Feste – und gebräuchliche Bezeichnung in der Presse

Es gibt sogar Veitstanz-Feste. Die Bezeichnung Veitstanz wird jedoch oftmals in Verbindung mit dem Sport gebracht. Wenn man das Wort z.B. bei Imago-Images (von dort kaufen wir oftmals Bilder für unsere Artikel) im Suchfeld eingibt, erscheinen 22 Suchtreffer. Einer davon ist eine Krankenakte. Die anderen 21 zeigen Sportler beim Veitstanz.

Darunter Gabor Kiraly oder Werner Lorant. Ob diese sich schon über diese Katalogisierung beschwert haben?

Die Münchner tz unterschreibt ein Bild zu Diego Maradona mit „zwischen Veitstanz und Hand Gottes“. Der kicker schreibt über Jose Mourinho, dass dieser einen Veitstanz aufführte. Beispiele wie diese gibt es viele.

Nie wäre jemand auf die Idee gekommen, dem Reporter das zu unterstellen was uns hier – vermutlich unabsichtlich – unterstellt wird. Nachdem wir den Kollegen ja keine Bösartigkeit unterstellen möchten, gehen wir einfach davon aus, dass sie es nicht besser wissen.

Auch Google führt nicht immer zum richtigen Ergebnis, aber kein Problem. Wir helfen ja gerne. Es macht uns sogar etwas stolz, wenn langjährige hauptberufliche Journalisten noch etwas von uns lernen können.

Sechzig um Sieben: News zum Start in den Karfreitag

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Guten Morgen Löwenfans! Gestern war bei sechzger.de ein turbulenter Tag, sodass wir auch beim Start in den Tag mit Sechzig um Sieben nicht ganz um die Thematik herumkommen. Heute beginnt allerdings auch die Vorberichterstattung rund um die Partie gegen den KFC Uerdingen.

Terminierung der letzten Spiele von Sechzig steht

Der DFB hat gestern die restlichen Spieltage der laufenden Saison in der 3.Liga terminiert. Davon sind noch sechs Spiele des TSV 1860 München betroffen. Im Saisonendspurt spielt Sechzig unter anderem gegen den FC Bayern II.

Statement von Stephan Tempel

Die Giesinger Gedanken nach der Partie gegen Türkgücü München im Toto-Pokal haben hohe Wellen geschlagen. Das nahm Stephan Tempel zum Anlass, um sich in einem Kommentar zu äußern. Alles unter dem Motto: Gemeinsam für Sechzig!

TAKTIKTAFEL: Sechzig zu Gast beim KFC

Bernd Winninger ist aktuell im Dauerstress. Am Dienstag war Türkgücü im Fokus, gestern wurde die Niederlage im Totopokal analysiert und heute geht es direkt weiter. Der nächste Gegner in der 3.Liga, der KFC Uerdingen, wurde natürlich auch analysiert und dargelegt, wie der TSV 1860 am Samstag das Spiel siegreich gestalten kann.

Expertentipps

Desweiteren haben wir auch wieder einen Experten befragt, was er sich vom Spiel am Lotter Kreuz erhofft. Diesen Tipp gibt es am Nachmittag bei sechzger.de.

LÖWENRUNDE

Aller guten Dinge sind drei. Weiterer Teil der Vorberichterstattung ist die LÖWENRUNDE. Ein Redaktionsmitglied nimmt an der Pressekonferenz teil und berichtet euch im Anschluss von den wichtigsten Erkenntnissen.

Training bei Sechzig München

Trainer Michael Köllner bittet die Profis heute zum Abschlusstraining an die Grünwalder Straße. Spannend dürfte vor allem die Besetzung der Innenverteidigung sein. Belkahia und Erdmann waren zuletzt angeschlagen, nun fällt Stephan Salger mit einer Gelbsperre aus.

News aus der 3.Liga

Uerdingen spricht Kündigungen aus

Kurz vor der Begegnung gegen unsere Löwen gab es mehrere Kündigungen beim KFC. Die Arbeitsverhältnisse von einigen Spielern enden im Sommer. Hintergrund ist das laufende Insolvenzverfahren.

Sorge verlängert bei Türkgücü

Alexander Sorge hat bei Türkgücü um zwei weitere Jahre verlängert. Der Abwehrchef kam 2019 vom FSV Zwickau. In der laufenden Saison lief der 27-Jährige 24 Mal für Türkgücü auf und konnte dabei zwei Tore erzielen.

Vor dem Duell gegen den TSV 1860: Uerdingen entlässt Spieler

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Uerdingen entlässt mehrere Spieler

Am Ostersamstag, 03.03.2021 trifft der TSV 1860 München auf den 16. der 3.Liga. Im Vorfeld der Partie gibt es brisante Neuigkeiten aus Krefeld: der KFC Uerdingen entlässt einige Spieler.

KFC Uerdingen entlässt mehrere Spieler

Wie der kicker heute berichtet, wurden beim KFC Uerdingen mehrere Arbeitsverhältnisse fristgerecht gekündigt. Informationen des Fachmagazins zufolge handelt es sich dabei um mindestens drei Spieler. Diese wurde ohne Vorwarnung vor vollendete Tatsachen gestellt. Desweiteren sollen auch weitere Spieler selbst von einem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht haben. Einerseits sind sie damit im Sommer auf dem Transfermarkt verfügbar, andererseits können die Verträge zukünftig lukrativer gestaltet werden.

Nachricht kommt zur Unzeit

Die aktuellen Meldungen, dass Uerdingen Spieler entlässt, kommen zu einem Zeitpunkt der Saison, der schlechter nicht sein könnte. Der KFC liegt knapp vor der Abstiegszone mit zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellen-17. aus Kaiserslautern. Hoffnung auf weitere drei Punkte können sich die Krefelder aller Voraussicht nach auch nicht machen. Das DFB-Präsidium lehnte einen Einspruch des Vereins am gestrigen Mittwoch ab.

Uerdingen entlässt Spieler – die Löwen soll es nicht stören

Der 30.Spieltag führt die Löwen in den Westen der Republik. Auch der TSV 1860 München ist natürlich nicht daran interessiert, dass weitere Punkte auf das Konto der Krefelder gehen. Als aktueller Tabellenvierter benötigt man jeden Zähler, um noch Chancen im Aufstiegskampf zu haben. Die Entlassungen dürften im aktuellen Kader nicht gerade für bessere Stimmung sorgen.

Dabei geht es für den Löwen-Tross nicht nach Krefeld, sondern 180 km weiter nordöstlich. Nach der Kündigung in Düsseldorf hat der KFC Uerdingen übergangsweise in Lotte ein neues “Zuhause” gefunden. Anfang März gab es zumindest mal in dieser Hinsicht gute Nachrichten: die Sanierung der Grotenburg könnte bald vorangehen.

sechzger.de mit der Vorberichterstattung

Auch zu der Partie am Ostersamstag gibt es den gewohnten sechzger.de Service. Am morgigen Karfreitag gehen die TAKTIKTAFEL und die Expertentipps online. Am Spieltag selber ist ab sieben Uhr morgens der Vorbericht online. Das Spiel können die Löwenfans im sechzger.de-Liveticker verfolgen, der Anstoß erfolgt um 14:00 Uhr.

3.Liga: DFB gibt Terminierung der Spieltage 32 – 38 für TSV 1860 bekannt

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TSV 1860 Terminierung 3.Liga Restprogramm im Auftrag der Löwen Tickets quo vadis Testspiele Vorverkauf

Der DFB hat die Terminierung der Spieltage 32 – 38 für den TSV 1860 in der 3.Liga bekannt gegeben. Davon sind drei Heim- und vier Auswärtsspiele der Löwen betroffen.

Spieltage 32 – 34 in der 3.Liga

Auf den Monat April entfallen davon drei Spieltage. Zunächst trifft der TSV 1860 München am Samstag, 17.04.2021 um 14:00 Uhr “auswärts” auf Türkgücü München. Diese Partie findet im Olympiastadion statt. Danach geht es in einer Englischen Woche am Dienstag, den 20.04.2021 daheim im Grünwalder Stadion gegen die Viktoria aus Köln. Abgerundet wird der April von einer Reise nach Mannheim zum Waldhof. Hier spielt der TSV 1860 am 24.04.2021. Da dies ein Samstag ist, wird das Spiel folgerichtig um 14:00 Uhr angepfiffen.

Der Endspurt für den TSV 1860: Terminierung der Spieltage 35 – 38

Das Restprogramm im Monat Mai bilden dann vier Spiele mit durchaus brisanten Begegnungen.

Zunächst empfangen die Löwen zum vorletzten Heimspiel den 1.FC Kaiserslautern auf Giesings Höhen, der sich in akuter Abstiegsgefahr auf Tabellenplatz 18 befindet. Die Terminierung dieser Partie ergab für den TSV 1860 München den Dienstag, 04.05.2021 als Spieltag. Es handelt sich, wie auch beim Spiel gegen Viktoria Köln, erneut um eine Englische Woche.
Am Wochenende darauf reist der Löwen-Tross zum SV Wehen Wiesbaden, die sich nach einer langen Siegesserie mit zuletzt vier Niederlagen aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben. Anpfiff in der Brita-Arena ist am Samstag, den 08.05.2021 um 14:00 Uhr.

An den letzten beiden Spieltagen kommt es dann zu bayerischen Duellen. Am 37.Spieltag treffen die Löwen auf die zweite Mannschaft des FC Bayern. Der TSV 1860 hat Heimrecht. Abgeschlossen wird die Saison dann auswärts beim FC Ingolstadt 04. Diese konnte man zuletzt nach dem knappen Hinspielsieg im Januar auch im Toto-Pokal besiegen.

Traditionell werden alle Partien der letzten beiden Spieltage paralell ausgetragen, um möglicher Wettbewerbsverzerrung vorzubeugen. Diese Saison gilt das in Abstimmung mit den Vereinen jedoch nicht für den vorletzten Spieltag, der im normalen Modus ausgetragen wird. Gespielt wird daher am Sonntag, 16.05. und Samstag, 22.05., Anpfiff ist um 14:00 Uhr bzw. 13:30 Uhr.

Aktuelle Platzierung des TSV 1860 in der Tabelle der 3.Liga

Derzeit liegt der TSV 1860 München auf Rang 4 der Tabelle. Mit 51 Treffern hat nur der SC Verl mehr Tore (54) erzielt, Sascha Mölders führt die Torjägerliste mit aktuell 16 Treffern an. Bei den Topscorern liegt der 36-Jährige auf Platz 2 hinter Nicklas Shipnoski vom 1.FC Saarbrücken. Auch die Defensive kann sich kräftig auf die Schultern klopfen. Lediglich 25 Mal musste der Ball in 29 absolvierten Partien aus dem Netz geholt werden, elf Mal blieb Torwart Marco Hiller ohne Gegentreffer. Lediglich Tabellenführer Dynamo Dresden kassierte weniger Gegentore (24).

In den Spielen des TSV 1860 München, bei denen die Terminierung nun bekannt gegeben wurde, treffen die Löwen nacheinander auf die Tabellenplätze 9, 10, 13, 18, 7, 15 und 3.

TAKTIKTAFEL: Analyse der Niederlage vom TSV 1860 gegen Türkgücü

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Toto-Pokalspiels unseres TSV 1860 München gegen den SV Türkgücü München.

Wie schon nach dem Spiel gegen Ingolstadt muss ich heute nach der Niederlage des TSV 1860 gegen Türkgücü ohne Zahlen des Datenlieferanten arbeiten, da der Toto-Pokal nicht in den Statistiken eingepflegt ist.

Die Gäste wurden vom Trainergespann Dayat – Pummer in einer 3-5-2 Formation ins Rennen geschickt, die sich defensiv im letzten Drittel auf 5-3-2 verschob. Dem stellte Trainer Köllner wie immer das flexible 4-1-4-1 entgegen, das defensiv mit Neudecker als Box-to-Box Spieler zum 4-2-3-1 wurde.

Pressing bestimmt die Partie

Beide Mannschaften agierten gegen den Ball hauptsächlich mit hohem Pressing. Leichte Vorteile beim Aufbau von hinten waren allerdings bei den Löwen zu erkennen. Die sich im Aufbauspiel entwickelnde Dreierkette mit Salger, Lang und Willsch kontrollierte den Ball in der eigenen Spielfeldhälfte sehr souverän. Im Gegensatz zu den vorherigen Spielen gegen Dresden und Ingolstadt ließ Trainer Köllner diesmal den linken Verteidiger offensiver agieren. Wir sprechen also von einer linksgependelten Viererkette.

Nach Überspielen der ersten Pressinglinie wurde es im Mittelfeld für die Löwen immer sehr eng. Die gute Staffelung der gegnerischen Mannschaft war ein großes Problem für das Kombinationsspiel des TSV 1860 München.

Türkgücü hatte des Öfteren Probleme, sich nach Ballgewinn aus dem eigenen letzten Drittel vernünftig zu befreien. Leider entwickelten sich für die Löwen aus diesen hohen Ballgewinnsituationen kaum gefährliche Strafraumszenen. Die Mannschaft aus Perlach stellte das Gehäuse im eigenen Strafraum vielbeinig zu. So waren die Chancen für die Löwen zunächst hauptsächlich auf Aktionen limitiert, die durch Standardsituationen entstanden.

Das Aufbauspiel des Gegners lief zügiger als bei den Löwen. Schnelles, vertikales Spiel und Konterversuche waren das Rezept, mit dem Türkgücü die Löwen zu knacken versuchte. Der Erfolg gibt dem Trainergespann des Teams von der Bezirkssportanlage Ost hier auch absolut recht. Die Mehrzahl an gefährlicheren Aktionen hatte bis etwa dreißig Minuten vor dem Schlusspfiff der Gast. Ballbesitz und Feldvorteile bei den Sechzgern waren zweifellos vorhanden, nur muss man ganz klar sagen, dass die Gäste mit ihrem guten Stellungsspiel gegen den Ball vor allem das Mittelfeld und die Verbindung zum Sturm defensiv kontrollierten.

Der Siegtreffer zum 0:1 für Türkgücu gegen den TSV 1860

Das frühe Gegentor in der fünfzehnten Minute resultierte aus genau dieser Kombination von gutem Stellungsspiel im Mittelfeld und schnellem Umschalten.

Nach einem Zuspiel von Neudecker verliert Staude in der Drehung im Mittelkreis etwa acht Meter in der gegnerischen Hälfte den Ball gegen Erhardt. Erhardt spielt sofort auf Röser, dieser leitet wiederum zu Fischer auf die rechte Angriffsseite der Perlacher weiter. Gresler muss, nachdem der TSV 1860 München in der Vorwärtsbewegung war, weit zurücklaufen. Er stellt Fischer auch für einen kurzen Moment. Fischer jedoch zieht das Tempo sofort wieder an und kann Gresler, den er in diesem Moment auf dem falschen Fuß erwischt, da Gresler gerade Tempo rausgenommen hat, zu leicht entkommen. Gresler hat nur eine geringe Teilschuld am Gegentreffer, ähnlich wie Willsch am Samstag beim Führungstreffer von Ingolstadt.

Erhardt, der zuvor den Ball von Staude erobert hatte, ist bei Fischers Flanke von rechts seinem Gegenspieler Salger in dessen Rücken entfleucht und kann, minimal von Lang gestört, den an diesem Treffer nicht die geringste Schuld trifft, per Kopf das – wie wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten – spielentscheidende 1:0 erzielen.

Köllner reagiert, aber das Tor will nicht fallen

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Spiel, bei dem beide Teams ihre taktischen Grundsätze zunächst akribisch weiterverfolgten. Sechzig kontrollierte Ball und Feld über große Teile, Türkgücü nutzte aber jeden Ballverlust der Löwen, um schnell das Mittelfeld überbrückend auf den zweiten Treffer zu drängen.

Mit den Auswechslungen in der 64. Minute stellte Michael Köllner das System um. So kam frischer Wind und mehr Tempo als zuvor ins Spiel unserer Sechzger. Nominell sahen wir, wenn ich das richtig erkannt habe, nun ein 3-5-2, dass sich in der Spitze zum 3-4-3 und gegen den Ball auf 5-4-1 verschob. Das nun höhere Tempo und auch des personelle Übergewicht in der Offensive machte sich ab diesem Zeitpunkt durch viele Szenen in und um den Strafraum der Gäste für die Löwen bemerkbar. Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass damit logischerweise auch gute Kontergelegenheiten für den Gast einhergingen. Marco Hiller im Tor der Löwen machte mehrmals Großchancen der Gastmannschaft zunichte. Zurecht wurde er nach dem Spiel mit der Trophäe für den Spieler des Spiels ausgezeichnet.

Die oben angesprochenen Strafraumszenen der Löwen konnten leider nicht in den verdienten Ausgleichstreffer umgemünzt werden. Torhüter Vollath, die vielbeinige Abwehr in der Box von Türkgücü oder auch einige unüberlegte, überhastete Abschlüsse der Spieler des TSV 1860 München zerstörten den Traum von der Titelverteidigung.

Fazit zum Spiel 1860 München – Türkgücü im Toto-Pokal

Mit hocherhobenem Haupt scheiden die Sechzger gegen eine starke Mannschaft, die drei Tage mehr Regeneration zur Verfügung hatte, aus dem Totopokal aus. Ist das schlimm? Für mich nicht. Die Qualifikation für den DFB Pokal sollten unsere Sechzger auch über die Liga erreichen können. Viel wichtiger als über dieses Spiel nun zu lamentieren ist es nun den Fokus auf die kommenden Spiele zu legen. Der KFC Uerdingen am kommenden Samstag wird den Löwen wieder alles abverlangen. Fokus auf Regeneration und Vorbereitung und dann in Lotte gegen den KFC Vollgas geben, um das Bestmögliche herauszuholen.

In eigener Sache: Nicht meine bzw. unsere Löwenwelt

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In eigener Sache: Nicht meine bzw. unsere Löwenwelt

Beim TSV 1860 im Allgemeinen und bei sechzger.de im Impressum stehender und somit Verantwortlicher bei diesem Projekt, bin ich es gewohnt ein dickes Fell zu benötigen. Den Kopf hinzuhalten für aneckende Meinungen, Beschwerden, evtl. Copyrightverstöße, Angriffsziel von unzähligen Fake-Accounts, Cyber-Attacken (erst gegen sechzger.de, dann auch gegen die Seite von meinem Geschäft) – ja mei.

Heute habe ich jedoch das erste Mal seit längerem wieder ein richtig schlechtes Gefühl. Grund ist die gestrige Diskussion über und später auch mit Michael Hofmann auf Facebook, die meiner Meinung nach völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Ja, es sind schwierige Zeiten. Corona zehrt an unseren Nerven, die Leute brauchen ein Ventil. Versteh ich alles. Man kann auch über das Aus gegen Türkgücü gefrustet sein. Man kann auch diverse alte Auftritte von Michael Hofmann weniger gut finden.

Die Giesinger Gedanken von Thomas Enn kann ich wie jeden Artikel auf sechzger.de vertreten, unabhängig davon ob ich ihm zustimme oder nicht. Viele Leute bei uns – viele Meinungen. Dass Thomas mit „MH im Veitstanz“ nicht die Nervenkrankheit, sondern Tanzwut im Allgemeinen gemeint hat, versteht sich denke ich von selbst.

Rückwirkend betrachtet war diese Bezeichnung dennoch eher unglücklich gewählt. Das gestehe ich aber einem Redakteur der über das Aus gefrustet ist ebenso zu, wie ich Michael Hofmann seine Freude zugestehe über das „zu null“ von seinem Torwart und den Sieg. Bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Mit seinem Eindruck bezüglich der Freude von Michael Hofmann stand Thomas aber auch nicht ganz alleine da, wie zahlreiche Likes und Kommentare zeigen. Auch das sollte man nicht unerwähnt lassen.

Aber die Art und Weise, wie da gestern auf unserer Facebook-Seite „diskutiert“ worden ist – auch von Leuten die ich kenne und schätze – Sorry, das geht gar nicht.

Wenn es nur noch um virtuelle Schwanzvergleiche geht, darum den anderen zu beleidigen und zu demütigen um sich als tollen Hecht und geistig überlegen darzustellen – dann bin ich raus.

„Vereinen statt Spalten“ oder „Gemeinsam für Sechzig“ liest sich in solchen Momenten wie blanker Hohn.

Wir haben auch intern die Diskussion kritisch reflektiert. Noch einmal wird es so etwas von unserer Seite aus nicht geben.

Sorry dafür, wie das aus dem Ruder gelaufen ist. Falls jemand Zweifel haben sollte. Nein, das ist kein Aprilscherz.