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FC Ingolstadt – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel des TSV 1860 München beim FC Ingolstadt. Die nach gutem Saisonstart momentan auf Platz vier liegenden Ingolstädter erwarten die kriselnden, punktlosen Löwen.

FC Ingolstadt – TSV 1860 München, das oberbayerische Duell geht in eine weitere Runde. Zum 23. Mal treffen die Löwen und der FCI in einem Pflichtspiel aufeinander. Neun Siege, sechs Niederlagen und sieben Unentschieden stehen aus Löwensicht bisher zu Buche. Worauf müssen wir uns am Samstag einstellen?

System

Sabrina Wittmann, Trainerin der Ingolstädter, lässt ihr Team grundsätzlich im 4-4-2 antreten. Welche Variante dieses Systems Frau Wittmann am kommenden Samstag wählt, werden wir sehen. Bisher gab es einmal das offensive 4-1-3-2 und zweimal das 4-4-2 mit Doppelsechs zu sehen. Große direkte Auswirkungen auf die Spielweise der Ingolstädter gibt es dadurch nicht. Es ändern sich lediglich die Abläufe bei den Verschiebungen ein wenig. Im Fluss der jeweiligen Spielrichtung macht das aber keinen Unterschied. Vor allem deshalb, weil in allen drei Fällen das Personal im Mittelfeld dasselbe war.

Linien

Im bisher einzigen Heimspiel der Schanzer gegen Waldhof Mannheim waren die Linien zu Beginn extrem hoch gewählt. In den beiden Auswärtsspielen hingegen ließ man zunächst den Gegner auf sich zukommen. Beide Ansätze waren auch schon von Erfolg gekrönt. Welchen Ansatz die Ingolstädter Trainerin wählen wird, ist noch unklar. Sowohl gegen konsequentes Pressing als auch gegen tiefstehende Abwehrformationen hat unsere Mannschaft noch keine großen Kabinettstückchen offensiver Art gezeigt. Von daher ist es eine Art von Blindflug, welche Marschrichtung die Trainerin der Gastgeber bezüglich der Linienwahl für Pressing- und Defensivlinie ausgeben wird.

Während des Spiels dürfen wir dann mit situativ wechselnden Mustern, sowohl bei der Linienwahl als auch beim Anlaufverhalten, rechnen.

Bevor wir zur Spielweise der Ingolstädter kommen, wie gewohnt, die bisherigen statistischen Werte der Gastgeber.

Statistische Werte des FC Ingolstadt 04

  • Ballbesitz 53%
  • Passgenauigkeit 80%
  • defensive Zweikampfquote 64%
  • Flankengenauigkeit 33%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 8,63

Wie spielt Ingolstadt?

Bei Ballbesitz

Auch wenn der Großteil der Ingolstädter Angriffe über einen der beiden Flügel eingeleitet wird, fühlen sich die Schanzer, wenn es um die Offensive im Positionsspiel geht, in den Halbräumen am wohlsten. Dabei läuft der Aufbau aus der Defensive heraus sehr variabel, sowohl die Zonen über die die Eröffnung läuft, als auch der auslösende Spieler variieren situativ, mit einer leichten Tendenz zur rechten Seite hin.

Es kann allerdings im Positionsspiel etwas Zeit in Anspruch nehmen bis die Mannschaft aus der Audistadt auf Touren kommt. Allerdings nicht deshalb, weil es den Schanzern an Ideen fehlen würde, sondern weil sie die Tempoverschärfungen gut dosieren und exzellent timen. Als würde eine Startschusspistole erklingen, bewegen sich, in vielen Situationen, wenn die Ingolstädter das Tempo anziehen, alle offensiven Spieler fast gleichzeitig. Einerseits um in einen sich öffnenden Raum einzudringen, andererseits um durch Verschiebung oder Abkippen diesen Raum zu öffnen. Gelingt es Ingolstadt dann das verschärfte Tempo beizubehalten und den Gegner so in den Reaktionsmodus zu bringen, dass keine proaktiven Unterbrechungsaktionen mehr erfolgen, wirken die Spielzüge der Schanzer teilweise derart flüssig, als wären sie choreografisch einstudiert.

Im letzten Drittel kommt von Ingolstadt relativ selten Gefahr aus dem Zentrum. Nichtsdestotrotz erspielen sich die Schanzer über den Zehnerraum bisher die gefährlichsten Angriffe. Am häufigsten kommt die Mannschaft von Sabrina Wittmann jedoch über die Halbzentrale und die Flügel.

Verschiebungen

Die Verschiebungen aus dem 4-4-2 heraus erfolgen über die rechte Seite. Es entsteht aus dem 4-4-2 zunächst ein 3-4-3. Im letzten Drittel entsteht wegen des – meist auf der Ballfernen Seite – nachrückenden Box to Box Spielers eine ballfern asymmetrische 3-4 Formation bei der der Ballferne außen mit in den Sechzehner einrückt.

Die generell recht ballsicher agierenden Ingolstädter zeigen diese Tugend auch im gegnerischen Strafraum. Hat Ingolstadt die Kugel innerhalb dieser kleinen Rechtecke, ist äußerste Konzentration gefordert. Die Schanzer haben mehrfach gezeigt, dass sie im Getümmel gute Lösungen finden.

Im Umschaltspiel gilt bei Ingolstadt das Credo: Tempo vor Genauigkeit. Allerdings wird dieses Tempo bei richtigem läuferischen Einsatz, trotz leichter Ungenauigkeiten, oft belohnt. Die pragmatischen Schanzer finden dabei schnell die freien Räume und gehen, wenn der Umschaltmoment gelingt, mit aller Konsequenz und schnörkellos nach vorne, um möglichst schnell in Abschlussposition zu kommen.

Gegen den Ball

Im Spiel beim FC Ingolstadt erwartet den TSV 1860 München grundsätzlich variables und der Situation, bzw. dem Ergebnis, angepasstes Pressingverhalten mit der möglichen Tendenz Zuhause, zu Beginn, eher viel Druck auf den Gegnerischen Aufbau auszuüben. Die Defensivlinie wird von den Schanzern an die Höhe der Pressinglinie angepasst. Diese wird allerdings gegen das Positionsspiel des Gegners bei unentschiedenem Spielstand oder Führung, selbst wenn die Pressinglinie hoch stehen sollte, nur in seltenen Fällen ebenfalls hoch aufgestellt.

Mit zwei Viererreihen verteidigen die Schanzer ihren Sechzehner gegen das Positionsspiel der Gegner. Der konservative Ansatz im letzten Drittel, vor allem in Ballnähe, immer sehr nah am Gegenspieler und im besten Fall leicht tiefer zu stehen als dieser, bewirkt, dass sich die Gegner der Ingolstädter im Positionsspiel sehr schwer tun, spielerische Lösungen zur erfolgreichen Strafraumpenetration zu finden.

Im Gegenpressing nach Ballverlust agiert Ingolstadt Reaktionsschnell und giftig, wenn nötig auch mit taktischen Fouls.

Stärken und Schwächen des 4-4-2 (mit Doppelsechs)

Stärken

Es wird zunächst eine starke, doppelte Abwehrkette aufgebaut. Dadurch wird es möglich den Gegner auf den Flügeln zu doppeln und trotzdem im Zentrum kompakt zu stehen. So zwingt man den Gegner oft Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Passwege können aufgrund der guten Staffelung in Tiefe und Breite leicht zugestellt werden. Das 4-4-2 Doppelsechs deshalb als defensives System zu bezeichnen, wäre zu einfach.

In der Offensive liegen die Stärken klar auf den Außenpositionen. Sowohl die Außenverteidiger als auch die Mittelfeldaußenspieler können für großen Druck auf den Flügeln sorgen.

Von den beiden defensiven Mittelfeldspielern im Zentrum übernimmt ein Spieler den offensiven Part (Box-to-Box Spieler) und der Andere bleibt auf seiner absichernden Position. So kann man die Lücke im Zentrum zu den Stürmern schließen.

Wenn das Zusammenspiel der Mannschaftsteile gegen den Ball so funktioniert, wie es in diesem System gewollt ist, zwingt man den Gegner oft auf die Flügel, sodass dieser mit Flankenläufen und hohen Bällen agieren muss, um den Ball ins Zentrum vors Tor zu bringen.

Schwächen

Die große Schwäche in diesem System ist normalerweise die Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm. Sowohl bei eigenem Ballbesitz, aber auch nach einem Ballverlust ist es wichtig diesen Raum schnell zu schließen.

Es fehlt ein Kreativspieler im Zentrum. Deshalb ist das zentrale offensive Mittelfeld ein Schwachpunkt. Offensive Kreativität entwickelt sich im 4-4-2 mit Doppelsechs vornehmlich auf den Außenpositionen.

Durch das Fehlen des „Zehners“ wird dem Box-to-Box Spieler eine hohe Laufleistung abverlangt, damit sowohl offensiv als auch defensiv die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen schnell geschlossen werden.

Wie kann der TSV 1860 den FC Ingolstadt knacken?

Bei Ballbesitz

Die größten Chance in Ingolstadt etwas zu holen, liegt im Ausnützen von Umschaltmomenten. Schnelles, direktes, vertikales Spiel nach Ballgewinn, schnörkellos mit direktem Zug in Richtung gegnerischem Strafraum.

Im Positionsspiel wird es gegen Ingolstadt eher eine zähe Angelegenheit werden. Der Ansatz, den Ingolstadt, gegen den Ball im eigenen letzten Drittel, wählt, nämlich sehr Mannorientiert zu verteidigen, führt bei der angreifenden Mannschaft oft zu statischen Situationen auf dem Spielfeld.

Diese statischen Momente dann produktiv aufzulösen, Dynamik zu erzeugen und dem Spiel auch in der Tiefe wieder Tempo zu geben, das haben die Sechzger diese Saison noch nicht geschafft. Darum sind Umschaltmomente, sowie Präzision und Geschwindigkeit beim ausnutzen derselben, vermutlich die besten Hebel, um in Ingolstadt etwas Zählbares zu holen.

Gegen den Ball

Die variablen und durchaus dynamischen Schanzer mit hohem Pressing in Schach zu halten, halte ich für riskant. Darum denke ich, dass eine defensive tief gestaffelte Ausrichtung mit Kompakter Zentrale und asymmetrischer Kette gegen den Ball im Positionsspiel ein gutes Mittel ist. Immer unter der Voraussetzung, dass man das Umschaltspiel präzise und schnell gestalten kann.

Im Gegenpressing nach Ballverlusten hingegen, darf man gegen Ingolstadt keine Kompromisse eingehen. Lieber ein Foul riskieren, als den Überzahlmoment im Umschaltspiel.

Vorsicht!

Achtung, bei allen strafraumnahen Standards der Schanzer ist erhöhte Vorsicht geboten. Drei Standards konnten die Schanzer in den drei Spielen schon zu Toren ummünzen. Jeweils eine Ecke, einen Freistoß und einen Einwurf konnte der FCI schon verwerten.

Schlüsselspieler

Tor

Marius Funk (#1) im Tor der Schanzer ist reflexstarker Keeper, der auch in den Bereichen Strafraumbeherrschung und hohe Bälle wenig Anlass zur Kritik gibt. Er ist ein kompletter Torhüter, der, wenn er das Leder aus dem Netz holt, selten die Schuld bei sich suchen muss. Lediglich in Eins-gegen-Eins-Situationen ist Funk im Vergleich mit seinen Kollegen etwas unsicherer und lässt da mehr zu als der Ligadurchschnitt.

Abwehr

Wie im Rückspiel der Vorsaison ist auch im Hinspiel der diesjährigen Saison Simon Lorenz (#32) der Mann in der Innenverteidigung. Der einst beim TSV 1860 München spielende Innenverteidiger ist der Stabilitätsfaktor in der nach wie vor durchaus anfälligen Defensivreihe der Schanzer. Vergangene Saison hatte Lorenz drei Viertel seiner Defensivzweikämpfe gewonnen. Weiterhin ist sein Timing bei Kopfballduellen extrem gut. Die Spieleröffnung der Schanzer erfolgt, wie oben schon erwähnt, variabel und nicht zwingend über einen der Innenverteidiger.

Außenverteidiger Marcel Costly (#22) ist als offensiv eingestellter Außenverteidiger mit seiner Geschwindigkeit und seinem technischen Können grundsätzlich immer, aber vor allem in Umschaltsituationen, auf seiner Seite ein extrem gefährliches Element.

Mittelfeld

Lucas Fröde (#35), Kapitän und zentrale Anspielstation in allen Lagen, agiert als erfahrener Leader und strategisch gestaltend in der Mittelfeldzentrale. Er agiert als tiefer Sechser, der bei eigenem Ballbesitz jedoch auch als zurückgezogener Spielmacher die Fäden zieht und den Spielzügen im Positionsspiel die Richtung vorgibt.

Sturm

Mit zwei Treffern und einer Vorlage ist bisher Sebastian Grönning (#11) der Offensiv-Mann der Stunde beim FCI.

Der 1,88m große Däne ist Kopfball-stark und extrem Schuss-genau. Sein ligaübergreifender Karrierewert, was die Schussgenauigkeit betrifft, liegt bei 46%. Das ist ein extrem guter Wert. Gegen den Ball glänzt Grönning mit vornehmer Zurückhaltung.

Fazit

Ich erwarte nach der Leistung des TSV 1860 München der vergangen Woche am Samstag gegen den FC Ingolstadt eigentlich gar nichts. Darum lass ich das Fazit heute sehr kurz und hoffe auf eine biblische Wunderheilung und einen Befreiungsschlag in der Krise.

So könnte der FCI beginnen

Datenquelle: Wyscout

FC Ingolstadt 04 – TSV 1860: Ergebnistipp Dennis Dressel

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Dennis Dressel TSV 1860
Szene mit Dennis Dressel

15 Jahre lang trug Dennis Dressel den Löwen auf der Brust, wechselte dann in die 2. Bundesliga und ist inzwischen in der österreichischen Bundesliga aktiv. Wir haben den 25-Jährigen nach seinem Ergebnistipp für die Partie des TSV 1860 beim FC Ingolstadt 04 befragt.

Dennis Dressel hofft auf Auswärtssieg der Löwen

Wie Dennis Dressel im Interview mit sechzger.de verriet, verfolgt er das Geschehen beim TSV 1860 noch immer. Trotz des verheerenden Saisonstarts der Löwen mit drei Niederlagen zeigt sich der 25-Jährige für das Auswärtsspiel in Ingolstadt optimistisch.

“Ich tippe 2:1 für 1860!
Tore: Einmal Kopfballtor Verlaat und Hobsch.”

Es wäre so wichtig. Erleichterung Hilfsausdruck…

Unvergessener Viererpack gegen Halle

109 Spiele bestritt der gebürtige Dachauer in der 3. Liga für die Löwen und erzielte dabei 16 Treffer. Unvergessen bleibt natürlich sein Viererpack gegen den Halleschen FC im November 2020.

Doch bereits vorher machte der Mittelfeldspieler bei den Löwen auf sich aufmerksam. Nachdem er im Sommer 2007 vom SV Weichs an die Grünwalder Straße gewechselt war, durchlief er beim TSV 1860 sämtliche Jugendmannschaften. So spielte er sowohl mit der U17 als auch mit der U19 in der Bundesliga und erreichte mit Letzterer das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Tor beim Debüt

Anschließend wurde Dressel zunächst in den Kader der Amateure übernommen und lief insgesamt 49 Mal für die Zweite auf. Sein Debüt in der 1. Mannschaft feierte der Mittelfeldspieler unter Daniel Bierofka am letzten Spieltag der Regionalliga-Saison 2017/18 und krönte dieses direkt mit einem Tor.

Unter Michael Köllner avancierte Dennis Dressel schließlich zum Stammspieler in der 3. Liga und beeindruckte u.a. durch seine Lauf- und Zweikampfstärke. Dies bleib auch höherklassigen Vereinen nicht verborgen und so buhlten bereits der SV Darmstadt 98 und der FC St. Pauli um die Gunst des Spielers, ehe sich Dressel für Hansa Rostock entschied. Nach zwei Jahren an der Ostsee wechselte der gebürtige Dachauer nun in die österreichische Bundesliga zu Aufsteiger Grazer AK.

Titelbild: OR-Pressedienst

Sechzig um Sieben: Wunschaufstellungen gegen Ingolstadt

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Sechzig um Sieben, heute mit den Wunschaufstellungen gegen den FC Ingolstadt und weiteren Themen rund um den TSV 1860 München.

Die Wunschaufstellungen der Redaktion gegen Ingolstadt

Die Redakteure von sechzger.de haben jeweils wieder ihre Wunschelf aufgestellt. Gegen die Schanzer (Samstag, 14 Uhr, sechzger.de-Liveticker) muss ein Dreier her. Da sind sich alle einig. Die folgenden Startformationen würden von unserer Redaktion ins Rennen geschickt:

TAKTIKTAFEL-Bernd Winninger und Florian Buch wünschen sich einen Doppelsturm mit Ott und Schubert. Zudem rücken bei Winninger Frey,Philipp und Muteba in die Startelf.

Bis auf Thomas Enn setzen alle Redakteure auf eine Doppelspitze, wenngleich bei Stefan Kranzberg der zweite Stürmer (Schubert) eher als hängende Spitze hinter Hobsch fungieren soll. In einer Sache sind sich alle einig: Marco Hiller soll ins Tor zurückkehren und René Vollath ablösen. Mehr zu den Wunschaufstellungen lest ihr hier.

Der Löwenfahrplan für’s Wochenende

Die Teams des TSV 1860 sind auch an diesem Wochenende wieder rege im Einsatz. Wer es nicht zu den Profis nach Ingolstadt schafft, kann zwischen den Heimspielen der Löwinnen II, der U21, der U15 und der Vierten Mannschaft wählen. Als Sundowner spielt dann noch die Dritte. Die U17 der Löwen empfäng die Schanzer: Anpfiff gegen Ingolstadt ist um 11 Uhr in Giesing (Trainingsgelände, Grünwalder Str. 114).

Alle Partien im Überblick:

Samstag, 31.08.

11.00 Uhr: U17 – FC Ingolstadt 04 -:-
11.00 Uhr: Union Berlin – U16 -:-
12.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U19 -:- (in Buxheim)
13.00 Uhr: Löwinnen II – SG Farchant/Garmisch -:-
14.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – Profis -:-
14.00 Uhr: U21 – FC Deisenhofen -:-
14.00 Uhr: U15 – FC Stätzling U16 -:-
15.00 Uhr: Vierte – TSV Milbertshofen -:-
15.00 Uhr: SV 1880 München – Löwinnen I -:-
17.30 Uhr: Dritte – TSV Großhadern -:-

Zudem tritt die U9 am Samstag und Sonntag beim Turnier des SV Olympiadorf an. Dort trifft sie auf den Gastgeber, RB Leipzig, RB Salzburg und den FC Augsburg.

Sonntag, 01.09.

10.00 Uhr: ASV Cham U13 – U11 -:-
10.00 Uhr: U12 – Jahn Regensburg -:- (in Ruhmannsfelden)
10.30 Uhr: Union Berlin U15 – U16 -:-

Die U10 reist am Sonntag zu einem Leistungsvergleich bei RB Salzburg.

Leon Klassen wechselt zu Lyngby BK

Der Ex-Löwe Leon Klassen wechselt in die Dänische Superliga und schließt sich Lyngby BK an. 2021 war Klassen ablösefrei von den Löwen zur WSG Tirol gewechselt, Ende 2021 – noch vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine – ging es für 900.000 Euro Ablöse zu Spartak Moskau. Jetzt will er bei Deutschlands nördlichstem Nachbar sein Glück versuchen.

DFB Nachwuchsliga: Löwen U17 gegen Schanzer in Giesing

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Löwen gegen Schanzer – so heißt das Duell am Samstag nicht nur im Audi-Sportpark, sondern auch auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114. In der DFB Nachwuchsliga empfängt die U17 des TSV 1860 München den Tabellennachbar FC Ingolstadt 04.

U17: Löwen gegen Schanzer in Giesing

Wie eng es in der Liga nach drei Spieltagen zugeht, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Der FC Bayern ist zwar mit der Maximalausbeute von neun Punkten bereits enteilt, dahinter stehen jedoch bereits die Löwen und die Schanzer, die ebenso wie der SSV Ulm 1846 und die SpVgg Unterhaching bislang vier Zähler sammeln konnten.

Am vergangegen Wochenende siegte der TSV 1860 mit 1:0 beim 1.FC Heidenheim und möchte direkt den zweiten Dreier folgen lassen, um die Position im oberen Tabellendrittel zu festigen. Anpfiff auf dem Trainingsgelände ist am Samstag um 11 Uhr.

U19 testet in Buxheim gegen den Club

Ebenfalls am Samstag, allerdings erst um 12 Uhr, ist die U19 im Einsatz. In einem Testspiel trifft die Elf von Jonas Schittenhelm in Buxheim auf den 1. FC Nürnberg. Bereits am Dienstag hatten die A-Junioren ein Testspiel absolviert und dabei die Herren des TSV Jetzendorf mit 4:0 besiegt. Dabei konnten sich Luk Hohmann, Noah Plöttner, Georgios Genidis in die Torschützenliste eintragen, der vierte Treffer resultierte aus einem Eigentor.

4. Spieltag: Wunschaufstellungen zu FC Ingolstadt 04 – TSV 1860

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TSV 1860 Trikot Münchens große Liebe wunschaufstellung wunschaufstellungen

In der Haut von Argirios Giannikis möchte dieser Tage wohl kaum jemand stecken. Der Löwen-Trainer steht nach den sportlichen Misserfolgen der vergangenen Wochen heftig in der Kritik, manch einer fordert vehement seine Ablösung. Wen zaubert der Coach am Samstag (14 Uhr, sechzger.de berichtet live) aus dem Hut? Gleich fünf Redakteure von sechzger.de präsentieren ihre Wunschaufstellungen für die Partie des TSV 1860 beim FC Ingolstadt 04.

Wunschaufstellungen zu FC Ingolstadt 04 – TSV 1860

Bernd Winninger

Unsere Taktiktafel bleibt beim 3-5-2 des vergangenen Wochenendes, nimmt jedoch einige personelle Korrekturen vor. So rücken Marlon Frey, Eliot Muteba, David Philipp und Raphael Ott in die Startelf und auch im Tor kommt es – wie bei allen Redakteuren – zu einem Wechsel.

Thomas Enn

Der Meister der Giesinger Gedanken versucht es im 4-2-3-1 und setzt Jeseper Verlaat erstmal auf die Bank. Thomas hofft auf ein Comeback von Morris Schröter (ob der rechtzeitig fit wird?) und hofft, dass das offensive Mittelfeld Youngster Raphael Ott im Sturmzentrum tatkräftig unterstützt.

Thomas Spiesl

Auch Thomas Spiesl sieht Raphael Ott in der Startelf, allerdings an der Seite von Patrick Hobsch. In der Abwehrkette rückt Max Reinthaler auf die rechte Seite und verdrängt etwas überraschend Lukas Reich. Die Mittelfeldraute bilden Jacobsen, Schröter, Guttau und Philipp.

Stefan Kranzberg

Ein leicht abgewandeltes 4-2-2-2 könnte sich Stefan vorstellen, wobei Fabian Schubert hinter Patrick Hobsch als hängende Spitze agiert. Auf der linken Abwehrseite kehrt Leroy Kwadwo in die Startelf zurück, im defensiven Mittelfeld bekommt Moritz Bangerter eine Chance.

Florian Buch

Auch Flo hofft inständig auf eine rechtzeitige Genesung von Morris Schröter, der zusammen mit Eliot Muteba eine gefährliche Flügelzange hinter Raphael Ott und Fabian Schubert bilden soll. Kapitän Verlaat findet in der Startelf keine Berücksichtigung.

Eure Meinungen sind gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U21 empfängt Deisenhofen

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Tsv 1860 Sechzig Wochenende Profis U21 Dritte III Vierte IV NLZ U19 U17 Löwinnen U11

Profis, Amateure, Löwinnen, NLZ – Münchens großer Liebe steht wieder ein pickepackevolles Wochenende bevor. Neben dem Auftritt der Elf von Argirios Giannikis bei den Schanzern liegt der Fokus auch auf dem Spiel der noch ungeschlagenen U21 des 1860 gegen den FC Deisenhofen.

TSV 1860 U21 empfängt FC Deisenhofen

Am vergangenen Wochenende war die 2. Mannschaft der Löwen spielfrei und wurde prompt vom Platz an der Sonne bis auf Rang 6 der Bayernliga Süd durchgereicht. Alleine daran sieht man, wie eng es da zugeht. Mit einem Zähler Rückstand auf die Tabellenspitze empfängt die U21 des TSV 1860 am Samstag den Siebten FC Deisenhofen und möchte natürlich weiterhin unbesiegt bleiben. Eine attraktive Alternative für alle, die sich nicht auf den Weg nach Ingolstadt machen werden. Anpfiff in der Kies Arena in Gilching ist um 14 Uhr.

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 27.08.

10.00 Uhr: RB Salzburg – U12 -:-
10.30 Uhr: U16 – TSV Mögeldorf U17 2:2 (in Oberhaching)
19.00 Uhr: TSV Jetzendorf Herren – U19 0:4

Samstag, 31.08.

11.00 Uhr: U17 – FC Ingolstadt 04 -:-
11.00 Uhr: Union Berlin – U16 -:-
12.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U19 -:- (in Buxheim)
13.00 Uhr: Löwinnen II – SG Farchant/Garmisch -:-
14.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – Profis -:-
14.00 Uhr: U21 – FC Deisenhofen -:-
14.00 Uhr: U15 – FC Stätzling U16 -:-
15.00 Uhr: Vierte – TSV Milbertshofen -:-
15.00 Uhr: SV 1880 München – Löwinnen I -:-
17.30 Uhr: Dritte – TSV Großhadern -:-

Zudem tritt die U9 am Samstag und Sonntag beim Turnier des SV Olympiadorf an und trifft dabei auf den Gastgeber, RB Leipzig, RB Salzburg und den FC Augsburg.

Sonntag, 01.09.

10.00 Uhr: ASV Cham U13 – U11 -:-
10.00 Uhr: U12 – Jahn Regensburg -:- (in Ruhmannsfelden)
10.30 Uhr: Union Berlin U15 – U16 -:-

Die U10 reist am Sonntag zu einem Leistungsvergleich bei RB Salzburg.

Sechzig um Sieben: Kooperation, Optimismus bei Giannikis, Sechzig international

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Zeit für Sechzig um Sieben: Alles Wichtige rund um den TSV 1860 am Donnerstagmorgen. Die Arbeitswoche ist fast vorbei und bald steht wieder ein Auswärtsspiel für die Löwen an. Jetzt aber erst einmal die wichtigsten Nachrichten – und davon gibt es einige.

sechzger.de mit neuer Kooperation

Unser ehrenamtliches Fanportal wird künftig mit Absolut Fußball, dem Betreiber von fussball.news, eine Kooperation eingehen. Dies dient der Weiterentwicklung und der Förderung der unabhängigen Berichterstattung unseres Herzensvereins. Eine genaue Ausführung dieses Vorhabens steht hier bereit.

Sechzig international

Unser Redakteur Thomas Enn erzählt im neuen Groundhopper-Bericht von seiner Zeit zu Gast bei Racing Ferrol. Die Mannschaft aus dem Nordwesten Spaniens trat gegen Granada CF an. Letztlich konnten die Andalusier aber die Partie für sich entscheiden. Mehr dazu im Bericht.

Giannikis über das kommende Heimspiel

Beim öffentlichen Training am Mittwochmorgen zeigt sich der Coach positiv. Laut Argirios Giannikis sind die Löwen „konkurrenzfähig“ und bereit für den herausfordernden Gegner aus Ingolstadt. Die Mannschaft trainierte gestern öffentlich, wobei einige jüngere Spieler auch nach der offiziellen Einheit noch etwas gemeinsam übten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Mannschaft am Samstag gegen Ingolstadt beweisen kann.

News aus der 3. Liga:

  • Laut Sportwetten24 soll Stefan Reisinger als Ersatz für Argirios Giannikis infrage kommen, sofern dieser entlassen wird.
  • Hansa Rostock hat einen „historischen Fehlstart“, so wie liga3-online berichtet. Die Mannschaft von Bernd Hollerbach holte aus den ersten drei Spieltagen lediglich zwei Punkte.

Neue Kooperation mit fussball.news von Absolut Fußball

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sechzger.de Löwe Sportbezogenes Lebensgefühl Sechzger

sechzger.de hat mit Absolut Fußball, dem Betreiber von fussball.news, eine Kooperation geschlossen.

Wir sind und bleiben ein ehrenamtlich geführtes Fanportal

sechzger.de ist ein Fanportal von Fans für Fans des TSV 1860 München. Wir berichten leidenschaftlich, oft aus erster Hand und mit fundierter Recherche. Unsere Berichterstattung deckt neben dem Profifußball mit einzigartigen Beiträgen wie der TAKTIKTAFEL, den Giesinger Gedanken oder unserem Podcast-Format sechzger.de Talk auch den Amateur- und Frauenfußball der Löwen sowie das ganzheitliche Vereinsgeschehen mit all seinen weiteren Sportarten im TSV 1860 München ab.

Wir arbeiten aus tiefsten Herzen ohne kommerzielle Gedanken. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich. Geld verdienen wir in unseren jeweiligen vielseitigen Berufen. Niemand von uns muss mit der Berichterstattung über den TSV 1860 seinen Lebensunterhalt bestreiten.

In den letzten über viereinhalb Jahren konnten wir einen signifikanten Anstieg unserer Reichweite verzeichnen – und gerade die jüngste Tendenz stimmt uns sehr positiv, dass dies so weiter geht.

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Wie man der Grafik entnehmen kann, ist die hier vorgestellte Kooperation ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unseres Fanportals.

Kooperation mit fussball.news / Absolut Fußball

Ab 1. September startet die Kooperation zwischen sechzger.de und Absolut Fußball.

Mit fussball.news ist Absolut Fußball Teil des IPPEN.MEDIA Netzwerks. Europaweit ist IPPEN.MEDIA das größte Netzwerk für regionale Publisher mit neun eigenen und zwölf Standorten von Partnern und besteht aus über 80 journalistischen Titeln.

Hierunter befinden sich u.a. größere Häuser wie die tz, der Münchner Merkur (mit seinen Heimatzeitungen), die Frankfurter Rundschau, aber auch für unseren Drittliga-Content relevante lokale Onlineportale wie Mannheim24, Ruhr24, BW24 oder 24Rhein. Sie alle können über die Kooperation zukünftig direkt auf unsere Artikel zugreifen.

Besonders freut uns, dass sich Absolut Fußball innerhalb der rund um den TSV 1860 München berichtenden Online-Medien ausdrücklich eine Partnerschaft mit sechzger.de gewünscht und diese bei uns angefragt hat, da wir aus Sicht unseres Partners die Fans mit den journalistisch hochwertigsten und vielseitigsten Artikeln und Kolumnen versorgen.

sechzger.de bleibt sechzger.de

Auf sechzger.de selbst wird sich nichts ändern. 

Wir bleiben weiter ein unabhängiges Fanportal. sechzger.de bleibt sechzger.de.

Wir haben in der Kooperation keine Mindestartikel-Anzahl, die wir veröffentlichen müssen, es gibt keinen Redaktionsauftrag oder gar eine inhaltliche Vorgabe bzw. Zensur hinsichtlich unserer Beiträge. Unser Versprechen an euch: Wir arbeiten so weiter wie bisher. Einem Abhängigkeitsverhältnis – gleich welcher Art – zu einem (Medien-) Unternehmen hätten wir nicht zugestimmt und Versuche der Einwirkung in unsere Berichterstattung würden wir niemals akzeptieren.

Bundesweit wird sich etwas ändern. 

In der bundesweiten Berichterstattung über den TSV 1860 München wird sich durch Einbindung unserer Artikel jedoch einiges ändern.

  • Durch die stark erhöhte Reichweite von sechzger.de im IPPEN.MEDIA-Netzwerk schaffen es unserer Artikel nun verstärkt deutlich über den (ober-)bayerischen Tellerrand hinaus.
  • Mehr Vielseitigkeit, in der teilweise recht speziellen Berichterstattung rund um die Löwen wird deutschlandweit Einzug erhalten.
  • Es wird mehr faktenbasierte und fundierte Berichte und weniger Click-Bait-Boulevard in Köln, Hamburg & Co. über den TSV 1860 zu lesen geben.
  • Die Meinung der FANS des TSV 1860 München wird in die Bundesrepublik hinausgetragen und dort verbreitet.

Ihr werdet weiterhin keine Werbebanner auf sechzger.de wegklicken müssen. 

Durch die Kooperation mit IPPEN.MEDIA können wir uns auch finanziell noch besser aufstellen. So kann auch verhindert werden, dass sechzger.de zu einem Werbungsdschungel verkommt, in welchem man die eigentlichen Artikel gar nicht wiederfindet. Zwar halten wir uns die Kooperation mit – dezent platzierten – Partnern weiter offen, jedoch wird es bei uns weiterhin keine klickbasierende Werbung zur Finanzierung unseres Portals geben. Wir sind ein Portal von Fans für Fans und wollen das auch bleiben. Bei uns soll jeder ungestört seine Informationen erhalten und nicht durch zahlreiche Pop-Ups auf dubiose Seiten gelenkt werden.

Noch Fragen? Stellt sie uns in den Kommentaren!

Wenn ihr weitere Fragen zur Kooperation habt, werden wir euch diese im Kommentarbereich beantworten. Schreibt uns gerne und denkt wie immer an den Kommentar-Kodex.

 

Sechzig all over the world: Racing Ferrol – Granada CF

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Die Geschichte dieses Spiels beginnt vergangenen Mittwoch, als der Whatsapp-Kanal von Racing Ferrol vermeldet, dass ab Donnerstag 10:00h die Tickets für das Spiel gegen Granada verkauft werden. Dummerweise sollten wir zu dieser Zeit im Flugzeug gen Spanien sitzen..

Anruf aus Ferrol

Da in Spanien aktuell komischerweise keine Tickets an den Kassen vor den Spielen verkauft werden, obwohl die Stadien nicht ausverkauft sind, waren wir also auf den Vorverkauf angewiesen. Kurzerhand griff ich zum Handy und rief bei Racing Ferrol an, um vielleicht anderweitig zwei Karten reservieren zu können. Der junge Mann am anderen Ende der Leitung meinte, er freue sich zwar, dass Gäste aus Deutschland kommen wollen, aber er könne da auch nichts machen. Fünf Minuten nach dem Telefonat klingelte mein Handy mit einem Anruf einer spanischen Mobilnummer. Es war der junge Mann von Racing, der mich von seiner Privatnummer anrief. Er sagte, er dürfe mir das offiziell nicht raten, aber ich solle doch meine persönlichen Daten an einen Freund geben, der die Tickets für mich buchen sollte. Das sei zwar verboten, aber irgendwie in unserem Fall schon OK. Zu diesem Zeitpunkt war Redaktionskollege Stefan Kranzberg aber bereits seit drei Minuten instruiert und mit den relevanten Daten versorgt. Am nächsten Morgen hatte unser Flugzeug dann Verspätung und ich konnte die Tickets selbst angenehm in der Schlange beim Boarding kaufen…

Kein Blick aufs Meer in der Hafenstadt

Am Samstag Mittag ging es gen Ferrol, das die Geburtsstadt des ehemaligen Diktators Francisco Franco ist. Die Stadt entsprach der Beschreibung im Reiseführer ziemlich genau: “Wer das über einer kleinen Halbinsel ausgebreitete Ferrol auslässt, verpasst nicht allzu viel”. Dennoch machten wir eine schöne Runde durchs Zentrum, gesellten uns in Bars und nahmen ersten Kontakt mit den Racing-Fans auf. Sehr interessant ist, dass man in der Hafenstadt Ferrol kaum das Meer sehen kann, weil alles durch Hafenanlagen verbaut ist und man konsequent Mauern und Hafenkräne, aber kein Wasser sieht. Vor dem Spiel hatte mein Sohn Lust auf Kuchen und wir nahmen unserer Mittagessen in einer Pasteleria ein. Das ist so eine urspanische Bar, die über eine Konditorei-Ecke verfügt und es mannigfaltige Kuchen und anderes Süßgebäck zur Auswahl gibt. So gestärkt machten wir uns auf den Weg ins Stadion. Vom Zentrum kommend erreicht man das Stadion auf der Rückseite, die einem einen doch eher traurigen Eindruck vermittelt.

Die eher schmucklose Rückseite der Malata

Kaffee und Kuchen statt Punkrock

Umrundet man das Stadion, gelangt man zu einer ziemlich einzigartigen Frontseite. Dort ist ein Teich mit zwei Kanupolo Spielfeldern direkt vor dem Stadion (siehe Titelbild) und im Stadion scheint noch ein Schwimmbad untergebracht zu sein. Das Stadion selbst ist pragmatisch, aber sehr bequem für ein Team der mittleren Segunda Division. Der Gästeblock ist wie überall in Spanien lächerlich klein. Aufmerksamkeit erregen zwei Dinge, die ich so noch nie gesehen habe. Zum Einen holt sich Racing Ferrol den Aufstieg permanent mittels einer Kletterwand auf der Haupttribüne ins Haus. Vielleicht eine nachahmenswerte Idee für das Sechzgerstadion…

Auch noch nie gesehen: eine Kletterwand auf der Haupttribüne

Zum Anderen befindet sich hinter unserem Block wohl der zugewachsenste Nebenplatz eines oberklassigen Stadions in Europa.

Hier wurde schon lang nicht mehr gekickt

Vor dem Spiel wurde solide Rockmusik aus den 80ern gespielt, zum Beispiel “We’re not gonna take it” von Twisted Sister und “Don’t stop believin'” von Journey. Zwei Songs, die gut zur aktuellen Gefühlslage der Löwenfans passen dürften. Erlebten wir am Vorabend in Vigo noch eine Art Punkrockparty, glich die Atmosphäre in der Malata eher einem Sonntagsnachmittagskaffee bei Tante Karin. Er herrschte meistens ziemliche Ruhe und man saß brav auf seinem Platz. Es gibt zwar einen Ultra-Block, allerdings unterscheiden sich die Ultras von den Normalos dadurch, dass sie einfach im Stehen schweigen. Bis auf 15 Minuten über das ganze Spiel verteilt, in denen kurze Gesänge angestimmt werden. Ansonsten kommen vom ganzen Stadion “Racing, Racing” – Rufe nach guten Aktionen der Gastgeber. Die etwa 50 mitgereisten Granada-Fans waren tatsächlicher etwas lauter (das mag daran gelegen haben, dass wir recht nah am Gästeblock platziert waren). Das Heimpublikum reagiert auf die Anfeuerung der Gäste mit gellenden Pfeiffkonzerten. Man fühlt sich wie bei einem Eishockeyspiel in Augsburg oder Schwennningen.

Racing Ferrol – Granada FC 0:1

Das Spiel selbst ist ziemlich unterhaltsam, auch wenn keine Tore fallen wollen. Ich bin immer wieder überrascht, wie technisch versiert in der zweiten spanischen Liga gespielt wird. Die Ballbehandlung der meisten Spieler ist wirklich sehenswert. Lange agieren beide Teams auf Augenhöhe und versemmeln reihenweise gute Chancen. Ab der 70. Minute ist zu erkennen, dass bei den Gastgebern die Kräfte nachlassen und Granada als Absteiger aus La Liga langsam Oberwasser gewinnt. In der 82. Minute ist es dann soweit: Erst lässt Saenz noch eine hundertprozentige Chance liegen, agiert dann aber gedankenschnell und bereitet das 0:1 für Ricard sehenswert vor. Die 50 Gästefans flippen nach andalusischer Art vollkommen aus und feiern den Treffer, als ob der Wiederaufstieg gelungen sei.

Heißblütiger Torjubel der mitgereisten Granada-Fans

Racing kann trotz langer Nachspielzeit nur noch eine Halbchance erarbeiten und verliert am Ende vielleicht etwas unglücklich. Wir freuen uns für die Auswärtsfans, die nach der weiten Anreise aus Andalusien soliden Support geliefert haben.

Faire Heimfans nach dem Spiel

Nach dem Spiel gehen wir wieder Richtung Zentrum, um etwas zu essen und Barcelona-Athletic Bilbao in einer Bar zu schauen. Dabei ist bemerkenswert, dass es keinerlei Absperrungen oder Polizisten gibt. Die Granada-Fans feiern ausgelassen den Auswärtssieg. Viele der vorbeigehenden Heimfans zeigen den angehobenen Daumen in Richtung der Granada-Fans, manche umarmen die Granadistas und gratulieren zum Auswärtssieg. Das habe ich auch selten gesehen! Ansonsten kann ich mich dem Reiseführer nur anschließen. “Wer das Stadion Malata in Ferrol auslässt, verpasst nicht allzu viel”. Außer man hat noch kein Stadion mit Kanu-Polo Spielfeldern, Kletterwand und komplett zugewachsenem Nebenplatz gesehen.

Giannikis: “Das ist natürlich nicht unser Anspruch”

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Giannikis: Nicht unser Ansprich Trainer 1860
Giannikis: Nicht unser Anspruch

Nach dem trainingsfreien Dienstag stehen am heutigen Mittwoch zwei Trainingseinheiten an für die Profis des TSV 1860 München. Zudem stand Trainer Giannikis den Pressevertretern nach dem Morgentraining Rede und Antwort. “Wir brauchen nichts schönreden. Null Punkte aus drei Spielen sind sicher nicht das, was wir uns erwartet haben. Das ist natürlich nicht unser Anspruch”, sagte Giannikis.

Spieler schieben freiwillige Sonderschichten

Etliche Spieler blieben nach dem Ende der ersten Einheit noch freiwillig auf dem Platz und übten sich im Torabschluss auf U21-Keeper Avdija. Unter anderem Vollath, Ott, Reich, Philipp, Schubert, Guttau, Jacobsen und Deniz schoben freiwillige Sonderschichten. Keeper Vollath war es schon unter dem Training, der im Team viel dirigierte und Kommandos gab, seine Mitspieler führte. Auch Giannikis sprach über die wichtige Rolle der Führungsspieler und nannte dabei auch Marco Hiller, der aktuell nur die Nummer zwei ist. “Er ist ganz wichtig für die Kabine. Wir wissen, dass wir zwei sehr gute Keeper haben”, sagte er über Hiller. Auf dem Feld machte das Team einen agilen und motivierten Eindruck, auch die Stimmung war ordentlich. Nun gilt es dies auch am Samstag in Ingolstadt auf den Rasen zu bringen.

Dr. Werner stärkt Giannikis den Rücken

Während diverse Medien bereits über einen möglichen Nachfolger von Giannikis spekulieren und Journalist Simon Schneider beispielsweise Stefan Reisinger in den Ring warf, stärkt Sport-Geschäftsführer Dr. Werner dem aktuellen Coach den Rücken. “Wir waren auch in den ersten drei Spielen konkurrenzfähig. Wir generieren im Training so viele Erfolgsmomente wie möglich und betreiben viel Analyse”, berichtete Giannikis.
Über die letzten Spiele sagte er: “Wir kriegen momentan aus wenig viele Gegentore. Wir selbst haben viele Schüsse auf das Tor, machen aber zu wenig daraus.”.

Giannikis: “Das ist natürlich nicht unser Anspruch”

Den Unmut der Fans nach dem Spiel gegen Köln könne er verstehen, sagte der Löwen-Dompteur. “Dass die Fans ihren Unmut äußern dürfen ist klar. Die null Punkte aus drei Spielen sind natürlich nicht unser Anspruch”, erläuterte Giannikis. Man brauche möglichst auch einmal eine Führung. “Wir werden sachlich und ruhig weiterarbeiten. Die Mannschaft weiter stärken. So haben wir das auch in der letzten Saison bei unserer Serie gemacht. Es ist normal, dass aktuell das Selbstvertrauen fehlt”, sagte Giannikis.

Erst Team- dann Einzelgespräche

In den letzten Tagen hatte der Trainer Gespräche mit dem gesamten Team geführt und die jüngste 1:3-Niederlage aufgearbeitet. Nun werden Einzelgespräche folgen, ehe es am Samstag in Ingolstadt ernst wird. “Wir haben die Prozesse eingeleitet. Das Team wächst trotz der Niederlagen mehr und mehr zusammen”, berichtet Giannikis. Die Stimmung scheint auch zu passen, nun müssen aber auch die Ergebnisse folgen, sonst werden die altbekannten Kritiker, Couchlöwen und Schlechtredner in der Grünwalder Straße immer lauter. An der Qualität des Kaders liegt es sicherlich nicht – allerdings muss die Mannschaft nun auch eine Reaktion auf dem Platz zeigen und möglichst drei Punkte aus dem Ingolstädter Industriegebiet entführen.