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Giesinger Gedanken zum Umgang mit Rassismus

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GWS beim SPiel gegen Cottbus 25/26

Natürlich würde ich an dieser Stelle gerne über den souveränen 3:0-Heimsieg der Löwen gegen Cottbus schreiben, über eine stabile Defensive, Kampfeswillen, kreative Andeutungen nach vorne und taktisch ausgefeilte Wechsel. Ferner hätte ich gerne Einschätzungen zur Lautstärke der Beschallungsanlage und der längerfristigen Bestellung von Manfred Paula auf eine führende Position in der KGaA abgegeben. Doch leider scheint mir das nach den rassistischen Beleidigungen gegen den Spieler Justin Butler und weiteren Vorkommnissen auf den Rängen des Grünwalder Stadions nicht möglich.

Insbesondere der Umgang mit der Thematik, den verschiedene Personen direkt im Stadion, als auch im Nachgang in diversen Kommentarspalten im Internet an den Tag legten und immer noch legen ist moralisch verwerflich, aber leider nicht unerwartet. Darum möchte ich dieses Forum nutzen, um einige Gedanken zu diesem Thema aufzuschreiben.

“Und jetzt wurde uns alles versaut…”

Einlassungen wie diese habe ich im Nachgang des Spiels von verschiedenen Seiten gehört. Was die Löwenfans einte, war der Unmut über den zumindest teilweise verleideten Samstag. Der Sieg war etwas in den Hintergrund gerückt. Die einen ärgerten sich über den Rassisten aus Block F1, die anderen darüber, dass “so viel Aufhebens gemacht wurde”. Die zugrundeliegende Einstellung, die zu diesen Einschätzungen führt, hat mich seit Abpfiff des Spiels beschäftigt.

Als größtes Problem an den Geschehnissen wird die indirekte Auswirkung auf größtenteils weiße Fußballfans benannt. Die direkte Auswirkung auf den betroffenen schwarzen Spieler wird hingegen nicht thematisiert. Ganz zu schweigen von der indirekten Wirkung auf andere nicht-weiße Personen im Fußball oder den gesellschaftlichen Missständen, welche Räume schaffen, in denen es in Ordnung scheint, rassistische Äußerungen zu tätigen.

Natürlich ist das ein schwieriges Thema. Viele werden diese Punkte schon implizit vorausgesetzt haben oder wollten sich im Rahmen des Spieltags nicht tiefer mit der Thematik auseinandersetzen. Trotzdem sollte man in diesem Punkt wahrscheinlich einmal die eigenen Prioritäten reflektieren. Justin Butler wollte sich an diesem Tag vermutlich auch nicht in dieser Art mit seiner Hautfarbe auseinandersetzen, möglich war dies nicht…

“Da hätte man ja früher jedes Spiel abbrechen müssen”

Diese Relativierung geisterte am Samstag besonders häufig durch den Löwenkosmos und war oft begleitet von einer Relativierung der Relativierung. Heutzutage sei das natürlich nicht mehr in Ordnung – ernsthafte Folgen dürfte eine solche Tat, welche dadurch als Lappalie abgetan wird, aber auch nicht haben.

Der Hintergrund dieser Argumentationsketten ist mir nicht bekannt, wahrscheinlich möchte man sein eigenes Verhalten und die „guten alten Zeiten“ lieber in der Verklärung belassen als einen kritischen Blick zurück zu werfen. Aus ethischer Sicht – radikal konsequentalistische Ansätze einmal ausgenommen – sind z.B. Affenlaute jedoch nie rechtfertigbar. Ob eine Handlung geahndet wird oder nicht, darf in ihrer Bewertung keinen Eingang finden und genau deshalb spielt eine zeitliche oder kontextuelle Komponente in der moralischen Bewertung keine Rolle.

Warum ist Rassismus schlimm?

Die besonders Abgebrühten unter den Relativierer*innen werfen oft noch hinterher, dass man als Spieler Beleidigungen doch abkönnen müsse und dies (zu einem gewissen Grad) dazu gehöre. Doch unterscheiden sich rassistische Ausfälle in ihrer Qualität doch wesentlich von anderen Verunglimpfungen. Eine Erklärung der amoralischen Natur von Rassismus (und auch anderen Arten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit) sollte eigentlich nicht notwendig sein. Das sagt zumindest mein Bauchgefühl und normalerweise auch der gesunde Menschenverstand. Diese Kapazitäten scheinen aber bei Manchen auszusetzen, wenn es um die Reflexion eigener Verhaltensweisen und latenter gesellschaftlicher Strukturen geht.

Der Angriff in rassistischer Form erfolgt aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Gruppe, für die man nicht verantwortlich ist. Gleichzeitig ist damit eine Verletzung der Menschenwürde verbunden, die gegen den menschlichen Gleichheitsgrundsatz verstößt. Am Samstag wurden durch die Affenlaute die Menschlichkeit des Spielers und seine Gleichwertigkeit mit dem Zuschauer (hier als Vertreter der Gruppe weißer Menschen) mindestens in Frage gestellt. Als Autorität zur Begründung des Ideals der Menschenwürde kann man nicht nur das Grundgesetz heranziehen. Auch religiöse Ideale, philosophische Ideen Immanuel Kants oder praktische Lehren aus Völkermord und Holocaust untermauern diesen Grundsatz, wenn er denn nicht schon intuitiv als erhaltenswert erscheinen sollte.

Weiters geschieht durch rassistisches Verhalten auch noch eine Ent-Individualisierung der betroffenen Person, die nicht mehr als eigenständiger Mensch, sondern nur noch als Zugehörige*r einer abstrakten, marginalisierten Gruppe gesehen wird. Wie groß ist immer wieder die Empörung, wenn Fußball/Löwenfans in der Presse pauschal verurteilt oder angegriffen werden…

Entmenschlichung als Grenze

Mit der Entmenschlichung ist eine Grenze überschritten, ab der man nicht mehr Weghören darf und als Betroffener sicherlich auch nicht kann. Insbesondere im Bezug auf Rassismus implizieren solche Anfeindungen auch immer mögliche Folgen, von denen die tödlichen praktischen Auswirkungen solcher Ideologien auf der ganzen Welt zeugen. Falls es in Reaktion auf solche Vorkommnisse dann also keine gravierenden Konsequenzen gibt – wofür ich eine längere Unterbrechung nur teilweise halte – befördert man die Persistenz und Akzeptanz von (latenten) rassistischen Verhaltensweisen. Dass sich deren Geistes Kinder im GWS leider nicht grundsätzlich unwohl fühlen, zeigen weitere Vorkommnisse während des Spiels (inklusive Hitlergruß), die zur Entfernung von mindestens vier weiteren Personen aus dem Stadion führten.

Ernsthafte Folgen

Taten wie diese sind die Spitze des Eisberges aus rassistischen Ressentiments und Einstellungen, die sich durch unsere Gesellschaft ziehen und von denen sich niemand – mich selbstverständlich eingeschlossen – komplett freisprechen kann. Diese wirken als Teil der Alltagsrealität und werden erst bei zufälliger oder bewusster Reflexion offenbar. Bestärkt werden diese durch Erziehung, den öffentlichen Diskurs und den notwendigen Drang nach Komplexitätsreduktion der im sozialen Leben unabdingbar ist.

So wenig irgendjemand einzeln verantwortlich für diese Probleme ist, so wenig kann eine einzelne Person sie lösen. Wenn jeder einen kleinen Teil dazu beiträgt, ist Veränderung aber möglich – und auch nötig. Man darf nämlich nicht vergessen, dass diese Einstellungen und Vorurteile für die betroffenen Menschen reale Auswirkungen haben, sei es auf dem Arbeits- oder Wohnungsmarkt, im Verhältnis und Umgang mit Staat und Behörden, sowie im sozialen Leben.

“Nazis raus”

Am Samstag wurde in Reaktion auf die Vorfälle von vielen Menschen im Stadion die Parole „Nazis raus“ skandiert, gegen die immer wieder scheinheilig mit einer angeblich inflationären Verwendung der „Nazi-Keule“ polemisiert wird. Das im öffentlichen Diskurs, insbesondere bei Protestformen, Verkürzungen und zugespitzte Wortwahl Verwendung finden (müssen), ist wahrscheinlich jedem klar. Natürlich ist nicht jeder Rassist ein Nazi, jeder Nazi aber ein Rassist. Durch diese mittlerweile tradierte Parole, wird nunmehr die grundsätzliche Abneigung gegenüber rechtsextremem (und anderem ähnlichen) Gedankengut zum Ausdruck gebracht und benannt, dass in diesem Raum kein Platz für sie sein soll.

Gleichsetzung mit dem Protest gegen Hasan Ismaik

Eine ähnliche Zuspitzung und plakative Wortwahl findet auch im Protest gegen Hasan Ismaik statt, der aufgrund seiner Herkunft sowie seiner finanziellen und sozialen Stellung als „Scheich“ bezeichnet wird. Außerdem wird sein Konterfei durchgestrichen präsentiert. Diese Praxis wird nun von einigen Personen mit der gegenüber Justin Butler getätigten Beleidigung gleichgesetzt. Doch dieser Vergleich hinkt zum einen gewaltig und verharmlost zum anderen das Geschehen in solcher Art, dass eigentlich nur von einem anderweitigen, Rassismus relativierenden Motiv ausgegangen werden kann. Ismaik wird nämlich nicht aufgrund seiner Mitgliedschaft in einer sozialen Gruppe attackiert, sondern als Investor beim TSV 1860 München. Eine ihm exklusiv zukommende Position, die er sich auch noch selbst ausgesucht hat.

Weiters findet mit der Bezeichnung Scheich keinerlei Entmenschlichung statt, sondern eine zugespitzte, polemische Bezeichnung als adeliger Fürst arabischer Herkunft. Dies wird seit der starken wirtschaftlichen Entwicklung der arabischen Halbinsel durch das Öl-Geschäft oft auch als Synonym für „superreicher, mächtiger Großkapitalist aus dem arabischen Raum“ verwendet. Diese Beschreibung passt zum einen auf Ismaik, zum anderen wird er damit zwar (pauschal) einer Gruppe zugeordnet, dies ist aber eine Gruppe, die weder als marginalisiert noch strukturell benachteiligt angesehen werden kann.

Werden wir unserem Selbstbild gerecht

Ich schreibe diese Zeilen keinesfalls, weil ich meine, dass besonders die sechzger.de-Leser*innen Nachhilfe in dieser Richtung bräuchten. Auch bilde ich mir nicht ein, mit einer – an manchen Stellen stark verkürzten – Argumentation rechte Hardliner überzeugen zu können. An den Rest, die Menschenfreunde unter den Löwen, richte ich mich mit dem Wunsch, dass sie aufmerksam, rücksichtsvoll und reflektiert durch die (Löwen-) Welt gehen mögen. Damit wir alle zusammen dem Anspruch gerecht werden können, dass unter Löwen nur die „Löwen-DNA“ zählt und keine Hautfarbe, Geschlecht(sidentität) oder sexuelle Orientierung. Dass jede*r nur als Sechzger-Fan ins Stadion gehen kann und als solcher ohne Abstriche akzeptiert wird und trotz aller Feindschaften die Gegner auch als Menschen gesehen werden, deren Würde nicht durch das Einnehmen einer Rolle auf dem Fußballplatz zur Debatte stehen darf.

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Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

Sechzig um sieben: Deniz mit langwieriger Verletzung

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Sieg in Geiselbullach, Fotogalerie ist jetzt online!

Der TSV 1860 München musste den Sieg gegen Energie Cottbus teuer bezahlen. Mittelfeldspieler Tunay Deniz, der in der 62. Minute ausgewechselt werden musste, zog sich eine schwerwiegende Verletzung zu.

Deniz fällt wegen Verletzung lange aus

Wie 1860 gestern bekannt gab, zog sich Deniz dabei eine nicht näher benannte Verletzung zu. Diese ist so schwerwiegend, dass Deniz sich einer Operation unterziehen muss, wie eine MRT-UNtersuchung zu Tage förderte. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um eine Bänderverletzung im Knie. Wir wünschen Dir gute Besserung und eine schnelle Rückkehr auf den Platz, Tunay!

DFB leitet Ermittlungen gegen 1860 ein

Der DFB teilte liga3-online.de auf Anfrage mit, dass wegen des rassistischen Vorfalls am bei Sieg gegen Energie Cottbus ein Vermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Die Löwen müssen nun eine Stellungsnahme zum Übergriff abgeben. Da der Täter bekannt ist, könnte 1860 allfällige Strafen auf ihn umlegen.

Drei Löwen in der “Elf des Tages”

Die gute Leistung der Löwen blieb der Fachpresse mal wieder nicht verborgen. Der Kicker nominierte gleich drei Giesinger Kicker in seine “Elf des Tages“. Neben Doppeltorschütze Thore Jacobsen schafften es auch Max Reinthaler und Youngster Clemens Lippmann in die erlauchte Auswahl. Da sieht man mal wieder, wozu die Talente aus dem NLZ fähig sind, wenn man sie nur spielen lässt! Thore Jacobsen steht außerdem bei liga3-online als Spieler des 13. Spieltages zur Wahl. Hier geht’s zur Abstimmung!

U19 und U17 verlieren

Nachdem Profis und U21 ihre Spiele erfolgreich bestreiten konnten, verlief das Wochenende bei den anderen NLZ-Mannschaften weniger erfolgreich. Die U19 musste sich an der Grünwalder Straße dem FC Augsburg mit 0:3 geschlagen geben. Die U17 kassierte gar eine 6:1-Packung bei Jahn Regensburg.

Sechzger.de Talk Nummer 235 online

Moderator Christian kommt in Ausgabe 235 des sechzger.de Talks mit seinen Gästen Jan, Jan Lehmann (von der Lausitzer Rundschau) und Thomas leider nicht umhin, den rassistischen Vorfall von Samstag nochmal zu thematisieren. Mit dem Gast aus der Lausitz kommt aber natürlich die sportliche Besprechung des Spiels auch nicht zu kurz. Außerdem gibt es selbstredend die Schnellraterunde und die Vorschau auf den Ausflug der Löwen nach Regensburg am kommenden Sonntag. Den Talk könnt Ihr auf auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren, wie zum Beispiel:

News aus der dritten Liga

Mike Büskens Trainerkandidat in Aachen

Der kicker spekuliert, dass Mike Büskens einer der Kandidaten für das Traineramt bei Alemannia Aachen sein könnte. Der Schalker Eurofighter von 1997 kennt den aktuellen Aachener Sportdirektor Rachid Azzouzi aus gemeinsamen Tagen bei Greuther Fürth.

Ulm in der Krise

Nach vier Niederlagen in Folge befindet sich der SSV Ulm in einer Krise. Ulm-Kapitän und Ex-Löwe Dennis Dressel sprach von einer “bodenlosen Leistung” gegen den VfB Stuttgart II am Samstag. Besonders die Defensive gibt Anlass zur Sorge bei 14 Gegentoren in den letzten vier Spielen. Sollte gegen Rostock erneut verloren werden, scheinen Konsequenzen auch für Sportchef Markus Thiele nicht ausgeschlossen.

Comeback von Marcel Bär

Beim 4:3-Sieg von Erzgebirge Aue gegen Jahn Regensburg feierte der ehemalige Löwentorschützenkönig Marcel Bär nach seinem Achillessehneriss sein Comeback. Er wurde in der 77. Minute für Ehlers eingewechselt.

Damit geht Ihr wieder bestens informiert in diesen Dienstag!

Verletzungspech bleibt Löwen treu: Deniz fehlt lange!

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Deniz fehlt lange

Man musste es schon fast befürchten, am heutigen Montag kam die Bestätigung vom TSV 1860 München. Mittelfeldregisseur Tunay Deniz fällt aufgrund einer schweren Knieverletzung lange aus. Deniz musste beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Energie Cottbus nach einer guten Stunde mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. Sein rechtes Knie wurde sofort dick bandagiert.

Knieverletzung: Deniz fehlt lange

“Eine anschließende MRT-Untersuchung bestätigte eine schwere Knieverletzung, die einen längerfristigen Ausfall des 31-Jährigen zur Folge hat”, heißt es in der Veröffentlichung der Löwen. Da von einer Operation die Rede ist, liegt eine Bänderverletzung nahe.

„Wir als gesamte Löwenfamilie stehen hinter Tunay, unterstützen ihn auf seinem Weg zurück auf den Platz und wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung.“

sagte Geschäftsführer Manfred Paula zur Verletzung von Deniz. Der Mittelfeldregisseur selbst wird folgendermaßen zitiert:

„Verletzungen passieren im Sport und gehören leider dazu. Mein Blick richtet sich nach vorne, um nach der Operation und der Reha so schnell wie möglich wieder auf den Platz zurückzukehren.“

Auch von unserer Seite senden wir die besten Wünsche auf eine möglichst baldige und vollständige Genesung an Tunay Deniz.

Fotogalerie zu TSV 1860 München – Energie Cottbus

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Westkurve gg Cottbus

Mit 3:0 besiegte der TSV 1860 am Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen den FC Energie Cottbus. Zum zweiten Mal in Serie gelangen den Löwen drei Tore und drei Punkte gegen den amtierenden Tabellenführer der 3. Liga. Überschattet wurde das freudige Ereignis leider durch die rassistischen Ausfälle eines Stadionbesuchers gegen den Cottbuser Spieler Justin Butler. Unsere Fotogalerie enthält die schönsten Impressionen vom Spieltag – aber auch Szenen aus der unrümlichen 72. Spielminute.

Fotogalerie zum TSV 1860 – Energie Cottbus

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

03.11.2018: TSV 1860 erkämpft sich einen Punkt bei Preußen Münster

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Preußen Münster TSV 1860
Der TSV 1860 zu Gast bei Preußen Münster

Heute vor sieben Jahren waren die Rollen klar verteilt: Preußen Münster empfing als Tabellenzweiter den Aufsteiger TSV 1860, seines Zeichens aktueller Tabellenelfter der 3. Liga. Am Ende trennten sich beide Teams leistungsgerecht mit einem Unentschieden.

Herbert Paul trifft die Latte

Nach dem etwas enttäuschenden 2:2 in der Vorwoche gegen Großaspach (Doppeltorschütze Sascha Mölders), fuhr der TSV 1860 als klarer Außenseiter nach Münster. Die Preußen, damals trainiert vom äußerst sympathischen Sportskameraden Marco Antwerpen, versuchten Sechzig früh unter Druck zu setzen, bissen sich aber zunächst die Zähne an der Löwen-Defensive um Felix Weber und Simon Lorenz aus. Lediglich über Standards konnten die Gastgeber Gefahr entwickeln, Marco Hiller im Löwentor musste aber selten eingreifen.

Auf der Gegenseite scheiterte Mölders per Seitfallzieher (29.) und Herbert Paul hämmerte die Kugel an die Latte (35.). Erneut Mölders und Bekiroglu hatten noch vor der Pause die Löwen-Führung auf dem Fuß, doch es blieb beim 0:0.

TSV 1860 punktet in Münster

Auch nach dem Seitenwechsel boten sich einige Gelegenheiten auf beiden Seiten, so wirklich gefährlich wurde aber selten. Den Matchball für die Preußen vergab Kobylanski kurz vor Schluss, als er aus aussichtsreicher Position knapp am Löwen-Tor vorbeizielte. So entführte der TSV 1860 im Endeffekt nicht unverdient einen Punkt aus Münster und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 10.

Die Aufstellung der Löwen

Folgende Mannschaft des TSV 1860 schickte Trainer Daniel Bierofka am 03.11.2018 in Münster auf den Rasen.

Hiller – Weber, Wein, Lorenz – Paul, Moll, Bekiroglu, Lacazette (65. Willsch), Steinhart – Mölders (81. Lex), Grimaldi

Tore:
Fehlanzeige

TSV 1860 U19 unterliegt Augsburg – Niederlage für U17 beim Jahn

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TSV 1860 München U19 gegen FC Augsburg DFB Nachwuchsliga Endstand 0-3

Bei den Profis und der U21 gab es am Wochenende Grund zum Jubeln. Anders dagegen die Lage beim Nachwuchs: die U19 unterlag am Sonntag am Trainingsgelände dem FC Augsburg, die U17 kehrte ohne Punkte aus Regensburg zurück.

TSV 1860 U19 gegen Augsburg offensiv zu harmlos

In der DFB Nachwuchsliga empfing die U19 des TSV 1860 München am Sonntagvormittag den FC Augsburg. Die Löwen brauchten nach der Niederlage im Derby am vergangenen Wochenende dringend einen Sieg, um Platz 3 und damit die Chance auf eine Teilnahme an der Hauptrunde nicht aus den Augen zu verlieren. Doch gegen den FCA waren die Löwen in der Offensive viel zu harmlos und kamen im gesamten Verlauf der Partie zu keiner wirklichen Torchance.

Die Gäste dagegen gingen durch Draghici früh in Führung (14.). Augsburg hatte einen Freistoß schnell ausgeführt, die U19 des TSV 1860 München war teilweise noch damit beschäftigt mit dem Schiedsrichter zu diskutieren. Nach dem Seitenwechsel verpasste Bosneag auf Vorlage von bereits erwähntem Draghici zunächst das 2:0, ehe es der bis dato einzige Torschütze es besser machte und mit einem Lupfer aus 35 Metern erhöhte (50.). Den Schlusspunkt der Partie setzte Estermann mit einem Eigentor. 0:3 verloren die Löwen also gegen Augsburg und haben damit nur noch wenige Chancen auf die Hauptrunde. Weiter geht es am Samstag, den 22.November mit einem Auswärtsspiel bei den Stuttgarter Kickers.

U17 verliert deutlich in Regensburg

Eine überraschend deutliche Niederlage kassierte die U17 der Löwen zeitgleich in Regensburg. 1:6 hieß es zum Schlusspfiff aus Sicht des TSV 1860, der damit auf Rang 5 zurück fällt. Die Ausgangslage ist dennoch aussichtsreicher als bei der U19. Drei Zähler sind es auf Platz 3, der aktuell vom 1.FC Nürnberg belegt wird und zur Teilnahme an der Hauptrunde berechtigen würde. Die U17 empfängt am kommenden Sonntag um 11:00 Uhr den FC Augsburg am Trainingsgelände.

 

Sechzig um Sieben: TSV 1860 schlägt wieder den Tabellenführer

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Der TSV 1860 München hat am Wochenende einen Heimsieg gegen Tabellenführer Energie Cottbus gefeiert. Auch die U21 konnte drei weitere Punkte in der Bayernliga Süd erzielen. Alle News rund um die Löwen gibt es nun zum Start in eine neue Woche auf einen Blick.

Heimsieg des TSV 1860 gegen den Tabellenführer 

Mit einem deutlichen 3:0 feierten die Löwen am Samstag einen Heimsieg gegen Energie Cottbus. Der Tabellenführer blieb in Giesing erstmals in dieser Spielzeit ohne eigenen Treffer und musste nach Treffern von Jacobsen (2) und einem Eigentor von Manu für den TSV 1860 die Heimreise ohne Punkte antreten.

Rassismus-Vorfall gegen Butler

Überschattet wurde die Partie von einem rassistischen Vorfall gegen Energie-Cottbus Spieler Justin Butler. Aus dem Block F1 wurde dieser mit Affenlauten bedacht. Es folgte eine minutenlange Unterbrechung, in der der Täter ausfindig gemacht und dem Stadion verwiesen wurde. Mehrere Verantwortliche des TSV 1860 München zeigten sich noch während der Unterbrechung am Spielfeldrand und entschuldigten sich zeitnah bei Butler.

U21 schlägt Ismaning und ist Herbstmeister

Zurück zu positiven, sportlichen Nachrichten: die U21 hat in Ismaning die Herbstmeisterschaft gefeiert. Die Mannschaft von Alper Kayabunar setzte sich mit 2:1 durch, Leone und Althaus erzielten die Treffer für die Löwen. Am kommenden Freitag geht es mit einem Heimspiel am Trainingsgelände weiter.

Paula bleibt Geschäftsführer des TSV 1860 München

Nägel mit Köpfen wurde außerdem in Sachen Geschäftsführung gemacht. Der Beirat entschied dabei, den Vertrag von Manfred Paula zu entfristen. Damit ist für den sportlichen Bereich eine Entscheidung getroffen worden. Ob es einen zweiten Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich geben wird, ist bislang noch nicht geklärt.

News aus der 3.Liga

Der 13.Spieltag

Der MSV Duisburg ist zurück auf dem ersten Platz in der 3.Liga. Den Zebras reichte am 13.Spieltag ein 0:0 in Osnabrück, um die Tabellenführung von Energie Cottbus zurück zu erobern. Weiter für Furore sorgt der SC Verl, der nur äußerst knapp einen Auswärtssieg in Rostock verpassste. Heimsiege gab es unter anderem für Viktoria Köln (3:1 gegen Ingolstadt), Hoffenheim II (2:0 gegen Mannheim) sowie Aachen (2:0 gegen Saarbrücken). Der nächste Löwen-Gegner Regensburg unterlag in letzter Minute gegen Erzgebirge Aue. Schweinfurt (1:2 in Essen) und Havelse (0:2 gegen Wiesbaden) liegen weiterhin am Ende der Tabelle.

Die Löwen belegen nach dem 13.Spieltag Rang 13 mit 18 Punkten.

TSV 1860 München II krönt sich in Ismaning zum Herbstmeister

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FC Ismaning TSV 1860 München II Bayernliga Süd Endstand 1-2

Der TSV 1860 München II hat am heutigen Sonntag einen Auswärtssieg in Ismaning erzielt. Damit kann sich das Team von Alper Kayabunar über den Titel Herbstmeister freuen. Althaus und Leone erzielten für die U21 die Treffer.

TSV 1860 II nach Sieg in Ismaning Herbstmeister

Nach dem Heimsieg gegen den TuS Geretsried am Mittwoch war die U21 der Löwen am heutigen Sonntag in Ismaning gefordert. Gegen den FCI reichte den Löwen bereits eine knappe Niederlage zur Herbstmeisterschaft, da Landsberg am Samstag nicht über ein 1:1 gegen Gundelfingen hinaus kam. In der Startaufstellung waren Paul Bachmann und Lasse Faßmann zu finden, die tags zuvor noch als Ersatzspieler beim 3:0-Heimsieg gegen Energie Cottbus im Grünwalder Stadion auf der Bank saßen.

Angesichts der Tabellensituation – der Erste war zu Gast beim 13. – ging der TSV 1860 II durchaus als Favorit in die Partie. Im ersten Durchgang hatten die Löwen allerdings durchaus ihre Probleme. “Wir haben uns mit Ball schwergetan, hatten zu wenig Tempo in unseren Aktionen, um mehr Chancen zu kreieren” fasste Alper Kayabunar die ersten 45 Minuten zusammen. Wenn dann doch etwas nach vorne ging, war regelmäßig Cristian Leone beteiligt. Doch Tore sollten erst einmal nicht fallen, sodass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging.

Kayabunar nutzte den Seitenwechsel und änderte einiges am Vorgehen – und das machte sich nach kurzer Zeit auch direkt bemerkbar. Althaus nutzte eine Vorlage von Klose und traf kurz nach der Pause zum 1:0 (54.) aus weiß-blauer Sicht. Im Anschluss sahen die 260 Zuschauer viel Leerlauf, ehe Althaus im Strafraum der Gastgeber regelwidrig von den Beinen geholt wurde. Leone ließ sich diese Chance nicht nehmen und erhöhte für den TSV 1860 II (74.). Doch die Freude währte nur kurz. Im direkten Gegenzug erzielte Pollio für Ismaning den Anschlusstreffer. So wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend, doch die Löwen ließen nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Wach hätte in der Nachspielzeit den alten Abstand herstellen müssen, verfehlte jedoch das leere Tor. Der Fehlschuss blieb ohne Folgen, der TSV 1860 II siegte beim Ismaning und ist damit Herbstmeister in der Bayernliga Süd.

Sollten die Profis nicht in die 2.Bundesliga aufsteigen, wäre auch in dieser Saison eine Meisterschaft in der Bayernliga nicht mit dem Aufstieg in die Regionalliga verbunden. Entsprechend dürfen sich die Verfolger Hoffnungen auf einen Sprung in die Viertklassigkeit machen. Derzeit haben der SV Kirchanschöring sowie der TSV Landsberg die besten Chancen.

Für die U21 des TSV 1860 München geht es am kommenden Freitag mit einem Heimspiel gegen den TSV 1874 Kottern weiter. Anpfiff ist am Trainingsgelände um 18:60 Uhr.

Manfred Paula übernimmt Geschäftsführung der KGaA dauerhaft

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Paula zur Kaderplanung: "Erster Blick muss nach vorne gehen"
Manfred Paula, NLZ-Leiter des TSV 1860 München

Einen Tag nach dem Sieg gegen Energie Cottbus informierte die TSV 1860 München KGaA, dass Manfred Paula die Geschäftsführung permanent übernehmen wird.

Beirat vertraut Paula Geschäftsführung der KGaA  dauerhaft an

Der Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH hob die Befristung von Paulas Geschäftsführervertrag in einem einstimmigen Beschluss auf. Damit wird Manfred Paula die Geschäftsführung der KGaA dauerhaft übernehmen. Ende September hatte Paula die Geschäftsführung nach der Doppelentlassung von Trainer Patrick Glöckner und Geschäftsführer Dr. Christian Werner interimistisch übernommen. Nun kann sich Paula das “interim” von der Visitenkarte streichen. Er wird also dauerhaft die Geschicke des Profifußballs bei 1860 lenken. e.V-Präsident Gernot Mang sieht in Manfred Paula eine hervorragende Lösung für die sportliche Leistung: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass Manfred Paula der Gesellschaft als Geschäftsführer erhalten bleibt. Beide Gesellschafter sind überzeugt, dass Herr Paula mit seiner langjährigen Erfahrung, seiner gewissenhaften Arbeitsweise, seinem starken Netzwerk und nicht zuletzt durch sein geschultes Auge für unsere Nachwuchstalente eine hervorragende Lösung für die sportliche Leitung darstellt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm viel Erfolg”.

Paula nimmt Herausforderung gerne an

Manfed Paula selbst äußerte sich wie folgt: „Ich freue mich, weiterhin in der Funktion als Geschäftsführer dem Verein helfen und die Anfang Oktober begonnene Arbeit fortsetzen zu können. Das Vertrauen, das mir die Gremien und beide Gesellschafter entgegenbringen, ehrt mich und ich nehme die Herausforderung gerne an.“ Paula stieß im Sommer 2019 als Leiter des NLZ zum TSV 1860 München. Vorher war er bereits Leiter der Nachwuchsabteilungen des SSV Ulm und des 1. FC Kaiserslautern. Bei den roten Teufeln saß Paula sogar bei einem Bundesligaspiel als Interimstrainer an der Seitenlinie.

Einige Fragen bleiben offen

Wie dem Zitat von Gernot Mang zu entnehmen ist, wird Paula wohl die sportliche Geschäftsführung übernehmen. Dementsprechend scheint 1860 also weiterhin auf der Suche nach einem kaufmännischen Geschäftsführer zu sein. Diese Position ist seit September 2024 vakant, als man sich von Oliver Mueller trennte, mit dem man sich unter der Woche vor Gericht traf. Ebenso ist unklar, wer Paula als Leiter des NLZ nachfolgen wird.

Lizenzierungsunterlagen fristgerecht eingereicht

Außerdem gab 1860 bekannt, dass die Unterlagen zur Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der laufenden Saison form- und fristgerecht eingereicht wurden. Damit ist wohl implizit bestätigt, dass 1860 eine positive Fortführungsprognose erhalten hat und sich die Gesellschaft damit über die Finanzierung der nächsten beiden Saisons einig geworden sind.

 

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – Energie Cottbus

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier und heute geht es nun einerseits um das sportliche Geschehen beim 3:0 der Löwen gegen den Tabellenführer Energie Cottbus am gestrigen Nachmittag, andererseits natürlich auch um die rassistischen Beleidigungen gegenüber dem Cottbuser Spieler Justin Butler, die einen eigentlich sprachlos zurücklassen. In den Stimmen zum Spiel finden die von uns Befragten dennoch auch zu diesem Vorfall passende Worte, die wir hier – natürlich aus Platzgründen leider nur auszugsweise – veröffentlichen. Einige Statements sind heute – aus dem gegebenen Anlass – etwas länger, als gewohnt.

Pele Wollitz (Trainer Cottbus nach dem Spiel bei MagentaSport):

Das Präsidium von Sechzig München hat sich für diese Person entschuldigt. Die brauchen sich dafür nicht zu entschuldigen, dennoch finde ich das sehr angenehm. (…) Ich hab zum Schiedsrichter gesagt, er kann das Spiel abbrechen, um ein Zeichen zu setzen. Wir sind der Verlierer, das Ergebnis war 2:0. Einfach mal ein Zeichen setzen! Wir reden immer, aber keiner handelt. Von daher ist das traurig für den Spieler, aber auch traurig für Sechzig München und auch für alle anderen. (…)
Ich glaube, dass das Spiel komisch wurde mit dem Elfmeter. Ich glaube, bis dahin war das alles okay auf beiden Seiten. Elfmeter in so einer Situation zu geben hat natürlich das Spiel dann auf den Kopf gestellt. Bis dahin war Energie Cottbus für mich die bessere Mannschaft, hatte gefühlt sechzig Ecken. Und alle Ecken waren gefährlich.

Edge (Redakteur sechzger.de):

Zu allererst bin ich entsetzt über den rassistischen Vorfall in F1. Das ist leider keine Überraschung in dem Block. Aber ich bin andererseits froh, dass Verein, Fanbetreuung und andere Fans so konsequent reagiert haben und zumindest die drei Haupttäter erwischt werden konnten. Dennoch trübt der Vorfall den Eindruck vom Spiel. Spielerisch fand ich das schon ziemlich gut, was die Mannschaft gezeigt hat, trotz einer kurzen Schwächephase in Halbzeit eins. Ich hoffe, die Mannschaft nimmt den Schwung mit nach Regensburg.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel in der Pressekonferenz):

Zum besagten Thema kann ich mich nur anschließen, das brauchen wir auch jetzt nicht zu wiederholen. Ich habe ein größtenteils ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir waren heute konsequent in unseren Abläufen – auch defensiv – ‘ne sehr variable Mannschaft unter Kontrolle zu halten. Das haben wir geschafft. Wenn wir Probleme hatten, dann über die Standardsituationen. Da waren sechs, sieben hintereinander, die gefährlich waren. (…) Wir haben es jetzt zum zweiten Mal geschafft, das in unsere Richtung zu bringen, so ein enges Spiel, so ein umkämpftes Spiel mit den Momenten, die darin vorkommen. Deswegen ist das für mich verdient, weil wir einfach ‘ne gute Leistung gebracht haben und drei Tore gemacht haben. Wir fahren heute glücklich nach Hause.

Marvin Rittmüller (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Wie zwei Wochen zuvor gegen MSV Duisburg mit Cottbus ‘ne Truppe, die echt gut Fußball spielen kann. Wo wir es aber einfach verstanden haben, diesen Fußball auch zu arbeiten, finde ich. Über diese sechzig, siebzig Minuten, wo wir einfach die Räume belaufen, es auch akzeptieren, dass wir gegen den Ball arbeiten müssen, das richtig gut machen und uns einfach auch belohnen. Und einfach auch mal das Quentchen Glück haben. (…)
Ich habe einfach die Situation so wahrgenommen, dass er (Justin Butler, Anm.d.Red.) von Außen ein bisschen was zu hören bekommt und gerade weil das ja quasi jemand aus unseren Reihen war, habe ich mich einfach dazu verpflichtet gefühlt, was zu sagen.

Sascha (tatkräftiger Unterstützer der Redaktion von sechzger.de):

Diese Saison geht bis jetzt spielerisch ja noch nicht viel. Vor dem Spiel habe ich auf mehr Spielwitz und ein Unentschieden gehofft. Aus meiner Sicht hat man dann im Spiel nicht gemerkt, dass Cottbus Tabellenführer ist. Wir gehen in Führung, bauen sie aus, kommen gut aus der Pause. Doch dann diese Unverbesserlichen… Rassistische Beleidigungen von ein paar Idioten. Rittmüller macht denen dann gleich eine Ansage und die Mannschaft verhält sich fair. Die Personen werden entfernt. Anscheinend gab es dann leider in den Blöcken noch Reibereien.
Für mich geht Rassismus nie!
So war es ein süßer Sieg mit einem bitteren Beigeschmack.

Gernot Mang (Präsident TSV 1860 e.V. gegenüber sechzger.de):

Bevor ich zum Spiel komme:
Rassismus und Antisemitismus, wie sie sich gesetern im Stadion gezeigt haben, haben bei uns, bei den Löwen, keinen Platz! Dafür gibt es bei 1860 null Toleranz – auf und neben dem Platz.
Zum Spiel:
Wir haben gestern souverän gegen den Tabellenführer gewonnen. Abgesehen von etwa 20 Minuten in der ersten Halbzeit war das ein starker und überzeugender Auftritt unserer Mannschaft. So darf und soll es weitergehen!

Bernd Winninger (die TAKTIKTAFEL):

Wir waren überraschenderweise sehr, sehr abgeklärt, haben brutal intelligenten Fußball gespielt, der mir echt gut gefallen hat. Da waren wenig Alibipässe dabei. Es war immer wer frei zum Anspielen. Ob der Pass dann funktioniert oder nicht – gut, das sei mal dahingestellt. Nicht jeder Pass ist angekommen, aber es war immer jemand da. Es hat nie ein Spieler irgendwie in der Not suchen müssen, ob jemand sich vielleicht doch anbietet. Und deswegen haben wir ein gutes, flüssiges, abgeklärtes, souveränes Fußballspiel von Sechzig gesehen. Cottbus Tabellenführer? – Das seh ich da nicht bei dieser Mannschaft. Die waren auch erschreckend schwach. Kommt irgendwie zusammen, dass Sechzig gut war und Cottbus nicht so. Ich denk dass wir es grundsätzlich drauf haben, in dieser Liga jede Mannschaft souverän zu bespielen und souverän zu schlagen. Die einzigen, die uns da im Weg stehen sind wir selber, wenn wir zu viel Angst haben. Oder möglicherweise irgendwelche Leute hin und wieder mal die Fußballregeln falsch auslegen. Aber Schiedsrichterschelte brauchen wir grundsätzlich heute nicht. In anderen Spielen schon!
Ich bin sehr, sehr zufrieden. War ein tolles Spiel und geile Stimmung. Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass der Nazitrottel ruckzuck raus war aus dem Block. Sowas brauchen wir überhaupt nicht! Und ja, so kann’s meinetwegen dann kommende Woche in Regensburg weitergehen.