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Torwart Paul Bachmann steigt beim TSV 1860 ins Training ein

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Während der Rest des Teams bereits am Montag mit dem Training begann, meldete sich Torwart Paul Bachmann urlaubsbedingt heute zurück zum Dienst. Bereits am Samstag könnte er beim Testspiel in Forstinning das Tor der Löwen hüten.

Paul Bachmann steigt ins Training ein

Mit Mauricio Dunker, Leon Erkocaoglan und Stefan Musa hatte Torwart-Trainer Vitus Eicher seit Montag drei Keeper um sich versammelt, am Mittwoch kam der vierte hinzu. Paul Bachmann, der in der abgelaufenen Saison als Ersatztorhüter bei den Profis fungiert hatte, stieg in den Trainingsbetrieb ein.

Dies ist auch deswegen bemerkenswert, da eigentlich eine Leihe des 20-Jährigen zum FV Illertissen im Raum stand. Durch den Abstieg des TSV 1860 kann der 1,92 große Torwart nun jedoch auch an der Grünwalder Straße Regionalligaluft schnuppern und darf sich im Kampf um den Platz zwischen den Pfosten berechtigte Hoffnungen machen.

In der Saison 2025/26 saß Bachmann in der 3. Liga bei allen 38 Partien auf der Bank, verbuchte jedoch im Toto Pokal zwei Einsätze und stand auch bei der U21 in der Bayernliga neun Mal auf dem Platz.

SZ: Anwälte verhandeln über Ismaik-Ausstieg

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Einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge, der am Mittwoch spätnachmittags online ging, arbeiten die Anwälte des TSV München von 1860 e.V. und von Investor Hasan Ismaik im Hintergrund offenbar an einem Ausstiegsmodell. Zudem liefert die Zeitung neue Details zu den E-Mail-Verläufen in der Nacht vor dem berühmten 3. Juni und beleuchtet die PR-Strategie der Investorenseite.

Versammlung mit dem Ziel des Ismaik-Abschieds

Zu einer Gesellschafterversammlung der 1860 KGaA am Dienstagabend, die eigentlich Antworten zum weiteren Vorgehen liefern sollte, erschienen – wie wir bereits berichteten – ausschließlich die Anwälte beider Gesellschafter. Ergebnisse wurden nicht kommuniziert, jedoch berichtet die SZ, dass im Hintergrund an einem Szenario gearbeitet werde, bei dem Ismaik seine Anteile gegen eine Ablöse an den e.V. zurückgeben könnte. Am Mittwochabend verließ Ismaik München und veröffentlichte einen Social-Media-Beitrag, in dem er dem Verein und den Fans “Alles Gute” wünschte.

PR-Offensive mit Nähe zu den Roten und zur CSU

Die öffentliche Kommunikation der Investorenseite wird laut SZ derzeit von der Agentur Heller & Partner für “Intensivkommunikation” gesteuert. Mit Blick auf das Netzwerk der von Stephan Heller geführten Agentur entbehrt dieses Mandat nicht einer gewissen Brisanz: Heller & Partner weist eine ausgeprägte Nähe zur Politik – insbesondere zur CSU – sowie zum FC Bayern. So sitzt beispielsweise Jan-Christian Dreesen, Finanzvorstand in der Seitenstraße, im Aufsichtsrat der Agentur. Auf Stephan Hellers LinkedIn-Profil dokumentieren zudem zahlreiche Fotos seine Verbindungen zu CSU-Größen. Unter anderem findet sich dort ein gemeinsames Bild mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, aufgenommen am Rande eines Champions-League-Spiels der Roten gegen Real Madrid.

Im Rahmen der aktuellen PR-Kampagne präsentierte Ismaik Pressevertretern einen Kontoauszug seiner Merchandising-GmbH, der ein Guthaben von 2,3 Millionen Euro auswies. Die SZ ordnet richtigerweise ein, dass ein solches Guthaben auf einem Drittkonto für den DFB und einen möglichen Einspruch gegen die Lizenzverweigerung für die 3. Liga keine Rolle spielen dürfte, da die Abgabefristen unstrittig verpasst wurden.

Ursache und Wirkung: Gutachten klammert HAM-Darlehenskündigung aus

Darüber hinaus legte die HAM-Seite ein juristisches Gutachten des Rechtswissenschaftlers Hans Christoph Grigoleit vor, das dem e.V. eine gesellschaftsrechtliche Treuepflicht attestiert und Schadensersatzansprüche ins Spiel bringt. Die SZ merkt hierzu an, dass das Gutachten die tatsächliche Ursache der Krise völlig ausklammert: Weder die vorausgegangene Kündigung der Darlehensverträge durch Ismaik noch die logische Folge – die Aufkündigung des Kooperationsvertrags durch den e.V. – fänden in den Ausführungen Berücksichtigung. Sofern die e.V.-Kündigung rechtmäßig ist, entfällt nach allgemeiner juristischer Einschätzung auch die Pflicht des e.V., der KGaA das Spielrecht zur Verfügung zu stellen.

Neue Details zur Nacht der Frist

Zudem gibt der Bericht Einblicke in die Abläufe unmittelbar vor dem Ablauf der DFB-Frist am Mittwoch, den 3. Juni um 17 Uhr. Ismaik hatte im Bayerischen Fernsehen beklagt, man sei um 2:40 Uhr in der Nacht auf Mittwoch von einem neuen Vertragsentwurf des e.V. überrascht worden. Laut SZ fehlt bei dieser Darstellung ein entscheidendes Detail, welches wir in einem früheren Artikel bereits beleuchtet hatten: Ismaiks Anwälte hatten zuvor (um 1:12 Uhr) einen Entwurf des Vereins explizit abgelehnt, da sie den Vorbehalt “soweit verbandsrechtlich zulässig” nicht akzeptieren wollten. Daraufhin teilten die e.V.-Anwälte um 2:40 Uhr mit, dass man angesichts der Weigerung von HAM, sich an verbindliche Verbandsregularien zu halten, nun ausschließlich eine frühere Vertragsversion vom Nachmittag akzeptieren werde.

Gestärkte Position des e.V.

Betrachtet man diese neuen Erkenntnisse, dürfte die Verhandlungsposition des e.V. eher gestärkt aus den jüngsten Entwicklungen hervorgehen. Weder die auf lückenhaften Prämissen fußende rechtliche Argumentation der Investorenseite, noch die von der Agentur Heller orchestrierte PR-Kampagne können offenbar die fundierte und verbandsgetreue Vorgehensweise des Stammvereins in der Lizenz-Nacht entkräften. Da nun im Hintergrund sogar ein geordneter Rückzug Ismaiks von Anwälten ernsthaft verhandelt wird, lässt sich aus Vereinssicht trotz der angespannten Gesamtlage vorsichtig zuversichtlich in die nächsten Tage blicken.

Sportliche Planung stockt

Einschränkend wirkt sich die durch die Darlehenskündigung ausgelöste juristische Hängepartie allerdings auf den Platz aus: Die sportliche Planung für die Regionalliga stockt. Mit den seit Montag trainierenden Spielern können aus rechtlichen Gründen weder vonseiten der Geschäftsführung noch vom e.V. verbindliche Zukunftsgespräche geführt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag im Zenith endgültige Klarheit über ein mögliches Insolvenzverfahren der KGaA oder eine außergerichtliche Einigung bringt.

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Titelbild: Screenshot des Instagram-Postings von Hasan Ismaik vom 17.06.2026

Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Am gestrigen Dienstag fand wie berichtet eine Gesellschafterversammlung mit HAM und dem TSV 1860 München e.V. statt. Kurz zuvor hatte der BR ein Interview mit Investor Hasan Ismaik, das eher einem Monolog glich und das wie gewohnt auf jegliche Nachfragen verzichtete, veröffentlicht. Die gestrigen Gespräche der beiden Gesellschafter dauerten nach Informationen von sechzger.de mehrere Stunden, über die Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Bisher hielten sich auch beide Seiten an diese Vereinbarung. Heute sollen die Gespräche weitergehen. Zudem wird spekuliert, dass es am Donnerstag eine weitere Gesellschafterversammlung geben soll, dies wurde aber bislang noch nicht offiziell bestätigt.

HAM bringt wohl Agentur Heller & Partner ins Spiel

Mit am Verhandlungstisch saßen auf Seiten von HAM wohl auch Vertreter der Agentur Heller & Partner. Dass diese Kommunikationsagentur von HAM eingeschaltet wurde, legen jedenfalls Bilder in der Story auf Ismaiks Social-Media-Kanälen nahe. Auf der offiziellen Webseite von Heller & Partner heißt es im Portrait:

Wir stehen für anspruchsvolle Projekte und Kunden an der Schnittstelle zwischen Unternehmenskommunikation, Strategie und politischen Entscheidungsprozessen.

Pikantes Detail: Im Aufsichtsrats von Heller & Partner sitzt der Finanzvorstand eines Vereins aus einer kleinen Seitenstraße der Grünwalder Straße, Jan-Christian Dressen.

Herrmann telefonierte wohl mit Mang

Ebenfalls ans Licht kam kürzlich ein weiteres Detail: Scheinbar telefonierte Joachim Herrmann (CSU), der seit 2007 Bayerischer Staatsminister des Innern und seit 2018 zusätzlich für Sport und Integration zuständig ist, kürzlich mit e.V.-Vorsitzendem Gernot Mang. Herrmann empfahl dabei eine gütliche Einigung mit dem Investor aus Jordanien. Ob diese Kontakte wohl aus Ismaiks Rechtsvertretung durch den ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Gauweiler stammen?

Bahnt sich ein Kompromiss an?

Eine mögliche Schlussfolgerung zu den gestrigen Gesprächen könnte sein, dass eine gütliche Einigung zwischen HAM und e.V. denkbar ist. Vielleicht könnte also aus einem Märchen doch noch Realität werden. Diese mögliche gütliche Lösung soll wohl heute weiter verhandelt werden und könnte am Donnerstag in einer möglichen Gesellschafterversammlung umgesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass beide Seiten bis dahin wirklich hinter verschlossenen Türen miteinander sprechen, statt sich über den Boulevard weiter gegenseitig Vorwürfe zu machen.

 

Aufruf: Löwenfans, kommt zur Mitgliederversammlung!

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Am kommenden Sonntag, den 21. Juni 2026 steigt ab 10 Uhr (Einlass ab 8.30 Uhr) im ZENITH die jährliche Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V., auf der neben drei Wahlen auch über zwei richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft des Profifußballs bei Sechzig abgestimmt werden soll. Eine aktuell hier auf sechzger.de laufende Umfrage nährt den Verdacht, dass das eine oder andere Löwenmitglied noch überzeugt werden muss, der Mitgliederversammlung auch beizuwohnen. Dazu wollen auch wir gern einen Beitrag leisten.

Wahl von drei Verwaltungsräten

Einige wichtige Entscheidungen stehen auf der Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung. Dabei stehen heuer weniger die Wahlen von Personen in Ämter im Fokus, als zwei vom e.V. zu gründende Gesellschaften. Aber natürlich legen wir von sechzger.de auch auf die Wahl für drei Ersatzmitglieder des Verwaltungsrats (TOP 11) einen besonderen Fokus. Einer der insgesamt zehn Kandidaten für die drei Positionen ist unser ehemaliges Redaktionsmitglied und Vorstand im Verein Sportbezogenes Lebensgefühl e.V., Jan Walla, für dessen Wahl wir – da machen wir keinen Hehl draus – auch offen Werbung betreiben! Wenn Jan schon nicht mehr hier auf unserem Fanportal mitmischt, dann soll er aber bitteschön wenigstens den VR bereichern!

Gründung zweier GmbHs

Unter TOP 13 bittet das aktuelle Präsidium die Mitglieder um eine Dreiviertelmehrheit für die Gründung zweier Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Bei der ersten (TOP 13 a), bei der der Antragstext auch den “Erwerb” einer solchen Gesellschaft in Betracht zieht, geht es um den Betrieb des Profifußballs beim TSV 1860 München. Nähere Vorabinformationen zur Gründung dieser GmbH sind hier zu finden. Aber natürlich wird auch die Mitgliederversammlung den Anwesenden Gelegenheit bieten, offene Fragen zu diesem Tagesordnungspunkt zu stellen. Gleiches gilt für TOP 13 b), “Gründung einer ‘Betriebsgesellschaft Sechzgerstadion’ mbH”. Hier geht es, wie der Name schon sagt, um die langfristige Zukunft des Spielorts für die Profifußballer des Vereins.

Ein Drittel der sechger.de-Leser*innen nicht Mitglied?

Angesichts der Tragweite dieser anstehenden Entscheidungen überrascht der Zwischenstand der aktuell auf unserer Startseite (leider noch nicht in der App) laufenen Umfrage ein wenig. Okay, von über 1.800 Teilnehmern hat gut ein Drittel angegeben, kein Mitglied im e.V. zu sein. Das macht eine Teilnahme an der Mitgliederversammlung tatsächlich unmöglich und man möchte diesen – über 600 Leser*innen – zurufen: “Auf geht’s! Mitglied werden! Nie war das wichtiger, als heute!”

Über ein Viertel wollen nicht zur MV – obwohl sie dürften

Dass aber 27% der Teilnehmerinnen an der Umfrage angeben, zwar Mitglied zu sein, aber dennoch nicht auf die Mitgliederversammlung gehen zu wollen, können wir nicht ganz nachvollziehen. Klar, der eine ist im Urlaub, die andere halt anderweitig verhindert. Und sicherlich wohnen auch viele Mitglieder einfach zu weit weg für diesen Mammut-Tag in der Halle. Aber insgesamt über 500 sechzger.de-Leser*innen, die nicht von ihrem Beteiligungsrecht Gebrauch machen wollen, verwundern ein wenig…

Appell an 12%!

Appeliert wird an dieser Stelle an die 11% der Befragung, die angegeben haben, noch nicht zu wissen, ob sie am Sonntag ins Zenith kommen werden. Gebt Euch einen Ruck und seid Teil des  obersten beschließenden Vereinsorgans! Dort trefft Ihr dann – zu einem konstruktiven Austausch – auf die 27% (in Summe knapp 500 Personen), die in der Umfrage vorab schon angegeben haben, am Sonntag von ihrem Recht einer aktiven Teilnahme an der Mitgliederversammlung Gebrauch zu machen.

Hinweisen wollen wir abschließend an dieser Stelle auch nochmal auf die vom e.V. veröffentlichten FAQs zur Mitgliederversammlung.

Ismaik-Interview: “Zahle das Geld und sei still”

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Ismaik-Interview: "Zahle das Geld uns sei still"

Hasan Ismaik ist seit Sonntag in München. Am Montag traf er sich mit einem seiner neuen Anwälte, Dr. Peter Gauweiler, und posierte auf Instagram neben dem ehemaligen CSU-Bundestagsabgeordneten. Am Dienstag preschte er – vor der Gesellschafterversammlung – wie so oft vor und gab dem BR ein Interview. Dabei weist er – wie so oft – alle Schuld am Lizenz-Entzug (zum Video zur offiziellen Bekanntgabe am Schwarzen Mittwoch geht’s hier) von sich. Der e.V. habe sich für die vierte Liga entschieden und alle seine Angebote wie immer ausgeschlagen. Kurios wurde es in Sachen 50+1: Selbst wenn es um eine Kaffeemaschine gehen würde, hätten die Vereinsvertreter laut dem Jordanier auf die 50+1-Regel verwiesen. Mit seinen Aussagen widerspricht Ismaik allen bisher vorliegenden Informationen der letzten Tage. Die Ismaik-Aussagen findet ihr bei uns im Wortlaut, eine detaillierte Einordnung dieser folgt demnächst.

Ismaik: “Wir waren überrascht…”

Über die gescheiterten Verhandlungen am schwarzen Freitag berichtete der Investor Folgendes:

“Wir hatten alles fertig um das Geld zu transferieren. Wir haben auf den e.V. gewartet, dass er den von uns gemeinsam verhandelten Vertrag unterschreibt und dann waren wir überrascht, als wir um 2:40 Uhr morgens eine E-Mail mit einem anderen Vertrag erhalten haben. Das haben sie in den letzten 15 Jahren oft mit uns gemacht”

Über die nächtlichen Verhandlungen hatten wir natürlich berichtet, hierzu der passende Artikel zur bisherigen Faktenlage.

Ismaik: “Zahle das Geld und sei still”

Weiter führte der Jordanier im BR-Interview aus:

“Zahle das Geld und sei still. Zahle und Ruhe. Immer. Ich will irgendjemanden in Deutschland oder auf der Welt sehen, der das macht. Ich war ehrlich, habe Geld gegeben, Respekt gezeigt für 15 Jahre lang. Besonders wenn die Verantwortlichen versagen.”

Zu dieser Thematik sei noch einmal auf den Artikel zum Kommunikationspapier der HAM zur Darlehenskündigung und einen möglichen potenziellen Käufer verwiesen.

Ismaik: “Wenn ich Kaffeemaschine sage, sagen sie zu mir 50+1”

Über die 50+1-Regelung erklärte Ismaik gegenüber dem Bayrischen Fernsehen:

“Einige Vereinsmitarbeiter sagten mir, sie wollen die Insolvenz, um mich loszuwerden. Mich interessieren diese Spielchen nicht. Mich interessiert nur 1860 München. Was ist die Zukunft von 1860 München? Ich habe keine Macht bei 1860. Immer wenn ich was sage, sagen sie zu mir 50+1. Wenn ich nur Kaffeemaschine sage, sagen sie zu mir 50+1, seit 15 Jahren. Ich habe null, null Macht bei 1860”.

Auch zu den Versuchen von Ismaiks, 50+1 in den letzten Jahren immer wieder auszuhebeln, haben wir bereits ausführlich berichtet. 

Löwenfans können sich selbst ein Bild machen

Eine detailliertere Einordnung der Aussagen Ismaiks folgt nach Bekanntwerden der Ergebnisse aus der Gesellschaftsversammlung vom heutigen Abend. Die verlinkten Artikel sollten es den Löwenfans aber durchaus ermöglichen, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen und die Aussagen Ismaiks in den aktuellen Kontext einzuordnen.

“Schweigen ist scheiße, Reden ist beschissener” – Gastbeitrag von Tobi

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Genau zehn Tage nach seinem ersten Gastbeitrag hier bei sechzger.de hat sich unser Leser Tobi erneut Gedanken gemacht und diese schriftlich niedergelegt. Heute geht es um die Unsicherheit bezüglich der Zukunft unseres Vereins, die viele Löwenfans quält. Als Belastung, aber auch als vielleicht nötigen Prozess bewertet Tobi das. Dabei beschäftigt ihn auch das Handeln der Verantwortlichen. Ist deren Schweigen falsch? Oder genau richtig? Hier wird das Ganze psychologisch eingeordnet. Zum Abschluss verweist unser Gastautor darauf, dass emotionale Lagen, wie die aktuelle, typischerweise die Phasen großer Veränderungen prägen.

Unsicherheit macht Angst

Als ich mich fragte: „Darf man?“, ging es um Hoffnung. Heute soll es um Unsicherheit gehen. Und darum, warum diese beiden Dinge viel näher beieinanderliegen, als man vielleicht denkt.

Wer sich lang und oft genug fragt, ob man darf, der wird sich irgendwann selbst verunsichern.
Die Unsicherheit, die momentan über den Löwenfans hängt, macht vielen Angst. Verständlicherweise! Keiner weiß, wie ein Rechtsstreit ausgehen würde. Keiner weiß, wie die Vereinsstruktur in ein paar Monaten aussieht. Keiner weiß, welche Folgen die letzten Wochen nach sich ziehen werden. Wir wissen insgesamt erstaunlich wenig. Und genau das macht Menschen verrückt.

Wir lieben Sicherheit. Selbst “schlechte” Sicherheit wird oft als angenehmer wahrgenommen als völlige Ungewissheit. Wir leben lieber mit einer bitteren Wahrheit als mit hundert offenen Fragen. Manchmal ziehen wir der Hoffnung die Gewissheit vor. Deshalb wird jede Aussage, jede Information, die man abgreifen kann, auf die Goldwaage gelegt. Jedes Gerücht verbreitet sich innerhalb von Minuten. Interviews mit Gernot Mang werden bis in den letzten Wortlaut analysiert. Es wird sich beschwert, weil Gernot Mang uns nicht genug informiert.

Wir haben es verdient zu wissen, was los ist!
Weil wir Antworten wollen.
Sofort.
Jetzt.
Am besten eigentlich schon vorgestern.

Schweigen ist scheiße…

Doch vielleicht ist genau das momentan der Fehler. Die Unsicherheit ist momentan mehr als unser größter Feind. Sie ist auch unsere stärkste Waffe. Seit Jahren waren die Fronten bei Sechzig klar. Die Lager standen fest zu ihren Positionen. Eine Situation, wie wir sie heute haben, schien so weit entfernt, dass sie weder in den Träumen der einen noch in den Albträumen der anderen auftauchte. Jeder kannte die Mechanismen. Heute weiß niemand so recht, was als Nächstes passiert. Und genau deswegen ist Schweigen vielleicht keine Schwäche. Vielleicht ist es Notwendigkeit. Vielleicht ist es Strategie.

Es gibt Dinge, die können in einer rechtlich so verzwickten Situation nicht öffentlich diskutiert werden. Es gibt Situationen, die man erst lösen muss, bevor man öffentlich darüber spricht. Eine unbedachte oder emotionale Aussage, sogar einzelne Sätze, könnten uns alles kosten, wofür wir momentan kämpfen.

… Reden ist beschissener

Das größte Problem an der Sache: Wir wissen es nicht. Und das macht uns wahnsinnig.

Doch nicht jede Informationslücke bedeutet auch ein Problem. Manchmal ist sie unabdinglich für den Prozess. Vor allem dann, wenn man etwas zu ändern versucht, das bereits über Jahre festgefahren war. Dass sich der Umschwung von Euphorie zur Unsicherheit unangenehm anfühlt, überrascht niemanden. Nach all den Jahren schien es so, als könnten sich bei Sechzig wirklich die grundlegenden Verhältnisse ändern. Und wie immer wurde aus dem Funken, der zum Feuer mutiert, schnell ein Flächenbrand. Zwischen “Jetzt wird endlich alles gut” und “Jetzt gehen wir vollständig unter” liegen bei uns nun mal selten mehr als drei Werktage. Doch auch das ist menschlich. Euphorie und Unsicherheit sind keine Gegensätze, nein, sie gehören fest zusammen. Je größer die Hoffnung, desto größer wird auch die Angst vor Enttäuschung. Deshalb fühlt sich die Unsicherheit momentan so schlimm an. Nicht, weil wir wissen, dass wieder dunkle Zeiten auf uns zukommen. Sondern weil wir es zum ersten Mal seit Jahren nicht mehr wissen. Und genau deshalb müssen wir in der momentanen Zeit etwas tun, das dem Umfeld traditionell nicht gelingen will: geduldig sein.

Große Fragen stehen im Raum

Bei Sechzig denkt man von Saison zu Saison. Dieses Verhaltensmuster ist so eingebrannt, dass man es auch auf die momentane Situation anwenden will. Nicht, weil wir dumm sind. Sondern weil wir gelernt haben, dass die Vorfreude auf die nächste Saison das Einzige ist, woran man sich überhaupt noch festhalten kann. Aber die Fragen, die momentan im Raum stehen, sind größer als der Kader, der noch aufgestellt werden muss. Größer als die Tabelle im kommenden Mai. Es geht hier um die nächsten Jahrzehnte. Auch ich würde echt gerne wissen, wie es momentan aussieht. Ich aktualisiere sechzger.de, andere News-Seiten und Foren mehrmals am Tag. Auch ich finde das Schweigen scheiße.

Unsicherheit als Hoffnung

Es wird in nächster Zeit immer wieder Phasen geben, in denen niemand genau weiß, wo die Reise hinführen soll. Wir werden noch oft von der Euphorie zur Unsicherheit und zurück springen. Genau so wie jetzt. Diese Unsicherheit wird nicht verschwinden. Nicht nach der Gesellschafterversammlung, nicht morgen und vielleicht nicht mal in den nächsten Monaten. Aber vielleicht müssen wir sie auch gar nicht bekämpfen. Vielleicht müssen wir lernen, sie auszuhalten. Lernen, mit ihr zu leben.Denn genau dort beginnt jede echte Veränderung. An dem Punkt, an dem keiner weiß, wie die Geschichte ausgehen soll. Und genau deshalb fühlt sich alles gerade so unangenehm an. Weil tatsächlich etwas auf dem Spiel steht. Weil eigentlich gar nicht mehr auf dem Spiel stehen kann als jetzt.

Das macht Angst.
Aber vielleicht ist Unsicherheit am Ende nichts anderes als Hoffnung, bei der man das Ergebnis noch nicht kennt.
Freiheit für Sechzig!

Sean Dulic wechselt zur TSG Hoffenheim

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Er war einer der Lichtblicke bei den Löwen in den vergangenen beiden Spielzeiten: Sean Dulic. Wie am heutigen Dienstag Abend von Sky-Reporter und Transfer-Experte Florian Plattenberg vermeldet wurde, erhält der gebürtige Münchner einen Vierjahresvertrag bei der TSG Hoffenheim. Damit steigt Dulic zwei bzw. sogar drei Ligen auf und ist zukünftig in der 1. Bundesliga am Ball.

Im Frühjahr in Bochum im Gespräch

Ähnlich wie Kollege Sigurd Haugen, der schon vor einer Woche zum Medizincheck beim 1. FC Nürnberg weilte, dessen endgültiger Wechsel aber noch nicht vollzogen und vermeldet ist, hatte Sean Dulic eigentlich noch einen gültigen Vertrag bei 1860. Bis zum 30. Juni 2028 sogar. Allerdings wird dieser Vertrag durch den Zwangsabstieg aus der 3. Liga ja ungültig, weshalb für den 21jährigen auch keine Ablöse fällig wird. Noch vor den Entwicklungen um den von Hasan Ismaik verweigerten Liquiditätsnachweis und der Rückstufung der Löwen in die Regionalliga Bayern, war Dulic mit Vereinen aus der ersten und zweiten Liga in Verbindung gebracht worden – u.a. mit dem VfL Bochum. Vor dem Lizenzentzug hätte 1860 noch eine Ablösesumme eingestrichen. Dies ist nun nicht mehr der Fall.

Schon mit neun Jahren zu den Löwen

Sean Dulic wechselte im Sommer 2014 im Alter von neun Jahren vom FC Wacker, von seinen Anhängern gern als “Münchens heimliche Liebe bezeichnet”, ins NLZ des TSV 1860. Nach zwei Spielzeiten in der U17 und einer in der U19 an der Grünwalder Straße 114, holte ihn Trainer Giannikis zu Beginn der Saison 2024/25 in den Profikader. In jener Hinrunde stand er viermal im Spieltagskader, sein Debüt für die Löwenprofis feierte er schließlich in den letzten Minuten eines 3:0-Sieges in Essen am 8. Dezember 2024. In der Startelf stand Dulic erstmals beim 0:4 in Saarbrücken, dem letzten Spiel von Giannikis an der Seitenlinie, Mitte Januar 2025. Am Saisonende standen 20 Partien für ihn zu Buche.

Erstes Tor in Rostock

In der abgelaufenen Saison kamen dann weitere 23 Drittligapartien auf der Innenverteidigerposition für Dulic hinzu. Am 17. September erzielte er beim 1:2 in Rostock seinen ersten und einzigen Treffer für die Löwen. Gewiss wären für ihn in der Spielzeit 25/26 noch mehr Einsätze möglich gewesen, allerdings musste er von Mitte Januar bis Ende April diesen Jahres wegen eines Muskelfaserrisses eine Zwangspause einlegen. Diese hinderte ihn aber nicht daran, das Interesse anderer, höherklassigerer Vereine zu wecken.

Große Ablöse im Sommer 2027?

Müßig ist es, darüber zu spekulieren, ob Sean Dulic in der kommenden Saison die Löwen in der 3. Liga noch weiter verstärkt hätte und vielleicht dann im nächsten Sommer (mit immer noch einem Jahr Vertragslaufzeit) für eine große Eurosumme in eine der beiden Bundesligen gewechselt wäre. Farblich muss sich Dulic bei seinem neuen Verein nicht groß umstellen, das Umfeld ist allerdings natürlich weit weniger leidenschaftlich, wie er es aus Giesing bislang gewohnt ist.

Wir von sechzger.de wünschen dem sympathischen Dulic alles Gute bei seinem neuen Verein und drücken die Daumen für persönlichen sportlichen Erfolg und vor allem Verletzungsfreiheit!

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Anmerkung: In einer vorherigen Version dieses Artikels, die wenige Minuten nach ihrem Erscheinen, wieder korrigiert wurde, hatten wir noch die falsche Nachricht der Abendzeitung hier verbreitet, Sean Dulic stünde vor einem Wechsel zu Schalke 04 und würde “in wenigen Stunden oder Tagen” in Gelsenkirchen einen Vertrag unterschreiben.

TSV 1860 München e.V. veröffentlicht FAQ zur Mitgliederversammlung

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Mitgliederversammlung MV Stimmkarte Satzungsänderung

Am kommenden Sonntag, dem 21.06., beginnt um 10 Uhr in der Kulturhalle Zenith die Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e.V.. Damit alle Mitglieder vor der Versammlung bestens informiert sind, hat der Verein die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt, von denen wir euch hier die relevantesten wiedergeben wollen. Das vollständige FAQ, sowie weitere Informationen zur Mitgliederversammlung findet ihr auf der e.V.-Homepage.

Fragen und Antworten zur Mitgliederversammlung

Organisatorisches

  • Kann ich meine Kinder mitnehmen, wenn diese keine Mitglieder des Vereins sind? Gerne dürfen Sie Ihre eigenen Kinder mitbringen, solange diese noch nicht volljährig sind. Sie müssen sich dann als Gäste registrieren lassen.
  • Darf ich Gäste/Angestellte/Hilfspersonen mitbringen? Nein, es sei denn, diese Personen sind Mitglieder des Vereins. Ausnahmen gelten nur für eigene, nicht volljährige Kinder.
  • Kann ich auch später kommen? Natürlich, Sie werden am Eingang registriert.
  • Wie lange dauert die Mitgliederversammlung? Es kommt auf die „Diskussionslust“ der Mitglieder an, die Versammlung ist auf ca. sieben Stunden veranschlagt.
  • Darf ich eigene Getränke und Verpflegung mitbringen? Ja, nach Abstimmung mit dem Ordnungsdienst. Es gibt aber einen Getränke- und Verpflegungsservice.
  • Gibt es lange Warteschlangen? Zu Stoßzeiten kann es durchaus Warteschlangen geben.
  • Darf ich Fotos machen? Nein.
  • Ist der Veranstaltungsort behindertengerecht? Ja, alle Locations sind barrierefrei zu erreichen und verfügen über die entsprechenden Sanitäranlagen.

Allgemeines

  • Warum findet die Mitgliederversammlung statt? Die Satzung des Vereins sieht eine jährliche Mitgliederversammlung vor. Die Mitgliederversammlung ist das oberste beschließende Vereinsorgan. Somit kommt ihr eine hohe Bedeutung zu. In der Satzung sind die verschiedenen Aufgaben der Mitgliederversammlung im Detail geregelt. Viele Aufgaben im Verein können ohne die Beschlüsse der Mitgliederversammlung nicht durchgeführt werden.
  • Ich habe keine Einladung bekommen, darf ich trotzdem teilnehmen? Teilnehmen dürfen alle Mitglieder des Vereins. 
  • Ich habe meinen Mitgliedsausweis für das laufende Geschäftsjahr nicht zur Hand, darf ich trotzdem zur Veranstaltung? Sie können sich am Eingang ebenfalls registrieren lassen. Ihre Mitgliedsdaten werden über unser Mitgliederverwaltungssystem geprüft. Ggf. kann auch anhand eines Personalausweises, Reisepasses oder Führerscheins festgestellt werden, wer Mitglied ist.
  • Ich bin gerade erst eingetreten, darf ich trotzdem teilnehmen? Ja. Für die Teilnahme spielt die Dauer der Mitgliedschaft keine Rolle. Nur um wahlberechtigt zu sein, ist eine Mindestdauer von einem Jahr Voraussetzung.
  • Ich habe an dem Tag leider keine Zeit, darf ich jemand anderen hinschicken? Das geht nicht. Das Stimmrecht darf nur persönlich ausgeübt werden. Ausnahmen gelten für schwerbehinderte Mitglieder, die aufgrund ihrer Behinderung nicht teilnehmen können. Bitte lesen Sie für die Voraussetzung einer solchen Stellvertretung die Vereinssatzung, Ziffer III.10.1.

sechzger.de Talk 266: Gesellschafterkonflikt, MV & Trainingsauftakt

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Im sechzger.de Talk 266 gibt es einiges zu besprechen. Neben der Auslosung zum DFB-Pokal, dem Trainingsauftakt und der anstehenden Mitgliederversammlung muss natürlich auch über den aktuellen Gesellschafterkonflikt gesprochen werden, welcher alles miteinander verbindet. Dazu hat sich Moderator Peter mit den Redaktionsmitgliedern Christian, FloBu und Leon zusammengesetzt. Herausgekommen ist wieder einmal eine XXL-Folge des sechzger.de Talks.

Pokalauslosung – Unser Gegner Holstein Kiel

Als Deniz Aytekin mit Holstein Kiel unseren diesjährigen Erstrundengegner im DFB-Pokal aus dem Lostopf gezogen hat, kam sicherlich keine Begeisterung auf. Dennoch hätten es die Löwen, angesichts der noch verbleibenden Teams im Lostopf, sicherlich auch schlechter treffen können. Nicht auszumalen, Hoffenheim oder Paderborn wären nach Giesing gekommen. Die Pokalgeschichte zwischen den Störchen und Löwen ist ausgeglichen: 2014 behielten die Löwen die Oberhand, während die Störche uns 2018 in der ersten Runde besiegten. Ansonsten dürften die meisten Löwenfans Holstein Kiel mit dem Last-Minute-Sieg in der Relegation 2015 verbinden.

Gesellschafterkonflikt

Man kommt momentan nicht drum herum, und auch im sechzger.de Talk wird der aktuell ausgetragene Gesellschafterkonflikt zwischen dem TSV München von 1860 e.V. und Hasan Ismaik ausführlich besprochen. Von dem Wirken von Ismaik-Anwalt Peter Gauweiler, über neue Informationen bezüglich der Vorgänge vor dem Lizenz-Aus, bis hin zu allerlei möglichen Zukunftsszenarien. Auch die Dauerkartenthematik wurde aufgegriffen. Im Talk versuchen wir euch einen möglichst verständlichen Überblick zu geben.

Richtungsweisende Mitgliederversammlung

Drei Tagesordnungspunkte stechen bei der kommenden Mitgliederversammlug heraus: Es werden drei Ersatzkandidaten in den Verwaltungsrat gewählt, außerdem wird von den Mitgliedern um ihre Zustimmung zur Gründung einer Spielbetriebsgesellschaft sowie einer Stadiongesellschaft gebeten. Beide dieser Abstimmungen sind richtungsweisend für die weitere Zukunft des TSV München von 1860 e.V., sowie des Profifußballs bei den Löwen.

Trainingsauftakt & Phil Collins

Mit Christian und FloBu waren zwei sechzger.de Redakteure am gestrigen Trainingsauftakt zugegen. Neben einem kleinem Exkurs in das musikalische Wirken von Phil Collins berichten die beiden von der Stimmung am Trainingsgelände.

Der sechzger.de Talk 266 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

16. Juni 1991: Wiederaufstieg der Löwen nach neun Jahren

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Heute vor 35 Jahren war ein großer Tag in der Geschichte des TSV 1860 München. Dabei gelang es den Löwen damals lediglich, die drittklassige Bayernliga (offiziell: “Amateur-Oberliga Bayern”) nach schier endlosen neun Jahren endlich wieder zu verlassen. Manch ein Berichterstatter von heute hätte sich wahrscheinlich an jenem 16. Juni nur ganz zurückhaltend gefreut, schließlich lagen zu diesem Zeitpunkt die glorreichen 1960er-Jahre mit Pokalsieg, Meisterschaft und Europacupfinale noch keine dreißig Jahre zurück und der Anspruch von Münchens Großer Liebe muß – glaubt man diesen Leuten – schließlich jederzeit ein ganz anderer sein, als ein Aufstieg von einer unterklassigen in die nächsthöhere Liga. Aber damals war – zum Glück – noch vieles anders und insbesondere das Internet und die sogenannten sozialen Medien lagen noch in weiter Ferne.

Über Neunkirchen, Pforzheim & Kassel in Liga zwei

So freuten sich an diesem Sonntag Mitte Juni bei ganztägig strömendem Regen rund 30.000 Löwenfans auf Giesings Höhen und nur ein paar wenige weniger am späten Nachmittag auf dem Marienplatz über die Rückkehr des TSV 1860 in den bezahlten Fußball. Der Verfasser dieser Zeilen hatte – damals 16jährig – in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga seine ersten Löwenspiele außerhalb der bayerischen Landesgrenzen in Neunkirchen, Pforzheim und Kassel besucht und freute sich nach dem finalen Abpfiff schon sehr auf das erste echte Profispiel seines Lieblingsvereins. Dieses sollte dann Ende Juli im Freiburger Dreisamstadion stattfinden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Löwen in der Bayernliga souverän

Was war zuvor geschehen? Ziemlich souverän hatte das Team von Karsten Wettberg, das seit dessen Amtsantritt im Februar 1990 schon fast eineinhalb Jahre kein Pflichtspiel mehr verloren hatte, die Meisterschaft in der Bayernliga gewonnen. Da man als Meister der Oberliga aber damals keineswegs automatisch aufstieg, musste man sich durch eine Aufstiegsrunde mit sechs Partien gegen die Meister der drei anderen südlichen Oberligen durchsetzen. Und da just im Herbst zuvor Deutschland wiedervereinigt worden war und auch der deutsche Fußball in diesem Sommer fusioniert werden sollte, war nur ein einziger Platz aus dieser Aufstiegsrunde in der 2. Liga 1991/92 reserviert.

Zunächst enttäuschende Aufstiegsrunde…

Die Löwen starteten mit einem durchaus zufriedenstellenden 1:1 in Neunkirchen in das Abenteuer. Es folgten zwei enttäuschende Unentschieden gegen den 1. FC Pforzheim und Hessen Kassel auf Giesings Höhen. Der Aufstieg schien in weite Ferne gerückt. Doch mit einem 4:1-Sieg beim Verteter aus Baden Württemberg und dem legendären 2:0 in Kassel an einem Mittwoch Abend (viele der tausenden mitgereisten Löwenfans sprechen von diesem Abend als dem besten, was sie jemals mit 1860 erleben durften), konnte man im abschließenden Heimspiel gegen Borussia Neunkirchen alles klar machen.

…und der finale Jubel

Und so kam es dann auch. Mit dem – unabhängig vom Ergebnis des Parallspiels in Pforzheim – ausreichenden Punkt gegen die Gäste aus dem Saarland wollten sich Walter Hainer und Co. nicht zufrieden geben. Man setze auf Sieg! Nach einer knappen Viertelstunde ließ Horst Schmidbauer Giesing erstmals beben, als er vor der Ostkurve das 1:0 markierte. Unzählige Chancen vergaben die Löwen bis zum erlösenden 2:0, das Roland Kneißl per Elfmeter fünf Minuten vor dem Abpfiff erzielte. Der Anschluss der Gäste ging bereits in den “Nie mehr Bayernliga”-Gesängen unter. Jubel, Trubel, Platzsturm! Sechzig war zurück in der 2. Liga!

Noch viel zu erzählen

So viel mehr könnte man rund um diesen 16. Juni 1991 noch erzählen. Die legendären Worte von Karsten Wettberg auf dem Rathausbalkon: “Sechzig ist nie sportlich abgestiegen, aber sportliche wieder aufgestiegen!”, die mit einem kräftigen “Scheiß DFB!” von den Fans unten auf dem Marienplatz beantwortet wurden. Der Veitstanz von Wettberg auf dem Rasen nach dem 1:0, bei dem ein Regenschirm in seine Einzelteile zerlegt wurde. Die lange Partynacht in zahllosen Kneipen der Landeshauptstadt, die riesige Euphorie, die dieser Aufstieg auslöste. Und natürlich – denn das gehört bei diesem Verein wohl dazu – die in ihrem Verlauf ganz bittere Folgesaison 1991/92 an deren Ende der (diesmal sportliche) Wiederabstieg in die Bayernliga stand.