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Stuttgart II – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel VfB Stuttgart II – TSV 1860 München. Die nach sieben Jahren Absenz wieder in die dritte Liga aufgestiegenen Schwaben treffen in deren neuer Heimstätte in Großaspach auf unsere Löwen.

VfB Stuttgart II – TSV 1860 München, wenn da nur nicht die Zwei hinter dem Vereinsnamen der Gastgeber stünde, dann wäre das ein Klassiker der Bundesligageschichte. Die Realität sieht bei diesem Spiel allerdings eine extrem talentierten und technisch überaus versierten Nachwuchskader aus der schwäbischen Landeshauptstadt.

Dieser 35 Mann starke Kader, zu dem unter auch anderem Ex-Löwe Michael Glück zählt, wird in dieser Saison möglicherweise noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Wobei man auch sagen muss: „Was soll einen in dieser Liga noch überraschen?“ Drei Aufsteiger haben in den letzten zwei Jahren den Durchmarsch geschafft.

System

Am letzten Wochenende beim 1:1 gegen Hansa Rostock – und auch in fast jedem Spiel der vergangenen Saison – spielten die Schwaben im 3-4-3 (3-4-2-1). Es ist also davon auszugehen, dass Trainer Markus Fiedler, der seit 2015 in Stuttgart beschäftigt ist, dieses System auch am Sonntag wählen wird.

Gegen den Ball verschiebt Stuttgart im letzten Drittel auf ein flaches 5-4-1. Dabei kann ballfern eine Asymmetrie entstehen. Optisch kann das dann wie ein horizontal verschobenes 4-5-1 wirken.

Linien

Die Pressing- und Defensivlinie stehen in Erwartung eines gegnerischen Positionsangriffs tendenziell hoch.

Bevor wir einen etwas genaueren Blick auf das Stuttgarter Spiel und auf die Erkenntnisse aus dem ersten Spiel blicken, gibt es diesmal keine Stats des Gegners vom ersten Spieltag. Es wurden zum Spiel Rostock – Stuttgart II bisher leider keine Daten geliefert, daher beziehe ich mich auf die, der vergangenen Saison.

Statistische Werte des VfB II in der Vorsaison

  • Ballbesitz 56%
  • Passgenauigkeit 85%
  • defensive Zweikampfquote 60%
  • Flankengenauigkeit 31%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,94

Wie spielen die Stuttgarter?

Bei Ballbesitz

Der Aufbau im Positionsspiel verläuft beim VFB II variabel, dort, wo der Gegner eine Lücke lässt, finden die Schwaben einen Weg diese auszunutzen. Viel Bewegung im Mittelfeld sichert im schnellen Kombinationsspiel, das die Stuttgarter spätestens nach Überqueren der Mittellinie ins Zentrum zu tragen versuchen, immer gute Anspielstationen. Kein Spieler der Stuttgarter hält im Mittelfeld den Ball lange. Von one-touch football zu sprechen wäre übertrieben, aber two to three touches kommt hin. Die quirligen Stuttgarter können den Weg vom eigenen Strafraum ins letzte Drittel des Gegners mit dieser Spielweise extrem schnell überbrücken.

Sind die Schwaben im letzten Drittel des Gegners angekommen, wird der Weg in die Box gerne über die Halbräume gesucht.

Schafft es der Gegner die Württemberger im letzten Drittel auf den Flügel zu zwingen, versuchen die Stuttgarter über enges Kombinationsspiel zunächst horizontal wieder in die Zentrale oder Halbzentrale zu gelangen, um von dort dann in den Strafraum einzudringen. Wenn bei extremer Verdichtung der Defensive auf dem ballnahen Flügel keine spielerische Lösung möglich ist, befreit sich der VfB aus diesen Situationen mit genauen Flankenwechseln, deren Aufnahme oft durch einen bereits mit Tempo anlaufenden Spieler aus der Tiefe erfolgt. Hier ist extreme Vorsicht geboten. So ein Lauf kann eine Dynamik entwickeln, die, gepaart mit dem technischen Können der Stuttgarter Jungprofis, extrem gefährlich werden kann.

Im offensiven Umschaltspiel versuchen die Stuttgarter, sofern der Ball im Mittelfeld oder auch tiefer in der gegnerischen Hälfte erobert wird, wie im Positionsspiel schnell das Zentrum zu finden. Bei Balleroberung außerhalb der pressingrelevanten Räume vertraut der VfB gerne auch dem Sicherheitsgedanken. Dann wird, vor allem bei unübersichtlichen Situationen, eher kontrolliert über die Abwehrkette aufgebaut.

Gegen den Ball

Gegen das Positionsspiel des Gegners formierte sich beim Spiel gegen den FC Hansa Rostock ein 1-3 Formation. Mit einem Stürmer, der den Ball anläuft, bzw. die Passwege zuläuft, und drei in der Zentrale und den Halbräumen dahinter formierten Spieler, die horizontal verschieben und ballfern auf dem dann entblößten Flügel, wenn nötig, aus der eigenen Tiefe unterstützt werden.

Überspielt der Gegner diese Pressingformation, formiert sich am eigenen Strafraum ein 5-4-1, das – wie oben bereits erwähnt – aufgrund einer möglichen Asymmetrie wie ein 4-5-1 wirken kann.

Mit enger Staffelung und nicht gerade zimperlich verteidigen die Nachwuchsspieler des VFB Stuttgarter ihren Strafraum.

Stärken und Schwächen des Systems 3-4-3

Stärken

Das 3-4-3 bietet mit seiner exzellenten Tiefenstaffelung im Zusammenspiel mit taktischer Disziplin im Positionsspiel sehr variantenreiche Spielzüge im Aufbau. Gerade für spielstarke Teams ist dieses System daher eine wahnsinnig effektive Waffe. Angriffspressing und Gegenpressing können mit der Überzahl an Offensivspielern gut umgesetzt werden. Diese Überzahl verhilft der Mannschaft im 3-4-3 auch im letzten Drittel zu hoher Variabilität.

Schwächen

Die Dreierabwehrkette muss situativ immer wieder aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann. Das 3-4-3 stellt hohe Anforderungen an die individuelle Stärke der Spieler, sowohl mit als auch gegen den Ball. Wenn die Spieler ihre Rollen im taktischen Konzept nicht einhalten, kann das Spiel im 3-4-3 leicht zum Debakel werden. Außerdem ist es sehr konteranfällig.

Wie kann man den VfB II knacken?

Das klingt jetzt vielleicht wie eine Binsenweisheit, aber gegen den VfB braucht es vor allem eines: Bewegung. Mit statischem Spiel wird der TSV 1860 dem VfB Stuttgart II einen Gefallen tun. Ebenso wichtig ist schnelles Umschalten, bzw. Aufbauen, wenn man selbst in Ballbesitz kommt.

Wenn das funktioniert, kann man die in der Offensive oft stark überladenden Stuttgarter durchaus in die Bredouille bringen. Vor allem zwischen den Linien muss man dann in die Räume kommen, die Stuttgart beim Rückzug öffnet.

Schlüsselspieler

In puncto Schlüsselspieler tue ich mir heute tatsächlich etwas schwer. Es haben sechs Spieler des Stuttgarter U21 Kaders den Ligaauftakt verpasst, da sie mit der ersten Mannschaft des VfB auf Japantour waren.

Tor

Keeper Dennis Seimen (#1) hat in Rostock ein gutes Spiel gezeigt. Bezwingen konnten ihn die Hanseaten nur per Foulelfmeter. Der reflexstarke 18-Jährige hütet nicht nur das Tor des VfB II, sondern auch das der deutschen U19 Nationalmannschaft. Seimen ist trotz seines jungen Alters ein sehr kompetenter Torwart. Er wird ein weiterer Prüfstein für die Löwen Offensive sein.

Abwehr

Innenverteidiger Dominik Nothnagel (#29) ist Kapitän und einer der vier erfahrenen Spieler in der Nachwuchself. Er hat bereits 58 Drittligapartien für Dortmund, Würzburg und Wiesbaden absolviert. In diesen Spielen bewies Nothnagel ein dominantes und erfolgreiches Auftreten im direkten Zweikampf und ein kontrolliertes Stellungsspiel. Die letzten sechs Jahre verbrachte Nothnagel allerdings in der Regionalliga Südwest, aus der er nun mit Stuttgart aufgestiegen ist.

Mittelfeld

Da der aus Verl gewechselte Nicolas Sessa verletzt ausfällt und sechs Spieler, die sich mit der ersten Mannschaft auf Japanreise befanden, seit letztem Spieltag zu integrieren sind, kann ich im Mittelfeld leider keinen Spieler nennen, der Titel diesen wirklich verdient.

Sturm

Ebenso ist im Sturm personal technisch vieles denkbar. Thomas Kastanaras, der letztes Jahr bei Ulm gespielt hat, ist zwar mit Drittligaerfahrung ausgestattet, bekam aber wenig Einsatzzeit und nur drei Startelfeinsätze bei den Spatzen. Der Mittelstürmer war allerdings mit der ersten Mannschaft in Japan und zählt bestimmt zu den Kandidaten für die Startelf am Sonntag.

Fazit

Abgesehen von den Eindrücken aus dem Rostock Spiel, in dem der Aufsteiger dem Absteiger einen Punkt abrang und der Tatsache, dass viele wichtige Spieler in diesem Spiel gefehlt haben, wissen wir über Stuttgart II vor dem Duell mit unserem TSV 1860 nicht viel.

Geht man davon aus, dass beim VfB – wie bei allen anderen Vereinen auch – nur die besten aus den Jugendmannschaften mit der ersten Mannschaft trainieren, kann man davon ausgehen, dass Stuttgart am Sonntag noch stärker auftritt als am vergangenen Wochenende.

Wir können also gespannt sein. Aufgrund der leider nicht verfügbaren Statistiken ist die heutige Taktiktafel vor dem Spiel etwas kurz gerate. Es liegt zwar außerhalb meines Einflussbereichs, dennoch entschuldige ich mich für die fehlenden aktuellen Statistiken.

So könnte der VfB beginnen

Datenquelle: Wyscout

Sechzig um Sieben: Schifferl im Exklusivinterview

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Sechzig um Sieben, heute mit dem Exklusivinterview von Raphael Schifferl und weiteren Themen rund um den TSV 1860.

Raphael Schifferl im Exklusivinterview

sechzger.de hat ein Interview mit Neuzugang Raphael Schifferl (hier geht es zum Spielerportrait des 25-Jährigen) geführt. Darin gibt der Ex-Hachinger Verteidiger seine Gedanken zur Stadt München (“sie ist wunderschön und hat mir letztes Jahr schon gefallen”), die vergangene Saison in Unterhaching (“im letzten Sommer war Unterhaching für mich die beste Adresse, um mich in Deutschland zu positionieren und Spielpraxis zu sammeln”) sowie über den TSV 1860 (“Natürlich ist Sechzig etwas anderes, in Österreich gibt es wenige Vereine, die da mithalten können. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Das sieht man bei jedem Heimspiel, bei jedem Auswärtsspiel, bei jedem Testspiel. Sechzig hat eine unglaubliche Tradition. Und dass wir jeder Region unsere Fans haben, ist ganz besonders. Das macht natürlich viel aus, die Tradition spricht für sich”). Das gesamte Interview lest ihr hier.

Toto-Pokal: Löwen müssen nach Thalhofen

Nach dem Kantersieg in der ersten Runde des Wettbewerbs gegen den SSV Kasendorf geht es für die Löwen nun im Toto-Pokal gegen den Bezirksligisten FC Thalhofen weiter.

Unterhaching wird auf den SV Hutthurm treffen. Die Mannschaft von Trainer Marc Unterberger gewann in der ersten Runde gegen den TSV Münnerstadt 5:0. Wo die Schanzler auflaufen müssen und weitere Infos lest ihr hier.

Fußballabteilung mit neuer Abteilungsleitung

Die Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. hat nach einer denkwürdigen Abteilungsversammlung eine neue Leitung. Veronika Seemann setzte sich beim Kampf um den Vorsitz gegen den bisherigen AMtsträger Thomas Bohlender durch, Bernd Bramböck wurde Vize und Kurt Renner bleibt Kassenwart.

DIe Veranstaltung verlief alles andere als harmonisch. Gleich zweimal am Abend stand zur Debatte, die Wahlen von der Tagesordnung zu streichen. Letztlich wurde das erste Mitgliedervotum hierzu (das gegen die Streichung gestimmt hatte) respektiert und die Wahlen, die vom Wahlausschuss für die Abteilungsleitung als geheim angeordnet wurden, wurden durchgeführt. Nach ca. dreieinhalb Stunden stand dann die neue Abteilungsleitung fest. Mehr zur FA-Versammlung lest ihr hier.

Ex-Löwen: Ludewig trainiert bei Alemannia Aachen mit

Ex-Löwe Kilian Ludewig trainiert derzeit bei Alemannia Aachen mit. Der Rechtsverteidiger war nur eine Saison bei den Löwen. Noel Niemann zieht es stattdessen in die Türkei: er unterschrieb bei Igdir FK. Marius Wolf wechselte indes zum FC Augsburg, der Wechsel, der lange im Raum stand, ist nun offiziell.

Nächster Toto-Pokal-Gegner der Löwen steht fest

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Toto-Pokal in der vergangenen Saison.

Heute um 18 Uhr wurde der nächste Toto-Pokal-Gegner der Löwen ausgelost. Es steht also fest: Die Löwen reisen zum FC Thalhofen nach Marktoberdorf. Dort kämpfen die Löwen dann um den Einzug in die nächste Runde des bayrischen Wettbewerbs.

Toto-Pokal-Gegner: FC Thalhofen

Nach dem Kantersieg in der ersten Runde des Wettbewerbs gegen den SSV Kasendorf geht es für die Münchner nun gegen den Bezirksligisten FC Thalhofen weiter. Die Konkurrenz aus der Vorstadt wird übrigens auf den SV Hutthurm treffen. Die Mannschaft von Trainer Marc Unterberger gewann in der ersten Runde gegen den TSV Münnerstadt 5:0.

Für die Schanzer, zu denen die Löwen Ende des Monats fahren werden, geht es zur DJK Hain. Die Kreissieger bekamen die Chance, sich die eigenen Gegner zu wünschen. So entschieden sich die Vertreter der DJK – Meister der Bezirksliga Unterfranken West in der Saison 23/24– für Ingolstadt als Gegner in der zweiten Runde.

Doch bevor sich Löwenfans auf den Tor-Hagel freuen können, steht noch die Partie gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart an. Das Duell mit Thalhofen findet am Donnerstag, den 15.August statt. Am morgigen Freitagabend spielt die U21 des TSV außerdem am Trainingsgelände gegen den SV Erlbach (Anpfiff 18:60 Uhr).

Raphael Schifferl im Exklusiv-Interview: “Freue mich auf jedes Spiel”

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Schifferl Exklusiv-Interview
Schifferl Exklusiv-Interview

Auch wenn der Saisonstart gegen den 1. FC Saarbrücken nicht nach Wunsch verlief, freuen sich die Löwen-Anhänger auf eine spannende Saison in der dritten Liga. Zur neuen Spielzeit werden wir in unregelmäßigen Abständen immer wieder exklusive Interviews mit Spielern und Verantwortlichen rund um den TSV 1860 München führen. Den Anfang macht dabei das Exklusiv-Interview mit Neuzugang Raphael Schifferl (hier geht es zum Spielerportrait des 25-Jährigen), mit dem Thomas Spiesl nach dem Pokalspiel in Kasendorf gesprochen hat.

“Sechzig war die beste Komplettlösung für mich”

Raphael, willkommen in Giesing – hast Du Dich schon eingelebt bei den Löwen? Wie sehen Deine ersten Eindrücke aus?

„Die Stadt kenne ich schon, sie ist wunderschön und hat mir letztes Jahr schon gefallen. Beim Verein hat es vom Start weg für mich gut funktioniert, was die Form, die Leistung und die Fitness angeht. Ich freue mich irrsinnig auf die Saison und hoffe, dass wir gemeinsam Erfolg haben.“

Dein Wechsel aus Wolfsberg nach Unterhaching letzte Saison hat sich gelohnt – Du warst sofort Stammspieler. Wärst Du gerne bei der SpVgg geblieben?

„Ich denke von Moment zu Moment. Im letzten Sommer war Unterhaching für mich die beste Adresse, um mich in Deutschland zu positionieren und Spielpraxis zu sammeln. Das hat super funktioniert und das war von Anfang an der Gedanke dahinter. Ohne dass ich zu viel darüber nachgedacht habe, ob ich in Haching bleibe oder nicht. Ich hatte von Anfang an den Hintergedanken, mich für größere Vereine oder höhere Ligen empfehlen kann. Deswegen bin ich sehr froh über das Jahr in Haching. Es war ohnehin nur eine Leihe und nicht längerfristig angelegt.“

Wie kam der Wechsel zu 1860 zu Stande? Unterhaching hätte Dich gerne behalten, Wolfsberg wollte keine Leihe mehr. Dann folgte der Wechsel zu den Löwen?

„Während der Saison habe ich mich nicht wirklich damit beschäftigt, vor Allem weil ich noch Vertrag in Österreich hatte. Trotzdem hat sich Herr Werner bei mir gemeldet und sein Interesse bekundet. Dadurch hatte ich Zeit, mir Gedanken zu machen. Es war kein Kurzschluss, sondern ein Abwägen aller Aspekte. Im Endeffekt war 1860 für mich die beste Komplettlösung und ich bin froh, dass ich jetzt hier bin.“

“Rückkehr nach Österreich war kein Thema”

Welche Rolle hat die Nähe zu Deiner österreichischen Heimat beim Wechsel zu 1860 gespielt?

„Die geographische Lage ist nicht primär wichtig, aber fließt natürlich auch in die Überlegungen ein. Die Mannschaft, die Spieler die kennt, der Trainer, die Größe des Vereins, das waren alles Dinge, die dafürgesprochen haben. Ich habe natürlich auch versucht, meine Rolle in der Mannschaft einzuordnen. Wenn man das alles abwägt, bekommt man ein Gesamtbild und das war durchwegs positiv. Deswegen habe ich mich für 1860 entschieden.“

Gab es Überlegungen und Angebote, nach Österreich zurückzukehren? Oder ist die 3. Liga in Deutschland für Dich attraktiver als die österreichische Bundesliga?

„Ganz ausschließen kann man das natürlich nie. Mein Ziel war es, ligaunabhängig in Deutschland zu bleiben. Österreich war eigentlich kein Thema. Die Rückkehr zu meinem Verein war für beide Seiten kein Thema, daher war es für mich früh klar, dass ich in Deutschland bleiben will.“

Deine sportliche Heimat ist Wolfsberg, gibt es einen weiteren Club in Deinem Heimatland, für den Du Sympathien hast? Wie sehr verfolgst Du die dortigen Ligen?

„Ich verfolge den österreichischen Fußball sehr, schaue viel erste und zweite Liga an. Ich kenne bei vielen Vereinen Spieler und habe dort viele Freunde, da ich viele Jahre dort gespielt habe. Zum Wolfsberger AC habe ich natürlich einen besonderen Bezug und schaue mir, wenn es möglich ist, fast jedes Spiel an.  Auch bei Austria Wien habe ich viele Freunde. Neben der deutschen dritten Liga schaue ich oft die Konferenz der zweiten österreichischen Liga. Die eigene Liga verfolge ich natürlich am meisten, aber sonst schaue ich fast nur österreichischen Fußball.“

“Die unteren Clubs aus der Bundesliga könnten wir schlagen”

Wie stufst Du das sportliche Niveau der 3. Liga im Vergleich zu den Ligen in Österreich ein?

„Wir sind 20 Mannschaften, daher kann man das schwer zusammenfassen. Ich würde die dritte Liga in Deutschland im unteren Play-off der österreichischen Bundesliga einordnen. Platz sieben bis zwölf aus der österreichischen Bundesliga sollten und könnten wir glaube ich schlagen. Die oberen Clubs aus der dritten Liga sind höher einzuschätzen als die unteren Bundesligisten in Österreich. Das zeigen auch immer wieder die Testspiel-Ergebnisse.“

War das Spiel mit den Löwen bei der Vienna etwas Besonderes, auch in diesem legendären Stadion?

„Es war tatsächlich mein erstes Spiel gegen die Vienna. Ich habe nur einen Spieler gekannt. Natürlich weiß ich, was die Vienna für ein Verein ist, kenne die Tradition. In Wien habe ich ein Jahr gelebt und es war schön, wieder zwei Tage dort zu sein. Es war echt cool, mal das Stadion zu sehen, das ist echt etwas Besonderes.“

Unterhaching ist von der Größe her mit Wolfsberg vergleichbar. Jetzt folgte der Wechsel nach Giesing – auch wenn es regional nicht weit entfernt ist – wie groß war die Umstellung?

„Ich bin seit letzter Woche umgezogen, wohne jetzt näher an der Stadt. Zuvor habe ich in Unterhaching gewohnt. Ich komme aus Wolfsberg, das ist einwohnertechnisch ähnlich wie Unterhaching, aber mehr Stadt als Vorort. Mir hat es in Haching sehr gut gefallen, es war weniger Trubel. Das sehe ich in Giesing aber nicht als Negativ-Aspekt. Es gefällt mir sehr gut in der Stadt und ich war auch letztes Jahr immer wieder in München. Es hat beides seinen Reiz.“

“Die Tradition von 1860 spricht für sich”

Du hast letztes Jahr in einem Interview Unterhaching als „Kultverein, der die Menschen interessiert“ bezeichnet. Was sind dann die Löwen für Dich?

„Man darf nie vergessen, wo man herkommt. Ich komme aus Wolfsberg. Dort ist die Fan-Szene im Vergleich zu Unterhaching nicht vorhanden. Deswegen habe ich das damals auch bewusst so gesagt. Am Anfang hatten wir im Pokal gleich Spiele, die ausverkauft waren. Das gab es in Wolfsberg nicht. Darauf habe ich die Aussage damals bezogen. Natürlich ist Sechzig etwas anderes, in Österreich gibt es wenige Vereine, die da mithalten können. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Das sieht man bei jedem Heimspiel, bei jedem Auswärtsspiel, bei jedem Testspiel. Sechzig hat eine unglaubliche Tradition. Und dass wir jeder Region unsere Fans haben, ist ganz besonders. Das macht natürlich viel aus, die Tradition spricht für sich.“

Wie war das erste Spiel für die Löwen vor einem ausverkauften Grünwalder Stadion für Dich?

„Wir hatten dort ja mit Unterhaching das Derby auswärts. Als Spieler des Heimteams ist es natürlich noch schöner, wenn man den Support für die eigene Mannschaft hat. Es war schon sehr laut. Während dem Matches bin ich sehr im Tunnel und blende so etwas aus. Das ist ein positiver Reiz, eine positive Nervosität. Ich freue mich auf jedes weitere Spiel.“

Zweiter Teil des Interviews erscheint am Samstag

Der zweite Teil des exklusiven Schifferl-Interviews erscheint am Samstag. Freut Euch auf weitere spannende Aussagen des Neuzugangs, wie er mit dem Rummel rund um die Löwen umgeht und wie er sich auch in der Offensive noch mehr einbringen möchte…

 

Heute Abend um 18.00 Uhr: Toto-Pokal Auslosung

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Endstand SSV Kasendorf TSV 1860 München Toto-Pokal

Die – zugegebenermaßen sehr niedrige aber nicht minder angenehme, weil absolut gastfreundliche – Hürde SSV Kasendorf haben die Löwen im diesjährigen Toto-Pokal Wettbewerb vorgestern souverän genommen. Ein 18:0-Auswärtserfolg stand am Ende zu Buche – Vereinsrekord für Pflichtspiele in der langen Geschichte des glorreichen TSV 1860! Nun steht die Runde der letzten 32 Teams auf dem Programm. Gespielt wird diese – wie letztes Jahr – am Feiertag Maria Himmelfahrt (Donnerstag, 15. August) und außerdem übernächste Woche am Dienstag, den 20. August. Die Auslosung der Partien findet heute Abend um 18.00 Uhr statt – und wird vom Bayerischen Fußballverband live auf Youtube übertragen. Ein Pflichttermin für alle Landespokal-Freunde.

Drei Kreissieger und drei Drittligisten noch dabei

Neben den vier bayerischen Drittligisten 1860, Haching und Ingolstadt sowie ingsgesamt 26 Regional-, Bayern- und Landesligisten befinden sich in einem seperaten Lostopf auch noch drei verbliebene Kreispokalsieger 2024. Diese liegen heute Abend in einem seperaten Lostopf, werden bei der Auslosung vorab gezogen und können sich dann – wie üblich – einen Gegner aus der Liste der 29 höherklassigen Vereine aussuchen. Vorab wurde von diesen Vereinen eine Wunschliste der Gegner abgegeben. Der TSV 1860 als Zuschauermagnet im Wettbewer steht auf diesen Listen traditionell weit oben.

Wieder nach Hain?

Entsprechend kann man davon ausgehen, dass am 20. oder 21. August die Löwen ihre Pokalreise zu einem dieser drei Standorte führen wird:

DJK Hain (Landesliga, Kreis Aschaffenburg)
SV Hutthurm (Bezirksliga, Niederbayern Ost)
FC Thalhofen (Bezirksliga, Schwaben Süd)

Mit dem erstgenannten Gegner würde sich jüngere Pokalgeschichte wiederholen. Ein Duell mit der DJK Hain wäre eine Neuauflage des Achtelfinals von 2023. Am 6. September des letzten Jahres siegten die Löwen in Unterfranken mit 8:0. Eine Runde später hieß dann bekanntlich Ende November die Endstation Pipinsried. Mit den anderen – sehr wahrscheinlichen – Kontrahenten in der nächsten Runde haben die Löwen noch keine gemeinsame Pokal-Geschichte geschrieben. Jedenfalls ist dem Verfasser dieser Zeilen adhoc davon nichts bekannt. Sollte ich hier irren, freue ich mich über Aufklärung im Kommentarbereich.

Hier könnt Ihr ab heute Abend um sechs die Auslosung verfolgen:

Versammlung der Fußballabteilung: Veronika Seemann neue Abteilungsleiterin

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Das Wichtigste vorneweg: Die Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. hat eine neue Abteilungsleitung. Die bisherige Stellvertreterin von Thomas Bohlender setzte sich auf der Sechzger-Alm am Trainingsgelände in einer Kampfabstimmung mit 76 Ja- gegenüber 41-Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen gegen ihren direkten Vorgänger durch. Vorangegangen war eine mitunter grotesk anmutende Veranstaltung, in der die Beteiligten anfangs versuchten, einen ganz offensichtlich schon lange schwelenden schweren Konflikt innerhalb der Abteilungsleitung nicht auf der erleuchteten Bühne in eine totale Schlammschlacht münden zu lassen. So richtig gelang ihnen das – zum Leidwesen aller Löwen – nicht. Allerdings sind konkrete Details der tatsächlichen Differenzen innerhalb des Gremiums auch nicht bekannt geworden. Damit beschäftigt sich nun der Ehrenrat des Vereins.

Auf dem Podium: Bramböck, Renner, Seemann, Schaefer, Bohlender (von links)

Wählen oder nicht wählen? Die Frage der Versammlung

Um 22:37 Uhr, über drei Stunden nach dem leicht verzögerten tatsächlichen Beginn der Versammlung, verkündete der Wahlleiter Peter Schaefer das Ergebnis der Wahl, bei der – gemäß Satzung – über alle Kandidat*innen einzeln per “Ja”/”Nein”-Stimmabgabe abgestimmt worden war. Veronika Seemann, Bernd Bramböck (als Stellvertreter) und Kurt Renner (als Finanzer) bilden die neue Leitung der FA der Löwen. Rein theoretisch wäre auch das extrem problematische Szenario einer Ablehnung aller Kandidierenden möglich gewesen, weshalb der Wahlleiter Peter Schaefer zwischenzeitlich einen Verzicht auf die Wahlen und eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt vorschlug und auch persönlich präferierte. Ungünstigerweise hatte man aber über eine solche Streichung von TOP 9 aus der Tageordnung bereits zwanzig Minuten nach Beginn der Versammlung abgestimmt, nachdem sich u.a. der Vorsitzende der Freunde des Sechzgerstadions (FdS) Martin Scherbel, Roman Beer, selbst ehemaliger FA-Vorsitzender und auch e.V.-Verwaltungsratsmitglied Sebastian Seeböck gegen die Durchführung der Wahl stark gemacht hatten. Mit dem knappen Abstimmungergebnis von 64 zu 51 Stimmen wurde da jedoch für die Durchführung der Wahlen gestimmt.

Wählen!

Rund zweieinhalb Stunden später entschied der Wahlausschuss nach kurzer interner Beratung, eine Wiederholung dieser Abstimmung – aus rechtlichen Bedenken – nicht durchzuführen. Vereinzelt hatten Mitglieder Bedenken gegenüber der Praxis geäußert, über eine Verschiebung der Wahlen so lange abzustimmen, bis eben eine Mehrheit dafür sei. Allerdings hatte das im Zeitraum vor dieser Entscheidung auf der Sechzger-Alm Dargebotene durchaus neue Erkenntnisse hervorgerbacht und bei vielen Mitgliedern Kopfschütteln hervorgerufen. Für viele war eine Entscheidung zwischen Bohlender und Seemann als Abteilungsspitze an diesem Abend eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Konflikte in der Versammlung von Anbeginn spürbar

Die Differenzen innerhalb der Leitung der FA traten von Anbeginn der Versammlung immer wieder – in kleinen Scharmützeln – zu Tage. So lehnte Abteilungsleiter Bohlender kategorisch den Vorschlag von Christian Poschet ab, die Versammlungsleitung gänzlich an den Vorsitzenden des Wahlausschusses Peter Schaefer zu übergeben, der die spätere Wahlen selbst ja sowieso zu leiten hatte. “Schärfe rausnehmen”, wollte Poschet. Umgekehrt wurde der Wunsch von Bohlender, das Vorstellungsprozedere für den Wahlgang nach den Kandidierenden aufzusplitten, per Abstimmung abgelehnt.

Bericht des Abteilungsleiters

Gut 45 Minuten lang dauerte der Bericht des Abteilungsleiters, der sich mit den Inhalten, um die es an diesem Abend ja eigentlich gehen sollte, also den Entwicklungen innerhalb der Fußballabteilung beschäftigte. Er berichtete von den sportlichen Erfolgen der Amateurteams des TSV 1860, von einer Rekordzahl von 22.261 Mitgliedern zum Stichtag 1.7., von der Festveranstaltung zum 125. Geburtstag des Fußballs beim TSV 1860 und natürlich vom großen Erfolg des aus diesem Anlass aufgelegten Panini-Sammelalbums. Das klang nach heiler Löwenwelt in der Fußballabteilung. Die 800.000 EURO, die der e.V. der überschuldeten KGaA weiterhin jährlich stunden muss, klangen dann schon weniger erfreulich. Auch dass die Fördergelder des DFB für Einsatzzeiten junger Spieler in der Profimannschaft von über 600.000 EURO im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr auf nur rund 111.000 EURO (für die vergangene Spielzeit) sinken werden, war eine weniger gute Nachricht, die der Abteilungsleiter zu verkünden hatte.

Der scheidende Abteilungsleiter Thomas Bohlender bei seinem Bericht

Fazit zum Abschied

Zum Abschluss seines Berichts zog Bohlender ein Fazit seiner zweijährigen Tätigkeit als Fußballabteilungsleiter, in das er unterschwellig schon seine mögliche Abwahl einkalkulierte. Sollte er jedoch wiedergewählt werden, wolle er mit einem aktuell namentlich leider noch nicht belastend benennbaren Gremium aus fünf Experten die Geschicke der Fußballabteilung leiten. Diese Personen sollten dann in einer Versammlung im Herbst bestätigt werden. Die abschließend an seine beiden Widersacher in der Abteilungsleitung gerichteten Worte “Uns trennen keine Inhalte, sondern eher Stilfragen,” standen allerdings in gewissem Widerspruch zu der angedachten Umstrukturierung in der Abteilungsleitung.

Kassenwart macht’s angenehm kurz

Es folgte der Bericht des Kassenwarts Kurt Renner, der seine Zahlen in unter zehn Minuten lebendig unter’s Volk brachte – sofern das bei dieser Thematik überhaupt möglich ist. Zusammengefasst erzielten die Fußballer beim TSV 1860 im Geschäftsjahr 2022/23 einen Umsatz von 1,7 Mio. Euro, 4,5% mehr als im Vorjahr. Die Aufwendungen sind um fast 25% gestiegen. Auf 2,7 Mio. Euro.

Ergebnis der Wahlen zur Abteilungsleitung

Ab 21 Uhr beherrschten dann die Wahlen der Abteilungsleitung das Geschehen auf der Alm. Die oben angesprochenen Diskussionen über eine Verschiebung der Wahl und auch die mit beiderseitigen Vorwürfen untermalte Aussprache zu den Berichten wollen wir hier abzukürzen. Das alles warf kein positives Licht auf den TSV 1860 München – darin waren sich wohl alle Anwesenden einig. Aus dokumentatorischen Gründen folgen hier die Abstimungsergebnisse über die einzelnen Kandidierenden:

Abteilungsleitung (in geheimer Wahl durchgeführt):

Thomas Bohlender  23 x Ja,  95 x Nein,  7 x Enthaltung = nicht gewählt
Veronika Seemann  76 x Ja,  41 x Nein,  5 x Enthaltung = gewählt

Stellvertretende Abteilungsleitung (in offener Abstimmung):

Bernd Bramböck  75 x Ja,  6 x Nein

Kassenwart (in offener Abstimmung):

Kurt Renner  75 x Ja,  7 x Nein

Veronika Seemann
Bernd Bramböck
Kurt Renner

Konflikte in der FA haben nichts mit der KGaA zu tun

Übrigens: Der umgehende Versuch eines großen Blogs, die gestern zu Tage getretenen Differenzen innerhalb der Abteilungsleitung auf eine Ebene mit den Problemen der Fußballgesellschaft des TSV 1860, der KGaA, und dabei insbesondere mit Mitgesellschafter Hasan Ismaik zu heben, geht natürlich völlig an der Realität vorbei. Ganz offensichtlich kam es innerhalb der FA-Leitung zu Streit und Vertrauensmissbräuchen, die leider nicht mehr gekittet werden konnten, um eine fruchtbare Zusammenarbeit für die Fußballabteilung, in der es in erster Linie um den Amateursport geht (Dritte und Vierte Mannschaft, Frauen, NLZ, Schiedsrichterwesen,…), zu realisieren. Die einzige sichtbare Parallele zur KGaA könnte ein Kommunikationsproblem sein. Das es an vielen Stellen in Vereinen gibt – nicht nur beim TSV 1860.
In der FA wurde dieses Problem innerhalb der Abteilungsleitung durch eine Neuwahl gelöst. Mit den Konflikten in der KGaA und mit Hasan Ismaik ist dies weit weniger einfach möglich.

 

Sechzig um Sieben: Tickets gegen Ingolstadt in den Verkauf

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Über die Hälfte der Woche ist schon geschafft und nicht mehr lange warten bis es wieder Fußball gibt. Bei den Löwen (und Löwinnen) bleibt es aber nie sonderlich langweilig. Hier also ein kleiner Überblick über die neusten Nachrichten zum TSV 1860: Es gibt heute die Tickets für das Spiel gegen Ingolstadt, die Spielerinnen der Frauenmannschaft dürfen sich auf ein besonderes Testspiel freuen.

Löwinnen sichern sich Testspiel in Lautern

Mit Lautern sind wir wohl noch nicht ganz durch. Nachdem die Profis bereits in ihrer Vorbereitung am Betze gegen den Zweitligisten spielen konnten, wird den aufgestiegenen Damen des TSV 1860 dieselbe Ehre zuteil. Unser Redakteur Peter hat die wichtigsten Informationen dazu zusammengefasst.

Tickets gegen Ingolstadt

Ab heute können Löwenfans offiziell die Tickets für das Auswärtsspiel in Ingolstadt erwerben. Anscheinend war es über die Website der Schanzer schon am gestrigen Abend möglich, Tickets zu erwerben. Ab 15 Uhr soll es jedoch einen Ticketlink geben, über den sich Fans dann ganz offiziell mit Tickets ausstatten können. Das Wichtigste zusammengefasst: Pro Person können maximal vier Tickets gekauft werden. Regulär kosten diese 12 €, ermäßigt 10 €.

Und sonst so?

  • Die Energiedrink-Marke “28 Black” beendet die Zusammenarbeit mit dem Absteiger Hansa Rostock. Wie jetzt bekannt wurde, kam es aufgrund der Fans zu diesem Ausstieg.
  • Mit der Mecker- und Stopp-Regel soll auf den Fußballplätzen mehr Ruhe einkehren. FuPa berichtet über die neuen Konzepte zur Deeskalation.

Der Betze ruft erneut! – Testspiel der Frauen gegen den FCK

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Nach den Profis zieht es nun auch die Damenmannschaft(en) des TSV 1860 in die Pfalz. Am Sonntag, den 18.08.2024 um 12:30 Uhr steigt ein Freundschaftsspiel gegen die neu gegründete Frauenmannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Die Partie am, für die Profis spielfreien, Pokalwochenende steigt im Schatten des Fritz-Walter-Stadions auf Platz 4, der Heimstätte der zweiten Herrenmannschaft des FCK. Der Einlass vor Ort ist ab 11:00 Uhr geöffnet. Tickets kosten 5€, Kinder bis 14 Jahre 2€ und FCK Mitglieder erhalten freien Eintritt. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Löwinnen bei Premiere zu Gast

Nachdem die Löwinnen in ihrem ersten Jahr bereits zu den Frauen des BVB nach Dortmund gereist sind, um in deren ersten Spiel mitzuwirken, haben sie auch diesmal die Ehre als Premierengegnerinnen zu fungieren. Das Spiel wird der erste öffentliche Auftritt der kaiserslauterner Frauenmannschaft sein. Hiermit vergrößert der Klub aus der Pfalz sein Portfolio im Damenbereich auf fünf Teams. Zuvor waren schon zwei C-, eine D- und eine E-Juniorinnen Mannschaft an den Start gegangen.

Vielleicht zieht es ja den ein oder anderen Löwen (aus der Region) am drittligafreien Wochenende nach Rheinland-Pfalz. Wir jedenfalls wünschen der Frauensparte des FCK einen guten Start, unseren Löwinnen eine guten Reise und einen weiteren Sieg in der Vorbereitung.

Heute vor acht Jahren in Fürth: Letzter Zweitligaauftakt der Löwen

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Heute vor acht Jahren startete ein Profiteam des TSV 1860 zum letzten Mal in eine Zweitligasaison. Ort der Handlung war das seit genau einem halben Jahr zuvor auf den neuen Namen Sportpark Ronhof Thomas Sommer hörende Stadion in Fürth. Nach den durchaus lustigen Bezeichnungen Playmobil-Stadion (1997-2010) und Trolli-Arena (2010-2014) war nun also zumindest der altehrwürdige Ronhof wieder im Stadionnamen zu finden. Bei 1860 hofften aufgrund der regen Aktivitäten auf dem Transfermarkt die Löwenfans – wieder einmal – auf den ganz großen Wurf im darauf folgenden Frühsommer. Auf die Rückkehr in die Bundesliga. Doch schon die Auftaktniederlage in Fürth zeigte auf, dass sich derlei Träume nicht wirklich mit der Realität decken sollten. Und am Saisonende kam alles ganz anders, als erwartet.

Aigner zurück – Aufbruchstimmung im Löwenlager

Es waren schwierige Jahre für die Löwenfans. An jenem Samstagmittag in Fürth begann bereits die zwölfte Spielzeit in der Zweitligatristesse nach dem Bundesligaabstieg von 2004. Seit elf Jahren wurden die “Heimspiele” in der viel zu großen Schüssel am Frötmaninger Müllberg ausgetragen. Und dennoch machten sich zum Saisonauftakt wieder zahlreiche Löwenfans auf den Weg nach Mittelfranken. Insgesamt 13.205 Zuschauer wollten dem Duell beiwohnen, davon sicher ein gutes Drittel aus der bayerischen Landeshauptstadt. Die Vorsaison hatten die Kleeblätter auf dem Mittelfeldplatz neun und 1860 – mit dem Klassenerhalt im vorletzten Spiel – auf Rang 15 abgeschlossen. Nur zwei Zähler vor dem Relegationsplatz, den der MSV Duisburg belegt hatte. Aufbruchstimmung im Löwenlager hatte die Heimkehr von Stefan Aigner, der in Fürth auch gleich als Kapitän auflief und auch die Verpflichtung des Ex-Roten und -HSV-Stürmers Ivica Olic ausgelöst. An der Seitenlinie stand für 1860 in Fürth erstmals Kosta Runjaic.

Fürth geht kurz vor der Pause in Führung

Im neuen und etwas ungewohnten komplett gelben Outfit liefen die Löwen auf. Die nervöse Anfangsphase sah keines der beiden Teams im Vorteil, Chancen enstanden – wenn überhaupt – durch Abwehrfehler auf beiden Seiten. Die beste Gelegenheit zum Abschluss für die Gäste hatte in der 35. Minute der Ex-Fürther Daniel Adlung, dessen Linksschuss der Fürther Torwart Balazs Megyeri allerdings halten konnte. Zehn Minuten später und Sekunden vor dem Pausenpfiff gelang den Gastgebern dann die nicht ganz unverdiente Führung durch Robert Zulj.

Baustelle am Ronhof: Eine neue Haupttribüne für das Kleeblatt

Im zweiten Abschnitt nahm die Partie an Fahrt auf. Beide Teams kreiierten nun mehr Chancen. Die beste für 1860 ließ Neuzugang Olic in der 52. Minute liegen, als er aus fünf Metern Entfernung am Fürther Torwart scheiterte. Die Fürther gingen mit ihren zahlreichen Gelegenheiten extrem fahrlässig um und bejubelten um Viertel nach Drei einen knappen, aber dennoch hoch verdienten Auftaktsieg. Die hoffnungsvoll nach Mittelfranken gereisten Löwenfans machten sich enttäuscht auf den Nachhauseweg. Ob die Saison wirklich entsprechend den geschürten Erwartungen verlaufen würde?

Kurzes Zwischenhoch, dann der Niedergang

Bekanntermaßen war dies nicht der Fall. Zwar gewann Sechzig das folgende Spiel gegen Bielefeld in der Arena mit 1:0, kletterte nach einem Montagabend-Sieg in Nürnberg Anfang September vorrübergehend sogar auf den sechsten Tabellenplatz und kam in dieser Saison auch im DFB-Pokal bis ins Achtelfinale (Aus in Lotte im Februar 2017). Allerdings ging es in der Liga schon ab früh im Herbst steil bergab. Am 22. November wurde Trainer Runjaic nach nur vier Monaten seines Wirkens an der Grünwalder Straße entlassen und wenig später durch Vitor “we go to the top” Pereira ersetzt.

Hektische Transferaktivitäten in der Winterpause, bei denen auch Investor Hasan Ismaik bzw. der eine oder andere dubiose Berater des Jordaniers seine Finger mit im Spiel hatte, führten nicht zur Besserung. Ende Mai musste 1860 in die Relegation gegen Jahn Regensburg, stieg sang- und klanglos in die 3. Liga und Dank der “4” von Ismaik noch eine Etage tiefer ab.

Der nächste Saisonauftakt für die Profis des TSV 1860 war das Auftaktspiel der Regionalliga Bayern in Memmingen im Juli 2017. Zwei Ligen tiefer, als noch 2016.

Wie gewohnt: Prall gefüllter Gästeblock am Ronhof

 

Sechzig um Sieben: 1860 im Toto-Pokal gegen Kasendorf mühelos

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Mit sage und schreibe 18:0 gewann der TSV 1860 München gestern sein Toto-Pokal Spiel gegen den SSV Kasendorf. Die Löwen haben sich sprichwörtlich den Frust von der Seele geschossen. Außerdem ging eine neue Podcast-Folge online und ein Blick zur Konkurrenz in der 3.Liga darf auch nicht fehlen. Die Löwen kompakt auf einen Blick – jetzt bei Sechzig um Sieben zum Start in den Tag!

sechzger.de Talk Folge 170 online

Eine neue Podcast-Ausgabe vom sechzger.de Talk ist seit gestern online. In Ausgabe 170 empfängt Jan seine Gäste Edge, Bernd und Christian. Gemeinsam sprechen sie über die Heimniederlage gegen Saarbrücken, außerdem über das Toto-Pokal Spiel in Kasendorf und das nächste Duell in der 3.Liga gegen den VfB Stuttgart II. Neben der Schnellfragerunde ist mit der Zuschauerfrage darüber hinaus eine neue Kategorie mit dabei.

Offensivfreudiger TSV 1860 gewinnt klar in Kasendorf

Äußerst selten beziehungsweise noch nie war ein sechzger.de Liveticker so prall gefüllt mit Meldungen zu Treffern der Löwen. Sage und schreibe 18 Mal gab es am gestrigen Dienstagabend Grund zum Jubeln. Bereits zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel ein zweistelliges Ergebnis an. Großen Anteil daran hatte der junge Rapahel Ott, der innerhalb von 14 Minuten fünf Tore erzielte. Durch den Sieg in Kasendorf steht der TSV 1860 in Runde 2, die am Donnerstagabend ausgelost wird.

Versammlung der Abteilung Fußball

Am heutigen Mittwochabend findet die Versammlung der Abteilung Fußball statt. Los geht es in der Sechzger Alm um 18:60 Uhr. Im Vorfeld der Veranstaltung sorgte nicht nur die Terminansetzung für Unmut. Auch soll es innerhalb der Abteilungsleitung ordentlich knirschen. Darüber berichtete gestern das Löwenmagazin. Zudem zeigt das ein Blick auf die Kandidatenvorschläge: während sich die aktuelle Stellvertreterin Veronika Seemann sowie Kassenwart Kurt Renner zusammen mit Bernd Bramböck jeweils gemeinsam vorschlagen, steht Abteilungsleiter Thomas Bohlender isoliert von seinen aktuellen Kollegen da. Es dürfte also durchaus interessant werden am heutigen Mittwochabend.

News aus der 3.Liga

Hauptsponsor wendet sich von Hansa Rostock ab

Hansa Rostock muss sich auf die Suche nach einem neuen Hauptsponsor machen. Der Verein bestätigte gestern Medienberichte wonach sich “28 Black“, ein Energy-Drink-Hersteller, aus dem Vertrag zurückgezogen habe. Mehr noch: der bisherige Hauptsponsor möchte die Parterschaft möglichst sofort beenden und hat darum gebeten, sämtliche Werbematerialien entfernen zu lassen. Über die Vertragsdauer ist derweil ein Rechtsstreit ausgebrochen.

Paula wechselt nach Holland

Kurz vor dem Duell mit dem TSV 1860 München hat der VfB Stuttgart II einen weiteren Abgang verzeichnet. Raul Paula wechselt nach sieben Jahren den Verein und schließt sich NAC Breda in den Niederlanden an. Mit 15 Treffern sowie sieben Vorlagen hatte er maßgeblichen Anteil am Aufstieg aus der Regionalliga Südwest. In Stuttgart ist er Abgang Nummer 14.

Aachen kurz vor Mitgliederrekord

Die Euphorie bei Alemannia Aachen rund um den Aufstieg in die 3.Liga ist weiter ungebrochen. Kein Wunder, schließlich siegte der Verein zum Auftakt bei Rot-Weiss Essen mit 2:1. Zahlreiche Dauerkarten (über 15.000) konnten bereits verkauft werden, nun steht die Alemannia zudem kurz vor einem Mitgliederrekord. Der bisherige stammt aus Bundesligazeiten und beläuft sich auf 10.500 Mitglieder. Diese Marke könnte schon bald erreicht sein. Dem 10.501 Mitglied winken nun besondere Geschenke. Dazu zählt neben einem Sondertrikot auch ein ganz besonderer Stadionbesuch.