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Heute vor 29 Jahren – 0:2 gegen Darmstadt 98

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TSV 1860 Löwen Historie

Was war das gestern ab der 40. Minute für ein Fußballfest, als die Löwen den Halleschen FC mit sage und schreibe 6:1 wieder zurück an die Saale geballert haben und Dennis Dressel der Löwenhistorie mit seinem Viererpack ein neues Kapitel hinzufügte! Und heute? Ganz schön fad alles, oder? Frisch und grau ist es draußen, der (Amateur-)Fußball ruht und überhaupt ist nicht allzu viel los. Deshalb wagen wir einen Blick zurück auf einen Freitag Abend vor 29 Jahren…

 

Der 8. November 1991 war ein Spieltag auf Giesings Höhen und die glorreichen Löwen empfingen den SV Darmstadt 98 in der 2. Bundesliga Süd. Wie die Saison endete, ist bekannt und die 0:2-Niederlage gegen die Lilien an diesem Freitag Abend war nur ein kleiner Mosaikstein dieser missglückten Spielzeit, an deren Ende der neuerliche Abstieg des TSV 1860 in die Bayernliga stand.

 

12.000 Zuschauer gaben ihr Bestes, um die Löwen zum Sieg zu schreien, aber es half alles nichts: Die Mannschaft um Berg, Maurer, Miller, Störzenhofecker, Ziemer und Schmidbauer verlor gegen die Lilien durch zwei Tore von Sanchez (33./86.) mit 0:2 und musste sich weiter nach unten orientieren. Netter Sidefact: Auf Seiten des SV Darmstadt 98 kickte damals Jürgen Baier, Vater des späteren Löwenprofis Daniel Baier, der kürzlich seine Karriere beendete.

 

Dressel schlägt den Halleschen FC

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Die Löwen gewinnen ihr Heimspiel mit 6:1!

Das Spielgeschehen in Halbzeit 1 ist schnell erzählt. Halle trat – im Vergleich zu Saarbrücken und Duisburg – ganz anders auf in Giesing. Sechzig wollte zu Beginn erneut vorne aggressiv anlaufen, doch der Ausfall von Willsch und der damit verbundene Taktikwechsel auf ein 3-4-3 war eine zu große Umstellung. Halle war darauf gut eingestellt, sodass diese das Spiel mitgestalteten. Die Folge war ein nahezu 40-minütiger Leerlauf, den erst Dennis Dressel mit einem Sonntagsschuss am Samstagmittag beendete: Nach einer per Kopf abgewehrten Ecke versenkte er mit einem famosen Linksschuss den Ball im linken Kreuzeck (41.Minute). Das Tor war wie ein Wachmacher für die Löwen: Lex war frei durch, lupfte den Ball jedoch klar am Tor vorbei. Danach kam Mölders in guter Position zum Abschluss, Halle konnte jedoch zur Ecke klären. Wie schon beim 1:0 landete die Kopfballabwehr bei Dressel, der dieses Mal mit einem strammen Rechtsschuss ins linke untere Eck seinen zweiten Treffer markierte (46.Minute). Mit diesem strategisch wichtigen Tor ging es in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff ging es munter weiter, die Tore fielen aber weiterhin nur auf der richtigen Seite: Nach einer tollen Kombination schlug Neudecker über links eine scharfe Hereingabe in den Fünfmeterraum. Keeper Müller konnte nur abklatschen lassen, sodass Dressel im Nachschuss sein drittes Tor markieren konnte (56.Minute). Zwei Minuten später wurde Sascha Mölders auf die Reise geschickt und versenkte den Ball mit all seiner Routine im linken Eck (58.Minute). Trotz einem 4:0 gab Halle nicht auf, sodass Boyd in der 63.Minuten den Anschlusstreffer markieren konnte. In der Folge wurde es kurzzeitig hektisch und Halle war drauf und dran, ein zweites Mal einzunetzen. Dennis Dressel gelang heute aber einfach alles, sodass er mit seinem vierten (!) Tor alle Zweifel beseitigte: nach toller Ballverarbeitung und Vorlage von Mölders legte Dressel den Ball am Mittelkreis am ersten Gegenspieler vorbei, drang in den Strafraum ein und vollstreckte mit seinem starken linken Fuß (71.Minute). Das war der endgültige Nackenschlag für Halle, die sich in der Folge noch einen sechsten Gegentreffer einfingen. Dieses Tor war eine Co-Produktion der zuvor eingewechselten Djayo und Tallig, der schlussendlich den Ball im Tor versenkte. In Anschluss passierte dann nicht mehr viel, obwohl die Löwen bis zuletzt vorne drauf gingen.

Spieler des Tages ist heute – ohne Zweifel – Dennis Dressel. Vier Tore in einem Spiel dürften bisher nur wenigen Löwen-Spielern gelungen sein. Doch auch abseits dieser famosen Leistung gefiel uns heute Daniel Wein erneut sehr gut. Weiter geht es nächsten Sonntag, wenn Sechzig auf Dynamo Dresden trifft, welche heute in der Nachspielzeit mit 1:2 in Saarbrücken verloren. Die Löwen liegen damit auf Tabellenplatz 2, während Saarbrücken mit zwei Punkten die Tabelle anführt.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 – Hallescher FC

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Nur eine Woche nach der 0:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg treten die Löwen heute Nachmittag erneut daheim auf Giesings Höhen an. Und wie für die Zebras vor sieben Tagen ist es auch für den Halleschen FC bereits das zweite Mal, dass ein Gastspiel beim TSV 1860 als Geisterspiel absolviert werden muss – oder sollte man besser sagen: absolviert werden darf? Angesichts der jüngsten Heimschwäche der Truppe von Michael Köllner kann die – bei den Löwenfans ja durchaus gern gehörte – Frage, welche Bedeutung die Unterstützung der Fangemeinde in weiß und blau für das sportliche Gelingen auf dem Rasen letztlich hat, durchaus wieder mal aufgeworfen und diskutiert werden. Die nackten Zahlen untermauern jedenfalls die These, dass sich Sechzig im Sechzgerstadion ohne den Support seiner Fans deutlich schwerer tut, als mit ihm: Seit dem Re-Start (ohne Zuschauer) Ende Mai diesen Jahres haben die Löwen in zehn Drittligaspielen – saisonübergreifend betrachtet – zu Hause nur vier Siege einfahren können, mussten aber fünf Pleiten verkraften. An des Gegners Platz stehen fünf Siegen nur zwei Niederlagen gegenüber, wobei einer dieser beiden Misserfolge das kleine Asuwärtsderby gegen den roten Nachwuchs war, das ja auch im Giesinger „Wohnzimmer“ ausgetragen wurde, insofern also formal sogar den Heimspielen zugrechnet werden könnte, was die Bilanz noch mehr in die konstatierte Richtung verschiebt.

Gleichwohl Trainer Köllner jüngst den kritischen Blick auf die Heimtabelle zurückwies und darauf verwies, dass es am Ende darauf ankomme, seine Saisonziele insgesamt zu erreichen, egal ob man die nötigen Punkte nun mehrheitlich daheim oder auswärts, in der Hin- oder der Rückrunde hole, beschäftigt das Thema das Löwenumfeld dennoch. Und natürlich geht es beim herbstlichen Löwenblues um die Heimschwäche und nicht etwa – so könnte man das ja auch betrachten – um die Stärke an des Gegners Platz, was wiederum mehr nach sportlichen Erklärungsmustern rufen würde, als alles auf die An- bzw. Abwesenheit der Löwenfans zurückzuführen.

Statistisch betrachtet ist der heutige Gast übrigens durchaus ein Gegner, um die aktuell eher unschön anzuschauende Heimbilanz ein wenig aufzubessern: In acht Duellen, die sich die Löwen mit dem HFC seit 1991 lieferten, sprang für die Saalestädter nur ein einziger Sieg heraus (am Karsamstag 2019 vor eigenem Publikum). Die Löwen konnten dreimal siegen (zweimal in München, einmal in Halle), die Hälfte der Duelle endete Remis – allein dreimal in der Saison 90/91. Der Hallesche FC gehört übrigens zu den Vereinen, gegen die der TSV 1860 sämtliche Heimspiele im Sechzgerstadion ausgetragen hat – die Arena vor den Toren der Stadt und auch das Olympiastadion sind für diesen Gast weiße Flecken auf der Fußball-Landkarte.

Die aktuelle sportliche Situation bei den Gästen kann als durchwachsen bezeichnet werden. Beim Blick auf die Tabelle fällt zu allererst auf, dass die Hallenser mit zwei Spielen im Rückstand sind. Nach dem Sieg im Sachsen-Anhalt-Derby gegen Magdeburg zum Saisonstart, folgten drei Pleiten ohne eigenen Torerfolg, was die erste Corona-bedingte Zwangspause am 5. Spieltag (in Duisburg) in der Nachbetrachtung fast als rettenden Schnitt erscheinen lässt, denn in den beiden dann folgenden Partien gegen Meppen und Lübeck erzielte Halle plötzlich sieben Treffer und sammelte sechs Punkte ein – ehe am vergangenen Wochenende das Heimspiel gegen die Münchner Vorstädter wegen eines Covid-19-Falles bei den Gästen aus Unterhaching wieder abgesagt werden musste. Dem Gesetz der Serien folgen vielleicht nun wieder die torarmen mageren Zeiten beim HFC? Uns wäre es sehr Recht.

Apropos „magere Zeiten“: Am Dienstag dieser Woche vermeldete der HFC auf seiner Website, dass man aufgrund der anstehenden Geisterspiele im November und der demnach fehlenden Einnahmen – wie schon im Frühjahr – für die Mitarbeiter des Clubs Kurzarbeit beantragt habe. In den ersten drei Heimspielen der Saison hatte der HFC insgesamt immerhin fast 7.000 Besucher begrüßt. Unsere Löwen spielen seit dem Re-Start Ende Mai 2020 dagegen stets ohne jede Einnahme aus der Tageskasse. Allerdings wurden hier in Giesing bekanntlich über 10.000 Dauerkarten verkauft – eine Vielzahl davon in der Variante „Löwenherz“, also ohne eine Option, das entrichtete Geld zurück zu erhalten.

Für unsere Löwen geht es heute Nachmittag um nicht weniger, als sich mindestens dauerhaft in der Spitzengruppe der 3. Liga zu behaupten. Nachdem der 1. FC Saarbrücken am Mittwoch mit seinem last-minute-Sieg in Duisburg die Tabellenspitze übernommen hatte, gab sich der FC Ingolstadt gestern Abend keine Blöße, besiegte Absteiger Wiesbaden mit 4:1 und belegt bis mindestens heute Nachmittag den Platz an der Sonne. Saarbrücken könnte (mit einem Punkt gegen Dresden) den Spitzenplatz aber direkt zurückerobern. Sollte dieses Unterfangen scheitern und Dynamo die Punkte aus dem Saarland entführen, wäre dies die Chance für unsere Löwen: Schon mit einem 1:0 über den HFC stünden dann wir wieder ganz oben. Rostock, Verl und Türk Gücü (auf den Plätzen drei, fünf und sechs) pausieren Corona-bedingt dieses Wochenende, sammeln ihre Punkte aber dann zu einem späteren Zeitpunkt. Die 3. Liga bleibt eine verdammt enge Kiste – unterhaltsam und sehenswert. Heute Nachmittag dann auch wieder mit den Löwen im Free-TV. Nach der Absage des Spiels in Rostock gegen Türk Gücü überträgt der Bayerische Rundfunk ganz spontan unsere Löwen. Ergänzend legen wir Euch natürlich auch heute unseren beliebten Liveticker aus dem Sechzgerstadion ans Herz – nach unserer Kenntnis übrigens der einzige Ticker mit Bildern.

 

Sechzig@18:60: Wieder sind alle guten Dinge drei: Taktiktafel, Tipps & (Free-)TV

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Sechzig München am Abend BR24Sport Clubhouse

Auch am heutigen Tage ist es angenehm ruhig um die Löwen – das was am heutigen Tage geschehen ist, ist schnell zusammengefasst:

1. Bernd Winninger hat wieder stundenlang den morgigen Gegner des TSV 1860 analysiert, um eine möglichst präzise taktische Vorhersage für das morgige Spiel zu treffen. Seine Analyse findet ihr hier:

https://sechzger.de/taktiktafel-unser-naechster-gegner-hallescher-fc/

2. Wieder haben einige Ex-Löwen und weitere Experten ihre Tipps abgegeben zum morgigen Spiel – ihre Vorhersagen findet ihr dort:

https://sechzger.de/9-spieltag-expertentipps/

3. Des einen Leid…

Das Spiel von TürkGücü München bei Hansa Rostock fällt Pandemie-bedingt aus bzw. wird verschoben – der Bayerische Rundfunkt hat schnell reagiert und dafür TSV 1860 München vs. Hallescher FC ins Programm genommen – ein guter Tausch, wie wir finden. Ansonsten kommt das Spiel natürlich auch auf Magenta TV – und sechzger.de tickert für euch aus dem Stadion:

https://sechzger.de/live-ticker-tsv-1860-muenchen-hallescher-fc-9-spieltag-2020-21-07-11-2020-live-aus-dem-stadion/

Live-Ticker: TSV 1860 München – Hallescher FC, 9. Spieltag 2020/21, 07.11.2020, Live aus dem Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Der TSV 1860 München empfängt am 09. Spieltag den Halleschen FC im Sechzgerstadion – sechzger.de tickert für euch wieder live auf dem Stadion bzw. startet wie gewohnt hier am Vortag mit der Vorberichterstattung:

TSV 1860 – HFC live im BR Fernsehen

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Aufgrund der Absage der Partie zwischen Hansa Rostock und Türkgücü München, das der Bayerische Rundfunk ursprünglich live übertragen wollte, hat sich der Sender dazu entschlossen, morgen das Match der Löwen gegen den Halleschen FC live aus dem Grünwalder Stadion zu präsentieren. Auch sechzger.de wird live vor Ort sein und fleißig für Euch tickern!

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Stadionzeitung gegen den Halleschen FC online verfügbar

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Geisterspiele: Keine Stadionauslastung auf Giesings Höhen

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Bekanntermaßen werden auch morgen keine Zuschauer im Sechzgerstadion anwesend sein, wenn die Löwen den Halleschen FC empfängt. Dennoch hat der TSV 1860 auch diesmal wieder eine Stadionzeitung mit interessanten Themen zusammengestellt, das online einsehbar ist und zum Download bereitsteht.

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Die Themen:

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Servus – Vorwort von Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer
Sechzge – Alle Löwen-Spieler mit Rückennummern
Die Andern – Hallescher FC: Kein Bock auf eine Chaossaison
Wissenswert – Leader Julian Derstroff – Der Trainer & Kurioses
Teamcheck – Hallescher FC – Zu- und Abgänge
So schaugt‘s aus – Tabellen und Spielschemata
Zahlen & Fakten – Löwen-Statistik
Spielplan – Alle fix terminierten Partien im Überblick
Spielervorstellung – Johann Ngounou Djayo: „Ich war positiv schockiert!“
Poster zum Herausnehmen – Richard Neudecker
Neues aus Giesing – Vertrag für 1860-Talent | Sechzig live
Statistik – Tabellen & Spielplan der U-Teams
U21 – Spektakel in Pullach
1860-Partner – Alle im Überblick
Löwenfreunde – Übersicht
SECHZGER Alm – Business Partner
Alte Liebe rostet nicht – Magische Momente – 1965: Großer Showdown in Zürich
Teamhistorie – Saison 1967/1968

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9. Spieltag: Expertentipps

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Am 8. Spieltag lagen Daniel Bierofka (Wacker Innsbruck) und Jonas Niefeld (Hallescher FC), die einen Heimsieg gegen den MSV Duisburg vorhergesagt hatten, leider samt und sonders daneben. Auch zur neuen Spielrunde haben einige Experten ihre Tipps zum der Löwen gegen die Saalestädter aus Halle abgegeben, u.a. Kristian Böhnlein, Aaron Berzel und der ehemalige Kapitän des TSV 1860, Bernhard Trares.

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Derr 55-Jährige, der zuletzt als Trainer des SV Waldhof Mannheim tätig war, sieht die Löwen als Favorit; laut seines Tipps kehrt das Team von Michael Köllner auf die Erfolgsspur zurück und behält am Samstag mit 4:2 die Oberhand.

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Auch Ex-Löwe Kristian Böhnlein, der unter der Woche mit dem FC Schweinfurt 05 gegen Schalke 04 im DFB-Pokal den Kürzeren zog, ist optimistisch. Er tippt exklusiv auf sechzger.de auf einen 2:1-Sieg der Löwen! Diesem tippt schließt sich ein weiterer ehemaliger Spieler des TSV 1860 an: Aaron Berzel, der nun bei Ligakonkurrent Türkgücü unter Vertrag steht, sieht ebenfalls die Löwen als Sieger und tippt auf einen 2:1-Heimerfolg – auch das exklusiv bei sechzger.de! Berzel selber hat am Wochenende übrigens spielfrei, da die Partie seines Teams in Rostock aufgrund einiger Corona-Fälle bei Hansa abgesagt wurde.

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Maxi Wittek, der nach seiner Zeit beim TSV 1860 einige Jahre bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag stand und nun für Vitesse Arnheim in der niederländischen Eredivisie verteidigt, sagt exklusiv bei sechzger.de einen Heimsieg voraus: “Wir gewinnen das Ding zuhause souverän 2:0.”
Schön, dass der Ur-Löwe immer noch von “wir” spricht…

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Mit seinem VfB Lübeck musste Mirko Boland leidvoll erfahren, wie es ist, gegen die Löwen im Grünwalder Stadion zu verlieren. Für das morgige Match prognostiziert der Mittelfeldspieler der Hansestädter einen 2:0-Sieg des TSV 1860. Nehmen wir gerne!

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TAKTIKTAFEL – Unser nächster Gegner: Hallescher FC

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

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Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel des TSV 1860 München gegen den Halleschen FC. Mit bereits zwei verlegten Spielen aufgrund von CoViD-19 Infektionen beim jeweiligen Gegner (u.a. Unterhaching am vergangenen Wochenende), hat der HFC wie unser Gegner aus der Vorwoche noch Nachholspiele zu bestreiten. Ob diese einwöchige Spielpause für die Hallenser hinderlich oder hilfreich war, wird sich am Samstag ab 14:00 Uhr zeigen

 

Was können wir in diesem Spiel vom HFC erwarten?

Bisher stehen für Halle neun Punkte aus sechs Spielen zu Buche, also drei Siege und drei Niederlagen. Die bisher von Halle besiegten Teams gehörten, bis auf den 1.FC Magdeburg, gegen den trotz guter Leistung vom TSV 1860 München nur ein Remis erzielt werden konnte, auch schon zu den Opfern der Löwen. Gegen Saarbrücken, das Halle mit 4:0 aus dem heimischen Ludwigspark schoß und den FSV Zwickau, der gegen den HFC ein 2:0 errang, zeigten die Löwen – mal abgesehen vom Endergebnis gegen die Saarländer – ebenfalls durchaus annehmbare Leistungen.

 

Halles Statistikwerte

Die bisherigen durchschnittlichen Statistikwerte sehen bei Halle folgendermaßenn aus: Ballbesitz 51%, Passquote 80%, Flankengenauigkeit 40%, PPDA (zugelassene Pässe pro defensiv Aktion) 9,58 (guter Wert). 34% aller abgegebenen Schüsse gehen aufs Tor des Gegners, neunmal konnte der Ball bisher im Kasten des Gegners untergebracht werden; allerdings stehen auch drei Nullnummern für den HFC zu Buche. Bereits elfmal mussten die Keeper Kai Eisele (#1) und Sven Müller (#30), der seit zwei Spieltagen der ehemaligen Nummer 1 Eisele offensichtlich den Rang abgelaufen hat, den Ball aus den eigenen Maschen fischen.

 

Wie spielt der Hallesche FC?

Trainer Florian Schnorrenberg (43) schickt seine Elf bevorzugt in einem 4-2-3-1 System auf den Platz. Die Angriffsbemühungen sind bei Halle eher flügellastig: 39% über links, 24% durchs Zentrum und 37% über rechts. Je nachdem, auf welcher Seite beim Gegner Schwächen ausgemacht werden können, wird bei Positionsangriffen genau dort von den Hallensern angesetzt. Dabei werden beim Spiel über die Flügel die Mittelfeldspieler auch tatkräftig von den bisweilen im Hintergrund überlaufenden Außenverteidigern unterstützt. Um im offensiven Mittelfeld durchs Zentrum eine numerische Überzahl zu erzeugen, schiebt situationsabhängig auch einer der beiden Sechser mit nach vorn, woraufhin dann einer der drei offensiveren Mittelfeldspieler eine räumliche Verbindung zu Terrence Boyd (#13) im Sturmzentrum herzustellen versucht.

Schnelle und präzise Konter gehören ebenfalls zum Angriffsarsenal des Halleschen FC. Bereits siebzehnmal konnte das Team um Kapitän Jonas Nietfeld (#33) mit Tempogegenstößen für Gefahr beim Gegner sorgen und dabei immerhin einen Treffer markieren.

Die Stärken und Schwächen des 4-2-3-1 Systems haben wir schon vor dem Spiel gegen die SpVgg Unterhaching unter die Lupe genommen, der Vollständigkeit halber seien sie hier noch einmal stichpunktartig erwähnt-

Stärken:

  • kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
  • auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
  • variabel beim Spielaufbau
  • offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen:

  • anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
  • in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig um Gefahr zu kreieren

 

Wie kann man gegen Halle zum Erfolg kommen?

Die Erfahrungen aus den bisherigen Spielen des HFC haben gezeigt, dass vor allem robust geführte Offensivzweikämpfe und gewonnene Duelle im Eins gegen Eins, wozu nicht nur Dribblings, sondern auch Laufduelle gehören, zu Situationen geführt haben, in denen es für die Hallenser brenzlig wurde. Wieder einmal dürfte das die schnellen Techniker der Löwen in den Mittelpunkt des Offensivgeschehens rücken. Neudecker, Lex/Pusic, Tallig und die beiden Flügelverteidiger Willsch (bzw. sein Stellvertreter, sollte Willsch verletzungsbedingt passen müssen) und Steinhart müssen dem Spiel ihren Stempel deutlich aufdrücken, um Chancen zu kreieren. Diagonales Spiel von Flügel zu Flügel – ob mit oder ohne Zwischenstationen, ob über lange Bälle oder kurze Kombinationen – sollte der Schlüssel sein, um Räume zu öffnen. Die alte Devise “Ball und Gegner laufen lassen” klingt möglicherweise sehr platt, wird aber in diesem Spiel eines der Mittel für den TSV 1860 München sein, um zum Zug zu kommen.

Problematisch könnte es werden, wenn Trainer Schnorrenberg auf Mauerei und Konterspiel setzt. Auswärts gegen ein spielstarkes Team wie die Löwen wäre das ein absolut legitimes Mittel. Zu anfällig sind die Löwen für schnelle Gegenstöße, sodass man das unbedingt in den möglichen Matchplan des Gegners einkalkulieren muss. In jedem Spiel bisher gab es brandgefährliche Situationen gegen den TSV aus Konterangriffen des Gegners. Und nur dreimal blieben die Löwen in den bisherigen acht Partien ohne Kontergegentor.

Wie könnte man das verhindern? Zur Gänze sind Konter nie verhinderbar. Denkbar wäre jedoch ein geduldiger Spielansatz, bei dem das Tempo so lange verschleppt wird, bis der Gegner weit genug aus der Reserve gelockt wurde. Dann gilt es, das Tempo schlagartig zu erhöhen, um einen Angriff zu starten, der jedoch mit chirurgischer Präszision durchgeführt werden muss, um vom Erfolg gekrönt werden zu können. Aufgrund des vermutlich schnellen Rückzugverhaltens des Gegners, ist die Passgenauigkeit elementar, um Nadelstiche dieses Verteidigungsbollwerk setzen und am Ende Tore erzielen zu können. Falls Halles Defensive die Löwen zum Brechstangeneinsatz zwingen sollte, wird es möglicherweise wieder ein zähes Ringen um die Punkte.

 

Die Schlüsselspieler des Halleschen FC

Mit dem verletzungsbedingten Fehlen der Flügelverteidiger Lucas Boeder (#29) und Niclas Landgraf (#31) wird die komplette Viererkette zur Schlüsselposition. In der Formation, die gegen den TSV 1860 München auf den Platz geschickt werden wird, hat diese Abwehr in einem Pflichtspiel noch nie zusammengespielt.

Marcel Titsch-Rivero (#26) ist der Abräumer auf der Doppelsechs.

Kapitän Jonas Nietfeld (#33) ist als zurückgezogener Spielmacher meist neben Titsch-Rivero zu finden – jedoch mit gänzlich unterschiedlicher Aufgabenstellung, sowohl im Spiel nach vorn als auch defensiv.

Im Mittelfeld sind Julian Guttau (#24) und Julian-Maurice Derstoff (#7) die Spieler, welche am häufigsten für gefährliche Bewegung nach vorne sorgen.

Allen voran ist Terrence Boyd (#13) der wohl wichtigste Spieler für die Hallenser, was die Offensive betrifft. Zwei Tore und zwei Vorlagen hat er bisher verbucht und auch vor Körpereinsatz oder robustem Spiel schreckt der Stürmer sich nicht zurück.

Nicht nur die beiden Verteidiger Landgraf und Boeder sind momentan auf der Verletztenliste zu finden; auch vier weitere Hallenser sind aufgrund diverser Verletzungen nicht einsatzfähig. Den Gelb-Rot gesperrten Antonios Papadopoulos (#8) miteingerechnet, erhöht sich die Anzahl der Akteure, die gegen den TSV 1860 München ausfallen werden, auf sieben Spieler.

 

Was bedeutet das für Samstag?

Der TSV 1860 München wird sich gegen die Saalestädter wahrscheinlich erneut auf einen Gegner einstellen müssen, der das Spiel selbst so wenig wie möglich in die Hand nehmen wird und seine Chance in Fehlern der Sechzger beim Spielaufbau sucht, um dann über schnelle Konter zum Abschluss zu finden. Ob die Löwen gegen Halle ein besseres Rezept als gegen Duisburg, Saarbrücken oder Magdeburg finden werden? Michael Köllner wird seiner Mannschaft die richtige Marschroute an die Hand geben. Ob die Spieler dann in der Lage sein werden, das wie vom Trainer geplant umzusetzen, werden wir sehen. Chancenwucher ohne Abschluß aufs Tor gilt es tunlichst zu vermeiden. Aber das ist ja nichts Neues…

Datenquelle: http://www.wyscout.com/

 

Die wahrscheinliche Aufstellung des HFC

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Sechzig um Sieben: Lockdown-Menü + PK, Taktiktafel und Training + Ama-Derby 2013

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Löwen Sechzig um Sieben

Guten Morgen, Löwenfans!

Vor uns liegt der Freitag, das heißt für die meisten noch einmal den Tag auf der Arbeit (oder im Homeoffice) überstehen und anschließend ins Wochenende starten. Durch den aktuellen Lockdown gibt es aber auch einige unter uns, bei denen der Freitag ganz unfreiwillig zu einem – im wahrsten Sinne des Wortes – frei(en) Tag geworden ist. Zu diesen zählt beispielsweise der Wirt vom Löwenstüberl. Da es ganz ohne Essen ja doch nicht geht, haben wir ersatzweise für euch etwas vorbereitet:

Das sechzger.de-Lockdown-Menü

Vorspeise: Wild-Carpaccio vom Moserhof mit Grantler Padano

Hauptgericht: Zürcher Gorenzeltes mit Pfeiferlingen und Lorantbeeren

Nachtisch: Milchreisinger mit einem Lex Erdbeermousse

Getränke:
Weinbegleitung: Muskathiller
Bier: Corona

An Guadn! Wenn ihr den Tag so mit einem Lächeln startet, hat unser Chefkoch alles richtig gemacht.

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Heute steht die Pressekonferenz auf der Tagesordnung, aus der wir euch direkt im Anschluss die wichtigsten Erkenntnisse mitteilen werden. Desweiteren hat sich Bernd Winninger natürlich mit dem kommenden Gegner beschäftigt und den Halleschen FC unter die Lupe genommen: heute Mittag erwartet euch die TAKTIKTAFEL!
MIttags bestreitet die Mannschaft ihre Abschlusseinheit, vorher steht noch eine Corona-Testreihe von Mannschaft und Co. an. Ausnahmsweise hoffen wir mal, dass es in diesem Zusammenhang keine positiven Nachrichten zu vermelden gibt. Diese sind in letzter Zeit ja durchaus keine Seltenheit mehr, wie ihr dem gestrigen Sechzig@18:60 entnehmen könnt. Daran muss man sich auch erst gewöhnen…

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»Amaderby«, TSV 1860 II – FC Bayern II, 2:1, 06.11.2013

Bildquelle: Anne Wild

Heute vor 7 Jahren hatten unsere Amateure die Zweite der Seitenstraße zu Gast im Sechzgerstadion. Nachdem Rot in Halbzeit 1 die Führung erzielen konnte, konnten die kleinen Löwen durch Treffer von Vocaj (47.) und Ott (68.) das Ruder herumreißen und die drei Punkte in Giesing behalten. Die Aufstellung damals: Netolitzky – Bühler – Steinhart – Aygün – Rech – Geipl – Mvibudulu – Weigl – Vocaj – Ott – Knezevic, Trainer: Torsten Fröhling
Als kleine Choreo wurde damals das Spruchband “Fest in blauer Hand” mit einer Faust präsentiert, die dann dem Gegner in der Westkurve den größten Finger entgegenstreckte. Wer auch mit bewegten Bildern in Erinnerungen schwelgen möchte, wird hier oder hier fündig.

Und nun auf in den Tag, das Wochenende naht!