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Totopokal: Interview mit dem Torwart des SSV Kasendorf

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Am kommenden Dienstag um 18.30 Uhr beginnt für den TSV 1860 der Versuch, sich für die nächste Saison 2025/26 für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal zu qualifizieren, wo dann mögliche stimmungsvolle Heimspiele gegen große Gegner warten, wie z.B. beim letzten Auftritt im Cup gegen Borussia Dortmund Ende Juli 2022. Auf dem Weg zum neuerlichen Totopokalsieg (wie im Corona-Sommer 2020) heißt die erste Hürde SSV Kasendorf, ein Verein aus dem oberfränkischen Landkreis Kulmbach. Sechzger.de hatte die Gelegenheit vor dem Gastspiel der Löwen in Kasendorf ein Interview mit dem SSV-Torhüter, Jochen Böhnlein zu führen.

Am Freitag bejubelt – am Dienstag Gegner auf dem Platz

sechzger.de: Servus Jochen, vielen Dank für Deine Bereitschaft, uns ein paar Fragen zu beantworten! Am Dienstag ist es soweit und in Kasendorf steigt das große Totopokalspiel gegen den TSV 1860. Schon aufgeregt?

Böhnlein:  Servus! Aufgeregt sind wir alle, denn für jeden von uns wird das das Spiel des Lebens. Bei mir selbst steigt die Aufregung so richtig seit Freitag, als ich die Mannschaft noch aus der Westkurve heraus – leider ja ohne Erfolg – angefeuert habe, mit dem Wissen ein paar Tage später gegen genau diese Mannschaft spielen zu dürfen!

sechzger.de:  Euer Team wurde im Sommer aus der Bezirksliga Oberfranken Ost zurückgezogen und tritt nun – zwei Ligen tiefer – in der Kreisklasse Bayreuth-Kulmbach an. Kannst Du kurz erklären, warum dieser Schritt nötig war, wie es dazu kam?

Böhnlein:  Gerne. Die Vorstandschaft hat festgestellt, dass die regionale Verwurzelung und Einbindung von Jugendspielern in den letzten Jahren Stück für Stück verloren gegangen ist. Für einen Dorfverein – wie wir es zweifelsohne sind – ist dies auf Dauer fatal, da gar nicht die Möglichkeiten bestehen, Saison für Saison eine komplette Mannschaft von außerhalb zu verpflichten. Nun versucht man diesem Trend entgegenzuwirken – leider hat sich der letztjährige Kader der ersten Mannschaft ausnahmslos dafür entschieden, diesen Weg nicht mitzugehen. Daher war es unumgänglich, sich aus der Bezirksliga freiwillig zu verabschieden und mit den Spielern der ehemaligen zweiten Mannschaft sowie einigen Jugendspielern einen kompletten Neustart zu vollziehen.

sechzger.de:  Das heißt, Du selbst stehst also auch erst seit diesem Sommer im Tor der ersten Mannschaft des SSV Kasendorf?

Böhnlein:  Ja. In den letzten Jahren war ich im erweiterten Kader der ersten Mannschaft, habe sehr viele Trainingseinheiten dort mit gemacht und war auch ab und zu als Ersatztorwart auf der Bank gesessen. Um Spielpraxis zu erhalten habe ich in der zweiten Mannschaft gespielt. Seit dieser Saison bin ich nun der Stammtorwart der ersten Mannschaft.

Dem Stürmer entgegen: Kasendorfs Goalie Böhnlein

sechzger.de: Du hast eingangs schon verraten, dass Du Löwenfan bist. Nach unserer Information bist Du sogar Lebensmitglied beim TSV 1860 bist. Wie kam es dazu?

Böhnlein:  Das stimmt. Familiär bedingt gab es für mich auch gar keine andere Option, als Fan von 1860 München zu werden. So wurde ich als kleines Kind bereits Mitglied im heimischen Fanclub – später hat mich meine Mutter als Mitglied bei 1860 angemeldet. In meiner Jugend haben sich dann ca. 15 Gleichgesinnte zusammengeschlossen und sind regelmäßig zu Heim- und Auswärtsspielen gefahren. Den Traum der Lebensmitgliedschaft habe ich mir dann von meinem allerersten Monatsgehalt erfüllt.

Perfekte Allesfahrer-Saison vor zehn Jahren

sechzger.de:  Schaffst Du es, regelmäßig Spiele der Löwen in Giesing oder auch auswärts zu besuchen? Oder ist da die eigene Torwartkarriere im Weg?

Böhnlein:  Früher war ich auf jeden Fall öfter im Stadion. Ich habe damals auch selbst mit Fußballspielen pausiert, um eine Allesfahrer-Saison zu schaffen, welche mir vor zehn Jahren auch gelungen ist. Seitdem ich selbst wieder spiele ist es logischerweise weniger geworden, aber wenn es der eigene Spielplan und die Arbeit zulässt, besuche ich nach wie vor sehr gerne Spiele der Löwen. Ob diese dann zuhause oder auswärts sind, ist zweitrangig.

sechzger.de:  Apropos Torwart: Hast Du einen persönlichen Favoriten aus der Geschichte des TSV 1860, der mal das Löwentor gehütet hat? Wir hatten ja durchaus einige große Namen auf der Position.

Böhnlein: Hier kann ich eigentlich nur aus der jüngeren Vergangenheit sprechen. Aus Kindestagen muss natürlich Michael Hofmann genannt werden, da er aus unserer der Nähe stammt. Außerdem hat er mir damals nach einem Training auch ein paar unterschriebene Torwarthandschuhe geschenkt, was damals schon ein kleines Highlight war. Anschließend war es dann Gabor Kiraly, den es als „Idol“ zu nennen gilt. Hier kann ich mich noch daran erinnern, dass ich selbst einige Pflichtspiele – ähnlich wie er – in einer grauen Jogginghose absolviert habe.

Löwenfans im Team des SSV Kasendorf

sechzger.de:  Wie ist es bei Deinen Mitspielern beim SSV? Sind da weitere Löwenfans zu finden oder halten die es eher mit anderen Vereinen? Bayreuth ist ja ganz nah, Nürnberg auch nicht so weit. Oder hängen womöglich sogar einige diesem anderen Verein aus München an?

Böhnlein: Es gibt tatsächlich noch ein paar Löwenfans bei uns. Die sind auch der Grund, warum ich damals überhaupt in Kasendorf gelandet bin. In der Mannschaft sind wir ein bunt gemixter Haufen, da ist von allem etwas dabei. Leichte Überhand dürfte der Club aus Nürnberg haben, leider sind auch ein paar “Fans” aus der Seitenstraße vertreten.

sechzger.de:  Was wäre Dein Traum für das Spiel am Dienstag? Ein Sieg von Euch scheint eher unwahrscheinlich, ein Tor wirst Du als Torhüter wahrscheinlich auch nicht erzielen können. Wie wär’s mit einem gehaltenen Elfer? Oder reichen Dir schon ein paar gute Paraden?

Böhnlein: Realistisch gesehen muss das Ganze für uns eine richtige Abreibung werden, darf eigentlich auch bei einem Unterschied von sechs Ligen nicht anders sein. Daher wäre aus meiner Sicht alles unter zweistellig schon ein kleines Wunder. Ich selbst möchte das Spiel einfach so gut es geht genießen – so etwas (auch vor so einer Kulisse) werde ich nie mehr erleben. Wenn dann die ein oder andere gute Parade dabei ist, ist es umso schöner.

Voller Einsatz! Und der Ball ist erstmal aus der Gefahrenzone

sechzger.de: Natürlich geht unser Blick auch über das Spiel am Dienstag hinaus: Was erwartest Du für Euer Team in der kommenden Saison? Ist der Aufstieg in die Kreisliga ein denkbares Ziel?

Böhnlein: Wie vorhin bereits erwähnt, war der Umbruch enorm und ist mit einem kompletten Neustart zu vergleichen. Daher geht es in dieser Saison primär darum, die jungen Spieler an den Herrenbereich zu gewöhnen, ein richtiges Team auf und abseits des Platzes zu werden und dieses in den nächsten Jahren punktuell zu verstärken. Dann kann auch an etwas wie einem Aufstieg gedacht werden. Aber für die diesjährige Saison kann das Ziel nur der (hoffentlich frühzeitige) Klassenerhalt sein.

sechzger.de: Und natürlich gibt’s diese Frage auch im Bezug auf die Löwen: Was erwartest Du von Giannikis Team in der neuen Saison? Ist mit etwas Glück vielleicht sogar der Aufstieg ein Thema?

Was zu Feiern am Saisonende wäre schön!

Böhnlein: Auch hier bin ich eher konservativ und die Erwartungshaltung ist eher gering. Gerade die letzte Saison hat gezeigt, wie schnell es auch in die falsche Richtung gehen kann. Daher sollte so schnell wie möglich genügend Abstand zur unteren Tabellenregion geschafft werden. Und wer weiß, vielleicht haben wir das Glück, dass wir eine Serie starten können. Wenn es dann am Ende der Saison was zu feiern gibt, wäre es natürlich umso schöner!

sechzger.de: Vielen Dank für das Interview, viel Spaß am Dienstag gegen die Löwen und dann eine erfolgreiche und verletzungsfreie Spielzeit mit dem SSV Kasendorf.

Böhnlein: Vielen Dank auch an euch, dass ihr mir die Möglichkeit gegeben habt, eure Fragen zu beantworten! Ich hoffe auch, dass jeder, der den Weg (hoffentlich unfallfrei) auf sich nimmt bei uns eine gute Zeit verbringen kann. Wir sehen uns am Dienstag!

Bilder: SSV Kasendorf 1948 e.V.

Giesinger Gedanken: Von der Euphorie zur Enttäuschung

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Hand auf’s Herz: Das haben wir uns alle anders ausgemalt am Freitag Abend!
Voller Euphorie gestartet endete der Abend mit einer Enttäuschung.

Neuer vielversprechender Kader

Mit einem runderneuerten Kader geht der TSV 1860 in seine siebte – hoffentlich nicht verflixte – Drittligasaison 2024/25. Eigentlich wie vor einem Jahr. Allerdings klingen die vielen Namen, die nun für das Aufsagen der Mannschaftsaufstellung vor Spielbeginn gelernt werden mussten, deutlich vielversprechender, als im Sommer 2023 mit seinem bekannten unwürdigen Transfergebahren.

Das Wetter passt

Ganz anders als im vergangenen Jahr auch das Wetter am Tag des ersten Heimspiels, das uns der DFB zum zweiten Mal hintereinander zum Auftakt bescherte. War es letztes Jahr gegen den Waldhof noch kalt und später sehr sehr nass, hielt am Freitagabend gegen Saarbrücken trotz bedrohlicher Wolken über Giesing das Wetter.

Wiedersehensfreude und Panini-Tausch

Entsprechend ausgelassen war die Atmosphäre vor diesem offiziellen Liga-Auftaktspiel rund um’s Stadion. Wiedersehensfreude aller Orten nach der so langen Pause seit Mitte Mai. Am Grünspitz und im Bamoboleo wurden fleissig Panini-Sticker getauscht und wahrscheinlich kamen am Freitag spätnachmittags so viele Löwenfans einem kompletten 1860-Sammelalbum zum 125. Geburtstag der Fußballabteilung so nah wie nie zuvor. Wenigstens hier also Erfolge in weiß und blau!

Neuer Caterer und ein fetter Brunnenmiller

Vor dem Stadion wurde ein 36 Seiten starker Brunnenmiller verkauft – viel viel Lesestoff nach der Sommerpause. Und auch im Stadion konnten die Fans ein paar Neuerungen in Augenschein nehmen: Unter den Tribünen war der neue Caterer Diemb Gastronomie (mit dem Angebot des “Early-Bird-Biers” und echten Grill- Würschteln) erstmals im Einsatz und vor den Blöcken G und H hing am Zaun Richtung Spielfeld eine neue WESTKURVE-Fahne. Beobachter gehen davon aus, dass auch oben am Zaun links und rechts der Anzeigentafel bald ein neues Banner hängt und das seit der Rückkehr auf Giesings Höhen 2017 dort beheimatete MEIN VEREIN FÜR ALLE ZEIT-Transparent ersetzen wird.

Blogger und Hetzer vor dem Spiel angenehm ruhig

Obwohl speziell die beiden finalen Testspiele vor dem Auftakt gegen Saarbrücken eigentlich nicht gerade zur Euphorie einluden, waren in den Tagen vor dem Auftakt dann auch die meisten im Umfeld des TSV 1860 viel zu häufig zu findenden Miesmacher verstummt. Ein stets mit jammerndem Unterton auf der LÖWENRUNDE auftretender Blogger verzichtete beispielsweise am Donnerstag gänzlich auf Fragen an Löwendompteur Giannikis, schwieg die ganze Veranstaltung über und überließen anderen Berichterstattern das Feld. Sehr angenehm!

“Noch 38 Spiele bis zum Aufstieg…”

Und als es am Freitag Abend um 18.60 Uhr dann endlich losging, ließ sich der üblicherweise für diese Zeilen verantwortliche sechzger.de-Redakteur voller Euphorie zur Aussage “noch 38 Spiele bis zum Aufstieg” hinreissen. Es ist nicht bekannt, ob er diesen Satz nach Sonnenuntergang bei der Nachbesprechung am Grünspitz nochmal – dann mit einer um eins reduzierten Spielanzahl – wiederholt hat.

Anfang okay – dann leider nicht mehr

Obwohl auch das Geschehen auf dem grünen Rasen durchaus vielversprechend begann und obwohl beispielsweise der 17jährige Lukas Reich auf der rechten Außenverteidigerposition defintiv ein ganz großer Lichtblick dieses Abends war – am Ende konnten die Löwenprofis die hier geschilderte Euphorie vor dem Saisonauftakt nicht aufgreifen und in einen sportlichen Erfolg ummünzen. Im Gegenteil. Ziemlich bedröppelt schlichen die Akteure bei Ihrer Dankes-, oder Saisonbegrüßungs- oder Verabschiedungsrunde (was war das nun eigentlich genau?) vom Feld. Während im Hintergrund wieder einmal die Gäste aus dem Saarland mit ihrem Anhang in Giesing feiern durften (hier von uns im Video eingefangen).

Auf Euphorie folgt Enttäuschung

Wer schon etwas länger zu 1860 geht, dem hat dieser Freitag Abend mal wieder sehr drastisch vor Augen geführt, wie nah bei unserem Lieblingsverein Vorfreude, Euphorie, Glückseligkeit und Entäuschung beisammen liegen. Innerhalb von neunzig Minuten werden alle hier beschriebenen positiven Emotionen vom Tisch gefegt und sind wie weggeblasen. Wären da nicht die paar Biere nach dem Spiel in einer lauen Sommernacht mit Gleichgesinnten – es wäre wahrscheinlich noch deutlich schwerer zu ertragen.

Kasendorf und Stuttgart II als nächste Herausforderungen

So bleibt uns eigentlich nur, uns wieder zu sammeln, am Dienstag im bayerischen Landespokal das zu erwartende Schützenfest (gegen einen Neuntligisten) zu genießen und uns dann heute in einer Woche auf den Weg nach Großaspach zu machen.  Und eine neue Euphorie für das zweite Saisonspiel zu entwickeln!

U21 setzt Serie fort – 1:0 gegen Landsberg

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U21 setzt Serie fort - 1:0 gegen Landsberg
U21 setzt Serie fort - 1:0 gegen Landsberg

Die U21 des TSV 1860 München hat ihre Serie ausgebaut und den dritten Sieg im vierten Spiel gefeiert. Erst unter der Woche hatte man gegen Ismaning gewonnen. In der Bayernliga Süd setzten sie sich in Gilching am Samstagnachmittag knapp aber hochverdient mit 1:0 gegen den TSV Landsberg durch. Den Goldenen Treffer erzielte Arin Garza nach einer halben Stunde

U21 setzt Serie fort – 1:0 gegen Landsberg

Die Münchner waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Der Führungstreffer fiel nach einem sehenswerten Spielzug. Torschütze war Arin Garza. Auch im weiteren Verlauf waren die Löwen die bessere Mannschaft, erspielten sich gute Chancen, versäumten es aber mehrmals den Sack zuzumachen. Alleine Muteba, der von Anfang an auf dem Feld stand und in der Offensive auffällig agierte, hatte drei Mal den zweiten Treffer auf dem Fuß.

Keeper bester Mann bei Landsberg

Am Ende brachten die Münchner ihre Führung aber hochverdient über die Zeit. In einem sehr fairen und recht einseitigen Spiel hatten nämlich fast ausschließlich die Hausherren Torchancen. Bester Mann bei den Landsbergern war Keeper Leimeister, der gleich mehrmals einen weiteren Gegentreffer verhinderte. So mussten die kleinen Löwen bis zum Schlusspfiff des sehr souveränen Schiedsrichters zittern, ehe der dritte Sieg im vierten Spiel feststand. Mit zehn Punkten aus den ersten vier Partien liegt die U21 aus Giesing aktuell auf Tabellenplatz drei hinter dem TSV Kottern und dem punktgleichen TSV Memmingen.

Trainer Hirschnagl mit seinem Team zufrieden

Trainer Felix Hirschnagl sagte nach dem starken Saisonstart: “Ich bin zufrieden mit den zehn Punkten und der Art und Weise wie wir spielen. Aber wir haben, wie schon gegen Ismaning, den Deckel nicht drauf gemacht. Da müssen wir noch zulegen, dass wir Spiele entscheiden und nicht so lange leiden müssen”. Das komplette Interview kann auf Youtube abgerufen werden.

Nächstes Heimspiel bereits am Freitag

Schon am kommenden Freitag geht es weiter für die U21 des TSV 1860 München. Dann wartet das nächste Heimspiel. Anpfiff ist dort um 19:00 Uhr, zu Gast wird dann der SV Erlbach sein, der mit acht Zählern im Klassement nur knapp hinter den kleinen Löwen liegt. Gespielt wird dabei nicht in Gilching, sondern auf Platz fünf an der Grünwalder Straße 114.

Kantersieg der U19 gegen den SSV Ulm

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1860 u19 nachwuchsliga derby

Heute Mittag um 12:00h gab die U19 des TSV 1860 München ihre Premiere in der neu geschaffenen Nachwuchsliga des DFB. In der Gruppe G empfing die U19 den SSV Ulm am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße. Im Gegensatz zu den Profis startet die U19 mit einem 6:1 erfolgreich in die Saison.

1860 geht früh in Führung

Zu Beginn wogte das Spiel munuter hin und her. De erste Chance des Spiels konnte 1860 in der 7. Minute verzeichnen, als Emre Dursun den Ulmer Torwart zum ersten Mal prüfte. Auf der Gegenseite musste Löwenkeeper Miran Qela gegen Lang klären (18. Minute). Im direkten Gegenzug gelang der U19 dann der Führungstreffer gegen den SSV Ulm. Emre Erdogan drückte einen Abpraller mit dem Kopf zum 1:0 über die Linie (19. Minute). Bis zur Pause erarbeiten sich die kleinen Löwen noch weitere Chancen, die sie bis zu Nachspielzeit der ersten Hälfte allesamt ungenutzt ließen. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs ließ Clemens Lippmann drei Gegenspieler aussteigen und stellte auf 2:0. Kurz danach ertönte dr Pausenpfiff.

U19 schenkt Ulm in der zweiten Hälfte vier Gegentreffer  ein

Die Löwen machten nach dem Wiederanpfiff nahtlos da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten: Bereits nach wenigen Sekunden erzielte Lippman nach schönem Doppelpass mit Wagner das 3:0. In der 60. Minute war es dann Fabio Wagner selbst, der für das 4:0 sorgte. Er fing einen Pass in der Ulmer Hälfte ab, umdribbelte Ulms Torwart Höcker und schob ins Leere Tor ein. Danach fiel der Ehrentreffer der Schwaben. Klimek traf nach einer Ecke aus einem Spielerknäuel heraus 69. Minute). Es fologte in der 77. Minute eine rote Karte für die Spatzen. In Überzahl konnten die Junglöwen ihre Überlegenheit zu weiteren Chancen nutzen. Tore fielen dann erst kurz vor Schluss. Pereira de Azambuja traf in der 88. Minute zum 5:1. Den Schlusspunkt setzte Genidis in der 91. Minute. Somit startete die U19 mit einem hocherfreulichen 6:1 in die Saison 2024/25.

Giannikis: “Verpasst in Führung zu gehen”

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Giannikis: "Verpasst in Führung zu gehen"
Giannikis: "Verpasst in Führung zu gehen"

Die Löwen haben den Saisonstart verpatzt und zum Auftakt mit 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Saarbrücken verloren. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel zeigte sich Saarbrückens Coach Rüdiger Ziehl zufrieden mit dem Ergebnis. Löwen-Coach Argiros Giannikis sprach von einer guten ersten Halbzeit, in der man es verpasst habe, in Führung zu gehen.

Giannikis: “Haben es verpasst in Führung zu gehen”

Der Löwen-Coach resümierte: “Es war ein Spiel, das in Wellen verlaufen ist. Wir haben es in unserer guten Anfangsphase verpasst, in Führung zu gehen. Saarbrücken ist eingespielter als wir, aber mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden. Abgesehen davon, dass wir kein Tor gemacht haben. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Ballverluste produziert. Einen davon haben wir bei einem Konter bezahlt, den Saarbrücken gut ausgespielt hat. Zwischen der 65. und 80. Minute hat uns dann die Substanz gefehlt”.

Ziehl: “Haben gegen einen starken Gegner gewonnen”

Saarbrückens Rüdiger Ziehl erklärte: “Mit dem Ergebnis sind wir hochzufrieden. Wir hatten am Anfang Probleme in die Balleroberungen zu kommen. Da hatten wir ein oder zwei Mal Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Ab der 15. Minute hatten wir dann mehr Ballbesitz. Insgesamt war die erste Halbzeit ausgeglichen. Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg dann insgesamt verdient. Wir haben gegen einen starken Gegner gewonnen”

“Sind von der Spielanlage weiter als letzte Saison”

Trotz der Niederlage sah der Löwen-Coach auch gute Ansätze und sagte weiter: “Von der Spielanlage her sind wir definitiv weiter, als letzte Saison. Wir konnten einen Aufstiegskandidaten wie Saarbrücken vor Probleme stellen. Wir müssen noch weiter zusammenwachsen und weiterhin konsequent arbeiten”. In wie weit dies im Laufe der kommenden Woche gelingt, wir das zweite Saisonspiel am kommenden Sonntag beim VfB Stuttgart zeigen.

Erfolglose Umstellungen – Löwen verlieren mit 0:1

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Erfolglose Umstellungen - Löwen verlieren mit 0:1
Erfolglose Umstellungen - Löwen verlieren mit 0:1

Der TSV 1860 München hat den Saisonstart verpatzt. Die Löwen verloren ihr Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken, mit dem die Saison in der 3. Liga eröffnet wurde, mit 0:1. Am Ende leider auch verdient, denn die Münchner waren, abgesehen von einer starken Anfangsphase, in der Offensive kaum präsent. Nur drei nennenswerte Torchancen erspielte sich der TSV. Bitter, dass dann einmal die Zuordnung nicht stimmte und dies Saarbrücken im Stile einer Spitzenmannschaft ausnutzte.

Erfolglose Umstellungen – Löwen verlieren 0:1

Die Euphorie war groß, der Candidplatz und der Grünspitz gut gefüllt, das Wetter hielt. Es war angerichtet für den Saisonstart 2024/25. Auch im Stadion war die Stimmung prächtig, die Westkurve peitschte die Löwen nach vorne und die Mannschaft auf dem Feld lieferte. Hiller, Reinthaler und Schröter saßen zu Gunsten von Vollath, Verlaat und Philipp erst einmal auf der Bank. Doch das Offensivfeuerwerk war nur von kurzer Dauer, die Löwen verloren am Ende verdient mit 0:1.

Starke Anfangsphase nicht belohnt

Dabei hatte alles so gut begonnen: Die Hausherren machten von der ersten Minute an Druck, Saarbrücken kam kaum aus der eigenen Hälfte. Sechzig rannte an und kam auch zu einer ersten guten Chance. Doch Saarbrückens Keeper Menzel rettete mit einer starken Hand-/Fußabwehr gegen einen Wolfram-Kopfball. Ab der 20. Minute fanden die Gäste immer besser ins Spiel. Dennoch ging es torlos in die Pause, auch weil ein Solo-Lauf von Reich nicht belohnt wurde, der Youngster brachte zu wenig Druck hinter den Ball.

Saarbrücken im zweiten Durchgang stärker

Nach dem Seitenwechsel übernahmen immer mehr die Gäste die Regie. Sechzig fand in der Offensive nicht mehr statt. So kam es wie es kommen musste und das 0:1 fiel in der 71. Minute. Saarbrücken zauberte sich auf rechts über Rizutto durch, der flankte auf den kürzen Fünfer, wo Schmidt einnickte. Die Löwen wollten, die Löwen wechselten, aber die Löwen waren auch zu ideenlos und hektisch. Nach einem Vollath-Fehlpass auf Höhe der Mittelinie wurde es hinten brandgefährlich, doch 1860 blieb im Spiel. Bis auf einen Schubert-Abschluss, der abgefälscht zur Bogenlampe wurde und den Menzel von der Linie kratzte, passierte aber nichts mehr.

Die Abläufe passen noch nicht

Insgesamt war das Spiel ansatzweise ordentlich, gerade defensiv recht stabil – abgesehen vom Gegentreffer, als Saarbrücken auf dem rechten Flügel zu leicht durchkam und Verlaat im Zentrum zu weit von Schmidt weg stand. Nach vorne war das aber noch viel zu wenig. Schröter brachte nach seiner Einwechslung mehr Gefahr, auch wenn Philipp zu Beginn gute Szenen hatte. Die drei Dauerbrenner der letzten Saison, die gegen Saarbrücken auf der Bank saßen, werden auf jeden Fall Druck auf die erste Startelf machen und auf Trainer Giannikis wartet noch Einiges an Arbeit…

Liveticker: TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken (1.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 1.Spieltag der Saison 2024/25 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem 1.FC Saarbrücken!

Es geht wieder los! Am heutigen Freitagabend empfängt der TSV 1860 München den 1.FC Saarbrücken in Giesing. Die beiden Mannschaften bestreiten das Auftaktspiel der 3.Liga in der Saison 2024/25. Da 1. und 2.Bundesliga noch pausieren, dürfte mehr oder weniger ganz Fußball-Deutschland einen Blick auf die heutige Partie werfen. Wie starten die Löwen um Trainer Argirios Giannikis in die neue Spielzeit? sechzger.de berichtet live aus dem Grünwalder Stadion in Giesing!

Aufstellung:
Vollath – Reich, Verlaat, Schifferl, Kwadwo – Kloss (72. Schubert) , Jacobsen – Philipp (55. Schröter), Guttau – Wolfram (72. Deniz), Hobsch (73. Frey)

Bank:
Hiller (TW), Danhof, Schubert, Reinthaler, Schröter, Ott, Bähr, Deniz, Frey

Tore:

0:1 (71.) Schmidt

Die Personalsituation

Es fehlen:

Ausfälle beim 1.FC Saarbrücken:
Dominik Becker, Maurice Multhaup, Bjarne Thoelke, Boné Uaferro

Diesen Löwen droht eine Sperre

Karten werden nicht in die neue Spielzeit übertragen, daher droht keinem Spieler eine Sperre im Falle einer gelben Karte.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist wie gewohnt mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder mit etwas Glück bis kurz vor Anpfiff jedoch noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird ausnahmsweise kostenlos übertragen, MagentaSport ist wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten, Übertragungsstart ist 18:30 Uhr.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Gegnervorstellung: 1. Fußball-Club Saarbrücken e.V.

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Absperrung mit FCS Logo

Noch einmal schlafen, dann geht es endlich wieder los – Saisonstart auf Giesings Höhen. In dieser Spielzeit habe ich die Ehre, Euch die Gegner unserer Löwen in dieser Saison vorzustellen.

Natürlich sind die meisten Kontrahenten alte Bekannte, nichtsdestotrotz möchte ich in der Hinrunde eine detailliertere Vorstellung vornehmen, um in der Rückrunde einen allgemeineren Blick auf das Geschehen vor dem Spiel zu werfen. Heute macht der 1. FC Saarbrücken den Anfang:

Aktuelles – Die Ausgangssituation

Neue Saison, erster Spieltag, es gibt also noch nichts zum bisherigen Saisonverlauf zu schreiben. Die Vorbereitung ist für den FC Saarbrücken durchaus erfolgreich gelaufen, nur eine Niederlage mussten die Mannen von Rüdiger Ziehl in 5 Testspielen hinnehmen.

Diese passierte jedoch gegen den Bahlinger SC aus der Regionalliga. Andererseits wurden Zweitligist Darmstadt 98, wie Ligakonkurrent Stuttgart II, mit 2:1 besiegt. Im letzten Test gegen den luxemburgischen Vertreter Swift Hesperange gab es ein 3:0. Die Generalprobe ist für den FCS also, im Gegensatz zu den Löwen, positiv verlaufen und die Angriffsmaschinerie scheint auf Betriebstemperatur zu sein.

Auch im DFB-Pokal wird die Überraschungsmannschaft der letzten Pokalsaison wieder mit von der Partie sein. Durch den Gewinn des Saarlandpokals qualifizierten die Blau-Schwarzen sich für die 1. Runde, in welcher der Club aus Nürnberg ins Saarland reisen wird.

Nachdem die Saarländer in jedem Jahr seit dem Wiederaufstieg im oberen Bereich des Endklassements zu finden waren und die letzte Saison auf Platz 5 abschlossen, sind sie sicher heiß dieses Jahr ein ernstes Wort im Aufstiegskampf mitzureden. Spiele gegen unsere Löwen waren für den FCS aber in der letzten Saison eine harte Nuss. Im Heimspiel setzte es eine 2:3 Niederlage, danke an Niki Lang an dieser Stelle, und von Giesings Höhen konnte nur ein Punkt entführt werden.

Kader & Transfers

Auch Saarbrücken hat eine bewegte Transferperiode hinter sich. Jeweils 13 Zu- und Abgänge sind im Saarland zu verzeichnen. Besonders das Leihende von Stammtorhüter Tim Schreiber, der nun für Dynamo Dresden im Kasten steht, hinterließ eine große Lücke, welche durch Phillip Menzel, der aus Klagenfurt kam, gefüllt werden soll. Einen Stammkeeper muss man auch erst mal aus der österreichischen Bundesliga loseisen.

Geld ausgegeben hat der FCS für keinen Neuzugang. Als letzter Transfer wurde gestern die Leihe des 19-jährigen Talents Jacopo Sardo von Lazio Rom bekannt, der anscheinend auch bei Bayer Leverkusen auf dem Zettel gestanden haben soll. Auch auf der Seite der Abgänge wurden alle Wechsel ablösefrei abgewickelt. Einer der bedeutendsten Abgänge ist der Transfer von Mittelfeldspieler Luca Kerber der fortan in der Bundesliga für den FC Heidenheim aktiv ist.

Laut transfermarkt.de starten die Saarländer mit einem 26-Mann Kader und einigen Verletzungsproblemen in die Saison. Alleine drei Innenverteidiger sind aktuell verletzt. Der Umbruch im Kader des FCS war zwar recht groß, was die Mannschaft von Trainer Ziehl zu einer gewissen Wundertüte macht, viele Stammspieler wurden aber gehalten. Von der Startelf, die im Halbfinale des DFB-Pokal begann, sind noch 7 Spieler da. Die ganze linke Seite ist ausgewechselt und den Schemata auf kicker.de zufolge wurde das System 3-4-2-1 beibehalten. Mal sehen ob die Neuzugänge das Niveau halten oder sogar heben können.

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Vereinsgeschichte

Geschichte

Gegründet wurden die Blau-Schwarzen am 18. April 1903 als Fußballabteilung “SpVgg Malstatt” im TV 1876 Malstatt. Nach mehreren Umbenennungen hießen sie bis kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs FV 03 Saarbrücken. Schon als FC Saarbrücken spielten die Saarländer zwischen 1948 und 51 im französischen Ligensystem. Nach der Rückkehr ist der Verein durchaus erfolgreich, wird 1952 Vizemeister, nimmt am inoffiziellen Weltpokal in Brasilien teil und spielt im Europapokal. In diese Zeit, 1953, fällt auch der Umzug in das Ludwigsparkstadion, dessen Nachfolger bis heute Heimstätte des Clubs ist.

Im weiteren Verlauf ist der FC Saarbrücken sowohl Gründungsmitglied der Bundesliga, als auch der 2. Bundesliga. Nach vielen Jahren in den oberen drei Spielklassen stieg der Verein 2007 in die Oberliga ab und war an seinem Tiefpunkt angekommen. Erst 2009 kehrte man in den Profifußball zurück. Nach einem weiteren Absturz in die Regionalliga erfolgte 2020 die Rückkehr in die 3.Liga. An der längeren Phase im Amateurfußball sind unsere Löwen ja auch nicht gänzlich unbeteiligt. Eine besondere Beziehung haben die Saarländer in der jüngeren Vergangenheit zum DFB Pokal. 2020 standen sie als erster Viertligist im Halbfinale des Bewerbs und auch in der letzten Ausgabe sorgte die Mannschaft für Furore, als sie mehrere Bundesligisten ausschaltete und abermals die vorletzte Runde erreichte.

Verein

Alles in allem sind im Verein 10 000 Mitglieder organisiert. Neben dem Profifußball gibt es beim FC Saarbrücken auch eine Amateurabteilung, eine AH-Sparte, Frauenfußball und als einzigen anderen Sport eine Handballabteilung. Die Fußball-Frauenmannschaft gehörte 16 Jahre der Frauenbundesliga an und spielt mittlerweile in der Regionalliga Süd-West. Anders als beim TSV ist der Profifußball im FCS nicht in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert und wird von einem Präsidium geführt, das Teil des Vereinsvorstands ist. Es wird vom Aufsichtsrat eingesetzt und nicht von den Mitgliedern gewählt, die wiederum den Rest des Vorstandes und den Aufsichtsrat wählen.

Bis 2011 gab es auch noch eine Tischtennisabteilung, die seit 2009 in der Bundesliga spielt, nun aber ein eigenständiger Verein ist. Der 1. FC Saarbrücken-Tischtennis hat ein sehr ähnliches Wappen und wurde 2020 zum ersten Mal deutscher Meister. Der bekannteste Spieler ist der aktuelle Nationalspieler und Weltranglisten-Neunte Patrick Franziska.

Fanszene

Nach eigenen Angaben verfügt der FCS über 109 offizielle Fanclubs (TSV 1860: 266). Die aktive Fanszene steht bei Heimspielen im Osten, auf der “Virage Est”, wo sie besonders in der letztjährigen DFB-Pokal-Saison für Furore sorgte. Zur Unterstützung der Kurve gibt es einen “Förderkreis Virage Est”. Die bekanntesten Ultragruppen sind die Hauptgruppe “Boys SB”, die “Clique Canaille”, die “Nordsaarjugend” und die “Droogs”. In der gesamten Szene der Saarländer ist eine große Frankophilie vorherrschend, welche sich nicht zuletzt im selbstgewählten Tribünennamen ausdrückt.

In diesem Rahmen besteht seit über 25 Jahren eine Freundschaft zur AS Nancy und auch mit der Salzburger Austria, sowie dem Taranto FC aus Italien ist man freundschaftlich verbunden. Die größte Rivalität gibt es mit dem 1. FC Kaiserslautern, weiters ist auch die Abneigung in Richtung Homburg, Mannheim und Trier groß. Mangels einer ernstzunehmenden Anzahl an Fans, spielt der SV Elversberg hier keine Rolle.

Eine spannende Konstellation ergibt sich durch die Freundschaft der FCK Fans mit der “Horda Frenetik 1997” des FC Metz, da Nancy und Metz sich ebenfalls in großer Antipathie gegenüberstehen. Zudem haben auch die Ultras von Eintracht Trier eine langjährige Freundschaft mit der “Gruppa” des FC Metz, dem anderen Teil der gespaltenen Metzer Fanszene.

Der Anhang der Saarländer darf durchaus als reisefreudig bezeichnet werden. Der FCS brachte in der letzte Saison durchschnittlich um die 1000 Fans in die Auswärtsblöcke der dritten Liga mit. Dies bedeutete Platz 6 in der Auswärtsfahrertabelle.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Der höchste Bundesliga-Sieg der Saarländer ist ein 6:1 gegen die Seitenstraßler am 16.04.1977.
  • Der FCS ist nicht nur elfmaliger Sieger des Saarlandpokals, sondern konnte 1950 sogar den internationalen Saarlandpokal für sich entscheiden.

Der 1. Spieltag im Überblick

Freitag 18:60 Uhr TSV 1860 München – 1. FC Saarbrücken
Samstag 14:00 Uhr Rot-Weiss Essen – Alemannia Aachen
14:00 Uhr FC Erzgebirge Aue – Hannover 96 II
14:00 Uhr BV Borussia Dortmund II – SpVgg Unterhaching
14:00 Uhr SC Verl – SV Wehen Wiesbaden
14:00 Uhr SV Sandhausen – VfL Osnabrück
16:30 Uhr FC Hansa Rostock – VfB Stuttgart II
Sonntag 13:30 Uhr FC Viktoria Köln – SG Dynamo Dresden
16:30 Uhr FC Energie Cottbus – DSC Arminia Bielefeld
19:00 Uhr FC Ingolstadt 04 – SV Waldhof Mannheim

 

Tickets für Stuttgart II auswärts erhältlich

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1860 auswärts in Großaspach Stuttgart

Kurz vor dem ersten Anpfiff der neuen Drittligasaison 2024/25, die die Löwen heute Abend (18.60 Uhr im sechzger.de-Liveticker) gegen den 1. FC Saarbrücken mit dem offiziellen Liga-Eröffnungsspiel beginnen, sind nun Karten für den Gästebereich beim ersten Auswärtsauftritt gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart erhältlich.
Das Spiel steigt am kommenden Sonntag, den 11. August um 16.30 Uhr in Großaspach. Über einen Online-Link hat der Löwenfan die Wahl zwischen Stehplätzen und zwei Sitzplatzkategorien. Die Tickets werden per print@home vertrieben.

Ticket-Shop des VfB Stuttgart verkauft Gästetickets

Dieser Link führt Euch direkt in den Online-Ticket-Shop des VfB Stuttgart für die Gästetickets.

Irritierendes Kartenauswahl-Prozedere

Etwas verwirrend ist die organisatorische Gestaltung des Online-Shops, in dem man zunächst nur die Auswahl zwischen verschiedenen Preiskategorien und Ermäßigungen hat. Ein schöner Überblick, allerdings erschließt sich hier nicht, für welchen Block und welche Form (Steh- oder Sitzplatz) man seine Karten eigentlich auswählt. Gerne helfen wir von sechzger.de unseren Leser*innen hier weiter:

PK 1 (also Preiskategorie 1) sind Karten für Block P auf der Haupttribüne. Das Ticket koster hier regulär 30,- EURO.
Die PK 2 (wohl auf der Gegentribüne) wird zwar aufgeführt, den Gästefans aber (noch?) nicht angeboten.
PK 6 steht für die Sitzplätze hinter’m Tor, also in den Blöcken K bis M. Hier werden 20,- EURO für den Normalpreis fällig.
PK 7 sind die Stehplätze in den Blöcken N und O. Kostenpunkt: 13,- EURO.
Nachdem anscheinend die “Bestplatzsuche” voreingestellt und nicht deaktivierbar ist, muss der Löwenfan, der einen Sitzplatz kaufen will, den Platzierungsvorschlag, den der Shop des VfB Stuttgart unterbreitet, annehmen. Ein wenig ärgerlich.

ÖPNV Stuttgart im Ticket enthalten

Für den Abschluss des Kaufs ist eine Registrierung mit Angabe der persönlichen Daten nötig. Dann kann das Ticket heruntergeladen und ausgedruckt werden.
Übrigens: Wer öffentlich nach Großaspach reisen wird: Im Ticket ist die ÖPNV-Nutzung des VSS (Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH) enthalten. Wir wünschen erfolgreiches Kartenkaufen – und schon Mal eine angenehme Anreise nach Großaspach.

 

Update (2.8. 13:40 Uhr): Inzwischen wurde im Ticketshop die hier noch bemängelte fehlende Information über die Lage der Tickets in den unterschiedlichen Preiskategorien ergänzt. Ob dies als Reaktion auf unseren Artikel geschah, wissen wir nicht. Auf jeden Fall eine sehr schnelle Reaktion in Stuttgart!

TSV 1860 – 1.FC Saarbrücken, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein Herzliches Grüß Gott zur ersten Taktiktafel der Saison 2024/25. Zu Gast im Sechzgerstadion ist der 1.FC Saarbrücken. Was erwartet die Löwen zum Auftakt am Freitag Abend?

TSV 1860 München – 1.FC Saarbrücken. In der dritten Liga gab es bisher eher selten Grund zu jubeln, wenn die Saarländer zu Gast waren. Der letzte Heimsieg liegt satte achtzehn Jahre zurück.

Wie jedes Jahr ist die erste Taktiktafel der Saison eine gewisse Art des Blindflugs. Ich habe leider nur wenige Informationen bezüglich dessen, was Saarbrücken spielt bzw. spielen möchte, und kann das, was vom Gegner zu erwarten ist, nicht in der gewohnten Tiefe analysieren.

Ich werde also anhand der erwarteten Startaufstellung und dem, was man mit diesen Spielern anstellen könnte, eine Einschätzung zum Gegner abgeben die höchst spekulativ ist und zum Großteil auf Annahmen und Erfahrungswerten beruht. Und nicht, wie üblich aus Erkenntnissen der letzten fünf Spiele des Gegners.

Auch statistische Mannschaftswerte aus der Vorsaison haben wenig Aussagekraft, denn bei Saarbrücken haben im Sommer elf Spieler, fünf davon aus der Stammelf, den Verein verlassen. In der Startaufstellung darf man also mit vielen neuen Gesichtern rechnen.

Für den ein oder anderen ist die Vorjahresstatistik vielleicht dennoch interessant.

Statistische Werte des 1.FC Saarbrücken 2023/24

  • Ballbesitz 51%
  • Passgenauigkeit 81%
  • defensive Zweikampfquote 62%
  • Flankengenauigkeit 36%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,63

Wie könnte Saarbrücken systematisch auftreten?

Aus den Startaufstellungen der Testspiele schließend, denke ich, dass der 1.FC Saarbrücken gegen den TSV 1860 München entweder in einem 4-4-2 mit Doppelsechs oder aber einem 4-2-2-2, dem sogenannten „magische Viereck“, das ein wenig zentrumslastiger aber auch variabler ist, antritt.

Da in der erwarteten Startformation kein linksfüßiger Mittelfeldspieler steht, kann man die Annahme hegen, dass das 4-2-2-2 die Grundformation sein wird.

Bei eigenem Ballbesitz werden die Saarbrücker vermutlich im Aufbau asymmetrisch aus der Abwehrkette nach vorne verschieben und über diese Verschiebung zuerst ein auf einem Flügel überladenes 3-5-2 (3-2-3-2) und nach dem Eindringen ins gegnerische letzte Drittel ein ballfern asymmetrisches 3-4-3 herzustellen.

Defensiv erwarte ich von Saarbrücken, dass gegen das Positionsspiel der Löwen eine hoch bis mittig angelegte Dreierlinie im Pressing der Saarbrücker agiert. Die Defensivlinie wird zu Beginn des Spiels nicht extrem hoch, sondern an die Höhe der Pressinglinie angepasst agieren. Gegen den Ball formiert sich normalerweise ein klassisches 4-4-2.

Das System 4-2-2-2

Das System 4-2-2-2, auch “magisches Quadrat” genannt, ist eine zentrumslastige Variante des 4-4-2 mit Doppelsechs. Es wird im Mittelfeld auf echte Flügelspieler verzichtet und stattdessen werden zwei Zehner, die auch auf den Außenbahnen Stärken besitzen, zentral vor der Doppelsechs positioniert.

Dadurch kann man einerseits offensiv auf der ballnahen Seite schnell eine Überzahl herstellen. Andererseits besteht das Risiko, auf der ballfernen Seite dann im Fall eines Ballverlustes und schlechtem defensiven Umschaltspiel sehr offen und somit anfällig für Konter und Umschaltangriffe zu sein.

Stärken des Systems

Durch die Dichte im Zentrum besteht in den Frühphasen von Angriffen eine größere Variabilität für eine druckvolle Spieleröffnung.

Viele Möglichkeiten für Verschiebungen im offensiven Zentrum und aus der Abwehr über die Außenbahnen können für variantenreiche Spielzüge bei der Penetration des letzten Drittels und des Strafraums sorgen.

Schwächen des Systems

Je nach taktischer Spielanlage kann es vorkommen, dass einer oder beide Flügel permanent nur mit einem Spieler besetzt sind. Das kann zu konditionellen Nachteilen in den Spätphasen einer Partie führen.

Schlüsselspieler des FCS

Tor

Im Kasten der Saarbrücker steht mit Phillip Menzel (#13) einer von elf Neuzugängen. Der von Austria Klagenfurt ins Saarland gewechselte Keeper ist 25 Jahre alt und mit 700.000 € Marktwert der teuerste Spieler in Reihen der Saarbrücker. Der 1,92 m große Torwart ist extrem sicher bei der Strafraumbeherrschung. Glaubt man der Statistik ist allerdings jeder dritte Schuss, der auf sein Tor geht, auch im Kasten. Seine Karrierewerte in der österreichischen Bundesliga bescheinigen ihm eine Savepercentage von nur 66%. Stark ist Menzel im eins gegen eins. Lediglich zweimal zog er vergangene Saison in solchen Momenten den Kürzeren.

Abwehr

Kapitän und Defensivchef Manuel Zeitz (#8) ist schon vor der vergangenen Saison aus dem defensiven Mittelfeld auf die Innenverteidigerposition gerückt. Gegen den Ball über alle Zweifel erhaben, allerhöchstens dann und wann in Laufduellen die Spritzigkeit vermissen lassend ordnet Zeitz einerseits die Defensive, ist aber dank seiner Vergangenheit im Mittelfeld auch als Spieler, der Angriffe auslöst oder entscheidend im Aufbau mitgestaltet, gefragt.

Mittelfeld

Patrick Sontheimer (#6), der bereits im letzten Jahr eine der wichtigsten Figuren bei Saarbrücken war, ist ein giftiger Abräumer, der in Frühphasen eines Angriffs auch spielgestaltend auf der tiefen Sechs auftritt. Der aus Rostock kommende, technisch versierte und äußerst passsichere Neuzugang Sebastian Vasiliadis (#19) wird wahrscheinlich zusammen mit Sontheimer der Taktgeber im Mittelfeld sein.

Sturm

Mit zwölf Treffern war Pascal Brünker (#9) im vergangenen Jahr bester Saarbrücker Schütze. Mit nur einer Vorlage zusätzlich kam er auf insgesamt dreizehn Scorerpunkte. Brünker vom Ball fern zu halten, wird nicht über 90 Minuten funktionieren aber man darf den sehr schussgenauen Brünker nicht zu oft abschließen lassen. Für seine zwölf Treffer vergangene Saison brauchte Brünker lediglich 51 Schussversuche.

Fazit

Wie die gesamte Taktiktafel heute ist auch das Fazit nur ein Schatten des gewohnten.

Ich wage keine Prognose, sondern hoffe, dass das Spiel unseres TSV 1860 München gegen den für viele als Aufstiegsfavorit geltenden 1.FC Saarbrücken ein positiver Gradmesser wird.

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Saison!

So könnte Saarbrücken beginnen

Datenquelle: Wyscout