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3. Liga: 1860 Top-Favorit der Trainer!

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Das Portal liga3-online.de befragt traditionell vor jeder neuen Saison die 20 Übungsleiter der 3. Liga nach ihren Aufstiegsfavoriten. Und selten herrschte so viel Einigkeit beim Top-Favorit der Trainer, wie in diesem Jahr. 17 von 20 erwarten eine Rückkehr des TSV 1860 in die 2. Bundesliga im Sommer 2026. Nur vor der Saison 22/23 erhielt Dynamo Dresden mit 19 Stimmern noch mehr Vorschusslorbeeren. Das damalige Ergebnis sollte bekannt sein: Mit Außenseiter Elversberg, Osnabrück und Wiesbaden stiegen vor zwei Jahren drei nicht wirklich als Top-Favorit der Trainer gehandelte Teams auf. Dresden wurde nur Sechster. Nicht immer treffen die Experten ins Schwarze.

Glöckner und Brinkmann geben keine Stimme ab

Die beiden Trainer der aktuell am heißesten gehandelten Mannschaften machen es sich leicht. Weder Löwendompteur Patrick Glöckner, noch Hansa Rostocks Coach Daniel Brinkmann wollen sich auf drei Kandidaten für den Aufstieg im kommenden Frühjahr festlegen. Sie geben auf die Frage von liga3-online keine Antwort. Havelses Samir Ferchichi nennt nur zwei Aufsteiger: Unsere Löwen und – als einziger – den Zweitligaabsteiger SSV Ulm. So bleibt – neben Glöckner und Brinkmann – nur ein Trainer, der 1860 nicht auf dem Zettel hat. Es ist Wiesbadens Nils Döring. Für ihn machen am Ende Rostock, Saarbrücken und Essen das Rennen. Dies sind – neben den Löwen – auch für den Rest der Gilde die heißesten Aufstiegsaspiranten. Während Hansa in Summe auf 16 Nennungen kommt, glauben bei den in der Relegation Ende Mai gescheiterten Saarländern neun, bei RWE acht Trainer an den Aufstieg. Je eine Stimme erhalten Wiesbaden, Regensburg und – wie oben erwähnt – Ulm. Sich selbst bezeichnet übrigens – wie eh und je – kein Trainer als Aufsteiger.

Dresden wurde zweimal der Favoritenrolle gerecht

Dass der Top-Favorit der Trainer am Saisonende auch wirklich den großen Wurf realisierte und sich in die 2. Liga verabschieden konnte, gab es in den letzten Jahren eher selten. Nur Dynamo Dresden konnte zweimal seiner Favoritenrolle gerecht werden. In der vergangenen Saison, vor der elf Kollegen Thomas Stamm den Aufstieg zutrauten. Und im Sommer 2020 als sogar 14 Trainer die Sachsen zum Favoriten kürten, die es am Ende als souveräner Meister auch realisierten. Manchmal liegen sie also auch richtig, die Übungsleiter.

1860 zuletzt 2021/22 Top-Favorit der Trainer…

Die Löwen waren in den bislang sieben Jahren ihrer Drittligazugehörigkeit schon einmal der Top-Favorit der Trainer. Im Sommer 2021 war’s als 15 von 20 Übungsleiter auf Sechzig setzten. In der Vorsaison hatter man erst im letzten Spiel in Ingolstadt die Relegationsteilnahme verspielt und war als Vierter ins Ziel eingelaufen, was immerhin die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeutete, in dem man dann durch das Ausschalten der Zweitligisten Darmstadt und Schalke 04 ein wenig für Furore sorgte. Für den Aufstieg reichte es am Ende freilich nicht, am Ende stand wieder der 4. Platz unter Michael Köllner.

…und nie Außenseiter

Kompletter Außenseiter war der TSV 1860 in den letzten fünf Jahren für die Drittligatrainer bei der Aufstiegsfrage nie. Seit Sommer 2020 (also nach zwei Jahren Zugehörigkeit zur Liga) traute immer mindestens ein Coach der Konkurrenz den Löwen vorsaisonal den Aufstieg zu. Letztes Jahr waren es mit Marc Unterberger von Unterhaching und Sreto Ristic aus Sandhausen allerdings zwei Übungsleiter, die dann im Laufe der Saison frühzeitig ihren Posten räumen und deren Teams am Saisonende die 3. Liga verlassen mussten. Einen Zusammenhang zwischen Löwen-Fehlprognose und eigenem Mißerfolg konstruieren wir hier aber nicht.

Favorit mit Selbstvertrauen

Fazit? – Die Favoritenrolle allein macht noch keinen Aufsteiger, das haben die letzten Jahre bewiesen. Allerdings sollte es den Löwen und ihrem Umfeld schon eine gesundes Maß an Selbstvertrauen einimpfen, wenn das Votum der Konkurrenz so eindeutig ausfällt, oder?

Sechzig um sieben: sechzger.de Tippspiel startet wieder

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Die Saison 25/26 beginnt in weniger als drei Wochen mit dem Spiel des TSV 1860 München bei Rot-Weiss Essen. So langsam wird es also Zeit, sich mit Saisonvorschauen und Tippspielen zu beschäftigen. So startet auch das sechzger.de Tippspiel in die Saison 25/26.

Sechzger.de Tippspiel startklar für die neue Saison

Ab sofort ist das sechzger.de Tippspiel für die kommende Saison freigeschaltet. Ihr könnt also mit Eurem Account die Spiele der neuen Saison tippen und zeigen, dass Ihr den größten Sachverstand aller sechzger.de-Leser habt. Dem Sieger winkt außer Ruhm und Ehre eine Teilnahme am sechzger.de Talk. Wer bisher noch nicht mitgemacht hat, kann sich einen Account anlegen und diese Saison einsteigen. Alle Infos dazu findet Ihr hier.

Saisonvorschau von Bennet aus Rostock

Er ist schon eine Art Stammgast in unserem Talk und besticht durch großen Sachverstand und messerscharfe Analysen: Bennet aus Rostock. Auf seinem youtube-Kanal artsy_football wagt er eine Saisonprognose für unsere Löwen. Was Bennet den Löwen für die kommenden Saison (auch vor dem Hintergrund des neuem Umfelds) zutraut, könnt Ihr Euch in seinem Podcast anschauen.

1860 Zweiter beim NLZ-Fördertopf

Der DFB schüttet etwa 2,4 Mio. € Nachwuchsförderung an die Verein der dritten Liga aus. Vereinfacht gesagt kriegen die Vereine für jede Einsatzminute von Talenten aus dem eignen Nachwuchs Geld gutgeschrieben. Der TSV 1860 München hat sich dabei in der letzten Saison vor Allem durch die Einsätze Lukas Reich und Sean Dulic auf Platz zwei der Ausschüttung platzieren können.

Guttau zu Erzgebirge Aue

Nach der Hängepartie um seine Vertragsverlängerung hat Julian Guttau nun einen neuen Verein gefunden. Der technisch versierte offensive Mittelfeldspieler wird kommende Saison für Erzgebirge Aue auflaufen. “Die Atmosphäre im Erzgebirgsstadion hat mir schon immer imponiert. Nun Teil dieses Vereins zu sein, ist Ansporn und Verpflichtung zugleich,” kommentierte Guttau seinen Vereinswechsel ins Erzgebirge.

U15-Löwinnen Dritte beim LINARA-Cup

Die jungen Löwinnen kassierten im Turnier nur eine Niederlage. Diese war im Halbfinale gegen die späteren Siegerinnen der Spielgemeinschaft FC Auberbach-Stetten / SV Tussenhausen. Die U17-Löwinnen konnten Ihr Testspiel beim SC Huglfing mit 11:0 gewinnen.

News aus der dritten Liga

Osnabrück holt Lesueur

Nächste Verstärkung für die Offensive des VfL Osnabrück. Der Franzose Tony Lesueur kommt von Phönix Lübeck an die Bremer Brücke. Der 24-Jährige brachte es in der vergangenen Saison auf 17 Scorerpunkte in der Regionalliga Nord.

Azzouzi soll Sportdirektor in Aachen werden

Nachdem sich die Alemannia nach Saisonende von Sascha Eller als Sportdirektor getrennt hatte, steht nun ein Nachfolger bereit. Rachid Azzouzi, der sieben Jahre lang Sportgeschäftsführer bei Greuther Fürth war, soll kurz vor einem Engagement bei der Alemannia stehen.

Saarbrücken sucht noch zwei Verstärkungen

Bereits vor der Saison leidet der 1. FC Saarbrücken unter Verletzungspech. Mit Schmidt, Sontheimer, Fahrner, Vasiliadis und ex-Löwe Richy Neudecker fallen aktuell fünf Spieler aus. Zur Vergrößerung des Kaders sucht Saarbrücken noch einen Stürmer und einen Sechser.

Damit geht Ihr wieder gut informiert in diesen Dienstag. Vielleicht wird ja heute das Geheimnis um den neuen Investor gelüftet, schaut also hin und wieder mal bei uns rein!

 

 

 

Groundhopping Litauen: FK Kauno Zalgiris – FA Siauliai

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Stadion Kaunas Beim Spiel FK Kauno Zalgiris FA Siauliai Blick Auf Spielfeld

Sommerpause bei den Löwen heißt entweder kein Fußball für ein paar Wochen, alternativ Zeit für andere Mannschaften in der Relegation oder sogar anderen Ländern. sechzger.de-Redakteur Jan plante rund um das schwedische Pokalfinale Ende Mai gleich eine ganze Tour und berichtet davon in mehreren Artikeln. Der Groundhopping-Startschuss fiel in Litauen mit der Partie FK Kauno Zalgiris – FA Siauliai.

Groundhopping in Litauen: FK Kauno Zalgiris – FA Siauliai

Bereits vor dem letzten Spieltag gegen Erzgebirge Aue visierte ich einen Besuch beim schwedischen Pokalfinale an. Die Recherche wurde immer intensiver und brachte interessante Kombinationsmöglichkeiten zum Vorschein. So sollte es nicht wie ursprünglich geplant ein verlängertes Wochenende in Schweden werden, sondern eine deutlich längere Tour. Zehn Spiele in fünf verschiedenen Ländern wurden es schlussendlich. Das war insbesondere aufgrund Englischer Wochen in Norwegen und Schweden so möglich.

Los ging es mit dem Flieger von München aus in die litauische Hauptstadt Vilnius. Litauen – weiß man zwar, dass es das Land gibt, das war es dann aber irgendwie auch schon bei mir. Umso gespannter und unvoreingenommener war ich, was mich dort erwarten sollte. Eine der Fragen, die ich mitbrachte: wie sehen die Litauerinnern und Litauer die wachsende Bedrohung durch Russland? Früher als ich es für möglich gehalten hatte, wurde mir die Antwort präsentiert.

Denn als wir angekommen in Vilnius zum Gate rollten, erspähte ich das Flugzeug der deutschen Bundesregierung. Eine kurze Recherche ergab: Merz und Pistorius sind an diesem Donnerstag ebenfalls in Vilnius und mit ihnen 800 deutsche Soldaten. Egal wo man sich hinbegibt, überall nur Deutsche im Urlaub anzutreffen… in diesem Fall aber mit einem wichtigen und besonderen Grund. Bis Ende 2027 wird die Bundeswehr in Litauen eine Brigade stationieren. An diesem Tage erfolgte der sogenannte Aufstellungsappell, dem eben auch die beiden Vertreter der Bundesregierung beiwohnten.

Deutsche Soldaten zum ersten Mal eingeladen

Aufstellungsappell Deutsche Bundeswehr In Vilnius Litauen Panzer Am Hauptplatz

Überall waren Soldaten und militärische Fahrzeuge, darunter auch zahlreiche Panzer. Mich beschlich da schon ein etwas mulmiges Gefühl bei so einem Anblick mitten in einer Stadt. Die Litauerinnen und Litauer freuten sich hingegen sichtlich. Ganze Schulklassen strömten auf den Kathedralenplatz, Kinder wie auch Erwachsene kletterten in sowie auf die militärischen Fahrzeuge und machten Selfies. Meine Stadtführerin brachte es passend auf den Punkt: “Das ist das dritte Mal, dass deutsche Soldaten auf diesem Platz stehen – nur jetzt sind sie zum ersten Mal eingeladen worden.” Wenn man sich die Landkarte und entsprechend die Lage von Litauen vor Augen führt, sieht man schnell, wieso der baltische Staat von besonderer strategischer Bedeutung ist. Er grenzt an die russische Enklave Kaliningrad und wäre damit ein willkommener Landgewinn für die Russen.

Aber zurück zum Wesentlichen: meine Stadtführung fand auf deutsch statt und war sehr informativ. Binnen etwa 2,5 Stunden konnten wir das Wichtigste der Stadt erkunden. Die Hauptstadt ist nach Angaben der Führerin unter anderem auch die schönste Stadt Litauens, weil ein Großteil der finanziell vorhandenen Mittel in Vilnius investiert werden (60%). Einen weiteren beträchtlichen Anteil erhält die zweitgrößte Stadt, der Rest muss mit viel weniger auskommen. Das klingt schon nach einem ziemlichen Ungleichgewicht.

Litauen schrumpfte massiv

Spannend war außerdem zu erfahren, dass das Land ein massives Abwanderungsproblem hatte. In Zahlen: 2000 lebten 3,5 Millionen Menschen in Litauen, aktuell sind es nur noch 3,0. Dazu muss man allerdings sagen, dass sich der Trend zuletzt wieder zum Positiven gewendet hat und sich in Litauen viele Start-Ups, insbesondere aus der Tech-Branche, angesiedelt haben.
Ein weiteres Problem: Die meisten jungen Leute gehen studieren, obwohl durchschnittlich 10% von ihnen keinen Job finden. Zudem ist das Lohnniveau niedrig, was dazu führt, dass (studierte) Litauerinnen und Litauer lieber im Ausland beispielsweise in einem Hotel arbeiten, weil sie dort mehr verdienen. Erschwerend hinzu kommt,dass die Preise in Vilnius in Gäststätten für Pizza oder Bier nahezu auf Münchner Niveau waren, was mich völlig überraschte. Das passt dann erst recht nicht mit dem niedrigen Verdienst der Bevölkerung zusammen.
Ich machte mich im Anschluss noch etwas alleine auf den Weg und wurde dabei einmal komplett vom Regen durchweicht. Was für ein ungewohntes Gefühl, diese Nässe auf der Haut, nachdem in Deutschland in den Wochen zuvor alles knochentrocken war…

Am darauffolgenden Morgen ging es entspannt in einem modernen Zug nach Kaunas in die zweitgrößte Stadt des Landes. Hier sollte am Abend dann auch der Länderpunkt eingetütet werden. Nach einer kurzen Mittagspause erkundete ich die Stadt auf eigene Faust. Punkten kann sie vor allem mit zwei Flüssen, die sich am Ende der City vereinigen sowie einer kilometerlangen Fußgängerzone. Klein, aber fein würde ich das Ganze abschließend bewerten.

Kaunas Blick Auf Die Stadt Von Oben Aussichtspunkt

Und nun zum Fußball

Nach einem hervorragenden Burger war es dann endlich soweit: König Fußball rief! Eine Karte wollte ich direkt am Stadion kaufen, doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Einen Ticketshop erblickte ich nicht, sodass kurzerhand doch der Onlineshop aufgerufen wurde. Dabei versagte allerdings meine Kreditkarte aus bislang ungeklärten Gründen. Nach etwas hin und her brachte mich ein netter, junger Vereinsmitarbeiter zum absolut unscheinbaren Ticketverkauf und wenig später konnte es zum Glück los gehen. Einen Elfmeter für die Gastgeber verpasste ich aufgrund der Kartenproblematik, der Schütze konnte jedoch nicht das frühe 1:0 erzielen. Insgesamt fand sich im Nationalstadion Litauens heute eine überschaubare Zuschauermenge ein. Vergangene Woche war beim Spiel gegen den Hauptstadtklub Zalgiris Vilnius mit 6.000 Zuschauern noch deutlich mehr geboten. Beim Spiel gegen Siauliai waren es gerade mal wenige hundert. Auch hier folgte wieder ein Preishammer: 6,50€ wurden für ein Carlsberg aufgerufen – Prost Mahlzeit…

Auf dem Platz dominierten die Gastgeber das Geschehen größtenteils und gingen entsprechend auch verdient mit 3:0 als Sieger vom Platz. Ebenso kurios wie nervig war der Versuch des Stadionsprechers während dem Spiel die wenigen Zuschauer zum Anfeuern zu animieren. Ansonsten konnte man auf der Heimseite eine Familie mit einer Trommel als Supportergruppe ausmachen. Gäste waren nur eine Handvoll angereist, die auf der Gegengerade Platz nahmen. Meine insgesamt niedrigen Erwartungen deckten sich also mit der Realität – viel mehr als ein Spiel muss man in Litauen also nicht unbedingt gesehen haben. Das fußballerische Niveau war ganz in Ordnung, unsere Löwen hätten sicherlich mithalten können.

Nach Abpfiff ging es zu Fuß zurück zur Unterkunft, da am nächsten Morgen früh der Bus zur nächsten Station auf meiner Reise abfahren sollte. Es war auf jeden Fall spannend ein neues Land zu besuchen und einen weiteren Länderpunkt einzusammeln. Doch die Highlights der Tour sollten erst noch folgen.

Stadion Kaunas Beim Spiel FK Kauno Zalgiris FA Siauliai

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)
Groundhopping Albanien

 

Nachwuchsfördertopf: 250.000 Euro für die Löwen

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Nachwuchsfördertopf: 250.000 Euro für die Löwen
Nachwuchsfördertopf: 250.000 Euro für die Löwen

Gute Nachwuchsarbeit lohnt sich – das zeigt einmal mehr die Ausschüttung des Nachwuchsfördertopfs durch den DFB. Gute 250.000 Euro gehen dabei an die Löwen. Das bedeutet im Ranking aller Vereine Platz zwei hinter Absteiger SpVgg Unterhaching. Insgesamt werden knapp 2,4 Millionen Euro an die 17 förderungsberechtigten Drittligisten ausbezahlt und 14 dieser Clubs erhalten einen sechsstelligen Betrag vom DFB. Zweitvertretungen partizipieren bereits seit der Einführung nicht am Fördertopf.

Unterhaching vor 1860 und Ingolstadt

An der Spitze des Rankings stehen mit der SpVgg Unterhaching, dem TSV 1860 München und dem FC Ingolstadt gleich drei bayrische Vereine. Die SpVgg, die bekanntlich als Letzter in die Regionalliga absteigen musste, darf sich noch einmal über knapp 303.000 Euro freuen, die den klammen Kassen sicherlich gut tun dürften. Ähnlich sieht es bei den Löwen aus, die knapp 256.000 Euro erhalten. Ingolstadt darf sich über knapp 245.000 Euro freuen. Am Ende des Rankings liegt die Alemannia aus Aachen. Aachen erhält sage und schreibe 97,72 Euro ausbezahlt. Wie der DFB zu dieser Summe kommt ist leider nicht im Detail nachzuvollziehen. Auf jeden Fall die große Kohle nicht sinnlos verprassen, liebe Aachener.

Fördertopf für Einsätze von jungen Spielern

2018 wurde der Nachwuchsfördertopf eingeführt. Durch die positive Einnahmen-Entwicklung beim DFB wird der Fördertopf zur Saison 2025/26 auf 3,0 Millionen Euro erhöht. In der offiziellen Pressemeldung heißt es zudem: “Im Gegensatz zu den ersten sechs Jahren der Fördermaßnahme können die ausgeschütteten Gelder von den Klubs mittlerweile für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verwendet werden. Bis 2024 war ihre Nutzung ausschließlich gemeinnützigen Zwecken vorbehalten gewesen.”. Die Fördersummen berechnen sich anhand von zwei Kriterien. Vom DFB wird der Betrieb  eines Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) belohnt. Ebenso gibt es Geld für den Einsatz von deutschen U23-Spielern in der dritten Liga. So bringt alleine der Betrieb eines NLZ jedem Club 100.000 Euro in die Kasse.

Zur neuen Saison weniger U23-Spieler im Kader

Gespannt darf man in Anbetracht des verstärkten Kaders auf die Werte der Löwen in der neuen Saison sein. Aktuell halten sich die U23-Spieler im Kader noch arg in Grenzen. Aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Die Förderkasse des DFB ist jedenfalls auch zur neuen Saison gut gefüllt.

 

 

Youtube-Tipp: Saisonvorschau von sechzger.de Talk-Gast Bennet

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Schon zweimal war der Betreiber des Youtube-Kanals artsy_football zu Gast bei uns im sechzger.de Talk. 7.000 Abonnenten verfolgen regelmäßig die fundierten Analysen des Anhängers von Hansa Rostock, der sich bei seinem Tun aber keineswegs auf seinen eigenen Verein beschränkt. In bis dato 233 Videos beschäftigt sich Bennet mit den Vereinen der ersten drei deutschen Profiligen, wobei naturgemäß ein Fokus auf der 3. Liga liegt. In den Videos geht es um taktische Fragen, Qualität von Neuzugängen und ähnliche interessante Themen.

Saisonvorschau aus Rostock

In der jüngsten Veröffentlichung auf artsy_football, die am gestrigen Sonntag Abend hochgeladen wurde, dreht sich alles um den TSV 1860 München in der kommenden Spielzeit. “Saisonvorschau 1860 München: gelingt der Aufstieg in die 2.Bundesliga?” ist der vielsagenden Titel der knapp 20minütigen Augabe. Wir legen allen Löwenfans, die an einer fundierten Analyse des in diesem Sommer von Dr. Christian Werner zusammengestellten Kaders aus der differenzierten Außenperspektive, also ohne weiß-blaue Brille auf der Nase, interessiert sind, diese Sendung ans Herz.

Schon zweimal zu Gast im sechzger.de Talk

Nachdem Bennet in der letzten Saison jeweils vor den Aufeinandertreffen zwischen seinem FC Hansa und unseren Löwen bei uns im sechzger.de Talk zu Gast war (in Ausgabe 186 am 25.11.24 und in Ausgabe 207 am 22.04.25) haben wir ihn natürlich direkt nach der Veröffentlichung seines Videos kontaktiert und um ein zusammenfassendes Statement seiner Saisonvorschau für 1860 gebeten. Und so macht Bennet auf seine aktuelle Sendung neugierig:

Nicht nur die namhaften Transfers sorgen für Aufsehen. Neuer Investor, neue Stadionpläne und eine starke Vorbereitung stiften große Hoffnung bei vielen Löwen-Fans. Die Liga erklärt Sechzig zum Top-Favoriten. Doch ist man das wirklich? Kann 1860 aufsteigen? Ist der Kader stark genug? Welchen Fußball lässt Patrick Glöckner spielen?

Anfang September wieder bei uns zu Gast?

Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels hatten schon deutlich über 3.000 Personen die Saisonvorschau für Sechzig auf artsy_football angeschaut. Mal sehen, wieviele durch unsere Empfehlung hier noch hinzukommen. Voller Hoffnung sind wir übrigens, dass wir Bennet in knapp zwei Monaten auch wieder im sechzger.de Talk begrüßen dürfen. Im Idealfall in der Englischen Woche Anfang September, in der die Löwen das Auswärtsspiel bei Hansa Rostock bestreiten müssen. Oder vielleicht mal zur Abwechslung danach, um das Spiel gemeinsam zu analysieren? Auf jeden Fall wird es spannend, zu sehen, ob er bis dann die eine oder andere Prognose aus seiner Saisonvorschau von Mitte Juli vielleicht schon korrigieren muss oder ob die ersten fünf Drittligapartien, die bis dahin dann schon absolviert sind, seine Erwartungen an 1860 bestätigt haben.

Es geht wieder los: Das sechzger.de Tippspiel

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Bereits zum vierten Mal laden wir in diesem Sommer unsere Leser*innen zum sechzger.de Tippspiel auf kicktipp.de ein. Wer Spaß am Vorhersagen der Spiele der 3. Liga hat, der kann sich unter dem Link einfach neu anmelden oder – besonders praktisch – einfach mit dem bestehenden Account weitermachen. Sofern auch in den Vorjahren schon mitgetippt wurde. Dann geht es darum, alle Partien der 3. Liga der Saison 2025/26 möglichst korrekt vorherzusagen. Darüber hinaus sind vorsaisonal noch ein paar Bonus-Prognosen zu treffen, die am Ende der Spielzeit die entscheidenden Punkte zum Sieg bedeuten können.

Sieger im Tippspiel dürfte in den sechzger.de Talk

Apropos Sieg: Der Hautgewinn, eine Teilnahem am sechzger.de-Talk, um sich und seine hellseherischen Fähigkeiten einmal der ganzen Community zu präsentieren, wurde in den drei vorangegangenen Jahren von den Siegern nie aktiv eingefordert. Eine Email zur Terminvereinbarung hätte genügt. Und dennoch halten wir an der Auslobung dieses – ja wirklich einmaligen – Preises fest! Vielleicht mag ja der vierte Sieger (oder Siegerin) in unserem Tippspiel dann im Sommer 2026 in unserem Podcast-Format aufteten… Aber in erster Linie geht es bei unserem Angebot natürlich um den Spaß. Und um den Vergleich der eigenen Prognose-Kompetenz mit jener anderer Löwenfans aus der sechzger.de Leserschaft.

Spielregeln und Punktevergabe

Die Ergebnistipps für die Spiele müssen übrigens immer bis spätestens eine Minute vor Anpfiff der jeweiligen Partie abgegeben werden. Dafür gibt es dann im Falle einer Vorhersage des absolut richtigen Resultats fünf Punkte, bei korrekter Tordifferenz (falls es einen Sieger gibt) drei Zähler und bei zutreffender Tendenz immerhin noch zwei Punkte. Für ein Unentschieden kann man also nur fünf oder zwei Punkte einheimsen. In den vergangenen Spielzeiten haben die Sieger unserer Tippspiels durchschnittlich 1,43 (2022/23 User*in Weissbier und 2024/25 User*in Stan1slaw) bzw. 1,33 (2023/24 User*in Verlierer) pro Spiel erreicht. Ihr glaubt, Ihr könnt das besser? Dann einfach unter kicktipp.de anmelden und mitmachen!

Bonusfragen

Die Bonusfragen, die heuer bis eine Minute vor dem Anpfiff des Ligaeröffnungsspiels unter Beteiligung unserer Löwen an der Essener Hafenstraße (Freitag, 1. August, 18.60 Uhr), beantwortet werden müssen, bringen am Saisonende dann jeweils fünf Punkte auf’s Konto. Sie lauten: Wer wird Herbstmeister? Welche Mannschaft belegt Platz eins, zwei und drei? (Bringt in Summe also 15 Zähler) Welche Mannschaften werden 17., 18., 19. und 20.? (In Summe 20 Zähler) Und: Welches Team stellt den Torschützenkönig?
Insgesamt kann man mit den Bonusfragen also nochmal dicke 45 Punkte holen. Etwa die Ausbeute, die man im Tippspiel Alltag mit zwei wirklich hervorragend prognostizierten Spieltagen erreicht. Durchaus lukrativ. In der Saison 23/24 waren die Punkte für die Bonusfragen übrigens entscheidend für den Gesamtsieg vom Verlierer.

So, genug der langen Erklärung. Lasst Taten folgen! Tipp-Taten! Wir freuen uns über rege Teilnahme der bisherigen und auch aller neuen Teilnehmer*innen am sechzger.de Tippspiel!

Löwinnen U15 belegt beim LINARA-Cup den 3. Platz

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Tolles Resultat für die weibliche C-Jugend des TSV 1860. Beim stark besetzten LINARA-Cup des SV Germaringen belegte die Löwinnen U15 den dritten Rang. Nur im Halbfinale mussten sich die Mädchen dem späteren Turniersieger, der Spielgemeinschaft von FC Auberbach-Stetten und SV Tussenhausen geschlagen geben und zeigten in allen Partien des Turniers wieder mal eine starke Abwehrleistung.

Löwinnen U15 mit starker Defensive

Erst vor zwei Wochen hatten wir an dieser Stelle von einem durchaus kuriosen Turniersieg für die Löwinnen U15 berichtet. In Bruckmühl hatte das Team ohne Gegentor den Turniersieg davon getragen. Ähnlich verlief auch das Turnier im Ostallgäu am gestrigen Sonntag, gleichwohl die Konkurrenz diesmal deutlich stärker einzustufen war. In der Gruppenspielen der Vorrunde behielten die Junglöwinnen eine weiße Weste. Gegen die Gastgeberinnen und späteren Finalistinnen gabe es zum Auftakt des Turniers ein 0:0, der FC Affing und der SV München Nord Lerchenau wurden mit 2:0 und 1:0 bezwungen, was den zweiten Platz in der Gruppe A zur Folge hatte.

Spiel um Platz 3 geht ins Elfmeterschießen

So kam es im Halbfinale zum Duell mit den Favoritinnen aus Auerbach, die sich knapp mit 2:1 durchsetzen konnten und ins Finale einzogen. Die Löwinnen hingegen trafen im Spiel um Platz 3 auf den ESV München und setzten sich im Elfmeterschießen mit 6:5 durch. Fünf Gegentore – ein ungewohntes Gefühl für die Torhüterin! sechzger.de gratuliert herzlich zu diesem Erfolg in einem Turnier mit durchaus ambitionierten Teams.

U17 siegt 11:0

Tolle Nachrichten – und ein paar Impressionen – gibt es darüber hinaus auch von der weiblichen U17 zu vermelden. Diese siegte am Sonntag Nachmittag in einem Testkick gegen die U17 des SC Huglfing deutlich mit 11:0. Die weiblichen B-Juniorinnen des Klubs aus dem Pfaffenwinkel spielen seit einigen Jahren in der Landesliga Süd.
Wie es scheint, sind die Nachwuchs-Löwinnen – ähnlich den Profis bei den Herren – schon in der Vorbereitung auf die Saison 2025/26 in guter Form. Die drei erwachsenen Frauenteams bei 1860 sind aktuell übrigens noch in der wohlverdiensten Sommerpause.

 

Europacup-Historie: Bate Borisov – TSV 1860 München, 14.07.2002, 4:0

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Bate Borisov - TSV 1860 München
Bate Borisov : TSV 1860 München

Bate Borisov – TSV 1860 München

Borisov (auch Baryssau) liegt irgendwo mitten in Weißrussland, kurz hinter Minsk. Das war das erste, was wir nach der Auslosung zur 2. UI-Cup-Runde im Jahre 2002 herausfanden. Der TSV 1860 München stieg in diesem Jahr übrigens erst – wie auch der VfB Stuttgart als zweiter deutscher Vertreter – in der zweiten Runde in den Wettbewerb „UI-Cup“ ein. Bate Borisov aus Weißrussland sollte der Gegner sein. Na Mahlzeit!

Glücklicherweise sollte das das Hinspiel zuerst in München stattfinden. So hatten wir nach der Auslosung wenigstens ein paar Tage mehr Zeit, um uns um Reisemöglichkeiten und vor allem die benötigten Visa zu kümmern. Wäre das Hinspiel zuerst in Borisov gewesen, wäre das mit dem Visum für Weißrussland extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich geworden.

Die meisten Löwenfans fuhren mit dem Zug nach Borisov

Viel Löwenfans waren es damals nicht, die die Reise mit nach Weißrussland antreten sollten. Gespielt werden sollte am Sonntag. Rund drei Dutzend, die meisten davon machten sich mit dem ICE am Samstag früh morgens erst einmal auf den Weg nach Berlin. Dort wartete bereits Lothar Langer vom Fanprojekt München, der bereits einen Tag vorher in die Hauptstadt gefahren war, um dort die Visa für alle Löwenfans in der weißrussischen Botschaft abzuholen.

Im ICE nach Berlin nicht nur die Löwenfans, sondern auch jede Menge Paradiesvögel, die bunt gekleidet auf dem Weg zur Loveparade nach Berlin waren. Wenn man die so sah, kam man sich als Fußballfan, der sich gerade auf die rund 1860 Kilometer lange Reise (einfach natürlich) nach Weißrussland macht, um ein Spiel im UI-Cup zu sehen, herrlich normal vor…

Über Berlin und Warschau und eine Umspurung nach Minsk

Nach rund 6 Stunden Zugfahrt mit wechselweise Löwen- und Techno-Klängen waren wir in Berlin gelandet und von dort ging es weiter nach Warschau, was weitere 8 Stunden dauerte. Dort ging es dann im Nachtzug in Richtung Minsk, doch hierfür war erst einmal eine Umspurung nötig. Die Gleise der ehemaligen Sowjetunion haben eine andere Spurbreite als die in Europa. Den Vorgang der Umspurung fand ein Löwenfan so spannend, dass er nach außen ging, um ihn zu fotografieren.

Das Gesicht des jungen Löwen, als er in Boxershort und Unterhemd und nur mit einem Fotoapparat in der Hand draußen stand, während der Zug losfuhr, werden wir nie vergessen. Zum Glück fuhr der Zug wieder zurück – er hatte nur das Gleis gewechselt, um die Umspurung vollziehen zu können.

In Minsk bereits von der Polizei erwartet

Sonntag früh kam der Zug dann in Minsk an und da wartete bereits eine stattliche Anzahl Polizei. Diese machte den Löwenfans klar, dass es von dort direkt weiter nach Borisov gehen würde und es keinen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung geben sollte. Mit Polizeigeleit ging es direkt in den nächsten Zug.

Der Zug verließ Minsk Hauptbahnhof, um wenige Minuten später wieder zu halten, von uns scherzhaft Minsk-Pasing genannt. Diesen Moment nutzten ein Löwenfan – der, der beim Spurwechsel fast verloren gegangen wäre – und ich, um aus dem Zug zu flitzen. Wir wollten uns die Hauptstadt Minsk genauer anzuschauen. Natürlich ausgerüstet mit einem Zwillingstragerl Münchner Bier.

Clever war das nicht wirklich. Wir hatten kein einheimisches Geld, kaum jemand sprach Englisch, die einzige Wechselstube am Bahnhof machte erst sehr spät auf und den richtigen Zug nach Borisov hätten wir später auch fast nicht mehr erwischt. Wenn wir nicht zufällig Stunden später am Bahnhof einen Löwenfan getroffen hätten, der alleine (!) in voller Montur (!) mit einem anderen Zug als unsere Reisegruppe und zumindest rudimentären Sprachkenntnissen angereist war, wäre das vermutlich schief gegangen.

Reisegruppe TSV 1860 in Borisov

Die anderen Löwenfans waren inzwischen in Borisov in einen Bus verfrachtet und zum Stadion gebracht worden. Im Bus gab es eine herzliche Ansprache vom Polizeichef: „Nicht ausbüchsen, nicht randalieren, nicht betrunken sein – und Wichtigste: Nicht bumsen in Weißrussland!“. Die Löwenfans durften sich noch genau zwischen dem Stadion und einer Wirtschaft in Stadionnähe bewegen, immer beäugt von der Staatsmacht.

Löwenbomber Bate Borisov TSV 1860 München
Löwenbomber in Borisov, mit dem TSV 1860 München
Bate Borisov TSV 1860 München
Bus für TSV 1860 München Fans in Borisov

Das Spiel Bate Borisov – TSV 1860 München

Über Bate Borisov wusste man zu diesem Zeitpunkt in Deutschland noch nicht allzu viel. Gegründet 1973 steht das BATE für „Baryssau Automobil und Traktor-Elektrik“. Es ist der erfolgreichste Verein im weißrussischen Fußball. Bevor der Verein 2002 auf die Löwen treffen sollte, scheiterte er in den Vorjahren in der Qualifikation zur Champions-League bzw. im UEFA-Cup am AC Mailand.

Das Spiel gegen den TSV 1860 München war das erste Spiel gegen einen deutschen Verein. Für die Löwenfans war es leider der negative Höhepunkt einer spannenden Reise.

Die Löwen hatten ja das Hinspiel im Sechzgerstadion mit 1:0 verloren und kamen auch in Borisov ordentlich unter die Räder. Vor etwas weniger als 5000 Zuschauern im Haradski-Stadion Baryssau – inzwischen hat der Club eine moderne Arena an anderer Stelle – verloren die Löwen deutlich mit 4:0.

Bate Borisov - TSV 1860 München 4:0
Bate Borisov – TSV 1860 München 4:0

Rund 10 Jahre später sollte übrigens ein anderer Münchner Verein gegen Bate Borisov mit 3:1 unter die Räder von Automobil und Traktor kommen…

Nach dem Spiel kamen die Spieler immerhin noch in die Kurve, entschuldigten sich für das Ausscheiden und machten ein Foto mit den Löwenfans.

Lothar Langer, TSV 1860 München Fanprojekt
Spieler und Fans des TSV 1860 in Borisov
Spieler und Fans, TSV 1860 München, Borisov 2002
Spieler und Fans, TSV 1860 München, Borisov 2002

Rückfahrt mit Hindernissen

Die Fans des TSV 1860 sollten noch eine richtig spannende Heimfahrt haben. In Minsk fehlten die Reservierungen für den Schlafwagen. Eine Gruppe Löwenfans schaffte es trotzdem in den Zug, die andere stand auf dem Bahnsteig, als der Zug gen Westen fuhr. Als ein weiblicher Löwenfan die Notbremse zog, weil ihr Freund noch draußen stand, wurde sie von der resoluten Schaffnerin kurzerhand in hohem Bogen und schmerzhaft auf den Bahnsteig befördert.

So warteten die einen noch in Minsk auf den nächsten Zug, der Rest trank sich im Zug in Richtung polnischer Grenze das Ganze irgendwie schön. Auch an der weißrussisch-polnischen Grenze hatten die Grenzer einen schlechten Tag oder wir sie nicht hinreichend – weil gar nicht – bestochen. So wurden wir ein paarmal ohne ersichtlichen Grund nicht über die Grenze zum nächsten Zug gelassen. Ein triftiger Grund, um in der Früh meine Klausur auf dem Weg Richtung Verwaltungsfachwirt abzusagen…

Wir erlebten noch allerlei Lustiges: Weißrussen, die Vodka und Tabak an ihrem Körper über die Grenze schmuggelten, um ihn dann in Polen mit Gewinn zu verkaufen. Deutsche Grenzer, die irgendwann entnervt aufgaben und uns freundlicherweise einen deutschen Einreisestempel in den deutschen Reisepass stempelten…

Nach der Rückkehr nach München: direkt ins Löwenstüberl

Als unsere Gruppe dann Montag am späten Vormittag endlich in München ankam, ging es  direkt ins Löwenstüberl. Die Klausur war ohnehin gelaufen – und die Mannschaft gab den Löwenfans, die sich diesen Trip angetan hatten, als kleines Trostpflaster eine Brotzeit aus.

Das war – bislang – der Schlusspunkt auf meine Auswärtsfahrten im Europacup mit dem TSV 1860 München und zugleich die letzte Serie, die bei mir noch hält.

Alle Pflichtspiel im Europacup seit meiner Geburt gesehen – von Varna bis Borisov. Hoffen wir mal, dass noch ein paar dazukommen. Schwer vorstellbar, aber nach dem Abstieg in die Bayernliga 1992 hätte auch niemand gedacht, dass wir vier Jahre später schon wieder Europacup und acht Jahre später die Qualifikation zur Champions League spielen würden…

Dieser Artikel erschien erstmals am 14.07.2021 auf sechzger.de!

Sechzig um Sieben: 1860 nach Trainingslager zurück in München

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Seit dem gestrigen Sonntag ist der TSV 1860 wieder zurück in München, das Trainingslager in Österreich ist beendet. Patrick Glöckner konnte in den letzten Tagen sicherlich viele Erkenntnisse gewinnen. Zum Start in eine neue Woche gibt es bei Sechzig um Sieben einen Blick auf alle wichtigen Meldungen von den Löwen am Wochenende.

Trainingslager des TSV 1860 in Ulrichsberg beendet

Der TSV 1860 München ist seit gestern wieder zurück in Deutschland, das Trainingslager ist vorüber. Die Löwen blicken zurück auf eine trainingsintensive Zeit in Ulrichsberg. Außerdem fanden vier Testspiele statt. Am Samstag gewann der TSV 1860 zunächst knapp gegen Amstetten (hier geht es zur Fotogalerie). Das Abendspiel endete dann hingegen mit einer Niederlage, es war die erste in der bisherigen Vorbereitung auf die Saison 2025/26. Liberec setzte sich nach 90 Minuten knapp durch, auch von dieser Partie gibt es eine Fotogalerie.

Totopokal-Auslosung: Löwen fahren nach Oberfranken

Das Testspiel gegen Bamberg ist noch gar nicht allzu lange her, bald schon geht es für die Löwen erneut nach Oberfranken. Dann steht allerdings ein Pflichtspiel auf dem Programm, genauer gesagt die erste Runde im bayerischen Toto-Pokal. Seit Freitagabend steht der Gegner des TSV 1860 fest.

TSV 1860 U21 unterliegt Ingolstadt II

Im Einsatz war am Wochenende auch die U21 der Löwen. Das Team von Alper Kayabunar empfing am Trainingsgelände die Zweitvertretung des FC Ingolstadt. Die Gäste präsentierten sich insbesondere im ersten Durchgang spritziger und siegten schlussendlich verdient. Der TSV 1860 investierte erst in der Schlussphase mehr in die Offensive, was allerdings zu spät kam. Von dieser Partie gibt es die besten Eindrücke in einer Fotogalerie.

Rugby: eine neue Sparte beim TSV 1860

Wie bei der Mitgliederversammlung angekündigt, gibt es eine neue Sparte beim TSV 1860 München. Schon bald kann man bei den Löwen Rugby spielen, der Start ist in einer Spielgemeinschaft geplant. Irgendwann soll dann aber auch ein eigenes Team auf Punktejagd gehen. sechzger.de hat sich zum Start der Sparte mit den Leitern ausgetauscht und hat alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

Meisterlöwen im Interview

Die Meisterlöwen Fredi Heiß, Bernd Patzke und Hansi Reich haben sich in einem Interview mit sport1 zu den aktuellen Geschehnissen rund um den TSV 1860 München geäußert. Dabei geht es um den Investorenwechsel, aber auch die Neuzugänge, die Fans und das Grünwalder Stadion.

Hiller wechselt nach Belgien

Die jahrelange Nummer 1 der Löwen hat einen neuen Verein gefunden. Marco Hiller wechselt nach Belgien und hütet künftig das Tor von KAS Eupen. Der Verein spielt in der zweiten, belgischen Liga. Hiller hatte im Sommer keinen neuen Vertrag erhalten, sein Nachfolger im Tor ist Thomas Dähne.

News aus der 3.Liga

Zahlreiche Testspiele der Drittligisten

Nicht nur die Löwen waren am Wochenende im Einsatz. Auch zahlreiche andere Drittligisten absolvierten Testspiele. Schweinfurt (2:1 gegen Nürnberg) und Wiesbaden (3:2 gegen Schalke) erzielten dabei Achtungserfolge. Für andere Vereine lief es hingegen nicht so gut. Osnabrück verlor gegen Viertligist Gütersloh, auch Saarbrücken (0:1 gegen Würzburg) und Regensburg (1:2 gegen Unterhaching) verloren gegen Regionalligisten. Bereits zum zweiten Mal in der Vorbereitung kassierte der TSV Havelse sieben Gegentreffer und verlor gegen Paderborn II deutlich. Besser machte es der Auftaktgegner des TSV 1860. RWE gewann gegen Fortuna Köln mit 5:0.

Gresler erhält in Aue keinen Vertrag

Ex-Löwe Maxim Gresler erhält bei Erzgebirge Aue einem Bericht zufolge keinen Vertrag. Der 22-Jährige hatte in den letzten Tagen bei den Veilchen mittrainiert, konnte die Verantwortlichen aber schlussendlich nicht vollumfänglich von sich überzeugen.

 

sechzger.de präsentiert den beliebtesten Kurven-Song der Löwenfans!

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Ihr hattet die Wahl und Ihr habt entschieden! Am 3. Juni – Mitten in der Sommerpause – haben wir die sechzger.de-Leser*innen mit unserem Vorhaben vertraut gemacht, in den folgenden Wochen den beliebtesten Kurven-Song der Löwenfans küren zu wollen. In der Folge standen insgesamt 41 Lieder in den Kategorien Oldies, Anti- & Schmähgesänge, neue & textlastige Lieder sowie Lieder zur Huldigung in vier einzelnen Runden zur Auswahl. Insgesamt wurden in den vier Umfragen fast 3.500 Stimmen abgegeben. In der finalen Abstimmung, in der die jeweils drei erfolgreichsten Lieder der Vorrunden-Umfragen nochmal gegeneinander antraten, haben nochmal über 700 Personen abgesimmt. Wir behaupten also an dieser Stelle, dass das hier nun zu verkündende Ergebnis das Siegel repäsentativ (für die Fans des TSV 1860 München) tragen darf.

“Hey, Sechzig München” siegt!

Unser Finale gewonnen hat das auf die Melodie von “Hey Pipi Langstrumpf” intonierte Lied, das wir ursprünglich unter der Kategorie Oldies vorgeschlagen hatten. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass man speziell diesen Kurvenklassiker auf Youtube in diversen Varianten findet. Wir haben unter diesen Artikel ein paar Beispiele bereitgestellt. Vom Fanmarsch zum Aufstieg 2018 über ein Heimspiel im Sechzgerstadion anno 2019 bis zum Auswärtsblock in Karlsruhe drei Jahre früher. Dieser Kuven-Song geht immer! Und er trägt den verdienten und recht souveränen Sieg davon.

Platz zwei für Erinnerung an die Meisterschaft

Mit 20% konnte “Hey, Sechzig München”  jede fünfte abgegebene Stimme für sich verbuchen. Lediglich “Vor über 50 Jahren…” (Vorrunden-Sieger bei den neuen und textlastigen Liedern) hielt da annähernd mit und ging am Ende mit 16% der Stimmen über die Zielline. Dass die erste Zeile dieses Titels im kommenden Sommer umgetextet werden muss, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Dann jährt sich bekanntlich die einzige Deutsche Meisterschaft des TSV 1860 zum sechzigsten Mal. “Vor über sechzig Jahren. An einem Tag im Mai…” klingt allerdings zugegebenermaßen noch etwas ungewohnt.

Platz drei für einen richtig alten Kuven-Song

Die Bronzemedallie holte bei unserer Umfrage das wunderbare und wirklich schon sehr sehr alte Aufzähl-Lied “Und oànazwanzg, zwoàrazwanzg, …”. Offensichtlich trotz des leichten Wettbewerbsnachteils, dass wir bei der Suche nach der musikalischen Basis für diesen Kuven-Song nicht wirklich restlos zufriedenstellend fündig wurden. In lang vergangenen Bayernliga-Jahren in den 1980ern gehörte dieses Lied zum Standardrepertoire der Löwenkurve – in Giesing und auch auf den Dorfplätzen des Freistaates. 10% der Teilnehmer*innen an unserer Wahl machten hier ihr Kreutzchen. Ein Bereich in dem sich auch die meisten weiteren im Finale vorgeschlagenen Titel am Ende bewegten.

Anti- & Schmähgesänge ganz hinten

Auffällig und bemerkenswert finden wir, dass alle drei im Finale vorgeschlagenen Anti- & Schmähgesänge mit in Summe weniger als 70 Stimmen auf den letzten drei Plätzen landeten. Ist am Ende des Tages auch bei Sechzig die Liebe für den eigenen Verein eben doch deutlich stärker, als die Ablehnung des größten Rivalen, auf den sich alle drei Titel beziehen? Oder waren die Freunde von derlei – auch im zugehörigen Artikel ein wenig selbstkritisch vorgestelltem – Liedgut einfach beleidigt, dass der Siegertitel von Runde zwei, das “Scheichlied” trotz souveränem Sieg über alle anderen (Anti-FCB-)Schmähgesänge – aus guten Gründen und aktuellem Anlass – aus der Wertung genommen wurde?

Danke für Eure rege Teilnahme!

Wir hoffen, dass Euch diese zur Überbrückung der Sommerpause initiierte Wahl zum beliebtesten Kurven-Song beim TSV 1860 Spaß gemacht hat und danken hier nochmal allen, die fleißig mitgevotet haben. Vielleicht hat unsere Abstimmung mit der Vorstellung der Songs ja den einen oder anderen Titel zurück ins Gedächtnis des einen oder anderen Löwenfans geholt und wir gehen die in weniger als drei Wochen beginnende Saison voller Sangesfreude an. Erste Gelegenheit dazu: Freitag Abend, 1. August in Essen!