Der TSV 1860 München spielt heute bei Viktoria Köln – Anpfiff ist um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg in Köln. Unser Live-Ticker startet heute bereits um 06:48 Uhr – aus dem ICE nach Köln.
Endstand: 2:1
Unabhängiges Fanportal - von Löwenfans für Löwenfans
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Der TSV 1860 München spielt heute bei Viktoria Köln – Anpfiff ist um 14:00 Uhr im Sportpark Höhenberg in Köln. Unser Live-Ticker startet heute bereits um 06:48 Uhr – aus dem ICE nach Köln.
Endstand: 2:1
Erst zum zweiten Mal in der langen Fußballgeschichte des TSV 1860 reist heute ein weißblaues Team zu einem Auswärtsspiel zun FC Viktoria Köln und ebenfalls zum zweiten Mal sind die bekanntermaßen sehr reisefreudigen Löwenfans zum Zuhausebleiben verdammt. Der Sportpark Höhenberg bleibt für die allermeisten Sechzger ein weißer Fleck auf der ansonsten bunt gefärbten Fußballlandkarte der Republik. Wer hätte so eine Entwicklung erwartet, als sich die Viktoria im Sommer 2019 – quasi im Tausch gegen den Lokalrivalen Fortuna – anschickte, die 3. Liga mit ihrer Anwesenheit zu bereichern?
Die Bilanz zwischen den heutigen Opponenten ist logischerweise schnell erzählt: In den beiden bisherigen Spielen in der vergangenen Saison konnten die Löwen zunächst mit einem 4:2 die Punkte in Giesing behalten – der letzte Auftritt von Daniel Bierofka an der Seitenlinie. Mitte Juni diesen Jahres unterlag 1860 dann mit 0:2 am Rhein. Nach der Heimpleite gegen Rostock am Wochenende zuvor bedeutete die erneute Schlappe (zum ersten und bis heute einzigen Mal, dass unter Michael Köllner zwei Niederlagen in Serie zu Buche standen) eigentlich fast schon das Ende der kühnen Aufstiegsträume des Corona-Frühsommers 2020. Eigentlich… Denn da in der verrückten 3. Liga auch in der vergangenen Saison jeder jeden schlagen konnte und sich mitunter auch anschickte, dies zu tun, keimte kurz vor dem Saisonfinale doch nochmal Hoffnung auf eine Qualifikation der Löwen für die 2. Liga auf. Bekanntermaßen vergeblich. Für den Gegner war der damalige Sieg über Sechzig ein extrem wichtiger Befreiungsschlag im Abstiegskampf, in den man nach einem starken Saisonstart hineingerutscht war.
Heuer sehen die Ambitionen in der Domstadt anders aus: Viktoria Köln ist in seine zweite Drittligasaison mit einigen Vorschusslorbeeren gestartet: Sieben Trainer der Konkurrenz trauten vor der Saison den Rechtsrheinischen einen Platz unter den ersten drei zu. Nur Dynamo Dresden und der FC Ingolstadt hatten zu dem Zeitpunkt – und wohl auch jetzt, Anfang Dezember – noch mehr Übungsleiter der Konkurrenz auf ihrem Aufstiegszettel. Die starke Einschätzung der Kölner hat natürlich Gründe: Die Viktoria konnte sich vor dieser Saison namhaft verstärken: Aus der Pfalz kam für 275.000 EURO Mittelstürmer Timmy Thiele an den Rhein, der in der Vorsaison immerhin zehn Treffer für den FCK erzielt hatte. Von den beiden Zweitligaabsteigern Dresden und Wiesbaden wurden Rene Klingenburg und Jeremias Lorch für das Mittelfeld verpflichtet. Vom benachbarten 1. FC Köln wurde der bundesligaerfahrene Marcel Risse ausgeliehen, der nach einer längeren Verletzungspause nun langsam Fahrt aufnimmt. Ebenfalls Bundesligaerfahrung aus Bremen und Freiburg bringt Torhüter Sebastian Mielitz mit, der im Sommer aus der 1. Liga Dänemarks zur Viktoria wechselte.
Aktuell wird das Team von Trainer Pavel Dotchev den hohen Erwartungen noch nicht ganz gerecht: Von den sechs Auftritten in Höhenberg konnten nur der dritte und der vierte gewonnen werden (gegen Ingolstadt und die kleinen Roten), gegen die Aufsteiger aus Lübeck und Saarbrücken setzte es dann zwei Pleiten und zuletzt sprang gegen das eigentlich zuletzt schwächelnde Zwickau nur ein Remis heraus – wie schon bei der Heimpremiere Ende September gegen Wiesbaden. An des Gegners Platz machte die Viktoria bei den drei derzeitigen Schlusslichtern der Tabelle ihrem Namen Ehre und siegte (in Magdeburg, Meppen und Duisburg). In Rostock gab es Ende Oktober mit 5:1 ordentlich was auf die Mütze und auch letzten Samstag reiste man aus Halle ohne Zählbares zurück nach Köln. Die Wut über den Auftritt in Sachsen-Anhalt bekam direkt nach dem Spiel das Kabinen-Interieur vor Ort zu spüren – wollen wir hoffen, dass nicht auch noch unsere Löwen heute den aufgestauten Ärger der Viktoria persönlich erleben müssen.
Die Kölner gehören übrigens – wie der TSV 1860 – zu jenen sieben glücklichen Vertretern der Liga, deren Saison bislang noch gänzlich ohne Corona-bedingte Spielabsage verlaufen ist. Wenn wir richtig mitgezählt haben, waren die beiden nächsten Spiele des FSV Zwickau an diesem und am kommenden Wochenende die Absagen Nummer 13 und 14 der laufenden Spielzeit. Und sicher nicht die letzten…
Wie schon im Juni fliegen die Löwen auch heute Vormittag wieder ohne Dennis Dressel nach Köln. War es damals noch eine schöpferische Pause, die dem Dachauer vom Coach verordnet wurde, ist diesmal die Rote Karte aus dem Spiel gegen Türk Gücü dafür verantwortlich.
Wer Dressel ersetzen wird – Michael Köllner verriet es gestern Vormittag in der LÖWENRUNDE noch nicht – und ob später dann einer der beiden Kontrahenten heute seine Serie von vier sieglosen Spielen beenden kann, ob also die Gastgeber in der Tabelle an den Gästen vorbeiziehen können oder ob die Löwen die Viktoria auf Distanz halten und selbst an der Spitzengruppe der Liga dranbleiben – das alles erfahrt Ihr wie immer im sechzger.de-Liveticker. Wir freuen uns auf Eure Aufmerksamkeit!
Foto: Liga3-news
Die (wahrscheinlich) wichtigste Nachricht der heutigen LÖWENRUNDE, bei der der schreibenden und sendenden Zunft neben Michael Köllner und Günter Gorenzel heute auch Stephan Salger in der Zoom-Konferenz zur Verfügung stand, betraf Martin Pusic. Es gab “einen Vorfall in Pusic’ Privatleben”, wie sich der Sportdirektor ausdrückte, weshalb der Stürmer der Mannschaft bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen wird. Aus nachvollziehbaren Gründen gab es dazu keinen weiteren Kommentar und es wurden auch keine Fragen dazu beantwortet.
Michael Köllner freute sich sichtlich, dass seine Formulierung vom “komplizierten Spiel” betreffend den letzten Auftritt im Juni bei der Kölner Viktoria in der PK von sechzger.de aufgegriffen wurde und er präzisierte, warum dieser Gegner aus seiner Sicht auch diesmal eine ganz schwierige Aufgabe darstellt: “Eine spielstarke Mannschaft, die sehr ballbesitzorientiert und stark auf individuelle Qualität ausgelegt ist.” Nachdem Köllner zuletzt seine Ankündigung, aus der vergangenen Englischen Woche neun Punkte holen zu wollen, medial vorgehalten worden war, reagierte er auf die Frage nach der erwarteten realisitischen Punkteausbeute für die vier bis Weihnachten verbleibenden Spiele diplomatisch. Er bleibe dabei, dass seine Mannschaft jeden Gegner schlagen könne: “Es wäre fatal, sich jetzt hinzustellen und zu sagen, in Lautern haben wir keine Chance und gegen Wiesbaden spielen wir unentschieden.” Unter dem Strich verzichtet der Löwendompteur aber lieber auf Prognosen in die Zukunft und bevorzugt die Konzentration auf den nächsten Gegner. Dessen Trainer Pavel Dotchev lobte Köllner in der Pressekonferenz in höchsten Tönen. Der Rekordtrainer der 3. Liga (261 Spiele an der Seitenlinie) beeindrucke ihn unter anderem darin, dass er nach dem Spiel immer “sofort wieder völlig heruntergekühlt” sei. “Das wünsche ich mir manchmal auch.” ergänzte er schmunzelnd. Darüber hinaus attestierte der Oberpfälzer dem Bulgaren einen sehr guten menschlichen Zugang zu seinen Spielern: “Sowas gefällt mir.”
Stephan Salger schilderte sein Ankommen in München seit dem Sommer – unter den Bedingungen der Pandemie – als sehr herzlich, aber er bedauerte, dass dies alles “in einem sehr kleinen Kreis” stattgefunden habe. “Ich weiß ja welche Strahlkraft Sechzig hat und finde es sauschade, dass keine Zuschauer im Stadion sind.” Seine Rolle in der Mannschaft sieht Salger als Vorbild und Säule, an der sich junge Spieler orientieren können. Dass es dabei auch einmal darauf ankommt, den Druck von Außen zu übernehmen, ist für den 30jährigen kein Problem. Die von einem Fragesteller in der Pressekonferenz ins Spiel gebrachten angeblichen “Defizite im Luftduell” in der Innenverteidigung der Löwen wies Salger allerdings vehement zurück. Er sagte, er erinnere sich überhaupt nur an zwei Gegentore nach Kopfbällen in dieser Saison und hob hervor, dass das 1:1 gegen Türk Gücü aus einem Stellungsfehler resultierte, den er auf seine Kappe nimmt. Womit er der Rolle des “gestandenen Spielers”, die er ausfüllen möchte, gleich direkt gerecht wurde.
Unabhängig von den negativen Erfahrungen auf der Flugreise zum Spiel gegen Verl in Paderborn wird der Löwentross morgen Vormittag erneut mit einer privaten Maschine von Manching aus gen Westen abheben.
Wer morgen Nachmittag und dann in einer Woche gegen Waldhof Mannheim den rotgesperrten Dennis Dressel ersetzen soll, verriet der Löwencoach am Freitag Mittag noch nicht. Er nannte aber drei Namen, aus welchen sich Schlüsse auf die morgige Aufstellung ziehen lassen könnten: Fabian Greilinger, der – wie Köllner nochmal hervorhob – gegen Türk Gücü “ein richtig gutes Spiel gemacht hat”, Erik Tallig, der dem Coach speziell in der Unterzahlsituation gut gefallen hat, als es darum ging, den Punkt zu sichern. Und Leon Klaasen, der nach sechs Kadernominierungen ohne jede Spielzeit am Samstag in der 80. Minute wieder einmal eingewechselt worden war. Der Name von Djayo Ngounou fiel in diesem Zusammenhang übrigens nicht.
Freitag – das Wochenende und somit auch das nächste Spiel unserer Löwen steht kurz bevor. Der heutige Tag dreht sich bereits voll und ganz um die morgige Partie im Sportpark Höhenberg.
TAKTIKTAFEL
Wie gewohnt hat sich Bernd Winninger mit unserem kommenden Gegner aus taktischer Sicht beschäftigt. Pünktlich zum Mittagessen könnt ihr lesen, was am Samstag auf uns zukommt.
LÖWENRUNDE
Die Pressekonferenz mit Coach Michael Köllner steht ebenso als mittlerweile fester Bestandteil in unserem Programm. Die neuesten Erkenntnisse gibt´s dann frisch im Anschluss hier auf sechzger.de
Interview mit Pavel Dotchev
In Zeiten von Corona sind Interviews nicht mehr ganz so einfach umsetzbar wie sonst. Dennoch haben wir eine entsprechende Anfrage nach Köln geschickt. Dank der Unterstützung der Kölner Presseabteilung ist es uns gelungen, dem Trainer vorab exklusiv einige Fragen zu stellen. Was Dotchev über die Medien, Köllner und unsere Mannschaft sagt? Wir sagen es euch noch heute!
Expertentipps
Dieses Mal haben Björn Ziegenbein und Patrick Lindner ihre Tipps exklusiv für sechzger.de abgegeben. Beim Blick aus dem Wohnzimmer von letzterem verspüren wohl nicht wenige Löwenfans eine gewisse Eifersucht…
Training
Nach einer erneuten Videoanalyse bittet unser Trainer die Mannschaft mittags zum Abschlusstraining. Zeitlich genau perfekt, um die Anmerkungen aus der TAKTIKTAFEL umzusetzen. 🙂
Der 14.Spieltag der 3.Liga
Los geht es heute Abend mit der Partie Magdeburg – Meppen zur Löwen-Primetime (Anpfiff 18:60 Uhr).
Fast schon zur Tagesordnung gehört auch die folgende Meldung: die nächsten beiden Spiele mit Beteiligung des FSV Zwickau werden verschoben, da sich das Team der Sachsen in Quarantäne befindet. Ein Spielbetrieb ist erst wieder ab dem 14.Dezember möglich.