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Sechzig@18:60 – aller guten Dinge sind drei!

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Corona peinigt die ganze Welt, die Republik, die Löwen und den Fußball. Auch in der dritten Liga wurden wieder zwei Spiele abgesagt: Die Partien SV Meppen gegen Waldhof Mannheim und SpVgg Unterhaching gegen den SC Verl hat es diesmal erwischt – aber es gibt am heutigen Tage auch drei gute Nachrichten:

1. Die erste Nachricht ist nahezu unglaublich: Was waren uns vor exakt vor einem Jahr nicht für Weltuntergangsszenarien am Löwen-Kosmos prophezeit worden: Daniel Bierofka warf hin – da schien für viele der Verein rettungslos verloren. Übel nehmen kann man das niemandem, der Mensch im allgemeinen und der Löwen-Fan im ganz besonderen neigt zur Dramatisierung – entweder Hölle oder Himmel, Bayernliga oder Brasilianer, Allianzarena oder 60er-Stadion-Ausbau – dazwischen gibt es halt nichts, in München-Giesing.

Fakt ist, Daniel Bierofka ging – wir wünschen ihm an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich alles Gute – und Michael Köllner kam. Das Fazit nach einem Jahr nach dem Weltuntergang fällt für uns wie folgt aus:

https://sechzger.de/kommentar-das-jahr-eins-nach-daniel-bierofka-beim-tsv-1860/

2. Marco Mannhardt hat bei den Löwen seinen ersten Profivertrag unterschrieben:

https://sechzger.de/marco-mannhardt-unterschreibt-profivertrag/

3. “Die Löwen können doch noch gewinnen” oder “Die Löwen können vor Gericht doch noch gewinnen” wären ganz witzige Schlagzeilen gewesen – aber wir sind ja schließlich ein ernstes Magazin und würden uns aus diesem Grunde so etwas nie trauen.

Fakt ist aber: Die Löwen haben gewonnen – und das vor Gericht:

https://sechzger.de/tsv-1860-siegt-vor-gericht/

TSV 1860 siegt vor Gericht

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Nicht nur sportlich läufts diese Saison für den TSV 1860, auch vor Gericht konnte nun ein Sieg eingefahren werden. Die Schmerzensgeldklage eines blinden Fans des SV Waldhof Mannheim wurde abgelehnt.

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Marco Mannhardt unterschreibt Profivertrag

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Grünwalder Stadion Saison 2021/22 Faninformationen 1860

Sehr schön: Das nächste Talent bindet sich an die Löwen! Marco Mannhardt hat seinen ersten Profivertrag beim TSV 1860 unterschreiben und bleibt dem Drittligisten somit erhalten. Dabei wurde sein bereits bestehender NLZ-Fördervertrag in einen Vertragsspielervertrag umgewandelt. Wir sind gespannt, wann der 18-Jährige zu seinem ersten Drittliga-Einsatz unter Michael Köllner kommt und drücken ihm für die Zukunft die Daumen.

 

Kommentar: Das Jahr eins nach Daniel Bierofka beim TSV 1860!

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Blicken wir ein Jahr zurück: Der TSV 1860 hatte gerade 4:2 gegen Viktoria Köln gewonnen und damit am 14. Spieltag die Abstiegsplätze der 3. Liga verlassen. Man stand auf Platz 15 und somit quasi gleichauf mit dem späteren Meister Bayern II (14.) und dem späteren Aufsteiger Würzburger Kickers (13.). Dennoch: Man hatte bereits ein 0:4 bei Waldhof Mannheim und ein 1:5 beim 1.FC Magdeburg erlitten. Die Stimmung an der Grünwalder Straße war im Keller und sowohl sportlich als auch wirtschaftlich sah es zappenduster aus in Giesing.

Die letzte Identifikationsfigur

Mit Daniel Bierofka verabschiedete sich am 05.11.2019 dann auch noch der Trainer, der an anderer Stelle gerne als “letzte Identifikationsfigur von 1860” betitelt wurde. Ein dreiviertel Jahr später sollte dies dann Aaron Berzel sein und nochmal ein paar Wochen später durfte sich dann auch Sascha Mölders mit diesem Titel schmücken. Aber das nur am Rande… Ein Jahr ist der Abgang Bierofkas jetzt her und der Untergang des Abendlandes wurde aufgrund dieser Personalie prognostiziert.

Das Jahr eins nach Daniel Bierofka beim TSV 1860

Wie wir heute wissen, kam alles ganz anders. Sportlich setzten die Löwen nach dem Trainerwechsel zu einem geradezu unglaublichen Höhenflug mit 16 Spielen ohne Niederlage an. Man durfte in Giesing sogar bis zum Saisonende vom Aufstieg träumen. Taktisch und spielerisch war (und ist) die Weiterentwicklung unter Michael Köllner deutlich erkennbar und wenn es die Aufgabe eines Trainers ist, seine Spieler jeden Tag noch ein bisschen besser zu machen, dann hat man das Gefühl, dass dies nun der Fall ist. Kurzum: Köllner ist ein Glücksfall für 1860!

Loyaler Bierofka

Jahre zuvor wurde dies auch über Daniel Bierofka gesagt, als er in der schwärzesten Stunde für die Löwen da war, loyal blieb und sich bereit erklärte, seinen Teil zum Wiederaufbau des TSV 1860 München beizutragen, nachdem dieser direkt in die Regionalliga Bayern durchgereicht worden war. Dies kann man Biero gar nicht hoch genug anrechnen, denn die damalige Viertligatruppe trug eindeutig seine Handschrift. Doch bereits nach der schweren Verletzung von Timo Gebhart war zu erkennen, dass Bierofkas taktisches Verständnis limitiert war. Gegen andere spielstarke Teams (in erster Linie die Zweitvertretungen von Profivereinen) reichte es einfach nicht, sich auf die individuelle Überlegenheit der Löwenspieler zu verlassen.

Mangelnde taktische Flexibilität

In der ersten Saison in der 3. Liga wurde dies zunehmend deutlicher ersichtlich. Zunächst kaschierten zahlreiche Tore aus Standardsituationen dieses Manko jedoch. Doch als selbst diese einstige Stärke wegbrach, wurde es dunkel am Löwenkosmos und die Schwächen des Bierofka-Systems umso deutlicher. Keine taktische Flexibilität und Variabilität, viel zu wenige spielerische Elemente im Aufbau, kaum einstudierte Spielzüge und auch der Glaube an die eigene Stärke fehlte. Anders sind die Einbrüche in Mannheim und Magdeburg (s.o.) kaum zu erklären.

Fragiles Umfeld

Natürlich setzte auch das instabile Umfeld der Löwen anno 2019 dem Trainer zu, keine Frage. Allerdings muss er sich auch den Vorwurf gefallen lassen, durch seine eindeutige vereinspolitische Positionierung nicht unbedingt zur Deeskalation beigetragen zu haben. Auch ist es ein offenes Geheimnis, dass Bierofkas Informationspolitik in Richtung mancher Medien deutlich offener war als zu anderen. Das alles konnte auf die Dauer nicht gut gehen und so brach das Kartenhaus heute vor einem Jahr zusammen.

Der Löwe lebt!

Das war die Vergangenheit, im Hier und Jetzt macht es wieder Spaß, den Löwen zuzusehen. Daran ändert auch eine Niederlage wie am vergangenen Wochenende nichts. Das Auftreten der Mannschaft und ihrer Verantwortlichen ist einfach von A bis Z so viel positiver und optimistischer, dass es uns als Fans packt und mitreißt. Und auch wenn man jetzt nicht davon ausgehen sollte, dass Michael Köllner bis an sein Lebensende an der Grünwalder Straße tätig sein wird, so ist dieser Wandel deutlich spürbar und nicht zuletzt auf seine Person zurückzuführen. Aber so ist es nun mal im Fußball. Für jeden Protagonisten gibt es eine richtige Zeit am richtigen Ort. Bei Bierofka war es 2007 bis 2019 – dafür noch einmal ein ausdrücklicher Dank und weiterhin alles Gute. Bei Köllner begann die Erfolgsstory im Jahr 2019 und wird hoffentlich noch sehr lange anhalten!

Sechzig um Sieben: Corona + Ergebnisse Liga 3 + Elf des Monats

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Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer
Sechzig um Sieben: U21 gewinnt am Trainingsgeländer

Nach den Testreihen vom Dienstag wurden bei gleich vier Teams der 3.Liga positive Tests vermeldet. Während Dresden (2 Fälle) am Nachmittag bereits wieder trainieren konnte und Zwickau (1) sein Abendspiel gegen Türkgücü München mit 0:1 verlor, ist die Lage in Verl und in Meppen eine andere. Der Aufsteiger SC Verl, bei dem sich die Mannschaft bereits seit letzter Woche in Quarantäne befindet, hat mit den heutigen drei Fällen nun insgesamt fünf erkrankte Spieler. Das Auswärtsspiel bei den Bobfahrern am Sonntag dürfte damit auf der Kippe stehen, nachdem bereits das Heimspiel gegen Zwickau am vergangenen Samstag verlegt werden musste. Besonders hart erwischt hat es den SV Meppen. Hier wurden gleich sieben Fälle aufgedeckt, sodass sich die gesamte Mannschaft der Niedersachsen in Quarantäne begeben hat. Auch hier dürfte hinter dem Heimspiel gegen Mannheim am Samstag zumindest ein dickes Fragezeichen stehen.
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Neben dem Auswärtssieg von Türkgücü München in Zwickau, bei dem Sercan Sararer seinen 3.Saisontreffer und 9.Scorerpunkt (LIgabestwert) erzielen konnte, entführte der 1.FC Saarbrücken in der Nachspielzeit durch den 3:2-Siegtreffer 3 Punkte aus Duisburg. Damit springt man auf den Platz an der Sonne, Sechzig fällt auf Rang 3 zurück.

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Liga3-online sucht ab sofort die Elf des Monats Oktober. Mit in der Auswahl befinden sich die beiden Mittelfeldspieler Dennis Dressel und Richard Neudecker. Die Abstimmung läuft bis zum kommenden Dienstag.

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Unsere Löwen trainieren nach einer kurzen Videoanalyse am frühen Nachmittag.

Sechzig@18:60 – JVA-Spende + Landespokal + “Löwenkopf” + Nachholspiele + Heute vor 23 Jahren…

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Eine schöne und herzerwärmende Geschichte aus dem (Fan-)Umfeld des TSV 1860 haben wir Euch heute – in dieser irgendwie nicht nur jahreszeitlich düsteren Zeit – am Vormittag erzählt: Wie der Fanbeauftragte Basti Weber einen Löwenfan glücklich gemacht hat und gleichzeitig den Alltag von Menschen ein wenig bunter (oder konkret: weiß-blauer), die aktuell nicht auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs sind. Lest das Ganze gerne hier nochmal nach.

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Kurz nach Mittag beschäftigte sich sechzger.de dann mit dem aktuellen Stand der Dinge in Sachen Landespokale und Qualifikation für den nächsten DFB-Pokal aus Sicht der Drittligisten. Nachzulesen hier.

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Am vorgerückten Nachmittag gab der TSV 1860 Details zum Prozedere der Rückerstattung der Dauerkartenvariante “Löwenkopf” bekannt. Unsere Zusammenfassung verwies natürlich auch auf die Website des Vereins.

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Heute Abend wird die aktuelle Tabelle der 3. Liga wieder ein wenig gerade gerückt: In diesen Minuten beginnt sowohl in Duisburg als auch in Zwickau das jeweils siebte Saisonspiel der Gastgeber, während die Gäste aus Saarbrücken und von Türk Gücü mit dem überwiegenden Feld der Drittligateams aufschließen, was die Anzahl der absolvierten Spiele anbelangt (acht). Damit ist dann nur noch unser Gegner am kommenden Wochenende, der Hallesche FC mit zwei Partien im Rückstand. Verl und Haching blicken – wie MSV und FSV – in dieser Saison auf bislang sieben Ligaauftritte zurück. Die in Runde fünf entfallene Partie zwischen Duisburg und Halle ist für den 17. November angesetzt, für Halle-Haching und Verl-Zwickau gibt es noch keine Nachholtermine.
Der zuletzt – und leider erst direkt nach dem Sieg bei unseren Löwen – etwas aus dem Tritt geratene Aufsteiger aus dem Saarland kann heute mit einem Sieg an der Wedau die Tabellenspitze erklimmen. Schon mit einem Punkt würde der FCS an unseren Löwen vorbeiziehen, was die Fehlannahme widerlegt, die Anfang der Woche anderenorts zu lesen war, unsere Löwen würden auf jeden Fall als Tabellenzweiter in das nächste Spiel am Wochenende gehen.

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Mit einem kleinen historischen Rückblick wollen wir diesen Tag beschließen: Heute vor genau 23 Jahren waren unsere Löwen (mal wieder) auf der großen internationalen Fußballbühne unterwegs. Das Rückspiel in der zweiten UEFA-Cup-Runde gegen Rapid Wien stand auf dem Programm. Nachdem 1860 zwei Wochen vorher im Ernst-Happel-Stadion mit 0:3 böse unter die Räder gekommen war, erwarteten nur kühne Optimisten ein Weiterkommen der Löwen. Die Mannschaft von Werner Lorant enttäuschte ihre Fans an diesem Abend aber nicht und haute nochmal alles raus. Eine schnelle 2:0-Führung nach gut 20 Minuten, die Gäste von da an in Unterzahl – das sah sehr gut aus. Leider nur bis zur 69. Minute – dann erzielten die Wiener den Anschlusstreffer und zogen mit einer 2:1-Niederlage in die nächste Runde ein.
Noch eine kleine Anekdote zu diesem Spiel: Rapid-Stadionsprecherlegende Andy Marek, der sich im Februar dieses Jahres nach 28 Jahren als “Stimme Rapids” zurückgezogen hat, verriet in einem Abschiedsinterview, dass er selbst sich den heute weit verbreiteten und immer noch beliebten “Danke-Bitte”-Dialog mit der Fankurve nach der Durchsage eines Tores für die eigene Mannschaft einst vom “Münchner Stadionsprecher”, also von Stefan Schneider abgeschaut habe – im Rahmen des 1997er-UEFA-Cupspiels im Olympiastadion. Gut, dass wir das nun auch wissen.

 

Löwenkopf: Rückerstattung startet

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TSV 1860 Dauerkarte

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Löwenherz oder Löwenkopf – das war die große Frage vor der Saison, wenn es darum ging, welche Dauerkarte man sich für das Grünwalder Stadion holt. Während man bei der Herz-Variante im Falle von Geisterspielen auf eine mögliche Rückzahlung des Kaufbetrages verzichtet, bietet die Kopf-Karte genau diese Option. Heute gab der TSV 1860 das weitere Prozedere bekannt, wenn man sich das Eintrittsgeld für die bisherigen Heimspiele (alle ohne Zuschauer) zurückerstatten lassen möchte.

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Zu beachten ist auf jeden Fall, dass die Auszahlung gesammelt in zwei Buchungsphasen erfolgt: die erste zum Jahresende, die zweite zum Saisonende.

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Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, auf sein Geld zu verzichten oder den Betrag in Ticket-Gutscheine umzuwandeln. Der TSV 1860 wäre sicher jedem Löwenfan dankbar, der auf eine Rückzalung verzichtet.

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Aktuelle Infos zu den Landespokalwettbewerben

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Einen interessanten Überblick über den Stand der Dinge, was die Qualifikation zum DFB-Pokal-Wettbewerb 2021/22 anbelangt, der – so Corona will – im August kommenden Jahres beginnen soll, liefert das Portal liga3-online.de.

Von den 19 startberechtigten Drittligisten (die kleinen Roten dürfen ja nicht mitspielen) haben vier Teams in der laufenden Saison bereits Spiele im Landespokal absolviert. Die meisten, nämlich drei an der Zahl Waldhof Mannheim: Die “Bube” stehen in Baden schon im Halbfinale auf dem Weg in die 1. Hauptrunde. Auch Lautern und Lübeck (das Viertelfinale ist die jeweils nächste Aufgabe) sowie Hansa Rostock (Achtelfinale) waren diesen Herbst schon aktiv im Pokal – und erfolgreich. Alle anderen Vereine der 3. Liga sind mit den üblichen Freilosen über die ersten Runden gekommen bzw. hat der Wettbewerb noch gar nicht begonnen (z.B. im Rheinland und in Westfalen). Teilweise kennen die Teams auch schon ihre – manchmal durchaus interessanten – Gegner: So muss der FSV Zwickau im Achtelfinale des Sachsenpokals nach Leipzig-Leutsch zur BSG Chemie und Dynamo Dresden zum FC International Leipzig. Ganz im Westen reist der Aufsteiger Verl in der 1. Runde des Westfalenpokals zu Wattenscheid 09.

Termine für die bereits feststehenden Partien sind noch offen bzw. wurden – aufgrund des Aussetzens des Amateur-Spielbetriebs im November – gleich wieder kassiert. Da könnte im Frühjahr ein ganz schönes Programm auf die Mannschaften zukommen, um dann im Sommer geklärt zu haben, wer auf das große Los für die 1. Hauptrunde hoffen darf.

Der TSV 1860 München steht übrigens – Dank der Freilose in Runde eins und zwei – schon im Achtelfinale des bayerischen Totopokals, wobei unser Gastgeber noch nicht feststeht. Natürlich erfahrt Ihr es hier auf sechzger.de sofort, wenn Gegner und Termin bekannt gegeben werden können.

Trikotspende an die JVA Laufen-Lebenau

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Dass Basti Weber als Fanbeauftragter des TSV 1860 einen super Job macht und stets ein offenes Ohr für alle Belange der Löwenfans hat, ist hinreichend bekannt. Doch sein Engagement geht weit darüber hinaus: so war er beispielsweise auch stark in den Prozess involviert, bei dem das Kartenvergabe-Modell für Löwen-Heimspiele in dieser Saison erarbeitet wurde – kein leichtes Unterfangen, wenn man all die coronabedingten Unwägbarkeiten bedenkt. Umso schöner ist es, wenn man in Zeiten wie diesen Stimmungsaufheller in Form von netten Geschichten rund um unseren TSV erhält. Eine davon möchten wir Euch nicht vorenthalten:

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Kürzlich erreichte uns eine Mail von Bernie, der als Justizvollzugsbeamter in der JVA Laufen-Lebenau arbeitet und in der Sozialtherapie für jugendliche Gewaltstraftäter beschäftigt ist. Erwartungsgemäß sind die Gänge dort eher trist und kahl, eine Ausnahme stellt der Weg zu den Sportanlagen der Anstalt dar. Dort hängen uralte Poster der Fehlfarben aus der Parallelstraße, von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo.

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Als Löwenfan wollte Bernie dies natürlich nicht auf sich sitzen lassen und kontaktierte bereits vor Jahren mehrere Clubs und Vereine und natürlich auch seinen Herzensverein und bat um Merchandising-Artikel als Spende für die JVA. Vor zwei Jahren erhielt er auf diesem Weg von der Merchandising GmbH zwei Mannschaftsposter, um somit auch die Löwen repräsentieren zu können. Nach dem diesjährigen Ausrüsterwechsel startete Bernie einen neuen Anlauf und hoffte darauf, möglicherweise den ein oder anderen Restposten aus den Beständen der Merchandising GmbH zu bekommen. Nachdem drei Monate lang gar keine Rückmeldung erfolgte, kam er auf die Idee, sich mit seinem Anliegen direkt an Basti Weber zu wenden, damit dieser ein gutes Wort für ihn einlegen könne.

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Bereits eine Stunde später kam die Antwort des Fanbeauftragten: In Sachen Merchandising GmbH könne er zwar nichts machen, verfüge aber selber über ein Mini-Budget für solche Anfragen und das Paket sei quasi schon unterwegs. Zwei Tage später kam dann tatsächlich ein Paket in der JVA an und darin “ein Traum in weiß-blau”!

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Die folgenden Zeilen aus Bernies Mail möchten wir Euch einfach mal ungefiltert weiterleiten, um die Freude deutlich zu machen, die das Geschenk aus gelöst hat:

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“Ein Original-Trikot aus der letzten Saison mit Unterschriften aller Jungs des diesjährigen Kaders. Mich hats fast umgehauen und meine Gefangenen auch. Dieses Trikot bekommt natürlich einen Ehrenplatz in einer Vitrine in unserem Sportgang, sodass die jugendlichen Gefangenen auf dem Weg zum Sport jedesmal zum Münchner Löwen aufschauen können.”

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Auf diesem Weg nochmal ein herzliches “Vergelt’s Gott” an Basti Weber für seinen Einsatz; in der JVA Laufen-Lebenau hat er auf jeden Fall einige Fans dazugewonnen – für sich und die Löwen!

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Sechzig um Sieben: Erinnerungen + die Schnüdel im Pokal + fehlende Zuschauereinnahmen

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Mittwoch, Bergfest der Woche – und das ist gestern passiert:

Kollege Stefan Kranzberg hat den Dienstag genutzt, um in Erinnerungen zu schwelgen. Dieses Mal sind diese noch relativ frisch, denn es geht um das Heimspiel auf Giesings Höhen gegen den FC Memmingen. MIt dem 20.Spieltag war diese Partie die erste in der Rückrunde der Regionalliga 2017/2018.

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Ein anderer Gegner aus dieser Saison war der 1.FC Schweinfurt 05. Die “Schnüdel” trafen gestern in der 1.Runde des DFB-Pokals auf den FC Schalke 04. Der Viertligist konnte gegen den Favoriten kurzzeitig sogar in Führung gehen und hielt lange gut mit, am Ende verlor man allerdings mit 1:4. In der Startaufstellung der Schweinfurter fand sich mit Kristian Böhnlein ein Ex-Löwe, der im Sommer nach Unterfranken wechselte.
Vorausgegangen war der Partie ein Rechtsstreit, da Türkgücü München sich als rechtmäßiger Teilnehmer am Pokal sah. Die schlussendliche Entscheidung fiel dann vor dem Schiedsgericht des BFV – wobei man von schlussendlich wohl noch nicht ganz sprechen kann. Das Urteil des “Micky-Maus-Gerichts” will der Aufsteiger prüfen lassen.

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Dass die Vereine der 3.Liga von den fehlenden Zuschauereinnahmen stark getroffen werden, wurde bereits zu Beginn der Corona-Krise deutlich. Aufgrund dem kompletten Zuschauerverbot im November äußert sich nun der Geschäftsführer von Waldhof Mannheim und spricht von einem möglichen Schaden von bis zu fünf Millionen Euro. Beim TSV 1860 München kann man sich glücklich schätzen, so viele Sponsoren und treue Fans zu haben, die auch – oder erst recht – in diesen schweren Zeiten zu Münchens großer Liebe stehen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die finanzielle Situation weiterentwickeln wird – nicht nur in der 3.Liga…

 

Für die Profis stehen heute gleich zwei Einheiten auf dem Plan, man trifft sich sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag an der Grünwalder Straße. Fraglich ist, ob der angeschlagene Marius Willsch bereits wieder auf dem Platz stehen kann.