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Sechzig um Sieben: das Eigentor von Jeremies wird 21 Jahre alt

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Guten Morgen, Löwenfans! Auf den Tag genau 21 Jahre ist es her, als der TSV 1860 München einen vielumjubelten Derbysieg feiern durfte. Eine entscheidene Rolle nahm dabei Ex-Löwe Jeremies ein, der mit einem Eigentor glänzen konnte. Kein Eigentor ist es in jedem Falle für euch, wenn ihr euch das heutige Sechzig um Sieben näher betrachtet. Es warten einige spannende Informationen auf euch!

Futsal-Löwen mit Shop

Nicht nur Sascha Mölders gab gestern bekannt, dass er jetzt einen eigenen Shop hat sondern auch die Futsal-Löwen des e.V. Neben dem bekannten Futsalkaffee gibt es nun u.a. auch Pullis und Shirts. Schaut mal rein!

Ois Guade, Rainer Kmeth!

Der Pressesprecher des TSV 1860 feiert heute seinen Geburtstag. Die gesamte sechzger.de-Redaktion wünscht alles Gute zum Ehrentag und vielleicht einen etwas ruhigeren Arbeitstag als sonst. 🙂

Heute vor 21 Jahren: Jeremies mit einem Eigentor für die Ewigkeit

Jens Jeremies lief von 1995 – 1998 insgesamt 86 Mal für die Löwen auf und erzielte dabei drei Tore. Danach wechselte er zu einem Verein eine Straße weiter, womit er den Unmut der Löwenfans auf sich zog. Knapp zwei Jahre später, am 15.04.2000, gab es die Genugtuung. Es lief die 40.Minute. Die zwischenzeitliche Führung des TSV 1860 durch Martin Max (22.) wurde egalisiert, sodass es 1:1-Unentschieden stand.
Dann aber schickte Agostino Tyce auf die Reise. Im Vollsprint erreichte der Löwe den Ball und schlug schlussendlich den Ball nach innen. Die abgefälschte Flanke kam einmal auf. Kahn kam raus, doch einer bekam das nicht mit: Jens Jeremies. So landete der Ball nach seinem Kopfball im Tor. In den restlichen 50 Minuten fiel kein weiterer Treffer, sodass dieses Eigentor den TSV 1860 München zum Derbysieger machte – zum zweiten Mal in der Saison 1999/2000. Der erneute Derbysieg wurde durch das Eigentor von Jeremies zusätzlich versüßt – und zaubert einem auch 21 Jahre später ein Lächeln auf das Gesicht.

Das nächste Mal mit Sascha Mölders

Nach einem Gastbeitrag am gestrigen Mittwoch präsentiert heute Redaktionsmitglied Stefan Kranzberg sein erstes Mal mit Sascha Mölders. Auch er berichtet am späten Vormittag von einem Spiel von Rot-Weiss Essen.

Training

Natürlich bittet Michael Köllner die Mannschaft auch heute zu einer Einheit an die Grünwalder Straße. Vorerst nicht dabei sein wird Keanu Staude, der sich verletzt hat und mehrere Wochen ausfällt.

News aus der 3.Liga

Weiterer Ausfall beim Tabellenführer

Gestern zwei Verletzungen und nun auch noch das: Ransford-Yeboah Königsdörffer wurde positiv auf das Coronavirus getestet und steht Dynamo Dresden daher in den kommenden zwei Wochen nicht zur Verfügung. Kapitän Sebastian Mai ist in der nächsten Partie auch noch gelb gesperrt, sodass sage und schreibe 10 Spieler gegen den MSV Duisburg ausfallen. Da alle anderen Spieler negative Testergebnisse aufweisen konnten, ist die Durchführung der Partie bisher nicht gefährdet.

Nachfolger in Meppen gesucht

Nach der Entlassung von Torsten Frings läuft beim SV Meppen die Suche nach einem Nachfolger. Interimsmäßig hat der bisherige Co-Trainer Mario Neumann den Posten des Cheftrainers eingenommen, doch der 54-Jährige besitzt keine Fußballlehrer-Lizenz. Daher kann die aktuelle Lösung nicht dauerhaft bestehen.
Neben Claus-Dieter Wollitz (ehemals Energie Cottbus) ist auch Ismail Atalan im Gespräch. Der 41-Jährige ist für den TSV 1860 kein Unbekannter. Er trainierte die Sportfreunde Lotte bei der 0:2-Niederlage der Löwen im DFB-Pokal am 08.02.2017, was gleichzeitig das Aus bedeutete. Lotte hingegen zog ins Viertelfinale ein, scheiterte dort allerdings am späteren Pokalsieger Borussia Dortmund.
Außerdem wurde der frisch entlassene Stefan Krämer von den Fans des SV Meppen ins Spiel gebracht. Fraglich ist, ob dieser bereits für eine neue Aufgabe offen ist.

 

Sechzig@18:60 – Sascha Mölders mit eigenem Onlineshop

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TSV 1860 München am Abend

Der Sieg gegen den SC Verl ist abgehakt, ab nun gilt die Konzentration ganz der bevorstehenden Aufgabe gegen Türkgücü München. Drei Punkte müssen her, um den Druck gegenüber der Konkurrenz aus Ingolstadt, Dresden und Rostock aufrechtzuerhalten. Die Hoffnungen ruhen dabei natürlich besonders auf Routinier Sascha Mölders, der seit heute mit einem eigenen Onlineshop am Start ist. Ob die Merchandising GmbH da so begeistert ist?

Die Wampe von Giesing

Dass Sascha Mölders auch über sich selber lachen kann, ist bekannt. Nun nutzt er die liebevolle Bezeichung “Die Wampe von Giesing” für seine eigene Kollektion. Diese ist ab sofort im Onlineshop von Mölders erhältlich.

Das “erste Mal” mit Sascha Mölders

Keine Angst, es handelt sich hier nicht um ein pikantes Exklusiv-Interview mit Mölders-Gattin Ivonne. Vielmehr berichtet unser Leser Michael Stoffl von einem Match im Jahr 2009, als er SM9 zum ersten Mal spielen sah. Der Fußballgott war damals noch für Rot-Weiss Essen aktiv und traf gegen Preußen Münster.

Keanu Staude verletzt

Während sich der TSV 1860 von seinem Top-Stürmer am Samstag im Olympiastadion wieder Tore erhofft, muss er für mehrere Wochen auf Neuzugang Keanu Staude verzichten. Der Offensivspieler zog sich im Training eine Sehnenverletzung zu, die ihn bis auf Weiteres außer Gefecht setzt. Ob Staude im Saison-Finish nochmal eingreifen kann, ist ungewiss.

Aufholjagd 1983/84

Vier Punkte trennen die Löwen aktuell von den Aufstiegsrängen. Es ist also noch alles drin für die Truppe von Michael Köllner, wenn sie weiterhin fleißig Punkte sammelt. In der Saison 1983/84 lag der TSV 1860 zwischenzeitlich elf Punkte hinter der SpVgg Fürth, wurde am Saisonende aber doch noch Bayernliga-Meister. Heute vor 37 Jahren gab es einen 4:0-Sieg beim FC Vilshofen!

sechzger.de Talk als Podcast

Der TSV 1860 ist ein besonderer Verein mit besonderen Fans. Damit erzählen wir Euch sicher nichts Neues. Früher gab es eine bunte Fanzine-Landschaft rund um die Löwen, nun reihenweise Homepages und Blogs. Auch in Sachen Podcasts geht einiges und seit dieser Woche gibts auch den sechzger.de Talk auf diversen Portalen auf die Ohren. Hört doch mal rein!

Gastronomie in der Sechzger Alm

Mit Beginn der kommenden Spielzeit wird der TSV 1860 die Sechzger Alm am Trainingsgelände eigenständig betreiben und wählt nun in einem transparenten Auswahlverfahren einen gastronomischen Partner zur künftigen Bewirtschaftung. Dabei soll sowohl die bisherige Qualität aufrechterhalten, als auch die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

3. Liga: Krämer und Frings entlassen

Mit Stefan Krämer (KFC Uerdingen) und Torsten Frings (SV Meppen) wurden dieser Tage gleich zwei Trainer in der 3. Liga ihrer Aufgaben entbunden. Während die Entlassung des ehemaligen Nationalspielers im Emsland in gewisser Weise nachvollziehbar ist, wirft die Demission Krämers Fragen auf. Ein Kommentar.

Kommentar: Krämer (KFC Uerdingen) & Frings (SV Meppen) entlassen

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Stefan Krämer Trainer

Die Gesetze des Fußballs sind klar definiert: Bleibt der Erfolg aus, wird im Regelfall der Trainer verantwortlich gemacht. Das muss man nicht verstehen, aber so läufts halt. Diese Woche mussten in der 3. Liga gleich zwei Übungsleiter ihren Hut nehmen. Gestern beurlaubte der KFC Uerdingen seinen Coach Stefan Krämer. Heute zog der SV Meppen nach und setzte den ehemaligen Nationalspieler Torsten Frings vor die Tür. Ein Kommentar.

Krämer trotzt den Widrigkeiten in Uerdingen

Klar, die Zahlen sprechen gegen den sympathischen Stefan Krämer. Drei Siege und nur elf Punkte sammelte der KFC Uerdingen im Jahr 2021. Da den Krefeldern aufgrund des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens drei Punkte abgezogen wurden, liegt der KFC aktuell auf einem Abstiegsplatz. Aber ist Krämer dafür zur Verantwortung zu ziehen? Oder muss man dem Trainer nicht eigentlich ein Denkmal bauen, dass er allen Widrigkeiten zum Trotz Woche für Woche eine Mannschaft auf den Platz gebracht hat, der der Wille deutlich anzumerken war? Natürlich beobachte ich den KFC nur aus der Distanz, bin aber fest davon überzeugt, dass es am wenigsten an Stefan Krämer lag, dass Uerdingen nun da steht, wo es steht.

“Die Spieler müssen ihr Wasser selber kaufen und erhalten seit Monaten kein geregeltes Gehalt, die Physiotherapeuten müssen das Massage-Öl selber bezahlen und die Video-Analysten haben kein Schneideprogramm.”

Die ungewisse Situation rund um die Grotenburg, keine wirklichen Heimspiele, ein unberechenbarer Investor Ponomarev, ligauntypische Gehälter, die finanzielle Schieflage, Spielerkündigungen während der laufenden Saison – die Probleme beim KFC Uerdingen sind hausgemacht. Auch das Image des ehemaligen Werksclubs hat in den vergangenen Jahren extrem gelitten. Dennoch kehrte Krämer zum KFC Uerdingen zurück, leistete tadellose Arbeit – und muss nun gehen. Man darf gespannt sein, wer sich das als nächster Trainer freiwillig antut. Zu beneiden ist er sicher nicht…

Fehlende Impulse durch Frings

Etwas anders stellt sich die Sitaution beim SV Meppen dar. Im Emsland geht es traditionell etwas ruhiger und gemächlicher zu. Zugegebenermaßen kenne ich die Zielsetzung der Meppener nicht, aber dass der Abstieg tunlichst vermieden werden soll, dürfte klar sein. Derzeit rangiert der SV Meppen auf Platz 15 der Tabelle, gerade mal drei Punkte vor dem KFC Uerdingen auf dem ersten Abstiegsplatz. In den letzten sieben Spielen wurden magere sechs Punkte gesammelt. Und wer das 0:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden gesehen hat, dürfte auch die Hilflosigkeit der Mannschaft und ihres Trainers erkannt haben. Impulse von außen? Fehlanzeige. Die schwächste Offensive der Liga, die zweitschwächste Defensive der Liga – es gibt einiges zu tun im Emsland!

Gastbeitrag: Mein erstes Mal mit Sascha Mölders (Rot-Weiss Essen, 2009)

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Mölders RW Essen

Sascha Mölders ist derzeit ja in aller Munde – ob DAZN, 11Freunde, ZDF, kicker oder natürlich bei allen Löwen-Portalen. Der Mann ist aber auch ein Phänomen! Im zarten Alter von 36 Jahren zeigt sich SM9 in Top-Form und greift nach der Torjägerkanone der 3. Liga. Erinnert Ihr Euch noch an Euer erstes Spiel, das Ihr von Sascha gesehen habt? War das schon beim TSV 1860 oder fiel Euch Mölders bereits vorher auf? Unser Leser Michael Stoffl hatte bereits im Oktober 2009 sein “erstes Mal” mit dem heutigen Top-Stürmer der Löwen. Mölders spielte damals noch bei Rot-Weiss Essen und traf gegen Preußen Münster!

Michael Stoffl bei Rot-Weiß Essen

Blicken wir zurück auf den 24.10.2009. Essen, Georg-Melches-Stadion. Regionalliga West.

Mein Freund Danny aus Brighton betrieb seinerzeit einen kleinen, aber feinen Blog, bei dem es vornehmlich um Fußballreisen ging. In den Kommentarspalten wurde sich nicht – wie heutzutage üblich – angegiftet und beleidigt. Im Gegenteil: Es bildeten sich neue Freundschaften und gute Kontakte. Im Oktober 2009 organisierten wir dann unter dem Motto „Oktobeerfest“ (sic!) ein erstes gemeinsames Treffen im niederländischen Tilburg, um uns an einem Wochenende möglichst viele Spiele und Biere reinzuziehen. Den Bosch, Arnhem, Tilburg und was sich eben sonst noch so anbot. Essen zum Beispiel.

RW Essen – Preußen Münster

Wir charterten also einen Bus und begaben uns über die Grenze zum Kracher der Regionalliga West. Im mittlerweile abgerissenen Georg-Melches-Stadion empfing Rot-Weiss Essen die nicht gerade beliebten Rivalen von Preußen Münster. Ein sogenanntes Hochrisikospiel. Bei der Polizei gingen wohl alle Alarmglocken auf einmal los, als plötzlich ein Bus mit niederländischem Kennzeichen um die Ecke bog, aus dem ausschließlich sportlich-neutral gekleidete Männer in der Altersgruppe 25 bis 40 kletterten, zumeist Engländer. Manche davon noch mit einer Dose Frühstücksbier in der Hand. Die illustre Gesellschaft aus 32 Mann mit Vertretern von Leeds bis Liverpool, Sechzig bis Rostock und Antwerpen bis Warschau war aber zur allseits großen Verwunderung nicht auf Krawall aus. Unsere Kontaktperson Roland vom Essener Fanprojekt stellte das gegenüber der Ordnungsmacht auch umgehend klar und lotste uns erstmal in die Vereinskneipe unter der Haupttribüne.

Ein Jungspund namens Mölders

Es erwartete uns eine spannungsgeladene Partie in einem großartigen Stadion, das selbst damals schon richtig „old school“ wirkte. Die Atmosphäre auf den Rängen unterstrich die Brisanz auf dem Rasen. Mehr als zehntausend Zuschauer bei einer Viertligapartie. Die Essener hatten dabei einen jungen Stürmer in ihren Reihen, der im Strafraum der Gäste immer wieder für Furore sorgte: ein gewisser Sascha Mölders, dem während seiner Zeit bei Rot-Weiss Essen in 52 Spielen sage und schreibe 42 Tore gelingen sollten. Ihn als „vielversprechendes Talent“ zu bezeichnen, war bereits zu diesem Zeitpunkt schon reichlich untertrieben.

Mölders trifft für RW Essen

Nach einer noch von Anspannung und Nervosität geprägten ersten Hälfte, ging es torlos in die Halbzeitpause. Doch schon kurz nach Seitenwechsel war es natürlich kein anderer als Sascha Mölders, der das frenetisch bejubelte 1:0 erzielte. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, das sich zu einer abwechslungsreichen, packenden Partie entwickelte, in der es Hin und Her ging. Leider aber vermochten die Essener es nicht, die Führung auszubauen, und zu allem Trotz erzielten die Preußen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Doch selbst das konnte unsere Begeisterung kaum schmälern: „Wir werden Essen nie vergessen!“

Dass Sascha dann einmal bei uns Löwen landen sollte (und dabei vielleicht sogar Torschützenkönig wird), konnte zu diesem Zeitpunkt natürlich noch niemand ahnen. Heute schätze ich mich glücklich, damals dabei gewesen sein zu dürfen.

Mutiger Magath

Bemerkenswerte Randnotiz: Die Auszeichnung „Gefahrensucher der Woche“ hätte ich gerne Felix Magath verliehen, der das Spiel im Schalke-Trainingsanzug von der Haupttribüne aus beobachtete.

Der eingangs erwähnte Blog wurde schon vor zehn Jahren eingestellt. Die im Anschluss gegründete Facebook-Gruppe ist bis heute noch aktiv. Der englischsprachige Originalbeitrag ist hier zu finden: European Football Weekends

Euer erstes Mal mit Sascha?

Wie sieht es bei Euch aus? Erinnert Ihr Euch noch an Euer “erstes Mal” mit dem Fußballgott? Berichtet uns davon! Wir freuen uns sehr auf Eure Nachrichten!

Foto: privat

Sechzger.de Talk jetzt auch als Podcast – Vielfalt beim TSV 1860

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sechzger - Fans des TSV 1860
sechzger.de, Logo, Fans des TSV 1860 münchen

Sechzger.de Talk jetzt auch als Podcast – unglaubliche Vielfalt beim TSV 1860

Die Podcast-Landschaft rund um den TSV 1860 München hat jetzt eine noch größere Auswahl. Bislang hatten wir unseren sechzger.de-Talk nur auf Youtube angeboten.

Jedoch wurde vielfach der Wunsch geäußert, wir mögen es doch bitte als Podcast anbieten.

Euer Wunsch ist uns diesmal Befehl: sechzger.de-Talk jetzt auch als Podcast

Dementsprechend haben wir jetzt die ersten vier Ausgaben unseres sechzger.de-Talks auch als Potcast bereitgestellt. Bei Amazon, Apple und Spotify sind wir bereits gelistet. Weitere Anbieter werden in den nächsten Tagen und Wochen folgen. An dieser Stelle wären wir auch dankbar dafür, wenn ihr uns sagt welche Plattform ihr bevorzugt bzw. welche Plattform wir unbedingt noch aufnehmen sollen.

Sechzger.de-Talk

Noch brandaktuell: Die Folge 4 über Verl, Türkgücü, die Arena und das Olympiastadion

Während die ersten drei Folgen vermutlich inzwischen nur noch etwas für Nostalgiker sind, ist die Folge vier erst gestern online gegangen und somit noch brandaktuell. Den Inhalt haben wir bereits an dieser Stelle ausführlich vorgestellt. Besonders für die leider seit mehr als 40 Jahren (!) immer wiederkehrende Stadiondiskussion sind ein paar interessante Fakten mit dabei.

Bislang schon einiges an Auswahl an Podcasts über den TSV 1860 München

Der TSV 1860 München und seine Fans sind unglaublich vielfältig – das spiegelt sich auch in der Auswahl der Podcasts wider. Bislang sind uns bekannt der offizielle Podcast des TSV 1860 München, das Giesinger Bergfest, Radis Erben, neun30.

Ab sofort kommt also noch der Sechzger.de-Talk mit dazu.

Kein Intro, kein Logo, noch nicht einmal ein Name

Natürlich hätten wir gerne ein cooles Intro und ein exklusives Logo für unseren 1860-Podcast. Ehrlich gesagt hatten wir bislang noch nicht einmal einen Namen gefunden und sechzger.de-Talk war bzw. ist eigentlich nur ein Provisorium.

Inhalte sind jedoch wichtiger als eine schmucke Hülle, das gilt in diesem Fall nicht nur für ein Fußballstadion, sondern auch für unseren Podcast. Aus diesem Grunde gehen wir jetzt schon an den Start.

Dennoch sind wir natürlich dankbar, wenn ihr uns mit Vorschlägen für Logos, Intros etc. unterstützt. Ob wir uns jedoch von dem Namen sechzger.de-Talk noch einmal trennen werden, das erscheint im Moment dann doch eher unwahrscheinlich.

Viel Spaß mit dem sechzger.de-Talk.

TSV 1860: Keanu Staude fällt verletzt für mehrere Wochen aus

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Andreas Brehme verwandelte im Finale 1990 nicht nur den Elfmeter, der Deutschland zum Weltmeister machte. Er schenkte der Welt (allerdings unfreiwillig) auch einige Zitate, die man derzeit bestens auf die Löwen anwenden kann. „Von der Einstellung her stimmt die Einstellung“ beispielweise. Oder auch „Das Unmögliche möglich zu machen wird ein Ding der Unmöglichkeit“ – wobei da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Auf Keanu Staude trifft auf jeden Fall „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“ zu. Der Neuzugang hat sich erneut im Training verletzt und muss mehrere Wochen pausieren.

Keanu Staude wieder verletzt

Die Pressemitteilung des TSV 1860 im Wortlaut:

“In der Trainingswoche vor dem Heimspiel des TSV 1860 München gegen den SC Verl erlitt Keanu Staude bei einem Zusammenprall während eines Zweikampfes eine Knieprellung und Kapselverletzung. Nach der Behandlung durch die medizinische Abteilung konnte Keanu Staude am vergangenen Samstag im Kader stehen und sogar zum Einsatz kommen.

Im gestrigen Training verletzte sich Keanu erneut und ohne Fremdeinwirkung am selben Bein. Dabei zog er sich eine Sehnenverletzung zu, die eine mehrwöchige Ausfallzeit zur Folge hat.

Die Löwen wünschen gute und schnelle Genesung.”

Dem schließen wir uns natürlich an und hoffen, den Offensivspieler bald wieder auf dem Platz zu sehen! Leider hat sich Staude ja nicht zum ersten Mal im Training verletzt. Zudem war er direkt nach seiner Verpflichtung positiv auf Covid-19 getestet worden.

Heute vor 37 Jahren: Beer, Hecht und Löbmann treffen für den TSV 1860

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Wenn man an die Saison 1983/84 denkt, kommt einem wohl vermutlich als erstes der Gründonnerstag in den Sinn. Fürth. 6:1. Unvergessen. Dass die Löwen am Ende der Spielzeit Meister der Bayernliga wurden und an der Aufstiegsrunde zu 2. Bundesliga teilnahmen, gerät da fast in Vergessenheit. Heute vor 37 Jahren trafen Erich Beer, Michael Hecht und Andi Löbmann beim 4:0-Sieg in Vilshofen für den TSV 1860.

Fehlstart in die Saison 1983/84

Nachdem man in der Spielzeit zuvor nach dem Lizenzentzug lediglich den 6. Platz in der drittklassigen Bayernliga erreichte, sollte es 1983/84 mit der Rückkehr in den Profibereich klappen. Die Mannschaft wurde mit erfahrenen Recken wie Helmut Schmitz, Paul Schönwetter und Kurt Eigl verstärkt. Dennoch starteten die Löwen miserabel in die neue Saison und mussten unerwartete Punktverluste en masse hinnehmen. So musste man sich zuhause beispielsweise gegen Ampfing, Straubing und Eching mit Punkteteilungen zufrieden geben. Gegen Schwaben Augsburg, Memmingen und den FC Vilshofen setzte es gar Heimniederlagen.

TSV 1860: Aufholjagd und Meisterschaft

Zwischenzeitlich hatte der TSV 1860 elf Punkte Rückstand auf die SpVgg Fürth, doch dann begann die große Aufholjagd. Trainer Schwarzhuber musste gehen, interimistisch übernahm Erich Beer und dann ab Ende September 1983 Meisterlöwe Bernd Patzke. Woche für Woche schmolz der Rückstand, die Löwen pirschten sich langsam an das fränkische Opfer heran und erlegten es schließlich am 19.04.1984, dem legendären Gründonnerstag. Zur Pause stand es 5:0, am Ende 6:1. Löbmann (2), Schönwetter, Korus, Beer und Eigl netzten für den TSV 1860 ein. Ein Tag, den alle 31.509 Zuschauer, die damals im ausverkauften Grünwalder Stadion dabei waren, wohl nie vergessen werden. Wenige Wochen später feierten die Löwen die nicht mehr für möglich gehaltene Bayernliga-Meisterschaft.

Die Aufstiegsrunde verlief dann jedoch sehr ernüchternd. Auswärts setzte es drei Niederlagen und auch in München konnte nur ein Spiel gewonnen werden. Im Olympiastadion kam man gegen den VfR 1910 Bürstadt über ein 0:0 nicht hinaus und unterlag dem späteren Aufsteiger FC Homburg 08 mit 0:2. Lediglich das einzige Spiel, das im Sechzgerstadion ausgetragen wurde, konnte siegreich gestaltet werden. Nach einem 0:2-Rückstand zu Pause drehten die Löwen auf und bezwangen den Freiburger FC noch mit 4:2.

Beer, Hecht und Löbmann treffen in Vilshofen

Einige Tage vor dem grandiosen Triumph gegen die SpVgg Fürth mussten die Löwen nach Niederbayern reisen. 9.000 Zuschauer verwandelten den Auftritt des TSV 1860 beim FC Vilshofen zu einem Volksfest, die meisten davon drückten natürlich den Gästen aus der Landeshauptstadt die Daumen. Und die hatten noch ein Rechnung mit dem FCV offen, schließlich hatte es in der Vorrunde eine empfindliche 1:3-Heimpleite gesetzt.

Nun aber waren die Löwen im Flow und machten schon vor der Pause alles klar. Vor allem die Offensive mit Andi Löbmann und den beiden Youngstern Ludwig “Wiggerl” Kögl und Jürgen Korus wirbelte die Abwehr der Niederbayern ordentlich durcheinander. Zweimal profitierte Routinier Erich Beer, seines Zeichens ehemaliger deutscher Nationalspieler. Von ihm stammt auch die legendäre Aussage, die Ihr unserem Beitragsbild entnehmen könnt. Prost, Ete!

Zudem trugen sich Andi Löbmann und der eingewechselte Michael Hecht in die Torschützenliste ein. Die Generalprobe war also geglückt. Fürth konnte kommen…

Die Aufstellung des TSV 1860

Trainer Bernd Patzke schenkte am 14.04.1984 folgender Mannschaft sein Vertrauen:

Hillringhaus – Enhuber (52. Hecht), Schönwetter, Gebele (80. Seider), Goldstein – Schmitz, Beer, Eigl – Kögl, Löbmann, Korus

Tore:
0:1 Beer (33.), 0:2 Löbmann (43.), 0:3 Beer (60.), 0:4 Hecht (80.)

Statistik auf sechzger.de

Natürlich kommen wir auch diesmal nicht umhin, Euch auf das großartige Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys hinzuweisen. Zudem möchten wir Euch den Statistik-Part auf sechzger.de hinweisen, wo Ihr Eure besuchten Spiele eintragen und Fotos hochladen könnt.

Sechzig um sieben: Abholung der Herztrikots, Adi Hütter (fast in Giesing) und News aus der dritten Liga

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Sechzig um Sieben: Becketts

Guten Morgen, liebe Löwenfans! Es ist Mittwoch und das Prestigeduell gegen Türkgücü rückt näher. Wir gehen davon aus, dass Michi Köllner die Intensität für das wichtige Duell am Samstag langsam erhöhen wird. Das Training wird am späten Vormittag stattfinden. Den ganzen Tag über können bereits die Herztrikots abgeholt werden.

Abholung der Herztrikots beginnt heute

Wie auf der offiziellen Website des TSV 1860 München gestern bekannt gegeben wurde, können die Käufer der Herzdauerkarte ihre Trikots ab heute abholen. Das Vorgehen entspricht den aktuellen Corona-Regeln und ist daher etwas kompliziert. Zunächst muss man sich im Ticketshop einen Termin zur Abholung der Herztrikots reservieren. Zum vereinbarten Termin darf dann immer nur eine Person mit FFP2-Maske das Trainingsgelände betreten. Wer darauf hofft, kurz mit Spielern in Kontakt zu kommen, wird enttäuscht sein: Der Kontakt zu Spielern und Offiziellen ist wegen der DFB-Regeln strikt untersagt. Bitte haltet Euch dran, denn im schlimmsten Falle drohen Sperren und das wäre in der Hochphase der Jagdsaison doch wirklich eine unnötige Schwächung der Mannschaft.

Adi Hütter? Da war doch mal was…

Vielleicht habt Ihr gestern gehört, dass Adi Hütter für eine kolportierte Ablösesumme von 7,5 Mio. € von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach wechseln wird. Das ist in etwa der doppelte Etat, der dem TSV 1860 München für eine komplette Saison für Mannschaft und Funktionsteam zur Verfügung steht. Uns geht es aber um etwas anderes: Vor sieben Jahren war Adi Hütter in der engeren Auswahl als Löwencoach für die Saison 2014/15. Entschieden hat man sich dann für Ricardo Moniz. Dieser wurde dann nach einer Niederlage gegen Sandhausen nach immerhin sieben Spielen wieder entlassen.

News aus der dritten Liga

Stefan Krämer in Uerdingen entlassen

Der KFC Uerdingen trennte sich gestern von Coach Stefan Krämer. Es ist bereits die zweite Trennung von Krämer, der schon von März 2018 bis Januar 2019 beim KFC Trainer war. Die Aufgaben des sympathischen Trainers übernimmt der bisherige Co-Trainer Stefan Reisinger (auch kein Unbekannter an der Grünwalder Straße).

Verletzungen bei Dynamo Dresden

Unser direkter Aufstiegskonkurrent Dynamo Dresden muss im Kampf um den Aufstieg zwei Verletzungen nach dem Spiel in Haching hinnehmen: Heinz Mörschel und Jonathan Meier zogen sich jeweils einen Muskelfaserriss zu. Beide Spieler werden mehrere Wochen ausfallen. Damit wächst das Dresdner Lazarett auf acht Spieler an. Sicher kein Vorteil auf der Zielgeraden der Saison.

Der Tag bei sechzger.de

Zur Kaffeepause um 9:30h nimmt Euch Stefan Kranzberg mit auf einen Ausflug ins Niederbayern des Jahres 1983 und schildert Euch einen grandiosen Auswärtssieg. Unter Torschützen war die ein oder andere Löwenlegende. Die Generation Bayernliga wird sich vielleicht dran erinnern. Ich durfte damals noch nicht auf Auswärtsspiele. Umso mehr freue mich auf den Artikel.

Am späteren Nachmittag gibt es dann einen Gastbeitrag unter dem Titel “Mein erstes Mal mit Sascha Mölders”. Die Autorin des Gastbetrags ist NICHT Ivonne Mölders und dennoch können wir Entwarnung geben: es gibt keine schlüpfrigen Details, sondern es geht um Fußball pur!

Und natürlich halten wir Euch den ganzen Tag über alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga auf dem Laufenden. Genießt die ruhigen Tage bis Samstag. Dann geht die Jagdsaison weiter. BLAU BLEIBEN!

 

Sechzig @18:60: Rückblick SC Verl und sechzger.de Talk Folge 4

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TSV 1860 München News am Abend

Guten Abend, blaues München! So ganz kommen wir in unserer heutigen Tageszusammenfassung nicht um den SC Verl drumherum. Doch wir richten den Fokus auch schon langsam auf das nächste Spiel und schielen in Richtung Olympiastadion. Alles vom heutigen Tage kompakt zusammengefasst für euch gibt es jetzt bei Sechzig @18:60.

Mölders auch nach Sieg gegen den SC Verl in aller Munde

Die Hommage von heute morgen hat wohl auch die Redaktion von liga3-online beeindruckt. 😉 Zumindest hat es Sascha Mölders in die Vorauswahl zum Spieler des 31.Spieltags geschafft. Aktuell liegt der Stürmer der Löwen hinter Baris Atik vom 1.FC Magdeburg auf Platz 2. Also auf geht´s, Löwen, lesen und klicken!

sechzger.de Talk Folge 4

Seit heute findet ihr die vierte Ausgabe des sechzger.de Talks auf unserem Youtube-Kanal. Worüber die drei Beteiligten sprechen, haben wir euch zudem in einem Artikel aufgelistet.

Lizenz bei Türkgücü in Gefahr?

Passend zum dominierenden Thema des vierten Teils erreichte uns heute diese Nachricht: die Lizenz von Türkgücü für die kommende Saison wackelt. Grund hierfür ist, dass aktuell der Nachweis einer drittligatauglichen Spielstätte fehlt.

Verliebt in den SC Verl?

Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz begeistert uns der SC Verl und hat einen bleibenden Eindruck gelassen. Den Slogan “Verliebt in Liga 3” kauft man den sympathischen Aufsteigern durchaus ab. Zwei Anekdoten rund um die Spiele des TSV 1860 gegen eben jenen SC Verl sorgen dafür, dass auch wir ein bisschen verliebt sind…

News aus der 3.Liga und einem Ex-Löwen

Saisonende für Yildirim (SC Verl)

Aygün Yildirim (SC Verl) fällt verletzt bis zum Saisonende aus
Aygün Yildirim wird gestützt vom Platz geführt

Wir bleiben bei unseren Gästen vom Samstag. Die 76.Spielminute im Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SC Verl sollte für beide Seiten folgenschwer enden. Steinhart sah für ein Foul an Yildirim seine fünfte Gelbe und muss damit am 32.Spieltag gegen Türkgücü München aussetzen. Seinen Gegenspieler hat es hingegen noch schlimmer erwischt. Wie heute bekannt wurde, hat sich Yilidirm das rechte Sprungbein gebrochen und fällt damit rund zwei Monate aus. Die Verletzung entstand, da der Verler Angreifer unglücklich auf dem Rasen aufkam und umknickte.

Wood kehrt in seine Heimat zurück

Bereits im Januar berichteten wir von einem möglichen Wechsel von Ex-Löwe Bobby Wood in die USA. Nachdem der MLS-Klub Real Salt Lake den Vertragsabschluss Anfang April bestätigte, wurde der laufende Vertrag mit dem Hamburger SV nun vorzeitig gekündigt. Der US-Amerikaner kann damit vorzeitig zu seinem neuen Verein wechseln.
Bobby Wood war von 2007 – 2015 beim TSV 1860 München unter Vertrag. Neben den Spielen in der 2.Mannschaft lief er 54 Mal für die Profis auf und erzielte dabei drei Treffer.

 

SC Verl – ein etwas anderer Verein in der 3.Liga

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Bus SC Verl 3.Liga
Der Mannschaftsbus des SC Verl beim Gastspiel in Giesing

Verliebt in Liga 3 – das ist der Slogan des SC Verl, der seit dieser Saison in der 3.Liga spielt und sich bestens eingelebt hat. Aktuell liegen die Ostwestfalen auf einem starken 6.Platz. Damit hätten wohl die Wenigsten gerechnet. Die Spielweise begeisterte viele Löwenfans am Samstag. Es entstand ein offener Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für die Löwen.
Doch nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz zeigt der Aufsteiger, dass er das Herz am rechten Fleck trägt. Das zeigen zwei Aktionen aus dieser Saison eindrucksvoll.

SC wer oder was?

Als der Gegner vom 1.FC Lok Leipzig für die Relegation zur 3.Liga im vergangenen Sommer feststand, fragte sich zunächst einmal so ziemlich jeder außerhalb vom Westen Deutschlands, wer denn dieser SC Verl wäre. Die meisten drückten dem Verein aus Leipzig die Daumen; teilweise einfach nur, weil sie mit dem Sportclub aus dem Kreis Gütersloh nichts anfangen konnten. Doch all jene wurden eines Besseren belehrt: mit der Auswärtstorregel reichte den Ostwestfalen im Ausweichstadion in Bielefeld ein 1:1-Unentschieden zum Aufstieg, nachdem man sich in Leipzig mit einem 2:2 trennte.

Der nominell Zweite der Regionalliga West (Rödinghausen verzichtete) steigt ohne Sieg in die 3.Liga auf. Da liegt es nahe, wer keine Chance haben wird in der 3.Liga: der SC Verl. Bei liga3-online beispielsweise tippten 77% der Leser und somit mit deutlichem Abstand vor dem nächsten Verein, dem VfB Lübeck, dass der Sportclub direkt wieder den Gang in die Regionalliga antreten muss. Auf dem Papier stand der Absteiger Nummer 1 bereits fest.

Es kam ganz anders

Wir schreiben mittlerweile den 31.Spieltag. Zum zweiten Mal traf der TSV 1860 München am vergangenen Samstag in der Saison 2020/21 auf den Aufsteiger SC Verl. Im Vorfeld beider Partien belegten die Ostwestfalen den 6.Platz in der Tabelle der 3.Liga. Überhaupt ist Rang 13 die schlechteste Platzierung der Verler in ihrer Premieren-Saison in der neuformierten 3.Liga (mehr zur Historie im Vorbericht vom Hinspiel). Dieser 13.Platz resultierte aus einem 1:1 gegen Wehen Wiesbaden am 1.Spieltag. Danach pendelte man sich im oberen Mittelfeld ein und bezog kurzzeitig sogar den Platz an der Sonne. Ein 4:2 gegen den Halleschen FC am 14.Spieltag bedeutete Platz 1. Vom Absteiger Nummer 1 konnte zu diesem – und auch keinem anderen Zeitpunkt die Rede sein.

Offensives Feuerwerk vom SC Verl

Seit April 2017 leitet Guerion Capretti die Geschicke im Kreis Gütersloh. Der 39-Jährige Deutsch-Italiener ist offensichtlich ein Fan einer offensiven Herangehensweise. In einem 4-3-3 lässt er seine Mannen spielen. Mit dem Motto “Man muss immer nur ein Tor mehr machen als der Gegner” fährt der Sportclub Punkte um Punkte ein. Mit 57 erzielten Toren führt man diese Kategorie gemeinsam mit dem TSV 1860 München an. Hinten jedoch steht man dagegen nicht besonders sattelfest. Bereits 49 Mal mussten die Ostwestfalen das Leder aus dem eigenen Tor holen – nur zwei Teams haben mehr Tore kassiert.

Während die eigenen Fans die vielen kassierten Gegentreffer bemängeln dürften, erfreut sich der Fußballfan an der erfrischenden Spielweise des Aufsteigers. Der SC Verl ist mit seinem attraktiven Fußball eine absolute Bereicherung für die 3.Liga. Neben dem Platz beweisen die Verantwortlichen mit zwei Aktionen, dass der Sportclub auch hier ganz weit vorne mitspielen kann.

Schalübergabe durch den Fanbeauftragten

Beim Hinspiel im November reiste, wie eigentlich immer, Prinz Eisenherz den Löwen hinterher. Im Paderborner Exil erkundigte sich dann Thorsten Nöthling, seines Zeichens Stadionsprecher und Fanbeauftragter, ob der Allesfahrer des TSV 1860 München auch heute anzutreffen sei. Ein Einlass war aufgrund der behördlichen Vorgaben nicht möglich, doch Nöthling ließ es sich nicht nehmen und überreichte “Eisi” einen Schal des SC Verl. Eine feine Geste, über die sich der Löwenfan sichtlich freute.

Ramadama mit dem SC Verl

Betreuer des SC Verl räumt Ersatzbank auf
Ein Betreuer des SC Verl räumt auf

Die zweite Geschichte ereignete sich beim Rückspiel im Sechzgerstadion, die auch schon von den Groundhoppers 1860 auf Facebook aufgegriffen wurde. Während 2019 die Löwenfans noch zu einem “Ramadama” rund um das Grünwalder Stadion aufriefen, war dies auf der Haupttribüne am Samstag nicht mehr notwendig. Nach Schlusspfiff räumte ein Betreuer des SC Verl den Tribünenbereich auf, der von den Ersatzspielern als Bank benutzt worden war. Bananenschalen oder Wasserflaschen – alles wurde fein säuberlich aufgesammelt und entsorgt. Nicht nur die Ordner des TSV 1860 waren sichtlich angetan von dieser Aktion.

Das wohl bekannteste Beispiel einer vergleichbaren Situation lieferte die Nationalmannschaft Japans bei der WM 2018 in Russland. Nach dem Ausscheiden im Achtelfinale hinterließen diese ihre Kabine mit einem Danke-Schild und stubenrein. Dafür erhielten sie viel Anerkennung aus der gesamten Welt.

Der SC Verl hat aus unserer Sicht mindestens genauso viel Ansehen verdient. Den sympathischen Ostwestfalen kann man nur alles Gute im Saisonendspurt wünschen. Verliebt in Liga 3 – und wir jetzt auch ein bisschen in den SC Verl.