Was wird denn nun aus dem Grünwalder Stadion? Folgt der anvisierte Um- und Ausbau oder beschränkt sich die Stadt auf die notwendige Renovierung? Oberbürgermeister Dieter Reiter setzt dem TSV 1860 nun in einem AZ-Interview ein Ultimatum.
OB Dieter Reiter setzt Ultimatum
Das Grünwalder Stadion ist DAS Thema rund um den TSV 1860. Keine andere Frage beschäftigt Verein, Fans, Umfeld, Stadt und Medien so sehr wie die nach der traditionellen Heimspielstätte der Löwen. Im Gespräch mit der AZ erzählt Oberbürgermeister Dieter Reiter im Endeffekt nicht viel Neues – es ist ja auch alles gesagt.
Allerdings setzt Reiter dem TSV 1860 diesmal ziemlich offensiv ein Ultimatum:
“2025 wird nicht vorbeigehen, ohne dass der Stadtrat über das Grünwalder Stadion entscheidet. Mein Wunsch wäre sogar, dass wir möglichst im ersten Halbjahr darüber entscheiden.”
Sollte sich der TSV 1860 nicht langfristig zum Standort Giesing bekennen, gäbe es keine Komplettüberdachung und keine VIP-Bereiche. Das Grünwalder Stadion würde “dann eben auf das Niveau eines modernen Amateurstadions gehoben – nicht mehr und nicht weniger.”
Die unendliche Giesinger Geschichte…
Zu den Konditionen, die die Stadt dem TSV 1860 anzubieten gedenkt, äußerte sich Dieter Reiter erwartungsgemäß nicht. Genau das wird seitens der Löwen ja bereits seit Jahren bemängelt, denn wer unterschreibt schon einen Mietvertrag, wenn man nicht weiß, was einen der Spaß kostet…
Man dreht sich also einmal mehr im Kreis, eine Ende der Diskussion ist auch mit Ultimatum nicht in Sicht. Was aber klar scheint: Eine Alternative zum Grünwalder Stadion gibt es für den TSV 1860 München in naher Zukunft nicht.
Keine Initiative von Ismaik
Zwar phantasiert Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik regelmäßig von einem neuen Stadion und hatte ein Treffen mit Dieter Reiter geplant – beim Stadtoberhaupt gemeldet hat er sich jedoch nicht.
“Wir haben keinerlei Kontakt gehabt, er hat sich auch zu keinem Gespräch angekündigt. Ich hätte mich mit ihm schon getroffen, warum nicht. Aber er hat sich nicht gerührt. (…) Ich will mir ja nicht nachsagen lassen, dass ich irgendeine Chance verpasst und etwas verhindert hätte.”
Zum Abschluss des Gesprächs kann sich Reiter eine (unangebrachte) Spitze gegen die Löwen nicht verkneifen:
“Schade, dass Sechzig es nicht auf die Reihe kriegt und lieber noch jedes Jahr den Geschäftsführer tauscht. Die haben bei den Löwen ja häufiger Wahlkampf als wir in München in der Kommunalpolitik.”
Löwen-Präsident Robert Reisinger wollte sich auf Anfrage von sechzger.de nicht zu der Thematik äußern.













