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TSV 1860 U19 mit schwacher Leistung gegen Unterhaching

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tsv 1860 u19 spvgg unterhaching

Eine völlig verdiente 0:2-Heimniederlage kassierte die U19 des TSV 1860 München am Sonntag gegen die SpVgg Unterhaching. Damit haben die Löwen auch die letzte Chance auf Platz 3 und die damit verbundene Qualifikation für die Hauptrunde verspielt.

TSV 1860 U19 unterliegt SpVgg Unterhaching

Wie schon im Hinspiel kauften die Vorstädten den Junglöwen mit ihrer körperbetonten Spielweise den Schneid ab und bestimmten in der ersten Halbzeit das Geschehen. Nach einer Ecke gelang Spann der Führungstreffer für die Gäste (8.), die im Anschluss dem zweiten Tor näher waren als Sechzig dem Ausgleich. Die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Jonas Schittenhelm, die unter anderem auf Kapitän und Vize-Weltmeister Loris Husic verzichten musste, fand eigentlich nie ins Spiel und war mit dem 0:1 zur Pause gut bedient.

Wer dachte, es könne nach dem Seitenwechsel nicht mehr schlechter werden, wurde eines Besseren belehrt. Trotz taktischer Umstellungen blieb 1860 vor 250 Zuschauern weitestgehend harmlos und Unterhaching traf durch den eingewechselten Müller zum 0:2 (67.). Durch die Heimniederlage kann die U19 der Löwen Platz 3 der Vorrundengruppe in der DFB Nachwuchsliga nicht mehr erreichen.

U17 siegt und hat Pech

Die U17 hingegen hat ihre Hausafgaben gemacht und siegte am letzten Vorrundenspieltag beim 1. FC Heidenheim trotz Unterzahl durch Tore von Leonard Schoierer (36.) und David Matijevic (51.) mit 2:1. Um die Hauptrunde der DFB Nachwuchsliga zu erreichen, hätten sich jedoch der 1. FC Nürnberg und Jahn Regensburg mit einem Remis trennen müssen.

Bis tief in die Nachspielzeit stand es am Valznerweiher tatsächlich 1:1, dann aber traf der Club nach einer Ecke zum Siegtreffer und zog aufgrund der besseren Tordifferenz in der Tabelle an den Löwen vorbei.

Giesinger Gedanken: Umfragen wohin man schaut

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Nicht mit dem gestrigen Spiel der Löwen in Ulm, das Münchens große Liebe knapp für sich entscheiden konnte, beschäftigen sich die heutigen Giesinger Gedanken, sondern mit Umfragen, teil real, teils gewünscht, die in den diesen Tagen im Umfeld des TSV 1860 umhergeistern. Ob die Online-Umfrage der Abendzeitung zur Stadionthematik, ob die vom Die Bayerische-Vorstand Martin Gräfer angeregte Mitgliederbefragung zu sportlichen Zielen oder die von der Initiative “Weiß blau für den TSV” gewünschte Umfrage zur Stadionfrage. Für unseren Redakteur Christian Jung ein guter Grund, sich (wieder) einmal grundsätzliche Gedanken zum Thema Umfragen zu machen. Giesinger Gedanken.

Pro Umfragen! (Fast) uneingeschränkt!

Umfragen sind etwas Wunderbares! Das sage ich hier nicht nur als diplomierter Soziologe mit einem damaligen Studienschwerpunkt in der empirischen Sozial- und Marktforschung. Sondern auch als Löwenfan und sechzger.de-Redakteur. Umfragen oder Befragungen (ein Begriff, den ich diesem Zusammenhang eigentlich bevorzuge) legen – meist in anoymisierter Form – den Willen einer großen Zahl von Menschen frei und bringen ans Tageslicht, was “Volkes Wille”, wie man so schön sagt, wirklich ist. Entscheider können auf Grundlage von Umfragen Entscheidungen treffen, bei denen es häufig (auch) um sehr viel Geld geht. Allerdings müssen die Umfagen dafür natürlich handwerklich richtig umgesetzt werden. Dafür gibt es hierzulande viele gut ausgebildete Fachkräfte. Und natürlich sollte der Gegenstand einer Befragung, wenn sie beispielsweise unter den Mitgliedern eines Vereins durchgeführt wird, auch relevant für die Mitglieder sein. Und inhaltlich sinnvoll. Das Ergebnis einer Umfrage, ob es nicht wünschenswert wäre, dass am nächsten Tag die Sonne scheint, mag für den einen oder anderen interessant sein. Daraus abzuleiten, der Fragesteller könne also tags darauf für Sonnenschein sorgen, wäre – darüber sollte Einigkeit herschen – aber ziemlich unsinnig. Rund um unseren Lieblingsverein war das Thema der empirischen Meinungserhebung in den letzten Tagen sehr präsent.

Abendzeitung glänzt nicht bei ihrer Umfrage

Die Abendzeitung hat nicht damit angefangen. Aber qualitativ den Vogel abgeschossen. Erstaunlich, dass ein durchaus anerkanntes Medium a) nicht in der Lage dazu ist, eine Frage fehlerfrei zu formulieren (“…wünscht Du Dir?” – fehlt da nicht ein “s”, Kolleg*innen?) und b) dann bei der Berichterstattung über das Ergebnis der Umfrage nicht realisiert, dass 49,9 + 51,1 = 101% ergibt. Dieser peinliche Fehler wurde übrigens inzwischen korrigiert. Online macht’s möglich! Diesen Vorteil nutzen wir auch regelmäßig.

Repräsentativ… für was und wen?

Zu lesen ist im AZ-Text zur Umfrage auch wieder mal der alte Kampfbegriff “repräsentativ”. Hier gibt man reumütig zu, das Ergebnis der Befragung sei “nicht repäsentativ”. Schade, aber wofür wurde dann der ganze Aufwand betrieben? Die Umfrage ins Netz gestellt, das Ergebnis ausgewertet, genauer betrachtet, drüber geschrieben? Unsere tags darauf in ähnlichem Wortlaut (nur ohne den oben benannten Rechtschreibfehler und mit einer weiteren Antwortmöglichkeit, damit sich jede und jeder in der Befragung wiederfindet) aufgesetzte Umfrage ist übrigens sehr wohl repräsentativ: Repräsentativ für die Leser*innen von sechzger.de, die an so einer Umfrage teilnehmen. Ob deren im konkreten Fall mehr als 1.000-fach abgegebene Meinung für die Stadionfrage bei 1860 relevanter ist als die der AZ-online-Leser*innen, die einfach Lust hatten, an der Umfrage teilzunehmen (egal ob Löwenfan, Seitenstraßler, fußballdes- oder sehr interessiert), sei mal dahingestellt. Bei uns sind zum jetzigen Zeitpunkt übrigens 75 % für ein “Modernes Grünwalder Stadion”, immerhin 22 % für einen “Neubau in Riem” und 3 % für keine dieser beiden Optionen. Ein ganz anderes Stimmungsbild als bei der AZ.

Wieder mal “Weiss & Blau für den TSV”

Umfragen oder gar Mitgliederbefragungen zu fordern, ist gerade en vogue! Erst heute vor zwei Wochen präsentierte die Initiative “Weiss & Blau für den TSV” ihren rund 300 Followern auf Instagram einen offenen Brief an Gernot Mang. Darin forderte man “den Präsidenten und die gesamte Vereinsführung” auf: “Startet eine Mitgliederbefragung zur Stadionfrage! Jetzt!” Untermauert wurde die Forderung dann gleich noch mit der Drohung, man werde, sollte man bis zum 1. Dezember keine Reaktion des Präsidiums erhalten, eine “öffentliche Petition” starten, um “den Druck zu erhöhen”. Petitionen sind auch irgendwie Umfragen, oder? Ich bin wirklich gespannt, was da morgen und in den kommenden Tagen aus Olching noch so zu vernehmen ist. Vorweihnachtliches Entertainment sozusagen.

Martin Gräfer auf facebook und Linked’In

Ebenfalls durchaus unterhaltsam, aber natürlich auf einem anderen intellektuellen und sprachlichen Niveau als der offene Brief von WuBfdTSV, ist der jüngste Beitrag von Martin Gräfer auf den Social Media Plattformen Linked’In und facebook zur Löwenlage angesiedelt. Dass der Versicherungsmann unterschiedliche Ansprachen für das selbe Anliegen wählt, das er auf dem Herzen hat, spricht für ihn. Natürlich erreicht man bei facebook eine andere Zielgruppe als auf dem Businessportal. Beide Texte enthalten im Kern aber die Forderung einer…? – Genau, einer Umfrage. Konkret: Einer Mitgliederbefragung. Gräfer will allerdings nicht – wie die Kollegen von der AZ oder wir oder die Weiß-und-Blau-Initiative – wissen, wo der gemeine Löwenfan denn gern das Stadion stehen hätte, in dem seine Mannschaft gegen den Ball tritt. Nein, er meint, bevor man sich mit dieser Frage befasst, müsse man erstmal eine Strategie entwickeln. Und die muss natürlich – eines seiner Lieblingswörter – “nachhaltig” sein. Und um diese Strategie zu entwickeln, will er die Mitglieder fragen (lassen): “Wohin wollt ihr mit dem Profifußball? Soll es wirklich in Richtung Oberhaus des deutschen Fußballs gehen, oder ist es ausreichend, in der 3. Liga oder gar Regionalliga zu bleiben und sich dort dauerhaft einzurichten?” (auf facebook) bzw.: “Welchen Anspruch habt ihr an den Profifußball?” (auf Linked’In – kurz und knapp).

Fußballfans wollen Erfolg

Dass das potenzielle Ergebnis der Frage(n) Gräfers natürlich völlig eindeutig ausfallen würde, steht außer Frage. Dass es eine relevante Anzahl an Löwenfans gibt, die ihr Team ernsthaft und ohne Not in der 3. Liga oder gar noch tiefer spielen sehen wollen, ist eine Legende, die von bestimmten, besonders lauten Protagonisten gerne gestrickt wird, aber davon nicht zutreffender wird. Fußballfans – sogar bei 1860 – wünschen sich für ihren Club und ihr Mannschaft immer den größtmöglichen Erfolg. Und also die höchste denkbare Ligenzugehörigkeit. Auseinander gehen die Positionen, wieviel Identität, Selbst- und Mitbestimmung man als Fan und/oder Vereinsmitglied für diesen sportlichen Erfolg aufzugeben bereit ist. Und diese Meinungsverschiedenheit bestimmt auch die Debatten unter den Löwenfans. Übrigens nicht erst seit gestern oder seit dem Einstieg Hasan Ismaiks, sondern spätestens seit Beginn der Ära Wildmoser. Und der liegt 33 Jahre zurück. Lange bevor ein Martin Gräfer sich dem TSV 1860 näherte. Wie also der Bayerische-Vorstand aus einer Mitgliederbefragung zu den sportlichen Zukunftsvorstellungen der Löwenfans eine konkrete und “nachhaltige” Strategie entwickeln will, bleibt sein exklusives Geheimnis. Ich persönlich glaube ja, unser Präsidium ist schon mindestens drei Schritte weiter!

Umfragen sinnvoll einsetzen, Wahlen akzeptieren

Fazit: Ernsthaft aufgesetzte Umfragen, die eine Entscheidungsgrundlage darstellen sollen (und das ist bei den hier eingangs genannten Beispielen auf sechzger.de und bei der AZ definitiv nicht der Fall, sehr wohl aber bei Mitgliedervoten), kosten viel Geld. Daher sollte ihr Einsatz wohlüberlegt sein und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Und des Weiteren bleibt bei all den Forderungen nach Umfragen und Befragungen festzuhalten: Das derzeitige Präsidium, das bei der Mitgliederversammlung in diesem Sommer mit der klaren Botschaft angetreten ist, sich für einen Ausbau des Stadions an der Grünwalder Straße einzusetzen, wurde auf genau dieser demokratisch legitimierten Mitgliederversammlung mit über 97% Zustimmung ins Amt gehoben. Mehr klare Beauftragung kann nicht einmal eine – von mir so geschätze – Umfrage hervorbringen.


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wieder.

Stimmen zum Spiel: SSV Ulm 1846 – TSV 1860

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In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht es um den knappen 1:0-Sieg der Löwen im Donaustadion Ulm, durch das 1860 nach unglaublichen 105 Tagen Leidenszeit wieder Auswärtspunkte mit nach Giesing nehmen konnte.

Pavel Dotchev (nach seinem zweiten Spiel als Ulmer Trainer in der PK):

Sie müssen sich das so vorstellen: Wir bereiten uns die ganze Woche vor. Dann feuern wir uns an in der Kabine und motivieren uns, und und und. Dann ist das Spiel noch nicht angepfiffen und dann die erste kalte Dusche. Für unsere Situation, für unsere Mannschaft ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht und wir haben ein bisschen Zeit gebraucht, uns zu erholen, aber ich denke schon, mit der Spieldauer waren wir immer mutiger. (…) Ich bin mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Man sieht jetzt auch: Fußball ist die zweitwichtigste Sache im Leben. Wir hatten jetzt diesen Notfall auf der Tribüne gegenüber.

Markus Kauczinski (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Es war schon schwer. Es war harte Arbeit, vor allen Dingen in der ersten Halbzeit. Wir haben früh geführt und dann in der ersten Halbzeit viele schwierige Situationen zu bestehen gehabt und bis zum Ende zittern müssen. Zweite Halbzeit war dann besser. Wir haben die Möglichkeit auch das zwei oder drei zu null zu machen. Wir haben’s nicht gemacht und da wird’s dann natürlich nochmal schwer am Ende.

Kevin Volland (Vorlagengeber zum Siegtor – beim BR)

Ich glaub, dass es heut wieder ganz schön eng war, auch hinten raus. Ulm hat immer mehr gedrückt, auch in der ersten Halbzeit. Wir hatten trotzdem, finde ich, so zwei-drei Situationen, wo wir das Spiel auch für uns entscheiden müssen, den Sack zumachen müssen. Von den großen Torchancen hatte jetzt Ulm auch nicht viel, muss man sagen, aber war sehr viel läuferische Arbeit, sehr viel Kampf. Und das brauchst du auswärts, dass man so den Bock umstößt.

Silas (14jähriger Löwenfan – in Ulm zu Gast im Block G):

Was für ein sonderbarer Fußball-Nachmittag! Trotz des frühen Tors wurde – wohl wegen des engen und überfüllten Gästeblocks – die Stimmung auf den Rängen immer geladener. Dass dann noch wegen des Todesfalls auf der Tribüne (korrekterweise) der Support  eingestellt wurde und sich auf dem Platz nicht mehr viel bewegte, machte das ganze Drumherum irgendwie komisch.

Thomas Spiesl (Redakteur sechzger.de – in Ulm auf der Pressetribüne):

Es war alles angerichtet für ein echtes Fest, das dann leider zu einer gemeinsamen Trauerfeier wurde. Es war heute eine sehr merkwürdige Stimmung auf den Rängen. Auf dem Platz ein ausgeglichenenes Spiel und eine konzentriertere Leistung. So hatten die Löwen mittelfristig ein Chancenübergewicht. Insgesamt trotz einer durchschnittlichen Partie drei wichtige Punkte.

Sigurd Haugen (Löwen-Siegtorschütze):

22 seconds? – Yeah, that was fast, so that gave us a good confidence after a very bad away statistics. Very important! We’ve been very good at home this year, but away it was a ‘Katastrophe’. (…) We are trying to hang up in the top.

Christian Eulitz (von den Hauptstadtlöwen – im Donaustadion in Block H):

Am meisten in Erinnerung wird mir die Stille während dem Spiel bleiben. Von unserer Seite gab es sonst eigentlich nur eine schöne Aktion, danach haben wir die Spielkontrolle wieder abgegeben. Immerhin mal ein Auswärtssieg, aber nur, weil der Gegner so schwach war.

Sechzig inklusiv: “Sensitivity Lane” Eingang an der Stehhalle

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Einlass Stehhalle

Die Sicherheitskontrolle beim Einlass ins Stadion ist für die meisten Stadionbesucher*innen eine Erfahrung, auf die sie gut und gerne verzichten würden. Hektisches Gedränge, Leibesvisitation durch fremde Menschen und oftmals auch eine bedrohliche Atmosphäre mit rauem Ton. Für manche Menschen stellen diese Kontrollen aber nicht nur ein Ärgernis, sondern eine fast unüberwindbare Kontrolle dar. Wer den Film Wochenendrebellen gesehen hat, erinnert sich gewiss an die Angst der autistischen Hauptrolle vor den Berührungen am Einlass, die Stadionbesuche fast unmöglich machten. Für Personen mit speziellen Bedürfnissen beim Zutritt zum Stadion gibt es nun auch beim TSV 1860 eine Sensitivity Lane um einen sicheren und angenehmen Einlass zu ermöglichen.

Sensitivity Lane am Eingang NORD/Stehhalle

Diese besondere Einlassschlange befindet sich am Eingang NORD/Stehhalle. Die Sensitivity Lane ist an den Ordner*innen in lila Westen zu erkennen. Dies sind/sollen extra geschulte Securities sein, die die üblichen Kontrollen in einem ruhigeren und inklusiveren Umfeld durchführen. Die KGaA schrieb dazu: “Die Sensitivity Lane bietet Menschen – etwa mit körperlichen Einschränkungen oder Personen, die zur FLINTA*-Community gehören – eine ruhige und respektvolle Kontrolle. Geschultes Personal sorgt dabei für Diskretion, Privatsphäre und eine einfühlsame Behandlung. So wird Sicherheit gewährleistet, ohne dass sich Menschen überfordert oder benachteiligt fühlen.”

Dieser Eingang steht also allen offen, die Aufgrund von physischen oder psychischen Problemen, traumatischen Erfahrungen, Herausfallen aus dem binären Genderschema oder ähnlichen Aspekten die normalen Kontrollen vermeiden wollen/müssen.

Testphase wird ausgeweitet

Nach dem ersten Testlauf beim Heimspiel gegen Saarbrücken wird die Testphase auf die verbleibenden Heimspiele in diesem Jahr gegen Schweinfurt und Verl ausgeweitet. Über ein weiteres Vorgehen wird dann in der Winterpause gesprochen. Über eine stärkere Ausschilderung wird aktuell debattiert, da man die betroffenen Personen nicht auf dem Präsentierteller servieren möchte. Gleichzeitig sollte aber auch eine gute Sichtbar- und Zugänglichkeit gewährleistet werden.

Richtiger Schritt und wichtiges Angebot

Sensitivity Lanes sind seit 2024 Teil des Stadionkonzepts des DFB und basieren auf Vorschlägen und Konzepten der KoFaS in Berlin. Diese sollen Menschen mit speziellen Bedürfnissen den Zugang zum Stadion nicht nur leichter, sondern in manchen Folgen sogar erst möglich machen. Dadurch können z.B. auch Personen für die Gedränge in großen Menschenmengen und Berührungen (insbesondere von Fremden) Panik auslösen auch an Fußballspielen teilnehmen und ihr Fansein ausleben.

Einen ähnlichen Einlass gibt es z.B. am Millerntor in Hamburg St. Pauli. Auf Schalke werden Fans mit Sensory Bags unterstützt und auf der Bielefelder Alm gibt es eine Loge für Menschen mit Autismus.

Wer sich weiter informieren möchte (gerne auch bevor in den Kommentaren unbedachte Äußerungen getätigt werden) kann dies unter den Folgenden Links tun:

Empfehlungen zum Einlass in Fußballstadien

https://vielfaltimstadion.de/#das-sind-hindernisse

https://vielfaltimstadion.de/#das-schafft-zugänge

 

TSV 1860 III besiegt TSG Pasing deutlich

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TSV 1860 III Dritte TSG Pasing

Nach den Profis konnte auch die 3. Mannschaft der Löwen ihre heutige Partie siegreich bestreiten. Gegen Tabellenschlusslicht TSG Pasing setzte sich der TSV 1860 III letztlich problemlos mit 4:1 durch.

TSV 1860 III besiegt TSG Pasing deutlich

Auf dem Sechserplatz war es Kapitän Kenyan Price, der mit seinem Treffer in der 18. Minute für die Pausenführung der Löwen sorgte. Bereits in der ersten Halbzeit agierte die Elf von Trainer Beppo Gutsmiedl dominant, verpasste es jedoch nachzulegen. Erst nach dem Seitenwechsel wollte der zweite Treffer gelingen und wieder was es Price, der die Dritte jubeln ließ (65.).

Nur zwei Minuten später ließ Nicolas Barth das 3:0 folgen und brachte sein Team endgültig auf die Siegerstraße. Daran änderte auch der Ehrentreffer durch Adnel Muslic (82.) nichts, zumal Barth ebenfalls einen Doppelpack schnürte und in der 84. Minute zum 4:1-Endstand einnetzte.

In der Tabelle der Kreisliga belegt der TSV 1860 III nach dem Heimsieg gegen die TSG Pasing zumindest über Nacht Platz 3 mit 31 Punkten aus 15 Spielen. Spitzenreiter ist der FC Kosova (38/14) vor dem SV München West (33/14), Vierter ist der FC Fürstenried (30/13), der am Sonntag mit einem Sieg gegen die DJK Pasing wieder an den Löwen vorbeiziehen kann.

Sechzig besiegt desolate Ulmer mit 1:0

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ssv ulm 1846 ulmer tsv 1860 löwen

Der TSV 1860 München hat seine Negativ-Serie auf des Gegners Platz beendet und beim SSV Ulm einen 0:1-Auswärtssieg eingefahren. Dafür brauchte es keine Meisterleistung, die Löwen gingen gegen die Spatzen bereits nach 25 Sekunden durch einen Treffer von Sigurd Haugen in Führung und brachten das 1:0 auch über die Zeit. Maier und Hobsch starteten wie in der Löwenrunde angekündigt in der ersten Elf, die Löwen spielten solide, ohne zu begeistern. Überschattet wurde der Auswärtsdreier allerdings leider durch den Tod einer Zuschauerin, sodass beide Kurven fortan solidarisch den Support einstellten.

Haugen trifft in Minute eins

Es dauerte genau 25 Sekunden bis die Münchner in Führung gingen. Volland schickte Haugen und der verwandelte trocken zum 0:1. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs überließen die Sechzger den Spatzen die Regie und beschränkten sich auch eine – allerdings sehr solide – Defensivarbeit mit einem starken Dähne zwischen den Pfosten, der viel Ruhe ausstrahlte.

Konterchancen bleiben ungenutzt

Die Sechzger standen auch im zweiten Durchgang tief und ließen die Ulmer kommen, die allerdings völlig ideenlos agierten. Bei den Gästen gab es zudem einige Wechsel, beispielsweise kam nach einer guten Stunde Niederlechner aufs Feld. Dennoch war es eine zweite Halbzeit, die man selbst als Löwenfan nicht unbedingt gesehen haben muss. Zudem war auch die Stimmung im Stadion aufgrund eines Todesfalls sehr bedrückt.

Ulm fehlt jeglicher Zug zum Tor

Die Hausherren versuchten sich zwar gegen tief stehende Löwen immer wieder im Spielaufbau, allerdings taten sie dies auch äußerst erfolglos. Gefährlich wurde es vor dem Löwen-Kasten nicht einmal im Ansatz. Ulm ließ den Ball zwar laufen, allerdings nur bis zehn Meter hinter der Mittellinie. Dann stand Sechzigs gut sortierte Defensive parat und eroberte sich das Leder stets umgehend.

Sechzig siegt ohne Glanz

Am Ende setzten sich die Löwen also in Ulm mit 1:0 durch. Ganz anders als noch vor zwei Jahren unter Jacobaccis Zeiten der Wind und die Fans an der 0:1-Niederlage schuld waren. Wirklich glänzen mussten die Münchner, abgesehen vom ersten Angriff selten, um verdiente drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Liveticker: SSV Ulm 1846 – TSV 1860 München (16.Spieltag)

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ssv ulm 1846 tsv 1860 liveticker

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem SSV Ulm 1846 und dem TSV 1860 München! Die beiden Kontrahenten treffen am 16.Spieltag im Donaustadion aufeinander.

Es soll endlich einmal wieder klappen mit einem Auswärtssieg und die nächste Gelegenheit dazu bietet sich heute beim Auftritt der Löwen gegen den SSV Ulm 1846 im Donaustadion. Bei den Gastgebern läuft es in dieser Saison bislang noch überhaupt nicht nach Plan. Beim Debüt von Pavel Dotchev an der Seitenlinie am vergangenen Wochenende verlor man ausgerechnet gegen den bis dato sieglosen TSV Havelse. Unterstützt von rund 4.000 Löwenfans wird der TSV 1860 München alles probieren, um die Punkte dieses Mal nach Giesing zu entführen. Ob das auch gelingt, zeigt sich mit dem Anpfiff um 14:03 Uhr.

Statistik

Aufstellung:
Dähne – Dulic, Reinthaler, Voet – Maier, Jacobsen – Rittmüller (85. Danhof), Volland (75. Philipp), Lippmann – Hobsch, Haugen (75. Niederlechner)

Bank:
Bachmann (TW), Steinkötter, Christiansen, Jakob, Althaus, Wolfram

Tore:
0:1 Haugen (1.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Schifferl, Deniz, Pfeifer (verletzt), Verlaat, Schröter (Aufbautraining), Erdogan (U19)

Ausfälle beim SSV Ulm:
Reichert, Martinovic, Seybold, David, Wenig (alle verletzt)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Jesper Verlaat, Florian Niederlechner, Kevin Volland, und Simon Voet haben bereits vier Mal den gelben Karton gesehen und müssen daher aufpassen. Bei der nächsten Verwarnung heißt es ein Spiel Pause. Darüber hinaus steht David Philipp bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel SSV Ulm 1846 – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird im Free-TV übertragen. Der Bayerische Rundfunk hat sich die Übetragungsrechte gesichert und überträgt das Duell kostenlos für alle. Natürlich läuft die Partie zudem wie gewohnt auf MagentaSport, das die Begegnung sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream überträgt.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Absage: Jahresabschluss des TSV 1860 II in Gundelfingen fällt aus

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Symbolbild Spielausfall Winter

Die U21 des TSV 1860 München startet vorzeitig in die Winterpause. Grund dafür ist eine Absage der Partie am heutigen Samstag seitens des FC Gundelfingen. Der dortige Platz ist vor der Winterpause nicht mehr bespielbar.

Absage zwischen dem FC Gundelfingen und dem TSV 1860 II

Trainer Alper Kayabunar, der das heutige Spiel zwischen dem SSV Ulm und dem TSV 1860 München in der 3.Liga getippt hat, kann die Partie entspannt vor dem eigenen Fernseher verfolgen. Ursprünglich war er zeitgleich mit seiner Mannschaft in der Bayernliga Süd beim letzten Pflichtspiel des Jahres gefordert, doch die Partie findet nicht wie geplant statt. Bereits am Freitagvormittag erreichte die Absage des FC Gundelfingen die Löwen, die als Tabellenführer überwintern. Aus 19 Spielen stehen bislang 39 Punkte zu Buche – 12 Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen lautet die Bilanz des TSV 1860 II.

Vier weitere Begegnungen des 21.Spieltags wurden ebenfalls abgesagt. Nach aktuellem Stand kommt es daher vor der Winterpause lediglich noch zu den Duellen zwischen dem SV Heimstetten und dem TuS Geretsried sowie Türkgücü gegen den TSV Landsberg. Die Landsberger können nach Punkten noch zu den Löwen aufschließen.

Für das Kayabunar-Team stehen noch bis Mitte Dezember Trainingseinheiten auf dem Programm, bevor endgültig die Winterpause beginnt. Im neuen Jahr heißt der erste Gegner dann Sportfreunde Schwaig. Gespielt wird am Samstag, den 28.Februar um 14:00 Uhr voraussichtlich in Gilching. Nach derzeitgem Stand wird davon ausgegangen, dass die Rasenprobleme dort dann wieder behoben sind und die Löwen ihre Heimspiele wie ursprünglich geplant in Gilching durchführen können. Über die Heimspiele am Trainingsgelände beschweren sich allerdings weder die Spieler noch die Löwenfans, die die Partien somit in Giesing verfolgen konnten.

Jahreshauptversammlung der Unternehmer für 60

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Am Mittwochabend fand im Bamboleo die Jahreshauptversammlung der Unternehmer für 60 statt. Der größte Förderverein des TSV 1860 München e.V. zog Bilanz des laufenden Jahres und blickte bereits auf das Jahr 2026 voraus.

Prominente Gäste bei der Jahreshauptversammlung der Unternehmer für 60

Unter die etwa 40 Anwesenden mischte sich auch einige weiß-blaue Prominenz. So war KGaA-Geschäftsführer Manfed Paula vor Ort, der in seiner vorherigen Funktion als NLZ-Leiter eng mit den Uf60 zusammenarbeitete. Außerdem waren Vize-Präsident Christian Dierl und Martin Obermüller (mittlerweile zum Leiter der FA gewählt) anwesend, die beide selbst Mitglieder bei Uf60 sind.

Gruppenphoto der Unternehmer für 60 vor dem Bamboleo

Fragerunde mit Manfred Paula zu Beginn

Der erste Vorstand Peter Lechner führte durch den ersten Teil des offiziellen Programmes. Nach der offiziellen Begrüßung fand direkt eine Fragerunde mit Manfred Paula statt. Großen Raum nahm dabei ein, dass Manfred Paula künftig wesentlich mehr auf die Einbindung der NLZ-Spieler setzen wird. Er sprach auch von “Fehlern, die in der Vergangenheit gemacht wurden” beim “Hochziehen” der Spieler aus der U19 und der U21. Auf die Leitung des NLZ angesprochen, erwiderte Paula, dass er aktuell weiterhin das NLZ leite und er keinen dringenden Handlungsbedarf zur Einstellung eines neuen NLZ-Leiters sieht. Durch die extrem engagierten Mitarbeiter im NLZ sei sein “Verlust” gut aufgefangen worden und er bringt sich im Rahmen seiner Verfügbarkeit nach wie vor im NLZ ein und tauscht sich mit den dort zuständigen Kollegen aus. Zum Abschluss unterstrich Paula nochmals, dass die Eigenwächse ab sofort mehr Einsatzzeiten bei den Profis und Bewährungschancen kriegen sollen.

Rückschau auf das Jahr 2025

Dann übernahm wieder Lechner das Wort und blickte auf die Veranstaltungen und Aktivitäten der Unternehmer für 60 im laufen Jahr zurück. Dabei standen besonders der Unternehmerstammtisch im Löwenstüberl, mehrere gemeinsame Auswärtsfahrten, ein Uf60-Treffen vor einem Heimspiel im Löwenbräu am Grünwalder und die alljährlich stattfindenden Events Isar-Floßfahrt sowie Wiesnbesuch im Fokus. Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr die gemeinsame Brasilien-Reise der Uf60.

Vorstand und Beirat entlastet

Es folgte der eher trockene Teil jeder Jahreshauptversammlung: Schatzmeister Frank Hettrich führte durch den Kassen- und Rechenschaftsbericht und die Kassenprüfer Oliver Buch und Erik Altmann stellten den Bericht der Kassenprüfer vor. Danach wurde der Vorstand ebenso wie der Beirat erwartungegmäß entlastet.

Geförderte Aktivitäten der Uf60

Natürlich dürfte auch auf dieser Jahreshauptversammlung der Bericht über das Kerngebiet der Unternehmer für 60 nicht fehlen: die Förderungen der Abteilungen des TSV 1860 München e.V. und die Sanierung der Bausubstanz des NLZ. Erwähnt wurden folgende besondere Projekte, die mit Unterstützung der Uf60 durchgeführt werden konnten:

  • U11 Reise nach Italien
  • U14-Reise nach Wien
  • Fahrdienst für die NLZ-Spieler
  • Notenblätter di die Sechzgermusikanten
  • Planche und Spinde für die Fechtabteilung
  • Unterstützung der Jugendarbeit der Boxabteilung
  • Übernahme der Druckkosten für das Projekt “Löwenblick” der Abteilung Vereinsgeschichte
  • Gitterboxen für die Frauenfußballmannschaften und
  • ein Teambuilding-Event der Fußballabteilung.

Im Bereich der Sanierung der Infrastruktur auf dem Trainingsgelände und dem NLZ führen Mitglieder der Uf60 unentgeltlich zahlreiche Arbeiten aus. Dazu gehören:

  • Wartungsarbeiten am Gerätehaus
  • Erneuerung des Soccercourts
  • Maler- und Elektroarbeiten in den Gebäuden des NLZ
  • Behebung von Schäden in den Umkleidekabinen (besonders der Gästekabinen)
  • Beseitigung von Wasserschäden und vieles mehr.

Ausblick auf 2026

Die Unternehmer werden mit ihren 123 Mitgliedern selbstverständlich den Verein auch im neuen Jahr finanziell und tatkräftig unterstützen. Ein Hauptaugenmerk wird dabei auf der neu gegründeten Rugby-Sparte liegen, deren Leiter Timo Seidel das Konzept der jüngsten Sparte vorstellte. Außerdem steht im nächsten Jahr das 10-jährige Jubiläum der Unternehmer an, das natürlich groß gefeiert werden soll.

Gegnervorstellung 25/26: SSV Ulm 1846 Fußball e. V.

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Ulmer Spatzen

Wer die sportliche Situation beim TSV beschissen findet, sollte einmal einen Blick ins nahe Ulm wagen. Dort brennt auf sportlicher Ebene wirklich der Baum und man steht als Absteiger wieder auf einem Abstiegsplatz. Nach einem “Hilferuf” der Mannschaft wurden Trainer und Sportdirektor beurlaubt und mit Pavel Dotchev ist nun der dritte Übungsleiter in dieser Saison am Ruder. Wir werden morgen also auf einen getroffenen Hund treffen, der hoffentlich nur bellt und unter neuer Führung nicht auch beißt. Nachdem man sich zuletzt gegen vermeintlich schwächere Gegner extrem schwer tat ist vollste Konzentration gefragt, wenn die Löwen an die Donau reisen. Dort wartet der SSV Ulm 1846 Fußball e. V.!

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Aktuell sieht es düster aus an der Donau. Die Spatzen stehen mit 13 Punkten auf Platz 18 er Tabelle und weisen eine Bilanz von 4-1-10 mit einem Torverhältnis von 20:35 auf. Damit haben die Ulmer sowohl die zweitmeisten Niederlagen, als auch die zweitmeisten Tore der Liga kassiert. Die Offensive ist mit 20 Treffern eher in Ordnung, der siebte Rostock hat z.B. nur vier Tore mehr erzielt.

Die Formkurve zeigt auch seit längerem steil bergab. Der letzte Sieg – gegen den abgeschlagenen Letzten aus Schweinfurt – führt vom 1. Oktober her. Danach verlor man sechs Ligaspiele in Folge, unter anderem 5:0 gegen Rostock und Verl, sowie empfindliche Pleiten gegen die Abstiegskonkurrenz aus Ingolstadt und Havelse. Interessanterweise remisierte man zwischendurch in einem Test gegen den Bundesligisten aus Augsburg. Morgen könnte aber der viel zitierte Trainereffekt zum Tragen kommen und die Ulmer unberechenbar machen.

Kader & Transfers

Nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga kam es in Ulm zu einem großen Umbruch. 17 Abgänge stehen 20 Zugängen gegenüber. Die Transfers spülten auch Geld in die Kasse, 1,05 Mio. € nahmen die Spatzen im Sommer ein.

Ablöse kassierte man für fünf Wechsel ins Unterhaus. Mit 400 000€ die höchste Summe bezahlte Münster für Oliver Batista Meier (24, OM), darauf folgt der Club aus Nürnberg mit 300 000€ für Mittelstürmer Samir Telalovic (25). Felix Higl (28), ebenfalls Mittelstürmer, war dem Kleeblatt aus Fürth wiederum 150 000 wert. Jeweils 100 000€ gab es für zwei Innenverteidiger. Philipp Strompf (27) zog es nach Bochum, während Niklas Kolbe (28) nun für die Berliner Hertha aufläuft.  Mit Niklas Castelle (22, MS) sind die Löwen schon auf einen weiteren Abgang getroffen, die Leihe nach Aachen läuft durchaus erfolgreich.

Ersatz wurde nur ohne Ablöse geholt und dabei auch eher in der jüngeren Kategorie gesucht. Die zwei Ausnahmen sind die 28-jährigen Stürmer Dominik Martinovic (Essen, aktuell verletzt) und Andre Becker (Bielefeld). Im Tor stand gegen Rostock der 19-jährige Max Schmitt der von den roten Amateuren ausgeliehen ist, nachdem Stammkeeper Ortega ausgefallen war. Für die Defensive verpflichtete man Jonas David (25, IV, verletzt) von der WSG Tirol und Luis Görlich (25, RV) von Bryne aus dem norwegischen Oberhaus. Aktuelle Toptorschütze (4 Treffer) ist Elias Löder (25, OM) der aus Jena gekommen war.

Als Reaktion auf die aktuelle Misere legte man vor einigen Tagen nochmal nach und holte Mirnes Pepic (29, ZM) aus der Vereinslosigkeit. Der gebürtige Montenegriner spielte zuletzt in Aue auch schon unter Neu-Trainer Dotchev.

Löwenpower: Jonathan Maier (Jugend bis 2012), Dennis Dressel

Vereinsgeschichte

Der Schwimm- und Sportverein Ulm 1846, dem der heutige Verein SSV Ulm 1846 Fußball e. V. bis 2009 als Fußballabteilung angehörte, entstand am 5. Mai 1970 durch Fusion der beiden Vereine TSG Ulm 1846 und 1. SSV Ulm 1928. Mit über 8300 Mitgliedern entstand der damals größte Sportverein Deutschlands.

In der Saison 1978/79 gelang nach zuvor anhaltend guten Leistungen in der 1. Amateur zum ersten Mal im Zuge einer Umstrukturierung der Aufstieg aus der Oberliga in die 2. Bundesliga. In den 80er Jahren pendelte man dann zwischen zweiter und dritter Spielklasse. Zu Beginn der 90er fand man sich in der Oberliga wieder und wurde nach dem Scheitern in der Aufstiegsrunde 94/95 Teil der neuen Regionalliga Süd. 1998 gelang dann unter Trainer Ralf Rangnick der Aufstieg ins Unterhaus mit einem darauffolgenden Durchmarsch in die Bundesliga. Der Höhenflug dauerte aber nur kurz an und man musste postwendend – im Zuge einer extremen Schwächephase zum Saisonende – den Weg zurück in Liga 2 antreten.

Nach der Jahrtausendwende

Nach dem Abstieg wurde man in die Regionalliga durchgereicht, wo dann – ähnlich wie den Löwen 2017 – die Lizenz nicht erteilt wurde, weshalb man in die Viertklassigkeit abrutschte.  Damit nicht genug, denn aufgrund einer Insolvenz musste man auch aus der Oberliga absteigen. Fortan trat die zweite Mannschaft, als “Erste” in der Verbandsliga an. Im DFB-Pokal durfte man übrigens trotzdem antreten und kam sogar in die zweite Runde. Es gelang außerdem er sofortige Aufstieg in die Oberliga, aus der man sich zum Ende der 2000er heraus kämpfen konnte, und ab 2008/09 wieder in der Regionalliga Süd (3) angekommen war.

Nach dem Aufstieg wurde Markus Gisdol als Trainer verpflichtet und man plante den weiteren Weg nach oben. Dann wurde aber im Sommer 2008 die Geschäftsstelle von der Staatsanwaltschaft durchsucht, da ein Verdacht auf Sozialversicherungsbetrug und Steuerhinterziehung bestand. Es wurden viele Verfahren eröffnet, der Spielbetrieb war aber erst einmal nicht betroffen. Nach einer ruhigen Saison, verlies Gisdol den Klub wieder und der uns wohl bekannte Manfred Paula übernahm für acht Spiele eher er ersetzt wurde.

Ausgliederung mit Folgen

2009 wurde dann die Fußballabteilung aus dem Hauptverein herausgelöst und der der SSV Ulm 1846 Fußball e. V. gegründet. Die finanzielle Lage im Hintergrund hatte sich aber im Zuge der Ausgliederung nicht gebessert und der Verein musste Ende 2010 bereits Insolvenz anmelden. Mit Beginn des Verfahrens 2011 stand der nächste Zwangsabstieg in die Oberliga fest. Im Zuge des Insolvenzplans kam es praktisch zu einem Schuldenschnitt.

Unter einem radikalen Sparkurs und dem Ulmer Urgestein Paul Sauter als Trainer und Präsident in Personalunion gelang direkt 2012 der Aufstieg in die Regionalliga Südwest (4). Der Sparkurs wurde aber nicht lange durchgehalten. im Mai 2014 drückten wieder 420 000€ Schulden und der Verein war zum dritten Mal insolvent. Die Spielzeit wurde außer Konkurrent zu Ende gebracht und man ging wieder in die Oberliga.

Der Aufstieg in die Viertklassigkeit gelang dann zur Saison 2016/17 in dessen Folge man sich auf diesem Level etablieren konnte. Nach über 22 Jahren im Amateurbereich gelang in der Spielzeit 22/23 der Aufstieg in Liga 3. Darauf folge der Durchmarsch in die 2. Bundesliga, der nur von kurzer Dauer war. Nach alter Ulmer Tradition ist die direkte Rückkehr in die Regionalliga gar nicht so unwahrscheinlich. Chaos gab es auch vor Beginn der Saison, als auf der Mitgliederversammlung zuerst eine Satzungsänderung blockiert wurde, ohne die keine Lizenz erteilt worden wäre.

Verein

Im Fußballverein wird, wie der Name schon sagt, nur Fußball angeboten. Es sind rund 4 500 Mitglieder Teil der Kicker, deren Profifußballes seit 2019 in eine GmbH & C. KGaA ausgegliedert sind. Die Geschäfte werden von einem Vorstand geführt, dessen Vertreter auch in der Firma die Führung innehat. Daneben kontrollieren in beiden Institutionen Aufsichtsräte die Arbeit.

Im Mutterverein, dem SSV ohne Fußball, sind rund 11 500 Leute organisiert, die Sport in 25 sparten treiben. Diese beinhalten unter anderem Aerobic, Badminton, Bahnengolf, Ballschule, Boule, Boxen. Cricket, Faustball, Fechten, Hockey, Leichtathletik, Muay Thai, Turnen und Skisport. Natürlich wird auch Schwimmen angeboten, weshalb der Verein sowohl über ein eigenes Hallenbad als auch ein vereinseigenes Freibad verfügt, das Mitgliedern kostenlos und zeitweise exklusiv zur Verfügung steht.

Fanszene

Die Fanszene der Spatzen steht im D-Block des Donaustadions, links von der Haupttribüne. Als Dachverband der aktiven Fans fungiert ein gleichnamiger Verein, der auch eine Website betreibt. Führende Kraft in der Ultraszene ist die Gruppe Broken Society Ultras mit ihrer Jugendgruppe Prodigys. Daneben gibt es noch Nebulosa Impero 2010 die in diesem Jahr schon das 15-jährige Bestehen gefeiert haben. Die Nachwuchsorganisation heißt hier Novus  Ignis. Neben den Fahnen dieser Gruppen hängt oft noch die der Gruppe nero constante, welche zumindest ultranah sein müssen.

Die Ultras engagieren sich regelmäßig sozial und haben außerdem in Reaktion auf Vorkommnisse von sexueller Belästigung im Block eine Anlaufstelle für Betroffene Frauen ins Leben gerufen. Das SpatzenUfer ist über Telefon und email erreichbar und wird immer von einer “verlässlichen, weiblichen Person” besetzt.

Daneben gibt es – im Heimbereich, aber auch nur da – links neben den Ultras eine relativ große Hooliganszene. Diese versammelt sich hinter den Zaunfahnen der Hooligans Ulm, Donau Crew 08, Uniteds Ulm ’97 und des Donausturm. Dieser Teil der Szene gilt als stramm rechts und soll über viele Verbindungen ins rechtsextreme Milieu verfügen. Passend dazu hängt bei Auswärtsspielen oft eine Deutschlandfahne mit der Aufschrift “Ulm für Deutschland”. Daheim ist das nicht möglich, da das Zaunfahnen-Bild dort einheitlich in den Klubfarben gehalten wird.

Verbindungen

Von Seiten der Ultras gibt es Freundschaften zu den Ultras des ESV Kaufbeuren (Eishockey, Jokeria) und zu den Fans von Rot-Weiß Oberhausen. Letztere Verbindung wird auch von den Hooligans gepflegt. Diese haben außerdem (u.a. laut der recht alten Website der Donau Crew) Kontakte nach Augsburg (früher Bürgerwehr Augsburg), Nürnberg, Burgau (Eishockey) und anscheinend auch zur Ackerfraktion des TSV 1860.

Rivalitäten gibt es vor allem zum SSV Reutlingen und dem FC Heidenheim. Weiters versteht man sich mit den Stuttgarter Kickers und, freundschaftsbedingt, mit Duisburg nicht besonders gut. Offiziell gemeldet sind außerdem 13 Fanclubs wie z.B. die Spatzenfans Ehingen, La Familie oder die Bachtal Spatzen.

Das Stadion

Der SSV Ulm trägt seine Spiele im 1925 eröffneten Donaustadion aus, dass aktuell eine Kapazität von 17 400 Plätzen bietet, von denen 4236 überdachte Sitzplätze sind. Der Großteil der Zuschauenden, so auch die Fans in der Heimkurve, stehen unter freiem Himmel.

Das Stadion war das erste seiner Art in Süddeutschland. 1925, bei der Einweihungsfeier im Rahmen des Landesturnfests, zählte man rund 40.000 Zuschauer. Dies war möglich, weil es zu dieser Zeit noch keine Gegentribüne gab und die Öffnung des hufeisenförmigen Stadions an eine anliegende Wiese grenzte, die von den Zuschauern mitgenutzt wurde. Während des Krieges wurde die Holztribüne zerstört.

1952 wurde die bis heute bestehende und überdachte Haupttribüne errichtet. Erste Änderungen erfolgten mit der stufenförmigen Erhöhung der Stehplätze. In den 1980er Jahren wurden die Sitzbänke auf der Haupttribüne durch Einzelplätze ersetzt und eine Flutlichtanlage errichtet. 1999 wurde eine neue Gegentribüne mit 3.000 überdachten Sitzplätzen errichtet, davon wurde ein separater Zuschauerblock mit 500 Sitzplätzen zum Nichtraucherblock deklariert. Diese Maßnahme war damals einzigartig und fand später weitere Nachahmer.

Nach der Jahrtausendwende

Als die Fußballer des SSV Ulm 1846 im Jahr 1999 wider Erwarten in die 1. Bundesliga aufstiegen, wurden Zusatztribünen angeschafft, die an drei verschiedenen Stellen hinter den Stehplatzrängen zum Einsatz kamen. Dadurch konnte die Zuschauerkapazität von ursprünglich 19.500 auf 23.000 ausgebaut werden. Der anschließende Abstieg machte weitere Umbaumaßnahmen unnötig, wie etwa einen Neubau der Haupttribüne und die Überdachung der Stehplätze.

Nach dem Aufstieg in die dritte Liga zur Saison 23/24 musste eine Rasenheizung installiert werden, weshalb die Ulmer erstmal nach Aalen auswichen. Nach dem weiteren Aufstieg ins Unterhaus wurde diese Heizung dann mit einer neuen Beregnungsanlage wirklich eingebaut. Außerdem wurden provisorische Maßnahmen für Presse und VIP-Gäste vorgenommen.

Im Frühjahr diesen Jahres wurde zum 100-jährigen Jubiläum eine umfassende Modernisierung durch Stadt und Verein beschlossen, wobei die Laufbahn erhalten bleibt. Die Fans feierten den Geburtstag ihrer Heimat mit einer Choreographie beim Heimspiel gegen Mannheim.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Seit der Fertigstellung eines neuen Turms der Sagrada Familia in Barcelona hat das Ulmer Münster nicht mehr den höchsten Kirchturm der Welt.
  • Ulm hat die älteste Stadtverfassung und das älteste Stadttheater (gegründet 1641) in Deutschland.
  • Albert Einstein wurde in Ulm geboren.
  • In Ulm findet alle zwei Jahre der Landesposaunentag statt, an dessen Ende immer ein Zusammenspiel aller Teilnehmenden im größten Posaunenchor der Welt steht.
  • Der SSV Ulm 1846 wurde in der Saison 01/02 als Fünftligist der niederklassigste Verein, der je im DFB–Pokal – noch dazu gegen einen Erstligisten (Nürnberg) – ein Spiel gewinnen konnte.

Der 16. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – FC Erzgebirge Aue
Samstag 14:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – TSG 1899 Hoffenheim II
14:00 Uhr 1. FC Saarbrücken – Rot-Weiss Essen
14:00 Uhr SSV Ulm 1846 Fußball – TSV 1860 München
14:00 Uhr FC Energie Cottbus – FC Viktoria Köln 1904
14:00 Uhr MSV 02 Duisburg – Aachener TSV Alemannia
16:30 Uhr 1. FC Schweinfurt 05 – SV Waldhof Mannheim 07 
Sonntag 13:30 Uhr SSV Jahn Regensburg – FC Hansa Rostock 
16:30 Uhr SC Verl 1924 – VfL 1899 Osnabrück
19:30 Uhr VfB Stuttgart 1893 II – TSV Havelse 1912