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Eine Million mehr von 1860-Hauptsponsor „Die Bayerische“?

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Das Heimtrikot des TSV 1860 München Saison 2020/21

Was in den letzten Tagen immer öfter als Gerücht durch Giesing geisterte, ist seit gestern halbwegs offiziell: Zuerst veröffentlichte das Löwenmagazin darüber, nahm den Artikel kurze Zeit später wieder herunter um ihn dann – nachdem die Süddeutsche Zeitung einen ähnlichen Artikel veröffentlicht hatte – wieder mit Verweis auf die Süddeutsche Zeitung zu veröffentlichen.

Eines haben beide Artikel gemeinsam: Was die Bayerische dafür als Gegenleistung fordert oder bekommt, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Die tz spekulierte ja vor einigen Wochen darüber, dass die Bayerische gerne eine  Hypothek auf die Geschäftsstelle hätte. Der Blog „Die Blaue24“ konnte gestern noch mit den Informationen aufwarten, dass das Logo von „Die Bayerische“ beim letzten Testspiel der Löwen auf Youtube prominent eingeblendet wurde und der 1860-Sponsor eigene Fanartikel (Motto: „Sechzig ist der geilste Club der Welt“) auf den Markt bringen wird.

Dass „Die Bayerische“ als Sponsor für die Löwen bisher ein Glücksfall sind, dürfte unbestritten sein: Die Namensrechte am NLZ sind der Versicherung für zwei Jahre für 500 000,- Euro wert – in den Jahren davor kam noch nicht einmal jemand auf die Idee, diese zu Geld zu machen, geschweige denn in dieser Größenordnung. Zudem kassieren die Löwen von allen Drittligisten den höchsten Betrag für das Sponsoring auf der Brust – https://www.liga3-online.de/trikot-vermarktung-drittligisten-kassieren-144-millionen-euro/ – ein Umstand, der von Kritikern der Versicherung gerne mal übersehen bzw. verschwiegen wird.

Wofür die zusätzliche Million jetzt fließen soll, kann bis jetzt allerdings noch niemand verraten: Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass das Geld alleine für die Übertragung der Vorbereitungsspiele (die in ein paar Wochen auch wieder Geschichte sind) bezahlt wird. Wird zukünftig jede Trainingseinheit auf Youtube übertragen? Wird ein riesiges „Die Bayerische“-Logo in der Stehhalle prominent platziert, so lange diese während der Geisterspiele leer ist? Oder geht es doch um die vor Wochen ins Spiel gebrachte Hypothek?

Wir können an dieser Stelle nur spekulieren, aber nicht informieren. Als wir das letzte mal mit einem Vertreter des e.V. geredet haben – vor exakt 10 Tagen mit Vize-Präsident Heinz  Schmidt für unser Interview – fiel weder der Name „Die Bayerische“, noch ging es um eine Etaterhöhung. In den letzten Jahren hat sich die Bayerische als äußerst kreativ und wenig geizig gezeigt – man darf gespannt sein, was diesmal präsentiert wird.

TSV 1860-Präsident Robert Reisinger über die Allianzarena, die Rückkehr in die 2. Liga und mehr…

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Robert Reisinger TSV 1860
Robert Reisinger Präsident TSV 1860

…gibt es heute – anlässlich des 20. Jahrestages des Rückspiels gegen Leeds – in einem Interview mit Sportbuzzer.de, welches ihr hier lesen könnt:

https://www.sportbuzzer.de/artikel/1860-munchen-absturz-champions-league-3-liga-aufstieg-prasident-reisinger/#

Zweiter Sieg im 2. Testspiel: Löwen schlagen Jahn Regensburg mit 4:1

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1860 live im Löwen-TV

Überraschend deutlich schlug der TSV 1860 den Zweitligisten SSV Jahn Regensburg am Trainingsgelände.

Die Tore für Sechzig: Mölders (9.), Tallig (34.), Steinhart (57.) und Moll (79.)

Fotos: Anne Wild

 

Sechzig um 7 – Transfergerüchte: Wer kommt zum TSV 1860?

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Heute rollt wieder der Ball in Giesing: Der glorreiche TSV 1860 München empfängt auf dem Trainingsgelände den Zweitligisten Jahn Regensburg. Da (natürlich) keine Zuschauer zugelassen sind, überträgt Löwen-TV live! Eine interessante Aufgabe für Trainer Michael Köllner und sein junges Team, das beim 2:0-Sieg gegen die SpVgg Bayreuth (Tore: Mölders, Djayo) am vergangenen Wochenende schon ein paar vielversprechende Ansätze zeigte.

Klar ist aber auch, dass in der 3. Liga ein anderer Wind weht und den Löwen der ein oder andere Neuzugang noch gut zu Gesicht stünde, falls man ihn sich denn leisten kann. Wir haben uns mal die Mühe gemacht, ein paar vertragslose bzw. ablösefreie Spieler zusammenstellen und würden uns sehr freuen, wenn Ihr Euch bei Facebook fleißig zu unseren Vorschlägen austauschen würdet.

Was haltet Ihr denn von folgenden Spielern? Könntet Ihr Euch da jemanden davon bei 1860 vorstellen? Oder habt Ihr noch andere Vorschläge?

Abwehr:

Bjarne Thoelke, Steffen Nkansah, Thomas Blomeyer, Dominik Sollfrank oder doch Felix Weber und Herbert Paul?

Mittelfeld:

Edgar Prib (laut Abendzeitung sei man sich einig…), Björn Jopek, Kasim Rabihic (derzeit im Probetraining beim FSV Zwickau), Nikola Jelisic, Martin Rasner, Dave Gnaase, Sebastiano Nappo oder doch Timo Gebhart?

Sturm:

Seifedin Chabbi, Mounir Bouziane, Marco Stefandl oder nochmal Prince Owusu?

Auch der Name Fabian Johnson geistert immer wieder durch diverse Gazzetten und Blogs – es wäre natürlich ein Traum, den Fabi wieder bei dem Verein begrüßen zu dürfen, für den er bereits in der E-Jugend die Fußballstiefel geschnürt hat! Ganz sicher nicht zu den Löwen zurückkehren wird hingegen Jose Holebas; er wechselt vom FC Watford zu Olympiakos Piräus.

 

Sechzig @ 18:60 – Interview Heinz Schmidt +++ Test gegen Jahn Regensburg live im Löwen-TV +++ Tim Rieder beim 1.FCK

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Sechzig München am Abend BR24Sport Clubhouse

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Der heutige Tag stand bei sechzger.de ganz im Zeichen des äußerst lesenswerten Interviews mit Heinz Schmidt. Wir freuen uns sehr, dass sich der Vizepräsident des TSV 1860 so ausführlich Zeit für uns genommen und uns Einblicke in diverse Themen rund um die Löwen gewährt hat. Vergelt’s Gott!

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Selbstverständlich geht aber auch das Tagesgeschäft an der Grünwalder Straße weiter, die neue Saison rückt näher und morgen steht das zweite Testspiel der neuformierten Truppe von Michael Köllner auf dem Programm. Gegner auf dem Trainingsgelände wird Zweitligist Jahn Regensburg (da war doch mal was…) sein, Zuschauer sind nicht zugelassen, Löwen-TV überträgt aber wieder live.

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Der aktuelle Kader steht vrsl. vollständig zur Verfügung, der zuletzt erkrankte Dennis Erdmann ist wieder an Bord und auch Daniel Wein meldet sich rechtzeitig zurück. Ob wir in naher Zukunft noch den ein oder anderen Neuzugang begrüßen dürfen, steht noch immer in den Sternen. Die Finanzen, man kennt es ja…

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Nichtsdestotrotz haben wir uns mal die Mühe gemacht, ein paar ablösefreie Spieler rauszusuchen, die wir durchaus als Verstärkung erachten würden. Freut Euch auf morgen Früh um 7 und diskutiert dann bei Facebook fleißig mit! Und dann ist da ja noch Tim Rieder, der sich von den Löwenfans verabschiedet hat und vor wenigen Minuten offiziell verkündete, dass er zum 1. FC Kaiserslautern gewechselt ist. Wir wünschen Tim bei den roten Teufeln alles Gute!

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Interview mit Heinz Schmidt – Vizepräsident des TSV 1860 München – Teil III

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Vize-Präsident des TSV 1860 München, Heinz Schmidt, Bild von Anne Wild

Bild von Anne Wild

Im ersten Teil des Interviews ging es vor allem um die Zeit nach dem Zwangsabstieg, den Auszug des TSV 1860 aus der Allianzarena und eine mögliche Insolvenz – im zweiten teil des Interviews um den Umbau des Sechzgerstadions und mögliche Alternativen sowie die Kündigung des Kooperationsvertrages oder auch das Nachwuchsleistungszentrum. Hier ist jetzt der dritte und somit letzte Teil des Interviews mit Heinz Schmidt, Vize-Präsident des TSV 1860 München:

Wäre das auch ein Argument für eine Online-Mitgliederversammlung?

Heinz Schmidt:

So wie wir uns das vorstellen, sollte es eher eine Informationsveranstaltung sein, bei der wir berichten und man z.B. im Chat oder davor online Fragen stellen kann. Das ist unproblematisch. Ein echtes Problem sind rechtssichere Online-Wahlen, da kann es nämlich wirklich teuer werden.

Ich glaube allerdings, dass jetzt durch Corona mehr Anbieter dafür auf den Markt kommen. Dann wird entsprechende Software vielleicht auch günstiger. Sicher und bezahlbar muss es sein und soweit sind wir noch nicht. Aber wir machen uns schlau über diese Möglichkeiten. Für September sehe ich allerdings keine Möglichkeit, dies für Wahlen schon umzusetzen.

sechzger.de:

Wir sehen Präsenz-Veranstaltungen schon als sehr wertvoll bei einem Verein, mit Diskussionen, Nachfragen etc.

Heinz Schmidt:

Exakt, es geht ja nicht nur um die Wahlen und das ist auch nicht vergleichbar mit einer Briefwahl bei der Bundestagswahl. Es wird diskutiert, man kann Fragen beantworten. Das zeigt sich auch z.B. oft im kleinen Rahmen bei Fanclubveranstaltungen: Da gehen wir rein und spüren schon eine eisige Stimmung. Nach zehn Minuten wandelt sich das oftmals sehr stark: Da gibt es dann vielleicht noch einen eisigen Tisch, aber der Rest hört Dir dann zu.

Es gibt aber auch Gegenbeispiele. Ich glaube beispielsweise, dass die letzte Verwaltungsratswahl anders ausgegangen wäre, wenn der eine oder andere Kandidat geschwiegen hätte.

sechzger.de:

Definitiv. Nach dem Abstieg bzw. dem Lizenzentzug ist Dir ja vorgeworfen worden, Du hättest in die Kamera gegrinst. Besonders in einem Blog bzw. dem Kommentarbereich darin, ist immer wieder vom „Grinser“ die Rede. Wie geht es Dir mit diesen Vorwürfen? Immerhin investierst Du doch sehr viel Zeit in den Verein und sparst ihm ja durch Deine Arbeit auch einiges an Geld. Schmerzt so etwas dann nicht?

Heinz Schmidt:

Das mit den Blogs ist mir relativ egal, das mit dem Grinsen ist meine Art und die werde ich nicht ändern. Das werdet ihr auf jeder Mitgliederversammlung genau so sehen.

Was mir wirklich nahe gegangen ist, waren die Beleidigungen bis hin zu Morddrohungen. Es war dann auch wenig hilfreich, dass die Kripo München bei meiner Frau angerufen hat und gesagt hat, dass es Morddrohungen gibt. Man würde sie nicht sehr ernst nehmen, es aber trotzdem weitergeben. Da kommt man dann schon ins Überlegen.

Das mit dem Grinsen war vielleicht auch ein Stück weit Unsicherheit, weil ich keiner bin, der in die Medien drängt und gewohnt ist, vor Kameras zu stehen. Wenn das die einzigen Kritikpunkte sind, die man an meiner Arbeit findet, dann bin ich froh!

sechzger.de:

Die Vorwürfe sind ja eh immer die gleichen und wenig substanziell: Robert Reisinger ist der „Golfer“ und der „Scheiß-FC-Bayern“-Plärrer, Hans Sitzberger der „Zammkehrer“ und Du der „Grinser“… Natürlich kommt dann immer die Frage, wo denn die Sponsoren bleiben, die ihr versprochen habt. Obwohl wir uns an ein derartiges Versprechen gar nicht erinnern können.

Heinz Schmidt:

Ich wüsste tatsächlich nicht, wann wir irgendwelche Sponsoren versprochen haben sollen. Es ist nicht die Aufgabe des Präsidiums des e.V., diese heranzubringen. Was sehr wohl unsere Aufgabe ist, ist die Sponsorenpflege. Das machen wir immer, wenn uns die KGaA darum bittet. Gerade in letzter Zeit ist es so, dass die Teilnahme vom Präsidium wieder mehr gewünscht ist und dem kommen wir sehr gerne nach.

sechzger.de:

Hast Du das Gefühl, es geht wieder mehr in eine Richtung? KGaA und e.V.?

Heinz Schmidt:

Wir waren ja von der Mannschaft relativ weit weg. Irgendjemand hat ja der Mannschaft auch gesagt, dass das Präsidium angeblich nicht aufsteigen will und so waren wir da nicht sehr beliebt. Das wird jetzt wieder deutlich besser. Vielleicht haben sie jetzt auch gesehen, dass wir sehr gerne aufgestiegen wären und diese Behauptung ein Blödsinn war. Jetzt rückt man wieder zusammen.

sechzger.de:

Dieses „die wollen ja nicht aufsteigen“ liest man immer wieder in den Kommentarspalten. Woher kommt das? Also wie kommt es, dass Leute ernsthaft glauben, dass Leute wie der Robert Reisinger, der ja Lebensmitglied seit den 90ern ist, nicht aufsteigen wollen?

Heinz Schmidt:

Das liegt zig Jahre zurück, als Robert noch Fußballabteilungsleiter war. Da fanden zeitgleich ein wichtiges Spiel der e.V. -Mannschaft und ein sportlich wenig bedeutendes Spiel der Profis in der Allianz Arena statt. Da sagte er zu irgendjemanden auf die Frage, warum er heute nicht in der Arena wäre „die Profis gehen mir am Arsch vorbei.“ Diese – noch dazu aus dem Zusammenhang gerissene – Aussage geistert immer noch rum. Da kannst Du noch so oft das Gegenteil beweisen, das wirst Du nicht mehr wegbekommen. Ist aber ähnlich wie bei mir: wenn sie keine besseren Argumente haben…

sechzger.de:

Das bedeutet: Du willst aufsteigen?

Heinz Schmidt:

Natürlich! Klar!

 

sechzger.de:

Uns wird ja auch immer wieder vorgeworfen, wir würden lieber Regionalliga im Sechzger spielen als 1. Bundesliga, was Blödsinn ist…

Heinz Schmidt:

Natürlich. Ich bin auch heilfroh, dass wir direkt aus der Regionalliga aufgestiegen sind, weil ich nicht weiß, ob wir noch eine Saison in der Konstellation geschafft hätten. Ich sehe die 3. Liga als Profiliga mit interessanten Gegnern, aber natürlich möchte ich aufsteigen. Du möchtest immer größtmöglichen Erfolg. Da habe ich Werner Lorant bewundert: Der hat bei Saisonziel immer „Meister“ gesagt. Du brauchst ja auch nicht antreten, wenn Du nicht sagst, Du willst möglich viel erreichen.

Natürlich möchte ich aufsteigen. Ich hoffe, dass uns die Chance gegeben wird, eine Mannschaft aufzubauen, die in 2-3 Jahren die Chance hat aufzusteigen. Wenn es eher klappt: schön! Natürlich kann das Ziel nur Aufstieg sein – auch aus wirtschaftlicher Sicht. Dieses Ziel haben in der 3. Liga allerdings fast alle Vereine. Man hat ja in dieser Saison gesehen, wie eng die Liga ist: Wir hatten bis zum letzten Spieltag die Chance aufzusteigen – und waren am Ende Achter in der Tabelle.

sechzger.de:

In einem vollen Sechzger hätten wir vermutlich bessere Chancen gehabt, um den Aufstieg mitzuspielen. Wir haben vor Kurzem mit Aaron Berzel gesprochen, der uns aus Spielersicht geschildert hat, wie wichtig die Atmosphäre ist.

Heinz Schmidt:

Vermutlich bzw. ziemlich sicher. Wenn es immer heißt „Geld schießt Tore“ – das ist richtig. Aber Zuschauer auch.

sechzger.de bedankt sich für dieses offene Gespräch

Das Interview führten Benedikt Niedergünzl und Stephan Tempel

Interview mit Heinz Schmidt – Vizepräsident des TSV 1860 München – Teil II

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Im ersten Teil des Interviews ging es vor allem um die Zeit nach dem Zwangsabstieg, den Auszug des TSV 1860 aus der Allianzarena und eine mögliche Insolvenz – hier jetzt der zweite Teil, Interview mit Heinz Schmidt, Vize-Präsident des TSV 1860 München:

sechzger.de:

Der Ausbau ist ja quasi beschlossen. Oder?

Heinz Schmidt:

Das liegt in den Händen der Stadt und da haben wir relativ wenig Einfluss drauf. Wir werden jetzt angehört, also werden die Fehler des letzten Umbaus hoffentlich nicht mehr passieren. Der Bauherr ist die Stadt und es geht ja nicht darum, dass für sehr viel Geld 3.000 Zuschauer mehr in das Stadion passen. Überspitzt formuliert erfüllt das Grünwalder Stadion zum jetzigen Zeitpunkt als Zweitligastadion und evtl. als Erstligastadion nur die Zuschauerkapazität – alles andere erfüllt es nicht.

Nach dem Umbau erfüllen wir die Zweitligakritierien und mit relativ wenig Aufwand sogar die Erstligakritierien. Dass dabei nur 3.000 Zuschauer mehr dabei rausspringen ist schade, wir hätten uns natürlich mehr gewünscht.

An dieser Stelle wird das Interview unterbrochen, weil Marc-Nicolai Pfeifer den Raum betritt. Auch er benötigt den Vize-Präsidenten – man einigt sich an dieser Stelle auf 30 weitere Minuten Interviewzeit. Nebenbei kündigt Herr Pfeifer an, dass es ein Interview mit ihm frühestens nach 100 Tage seines Wirkens geben wird. Wir haben uns den Tag schon dick im Kalender markiert!

Der Umbau sorgt für ein Stadion von ganz neuer Qualität. Man darf das nicht auf die 3.000 Plätze mehr reduzieren. Es bringt wesentlich mehr Einnahmemöglichkeiten durch den Business-Bereich und durch mehr Sitzplätze, zudem die Komplettüberdachung die auch den Lärmschutz für die Anwohner verbessert. Natürlich hätten wir uns mehr Zuschauer gewünscht, aber wir sollten erst einmal froh und dankbar sein, dass die Stadt das jetzt so in die Hand nimmt.

sechzger.de:

Ist das aktuell die einzige Option, eine zweitligataugliche Spielstätte zu erhalten? Oder gibt es Alternativen?

Heinz Schmidt:

Wir hätten für diese Saison die Ausnahmegenehmigung für die 2. Liga bekommen. Allerdings nur, nachdem die Stadt dem DFB noch einmal die konkrete Ausbauabsicht bestätigt hat. Ein vages „wir bauen um“ hätte dem DFB nicht gereicht.

sechzger.de:

Es ist ja auch weit und breit keine Alternative da, oder?

Heinz Schmidt:

Eben, es gibt keine. Der e.V. möchte bauen, aber kein Stadion. Wir geben allerdings keine Wasserstandsmeldungen ab, sondern wollen Ergebnisse liefern.

sechzger.de:

Das ist ja grundsätzlich sympathisch, lässt aber natürlich Raum für Spekulationen. Wobei es für uns schon interessant ist zu sehen, dass Interna auch wirklich intern behandelt werden.

Heinz Schmidt:

Die KGaA ist aktuell auch ganz weit davon entfernt, ein Stadion zu bauen. Also könnte es nur ein Dritter machen und da sehe ich derzeit keinen. Abgesehen davon, dass es mit dem Standort immer schwieriger wird.

sechzger.de:

Einige Löwenfans hat irritiert, dass der Kooperationsvertrag nach einigen respektlosen Aussagen des Hauptgesellschafters nicht gekündigt wurde. Warum?

Heinz Schmidt:

Gegenfrage: Was würde eine Kündigung bringen? Wir würden wieder eine riesige Baustelle aufmachen. Es würde dagegen geklagt werden. Außerdem sind wir ja ohnehin schon an der Kapitalerhöhung dran, die finden wir auch richtig. Wir glauben auch, dass uns eine breitere Gesellschafterstruktur guttun würde.

Es gibt Gespräche diesbezüglich, HAM möchte seine Anteile nicht verwässern, also bei 60 % bleiben. Es wird also die e.V.-Anteile treffen. Hier ist aber auch die Frage, ob nicht z.B. 25 % an einer gesunden Firma mehr wert sind als 40 % an einer kranken. Wir wissen aber auch, dass wir von der Mitgliederversammlung 75 % Zustimmung benötigen und deswegen ein überzeugendes Konzept benötigen. Wir glauben aber, dass wir das hinbringen.

Der e.V. darf übrigens keine Mittel einbringen. Er bringt das, was er darf: Fußballer, deren Ausbildung er bezahlt hat.

Wir sind natürlich sehr froh, dass die U17 den Aufstieg geschafft hat. Bis auf die U19 spielen jetzt wieder alle Jugendmannschaften in der höchsten Spielklasse!

 

sechzger.de:

Hier kann man vermutlich von einer sehr guten Entwicklung des gesamten NLZ sprechen, unter anderem durch das Engagement der Unternehmer für Sechzig.

Heinz Schmidt:

Ja, das ist richtig. Der Fahrdienst ist Gold wert und er soll ja sogar noch ausgebaut werden. Heute habe ich übrigens die korrigierte Version des Nachwuchsfördertopfs der 3. Liga bekommen. Aus diesem werden Gelder an die Vereine bezahlt wenn viele Jugendspieler eingesetzt werden und wir bekommen daraus für die Saison 2018/19 rund 300.000 Euro. Für die Saison davor waren es noch rund 180.000. Da wird gewertet, wieviele Jugendspieler eingesetzt werden und wie lange diese schon im Verein sind. Das Geld geht direkt an den e.V. und wir müssen wiederum nachweisen, dass wir dieses Geld zweckgebunden im NLZ einsetzen. Das ist allerdings bei 300.000 Euro auch nicht wirklich schwer:

Der Leiter des NLZ ist inzwischen komplett beim e.V. angestellt. Früher war das zwischen KGaA und dem e.V. aufgeteilt, jetzt liegen diese Kosten komplett beim Verein. In diesem Nachwuchsfördertopf sind wir im Übrigen hinter dem MSV Duisburg die Nummer zwei.

Bei uns werden die Spieler nicht in der U19 für ein Jahr geholt und dann durchgeschleust, sondern wirklich von klein auf bei uns ausgebildet.

sechzger.de:

Was vermutlich auch ein Grund war, Michael Köllner zu holen, mit dem Konzept, möglichst viele junge Spieler einzubinden.

Heinz Schmidt:

Korrekt, das war das Anforderungsprofil. Wir werden ja oft dafür geschimpft, aber wir sind nun mal ein Ausbildungsverein. Allerdings sind das bis auf die vorderen sechs in der ersten Bundesliga vermutlich fast alle Vereine. Es zahlt sich ja auch immer dann aus, wenn zum Karriereende noch einmal einer ins Ausland wechselt.

sechzger.de:

Kommen wir zur Person Heinz Schmidt: Wie zeitintensiv ist denn für Dich die Aufgabe Vizepräsidenten beim TSV 1860?

Heinz Schmidt:

Hängt immer stark vom Zeitraum ab. Ohnehin bin ich jeden Freitag ab Mittag in der Geschäftsstelle bis ca. 22 Uhr. Dazu kommen die Zeiten unter der Woche, je nach Aufwand. Wenn z.B. die Bilanzierung ansteht, ist es mehr. Wir hatten jetzt auch einmal eine Vereinsratssitzung gemischt mit online und Präsenz. Normal dauert so eine Sitzung 4-5 Stunden, diesmal waren es 2 Stunden.

Ob das ein Argument für eine Online-Versammlung/Wahl ist, wie er mit den Vorwürfen des “Grinsers” umgeht, von Morddrohungen, ob das Verhältnis zwischen  den beiden Gesellschaftern wieder besser ist und ob er aufsteigen will – all das findet ihr im dritten und letzten Teil um 18:00 Uhr.

Update: Teil III vom Interview mit 1860-Vize-Präsidenten Heinz Schmidt

Interview mit Heinz Schmidt – Vizepräsident des TSV 1860 München

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Heinz Schmidt mit sechzger.de

Der Vizepräsident des TSV 1860 München, Heinz Schmidt ist ein äußerst engagierter Mensch: 2018 erhielt er sogar das „Ehrenzeichen für im Ehrenamt tätige Frauen und Männer“ des Bayerischen Ministerpräsidenten – so ist er unter anderem Vorstand beim SV Pang, aber auch bei der Steuerberaterkammer München und nicht zuletzt als Revisor beim Kinderschutzbund Rosenheim e.V. ehrenamtlich tätig. Für sechzger.de nahm er sich trotzdem die Zeit für ein ausführliches Interview:

sechzger.de:

Seit wann bist Du beim TSV 1860 als Funktionär aktiv?

Heinz Schmidt:

Ich war schon zu Arena-Zeiten Delegierter, zuvor auch schon einmal Kassenprüfer und seit 02. April 2013 Vize-Präsident – eigentlich durchgehend.

sechzger.de:

“Eigentlich”, weil Du ja 2015 nur nicht mehr zurücktreten konntest, weil nach dem Rücktritt von Mayrhofer und Altmann niemand mehr da war, der Deinen Rücktritt hätte annehmen können. Richtig in den Fokus gerückt bist Du aber dann nach dem Zwangsabstieg bzw. dessen Verkündung.

Heinz Schmidt:

Das mit dem verhinderten Rücktritt war ein Fehler damals, das würde ich nicht mehr machen. Der Gerhard Mayrhofer hat uns damals quasi stark dazu überredet.

Beim zweiten Mal, als ein Rücktritt möglich gewesen wäre, habe ich gleich gesagt: „Das mache ich nicht wieder.“ Auch nicht nach der Katastrophen-Saison 16/17, als Peter Cassalette zurückgetreten ist. Da habe ich von Anfang an gesagt: „Ich trete nur zurück, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Rücktritt etwas helfen könnte oder mein Verbleib dem Verein schaden würde.“

Ich habe aber nicht den Eindruck, dass ich dem Verein damit geschadet habe, indem ich geblieben bin.

sechzger.de:

Wer hätte denn sonst auch das Ruder übernehmen sollen?

Heinz Schmidt:

Eben. Das war Pfingsten 2017, wir haben weitgehend durchgearbeitet, damit die KgaA fortbestehen kann. Am Pfingstmontag waren wir dann soweit fertig und das Präsidium war sich einig: Die Hauptrolle spielen Daniel Bierofka und Wolfgang Schellenberg, die beiden müssen die neue Mannschaft für die Regionalliga zusammenstellen.

Nur sollte das natürlich auch jemand dem Daniel sagen und dafür bin ich dann aufs Gelände an der Grünwalder Straße gefahren. Da saßen der Daniel und Wolfgang Schellenberg schon zusammen und haben geplant. Ich habe ihnen gesagt, dass sich das gut trifft, weil wir ihnen sagen wollten, dass es weitergeht. Die haben nur geantwortet, dass sie sich das schon gedacht hatten und deswegen schon mal angefangen hätten, an der Mannschaft zu basteln. Sie wollten gerne wissen, welchen Etat sie dafür zur Verfügung hätten.

Den konnten wir zu dieser Zeit aber noch nicht genau bestimmen. Aber so ist dann die Mannschaft entstanden, die so sensationell den sofortigen Wiederaufstieg geschafft hat.

Wenn Hans Sitzberger und ich damals auch zurückgetreten wären, dann hätte das alles viel länger gedauert, es hätte zuerst einmal ein Notpräsidium bestellt werden müssen. Die Zeit hatte Sechzig aber nicht. Darum sind wir damals geblieben.

Biero hätte damals übrigens gerne den ersten Spieltag frei gehabt, um eine Woche länger zur Vorbereitung zu haben. Rainer Koch hat aber sofort klargemacht, dass kein Weg daran vorbeiführt, dass Sechzig das Eröffnungsspiel bestreiten wird.

sechzger.de:

Trotz des Abstieges war ja nach der gewaltigen Erschütterung aber auch eine gewisse Euphorie spürbar: Die Rückkehr ins Grünwalder Stadion, die Aufbruchstimmung…

Heinz Schmidt:

Es war sensationell: Wir hatten ja auch einen großen Mitgliederzulauf. Natürlich haben wir vielleicht auch viele Leute enttäuscht, indem wir die Sanierungsvereinbarung unterschrieben haben und mit der bisherigen Gesellschafterstruktur weitergemacht wurde. Aber es war damals nicht die Zeit, um das anders zu machen und diese Zeit ist jetzt übrigens auch nicht. Insolvenz ist kein Wahlrecht!

Wir müssen im e.V. natürlich gerüstet sein damit es weitergeht, falls die Insolvenz doch eintreten würde. Aber man kann da nicht darauf hinarbeiten – und das machen wir im e.V. auch nicht. Noch einmal: Insolvenz ist kein Wahlrecht, das ist keine Option, die man ziehen kann.

Ich denke übrigens auch, dass z.B. in Kaiserslautern einigen noch die Augen aufgehen werden, wenn sie sehen, wie der dortige e.V. aus der Insolvenz heraus geht. Ich bin gespannt, wie viele Anteile der Verein dann noch hat.

sechzger.de:

Was für Auswirkungen hätte eine Insolvenz denn auf den e.V. des TSV 1860?

Heinz Schmidt:

Da das Thema Gemeinnützigkeit geklärt ist, wären wir auf dieser Ebene fein raus. Natürlich hätte eine Insolvenz der KGaA aber immer Auswirkungen auf den e.V., alleine schon wegen der Mitgliederstruktur. Man muss schon ehrlich sein: Unsere 23.000 Mitglieder hätten wir nicht, wenn wir nicht eine erste Mannschaft im Profibereich hätten.

Dass die 23.000 Mitglieder eine Leistung vom e.V. sind und die KGaA hätte gar nichts dazu beigetragen, stimmt so natürlich nicht. Dass wir diese komfortablen Beitragszahlungen haben, wäre ohne KGaA und Profifußball so nicht möglich.

sechzger.de:

Das glauben wir auch nicht. Allerdings könnte man die neu eingetretenen Mitglieder schon als Vertrauensvorschuss für den jetzigen Kurs des e.V. in der KGaA bezeichnen, oder?

Heinz Schmidt:

Das hat uns natürlich schon den Rücken gestärkt und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

sechzger.de:

Noch einmal zum Sechzgerstadion: Dem Auszug aus der Arena haben seinerzeit beide Gesellschafter zugestimmt, das war ja kein Alleingang des e.V. Hat es da interne Diskussionen gegeben oder war man sich einig, dass das der beidseitige Wunsch ist?

Heinz Schmidt:

Das war aus mehreren Gründen völlig klar: Niemand konnte sich 1860 in der Regionalliga in der Allianz Arena vorstellen, auch der Stadioneigentümer übrigens nicht. Es hätte auch niemals eine Option gegeben, für ein Jahr raus zu gehen und dann wieder zurück zu kehren. Oder –  was ich neulich auch gelesen habe – die hätten uns für ein Jahr dort umsonst spielen lassen. Diese Möglichkeit gab es nicht.

Es war für beide Seiten relativ klar, dass die Rückkehr nach Giesing die einzige Chance ist. Für die Geschäftsführung wäre nie etwas anderes in Frage gekommen und auch nicht für beide Gesellschafter. Es war in meinen Augen auch der richtige Schritt.

sechzger.de:

Jetzt ist man in einem Stadion, welches nahezu immer ausverkauft ist und auch noch Gewinn abwirft – im Gegensatz zu den Jahren davor.

Heinz Schmidt:

Ja, das ist so. Auch wenn der Gewinn natürlich größer sein sollte, aber: Tickets für die Löwen sind wieder ein knappes Gut, Sechzig ist wieder interessant. Wir haben auch wieder sehr viele junge Fans. Für mich ist das Stadion in der Stadt ein Schritt in die richtige Richtung für die Zukunft. Das sieht man ja auch in anderen Ländern.

In der Allianz Arena waren wir zum Schluss als Geheimtipp in japanischen Reiseführern: Schau Dir die Arena bei einem Löwenspiel an, das ist billiger als eine Stadionführung. Das ist doch wirklich peinlich…

Das Grünwalder Stadion war ja schon öfter unsere Rettung. Wer weiß, ob es den Verein noch gäbe, wenn wir diesen Heimathafen nicht gehabt hätten.

Teil II des Interviews folgt um 12:00 Uhr

Update: Teil II vom Interview mit Heinz Schmidt

Sechzig@18:60: Sechzgerstadion-Umbau schreitet voran + Neuzugang bei den Löwen + Spielplan da + Video vom Trikot + Interview mit 1860-Vize Heinz Schmidt

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Sechzig@18:60-Sechzig-um-sieben

Auch wenn sechzger.de das Sechzgerstadion ja quasi schon im Namen trägt, haben wir heute keinen eigenen Artikel zu den guten Nachrichten zum Thema Stadion-Umbau schreiben können – darum verweisen wir an dieser Stelle auf den Artikel von der Abendzeitung.

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Die Löwen präsentieren auf ihren Social-Media-Kanälen bzw. der Homepage einen Neuzugang – das Hotel Garni Schwertfirm weitet sein Engagement beim TSV 1860 aus und wird “Löwenfreund”. Die Vorstellung als “Neuzugang” finden wir in diesen Tagen äußerst witzig und gelungen – geht doch der TSV 1860 mit dem derzeitigen Kader (ähnlich wie letztes Jahr) in den Vorstellungen einiger mal wieder als klarer Abstiegskandidat ins Rennen. Der Löwe bleibt cool – das gefällt. Hier geht es zur Meldung.

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Der Spielplan für die Saison 2020/21 wurde heute veröffentlicht – der TSV 1860 muss zuerst nach Meppen und dann gegen Magdeburg ran.

https://sechzger.de/der-spielplan-ist-da-zuerst/

Für uns ein ganz normaler Auftakt – wir finden es zudem gut, dass das Spiel gegen den FC Bayern München II zuerst “Auswärts” stattfindet.

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Auch vom neuen Heimtrikot des TSV 1860 gibt es eine kurze Videovorstellung von sechzger.de:

https://sechzger.de/tsv-1860-das-neue-heimtrikot-2020-21-im-video-sechzger-de-nummernschild-halter-verlosung/

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Morgen ist es exakt eine Woche her, dass wir auf der Geschäftsstelle mit TSV 1860 Vize-Präsidenten Heinz Schmidt ein ausführliches Interview an der Grünwalder Str. 114 führen durften – morgen findet ihr es auf sechzger.de, schon in der früh – anstatt “Sechzig um Sieben”.

TSV 1860 – das neue Heimtrikot 2020/21 im Video ++ sechzger.de-Nummernschild-Halter-Verlosung

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Das Heimtrikot des TSV 1860 München Saison 2020/21

Nachdem das Video vom Auswärtstrikot des TSV 1860 für die neue Saison bei euch so guten Anklang gefunden hat, präsentieren wir euch an dieser Stelle das Heimtrikot im Video – da erkennt man dann doch etwas mehr als auf den Bildern gestern. Außerdem haben wir da drinnen auch gleich die Auslosung von der Auto-Verschönerung mit hinein gepackt, damit das alles seine Ordnung hat.

Sämtliche Aussagen in dem Video sind meine private Meinung und nicht unbedingt 100% deckungsgleich mit der restlichen sechzger.de-Redaktion – wir sind und bleiben ein Kollektiv mit unterschiedlichen Ansichten, was aber kein Problem ist weil alle den Löwen zu 100% im Herzen haben.

Stephan Tempel

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