“Lerne schnell – oder du wirst ganz schnell gefressen.” So fasst Geschäftsführer Dr. Christian Werner seine Aufgabe beim TSV 1860 zusammen. Dennoch sei er jeden Tag dankbar, da ihm die Verantwortung sehr viel Spaß mache und ihn mit Stolz und Zufriedenheit erfülle.
Dr. Christian Werner im Interview
Nein, ein Zuckerschlecken ist der Job bei den Löwen mit Sicherheit nicht. Die wirtschaftlichen Zwänge lassen nicht sonderlich viel Spielraum und auch die Erwartungshaltung sowie Medienlandschaft machen es den Verantwortlichen bei Münchens großer Liebe nicht immer einfach. Dr. Christian Werner stellt im Interview mit der tz jedoch klar:
“Es ist eine Aufgabe, die mir sehr viel Spaß macht, die sehr viel Verantwortung beinhaltet. Am Ende des Tages bin ich stolz und zufrieden, dass man mir die Aufgabe übertragen hat. (…) Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Ich habe im letzten Jahr sehr viel gelernt, die eine oder andere negative Erfahrung gemacht, aber vor allem ganz viele tolle Erfahrungen.”
Nicht zuletzt deshalb habe er im Herbst die Anfrage eines Bundesligisten abgelehnt, so Werner.
“Als Mannschaft eine Entwicklung vollzogen”
Obwohl die Löwen zur Winterpause nur auf Platz 14 rangieren, sieht er das Team um Trainer Argirios Giannikis auf einem guten Weg, aber auch deutlich Luft nach oben.
“Wenn man es am Tabellenplatz misst, sieht es jetzt nicht sehr spektakulär aus. Ich denke dennoch, dass wir als Mannschaft eine Entwicklung vollzogen haben. In Nachbetrachtung der Hinrunde haben wir die wichtigsten Werte analysiert, und da sind wir in fast allen Punkten besser geworden, sehen aber auch, dass die Entwicklung zu langsam verläuft. (…) Mit den Ergebnissen der Hinrunde sind wir auch alles andere als glücklich. Deshalb sind wir hart in die Analyse gegangen und wissen genau, in welchen Bereichen wir Nachholbedarf haben und wo Verbesserungspotenziale liegen.”
Ob und inwiefern man personell nachlegen könne, entscheide sich in den kommenden Tagen, ließ Dr. Werner wissen. Man stehe diesbezüglich mit beiden Gesellschaftern im Austausch. Die als potentielle Neuzugänge gehandelten Dominik Martinovic und Dennis Dressel bezeichnete der Geschäftsführer als “hervorragende Spieler, die sowohl fußballerisch als auch menschlich Top-Qualitäten haben.”
Vertragsverlängerung mit Guttau möglich?
Doch auch beim bestehenden Personal besteht Handlungsbedarf, laufen doch ein knappes Dutzend Verträge zum Saisonende aus. So könnten beispielsweise Talente wie Raphael Ott und Sean Dulic, aber auch gestandene Profis wie Julian Guttau ablösefrei wechseln.
“Wir werden alles dafür tun, was in unserer Macht steht, um Julian Guttau zu halten. Grundsätzlich habe ich aber vollstes Verständnis, wenn ein Spieler den Schritt nach oben machen möchte. (…) Wir sind in guten Gesprächen und werden in den nächsten Wochen die ersten Ergebnisse vermelden, gerade in Bezug auf unsere jungen Spieler. (…) Wenn die Talente gut sind, dann ist die 3. Liga nur eine Durchgangstation. Zum einen liegt das an den finanziellen Mitteln, zum anderen am nachvollziehbaren Ziel junger Spieler, sportlich so hoch wie möglich zu spielen.”
Man darf also gespannt sein, wie der Kader der Löwen sich in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird. Auch auf die Frage, warum 2025 ein besseres Löwenjahr werden wird, hat Dr. Christian Werner eine Antwort parat:
“Ganz einfach: Weil wir viele gute Ideen haben – und viele Überraschungen parat. Wir sind in der Planung so, dass wir deutlich über den Tellerrand hinausblicken. Ich glaube, dass es ein wirklich spannendes Löwenjahr wird.”




Besonders aufgrund der Tragweite der Entscheidung und der damit verbundenen Aufmerksamkeit war es etwas Besonderes zur ordnungsgemäßen Durchführung der Wahlen beizutragen. Man wurde zu einem kleinen Teil in der Geschichte, die man zuvor nur passiv in den Medien verfolgt hatte.
Spieler des Jahres ist er für mich aufgrund seines Aufstiegs innerhalb dieses Jahres. Am Anfang unter Trainer Jacobacci noch auf dem Abstellgleis kämpfte Fynn sich in die Startelf zurück, avancierte zum Leistungsträger und wurde schließlich mit einem Wechsel in die 2. Bundesliga belohnt. Auch in Darmstadt kommt der Stürmer auf Einsatzzeit, anscheinend habe nicht nur ich das Potential gesehen ;).










