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Europacup-Historie: FC Jazz Pori – TSV 1860 München 0:1, 16.09.1997 (UEFA-Cup)

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Mit dem 7. Tabellenplatz in der Bundesliga hatte sich der TSV 1860 in der Saison 1996/97 die direkte Teilnahme für den UEFA-Cup gesichert und dort warteten in der 1. Runde richtige Hochkaräter:

Sechzig um sieben: 1860 zwei Mal live im BR

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Löwen Sechzig um Sieben

Heute haben wir in Sechzig um sieben ein Füllhorn an News über unseren TSV 1860 München. Wir blicken auf den emotionalen Sieg gegen Havelse zurück, haben Infos zu Live-Spielen von 1860 im BR, erste Inhalte des sechzger.de Talks und natürlich Kurznews aus der ditel Liga für Euch.

Rückschau auf das emotionale 3:2 gegen Havelse

Die Löwen machten es mal wieder spannender als nötig, aber diese krasse Explosion an Torjubel in der 95. Minute entschädigte wohl jeden Löwenfan für die eher schwache zweite Halbzeit. Und so steht auch das Last-Minute-Tor und der damit verbundene Jubel im Zentrum der Stimmen zum Sieg gegen Havelse. Was man bei all dem Jubel nicht vergessen darf: 1860 hatte richtig Glück, das Referee Näther Florian Niederlechner in der ersten Hälfte nicht vom Platz stellte. Ebenso ging im Torjubel die hervorragende Vorlage von Sean Dulic auf Patrick Hobsch zum 3:2 etwas unter. Wer sich das nochmal in der Zusammenfasung anschaut, wird mit der Zunge schnalzen. Aber nicht nur wegen seiner Vorlage sondern wegen einer ganz starken Leistung wurde Dulic vom kicker in die “Elf des Tages” berufen. Und nicht zuletzt bot der Himmel über dem Sechzgerstadion mal wieder ein einmaliges Schauspiel, das nur die Löwen mit ihrer Willensleistung zum Siegtreffer in letzter Sekunde überboten.

Sechzig zwei Mal live im BR

Zwei mal in den nächsten Wochen können auch Nicht-Stadiongänger und Nicht-Magenta-Abonnenten Zeugen der emotionalen Achterbahnfahrten mit 1860 werden. Und zwar in dem sie sich am Samstag um 14:00h vor den Fernseher hocken und den Bayerischen Rundfunk einschalten. Die Spiele von Sechzig in Aue und Mannheim werden nämlich vom BR live übertragen. Den Anfang macht das Auswärtsspiel in Aue am 27.09.. Den Auftritt der Löwen bei ewigen Rivalen Waldhof Mannheim übertragt der BR dann am 24.10.

Ferdinand Sielaff holt ersten Turniersieg

1860-Nachwuchsdarter Ferdinand Sielaff gewann am Samstag sein erstes Turnier. Der zwölfjährige Schüler besiegte beim BDV-Turnier im Ergolding im Finale Korbinian Jäger. Im Halbfinale konnte Ferdinand gar einen 0:2 Rückstand aufholen und einen Match-Dart abwehren!

sechzger.de Talk 228 geht online

In AuUsgabe 228 des sechzger.de Talks hat Moderator Christian Edge, Peter und Thomas zu Gast. Die vier besprechen die Stimmung gegen Havelse eingehend und analysieren das denkwürdige Spiel sehr ausführlich. Thomas hat wie immer die spannende Schnellraterunde vorbereitet und am Ende gibt es wegen der englischen Woche sogar den Ausblick auf zwei Spiele. Den Talk findet Ihr wie immer auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen, wie zum Beispiel:

News aus der dritten Liga

Biankadi zu Cottbus

Ex-Löwe Merv Biankadi wechselt in die Lausitz zu Energie Cottbus. Biankadi war seit Ende der letzten Saison vertragslos als sein Vertrag bei Arminia Bielefeld auslief. Neben Biankadi verpflichteten die Cottbusser noch Rechtsverteidiger Simon Straudi. Er war ebenfalls vertragslos und spielte zuletzt bei Austria Klagenfurt.

Saarbrücken will Caliskaner holen

Wegen der Verletzung von Sebastian Vasiliadis suchen die Saarländer noch einen Mittelfeldspieler. Nun soll Kaan Caliskaner nach Saarbrücken wechseln. Zuletzt war der 25-Jährige in Polen bei Jagiellonia Bialystok und Motor Lublin aktiv. Er stand bereits 89 Mal in der zweiten Liga für Braunschweig und Regensburg im Einsatz.

Osnbabrück-Fans sammeln über 3.800 € für Schäden in Havelse

Um die Schäden an der Infrastruktur des TSV Havelse zu beseitigen, die Osnabrücker Anhänger in einer wenig nachahmenswerten Protstaktion gegen die Havelser Eintrittspreise verursachten, wurde am Sonntag in Osnabrück gesammelt. Die Osnabrücker Zuschauer konnten insgesamt 3.813 € per Becherspende sammeln und an den TSV Havelse weiterleiten.

Damit seid Ihr bestens informiert, was den TSV 1860 München und die dritte Liga angeht! sechzger.de wünscht Euch einen guten Start in den Tag!

 

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 München – TSV Havelse

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Titelbild Fotogalerie TSV 1860 München TSV Havelse

Mit der letzten Aktion des Spiels holten die Löwen gestern Abend doch noch den Heimdreier und kämpften sich in der Tabelle auf Platz 2 vor. Der Jubel nach dem späten 3:2 war mal wieder episch, aber natürlich hat das Team von Patrick Glöckner noch immer Luft nach oben. In unserer Video- und Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimsieg des TSV 1860 München gegen den TSV Havelse.

Videos aus dem Grünwalder Stadion

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben!

Fotogalerie zu TSV 1860 München – TSV Havelse

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Rafati: Niederlechner mit Glück – Rot gegen Havelse

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Rafati: Niederlechner mit Glück - Rot gegen Havelse

Dank eines Last-Minute-Treffers von Hobsch setzten sich die Löwen gestern Abend glücklich, aber über 90 Minuten betrachtet verdient, mit 3:1 gegen den TSV Havelse durch. Dabei gab es, wie so oft in den letzten Wochen, gleich mehrere strittige Schiedsrichter-Entscheidungen. Zu einem guten Teil fielen diese zu Gunsten der Löwen aus, wie Schiedsrichter-Experte Babak Rafati auf liga3-online.de analysiert. Der Kicker bewertete die Leistung von Referee Michael Näther mit der Note 4,5.

Freistoß für Havelse und Gelb gegen Verlaat…

… hätte es laut Rafati geben müssen, als Verlaat seinen Gegenspieler Nassim Boujellab im ersten Durchgang an der Strafraumgrenze klar am Bein traf, die wie TV-Bilder belegen. Einen Freistoß gab es nicht. Zur entsprechenden Szene schreibt Rafati:

Boujellab legt sich den Ball an Verlaat vorbei, und dieser kann ihn nur durch Beinstellen stoppen. Das ist ein Foulspiel, und es hätte einen Freistoß sowie eine gelbe Karte gegen Verlaat wegen Unterbindung einer guten Angriffschance geben müssen. Das Vergehen ist knapp außerhalb des Strafraumes (auf der Linie, die am äußeren linken Rand des Halbkreises vor dem Strafraum ist, die sich aber nicht mit der Strafraumlinie kreuzt, daher außerhalb), sodass es dann einen Freistoß hätte geben müssen. Eine Fehlentscheidung, das Vergehen aber gar nicht zu ahnden.

Platzverweis gegen Havelse nach Notbremse an Haugen…

… hätte es im ersten Durchgang geben müssen, als Haugen auf dem halblinken Flügel geschickt und von seinem Gegenspieler Plume gelegt wurde. Plume sah dabei Gelb. Rafati ist folgender Meinung:

Plume foult seinen Gegenspieler Haugen und bringt ihn zu Fall. Das ist unstrittig ein Foulspiel. Bei der Frage, ob eine klare Torchance vorliegt oder nicht, ist Folgendes zu berücksichtigen: Auch wenn ein weiterer Verteidiger noch vermeintlich eingreifen kann, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Daher liegt eine klare Torchance vor. Bei der Flugrichtung des Balles ist zu beachten, dass wenn Haugen nicht gefoult worden wäre, er nicht so weit von Ball entfernt wäre, wie es nach dem Foulspiel den Anschein macht. Er wäre zügig am Ball und der Ball wäre nicht frei auf den anderen Verteidiger zugerollt. Daher wäre hier die rote Karte vorgeschrieben. Eine Fehlentscheidung, nur die gelbe Karte zu zeigen. Hier muss eine Kommunikation mit dem Assistenten erfolgen, der von der Seite eine optimale Perspektive hat und dadurch besser die Entfernungen der jeweiligen Spieler zum Ball und zum Tor einsehen kann.

Niederlechner hätte vor der Pause Rot sehen müssen…

… als er seinen Gegenspieler Düker auf Höhe der Mittellinie im ersten Durchgang mit gestrecktem Bein oberhalb des Knöchels traf. Dazu schreibt Rafati:

Niederlechner geht mit gestreckten Bein und unkontrolliert mit offener Sohle in den Zweikampf und trifft Düker oberhalb des Knöchels. Das ist ein böses Foulspiel, denn dabei wird die Gesundheitsgefährdung des Gegenspielers billigend in Kauf genommen. Bei diesem Trefferbild ist die Ausgangslage sehr klar. Das ist eine rote Karte. Eine Fehlentscheidung, dieses klare Vergehen nicht zu sehen und entsprechend zu ahnden. Der Grund ist aber offensichtlich. Der Schiedsrichter ist in einer schlechten Position und schaut seitlich auf die Szene. Er fokussiert sich zudem zu sehr auf das Ausweichen, um nicht im Weg zu stehen. Dadurch hat er ein verzerrtes Bild und kann den Vorgang nicht wahrnehmen. Er pfeift sogar verzögert, weil er noch nicht einmal einen Treffer sieht. Er pfeift erst, als er sieht, wie sehr sich Düker am Boden wälzt und womöglich Schmerzen hat.

Ampelkarte gegen Volland war berechtigt…

… auch wenn viel diskutiert wurde, dass der Treffer von Volland beim Platzverweis doch erst erfolgt sei, nachdem der Schiedsrichter bereits abgepfiffen hatte. Stimmt, sagt Rafati, aber…

Erste gelbe Karte: Unabhängig davon, ob der Freistoß vom Schiedsrichter freigegeben war oder nicht, ist es die Angelegenheit des Schiedsrichters, das festzulegen. Wenn ein Spieler dennoch, wie es Volland in dieser Szene tut, derartig zu Werke geht und die Freistoßausführung verhindert, weil er der Meinung ist, dass der Freistoß noch nicht wieder freigegeben wurde, zieht es zwingend die gelbe Karte nach sich. Somit eine richtige Entscheidung des Schiedsrichters, Volland die gelbe Karte zu zeigen.

Zweite gelbe Karte: Auch wenn richtigerweise auf Abseits entschieden wurde, rechtfertigt es nicht danach (auch in der Spielunterbrechung) einen Verstoß zu begehen, der ungeahndet bleibt. In der zeitlichen Abfolge ist spieltechnisch zunächst das erste Vergehen zu ahnden. Somit gibt es Abseits. Danach passiert ein gelbwürdiges Foulspiel, und somit kann das spieltechnisch zwar nicht mehr bestraft werden (also kein Freistoß wegen Foulspiel, sondern zuvor wegen Abseits), aber im Bereich der persönlichen Strafe muss dieses noch geahndet werden. Somit liegt eine richtige Entscheidung vor, Volland, der bereits gelb-verwarnt war, folglich die gelb-rote Karte zu zeigen. Das Ganze dauert nur ein wenig zu lange, sicherlich auch weil der Schiedsrichter etwas überrascht ist.

Schlechte Schiedsrichter-Noten bei Löwenspielen

Es ist nicht das erste Mal, dass Münchens große Lieber in dieser Saison Glück hat bei den Entscheidungen der Schiedsrichter. Ein weniger glückliches Händchen hatte bislang der Schiedsrichter-Einteiler bei der Besetzung der Löwen-Spiele – wenn auch meist zu Gunsten der Löwenspiele.

Dies zeigen die entsprechenden Noten des Kicker: 4,0 – 4,5 – 5,0 – 4,5 – 4,5

Gerade noch ausreichend bis mangelhaft, Versetzung gefährdet würde wohl die Diagnose in einem Schulzeugnis lauten…

 

Giesinger Gedanken: “last minute” – Bei den Löwen weit mehr als ein Schnäppchen

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Es war etwa zwanzig nach Neun am gestrigen Sonntag Abend, als ich im Block J der Westkurve stand und ernsthaft darüber nachzudenken begann, wie man insbesondere im heute Abend aufzuzeichnenden sechzger.de-Talk 228 die durch das zweite Heimunentschieden hintereinander (und dann auch noch gegen den Tabellenletzten Havelse) doch ein wenig eingedämmte Euphorie erklären und besprechen sollte. Gerade in unserem Podcast- und Youtube-Format und im Speziellen im Livetalk im Bamboleo Ende Juli haben wir von sechzger.de vor der Saison ja den Mund schon ganz schön voll genommen und eine souveräne Aufstiegssaison angekündigt. Alle Träume schon nach fünf Spielen ausgeträumt? Trotz ungeschlagener Bilanz in der Liga und einem zumindest in der ersten halben Stunde souveränen Auftritt gestern Abend gegen die Niedersachsen plötzlich doch auf dem Boden der Tatsachen angekommen? Darüber machte ich mir meine Gedanken… Und dann kam Patrick (nicht Bernd, aber ob ich diesen immer wiederkehrenden Lapsus nochmal aus mir rausbekomme?) Hobsch und die Euphorie war wieder da… last minute wieder einmal.

Aachen, Stuttgart, Havelse – dreimal last minute

Die drei jüngsten Ligaspiele in dieser Saison haben die Löwen in der buchstäblich allerletzten Minute noch zu ihren Gunsten wenden können. In Aachen fielen in der 89. und der ersten Minute der Nachspielzeit die späten Treffer zum Sieg, gegen Stuttgart war es – lt. kicker.de – die siebte Minute in der overtime, die die erste Niederlage verhinderte. Und gestern die sechste, als Patrick Hobsch richtig stand. Mehr last minute geht nicht. Und selbst in Essen am ersten Spieltag fiel der verdiente Ausgleich relativ spät im Spiel, in der 68 Minute. Lediglich gegen Osnabrück bei der Heimpremiere Anfangs August machten die Löwen schon früh alles klar, führten kurz nach der Pause 3:0 und gewährten diesmal den Gästen einen relativ späten Treffer. Seit dem dritten Spieltag am Tivoli sind Verlaat & Co. die uneingeschränkten Experten für last minute.

Last minute bei den Löwen: Leid oder Genuss?

Da fragt man sich doch: Muss das denn wirklich sein? Müssen unsere Fan-Nerven wirklich jede Woche derartig strapaziert werden? Andererseits bringen es die unterschiedlichen Befragten in unserer seit dieser Saison neuen Rubrik der Stimmen zum Spiel nach solchen Ereignissen häufig auf den Punkt: Diese emotionalen, manchmal dreckigen und durchaus auch oft glücklichen Treffer, die last minute fallen, bringen die Fan-Seele am stärksten in Wallung. Und ist das wiederum nicht eigentlich genau das genau, was wir wollen?

Wo geht die Reise heuer hin?

Last Minute ist ein Begriff, den viele Menschen im Allgemeinen (auch) mit einer sehr kurzfristigen Reisebuchung zu einem dann meist günstigen Preis verbinden. Wir buchen die Punkte, die uns Ende Mai zurück in die zweite Liga befördern sollen offensichtlich auch gerne sehr kurzfristig. Und nachdem so eine Saison ja irgendwie auch wie eine lange Reise daherkommt, passt die Metapher im doppelten Sinne. Wollen wir hoffen, dass unsere weißblaue Reise möglichst erfolgreich weitergeht. Ob last minute oder mit frühzeitiger Buchung der Siege ist mir persönlich eigentlich dann egal.

Nicht aus der Ruhe zu bringen

Faszinierend finde ich es allerdings, zu beobachten, wie sich unsere Mannschaft auch in den Schlussphasen der Spiele nicht aus der Ruhe bringen lässt. Da wird weiterhin kontrolliert und konzentriert der Weg zum gegnerischen Tor gesucht, niemand verfällt in Hektik oder agiert überhastet. Die Aktionen sind geprägt von dem Glauben, den Ball noch über die Linie befördern zu können. Bislang behielt das Team ja auch jeweils recht. Wie echte Schnäppchen-Profis, die genau wissen, wann der richtige Moment ist, last minute zuzuschlagen.

Last Minute nicht immer gleich last minute

Übrigens: Ich habe erst an diesem Wochenende über ein Onlineportal, das last minute Reisen – unter genau dieser Bezeichnung – bewirbt und anbietet, für die Länderspielpause im Oktober einen kleinen Kurzurlaub gebucht. Fast vier Wochen vor Reiseantritt… Gemessen daran, wie unsere Löwen den last minute Begriff in dieser Saison leben, ist das allerdings eher eine weit vorausschauende langfristige Planung, oder?

 

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

 

 

Sean Dulic in kicker Elf des Tages

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TSV 1860 25 Dulic Sean

Was war das mal wieder für eine dramatische Schlussphase gestern – und wieder mal mit dem besseren Ende für unsere Löwen. Mittendrin: Sean Dulic, der tief in der Nachspielzeit den Assist zum Siegtreffer leistete und nicht nur deswegen vom kicker in die Elf des Tages berufen wurde.

Sean Dulic in kicker Elf des Tages

Neben Dulic konnte auch Marvin Rittmüller das Sportmagazin überzeugen, der ebenfalls die Note 2,0 erhielt. Thomas Dähne, Thore Jacobsen, Kevin Volland und Sigurd Haugen wurden vom kicker mit einer 2,5 bedacht.

Die Spieltagself im Überblick

Funk (Cottbus) – Coskun (Duisburg), Müller (Osnabrück), Dulic (1860), Rorig (Cottbus) – Moustier (Essen, Spieler des Tages), Münst (Köln), Mizuta (Essen), Boziaris (Cottbus), Symalla (Duisburg) – Martinovic (Ulm)

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – TSV Havelse

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten rund um den TSV 1860 München eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht’s um das dritte Heimspiel in dieser Saison gegen den TSV Havelse, das die Löwen gestern Abend in allerletzter Minute mit 3:2 gewinnen konnten.

Nils (12jähriger Löwenfan mit leidenschaftlichem Löwen-Papa):

Ich hab noch nie so einen krassen Torjubel erlebt, wie nach dem 3:2. Der Sieg war zwar sehr glücklich, weil 1860 das 2:0 hergeschenkt hat und nur noch zu zehnt war. Dafür war der Siegtreffer umso schöner. Das letzte Mal, als ich mich so über einen Sieg gefreut habe war gegen Darmstadt im Pokal.

Patrick Glöckner (Cheftrainer des TSV 1860, in der Pressekonferenz):

Das war mit das verrückteste Spiel, was ich je geleitet habe, an der Außenlinie. (…) Wir kommen 25 Minuten überragend in das Spiel rein, haben uns zahlreiche Torchancen erspielt. In der Phase schaffen wir es nicht, das Tor zu machen. Sind dann in ner Phase drinne, wo ich eigentlich gedacht hätte, dass es jetzt bisschen ruhiger wird und erstmal nichts passiert. Aus der Situation erzielen wir dann zwei Tore. (…) In der zweiten Halbzeit waren wir wirklich die schlechtere Mannschaft. Wir haben nicht mehr die Spieldominanz gehalten, den Ball zu schnell abgegeben. (…) Es ist immer schwer, wenn du mit 2:0 in ne Halbzeit gehst. Es ist für mich das schwerste Ergebnis, weil du halt einfach denkst, du bist schon ein Stück weit sicher und das geht in dieser Liga nicht. Jede Mannschaft ist in der Lage, einen guten Fußball zu spielen, jede Mannschaft ist in der Lage mit nem Anschlusstreffer zurück zu kommen. (…) Wir kriegen dann die Runterstellung, gehen in Unterzahl und können dann den lucky punch echt in allerletzter Sekunde setzen. (…) Ich bin total stolz auf meine Mannschaft, dass wir’s wieder mal geschafft haben, ein Spiel hinten raus zu drehen, weil das zeigt einfach, was für ne Truppe wird sind. Wir glauben bis zum letzten Spielzug dran, dass wir ein Spiel in unsere Richtung lenken können und das macht unwahrscheinlich viel mit uns. (…) Man hat gesehen, wie die Fans ausgerastet sind. Also so laut habe ich die Kurve auch noch nie gehört.

Stefan Kranzberg (Redakteur sechzger.de):

Wie kann man innerhalb von fünf Spieltagen nur um so viele Jahre altern? Die ersten 20 Minuten waren offensiv richtig stark, da kannst auch vier Tore machen. Die Tore dann zu einem super Zeitpunkt, aber nach der Pause hat Sechzig über weite Strecken viel zu überheblich agiert und wurde zurecht bestraft. Und dann kam die Nachspielzeit…
Über den Schiedsrichter konnten wir uns gestern sicher nicht beschweren, so ehrlich muss man sein.

Christian Dierl (Vizepräsident TSV 1860 e.V.):

Wahnsinn, was für Emotionen und was für ein Torjubel am Ende. Späte Tore können wir diese Saison, das steht fest – das zeigt, dass die Mannschaft immer an sich glaubt und der Teamgeist und die Mentalität stimmt… und das auch noch in Unterzahl. Besonders freut es mich für „Hobschi“ – man sieht, dass wir von der Bank immer wieder Qualität bringen können und sich die Breite des Kaders schon jetzt am Saisonbeginn bemerkbar macht. Ich bin natürlich sehr glücklich über den Sieg, der am Ende aufgrund der guten ersten Halbzeit von uns, auch verdient war. Ebenso sehr zufrieden bin ich über die Punktausbeute aus den bisherigen fünf Saisonspielen. Tabellenplatz zwei ist auch eine schöne Momentaufnahme – mehr aber auch nicht.
Wir haben noch gar nichts erreicht, und müssen und werden daher weiter hart arbeiten. Aber man muss natürlich schon auch kritisch sehen, dass wir nach dem Anschlusstreffer, welcher ja aus dem Nichts fiel, komplett den Zugriff aufs Spiel verloren haben. Wir waren mutlos und haben viel zu viel nach hinten gespielt, anstatt nach vorne. Ich bin mir aber sicher, dass der Trainer mit seinem Team das ansprechen und analysieren wird.

Max M. (18, gegen Havelse in der Westkurve in Block H):

Auch wenn man den Gegner wieder unnötig ins Spiel kommen lassen hat, hat man heute wieder eine Siegermentalität bewiesen. Patrick Hobsch hat auch wieder mal bewiesen, was er für ein Unterschiedsspieler ist. In der Kurve hat man heute wieder mal gemerkt, was für eine Euphorie im Verein gerade herrscht auch wenn es in den letzten Wochen wieder mal viel Tumult, um die Stadionfrage gab. Wichtige drei Punkte, solche braucht man wenn man oben mitspielen möchte!

Patrick Hobsch (Siegtorschütze nach dem Spiel bei MagentaSport):

Das war natürlich unfassbar, das Stadion ist – glaub ich – explodiert. (…) Ich war echt verwundert, wie gut wir es noch gespielt haben, dafür dass wir in Unterzahl waren, mein ich. Den letzten Angriff. (…)  Weil eigentlich kennt man’s dann immer so, dass da dann der lange Ball reinfliegt, aber wir spielen da nen super Angriff und Sean hat super Übersicht und dann hab’ ich das Glück, dass ich da stehe und das Tor machen darf heute.

15.09.1991: TSV 1860 schlägt FC Homburg vor 25.000 Zuschauern

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Auch wenn am Ende der Saison 1991/92 der bittere Abstieg in die Bayernliga zu beklagen war, so gab es in der Spielzeit doch auch einige Highlights zu feiern. Am 15.09.1991 besiegte der TSV 1860 an der Grünwalder Straße beispielsweise den FC Homburg mit 3:0. 25.000 Zuschauer im Sechzgerstadion waren hellauf begeistert von ihren Löwen.

TSV 1860 lässt Homburg keine Chance

Am 9. Spieltag der 2. Bundesliga Süd lief es rund für die Löwen. Bereits in der 11. Minute brachte der dänische Nationalstürmer Frank Pingel Münchens große Liebe in Führung. Thomas Motzke erhöhte in der 39. Minute auf 2:0 für den TSV 1860 und nur eine Minute später war der FC Homburg nur noch zu zehnt auf dem Platz, da Bernd Dudek mit Rot unter die Dusche musste.

Die numerische Überlegenheit nutzten die Löwen noch vor der Pause. Paul Koutsoliakos entschied die Partie in der 45. Minute mit dem 3:0 quasi schon vor dem Seitenwechsel. Danach ließen es die Herren in weiß und blau eher ruhig angehen, aber wer wollte es ihnen verdenken?

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Karsten Wettberg schickte gegen FC Homburg folgende Mannschaft des TSV 1860 aufs Feld.

Berg – Maurer, Hainer, Miller – Hecht, Motzke (83. Windsperger), Störzenhofecker, Zeiler, Kneißl – Koutsoliakos, Pingel (78. Schmid)

Tore:
1:0 Pingel (11.), 2:0 Motzke (39.), 3:0 Koutsoliakos (45.)

Last-Minute-Löwen schlagen Havelse mit 3:2

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Last-Minute-Löwen schlagen Havelse mit 3:2

Normal geht es heuer in Giesing scheinbar nicht – die Last-Minute-Löwen haben auch am Sonntagabend wieder zugeschlagen. In der fünften Minute der Nachspielzeit der Partie gegen Aufsteiger TSV Havelse explodierte das ausverkaufte Grünwalder Stadion förmlich. Patrick Hobsch hatte gerade beim letzten Angriff für die Löwen den 3:2-Siegtreffer markiert. Diese hatten zuvor alles im Griff, zur Pause mit 2:0 geführt, dann aber die Führung nach einer Ampelkarte gegen Volland aus der Hand gegeben. Ein glücklicher Sieg, aber das juckt in ein paar Tagen keinen Mensch mehr.

Löwen starten gut, treffen aber nicht

Münchens große Liebe fand gut in die Partie, agierte druckvoll, nutzte in der Anfangsphase seine Chancen aber nicht. Nach etwa 20 Minuten verflachte die Partie, Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Die beste Chance für die Hausherren hatte Neuzugang Rittmüller, der bei einem Lupfer an der Querlatte gescheitet war. Dann klingelte es plötzlich vor der Pause im Doppelpack. Volland schaltete nach einem groben Patzer von Gäste-Keeper Opitz am Schnellsten und schoß zum 1:0 ins leere Tor ein. Wenig später chippte Niederlechner einen Freistoß perfekt getimed auf Haugen, der zum 2:0 einköpfte.

Zu früh einen Gang zurückgeschaltet

Die Münchner schienen auch im zweiten Durchgang alles im Griff zu haben, waren dem dritten Treffer nahe, ließen aber selbst beste Möglichkeiten liegen. Dies rächte sich nach einer Stunde beim Anschlusstreffer, als Havelse eine Ecke einfach scharf an den ersten Pfosten zimmerte und der Ball unglücklich am kurzen Eck zum 2:1 ins Netz abgefälscht wurde. Auch dann war Sechzig dem dritten Tor näher, als die eigentlich ideenlosen Gäste.

Ampelkarte gegen Volland weckt die Gäste auf

Das Spiel plätscherte ohne große Höhepunkte vor sich hin, bis plötzlich Volland in der 85. Minute Gelb-Rot sah. Er wurde vor der Pause verwant, als er bei einem Freistoß der Gäste an der Mittellinie nicht schnell genug Platz machte und angeschossen wurde. Die zweite Verwarnung war nach einem harten Einsteigen am eigenen Strafraum berechtigt – wobei wohl schon wegen Abseits abgepfiffen war. Dadurch wachte Havelse plötzlich auf und kam zum Ausgleich, als Sechzig im eigenen Strafraum hanebüchen verteidigte. Wolfram wurde an der eigenen Grundlinie außen überlaufen, am kurzen Fünfer stand ein Gästespieler plötzlich vollkommen frei und ließ dem erneut fehlerfreien Dähne keine Chance.

Joker Hobsch sichert den Dreier

Die Zuschauer hatten sich schon fast mit dem Remis abgefunden, nachdem Rittmüller mit einem satten Schuss nur das Lattenkreuz getroffen hatte. Bis zum letzten Angriff. Der Ball kam über den rechten Flügel scharf ins Zentrum, Joker Hobsch stand mal wieder goldrichtig und schob zum 3:2 ein. Extase bei den Löwen – auf dem Rasen und auf den Rängen. Tabellenplatz zwei, weiterhin ungeschlagen, elf Punkte aus fünf Spielen. Wen juckt es da, dass man gegen einen tapfer kämpfenden Aufsteiger mit einer durchwachsenen Leistung fast zwei Punkte verschenkt hätte. Solche Spiele muss man halt gewinnen wenn man aufst…., ääähm, vorne mitspielen möchte!

Liveticker: TSV 1860 München – TSV Havelse (5. Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 München TSV Havelse

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem TSV Havelse! Die beiden Mannschaften treffen am 5. Spieltag der 3. Liga im Grünwalder Stadion aufeinander.

Ein Sieg, ein Remis – so die bisherige Heimbilanz der Löwen in der noch jungen Spielzeit. Gegen Aufsteiger TSV Havelse, der seinerseits noch auf den ersten Saisonsieg wartet, möchte die Elf von Trainer Patrick Glöckner natürlich den nächsten Dreier einfahren, um sich in der Tabelle in der Spitzengruppe einzunisten. Selbstverständlich sollte man die Norddeutschen, bei denen seit Vertrag auch Ex-Löwe Semi Belkahia unter Vertrag steht, jedoch nicht unterschätzen. Auf geht’s, Löwen!

 

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Verlaat, Voet – Rittmüller, Christiansen, Jacobsen, Pfeifer (68. Wolfram) – Volland – Haugen (79. Hobsch), Niederlechner (68. Philipp)

Bank:
Bachmann (TW), Steinkötter, Althaus, Schifferl, Lippmann

Tore:
1:0 (39.) Volland, 2:0 (44.) Haugen, 2:1 (58.) Düker, 2:2 Posselt (89.), 3:2 Hobsch (90.+5)

Gelb-Rot: 
Volland (1860/ 85.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Morris Schröter wird den Löwen voraussichtlich über Monate hinweg wegen eines Sehnenrisses am Hüftbeuger nicht zur Verfügung stehen. Des Weiteren fallen Tim Danhof, Max Reinthaler und Kilian Jakob verletzungsbedingt aus.

Ausfälle beim TSV Havelse:
keine

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – TSV Havelse außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird nicht im Free-TV übertragen. Natürlich läuft die Partie jedoch wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de