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Trainerwechsel jetzt oder weiter mit Glöckner?

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Trainerwechsel jetzt oder weiter mit Glöckner?

Im Umfeld der Löwen gab es in den letzten Tagen wohl kein so heiß diskutiertes Thema wie die Zukunft von Trainer Patrick Glöckner. Auch in unseren Reihen gab und gibt es verschiedene Meinungen. Für ein heterogenes Fanportal ist das wichtig und ganz normal. Christian forderte beispielsweise in den Giesinger Gedanken am Sonntag einen sofortigen Trainerwechsel. Auch im letzten sechzger.de-Talk gingen die Meinungen durchaus auseinander.

Die „echten“ Journalisten stellen kritische Fragen

Auch die “richtigen” Journalisten waren sich zuletzt nicht immer einig. So stellten beispielweise Uli Kellner und Marco Blanco Ucles nach dem 1:5 zum Wiesn-Auftakt am vergangenen Samstag sehr kritische Fragen. Ob Glöckner noch der richtige Mann auf der Position sei. Ob angesichts der ambitionierten Saisonziele der Löwen hier nicht ein sofortiger Wechsel angebracht sei. Uli Kellner und Marco Blanco Ucles sind die Journalisten, die beim Münchner Boulevardblatt TZ sowie beim Münchner Merkur, die beide zum IPPEN.MEDIA-Netzwerk gehören, über den TSV 1860 München schreiben. Erstgenannter übrigens schon seit 29 Jahren.

Unerwartetes Plädoyer für Glöckner

Am Donnerstagmorgen erschien auf der Webseite der TZ plötzlich ein Beitrag, der in der aktuellen sportlichen Lage bei den Löwen durchaus aufhorchen lässt. Es ist ein geradezu flammendes Plädoyer für eine Weiterbeschäftigung von Trainer Patrick Glöckner. Der Verfasser des Artikels “Hausgemachtes Chaos: Was ist nur bei 1860 München los?” heißt Christopher Michel. Ein Journalist, der in der Berichterstattung über 1860 bislang sehr selten in Erscheinung getreten ist.

Wer ist Christopher Michel?

Laut der Vorstellung auf der Seite der tz ist Michel als Reporter vor allem bei der Frankfurter Rundschau, die ebenfalls zum IPPEN-Netzwerk gehört, “hauptverantwortlich für die Berichterstattung” beim Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt. Bezug zu den Löwen: Wenig bis gar keiner. Der letzte Artikel von Christopher Michel über das Geschehen beim TSV 1860 erschien am 23. April 2025. Und zwar nach dem Heimspiel gegen Alemannia Aachen (2:1). Durch diesen Sieg hatten die Löwen den Klassenerhalt endlich sicher in der Tasche. Darin feierte der Autor Trainer Patrick Glöckner als “Architekt des Erfolgs”.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz

So recht will dieser Artikel von Michel nicht in das Bild der Berichterstattung von IPPEN.MEDIA rund um die letzten beiden Spiele der Löwen passen. Die Art und Weise des Auftretens der Mannschaft in Rostock und Hoffenheim, sowie die vielen zuvor in letzter Sekunde errungenen Punkte spielen in Michels Betrachtungen keinerlei Rolle. Stellt sich die Frage, ob er die Spiele überhaupt gesehen hat. Und falls ja: Warum eigentlich? Warum schreibt Michel, den der Champions League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt mit einem vollen Terminkalender eigentlich ausreichend auf Trab halten sollte, plötzlich über den Drittligisten 1860 München?
Am Ende liegt die Wahrheit – wie immer – auf dem Platz. Glöckner hat es mit seinem Team am Samstag in Aue selbst in der Hand, die Kritiker zum Verstummen zu bringen.

 

Erzgebirge Aue – TSV 1860: Ergebnistipp Michi Öller

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Die Vorhersage des Resultats beim Krisenduell zwischen den Löwen und Erzgebirge Aue (am morgigen Samstag um 14 Uhr im sechzger.de Liveticker) kommt heute von einem Löwenfan und ehemaligen Aktiven des TSV 1860: von Michi Öller. Da es bei diesem Namen vielleicht nicht sofort bei allen Löwenfans klingelt (vor allem nicht bei den jüngeren) wird seine fußballerische Biografie unten ein wenig näher vorgestellt.

Ergebnistipp Aue – 1860 von Michi Öller

So sehen die Erwartungen von Michi Öller für das Spiel morgen Nachmittag aus:

Beide Mannschaften stehen mit dem Rücken zur Wand. Für die Trainer Jens Härtel und Patrick Glöckner wird es ein Schicksalsspiel.
Ich erwarte deshalb ein kampfbetontes Spiel in Aue. Unsere Löwen setzen sich am Ende glücklich mit 2:1 durch. Die Tore erzielen Florian Niederlechner und Patrick Hobsch. Unser Joker trifft wieder spät in der Schlussphase. Patrick Glöckner muss trotzdem weichen. Kehrt mein ehemaliger Trainer Peter Pacult zurück an die Isar? Mein Traumszenario wäre es nicht. Aber wer weiß…

Die Karriere von Michi Öller

Aus Vilshofen nach München

Der in Aidenbach im Landkreis Passau geborene Michi Öller kam im Sommer 1994, fast 16jährig vom FC Vilshofen zum TSV 1860 und trat in der Folge für die U17 und die U19 gegen den Ball. Drei Jahre später wechselte er in den Kader der Amas für die er (bis März 2000) insgesamt 67 Spiele in der damals drittklassigen Regionalliga Süd absolvierte und dabei fünf Tore erzielen konnte. Im Dezember 1998 holte Werner Lorant das hoffnungsvolle defensiven Mittelfeldtalent, das bereits zehn Länderspiele für die U18 des DFB absolviert hatte, in den Bundesligakader der Löwen. Nicht zuletzt aufgrund großen Verletzungspechs war Öller ein Einsatz für die Profis seines Lieblingsvereins leider nicht vergönnt. Jedoch war er in der legendären Spielzeit 1999/2000, in der 1860 nicht nur die beiden Bundesligaderbies gegen die Roten für sich entscheiden konnte, sondern auch die Amateur-Derbies in der Regionalliga beide gewann, an diesen Triumphen aktiv beteiligt.

Fürth, Mannheim, Saarbrücken und Hoffenheim

Im Sommer 2000 wechselte er zum Zweitligisten Greuther Fürth – und brach sich dort wenig später zum zweiten Mal den Mittelfuss. Sicher einer der Gründe, warum er sich bei den Kleeblättern letztlich nicht durchsetzen konnte. Einer seiner Mitspieler in dieser Saison war übrigens Francis Kioyo, der bei den Löwen ein paar Jahre später ja noch (zweifelhafte) Berühmtheit erlangen sollte. Nach einem erneuten Jahr in der Regionalliga beim VfR Mannheim zog Michi weiter Richtung Westen, ins Saarland und gehörte im Sommer 2004 zum Kader, der mit dem 1. FC Saarbrücken die Rückkehr in die 2. Bundesliga realisierte. Es folgte eine Saison bei der damals aufstrebenden TSG Hoffenheim.

Michi Öller im Sommer 2000 beim Trainingsauftakt in Fürth. Links im Bild: Francis Kioyo

Karriereausklang in Ismaning

Genau elf Jahre nach seinem Start bei den Junglöwen kehrte er dann wieder in die Heimat zurück und ließ seine Karriere beim FC Ismaning in der Bayernliga bis Ende 2008 ausklingen. Heute lebt Michi Öller in München und verfolgt das Geschehen beim TSV 1860 aufmerksam. Wenn – quasi als Kompetenznachweis – sein hier abgegebener Tipp morgen Nachmittag eintrifft, wären damit sicher alle Löwenfans einverstanden.

Sechzig um Sieben: Aue vor der Brust

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Der Kessel brodelt in Giesing: Nach den beiden Niederlagen in Rostock (1:2) und dem blamablen 1:5 beim letzten Heimspiel gegen Hoffenheim II nimmt die Kritik zu. Am Samstag haben die Löwen nun die Möglichkeit, wieder in die Spur zu finden. Um 14:00 Uhr wird das nächste Drittliga-Spiel beim FC Erzgebirge Aue angepfiffen und beim Krisen-Duell ist für die Münchner ein Sieg Pflicht. Alles zum nächsten Auswärtsspiel und was gestern sonst noch rund um die Löwen geboten war, haben wir wie gewohnt für Euch in Sechzig um Sieben zusammengefasst.

Aue-Coach Härtel will “den Bock umstoßen”

Nach vier Niederlagen am Stück wurde in Aue zu Beginn der Woche getagt und Trainer Härtel bekam letztlich das Vertrauen der Verantwortlichen ausgesprochen weiterzumachen – zumindest für das Spiel gegen den TSV 1860. Nun sagte der Coach der Hausherren in der Pressrunde vor dem Spiel man wolle “den Bock umstoßen und den Dreier holen”. Nicht mit dabei sein wird am Samstag Ex-Löwe Marcel Bär, der sich noch im Aufbautraining befindet. Alle Infos zur Presserunde der Schachter lest ihr hier!

Löwen-Coach Glöckner: “In guten wie in schlechten Zeiten”

Ähnlich war die Situation bei den Sechzgern nach dem Katastrophen-Auftritt zum Wiesn-Auftakt gegen Hoffenheim. Glöckner stand hart in der Kritik, darf aber – mindestens für das Spiel im Erzgebirge – erst einmal weitermachen. In der Löwenrunde vor der Partie bedankte er sich für den Support der Fans trotz des schwachen Auftritts und sagt: “Es heißt in guten wie in schlechten Zeiten und es ist super, dass unsere Fans das vor leben”. Für das Spiel in Aue kündige er “einige Umstellungen” an. Alle Infos zur Löwenrunde könnt ihr hier nachlesen!

Faninfos für die 1.800 Löwen-Fans

Nur 8.000 Tickets wurden für das Spiel am Samstag im Erzgebirgs-Stadion bislang verkauft, davon gingen 1.800 Karten an die Löwenfans. Der Gästesektor ist damit restlos ausverkauft. Die Löwen-Anhänger möchten ihren Teil dazu beitragen, die Negativ-Serie zu beenden. Alles was ihr für die Reise ins Erzgebirge wissen müsst und wo das Spiel im TV läuft, könnt ihr in unseren Fan-Informationen nachlesen.

Beim Schiri sitzen die Roten Karten locker

Natürlich präsentieren wir Euch in unserer Rubrik “Der Mann an der Pfeife” auch wieder den Unparteiischen der Partie. Am Samstag wird Luca Jürgensen die Partie leiten. In dieser Saison sitzen bei ihm die Roten Karten locker, schon zwei Mal zückte er bei drei Einsätzen im ersten Durchgang Rot wegen einer Notbremse.

Dreier- oder Vierkette? Haugen, Hobsch oder Niederlechner?

Mehrere Spielsysteme kommen für den Auswärts-Auftritt der Löwen in Aue in Betracht. Genau wie das Coaching-Team haben sich auch unsere Redakteure Gedanken gemacht, wie sie die Löwen im Erzgebirge aufs Feld schicken würden. Gerade im Angriff bieten sich einige Optionen, wie Hobsch, Haugen oder Niederlechner. Wer wie aufstellen würde, könnt ihr in den Wunschaufstellungen nachlesen.

Handshake-Dialog ist Geschichte

Wie viele seiner Kollegen war auch Löwen-Coach Patrick Glöckner kein Freund des zu dieser Saison ins Leben gerufenen Handshake-Dialogs, bei dem sich Kapitäne und Trainer eine gute Stunde vor dem Spiel mit den Unparteiischen trafen. Diese Neuerung ist nun auch schon wieder Geschichte, wie der DFB vermeldete. Die Kollegen von liga3-online.de haben alle Infos dazu zusammengefasst. 

Aue vor der Brust

Am Samstag haben die Löwen also Aue vor der Brust und stehen vor einer wegweisenden Partie. Ihr könnt jetzt erst einmal top-informiert in den Freitag gehen, heute lest ihr bei uns natürlich alles was noch wichtig ist zum Krisen-Gipfel im Erzgebirge, sowie alle Infos zu den weiteren Löwen-Terminen am Wochenende. Einen schönen Freitag liebe Löwen!

Faninformationen Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

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Titelbild Fc Erzgebirge Aue Tsv 1860 Fotogalerie

Am 8.Spieltag geht es für die Löwen in den Osten Republik, genauer gesagt ins Erzgebirge nach Aue. Die Mannschaft von Trainer Patrick Glöckner muss dabei unbedingt ein anderes Gesicht zeigen als noch zuletzt bei der Schmach im Grünwalder Stadion gegen Hoffenheim II. Auch bei dieser Auswärtspartie wird das Team wieder von zahlreichen Löwenfans unterstützt. Für alle Auswärtsfahrer, die den TSV 1860 München nach Aue begleiten, gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen auf einen Blick.

Faninformationen Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

Nach sieben absolvierten Spieltagen findet sich der TSV 1860 derzeit auf Rang 10 wieder. 11 Punkte konnten die Löwen bislang erzielen – zuletzt gab es allerdings zwei Niederlagen gegen Hansa Rostock und Hoffenheim II. Insbesondere der Auftritt vor eigenem Publikum gegen den Bundesliga-Nachwuchs hat die Emotionen hochkochen lassen und die Diskussionen um Trainer Patrick Glöckner gestartet. Eine Niederlage im Erzgebirge könnte bereits sein Aus bei den Löwen bedeuten, der Druck ist also hoch.

Zu der Partie, die am Samstag um 14:00 Uhr angepfiffen wird, machen sich wieder zahlreiche Auswärtsfahrer auf den Weg und wollen das Team vor Ort aus dem Gästeblock unterstützen. Alle Karten, die nach München gingen, sind bereits vergriffen. Auch für die Gastgeber geht es nach vier Niederlagen in Folge um einiges. Aue steht derzeit auf einem Abstiegsrang und will seinerseits mit drei Punkten in der Heimat für etwas entspanntere Stimmung sorgen. Für alle Auswärtsfahrer gibt es an dieser Stelle nun die wichtigsten Faninformationen für die Partie Erzgebirge Aue – TSV 1860 München auf einen Blick.

Tickets

8.000 Tickets wurden in Aue bislang insgesamt verkauft. Der Gästebereich mit circa 1.800 Karten ist restlos ausverkauft. Eine Tageskasse wird es daher nicht geben.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt zum Gäste-Parkplatz lautet wie folgt: Lößnitzer Straße 95, 08280 Aue. In den Bereichen P9 und P10 können Neuner und Autos kostenlos geparkt werden. Für den Parkplatz P11 wird eine Gebühr von 3€ fällig. Reisebusse dürfen direkt hinter dem Gästeblock parken. Die Gastgeber empfehlen die Anreise über die A72, Abfahrt Stollberg.

Bahnreisende erreichen das Stadion nach etwa 25 Minuten Fußweg.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadiontore öffnen ab 12:00 Uhr, los geht es dann zwei Stunden später. Vor Ort gibt es geringe Möglichkeiten Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Es wird aber empfohlen diese in den Autos oder Bussen zu verstauen. Im Stadion sind lediglich Taschen bis zur Größe DIN A4 zugelassen.

Getränke (u.a. Vollbier) und Essen kann bar oder mit Karte bezahlt werden.

Livestream und Liveticker

Das Spiel zwischen Erzgebirge Aue und dem TSV 1860 München wird vom Bayerischen Rundfunk live und in voller Länge im Free-TV übertragen. MagentaSport wird die Partie außerdem sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream übertragen.

Alle Spiele der 3. Liga können zudem bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

sechzger.de ist in Aue natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Stadion.

Jens Härtel: “Den Bock umstoßen und den Dreier holen”

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Erzgebirge Aue Dreier Holen Pk

Zwei Tage vor dem Duell mit dem TSV 1860 München äußerten sich Trainer Jens Härtel und Ex-Löwe Julian Guttau vom FC Erzgebirge Aue zur bevorstehenden Partie. In der Presserunde der Schachter betonte Härtel, man wolle unbedingt “den Bock umstoßen und den Dreier holen”.

“Den Bock umstoßen und den Dreier holen”

Nac dem obligatorischen “Glück Auf in die Runde” gab Härtel ein Kaderupdate und verriet, dass Boris Tashchy und Ricky Bornschein durchaus eine Option für Samstag sein könnten. Insbesondere bei Stürmer Bornschein ist dies bemerkenswert, war bei ihm doch im April eine Krebserkrankung diagnostiziert worden. Marcel Bär hingegen, der einst bei den Löwen Torschützenkönig geworden war, ist zwar wieder ins Training eingestiegen, braucht aber noch ein paar Wochen.

Nachdem ihm der Vorstand des FC Erzgebirge trotz des Fehlstarts in die Saison das Vertrauen ausgesprochen hatte, erklärte Härtel:

“Wir wissen alle, dass die Situation momentan nicht einfach ist. (…) Aber wir haben in den letzten Spielen nicht alles schlecht gemacht. Natürlich gab es auch in den Spielen Dinge, die wir verbessern können und die haben wir angesprochen, die trainieren wir. Und ich habe auch das Gefühl, dass die Mannschaft die Dinge aufnimmt, dass sie auch gewillt ist, Dinge zu verändern und anzupassen und eine gute Trainingsarbeit in dieser Woche leistet. Man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass sie den Kopf hängen lassen.”

Klar sei jedoch, so der Trainer, dass man nun liefern müsse, wobei es gar nicht so sehr um Taktik gehe, sondern viel mehr um die Basics. Man müsse “den Bock umstoßen und den Dreier holen”.

Guttau immer besser im Spielrhythmus

Um das Selbstvertrauen seines Teams zu stärken, führt Härtel “deutlich mehr Einzelgespräche”, um seine Spieler daran zu erinnern, was sie können. Es gehe nicht darum, “alles schönzureden”, er sehe jedoch auch keinen Sinn darin, “jetzt mit der Keule durchzumarschieren und alle niederzumachen”, so der Trainer.

In die selber Kerbe schlägt auch Julian Guttau, der aus Mannschaftssicht berichtet, dass man wisse, dass “mehr in uns steckt”. Natürlich gebe es auch teamintern mal “klare Worte, wenn kein Trainer dabei ist”. Er selber sei nach seinem Ausfall in der Vorbereitung und zum Saisonstart lansam im Spielrhythmus, so der Offensivspieler.

“Gerade für mich als Spieler, der auch mal was Verrücktes versucht, ist es schon wichtig, diesen Rhythmus wieder zu kriegen und ich glaube, ich komme immer besser rein.”

Gute Balance als Schlüssel zum Erfolg

Angesprochen auf das Duell mit dem ehemaligen Arbeitgeber antwortete Guttau:

“Generell ist vor jedem Spiel die Motivation groß, aber klar: Ich hatte ne gute Zeit dort, hab mich sehr wohlgefühlt und freu mich drauf, alte Gesichter wieder zu sehen. Aber ich will natürlich, dass wir am Wochenende das Spiel gewinnen und werde alles reinhauen.”

Trainer Jens Härtel möchte die Defensivleistung der Löwen gegen die TSG Hoffenheim II nicht als Maßstab nehmen, merkte jedoch an:

“Es geht jetzt hier für uns darum, Lösungen zu finden. Das liegt auch in meiner Verantwortung. Ich spüre auch, dass die Mannschaft lebt und Dinge aufnimmt. Wir analysieren natürlich den Gegner, wissen aber auch nicht, was sie verändern.”

Er rechne damit, dass die Grundordnung beim TSV 1860 angepasst werde, so Härtel. Auch die Probleme der Löwen beim hohen Pressen seitens des Gegners seien aufgefallen, es gehe jedoch auch darum, “eine gute Balance zu finden”. Man wolle sich “nicht verstecken”, müsse jedoch auch darauf achten, “unsere Tiefe immer gut zu verteidigen”.

Titelbild: Screenshot YouTube

Löwenrunde: “In guten wie in schlechten Zeiten”

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Löwenrunde: "In guten wie in schlechten Zeiten"

Nach zwei Pleiten stehen die Löwen am Samstag unter Druck. Um 14:00 Uhr sind sie beim FC Erzgebirge Aue zu Gast und wollen sich dort für die enttäuschende Vorstellung beim jüngsten 1:5 gegen die TSG Hoffenheim II rehabilitieren. Bei der Löwenrunde vor dem Spiel kündigte Trainer Patrick Glöckner an dass es „einige Umstellungen geben“ wird und berichtete, dass die Mannschaft „die Trainingswoche voll durchgezogen hat“.

Kollektiv muss Verlaat-Ausfall auffangen

Glöckner sieht keinen 1:1-Ersatz als Führungsspieler für den verletzten Kapitän Verlaat vor sondern erklärt: „Das müssen wir als Kollektiv auffangen“. „Nach so einer Klatsche braucht man keinen, der einen noch einmal extra antreibt. Da muss jeder selbst auf dem Rasen brennen.“, sagte er weiter.  Den Besuch auf der Wiesn am Dienstag habe man „kurzgehalten“, dafür am Dienstag und Mittwoch jeweils zwei Mal trainiert. Auf den medialen Druck gegenüber seiner Person reagierte der Löwen-Coach gelassen: „Es geht hier nicht um meine Person, sondern um meine Mannschaft, das ist das Einzige, das zählt“. Für ihn gelte der Leitspruch „schütze Deine Spieler“, fügte Glöckner an.

Mehrfachwechsel und Systemumstellungen

Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte der Löwen-Coach, man habe die letzten beiden Gegner taktisch „so erwartet, wie sie aufgetreten sind”. “. Wir konnten uns nicht lösen und haben gegen Hoffenheim in der Trinkpause umgestellt. Wir waren in Ballbesitz sehr ängstlich und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte der 1860-Coach. „Solche Spiele gibt es, das passiert auch absoluten Top-Teams. Es hilft nur Brust raus und hart weiterarbeiten“, sagte Glöckner weiter. Es gelte in Aue die Trainingsleistung auch im Spiel auf den Platz zu bringen. „Es geht nicht um meine Person“, wiederholte Glöckner und fügte an: „Es geht darum, die Fans und den Verein glücklich zu machen. Man schläft tagelang nicht richtig nach solchen Spielen. Das geht auch den Spielern ähnlich.“.

Einige Umstellungen in Aue

Der Löwen-Coach kündigte an, dass es in Aue „einige Umstellungen“ geben wird. „Die Trainingseindrücke dieser Woche sind einzig und allein entscheidend, es werden die spielen, die bereit sind den letzten Meter zu gehen“, erklärte Glöckner, der Überraschungen nicht ausschloss. Gerade im Angriff brauche man „einen Spieler, der extrem viel gegen den Ball arbeitet und viel Erfahrung mitbringt. Wir brauchen eine gute Kombination, denn es ist nicht einfach, in diesem Stadion zu bestehen“, sagte Glöckner weiter. Entscheiden würden am Ende „die Tagesform, das Glück und die Gier“.

Pro und Contra Dreierkette

Dann ging Glöckner auf Frage von sechzger.de auf die Vor- und Nachteile der Dreierkette gegenüber der Viererkette (Zitat: „Das ist natürlich eine Option“) ein: „Das Problem der Dreierkette ist, dass die Schienenspieler zu 50% offensiv und zu 50% defensiv arbeiten müssen, bei der Viererkette sind es hingegen 70% offensiv. Wichtig ist es, dass wir in Aue wieder in die Räume kommen, dass wir ballsicherer werden und wieder Selbstvertrauen aufbauen“, erklärte Glöckner.

Löwenrunde: “In guten wie in schlechten Zeiten”

Über den Kreis mit den Fanvertretern nach der bitteren Pleite gegen Hoffenheim sagte der Sechzger-Trainer: „Das war sehr positiv. Wir haben uns gefreut über den positiven Support, sie haben uns gut zugesprochen, das fand ich klasse. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Es heißt in guten wie in schlechten Zeiten und es ist super, dass unsere Fans das vor leben“.

Mit 1.800 Fans ins Erzgebirge

Auch in Aue dürften die Löwen-Fans wieder eine Rolle spielen, der Gästeblock ist mit 1.800 Löwenfans ausverkauft. Alle Daheimgeblieben können die Partie natürlich wieder bei uns im Live-Ticker oder auch im Free-TV im BR verfolgen.

Der Mann an der Pfeife (in Aue): Luca Jürgensen

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Die Rubrik Der Mann an der Pfeife (oder ggf. auch Die Frau an der Pfeife) stellt unseren Leser*innen den Schiedsrichter (oder die Schiedsrichterin) der jeweils nächsten Partie des TSV 1860 in der 3. Liga vor. Heute geht es hier um Luca Jürgensen aus Hamburg. Er wird den “Krisengipfel” zwischen den beiden zuletzt mit vier bzw. zwei Niederlagen gebeutelten Mannschaften von Erzgebirge Aue und des TSV 1860 (Samstag, 14:00 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) leiten. Bei der letzten Begegnung der Löwen mit dem 28jährigen stand noch ein anderer Cheftrainer am Spielfeldrand.

Leicht unterdurchschnittliche Verwarnungs-Statistik

Auf 35 Einsätze in der 3. Liga blickt Luca Jürgensen bereits zurück. Die meisten Erfahrungen an der Pfeife sammelte er aber bislang in der Oberliga Nord (61 Spiele), wo er schon vor zehn Jahren erste Begegnungen leitete. Auch in der Regionalliga Nord kam Jürgensen bis zur vergangenen Saison regelmäßig zum Einsatz. Seine Kartenbilanz in der 3. Liga ist leicht unterdurchschnittlich. Genau vier Mal zog er im Schnitt in jeder Partie den gelben Karton. Hinzu kommen zwei Gelb-Rote und sechs glatt Rote Karten. Das wiederum ist relativ viel. Ebenfalls sechmal zeigte der für Eintracht Norderstedt (derzeit mit der ersten Herrenmannschaft in der Regionalliga Nord am Ball) aktive Jürgensen in der 3. Liga bislang auf den Elfmeterpunkt.

Jürgensen und die Löwen

0:1 gegen Viktoria Köln

Bislang dreimal pfiff der Schiedsrichter, der am Samstag in Aue am Start ist, den TSV 1860  in der 3. Liga. Und unsere Bilanz ist in diesen Spielen katastrophal. Im März 2023 war er auf Giesings Höhen im Einsatz, als die Löwen gegen Viktoria Köln mit 0:1 unterlagen (Torschütze damals für die Gäste: David Philipp). Dies war gleichzeitig das erste Spiel von Maurizio Jacobacci an der Seitenlinie des TSV 1860.

Ein Kölner am Boden, Schiedsrichter Jürgensen im Mittelpunkt des Geschehens: Heimspiel gegen die Viktoria Anfang März 2023.

0:1 in Freiburg

Auch die zweite Partie für Jürgensen mit Sechzig – in der folgenden Saison – war aus weißblauer Perspektive eine absolute Enttäuschung. Erneut mit 0:1 unterlagen die Löwen – inzwischen angeleitet von Argirios Giannikis – am vorletzten Tag im März 2024 bei der Zweitvertretung des SC Freiburg, die am Saisonende sang- und klanglos aus der 3. Liga absteigen musste.

Auch hier in Freiburg liegen Spieler am Boden und Schiedsrichter Jürgensen kommt zum Tatort.

0:4 in Saarbrücken

Seinen letzten Auftritt bei einem Spiel des TSV 1860 hatte der 28jährige am 18. Januar diesen Jahres. Das 4:0 in Saarbrücken dürfte vielen Löwenfans noch in lebhafter Erinnerung sein. Bekanntermaßen wurde zwei Tage später Argirios Giannikis entlassen und durch Patrick Glöckner ersetzt.

Das gleiche Bild in Saarbrücken: Zwei Akteure am Boden, Schiedsrichter Jürgensen aber schon am Ort des Geschehens.

Vorsicht vor Notbremsen!

In der laufenden Saison ist das Spiel im Erzgebirge der dritte Einsatz in der 3. Liga für Luca Jürgensen. Am ersten Spieltag war er beim 2:2 zwischen Waldhof Mannheim und dem SC Verl, vier Runden später bei der 1:3-Heimniederlage von Alemannia Aachen gegen den SSV Ulm an der Pfeife tätig. Bemerkenswert: Schon in den ersten 25 Minuten beider Partien zeigte er jeweils einem Akteur wegen einer Notbremse die Rote Karte. Da sollte die Hintemannschaft der Löwen vielleicht ein wenig aufpassen, um sich nicht frühzeitig selbst zu schwächen.

Linienrichter und vierter Offizieller

An den Seitenlinien wird der Schiri am Samstag Nachmittag – wie in Mannheim und Aachen – von Fabian Porsch aus Barsbüttel (in Schleswig-Holstein) und von Gerhard Alexander Ludoph aus Hoisbüttel (ebenfalls im nördlichsten Bundesland gelegen) unterstützt. Der 36jährige Porsch blickt bereits auf 110 Drittligaeinsätze seit 2015 als Linienrichter zurück. Den Löwen begegnete er dabei schon einige Male. Auch bei Siegen für 1860! Ludolph hingegen ist erst seit dieser Saison in der niedrigsten deutschen Profiliga im Einsatz. Der vierte Offizielle wird am Samstag Johannes Drößler aus Gotha sein. Er begegneten 1860  bisher einmal in dieser Rolle. Beim 2:5 in Dresden im Februar.

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Titelbild: Spielaufbau der Löwen. Beobachtet von Schiedsrichter Luca Jürgensen ganz rechts im gelben Oberteil. Am 18. Januar 2025 im Saarbrücker Ludwigspark. 

 

Wunschaufstellungen zu Erzgebirge Aue – TSV 1860 München

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Tsv 1860 Wunschaufstellungen

Nach zwei Niederlagen in Folge und vor allem aufgrund der arg überschaubaren Leistungen ist die Luft für Trainer Patrick Glöckner etwas dünn geworden. Treuebekenntnisse vermieden die Verantwortlichen der Löwen – ein Zeichen? Mit welchen Wunschaufstellungen würden unsere Redakteure mit dem TSV 1860 die drei Punkte aus Aue entführen?

Wunschaufstellungen zu Erzgebirge Aue – TSV 1860

Thomas Enn

Trotz der Defensivdebakel zuletzt hält Thomas am 3-4-1-2 fest, nimmt allerdins personelle Änderungen vor. Mit Lasse Faßmann und Samuel Althaus feiern zwei Youngster ihr Drittliga-Debüt. In der Offensive sollen Volland, Haugen und Niederlechner für Gefahr sorgen.

Florian Buch

Flo versucht es im 4-2-2-2, wobei Clemens Lippmann erstmals von Beginn an randarf und auf der ungewohnten linken Seite verteidigt. Im offensiven Mittelfeld sollen Volland und Wolfram die beiden Stürmer Niederlechner und Steinkötter füttern.

Stefan Kranzberg

Auch Stefan wählt das 4-2-2-2 und beordert Lippmann in die Startelf, allerdings auf der rechten Abwehrseite. Marvin Rittmüller wechselt stattdessen nach links. Im defensiven Mittelfeld kommt Samuel Althaus zum Debüt, im offensiven Mittelfeld soll David Philipp neben Kevin Volland wirbeln.

Peter Gratz

4-2-3-1, also das System der Vorsaison, ist für Peter der Schlüssel zum Erfolg. Auf ganz große personelle Experimente verzichtet er, gönnt Routinier Florian Niederlechner jedoch eine Pause. Im Sturm darf Justin Steinkötter erstmals von Anfang an ran, hinter ihm agieren Maxi Wolfram, Kevin Volland und David Philipp.

Deine Meinung ist gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast Du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig um Sieben: Fans können Wiesn-Trikot 2026 designen

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Langsam geht der Blick immer mehr in Richtung Erzgebirge, heute startet die Vorberichterstattung bei sechzger.de durch. Außerdem gibt es weitere Ticket-Informationen und die Löwen suchen ein Design für das Wiesn-Trikot 2026, das dieses Mal Fans vorschlagen können.

Tickets für Auswärtsspiel in Wiesbaden erhältlich

Nach dem Gastauftritt in Aue folgt der nächste aufgrund einer Englischen Woche bereits zeitnah. Gegner ist dann Wehen Wiesbaden an einem Sonntag. Für die Partie sind mittlerweile Karten erhältlich, alle Informationen gibt es hier.

Design für Wiesn-Trikot 2026 gesucht

Noch weiter voraus geht der Blick des TSV 1860 München in einer anderen Angelegenheit. Gesucht wird bereits jetzt – also genau ein Jahr früher – das Design für das Wiesn-Trikot 2026. Fans werden dabei ermutigt, ihre Vorschläge in hellen Farbtönen einzureichen. Wer den Zuschlag erhält, darf sich gleich über mehrere Preise freuen. Obacht: die Zeit tickt bereits. Nur bis zum Anpfiff der Partie gegen Viktoria Köln am 01.Oktober können die Vorschläge eingereicht werden.

Abstimmungsergebnis zu “Weiß&blau für den TSV”

Zur Mitte der Woche beschäftigte sich gestern ein Artikel mit der Initiative “Weiß&blau für den TSV”. Zuletzt gab es auf der Homepage von sechzger.de eine Umfrage, von welcher Initiative sich die Leserinnen und Leser am ehesten repräsentiert fühlen. Das Ergebnis findet ihr hier.

Geburtstagskind

Max Christiansen wird heute 29 Jahre alt. Ois Guade!

News aus der 3.Liga

Ott schießt Viktoria Köln in die nächste Runde

Ex-Löwe Raphael Ott hat seinen neuen Verein Viktoria Köln in die nächste Runde geschossen. Der Außenspieler traf beim knappen 2:1-Auswärtssieg gegen den VfL Vichttal (5.Liga) doppelt, verpasste im ersten Durchgang sogar einen Hattrick. Durch den Sieg stehen die Kölner im Achtelfinale des Wettbewerbs.

Neuer Trainer im Ulm nach der Länderspielpause

Neuigkeiten gibt es zudem in Sachen Trainer beim SSV Ulm. Demnach werden die Spatzen die Englische Woche mit Interimstrainer Moritz Glasbrunner bestreiten. Erst danach soll dann ein neuer Übungsleiter vorgestellt werden. Die gestern aufgekommenen Namen Kauczinski und Giannikis scheinen einer Aussage von Geschäftsführer Markus Thiele zufolge doch nicht in der engeren Auswahl zu sein.

Die Bedeutung der Faninitiative “Weiß & blau für den TSV”

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TSV 1860 Westkurve Choreographie Tickets

Mitte der vergangenen Woche, am 16. September veröffentlichte die Faninitiative Weiß & blau für den TSV auf ihrer Instagram-Seite das Ergebnis einer kurz zuvor auf dem Blog dieblaue24 bzw. auf dessen Instagram-Präsenz durchgeführten Umfrage. “Wo siehst Du Dich?” lautete die sehr kurz geratene Frage, die mit den Antwortmöglichkeiten “PRO1860”, “Weiß & blau für den TSV” bzw. “Neutral” beantwortet werden konnte. Das durchaus bemerkenswerte, aber laut Faninitiative “nicht repräsentative” Ergebnis veranlasste uns bei sechzger.de eine ähnlich lautende Befragung auf unserer Startseite zu platzieren. Deren Ergebnis ist übrigens durchaus repräsentativ (und zwar für unsere User*innen bzw. für die Teilnehmer*innen an unseren Umfragen). Aber das nur am Rande. Die interessante, aber doch sehr wissenschaftliche Diskussion, was “repräsentativ” eigentlich ist, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Hier geht es um unser Ergebnis der gleichen Umfrage, das irgendwie sehr vom Ergebnis auf db24 abweicht. Seltsam. Wer hat denn nun Recht?

Bemerkenswerte Ergebnisse der Umfrage auf db24

Bemerkenswert: Eine knappe Mehrheit von 37% der Umfragteilnehmer*innen auf dem Insta-Kanal von db24 “sieht sich” bei oder mit oder für (das lässt sich aus der Formulierung der Frage leider nicht ganz schließen) “Weiß & blau für den TSV”. Fast die gleiche Anzahl an Teilnehmenden, nämlich 36% sind “Neutral”. Nur ein gutes Viertel, nämlich 27% stimmen dort für “Pro1860”. So weit – so gut.

Völlig anderes Resultat auf sechzger.de

Ganz anders sehen unsere Ergebnisse der inhaltlich gleichen Befragung bei uns auf der Seite (ohne Instagram-Abfrage) aus. Nicht einmal jeder zehnte (9%) fühlt sich allein durch die Fanorganisation Weiß & blau für den TSV repräsentiert. Nur zwei Prozent (die seltenste Antwort) fühlen sich durch beide vorgeschlagenen Institutionen gleichermaßen vertreten. “Durch keine der beiden” geben dagegen fast vier von zehn Befragten (39%) zur Antwort. Die häufigste Möglichkeit, die fast die Hälfte angeklickt hat, ist bei uns “Pro1860” (49%). Knapp die Hälfte unserer Leser*innen bzw. der Teilnehmer*innen an unseren Umfragen fühlt sich durch Pro1860 als Löwenfan repräsentiert.
Mehr Abweichung zwischen zwei so ähnlichen Umfragen, die nur ganz knapp zeitversetzt durchgeführt wurden, ist fast nicht möglich. Normalerweise würde man – als Sozialwissenschaftler – in so einem Fall nach einem Ereignis forschen, das die extreme Veränderung der Ergebnisse herbeigeführt hat. Da fällt dem Verfasser dieser Zeilen aber ehrlicherweise nicht wirklich etwas Brauchbares ein. Womöglich ist es einfach eine andere Befragtengruppe, die hier den Ausschlag gibt. Hier die sechzger.de-Leser*innen, dort die Gäste auf dem db24-Instagram-Kanal. Löwenfans dürften es Hüben wie Drüben sein.

 

Fazit, eine Frage und noch ein paar Zahlen

Bleibt die große Frage: Welches Ergebnis der beiden Umfragen ist nun das Zutreffende? Wer hat Recht? Die Aktiven bei Weiß & blau für den TSV interpretieren das Ergebnis der db24-Umfrage mit den folgenden Worten:

Wir sind angekommen, wir überzeugen mit unseren Argumenten und sprechen die Sprache der Löwenfans.

Da stellt sich die Frage: Welche Bedeutung hat Weiß & blau für den TSV wirklich in der Fanlandschaft des TSV 1860? Diese Interpretation sollte am besten jedem Interessierten selbst überlassen werden. Vielleicht auf Basis der nackten Zahlen auf Instagram. Der Beitrag zur hier diskutierten Umfrage auf dem Instagram-Kanal von W&bfdTSV, dem übrigens derzeit 273 Personen aktiv folgen, wurde von exakt fünfzehn Personen geliked. In etwa die Größenordnung der Zustimmung, die auch andere Beiträge dort erreichen. Beispielsweise ein offener Brief an den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (25 Likes). Zum Vergleich: Bei Pro1860 sprechen wir von aktuell 1.201 followern. Der letzte Beitrag auf deren Instagram-Seite (ebenfalls ein offener Brief an den OB) wurde von 734 Followern positiv bewertet.
Noch Fragen?

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Titelbild: Ausschnitt aus einer Choreo der aktiven Szene in der Westkurve aus dem Herbst 2019. Dort wurden ganz viele verschieden Fantypen beim TSV 1860 optisch dargestellt. Welche von ihnen fühlen sich wohl durch “Weiß und blau für den TSV” vertreten?