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Arena: Wer trägt Schuld am finanziellen Desaster? Wildmoser oder Ziffzer?

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In der vergangenen Woche berichteten wir Euch von Folge 3 des überaus hörenswerten Podcasts Inside 1860 der Süddeutschen Zeitung, den man sich bei FYEO anhören kann. Die beiden Redakteure Markus Schäflein und Philipp Schneider entlockten Karl-Heinz Wildmoser junior dabei die bemerkenswerte Aussage: “Wir hatten ja gar keine Mittel für die Arena!” In der vierten Episode der Löwen-Saga geht es um die Rolle der Wildmosers bei der katastrophalen Finanzplanung der Arena. Zudem wird durchleuchtet, ob und inwiefern der ehemalige Geschäftsführer Stefan Ziffzer die Anteile an der Arena zu billig an den FC Bayern verkauft hat.

Erstklassige Kostenstruktur in Liga 2

Die Löwen, die Arena und das Geld – ein Drama in gefühlt unendlich vielen Akten. Und mittendrin natürlich immer wieder Präsident Karl-Heinz Wildmoser sen. und sein Sohn Heinzi, seines Zeichens Geschäftsführer des TSV 1860 und der Stadion GmbH.

Im Jahr 2004 stiegen die Löwen nicht nur aus der Bundesliga ab, auch Wildmoser musste seinen Hut als Präsident des TSV nehmen. Auf ihn folgte Karl Auer, seines Zeichens Wurstfabrikant und seit 1996 Mitglied des Aufsichtsrats. Keine leichte Aufgabe, denn zunächst galt es für den erfolgreichen Geschäftsmann, die Scherben bei den Löwen zusammenzukehren. Sein Dilemma: Nennt er die tatsächliche finanzielle Situation beim Namen, droht der Lizenzentzug. Als Hauptgrund dafür galten reichlich Altlasten, die aus der Ära Wildmoser/Lorant stammten. Die Finanzierung von teuren Spielern auf Pump war an der Tagesordnung. Bestes Beispiel hierfür war Jiayi Shao, für den die Löwen noch Jahre später zahlen mussten.

Die Kostenstruktur des TSV 1860 war weiterhin erstklassig, die Einnahmen in Liga 2 jedoch deutlich geringer. Logische Konsequenz: Der Schuldenberg der Löwen wuchs Jahr für Jahr um mehrere Millionen Euro. Die Option, dass 1860 absteigen könnte, war bei der Planung seitens Wildmosers schlicht nicht berücksichtigt worden.

Verschärfung der finanziellen Probleme

Der TSV 1860 zog also nach dem verpassten Wiederaufstieg als Zweitligist in die Arena ein. Sportlich lief es bei den Heimspielen eher bescheiden. Viel schlimmer jedoch: Die finanziellen Probleme verschärften sich zunehmends, weil man bei den Löwen bei der Planung ja von Erstligaverhältnissen auf der Einnahmenseite ausgegangen war. Als größte Hürde kristallisierten sich dabei die Kosten für den Cateringbereich heraus.

Guter Deal von Wildmoser?

Die beiden Stadioninhaber TSV 1860 und FC Bayern hatten sich das so schon ausgemalt. Besonders durch den Cateringbereich sollten die Kosten für die Arena (340 Millionen Euro) Stück für Stück abgetragen werden. Klingt utopisch, war aber auf den ersten Blick gar nicht so dumm kalkuliert.

Wie hätte das funktionieren sollen? Eigentlich ganz einfach: Die Logen in der Allianz Arena kosteten pro Jahr bis zu 300.000 Euro, das Catering war dabei inkludiert. Der Clou daran war, dass sämtliche Einnahmen daraus direkt in die Stadion GmbH flossen, die damals zu jeweils 50 % den Blauen und den Roten gehörten. In der Arena gibt es 106 Logen, wovon der Nachbar aus der Seitenstraße 102 verkaufte. Oder andersrum: Der TSV hat gerade mal vier Logen an den Mann gebracht.

In der Theorie also eigentlich ein guter Deal für 1860, da der FC Bayern massenhaft Geld generierte, von dem mittels Stadion GmbH vor allem die Löwen profitiert hätten.

Catering als Schuldenfalle

So weit, so gut, doch es gab auch noch die über 3.000 Business Seats, mit denen man im Idealfall pro Saison sechs Millionen Euro hätte erwirtschaften können. Die Einnahmen dieser Business Seats gingen nur zu 50 % in die Stadion GmbH und zwar mit einer Garantiesumme von 3 Millionen Euro pro Saison und Verein.

Und nun zum springenden Punkt, dem Catering an sich. Damit wurde nämlich gar kein Gewinn erlöst, da die VIPs mit dem Erwerb ihrer Karte umsonst schlemmen konnten. Zudem hatte der Caterer der Arena den entsprechenden Bereich mitfinanziert und sich vertraglich zusichern lassen, dass ihm eine bestimmte Menge an Essen pro Heimspiel abgekauft wird. Sowohl der FC Bayern als auch 1860 mussten pro Saison dafür 2 Millionen Euro bezahlen – egal, wieviel dann tatsächlich gegessen wurde.

Wildmoser ohne Plan B

Karl-Heinz Wildmoser junior erinnert sich an die Planungsphase – abgestimmt auf die Bundesliga und ein mögliches internationales Geschäft:

“Wir haben natürlich eine Grundkalkulation gehabt. Die hat vorgesehen, dass wir von den 3.000 Business Seats 2.500 verkaufen. Und diese 2.500 Essen müssen dann halt bei der Firma gebucht werden.”

Als Zweitligist ging diese Rechnung natürlich nicht auf. Im Jahr 2005 verkaufte der TSV gerade mal 410 Business Seats. Die so oft zitierte “Abstiegsversicherung” gab es nicht, ebenso wenig einen Plan B. Die Folge: Man machte mit diesem eigentlich als Goldgrube vorgesehenen Geschäft sogar Minus.

Wir fassen zusammen: Ohne dass der Ball überhaupt rollte, hatte der TSV 1860 durch die von Wildmoser ausgehandelten Arena-Verträge Fixkosten in Höhe von 5 Millionen Euro pro Saison!

Ziffzer verkauft Anteile an Arena

Im April 2006 installiert der neue Präsident Alfred Lehner mit Stefan Ziffzer einen neuen Geschäftsführer, der den TSV 1860 finanziell sanieren soll – eine Herkulesaufgabe. Eine seiner ersten Amtshandlungen: Er verkaufte die Arena-Anteile an den FC Bayern. Für 50 % der Anteile an der Stadion GmbH zahlt Rot 11,3 Millionen Euro an Blau. Die Lizenz für die folgende Saison war damit zwar gerettet, die Löwen nun aber Mieter in der für die Löwen völlig überdimensionierten Arena. Und das zu einem stolzen Preis: Satte 6 Millionen Euro musste der TSV 1860 pro Saison an die Seitenstraßler abdrücken – und zwar, weil sie immer noch auf den Fixkosten (Business Seats, Catering) saßen, die sie als Miteigentümer gehabt hatten.

Kostenfaktor Logen

Der ehemalige Vizepräsident des TSV 1860, Franz Maget, fasst zusammen:

“Überhaupt die Kosten, dieses Stadion zu bespielen (…), das war für Sechzig nicht darstellbar. Die Logen waren das Hauptproblem. Die Einnahmen der Logen gingen an die Stadion Betriebs GmbH und Sechzig hatte null davon, wenn in der Loge von MAN (…) 50 Leute saßen. Die haben sich das Spiel als Gäste von MAN kostenlos angeschaut. MAN hat an die Stadion Betriebs GmbH gezahlt und Sechzig hatte null. Da hätte Sechzig genauso gut ohne Loge im Grünwalder Stadion spielen können.”

Wir erinnern uns: Genau diese Logen hatte Karl-Heinz Wildmoser jun. doch als das große Geschäft und die große Chance für den TSV 1860 bezeichnet, weil man als Teilhaber der Stadion GmbH vom FC Bayern und deren Kunden profitieren würde. Ein klassisches und sehr, sehr teures Eigentor!

Pflichten aus Arena-Verträgen

Man hatte nun also die Pflichten aus den ursprünglich ausgehandelten Arena-Verträgen an der Backe, sprich Fixkosten in Höhe von 5 Millionen Euro pro Saison und gleichzeitig noch nicht einmal die Möglichkeit, ihre Logen selbst zu vermarkten. Dass die 11,3 Millionen aus dem Verkauf der Arena-Anteile sehr bald verbraucht sein würden, war klar.

Warum ließ sich Ziffzer also auf den Deal ein?

“Reine Freundlichkeit des FC Bayern”

Ziffzer unterschied laut eigener Aussage zwischen “Substanzwert” und “Ertragswert”. Der Substanzwert war dabei die Arena selber, einen Ertragswert hatte sie noch nicht, weil sie noch keine Gewinne abwarf. Man müsse stattdessen noch Schulden abbezahlen, woraus sich hierfür ein “Minuswert” ergab. Die Arena-Anteile waren laut Ziffzer also nichts wert. Er stellte es sogar so dar, dass es eine “reine Freundlichkeit des FC Bayern” sei, wenn sie dafür überhaupt etwas bezahlten. Verhandelt wurde der Kaufpreis erst gar nicht, der Löwen-Geschäftsführer rechnete zusammen mit dem FC Bayern durch, wieviel der TSV 1860 brauchte, um zu überleben.

Ab 2008 gelang es Ziffzer immerhin, die Fixkosten in der Arena von 5 auf 3 Millionen Euro pro Jahr zu senken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Stefan Ziffzer ist aktuell übrigens beim FC Bayern München angestellt und agiert als Chief Business Officer bei den Basketballern. A Gschmäckle hats halt schon…

Unrühmlicher Abgang

Auch die Rückkaufoption für die Anteile an der Arena veräußerte Ziffzer zwei Jahre später an den FC Bayern – diesmal für 1 Mio. Euro. Die Löwen waren also endgültig draußen. Allerdings nur aus der Stadion GmbH, nicht jedoch aus der viel zu großen Schüssel mit all ihren Kosten. Der große Gewinner war der Nachbar aus der Seitenstraße.

Ziffzer hingegen verabschiedete sich im Mai 2008 unrühmlich vom TSV 1860. Auf einer Pressekonferenz nach dem Heimspiel der Löwen gegen den VfL Osnabrück am 11. Mai 2008 äußerte sich der Geschäftsführer wenig schmeichelhaft über Präsident Albrecht von Linde, mit dem er wiederholt aneinander geriet:

„Der Fisch stinkt vom Kopf her, und das ist bei uns der Präsident (…) Dieser Präsident ist eine Schande für den Verein.“

Im Anschluss sprach von Linde in der VIP-Lounge der Arena die fristlose Kündigung von Stefan Ziffzer aus. Auch Maget bescheinigt dem ehemaligen Geschäftsführer in der Retrospektive eine “ausbaufähige Sozialkompetenz”.

Inside 1860

Unser Tipp: Legt Euch FYEO zu und verfolgt “Inside 1860” – und zahlreiche weitere Podcasts! Das 14-tägige Probeabo ist kostenlos, anschließend kostet das komplette Angebot des Portals 4,99 €/Monat.

Beitragsbild: pixabay.com

Die Giesinger Gedanken zum möglichen Geisteraufstieg des TSV 1860

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Grünspitz Giesing

Die Giesinger Gedanken zum möglichen Geisteraufstieg des TSV 1860 München

…And we can build this dream together

Standing strong forever
Nothing’s gonna stop us now…

…ich vermute einmal, bei meinem Kollegen Thomas Enn ist sein schon vor Monaten ausgerufener Hit zum Motto der Saison nach dem 3:2 Sieg heute den restlichen Nachmittag bzw. Abend in der Dauerschleife gelaufen.

Umschaltspiel zur Geisterstunde

Ich höre es jetzt eben und versuche umzuschalten. Gerade noch mit lauter Spaniern „El Clasico“ (Reald Madrid – Barcelona, übrigens 2:1) angeschaut und jetzt müssen die Gedanken vom Balkon in Gran Canaria wieder zurück dahin, wo ich heute Nachmittag deutlich lieber gewesen wäre: Nach Giesing, genauer gesagt ins Grünwalder- bzw. Sechzgerstadion.

Was wäre da heute los gewesen in München-Giesing

Man mag sich in Corona-Zeiten nicht vorstellen, was da heute Nachmittag losgewesen wäre. Vor dem Anpfiff euphorisch-optimistisch, in kürzester Zeit beim Gegentor zu Tode betrübt. Nach dem 2:1 wird schon der imaginäre Brasilianer eingeflogen, nach der roten Karte für Verl der zweite Charterflug gestartet um beim in Überzahl kassierten 2:2 wieder entnervt sämtliche Flüge zu canceln.

Zwischenzeitlich die für die Löwen guten Zwischenstände von den direkten Konkurrenten in Ingolstadt und Rostock („aber des hilft uns halt nix, wenn wir das selber vergeigen“) und dann beim 3:2 die kollektive Ekstase. Noch einmal kurzes Haare raufen bei Mölders Großchance (oh je, das verlieren wir noch…) um dann beim Schlusspfiff alle Dämme brechen zu lassen.

Schon während der Ehrenrunde holen die Wirte in den umliegenden Kneipen sämtliche Biervorräte aus der Kühlung und es wird eine lange Nacht in München-Giesing…

Statt dessen: Fernseher aus bzw. Laptop zu

So wird bei den meisten nur der Fernseher ausgeschaltet oder wie in meinem Fall der Laptop zugeklappt, am Grünspitz treffen sich wie zufällig ein paar Löwenfans. Relativ bald sind es der Polizei zu viele und zu wenig Abstände. Somit wird der Platz geräumt.

Die Vorstellung, so einen Löwenaufstieg zu erleben bzw. feiern zu müssen ist für einige dermaßen erschreckend, dass ich die letzten paar Wochen tatsächlich ein paarmal vernommen habe, man wolle dieses Jahr gar nicht aufsteigen. Weil man das ja nicht ordentlich feiern könne. Was für eine verquere Einstellung.

Ich frag mich ja, ob solche Leute an Tagen wie heute dann innerlich weinen oder sie sich am letzten Spieltag in Ingolstadt wenn mit einem Punktgewinn der Aufstieg möglich wäre dann eine Niederlage wünschen.

Nicht, dass unser geliebter Verein noch hochgeht und man kann das nicht mit einem gepflegten Massenbesäufnis feiern. Ich denke bzw. hoffe, man merkt deutlich was ich von solchen Gedanken halte. Aber vielleicht bin ich als einer der wenigen Löwenfans der auch den letzten Aufstieg nüchtern genossen hat und sich noch an jedes Detail dieses Tages erinnern kann auch einfach eine verrückte Ausnahme…

Gedanken über den Geisteraufstieg des TSV 1860  – nur wegen dieser genialen Löwentruppe

Dass ich mir darüber überhaupt Gedanken machen darf, liegt an dieser wahnsinnig geilen Löwentruppe. Diese macht mir – und vielen anderen – seit der Übernahme durch Michael Köllner einfach nur Spaß. Trotz Corona und trotz Geisterspielen, trotz beschränktem Budget und schmalem Kader. Die Verlängerung von unserem Löwentrainer (warum ich das Wort „Löwendompteur“ für unseren Trainer nicht leiden kann erkläre ich einmal an anderer Stelle) war für mich persönlich eine der besten Nachrichten in einem eher bescheidenen 2020.

Wir von der sechzger.de-Redaktion trauen diesem Mann und den Löwen mit ihm noch großes zu. Den großen Wurf hätten wir überwiegend eigentlich erst in der nächsten Saison erwartet. Aber natürlich gehen wir jetzt mit ordentlich Rückenwind aus den letzten Spielen in den Endspurt. Nothing´s gonna stop us now!

PS: Wer an unseren Prognosen zweifelt, der möge sich bitte den letzten sechzger.de-Talk anschauen. Genauer gesagt die Prognosen von Christian Jung und mir ab Minute 38:10.

PPS: Nothing´s gonna stop us now!

Spielbericht TSV 1860 München – SC Verl (31.Spieltag)

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TSV 1860 SC Verl 3:2 10.04.2021

Am 31.Spieltag der 3.Liga empfing der TSV 1860 München den SC Verl im Grünwalder Stadion.

Die Löwen auf Platz vier empfingen die Ostwestfalen, die auf einem starken sechsten Platz lagen. Die symphatischen Verler hatten es sich im Hinspiel nicht nehmen lassen, dem angereisten Prinz Eisenherz einen Schal des Vereins zu überreichen. Zudem trafen beim Duell zwicschen dem TSV 1860 München und dem SC Verl die beiden besten Offensiven der Liga in diesem Spiel aufeinander.

TSV 1860 München SC Verl vor Anpfiff
Die Westkurve vor Anpfiff: “Fußball gehört den Fans!”

Michael Köllner nahm im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg gegen Uerdingen eine Veränderung vor. Stephan Salger kehrte nach absolvierter Gelbsperre zurück in die Mannschaft, Lang nahm dafür auf der Bank Platz. Junglöwe Maxim Gresler stand heute nicht im Kader. Bei den Gästen begann Trainer Capretti mit Jürgensen und Kurt. Stöckner und Sander nahmen im Vergleich zur Niederlage gegen Duisburg auf der Bank Platz.

Das 0:0 hat nur kurz Bestand

Die Löwen durften in Person von Sascha Mölders anstoßen, doch es dauerte nicht einmal zwei Minuten, bis der Ball das erste Mal im Kasten von Marco Hiller einschlug. Yildirim spielte einen Zuckerpass von rechts ins Zentrum, wo Eilers den Ball annehmen konnte und ihn zum frühen 0:1 für die Gäste versenkte. Kalte Dusche für die Löwen, die in den ersten Minuten hinten unsortiert wirkten und von der Offensivpower der Gäste überrascht wurden.

DIe Gäste vom SC Verl bejubeln das 0:1 10.04.2021
Verl bejubelt das frühe 0:1 im Grünwalder Stadion

Auch in den Minuten nach dem Gegentreffer beschäftigten die Gäste die Löwen-Abwehr und dachten gar nicht daran, sich zurück zu ziehen. Torschütze Eilers hatte weitere Gelegenheiten (10., 14.), die jedoch rechtzeitig entschärft werden konnten.

Der TSV 1860 meldet sich gegen den SC Verl mit einem Doppelschlag zurück

Nach gut einer Viertelstunde kam der TSV 1860 gegen den SC Verl dann besser in die Partie. Und wie: nach starker Balleroberung von Neudecker schickte dieser Biankadi über rechts auf die Reise. Dessen Hereingabe fand Sascha Mölders, der abgezockt zum 1:1 ins linke Eck einschob.

Die Löwen bejubeln den Augleich gegen den SC Verl
Die Löwen bejubeln den Ausgleich zum 1:1

Wer nun dachte, dass sich die Spieler erst einmal eine Auszeit nehmen, der hatte sich geschnitten. Ohne Pause ging es hin und her, das Mittelfeld wurde von beiden Mannschaften jeweils schnell überbrückt. Die nächste Offensivaktion führte dann zur Führung für die Löwen. Steinhart flankte den Ball von links in den Strafraum. Mölders setzte sich im entscheidenden Moment von seinem Gegenspieler ab und versenkte den Ball zum 2:1 per Kopf in den Maschen. Spiel gedreht (19.)!

TSV 1860 bejubelt 2:1 gegen den SC Verl
Torschütze Mölders bedankt sich beim Vorlagengeber Steinhart

Mit seinen beiden Saisontreffern 19 und 20 überbot Sascha Mölders damit seine eigene Bestmarke im Trikot des TSV 1860 München, die bisher bei 19 Treffern in einer Saison lag.

Offensivspektakel im Grünwalder Stadion

Beide Mannschaften zauberten ein unglaubliches Offensivspektakel auf den (noch vorhandenen) Rasen im Grünwalder Stadion. Hinten ergaben sich dadurch allerdings auf beiden Seiten, vor allem in Kontersituationen, immer wieder viel Räume. Bis zur Pause konnten diese aber nicht mehr in Tore umgemünzt werden.

Der Halbzeitstand im Sechzgerstadion

Verl erzielt in Unterzahl den Ausgleich

Während die Gäste in der Halbzeit einmal wechselten, kam der TSV 1860 unverändert zurück aus der Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Schlager, der sein 3.Liga-Debüt feierte, rang Mikic auf der linken Außenbahn kurz hinter der Mittellinie seinen Gegenspieler Biankadi nieder. Nach kurzem Zögern zückte der Unparteiische die gelb-rote Karte (51.). Mikic hatte in der ersten Halbzeit bereits nach 11 Minuten den gelben Karton gesehen.

Noch bevor der Gästetrainer Capretti darauf reagieren konnte, zeigte seine Mannschaft sich unbeeindruckt von der personellen Schwächung. Corboz scheiterte mit einem fulminanten Schuss allerdings am rechten Pfosten (52.). Danach kam für den Torschützen Eilers ein frischer Verteidiger. Die nächste Ecke führte zum Ausgleich für den Aufsteiger. Hiller segelte unter dem Ball hindurch. Dem überraschten Willsch sprang der Ball vom Oberschenkel direkt vor die Füße von Yildirim, der sich bedankte und zum 2:2 einschob (57.).

Ausgleich zum 2:2 vom SC Verl gegen den TSV 1860 München
Yildirim bejubelt seinen Treffer

Erneute Führung für den TSV 1860 München gegen den SC Verl

Die Löwen brauchten acht Minuten, um den alten Abstand wieder herzustellen. Im Stile einer Handballmannschaft kombinierten sie sich um den Verler Strafraum. Erneut war es Steinhart, der eine Flanke vom linken Strafraumeck in die Mitte brachte. Dort fand er Richard Neudecker, der zum 3:2 einköpfen konnte.

TSV 1860 Tor zum 3:2 10.04.2021
Die Mannschaft bejubelt das 3:2 durch Neudecker

Die Gäste gaben nicht auf und probierten in Unterzahl alles, um noch einmal den Ausgleich zu erzielen. Die Abwehr des TSV 1860 stand allerdings sicher und verhinderte dies. Im Gegensatz dazu hatten auch die Löwen noch weitere Chancen für ein Tor. Die größte davon war erneut Sascha Mölders vorbehalten. Greilinger legte frei vor Torwart Brüseke quer, der Toptorjäger schob den Ball allerdings am leeren Tor vorbei. So blieb es in diesem fulminaten Spiel

Die Löwen saugen sich ran

In den parallel stattfindenden Partien des 31.Spieltags patzten die Konkurrenten aus Ingolstadt und Rostock erneut, sodass der Rückstand auf die Aufstiegsplätze nun noch vier Punkte beträgt. Die Ergebnisse in der Übersicht:

Duisburg – Mannheim 1:1
Rostock – Magdeburg 0:2
Lübeck – Kaiserslautern 1:1
Saarbrücken – Türkgügü 2:1
Ingolstadt – Bayern II 2:2

So geht es weiter in der 3.Liga

Weiter geht es für den TSV 1860 München am kommenden Samstag, 17.04.2021 gegen Türkgücü München. Anpfiff ist erneut um 14:00 Uhr, das Spiel findet im Olympiastadion statt. Nicht dabei sein wird Außenverteidiger Philipp Steinhart, der heute seine fünfte gelbe Karte sah und somit ein Spiel aussetzen muss.

Liveticker: TSV 1860 München – SC Verl aus dem Grünwalder Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 31.Spieltag zwischen TSV 1860 München und dem SC Verl!

Der Tabellenvierte TSV 1860 München empfängt den Tabellensechsten SC Verl. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern aus dem Grünwalder Stadion und allen Ereignissen rund um das Spiel.

TSV 1860 München SC Verl 3:2

 

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel – 19 Biankadi (86. 23 Staude), 8 Tallig (92. 13 Erdmann), 31 Neudecker (72. 17 Wein), 7 Lex (86. 11 Greilinger) – 9 Mölders

Bank: Kretzschmar, 3 Lang, 18 Knöferl

Tore: 0:1 Eilers (2.), 1:1 Mölders (15.), 2:1 Mölders (19.), 2:2 Yildirim (57.), 3:2 Neudecker (65.)

Die Personalsituation

Weiterhin nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler und Quirin Moll. Gesperrt ist niemand.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet sind aktuell Philipp Steinhart und Erik Tallig. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Tage müssten sie gegen Türkgücü pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – SC Verl außer im Liveticker noch verfolgen?

Zuletzt konnten sich die Löwenfans wegen zahlreichen Partien im Free-TV, u.a. das Spiel im Toto-Pokal gegen Türkgücü, wahrlich nicht beschweren. Das heutige Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SC Verl wird allerdings nicht kostenfrei im Free-TV verfügbar sein.

MagentaSport überträgt das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Zudem ist das Löwenradio heute wieder im Einsatz. Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich spannende 90 Minuten.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 – SC Verl

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Unser "Eisi" wurde beim Geisterspiel beim SC Verl in der Vorsaison beschenkt

Platz vier sichern und/oder nach oben schielen?

Mal abgesehen von den drei Punkten: Worum geht es – etwas größer gedacht – heute Nachmittag auf dem heiligen Rasen von Giesing? Um die endgültige Rückkehr der Löwen ins diesjährige Aufstiegsrennen Richtung 2. Liga? Oder „nur“ um die Festigung des vierten Tabellenplatzes, der in der kommenden Saison für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal qualifizieren und uns so einen möglichen attraktiven Gegner aus der ersten oder zweiten Bundesliga bescheren würde? Von unserem heutigen Gast, dem SC Verl, der aktuell den sechsten Platz innehat, trennen uns genauso viele Punkte, wie vom Dritten, dem FC Ingolstadt. Nämlich sechs Zähler. Das Torverhältnis dieser beiden Mannschaften beträgt jeweils +9. Die Löwen dagegen sind stolz auf 28 mehr erzielte, als kassierte Treffer.

Verl & 1860: Treffen der offensivsten Teams

Verweigern wir vielleicht einfach eine finale Antwort auf die große Eingangsfrage und machen wir es, wie Michael Köllner: Denken wir von Spiel zu Spiel. In diesem treffen heute im Sechzgerstadion die zwei stärksten Offensiven der 3. Liga aufeinander. Die 50 selbst erzielten Tore der Verler (schon fünfmal traf einer ihrer Gegner zu ihren Gunsten ins eigene Netz – Ligahöchstwert!) haben 14 verschiedene Akteure erzielt. Beim TSV 1860 verteilen sich 53 eigene Treffer auf 15 Spieler. Auch bei den Ost-Westfalen setzt man also durchaus auf die Kaderbreite, was das Schießen von Toren anbelangt. Dass sich – anders als bei uns Löwen, wo ein Fußballgott die Torjägerliste einsam anführt – beim heutigen Gegner zwei Akteure (mit 14 bzw. 13 Treffern) die Hauptverantwortung für Torerfolge teilen, hat Euch unsere TAKTIKATFEL bereits gestern näherbringen können.

Bisherige Duelle zwischen 1860 und Verl

Nachdem die Gäste heute zum ersten Mal ihre Visitenkarte bei den Löwen in der bayerischen Landeshauptstadt abgeben, gibt es bei der Gesamtbilanz naturgemäß relativ wenig zu beleuchten: Dreimal trat ein Team des TSV 1860 München bislang gegen diesen Gegner an. Und zwar immer auswärts. Nach den beiden – schon im Vorbericht zum Hinspiel  erwähnten – Löwensiegen der ersten Pokalrunde 2007 und 2010 kam es am 24. November letzten Jahres zu einer Punkteteilung (1:1). Und die Geschichten, die sich rund um das erste Ligaspiel zwischen den beiden Vereinen – in Paderborn – ereigneten, waren durchaus bemerkenswert.

Verspätete Ankunft und Wimpeltausch

Die in Coronazeiten ja häufig recht knapp geplante Anreise an den relativ weit entfernten Spielort in Ost-Westfalen, die mit dem Flugzeug absolviert wurde, rächte sich. Wegen technischer Probleme konnte der Löwentross zunächst nicht aus Manching wegfliegen. Als die Funktionstüchtigkeit des Fliegers geklärt war und die wertvolle Fracht gen Norden abhob, hatte man schon so viel Zeit verloren, dass die Partie letztlich erst mit dreißig Minuten Verspätung angepfiffen wurde. Kurz vor diesem verspäteten Anpfiff hatten die Löwen aber eine Überraschung parat: Nachdem der sechzger.de-Redakteur Bernd Winninger bei der Vorbereitung auf seine TAKTIKTAFEL für jenes Spiel des 12. Spieltages beobachtet hatte, dass die Verler vor jeder Partie dem Gegner einen schwarzweißen SCV-Wimpel überreichten, wurde Günther Gorenzel in der Pressekonferenz am Freitag Vormittag vom sechzger.de-Vertreter aufgefordert, Löwenkapitän Sascha Mölders doch auch einen Wimpel mitzugeben, um die nette Geste der Verler standesgemäß erwidern zu können. Die Zusage erfolgte prompt.

Und unser Geschäftsführer Sport hielt Wort: Erstmals in dieser Saison kam es bei einem Spiel des Aufsteigers zu einem echten Wimpeltausch und keinem einseitigen Geschenk in schwarz-weiß. Wir von sechzger.de freuen uns, diese schöne Szene am Rande eines Fußballspiels ausgelöst zu haben. Das Gerücht, dass die verspätete Anreise der Löwen mit dem Wimpel in einem Zusammenhang steht, dass dieser in der Grünwalder Straße liegen geblieben war und vor dem Abflug noch schnell geholt werden musste, kann aber gewiss ins Reich der Phantasie verbannt werden. Ausführlich thematisiert wurde dies auch in der dritten Folge des sechzger.de-Talks.

Saisonpremiere mit drei Siegen in Serie?

Zurück zum rollenden Ball: Unter den ersten dreizehn (!) Vereinen der aktuellen Drittligatabelle gibt es nur zwei, die es in der laufenden Spielzeit noch nicht geschafft haben, zumindest ein einziges Mal drei Siege in Folge zu feiern. Welche das sind? – Der TSV 1860 und der SC Verl! Bei uns könnte es allerdings heute um dreiviertel Vier zum ersten Mal mit dem dritten Dreier am Stück geklappt haben. Ich möchte an dieser Stelle noch anfügen, dass unserer Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf auf zwei Ligasiege jeweils ein Unentschieden folgen ließ. Und zwar genau dreimal. Immerhin keine Pleiten, mag man denken, aber bislang halt auch nie ein dritter Sieg nacheinander. Heute wäre die perfekte Gelegenheit, diese Serie zu brechen.

Und was macht die Konkurrenz?

Abschließend folgt nun also doch noch der – im Saisonfinale – unvermeidbare Blick über unser eigenes Spiel hinaus: Zeitgleich zum Duell in Giesing empfängt der FC Ingolstadt, der den heißen Löwenatem wahrscheinlich schon im Nacken spürt, die akut abstiegsgefährdeten kleinen Bayern. In Rostock schaut der 1. FC Magdeburg vorbei: Ein Team, das aus den letzten fünf Spielen 13 Punkte geholt und die Abstiegsränge verlassen hat. Mit einem neuerlichen Sieg könnte der FCM einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt tun. Wir hätten nichts dagegen! Unser ärgster Verfolger aus dem Saarland empfängt im heimischen Ludwigspark den nächsten Löwengegner: Türkgücü. Wird der heutige Samstag – wie vor einer Woche – vielleicht schon wieder ein Traumtag für Münchens große Liebe? Ihr erfahrt es – wie gewohnt – auf dem sechzger.de-Liveticker. Ergänzend zu unserem Angebot legen wir Euch die Liveübertragung auf Magenta (nicht kostenlos) sowie das LÖWENRADIO ans Herz.

 

 

Abstiegskampf pur in Halle: Der HFC empfängt den KFC Uerdingen

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Erdgas Sportpark Halle

Tabellenplatz 13 (36 Punkte) gegen Tabellenplatz 17 (33) Punkte – im Erdgas-Sportpark zu Halle empfing der heimische HFC den KFC Uerdingen. Während der Hallesche FC seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet, verloren die Krefelder am vergangenen Samstag gegen den TSV 1860.

Halle mit Boyd, Uerdingen ohne Grimaldi

Die Gäste mussten wieder auf ihre beiden etatmäßigen Stürmer Adriano Grimaldi und Muhammed Kiprit verzichten, HFC-Coach Schnorrenberg hingegen konnte auf den wiedergenesenen Offensivkräfte Terrence Boyd und Braydon Manu zurückgreifen.

Einbahnstraßenfußball des HFC

Wie schon gegen die Löwen musste sich Uerdingen erstmal Richtung eigenes Tor orientieren. Die zuletzt kriselnden Hallenser nahmen zunächst das Heft in die Hand und drängten auf ein frühes Tor. Die größte Chance in der Anfangsphase bot sich Guttau, der nach klasse Vorarbeit von Manu am fantastisch reagierenden KFC-Keeper Königshofer scheiterte (8.). Uerdingen fand in den ersten 25 Minuten offensiv schlicht nicht statt. Dann aber setzte Feigenspan zum Fernschuss an und verzog nur knapp (28.) – Glück für die Gastgeber!

Erstaunlicherweise verflachte die Partie danach etwas, da der HFC nun vorsichtiger agierte. Uerdingen kam besser ins Spiel, wollte Boyd & Co jedoch auch nicht ins offene Messer laufen. Logische Konsequenz: 0:0 zur Pause.

Uerdingen mit überraschender Führung

Im Endeffekt konnten beide Teams zur Pause nicht zufrieden sein, die Gastgeber kamen jedoch erneut etwas aktiver aus der Kabine. Offensiv setzte sich vor allem Halles Topscorer Boyd in Szene, sorgte jedoch nicht wirklich für Gefahr. Erst nach 55 Minuten wagte sich Uerdingen wieder in die gegnerische Hälfte, stellte Halle zunächst aber vor keine Schwierigkeiten. Das änderte sich jedoch in der 61. Minute, als Mike Feigenspan nach Doppelpass mit Wagner vor dem Tor auftauchte und die Kugel aus spitzem Winkel zum 0:1 in die Maschen chippte. Die überraschende Führung der Gäste.

Halle dreht das Match

Die Hallenser agierten auch in der Folge viel zu umständlich, um die Elf von Stefan Krämer ernsthaft unter Druck setzen zu können. Der Einsatz passte, aber spielerisch wars schon arg dürftig. Auf der Gegenseite hatte Feigenspan in der 87. Minute nach einem Konter das 0:2 auf dem Fuß, doch Müller parierte prächtig. Und natürlich kam es, wie es kommen musste: Quasi aus dem Nichts traf der aufgerückte Verteidiger Stipe Vucur aus 16 Metern zum 1:1 (89.). Der sonst starke Königshofer war gegen den abgefälschten Schuss des Austro-Kroaten chancenlos. Doch damit nicht genug, denn den letzten Pfeil hatte Terrence Boyd im Köcher. Der ehemalige amerikanische Nationalspieler drehte in der dritten Minute der Nachspielzeit das Match komplett und sorgte mit seinem 2:1 für den extrem wichtigen Heimsieg der Hallenser.

Sechzig @18:60: LÖWENRUNDE, Drive-In und die 3.Liga

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TSV 1860 München am Abend: die Zusammenfassung bei Sechzig @18:60

Heute fassen wir euch bei Sechzig @18:60 diverse Meldungen aus der LÖWENRUNDE zusammen. Außerdem ging die TAKTIKTAFEL vor dem Spiel gegen den Aufsteiger SC Verl online, die Löwen haben jetzt einen Drive-In und Meldungen aus der 3.Liga gab es selbstverständlich auch.

TAKTIKTAFEL

Da bahnt sich ein Offensivfeuerwerk am morgigen Samstag an. Das könnte man zumindest meinen, wenn man einen Blick auf die Zahlen wirft. Die zweitstärkste trifft auf die stärkste Offensive der Liga. Werden unsere Ergebnistafeln für den sechzger.de Liveticker da reichen? Inklusive einem 6:6 haben wir zumindest alles in petto 😉 Ob auch unser Taktikfuchs ein Spektakel erwartet, verrät er euch in seiner TAKTIKTAFEL.

Meldungen aus der LÖWENRUNDE

Aus der heutigen Pressekonferenz mit Trainer Michael Köllner und Geschäftsführer Günther Gorenzel gab es gleich mehrere Meldungen.

Spielweise des SC Verl

Nicht nur in der TAKTIKTAFEL, sondern auch in der LÖWENRUNDE war die Spielweise der Verler natürlich ein Thema. Michael Köllner hat sich ausführlich zum Aufsteiger geäußert und verrät, welche Mannschaft er als Favorit sieht.

Einsatz von Staude unwahrscheinlich

Im Kader wird im Vergleich zum letzten Spiel gegen den KFC Uerdingen wohl ein Platz frei. Keanu Staude hat sich zwar nicht so schwer verletzt wie zunächst befürchtet, wird aber wohl für das morgige Heimspiel trotzdem keine Alternative darstellen.

Der Humor kommt bei den Löwen nicht zu kurz

Es darf noch gelacht werden – und das wird es auch tagtäglich an der Grünwalder Straße. Das zumindest berichtete Michael Köllner den anwesenden Reportern am heutigen Vormittag in der virtuellen Pressekonferenz. Vor allem die jungen Spieler haben daran ihren Anteil.

Verträge von Dennis Erdmann und Leon Klassen

Abschließend kam der Sportliche Leiter Günther Gorenzel in der LÖWENRUNDE zu Wort. An ihn wurde eine Frage zur sportlichen Zukunft von Dennis Erdmann und Leon Klassen gerichtet. Innenverteidiger Erdmann hatte zuletzt bereits mit einem Wechsel ins Ausland geliebäugelt.

Drive-In beim TSV 1860 München

“Herzlich Willkommen beim TSV 1860 München, ihre Bestellung bitte”! “Einmal Testen beim geilsten Verein der Welt!”

Solche Situationen spielen sich aktuell vor jeder angesetzten Übungseinheit an der Grünwalder Straße ab. Zum 1.April wurde das Hygienekonzept vom DFB noch einmal verschärft, sodass vor jedem Training und Reisetag zu einem Spiel ein Schnelltest erforderlich ist. Bei den Löwen wurde daher eine Art Drive-In eingerichtet. Vor der SECHZGER Alm werden alle getestet. Erst nach einem negativen Ergebnis dürfen die Spieler ihre Autos verlassen und sich in die Umkleidekabinen begeben. Hier zu sehen: Tim Linsbichler, der aktuell noch eine langwierige Verletzung auskuriert.

 

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Neues Sammelobjekt ab sofort erhältlich

Die Trainingseinheiten finden aktuell unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und auch sonst gibt es außer dem Löwenfanshop aktuell keinen Anlass, einen Besuch an der Grünwalder Straße einzuplanen. Das Löwenstüberl ist weiterhin geschlossen. Seit heute wartet aber ein neues Sammelobjekt vor dem Trainingsgelände auf die Löwenfans. Aus einem 5 Cent-Stück kann nach Einwurf von 1€ zwischen zwei Motiven gewählt werden, um eine Sammlermünze zu erhalten.

 

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Apropos Sammeln: unsere Aufkleber-Galerie ist auch weiterhin fest eingeplant.

News aus der 3.Liga

Corona-Fall beim 1.FC Saarbrücken

Julian Günther-Schmidt vom 1.FC Saarbrücken wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Der 26-Jährige, der in der laufenden Saison 13-mal zum Einsatz kam und dabei sechs Tore erzielte sowie weitere drei auflegen konnte, begab sich unmittelbar nach dem Ergebnis in Quarantäne. Das Heimspiel des Tabellenfünften gegen Türkgücü am morgigen Samstag soll allerdings wie geplant stattfinden. Vor der Partie werden die Saarbrückener eine weitere Testreihe durchführen, um Ansteckungen ausschließen zu können.

König verlängert beim FSV Zwickau

Stürmer Ronny König verlängert seinen Vertrag um ein Jahr und bleibt den Schwänen erhalten. Der 37-Jährige traf in dieser Saison bereits neun Mal in 30 absolvierten Partien. Auf der Homepage des FSV begründet der Goalgetter, der seit 2016 in Zwickau spielt, seine Verlängerung mit den folgenden Worten:

Ich habe noch viel zu viel Lust Fußball zu spielen.

Startschuss für den 31.Spieltag

In wenigen Minuten wird die Begegnung zwischen dem Halleschen FC und dem KFC Uerdingen angepfiffen. Während die Gastgeber nach zuletzt sechs sieglosen Spielen aufpassen müssen, nicht in die Abstiegszone zu geraten, wollen die Gäste diese verlassen. Der Trainerstuhl von Florian Schnorrenberg wackelt bereits bedenklich, sodass die Rückkehr von Manu und Torjäger Boyd vielleicht gerade noch rechtzeitig kommt. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

Damit entlassen wir euch (fast) in das wohlverdiente Wochenende. Nachher gibt es von uns noch einen Spielbericht zur Freitagabend-Partie in der 3.Liga.
Morgen starten wir bei Sechzig um Sieben mit dem Vorbericht zum SC Verl in den Spieltag. Live verfolgen könnt ihr die Partie dann wie gewohnt im sechzger.de-Liveticker. Bis dahin wünschen wir euch einen geruhsamen Abend, Löwenfans!

Löwenrunde: Michael Köllner mit empathischer Ode an die Jugend

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die Bayerische Junglöwen

Als der TSV 1860 vor eineinhalb Wochen im Toto-Pokal gegen Türkgücü spielte, war der älteste Spieler auf der Ersatzbank 21 Jahre alt. Die Löwen haben die (finanzielle) Not zur Tugend gemacht und führen immer wieder Junglöwen an die 3. Liga heran. Trainer Michael Köllner genießt die Arbeit mit seinen jungen Spielern und hielt eine empathische Ode an die Jugend.

Sichere Zukunft

Ausgehend von der Frage, wodurch denn die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft begründet sei, antwortete der Trainer, dass dies sicherlich auch damit zusammenhinge, dass die meisten Spieler wüssten, wie es in Zukunft mit ihnen weitergehe.

“Es ist natürlich top, dass wir unsere Basis-Spieler frühzeitig an uns binden konnten. Dass für die jetzt einfach klar ist: Egal in welcher Liga – bei Sechzig München ist die Zukunft! Und gerade in Zeiten der Pandemie beschäftigt sie sowas noch mehr. (…) Für einen Spieler ist es natürlich erleichternd, dass wir auf der einen Seite unseren Beruf weiter ausüben können (…) und andererseits auch wissen: Unsere Zukunft ist hier sichergestellt.”

Humor als Schlüssel zum Erfolg

Des Weiteren stellte Köllner den Humor als entscheidenden Faktor für die positive Atmosphäre innerhalb des Teams heraus. Neben der professionellen Vorbereitung auf die Spiele sei es enorm wichtig, auch Spaß miteinander zu haben.

Köllner: Ode an die Jugend

Besonders die Arbeit mit seinen jungen Spielern sei inspirierend, so der Coach.

“Wenn Du mit einer Horde von jungen Menschen zusammen bist, dann kannst Du Dich jeden Tag zu Tode lachen. Das hält mich auch jung trotz meines mittlerweile älteren Aussehens. Das ist für mich auch das Lebenselixir als Trainer, wenn Du Dich mit jungen Menschen beschäftigen kannst. Das ist das Beste, was es gibt!”

So merke er im Urlaub oder in Zeiten ohne Anstellungen, wie sehr ihm gerade dieser tägliche Umgang mit anderen Personen fehle. Michael Köllner und der TSV 1860 München – das passt wie die Faust aufs Auge!

 

Gorenzel äußert sich zu Verträgen von Erdmann und Klassen

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Günter Gorenzel äußert sich zu BVerträgen von Dennis Erdmann und Leon Klassen

Zahlreiche Verträge beim TSV 1860 München konnten bereits über den Sommer hinaus verlängert werden. Zuletzt unterschrieb Linksverteidiger Philipp Steinhart ein neues Arbeitspapier. In der heutigen LÖWENRUNDE vor dem Duell mit dem SC Verl äußerte sich Günther Gorenzel zu den auslaufenden Verträgen von Dennis Erdmann und Leon Klassen.

Acht Verträge enden im Sommer

Neben den Verträgen von Erdmann und Klassen enden sechs weitere Kontrakte Ende Juni, also in gut drei Monaten. Unklar ist bisher, welche Arbeitspapiere verlängert werden und welche nicht. Das Grundgerüst der Mannschaft für die kommende Saison hat aber in jedem Fall bereits Gestalt angenommen. Dafür haben nicht zuletzt die erfolgten Verlängerungen der vergangenen Monate gesorgt. Eine Auflistung der aktuellen Situation gab es bereits vor zwei Wochen bei sechzger.de.

Günter Gorenzel über Dennis Erdmann und Leon Klassen

Angesprochen auf die auslaufenden Verträge der beiden Spieler und auf die direkte Nachfrage, ob diesen bereits mitgeteilt wurde, dass ihre Verträge nicht verlängert werden, äußerte sich Günther Gorenzel wie folgt:

Die Spieler wissen Bescheid. Die Spieler haben genau die Information, wie wir weiter planen und wichtig ist, dass wir uns momentan auf die nächsten Spiele konzentrieren. Ich glaube, dass noch vieles möglich ist in der Saison und darauf legen wir jetzt den Fokus. Es ist sicherlich ein entscheidendes Momentum, dass wir sehr sehr stark Planungssicherheit haben im Vergleich zu den letzten Jahren. Dass alle Spieler Bescheid wissen, wie wir weiter planen und von dem her ist es sicherlich ein Vorteil.  Aber ich denke, dass wir jetzt den vollen Fokus auf das Sportliche, auf die Spiele legen sollten und nicht, was vielleicht noch die nächsten Monaten passiert.

Bezüglich Erdmann und Klassen lässt sich Gorenzel also kaum in die Karten schauen. Positiv zu erwähnen ist in jedem Fall, dass durch die positive Fortführungsprognose (bis 2022) jedem Spieler reiner Wein eingeschenkt werden konnte.

Bis zum Ende der Saison 2020/21 hat der TSV 1860 München noch acht Spiele vor der Brust. Vom direkten Aufstieg über die Relegation bis hin zu Platz 4, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigen würde, sind noch alle Szenarien denkbar. Der nächste Gegner, den es zu schlagen gilt, ist der SC Verl. Anstoß ist im Grünwalder Stadion am Samstag um 14:00 Uhr (live im sechzger.de Liveticker). Erst wenn sportlich alles entschieden ist, wird sich Gorenzel wohl zu den auslaufenden Verträgen weiter äußern.

TSV 1860 vs. SC Verl – LÖWENRUNDE aktuell – Köllner: “Verler Spielweise kommt uns entgegen.”

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Am Freitag Vormittag bat der TSV 1860 die Medienvertreter zur
obligatorischen LÖWENRUNDE vor dem Spiel gegen den SC Verl.

Verl für Köllner der stärkste Aufsteiger

Michael Köllner äußerte sich darin naturgemäß ausführlich über den Gegner, den seine Mannschaft morgen Nachmittag auf Giesings Höhen erwartet. Respektvoll begegnet der Oberpfälzer grundsätzlich jedem Kontrahenten, weil dies seinem Naturell entspricht. Für die Ost-Westfalen konnte man Köllners Worten aber schon eine besondere sportliche Wertschätzung entnehmen. Der SC Verl ist für ihn der stärkste Aufsteiger, vor dem Hintergrund der finanziellen Möglichkeiten stärker als Saarbrücken oder Türk Gücü. “Diese Mannschaft ist extrem schwer zu bespielen und macht extrem viel Druck, auch auswärts.” Dass die offensive Spielweise der Gäste seiner eigenen Mannschaft aber durchaus entgegenkommt, habe man schon im Hinspiel gesehen. Köllner macht keinen Hehl aus seiner Erwartungshaltung, die drei Punkte morgen in München zu behalten.

Köllners Analyse deckt sich mit der TAKTIKTAFEL

Der Löwentrainer hob hervor, dass der SCV von seinem 4-3-3-Spielsystem in keinem Spiel abweiche und bereits die ganze Saison mit einem “klaren Plan” zu Werke gehe. “Das sieht man im Stadion schon beim Aufwärmen. Die verheimlichen da auch nichts, sondern ziehen ihr Thema durch.” Diese Schilderungen über den Aufsteiger decken sich – wenig überraschend – mit jenen von sechzger.de-Mitarbeiter Bernd Winninger, der Euch ja heute Vormittag in gewohnter Manier in seiner TAKTIKTAFEL schon auf das morgige Spiel vorbereitet hat.

Die Löwen als Jäger oder als Favorit? – Köllner ist’s egal

Ob die vor kurzem proklamierte Rolle des Jägers der Spitzenteams seiner jungen Mannschaft vielleicht mehr liegt, als die eines Liga-Favoriten, wollte sechzger.de in der Zoom-Konferenz noch vom Löwendompteur wissen. Seine Antwort: “Da müsste man vielleicht die Spieler direkt fragen. Ich habe eigentlich sowohl mit der Jäger-Rolle, als auch mit der Favoriten-Rolle wenig am Hut. Ich bereite mich auf jedes Spiel gleich vor.” Und das nicht so schlecht, wie der bisherige Saisonverlauf gezeigt hat.