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Dr. Christian Werner im Interview: “Lerne schnell – oder du wirst ganz schnell gefressen”

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Dr. Christian Werner "Löwenfußball mit Wiedererkennungswert"
Dr. Werner "Löwenfußball mit Wiedererkennungswert"

“Lerne schnell – oder du wirst ganz schnell gefressen.” So fasst Geschäftsführer Dr. Christian Werner seine Aufgabe beim TSV 1860 zusammen. Dennoch sei er jeden Tag dankbar, da ihm die Verantwortung sehr viel Spaß mache und ihn mit Stolz und Zufriedenheit erfülle.

Dr. Christian Werner im Interview

Nein, ein Zuckerschlecken ist der Job bei den Löwen mit Sicherheit nicht. Die wirtschaftlichen Zwänge lassen nicht sonderlich viel Spielraum und auch die Erwartungshaltung sowie Medienlandschaft machen es den Verantwortlichen bei Münchens großer Liebe nicht immer einfach. Dr. Christian Werner stellt im Interview mit der tz jedoch klar:

“Es ist eine Aufgabe, die mir sehr viel Spaß macht, die sehr viel Verantwortung beinhaltet. Am Ende des Tages bin ich stolz und zufrieden, dass man mir die Aufgabe übertragen hat. (…) Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe. Ich habe im letzten Jahr sehr viel gelernt, die eine oder andere negative Erfahrung gemacht, aber vor allem ganz viele tolle Erfahrungen.”

Nicht zuletzt deshalb habe er im Herbst die Anfrage eines Bundesligisten abgelehnt, so Werner.

“Als Mannschaft eine Entwicklung vollzogen”

Obwohl die Löwen zur Winterpause nur auf Platz 14 rangieren, sieht er das Team um Trainer Argirios Giannikis auf einem guten Weg, aber auch deutlich Luft nach oben.

“Wenn man es am Tabellenplatz misst, sieht es jetzt nicht sehr spektakulär aus. Ich denke dennoch, dass wir als Mannschaft eine Entwicklung vollzogen haben. In Nachbetrachtung der Hinrunde haben wir die wichtigsten Werte analysiert, und da sind wir in fast allen Punkten besser geworden, sehen aber auch, dass die Entwicklung zu langsam verläuft. (…) Mit den Ergebnissen der Hinrunde sind wir auch alles andere als glücklich. Deshalb sind wir hart in die Analyse gegangen und wissen genau, in welchen Bereichen wir Nachholbedarf haben und wo Verbesserungspotenziale liegen.”

Ob und inwiefern man personell nachlegen könne, entscheide sich in den kommenden Tagen, ließ Dr. Werner wissen. Man stehe diesbezüglich mit beiden Gesellschaftern im Austausch. Die als potentielle Neuzugänge gehandelten Dominik Martinovic und Dennis Dressel bezeichnete der Geschäftsführer als “hervorragende Spieler, die sowohl fußballerisch als auch menschlich Top-Qualitäten haben.”

Vertragsverlängerung mit Guttau möglich?

Doch auch beim bestehenden Personal besteht Handlungsbedarf, laufen doch ein knappes Dutzend Verträge zum Saisonende aus. So könnten beispielsweise Talente wie Raphael Ott und Sean Dulic, aber auch gestandene Profis wie Julian Guttau ablösefrei wechseln.

“Wir werden alles dafür tun, was in unserer Macht steht, um Julian Guttau zu halten. Grundsätzlich habe ich aber vollstes Verständnis, wenn ein Spieler den Schritt nach oben machen möchte. (…)  Wir sind in guten Gesprächen und werden in den nächsten Wochen die ersten Ergebnisse vermelden, gerade in Bezug auf unsere jungen Spieler. (…) Wenn die Talente gut sind, dann ist die 3. Liga nur eine Durchgangstation. Zum einen liegt das an den finanziellen Mitteln, zum anderen am nachvollziehbaren Ziel junger Spieler, sportlich so hoch wie möglich zu spielen.”

Man darf also gespannt sein, wie der Kader der Löwen sich in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln wird. Auch auf die Frage, warum 2025 ein besseres Löwenjahr werden wird, hat Dr. Christian Werner eine Antwort parat:

“Ganz einfach: Weil wir viele gute Ideen haben – und viele Überraschungen parat. Wir sind in der Planung so, dass wir deutlich über den Tellerrand hinausblicken. Ich glaube, dass es ein wirklich spannendes Löwenjahr wird.”

Freitag: Löwinnen U17 beim Meteora-Cup in Gröbenzell

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TSV 1860 U17 Löwinnen
Die U17 Löwinnen zusammen mit ihren griechischen Gegnerinnen

Am Freitag rollt der Ball wieder für die B-Juniorinnen des TSV 1860 München. Beim Meteora-Cup in Gröbenzell trifft die U17 der Löwinnen in der Vorrunde auf den TSV Gilching/Argelsried, den FFC Wacker München und den SV Frauenbiburg.

Löwinnen U17 beim Meteora-Cup in Gröbenzell

Die Junglöwinnen starten am Freitag in Gruppe B des Gröbenzeller Hallenturnieres und duellieren sich um 17.55 Uhr zunächst mit dem TSV Gilching/Argelsried. Um 18.57 Uhr heißt der Gegner FFC Wacker München und zum Abschluss der Gruppenphase trifft der TSV 1860 um 19.35 Uhr auf den SV Frauenbiburg.

Anschließend folgen die beiden Halbfinalpartien sowie die Platzierungsspiele um die Ränge 7, 5 und 3. Das große Finale beim Meteora-Cup steigt um 21.10 Uhr – hoffentlich mit Beteiligung der Löwinnen!

Ausrichtungsort ist die Zweifach Ballsporthalle in der Wildmoosstraße 32 in 82194 Gröbenzell.

Jahresrückblick 2024 von Peter Gratz – Kopf voran in den Löwenkosmos

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Löwenblock in der Audi-Stadt

Seit jeher blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de am Jahresende – in meist ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Peter Gratz mit seinen Einschätzungen zu 2024 an der Reihe.

Jahresrückblick 2024 von Peter Gratz

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

Obwohl dieses Löwenjahr wahrscheinlich eines der weniger schönen war, ist es das für mich mit Abstand intensivste gewesen seit ich es mit dem TSV 1860 halte. Ich habe mich quasi mit dem Kopf voran in den Löwenkosmos gestürzt, auch deshalb ist es mit einigen besonderen Momenten verbunden.

Da ich mir mit dem Einschränken schwer tue, habe ich Highlights in den Kategorien “privat”, “Verein” und “Sport” gesucht:

Privat steht meine Aufnahme in die sechzger.de-Redaktion ganz oben. Nachdem ich schon geraume Zeit die Arbeit als Leser verfolgt habe und ein paar Redaktionsmitglieder kennengelernt hatte, erwachte der Wunsch selbst Teil des Projekts zu werden. Ein paar Bier und der richtige Moment bei einem Spiel der Traditionsmannschaft brachten den Stein ins Rollen und innerhalb eines Monats war ich live dabei. Ein knappes halbes Jahr später habe ich meinen Platz schon halbwegs gefunden und freue mich sehr, Teil dieses tollen Teams sein zu dürfen.

Was den Verein und das “Drumherum” angeht, steht die MV im Zenith klar an erster Stelle. In den Wochen davor habe ich jegliche Information zur Wahl wie ein Schwamm aufgesogen, die Vereinspolitik spielte eine große, wahrscheinlich zu große, Rolle in meinem Leben. Deshalb hatte ich mich auch entschlossen als Wahlhelfer bei der Durchführung der Veranstaltung zu helfen. Mitgliederversammlung MV 2024Besonders aufgrund der Tragweite der Entscheidung und der damit verbundenen Aufmerksamkeit war es etwas Besonderes zur ordnungsgemäßen Durchführung der Wahlen beizutragen. Man wurde zu einem kleinen Teil in der Geschichte, die man zuvor nur passiv in den Medien verfolgt hatte.

Sportlich möchte ich den Jahresanfang unter dem damaligen Neutrainer Giannikis hervorheben. Angefangen mit dem Fanmarsch durch Giesing und dem anschließenden Heimsieg gegen Duisburg, sowie besonders auch die Fahrt nach Lübeck unter der Woche. Trotz Kälte, beschissener Ansetzung und Bahnstreik mit ein paar hundert Verrückten an die Ostsee zu fahren fühlte sich schon super an.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Es gibt einige Partien die in meiner Erinnerung noch sehr präsent sind. Aktuell ist es aber unser letzter Auswärtsauftritt in Sandhausen. Angefangen mit der amüsanten Anreise im LfgR-Fanbus samt spontaner Verstärkung aus Kirgistan, über die ekstatische Stimmung auf den Rängen (meine Schuhe sind noch immer nicht wieder sauber), die couragierte Leistung der Mannschaft und den Ausklang im Bamboleo danach, ein besonders gelungener Ausflug.

SV Sandhausen TSV 1860 20241102 (46)

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Die naheliegenden Kandidaten wurden wahrscheinlich schon alle genannt, für mich ist es eigentlich auch Marco Hiller. Deshalb möchte ich an dieser Stelle mit Fynn Lakenmacher meinen persönlichen Favoriten der letzten Saison hervorheben. In der aktuellen Situation merkt man (endlich) was die Löwen an ihrem bulligen, aber sehr agilen 9er hatten. Eine Doppelspitze mit Hobsch und Lakenmacher hätte ich wahnsinnig gerne gesehen. Lakenmacher und Verlaat in der PressezoneSpieler des Jahres ist er für mich aufgrund seines Aufstiegs innerhalb dieses Jahres. Am Anfang unter Trainer Jacobacci noch auf dem Abstellgleis kämpfte Fynn sich in die Startelf zurück, avancierte zum Leistungsträger und wurde schließlich mit einem Wechsel in die 2. Bundesliga belohnt. Auch in Darmstadt kommt der Stürmer auf Einsatzzeit, anscheinend habe nicht nur ich das Potential gesehen ;).

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Die Erinnerungen an die Treffer der letzten Rückrunde sind schon etwas verschwommen und ich bin nicht so ein großer Fan dieser 60m-Tore. Deshalb ist mein Lieblingstor das 1:0 von Maxi Wolfram gegen Ingolstadt.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Sportlich ganz klar das erneut frühe Aus im Toto-Pokal. Diese Ignoranz gegenüber einem, besonders für einen finanziell klammen Verein, wichtigen Wettbewerb geht mir gehörig gegen den Strich. Sich dann noch von den Bobfahrern daheim Abfertigen zu lassen macht das Ganze nicht besser.

Vereinstechnisch waren es die öffentlichen Scharmützel des e.V. im Zuge des neuen Darlehensvertrags inklusive der “Causa Hiltmaier”. Auch der “Wahlkampf” des Bündnisses zusammen mit Hasan Ismaik war mehr als ungebührlich und hat die Gräben im Verein noch weiter vertieft. Aus diesen ganzen Kämpfen, gepaart mit sportlich schwierigen Zeiten, entstand und entwickelt sich ein besonders aggressives Klima in der Fanlandschaft.

Bei mir hat sich besonders die zynische Herangehensweise so mancher Personen im Löwenumfeld ins Gedächtnis eingebrannt, bei der ich jedes Mal durch die Decke gehen könnte. Ich bin nicht fürs Schönreden, aber der Zynismus mit dem zeitweise schon der eigene Misserfolg gewünscht wird und alles und jeder negativst möglich beleuchtet wird, überspannt den Bogen für mich dann doch sehr oft.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Alles und nichts könnte man sagen. Ich hatte viele tolle Zeiten mit den Löwen und möchte diese auch weiterhin auf die gleiche Art und Weise habe. Natürlich wünsche auch ich mir mehr Eintracht, Optimismus und #Zusammen bei 1860, man darf auch mal träumen.

Alles Seiten müssen sich nun aber endlich auf die Realität fokussieren und nicht permanent in der erfolgreichen Vergangenheit schwelgen oder den TSV zum globalen Giganten erklären. Auch was das Stadion angeht, muss die Realität endlich von allen akzeptiert werden. Diese heißt Grünwalder Stadion und wird es auch auf lange Zeit hin bleiben. Die ständig gleichen Hirngespinste von der “grünen Wiese”, welche von verschiedener Seite immer wieder aufgewärmt werden, müssen zu den Akten gelegt werden.

Zuletzt wünsche ich mir, dass die Löwenfans wieder eine Art “Wagenburg-Mentalität” entwickeln, die aktuell herausfordernden Zeiten gemeinsam bestreiten und dem Verein besonders in sportlich schlechten Zeiten die Stange halten. Pausen darf man sich dann gönnen, wenn es wieder besser läuft ;)!

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Ich bleibe optimistisch und sehe uns im oberen Mittelfeld. Mindestens Platz 9 und mit viel Glück maximal Platz 3…

Bisher erschienen folgende Jahresrückblicke 2024 der sechzger.de-Redaktion:
Stefan Kranzberg
Jan Schrader
Christian Jung
Thomas Spiesl
Thomas Enn
Florian Buch

Jahresrückblick 2024 von Florian Buch – Ja mei, Löwen!

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Seit jeher blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de am Jahresende – in meist ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Florian Buch mit seinen Einschätzungen zu 2024 an der Reihe.

Jahresrückblick 2024 von Florian Buch

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

Normalerweise ist die Antwort auf diese Frage immer das Trainingslager,
aber dieses Jahr fiel es im Winter leider aus und – mal ehrlich – Windischgarsten
ist auch keine Option mehr gewesen.
Viele Highlights gab es ja auch in diesem Jahr nicht, aber ich denke, Lübeck auswärts
sticht schon sehr heraus. Weite Auswärtsfahrt, Januar unter der Woche.
Fick di… – äh ich meinte natürlich: Danke DFB!
War trotzdem eine geile Fahrt – leider ohne Sieg.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das 0:18 in Kasendorf, welches mein höchster Sieg mit den Löwen war.
Und ich nenne die 1:2-Heimniederlage gegen Dortmund – aufgrund äußerer Umstände, die aber nichts mit den Löwen zu tun hatten.

Auch der Autor dieses Beitrags half in Kasendorf an der Anzeigetafel mit

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Unser neuer Youngster Luki Reich. Der Mann ist nicht zu Unrecht Jugendnationalspieler.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Überraschenderweise ist das die mit Abstand schwierigste Frage dieses Jahr.
Wir durften einige Schmankerl bestaunen. Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir das wichtige 0:1 von Thore Jacobsen in Bielefeld welches zum Sieg führte.
Nicht unerwähnt dürfen dabei aber Tunay Deniz mit einem ähnlichen Banger und Raphael Ott mit seinem Fallrückzieher bleiben.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Die Frage ist eher: Was hat mich dieses Jahr nicht enttäuscht oder wütend gemacht?
Wahrscheinlich Hasans Wahlkampfauftritt. Das ist immer noch surreal im Nachhinein.

Hasan Ismaik macht am Rande der MV 2024 Erinnerungsfotos Bild: Anne Wild

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Dass eine Einigung mit der Stadt erzielt wird, die den alternativlosen Spielort Giesing
bestätigt.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3. Liga?

Auf dem 2. Platz. Dank überragender Rückrunde unter dem neuem Trainer Tomas Oral … Ironie Off!

Bisher erschienen folgende Jahresrückblicke 2024 der sechzger.de-Redaktion:
Stefan Kranzberg
Jan Schrader
Christian Jung
Thomas Spiesl
Thomas Enn

Heute vor 57 Jahren: TSV 1860 schlägt Helios/Wacker an Neujahr mit 6:1

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Historie TSV 1860 München Giesing vor 111 jahren

Wie grausam kann ein Trainer sein? Ein Testspiel am 1. Januar gehört wohl schon zu den härteren Strafen, die ein Übungsleiter seiner Mannschaft auferlegen kann. Albert Sing war diesbezüglich wenig zimperlich und ließ seine Mannschaft an Neujahr 1968 auf dem Trainingsgelände des TSV 1860 antanzen, um sich dort mit einem kombinierten Team von Wacker München und Helios München zu messen.

TSV 1860 feiert Neujahr an der Grünwalder Straße 114

Die Freude der Spieler über die Spielansetzung dürfte sich arg in Grenzen gehalten haben, denn schon damals war Silvester meist mit ausgelassenen Feiern verbunden. Wie die Skispringer das Jahr für Jahr schaffen, zum Neujahrsspringen in Garmisch fit zu sein, ist mir ein Rätsel. Aber das ist eine andere Geschichte…

Heute vor 57 Jahren jedenfalls gaben sich die Löwen keine Blöße und schlugen mit zahlreichen Spielern, die 1966 deutscher Meister geworden waren, die aus Akteuren von Wacker und Helios zusammengewürfelte Mannschaft mit 6:1. Stolze 3.000 Zuschauer fanden den Weg ans Trainingsgelände und sahen zum Jahresauftakt einen Sieg des TSV 1860. Die Saison 1967/68 schloss Sechzig übrigens auf Rang 12 der Bundesliga ab. Die Schale holte sich der 1. FC Nürnberg, dem in der Folgesaison das zweifelhafte Kunststück gelang, als amtierender Meister abzusteigen.

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Albert Sing schickte folgende Spieler auf den Rasen:

Radenkovic – Wagner (46. Peter), Steiner (46. Kroth) – Patzke, Reich, Perusic – Heiß, Küppers (46. Brunnenmeier), Kohlars (46. Bründl), Schmidt (46. Grosser), Zeiser (46. Rebele)

Tore:
1:0 Kohlars (4.), 2:0 Küppers (34.), 3:0 Kohlars (35.), 3:1 Kalleder (37.), 4:1 Bründl (63.), 5:1 Schmidt* (73.), 6:1 Brunnenmeier (83.)

* Der bereits ausgewechselte Schmidt wurde später für den verletzten Rebele wieder aufs Spielfeld geschickt.

sechzger.de wünscht ein frohes neues Jahr 2025!

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Frohes Neues Jahr 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen, dankbar zu sein und voller Zuversicht in die Zukunft zu blicken.

Dieses Jahr war bezüglich unseres Herzensvereins geprägt von Herausforderungen, Rückschlägen, Enttäuschungen, aber auch kleinen und großen Erfolgen sowie wertvollen Erfahrungen. Auch als sechzger.de haben wir Höhen und Tiefen erlebt, Projekte erfolgreich abgeschlossen und neue Ideen verwirklicht. In den vergangenen zwölf Monaten waren es einmal mehr harte Arbeit, ehrenamtliches Engagement und Teamgeist, die uns  vorangebracht haben. Natürlich habt auch Ihr ganz besonders zum Gelingen dieses Jahres beigetragen – und dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

Wir wünschen Euch und Euren Familien einen guten Start in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2025.

Auf ein neues Jahr voller gemeinsamer Momente, geiler Erlebnisse mit unseren Löwen und einen erfolgreichen TSV 1860 München!

sechzger.de Talk 191: Chronologischer Jahresrückblick 2024

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Sechzger.de Talk Folge 191 Chronologischer Jahresrückblick 2024 Zum TSV 1860 München

Am Tag vor Silvester beschäftigten sich die Mitglieder der sechzger.de-Redaktion im sechzger.de Talk 191 nochmal mit dem heute zu Ende gehenden Jahr 2024. Sie taten das in chronologischer Reihenfolge – Monat für Monat. Obwohl 2024 den Löwenfans wahrlich wenig erbauliche Momente bescheren konnte, hat Moderator Christian Mitstreiter gefunden, die zusammen mit ihm noch einmal zurückblicken. Mit Peter, FloBu, Thomas Spiesl und Thomas Enn sind in der letzten Sendung des Jahres vier Redakteure zu hören, die dankenswerterweise das ganze Jahr über sehr häufig am Talk teilgenommen haben.

Besondere Raterunde im sechzger.de Talk 191

Der Mann für die inzwischen ja schon fest etablierte und beliebte Raterunde in unserem Podcast, Thomas Spiesl hat sich für diesen besonderen sechzger.de-Talk 191 die Mühe gemacht, satte zwölf Fragen zu entwickeln – zu jedem Monat des Jahres eine. Mitraten ist ausdrücklich erwünscht.

Rückrunde 2023/24

Da in dieser Sendung streng chronologisch vorgegangen wird, geht das Ganze durchaus vielversprechend los. Neuer Trainer – neues Glück! Die Löwen starten aus der Winterpause mit acht ungeschlagenen Spielen im Januar und Februar. Darunter unglaubliche drei Heimsiege in Serie und eine – auch aufgrund des Aufenthaltsorts einiger Redaktionsmitglieder im Stadion – legendäre Auswärtsfahrt nach Verl sind zu besprechen. Das macht Spaß!

Katastrophen-März und Klassenerhalt

Doch Sechzig wäre nicht Sechzig wenn auf die Wochen der Glückseligkeit nicht der totale Absturz folgen würde. Vier Pleiten im März und ein – gerade mal eben – sportlich ausgeglichener April befördern 1860 wieder in Abstiegsgefahr, die erst am vorletzten Spieltag mit einem Sieg in Essen abgewendet wird.

Mitgliederversammlung und verkorkster Saisonstart

Der Juni 2024 ist von Vereinspolitik geprägt. Die Stimmung spitzt sich im Hinblick auf die Mitgliederversammlung mit Verwaltungsratswahl am 16. Juni zu. Das Ergebnis der Wahl im Zenith ist eine klare Bestätigung des Kurses im e.V. Als dann im August endlich wieder das runde Leder im Vordergrund steht, klappt erstmal gar nichts mehr. Mit drei Pleiten starten die Löwen in die Drittligasaison. Und das obwohl nach dem erneut riesigen Umbruch im Kader frühzeitig eingetroffene Neuzugänge eine ideale Vorbereitung ermöglichen sollten.

Eklatante Heimschwäche, aber auswärts Traumtore

Nur aufgrund zahlreicher Auswärtserfolge in der Hinrunde belegt Sechzig zur Winterpause keinen Abstiegsplatz. Die Bilanz auf Giesings Höhen ist katastrophal – hinzu kommt ein bitteres Aus im Totopokal gegen Haching. Auch auf diese tristen Momente blickt die Runde im sechzger.de Talk 191 zurück. Ab dem morgigen Neujahrstag schauen wir dann nur noch nach vorn!

Guten Rutsch allen Zuhörern!

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen, die unseren sechzger.de Talk verfolgen, für die Treue im zu Ende gehenden Jahr bedanken und einen Guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2025 wünschen!

Der sechzger.de Talk 191 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Jahresrückblick 2024 von Thomas Enn

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Stadion Hohe Warte First Vienna FC Testspiel TSV 1860 München

Seit jeher blicken die Redaktionsmitglieder von sechzger.de am Jahresende – in meist ganz persönlicher Weise – auf das zu Ende gehende Löwenjahr zurück. Heute ist Thomas Enn mit seinen Einschätzungen zu 2024 an der Reihe.

Jahresrückblick 2024 von Thomas Enn

Was war dein Highlight des Jahres 2024 rund um den TSV 1860 München?

In einem an Highlights wirklich armen Jahr fällt mir die Auswahl dieses Mal nicht wirklich schwer: Das schönste Erlebnis mit den Löwen in 2024 war eindeutig das Vorbereitungsspiel bei Vienna Wien. Es war das erste internationale Spiel von 1860 für meinen Sohn und fand in einem absolut einzigartigen Stadion statt. Außerdem wurden wir sehr freundlich von den Vienna-Fans empfangen, mit denen nach dem Spiel eine feucht-fröhliche Party gefeiert wurde. Fußball wie er sein sollte – neben dem Platz. Auf dem Platz konnte man sich bereits auf die teilweise schwer zu verdauenden Auftritte der Löwen gewöhnen.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das Aus im Toto-Pokal gegen Unterhaching. Ich verstehe einfach nicht, wie man diesen Wettbewerb Jahr für Jahr vergeigen kann. Ich möchte fast schon sagen “mit Vorsatz”. Versteht an der Grünwalder Straße niemand, dass man sich über den Sieg im Toto-Pokal für den DFB-Pokal qualifizieren kann und relativ einfach an dringend benötigte “finanzielle Sondereffekte” gelangen kann? Außerdem wäre es für uns Fans mal wieder eine schöne Belohnung, ein DFB-Pokal-Spiel auf Giesings Höhen erleben zu dürfen.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

So wirklich hervorgetan hat sich ja mal wieder niemand… Ich würde hier mal wieder “den guten, alten” Marco Hiller nennen. Wie er seine erneute Degradierung hingenommen hat und dann da war, als es auf ihn ankam, hat mir sehr imponiert. Meines Erachtens erkennt man auch, dass Marco mit seiner unaufgeregten Art der Abwehr Stabilität gibt. Schade, dass er im Toto-Pokal gegen Haching nicht im Tor stand… Ich hoffe sehr, dass er seinen Vertrag bei uns verlängert. Außerdem hat mir noch Fynn Lakenmacher imponiert, der nach dem wenig professionellen Umgang mit ihm bis zum Schluss für 1860 Gas gegeben hat und in Essen das wichtige Tor zum definitiven Klassenerhalt geschossen hat.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Es gab einige schöne des TSV 1860 zu bejubeln. Im Jahresrückblick kommt mir natürlich zuerst das 1:0 von Tore Jacobsen in Bielefeld in den Sinne, das ja sogar Tor des Monats September wurde. Sehr schön war auch der Weitschuss von Tunay Deniz beim Auswärtssieg in Dortmund und der Fallrückzieher von Raphael Ott gegen Viktoria Köln. Mein Favorit ist aber das Tor von Tunay Deniz zum 2:0 gegen den SV Waldhof.

 

Da hat man mal richtig schön gesehen, wie gut unsere Offensive kombinieren kann.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Ziemlich viel!

Das ganze Ballyhoo rund um die Mitgliederversammlung im Sommer ist mir wirklich auf die Nerven gegangen. Auch, dass das “versprochene Gräbenzuschütten mit dem Tieflader” bisher komplett ausgeblieben ist. Auch die mal wieder in voller Öffentlichkeit ausgetrategenen Streitereien zwischen Präsidium und Verwaltungsrat im Nachgang der Causa Hiltmair finde ich wirklich ärgerlich. Ich würde mir sehr wünschen, dass man hier mal professionell agiert und sowas hinter den Kulissen klärt. Außerdem spielt die Mannschaft seit Anfang März bis auf sehr wenige Ausnahmen einfach keinen schön anzusehenden Fußball und die Heimbilanz der Hinrunde ist schlicht und einfach eine indiskutable Katastrophe.

Sehr bedauerlich finde ich bis heute, dass im Rahmen der Diskussionen um Anton Hiltmair Bernd Winninger unsere Redaktion verlassen hat.

Außerdem noch mein Klassiker in dieser Rubrik: Beim Stadion ist auch 2024 nichts vorwärts gegangen.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2025 ändern?

Weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll… Beim Stadion muss endlich was vorwärts gehen, ansehnlicher Fußball und Heimsiege wären mal wieder schön, professionelle Kommunikation, bei der nicht jede Meinungsverschiedenheit auf offener Bühne ausgetragen wird, ein Finanz-GF (der uns Anfang September “zeitnah” versprochen wurde) wäre ganz nett und so weiter und so fort…

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2025: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Hoffentlich auf Platz 16 oder etwas weiter oben.

Bisher erschienen folgende Jahresrückblicke 2024 der sechzger.de-Redaktion:
Stefan Kranzberg
Jan Schrader
Christian Jung
Thomas Spiesl

Gerücht: Kehrt Dennis Dressel zum TSV 1860 zurück?

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TSV 1860 Dennis Dressel

123 Pflichtspiele absolvierte Dennis Dressel bislang für den TSV 1860 und stand zudem 49 Mal für die U21 auf dem Platz. Bereits vor der Saison hatten die Löwen eine Rückkehr des 26-Jährigen ins Auge gefasst, in der Winterpause wagt Dr. Christian Werner gerüchteweise einen neuen Anlauf beim gebürtigen Dachauer.

Kehrt Dennis Dressel zum TSV 1860 zurück?

Im Sommer 2022 wechselte Dennis Dressel von der Grünwalder Straße zum damaligen Zweitligisten FC Hansa Rostock und erarbeitete sich dort rasch einen Stammplatz. In zwei Spielzeiten absolvierte der Mittelfeldspieler 68 Partien im Unterhaus, eine Weiterbeschäftigung in der 2. Liga schien trotz des Abstiegs der Kogge nur eine Formsache. Aber es kam ganz anders: Dressel unterschrieb weder bei einem anderen Zweitligisten noch beim ebenfalls interessierten TSV 1860, sondern wechselte in die österreichische Bundesliga zu Aufsteiger Grazer AK.

Dort kam der gebürtige Dachauer bislang 14 Mal zum Einsatz und stand auch beim Pokal-Aus des GAK beim Zweitligisten Schwarz-Weiß Bregenz auf dem Platz. Nachdem er zwischenzeitlich bei zwei Partien nicht berücksichtigt worden war, war er Anfang Dezember bei der 0:3-Niederlage gegen den TSV Hartberg wieder 90 Minuten im zentralen Mittelfeld im Einsatz. Aktuell rangieren die Grazer auf dem 11. und somit vorletzten Platz der Tabelle und befinden sich somit in akuter Abstiegsgefahr.

Leihgeschäft im Winter?

Ob Dennis Dressel im neuen Jahr noch in der Steiermark auf Punktejagd gehen wird, ist indes unklar. Zwar läuft sein Vertrag noch bis Sommer 2026, laut AZ hat der TSV 1860 seine Fühler erneut nach Dressel ausgestreckt. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation bei den Löwen wäre ein Leihgeschäft denkbar.

Ohne Ablöse wäre hingegen der 20-jährige Mittelfeldspieler Luan Simnica zu haben, dessen Vertrag beim VfB Stuttgart II zum 31.12. aufgelöst wird. Wie bereits berichtet, beschäftigt sich der TSV 1860 offenbar auch mit Stürmer Dominik Martinovic vom kroatischen Erstligisten Slaven Belupo. Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich die Löwen aufgrund der Verletzungen von Jesper Verlaat und Raphael Schifferl auch nach einem weiteren Innenverteidiger umsehen. Ist womöglich Gerrit Gohlke, der seinen Vertrag bei Arminia Bielefeld im September aufgelöst hatte, ein Kandidat an der Grünwalder Straße?

Titelbild: CR-Fotos.de

30.12.1972: TSV 1860 besiegt Racing Strasbourg zum Jahresende

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Türkgücü München - Viktoria Köln am 05.11.2021 1860 Olympiastadion

In einem anderen Artikel hatten wir Euch bereits vom Auswärtssieg bei Hessen Kassel in der Spielzeit 1972/73 berichtet. Zum Jahresabschluss inmitten dieser turbulenten Saison empfing der TSV 1860 den elsässischen Verein Racing Strasbourg im Olympiastadion.

Drei Tore vor dem Seitenwechsel

Während die Löwen damals in der zweitklassigen Regionalliga kickten, spielte Racing in der ersten französischen Liga, der Division 1. In München freute man sich also auf einen attraktiven Gegner. Trotzdem fanden sich so kurz vor Silvester nur 7500 Zuschauer auf dem Oberwiesenfeld ein. Diese sollten ihr Kommen jedoch nicht bereuen und wurden mit einem Sieg belohnt.

Der Auftakt verlief jedoch alles andere als gewünscht, denn die Gäste gingen nach 13 Minuten in Führung. Sechzig zeigte sich jedoch unbeeindruckt und drehte die Partie noch vor der Pause. Zuerst glich Hohenwarter für die Löwen aus (27.), dann brachte Weller das Team von Trainer Elek Schwartz gar in Führung (43.).

TSV 1860 schlägt Racing Strasbourg

Nach der Pause legte der TSV 1860 durch Schorsch Metzger nach (62.), ehe Racing Strasbourg eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal verkürzte. Auch wenn die Löwen in der Folge noch einige brenzlige Situationen überstehen musste, stand am Ende ein 3:2-Sieg zu Buche.

Obwohl die Löwen eine beachtliche Rückrunde in der Regionalliga Süd absolvierten, beendeten sie die Saison 1972/73 lediglich auf Platz 3. Der erhoffte Aufstieg wurde also verpasst und gelang erst im Sommer 1977 in den legendären Partien gegen Arminia Bielefeld (0:4, 4:0, 2:0)

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Elek Schwartz setzte heute vor 52 Jahren auf folgende Mannschaft des TSV 1860:

Helmschrot – Schuhmann, Sohnle, Hiller – Lex, Zahnleiter (75. Brozulat), Metzger, Hohenwarter – Keller, Weller, Weixler

Tore:
0:1 Burghard (13.), 1:1 Hohenwarter (27.), 2:1 Weller (43.), 3:1 Metzger (62.), 3:2 Molitor (75.)