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3. Liga am Mittwoch: 1. FC Kaiserslautern – FSV Zwickau

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Abiama Teufel Deadline Day
Abiama Teufel Deadline Day

Mittwoch Nachmittag, 17 Uhr. Weil heute Abend wieder in der Champions League der Ball rollt, muss die 3. Liga bereits zu einer Uhrzeit ran, wenn der ein oder andere noch im Büro sitzt oder im Home Office die Tastatur bearbeitet. Auf dem Betzenberg duellierten sich dabei der abstiegsbedrohte 1. FC Kaiserslautern und der FSV Zwickau.

1. FC Kaiserslautern – FSV Zwickau

Viermal wurde der 1. FC Kaiserslautern in seiner ruhmreichen Geschichte Deutscher Meister. Das erste Mal im Jahr 1951 mit Fritz Walter, das letzte Mal vor gerade mal 23 Jahren im Sommer 1998. Eigentlich gar nicht so lange her, oder? Jetzt aber stehen die Roten Teufel mit dem Rücken zur Wand und auf einem Abstiegsplatz in der 3. Liga. Drei Punkte mussten her gegen den FSV Zwickau – egal wie!

Torchancen hüben wie drüben

Entsprechend engagiert ging der FCK von Beginn an zu Werke. Man spürte regelrecht, wie heiß Kaiserslautern auf den Dreier war, die besseren Chancen boten sich zunächst jedoch den Gästen aus Zwickau. Zunächst scheiterte König per Kopf an Spahic (4.), später Starke ebenfalls per Kopf an der Latte (19.). Auf der Gegenseite prüfte Ritter FSV-Schlussmann Brinkies, der den abgefälschten Ball bravourös abwehrte (24.). Nach der folgenden Ecke die nächste Glanztat des Zwickauer Keepers, der Götzes Schuss aus Nahdistanz aus dem Eck fischte.

Auch Ex-Löwe Marvin (“komm, wir gehen”) Pourié scheiterte nach einer halben Stunde am bis dahin überragenden Torhüter des FSV. Zwickau indes blieb ebenfalls gefährlich und Spahic musste gegen Morris Schröter sein ganzes Können aufbieten (33.). Statt 3:3 stand es also weiterhin 0:0 in dieser für neutrale Zuschauer sehr ansehnlichen Partie. Daran änderte auch Marco Schikora nichts, der kurz vor der Pause aus sieben Metern relativ unbedrängt das Tor der Lauterer verfehlte.

Starke trifft für den FSV

Nach dem Seitenwechsel setzten die Sachsen die ersten offensiven Akzente, während der FCK etwas ratlos wirkte. Trainer Marco Antwerpen war alles andere als amused und nahm in der 55. Minute einen Doppelwechsel vor: Sessa und Gözütok kamen für Ritter und Ouahim. Half aber auch nichts, denn in der 60. Minute brachten die Gäste endlich und verdient Zählbares auf die Anzeigetafel. Der namibische Nationalspieler Manfred Starke nahm von der Strafraumgrenze maß und traf unhaltbar zum 0:1. Ein weiterer fieser Nackenschlag für den ohnhin krisengeschüttelten 1. FC Kaiserslautern.

Kaiserslautern dreht die Partie

Doch die Roten Teufel zeigten Moral und kamen aus dem Nichts zum Ausgleich. Sessa scheiterte noch an Brinkies, doch Philipp Hercher staubte aus spitzem Winkel zum 1:1 ab (64.). Lautern wollte jetzt mehr und kam glücklich zum 2:1. Zuck brachte die Kugel scharf in die Mitte, wo die beiden Zwickauer Nkansah und Brinkies für ein kurioses Eigentor (70.) sorgten. Dem FCK wars egal, denn plötzlich führten sie und hatten den wichtigen Dreier vor Augen. Allerdings erwies der eingewechselte Gözütok seinem Team einen Bärendienst und streckte seinen Gegenspieler in bester Karate Kid-Manier nieder. Klar Rot (76.)!

Später Ausgleich von Zwickau

Nur zwei Minuten später packte FCK-Kapitän Zimmer die Blutgrätsche aus und war mit Gelb bestens bedient. Es war ordentlich Feuer in der Partie und Kaiserslautern goss reichlich Benzin nach. Erst nach ein paar Minuten beruhigten sich die Gemüter wieder ein wenig, der Kampf überwog jedoch auch weiterhin. In der Schlussphase wackelten die Roten Teufel, aber sie fielen nicht – bis zur fünften Minute der Nachspielzeit. Dann traf Stanic zum 2:2 für die Elf von Joe Enochs und der Schiedsrichter pfiff gar nicht mehr an… Das anschließende Handgemenge auf dem Platz war ähnlich unterhaltsam wie das Match!

Corona: Stadt München reicht Konzept für Europameisterschaft ein

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Allianz Arena München 1860
In der Allianz Arena wurde der TSV 1860 nie wirklich heimisch. Wen wunderts?

Im Juni und Juli sollen insgesamt vier Spiele der Europameisterschaft in München stattfinden. Unter anderem wird das deutsche Team seine Gruppenspiele gegen Frankreich (15.06.), Portugal (19.06.) und Ungarn (23.06.) in der Arena in Fröttmaning austragen. Die Stadt München hat nun ein Konzept eingereicht, wie sie die Partien der EM zu Zeiten von Corona durchführen möchte. Hat dies auch Auswirkungen auf den TSV 1860?

Europameisterschaft in München

Mit dieser fristgerechten Einreichung bleibt München also vorerst im Rennen um die Ausrichtung der besagten Partien. Zum jetzigen Zeitpunkt beinhaltet dieses Konzept jedoch noch keine Garantie, dass dann tatsächlich Zuschauer in die Arena dürfen, wenn der Ball rollt. Diese Bestätigung wird die UEFA jedoch zeitnah von den Gastgeberstädten einforden, munkelt man. Oberbürgermeister Dieter Reiter stellt dazu treffend fest:

“Es ist zum jetzigen Zeitpunkt schlicht nicht möglich, eine Aussage darüber zu treffen, ob es das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie zulässt, im Juni Zuschauer zuzulassen oder nicht.”

Man wird sehen, inwieweit die UEFA dieser Argumentation folgen wird… Der Verband möchte bis Ende April eine Entscheidung über das Format der derzeit in zwölf Ländern geplanten EM fällen, die vom 11. Juni bis 11. Juli gespielt werden soll. Sollte es bis dahin nicht möglich sein, zumindest die Teilzulassung von Zuschauern zu garantieren, droht die UEFA den gastgebenden Städten mit dem EM-Aus.

Zuschauer in der Arena?

Geht die Stadt München das Risiko ein, “ihre” EM-Spiele zu verlieren? Wirft man sämtliche bisher getroffenen Entscheidungen über den Haufen, um den Anforderungen der UEFA gerecht zu werden? Verbandspräsident Aleksander Ceferin stellt klar:

“Jeder Ausrichter muss garantieren, dass Fans zu den Spielen dürfen. Die Option, dass irgendein Spiel der EM ohne Fans ausgetragen wird, ist vom Tisch.”

Es dürfte spannend werden…

Was bedeutet das für den TSV 1860?

Auf den ersten Blick ist die EM für uns Löwenfans weit weg. Zwar sollte Jogi Löw natürlich unbedingt in Erwägung ziehen, Sascha Mölders endlich mal zu nominieren, aber ansonsten gibt es wenige Berührungspunkte.

Dennoch hätte eine Entscheidung für die (Teil-)Zulassung von Zuschauern durchaus auch Auswirkungen auf den TSV 1860. Denn wie möchte die Stadt München Geisterspiele für die Münchner Profiklubs verargumentieren, wenn man gleichzeitig die Arena-Pforten für Fußballfans aus Europa und der ganzen Welt öffnet, die sich Spiele der Europameisterschaft ansehen wollen? Kann die EM somit indirekt dafür sorgen, dass wir auch bald wieder ins Grünwalder Stadion dürfen?

Bild: pixabay.com

 

sechzger.de Talk, Folge 3: der SC Verl und der Wimpel

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sechzger.de Talk: SC Verl und der Wimpel

Am 24.11.2020 gastierte der TSV 1860 München im Rahmen des 12.Spieltags in Paderborn. Der Gegner damals war der SC Verl und konnte als Aufsteiger ein 1:1-Unentschieden gegen die Löwen erreichen. Kurz vor Anpfiff spielte allerdings ein Wimpel eine besondere Rolle und sechzger.de war daran nicht ganz unbeteiligt…

Der SC Verl und der Wimpel: Gastfreundschaft erwidert

Der Aufsteiger präsentierte sich rund um das Spiel in einer Englischen Woche als toller Gastgeber. Zunächst erkundigte sich der Fanbetreuer des Sportclubs nach Prinz Eisenherz, was diesem schlussendlich einen Schal des Vereins einbrachte. Außerdem ist es beim SC Verl üblich, dass dem gegnerischen Kapitän bei der Platzwahl ein Wimpel des Vereins überreicht wird. Diese Geste hatte ein Redakteur von sechzger.de bemerkt und die Löwen vorgewarnt. So konnte man beim Auswärtsspiel in Paderborn mit einem Wimpel des TSV 1860 glänzen.

Wie es genau dazu kam, erzählen wir euch heute in unserem dritten Teil des sechzger.de Talks. Weitere Themen sind:

  • das Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen
  • Geisterspiele im Allgemeinen
  • Sascha Mölders
  • Vorschau auf das Spiel TSV 1860 : SC Verl

sechzger.de Talk Folge 3

Wie immer freuen wir uns über euer Feedback. Gerne hier in den Kommentaren oder bei Youtube. Für sonstige Anfragen findet ihr unsere Kontaktdaten im Impressum.

TSV 1860 e.V.: Bibliographie zu Abteilungen und Sport- & Spielstätten

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Erst kürzlich haben wir davon berichtet, dass die Abteilung Vereinsgeschichte das Postermagazin LÖWENBLICK herausbringen wird. Im Hintergrund ist die erst 2020 gegründete Sparte jedoch weiter aktiv und hat nun auf der Homepage des Vereins eine Bibliographie zu den Abteilungen und Sport- & Spielstätten des TSV 1860 München veröffentlicht.

Knapp 161 Jahre Geschichte

Im Mai wird der TSV 1860 seinen 161. Geburtstag feiern. Es gibt also massenhaft Geschichten zu erzählen rund um unsere geliebten Löwen. Kaum ein Verein hat so viele Ups and Downs erlebt wie der TSV und zieht die Menschen doch (oder deswegen?) so sehr in den Bann. Das schlägt sich auch in der Anzahl der Publikationen über den TSV 1860 nieder. Eins steht fest: Mit der Auflistung der Veröffentlichungen rund um die Löwen hat sich die Abteilung Vereinsgeschichte ein Mammutprojekt aufgehalst!

Bibliographie des TSV 1860

Aktuell ist die auf der Homepage des TSV 1860 e.V. aufgelistete Bibliographie selbstverständlich noch lückenhaft. Kein Wunder bei der Masse an Büchern rund um die Löwen. Und genau hier stellt sich bereits die erste Frage: Welche Publikation ist denn überhaupt für eine Aufnahme in die Liste qualifiziert? Dass Bücher wie das Löwen Kompendium (Thorsten Ruinys), Kultstätte an der Grünwalder Straße (Roman Beer), Mein Verein für alle Zeit (Anne Wild & Ralph Drechsel) oder das 1860 München Tattoobuch (Maik Lange & Andreas Schmied) dort erscheinen, liegt auf der Hand.

Wie aber sieht es beispielsweise mit den Bibliographien von Peter Pacult (Einer von Euch – Der Löwe aus Wien) oder Florian Hinterberger (Er will halt nur Fußball spielen) aus? Diese haben zwar den TSV 1860 nicht als Hauptthema, beschäftigen sich jedoch ausführlich mit Münchens großer Liebe.

Es gibt viel zu tun…

Einerseits sind die Mitglieder der Abteilung Vereinsgeschichte also nicht zu beneiden. Andererseits gibts aber doch kaum was Schöneres, als sich so intensiv mit unserem TSV 1860 und seiner ereignisreichen Historie zu beschäftigen, oder? Wenn Ihr bei der Komplettierung der Bibliographie mithelfen wollt, findet Ihr HIER die Kontaktdaten.

Sechzig um sieben: Wenig Neuigkeiten rund um unsere Löwen

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Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe

Guten Morgen, blauer Teil von München! Es ist Mittwoch und die Woche nimmt langsam Fahrt auf. Nur nicht das Geschehen um den TSV 1860 München. Auch gestern gab es keine bahnbrechenden Neuigkeiten rund um unsere Löwen. Das Training am frühen Nachmittag und die Konzentration auf die Aufholjagd im Aufstiegsrennen scheinen oberste Priorität an der Grünwalder Straße zu haben. Gut so!

Türkgücü – TSV 1860 München live im BR

Das übernächste Spiel unserer Löwen (auswärts bei Türkgücü im Olympiastadion) wird am 17. April ab 14:00 im BR übertragen. Wie die offizielle Homepage berichtet, spielten die Löwen das letzte Mal ziemlich genau vor 16 Jahren im Olympiastadion. Allerdings damals ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Meine nostalgischen Gefühle halten sich in engen Grenzen.

Sechzger-Spiel des Monats

Unser Historiker Thomas Bolender hat tief in den Archiven gekramt und präsentiert Euch am morgigen Donnerstag sein Sechzger-Spiel des Monats. Dieses Mal nimmt er Euch mit auf eine Zeitreise in das Jahr 1951. Seid gespannt!

Sechzger.de Talk

Unser neues Format Sechzger.de Talk wird im Laufe des Tages mit seiner dritten Episode erscheinen. Einige unserer Redakteure diskutieren das letzte Spiel in Lotte/Uerdingen, die Rolle von Sascha Mölders und wagen einen Ausblick auf das Heimspiel gegen Verl. Garniert ist das Ganze mit der ein oder anderen netten Anekdote!

News aus der dritten Liga

Nachholspiel Lautern-Zwickau findet trotz Corona Fall statt

Obwohl es gestern bei den roten Teufeln im Rahmen der verschärften Corona-Tests einen positiven Fall gab, wird das Nachholspiel am Mittwoch gegen den FSV Zwickau stattfinden. Der betroffene Spieler wurde nicht bekannt gegeben. Wenn das Spiel durchgeführt wird, sind alle offenen Nachholspiele absolviert und alle Mannschaften haben dann 30 Spiele absolviert.

Löhmannsröben bleibt in Rostock

Jan Botox – äh – Löhmannsröben bleibt auf Grund einer Option in seinem Vertrag ein weiteres Jahr beim FC Hansa an der Ostsee wie der Spieler in einem Interview mit der Bild bestätigte.

Damit geht Ihr gut informiert in den Tag! Bleibt gesund und schaut wieder bei sechzger.de rein, um Euch die oben genannten Schmankerl anzuschauen. Außerdem erfahrt Ihr alle Neuigkeiten rund um unsere Löwen und die dritte Liga bei uns. BLAU BLEIBEN!

Sechzig @18:60: News vom TSV 1860 und aus der 3.Liga

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TSV 1860 München am Abend: die Zusammenfassung bei Sechzig @18:60

Guten Abend, Löwenfans! Nachden es nicht nur beim TSV 1860 München, sondern auch bei sechzger.de etwas ruhiger zuging am Osterwochenende, nehmen wir langsam wieder Fahrt auf. Bei Sechzig @18:60 gibt es jetzt die Zusammenfassung des Tages und die News aus der 3.Liga.

Der TSV 1860 und die Allianz Arena

Seit der Rückkehr nach Giesing ins Grünwalder Stadion ist die Allianz Arena eher selten Thema bei den Löwen gewesen. In der nun veröffentlichten dritten Folge des Podcasts Inside1860 dreht sich allerdings alles um das Stadion in Fröttmanning. Dabei kommen diverse Protagonisten von damals zu Wort und liefern erstaunliche Erkenntnisse. Allein diese Folge liefert spannende Erkenntnisse – Grund genug, um sich auf die weiteren fünf Folgen zu freuen.

Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern

Aktuell ruht der Ball in den bayerischen Amateurligen noch. Doch es muss unter anderem bis zum Sommer ein Vertreter bestimmt werden, der gegen einen Verein aus der Regionalliga Nord in der Relegation antritt. Wer sich Hoffnungen auf einen möglichen Auftstieg in die 3.Liga machen darf und wann der Spielbetrieb weiter gehen könnte (bzw. ab wann sicher nicht mehr), erfahrt ihr hier.

Ein Löwe wird “Spieler des Tages” im kicker

29 Spiele, 18 Tore und 22 Scorerpunkte – das ist die Bilanz von Sascha Mölders in der bisherigen Saison 2020/21 in der 3.Liga. Für den 36-Jährigen liegt die Fußballer-Rente offensichtlich noch in weiter Ferne. Nach der Gala-Vorstellung gegen Mannheim am 15.Spieltag inklusive Hattrick wurde der Toptorjäger der Löwen nun zum zweiten Mal als “Spieler des Tages” im Fachmagazin kicker ausgezeichnet.

Kantersieg des TSV 1860 München

Heute vor 25 Jahren schenkten die Löwen dem damaligen Gegner kräftig ein. Gleich fünf Tore konnten die Zuschauer bestaunen und hinten behielt Keeper Meier zudem die weiße Weste. Ein rundum gelungener Tag!

News aus der 3.Liga

Neuer Trainer in Saarbrücken

Nachdem Lukas Kwasniok sich zuletzt in einem Interview mit dem kicker durchaus noch einen Verbleib auf der Trainerbank des 1.FC Saarbrücken vorstellten konnte, wurde nun sein Nachfolger ab dem Sommer bekannt gegeben. Der 49-Jährige Uwe Koschinat beerbt den 39-Jährigen Kwasniok, der seit Dezember 2019 die Geschicke des FCS leitet. Koschinat bringt über 350 Spiele Erfahrung von seinen bisherigen Stationen TuS Koblenz, Fortuna Köln und zuletzt dem SV Sandhausen mit ins Saarland. Als Spieler war der gebürtige Koblenzer vor allem beim ortsansässigen Turn und Sportverein aktiv, bevor er im Sommer 2004 seine Karriere beendete.

Rot für Pusch?

Es lief die 30.Minute im Duell mit dem KFC Uerdingen, als Richard Neudecker plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht im Mittelfeld auf dem Boden lag. Kolja Pusch, einziger Stürmer der Krefelder, war ihm im Kampf um den Ball übel auf das Sprunggelenk gestiegen. Sicherlich kann man dem 28-Jährigen hier keine böse Absicht unterstellen, dennoch wunderte sich so mancher Löwenfan am heimischen Fernsehgerät über die Farbe der gezückten Karte von Schiedsrichter Lukas Benen. Der Unparteiische hatte die Situation schlichtweg nicht gesehen. Dennoch wäre Rot die richtige Entscheidung gewesen, wie jetzt auch der ehemalige Schiedsrichter Babak Rafati bei liga3-online entschied.

Heute vor 25 Jahren: TSV 1860 schlägt den HSV mit 5:0!

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TSV 1860 Löwen Historie

Die Saison 1995/96 war die zweite Spielzeit der Löwen in der 1. Bundesliga nach dem direkten Durchmarsch aus der Bayernliga. Umso erstaunlicher, dass das Team von Werner Lorant zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr geriet und am Ende gar den 8. Tabellenplatz erreichte. Heute vor 25 Jahren schickte der TSV 1860 den HSV mit einer 5:0-Packung zurück in der Norden. Überragender Spieler auf dem Platz war Libero Bernhard Trares!

Erste Saison auf dem Oberwiesenfeld

Die Löwen schwammen damals auf einer Erfolgs- und Euphoriewelle. Werner Lorant führte den TSV 1860 von der Bayern- in die Bundesliga. Dort wurde gegen alle Wetten die Klasse gehalten und eine zukunftsträchtige Mannschaft aufgebaut. Spieler wie Nowak, Jeremies, Stevic, Borimirov und Heldt hatten sich zu den etablierten Miller, Trares, Winkler, Berg etc. gesellt und formten ein schlagkräftiges Team. Der Funke sprang über – trotz des Umzugs aus dem Grünwalder Stadion ins weite Rund des Olympiastadions. Dies lag jedoch nicht zuletzt daran, dass die sportlichen Leistungen passten. So wurde beispielsweise der SC Freiburg mit 3:0 besiegt, Borussia Mönchengladbach gar mit 4:0.

TSV 1860 demontiert den HSV

Den höchsten Saisonsieg feierten die Löwen jedoch heute vor 25 Jahren. Der HSV wusste gar nicht wie ihm geschieht und wurde vom TSV 1860 regelrecht überrollt. Angetrieben vom überragenden Bernhard Trares fegten die Weiß-Blauen nur so über die Norddeutschen hinweg. Obwohl Piotr Nowak verletzungsbedingt fehlte und Bernhard Winkler bereits nach sechs Minuten mit Muskefaserriß vom Platz musste, spielten sich die Löwen in einen Rausch. Dennoch dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Horst Heldt per Elfmeter Zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Der selbe Spieler ließ noch vor der Pause den zweiten Treffer folgen und danach brachen beim HSV alle Dämme.

Der eine Minute zuvor eingewechselte Borimirov sorgte für das 3:0, bevor Trares und Cerny den 5:0-Endstand herstellten. 33.400 Zuschauer waren hellauf begeistert. Zum nächsten Heimspiel gegen den KFC Uerdingen kamen dennoch “nur” 24.100 Fans ins Olympiastadion…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant schenkte am 06.04.1996 folgenden Spielern das Vetrauen:

Meier – Miller, Trares, Hamann – Cerny, Jeremies (70. Kutschera), Stevic, Schwabl, Heldt – Winkler (6. Rydlewicz), Bodden (67. Borimirov)

Tore:
1:0 Heldt (26., Elfmeter), 2:0 Heldt (42.), 3:0 Borimirov (68.), 4:0 Trares (72.), 5:0 Cerny (85.)

kicker: Sascha Mölders mit Note 1 “Spieler des Tages”

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Es gibt so Tage, da klappt einfach alles. So einen Tag erwischten die Löwen am vergangenen Samstag im Stadion am Lotter Kreuz gegen den KFC Uerdingen. Dreieinhalb Chancen, drei Tore und mittendrin Routinier Sascha Mölders. Zweimal wurde der Goalgetter von Erik Tallig bedient, zweimal vollstreckte SM9 eiskalt. Das brachte ihm im kicker die Note 1 und die Ernennung zum “Spieler des Tages” ein.

Schon wieder getroffen: Der Löwenschütze vom Dienst

kicker ehrt Mölders

In seiner Begründung schreibt das Sportmagazin:

“Und wieder machte der Älteste den Unterschied. Sascha Mölders hat erklärt, sich im Herbst seiner Karriere noch mal in der 2. Liga beweisen zu wollen. Und wie ein Zweitligaspieler führte er seine Löwen zum 3:1 beim KFC Uerdingen. Wuchtiger Kopfball zum 2:0, akrobatischer Seitfallzieher zum 3:0 – fertig war der Oster-Dreier und auch die Rückkehr in den Kreis der Aufstiegsanwärter. Mölders ist 36 Jahre alt und erzielte sein 18. Saisontor. Häufiger (19 Tore) hat er nur im Aufstiegsjahr getroffen.”

Es wäre natürlich ein Traum, wenn der gebürtige Essener die Löwen mit seinen Toren in die Zweitklassigkeit zurückführen könnte. Seine Chancen, am Saisonende die kicker-Torjägerkanone abzustauben, steigen mit solchen Leistungen indes von Woche zu Woche!

Kurz vor Schluß verließ der Spieler des Tages im Tausch gegen den nicht einmal halb so alten Lorenz Knöferl das Feld im Lotter Sportpark

Auch Belkahia in “Elf des Tages”

Neben Sascha Mölders wurde auch der zweite Torschütze des TSV 1860, Semi Belkahia, in die “Elf des Tages” gewählt. Der Innenverteidiger hatte die Löwen bereits nach drei Minuten mit seinem zweiten Saisontor in Führung gebracht. Wie gut, dass der Vertrag des 22-Jährigen erst kürzlich verlängert wurde, denn mit starken Auftritten wie am Samstag werden sicherlich Begehrlichkeiten von anderen Clubs geweckt. Besonders bemerkenswert ist der Werdegang Belkahias besonders, wenn man bedenkt, dass seine Profi-Karriere laut Trainer Michael Köllner kurz vor der Winterpause noch am seidenen Faden hing.

Weitere Ex-Löwen nominiert

Mit Moritz Stoppelkamp (MSV Duisburg) und Marvin Pourié (1. FC Kaiserslautern) wurden zwei weitere Spieler in die “Elf des Tages” berufen, die eine Vergangenheit beim TSV 1860 haben. Am häufigsten nominiert (jeweils sieben Mal) wurden im Saisonverlauf bislang Nico Neindhart (Hansa Rostock) und Sercan Sararer (Türkgücü).

Beitragsbild: TSV 1860

Aufstieg in die 3. Liga: Wie geht es weiter in der Regionalliga Bayern?

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Die Saison der 3. Liga ist auf die Zielgerade eingebogen und der TSV 1860 liegt aussichtsreich auf dem 4. Tabellenplatz. Ganz anders sieht es eine Etage tiefer, in der Regionalliga Bayern, aus. Dort ruht der Ball noch immer und auch die Frage, wer für den Aufstieg in Frage kommt, ist noch unbeantwortet.

Wer steigt auf?

Fünf Regionalligen gibt es derzeit im deutschen Ligensystem, aus denen vier Aufsteiger in die 3. Liga ermittelt werden. Während die Spielzeiten in den Staffeln West und Südwest sportlich zu Ende gebracht werden und die Saison im Nordosten unmittelbar vor dem Abbruch steht (Aufsteiger Viktoria Berlin?), ist im Norden und in Bayern noch nicht klar, wie es weitergehen wird und welche Mannschaften um den Aufstieg spielen werden. Zudem müssen die Vertreter der beiden letztgenannten Staffeln noch gegeneinander ausspielen, wer nächste Saison an der 3. Liga teilnehmen darf.

Aufstieg aus der Regionalliga Bayern

Angesichts der derzeitigen Inzidenzwerte ist davon auszugehen, dass die Saison in der Regionalliga Bayern nicht mehr fortgesetzt wird. Der BFV setzte als zeitliches Limit den 3. Mai, bis zu dem der uneingeschränkte Trainingsbetrieb wieder hergestellt sein müsste. Stand jetzt utopisch!

In Bayern soll der Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation gegen den Nord-Meister über Play-Offs zwischen Viktoria Aschaffenburg, der SpVgg Bayreuth und dem 1. FC Schweinfurt 05 ermittelt werden. Diese drei Vereine hatten auch eine Lizenz für die 3. Liga beantragt und wären bereit und könnten sich ab Mitte Mai in Hin- und Rückspiel duellieren, so es denn der Pandemieverlauf zulässt. Die Oldschdod und die Schnüdel sind bereits wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen, bei der Viktoria wird das in Kürze ebenfalls der Fall sein. Die beiden Partien gegen den Meister aus dem Norden könnten zwischen dem 5. und 12. Juni stattfinden – aber auch diese Termine sind (natürlich) noch nicht bestätigt.

Verwirrung im Norden

Noch etwas verwirrender stellt sich die Situation im Norden dar. Dort sind gleich vier Bundesländer (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen) in die Entscheidungen involviert, wer wann und wo spielen darf. Aktuell gibt es noch diverse Szenarien, welche Teams aus der Regionalliga Nord sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die 3. Liga machen dürfen.

Long story short: Im Endeffekt wird es wohl darauf hinauslaufen, dass entweder der TSV Havelse oder Teutonia Ottensen gegen den bayerischen Vertreter sein Glück versuchen darf.

 

Wildmoser junior: Wir hatten ja gar keine Mittel für die Arena!

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Allianz Arena TSV 1860

Während Uli Hoeneß die Allianz Arena noch heute als “allerallergrößte Chance” der Löwen erachtet, “wenn sie die richtig genutzt hätten”, stellt Karl-Heinz Wildmoser junior den Bau des Stadions in Fröttmaning in der Retrospektive deutlich anders dar. In der dritten Folge des überaus hörenswerten Podcasts Inside 1860 (zu finden bei FYEO) offenbart er, dass sich der TSV 1860 München die Arena nie hätte leisten können.

Münchner Donald Trump

Diese Meinung vertraten bereits damals, also vor dem ominösen Bürgerentscheid, viele Löwenfans und gingen auf die Barrikaden. Auch Christian Waggershauser, Betreiber der Muffathalle, interessierte sich unter Präsident Karl-Heinz Wildmoser immer mehr für die Vereinspolitik des TSV 1860 und kam in Sachen Arena zu dem Schluss:

“Wenn ein Milliardär und ein Hartz IV-Empfänger entscheiden, wir ziehen jetzt zusammen und der Millardär sagt “Ich hab da was”… Das war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil jeder, der rechnen kann, der konnte es sich selber ausrechnen.”

Überhaupt sah er den Präsidenten schon damals sehr kritisch. Natürlich sei es legitim, die Kontakte, die Wildmoser über 1860 knüpfen konnte, für sich selber gewinnbringend einzusetzen. Waggershauser wirft dem Großgastronomen jedoch vor, dabei die Bodenständigkeit verloren zu haben. Zu diesem Fazit kommen auch die beiden SZ-Redakteure Markus Schäflein und Philipp Schneider, die Wildmoser gar als “Münchner Donald Trump” und “Tycoon des Wirtshaus-Business” bezeichnen.

Wildmoser als One Man-Show

In der Folge kritisiert Waggershauser auch weitere Gremien der Löwen der damaligen Zeit, die es versäumten, Wildmoser einzubremsen. So hätte man in der Frage der Beteiligung am Arenabau auf jeden Fall ein “best case”- und ein “worst case”-Szenario berücksichtigen müssen. Auch Christian Ude bestätigte, dass Wildmoser eine One Man-Show, ein Alleinherrscher war. Ude war damals übrigens nicht nur Münchner Oberbürgermeister, sondern saß auch im Aufsichtsrat des TSV 1860. Er wolle “Wildmoser gar nicht negativ darstellen”, so Ude, aber “selbst die Stellvertreter hatten nichts zu sagen. Wildmoser hat gemacht, was er wollte.”

“Wir haben alles zusammen entschieden.”

Auch die Geschäftsführung, sowohl bei den Löwen als auch in der Stadion GmbH, stellte sich Wildmosers (über-?)ambitionierten Plänen nicht in den Weg. Kein Wunder, denn diese lag damals beim Sohn des Präsidenten, Karl-Heinz Wildmoser jun., liebevoll “Heinzi” genannt.

Dieser bezeichnete das Verhältnis zu seinem Vater als sehr gut und eng, da man jeden Tag zusammen gewesen sei und an einem Schreibtisch zusammen gearbeitet habe.

“Wir haben alle Sachen zusammen entschieden. (…) Wir waren Familie und Geschäftspartner (…) und sicher auch Freunde.”

Noch heute schwärmt Heinzi von der Rhetorik und Ausstrahlung seines Vaters und bezeichnet ihn als “Vorbild”, später – als es um das zerrüttete Verhältnis geht – jedoch auch als “Egomanen”. Zudem bestreitet er, dass er von seinem Vater als Geschäftsführer des TSV 1860 eingesetzt worden sei. Dies sei auf Geheiß des Aufsichtrats geschehen. Auch der FC Bayern habe diese Personalie wohlwollend unterstützt. Die SZ-Journalisten fassen aber treffend zusammen, dass Wildmoser jun. den Job “natürlich nicht bekommen hätte, wenn sein Vater nicht Präsident gewesen wäre”.

Leichte Herzbeklemmungen

Als es um die Finanzierung der Arena ging, wurde Wildmoser jun. ziemlich bald klar, dass da Welten aufeinander treffen.

“Ich war tief beeindruckt, als ich die Verträge des FC Bayern lesen durfte. Wo es um die Finanzierung ging, da habe ich leichte Herzbeklemmungen bekommen, weil ich mir gedacht hab: Oh, Sechzig ist echt klein!”

Dennoch verneint Wildmoser jun. doch sehr vehement, dass es die Eitelkeit und der Größenwahn seines Vaters waren, die die Löwen trotzdem in das Arena-Projekt einsteigen ließen. Man wollte sich weiterentwickeln, auch international. Diese Vision habe Wildmoser sen. mit den Gremien geteilt.

Wildmoser jun.: Wir hatten keine Mittel für die Arena!

Der Junior bezeichnet die Zusammenarbeit mit dem FC Bayern als “sehr erfolgreich” und resümiert, dass es den Löwen damals entgegen kam, dass man in Sachen Arena unter Zeitdruck stand. Ob Einnahmen aus den Logen (beider Vereine) oder Namensrechte – alles sei zu 100 % in die Stadion GmbH und die Finanzierung der Arena geflossen. Konkret: Der FC Bayern hätte dadurch den TSV 1860 massiv subventioniert. Oder wie Wildmoser jun. es ausdrückt:

“Die Bayern hätten uns das Stadion bezahlt, unseren Anteil. Das Eigenkapital, damit überhaupt so eine Finanzierung möglich ist, hat der FC Bayern gestellt. Wir hatten ja gar keine Mittel. Wir haben die Mittel gebraucht für den Sport.”

Man einigte sich damals darauf, dass die Löwen ihren Anteil zurückzahlen sollen, sobald sie flüssig sind. Spitzen Idee!

Europarecht vs FC Bayern

Selbstverständlich war der Nachbar aus der Seitenstraße nur so semi-begeistert von diesem fragilen Konstrukt, konnte aber gar nicht anders, als mit dem TSV 1860 gemeinsame Sache zu machen. Der ehemalige OB Christian Ude machte dies den beiden Präsidenten Beckenbauer und Wildmoser sen. ziemlich deutlich und verwies auf das Europarecht, nach dem “eine öffentliche Ausgabe, die nur einem Wirtschaftsunternehmen zugute kommt, eine unzulässige Förderung” sei. Dabei bezieht sich Ude auf die Infrastruktur, also die neue Autobahnausfahrt und die neue U-Bahn-Station – also rund 210 Millionen Euro.

Heißt: Ohne den TSV 1860 hätte es keine Arena gegeben! Der FC Bayern musste also die bittere Pille schlucken und die Löwen mit ins (Schlauch-)Boot nehmen… Dessen war sich Wildmoser bewusst und setzte es als Druckmittel gegenüber dem Geschäftspartner ein. Dass auf die Löwen aber dennoch irgendwann eine gewaltige Rechnung zukommen würde, hat er dabei jedoch gekonnt ausgeblendet…

Kein Plan B

Die Frage der Finanzierung stellte auch Christian Ude in einer Aufsichtsratsitzung, zumal es sportlich zunehmend bescheiden lief. Es hagelte einen Sturm der Empörung:

“Das gibt es nicht! Wir bleiben in der 1. Liga!”

Klasse Plan, oder?

Der Junior als Einzeltäter?

Erstaunlich zudem, dass es die SZ tatsächlich wagt, die Alleinschuld von Wildmoser jun. in der Korruptionsaffäre rund um die Arena in Frage zu stellen. Mehr wollen wir dazu aber gar nicht verraten – hört es Euch an!