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03.04.1993: TSV 1860 gewinnt bei Strafzeiten-Festival in Frohnlach

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Nach dem Abstieg aus der 2. Liga in der Saison 91/92 herrschte Katerstimmung an der Grünwalder Straße. Doch aus Tristesse wurde schon bald Euphorie, denn dank des neuen Trainers Werner Lorant wehte plötzlich ein ganz anderer Wind durch Giesing. Die Folge: Aufstieg und Durchmarsch in die Bundesliga! Heute vor 32 Jahren siegte der TSV 1860 in einem denkwürdigen Match beim VfL Frohnlach.

Unnötige Spannung im Titelkampf

Bereits zur Winterpause war absehbar, dass der Weg zur Bayernliga-Meisterschaft nur über die Löwen führen würde. Sechs Punkte Vorsprung hatte sich der TSV 1860 bis dahin herausgespielt; die 3-Punkte-Regel war damals wohlgemerkt noch nicht eingeführt. Es folgten jedoch zwei peinliche Heimniederlagen gegen Memmingen und Starnberg und schon war wieder Spannung geboten. Zudem hatte Torwart Rainer Berg seinen Abschied in Richtung FC Augsburg verkündet und wurde fortan von Werner Lorant nicht mehr berücksichtigt. Dass der Wechsel von Berg dann gar nicht zustande kam, steht auf einem anderen Blatt Papier…

Pünktlich zum Match in Weiden kehrte Berg in Löwen-Tor zurück, Sechzig zeigte seine beste Saisonleistung und gewann in der Oberpfalz mit 5:2. Wenige Tage später ging der Löwentross wieder auf Tour – diesmal gings nach Oberfranken.

Blitzstart des TSV 1860 in Frohnlach

2.700 Zuschauer im Waldstadion am Wirtsteich sorgten für eine prächtige Kulisse in Frohnlach – und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Bereits nach drei Minuten sorgte Albert Gröber mit dem 0:1 für großen Jubel unter den zahlreich mitgereisten Löwenfans. Der VfL Frohnlach, der am Saisonende in den sauren Apfel des Abstiegs beißen musste, ließ sich dadurch jedoch nicht beeindrucken. Ganz im Gegenteil: Dumpert glich nach 19 Minuten für die Oberfranken aus!

Doch die Löwen konnten sich an diesem Samstag Nachmittag auf ihren Torjäger verlassen. Nach 35 Minuten stand Gröber erneut goldrichtig und brachte den TSV 1860 in Frohnlach erneut in Führung. Zwei Minuten später folgte die erste Zeitstrafe des Tages: Dumpert wurde durch den Schiedsrichter eine zehnminütige Denkpause verordnet. Leider gelang es den Löwen nicht, die zahlenmäßige Überlegenheit frühzeitig zur Vorentscheidung zu nutzen.

Albert Gröber TSV 1860
Albert Gröber, ehemaliger Torjäger des TSV 1860

Fünf Zeitstrafen im Waldstadion

Quasi mit dem Pausenpfiff stand der Unparteiische dann erneut im Mittelpunkt und diesmal traf es den TSV 1860. Mit Schmidbauer und Ossen wurden gleich zwei Löwen mit einer Zeitstrafe bedacht, Sechzig startete also in Unterzahl in die 2. Halbzeit.

In der 54. Minute durfte dann zur Abwechslung mit Wicht mal wieder ein Frohnlacher für zehn Minuten durchschnaufen, doch erst nach dessen Rückkehr gelang Reiner Maurer das erlösende 1:3. Die Messe schien gelesen, zumal in der 73. Minute der Frohnlacher Rebhan eine Zeitstrafe erhielt.

Knapper Auswärtssieg beim späteren Absteiger

Doch die Löwen taten Löwendinge und so gelang dem Underdog in Unterzahl der Anschlusstreffer und alles war wieder offen. Nach fünf Toren und ebenso vielen Zeitstrafen feierte der TSV 1860 am Ende einen knappen Auswärtssieg in Frohnlach. Das ging gerade nochmal gut…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant setzte am 03.04.1993 auf Folgende Elf des TSV 1860.

Berg – Miller, Ossen, Maurer – Keller, Störzenhofecker, Motzke (57. Schnell), Kneißl, Trares – Gröber (85. Erhard), Schmidbauer

U15 des BFV gewinnt Fünf-Länder-Turnier mit zwei Löwen

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Tsv 1860 Nlz Baywa U19 U17 U14 U12 U10 U11 U13 U9 U15 Löwen U16 III IV Dritte Vierte

Wie bereits im Vorjahr sicherte sich die U15 des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) den Sieg beim Fünf-Länder-Turnier in Leipzig. Mit dabei waren auch zwei Spieler aus dem NLZ des TSV 1860 München.

Zwei Löwen siegen mit U15 des BFV

Drei Siege, ein Unentschieden, kein Gegentor – so die eindrucksvolle Bilanz der U15 des BFV beim Fünf-Länder-Turnier in Leipzig. Im Kader von Verbandstrainer Philipp Ropers fanden sich mit Drion Ibrahimi und David Voß auch zwei Spieler vom TSV 1860 wieder.

Zum Auftakt besiegte der BFV die Auswahl aus Mecklenburg-Vorpommern mit 2:0, ehe sie den Nachwuchs aus Berlin deutlich mit 5:0 abfertigte. Den zweiten Tag eröffnete die bayerische U15 mit einem 0:0 gegen Württemberg, bevor man zum Abschluss den Turniersieg mit einem 2:0 gegen Sachsen eintütete. Dabei trug sich auch Löwe David Voß in die Torschützenliste ein.

Die Abschlusstabelle:

1. Bayern – 10 Punkte
2. Mecklenburg-Vorpommern – 7 Punkte
3. Württemberg – 5 Punkte
4. Sachsen – 2 Punkte
5. Berlin – 2 Punkte

Wir gratulieren den beiden Nachwuchslöwen zu diesem tollen Erfolg!

Sechzig um Sieben: Schifferl und Schröter im Team-Training

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Etwas ruhiger ging es am gestrigen Mittwoch rund um unsere Münchner Löwen zu. Daher fällt die heutige Ausgabe von Sechzig um Sieben dementsprechend etwas kürzer aus. Verzichten müsste ihr auf Eure morgendliche Lektüre natürlich nicht, denn es gab beispielsweise positive Nachrichten vom Trainingsplatz an der Grünwalder Straße 114: Schifferl und Schröter sind zurück im Team-Training und könnten möglicherweise bereits am Samstag gegen Cottbus bereits wieder eine Option sein. Dafür wackelt mit Marco Hiller der große Rückhalt für das Spiel am Samstag…

Schifferl und Schröter im Team-Training

Die beiden Langzeitverletzten Schifferl und Schröter nahmen am gestrigen Mittwoch erstmals nach ihren langen Verletzungen wieder voll am Teamtraining teil. Ob sie bereits am Samstag wieder im Kader stehen könnten, wird Trainer Patrick Glöckner aber wohl erst am Freitag in der Löwenrunde bekanntgeben. Aber es gibt nicht nur gute Signale: Stammkeeper Marco Hiller musste das Nachmittagstraining krankheitsbedingt absagen.

Rückblick auf das Debüt von Gevorgyan

Ein weiterer Beleg dafür, dass die Nachwuchsarbeit der Löwen funktioniert: Mit Mike Gevorgyan feierte ein weiterer Spieler aus dem NLZ beim jüngsten Spiel in Osnabrück in den Schlussminuten sein Debüt in der 3. Liga. Wir haben für Euch die Karriere des Offensivspielers noch einmal aufgerollt.

Restkarten für Sandhausen verfügbar

Auch aus dem Ticketing gab es Neuigkeiten: Die Heimspiele gegen Cottbus und Aachen sind restlos ausverkauft. Der Löwen zieht also wieder – die beiden Heimsiege gegen Dortmund und die Vorstadt gaben die Fans sicherlich neuen Mut auf den einen oder anderen Heimdreier. Restkarten gibt es hingegen noch für den Abstiegskracher gegen den SV Sandhausen am kommenden Mittwoch um 18:60 Uhr.

Mike Gevorgyan feiert in Osnabrück Debüt in der 3. Liga

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Mike Gevorgyan Tsv 1860

Auch wenn die 0:1-Niederlage in Osnabrück für die Löwen einen Dämpfer im Abstiegskampf bedeutete, gab es auch Grund zur Freude. Mit Mike Gevorgyan feierte ein weiterer Spieler aus dem NLZ in den Schlussminuten sein Debüt in der 3. Liga.

Mike Gevorgyan – Debüt in Osnabrück

Die Nachspielzeit lief bereits, als Dickson Abiama an der Bremer Brücke angeschlagen das Spielfeld verlassen musste. Für ihn man Mike Gevorgyan in die Partie und durfte sein Debüt in der 3. Liga feiern. Nur Sekunden später bot sich dem 19-Jährigen sogar eine Schusschance, die Niederlage in Osnabrück konnte der Debütant jedoch leider nicht mehr verhindern.

Bereits unter Argirios Giannikis stand Gevorgyan fünf Mal im Spieltagskader, kam jedoch nicht zum Einsatz. Auch das Debüt von Patrick Glöckner als Löwen-Coach erlebte der gebürtige Rosenheimer 90 Minuten von der Bank aus. Danach kehrte der Offensivspieler wieder zurück zur U21, machte jedoch nicht nur im internen Testspiel, sondern auch beim Aufeinandertreffen mit dem SSV Ulm 1846 auf sich aufmerksam. Der Lohn: Kadernominierung für Osnabrück und die ersten Minuten im Profifußball.

Von Rosenheim über Salzburg an die Grünwalder Straße

Seine sportliche Laufbahn begann Mike Gevorgyan beim TSV 1860 München, ehe er 2017 über die Grenze zum FC Liefering und anschließend in die Akademie von Red Bull Salzburg wechselte. 2021 kehrte er nach Deutschland zurück und schloss sich dem TSV 1860 München an, wo er die weiteren Stationen des NLZ durchlief. Nach ansprechenden Leistungen in der U19 wurde Gevorgyan in den U21-Kader von Felix Hirschnagl übernommen und empfahl sich dort für höhere Aufgaben.

In der laufenden Saison stehen für den 19-Jährigen mit armenischen Wurzeln in der Bayernliga Süd bis dato sieben Tore und sechs Assists zu Buche. Ob er am kommenden Wochenende für die U21 beim SV Schalding-Heining oder im Grünwalder Stadion für die Profis gegen Energie Cottbus auf Torejagd geht, steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest. Klar ist aber, dass der Gevorgyan Lunte gerochen hat und seinem Debüt weitere Einsätze in der 3. Liga folgen lassen möchte.

Schröter und Schifferl wieder im Mannschaftstraining

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Gute Nachrichten für Patrick Glöckner und die Fans des TSV 1860 München. Die Langzeitverletzten Morris Schröter und Raphael Schifferl nahmen am gestrigen Dienstag erstmals wieder am Mannschaftstraining teil.

Schröter und Schifferl wieder im Mannschaftstraining

Nach ihren langwierigen Verletzungen konnten Schröter und Schifferl gestern erstmals wieder im Kreise der Mannschaft trainieren, wie der Münchner Merkur berichtet. Morris Schröter zog sich beim 2:1-Auswärtssieg bei Viktoria Köln am 01. Februar 2025 eine Bänderverletzung zu. Zwischenzeitlich war sogar das komplette Saisonaus für den offensiven rechten Mittelfeldspieler zu befürchten. Nun kehrte er nach genau zwei Monaten in Mannschaftstraining zurück, musste die nachmittägliche Einheit jedoch abbrechen.

Schifferl seit Mitte Dezember außer Gefecht

Der im Sommer neuverpflichtete Raphael Schifferl fiel seit Dezember aus. Eine nicht näher bezeichnete Knöchelverletzung, die der 25-jährige Österreicher im Training erlitt, sorgte für eine dreieinhalbmonatige Zwangspause. Da Schifferl sich noch unter Coach Argirios Giannikis verletzte, hatte er also gestern erstmals die Chance, sich im Training seinem neuen Trainer Patrick Glöckner zu präsentieren.

Schon Alternativen für den Kader gegen Cottbus?

Ob die beiden bereits im nächsten Spiel des TSV 1860 München gegen den Tabellenzweiten Energie Cottbus (Samstag 14:00h im sechzger.de Liveticker) im Kader stehen, ist bisher nicht bekannt. Durch die Sperre von Maxi Wolfram könnten die Chancen für Morris Schröter nicht schlecht stehen, zumindest einen Platz auf der Bank zu ergattern. Nachdem NLZ-Eigengewächs Sean Dulic durch die Ausfälle von Schifferl und Reinthaler seine Chance genutzt hat und im Moment in der Innenverteidigung gesetzt scheint, dürften Schifferls Aussichten auf einen Platz im Kader weniger günstig ausschauen. Vielleicht lässt Patrick Glöckner im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz weitere Infos zu den Einsatzchancen von Schröter und Schifferl verlauten.

Sorgen bereitet indes Stammtorwart Marco Hiller, der das gestrige Nachmittagstraining aufgrund von “Krankheitssymptomen” ausfallen lassen musste. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Restkarten für Sandhausen – Cottbus & Aachen ausverkauft

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TSV 1860 Grünwalder Stadion Restkarten Zuschauerkapazität

Bei den Löwen ist wieder Zug drin und auch Heimspiele bereiten wieder Freude. Während es in der Vorrunde bei manch Heimspiel erschreckend leer war im Grünwalder Stadion, sind die Partien gegen Energie Cottbus und Alemannia Aachen bereits ausverkauft. Für das Duell mit dem SV Sandhausen sind noch Restkarten erhältlich.

Restkarten für Sandhausen verfügbar

Nur eins der letzten fünf Heimspiele verloren die Löwen (0:3 gegen Pokalfinalist Arminia Bielefeld), zuletzt gab es gar zwei Siege gegen Borussia Dortmund II und die SpVgg Unterhaching. In den kommenden Wochen folgen richtungsweisende Partien auf Giesings Höhen, u.a. gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf wie Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen oder den SV Sandhausen.

Das Team aus der Metropolregion Mannheim empfängt der TSV 1860 am Mittwoch, den 09.04., im Grünwalder Stadion. Restkarten für das Match gegen den SV Sandhausen sind wie folgt erhältlich:

  • im Ticketing an der Grünwalder Straße (Mi. – Fr. 9-17 Uhr)
  • online unter www.tsv1860-ticketing.de
  • telefonisch unter 01805 – 60 1860

Titelbild: CR Fotos

Sechzig um Sieben: Christian Werner im Kurz-Interview

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Ein neuer Podcast, ein kurzes Interview mit Christian Werner und ein neuer Onlineshop – das waren bei sechzger.de die wichtigsten Meldungen des gestrigen Tages. Außerdem konnte Arminia Bielefeld die Sensation perfekt machen und steht im DFB-Pokal Finale.

sechzger.de Talk Folge 204 online

Die nächste Podcast-Ausgabe ist seit gestern an allen gewohnten Stellen zu finden. Dieses Mal empfängt Jan die beiden Osnabrück-Fahrer Thomas und Thomas. Sie berichten von einer gelungenen Auswärtsfahrt – abgesehen vom Spielergebnis natürlich. Außerdem ist mit Jan Lehmann ein Journalist in der Runde vertreten, der seit mehreren Jahrzehnten über Energie Cottbus berichtet. Er kann entsprechend tiefe Einblicke in Sachen kommender Gegner gewähren.

sechzger.de Shop online

Es hätte ein guter April-Scherz sein können, doch so war es nicht gemeint und auch heute ist er noch online. Im sechzger.de Shop kann man seit gestern T-Shirts mit verschiedenen Motiven ordern. Die ersten Bestellungen sind bereits eingegangen und werden bearbeitet.

Christian Werner im Kurz-Interview

Außerdem ging gestern ein kurzes Interview mit Geschäftsführer Christian Werner online. Er spricht darin über seine vorzeitige Verlängerung, den Trainerwechsel und die Planungen für die kommende Spielzeit. Dazu zählen nicht nur die möglichen Verlängerungen mit mehreren Spielern, sondern auch mit Trainer Patrick Glöckner.

News aus der 3.Liga

Bielefeld schafft die nächste Sensation und steht im Finale

Mit unfassbarer Leidenschaft und Kampfeswille hat Arminia Bielefeld das Unglaubliche geschafft und steht im DFB-Pokal Finale. Gegen den Bundesligisten Bayer Leverkusen setzte sich der Drittligist nach 90 Minuten mit 2:1 durch und trifft Ende Mai in Berlin entweder auf RB Leipzig oder den VfB Stuttgart.

Bereits vor Anpfiff verlängerten die Bielefelder mit Sam Schreck, der sich auf der Alm zum Stammspieler entwickelt hat.

Stadt Dresden kürzt Zuschuss zum Stadion

Dynamo Dresden muss künftig eine Million Euro mehr für das Stadion investieren. Der Stadtrat hat in einer Sitzung entschieden, die Stadionmiete künftig nur noch in einer Höhe von 500.000€ zu bezuschussen. In der 3.Liga muss die SGD 3,2 Millionen Euro zahlen, bei einem möglichen Aufstieg werden 5 Millionen pro Saison fällig.

 

 

Interview mit Dr. Werner: “Eine Schippe drauflegen”

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Interview Dr. Werner
Interview Dr. Werner

Im Interview mit sechzger.de äußert sich Geschäftsführer Dr. Christian Werner, dessen Vertrag bei den Löwen erst kürzlich von beiden Gesellschafter-Seiten verlängert wurde, zu den Planungen für die neue Saison. Er spricht darüber, welche Bedeutung die Heimspiele für den Kampf um den Klassenerhalt haben und wie er mit dem medialen Umfeld bei den Löwen umgeht. Ebenfalls erklärt er, wie er in seinem täglichen Arbeitsumfeld Künstliche Intelligenz einsetzt.

Bedeutung der jüngsten Heimsiege für den Kopf

Am Samstag geht es für die Löwen im Grünwalder Stadion gegen das Top-Team aus Cottbus. Wie wichtig war es für den Kopf der Spieler, gerade im Hinblick auf diese Partie und die wichtigen Heimspiele gegen Sandhausen, Aachen und Essen, dass die Mannschaft im März zwei Heimsiege gegen Unterhaching und Dortmund feiern und damit eine kleine Heimserie starten konnte? Sprich, dass sich das Team selbst bewiesen hat, dass es auch zu Hause gewinnen kann?

“Wir sind trotz der Siege mit unserer Heimbilanz absolut unzufrieden. Wir freuen uns natürlich, dass wir mit den zwei Heimsiegen unseren Fans etwas zurückgeben konnten. Der Support, den wir von unseren Fans verspüren, ist extrem. Wir haben es unseren Fans zu verdanken, dass wir letztes Jahr nicht abgestiegen sind. Es geht nun in die letzten fünf Heimspiele, die Spiele gegen Cottbus und Aachen sind bereits ausverkauft und auch gegen Sandhausen können jetzt schon Tickets gekauft werden, da wird das Stadion trotz des ungünstigen Termins auch wieder voll werden. Wir freuen uns über jeden Fan, den allseits beschworenen zwölften Mann und wollen mit dem Zitat der Fans „mit Kampf und Leidenschaft gemeinsam zum Klassenerhalt“.”

Die Entwicklung nach dem Trainerwechsel

In welchen Bereichen hat sich die Mannschaft seit dem Trainerwechsel zu Patrick Glöckner entscheidend weiterentwickelt? Wurden mit Patrick Glöckner bereits Gespräch über eine Vertragsverlängerung geführt? Und hatten Sie in der Winterpause noch die Hoffnung, den Turn-around mit Argirios Giannikis zu schaffen? Oder wieso erfolgte der Wechsel erst nach der Niederlage in Saarbrücken?

“Mit Vertragsdetails gehen wir grundsätzlich nicht an die Öffentlichkeit, daher möchte ich das auch jetzt nicht kommentieren. Aktuell zählt nur der Klassenerhalt, danach werden wir uns grundsätzlich mit der Situation auseinandersetzen und die Saison analysieren. Patrick Glöckner macht einen guten Job. Agi Giannikis hat im vergangenen Jahr einen eminent wichtigen Beitrag zum Klassenerhalt geleistet und auch in der laufenden Saison mit viel Herzblut und fleißiger Arbeit bei den Löwen gewirkt. Nach dem Saarbrücken-Spiel war es Zeit für einen neuen Impuls. Die Mannschaft hat nach der Verpflichtung von Patrick Glöckner einen weiteren Schritt gemacht. Besonders gefallen hat es mir, dass sie Spiele nach Rückständen gedreht hat. Dennoch müssen wir alle in den letzten Spielen nochmal eine Schippe drauflegen.”

Die Planungen für die neue Saison

Ihr Vertrag wurde Ende März nicht automatisch, sondern zuvor bereits ausdrücklich von beiden Gesellschaftern zusammen verlängert. Wie sehr freuen Sie sich über diesen Ausdruck der Wertschätzung? Wie sehr erleichtert Ihnen das die Planungen für die neue Saison und wie laufen diese bislang? Führen Sie die Gespräche über Vertragsverlängerungen und mit potenziellen Neuzugängen aktuell zweigleisig, also für 3. Liga und den Fall eines möglichen Abstiegs in die Regionalliga, oder wie können wir uns Ihre Arbeit aktuell vorstellen? Wie viele Spieler des aktuellen Kaders wären denn beispielsweise im Falle eines möglichen Abstiegs überhaupt noch an 1860 gebunden?

“Wir beschäftigen uns ausschließlich mit dem Klassenerhalt und sprechen wie beim Trainer auch bei den Spielern nicht über Vertragsinhalte. Dass sich beide Gesellschafter bei meiner Vertragsverlängerung einig waren, nehme ich als absolute Wertschätzung wahr. In der jetzigen Situation ist dies etwas Besonderes. Es erfüllt mich mit Stolz. Nun werde ich dieses in mich gesetzte Vertrauen mit den Attributen mit harter Arbeit rechtfertigen.”

Das mediale Umfeld an der Grünwalder Straße

Sie sind jetzt seit ihrem Wechsel von Waldhof Mannheim etwa 15 Monaten bei 1860, seit September 2024 als alleiniger Geschäftsführer und kennen das mediale Umfeld bei den Löwen inzwischen bereits sehr gut. Sind Sie dennoch manchmal noch überrascht, wie großer Druck von verschiedenen Seiten von außerhalb auf einzelne Personen ausgeübt wird oder haben Sie sich bereits ein dickeres Fell zugelegt, an dem so etwas abprallt?

“Ich hatte durchaus Zeit, mich schon vor meiner Zeit als Geschäftsführer mit dem TSV 1860 München und seinem Umfeld vertraut zu machen. Ich durfte die Löwen kennenlernen, mir ein Bild machen und bin gut vorbereitet in diese Aufgabe gestartet. Seit meinem Amtsantritt durfte ich viele Menschen kennenlernen, die ebenfalls alles für den Erfolg dieses Clubs geben und viel Zeit und Herzblut hineinstecken. Es gibt sehr viele positive Aspekte beim TSV 1860 München, die manchmal untergehen.”

Dein Einsatz von KI in der täglichen Arbeit

In verschiedenen Medien werden Sie immer wieder als KI-Doktor bezeichnet. Stört Sie diese Bezeichnung und in welchen Bereichen ihres täglichen Jobs beim TSV 1860 München kann Ihnen die künstliche Intelligenz tatsächlich hilfreich sein und setzen sie auch dementsprechend ein?

“Im heutigen Fußball ist die Nutzung von Smart Data im Scouting oder in der Analyse von Spielen und Spielern gang und gäbe. Man muss versuchen, alle Information zu nutzen, das Wichtigste ist aber sowohl bei der Verpflichtung als auch bei der Arbeit mit Spielern, dass es vor allem um das Menschliche geht.”

Vielen Dank, dass Sie sich so kurzfristig zu einem Kurz-Interview zur Verfügung gestellt haben.

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben uns bewusst im Vorgriff auf ein ausführliches Gespräch in einigen Wochen auf fünf Kernfragen beschränkt. Diese sind aus unserer Sicht für die entscheidenden Wochen im Kampf um den Klassenerhalt besonders relevant.

Heute vor 30 Jahren: Sieg gegen Dresden & Demo für’s Stadion

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Der 1. April 1995 – ein in vielerlei Hinsicht erinnerungswürdiger Tag für jene Generation Löwenfans, die die durchaus bewegten und bewegenden rund fünfzehn zehn Jahre vor der Jahrtausendwende aktiv mitgemacht haben. Nicht nur wegen des nachmittäglichen aufregenden Geschehens auf dem Rasen des Sechzgerstadions. Sondern vor allem wegen eines Demonstrationszugs der sich mehrere Stunden vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels gegen Dynamo Dresden aus der Münchner Innenstadt in Richtung Giesing bewegte.

Wildmoser will den kompletten Umzug

Löwenpräsident Karl-Heinz Wildmoser war fest entschlossen: Unter der Voraussetzung, dass der Sensationsaufsteiger der Vorsaison den Klassenerhalt in dieser ersten Bundesligasaison nach zwölf Jahren Abstinenz vom Oberhaus schaffen würde, wollte KHW zur neuen Spielzeit 1995/96 den kompletten Umzug ins Olympiastadion. Schon in der laufenen Saison war man für vier Heimspiele in die Betonschüssel am Oberwiesenfeld ausgewichen. Und natürlich hatte man dort am Spieltag mehr Besucher, als auf Giesings Höhen begrüßen können (wobei außer dem Derby kein Spiel auch nur annähernd ausverkauft war). Die sportliche Bilanz war allerdings verheerend. Nicht einen einzigen Punkt und eine Torausbeute von 2:11 hatten man gegen Stuttgart, Schalke, Dortmund und die Roten geholt. Die Heimsiege für den Klassenerhalt waren im Sechzgerstadion gelungen. Auch Dank des frenetischen Publikums, das die Mannschaft immer nach vorne gepeitscht hatte.

Demo für’s Sechzgerstadion

Viele Löwenfans machten sich große Sorgen um einen drohenden Identitätsverlust durch den kompletten Umzug von Giesing in den Olympiapark. Und sie sollten Recht behalten, gleichwohl der vorrübergehende sportliche Erfolg in den späten 1990ern unter Trainer Werner Lorant dies natürlich zunächst übertünchen konnte. Eine von vielen Reaktionen auf die Pläne des allmächtigen Präsidenten war im Frühjahr 1995 die Organisation eines Demonstrationszugs vom Sendlinger Tor zum Sechzgerstadion unter dem Motto “Baut unser Sechz’ger-Stadion aus.” Im hier dokumentierten Flugblatt der Faninitiative Sechz’ger Stadion wurde an die Versprechen erinnert, die Wildmoser in den Jahren zuvor im Hinblick auf die Heimat der Löwen immer wieder ausgesprochen hatte und an die er sich nun nicht mehr erinnern konnte oder wollte.

Vermeintliche Absage der Demo

Eine nie wirklich aufgeklärte Posse gab es rund um die Demo noch vorab, am Freitag Nachmittag: Bei den Münchner Zeitungsredaktionen traf per Fax eine auf offiziellem Briefpapier der Fan-Initiative gedruckte kurzfristige Absage der Demonstration ein. Der Verdacht, Karl-Heinz Wildmoser habe dieses Fax in Auftrag gegeben, um die Demo zu sabottieren, konnte allerdings nie bestätigt werden. Über 1.000 Fans machten sich trotz vermeintlicher Absage und widrigen äußeren Bedingungen am nächsten Tag, drei Stunden vor dem Anpfiff auf Giesings Höhen, bei echtem Aprilwetter auf den Marsch, der lautstark, aber absolut friedlich verlief.

Ab 15.30 Uhr die Schlammschlacht gegen Dresden

Nachmittags um halb vier ging es dann um wichtige Bundesligapunkte. Die Löwen waren im Laufe des soeben zu Ende gegangenen März’ wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht und die Gäste aus Dresden kamen mit der Roten Laterne in Händen nach München. Ein klassischer Abstiegskracher auf vom Dauerregen aufgeweichten und schlammigen Geläuf erwartete die 23.000 Zuschauer. Die erste Viertelstunde gehörte den Gästen. In der 12. Minute verursachte Löwen-Kapitän Manni Schwabl einen Foulelfmeter gegen Dresdens Johnny Ekström – doch der bewährte Elferkiller Bernd Meier parierte! Vielleicht ein Knackpunkt in der Partie. Denn nun wurde 1860 gefährlicher. Eine Viertelstunde nach dem gehaltenen Elfmeter verlängerte Guido Erhard im Fünfmeterraum einen Kutschera-Schuss zum umjubelten 1:0 ins Tor vor der Ostkurve. Die Löwen waren nun in der Partie, verpassten es aber, noch vor der Pause auf 2:0 zu erhöhen.

Nach der Pause nochmal zittern – dann die Erlösung

Dies erledigten sie direkt nach dem Wiederanpfiff, als Bernhard Winkler den zweiten Löwentreffer des Nachmittags markierte. Im Gegenzug besorgte allerdings der beim Elfer noch unglückliche Dresdner Michael Spies den Anschlusstreffer, was die Zuschauer auf Giesings Höhen wieder unnötig zittern ließ. Allerdings nicht lange. In der 69. Minute sorgte erneut Bernhard Winkler für das erlösende 3:1. Jens Dowe hatte den Ball aus der Distanz ans Lattenkreuz gezimmert, das Spielgerät sprang dem Franken vor die Füße und der setzte ihn, rechts vor dem Tor positioniert, entschlossen in die Maschen. Bei diesem Spielstand blieb es. Große Erleichterung und riesiger Jubel auf Giesings Höhen! Der Regen störte nun niemanden mehr.

Premiere für Jeremies

Noch einen interessanten Fakt hat dieses Spiel gegen Dynamo Dresden vom 1. April 1995 aufzuweisen: Ein gewisser Jens Jeremies, im Vormonat 21 Jahre alt geworden, absolvierte an diesem Tag sein erstes Bundesligaspiel. Er stand im Sechzgerstadion die vollen neunzig Minuten für die Gäste im defensiven Mittelfeld auf dem Platz. Nach weiteren neun Erstligaeinsätzen für Dynamo wechselte er zur neuen Saison dann vom Bundesligaabsteiger, der wegen einer Lizenzverweigerung durch den DFB gar in die drittklassige Regionalliga Nordost durchgereicht wurde, zum TSV 1860 München.

Für Münchens Große Liebe bestritt Jeremies insgesamt 78 Bundesliga-, fünf DFB-Pokal- und drei UEFA-Cupspiele, bevor er drei Jahre später – zum Ärgerniss der Löwenfans – innerhalb der Stadtgrenzen Münchens den Verein wechselte. Knapp zwei Jahre später ließ der gebürtige Görlitzer die Herzen der Löwenfans – unfreiwillig – dann aber nochmal höher schlagen: Mit dem Kopf überwand er in der 40. Minute des Bundesligaderbys am 15. April 2000 per Eigentor seinen Torhüter Olli Kahn, was den 2:1-Siegtreffer für seinen Ex-Verein bedeutete.

Die Aufstellung des TSV 1860 gegen Dynamo Dresden

Werner Lorant schickte heute vor 30 Jahren folgende Mannschaft auf den Rasen des Grünwalder Stadions:

Meier – Trares, Kutschera, Miller, Dowe – Rydlewicz (60. Yanyali), Schwabl, Nowak, Stevic (84. Störzenhofecker) – Erhard, Winkler

Tore:
1:0 Erhard (26.), 2:0 Winkler (47.), 2:1 Spies (49.), 3:1 Winkler (69.)

Kein April-Scherz: Sechzger.de-Shop ist online

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Sechzger.de-Shop online

Nein, das ist kein April-Scherz, sondern unser völliger Ernst: Seit heute morgen findet Ihr auf unserer Startseite die Verlinkung zum sechzger.de-Fanshop. Diesen betreibt für uns die Firma Isartaler Teamsport in Bad Tölz. Dort könnt Ihr Euch mit verschiedenen Shirts, bedruckt mit lustigen Sprüchen und unserem Logo, eindecken. Mit Eurem Kauf unterstützt ihr zudem über den Träger-Verein Sportbezogenes Lebensgefühl e.V. die Arbeit von sechzger.de!

Verschiedene Sprüche rund um die Löwen

Zum Preis von 25€ pro Shirt könnt Ihr Euch das entsprechende Wunsch-Shirt in den Größen S bis 3XL sichern. Dieses wird für Euch individuell bedruckt und verschickt.
Eine kleine Übersicht der Shirts findet ihr vorab hier, aber stöbert gerne selbst im Shop, dort sind noch weitere Shirts in den Farben weiß oder hellblau zu finden: Hier geht es direkt zur Shop-Seite.