Ab sofort wird Patrick Glöckner das Training der Profis des TSV 1860 leiten wie die KGaA auf Ihrer Homepage bekannt gab. Die erste Einheit mit seinem neuen Team wird Glöckner am morgigen Dienstag um 10:30h an der Grünwalder Straße leiten. Der neue Löwentrainer freut sich naturgemäß auf die neue Aufgabe. Er legt den Fokus bereits auf das wichtige Spiel gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart am kommenden Samstag. „Ich habe mich bereits umfassend mit den Löwen und der Mannschaft auseinandergesetzt. In den kommenden Tagen gilt es intensiv zu arbeiten, um das Team in der Kürze der Zeit bestmöglich auf das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II vorzubereiten.“
Werner von Glöckner überzeugt
Sport-Geschäftsführer Dr. Christian Werner wünschte seinem neuen Coach viel Erfolg für die neue Aufgabe. „Patrick ist ein ehrgeiziger und sehr akribischer Trainer mit einer klaren Spielphilosophie“, gab Dr. Werner zu Protokoll. „In Mannheim ist es ihm gelungen viel aus der Mannschaft herauszuholen und die anvisierten Ziele zu übertreffen.”
1860 dritte Station von Glöckner in der dritten Liga
Patrick Glöckner ist kein Unbekannter in der dritten Liga. Der gebürtige Bonner stand bereits beim Chemnitzer FC und bei Waldhof Mannheim an der Seitenlinie. In 102 Spielen gelangen seinen Mannschaften 39 Siege, 33 Unentschieden und 30 Niederlagen. Damit erreicht er einen Schnitt von 1,47 Punkten pro Spiel. Mit Hansa Rostock coachte Glöckner sogar schon in der zweiten Liga, wo er allerdings nach nur zehn Spielen entlassen wurde. Glöckners bevorzugte Formation ist das 4-2-3-1, das auch unter Giannikis hauptsächlich gespielt wurde. Wie sechzger.de aus Fankreisen des SV Waldhof erfuhr, wurde Glöckner für einen guten Trainer gehalten. “Unter ihm haben wir unsere beste Saisonplatzierung in Liga 3 erreicht. Allerdings auch mit anderem Spielermaterial als heute. Aber ich fand seinen Offensivfussball gut.” sechzger.de wünscht Patrick Glöckner viel Glück!
0 Punkte, 1:11 Tore – so die desaströse Bilanz des TSV 1860 aus den letzten drei Punktspielen. Die Konsequenz: Die Löwen befinden sich mitten im Abstiegskampf, eine Hoffnung auf Besserung ist nicht zu erkennen. Um möglichst bald auf die Erfolgsspur zurückzukehren und den Worst Case zu vermeiden, hat sich der TSV 1860 mit sofortiger Wirkung von Trainer Argirios Giannikis un Co-Trainer Franz Hübl getrennt. Laut Medienberichten soll Patrick Glöckner Münchens große Liebe aus dem Tabellenkeller führen.
TSV 1860 trennt sich von Trainer Argirios Giannikis
Bereits vor der Winterpause war der gebürtige Nürnberger des Öfteren in der Kritik. Doch jedesmal, wenn vermeintlich ein Schicksalsspiel für den Trainer auf dem Programm stand, konnte die Mannschaft drei Punkte einfahren und Giannikis vor dem Aus bewahren. So durfte der 44-Jährige die Mannschaft im Winter auch auf die Rückrunde vorbereiten. Statt eines Turnarounds erfolgte in Saarbrücken jedoch der nächste Nackenschlag. Mit einer 0:4-Klatsche kehrten die Löwen aus dem Saarland zurück.
Zwar leitete Giannikis am Sonntag noch die rund einstündige Trainingseinheit, an der Grünwalder Straße wurden jedoch bereits die Köpfe zusammengesteckt und das Aus des Trainers besprochen. Aufsichtsratschef Saki Stimoniaris wurde ebenso gesichtet wie Geschäftsführer Dr. Christian Werner, der seinerseits in der Kritik steht.
Hat die HAM Bedingungen an die Zahlung geknüpft?
Gerüchten zufolge sei die Entlassung von Argirios Giannikis zu einem früheren Zeitpunkt an der wirtschaftlichen Situation der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA gescheitert. Soll heißen: Die KGaA verfügte nicht über das nötige Geld, um sich eine Entlassung leisten zu können, die HAM wollte dafür (verständlicherweise) keinen Betrag zur Verfügung stellen.
Nun wurde man sich also doch einig, ob die HAM Bedingungen an die Zahlung geknüpft hat (aufgrund der Historie wäre dies jedoch keine große Überraschung) und wie diese lauten, ist derzeit nicht bekannt.
Patrick Glöckner wird Nachfolger
Argirios Giannikis muss also ziemlich genau nach einem Jahr als Trainer seine Koffer beim TSV 1860 packen. In der Vorsaison war der Deutsch-Grieche sehr erfolgreich in seine neue Tätigkeit gestartet, nach einem Zwischentief sicherten sich die Löwen erst am vorletzten Spieltag durch einen Sieg bei Rot-Weiss Essen den Klassenerhalt.
Die aktuelle Spielzeit verläuft indes alles andere als zufriedenstellend, der Abstand zu den Abstiegsrängen ist am 20. Spieltag erneut geschmolzen. Der neue Trainer, bei dem es sich laut Reviersport um Patrick Glöckner handeln dürfte, hat jede Menge Arbeit vor sich, um die völlig verunsicherte Mannschaft aufzurichten und in ruhige Fahrwasser zu manövrieren.
Als Favorit für die Nachfolge hatte zunächst Pavel Dotchev gegolten, der die 3. Liga wie seine Westentasche kennt und zuletzt beim FC Erzgebirge Aue auf der Trainerbank saß.
Noch ist Argirios Giannikis nicht beurlaubt und doch mehren sich die Anzeichen dafür, dass der TSV 1860 bald einen neuen Trainer präsentieren wird. So sind im neuen Trainingsplan gleich drei geheime Einheiten vermerkt.
Wird Patrick Glöckner neuer Trainer?
Während die Profis heute trainingsfrei haben, findet die morgige Einheit öffentlich statt. Danach jedoch wird sich die Mannschaft jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf das bevorstehende Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II vorbereiten. Mit einem neuen Trainer?
Der zuletzt gehandelte Pavel Dotchev dürfte übrigens nicht neuer Übungsleiter des TSV 1860 werden. Man darf gespannt sein, wen die Löwen aus dem Hut zaubern, um dem Abstiegskampf zu entfliehen. Laut Reviersport soll Patrick Glöckner bei den Löwen das Zepter übernehmen.
Für das Kellerduell gegen den VfB Stuttgart II sind noch reichlich Tickets im freien Verkauf und im Zweitmarkt verfügbar. sechzger.de wird am Samstag natürlich wieder live aus dem Grünwalder Stadion berichten.
Über die Pleite der Profis am Samstag hüllen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens. Deutlich erfolgreicher traten andere Mannschaften des TSV 1860 am Wochenende auf. So besiegte beispielsweise die U19 der Löwen den Bayernligisten TSV 1882 Landsberg und auch die U17 feierte einen Heimsieg gegen den TSV Schott Mainz.
TSV 1860 U19 besiegt Bayernligist Landsberg
Im November hatte die U21 ihr Punktspiel in Landsberg verloren, die U19 setzte sich hingegen auf dem Kunstrasen an der Grünwalder Straße mit 3:2 durch. Gegen das von Ex-Löwe Alexander Schmidt trainierte Team erzielten Emre Erdogan, Luis Pereira de Azambuja und Din Avdic die Treffer für den TSV 1860.
Auch die U17 konnte ihr Testspiel auf dem Trainingsgelände erfolgreich gestalten. Sie besiegte den TSV Schott Mainz mit 4:1.
Außerdem reisten die U9 und die U11 Richtung Schwaben, um an jeweils zweitägigen Hallenturnieren in Lorch und Oberelchingen teilzunehmen. Sowohl der 2. U9 Bundesliga Cup als auch der U11 EUROCUP war mit großen Vereinsnamen aus dem In- und Ausland besetzt. Die U11 erreichte dabei die Zwischenrunde, die U9 erkämpfte sich Platz 4.
Argirios Giannikis steht beim TSV 1860 München kurz vor der Entlassung. Nach der Saarbrücken-Niederlage scheinen die Verantwortlichen die Reißleine zu ziehen. Alle Nachrichten vom Wochenende inklusive einem Blick auf die Konkurrenz in der 3.Liga gibt es nun zum Start in die neue Woche.
Klare Niederlage in Saarbrücken
Der Rückrundenauftakt des TSV 1860 München ging ordentlich in die Hose. Der 1.FC Saarbrücken zeigte den Löwen die Grenzen auf und setzte sich deutlich durch. Die 90 Minuten offenbarten, dass sich in der Winterpause nicht viel geändert hat. Der Spielbericht hält deutlich fest, dass mit solch einer Leistung der Abstieg in die Regionalliga droht.
Nach Abpfiff äußerte sich Argirios Giannikis auf der Pressekonferenz – womöglich war es seine letzte als Trainer des TSV 1860 München.
Giesinger Gedanken nach dem 0:4 im Ludwigspark
Die Löwenfans sind seit Samstagnachmittag fleißig am Diskutieren. Die Meinungen sind dabei immer übereinstimmender, dass auf der Trainer-Position gehandelt werden muss. In den Giesinger Gedanken kommt nicht nur die blamable Leistung der Mannschaft zur Sprache, sondern auch die Erinnerung an das Relegationshinspiel in Völklingen.
Polizeigewalt gegen Fan des TSV 1860 in Saarbrücken
Überschattet wurde die Partie am Samstag erneut von einem völlig übertriebenen Einsatz der Polizei. Wie in einem Video zu erkennen ist, wird ein Löwenfan von einem Hundeführer eine Treppe im Saarbrücker Hauptbahnhof hinuntergetreten. sechzger.de hat zudem einen Augenzeugenbericht veröffentlicht, der die Szene detailliert schildert.
Entlassung von Argirios Giannikis steht laut Medienberichten bevor
Zurück zum Sportlichen: die Niederlage in Saarbrücken war offenbar genug. Medienberichten zufolge steht die Entlassung von Trainer Argirios Giannikis kurz bevor. Die ersten Nachfolger werden bereits gehandelt. Dazu zählt Pavel Dotchev, der bis Dezember noch auf der Trainerbank von Erzgebirge Aue zu finden war. Ob die offizielle Bestätigung heute im Laufe des Tages erfolgt, ist bislang noch nicht klar.
TSV 1860 II startet erfolgreich in die Testspiele
Die U21 mit Trainer Felix Hirschnagl hat am Samstag das erste Testspiel in der Wintervorbereitung absolviert. Gegen den SV Aubing (Tabellenführer in der Bezirksliga ) siegten die Löwen mit 3:0 am Trainingsgelände. Die Tore erzielten Noah Klose, Evarist Samey sowie ein Aubinger in den eigenen Kasten. Die nächste Partie ist am kommenden Samstag gegen den FC Augsburg II.
Straßer verpasst Podium nach Patzer im zweiten Lauf
Auf der Piste konnte Skilöwe Linus Straßer an diesem Wochenende ebenfalls kein gutes Ergebnis einfahren. Nach dem ersten Lauf lag er noch aussichtsreich auf Rang 7. Im zweiten Durchgang unterlief ihm ein folgenschwerer Patzer – das Ausscheiden konnte er zwar noch verhindern, zu einer Platzierung in den Top 10 reichte es allerdings nicht mehr.
News aus der 3.Liga
Der 20.Spieltag
Energie Cottbus ist zurück an der Tabellenspitze, die Lausitzer gewannen am Samstag bei Arminia Bielefeld. Dynamo Dresden verlor hingegen am 20.Spieltag zuhause gegen Viktoria Köln. Der nächste Löwen-Gegner VfB Stuttgart II unterlag zuhause gegen Hansa Rostock mit 0:3. Im Tabellenkeller feierten Hannover 96 II und der VfL Osnabrück jeweils einen Sieg, Rot-Weiss Essen und Unterhaching starteten mit einer Niederlage in die Rückrunde.
Der TSV 1860 München bleibt auf Rang 14, der Abstand zur Abstiegszone beträgt allerdings nur noch vier Punkte.
Die 4:0-Klatsche des TSV 1860 München in Saarbrücken scheint Konsequenzen nach sich zu ziehen. Wie der Münchner Merkur berichtet, soll Löwentrainer Argirios Giannikis kurz vor der Entlassung stehen.
Giannikis-Entlassung am morgigen Montag?
Nach dem sang- und klanglosen 4:0 zum Rückrundenauftakt scheint das Vertrauen von Dr. Christian Werner in Argirios Giannikis zu schwinden. Giannikis leitete am heutigen Sonntag zwar noch das Auslaufen der Löwen-Profis an der Grünwalder Straße und sah sich das Spiel der U19 gegen Landsberg an. Doch nach Informationen des Münchner Merkur soll die Entlassung von Giannikis an morgigen trainingsfreien Montag erfolgen. Nach dem Debakel machte Giannikis in der Pressekonferenz einen ratlosen Eindruck und wollte die Mannschaft im Training mit “Basiselementen” für das kommende Spiel gegen den VfB Stuttgart II auf Drittliga-Niveau zurück bringen.
Spieler mit harscher Selbstkritik
Auch die Spieler selbst sahen ihr Auftreten im Saarland sehr kritisch. Leroy Kwadwo sagte: „Heute hat es an allen Ecken gefehlt“. Max Reinthaler blies in selbe Horn: „Alles hat gefehlt“. Torwart Marco Hiller hatte bereits direkt nach dem Spiel seinem Team “Alibi-Fußball” vorgeworfen.
Dotchev soll angeblich Nachfolger werden
Einen möglichen Nachfolger präsentiert der Merkur auch noch. Pavel Dorchev, der kurz vor der Winterpause vom FC Erzgebirge Aue entlassen wurde, soll das Amt von Giannikis übernehmen. Dotchev gehört zu den erfahrendsten Trainern der dritten Liga. Der Bulgare bringt es aktuell auf 366 Spiele an der Seitenlinie in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. Er coachte in der dritten Liga bisher Erzgebirge Aue (bereits zwei Mal), den MSV Disburg, Viktoria Köln, Hansa Rostock, Preußen Münster, den SV Sandhausen und den SC Paderborn. Aktuell steht Dotchev noch bis zum 30.06.2025 bei Aue unter Vertrag. Das dürfte eine Verpflichtuing nicht einfacher machen. Sind wir gespannt, ob 1860 Giannikis morgen freistellt und wer in diesem Falle sein Nachfolger wird. Die besorgniserregende Leistung im Ludwigspark und das anstehende Spiel gegen die sich ebenfalls im Tabellenkeller befindenden kleinen VfB-ler verlangen nach einer schnellen Lösung in der Trainerfrage.
Als wäre die 0:4-Niederlage des TSV 1860 in Saarbrücken nicht schon ärgerlich genug, muss man sich auch diesmal mit dem Thema Polizeigewalt auseinandersetzen. Am Saarbrücker Bahnhof wurde ein Löwenfan von einem Polizist die Treppe runtergetreten und kam zum Glück mit nur leichten Verletzungen davon.
Polizeigewalt gegen einen Fan des TSV 1860
Gott sei Dank wurde das unverhältnismäßige Vorgehen des Polizisten in einem Video festgehalten. Ein Augenzeuge, der sich in unmittelbarer Nähe des Opfers befand, berichtet:
Die Anfahrt bis Saarbrücken verlief völlig normal, bemerkenswert war aber, dass trotz der Zusammenkunft von drei Fangruppen – Sechzig, Ulm und die ersten Lauterer – und gemeinsamer Anreise ab Mannheim – alles völlig friedlich blieb. In Mannheim null Polizei am Bahnhof, trotzdem alles okay! Die Ulmer und Lauterer sind dann in Kaiserslautern ausgestiegen und so verblieben geschätzt etwa 200 Löwenfans im Zug, die dann pünktlich um 11.15 Uhr in Saarbrücken am Hauptbahnhof ankamen. Dieses Stück der Fahrt verlief auch ohne jegliche negativen Zwischenfälle.
Direkt nach dem Aussteigen war am Bahnsteig schon eine äußerst unangenehme, aggressive Stimmung seitens der eingesetzten Polizeikräfte zu spüren. Besonders drei Hundeführer, die am abgewendeten Geländer des einen Treppenabgangs postiert waren, fielen mir extrem negativ auf. Das war ein einziges Gebelle und die drei hatten offensichtlich große Probleme, ihre Hunde unter Kontrolle zu bringen. Ob es da sofort nach dem Aussteigen an der zweiten Türe des Zuges zu Provokation seitens Löwenfans kam, kann ich nicht sagen, aufgefallen ist mir aber nichts. Es gab aber z.B. keine Schubsereien oder lautes Gebrüll.
Aggressives Auftreten der Hundeführer
Die einzige Provokation seitens eines einzelnen, offensichtlich angetrunken Löwenfans waren drei bis vier laute “ACAB“-Rufe in Richtung der eingesetzten Polizeibeamten, auch gegenüber den Hundeführern. Absolut unnötig und dumm!
Zwei der drei eingesetzten Hundeführer zeigten sich danach extrem aggressiv und waren gefühlt auf Eskalation aus. Bei einem der beiden muss man wirklich sagen, dass ihm da der Gaul durchging und er die Kontrolle über sich selbst zeitweise verloren hat.
Sein Hund (mit Maulkorb) sprang Löwenfans bis auf Brusthöhe an und er musste die Leine mit beiden Händen halten, um den Hund nicht zu verlieren. Zudem schrie er Löwenfans aus wenigen Zentimetern laut und aggressiv ins Gesicht. Die Polizei wollte jetzt den Bahnsteig komplett räumen und drängte alle Fans recht ruppig zur Treppe. Unsere kleine Gruppe (4 Personen) befand sich jetzt ganz am Ende vor den ersten Polizeibeamten. Der Grund dafür: Ich hab noch ein Bahnhofsschild “Saarbrücken” fotografiert. Man konnte sich bis dahin als Löwenfan noch frei bewegen. Auf der Treppe dann die völlige Eskalation seitens des eingesetzten Hundeführers.
Tritt in den Rücken des Fans
Aus meiner Warte gab es keine weitere Provokationen der Löwenfans, einzig wurde immer wieder – auch von mir – aufgefordert, weniger aggresiv vorzugehen. Auf der Treppe wurde dann einem Löwenfan völlig unvermittelt von hinten durch den Hundeführer der Polizei brutal in den Rücken getreten. Der Löwenfan, der mit dem Rücken zu den Polizeibeamten stand, hatte aufgrund des überraschenden Tritts keine Möglichkeit, sich irgendwie zu schützen und flog völlig ungebremst und unvermittelt die restlichen 5-6 Stufen der Treppe mit voller Wucht zu Boden und blieb dort regungslos liegen.
Der Hund des Polizisten setzten dem am Boden liegenden Fan sogar noch nach, der Hundeführer hatte große Mühe, seinen Hund zurückzuhalten. Nach einem kurzen Schockmoment kamen ich und ein weiterer Fan dem am Boden Liegenden zu Hilfe. Wir versuchten ihm aufzuhelfen und zugleich, uns zwischen ihm und dem Polizeibeamten zu positionieren, um ihn zu schützen.
Ein Detail zeigt besonders die Einstellung des Hundeführers: Bei seiner Attacke verlor er seine Taschenlampe, die dann direkt neben dem am Boden liegenden Fan auf der Treppe lag. Der Hundeführer schrie uns sehr aggresiv an, dass dies seine Lampe sei und wir die liegen lassen sollen. Wir wollten uns aber nur um den Verletzten kümmern. Seine Taschenlampe war ihm wichtiger als der verletzte Fan.
Einbeziehung des Fanbeauftragten
Am Bahnhofsvorplatz machten wir mit Hilfe des Fanbeauftragten den Einsatzleiter auf das aggressive Verhalten des einen Hundeführers aufmerksam. Nach einigen Diskussionen kam der Vorwurf auf, es sei nach dem Hund getreten worden. Das geht aber weder aus meinen Wahrnehmungen noch aus dem Video hervor und klingt nach einer reinen Schutzbehauptung.
Da der Löwenfan natürlich aufgebracht war und den Hundeführer zur Rede stellen wollte, gab es sogar noch eine Personalienfeststellung gratis dazu.
Von Deeskalation keine Spur
Zum Allgemeinen: Ich fahre jetzt seit über 45 Jahren (zu Beginn als kleiner Bub an Vaters Hand) auch zu Auswärtsspielen und habe ganz, ganz selten so einen aggressiven Empfang durch die eingesetzten Polizeibeamten erlebt. Besonders kurios, da es eben auf der Anreise mit drei Fangruppierungen keine Probleme gegeben hatte. Bei den betroffenen Fans handelte es ausschließlich um “Normalos”, niemanden aus der aktiven Fanszene – um hier gleich einigen Gscheidhaferln den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Ich bin gestern 55 Jahre alt geworden und bin daher aus einer Generation, der Respekt vor der Polizei gelehrt wurde. Ich war nie ein Freund der ACAB-Schreier, ein Teil der eingesetzten Beamten gestern und auch z.B. in Essen tut aber alles, um meine Einstellung grundlegend zu überdenken.
Alle ankommenden Fans mit blauem Schal oder Mütze werden in Sippenhaft genommen und behandelt wie eine rauflustige Horde Gewaltverbrecher, von Deeskaltion seitens der eingesetzten Beamten keine Spur.
Linus Straßer vom TSV 1860 München konnte den Aufwärtstrend der letzten beiden Rennen in Madonna di Campiglio und Adelboden nicht fortsetzen. Beim klassischen Slalom im schweizerischen Wengen wurde er 13. Atle Lie McGrath (im Teitelbild rechts) konnte den Sieg feiern.
Straßer mit guter Ausgangsposition nach dem ersten Durchgang
Straßer gelang ein fehlerfreier erster Durchgang. Jedoch fehlte der letzte Punch, um noch weiter vorne zu landen. Letztendlich klasierte sich Straßer auf dem 7. Rang mit 0,94 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Atle Lie Mc Grath aus Norwegen. Das Stockerl lag aber absolut in Reichweite für den Skilöwen. Lediglich ,041 Sekunden trennten ihn von Tanguy Nef (CH), der nach dem erstenLauf auf Rang 3 lag. Neben Straßer konnte sich auch Anton Tremmel für den zweiten Durchgang qualifizieren (26., 1,78 Sekunden Rückstand).
Straßer mit schwerem Fehler im zweiten Durchgang
Für Tremmel reichte es am Ende zu Rang 28 und 3 Weltcup-Punkten. Straßer startete gut in den zweiten Lauf. Jedoch hob es ihn nach einem Geländeübergang kurz nach der ersten Zwischenzeit aus. Straßer konnte zwar den Ausfall vermeiden, aber das Rettungsmanöver kostet ihn viel Zeit, so dass er am Ende auf den 13. Rang mit 0,81 Sekunden Rückstand zurückfiel. Gegenüber der ARD äußerte sich Straßer wie folgt: “Es waren sehr gute Passagen dabei, vom Skifahren her passt es auch. Was fehlt, sind zwei komplette Läufe, die ich auf dem Niveau runterbringe.”
Erster Sieg für McGrath nach drei Jahren
Atle Lie McGrath konnte am Ende seine Halbzeitführung verteidigen und seinen ersten Sieg seit fast drei Jahren feiern. Für das norwegische Team gab es gar einen historischen Dreifach-Sieg zu bejubeln. Das Stockerl komplettierten Timon Haugen (+0,18 Sekunden) und Henrik Kristoffersen (+0,29 Sekunden).
Nächstes Rennen in Kitzbühel
Der Weltcup-Tross zieht weiter nach Kitzbühel, wo am nächsten Wochenende die Hahnenkamm-Rennen auf dem Programm stehen. Am Sonntag wird der Slalom am Ganslern-Hang stattfinden, wo Linus Straßer letztes Jahr siegen konnte.
In der Pressekonferenz nach der 0:4-Niederlage des TSV 1860 München in Saarbrücken äußerte sich Löwentrainer Argirios Giannikis zum Debakel. Die Gastgeber siegten durch Treffer von Vasiliadis, Civeja, Rahibic und Multhaup hochverdient gegen schwache Löwen.
Giannikis über Saarbrücken-Debakel: “Phasenweise zu mutlos gespielt”
Ein sichtlich konsternierter und ratlos wirkender Giannikis führte aus, dass seine Mannschaft trotz vieler Ballgewinne zu mutlos agiert habe und die frisch gewonnen Bälle immer wieder nach hinten gespielt hätte. So habe sich der 1860-Trainer den Auftritt in Saarbrücken nicht vorgestellt. Eigentlich wollten die Löwen auch “in dieser Personalkonstellation” wegen der zahlreichen Ausfäle und Sperren im Kader des TSV 1860 München dem 1. FC Saarbrücken “Parolie bieten“. Das klappte allerdings überhaupt nicht.
In der 65. Minute nicht mehr an den Sieg geglaubt
Auf Frage von sechzger.de, warum Giannikis in der 65. Minute nicht offensiver wechselte, antwortet der Übungsleiter, dass man “irgendwann anerkennen müsse, dass nicht mehr viel zu holen ist“. Der Löwentrainer hatte also zu diesem Zeitpunkt wie die über 1.500 mitgereisten Löwenfans nicht mehr an den Sieg geglaubt.
“Basiselemente mehr in den Fokus stellen”
Der Weg aus der Krise führt für Giannikis über Grundlagenarbeit. Vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den VfB Stuttgart II (Samstag, 14:00 Uhr sechzger.de Liveticker) möchte Giannikis im Training die “Basiselemente mehr in den Fokus stellen“. Der Zeitpunkt “Basiselemente” nach der Winterpause zu üben, überrascht doch ein wenig. Dafür sollte ja in der Wintervorbereitung genug Zeit gewesen sein.
Giannikis hinterlässt ratlosen Eindruck
Zudem wurde Giannikis gefragt, wie er der Mannschaft nach dem Saarbrücken-Debakel neues Leben einhauchen will. Eine wirkliche Antwort hatte er darauf nicht parat. Der 44-Jährige wich aus und verwies darauf, dass man das 4:0 schnellstmöglich aufarbeiten müsse, um die Fehler für das wichtige Spiel gegen den VfB Stuttgart II abzustellen. Vier Punkte trennen die beiden Kontrahenten derzeit voneinander. Die Zweitvertretung der Schwaben belegt derzeit den ersten Abstiegsrang.
0:4 hieß es am gestrigen Samstagnachmittag aus Sicht des TSV 1860 München im Ludwigsparkstadion. Über 1500 Löwenfans im Gästeblock sahen eine ungenügende Vorstellung ihrer Mannschaft. Das hatte man sich eigentlich ganz anders vorgestellt – oder etwa doch nicht? Von Erwartungen und einem Tagtraum im Saarland.
Klare Niederlage zum Auftakt 2025 gegen Saarbrücken
Eigentlich fing der erste Spieltag im Jahr 2025 ganz ordentlich an. Früh am Vormittag erreichte mich auf der Fahrt doch noch die Nachricht, dass meine Akkreditierung genehmigt wurde. Es ging also mal wieder auf die Pressetribüne. Für unseren Liveticker war das eine sehr gute Nachricht – dass es dann später so gar keinen Spaß machen würde, konnte man zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht ahnen. Oder etwa doch? Dazu kommen wir gleich.
Zunächst aber schwelgte ich auf der Anfahrt in positiven Erinnerungen. Genauer gesagt war ich gedanklich beim 24.Mai 2018. Ich machte mich damals zusammen mit vielen anderen auf den Weg nach Völklingen. Ein Ticket hatte ich keines – bis, ja bis zu diesem Rastplatz, den ich gestern wieder erspähte. Alle Erinnerungen kamen wieder hoch: das glückliche Gefühl, live mit im Block dabei sein zu können, das frühe Führungstor durch Sascha Mölders, das Bangen im Gästeblock, schlussendlich der ungläubige Jubel über den Sieg gegen den 1.FC Saarbrücken im Hinspiel der Relegation.
Kontrastprogramm zu den Erinnerungen an Völklingen
Gestern nun ging es nicht in das Hermann-Neuberger-Stadion, sondern in den Ludwigspark. Die Statistik der Duelle in der 3.Liga sprach überhaupt nicht für die Löwen, ein Blick auf die Tabelle zur Winterpause verriet Ähnliches. Die Erwartungen also waren schon fest mit einer Niederlage verknüpft. So ist das als Fan des TSV 1860 München: man geht mal lieber vom Schlimmsten aus, damit man nicht zu sehr enttäuscht werden kann. Beim gestrigen Kick allerdings schaffte es das Team, diese Erwartungen noch zu übertreffen – natürlich in negativer Hinsicht. Offensiv brutal harmlos, hinten mit fiesen Stellungsfehlern und generell ideen- und oft auch ratlos. Kein Wunder eigentlich, dass Argirios Giannikis nach dem frühen 3:0 die Partie bereits aufgegeben hatte. Man war es also doch: enttäuscht. Weg waren sie, die schönen Völklingen-Erinnerungen.
Dafür offenbarten sich weitere Emotionen schon während des Spiels. Die Kurve supportete mit dem Rücken zum Spielfeld, in den Kommentarbereichen las man Wut, Trauer und Hoffnungslosigkeit. Vor allem vorhanden ist Angst und die ist nicht unbegründet, wenn man sich die Tabelle vor Augen führt. Osnabrück und Hannover II gewannen ihre Partien, Rot-Weiss Essen ist heute noch im Einsatz. Vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart II, die auf dem ersten Abstiegsrang liegen, trennen die beiden Teams gerade einmal vier Zähler. Es kann schnell gehen und die Löwen würden sich ganz tief unten im Abstiegskampf wiederfinden.
Erwartungen sind noch immer zu positiv für den TSV 1860
Mit den derzeitigen Ausfällen scheint die Mannschaft nicht konkurrenzfähig zu sein in der 3.Liga. Eigentlich müsste der Kader andere Leistungen liefern können – wenn da nur dieser Konjunktiv nicht wäre. Gestern sah ich von oben auf der Pressetribüne nichts, was mir Hoffnung für die nächsten Wochen machen würde. Leidenschaftlich und mitreißend ist das Spiel der Löwen schon lange nicht mehr. Doch gerade diese Eigenschaften bräuchte es, um zusammen mit den Fans im Rücken den berühmten Bock umzustoßen. Großartig Lust auf das Heimspiel gegen die Zweitvertretung des VfB hatte vermutlich eh schon niemand so wirklich angesichtes der Tatsache, dass der TSV 1860 zuhause einfach nicht punkten kann. Nach dem Auftritt in Saarbrücken dürfte sich die Vorfreude auf den kommenden Samstag noch mehr in Grenzen halten.
Das ist dann das eigentlich Traurige: man schraubt seine Erwartungen ohnehin schon weit nach unten, um zumindest mit einem Unentschieden überrascht zu werden. Aber es folgt Enttäuschung auf Enttäuschung – es bahnt sich eine Saison an, die in jeder Hinsicht zum Vergessen ist…