Im Umfeld der Löwen gab es in den letzten Tagen wohl kein so heiß diskutiertes Thema wie die Zukunft von Trainer Patrick Glöckner. Auch in unseren Reihen gab und gibt es verschiedene Meinungen. Für ein heterogenes Fanportal ist das wichtig und ganz normal. Christian forderte beispielsweise in den Giesinger Gedanken am Sonntag einen sofortigen Trainerwechsel. Auch im letzten sechzger.de-Talk gingen die Meinungen durchaus auseinander.
Die „echten“ Journalisten stellen kritische Fragen
Auch die “richtigen” Journalisten waren sich zuletzt nicht immer einig. So stellten beispielweise Uli Kellner und Marco Blanco Ucles nach dem 1:5 zum Wiesn-Auftakt am vergangenen Samstag sehr kritische Fragen. Ob Glöckner noch der richtige Mann auf der Position sei. Ob angesichts der ambitionierten Saisonziele der Löwen hier nicht ein sofortiger Wechsel angebracht sei. Uli Kellner und Marco Blanco Ucles sind die Journalisten, die beim Münchner Boulevardblatt TZ sowie beim Münchner Merkur, die beide zum IPPEN.MEDIA-Netzwerk gehören, über den TSV 1860 München schreiben. Erstgenannter übrigens schon seit 29 Jahren.
Unerwartetes Plädoyer für Glöckner
Am Donnerstagmorgen erschien auf der Webseite der TZ plötzlich ein Beitrag, der in der aktuellen sportlichen Lage bei den Löwen durchaus aufhorchen lässt. Es ist ein geradezu flammendes Plädoyer für eine Weiterbeschäftigung von Trainer Patrick Glöckner. Der Verfasser des Artikels “Hausgemachtes Chaos: Was ist nur bei 1860 München los?” heißt Christopher Michel. Ein Journalist, der in der Berichterstattung über 1860 bislang sehr selten in Erscheinung getreten ist.
Wer ist Christopher Michel?
Laut der Vorstellung auf der Seite der tz ist Michel als Reporter vor allem bei der Frankfurter Rundschau, die ebenfalls zum IPPEN-Netzwerk gehört, “hauptverantwortlich für die Berichterstattung” beim Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt. Bezug zu den Löwen: Wenig bis gar keiner. Der letzte Artikel von Christopher Michel über das Geschehen beim TSV 1860 erschien am 23. April 2025. Und zwar nach dem Heimspiel gegen Alemannia Aachen (2:1). Durch diesen Sieg hatten die Löwen den Klassenerhalt endlich sicher in der Tasche. Darin feierte der Autor Trainer Patrick Glöckner als “Architekt des Erfolgs”.
Die Wahrheit liegt auf dem Platz
So recht will dieser Artikel von Michel nicht in das Bild der Berichterstattung von IPPEN.MEDIA rund um die letzten beiden Spiele der Löwen passen. Die Art und Weise des Auftretens der Mannschaft in Rostock und Hoffenheim, sowie die vielen zuvor in letzter Sekunde errungenen Punkte spielen in Michels Betrachtungen keinerlei Rolle. Stellt sich die Frage, ob er die Spiele überhaupt gesehen hat. Und falls ja: Warum eigentlich? Warum schreibt Michel, den der Champions League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt mit einem vollen Terminkalender eigentlich ausreichend auf Trab halten sollte, plötzlich über den Drittligisten 1860 München?
Am Ende liegt die Wahrheit – wie immer – auf dem Platz. Glöckner hat es mit seinem Team am Samstag in Aue selbst in der Hand, die Kritiker zum Verstummen zu bringen.





















