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FC Ingolstadt – TSV 1860 (2:1) die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels unseres TSV 1860 München beim FC Ingolstadt 04. Am Ende steht eine verdiente Niederlage, die sich vor allem der Trainer ankreiden lassen muss. Wer in dieser Position die Leistungsfähigkeit einiger Spieler falsch einsetzt, muss sich dieser Kritik stellen.

FC Ingolstadt – TSV 1860 Endergebnis 2:1 für die Hausherren. Diese spielten in der ersten Halbzeit stark ersatzgeschwächt mit einer “Notelf”, die Trainer Köllner im 4-3-3 (4-3-1-2) aufs Feld brachte. Die Löwen wurden von Maurizio Jacobacci im 4-2-3-1 ins Rennen geschickt.

Die Ingolstädter versuchten zunächst über eine ballbesitzdominante Herangehensweise das Spiel zu bestimmen. Nahezu 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Viertelstunde für die Gastgeber steht auf dem Papier. Da konnten die Schanzer sich allerdings keine nennenswerten Offensivaktionen herausspielen. Es schien also zunächst alles ganz gut zu klappen. Der Schein trügt allerdings.

Maurizio Jacobacci schickte die Münchner im 4-2-3-1 aufs Feld. Nach vorne verschob der TSV 1860 über Starke in der Rolle des Box to Box Spielers und Kaan Kurt, der auf der linken Seite aus der Abwehrkette ins Mittelfeld nach vorne pendelte im Aufbau im Positionsspiel auf ein asymmetrisches 4-1-4-1. Im letzten Drittel entstand mit auf dem ballnahen Flügel nach vorne aufrückenden und ballfern auf die Halbpositionen einrückenden Spielern in den vordersten Reihen zwei Ketten aus je drei Spielern, die sich versetzt zueinander formierten.

Da die Herangehensweise der Schanzer in der ersten Halbzeit nicht fruchtete, änderte Michael Köllner in der zweiten Halbzeit das System und brachte so die Sechzger komplett aus dem Konzept.

Das 4-4-2 flach, das der FCI im zweiten Durchgang auf den Platz brachte, verschob sich im eigenen Aufbau zunächst auf ein 4-4-2 Raute mit weit vorgeschobenen Außenverteidigern, sodass im letzten Drittel vor dem Kasten der Löwen ein 2-4-4 bei Ingolstadt zu sehen war. Das barg viel Risiko für die Schanzer. Die Sechzger konnten die dünne Restverteidigung nach Ballgewinnen nicht mit schnellen Aktionen aus dem Konzept bringen, sodass im zweiten Durchgang Ingolstadt klar den Hut aufhatte und Sechzig kaum gute Aktionen setzen konnte.

Vor der genauen Analyse wie immer die statistischen Werte der Partie:

Statistische Werte FC Ingolstadt – TSV 1860

        • Ballbesitz: TSV 1860 52% – FCI 48%
        • Passgenauigkeit: TSV 1860 73% – FCI 78%
        • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 64% – FCI 58%
        • Schüsse/aufs Tor TSV 1860: 12/3 – FCI 17/9
        • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 10,52 – FCI 6,05

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (52%:48%)

Ein prinzipiell über die komplette Spielzeit nahezu gleichmäßig verteilter Ballbesitz für die Mannschaften ist, wenn man die Phasen des Spiels getrennt voneinander betrachtet, eher zum Vorteil der Hausherren zu bewerten. Warum ist das so?

Nach der taktischen Umstellung, die Michael Köllner zur Halbzeit vollzogen hatte, bekam Ingolstadt klare Vorteile im Mittelfeld. Die Auswechslung von Stürmer Beleme, der für Kanuric wich, brachte Ingolstadt mehr Varianten im Aufbau. So konnten die Schanzer den Ball gut laufen lassen und mit der so entstehenden personellen Überlegenheit die Sechzger immer wieder vor schwierige Aufgaben stellen.

Bis zum 2:1 für Ingolstadt hatte der FCI in der zweiten Spielhälfte klar mehr Ballbesitz, mehr Ideen, besseren Zugriff auf den Gegner und offensichtlich auch den größeren Willen, das Spiel zu gewinnen. Man muss allerdings auch sagen, dass die Löwen mit der Einwechslung von Rieder für Frey – und das ist nun keine Kritik an dem Spieler, der sieben Monate lang verletzungsbedingt kein Pflichtspiel bestreiten konnte – derart geschwächt wurden, dass die gesamte Struktur in der Defensive verloren ging. Jacobacci sagte nach dem Spiel, er nahm Frey herunter, um nicht zehn gegen elf spielen zu müssen, da Frey sich am Rande des Platzverweises befand. Hinsichtlich dessen, was Rieder zu leisten fähig war, sehe ich nicht unbedingt einen Unterschied zwischen dem, was die Einwechslung brachte und einem Spiel in Unterzahl.

Passgenauigkeit (73%:78%)

Die Passgenauigkeit bzw. die Passungenauigkeit der Sechzger hat vor allem den Hintergrund, dass Spieler nicht schnell genug die freien Räume besetzen. Es fehlt also entweder der Wille zu laufen, das Verständnis, wohin gelaufen werden muss, oder die Fitness. Untersuchen wir beide Halbzeiten getrennt voneinander, sehen wir, dass es eine Mischung aus den ersten beiden Faktoren sein muss.

In Halbzeit eins und Halbzeit zwei sind die Passquoten nahezu identisch. Lediglich 1,1 Prozentpunkte trennen die Quoten der angekommenen Pässe. Auch die Arten der gespielten Pässe (Vorwärts-, Quer- oder Rückpässe) unterscheiden sich nur minimal in ihrer jeweiligen Anzahl.

Wann man als Spieler wohin losläuft, sollte eigentlich im Training einstudiert werden, wenn man Spielzüge in dafür vorgesehenen Übungsformen trainiert. Dass natürlich nicht jeder Vorwärtspass ankommen kann, ist auch logisch. Es steht ja schließlich ein Gegner auf dem Platz, der die Ankunft des Balles beim angespielten Adressaten verhindern möchte. Dass aber nur knapp über 60% der Vorwärtspässe beim Adressaten ankamen, ist ein deutliches Indiz dafür, dass den Spielern das Timing fehlt. Und zwar sowohl beim Loslaufen in den freien Raum, als auch dabei, wann jemand die Kugel wohin weiterleitet.

60% Erfolgsquote bei Vorwärtspässen ist im letzten Drittel vielleicht noch akzeptabel, weil dort der Verkehr zunimmt und mehr gegnerische Spieler auf engerem Raum gegen den Ball arbeiten können. Auf der gesamten Spielfläche ist das indiskutabel.

Defensive Zweikampfquote (64%:58%)

Bei nahezu ausgeglichenem Ballbesitz führte der FC Ingolstadt knapp über 22% mehr Zweikämpfe als der TSV 1860 München in Abhängigkeit der geführten Defensivzweikämpfe der Löwen. Und schon sieht die Zweikampfbilanz der Sechzger nicht mehr ganz so rosig aus. Einen Zweikampf, den ich nicht führe, kann ich nicht gewinnen.

Des Weiteren konnten die Schanzer knapp 16% mehr Bälle abfangen als die Sechzger. Dies verschiebt die Schieflage gegen den Ball noch weiter zugunsten der Ingolstädter. Obwohl die Zweikampfbilanz relativ gesehen eigentlich eher für die Löwen spricht sieht es bei den nackten Zahlen gegenteilig aus.

Bei den Kopfballduellen sehen wir ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis der Teams, sodass die nicht ins Gewicht fallen, wenn wir hier über die Zahlen gegen den Ball sprechen, könnte man denken. Weit gefehlt! Sieht man sich an, wer wo die Zweikämpfe um die hohen Bälle gewann, fällt sofort ins Auge, dass die Gastgeber mit 75% mehr gewonnen Kopfbällen im gegnerischen Strafraum (Verhältnis 1:4) deutlich die Nase vorn hatte, geht es nur um gewonnene Kopfbälle und nicht um die Bilanz insgesamt. Auch die Tatsache, dass im Strafraum der Sechzger insgesamt mehr hohe Bälle zu verteidigen waren, ist ein Fakt, den man nicht unterschlagen sollte.

Zwölf hohe Bälle in den eigenen Strafraum die per Kopfball verteidigt werden mussten hatten die Sechzger hinzunehmen. Ingolstadt musste derer lediglich zwei verteidigen.

Schüsse/Tor (12/3:17/9)

Die Schanzer hatten mehr Schüsse mit einer höheren Schussgenauigkeit und am Ende auch mit dem besseren Ergebnis an ins Ziel gebrachten Schüssen. Ohne Marco Hiller im Kasten, der bei drei Schüssen der Ingolstädter mit Reflexparaden die Sechzger vor einer höheren Niederlage bewahrte, sehen wir ein absolutes Debakel gegen eine Mannschaft, die langsam in Tritt kommt und, wenn sie sich weiter so entwickelt, mit dem Abstieg sicher nichts zu tun haben wird.

Einer Schussgenauigkeit von 53% beim FC Ingolstadt steht eine von 25% beim TSV 1860 München entgegen. Zusätzlich wurden weniger Schüsse abgegeben, von denen 50% nicht innerhalb des Strafraums abgefeuert wurden. Die Entwicklung geht hier klar in die verkehrte Richtung. Nur zwei der Schüsse, die der TSV 1860 München absetzte, kamen aus zentralen Positionen im Strafraum, sechs von außerhalb. Von den Schüssen im Strafraum ging lediglich der von Guttau zum 1:0 auf den Kasten der Schanzer. Alle anderen Schüsse der Sechzger wurden entweder geblockt (Vrenezi, 4. Minute) oder sie waren ungefährlich.

PPDA (10,52:6,05)

Die zahlen müssen wir hier auch wieder nach Phasen aufschlüsseln – und natürlich nach der Herangehensweise im Pressing. Während der FC Ingolstadt mit dem Plan des direkten Ballgewinns hoch und aggressiv auf den ballführenden Aufbauspieler draufging und so die Löwen immer wieder zu schnellem Passspiel oder langen Bällen zwang, presste der TSV 1860 wieder einmal im Raum mit nur einem Spieler in der vordersten Linie, der sporadisch aus der zweiten Reihe unterstützt wurde.

Wirklich gebracht hat nur die Herangehensweise des FCI etwas, denn der Aufbau beim TSV 1860 München funktionierte eigentlich nur nach dem Treffer zum 1:0 bis zur Halbzeit gut. Die erste Viertelstunde waren die Ingolstädter ohne Effizienz dominant im Ballbesitz. In guten Phasen schafften es die Ingolstädter, die Sechzger bei unter vier Pässen pro Defensivaktion zu halten. Lediglich nach den ersten 15 Minuten bis zum Treffer zum 1:0 und gegen Ende der Partie, als nach dem Treffer zum 2:1 Sechzig klar unter Zugzwang war und Ingolstadt deshalb nicht mehr den Aufbau der Löwen störte, kam der TSV 1860 München zu mehr Platz in den pressingrelevanten Zonen und der Pressingindex der Ingolstädter stieg auf über 8.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore noch einmal ansehen.

Das 1:0 für die Löwen fiel nach einer einstudierten Freistoßvariante, die gut funktionierte.

Der Ausgleich war einem Blackout von Rieder geschuldet, der meiner Meinung nach nicht hätte eingewechselt werden dürfen, wenn man bedenkt, dass er über ein halbes Jahr keine Wettkampfpraxis sammeln konnte. Einen so lange verletzten Spieler derart ins kalte Wasser zu werfen, ist grob fahrlässig, da mit Tarnat und Kloss zwei weitere defensive Mittelfeldspieler auf der Bank saßen.

Das dritte Tor der Partie fiel nach einer schlecht verteidigten Ecke, wobei Kopacz völlig frei zum Schuss kommt. Dieser wird auch noch abgefälscht und schlägt hinter Hiller im Kasten der Löwen ein.

Das fiel auf

Offensiv

In der Offensive tat sich Vrenezi wieder durch falsche Entscheidungen in wichtigen Situationen als eigensinnigster Spieler der Mannschaft von Maurizio Jacobacci hervor. In Minute vier z.B. als er selbst abschloss anstatt den besser positionierten Zejnullahu anzuspielen, oder auch in der 35. Minute als er lieber versuchte, sich gegen zwei Gegenspieler durchzusetzen, was natürlich nicht von Erfolg gekrönt war, als wiederum die bessere Möglichkeit zu wählen und den Ball zu Zejnullahu, der freie Bahn nach innen gehabt hätte, abzugeben. Mit einer Passgenauigkeit von lediglich 60% und fünf verlorenen Offensivduellen in der eigenen Hälfte hat er sich in diesen Kategorien auch nicht mit Ruhm bekleckert. Lediglich zwei seiner zehn Flanken kamen beim Adressaten an.

Wieso das Zentrum im gegnerischen Strafraum nicht besetzt wird, wenn Zwarts als Zielspieler mit einem langen Pass gefüttert wurde, muss man mir auch erklären. Da er dann oft auf den Flügel ausweichen muss, müssen Spieler aus der zweiten Reihe nachrücken. Das ist auch ein Fehler, der nicht nur einmal zu sehen war. Als Beispiel hierfür können wir eine Aktion in der 32. Minute heranziehen: Zwarts setzt sich gut auf der linken Seite der Box durch, aber kein Spieler aus der Reihe dahinter rückt auf, um die Flanke zu verwerten. Einen Mannschaftskameraden so in der Luft hängen zu lassen, dass man ihm die Enttäuschung nach der Aktion über seine nicht laufwilligen Mannschaftskameraden im Gesicht ablesen kann, ist ein Unding.

Defensiv

Festzuhalten ist die generelle Weigerung fast der gesamten Mannschaft, das direkte Duell gegen den Ball zu suchen. Bei ausgeglichenem Ballbesitz, wie weiter oben schon beschrieben, 22% weniger defensive Zweikämpfe zu führen ist kein Ansatz der einen in dieser Liga weiterbringt. Nehmen wir die Defensivspieler aus dieser Gleichung einmal heraus, ist es frappierend, was da nicht getan wird. Hier muss man Vrenezi Tatsächlich auch einmal lobend erwähnen. Er war der Spieler mit den meisten defensiven Zweikämpfen im gesamten Team.

Zwarts im Pressing oft alleine zu lassen, verstehe ich auch nicht.

In Pressingsituationen und beim Gegenpressing nach Ballgewinn der gegnerischen Mannschaft sticht es ins Auge, dass die Spieler zu weit weg vom Mann stehen und Duelle nichteinmal suchen.

Taktisch

Rieder nach der Halbzeitpause ins kalte Wasser zu werfen war – vorsichtig ausgedrückt – keine Meisterleistung. Vor allem Tarnat, der sich bisher als der beste Sechser im Kader der Löwen hervorgetan hatte, zuerst nicht für die Startelf zu berücksichtigen und dann Tim Rieder ohne Spielpraxis in eine Mannschaft zu bringen, die nach drei Niederlagen in Folge eh schon verunsichert war, war der Gipfel des Vercoachens.

Für die danach getroffenen Entscheidung, bis zum Führungstreffer der Gastgeber weiter nichts zu unternehmen, um die deutlich schwimmende Elf zu wieder zu stärken, und am Ende mit Lakenmacher, Bonga und Sulejmani für Kurt, Starke und Zwarts den späten, erfolglosen Rettungsversuch zu starten, fehlt mir auch jedwedes Verständnis.

Fazit

Was will man nach dem Spiel FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München noch großartig für ein Fazit ziehen?

Für mich ist klar, wer an dieser Leistung die Schuld trägt. Die kurze Phase in der ersten Halbzeit, als man das Spiel im Griff hatte, darf nicht über die Probleme hinwegtäuschen. Manche Entscheidungen, die getroffen wurden, ließen diese erst entstehen. Das geht bei der Startaufstellung los, zieht sich über fehlerhafte Wechsel und unverständliche taktische Vorgaben im Spiel hin. Es endet damit, dass man es nicht hinbekommt, den Plan gegen den Ball zu ändern, wenn der Gegner taktische Umstellungen vornimmt.

Warum Vrenezi immer noch einen Stammplatz hat, verstehe ich auch nicht. Auch wenn er sich gegen den Ball vorbildlich zeigt, mit Ball regiert bei ihm der Eigensinn. Wenn ein Zehner nicht an seinen mannschaftsdienlichen Offensivaktionen gemessen werden kann, woran denn bitte dann? Von dieser Art Aktionen sehe ich in Schlüsselmomenten von ihm nur wenige. Es ist unbestritten, dass er ein toller Techniker ist. Aber mit dieser eigensinnigen Einstellung hat er in der Startelf nichts verloren. Vergangene Saison war es Boyamba, den er mit großer Regelmäßigkeit nicht angespielt hat, obwohl der besser positioniert war. Diese Saison leiden Zejnullahu und Zwarts unter seinem Eigensinn.

Die Verantwortlichen sind nun aufgefordert zu handeln. Dieses Spiel muss die letzte Warnung gewesen sein. So darf es nicht weitergehen. Schmerzhafte Entscheidungen müssen getroffen werden.

Datenquelle: Wyscout

1860 am Wochenende: Erfolgreicher Saisonauftakt für Löwinnen

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Sv Djk Taufkirchen Tsv 1860 Löwinnen Saisonauftakt

Während die Profis, die U21 und die Dritte Niederlagen einstecken mussten, verlief das Wochenende für die Frauen-Mannschaften des TSV 1860 deutlich erfreulicher. Sowohl die Erste als auch die Zweite Mannschaft der Löwinnen konnten den Saisonauftakt erfolgreich gestalten. Auch die neuformierte U17 gewann ihr Pflichtspieldebüt beim TSV Allach 09.

Erfolgreicher Saisonauftakt für Löwinnen

Rund 100 Zuschauer fanden sich am Sonntag im Sportzentrum Taufkirchen ein, um den Saisonauftakt der Löwinnen in der Kreisklasse mitzuverfolgen. Kira Winter brach in der 27. Minute den Bann und brachte Münchens große Liebe in Führung. Nach der Pause sorgten Katharina Geßner (69.) und erneut Kira Winter (85.) für den Auswärtssieg des TSV 1860.

Zuvor war bereits die 2. Mannschaft der Löwinnen siegreich in die neue Spielzeit gestartet. Beim SV Ottobrunn gab es einen deutlichen 11:0-Erfolg, wobei sich Ngoc Nguyen Minh (4), Melanie Schleifer (2), Cheyenne Krieger, Manuela Paßreiter, Laura Kreuzer, Gloria Houndoh und Joy Bredehorst in die Torschützenliste eintragen konnten.

Das erfolgreiche Wochenende der Löwinnen rundeten die U17-Juniorinnen ab, die ihr Pflichtspieldebüt mit 4:1 beim TSV Allach 09 gewannen. Lily Brown Winter (2), Julia Bammesberger und Cristina Drager trafen für Sechzig München.

Die Spiele im Überblick

Donnerstag, 14.09.

17.45 Uhr: SG Moosinning/Forstern – Löwinnen U17 2:0

Freitag, 15.09.

20.00 Uhr: Senioren A – FC Polonia München 4:1

Samstag, 16.09.

09.30 Uhr: U10 – FC Wacker München U11 12:1
10.00 Uhr: TSV Waldtrudering U10 – U9 1:9
10.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U15 3:0
11.00 Uhr: 1. FC Kaiserslautern – U17 abgebrochen
14.00 Uhr: U16 – Kickers Würzburg U17 3:1
14.00 Uhr: FC Deisenhofen – U21 2:0
14.30 Uhr: Jahn Regensburg – U14 1:5
16.00 Uhr: TSV Allach 09 U16 – Löwinnen U17 1:4
16.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – Profis 2:1

Das Spiel der U17 in Kaiserslautern wurden nach 57  Minuten bei einer 2:1-Führung des TSV 1860 abgebrochen, nachdem sich zwei Junglöwen schwer verletzt hatten. Einer der Spieler wurde noch am selben Tag operiert. Gute Besserung, Jungs! #comebackstronger

Sonntag, 17.09.

10.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U12 0:1
10.30 Uhr: U11 – SV Wacker Burghausen U12 -:-
11.00 Uhr: FC Ottobrunn – Löwinnen II 0:11
12.45 Uhr: SV Planegg-Krailling II – 4. Mannschaft 0:3
13.00 Uhr: U19 – FC Ingolstadt 04 1:1
13.30 Uhr: Jahn Regensburg – U13 4:2
15.00 Uhr: SV Planegg-Krailling – 3. Mannschaft 4:0
17.00 Uhr: SV DJK Taufkirchen – Löwinnen I 0:3

Zudem waren die U10 (in Herrieden) und die U9 (in Poing) auf Turnieren im Einsatz.

Sechzig um Sieben: Frust nach der Niederlage in Ingolstadt

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Keine Punkte gab es auch am vergangenen Wochenende für den TSV 1860 München in der 3.Liga. Ingolstadt fügte den Löwen eine 1:2-Niederlage bei, obwohl das Team von Maurizio Jacobacci zunächst in Führung gegangen war. Neben den Profis waren auch zahlreiche weitere Mannschaften der Löwen im Einsatz. Das Spiel der U17 in Kaiserslautern musste verletzungsbedingt abgebrochen werden.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Ingolstadt

Sowohl mit dem Spiel als auch mit der Umgebung des Stadions in Ingolstadt beschäftigt sich Thomas Enn in seinen aktuellen Giesinger Gedanken. Die Löwen verloren bekanntlich mit 1:2 – ein Spiel wie jedes andere auch findet Thomas, zumindest wenn es um die Frage nach der Bezeichnung “Derby” geht. Sportlich dürften die nächsten Wochen sehr interessant werden.

U21 verliert in Deisenhofen

Mit der Leistung seiner Mannschaft war Trainer Frank Schmöller am Wochenende durchaus einverstanden. Nur vor dem Tor zeigte sich die U21 des TSV 1860 einmal mehr viel zu harmlos. 0:2 hieß es am Samstag gegen den FC Deisenhofen nach 90 Minuten, weil die Gastgeber im Gegensatz zum Schmöller-Team zwei Mal trafen. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich am Freitag ab 19:30 Uhr gegen den TSV 1874 Kottern.

TSV 1860 III und IV in Planegg im Einsatz

Mit einem Sieg und einer Niederlage im Gepäck kehrten die Herrenmannschaften des e.V. gestern aus Planegg zurück. Während die Vierte zunächst gewinnen konnte, unterlag der TSV 1860 III und fing sich die erste Saisonniederlage ein. Kommenden Samstag sind beide Mannschaften wieder im Einsatz.

Frauen gewinnen beim Ligaauftakt

Zufrieden können die Löwinnen nach ihrem ersten Auftritt in der Liga sein. Der eigentliche erste Spieltag wurde auf Ende September verlegt, sodass es gestern gegen die SV DJK Taufkirchen erstmals um Punkte ging. 3:0 hieß es am Ende verdientermaßen aus weiß-blauer Sicht – der Sieg hätte durchaus deutlich höher ausfallen können.

U19 mit Punkteteilung gegen Ingolstadt

Etwas besser als die Profis machte es die U19 der Löwen gegen den 1.FC Ingolstadt. Auch hier gingen die Löwen in der ersten Halbzeit zunächst durch Arin Garza in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste noch den Ausgleich erzielen, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete.

Spielabbruch bei der U17

Einen ganz bitteren Tag erwischte die B-Jugend des TSV 1860 München in Kaiserslautern. Nachdem sich schon im ersten Durchgang ein Löwe einen Bruch zuzog und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste, erwischte es im zweiten Durchgang einen weiteren Spieler noch schlimmer. Der Schock saß bei beiden Teams so tief, dass man sich auf ein vorzeitiges Ende einigte. Zu diesem Zeitpunkt lag der TSV 1860 mit 2:1 in Führung. Gute Besserung den Verletzten an dieser Stelle!

News aus der 3.Liga

Der 6.Spieltag

Weiterhin ungeschlagen sind in der 3.Liga drei Mannschaften nach dem 6.Spieltag. Dazu zählt die SpVgg Unterhaching, die im Sonntagabendspiel ein 0:0 gegen den 1.FC Saarbrücken erzielte. Auch Jahn Regensburg (0:0 in Essen) und Erzgebirge Aue (3:1-Heimsieg gegen Halle, den nächsten Löwen-Gegner) haben noch kein Spiel verloren. Weiterhin Tabellenführer ist Dynamo Dresden, die Sachsen gewannen knapp in Lübeck mit 1:0. Bester Aufsteiger in der Tabelle ist momentan der SSV Ulm mit 11 Punkten aus den ersten sechs Spielen.

Saarbrücken lange ohne Schmidt

Patrick Schmidt hat sich im Duell mit der SpVgg Unterhaching schwer verletzt und fällt für lange Zeit aus. Der 30-Jährige brach sich in einem Zweikampf Schien- und Wadenbein

Doppelspieltag in Planegg: TSV 1860 mit gemischten Resultaten

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SV Planegg Krailing TSV 1860 München III Und IV Doppelspieltag Kreisliga Kreisklasse

Sowohl der TSV 1860 München III als auch die vierte Mannschaft gastierten am heutigen Sonntag beim SV Planegg-Krailing. Eine Mannschaft der Löwen durfte dabei jubeln, die andere kassierte ihre erste Saisonniederlage.

TSV 1860 IV siegt gegen Planegg-Krailing

Den Auftakt machte ab 12:45 Uhr die Vierte der Löwen, die am vergangenen Wochenende gegen die Münchner Kickers die erste Saisonniederlage kassiert hatte. Gegen die Zweitvertretung des SV Planegg-Krailing lief es für den TSV 1860 IV wieder deutlich besser. Die Mannschaft zeigte eine ansprechende Leistung und belohnte ihren Einsatz auch. Am Ende schlugen die Löwen die Gastgeber mit 3:0. Damit liegen sie aktuell auf Platz 2, am kommenden Samstag empfangen sie dann den TSV Forstenried ab 15:00 Uhr.

Dritte verliert erstmals in der Kreisliga

Als Tabellenführer ohne Punktverlust reiste der TSV 1860 III nach Planegg und wollte auch beim vierten Auftritt nach dem Aufstieg möglichst dreifach punkten. Die Heimmannschaft ging jedoch bereits nach wenigen Minuten mit 1:0 in Führung und blieb in der Folge das etwas bessere Team. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte Planegg-Krailing auf 2:0 erhöhen. Besonders bitter: dem Treffer waren gleich zwei Abseitsstellungen vorausgegangen, die der Schiedsrichter übersehen hatte.

Mit Schwung kamen die Löwen aus der Pause und wollten versuchen, noch etwas Zählbares mit nach Giesing zu nehmen. Nach einem unnötig harten Einsteigen auf Höhe der Mittellinie war der TSV 1860 III jedoch nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff nach einer Roten Karte in Unterzahl, was die Aufgabe in Planegg natürlich nicht leichter machte. Sie probierten noch einmal alles, was dem Gegner in zahlreichen Kontersituationen hinten allerdings auch viele Räume eröffnete. Zwei Chancen davon nutzten die Gastgeber noch und erzielten damit den 4:0-Endstand.

Auch die Dritte ist am nächsten Samstag wieder im Einsatz. Gegner ist ab 17:30 Uhr an der St. Martin Straße der FC Bosna Herzegovina München.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Ingolstadt: Bruchlandung im Brachland

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Brachland Audi-Sportpark

Urlaubsbedingt konnte ich die letzten beiden Spiele des TSV 1860 München leider nur aus der Ferne verfolgen. Gestern Nachmittag durfte ich die Löwen endlich wieder im Stadion sehen und erlebte, wie die Mannschaft nach ansehnlichem Start zu einer ärgerlichen Bruchlandung im Brachland ansetzte.

Das merkwürdigste Duell für 1860

Es gibt Spiele, die sind eindeutig Derbies. Natürlich gehören da die Spiele der Löwen gegen die Roten dazu. Auch sind die Spiele gegen die Bobfahrer aus Unterhaching irgendwie Derbies. Wobei mir die Bezeichnung “S-Bahn-Derby”, die sich in die letzten Jahren für dieses Spiel durchgesetzt hat, so gar nicht gefällt. Dann gibt es sogenannte “Traditionsduelle”, das sind in dieser Saison beispielsweise Spiele gegen Dresden, Bielefeld, Duisburg usw. Dann gibt es einfach normale Spiele wie gegen Sandhausen, Lübeck, Viktoria Köln usw. Und dann gibt es noch dieses Spiel gegen Ingolstadt, das ja auch gerne als “Derby” tituliert wird. Aber für mich ist das wirklich kein Derby. Zu diesem frisch gegründeten Fusionsverein habe ich einfach überhaupt keine Beziehung. Und spüre 0,0 Rivalität. Die sind mir einfach egal. Das Einzige was dem Hauch meiner Definition von Derby entspricht, ist, dass Ihr Standort im Brachland um die Raffinerie- und Autostadt an der Donau relativ nah an Giesing liegt. Dass das Spiel offensichtlich kein Derby ist, zeigte sich gestern auch daran, dass das Stadion nicht annähernd ausverkauft war. Es bleibt einfach das merkwürdigste Spiel der Saison…

Künstlich verlängerte Anreise zum Stadion im Brachland

Nachdem das Stadion in der Ödnis in weniger als einer Stunde von München aus zu erreichen ist, ließ man sich in Ingolstadt etwas ganz Besonderes einfallen, um die Anreise der Löwenfans zu verlängern. Nach guten 45 Minuten Anreise im Auto schickte man uns nach einigemn Hin und Her zu einem mäßig gut beschilderten Gästeparkplatz, der knappe 2km vom Stadion entfernt ist und die Anreisezeit um etwa 50% verlängert. Nach dem Spaziergang durch die Ödnis des ehemaligen Raffineriegeländes sahen wir, endlich im Stadion angekommen, eine durchaus gute Anfangsphase von 1860.

1860 verschenkt erneut einen Sieg nach Führung

Sechzig kam gut in die Partie und ging nach einer sehenswerten Freistoßfinte durch Guttau mit 1:0 in Führung. Danach verfiel die Mannschaft erneut in ein Muster, an das man sich als Löwenfan wohl langsam gewöhnen muss: Die Offensivarbeit wurde eingestellt und man baute damit den Gegner auf, anstatt auf das 2:0 zu spielen. So kam es wie in den Spielen gegen Lübeck und Aue: durch Passivität baute man den Gegner wieder auf und ließ ihn zurück ins Spiel kommen. Und wie gegen Aue lud man den Gegner zum Tor schießen ein. Zunächst servierte Tim Rieder durch einen desaströsen Rückpass den Ausgleich auf dem Silbertablett. Der Siegtreffer fiel nach einer unnötig verursachten Ecke mit mehr als lätschertem Abwehrverhalten. So wird es schwer, in der dritten Liga zu bestehen. Hinzu kommt, dass das, was 1860 da als “Schlussoffensive” anbot, wirklich ungenügend war. Es war keine Struktur im Spiel mehr zu erkennen. Besonders genervt hat mich, dass die Ausführung von Einwürfen und Freistößen sich ewig hingezogen hat, anstatt diese Situationen schnell auszuführen, den Gegner unter Druck zu setzen und sich nicht selbst die letzten Sekunden von der Uhr zu nehmen.

Vierte Bruchlandung in Folge

Was bleibt, ist die vierte Bruchlandung der Löwen in Folge. Drei davon nach eigentlich gutem Start samt 1:0-Führung. Danach sorgten Passivität und individuelle Fehler immer für vermeidbare ärgerliche Niederlagen. Außer in Sandhausen, da brachte man bis auf eine gute Phase in der zweiten Hälfte gar keinen Fuß auf den Boden. Nach dem dritten abgeschenkten 1:0 sehe ich auch ein mentales Problem in der Mannschaft. Und nicht nur ich, nach dem Ausgleich gestern tuschelte mein ganzes Umfeld im Auswärtsblock, dass man sich jetzt sicher noch das 2:1 fängt. Und so kam es dann auch. Die Hoffnung auf eine gute Saison, die trotz verpatzter Vorbereitung nach den ersten beiden Spiele aufkeimte, ist nun wie eine Seifenblase zerplatzt. So wird’s eng!

Merkwürdige Gesten zum Abschluss

Dass das Spiel mit merkwürdigen Gesten der Ingolstädter Spieler gegen den Auswärtsblock endete, unterstreicht nur noch, dass 1860 gegen Ingolstadt das merkwürdigste Spiel der Saison ist. Für die Einen mag es ein Derby sein, für die Anderen ist es ein trostloser Ausflug ins Brachland. Ehrlichgesagt bin ich froh, dass ich mir das nur ein Mal pro Saison antun muss. Wenn ich mit vorstelle, jedes Heimspiel in dieser Ödnis verbringen zu müssen, bekomme ich tatsächlich noch Mitleid mit dem Ingolstädter Publikum…

 

Auswärtschlappe! Schanzer schicken Sechzig in die Krise

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Auswärtsschlappe! Schanzer schicken Sechzig in die Krise
Auswärtsschlappe! Schanzer schicken Sechzig in die Krise

In einem mit 13.500 Zuschauern nahezu ausverkauften Ingolstädter Audi-Sportpark gingen die Löwen hochmotiviert ins Duell mit dem FC Ingolstadt. Wie erwartet war das Stadion stimmungstechnisch schon eine Stunde vor der Partie fest in Löwenhand. Mindestens die Hälfte der Zuschauer war in weiß-blau erschienen, um die Münchner beim Match gegen den Ex-Trainer Michael Köllner zu unterstützen. Das komplette Match Szene für Szene zum Nachlesen gibt es in unserem Live-Ticker! Am Ende siegten aber die Schanzer und schickten Sechzig mit einer Auswärtsschlappe in die Krise.

Starke und Kurt rücken in die Startelf

Nicht mit dabei waren die verletzten Greilinger und Schröter. Für Schröter und Tarnat standen in Ingolstadt Kurt und Starke in der Startelf. Angetrieben von den Löwenfans fanden die Löwen gut in die Begegnung und hatten auch die ersten beiden Möglichkeiten. Vrenezi setzte sich gut durch, sein Schuss zischte aber über den Kasten, nachdem davor ein guter Abschluss von ihm zur Ecke geblockt worden war. Wenig später köpfte Verlaat nach einer Ecke über die Querlatte. Die erste Großchance hatten aber die Hausherren. Nach einem üblen Ballverlust von Kurt im Mittelfeld spielten die Hausherren den Konter schnell aus und die Löwen hatten Glück, dass der Abschluss von Mause ebenfalls über dem Gehäuse landete.

Cleverer Freistoß-Trick bringt die Führung

Nach dem Motto “So einfach kann Fußball sein” markierten die Löwen Mitte der ersten Halbzeit den Führungstreffer. Zwarts wurde etwa 30 Meter vor dem Tor gelegt. Den Freistoß legte Zejnullahu an der Mauer vorbei kurz ab zu Guttau, der an verdutzten Ingolstädtern vorbeimarschierte und zum 0:1 ins lange Eck einschoss. Der Treffer tat dem Selbstbewusstsein der Löwen gut, die munter weiter nach vorne spielten und hinten keine zwingenden Möglichkeiten zuließen. Ingolstadt wirkte fortan in der Defensive verwundbar. Lang köpfte nach einer guten halben Stunde knapp über den Kasten. Die Löwen wurden von ihren frenetischen Fans ohne Unterlass angefeuert und schalteten keineswegs einen Gang zurück.

Schanzer ideenlos gegen defensiv stark verschiebende Löwen

Den Hausherren fiel nach der Führung der Sechzger nicht viel ein. Auffällig wurden die Hausherren eigentlich nur durch ihre zahlreichen ruppigen Foulspiele, die letztlich auch verdient zu drei Verwarnungen führten. Auch Frey musste einmal ein taktisches Foul ziehen, um einen gefährlichen Angriff zu unterbinden. Bis zur Pause passierte nichts mehr, sodass die Löwen mit einer verdienten 0:1-Führung in die Halbzeitpause gehen konnten. Auch offensiv lieferten die Gäste eine gute Vorstellung, auch wenn es manchmal beim finalen Pass noch etwas an der Präzision mangelte.

Rieder für Frey zur Pause

Zur zweiten Halbzeit kam der wiedergenesene Rieder für den bereits verwarnten Frey ins Spiel. Beide Teams kamen wach aus den Kabinen und versuchten sogleich offensiv in Aktion zu treten. Den ersten Abschluss der zweiten Hälfte setzte Zwarts knapp neben den Pfosten. Ingolstadt hatte zu Beginn mehr von der Partie, doch die Löwen verteidigten die Box weitgehend stabil. Dann forderten die Löwen nach einem schnellen Angriff über rechts einen Handelfmeter, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Eine Fehlentscheidung wie die Fernsehbilder später zeigten…

Ausgleich aus dem Nichts eingeleitet von den Löwen

So kamen die Hausherren aus dem Nichts zum Ausgleich – unter dankenswerter Mithilfe der Löwen. Rieder spielte auf dem rechten Flügel einen katastrophalen Rückpass, Mause bedankte sich, umkurve Hiller und schob ein zum Ausgleich. Unnötiger kann man ein Gegentor nicht kassieren… Die Partie wurde im Anschluss hektischer. Ingolstadt bekam nach dem Ausgleich Oberwasser, die Löwen brauchten erst einmal einige Minuten um sich zu sammeln und waren mit Defensivarbeit gut eingespannt.

Spiel steht auf des Messers Schneide

Die Löwen waren nach dem Gegentreffer – wie schon so oft in dieser Saison wie geschockt und fanden erste zwanzig Minuten vor dem Ende wieder offensiv statt. Allerdings fehlte zumeist die Präzision. Ingolstadts Offensive nach dem 1:1 war verpufft und so stand die Partie erst einmal auf des Messers Schneide. Eine Viertelstunde vor Ende hätten die Hausherren in Führung gehen müssen, doch Hiller rettete in ärgster Not. Defensiv stimmte bei den Gästen gar nichts mehr. So kam es wie es kommen musste. Nach 77 Minuten landete eine mehrfach geblockte Ecke vor den Füßen von Kopacz, der zum 2:1 für die Heimischen abstaubte.

Auswärtsschlappe! Schanzer schicken Sechzig in die Krise!

Die Löwen mühten sich in der Schlussphase zwar noch in der Offensive. Doch Ingolstadt stand tief und musste nicht allzuviel tun, um die Führung über die Zeit zu bringen. So stand am Ende eine bitter wie auch unnötige 2:1-Niederlage für die Löwen zu Buche. Sechzig hatte im ersten Durchgang alles im Griff, brachte sich aber nach einem katastrophalen Rückpass von Rieder selbst um den Lohn der Arbeit. Nach dem daraus resultierenden Ausgleich zum 1:1 funktionierte gar nichts mehr und der Siegtreffer war nur eine Frage der Zeit. Wie schon gegen Lübeck und Aue standen die Löwen also am Ende trotz einer Führung mit leeren Händen da. Es ist die vierte Niederlage in Serie, die Löwen schaffen es einfach nicht, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben…

 

 

Liveticker: FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München (6. Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker am 6. Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem FC Ingolstadt 04 und dem TSV 1860 München!

Das Duell mit Ex-Trainer Michael Köllner birgt natürlich einiges an Brisanz, zumal beide Mannschaften alles andere als ideal in die neue Saison gestartet sind. Die räumliche Nähe tut ihr Übriges, um die heutige Partie zu etwas Besonderem zu machen.

Aufstellung:
Hiller – Kurt (78. Lakenmacher), Lang, Verlaat (C), Kwadwo – Frey (46. Rieder), Starke (87. Bonga) – Zejnullahu, Vrenezi, Guttau – Zwarts (90. Sulejmani)

Bank:
Richter (TW), Glück, Rieder, Kloss, Tarnat, Bonga, Cocic, Sulejmani, Lakenmacher

Tore:
Mause, 2:1 0:1 (23.) Guttau, 1:1 (59.) Mause, 2:1 (77.) Kopacz

Gelbe Karten:
Malone, Schröck, Deichmann, Kopacz – Frey, Kurt, Zejnullahu

Die Personalsituation

Es fehlen: Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Phillipp Steinhart (Bänderverletzung), Fabian Greilinger (Hüftbeuger)

Ausfälle beim FC Ingolstadt 04: Simon Lorenz (muskuläre Probleme), Lukas Fröde (gesperrt), Maurice Dehler (Mittelfußbruch), Bryang Kayo (Spunggelenk), Maximilian Dittgen (Oberschenkel), Felix Keidel (Oberschenkel), Benjamin Kanuric (krank)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Fehlanzeige

Wo könnt Ihr das Spiel FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

15.800 Fans passen in den Audi-Sportpark der Schanzer und es sollte keinen verwundern, wenn am Samstag Nachmittag mehr als die Hälfte der Besucher den Löwen die Daumen drücken. Der FC Ingolstadt 04 selbst rechnet mit insgesamt 13.500 Zuschauern. Wie sich ein Heimspiel in der Ferne anfühlt, durften die Löwenfans ja bereits in der Vorsaison in Ingolstadt erleben. Für Gästefans wird es keine Tageskasse geben!

Das dritte Auswärtsspiel des TSV 1860 wird heute nicht im Free-TV übertragen. Allerdings  ist natürlich wie gewohnt MagentaSport vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Freitagsspiel der dritten Liga: Verl gewinnt in Duisburg

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Heute Abend standen sich die Zebras und der SC Verl im Freitagsspiel der dritten Liga gegenüber. Auf Grund des mäßigen Starts beider Teams standen beide Teams unter Druck, Punkte einzufahren, um sich aus dem Tabellenkeller zu verabschieden. Am Ende konnte der SC Verl den MSV Duisburg durch einen Last-Minute-Treffer besiegen.

Traumstart für die Zebras

Bitter brachte die Zebras in der 9. Minute mit der ersten Chance 1:0 in Führung. Vorausgegangen war ein Duisburger Ballgewinn im Mittelfeld, auf den ein schneller Angriff folgte. Schließlich schob Bitter den Ball Unbehaun zum Führungstreffer durch die Beine. Nur vier Minuten später stellte Mai, der heute notgedrungen als Stürmer aufgeboten war, auf 2:0. Jander spielte ihn schön an der Strafraumgrenze ein und Mai zog platziert ins rechte untere Eck ab (13. Minute).

Glücklicher Anschlusstreffer vor der Pause

Obwohl der MSV Duisburg nun einen Gang zurück schaltete und Verl sich etwas stabilisierte, war der MSV weiter tonangebend. Bei einem Konter nach einer Ecke schloss Köpke zu harmlos ab (26. Minute). In der 37. Minute rettete Unbehaun die Verler dann vor dem vorentscheidenden 3:0. Mit einer Glanzparade entschärfte er einen Kopfball von Stierlin. Mit der ersten Chance gelang dem SC Verl dann der Anschlusstreffer in der 45. Minute. Corboz erzielte das 2:1, nachdem Otto von rechts in den Strafraum eingedrungen war. Ärgerlich für den MSV Duisburg.

Verl gleicht aus

Der zweite Durchgang begann ausgeglichen. In der 56. Minute konnte Verl ausgleichen. Batista Meier brachte den Ball von rechts auf Corboz, der direkt abzog. Sein Schuss wurde geblockt, aber Corboz versenkte den Abpraller überlegt mit dem Kopf zum 2:2. Danach waren die Gäste kurzzeitig feldüberlegen, ohne jedoch zwingende Chancen auf den Führungstreffer herauszuspielen. Duisburg konnte sich danach zurück ins Spiel kämpfen und die Zuschauer sahen bis kurz vor Schluss ein von Mittelfeldduellen geprägtes Spiel ohne weitere Torchancen. Für Aufregung sorgte in der 87. Minute der vermeintliche Führungstreffer für den MSV, der aber wegen Abseits nicht anerkannt wurde.

Siegtreffer in der Nachspielzeit

In der 93. Minute gelang dem überragenden Corboz sein dritter Treffer. Zunächst kam er an der Strafraumlinie zum Schuss, traf einen eigenen Mitspieler und konnte dann den Abpraller zum entscheidenden 2:3 volley ins Netz knallen. So konnte Verl einen späten 3:2 Auswärtssieg in Duisburg feiern. Duisburg hätte den Sieg in der ersten Hälfte unter Dach und Fach bringen können, Verl erkämpfte sich nach Rückstand mit Effektivität vor dem Tor einen Auswärtssieg.

Was bedeutet das für 1860?

Durch das Unentschieden rutschen die Löwen in der Tabelle mit 6 Punkten auf Rang 13 ab, bevor sie morgen fokussiert in Ingolstadt antreten. Ihr könnt das Spiel natürlich im sechzger.de Liveticker verfolgen. Anpfiff ist morgen um 16:30h.

 

50+1: Wieso bei 1860 keine “Hannover-Verhältnisse” bestehen

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
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Hannover 96 scheint durch einen Vertrag die “50+1”-Regel – zumindest teilweise – ausgehebelt zu haben. Bei 1860 bestehen jedoch keine “Hannover-Verhältnisse”.

50+1: ein Dauerthema im Deutschen Fußball

Kaum eine Regelung wird im Deutschen Fußball so oft und kontrovers diskutiert wie die “50+1-Regel“. Sie besagt – grob vereinfacht – dass der Mutterverein einer Profi-Fußballgesellschaft, die im Deutschen Profifußball eine Mannschaft meldet, stets mindestens eine Stimme mehr, als die genaue Hälfte (also 50%) aller Stimmen innerhalb einer solchen Gesellschaft behält.

Hannover 96 scheint sich selbst ins Bein geschossen zu haben

Ähnlich wie beim TSV 1860 ist bei Hannover 96 “50+1” rund um den Investor Martin Kind (zeitweise auch Präsident, Geschäftsführer, freigestellter Geschäftsführer, etc.) ein Thema mit Relevanz.

Nach jahrelangen Streitigkeiten und Niederlagen Kinds vor diversen Gerichten schlossen in Hannover die Gremien im Jahr 2019 den sogenannten “Hannover-96-Vertrag”. Mit diesem Vertrag scheint sich der e.V. von Hannover 96 jedoch ins eigene Bein geschossen zu haben:

Denn in dem Vertrag, der der SZ vorliegt, wurde festgelegt: “H96 e.V. verpflichtet sich, die Satzung der H96 Management GmbH nicht bzw. nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung der H96 S&S zu ändern, zu ergänzen oder zu ersetzen.” Und dann wird es in Anbetracht der jüngsten juristischen Streitigkeiten um eine Abberufung von Geschäftsführer Kind geradezu prophetisch präzise: “Die vorstehende Regelung gilt insgesamt, insbesondere aber für den Passus der Satzung, der Funktion (Bestellung der Geschäftsführung der Gesellschaft) und Besetzung des Aufsichtsrats der Hannover 96 Management GmbH regelt.” (“Das trojanische Pferd”, Süddeutsche Zeitung vom 21.10.2022)

Die “50+1-Regel” ist eine für Vereine wie angegliederte Gesellschaften im Hinblick auf den Profifußballbetrieb geltende Verbandsregel. Der “Hannover-96-Vertrag” verstößt jedoch ohne Umschweife und für jeden erkennbar gegen diese Regel. Wie die DFL diesen Vertrag – der die faktische Aushebelung der “50+1”-Regel beinhaltet, sehenden Auges als “mit 50+1-konform” durchwinken konnte, bleibt wohl ihr Geheimnis. Darüber rätselt auch die SZ, jedoch hat die DFL eine entsprechende Anfrage der Redaktion bislang nicht konkret beantwortet.

Warum bei 1860 keine Hannover-Verhältnisse bestehen

Was bedeutet die Hannover-Konstellation nun für den TSV 1860? Ganz einfach: Rein gar nichts! Die Aushebelung von “50+1” konnte nur durch den “Hannover-96-Vertrag” zwischen den Gesellschaftern passieren – und die DFL hat womöglich nicht ordentlich hingesehen, als sie die Konformität des Vertragswerks mit “50+1” attestierte.

Beim TSV 1860 existiert ein  Vertrag mit derartigen Regelungen nicht und es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Löwen eine solche Regelung aufbürden lassen würden. Insofern kann die “lex Hannover” keinesfalls für den TSV 1860 herangezogen werden, auch wenn ein Blog im Löwenumfeld in seiner Berichterstattung mit eher nebulösen Andeutungen versucht, diese Tatsache zu unterschlagen.

Denn wie die Süddeutsche Zeitung sehr klar im schon oben zitierten Artikel hervorhebt:

Weil Sechzig aber – anders als Hannover 96 – niemals sein Recht auf Satzungsänderung der Geschäftsführungs GmbH aufgegeben hat, waren die e.V.-Vertreter 2017 nach dem Zwangsabstieg in die vierte Liga sogar in der Lage, den Insolvenzfachmann Markus Fauser gegen den Willen von Hasan Ismaik zum Geschäftsführer zu ernennen. In der Satzung von Sechzigs Geschäftsführungs GmbH ist der konkrete Vollzug von 50+1 auf dem Wege einer Satzungsänderung sogar explizit ausformuliert: “Die Gesellschafter (also allein der e.V.) können jederzeit mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen beschließen, (…) dass dem Beirat Aufgaben und Befugnisse, welche ihm (…) zugewiesen wurden, nicht weiter zustehen.”
Exakt dieser Möglichkeit, dem Aufsichtsrat seine Kompetenz zur Bestellung des Geschäftsführers zu nehmen, haben sich die e.V.-Vertreter bei Hannover 96 vor drei Jahren beraubt.

Abberufung Kinds als Geschäftsführer unwirksam – jedoch NICHT wegen 50+1

Martin Kind hatte gegen seine Abberufung als Geschäftsführer bei Hannover 96 geklagt – und Recht bekommen. Jedoch nicht aufgrund von “50+1”-Themen, sondern weil bei der Abberufung Formfehler begangen worden waren, wie das Landgericht Hannover bestätigte:

Die 7. Kammer für Handelssachen stellt in der Urteilsbegründung darauf ab, dass der Abberufungsbeschluss wegen Verstoßes gegen die im Gesellschaftsvertrag geregelte Kompetenzverteilung nichtig ist. Denn der Gesellschaftsvertrag der Beklagten sieht vor, dass für eine Abberufung des Geschäftsführers der Aufsichtsrat zuständig ist.

Dies gelte auch unter Berücksichtigung der Regelungen des Hannover-96-Vertrages.

Eine Überprüfung der “50+1”-Umgehung im “Hannover-96-Vertrag” fand aufgrund des formellen Verstoßes gar nicht mehr statt:

Ob diese Kompetenzverteilung des Gesellschaftsvertrages mit der 50+1 Regel der DFL in Einklang steht, spielte für die Entscheidung des Gerichts keine Rolle. (Auszug aus der Pressemitteilung der 7. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Hannover, Az. 32 O 119/22)

Als ultima ratio kann der e.V. jederzeit den Beirat entmachten

Der Gesellschafter der Geschäftsführungs-GmbH beim TSV 1860 kann gem. §12 Ziff. 6 der Gesellschaftssatzung jederzeit dem Beirat unter Anderem dessen Befugnisse aus § 12 Ziff. 4 entziehen, Geschäftsführer zu bestellen, abzuberufen, etc. Alleiniger, 100%iger Gesellschafter ist der TSV München von 1860 e.V., geschäftsführend vertreten durch das Präsidium.

Anmerkung der Redaktion:
Dieser Artikel erschien auf sechzger.de erstmals am 25.10.2022. Aus gegebenem Anlass möchten wir aber gerne nochmal darauf hinweisen…

Bild: TSV 1860 München e.V.

Jacobacci: “Voller Fokus auf den Fußball”

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Löwenrunde: Kwadwo fällt aus
Löwenrunde: Kwadwo fällt aus

Am Samstag wartet auf die Löwen das Oberbayern-Duell beim FC Ingolstadt. Hier geht es zu den Faninformationen. Los geht es in der Audi-Stadt um 16:30 Uhr, die Sechzger werden dabei sicherlich von mehreren tausend Löwenfans begleitet, die das Auswärtsspiel wieder zum Heimspiel machen werden. 3.600 Gästekarten sind restlos ausverkauft, viele weitere Tickets gingen sicherlich im freien Verkauf nach München.

Bei der Löwenrunde vor dem ersten von zwei Auswärtsspielen in Folge sprach TSV-Trainer Maurizio Jacobacci darüber, die er das Ruder nach drei Niederlagen am Stück herumreißen möchte. Maurizio Jacobacci fordert “vollen Fokus auf den Fußball” und will sich nicht vom Duell mit dem Ex-Trainer oder der Wiesn ablenken lassen.

Greilinger nicht dabei – Großes Fragezeichen bei Schröter

Nicht mit dabei sein wird am Samstag Fabian Greilinger, den Probleme am Hüftbeuger zum Aussetzen zwingen. Ob es bei Morris Schröter für einen Einsatz reicht ist noch offen, er wird beim Abschlusstraining individuell trainieren. Die Chancen auf einen Einsatz dürften also eher gering sein. Dafür steht Tim Rieder wieder zur Verfügung. “Man muss ihn von der Leine lassen. Er bringt Qualität in den Kader. Die Startelf kann möglich sein”, hielt sich Jacobacci alle Optionen offen.

Jacobacci: Voller Fokus auf den Fußball

Rund um das Spiel wollen sich die Löwen weder von Michael Köllner, noch vom Anstich auf der Wiesn ablenken lassen. “Ich werde so oder so nach dem Spiel nicht auf die Wiesn gehen”, sagte der Löwen-Dompteur.
Auch das Duell mit seinem Vorgänger Michael Köllner, der nun in Ingolstadt tätig ist, interessiert Jacobacci nur am Rande. “Wir haben uns vorbereitet wie immer und wissen, was uns in Ingolstadt erwartet. Ob es gegen den Ex-Trainer geht oder nicht, sollte nicht im Fokus stehen. Wir brauchen den vollen Fokus auf den Fußball”, sagte der Italo-Schweizer weiter.

Ingolstadt wird über den Kampf kommen

“Wir spielen gegen einen Gegner der viel Qualität verpflichtet hat. Sie werden sicher viel physische Präsenz ins Spiel bringen und versuchen, uns über den Kampf den Schneid abzukaufen”, vermutet Jacobacci. Köllner sprach in der Ingolstädter Presserunde den Löwen die Favoritenrolle zu. Jacobacci konnte darauf angesprochen nur schmunzeln: “Wir spielen auswärts, ich weiß nicht, warum wir da den Favoriten spielen sollten.”

Die Verteidigung fängt vorne an

Zuletzt kassierten die Löwen zwei Mal zwei schnelle Gegentreffer in kurzen Zeitabständen, daran habe man gearbeitet. “Die Verteidigung geht vorne los. Entscheidend wird sein, dass wir sehr gut gegen den Ball arbeiten. Wir müssen gegen den Ball stören, damit sie nicht zu ihrem Spiel kommen”, sagte Jacobacci weiter. Ingolstadt habe starke Kicker in seinen Reihen und man müsse bei den Einwürfen von Malone aufpassen, “die wie Flanken aus dem Halbfeld hereinkommen”.

Keine Frustration nach Gegentoren

Auf Frage von sechzger.de erklärte Jacobacci in Bezug auf das letzte Spiel gegen Aue, bei dem man in der Schlussphase eine 1:0-Führung aus der Hand gab und sogar noch mit 1:2 unterlag: “Wir waren frustriert nach dem Gegentor und haben nicht nach vorne gedacht. Wir brauchen den vollen Fokus auf das was kommt und nicht auf das, was passiert ist. Nach einem Gegentor müssen wir alle Kräfte bündeln und nach vorne schauen”, forderte der TSV-Coach.

“Man muss Vrenezi auch sein Spiel lassen”

Angesprochen auf Albion Vrenezi sagte der Schweizer: “Er kann sicher noch besser performen, als in den letzten fünf Spielen. Das letzte Spiel war schon besser. Er war effizienter mit dem Ball. Man muss ihm seine Freiheiten lassen, er ist ein Straßenfußballer. Ich habe ihm auf den Weg gegeben, dass er wissen muss, was er machen möchte, bevor er den Ball bekommt. Aber man muss ihm auch seinen Fußball, sein Spiel lassen.” Vor allem bei numerischer Überzahl in der Zone müsse sich Vrenezi schnell vom Ball trennen, das sei das Ziel, fügte Jacobacci an.

Auf die Fans ist Verlass

Auf Nachfrage von sechzger.de, ob er wisse, was ihn im Stadion erwarte, erklärte der Schweizer: “Auf unsere Fans kann man sich immer verlassen. Es ist mein größter Wunsch sie glücklich zu machen und nach dem Spiel das Leuchten in den Augen zu sehen”. Mit diesem Leuchten in die Augen und drei Punkten im Gepäck wird der Löwen-Tross am Samstag-Abend hoffentlich in die Landeshauptstadt zurückkehren. Dann hat sicherlich auch Jacobacci am Sonntag nichts gegen einen ausgiebigen Wiesn-Besuch der Fans einzuwenden.