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Ruhe auf Social Media: Ist Hasan Ismaik untergetaucht?

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Hasan Ismaik TSV 1860
Bild: Anne Wild

Immer wieder wird Präsident Robert Reisinger vorgeworfen, er würde abtauchen, wenn es beim TSV 1860 brenzlig wird. Zuletzt wurde er nach der Freistellung von Geschäftsführer Oliver Mueller kritisiert, weil er sich nicht zeitnah zu der Personalie geäußert hat. Eher selten wird hingegen nach Hasan Ismaik gefragt, der nach seinem Power-Wahlkampf für das Bündnis Zukunft komplett von der Bildfläche verschwunden ist. In der Vergangenheit hatte sich der 47-Jährige gerade auf Social Media sehr mitteilungsfreudig präsentiert.

Zurückhaltung auf Social Media

Zugegebenermaßen ist es kein großer Verlust, nicht mehr täglich mit Postings des Mehrheitsgesellschafters auf diversen Social Media-Kanälen bombadiert zu werden. Gerade auch das Scheitern Muellers hätte sicher genüsslich öffentlichkeitswirksam ausgeschlachtet werden können. Warum ist dies nicht geschehen? Gibt es einen Strategiewechsel bei Hasan Ismaik?

Zu denken, dass die “Causa Mueller” hinter den Kulissen nicht massiv durch die HAM-Seite thematisiert wurde, wäre naiv. Auf der anderen Seite ist es schon sehr bemerkenswert, dass der Jordanier seine Finger still hält, nachdem er im Juni omnipräsent war und zu allem und jedem sein Statement abgegeben und ordentlich gepoltert hatte.

Ismaiks jüdischer Freund

Auch nach der Wahl setzte Ismaik zunächst seine Offensive fort, mal gegen das Präsidium, mal gegen sechzger.de, mal gegen den TSV 1860 im Allgemeinen. So veröffentlichte der Mehrheitsgesellschafter über seine Social Media-Kanäle ein Posting, das zahlreiche Löwenfans alarmierte.

Zur Erinnerung in aller Kürze: Ismaik berichtet darin von einem Treffen mit einem “alten jüdischen Freund”, das während seines München-Aufenthalts im Juni stattgefunden haben soll. In diesem Gespräch soll dieser jüdische Freund deutliche Kritik an 1860 geäußert haben.

Er sagte, die Vergangenheit spiele immer noch eine Rolle, und sie fühlen sich nicht willkommen. Zudem sei in all den Jahren nicht aktiv um sie geworben worden. (…)

Weiter fordert Ismaik in diesem Posting – inhaltlich natürlich absolut richtig – dass “keine Mauern aufgebaut” werden dürfen, sondern “die Hände ausgestreckt werden müssen, um alle aufzunehmen”. Indirekt sagt er damit, dass dies in der Vergangenheit und aktuell nicht der Fall sei. Starker Tobak, der gerade bei diesem sensiblen Thema einer näheren Betrachtung bedarf.

Ist Hasan Ismaik untergetaucht?

Anlässlich des heute stattfindenden Solidaritäts-Partie der Senioren A des TSV 1860 gegen den TSV Maccabi München, der die Löwen in der Ankündigung als “unsere geschätzten Freunde” bezeichnet hatte, hakten wir – wie mit ihm vereinbart – nochmals bei Hasan Ismaik nach.

Vielleicht haben Sie auch gehört, dass morgen, Dienstagabend, ein Freundschaftsspiel zwischen der Seniorenmannschaft von 1860 und Makkabi München stattfindet.

Anlass für diese Initiative ist der einjährige Jahrestag der Ermordung von mehr als 1000 jüdischen Menschen in Israel/Palästina. Wir haben darüber in unserem Blog geschrieben.

Haben Sie vielleicht mit Ihrem jüdischen Freund (der in München lebt) über dieses Spiel gesprochen? Wird er bei diesem Spiel dabei sein?

Leider erhielten wir auf unsere Anfrage bislang keine Rückmeldung, nachdem er in der Vergangenheit meist innerhalb weniger Minuten geantwortet hatte. Dass ein erfolgreicher und viel beschäftigter Geschäftsmann wie Hasan Ismaik sich nicht umgehend meldet, verwundert natürlich nicht. Dass er aber generell komplett abgetaucht ist und – zumindest öffentlich – jegliches Interesse am TSV 1860 vermissen lässt, hingegen schon.

Titelbild: Anne Wild

Reisinger zur Stadionfrage: “Stadt München spielt auf Zeit”

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Nachdem sich kürzlich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter auf dem Oktoberfest mal wieder zur Stadionfrage geäußert hat, gibt nun auch Robert Reisinger seine Sicht der Dinge zum Besten. In der AZ spricht er vom “identitätsstiftenden Standort Giesing”, weist jedoch auch auf “erhebliche infrastrukturelle Nachteile” hin. Insgesamt sieht es so aus, als stecke man bei der Entscheidungsfindung tiefer denn je in einer Sackgasse, zumal Reisinger den Eindruck habe, die Stadt München spiele auf Zeit.

“Identitätsstiftender Standort Giesing”

Während Reiter das fehlende Bekenntnis des TSV 1860 zum Standort Giesing bemängelt, weist Reisinger darauf hin, dass man auf der Suche nach einer “längerfristig wirtschaftlich tragfähigen Lösung für den Spielbetrieb der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA im Profifußball” sei. Da sich die Stadt bislang weiterhin nicht zu den “Nutzungs- und wirtschaftlichen Verwertungsmöglichkeiten” nach dem geplanten Umbau geäußert habe und auch die zukünftigen Mietkonditionen ungeklärt seien, könne man genau so ein Bekenntnis jedoch nicht abgeben.

Zwar sei klar, “was der identitätsstiftende Standort Giesing für den Klub” bedeute, das Grünwalder Stadion weise jedoch “erhebliche infrastrukturelle Nachteile” auf. Damit spricht Reisinger u.a. die fehlende Überdachung der Stehplätze, die nicht vorhandene Business-Area und die unzumutbare Situation für Rollstuhlfahrer an.

“Stadt München spielt auf Zeit”

Nachdem Bürgermeisterin Verena Dietl Ende 2021 ein Erbpacht für das Grünwalder Stadion ins Gespräch gebracht hatte, habe der TSV 1860 Kontakt zu einer Investorengruppe aufgenommen, die ein Architekturbüro mit der fachlichen Vorprüfung für einen Umbau beauftragt habe, so Reisinger. Die Pläne seien jedoch abgelehnt worden – ein Szenario, das den Löwen nicht unbekannt ist. Reisinger bemängelt in diesem Zusammenhang, dass ein Umbau des Grünwalder Stadions “ohne eine visionäre starke politische Kraft dahinter nicht realisierbar” sei.

Ein Jahr später habe man seitens der Löwen einen weiteren Plan vorgestellt, wie man die Spielstätte des TSV 1860 für rund 40 Millionen Euro zweitligatauglich machen könne. Nach zunächst positiver Resonanz durch die Stadt wurde den Löwen dann jedoch mitgeteilt, die Stadt wolle nun doch selber planen. Reisinger vermutet, dass die Stadt München angesichts der Entwicklung der Baupreise in Deutschland auf Zeit spiele. Dafür bringe er sogar Verständnis auf, so der Präsident des TSV 1860, dem jedoch sauer aufstößt, dass die Stadt den Löwen den Schwarzen Peter zuschieben möchte.

Wie geht es weiter?

Das von Ex-Geschäftsführer Oliver Mueller in Auftrag gegebene Stadiongutachten wird anhand vergleichender Wirtschaftlichkeitsberechnungen für verschiedene Szenarien aufzeigen, inwieweit das Grünwalder Stadion für den TSV 1860 zukünftig als Spielstätte in Frage kommt.

Zum Abschluss verweist Reisinger auf andere Städte, in denen Kommunen hinter den Vereinen stehen und sie beim Stadionum- bzw. -neubau unterstützen. Dabei macht er deutlich, dass er sich in München ein ähnliches Szenario wie beispielsweise in Osnabrück und Münster wünsche.

Bild: TSV 1860 München e.V.

Giannikis angeblich von Asteras Tripolis umworben

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Ein Gerücht aus Griechenland dürfte beim TSV 1860 München für Unruhe sorgen: Angeblich wird Trainer Argirios Giannikis vom griechischen Erstligisten Asteras Tripolis als Nachfolger von Claude Makelele auf der Trainerbank gehandelt.

Gerücht aus Griechenland

Der ehemalige Weltstar Claude Makelele, der unter Anderem für Real Madrid und den FC Chelsea spielte, trat nach nur drei Spielen beim griechischen Erstligisten Asteras Tripolis zurück. Der ehemalige französische Nationalspieler beklagte, dass sich das Management des Vereins nicht an Absprachen gehalten habe und ihm Vorgaben für die Aufstellung seiner Mannschaft gemacht habe. Das wollte Makelele nicht akzeptieren und trat nach nur drei Spielen (wohlgemerkt ohne Niederlage) zurück.

Giannikis zu Asteras Tripolis?

Mehrere griechische Zeitungen berichten nach Makeleles Rücktritt, dass Argirios Giannikis der Favorit auf den Trainerposten bei Asteras Tripolis sei. In der Zeitung “Gazetta” heißt es nach Browser-Übersetzung: “Argyris Giannikis scheint daher das Hauptziel für die Bank zu sein und scheint bereits die ersten Gespräche mit dem 44-jährigen Trainer geführt zu haben (…).” Das klingt nach mehr als einem bloßen Gerücht, da auch weitere Zeitungen ähnliche Meldungen veröffentlicht haben.

Zieht es Giannikis zurück nach Griechenland?

Für uns ist es schwer, den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen zu überprüfen. Sicher ist aber, dass Giannikis beim TSV 1860 München nach dem verpatzten Saisonstart gehörig unter Druck stand. Es wurde sogar über ein Ultimatum für ihn vor dem Spiel in Bielefeld berichtet. Die Löwen gewannen bekanntlich in Bielefeld sowie die zwei darauffolgenden Partien gegen Hannover 96 II und bei Borussia Dortmund II. Hat Giannikis die hohen Erwartungen und den Erfolsgdruck an der Grünwalder Straße satt und kehrt nach Griechenland zurück, wo er 2019 Trainer des Jahres war?

 

 

Sechzig um sieben: Spielfreie Woche

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Nach der Niederlage des TSV 1860 München geht es in eine erneute spielfreie Woche in der dritten Liga. Zeit für die Löwen, an der Vermeidung einfacher Fehler in der Abwehr zu arbeiten, die letztendlich mindestens einen Punkt gegen des SV Wehen kosteten.

Die Wehen-Niederlage in der TAKTIKTAFEL

Bernd Winninger hat das Spiel am Samstag Nachmittag nochmal Revue passieren lassen und kommt zu dem Schluss, dass der SV Wehen in Giesing gewinnen konnte, weil er weniger Fehler als 1860 gemacht hat. Die komplette Analyse findet wie immer in der TAKTIKTAFEL. Die besten Impressionen eines erneut verregnten Samstagsnachmittags auf Giesings Höhen, findet Ihr hier.

Spielfreie Woche: 4 Mal öffentliches Training

Wer die Löwen auch ohne Ligaspiel sehen will, hat dazu diese Woche gleich vier Mal die Gelegenheit. Argirios Giannikis gab seinem Team gestern frei und versammelt seine Mannschaft in der spielfreien Woche vier Mal zum öffentlichen Training:

  • Dienstag, 08.10. um 15:00h
  • Mittwoch, 10.10. um 10:30h und 15:00h
  • Freitag, 12.10. um 10:00h

Am Samstag steht dann ein individuelles Trainig für die Löwenspieler auf dem Programm und der Sonntag ins trainingsfrei.

Löwenergebnisse vom Wochenende

Die Herrenmannschaften des e.V. blicken auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Trotz roter Karte für den Torwart konnt die Vierte den FC Hellas 3:2 besiegen. Die Dritte tat es ihr gleich und besiegte den FC Bosna und Hercegovina in den FA-Jubiläumstrikots mit 4:2. Die U21 setzt ihren Höhenflug fort und besiegte den FC Pipinsried mit 3:0. Damit grüßt die U21 von der Tabellenspitze der Bayernliga Süd. Die Löwinnen I schlugen den FC Fasanerie Nord mit 7:0, während die zweite der Löwinnen sich 2:2 vom FC Baldham-Vaterstetten 2:2 trennte. Alle weiteren Ergebnisse der weiß-blauen Fußballmannschaften findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Rassismus-Vorfall beim FC Saarbrücken

Unschöne Szenen im VIP-Bereich des FC Saarbrücken: Ein Zuschauer beleidigte FCS-Spieler Elijah Krahn rassistisch, nachdem er zuvor bereit Trainer Rüdiger Ziehl schwer beleidigt hatte. Zum Glück konnte schnell eingeschritten werden und der Mann wurde des Stadions verwiesen und erhielt ein Stadionverbot. Zudem ermittelt die Polizei.

Sven Benders Trainerdebüt geht verloren

Nach der roten Karte gegen Marc Unterberger gab Sven Bender sein Trainerdebüt beim Spiel der Unterhachinger in Verl. Der heimische SC konnte das Spiel bekanntlich mit 2:0 gewinnen und schickte die Elf mit dem Bob im Wappen damit auf einen Abstiegsplatz. Nachdem noch unbekannt ist, wie lange Unterberger gesperrt ist, könnte Bender auch gegen 1860 an der Seitenlinie verantwortlich sein.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Diesntag in dieser spielfreien Woche.

TSV 1860 – Wehen Wiesbaden (2:3), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse der 2:3-Heimniederlage unseres TSV 1860 München gegen den SV Wehen Wiesbaden. Mutige Löwen verlieren unverdient und unglücklich gegen bieder und pragmatisch agierende Hessen.

Die Partie TSV 1860 München – SV Wehen Wiesbaden am vergangenen Samstag endet mit einem unverdienten Sieg für die Gäste. Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel.

Nils Döring schickte seine Elf wie erwartet im defensiven 3-4-2-1 aufs Feld. Mittelstürmer Kaya rückte eine Position nach hinten ins offensive Mittelfeld. Dafür begann Flotho in der Spitze.

Sehr tief stehend begannen die Hessen die Positionsangriffe der Löwen frühestens auf der Höhe der Mittelkreises anzulaufen. Wenn die Pressinglinie sich höher positionierte, dann lediglich um Pässe ins Mittelfeld zu verkomplizieren. Aggressives Anlaufen gegen das Positionsspiel des TSV 1860 fand von Seiten des SV wehen kaum statt.

Anders war die Herangehensweise im Gegenpressing. Da waren die ballnahen Spieler der Wiesbadener extrem giftig.

Argirios Giannikis schickte unsere Sechzger im 4-2-3-1 ins Match. Lediglich auf einer Position verändert (für Philipp durfte Schröter beginnen) wählten die Sechzger die Pressinglinie zunächst noch etwas zurückhaltend mittig, aber im Lauf der Partie immer aggressiver und höher. Die Defensivlinie war von der Höhe her meist der Pressinglinie angepasst, erwartete die Positionsangriffe jedoch selten tiefer als mittig positioniert.

Unter diesen Voraussetzungen konnte sich das Spiel einerseits nur in die Richtung entwickeln, die es auf dem Platz genommen hat. Und am Ende unterliegen eigentlich überlegene Löwen einem schlechteren Gegner dessen einziger Plan es war, das Spiel zu zerstören und vorn auf den lieben Gott zu hoffen. Leider hat das funktioniert.

Bevor wir ansehen wieso das funktionieren konnte, wie immer die statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte TSV 1860 – SV Wehen Wiesbaden

  • Ballbesitz TSV 59% – SVWW 41%
  • Passgenauigkeit TSV 81% – SVWW 70%
  • defensive Zweikampfquote TSV 64% – SVWW 53%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 12/8 – SVWW 14/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 7,41 – SVWW 18,21

Analyse der statistischen Werte

Durch die Bank haben die Sechzger bessere statistische Werte und verlieren am Ende unverdient aber doch selbst verschuldet. Zu diesem Spiel muss man leider sagen, dass die eigenen Chancen in einigen Fällen zu zögerlich, in anderen leider zu schlampig abgeschlossen wurden.

Aber der Reihe nach: Beginnen wir beim Ballbesitz.

Ballbesitz (59%:41%)

Die Wiesbadener kamen mit Schwung und Elan in die Partie und versuchten das Spiel und den Ballbesitz während der ersten Viertelstunde zu bestimmen. Diese Viertelstunde war tatsächlich die stärkste Phase der Gäste. Danach reagierten die Hessen lediglich auf das was die Sechzger anboten, profitierten aber immer wieder von individuellen Unzulänglichkeiten der Löwenspieler und nutzten diese gnadenlos aus.

In der Folgenden halben Stunde des Spiels bestimmten die Sechzger das Geschehen auf dem Platz nahezu nach Belieben, was die Offensive anbelangt, konnten jedoch abgesehen von Guttaus Anschlusstreffer (45.), nach den Gegentreffern in Minute 37 durch Flotho und 42 durch Bätzner, keinen wirklich gefährlichen Abschluss setzen, dazu aber später mehr. Die Wiesbadener profitierten, was die eigene Offensive anbelangt vor allem von erfolgreichen Gegenpressingmomenten nach eigenen Ballverlusten die sie wie gewohnt aggressiv und gut gestalteten. Dass dabei möglicherweise das ein oder andere Foul an einem Sechzger übersehen wurde, ist meiner Meinung nach nicht spielentscheidend, trübt aber den Blick auf dieses Spiel etwas, denn eine ausgeglichenere Bewertung der engen Szenen wäre wünschenswert gewesen.

In der zweiten Halbzeit bot sich über die ersten dreißig Minuten, was den Ballbesitz betrifft, ein ähnliches Bild wie in der letzten halben Stunde der ersten Hälfte. Mit jetzt allerdings deutlicher Überlegenheit auf Seiten unserer Sechzger was Ballbesitz im letzten Drittel und abgeschlossene Angriffe betrifft. Der Wermutstropen ist allerdings der dritte Gegentreffer (Carstens 54.), der in eben dieser extrem gute Phase der Löwen fiel und leider spielentscheidend war.

Nachdem erneuten Anschlusstreffer (Hobsch 42.) traten die Löwen in der Schlussphase der Partie nochmal bis zum Bodenblech aufs Gaspedal. Es half leider nichts mehr. 72% Ballbesitz kombiniert mit fahrlässig vertanen Chancen in der Schlussphase bei den Löwen, Alibifußball mit übertriebener aber oft nicht geahndeter Härte seitens der Gäste und fertig ist ein unverdienter Sieg für Wiesbaden.

Passgenauigkeit (81%:70%)

Oft haben wir, bei einer Ballbesitzverteilung wie wir sie hier sehen und gleichzeitig hoher Passgenauigkeit der beim Ballbesitz dominanten Mannschaft den Fall, dass ein hoher Anteil dieses Ballbesitzes ineffektiv und für die Offensive wenig zuträglich ist. Wir sprechen wieder einmal von den Rück- und Querpässen innerhalb der eigenen Defensivabteilung. Wie verhielt sich das im Spiel vom Samstag?

Gleich vorweg: Bei einem derart extremen Unterschied bei der Ballbesitzverteilung kann man im Vorhinein schon davon ausgehen, dass es in jeder Passkategorie in jedem Mannschaftsteil ein deutliches Übergewicht gibt. Von daher ist es auch wichtig auf die Mengenverhältnisse der erfolgreichen Pässe in Abhängigkeit von deren Kategoriezugehörigkeit insgesamt zu achten. Das Verhältnis Vorwärts- zu Rück- zu Querpässen 2:1:3 kann man als neutral progressives Spiel nach vorn ansehen. Je nachdem wie sich die Verhältnisse zwischen den Werten verschieben, kommen wir dann zu einer abwartenden Spielweise, wofür ein Verhältnis von 2,1:1,9:2 beispielhaft wäre oder einer offensiven Spielweise die dann ein Verhältnis von bspw. 2:1:3 oder 3:0:3 aufweist.

Der genaue Blick

Auf dem gesamten Feld haben die Löwen 14% ihrer Pässe zurück gespielt, dass im Mittelfeld oder im letzten Drittel ein nach hinten gespielter Pass nicht unbedingt ein defensiver Rückpass sein muss ist denke ich jedem klar. Aber wir können anhand dieser Statistik schon einmal festhalten, dass es kein Rückpassfestival, aufgrund von offensiver Strukturlosigkeit geschweige denn eines Mangels an offensiven Ideen gewesen war. Im Gegenteil. So oft wie gegen Wiesbaden tauchten die Löwen in dieser Saison noch überhaupt nicht im gegnerischen letzten Drittel bzw. im gegnerischen Strafraum auf.

Bei den Querpässen ergibt sich ein leicht anderes Bild, aber da müssen wir diesmal nicht nur auf den Mannschaftsteil, sondern auch auf die damit bespielten Zonen auf dem Feld achten. Zusätzlich, ist die Rechnung, was verhältnismäßig passend wäre, immer im Hinterkopf zu behalten. Der Anteil der Querpässe im eigenen Passspiel lag gegen Wehen Wiesbaden für den TSV 1860 München bei 40%, ergo spielten die Löwen 36% ihrer Pässe nach vorn. Das Verhältnis erfolgreicher Vor- zu Rück- zu Querpässen liegt auf den kleinsten Nenner vereinfacht für die Löwen bei 3:2:4,5. Vergleichen wir das mit den oben genannten Musterbeispielen kann man schon einen Verdacht hegen. Sehen wir den Vergleich zwischen den Kontrahenten bei den zu Ende gespielten Positionsangriffen verstärkt sich dieser. Im Vergleich der beiden Teams haben die Löwen hier ein Plus von 69% (ja ihr lest richtig).

Fazit zu den Pässen

Den Weg ins letzte Drittel nicht gefunden zu haben oder aber Trägheit beim Herausspielen aus der eigenen Defensive ist in keinem Fall etwas was man den Löwen ankreiden könnte. Beim Passspiel war allein eine einzige aber leider entscheidende Komponente nicht zu 100% wirksam, das war der letzte Pass. Mit einem derart überlegenen Auftritt was Ballbesitz im letzten Drittel des Gegners betrifft muss man sich mehr klare Chancen herausspielen. Dass das allerdings gegen den hessischen Beton schwer wird war vor dem Spiel auch so zu erwarten.

Diesen statistischen Wert betrachtet, während im Kopf noch die Erinnerung an das bis an die Wiesbadener Strafraumgrenze sehr flüssige Spiel der Löwen sitzt, ist das Ergebnis doppelt bitter.

Wiesbaden hingegen brachte was Passgenauigkeit im Spiel nach vorne betrifft, eine unterdurchschnittliche Leistung, bei einem Verhältnis der erfolgreichen Pässe zueinander von 2:1:2,3. Auch hier liegt ein Verdacht in der Luft, der mit dem oben erwähnten prozentualen Verhältnis bei den zu Ende gespielten Positionsangriffen ein Fundament bekommt.

Zusammenfassend waren die Sechzger nicht nur beim Ballbesitz dominant. Die Präzision im offensiven Passspiel, ermöglichte diese Dominanz erst für die Sechzger. Die gleichbleibend hohe Genauigkeit im Bereich Vorwärtspässe lag insgesamt um satte 12% über der, der Gäste. Noch nicht auf einem Topwert aber stetig besser werdend, ist diese statistische Größe durchaus ein Grund weshalb man dieser Niederlage auch Positives abgewinnen kann.

Defensive Zweikampfquote (64%:53%)

Alles in Ordnung was die Quote betrifft, mit 64% gewonnener Defensivzweikämpfe bei einer Zweikampffrequenz von 1,6 Defensivduellen pro Minute gegnerischem Ballbesitzes ist über den Einsatz und auch den Mannschaftserfolg in den Defensivduellen nichts kritikwürdiges zu sagen. Individuelle Fehler gehören zum Sport und passieren, das tut allerdings dieser geschlossenen Mannschaftsleistung im Bereich defensive Zweikämpfe keinen Abbruch.

Noch deutlicher wird die Überlegenheit der Löwen gegenüber Wiesbaden in der korrekten Ausführung der Defensivarbeit wenn man die Frequenz und Quote vergleicht. 0,8 geführte Zweikämpfe pro Minute gegnerischem Ballbesitzes bei einer Erfolgsquote von 53% bedeutet eine Balleroberung durch Zweikämpfe am Boden alle zwei Minuten für die Gäste. Unsere Löwen waren Quote und Frequenz berücksichtigend mit zwei Balleroberungen am Boden in der gleichen Zeitspanne 100% besser.

Rechenbeispiel

Um das zu verdeutlichen noch kurz der Ansatz, der zur Schlussfolgerung führt: Während einer Minute Ballbesitzes der Sechzger attackieren die Wiesbadener 0,8 mal den ballführenden Spieler und haben allerdings nur eine um 4% höhere Chance, im ersten Versuch des Zweikampfs Erfolg zu haben. Das bedeutet, dass meist erst der in der folgenden Minute geführte Zweikampf gewonnen wird und danach bis zum Ende dieser Minute, die Zweikampffrequenz der Löwen berücksichtigend, vermutlich kein weiterer Zweikampf auf einer der beiden Seiten mehr hinzukommt. (Ich weiß, Stochastik und Statistikkalulationen sind oft verwirrend).

Die Sechzger führen in der ersten Minute in der der Gegner den Ball hatte 1,6 Defensivduelle, dieser Statistik folgend also sicher ein Duell, in jedem Fall aber spätestens  während der ersten dreißig Sekunden der zweiten Minute das zweite. Alle zehn Minuten gegnerischen Ballbesitzes kommt bei dieser Frequenz ein Schaltduell dazu und somit die statistischen 1,6 Duelle pro Minute gegnerischen Ballbesitzes. Mit der Erfolgsquote von knapp unter zwei Dritteln müssen wir davon ausgehen, dass von den zwei Duellen in diesen eineinhalb Minuten nur jeder zweiten Sequenz dieser Dauer eines der beiden Duelle verloren ging.

Das ist am Ende des Tages ein tolles Mannschaftsergebnis bei den defensiven Zweikämpfen insgesamt. Individuelles Zögern speziell beim zweiten Gegentreffer schon weit vor dem Torschuss war dann leider der Kratzer im Lack bei der starken Zweikampfbilanz.

Nicht nur die Zweikampfbilanz auch beim Verhältnis abgefangener Bälle zu gegnerischem Ballbesitz senkt sich die Waagschale klar zu Gunsten des TSV 1860 München bei einem Verhältnis von 0.9:1,3 abgefangenen Pässen pro Minute gegnerischen Ballbesitzes.

Schüsse/aufs Tor TSV 12/8 – SVWW 14/4

Dieses Mal siegten wieder Quantität und Glück über Qualität und Genauigkeit. Damit kann man die Schussstatistik vergleichend zusammenfassen.

Bei allen Werten, die die Schussstatistik betreffen, sind die Löwen vorne, nur bei einem Wert eben nicht: erzielte Tore. Mit weniger Schüssen erzielten die Sechzger eine um knapp 40% höhere Chancenqualität insgesamt und eine 71 % höhere Chancenqualität pro Schuss. Mehr braucht man denke ich hier nicht schreiben.

Dennoch ein paar Worte zu den Schüssen von außerhalb der Box: Die Anzahl war dieses Mal mit acht bei insgesamt zwölf Schüssen im Verhältnis zu hoch. Während die Sechzger es in den letzten Spielen geschafft haben häufig zentral in der Box zum Abschluss zu kommen, ließen sie sich nun von Wiesbaden dazu drängen häufig von außen zu schießen. Wie bewerten wir das nun?

Mit nur elf zugelassenen Ballkontakten bei 27 Versuchen des TSV 1860 in die Box des SV Wehen Wiesbaden zu kommen, muss man dem Bus am und im Wiesbadener Strafraum durchaus Komplimente machen. Der Zweck heiligt die Mittel.

Die Sechzger blockten sechs der gegnerischen Schussversuche ab, vier gingen vorbei, einen konnte Vollath halten. Am Ende waren leider auch drei der Schüsse hinter dem Keeper im Netz. Rückblickend ist es schon ein bisschen so, dass die Löwen das, was sie vorne an guten Gelegenheiten vergeigten, hinten dann zuließen und sich so am Ende selbst schlugen.

PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 7,41 – SVWW 18,21

In der ersten Halbzeit etwas mit angezogener Handbremse, aber doch deutlich höher als bisher meistens in den Anfangsphasen. Später in Halbzeit zwei dann mit deutlich aggressivem Forechecking sank die Intensität beim Pressing, auch während der ersten Halbzeit, lediglich zum ende hin auf einen etwas durchschnittlicheren Wert.

Bei Wiesbaden sprechen wir nicht von Pressing, abgesehen von den letzten 30 Minuten der ersten Hälfte, wo sie einen durchschnittlichen Wert zeigten, hauptsächlich aufgrund guter Gegenpressingmomente, knapp innerhalb der pressingrelevanten Zone. Wir sprechen  stattdessen von dem Erwarten gegnerischer Angriffe mit zwischenzeitlich bissigen Gegenpresssingeinlagen.

Mehr braucht man an diesem Wert nicht analysieren, alles weitere zum Erfolg der jeweiligen Herangehensweise kann man aus den vorangegangenen Werten schlussfolgern. Leider kann man sich für eine tolle Statistik und ein besseres Spiel nichts kaufen. Wenn das Glück nicht auf deiner Seite, oder die Summe der entscheidenden Fehler am Ende größer, ist, verliert man, auch wenn die Niederlage noch so unverdient sein mag.

Die Tore

Hier könnt ihr euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen. Das Tor zum 3:1 entschied die Partie am Ende, genauer wollen wir uns aber das zweite Gegentor ansehen. Was genau funktionierte hier nicht so wie es soll?

Schon zu Beginn der Sequenz die zum Tor führt, nachdem Hobsch zwar den Ball zunächst bekommt, aber nach seinem Kopfball a) nicht behaupten kann (was am allerwenigsten seine Schuld ist) oder b) dann nachsetzen will (auch richtig), das dann aber unterlässt, weil Kozuki aus dem Hintergrund einlaufend versucht Druck in dieser Zone aufzubauen, entsteht eine komplizierte Situation. Kozuki kommt hier jedoch klar zu spät und das beeinflusst die folgenden Ereignisse bis zum Torschuss leider negativ.

Weil Kozuki aufgerückt war, hatte Goppel den Flügel auf der linken Löwenseite komplett allein für sich, in der Rückwärtsbewegung will Kozuki dann gegen Goppel, den er einholen konnte, jedoch auf Grund der Gelbvorbelastung vermutlich nicht den Platzverweis, für eine dann ähnliche Aktion wie zuvor schon, riskieren. Nur begleitet und nicht angegriffen kann Goppel dann diagonal nach innen zu Bätzner passen, der eiskalt vollstreckt. Für Bätzner wäre vermutlich Jacobsen zuständig gewesen, der ließ ihn jedoch ziehen und so konnte auch Kwadwo, in dessen Zone Bätzner eindrang, erst spät auf diese Situation reagieren. Zu halten war bei dem Schuss nichts mehr.

Das fiel auf

Wie in den letzten Spielen, werden Dinge besser, aber alle Fehler abzustellen, gelingt nach wie vor nicht, das ist vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit. Weniger Fehler als der Gegner zu machen, muss in jedem Spiel das Ziel sein. Diesmal wurde es nicht erreicht.

Ich finde alles was zu einem guten Spiel gehört, hat man über große Strecken von unserem TSV 1860 München gesehen und das ist das, was diese Saison zählt. Kleine Schritte nach vorne, gewisse Rückschläge kompensieren und weitere kleine Schritte nach vorne machen.

Fazit

Ich habe selten ein Spiel gesehen, in dem eine Mannschaft so unverdient verloren hat. Das heißt nicht, dass der TSV 1860 München unbedingt den Sieg verdient gehabt hätte, aber eine Punkteteilung mit dem SV Wehen Wiesbaden sähe ich als gerechtfertigtes Ergebnis an. Die Umstände wollten es leider anders.

Datenquelle: Wyscout

Giesinger Gedanken: Eiskalt erwischt im Giesinger Regen

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Kinder im Regen im Sechzgerstadion

Eigentlich war alles angerichtet für einen Festtag im Stadtbezirk 18 der Landeshauptstadt München. Die Löwen hatten die letzten drei Spiele gewonnen, der Heimfluch wurde gegen Hannover II (an)gebrochen, der Wiesnrekord eingestellt. Weiters gab es noch die angekündigten Gastspiele der Sechzger Musikanten, die 100. Ausgabe des Brunnenmiller sowie die ans Profispiel anschließenden Partien der Amateurmannschaften mit Verkauf des mit Spannung erwarteten 125 Jahre Trikots der Fußballabteilung. Und dieses sogar als “Solo-Design” eines waschechten Löwenfans, nämlich Julian Niedermayr alias “biermoo“! Wie gesagt, es hätte ein Festtag in Untergiesing sein können.

Spielverderber #1 – Das Wetter

“So ein Tag, so wunderschön wie heut’…” (Sonntag 6/10) Das hätten wir am Samstag brauchen können. Doch stattdessen schüttete es seit dem Morgen toujours. Ich für meinen Teil verzog mich ab Mittag erstmal ins Kaffeehaus, anstatt mich am Candidplatz auf das Spiel “vorzubereiten”. Kalt und nass machte auch die Zeit vor Einlass an der Westkurve nur so semi viel Spaß und die Hoffnungen ruhten auf dem Spiel, die Gemüter zu erwärmen. Wenigstens der Wettergott meinte es in der ersten Halbzeit gut, als es zwischendurch zu regnen aufhörte. Doch da gab es ja noch eine Partei.

Spielverderber #2 – Die Hessen

Der Regen versiegt, die Mannschaft legt engagiert los, die Löwenfans singen. Die Hoffnungen waren groß, heute endgültig den Anschluss an die vorderen Plätze zu gewinnen. Wer hätte das vor ein paar Wochen noch gedacht. Doch die eklig zu bespielenden Taunussteiner gönnten uns nichts. Nachdem dem TSV ein weiteres Tor nach einem kapitalen Eigenfehler erspart blieb, traf Flotho nach einer für mich Weltaktion mit der ersten wirklichen Chance in die Maschen. Blöd, aber das gelingt ihm auch nicht oft so. Das gleiche gilt für den Schuss zum 2:0. Den wichst der auch nicht alle Tage so ins Eck, da kann auch Vollath nur alt aussehen. Ob die Kurve da gleich “Wir wollen euch kämpfen sehen” schreien muss, sei mal dahingestellt…

Aus der Perspektive im Stadion machen wir die ganze Zeit das Spiel und dann sowas. Bernd hatte die destruktive Spielweise des SV Wehen schon angekündigt, leider bewahrheitete sie sich. Viel Aufwand, wenig Ertrag. Als Ausgleich für die Euphorie nach dem Anschlusstreffer gab es dann in der Pause die kalte Dusche von oben. Petrus öffnete wieder die Schleusen, mein Nebenmann musste sich einen Poncho am Bierstand besorgen, um nicht vollends durchnässt zu sein. Das versch… ääh vermeidbare Standardgegentor setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Auch schon während des ersten Durchgangs hatte sich die Stimmung im Stadion stark dem Wetter und Spielstand angepasst…

Doch die Mannschaft steckte nicht auf, der gegnerische Torhüter schenkte uns noch ein Tor und wir waren wieder live dabei. Wahnsinn, wie sehr die Mannschaft mittlerweile gefestigt ist, zu Saisonbeginn wäre das dritte Gegentor spätestens der Startschuss zum Zerfall gewesen. Auch die Kurve trieb die Jungs auf dem Rasen nochmal lautstark an, doch es sollte nicht sein. Mit der Aussicht auf einen Wiesnbesuch brachten die Hessen den Sieg über die Zeit. Der Tankstellen-Tenor danach: scheiße, muss man nicht verlieren, sauer sein kann man aber auch nicht. Außer auf den (seltsamen) Schiri, vielleicht Spielverderber #3, zumindest aber #2 1/2!

Erfolge am “Sechserplatz”

Auch dem Verkauf am Sechserplatz wäre bessere Witterung zu wünschen gewesen. Vielleicht wären dann ein paar mehr aus der Trikotschlange auf die Zuschauerplätze geschwappt. Die nacheinander Eintreffenden begrüßte eine ellenlange Schlange in freudiger Erwartung des neuen Dress. Die weniger fashion- und mehr sportbewussten Besucher*innen mussten sich den Weg durch die Kauflustigen bahnen, um pünktlich dem Anpfiff beiwohnen zu können.

Das sehr gelungene Trikot, der Sieg der dritten Mannschaft und die nette Gesellschaft am Spielfeldrand machten die zwei Spielverderber fasst wieder vergessen. Saukalt wars trotzdem, die Niederlage schmerzt noch immer. Gestern vormittag bei den Frauen in der “Morgensonne” wars doch deutlich angenehmer und wenn die Fallhöhe Platz 10 und nicht mehr 20 ist, sind die verlorenen drei Punkte (ETWAS) weniger schlimm.

Somit blieb der Festtag leider aus, trotzdem war es schön zu sehen, wie die Löwenfans bei Wind und Wetter Mannschaft und Verein unterstützen. Das ist das Fundament, auf dem alles steht und der zukünftige Erfolg gebaut wird. Auf gehts Löwen, halt ma zamm und nach der Pause putz ma die Bobfahrer in ihrer Vorstadtsiedlung!

Sechzig am Wochenende: Torwartpech und Siege für 1860 III & IV

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TSV 1860 III Dritte FC Bosna Torwartpech Trikot 125 Jahre FA

Bittere Niederlage für die Profis, Sieg und Tabellenführung für die U21 und sechs Punkte für trotz Torwartpech für den TSV 1860 III und IV. Das Löwenwochenende hatte mal wieder einiges zu bieten…

Torwartpech und Siege für 1860 III & IV

Richtig unglücklich verlief die erste Hälfte für die ohnehin gebeutelte 4. Mannschaft der Löwen. Gegen den FC Hellas sah Torwart Antonio Mihajlevic in der 44. Minute Rot, mangels Ersatzkeeper ging ausgerechnet der kleinste Feldspieler, Alexander Petö, ins Tor. Nur wenige Sekunden später fiel das Tor zum 0:1-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel drehte die Vierte jedoch auf und in Unterzahl die Partie: Asaad Khalil gelang ein Doppelpack (67./70., Elfmeter) und Sebastian Schetter erhöhte in der Nachspielzeit gar auf 3:1. Der Anschlusstreffer der Gäste zum 3:2 kam zu spät und der TSV 1860 IV konnte drei wichtige Punkte verbuchen.

Dritte siegt in Jubiläumstrikots

Im Anschluss empfing die Dritte den FC Bosna auf dem Sechser-Platz und wollte ihre Erfolgsserie fortsetzen. Mario Krischel (11.) und Leon Schleich sorgten für die frühe Führung der Sechzger, doch auch der TSV 1860 III hatte mit Torwartpech zu kämpfen. Keeper Adiouma Sow musste noch vor der Pause verletzt raus und wurde durch Feldspieler Dominik Kilpatrick ersetzt.

Mario Krischel beruhigte mit dem 3:0 die Nerven der Löwen (50.), doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen und verkürzten in der 67. Minute durch Sarkanovic. Julian Schleich stellte den alten Vorsprung wieder her (80.) und Isic (88.) sorgte für den 4:2-Endstand. In der Kreisliga-Tabelle verbesserten sich die Löwen, die am Samstag in den FA-Jubiläumstrikots antraten, mit dem Sieg auf Platz 4.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 04.10.

19.00 Uhr: ESV Penzberg – Löwinnen U17 3:2
20.00 Uhr: Senioren A – SG Neuhadern 3:1

Samstag, 05.10.

11.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U14 -6:2
13.30 Uhr: 1. FC Nürnberg – U15 2:0
14.00 Uhr: Profis – SV Wehen Wiesbaden 2:3
14.45 Uhr: TSV Solln – Löwinnen U15 2:0
15.00 Uhr: U12 – 1. FC Passau U13 4:0
15.00 Uhr: Vierte – FC Hellas München 3:2
17.00 Uhr: TSV Schott Mainz – U19 1:2
17.30 Uhr: Dritte – FC Bosna u. Hercegovina München 4:2
19.00 Uhr: Karlsruher SC Futsal – TSV 1860 Futsal 8:3

Sonntag, 06.10.

09.15 Uhr: U9 – ASV Dachau 8:1
11.00 Uhr: Löwinnen I – FC Fasanerie Nord 7:0
11.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U17 2:0
11.30 Uhr: 1. FC Kaiserslautern – U19 3:5
11.30 Uhr: FC Gerolfing U15 – U13 4:4
12.00 Uhr: U16  Viktoria Aschaffenburg U17 2:0
13.00 Uhr: Löwinnen II – FC Baldham-Vaterstetten 2:2
13.00 Uhr: U21  FC Pipinsried 3:0
14.30 Uhr: U11 – SV Waldperlach U13 0:1

9. Spieltag: Fotogalerie zu TSV 1860 – SV Wehen Wiesbaden

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Titelbild TSV 1860 SV Wehen Wiesbaden Fotogalerie

Obwohl die Löwen am Samstag vor allem in der zweiten Halbzeit eine starke Leistung ablieferten, standen sie am Ende mal wieder mit leeren Händen da. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Bilder von der Heimniederlage des TSV 1860 gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Fotogalerie zu TSV 1860 – SV Wehen Wiesbaden

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Videos rund um die Löwen

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Sechzig um Sieben: TSV 1860 U21 ist neuer Tabellenführer

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Mit dem nächsten Heimsieg gegen den FC Pipinsried ist die U21 des TSV 1860 München an die Spitze der Bayernliga Süd gesprungen und darf sich fortan Tabellenführer nennen. Auch bei den Löwinnen gab es viel Grund zum Jubeln. Außerdem gibt es zum Start in eine neue Woche die Nominierung von Thore Jacobsen beim Tor des Monats, die Aussagen von Dieter Reiter zum Grünwalder Stadion und einen Termin für den morgigen Abend.

Thore Jacobsen beim Tor des Monats nominiert

Mit seinem fulminanten Siegtreffer leitete Thore Jacobsen eine Mini-Serie von drei Siegen in Folge ein. Sein Tor aus der eigenen Hälfte sorgte deutschlandweit für Aufmerksamkeit. Nun ist der Mittelfeldspieler der Löwen für das Tor des Monats September nominiert worden. Nachdem Raphael Ott mit seinem Fallrückzieher gegen Köln noch knapp gescheitert ist, könnte nun ein Spieler des TSV 1860 diese Auszeichnung erhalten. Fleißig abstimmen ist angesagt!

U21 schlägt auch den FC Pipinsried und ist Tabellenführer

Die U21 sorgt derweil weiter für Furore in der Bayernliga Süd und liegt nach dem nächsten Sieg am Wochenende an der Tabellenspitze der Bayernliga Süd. Gegen den FC Pipinsried konnte die Elf von Trainer Felix Hirschnagl einen 3:0-Erfolg in Gilching verbuchen. Mike Gevorgyan mit zwei Treffern sowie Pedro Muteba aus der ersten Mannschaft sorgten für die Treffer. Die Gäste schwächten sich in der Mitte der zweiten Halbzeit zudem selbst durch einen Platzverweis. Am Wochenende (Länderspielpause!) reist die U21 als Tabellenführer nach Kirschanschöring. Anpfiff ist dort um 15:00 Uhr.

Löwinnen stehen im Kreispokal-Finale

Hervorragend läuft es außerdem bei den Frauen. Sie konnten vor einigen Tagen den Einzug in das Finale des Kreispokals feiern. Gegen die SG Haar war es einmal mehr Torjägerin Kira Winter, die den Unterschied machte. Am gestrigen Sonntag folgte dann in der Kreisliga der nächste Sieg. Gegen den FC Fasanerie Nord setzten sich die Löwinnen klar durch und liegen damit an der Spitze der Tabelle. Am kommenden Samstag ist dann der SC Bogenhausen auf dem Sechserplatz zu Gast, der bislang noch keinen Punkt holen konnte.

Dieter Reiter spricht auf der Wiesn über das Grünwalder Stadion

Viele Diskussionen gab es bereits über die Aussagen von Dieter Reiter auf der Wiesn. Der Oberbürgermeister war beim traditionellen Wiesn-Termin der Löwen im Hackerzelt mit den Verwantwortlichen zu sehen, betonte dann aber erneut, dass er auf klare Signale des TSV 1860 München warte. Zudem setzte er den Löwen ein Ultimatum, da die Stadt sich in den nächsten Jahren zwangsläufig entscheiden müsse. Dass die Landeshauptstadt es bislang immernoch nicht geschafft hat, eine mögliche Miete zu benennen und der Ausbau des Grünwalder Stadions zudem als Wahlversprechen genannt wurde, erwähnte Reiter hingegen nicht.

Senioren des TSV 1860 bestreiten Gedenkspiel

Zu einem Gedenkspiel kommt es am morgigen Dienstag ab 20 Uhr an der Riemer Straße 300. Die Senioren A des TSV 1860 treffen dabei auf den TSV Maccabi München, der von einem “Spiel der Erinnerung und Solidarität” spricht. Trauriger Anlass ist der erste Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel am 07.Oktober 2023.

News aus der 3.Liga

Der 9.Spieltag

Einen Befreiungsschlag gab es für den VfL Osnabrück am gestrigen Abend. Mit 1:0 setzten sich die Gastgeber gegen den VfB Stuttgart II durch. Eine Niederlage kassierte hingegen der bisherige Tabellenführer Dynamo Dresden in Dortmund. Neuer Spitzenreiter ist Sandhausen, die sich gegen Mannheim durchsetzten. Erzgebirge Aue musste eine Last Minute-Niederlage gegen Hansa Rostock hinnehmen. Der nächste Löwen-Gegner Unterhaching verlor ebenfalls, der SC Verl behielt in seinem Heimspiel die drei Punkte. Die Löwen sind aktuell Tabellen-9. mit zwölf Punkten.

Fans des FCS fordern Trainerrauswurf

0:0 endete das Heimspiel des 1.FC Saarbrücken gegen Arminia Bielefeld. Zu wenig für die Anhänger im Saarland – sie pfiffen nach Schlusspfiff und forderten mit Sprechchören die Absetzung von Trainer Rüdiger Ziehl. Dieser zeigte sich von den deutlichen Forderungen, die auch mit einem Spruchband unterstrichen wurden, überrascht. Auch sein Gegenüber Mitch Kniat konnte die Unmutsäußerungen nicht nachvollziehen. Der FCS steht mit 14 Punkten einen Platz vor dem TSV 1860.

 

Solidarität: TSV 1860 Ü32 bestreitet Testspiel bei Maccabi München

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Tsv 1860 Senioren A Finale Kreispokal

Am 07.10.20023 wurden über tausend Menschen in Israel brutal ermordet, zahlreiche Menschen von den Terroristen vergewaltigt. 251 Geiseln wurden nach Gaza verschleppt, darunter erschreckenderweise auch Babys, Kinder und ältere Menschen. In Gedenken an die Opfer bestreiten die Senioren A des TSV 1860 am Dienstag ein Freundschaftsspiel beim TSV Maccabi München.

TSV 1860 bestreitet Testspiel bei Maccabi München

Wie der TSV Maccabi bekannt gab, gastiert der TSV 1860 (“unsere geschätzten Freunde”) am 08.10. um 20 Uhr an der Riemer Straße 300. Der jüdische Verein betitelt die Begegnung als “Spiel der Erinnerung und Solidarität”.

Ofer Waldman, israelischer Autor und Musiker, beschäftigt sich im Deutschlandfunk mit den Geschehnissen vor einem Jahr und den Folgen daraus:

“Der 7. Oktober zerriss die Grenzen des Vorstellbaren für mich. Die Gräueltaten, die Misshandlungen, die Entführungen durch die Hamas und der Krieg, der darauf folgte, mit unermesslichem Tod und Leid in Gaza, zerschmettern immer wieder aufs Neue die eigene Vorstellungskraft. Der 7. Oktober und der Krieg, der darauf folgte, der nun auch zwischen der Hisbollah im Libanon und Israel tobt, löste ein Erdbeben aus, das bis heute andauert. Der 7. Oktober und die darauffolgende antisemitische und rassistische Welle weltweit haben mich aus der Welt herausgeworfen. Ich weiß, dass der Weg zurück in diese Welt darüber führt, auf Anerkennung für das Leid in Israel zu bestehen und ebenso darauf zu bestehen, dass das Leid der Menschen in Gaza und im Libanon anerkannt wird. Dass der Krieg aufhört, dass die Geiseln nach Hause kommen und dass dieser Tag zur Mahnung wird, eine politische Lösung für die Region zu finden. Es liegt an uns.”