“Es ist mit Dir nicht immer leicht…” Wer kennt sie nicht, diese Zeile aus dem Lustfinger-Klassiker Löwenmut? In die selbe Kerbe schlägt auch Fabian, der sich in seinem Leserbrief einer Weisheit von Leonardo da Vinci bedient: “Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid.”
Leserbrief: Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid
“Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid.”
Leonardo da Vinci
Gefühl? Ja Gefühl, das haben und zeigen wir Löwenfans. Unerbittlich und unverdrossen, doch immer wieder gibt es ein neues Kapitel an „Leid”.
Nachdem ich diese Saison mit den Heimspielen gegen Köln, Dresden und Osnabrück wahrlich nicht von fabelhaften Leistungen beglückt worden war, hatte ich die zeitliche Gelegenheit, gegen Verl dabei sein zu können und beschloss, dieses Mal meine beiden Kids (13 und 6) mal wieder mitzunehmen. 2 Grad und gelegentlicher Nieselregen konnte unserer guten Laune nach vorherigem Tollwood-Besuch nichts anhaben und gestärkt und zuversichtlich haben wir uns in die freie Ostkurve gestellt.
Wie es ausging, wissen wir. Wie meine Laune war, kann sich jeder Löwe vorstellen. Wie die Laune meiner Kinder war, ist allerdings der Grund, warum ich diese Zeilen schreibe.
Erfreuen am puren Erlebnis möglich
Sie waren nun zum vierten Mal innerhalb von zwei Saisons dabei und haben gerade mal einen Sieg miterlebt bei drei Niederlagen (besonders bitter: 0:1 gegen Regensburg in letzter Minute). Und natürlich sind sie nicht eingefleischt, wie ich es bin und immer war und haben bei weitem nicht das große Interesse am Fußball selbst, aber sie sangen immer wieder auch mit und erfreuten sich am puren Erlebnis.
Erfreuen am puren Erlebnis fällt mir persönlich inzwischen bei Sechzig-Spielen immer schwerer und mir das einzugestehen noch mehr. Die Stimmung bzw. der Support war am Samstag, ausgehend von der Westkurve, stark, aber man hat gesehen, wie fragil es insgesamt ist und noch nie hab ich bei uns bis dato Fans gesehen, die eher gingen…
Was für ein Gefühl hat man als Sechzig-Fan überhaupt momentan?
Absolute Tristesse fußballerisch, eine geteilte Anhängerschaft u.a. durch einseitige Bloghetze, eine verfahrene Situation rund um Stadion und Stadt, sodass nicht mal das Thema Zaun in der Stehhalle konkret angegangen wird, und wenig positive Gedanken hinsichtlich der Zukunft.
Trotzdem werden meine Kinder ohne zu zögern wieder mitgehen, wenn ich sie das nächste Mal frage, weil eine Faszination von 1860 mit dem Ganzen drumherum und eben dem Erlebnis Stadion an sich ausgeht – und genau das ist Balsam für meine Seele.
Vielleicht hat aber auch die ordentliche Summe an gesammelten Becherpfand zur unerschütterlich guten Laune bei meinen Kids beigetragen… 😉
Enttäuscht, frustriert und dennoch nicht hoffnungslos in Bezug auf den großen Turnaround im wenigstens sportlichen Bereich grüßt alle 60-Fans
Fabian
Frohe Weihnachten!






















































