Start Blog Seite 379

Sechzig am Wochenende: U17 & U19 gegen Ulm, Amas gegen Haching II

0
Tsv 1860 Sechzig Wochenende Profis U21 Dritte III Vierte IV NLZ U19 U17 Löwinnen

Die Löwenprofis sind am Samstag – schon wieder – weit im Nordwesten der Republik, fern der Heimat im Einsatz. Vielleicht für den einen oder anderen Daheimgebliebenen eine Gelegenheit ein anderes der zahlreichen auf dem Spielplan stehenden Spiele von Teams des TSV 1860 München zu besuchen. Z.B. die U17 gegen den SSV Ulm.

U17 und U19 jeweils gegen Ulm

In der DFB-Nachwuchsliga beginnt am 8. Spieltag quasi schon die Rückrunde. Dabei messen sich sowohl die U17, als auch die U19 mit den Mannschaften des SSV Ulm 1846. Die B-Junioren möchten im Heimspiel gegen die Spatzen ihre tolle Serie von drei Siegen bei fünf ungeschlagenen Spielen fortsetzen. Und es gibt am Samstag Mittag auch noch was gut zu machen: Die bisher einzige Saisonniederlage datiert vom 1. Spieltag am 10. August. Gegner damals: Der SSV Ulm. Bei der U19 erinnert man sich gern an das Heimspiel gegen Ulm am ersten Augustwochenende. Mit 6:1 wurden die Münsterstädter abgefertig. Mal sehen, was diesmal auswärts drin ist.

Doppel-Heimspiel der Löwinnen

Die Frauenmannschaften des TSV 1860 können am Samstag Nachmittag am Sechserplatz besucht werden. Während sich die zweite Halbzeit der Zweitvertretung der Löwinnen mit der zweiten Halbzweit der Profis bei der Zweitvertretung von Borussia Dortmund überschneidet, sind die ersten Löwinnen dann um halb sechs am Ball. Wenn hoffentlich die Punkte in Dortmund schon fixiert sind.

Amas gegen Haching II

Das Team von Felix Hirschnagl will am – hoffentlich nicht verflixten – 13. Spieltag an die Erfolge vom Saisonbeginn anknüpfen und empfängt am Samstag Nachmittag in Gilching die zweite Mannschaft der SpVgg Unterhaching. Die Vorstädter sind in der Tabelle sechs Plätze hinter den Amas zu finden.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 27.09.

17.30 Uhr: FC Fasanerie Nord – Löwinnen U17  -:-
20.00 Uhr: Senioren C – TSV Solln  -:-

Samstag, 28.09.

09.15 Uhr: U10 – Fußball-Talente München U11  -:-
12.00 Uhr: TSV Milbertshofen – U11  -:-
12.00 Uhr: FC Dingolfing U13 – U12 -:-
12.30 Uhr: U17 – SSV Ulm 1846  -:-
13.00 Uhr: SSV Ulm 1846 – U19  -:-
14.00 Uhr: Borussia Dortmund II – Profis  -:-
15.00 Uhr: Seitenstrasse U13 – U13  -:-
15.00 Uhr: U15 – FC Ingolstadt 04  -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – (SG) TSV Schwabhausen/SpVgg Röhrmoos  -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – FC Teutonia München  -:-
18.00 Uhr: TSV Gilching/Argelsried II – Löwinnen U17 –   -:-
19.00 Uhr: 1860 Futsal – YB Balkan Pfarrkirchen Futsal  -:-

Sonntag, 29.09.

10.30 Uhr: Fußball-Talente München U10 – U9  -:-
11.30 Uhr: TSV Hohenbrunn-Riemerling – Löwinnen U15  -:-
11.30 Uhr: U14 – SpVgg Unterhaching U14  -:-
14.00 Uhr: TSV Solln – Dritte  -:-
14.00 Uhr: U16 – SpVgg Fürth U16  -:-
14.45 Uhr: FC Espaniol – Vierte -:-

Faninformationen Borussia Dortmund II – TSV 1860 München

0
Borussia Dortmund II BVB TSV 1860 Fotogalerie

Die Löwen sind nach zwei Siegen in Folge auf Platz 10 gesprungen und wollen am Wochenende direkt die nächsten Punkte erzielen. Etwas dagegen haben dürfte die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund, auf die der TSV 1860 München am Samstag trifft. Zuhause sind die Gastgeber noch ungeschlagen, aber irgendwann ist schließlich immer das erste Mal. Rund 1.000 Anhänger werden sich morgen im Gästeblock einfinden. Passend dazu hat sechzger.de hat vor dem Duell zwischen Borussia Dortmund II und dem TSV 1860 München die wichtigsten Faninformationen für alle Löwenfans zusammengefasst.

Faninformationen Borussia Dortmund II – TSV 1860 München

Nach dem Auftritt in Bielefeld steht für die Löwenfans direkt die nächste weite Auswärtsfahrt auf dem Programm. Etwa 640 Kilometer gilt es zu absolvieren, um im Stadion Rote Erde live mit dabei zu sein. Die Gastgeber blicken punktemäßig auf eine vergleichbare Bilanz wie die Löwen zurück und liegen dementsprechend in der Tabelle in unmittelbarer Nähe. Der Tabellen-10. trifft auf den Elften. Beim letzten Auftritt der beiden Mannschaften an gleicher Stelle setzten sich die Borussen gegen die Löwen klar durch. Anfang Dezember sahen die Fans des TSV 1860 eine enttäuschende Leistung ihres Teams.

Kapitän Jesper Verlaat & Co. sind zum einen gewillt, am morgigen Samstag in Dortmund ein anderes Gesicht als noch Ende des Jahres zu zeigen, zum anderen soll möglichst mit dem nächsten Sieg eine Serie gestartet werden. Gegen Bielefeld und Hannover II gelangen bekanntlich zwei – wenn auch knappe – Siege. Aus dem Gästeblock werden die Löwen dabei bestmöglich unterstützt. Anpfiff der Partie ist morgen um 14 Uhr. Für alle mitreisenden Anhänger des TSV 1860 München gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen für das Duell gegen Borussia Dortmund II. Auch auf der Homepage der Löwen sind die Hinweise zu finden.

Tickets

Viele Löwen haben sich bereits im Vorverkauf ein Ticket gesichert. Spontane Anreisen sind aber kein Problem, die Gastgeber öffnen vor Ort eine Tageskasse. Mit 5€ dürften es die günstigsten Eintrittskarten der gesamten Spielzeit sein.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt zum Gäste-Parkplatz lautet wie folgt: Am Sonnenblick, 44139 Dortmund. Die Fläche C2 ist für die Löwenfans vorgesehen. Busse zahlen eine Gebühr von 30€, bei PKWs werden 8€ fällig. Ab 2,8 Tonnen erhöht sich die Gebühr auf 20€.

Bahnreisende nutzen ab dem Hauptbahnhof die U-Bahn bis zur Haltestelle Westfalenhallen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt, zusätzlich auch Kamerastative, Selfie-Sticks sowie Getränken und Speisen. Die Stadiontore öffnen ab 12:30 Uhr, los geht es dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Im Stadion sind lediglich Taschen bis zur Größe DIN A4 zugelassen.

Getränke (u.a. Vollbier) und Essen kann nur mit Bargeld bezahlt werden.

Livestream und Liveticker

Für alle Löwenfans vor den heimischen Bildschirmen gibt es bezüglich Free-TV keine guten Nachrichten. Die Partie wird nicht kostenlos übertragen. Allerdings kann das Spiel bei Magenta im Fernsehen und Online-Livestream verfolgt werden.

sechzger.de ist in Dortmund natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Stadion.

BVB-Trainer Zimmermann: “Hat gesehen, was für ein Potenzial wir haben”

0
Stadion Rote Erde Spielort Dortmund II in der 3.Liga (BVB) BVB-Trainer
Das Stadion Rote Erde von Borussia Dortmund (BVB II)

Nachdem die Zweitvertretung von Borussia Dortmund noch 3:0 gegen Alemannia Aachen gewonnen hatte, setzte es am Mittwoch eine 1:3-Niederlage bei Rot-Weiss Essen. Dennoch ging BVB-Trainer Jan Zimmermann nicht sehr hart mit seiner Mannschaft ins Gericht.

BVB-Trainer Zimmermann nicht unzufrieden

Auch wenn es für die Schwarz-Gelben an der Hafenstraße nichts zu holen gab, zeigte sich Jan Zimmermann zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und rechnet sich gegen die Löwen durchaus Chancen aus. Besonders die Reaktion seines Teams nach dem 0:3-Rückstand imponierte dem Übungsleiter.

“Das war genau die zweite Halbzeit, die ich mir vorgestellt hatte. Das war unser wahres Gesicht. Das hätten wir von der ersten Minute an gebraucht. Wir haben in der ersten Halbzeit 15 Minuten gehabt, in denen wir nicht im Spiel waren. Da haben wir das Spiel verloren. Die Niederlage wirft uns nicht um. Klar ist aber auch, dass uns so eine Viertelstunde nicht häufig passieren darf. Aber die Reaktion der Jungs war top. Ich glaube, man hat gesehen, was für ein Potenzial wir haben. Die Art und Weise, wie wir hier heute aufgetreten sind, hat mir gut gefallen. Klar hätten wir gerne etwas mitgenommen, aber das müssen wir jetzt schnell abhaken.”

“Fühlen uns zuhause sehr wohl”

Für das Heimspiel gegen den TSV 1860 setzt Zimmermann auch auf den Faktor Rote Erde.

“Die Jungs sind klar, wir werden noch ein gutes Abschlusstraining haben und dann konzentriert in das Spiel gehen. Uns erwartet ein aktiver Gegner mit viel Selbstvertrauen. Wir müssen mit guten Lösungen antworten, um sie entsprechend vor Probleme zu stellen. Gegen Essen haben wir ihre Fehler nicht bestraft und sind zugleich für unsere bestraft worden. Das müssen wir umdrehen, um in dieser engen Liga zu bestehen. Zuhause fühlen wir uns sehr wohl und wollen das auch dieses Mal zeigen.”

Dortmund II – TSV 1860: Ergebnistipp Mike Günter (Bamboleo)

1
Mike Michael Günter Barkeeper Bamboleo Ergebnistipp Borussia Dortmund II - TSV 1860 München

Nach zwei Siegen in Folge wollen die Löwen beim Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund II direkt nachlegen und die nächsten drei Punkte einfahren. Mike, der seit einigen Monaten für den Betrieb im Bamboleo verantwortlich ist, zeigt sich vor der Partie optimistisch und traut dem TSV 1860 München den Sieg im Stadion Rote Erde zu.

Ergebnistipp von Mike Günter (Bamboleo)

Ende März wurde noch jemand als Barleiter für das Bamboleo gesucht, mit Mike ist man beim TSV 1860 München mittlerweile fündig geworden. Der Löwenfan leitet die Geschicke im neuen Vereinsheim der Löwen und blickt bereits auf viele ereignisreiche Wochen zurück. Als eines der Highlights sticht dabei das Ois Giasing heraus, aber auch viele weitere Veranstaltungen fanden mittlerweile in den komplett renovierten Räumlichkeiten statt.

Obwohl der Gastrosommer in Giesing manchmal recht träge war, ist das Bamboleo gut angelaufen. Jetzt wo die Tage kürzer werden und es draußen auch nicht mehr ganz so warm ist, zieht es doch mehr Gäste in die warmen Kneipen. Das ist für nicht nur umsatztechnisch mega, sondern macht für uns als Barkeeper natürlich auch mehr Spaß, wenn der Laden brummt. Vor allem an Spieltagen bebt die Hütte. Mit dem Ois Giasing konnten wir nochmal gebührend den Sommer verabschieden, sodass am Abend vor lauter Hitze der Schweiß von der Decke getropft ist. Besondere Highlights sind natürlich immer Veranstaltungen wie Geburtstage, Familienfeste oder die Ausstellung der Vereinsgeschichte, da lernt man einfach wahnsinnig viele coole Leute kennen, von denen dann auch einige zu Freunden werden. Ich glaube das ist das, was mir an der Gastro die besondere Freude bereitet und das ist in der Löwenfamilie und vor allem in Giesing schon was sehr Besonderes.

Neben den Heimspielen werden auch die Partien der Löwen in der Fremde stets auf einer Leinwand im Bamboleo übertragen. Am morgigen Samstag wird der Beamer also wieder eingeschalten, wenn der TSV 1860 im Stadion Rote Erde bei der Zweitvertretung von Borussia Dortmund gastiert. Mike ist dabei zuversichtlich, dass es im Bamboleo einen Auswärtssieg zu bejubeln gibt. Er geht sogar noch einen Schritt weiter – drei Treffer werden die Löwen nach seinem Wunsch erzielen.

Dadurch, dass früher oder später ja mal der Torknoten platzen muss und die letzten Begegnungen gegen den BVB recht torreich waren, tipp ich auf ein 3 zu 1 für uns, wenn wir früh genug Druck machen. Die Tore schießen Hobsch (2) und Verlaat.

Es wäre das erste Mal, dass der gegnerische Torwart in dieser Spielzeit drei Mal hinter sich greifen müsste. Zwei Mal (Dresden und Ingolstadt) traf der TSV 1860 doppelt ins Tor, bei den weiteren fünf Partien war es maximal ein Treffer für die Weiß-Blauen. Ob Mike mit seiner Vermutung richtig liegt, zeigt sich morgen ab 14 Uhr. sechzger.de berichtet wie gewohnt umfassend von der Begegnung, unter anderem im Liveticker.

Schifferl für zwei Spiele gesperrt – ein Blick auf die Alternativen

2
24 Schifferl Raphael

Es war der große Wendepunkt im Spiel des TSV 1860 München gegen die Zweitvertretung von Hannover 96: die rote Karte für Raphael Schifferl in der 70. Minute. Danach bekamen die bisher offensiv weitgehend ungefährlichen 96er die zweite Luft und setzten die Löwen gehörig unter Druck. Gestern wurde Schifferl nun für zwei Spiele gesperrt.

DFB sperrt Schifferl für zwei Spiele

Nach der Notbremse, die Schifferl nach einem Abstimmungsproblem mit Torhüter Rene Vollath ziehen musste, sprach das DFB-Sportgericht eine Sperre von zwei Spielen aus. Damit hatte Trainer Argirios Giannikis in der Löwenrunde vor dem kommenden Spiel bei Borussia Dortmund II (Samstag 14:00h im sechzger.de Liveticker) schon gerechnet. Wenig überraschend stimmte 1860 dem Urteil bereits zu. “Ausgerechnet jetzt”, schießt es einem als Löwenfans da durch den Kopf, wo es scheint, dass Giannikis mit den zwei Siegen in Folge und einem Hauch von Aufwärtstrend seine Stammelf gefunden zu haben scheint. Aber den Löwenfans muss nicht bange werden. 1860 hat einige Alternativen im Kader, die sicher darauf brennen werden, ihre Chance im Stadion Rote Erde zu bekommen und zu nutzen.

Der Nachwuchsspieler: Sean Dulic

Eine Überraschung wäre sicher der erste Startelf-Einsatz von Sean Dulic. Der 19-jährige Innenverteidiger mit bosnischen Wurzeln kickt seit 2021 im NLZ der Löwen. Vorher schnürte er beim Sendlinger Traditionsverein FC Wacker die Schuhe. Dulic saß bei den Profis beim Spiel gegen Viktoria Köln auf der Bank, ansonsten kam er zwei Mal im Toto-Pokal zum Einsatz. In der U21 gehört Dulic zum Stammpersonal und stand in sieben Spielen über 90 Minuten auf dem Feld. Da Dulic diese Woche krankheitsbedingt nicht am Training teilnehmen konnte, scheint ein Einsatz unwahrscheinlich.

Der Youngster: Tim Kloss

Tim Kloss steht seit letzter Saison im Kader der Profis und ist ein Sechser, der aber auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. Das stellte er letzte Saison im Spiel gegen Saarbrücken eindrucksvoll unter Beweis, als er zur Halbzeit kam und nach einer roten Karte gegen Leroy Kwadwo dessen Position in der Innenverteidigung übernahm. Kloss gelang sogar in der 85. Minute der Ausgleichstreffer zum 1:1. Diese Saison kam der 20-Jährige auf drei Einsätze in der Startelf im defensiven Mittelfeld. Auch seinen Einsatz auf der Innenverteidigerposition halten wir für eher unwahrscheinlich.

Der Allrounder: Leroy Kwadwo

Leroy Kwadwo war über weite Strecken der letzten Saison Stammkraft in der Abwehr des TSV 1860. Er kann dabei sowohl als Innenverteidiger als auch als linker Vertediger eingesetzt werden. Kwadwo zählte zu Saisonbeginn zur Stammelf und kam als linker Verteidiger zum Einsatz. Nach seiner eher dürfrtigen Leistung im Spiel gegen Dresden verlor er seinen Stammplatz an Florian Bähr, der seine Sache bisher gut machte und vor Allem dank seiner weiten Einwürfe auch im Offensivspiel der Löwen gewisse Akzente setzen konnte. Kwadwo stellte jedoch seine Fährigkeiten als Innenverteidiger schon unter Beweis ist sicher eine Alternative für Schifferl.

Der Favorit: Max Reinthaler

Der Italiener aus Südtirol kam letzte Saison in der Winterpause vom SV Wehen nach Giesing. Reinthaler zeigte in seinen ersten Spielen ansprechende Leistungen, zog sich aber im März eine Verletzung zu und fiel über weite Teile der Rückrunde aus. Durch den Transfer von Raphael Schifferl rückte er ins zweite Glied und wurde in der dritten Liga bisher “nur” drei Mal eingewechselt. In der Startelf stand er lediglich im Spiel gegen Viktoria Köln. Reinthaler ist sicherlich Favorit auf den vakanten Platz in der Innenverteidigung und wird darauf brennen, sein Können zu zeigen, um wieder dauerhaft einen Stammplatz in der Innenverteidigung zu ergattern.

 

 

 

TSV 1860 – Hannover II, (1:0) die Taktiktafelanalyse

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Heimsiegs (endlich!) unseres TSV 1860 München gegen Hannover 96 II. Der verdiente, mutig erkämpfte Sieg ließ die Löwen auf Tabellenplatz 10 klettern.

Der TSV 1860 München schlug Hannover II am Mittwoch Abend unter Flutlicht auf Giesings Höhen verdient mit 1:0. Lange dominierten die Löwen das Geschehen auf dem Platz, am Ende sorgte mutiger Kampf und Einsatz für die zweite weiße Weste in Folge und drei wichtige Punkte.

Hannover 96

Die im 4-2-3-1 von Trainer Stendel ins Spiel geschickten Hannoveraner setzten wie erwartet auf eine hohe und aktive Pressinglinie, die den Aufbau der Löwen unterbinden sollte. Das gelang den Jungprofis aus Niedersachsen zwar teilweise, aber am Ende doch nicht so, wie es vermutlich geplant war.

Im letzten Drittel der Löwen verschoben die variablen Hannoveraner sowohl über den ballfernen Flügel als auch aus dem Zentrum nach vorne, sodass bis zu vier Offensivspieler asymmetrisch auf der vordersten Linie zu finden waren. Allerdings verpufften deren Offensivbemühungen in der ersten Halbzeit nahezu komplett. Außer zwei Schüssen von jenseits der Strafraumgrenze trugen die Angriffe der Gäste keine Früchte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde das noch deutlicher und nun nicht nur im Schussverhältnis, sondern auch beim Ballbesitz sichtbar. Dann kam der Bruch im Spiel mit zunächst einer extrem gefährlichen Konterchance für die Gäste und der kurz darauf folgenden unnötigen roten Karte für Schifferl, ebenfalls während eines Gegenstoßmoments für Hannover.

Zum Ende der Partie hin wurden die Gäste dann mit der numerischen Überzahl, der jugendlichen Leidenschaft einer Nachwuchsmannschaft und dem Mut der Verzweiflung im Rücken sehr drückend und immer wieder gefährlich. Am Ende nutzte es den Gästen nichts.

TSV 1860

Die Löwen spielten im 4-2-3-1 mit Verschiebungen nach vorne, die hauptsächlich aus dem Zentrum und von der rechten Seite kamen. Selbst pressten die Löwen vor allem in der ersten Halbzeit kaum, allerdings agierten die Sechzger im Gegenpressing nach Ballverlusten überall auf dem Feld extrem aktiv. Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte zeitweise, riss aber nach dem Platzverweis wieder ab.

Der TSV 1860 nutzte jedenfalls das hohe Pressing von Hannover II bzw. deren Plan, hoch und aggressiv zu pressen, zu seinem eigenen Vorteil, indem man nach tiefem Ballgewinn die Muster im Aufbau zwischen langen Bällen über den Torwart und Positionsspiel variierte.

Wenn lange Bälle im Aufbau dann und wann zunächst den Kopf oder die Brust eines Gegners fanden, konnten die Sechzger extrem häufig mit Tempo im Kampf um den zweiten Ball brillieren. Dies brachte Dynamik ins Spiel. Die Angriffe wirkten zudem trotz zwischenzeitlichen Unterbrechungen meist flüssig.

Mit viel Ballbesitz und deutlicher Feldüberlegenheit fanden die Sechzger in der Viertelstunde nach Wiederanpfiff und bis kurz vor Schifferls Platzverweis weiterhin souverän in die Box des Gegners und behielten auch in dieser Phase die Oberhand was das Chancenverhältnis betrifft.

Danach versuchte Hannover zwar alles, um sich gegen die Niederlage zu stemmen, mit weiterhin gutem defensiven Einsatz und großem Kampf hielten die Sechzger ihren Kasten jedoch sauber.

Bevor wir nun zur genauen Analyse kommen, wie immer die statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte TSV 1860 – Hannover II

  • Ballbesitz: TSV 48% – H96 52%
  • Passgenauigkeit: TSV 72% – H96 73%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 53% – H96 62%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 18/5 – H96 15/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 11,82 – H96 8,62

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (48%:52%)

Nahezu ausgeglichener Ballbesitz zeigt die Statistik. Dieser teilt sich in drei Phasen auf, die aus diversen Gründen unterschiedlich zu bewerten sind.

Halbzeit 1

Phase eins war die komplette erste Halbzeit. In dieser sahen wir von beiden Teams zwischen den Strafräumen ein dynamisches Fußballspiel. Die Löwen zeichneten sich allerdings gegenüber Hannover in zwei Dingen aus. Den Unterschied machte zum ersten die direktere Spielweise im letzten Drittel, die zu viel Aktionen in und um den Strafraum führte. Ecken und strafraumnahe Freistöße wurden gerne angenommen und gut ausgeführt. Zweitens waren die Sechzger im eigenen letzten Drittel gegen den Ball abgeklärter und ließen zwar einerseits durchaus Ballkontakte im Strafraum zu, aber andererseits kamen die Hannoveraner wie oben erwähnt nur zu zwei ungefährlichen Abschlüssen.

Zusammenfassend und kurz kann man zum Ballbesitz während dieser Phase sagen, dass sich beide Mannschaften ein gutes Spiel mit Licht und Schatten auf beiden Seiten lieferten. Häufige Ballbesitzwechsel in unterschiedlichen Zonen, die Sechzig dynamischer nutzen konnte, halfen vor der Pause, Hannover immer stärker unter Druck zu setzen.

Halbzeit 2

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte bis zum Platzverweis drehten die Löwen dann auf, was den Ballbesitz anbelangt. 20% mehr Ballbesitz verzeichneten die Sechzger im Vergleich zu Hannover in dieser Phase. Nichtsdestotrotz wurden die Gäste mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen nun auch gefährlicher. Die letzten beiden Angriffe vor dem Platzverweis ließen bei vielen schon die Alarmglocken schrillen.

Dann kam die bittere aber berechtigte Hinausstellung von Raphael Schifferl und das Spiel kippte. Der Ballbesitz lag für die letzten 25 Minuten der Partie plus Nachspielzeit bei rund 60:40 zugunsten der Hannoveraner. Diese drehten nun auf und wollten mit allen Mitteln die Überzahl auszunutzen. Den Löwen gelang es, sich dagegenzustemmen und so retteten sie gegen am Ende ebenfalls zu zehnt spielende Gäste drei Punkte.

Es gab also drei unterschiedlich starke Ballbesitzphasen für die Teams. Die genaueren Gründe dafür sehen wir uns im Folgenden an.

Passgenauigkeit (72%:73%)

Sehr ähnlich und sich auf niedrigem Niveau neutralisierend, könnte man sagen. Bevor wir diese These aber als festgemauert ansehen, werfen wir einen genaueren Blick auf die Einzelwerte in den drei oben genannten Phasen.

Kurioserweise hat Hannover II in der ersten Phase, somit in der ersten Halbzeit eine generell bessere Passgenauigkeit vorzuweisen als unsere Löwen. Grund dafür ist ein wenig die Spielweise des TSV 1860, die oft lange Bälle des Keepers und Kampf um den zweiten Ball im Anschluss mit sich brachte. Dies haben die Löwen aber meist gut zu ihren Gunsten gelöst und konnten mit den oft in den Halbräumen oder in der Zentrale erarbeiteten Bällen direkt weiter mit Tempo gefährlich werden.

In der zweiten Phase, die balldominante Löwen, aber ein ausgeglicheneres Schussverhältnis sah, liegt die Passgenauigkeit im Vergleich der beiden Teams da, wo man sie vermutet. Mit deutlichem prozentualen Überschuss neigt sich die Waage hier in jeder Kategorie in Richtung TSV 1860 München. Einzig bei den Rück- und Querpässen verzeichnet Hannover bessere Werte. Das liegt hauptursächlich an den Zonen, in denen diese Pässe von den beiden Teams gespielt wurden. Während vor allem die Querpässe hier ins Gewicht fallen, findet man die in dieser Phase vor allem in den defensiveren Bereichen der Niedersachsen, während sich das bei den Sechzgern mit leichter Tendenz in die eigene Hälfte doch gut über den ganzen Platz verteilt.

Nach dem Platzverweis hatten wir dann genau umgekehrte Vorzeichen mit kompletter Dominanz im Passspiel für Hannover über einen etwa gleichlangen Zeitraum bis zum Schlusspfiff. Dank der Nehmerqualitäten und des Einsatzes jedes einzelnen Spielers retteten die Löwen einen zunächst sicher scheinenden Sieg über die Ziellinie.

Defensive Zweikampfquote (53%:62%)

Mit den erwähnten Nehmerqualitäten wären wir bei Kampf und Einsatz. 53% gewonnene Zweikämpfe klingt erst einmal nicht nach gutem Kampf. Werfen wir einen genaueren Blick darauf. Dazu finden wir zunächst einmal heraus, ob es im Verhältnis der Zweikampfbilanz in den verschiedenen Phasen Unterschiede gab. Und ja, die gab es.

Halbzeit 1

In der ersten Halbzeit liegt die Zweikampfquote für die Löwen mit einem Plus von sieben Prozent deutlich über der von H96. Hier gibt es abgesehen vom relativen Wert, der trotzdem unter 60% liegt, keine Kritik was Einsatzwillen betrifft. In der Ausführung ist noch Luft nach oben. Allerdings ist es wie so oft, dass auch verlorene Duelle gegen den Ball das Spiel des Gegners verzögern können oder auch im Nachgang zum Ballgewinn durch einen Mitspieler führen.

Sehen wir uns die deutlich schlechteren beiden Phasen der zweiten Halbzeit an. Ist das in einem Aufwasch möglich, oder muss man auch hier wieder Unterschiede machen? Ja, das muss man.

Halbzeit 2

Bis zur 71. Minute mussten die Sechzger nicht viele Duelle führen, um nach einem Ballverlust wieder in Ballbesitz zu kommen. In dieser Phase kam Hannover allerdings auch immer wieder zügig durch die Reihen der Löwen, was auch in Abschlüssen endete. Zu deren Genauigkeit und Gefährlichkeit weiter unten mehr.

Nach der Roten Karte waren die Löwen weiterhin nicht gut im Spiel, was das Gewinnen von Defensivzweikämpfen betrifft. Die Zweikampffrequenz, die knapp an 1,5 Zweikämpfe gegen den Ball pro Minute gegnerischen Ballbesitzes für diese Phase heranreicht, war absolut in Ordnung. In Folge dessen gelangen Ballgewinne leider häufig erst in riskanten Situationen bzw. in gefährlichen Zonen. Die durch die Überzahl begünstigt größer werdenden Räume wussten die Hannoveraner gut zu bespielen und die Löwen fanden oft erst spät – wenn überhaupt – Mittel dagegen.

Es gab nun Schussgelegenheiten für Hannover II. Das einzige was den Hannoveranern fehlte, war ein wenig das Zielwasser bzw. der Mut, im richtigen Moment abzuziehen.

Kommen wir also zur Schussverteilung und blicken wir auch ein wenig auf die Schussgenuaigkeit.

Schüsse/aufs Tor (18/5:15/2)

Halbzeit 1

Die Schussverteilung in den Phasen des Spiels sieht in der ersten Halbzeit ein klares Plus für die Löwen und ja auch das Siegtor zur 1:0 Führung durch Hobsch. Schauen wir genauer drauf.

In der ersten Hälfte der Partie gab es vom TSV 1860 München acht Schüsse auf den Kasten der Gäste. Hannover kam zu zwei mehr oder weniger „Verzweiflungsschüssen“. Beide Schüsse kamen zwar aus zentraler und damit potentiell gefährlicher Position, jedoch knapp von außerhalb des Sechzehners abgefeuert.

Schauen wir hier aber mal genauer auf die Löwen und vergessen wir nicht die Gelegenheiten, in denen zwar eine Schusschance bestand, diese jedoch entweder von Hannover im letzten Moment vereitelt oder aber leider, wenn auch selten, selbst vertändelt wurde.

Drei hochkarätige Torchancen im Zentrum per Fuß und Kopf, zwei Schüsse aus Halbpositionen und drei Schüsse von außerhalb des Sechzehners ist die Ausbeute der ersten Halbzeit für die Löwen. Die Hannoveraner konnten keinen Schuss blocken, hatten allerdings mit Stahl einen Keeper zwischen den Pfosten, der einige gute Reaktionen zeigen musste, um seinem Team die Null zu halten, was ihm bis zum Gegentreffer und danach zum Leidwesen der Löwenfans allerdings gut gelang. Insgesamt war die Torausbeute für die Chancenqualität und -dichte, leider – und so kritisch muss man sein dürfen – zu gering. In der ersten Halbzeit hätten die Sechzger von den vier wirklich guten Gelegenheiten (eine davon wurde Beute des Torwarts, bevor geschossen werden konnte) mindestens zwei nutzen müssen.

Halbzeit 2

Nach der Halbzeit hatte weiterhin der TSV 1860 bis zum Platzverweis ein Chancenplus gegenüber Hannover II. Leider war aber die Schussgenauigkeit bei den Löwen nun in der Kabine geblieben. Hannover wurde besser was die Schusshäufigkeit und die Genauigkeit anbelangt. Das half Hannover jedoch nicht gegen einsatzfreudige Löwen, die in dieser Phase die gefährlichen Schüsse in der Box mit einer Ausnahme alle blocken konnten.

Nach dem Platzverweis kamen die Einschläge näher, aber nicht in höherer Frequenz. Dass sich die Schussfrequenz nicht erhöht hat, spricht für die Defensive in der Mittelfeldzentrale und auf den tiefen Flügeln. Trotz deutlicher spielerischer Überlegenheit konnten die Niedersachsen ihre Torgefählichkeit nicht wirklich steigern. Natürlich wirken Schüsse in Strafraumnähe oder sogar im Strafraum selbst speziell in Unterzahl in subjektiver Sicht immer wahnsinnig gefährlich für die eigenen Mannschaft.

Die Schüsse nach der 71. Minute und die zuvor hatten allerdings nicht nur im Schnitt, wo der xG Wert bis auf die zweite Nachkommastelle exakt gleich ist, sondern auch im Einzelvergleich mit minimalen Abweichungen nahezu die gleiche Chancenqualität und auch die Positionen ähneln sich. Hätten die Hannoveraner hier möglicherweise für das mutige Spiel selbst einen Treffer verdient gehabt? Möglicherweise. Sie haben aber keinen geschossen. Und das vor allem deshalb, weil die Sechzger es nicht zugelassen haben. Das gilt es festzuhalten.

PPDA (11,82:8,62)

Halbzeit 1

Zunächst zurückhaltende Sechzger entdeckten nach der Halbzeitpause das höhere Pressing auch gegen das Positionsspiel der Hannoveraner und nicht nur in Gegenpressingmomenten nach eigenen Ballverlusten.

Vor der Halbzeit, vor allem deswegen, weil viele Balleroberungen erst im Mittelfeld oder tief gelangen, das war der Höhe der Pressinglinie der Löwen, die wieder tief stand, nach zu urteilen auch so beabsichtigt.

Die Hannoveraner liefen wie erwartet hoch an und versuchten, möglichst früh im Aufbau der Löwen so zu stören, dass ein Ballgewinn entweder tief in der gegnerischen Hälfte erzwungen werden kann oder tiefe Pressingfallen zuschnappen. Dadurch, dass die Löwen mit den weiten Abschlägen, Abstößen und Abwürfen des Torhüters aber eine Waffe zum Aufbau wählten, die vielelicht nicht attraktiv ist, die aber auch bei korrekter Ausführung keine Überzahl dort entstehen lässt und der Kampf um den zweiten Ball nach einem langen Abschlag etc. meist von der Anzahl beteiligter Spieler ausgeglichen ist, lief dieser Plan ins Leere, da diese Ausgeglichenheit den Löwen in die Karten spielte.

Halbzeit 2

Nach dem Seitenwechsel bis zum Platzverweis sehen wir ein exakt gegenteiliges Bild. Und auch nach dem Platzverweis schnellt der PPDA Wert der Hannoveraner nicht mehr über die Marke von 15 zugelassenen Pässen. In der indirekt proportional zu lesenden Statistik müsste es eigentlich unter die Marke von 15 heißen, denn, zur Erinnerung, hier ist weniger mehr. Der geringere Wert ist also theoretisch der Bessere. Zumindest wenn Angriffspressing auf dem Plan stehen sollte.

Genau das war nun bei den Löwen der Fall. Bis der Unparteiische, der generell ein gutes Spiel lieferte (von der Länge der Nachspielzeit mal abgesehen), die Rote Karte zücken musste, lag die PPDA der Löwen in der zweiten Hälfte fast durchgängig bei einem Wert von 6. Danach fielen die Sechzger verständlicherweise wieder auf das Niveau vor dem Pausentee.

Die Hannoveraner versuchten zwar nach der roten Karte in einigen Momenten produktiv anzulaufen, lange Bälle oder schnell durchgeführte Angriffe ließen das aber wiederum ins Leere laufen. In der Hälfte des TSV 1860 München konnten die 96er in den 25 Minuten nach dem Platzverweis den Ball lediglich fünf Mal erobern, zwei Mal häufiger, wenn man die Balleroberungen in den sogenannten pressingrelevanten Zonen mit einbezieht.

Das Tor

Hier könnt ich euch den Kopfballtreffer von Patrick Hobsch nach einem Eckball, den Tunay Deniz hereingab, noch einmal ansehen.

Es war ein erlösender Moment, in dem das Stadion zu explodieren schien.

Dass das Tor fiel, war zu diesem Zeitpunkt keine Überraschung mehr, die Sechzger hatten in der ersten Halbzeit mit diversen guten Chancen den Kasten der Gäste „sturmreif“ geschossen, aber leider zu wenig aus den Chancen gemacht.

Somit blieb es dank einer grandiosen Leistung gegen den Ball, bei der auch viel Leidenschaft und Kampf diverse Fehler auszubügeln half, beim 1:0 Heimsieg unseres TSV 1860 gegen Hannover II.

Das fiel auf

Wieder eine gute kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung, bei der am Ende zwar auch mit etwas Glück, das sich die Mannschaft aber ebenfalls erkämpft hat, endlich der erste Heimsieg herausspringt. Weiter so.

Das Spiel wird flüssiger, die Spielweise mutiger. Einen großen Anteil hat dabei Kozuki, der auf seiner Position sehr intelligent spielt, aber auch in manchen Situationen Ideen hat, auf die sich seine Mannschaftskameraden noch einstellen müssen. Trotz dieser sporadischen Abstimmungsschwierigkeiten auf der Seite war das Offensivspiel dort sehr lebhaft und oft schön anzusehen.

Gegen den Ball kann man, abgesehen vom tollen Einsatz jedes einzelnen Spielers, vor allem das wieder gut abgeriegelte Zentrum als auffällig nennen. Von 34 Positionsangriffen der Hannoveraner, die bis ins letzte Drittel der Löwen kamen, wurden lediglich acht durch die Mitte gespielt.

Fazit

Der TSV 1860 München schlägt Hannover II, macht Fortschritte und trotzdem sind einige nicht zufrieden. Worauf ich anspiele ist den Giesinger Gedanken meines Kollegen Stefan Kranzberg zu entnehmen.

Die kleine Pflanze Spielkultur, die bei Sechzig gedeiht, konnte man vor allem in den ersten 25 Minuten der zweiten Hälfte sehen. Hoffen wir, dass keiner den Steckling niedertritt und sich das weiterhin mit kleine Schritten vorwärts entwickelt.

Am Samstag bitte genau so weiter.

Datenquelle: Wyscout

Sechzig um Sieben: Raphael Schifferl fällt aus, Giannikis in der Löwenrunde

0
Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Sechzig um Sieben – Alles zu den Löwen auf einem Blick. Am morgigen Samstag steht die zweite Partie dieser Woche an. Für die Fans und die Mannschaft des TSV 1860 geht es nach Dortmund zur Zweitmannschaft der Borussia. Doch bevor es ins Wochenende geht, noch einmal die wichtigsten Nachrichten aus dem Umfeld des Turn- und Sportvereins.

Raphael Schifferl fällt aus

Beim letzten Spiel des TSV 1860 gegen Hannover II mussten die Löwen einen Rückschlag in Kauf nehmen. Obwohl man seit langem endlich wieder einen Heimsieg feiern konnte, schwang auch ein fader Beigeschmack mit. So musste Raphael Schifferl in der 70. Minute eine rote Karte, nachdem er einen vorpreschenden Hannoveraner zu Fall bringt. Jetzt ist klar: Der Österreicher wird für zwei Spiele ausfallen. Gegen Dortmund auswärts und gegen Wehen Wiesbaden zu Hause wird Schifferl nicht für die Löwen auflaufen.

Giesinger Gedanken von Stefan Kranzberg

Mit der englischen Woche kommt auch der englische Giesinger Gedanke. Dieses Mal hat Stefan Kranzberg in seinem Text einen Appell an alle Löwinnen und Löwen. Hier könnt ihr seine sehr gelungenen Ausführungen lesen.

Löwenrunde vor dem Spiel

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Einen Tag nach seinem lang erhofften Heimsieg stellt sich Trainer Argirios Giannikis schon zum zweiten Mal in dieser Woche den Fragen der Presse. Neben den Ausfall von Raphael Schifferl ist auch der Einsatz von Morris Schröter noch ungewiss. Genauere Informationen, eine Analyse des Trainwers sowie die Taktikfrage sind hier anzufinden.

Und sonst so

Um unser Sechzig um Sieben abzurunden, folgt noch der Blick zu der Konkurrenz in der dritten Liga.

  • Unterhaching tritt am Freitagabend gegen den Liga-Favorit SV Sandhausen an. In der Partie fallen Leistungsträger, wie beispielsweise Markus Schwabl, aus.
  • Erst letzten Samstag waren die Löwen in der Schüco-Arena in Bielefeld. Wie der Sponsor nun bekannt gibt, wird Schüco auch weiterhin ein Partner der Arminia bleiben.
  • Zur englischen Woche gibt es auch eine Übersicht aller Auswärtsfahrer*innen. Für das kommende Spiel in Dortmund werden über 1000 Löwenfans den Weg zur Roten Erde antreten.

Löwenrunde: “Fans geben die Extra-Prozentpunkte”

1
Löwenrunde: "Fans geben die Extra-Prozentpunkte"
Löwenrunde: "Fans geben die Extra-Prozentpunkte"

Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Hannover II war die Stimmung an der Grünwalder Straße am Tag nach dem Spiel gelöster als gewohnt. Keine 20 Stunden nach dem Abpfiff stand bereits die Löwenrunde vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II auf dem Programm. “Die Fans haben sehr gutes Gespür bewiesen und die Mannschaft durch eine schwierige Phase getragen. Die Fans geben die Extra-Prozentpunkte“, sagte Trainer Giannikis.

“Fans geben die Extra-Prozentpunkte”

Im Fokus stand zu Beginn vor nur drei Medienvertretern (Merkur/tz, AZ, sechzger.de) ein kleiner Rückblick auf das Heimspiel gegen Hannover. “Der Sieg war hochverdient, wir haben den Gegner zu vielen Fehlern gezwungen, uns hat aber im letzten Drittel etwas die Klarheit in den Aktionen gefehlt“, sagte Löwen-Trainer Giannikis und lobte die “sehr gute Atmosphäre“. Weiter sagte der Franke: “Der Funke ist vom Team auf die Fans übergesprungen. Die Fans haben sehr gutes Gespür bewiesen und die Mannschaft durch eine schwierige Phase getragen. Die Fans geben die Extra-Prozentpunkte. Auch wenn wir davor das 2:0 oder 3:0 machen müssen.”

Vermutlich zwei Spiele Sperre für Schifferl

Schifferl wird nach seiner Roten Karte wohl zwei Spiele gesperrt werden, bislang gibt es noch keine Entscheidung des Sportgerichts. “Die Regularien sind klar. Er ärgert sich darüber am meisten und wird daraus lernen. Es war eine unnötige Rote Karte. Aber wir haben mit Max Reinthaler einen wichtigen und erfahrenen Spieler. Sperren und Verletzungen gehören dazu“, sagte Giannikis und erklärte über Reinthaler, der wohl in die Startelf rücken wird: “Er hat seine Stärken im Stellungsspiel und im Spielaufbau.” Dass die Fehlerkette von einem falschem Kommando und einem zögerlichen Herauslaufen von Vollath eingeleitet wurde, wollte Giannikis weder bestätigen noch verneinen. “Es gab eine Kommunikation, aber er (Schifferl) hätte den Ball auch einfach wegschlagen können.”, sagte Giannikis.

Schröter in Dortmund noch fraglich

Morris Schröter hatte nach dem Bielefeld-Spiel über Adduktoren-Probleme geklagt und war deshalb nicht im Kader des Heimsiegs gegen Hannover. “Solange er nicht beschwerdefrei ist, werden wir kein Risiko eingehen“, sagte Giannikis. Am Donnerstag absolvierte der Offensiv-Akteur ein Lauftraining. Die Entscheidung, ob er am Samstag gegen Dortmund eine Option ist fällt aber erst nach dem Abschlusstraining am Freitag.

Viel Tempo – stark im Umschaltspiel

In Bezug auf den nächsten Gegner erklärte der Löwen-Dompteur: “Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns mit dem Gegner beschäftigt. Dortmund ist zu Hause noch ungeschlagen. Sie kommen offensiv mit sehr viel Tempo und sind stark im Umschaltspiel“. Da kommt es gerade recht, dass es bis auf den gesperrten Schifferl bislang keine Ausfälle für die Partie in NRW gibt. Die Entscheidung wer mitfährt, wird aber erst nach dem Abschlusstraining fallen.

Hobsch wohl im Sturm gesetzt

Lob erhielt Stürmer Hobsch von seinem Coach: “Er hat in den defensiven Abläufen einen Schritt gemacht und wie er für das Team arbeitet. Seine Stärken hat er in den Tiefenläufen und in der Box“. Auf Frage von sechzger.de, weshalb die Löwen als eines von drei Teams noch kein Remis auf dem Konto hatte scherzte Giannikis: “In den ersten drei Spielen und auch gegen Dresden hätten wir gerne ein Unentschieden gehabt und das wäre auch möglich gewesen.“. Es gebe aber keinerlei Vorgaben, dass es verboten sei, Unentschieden zu spielen. Für die Englische Woche sind neun Punkte das Ziel. “Wir stehen defensiv stabiler, gehen weniger Risiken und unser Offensivspiel hat sich entwickelt. Wir haben viele Standards und Aktionen im letzten Drittel“, sagte Giannikis über die bisherigen beiden Partien dieser Woche.

Lange Einwürfe als neues Stilmittel

Giannikis sprach auch über die neue Variante mit langen Einwürfen von Bähr und Wolfram Torgefahr zu generieren: “Wir werden das weiterhin situativ einsetzen. Solche Einwürfe sind schwer zu verteidigen. Wichtig ist, dass dabei die Restverteidigung stimmt. Das war gestern über weite Strecken gut. Wir hatten bisher bei Ecken viel Pech und der Gegner hat oft auf der Linie geklärt.” Eine Option sei auch Danhof, falls man Reich eine Pause geben wolle. “Aber nur wenn Danhof gesund ist, er ist nach langer Pause erst eine Woche im Training. Reich muss sehr früh viel Verantwortung tragen und er macht das in Summe sehr gut. Aber wir werden die Qualität des ganzen Kaders ausschöpfen“, erklärte der Sechzger-Trainer.

Vor 1.000 Löwen-Fans auf/in Roter Erde

Etwa 1.000 Löwen-Fans werden ihr Team auch in Dortmund im Stadion Rote Erde unterstützen. “Das ist herausragend und ungemein wichtig für das Team. Das gibt die Extra-Prozentpunkte, auch im Kopf. Nach der langen Fahrt ist es schön, wenn man die eigenen Fans sieht und das bringt auch den Spielern etwas“, sagte Giannikis weiter.

Sechzger.de Taktikfrage im Wortlaut

Wie immer gibt es die sechzger.de-Taktikfrage zum Abschluss im Wortlaut.

Es ist natürlich immer ein Zusammenspiel mehrerer spieltaktischer Faktoren, wenn man ein Spiel erfolgreich bestreitet. Welcher taktischer Aspekt war aber isoliert betrachtet ihrer Meinung nach der wichtigste auf dem Weg zum ersten Heimsieg der Saison?

Der wichtigste Aspekt war, dass wir in der Spieleröffnung das Pressing des Gegners überspielt haben. So haben wir uns in Position gebracht und den Gegner sehr oft ins Leere laufen lassen, damit ihre Stabilität nicht auf den Platz gebracht werden kann. Durch geschicktes Nachrücken haben wir auch die schnellen, tiefen Anspiele des Gegners unterbunden. Das war sehr wichtig und die Mannschaft hat es sehr gut umgesetzt. Das war der Schlüssel zum Sieg.

Giannikis: “Viel Leidenschaft reingelegt”

0
Giannikis: "Viel Leidenschaft reingelegt"
Giannikis: "Viel Leidenschaft reingelegt"

Nach dem 1:0-Sieg der Löwen gegen Hannover II sprachen in der Pressekonferenz nach der Partie die beiden Trainer über die Begegnung. 1860-Coach Giannikis sagte unter anderem: “Es ging nicht darum zu glänzen, wir wollten gewinnen. Nach der Roten Karte hat die Mannschaft viel Leidenschaft reingelegt, da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen.”.

Stendel: “In der ersten Halbzeit zu ängstlich”

Gästecoach Daniel Stendel sagte im Detail:

“Wir waren in der ersten Halbzeit zu ängstlich, haben aber in den letzten 20 Minuten alles reingeschmissen. Natürlich auch unterstützt durch die Rote Karte. Es wäre mehr möglich gewesen, wir hatten die große Chance zum Ausgleich.”

Sein Team sei wieder einmal nah dran gewesen, aber man stehe erneut mit leeren Händen da, meine Stendel und ergänzte: “Das ist ärgerlich, aber wir wussten, dass wir Lehrgeld bezahlen müssen. Wir arbeiten weiter und das wird auch belohnt werden.”. Über die Löwen sagte Stendel anschließend: “Wir sind auf ein erfahrenes Team getroffen, das die Partie ordentlich runtergespielt hat, ohne groß zu glänzen”.

Giannikis: “Viel Leidenschaft reingelegt”

Löwen-Trainer Argirios Giannikis erläuterte:

“In Summe haben wir bis kurz vor der Roten Karte ordentlich gespielt und die Räume ordentlich genutzt. Wir hatten aber auch drei oder vier Phasen in denen wir Fehler gemacht haben.”

Weiter sagte Giannikis: “Nach dem 1:0 können wir das 2:0 oder 3:0 machen, dann ist das Spiel gelaufen.”. Man sei aber auch schon vor dem Platzverweis in einen gefährlichen Konter gelaufen. “Nach der Roten Karte wurde es natürlich hektisch und Hannover hat gut aufgespielt. Aber die Mannschaft hat viel Leidenschaft reingelegt, dafür muss ich der ihr ein Kompliment machen.”. Sein Team sei mit dem Druck ordentlich umgegangen, habe es aber verpasst, das zweite Tor zu machen.

Giannikis: “Es ging nicht darum zu glänzen”

“Es ging nicht darum zu glänzen, wir wollten gewinnen. Wir hatten gute Phasen, haben drei der letzten vier Ligaspiele gewonnen und zwei Mal in Folge zu null gespielt”, sagte Giannikis weiter. Nun gehe es darum, schnell zu regenerieren, da man eine lange Fahrt nach Dortmund vor der Brust habe.

Wehwehchen bei Schröter – Missverständnis bei der Roten

Schröter hatte nach dem Spiel in Bielefeld “einige Wehwehchen und war nicht einsatzfähig”, erklärte Giannikis, weshalb die Offensivkraft nicht im Kader stand. Auf Rückfrage zum Platzverweis gegen Schifferl sagte er: “Das war ein Missverständnis. Er (Anm. d. Red.: Schifferl) denkt, dass Rene näher dran ist und will den Ball durchlassen. Es wäre einfacher gewesen, den Ball ins Aus wegzuschlagen. Aber das passiert, er wird uns jetzt zwei Spiele fehlen, wir lernen draus.”.

7. Spieltag: Soichiro Kozuki in kicker “Elf des Tages”

0
Kozuki 1860

Einen Scorerpunkt konnte Soichiro Kozuki beim gestrigen Heimsieg gegen Hannover 96 II zwar nicht verbuchen, zur Berufung in die kicker “Elf des Tages” reichte es für den Japaner aber dennoch.

Soichiro Kozuki in kicker “Elf des Tages”

Besonders in der ersten Halbzeit zeigte der Neuzugang eine sehr auffällige Leistung und machte auf der linken Offensivseite ordentlich Betrieb. Das Sportmagazin belohnte die Leistung von Kozuki mit der Note 2,0 und der Berufung in die Spieltagself. Tunay Deniz, Julian Guttau und Jesper Verlaat wurden mit der Bewertung 2,5 bedacht.

Die Spieltagself im Überblick

Bethke (Cottbus) – Ruschke (Rostock), Bichsel (Saarbrücken), Schultz (Essen), Fallmann (Aue) – Schuster (Rostock), Kozuki (1860), Müsel (Essen), Otto (Sandhausen) – Daferner (Dresden), Thiele (Cottbus)

Foto: TSV 1860