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Giesinger Gedanken: Und dann kam auch noch Pech dazu

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Erzgebirge Aue TSV 1860 München Mannschaft Vor Der Fankurve Nach Niederlage

Bei Erzgebirge Aue hatte sich der TSV 1860 München etwas vorgenommen, das konnte man in der Anfangsphase gut beobachten. Doch Pech und der Pfosten verhinderten eine frühe Führung, dann kam der Nackenschlag mit dem ersten Gegentreffer. Viel frustrierender kann ein Spiel in der aktuellen Situation kaum laufen – insbesondere für Trainer Patrick Glöckner. Seine Zeit bei den Löwen dürfte damit vorüber sein.

Schmerzhafte Niederlage im Erzgebirge

Nach zwei Niederlagen und insbesondere nach dem blamablen Auftritt gegen Hoffenheim II war nicht nur Trainer Patrick Glöckner gefordert, sondern insbesondere auch die Mannschaft. 1.800 Fans im Auswärtsblock wollten sehen, dass es dieses Mal anders läuft, dass das Team kämpft und sich reinhängt, dass der Wille zu siegen klar erkennbar ist. Auf dem Hinweg zum Stadion sprach ich mit meinem Kumpel aus Aue. Auch dort war die Lage vor Anpfiff ja durchaus angespannt. Tenor: man hatte immer ganz ordentlich gespielt, bis der erste Gegentreffer kassiert wurde. Danach fiel man eher auseinander und es ging nichts mehr.

Mit diesem Wissen gehe ich also in den Gästeblock und sehe nach wenigen Minuten direkt vor uns eine Ecke, die von Kevin Volland reingebracht wird. Und zack – drin das Ding! Mehrere Sekunden langer Jubel, der plötzlich vollkommenem Unverständnis weichen muss. Das Tor zählt nicht. Der Gästeblock versteht die Welt nicht mehr, wildeste Spekulationen werden angestellt. War das Abseits? Ne geht nicht, gibt es bei einer Ecke ja nicht… Okay, ein Stürmerfoul? Aber wo denn? Nach Betrachtung der Fernsehbilder kann man sagen: kein Wunder, dass die Löwenfans irritiert waren. Das war ein klares Tor für den TSV 1860. Spitze, das geht ja gut los. Egal, weiter!

Das zumindest dachte sich in der Anfangsphase auch die Mannschaft und hatte durch Florian Niederlechner die nächste große Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch der Innenpfosten rettet für Aue und bugsiert den Ball direkt in die Arme des chancenlosen Martin Männel. Aue hat nach einem Gegentreffer massive Schwierigkeiten – ja aber wieso will der Ball denn heute einfach nicht reingehen?!

Von Pech kann man sich auch nichts kaufen

Es kommt, wie es kommen muss und eine der meistzitiertesten Fußballer-Aussagen trifft es auf den Punkt. “Erst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu” sagte einst Jürgen Wegmann. Ja richtig, so erging es den Löwen auch. Wobei Pech nur ein Teil der Wahrheit ist. Quasi im Gegenzug nach dem Pfostentreffer trifft der unfassbar allein gelassene Stefaniak zum 0:1. Spitze.

Nach dem Seitenwechsel gab es dann noch einmal einen schön ausgespielten Angriff, der mit einem Abschluss von Marvin Rittmüller endete. Auch bei ihm hieß der Endgegner Pfosten. Es soll aber auch einfach nicht sein. Der zweite Treffer markierte die endgültige Entscheidung, danach fiel dem TSV 1860 wirklich nichts mehr ein. Mit leeren Händen standen Fans und Mannschaft bedröppelt da. Spannend: nach einer kurzen Ansprache vor dem Block verabschiedet dieser das Team mit aufmunterndem Applaus in die Kabine. Pfiffe: Fehlanzeige.

Was zieht man nach einer Nacht drüber schlafen nun für Schlüsse aus der dritten Niederlage in Folge – die mit ein wenig mehr Glück durchaus auch mit einem Auswärtssieg hätte enden können? Ich bin ehrlich: ich weiß es nicht. Sicherlich waren da wieder Punkte dabei, die man Patrick Glöckner anlasten könnte. Die angekündigte große Veränderung? Naja. Kevin Volland als Außenspieler? Passt nicht, um nur Beispiele zu nennen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der ein oder andere Spieler ziemlich indisponiert über den Platz läuft. Ob das ein anderer Trainer positiv beeinflussen kann? Glaube ich persönlich eigentlich nicht…

Wer wird neuer Trainer?

Apropos anderer Trainer: die Diskussionen um Glöckner wurden sehr schnell sehr konkret. Von Fans wie Christian ist das das eine, die zwischen den Zeilen sehr deutlichen Aussagen von Geschäftsführer Werner und Präsident Mang haben mich zu dem Zeitpunkt dann doch überrascht. So braucht man gar nicht groß diskutieren, alles andere als eine Entlassung heute oder am Montag wäre eine große Überraschung. Mit einem Nachfolger hat man sich bestimmt in den letzten Tagen schon beschäftigt, ich bin gespannt auf den neuen Namen. In der aktuellen Situation wäre ein alter Haudegen mit viel Erfahrung wohl das Beste, um das Ziel 2.Bundesliga zu verfolgen. Dass die Mannschaft dazu in der Lage ist – davon bin ich weiterhin überzeugt, auch wenn sie es aktuell nicht auf dem Platz zeigt. Wer weiß, vielleicht gibt es am Mittwoch unter Flutlicht wieder Grund zum Jubeln. Schlecht wärs ned. Und das mit dem Pech dürfen dann gerne die Gäste aus Köln übernehmen. Nix da Viktoria, die Punkte bleiben bitte in Giesing!

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

Dritte verschenkt Heimsieg – Vierte gewinnt

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Tsv 1860 III Fc Espanol dritte IV

Trotz einer 3:1-Halbzeitführung hat die Dritte der Löwen den Heimsieg gegen den FC Teutonia noch verschenkt. Die 4. Mannschaft hingegen setzte sich gegen den Tabellenletzten FC Bosnia i Hercegovina durch.

Dritte verschenkt Heimsieg – Vierte gewinnt

Bereits in der 3. Minute musste der TSV 1860 III das 0:1 gegen den FC Teutonia schlucken, drehte dann aber ordentlich auf. Philipp Baumann (25.), Salif Boubacar (44.) und Julian Schleich (45.+3) sorgten für eine vermeintlich beruhigende Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel verpassten es die Löwen jedoch, den Sack zuzumachen und so kam es, wie es kommen musste. Innerhalb von drei Minuten glichen Filippos Gkasimpagiazov (76.) und Henry Böhm (79.) für die Gäste aus. Am Ende musste sich die Dritte also mit einem Zähler zufrieden geben.

Einen Dreier fuhr hingegen die 4. Mannschaft des TSV 1860 gegen Tabellennachzügler FC Bosna i Hercegovina ein. Mario Krischel brachte die Löwen in Führung, doch kurz vor der Pause kamen die Gäste durch Admir Isic zum überraschenden Ausgleich (44.). Lars Lowinski (70.), erneut Mario Krischel (75.) und Simon Beck (86.) brachten die Vierte dann aber doch auf die Siegerstraße, ehe Mirza Dzafic in der 89. Minute einen Elfmeter zum 4:2-Endstand verwandelte.

Titelbild: Nicolai Walch

Auswärtsniederlage: TSV 1860 verliert auch in Aue

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Fc Erzgebirge Aue Tsv 1860

Im Krisengipfel der 3. Liga musste der TSV 1860 München am Samstagnachmittag beim FC Erzgebirge Aue antreten. In einer intensiven Partie setzten sich die Gastgeber nach 90 Minuten mit 2:0 durch und verschärften die Situation bei Münchens großer Liebe.

Zweimal Pech, dann Gegentor

Trainer Patrick Glöckner stellte nach dem Heimdebakel gegen die TSG Hoffenheim II auf ein 4-2-2-2 um und verhalf Justin Steinkötter im Angriff zu seinem Startelfdebüt. Für den ersten Aufreger der Partie sorgte jedoch Kevin Volland, der in der 5. Minute eine Ecke direkt verwandelte. Der Schiedsrichter sah jedoch ein Stürmerfoul in der Mitte und das Tor zählte nicht – bitter für 1860!

Doch damit nicht des Pechs genug: In der 19. Minute setzte sich Niederlechner gut durch, sein Schuss landete jedoch am Innenpfosten und von dort in den Armen von Aues Keeper Männel. Quasi im Gegenzug dann der nächste Nackenschlag, als Uhlmann den Ball zur Mitte brachte, die Löwen-Abweht komplett ungeordnet war und Marvin Stefaniak zum 1:0 für die Schachter einnetzte (20.)

Rittmüller an den Pfosten

Danach übernahmen die Gastgeber die Kontrolle, während bei Sechzig zunehmend der Wurm drin war. Der Wille war den Löwen zwar zu keiner Zeit abzusprechen, doch offensiv fehlte es an Kreativität und defensiv ließ man sich doch das eine oder andere mal zu einfach ausspielen. So ging es mit einem knappen Rückstand in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel kam Lippmann für Steinkötter und Sechzig agierte wieder offensiver. Nach einem tollen Angriff setzte Rittmüller aus 18 Meter zum Schlenzer an, traf jedoch nur Aluminium (52.).

TSV 1860 verliert auch bei Erzgebirge Aue

Auch in der Folge zeigten sich die Löwen bemüht, das Offensivpulver schien jedoch fürs Erste wieder verschossen und die Gastgeber bekamen die Partie wieder besser in den Griff. In der 69. Minute dann wieder Pech für 1860, als der eingewechselte Jacobsen nach einer Ecke aufs Tor schoss, ein Verteidiger jedoch auf der Linie für den bereits geschlagenen Männel klärte.

Der FC Erzgebirge blieb aber bei Kontern durchaus gefährlich. So musste beispielsweise Pfeifer im letzten Moment im eigenen Strafraum gegen den einschussbereiten Günther-Schmidt klären (74.) und Ehlers jagte die Kugel nach einem famosen Solo weit übers Tor (77.). Besser machte es Eric Uhlmann, der nach einer Standardsituation und einer defensiven Nichtleistung bei der Abwehr dieser zum 2:0 traf (82.). Das war natürlich die Entscheidung und so mussten sich die Löwen zum dritten Mal in Folge geschlagen geben.

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Rittmüller, Dulic, Voet, Pfeifer– Deniz (83. Hobsch), Christiansen (68. Jacobsen) – Volland, Wolfram (59. Philipp) – Steinkötter (46. Lippmann), Niederlechner (59. Haugen)

Bank:
Bachmann (TW), Erdogan, Schifferl

Tore:
1:0 Stefaniak (20.), 2:0 Uhlmann (82.)

Liveticker: Erzgebirge Aue – TSV 1860 München (8.Spieltag)

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Liveticker Erzgebirge Aue TSV 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 8.Spieltag im Erzgebirgsstadion aufeinander.

Die Englische Woche zuletzt verlief alles andere als geplant für den TSV 1860 München. Nach dem schwachen Auftritt in Rostock folgte zuhause eine Klatsche gegen Hoffenheim II. Auch bei den heutigen Gastgebern läuft es überhaupt nicht rund, Aue verlor die letzten vier Partien in Folge. Man kann also durchaus von einem kleinen Krisenduell heute sprechen, wenn der FCE und die Löwen aufeinander treffen. Der Gästeblock wird allerdings voll sein und die Löwenfans erhoffen sich endlich eine Reaktion der Mannschaft – und im besten Falle einen Auswärtssieg im Erzgebirge.

Aufstellung:
Dähne – Rittmüller, Dulic, Voet, Pfeifer– Deniz (83. Hobsch), Christiansen (68. Jacobsen) – Volland, Wolfram (59. Philipp) – Steinkötter (46. Lippmann), Niederlechner (59. Haugen)

Bank:
Bachmann (TW), Erdogan, Schifferl

Tore:
1:0 Stefaniak (20.), 2:0 Uhlmann (82.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Kapitän Jesper Verlaat hat sich vergangene Woche beim Auswärtsspiel in Rostock am Oberschenkel verletzt und fehlt den Löwen womöglich länger. Morris Schröter wird voraussichtlich über Monate hinweg wegen eines Sehnenrisses am Hüftbeuger nicht zur Verfügung stehen. Des Weiteren fallen Kilian Jakob und Max Reinthaler verletzungsbedingt aus, während Tim Danhof womöglich wieder einsatzbereit ist.

Ausfälle bei Erzgebirge Aue:
Ryan Malone (Rotsperre), Max Uhlig, Maxim Burghardt, Can Özkan, Marcel Bär (alle verletzt bzw. im Aufbautraining)

Wo könnt ihr das Spiel Erzgebirge Aue – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird im Free-TV übertragen. Der Bayerische Rundfunk und der MDR zeigt das Spiel live und in voller Länge im Fernsehen sowie im Online-Stream. Natürlich läuft die Partie auch wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung ebenfalls sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

sechzger.de: Heterogene Meinungen zu Patrick Glöckner

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1860 Trainer Glöckner: "Es wird Härtefälle geben"

In seinen Giesinger Gedanken nach dem Heimdebakel gegen die TSG Hoffenheim II forderte Redakteur Christian Jung – eindeutig als persönliche Meinung gekennzeichnet – relativ unverblümt und argumentativ unterlegt die zeitnahe Entlassung von 1860-Trainer Patrick Glöckner. Im sechzger.de Talk zu Beginn der Woche wurde dann sogar bereits über mögliche Nachfolger des Übungsleiters diskutiert. Und doch sind Meinungen bezüglich Glöckner innerhalb der Redaktion bei weitem nicht so einheitlich, wie das womöglich nach außen erscheinen mag.

Heterogene Meinungen zu Patrick Glöckner

Zwar sind alle Redakteure enttäuscht über die sportliche Entwicklung der Löwen in den vergangenen Wochen, möchten sich jedoch nicht einheitlich auf den Trainer als (alleinigen) Sündenbock festlegen.

Thomas Spiesl:
“Ja, das Hoffenheim-Spiel war ein Armutszeugnis, aber ich bin der Meinung, dass eine Trainerentlassung zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht wäre. Dennoch erwarte ich eine Reaktion des Teams in Aue und gegen Köln. Wenn wir aus den nächsten drei Spielen keine 5-6 Punkte holen, dann sehe ich in der Länderspielpause einen guten Zeitpunkt, um die weitere Ausrichtung zu überdenken. Noch ist nichts passiert, wir sind mittendrin im Rennen um die ersten drei Plätze und es sind erst sieben von 38 Spielen gespielt. Schnellschüsse und Aktionismus sind für mich die falschen Mittel um auf Rückschläge zu reagieren.”

Stefan Kranzberg:
“Ich bin zwar ganz klar der Meinung, dass Glöckner das Spiel gegen Hoffenheim vercoacht hat, weil die taktische Ausrichtung null zur aufgestellten Startelf passte, denke aber, dass es richtig war, den Trainer nicht direkt freizustellen. Nach den zuletzt bescheidenen Leistungen muss sich die Mannschaft aber definitiv steigern – und da gehört auch der Trainer dazu. Man kann Spiele verlieren, aber es kommt auf das “wie” an. Jetzt zeigt sich auch, ob die Mannschaft wirklich über den tollen Charakter verfügt, den Geschäftsührer Dr. Christian Werner zu Saisonbeginn konstatiert hatte. Man wird sehen, inwiefern die für ein 3-4-1-2 verpflichteten Spieler in der Lage sind, auch andere Systeme umzusetzen und ob Glöckner diese Umstellung überhaupt in Erwägung zieht.”

Hat der Trainer die Kabine “verloren”?

Christian Jung:
“Wie schon in meinen Giesinger Gedanken am vergangenen Wochenende nach dem Desaster gegen Hoffenheim II dargestellt, wünsche ich mir – anders als häufig in der Vergangenheit – in der aktuellen Situation einen möglichst schnellen Trainerwechsel. Der Verlauf der bisherigen Saison und insbesondere das Auftreten der Mannschaft in den letzten zweieinhalb Spielen hinterlässt bei mir den tiefen Eindruck, dass Patrick Glöckner, den ich menschlich übrigens für absolut sympathisch halte, die Mannschaft überhaupt nicht mehr erreicht und die Kabine “verloren” hat. Ich halte den Kader in dieser Saison für so stark, dass der Trainer in der Lage sein muss, mit diesem im Mai aufzusteigen. Um dieses Ziel nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren, muss jetzt gehandelt werden. Die Auswahl, wer der geeignete Trainer ist, das große Ziel zu realisieren, obliegt dem Geschäftsführer. Dieser muss sich dann am Ende der Saison an den erreichten Zielen messen lassen. Dabei wird dann die Zusammenstellung des Kaders zur Saisonbeginn und natürlich auch die Trainerauswahl eine große Rolle spielen.”

Peter Gratz:
“Grundsätzlich stehe ich Patrick Glöckner als Löwencoach positiv gegenüber und denke, er hat, insbesondere nach seiner Übernahme, sehr gute Arbeit geleistet. In der aktuellen Situation erreicht er aber die Mannschaft nicht mehr bzw. findet nicht die richtigen Lösungen. Da wir uns in einer “all-in” Saison befinden, ist ausnahmsweise mal nicht Ruhe und Kontinuität geboten, sondern schnelles Handeln das Mittel der Wahl. Die Mannschaft braucht andere Impulse, um das vorhandene Potential abzurufen. Außerdem gefällt mir der aktuelle Spielstil überhaupt nicht. Ich bin kein Gegner von Dreierketten etc., aber von zu zentrumslastigem Spiel. Das ist weder attraktiv noch erfolgsversprechend, insbesondere da man in der dritten Liga normalerweise nie das Personal für eine solche Anlage hat. Glöckner ist natürlich nicht alleine in der Verantwortung, Spieler kann man aber nicht einfach so austauschen und auch Sportdirektoren nicht. Falls, wie oft kolportiert wird, wirklich Details der taktischen/personellen Spielausrichtung von weiter oben bestimmt werden, müssen diese Mechanismen und die in ihnen wirkenden Personen naturgemäß auch hinterfragt werden.”

Inwieweit steht auch Geschäftsführer Dr. Christian Werner in der Verantwortung?

Keine Schnellschüsse erwünscht, aber…

Jan Schrader:
“In dieser Saison habe ich definitiv eine hohe Erwartungshaltung, die zuletzt überhaupt nicht erfüllt wurde. Sicher hat Patrick Glöckner als Trainer einen Anteil an der schwachen Leistung zuletzt, vielmehr möchte ich aber an die Spieler appellieren. Das ist wirklich zu wenig Einsatz und Leidenschaft, in dieser Hinsicht erwarte ich mir gegen Aue eine deutliche Steigerung. Deswegen und auch, weil ich es derzeit für verfrüht halte, bin ich aktuell nicht für einen Wechsel des Trainers. Sollte sich das sportliche Abschneiden nicht rasch bessern, sollte diese Option allerdings in Betracht gezogen werden, um das Saisonziel nicht verfrüht aus den Augen zu verlieren.”

Thomas Enn:
“Ich finde die Lage um Patrick Glöckner aktuell sehr schwierig zu beurteilen. Ich bin eigentlich immer gegen Schnellschüsse und deswegen finde ich es auch gut, dass er noch im Amt ist. Allerdings ist es schon so, dass es seit dem Saisonstart eine klare Tendenz nach unten gibt, die durch die guten Ergebnisse eine Zeit lang übertüncht wurde, so wie ich das im Talk auch angesprochen habe. Ich frage mich nur, wo das herkommt. Besonders auffällig finde ich, dass aktuell gleich mehrere Spieler offenbar in einem krassen Formtief sind (Voet, Jacobsen, Christiansen, Deniz, Pfeifer, um nur die Offensichtlichsten zu nennen). Ob dafür der Trainer die Verantwortung trägt, kann ich schwer sagen. Aber es wird eher schlimmer als besser und das kann man ihm durchaus anlasten. Von den Namen her müsste dieser Kader Gegner wie Havelse eigentlich locker im Griff haben. Beim System kann ich nicht beurteilen, ob ihm das von oben vorgegeben wird oder ob er aus freien Stücken auf das 3-4-1-2 setzt. Ich fand, dass 1860 letzte Saison in der Rückrunde unter ihm mehrheitlich guten Fußball gespielt hat. Wäre schön, wenn er die Mannschaft da wieder hinkriegt. Falls er allerdings in Aue verliert, wird er kaum noch zu halten sein. Ich denke, dass wir diese Saison mit diesem Kader einfach die historische Chance haben, endlich aus dieser Vorhölle namens dritte Liga rauszukommen. Da liegt einfach auch die Erwartungshaltung sehr hoch bei mir und die hat er bisher nicht erfüllt. Trotzdem hoffe ich, dass er die Kurve noch kriegt und wir endlich mal wieder Kontinuität auf der Trainerposition haben. Jede Saison mit zwei (oder mehr) Trainern arbeiten zu müssen, bringt uns einfach nicht weiter.”

Wie seht Ihr das?

Wie sind Eure Meinungen zur Personalie Patrick Glöckner? Ist er für die sportliche Stagnation verantwortlich oder müssen noch andere Personen hinterfragt werden? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare!

DFB Nachwuchsliga: U17 empfängt Nürnberg, U19 spielfrei

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Tsv 1860 Spvgg Unterhaching U17 Testspiel

Am vergangenen Wochenende konnte die U17 des TSV 1860 in Augsburg endlich den ersten Saisonsieg einfahren, nun gastiert der Club aus Nürnberg an der Grünwalder Straße. Für das weitere Abschneiden in der DFB Nachwuchsliga könnte diese Partie von entscheidender Bedeutung sein.

U17 empfängt Nürnberg, U19 spielfrei

Mit aktuell fünf Punkten liegen die Junglöwen nur einen Zähler hinter dem 1. FC Nürnberg (derzeit 5.), aber auch hinter Rang 3, der nach Abschluss der Vorrunde zur Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft reichen würde. Ein Sieg gegen die favorisierten Mittelfranken könnte also ein wichtiger Schritt sein, um dieses Ziel zu erreichen, obwohl man bis zum 4. Spieltag warten musste, um den ersten Saisonsieg zu feiern. Jannis Hohenester sorgte mit seinem Tor für den Dreier beim FC Augsburg, nun soll der erste Heimsieg folgen. Anpfiff auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 ist am Samstag um 13 Uhr.

Die U19 der Löwen – derzeit in der Vorrundengruppe auf Rang 3 – hat am kommenden Wochenende spielfrei und wird sehr wahrscheinlich den FC Augsburg vorbeiziehen lassen müssen, der am Samstag Schlusslicht SpVgg Unterhaching empfangen wird. Die Elf von Trainer Jonas Schittenhelm greift am 04.10. mit dem Nachholspiel gegen den FC Bayern wieder ins Geschehen ein.

Löwinnen am Wochenende auswärts gefordert

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Tsv 1860 Löwinnen U15 Turniersieg

Anders als die Herrenmannschaften des e.V. sind die Löwinnen des TSV 1860 München am bevorstehenden Wochenende auswärts gefordert. Die Erste reist dabei zur ebenfalls noch verlustpunktfreien SG Aschheim/Kirchheim.

Löwinnen am Wochenende auswärts gefordert

Bereits am Samstag um 14.00 Uhr müssen die U17-Junglöwinnen als Tabellenführerinnen beim Zweiten FC Forstern ran, ehe es sonntags gleich drei Spiele zu sehen gibt. Die U15 gastiert um 11.30 Uhr beim TSV Hohenbrunn-Riemerling, die U23 spielt nahezu zeitgleich (11.00 Uhr) beim TSV Allach. Den Abschluss des Spieltages bilden die Löwinnen I, die bei der ebenfalls noch verlustpunktfreien SG Aschheim/Kirchheim ihre Tabellenführung in der Kreisliga verteidigen wollen.

Die Spiele im Überblick:

🗓️ Samstag, 27.09.25, 🕑 14.00 Uhr
FC Forstern U17 – Löwinnen U17
📍Hauptstr. 34, 85659 Forstern

🗓️ Sonntag, 28.09.25, 🕦 11.30 Uhr
TSV Hohenbrunn-Riemerling U15 – Löwinnen U15
📍Putzbrunner Str. 20, 85662 Hohenbrunn

🗓️ Sonntag, 28.09.25, 🕚 11.00 Uhr
TSV Allach – Löwinnen U23
📍Enterstr. 55, 80999 München

🗓️ Sonntag, 28.09.25, 🕐 13:00 Uhr
SG Aschheim/Kirchheim – Löwinnen I
📍Am Sportpark 4, 85609 Aschheim

Heimspielwochenende für den TSV 1860 III & IV

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Spvgg 1906 Haidhausen Tsv 1860 Iii Dritte

Nachdem beide Teams zuletzt auswärts immerhin einen Punkt holen konnten, steht dem TSV 1860 III und IV nun ein Heimspielwochenende bevor. Beide Mannschaften gehen – mit Blick auf die Tabelle – als Favorit in die Partie.

Heimspielwochenende für den TSV 1860 III & IV

Den Anfang macht diesmal die 3. Mannschaft der Löwen, die am morgigen Samstag um 15.00 Uhr den FC Teutonia München auf dem Sechserplatz empfängt. Während die Dritte nach fünf Spieltagen bereits acht Punkte gesammelt hat, stehen bei den Gästen bislang lediglich vier Zähler zu Buche. Im Schnitt hat Teutonia bislang pro Spiel mehr als drei Gegentreffer kassiert und auf Seiten der Giesinger hätte man sicher nichts dagegen, wenn am Samstagnachmittag noch einige dazukämen.

Um 17.30 Uhr ist dann die Vierte gegen den Tabellenletzten FC Bosna i Hercegovina München im Einsatz, der bisher punktlos und mit einem Torverhältnis von 1:21 dasteht. Der TSV 1860 IV hingegen hat – ebenso wie die Dritte – bereits acht Zähler auf der Habenseite. Die Favoritenrolle ist also klar verteilt, unterschätzen sollten die Löwen ihren Gegner jedoch keineswegs.

Gegnervorstellung 25/26: Fußballclub Erzgebirge Aue e.V.

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Kilian Jakob Erzgebirge Aue TSV 1860

Jetzt sind wir gefühlt wieder da, wo man in dieser Saison keineswegs hinwollte. Auf dem Platz stimmt gar nichts, die Spieler wirken lust- und ideenlos und im Umfeld fängt es an zu brodeln. Nun geht es zu einer Art Krisengipfel nach Aue, wo der Trainer auch schon zur Diskussion steht. Damit die Stimmung nicht endgültig kippt ist im Erzgebirge nur ein Sieg genug, den die Schachter aber mindestens genau so dringend brauchen. Die Löwen fahren nach Sachsen zum Fußballclub Erzgebirge Aue e.V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Düster sieht es gerade aus im Erzgebirge. Aue steht aktuell mit 4 Punkten, einem Torverhältnis von 5:14 und einer Bilanz von 1-1-5 auf dem 18. Tabellenplatz. Der in der letzten Rückrunde verpflichtete Coach Jens Härtel steht schon ordentlich unter Druck, um die sich eigentlich in der 2. Liga verortenden Sachsen wieder in die Spur zu bringen.

Eigentlich sah nach der Vorbereitung, in welcher man sich nur Gladbach geschlagen geben musste, alles gut aus. Doch mit dem Ligastart konnte man die Form weder in Test- noch Pflichtspiele mitnehmen. Einzig gegen Havelse und im Länderpokal gegen den Sachsenligisten SG Taucha war man siegreich. Aktuell steht man in der Liga bei vier Niederlagen am Stück, zuletzt gab es ein 1:3 in Osnabrück. Man braucht in Aue also dringend ein Erfolgserlebnis, dass man sich laut Berichten mit den bisherigen Leistungen auch schon verdient gehabt hätte. Hoffentlich rutschen die Löwen nicht wieder in die Rolle des Beenders aller Schwächephasen und helfen den Sachsen den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Kader & Transfers

Auch in Aue gab es ein typisches Drittliga-Transferfenster. Es stehen 11 Abgänge 13 Neuzugängen gegenüber. Auf dem Papier sehen die Neuzugänge vielversprechend aus, auf den Rasen wurden die PS aber offensichtlich noch nicht gebracht.

Neben Kilian Jakob zu den Löwen wechselte mit Linus Rosenlöcher (24) ein weiterer linker Verteidiger innerhalb der Liga nach Bayern, in diesem Fall aber zum FC Ingolstadt. In die erste kroatische Liga zog es Omar Sijaric (23, RA) zum Spitzenklub HNK Rijeka. Ebenfalls in ein Oberhaus ging es für Niko Vukancic (23, IV) und Sean Seitz (23, LA) die fortan für MFK Skalica in der Slowakei am Ball sind. Außerdem wechselte Steffen Nkansah (29) zum ambitionierten Regionalligisten Homburg.

Ersetzt wurden diese Spieler mit Personal aus Liga Drei und den Regionalligen. Julian Guttau, Jannic Ehlers (22, LA, Bremen II) und Julian Günther-Schmidt (30, OM, Saarbrücken) verstärken die Offensive. Weiters zog es den amtierenden Torschützenkönig (18 Treffer) der Regionalliga Nordost Erik Weinhauer (24, RA) von Jena ins Erzgebirge. In der Defensive verpflichtete man mit Ryan Malone (32, Ingolstadt) einen routinierten Innenverteidiger, sowie mit Moritz Seiffert (24, LV, Ingolstadt) und Eric Uhlmann (22, DM, Hannover II) aufstrebende Spieler für die Hintermannschaft. Außerdem wurde Tristan Zobel (21, IV) aus Paderborn ausgeliehen.

Vom Bestandskader ist natürlich wieder einmal der “ewige” Martin Männel (37, TW) hervorzuheben, der noch immer Kapitän der Sachsen ist. Sonst sollten die Löwen noch auf Marvin Stefaniak (30, LA) achten. Die aktuellen Verletzungen von Marcel Bär (33, MS) und Boris Tashchy (32, OM) sollten den Siegchancen der Löwen eher guttun, als andere Diamanten zum Funkeln bringen.

Löwenpower: Julian Guttau, Marcel Bär (2021-23),

Vereinsgeschichte

Die Wurzeln für den heutigen FC Erzgebirge liegen im FC Aue der im Jahre 1908 gegründet wurde. Dieser flirte recht schnell sportliche Erfolge, benannte sich in (SV) Alemannia Aue um und musste unter dem NS-Regime mit dem VfB Aue zum Großverein SV Aue fusionieren.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden, wie den meisten bekannt sein dürfte, überall in Deutschland, und besonders in der sowjetischen Zone, neue Sportvereine gegründet. Am 4. März 1946 wurde dann die Sportgemeinschaft (SG) Aue gegründet, die dann 1949 als BSG dem örtlichen Betrieb Pneumatik Aue angegliedert war. Nur ein Jahr später änderte man Namen und Träger in BSG Zentra Wismut Aue, mit der SDAG Wismut (Uranbergbau) im Rücken und der sportliche Aufstieg begann.

Von 1954 bis 1963 spielte die Wismut Elf unter dem Namen SC Wismut Karl-Marx-Stadt (Aue lag im Bezirk Karl-Marx-Stadt und die Fußballabteilung wurde zum SC KMS delegiert) und gewann 1955 den FDGB-Pokal, sowie in den Jahren 1956, 1957 und 1959 die DDR-Meisterschaft. In den darauffolgenden Jahrzehnten baute man sportlich ab, da die goldene Generation in Fußballrente ging und durch Umstrukturierungen der neue SC Karl-Marx-Stadt als neues Leitungszentrum des Bezirks aufgebaut wurde. Die Fußballabteilung wurde vom SC Motor Karl-Marx-Stadt übernommen. Der Kampf gegen den Abstieg war in Aue in diesen Jahren allgegenwärtig, es gelang aber immer knapp der Demission zu entrinnen.

In den 80er Jahren erfolgte dann wieder ein Aufschwung. 1985 und 87 erreichte man jeweils den vierten Tabellenplatz. So qualifizierte man sich sogar für den UEFA-Pokal, man kam aber nie über die 2. Runde hinaus. Sonst landete man aber weiter meist im unteren Drittel des Tableaus, war aber mehrmals die beste BSG und konnte sogar achtmal den Rivalen aus KMS auf hintere Ränge verweisen. Die letzte Oberliga-Saison 89/90 bestritt zu Hälfte schon der neu gegründete FC Wismut Aue und es passierte das unvorstellbare. Die unbeugsamen Auer stiegen als Vorletzter ab und mussten als dienstältester Oberligaverein nach 40 Spielzeiten den Gang ins Unterhaus antreten.

Nach der Wende 1989 wurde wie gesagt aus der BSG Wismut der FC Wismut Aue gegründet. Anfangs hatte der Verein sportlich wie wirtschaftlich Schwierigkeiten, auch bedingt durch den Rückzug der Wismut GmbH als Hauptsponsor 1992. Nur dank neuer Sponsoren, dem Engagement lokaler Unternehmer (besonders der Brüder Leonhardt) und einer Umbenennung in FC Erzgebirge Aue im Jahre 1993 konnte der Verein überleben.

Sportlich spielte Aue zunächst in der drittklassigen Oberliga bzw. Regionalliga und etablierte sich dort. Unter Trainer Gerd Schädlich (ab 1999) gelang 2003 der Aufstieg in die 2. Bundesliga, wo sich der Verein mehrere Jahre behauptete und teils einstellige Tabellenplätze erreichte. Nach einem sportlichen Niedergang und dem Abstieg 2008 spielte Aue zwei Jahre in der 3. Liga. 2010 folgte jedoch der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga.

Nach dem Wiederaufstieg 2010 verstärkte sich Aue mit erfahrenen Spielern und wurde überraschend Herbstmeister, beendete die Saison aber als Fünfter. In den folgenden Jahren kämpfte der Verein meist gegen den Abstieg. 2012 und 2013 wurde der Klassenerhalt nur knapp gesichert, wobei mehrfach Trainerwechsel nötig waren. 2015 folgte nach einer schwachen Saison der Abstieg in die 3. Liga, doch unter Pavel Dotchev gelang 2016 der direkte Wiederaufstieg.

Von 2016 bis 2022 etablierte sich Aue in der 2. Bundesliga, musste aber zunächst im Abstiegskampf bestehen. 2017 rettete man sich in der Relegation gegen den Karlsruher SC. In der Saison 2019/20 erreichte man mit Platz 7 die beste Zweitligaplatzierung seit Jahren. Danach folgte jedoch ein sportlicher Niedergang, der 2022 mit dem Abstieg in die 3. Liga endete. Nach einem Fehlstart in Liga 3 trat Präsident Helge Leonhardt zurück, Timo Rost wurde als Trainer entlassen. Unter Rückkehrer Pavel Dotchev konnte der Abstieg 2023 mit Rang 14 verhindert werden.

Wer es noch genauer wissen will sei auf Wikipedia oder die entsprechenden Artikel auf der Vereinswebsite verwiesen.

Verein

Der FCE vereint Stand August 9633 Mitglieder unter dem lila-weißen Banner. Neben dem Fußball gibt es noch die Abteilungen Badminton, Billard, Bogenschießen, Frauenfußball, Kraftsport, Leichtathletik, Ringen, Schwimmen, Ski, Behinderten-Schwimmen, Volleyball und die FSG Aue-Zelle (Freizeitsport). Besonders erfolgreich ist sind die Ringer, welche aktuell wieder einmal in der Bundesliga vertreten sind.

Fanszene

Wenn man bedenkt, dass die Große Kreisstadt Aue-Bad Schlema nur knapp 20 000 Einwohner hat, ist es schon bemerkenswert was für eine ordentliche Szene sich dort gebildet hat.

Die Ultras stehen im Block P um die Hauptgruppen “Fialova Sbor”, welche letztes Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feierte, und “Guerillas”. Gruppenübergreifend agiert man unter dem Namen “Erzbrigade” und unterstützt auch die Initiative “Verbandsstrafen Abschaffen”. Zu den großen Gruppen gehören noch kleinere Sektionen welche mit Überhängern präsent sind. Auf Fotos konnte ich daneben noch die “Violet Maniacs” und “East Company” ausmachen. Die Fanszene steht aktuell mal wieder im Fokus der Ermittlungsbehörden, nachdem es einen Angriff von Auer Fans auf jungendliche Anhänger des FSV Zwickau bei einem B-Jugend Spiel der beiden Vereine gab.

Zum Namen der FS heißt es auf deren website:

“FIALOVA SBOR ist tschechisch und bedeutet so viel wie “Violette Gruppe”. Wir wählten diesen Namen einfach, um aus der grauen Masse von Ultras, Boys, Girls, Horden etc. herauszustechen. Dabei fällt dem Tschechisch-Kenner auf, dass uns ein kleiner grammatikalischer Fauxpas unterlaufen ist. Aber stellt euch vor, wenn ein Erzgebirger “fialovy sbor” aussprechen soll. Da würden einem die Haare zu Berge stehen. So wählten wir “Fialova”, was übersetzt “Die Violetten” heißt und “Sbor” bedeutet so viel wie Gruppe, Chor oder Ensemble.”

Ähnlich dem MvfaZ Kollektiv bei den Löwen gibt es in Aue den “Block P e.V.”, der als Förderkreis der Kurve dient. Ein besonderes Anliegen der ganzen Kurve ist die Erhaltung des traditionellen Vereinsnamens “Wismut Aue”.

Feindschaften gibt es besonders zu Dynamo Dresden, aber auch zu deren Freunden aus Zwickau. Freundschaften bzw. Kontakte soll es zu Düsseldorf und Jena geben, früher war man auch mal mit Chemie Leipzig verbandelt. Auch welcher Ebene diese Beziehungen geführt werden konnte ich leider nicht herausfinden.

Mit der aktiven Szene sind beim Verein 97 offizielle Fanclubs gemeldet, auch aus Tschechien und Österreich.

Choreo in Aue

Stadion

Die Heimstätte der Lila-Weißen ist das Erzgebirgsstadion, welches sich im Besitz des Erzgebirgskreises befindet. Es ist ein Neubau, steht aber an gleicher Stelle und in der Tradition des 1950 eröffneten Otto-Grotewohl-Stadions. Zeitweise wird auch von einem umfassenden Umbau gesprochen, aber von 2015-18 wurde im Endeffekt ein komplett neues Stadion errichtet. Dieses reine Fußballstadion hat ein Fassungsvermögen von 16 485 Plätzen und ist komplett überdacht. Nach einem zwischenzeitlichen Namenssponsoring durch die örtliche Sparkasse hat das Stadion seinen ursprünglichen Namen nun wieder.

Bekannt ist die Arena für ihre Verpflegung, der dort verkaufte Nudeltopf ist deutschlandweit bekannt. Stefan hat dem Gericht auch einen Artikel gewidmet.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Wer den Nudeltopf besonders liebt, konnte anscheinend im Fanshop einen “Gartenzwerg Nudeltopp” erstehen, leider ist der Link nicht mehr aktuell.
  • Die alte Videowall aus dem Schalker Parkstadion fand 2004 ihren Weg in das alte Stadion und wurde dort weitergenutzt.
  • Die Stadt Aue-Bad Schlema entstand erst 2019 durch einen Zusammenschluss
  • Der Handballverein EHV Aue spielt aktuell in der 3. Liga.

Der 8. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr FC Energie Cottbus – VfB Stuttgart II
Samstag 14:00 Uhr FC Hansa Rostock – TSV Havelse 1912
14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – 1. FC Saarbrücken 
14:00 Uhr MSV 02 Duisburg – FC Ingolstadt 04
14:00 Uhr FC Erzgebirge Aue – TSV 1860 München
14:00 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – Aachener TSV Alemannia
16:30 Uhr SV Waldhof Mannheim – Rot-Weiss Essen
Sonntag 13:30 Uhr SSV Jahn Regensburg – SC Verl 1924
16:30 Uhr TSG Hoffenheim 1899 II – SSV Ulm 1846 Fußball
19:30 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – VfL 1899 Osnabrück

 

Trainerwechsel jetzt oder weiter mit Glöckner?

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Trainerwechsel jetzt oder weiter mit Glöckner?

Im Umfeld der Löwen gab es in den letzten Tagen wohl kein so heiß diskutiertes Thema wie die Zukunft von Trainer Patrick Glöckner. Auch in unseren Reihen gab und gibt es verschiedene Meinungen. Für ein heterogenes Fanportal ist das wichtig und ganz normal. Christian forderte beispielsweise in den Giesinger Gedanken am Sonntag einen sofortigen Trainerwechsel. Auch im letzten sechzger.de-Talk gingen die Meinungen durchaus auseinander.

Die „echten“ Journalisten stellen kritische Fragen

Auch die “richtigen” Journalisten waren sich zuletzt nicht immer einig. So stellten beispielweise Uli Kellner und Marco Blanco Ucles nach dem 1:5 zum Wiesn-Auftakt am vergangenen Samstag sehr kritische Fragen. Ob Glöckner noch der richtige Mann auf der Position sei. Ob angesichts der ambitionierten Saisonziele der Löwen hier nicht ein sofortiger Wechsel angebracht sei. Uli Kellner und Marco Blanco Ucles sind die Journalisten, die beim Münchner Boulevardblatt TZ sowie beim Münchner Merkur, die beide zum IPPEN.MEDIA-Netzwerk gehören, über den TSV 1860 München schreiben. Erstgenannter übrigens schon seit 29 Jahren.

Unerwartetes Plädoyer für Glöckner

Am Donnerstagmorgen erschien auf der Webseite der TZ plötzlich ein Beitrag, der in der aktuellen sportlichen Lage bei den Löwen durchaus aufhorchen lässt. Es ist ein geradezu flammendes Plädoyer für eine Weiterbeschäftigung von Trainer Patrick Glöckner. Der Verfasser des Artikels “Hausgemachtes Chaos: Was ist nur bei 1860 München los?” heißt Christopher Michel. Ein Journalist, der in der Berichterstattung über 1860 bislang sehr selten in Erscheinung getreten ist.

Wer ist Christopher Michel?

Laut der Vorstellung auf der Seite der tz ist Michel als Reporter vor allem bei der Frankfurter Rundschau, die ebenfalls zum IPPEN-Netzwerk gehört, “hauptverantwortlich für die Berichterstattung” beim Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt. Bezug zu den Löwen: Wenig bis gar keiner. Der letzte Artikel von Christopher Michel über das Geschehen beim TSV 1860 erschien am 23. April 2025. Und zwar nach dem Heimspiel gegen Alemannia Aachen (2:1). Durch diesen Sieg hatten die Löwen den Klassenerhalt endlich sicher in der Tasche. Darin feierte der Autor Trainer Patrick Glöckner als “Architekt des Erfolgs”.

Die Wahrheit liegt auf dem Platz

So recht will dieser Artikel von Michel nicht in das Bild der Berichterstattung von IPPEN.MEDIA rund um die letzten beiden Spiele der Löwen passen. Die Art und Weise des Auftretens der Mannschaft in Rostock und Hoffenheim, sowie die vielen zuvor in letzter Sekunde errungenen Punkte spielen in Michels Betrachtungen keinerlei Rolle. Stellt sich die Frage, ob er die Spiele überhaupt gesehen hat. Und falls ja: Warum eigentlich? Warum schreibt Michel, den der Champions League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt mit einem vollen Terminkalender eigentlich ausreichend auf Trab halten sollte, plötzlich über den Drittligisten 1860 München?
Am Ende liegt die Wahrheit – wie immer – auf dem Platz. Glöckner hat es mit seinem Team am Samstag in Aue selbst in der Hand, die Kritiker zum Verstummen zu bringen.