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U17 bezwingt den SV Darmstadt 98

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NLZ TSV 1860 U17
Die U17 des TSV 1860 auf dem Trainingsgelände in Giesing

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Am Samstag Vormittag besiegte unsere U17 in der B-Junioren Bundesliga den SV Darmstadt 98 in einer hart umkämpften Partie mit 2:1. Die Löwen begannen die ersten Minuten feldüberlegen, konnten dies aber nicht in zwingende Chancen übersetzen. Die ersten gefährlichen Situationen waren Standards, die fast durchwegs von Kapitän Nathan Wicht getreten wurden. Dies zog sich so über die komplette erste Hälfte hinweg. Sechzig dominierte das Spielgeschehen, kombinierte sehr ansehnlich bis zum gegnerischen Sechzehner, hatte es dann aber schwer gegen die massiv stehende Abwehr der Hessen.

Folgerichtig ging es mit einem 0:0 dann auch in die Kabine, während zeitgleich Profis auf dem Einser-Rasen trainierten. Als sich das Training dem Ende zuneigte, nahm sich Coach Köllner die Zeit und beobachtete die zweite Hälfte von der Seitenlinie aus.

Ein typischer Vorgang für die Löwen im Jahr 2020: Jeder kennt sich und ist interessiert, was im Verein passiert. Köllner spricht einen Spieler der U17 mit Vornamen an und frägt nach dem Spielstand, Spieler des Profikaders erkundigen sich immer wieder nach dem Zwischenstand. Auch Trainer der anderen U-Mannschaften waren zugegen, sowie der GF Finanzen Marc-Nicolai Pfeifer. Man merkt durchwegs eine große Identifikation mit dem Verein.

Aber nun weiter mit Halbzeit zwei und die begann, wie die erste endete: mit einem dominierenden Sechzig. Trotzdem waren es die Lilien, die das erste Tor der Partie erzielten. Ein Pass in den Rückraum, den Luca Kaiser mit seinem 3. Saisontor abschloss.

Die Führung währte allerdings nicht lange. Nähe der linken Eckfahne kam der Ball zu Moritz Rem. Der beförderte den Ball mit einer Bogenlampe in die Mitte und senkte sich am hinteren rechten Kreuzeck über den Torwart Schmidt ins Netz. Ein Treffer aus dem Kuriositätenkabinett mit Potential zum Tor des Monats.

Etwas, das sich auch durchzieht: Comebackqualitäten! Nach Vorlage von Ivan Martinovic erzielte Teo Marosevic sehenswert das 2:1 und sorgte für großen Jubel auf und neben dem (Kunst-)Rasen.

Alles in allem ein hochverdienter Sieg der Schittenhelm-Elf, die den 2. Tabellenplatz der Bundesliga innehat; lediglich die punktgleichen Augsburger stehen (noch) vor den Löwen.

Beeindruckend am Spiel der Junglöwen war vor allem die Kombinationssicherheit. Eröffnet durch die sehr starken Innenverteidiger Lukas Friedrich und Moritz Bangerter, über den kampfstarken und den technisch sehr versierten Kapitän Nathan Wicht konnte das Spiel überzeugen. Wir sind sehr gespannt auf die Entwicklung der Mannschaft.

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Pressekonferenz SpVgg Unterhaching – TSV 1860

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Ist es eigentlich möglich, Michael Köllner nicht sympathisch zu finden? Auch auf der Pressekonferenz nach dem 2:0-Sieg der Löwen im Hachinger Sportpark zeigte sich der Trainer des TSV 1860 wieder sprachlich gewandt und geizte nicht mit Lob – sowohl für den Gegner als auch für sein eigenes Team.

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Zudem erfuhr man, dass Richard Neudecker und Eric Tallig während der Woche gesundheitliche Probleme hatten; für die beiden war die gestrige Witterung sicher alles andere als gesundheitsfördernd. Was uns besonders überrascht: Es soll tatsächlich Dinge geben, die Sascha Mölders nicht kann! Wir sind gespannt, was da nach dem Karriereende des Routiniers alles auf den Tisch kommt… 🙂

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TSV 1860: Mit Auswärtssieg zurück an die Tabellenspitze

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Durch einen ungefährdeten 2:0 Auswärtssieg in Unterhaching steht der TSV 1860 wieder auf Platz 1 der Tabelle! Gegen die harm- und ideenlosen Hachinger reichte den Löwen eine disziplinierte Leistung, um die drei Punkte aus dem Sportpark zu entführen. Die Löwen begannen das Spiel mit Pusic für den verletzten Lex. Außerdem kehrte Steinhart nach seiner gelb-rot Sperre in die Startelf zurück, wofür Klassen weichen musste.

Die Anfangsphase

Die Anfangsphase gehörte den Hachingern, die forsch begannen und die Abwehr der Blauen gleich unter Druck setzten. Hasenhüttl und Dombrowka hatten schnell vielversprechende Einschussmöglichkeiten, die sie aber ungenutzt ließen. Danach sollte von den Bobfahrern nicht mehr viel kommen. Nach etwa zehn Minuten konnten die Löwen das Spiel beruhigen und ihrerseits Druck aufzubauen. Im Gegensatz zu den Vorstädtern nutzten sie eiskalt die erste Gelegenheit. Nach einer von Heinrich per Kopf unzureichend geklärten Neudecker-Ecke kam Geburtstagskind Dennis Dressel aus etwa 13 Metern zum Schuss und brachte die Löwen in Führung (14. Minute). Wer anders als Dressel hätte hier das erste Tor schießen sollen? Damit schoss er die letzten vier Tore gegen Haching in Serie!

Das Führunsgtor beflügelt die Löwen

Das Tor gab den Löwen Aufwind und in der Folge kamen Steinhart zwei Mal und Dressel ein weiteres Mal zu guten Abschlüssen. In dieser Phase hatten die Löwen das Spiel komplett unter Kontrolle und mit etwas mehr Konsequenz im Angriff hätte eventuell das 2:0 fallen können. Leider ließen die Löwen nach und erlaubten den Hachingern, wieder etwas gefährlicher auf das Tor zu kommen. So konnte Schwabl auf Hufnagel flanken, der aber in Rücklage das Tor um einige Meter verfehlte.

Verhaltener Beginn in Halbzeit 2

Es ging also mit einer verdienten Führung in die Pause. Haching-Trainer van Lent war wohl unzufrieden mit den Offensivbemühungen seiner Elf und wechselte Schröter und Marseiler für Hasenhüttl und Heinrich ein. Allerdings brachte das auch nicht viel frischen Wind in den Hachinger Angriff. Ein Fernschuss von Fuchs, der rechts am Tor vorbei ging, war das einzig Nennenswerte.

Irgendwie hatte man das Gefühl, dass die Hachinger die Löwen einschläfern wollten, um dann mit überfallartigen Angfriffen Chancen zu generieren. Die Löwen wurden wurde zwar in manchen Phasen etwas zu passiv, ließen aber im Großen und Ganzen nichts anbrennen. Stattdessen hätten sie ihrerseits mit etwas mehr Konsequenz und Präzision im Abschluss für die Vorentscheidung sorgen können.

Riesige Konterchance für Haching

Die größte Chance der Gastgeber resultierte dann aus einem taktischen Fehler der Blauen. Nach einer Ecke ließen sie einen blitzartigen Konter der Hachinger zu und Marseiler eilte alleine auf Hiller zu. Der Torwart klärte mit astreiner Grätsche etwa 20 Meter vor seinem eigenen Tor (59. Minute). Das hätte auch schief gehen können und Marco Hiller bewahrte Sechzig vor dem Ausgleich. Diese Chance blieb jedoch die Ausnahme und Haching agierte weiter sehr ideenlos.

Sechzig übernimmt wieder die Kontrolle

Der TSV 1860 übernahm nun wieder mehr Spielanteile und kam durch Pusic zu einer weiteren Chance in der 71. Minute. Tallig hatte ihn durch einen schönen Pass in die Gasse in Szene gesetzt. Die nächste Chance zur Vorentscheidung versemmelte Geburtskind Dennis Dressel. Nach einem schweren Fehler von Mantl, der Mölders außerhalb seines Strafraums den Ball mustergültig zupasste, legte Mölders mit herrlicher Übersicht für Dressel auf. Dieser verzog den Ball und hämmerte aus knapp 20 Metern über das leere Tor. Das hätte die Vorentscheidung sein müssen (78. Minute).

Die Schlussphase

In der 84. Minute vergab Pusic erneut freistehend vor Mantl. Eine Minute später machte es dann Sascha Mölders besser. Nach einem langen Ball von Pusic zog der Routinier aus mehr als 20 Metern einfach mal ab und überwandt Mantl zur Entscheidung! Der Ball wurde noch von einem Hachinger Verteidiger abgefälscht.

Bis zum Schlusspfiff passierte nichts Erwähnenswertes mehr und die Löwen konnten den verdienten Auswärtssieg feiern. Aus einer geschlossenen Mannschaft sind kaum Spieler herauszuheben. Dressels eiskaltes 1:0 bei der ersten Torchance sind genauso wie Hillers mutiges Einschreiten vor dem Strafraum als die spielentscheidenden Szenen einzuordnen.

Nach dem Abpfiff:

Die Löwen mit dem obligatorischen Kreis nach dem Abpfiff – und einem kurzen Freudentanz im Hachinger Regen:

In eigener Sache:

Wie bei jedem Auswärtsspiel in der Saison 2020/21 war sechzger.de live vor Ort im Stadion und tickerte – hier könnt ihr unseren Live-Ticker aus Unterhaching noch einmal nachlesen: sechzger.de-Live-Ticker Unterhaching-TSV 1860 München

Kurzbericht: die Löwen holen sich gegen Haching Platz 1 zurück

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Die Löwen sind wieder Tabellenführer!

In einer insgesamt souveränen Partie besiegten die Löwen die SpVgg Unterhaching verdient mit 2:0. Haching startete zunächst etwas besser in die Partie, jedoch waren es die Löwen, die durch Geburtstagskind Dressel nach einer Neudecker-Ecke mit 1:0 in Führung gingen. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Gäste den Spielverlauf im Griff – Haching kam zwar noch ab und an gefährlich vor das Löwentor, Hochkaräter konnten sie sich jedoch nicht herausspielen. Die Löwen überzeugten in der ersten Hälfte durch Biss, Kampfgeist und die nötige Cleverness – ein Fußball-Leckerbissen war die ersten 45 Minuten jedoch von keiner Mannschaft.

In Halbzeit zwei gerieten die Löwen zeitweise unter Druck, als Haching auf den Ausgleich drängte, jedoch erneut ohne ihre Angriffe konsequent zuende zu spielen. Lediglich ein Konter nach einer Löwen-Ecke wurde brandgefährlich, der heraussprintende Hiller klärte höchst riskant aber grandios per Grätsche. Im Anschluss fanden die Löwen immer mehr zurück ins Spiel und konnten sich einige gute Chancen gegen die wacklige Hachinger Abwehr erspielen – agierten jedoch unglücklich auf den letzten Metern.

Sascha Mölders erlöste die Blauen dann schließlich in der 85. Minute durch einen abgefälschten Distanzschuss. Im Anschluss wurden die Minuten heruntergespielt und die Hausherren arbeiteten kräftig an ihrer gelbe-Karten-Bilanz.

Fazit: Ein nur selten gefährdeter und verdienter Sieg der Löwen. Positiv aufgefallen sind heute Geburtstagskind Dressel, Startelf-Debütant Pusic und ganz besonders Neudecker, der aus dem Löwen-Mittelfeld nicht mehr wegzudenken ist.

 

Live-Ticker: SpVgg Unterhaching – TSV 1860 München – Live aus dem Alpenbauer Sportpark

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Am Montag den 26. Oktober spielt der TSV 1860 München am 7. Spieltag der dritten Liga bei der Spielvereinigung Unterhaching. Wie schon bei den Spielen in Meppen, Zwickau & Rostock ist sechzger.de für euch live im Stadion dabei und tickert – dieses mal aus dem Alpenbauer-Sportpark:

Happy Birthday, Dennis Dressel!

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Dennis Dressel wird heute 22 Jahren jung!
Neben Gesundheit und Zufriedenheit wünschen wir von sechzger.de dem gebürtigen Dachauer (und natürlich auch uns) heute Abend drei Punkte in Unterhaching (zu Verfolgen im Liveticker auf sechzger.de).
Dass Dennis “Haching kann” hat er vor fast auf den Tag vier Monaten bewiesen, als er beim 3:0 über die Vorstädter alle Treffer erzielte und einen echten Traumtag erwischte. Sein erstes Tor für die Löwenprofis schoss die sympathische Nummer 14 am 24. November letzten Jahres gegen die kleinen Roten – dem ersten Spiel von Michael Köllner auf der Trainerbank des TSV 1860.
Vor 21 Jahren, genau elf Tage nachdem auf Dennis’ Geburtstagskuchen die erste Kerze gebrannt hatte, kam es übrigens zum ersten und einzigen Bundesliga-Sieg der Löwen gegen Unterhaching – damals im ersten Duell im Oberhaus vor 31.000 Zuschauern im Olympiastadion.
Beste Vorzeichen für einen erfolgreichen Geburtstagsauftritt heute Abend im Hachinger Sportpark!

Happy Birthday, Dennis!

Kommentar zum Zuschauerausschluss in Haching

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Ein Kommentar von Thomas Enn

Ich gebe es zu: mein ganzer Körper und Geist lechzen nach einem Stadionbesuch. Seit meinem ersten Stadionbesuch als 7-jähriger Bub lag nie eine so große Zeitspanne zwischen zwei Stadionbesuchen wie jetzt. Und ein Ende ist nicht absehbar. Mir fehlen zwei Stunden brutales Schwarz und Weiß in der Woche, die Mannschaft anfeuern, den Schiri kritisieren, die Gegner auspfeifen, die Biere mit den Freunden vor und nach dem Spiel. Und vieles mehr.

Als dann am Freitag die Nachricht kam, dass Unterhaching Zuschauer zulässt, war mein erster Reflex natürlich: „Wie komme ich an eine Karte?“. Und so geht es wahrlich nicht nur mir, sondern vielen meiner Freunde bei Sechzig und noch ungezählten weiteren Fußballfans in ganz Deutschland.

Nun hat man sich in Unterhaching bzw. im Landkreis München doch entschieden, das Spiel nicht vor Zuschauern auszutragen. Trotz des oben beschriebenen kalten Entzugs finde ich die Entscheidung nachvollziehbar. Aus meiner persönlichen Warte nicht gut, aber sehr nachvollziehbar.

Die Inzidenzwerte für Stadt und Landkreis München liegen nun im extra neu definierten dunkelroten Bereich bei über 100. Das Infektionsgeschehen ist ehrlicherweise kaum mehr nachverfolgbar und durch die R-Ziffer über 1 breitet sich die Pandemie noch weiter aus. Nach dazu sind wir in Oberbayern eine der am schlimmsten betroffenen Regionen.

Da muss ein Fußballspiel nicht vor Zuschauern stattfinden. Auch wenn das Hygiene-Konzept, die Abstände der Zuschauer im Stadion, geregelter Ein- und Auslass etc. sehr überzeugend wirken, wäre die Durchführung vor Zuschauern für mich ein falsches Signal. In der aktuellen Phase der Pandemie geht es darum, Kontakte zwischen Menschen zu minimieren, Menschenaufläufe zu vermeiden und Risiken soweit wie möglich zu reduzieren. Beim Fußball bleiben Restrisiken wie Toiletten, Essens- und Getränkestände sowie – trotz aller Vorkehrungen – bei An- und Abreise. Da sollten wir als Fußballfans die Kröte schlucken und mit gutem Beispiel vorangehen. Denn je früher diese Pandemie überstanden ist, desto früher können WIR ALLE wieder in Stadion, zusammen singen und auf drei Punkte anstoßen.

Wenn wir mit jedoch gutem Beispiel vorangehen, können wir das auch von allen anderen erwarten. Eine Herbstdult in der Au, ein (noch dazu zeitlich verlängerter) Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone sowie Theater- und Opernaufführungen passen einfach nicht in die Zeit und sollten daher auch abgesagt werden. Auch unverantwortliche Veranstalter wie solche der Fetischparty am Wochenende in Berlin tragen nicht gerade zu einer Entspannung der Situation bei.

Ich glaube, dass ein Großteil der Unzufriedenheit der Bevölkerung durch diesen Wirrwarr an teilweise nicht nachvollziehbaren Regelungen entsteht. Die Verabschiedung einheitlicher Regelungen sind in einem föderalistischen Land wie Deutschland, noch dazu mit unterschiedlich starkem Infektionsgeschehen, sicher nicht einfach – eine Schwäche des Föderalismus und ein Fehler, die Entscheidungskompetenz in einer solchen Ausnahmesituation nicht an den Bund übertragen zu haben. Es ist jedoch kaum nachvollziehbar, dass in Rostock und Dresden bis zu 10.000 Zuschauer ins Stadion gelassen werden, woanders nicht einmal 500. Es müssen also einheitliche Regeln gefunden werden, um auch Wettbewerbsnachteile für die Vereine, denen keine Zuschauer genehmigt werden, zu vermeiden. Der Fußball sollte hier allgemein mit gutem Beispiel voran gehen, denn die aktuelle Situation ist natürlich auch für Standlbetreiber, Theaterschaffende, Kinobesitzer und viele andere Berufsgruppen existenzbedrohend. Sollte es die Politik nicht schaffen, sich auf gemeinsame Regeln zu einigen, wären DFL/DFB in der Lage und gefordert, dies zumindest für den Fußball anzuordnen.

Ich habe da auch keine Musterlösung parat, aber die Summe der Ausnahmen zur Einschränkung von Kontakten scheinen mir ein großer Treiber der Infektionszahlen zu sein. Je schneller wir das durch eine möglichst rigorose Beschränkung nicht absoluter notwendiger Kontakte einschränken können, umso schneller werden wir wieder in den normalen Modus kommen und es wird uns allen besser gehen.

Daher finde ich es nachvollziehbar heute in Unterhaching ohne Zuschauer zu spielen, obwohl ich es mir persönlich anders wünschen würde. Aber als Fußballfans können wir verlangen, dass auch andere Teile der Bevölkerung ihr Scherflein zur Eindämmung der Pandemie beitragen und Politik und Verwaltung stringente Regelungen erlassen.

Selbstverständlich kann man das aber auch anders sehen – und auch redaktionsintern sind wir uns da nicht einig, wie man anhand des Kommentars von Stephan Tempel am 23.10. erkennen kann.

 

 

Keine Zuschauer in Unterhaching!

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

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Es ist nicht so, als hätte uns die Nachricht sonderlich überrascht, aber schmerzhaft ist sie allemal: Das Match der Löwen heute Abend bei der SpVgg Unterhaching wird vor leeren Rängen stattfinden, Zuschauer sind also nicht zugelassen!

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Selbstverständlich bedauern wir diese Entscheidung sehr und fanden den Vorstoß der Vorstädter durchaus gelungen. Die gestiegenen Inzidenzwerte im Landkreis München innerhalb der letzten Tage sorgten nun jedoch für eine Kehrtwende. sechzger.de wird dennoch live für Euch aus dem Sportpark tickern.

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Wer das Spiel in Bewegtbild verfolgen möchte, sei auf Magenta TV verwiesen, da es keine Übertragung im Free-TV geben wird. Wir wünschen Michael Köllner und seinem Team alles Gute und hoffen, dass er die Taktik der Spielvereinigung im Vorfeld bestens lesen und seine Truppe entsprechend einstellen konnte.

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Foto: Anne Wild

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Sechzig um Sieben: Auf in die Vorstadt!

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Für all jene Fußballfreunde, die – warum auch immer – die finanzielle Situation der SpVgg Unterhaching im Auge haben, ist der heutige Abend ein besonders bitterer. Denn wenn man an die beiden jüngsten Drittligagastspiele des TSV 1860 im vorstädtischen Sportpark zurückdenkt, dann bleibt natürlich vor allem die Kulisse (und die daraus resultierende Einnahme für die Hachinger), die die Löwenfans dort aufstellten deutlich in Erinnerung. Rund 2.700 Zuschauer bevölkern normalerweise bei einem durchschnittlichen Ligakick den Sportpark. Wenn die Löwen kommen sind es mehr als fünfmal so viele, die die Kassen klingen lassen.

Immerhin 1.500 Zuschauer werden – nach aktuellem Stand, der sich ja in diesen Zeiten stündlich und entscheidend ändern kann – dem Spiel heute Abend live beiwohnen. Ob die gute Idee einiger Löwenfans, sich das Heimspiel der SpVgg gegen Meppen vor zwei Wochen anzusehen (oder sollte man sagen: anzutun), um in der Folge die Chance zu erhöhen auch an Tickets für heute Abend zu gelangen, zum Erfolg führen wird, ist uns nicht bekannt. Auf der Website der Rot-Blauen wurde auf alle Fälle am Freitag Mittag, als bekannt  war, dass zu diesem Spiel Zuschauer zugelassen sein werden, kommuniziert, dass nur rot-blaue Dauerkartenbesitzer Zutritt erhalten werden. Wir von sechzger.de sind aber auf jeden Fall für Euch vor Ort und werden – wie in allen bisherigen Auswärtsspielen der Saison – tickern und Euch mit Bilder versorgen. Unsere Haltung zu der Entscheidung im Münchner Landkreis, eine begrenzte Besucherzahl bei einem Fußballspiel im Freien zuzulassen, haben wir bereits am Freitag Nachmittag hier kommentiert.

Bei den beiden bisherigen Drittligaauftritten im Hachinger Sportpark wurde die anwesende weißblaue Anhängerschar für ihr zahlreiches Erscheinen jeweils belohnt: Sowohl im Herbst 2018 (1:1), als auch im Dezember 2019 (2:3) wusste das Löwenteam dort zu überzeugen und konnte jeweils Zählbares mit nach Giesing nehmen. Besonders spektakulär ging es beim letzten Auftritt zu, als Sascha Mölders in der Nachspielzeit vor der Gästekurve den Siegtreffer markierte und dann in der Ecke zur Gegentribüne die Bierdusche der enthusiastischen Anhänger entgegennahm.

Dieses Ereignis war vor knapp elf Monaten gleichzeitig das erste Auswärtsspiel mit den Löwen für den damals neuen Coach Michael Köllner. Der Löwendompteur erinnert sich noch sehr gut an seine beiden ersten Spiele für 1860 Ende 2019, als zunächst eine sehr gute zweite Halbzeit gegen die Amateure aus der Säbenerstraße gezeigt wurde und dann besagter Lastminute-Sieg in Unterhaching die Löwenfans, wie Köllner es ausdrückt „in Extase versetzte“. Dieses Spiel wird – nach seiner Aussage – auf ewig in seiner Erinnerung bleiben. Da dürfte es jenen Anhängern, die am 1. Dezember 2019 dabei waren, genauso gehen.

Der Blick auf die Statistik der Duelle mit dem aktuellen Kontrahenten, den Ihr von den Vorberichten auf sechzger.de üblicherweise gewohnt seid, wurde bereits zum letzten Heimspiel gegen Haching Ende Juni ausführlich dargestellt. Da das Web nichts vergisst, verweise ich an dieser Stelle einfach auf den entsprechenden Absatz im Vorbericht vom damaligen souveränen 3:0-Sieg, bei dem speziell Dennis Dressel mit seinem Dreierpack alle Löwen vor den TV-Geräten zu begeistern wusste. Trotz der guten Ergebnisse in den letzten eineinhalb Jahren ist unsere Bilanz gegen Haching weiterhin niederschmetternd und bedarf dringender weiterer Korrektur. Mit einem Dreier heute Abend könnten wir im 32. Pflichtspiel gegen die Vorstädter den zehnten Erfolg erringen – das wäre dann schon der fünfte Sieg über den Schwabl-Club seit dem Aufstieg in die 3. Liga, inklusive der Totopokalschlacht aus dem Oktober 2019.

Tagesaktuell treffen heute Abend zwei (leicht) angeschlagene Gegner aufeinander: Unsere Löwen haben in der englischen Woche zwar durchaus Anerkennung für die Leistung gegen den 1. FC Saarbrücken erhalten, die erste Saisonniederlage gegen den Aufsteiger schmerzte dennoch oder gerade deshalb. Die Münchner Vorstädter blicken gar auf zwei Pleiten in Folge zurück (parallel zu den Löwen am Mittwoch Abend gegen Duisburg und am vergangenen Sonntag ebenfalls gegen die Saarländer mit einem Gegentor in letzter Minute). Nach verpatztem Auftakt in Zwickau, aber zwischenzeitlich drei Siegen in Folge wähnte sich die SpVgg schon auf dem Weg nach oben. Gleichwohl in diesen Vorberichten die schlimmsten Fußballphrasen vermieden werden sollen, kann sich der Verfasser an dieser Stelle die Formulierung vom „richtungsweisenden Montagabendspiel“ nicht verkneifen: Mit einem Sieg wäre Haching tabellarisch wieder vorn dabei und würde auch uns Löwen überholen. Mit der dritten Pleite in Serie müsste man sich wohl langsam nach unten orientieren. Ähnliches gilt für den TSV 1860. Wobei wir mit einem Sieg mit zwei Toren Differenz sogar wieder die Tabellenspitze erklimmen könnten.

Traditionell stehen bei den Duellen – auch hier und heute wird von mir der Begriff „Derby“ tunlichst vermieden – zwischen diesen beiden Kontrahenten Akteure auf dem Feld, die bereits für beide Vereine die Fußballstiefel geschnürt haben. Besonders hervorzuheben ist aus dieser Kategorie der in den letzten Monaten stark aufspielende Markus Schwabl. Der Sohn des Hachinger Präsidenten, der auf der rechten Außenbahn zu großer Form aufläuft, hatte obendrein auch schon das Vergnügen unter Löwencoach Michael Köllner zu trainieren. Der Löwentrainer erinnert sich, dass Schwabl, ein „guter Typ“, wie er sagt, als 16- oder 17jähriger  in der Bayernauswahl spielte, die Köllner damals betreute. Aus seiner Nürnberger Zeit kennt Köllner von den rot-blauen Akteuren, die heute Abend auf dem Feld stehen werden, auch noch Lukas Hufnagel und Alexander Fuchs, aus Fürth Paul Grauschopf. Man darf gespannt sein, wer am Montag kurz vor neun mehr Freude am Wiedersehen hatte: Der Coach oder seine diversen ehemaligen Schützlinge.

Die Sonntagsspiele der dritten Liga

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Saarbrücken – Verl 1:2

Nach seinem 1:2-Sieg bei uns unter der Woche musste der 1.FC Saarbrücken als letztes Team der dritten Liga die erste Saisonniederlage einstecken. Die beiden Aufsteiger lieferten sich ein abwechslungsreiches Spiel vor corona-bedingt leeren Rängen im Ludwigspark. Nach seinem starken Auftritt in Giesing am Mittwoch brachte Torhüter Batz seine Mannschaft auf die Verliererstraße. Bei einem Ausflug ins Mittelfeld wurde er von Janjic attackiert und schlug den Ball zum Verler Yildirim, der Uaferro ausspielte und den Ball ins verwaiste Tor zum 0:1 schoss (36. Minute). Nach der Pause hatten die Verler durch Yildirim die Chance, die Führung auszubauen (51. Minute). In der 59. Minute bügelte Batz dann seinen Fehler durch eine Traumparade wieder aus und verhinderte das vorentscheidende 0:2. Im Gegenzug konnten die Saarbrücker etwas gegen den Spielverlauf ausgleichen. Nach einer Flanke von rechts stellte Barylla auf 1:1 (61. Minute). Danach ging der Spielfluss – auch durch einige Auswechslungen bedingt – etwas verloren. Die Schlussphase hatte es dann wieder in sich. Beide Teams vergaben jeweils zwei gute Chance auf den Führungstreffer. In der 84. Minute konnte Janjic dann nach einer Ecke zum 1:2 einköpfen. Saarbrücken drückte noch mit Mann und Maus und kam durch Jacob in der 87. Minute noch zur letzten Ausgleichschance, die Brüseke im Verler Tor aber vereiteln konnte.

Seitenstraße II – Waldhof 2:0

Die Jungmillionäre aus der Seitenstrasse konnten den SV Waldhof mit 2:0 besiegen. Wobei die Waldhöfer das ganze Spiel über eigentlich höhere Spielanteile besaßen und nur vergaßen, die Tore zu schießen. So war es Kühn, der mit dem Pausenpfiff das 1:0 für die Roten erzielte. Als die Mannheimer im zweiten Durchgang weitere Chancen liegen ließen, besorgte Vita in der 74. Minute nach Steilpass von Dajaku (das ist der sympathische junge Mann mit der 7, Ihr erinnert Euch?) das 2:0. Damit war der Widerstand der Blau-Schwarzen gebrochen und die Seitenstraße konnte den Sieg unbedrängt nach Hause bringen.

Was bedeutet das für die Löwen?

Die Tabelle ist schon wieder unglaublich eng: mit einem Sieg mit zwei oder mehr Toren Vorsprung können die Löwen wieder an die Tabellenspitze springen. Im Falle einer Niederlage stünde der TSV nur auf Platz 8. Auch wenn wir erst den 7. Spieltag haben, werden schon Big Points vergeben, die in der Endabrechnung ganz wichtig sein können. Wir hoffen, dass Sechzig morgen nicht mit leeren Händen nach Hause kommt und in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen bleibt.

Nachher könnt Ihr Euch über die taktische Ausrichtung der Bobfahrer in unserer Taktiktafel schlau machen. Bernd Winninger hat wieder alle Register gezogen, um auszuleuchten, was von den Vorstädtern zu erwarten ist. Außerdem werden wir Euch morgen Abend wieder mit allen Infos aus dem Sportpark in unserem Liveticker versorgen. Bis spätestens morgen!