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Sechzig um Sieben: Wolfram ist Neuzugang Nummer sechs

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Sechzig um Sieben: Fuchs wechselt zum BvB II

Hinter dem TSV 1860 München liegt eine äußerst aktive Woche auf dem Transfermarkt. Gleich sechs neue Spieler konnten dabei vorgestellt werden. Der letzte und somit aktuellste Name ist dabei Maximilian Wolfram, der vom SC Verl kommt. Außerdem gab es einen Kommentar auf sechzger.de, den ersten schriftlichen Saisonrückblick sowie einen Artikel zum Hauptsponsor dieBayerische. Ein Blick auf die Konkurrenz darf in der neuen Woche natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Maximilian Wolfram wird ein Löwe

Den mittlerweile sechsten Neuzugang präsentierte der TSV 1860 München am Sonntagmorgen offiziell. Nach Patrick Hobsch folgte am Samstag zunächst der einzige Tag der Woche ganz ohne Transfermeldung, ehe gestern Maximilian Wolfram vorgestellt wurde. Der Stürmer kommt vom SC Verl und absolvierte dort in der abgelaufenen Spielzeit alle Partien. Dabei gelangen ihm sieben Treffer. Er unterschreibt bis 2026 an der Grünwalder Straße.

Damit dürfte ein Großteil der Neuzugänge bereits feststehen. Gerüchte ranken sich aktuell noch um Linksverteidiger Luca Bolay, der Waldhof Mannheim definitiv verlassen wird.

Das mögliche Investment von Ismaik in Höhe von 100 Millionen Euro

In Sachen Auswärtsfahrern waren die Löwenfans vergangene Saison wieder einmal Spitze. Deutlich über 2.000 von ihnen waren im Schnitt mit dabei, wenn der TSV 1860 auf Reisen ging. Ein Slogan, der seit geraumer Zeit in der Fanszene benutzt wird, ist der Spruch “Freiheit für Sechzig”. Jan hat sich diesen zum Anlass genommen, um das mögliche 100 Millionen-Investment von Hasan Ismaik zu kommentieren.

Saisonrückblick Thomas Enn

Im letzten sechzger.de Talk fiel der Rückblick auf die Saison 2023/24 vergleichsweise eher kurz aus. In der nächsten Ausgabe, die heute abend online gehen wird, sprechen Jan und Christian allerdings noch einmal – aus einer etwas anderen Perspektive – über die erwähnte Spielzeit. Wie gewohnt gibt es dazu auch wieder die schriftlichen Saisonrückblicke der verschiedenen Redakteure bei sechzger.de. Beginnen tut damit in dieser Sommerpause Thomas Enn.

Ein Blick auf Hauptsponsor dieBayerische im Wahlkampf

Für viele Diskussionen hat am gestrigen Sonntag zudem der Artikel zum Hauptsponsor dieBayerische geführt. Darin geht es um die Fragestellung, wie tief das Unternehmen im Wahlkampf rund um den Verwaltungsrat steckt. Vor allem Martin Gräfer ist dabei im Fokus. Das Löwenmagazin hat hierzu Anfragen gestellt, die einige Fragen aufwerfen.

News aus der 3.Liga

Zahlreiche Drittligisten im DFB-Pokal

Durch das Ausscheiden in Pipinsried ist es den Löwen bekanntlich nicht vergönnt, den bayerischen Pokal-Starterplatz im DFB-Pokal wahrzunehmen. Diesen Erfolg konnte der FC Ingolstadt am Finaltag der Amateure für sich verbuchen. Die Schanzer setzten sich gegen die Würzburger Kickers durch. Würzburg war allerdings ohnehin bereits über die Liga qualifiziert. Viele weitere Drittligisten waren ebenfalls im Einsatz, Aachen und Cottbus konnten dabei das Double feiern. Neben Ingolstadt, Würzburg, Aachen und Cottbus nehmen außerdem Hansa Rostock, der 1.FC Saarbrücken, Rot-Weiss Essen, der SV Sandhausen, Arminia Bielefeld, Dynamo Dresden, VfL Osnabrück, der Verlierer der Relegation zwischen Jahn Regensburg und Wehen Wiesbaden sowie Erzgebirge Aue an der ersten Runde teil.

Insgesamt 13 Drittligisten sind somit Anfang August im Wettbewerb vertreten.

Wie tief steckt “die Bayerische” im Wahlkampf von Martin Gräfer?

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dieBayerische Firmenzentrale Logo Sponsor TSV 1860 München Martin Gräfer

Offiziell tritt Martin Gräfer als Privatperson und Mitglied des Bündnis Zukunft 1860 zur Verwaltungsratswahl an – neueste Anfragen des “Löwenmagazin” lassen jedoch Fragen hinsichtlich der Beteiligung des Hauptsponsors “die Bayerische” aufkommen.

“die Bayerische” stellt Personal-Ressourcen für Gräfers Wahlkampf zur Verfügung

Das “Löwenmagazin” hatte in seiner Berichterstattung kürzlich folgende Frage aufgeworfen:

Ist das Bündnis Zukunft nun Gräfers privates Engagement oder ist es das Engagement des Hauptsponsors? Wäre es nicht elementar wichtig beides voneinander zu trennen?

Hintergrund war, dass Presseanfragen an das Bündnis Zukunft mitunter laut “Löwenmagazin von einer Mitarbeiterin der “Bayerischen” beantwortet wurden:

Ohnehin sind die Kommunikationswege vollkommen absurd. Schreibt man an das Bündnis eine Frage die auch die Bayerische betrifft, bekommt man als Antwort das sei Thema vom Hauptsponsor und könne vom Bündnis nicht beantwortet werden. Dabei ist der Weg der Email klar. Sie geht an die PR Agentur, dann an die Pressesprecherin des Bündnisses. Und die verweist dann an die Bayerische. Schreibt man dann an den Hauptsponsor antwortet die gleiche nette Dame. Aber dann eben als Pressesprecherin des Hauptsponsors.

Die genannte Pressesprecherin der “Bayerischen” unterstützte Martin Gräfer auch auf Facebook, indem sie ihm vermehrt in Diskussionen in Kommentarbereichen ungefragt argumentativ zur Seite zu springen versuchte.

“die Bayerische” bestätigt Bereitstellung von Personal für Gräfers Wahlkampf gegenüber dem “Löwenmagazin”

Die Wahlkampfhelferin aus dem eigenen Hause ist keine offizielle Mitarbeiterin des “Bündnis Zukunft 1860“, sondern laut der Karriereplattform “LinkedIn” füllt sie die Position der “Pressesprecherin Schaden- und Unfallversicherung” beim Hauptsponsor des TSV 1860 München aus. Dennoch räumt nun die “Bayerische” gegenüber dem “Löwenmagazin” ein, dass die Pressesprecherin des Versicherers die Beantwortung von Presseanfragen bezüglich Martin Gräfers Kandidatur in ihrer Funktion beim Neuperlacher Versicherer übernimmt.

Dass die genannte Kollegin über die Themen des Bündnisses im Bilde ist und unterstützt, liegt einzig und allein daran, dass der Vorstand des Unternehmens, Martin Gräfer, kandidiert und die Kandidatur mit Unterstützung & Befürwortung der Bayerischen erfolgt.

Geht die Unterstützung und Befürwortung von Gräfers Kandidatur durch “die Bayerische” so weit, dass das Versicherungsunternehmen hierfür Personalressourcen einsetzt? Immerhin soll die Versicherung einen Großteil der Kosten für das “Bündnis Zukunft 1860” gestemmt haben. Das berichtet das “Löwenmagazin“: Dazu wurde auch eine immense Summe von weit über 100.000 Euro eingesetzt, das meiste davon hat der Hauptsponsor “die Bayerische” übernommen”. Das Bündnis und besonders dessen Agentur “Cyrano”, für welche die meisten Kosten angefallen sein dürften, betreiben offen und offensiv Wahlkampf für Gräfer & Co.

Auch Martin Gräfer selbst wurde bei der Kandidatenvorstellung am Donnerstag vor einer Woche in der Sechzger Alm gefragt, was genau er meine, wenn er von “wir” spräche und welche Rolle die “Bayerische” im Wahlkampf spiele. Er bekräftigte, dass die “Bayerische” das Bündnis Zukunft 1860 und die damit verbundene Kandidatur unterstütze.

Compliance? “die Bayerische” ist eine Versicherung auf Gegenseitigkeit

Das Wort Compliance hört man oft und gerne aus dem Mund von Martin Gräfer selbst. Der Vorstand der “Bayerischen“, der jüngst nebulöse Andeutungen bezüglich Gewalt auf Mitgliederversammlungen machte, scheint sich nun jedoch der Ressourcen seines Arbeitgebers zu bedienen. Mittel der “Bayerischen” für seinen privaten Wahlkampf?

Führt Martin Gräfer den Wahlkampf mit Mitteln der “Bayerischen” als Privatperson?

Ob die Bereitstellung von Firmenressourcen durch ein Versicherungsunternehmen auf Gegenseitigkeit für die privaten Wahlkämpfe eines ihrer Vorstandsmitglieder für ein Amt in einem Sportverein mit den hauseigenen Compliance-Regeln vereinbar ist? Dies vermögen wir nicht zu bewerten. Zumindest die Versicherungsnehmer, deren Gelder hierbei mittelbar mitverwendet werden, dürften hierbei jedoch hellhörig werden.

Denn: die “Bayerische” ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (“VVaG”). Im Gegensatz zur Aktiengesellschaft, die viele Versicherungsunternehmen vorziehen, ist die VVaG im Stile eines Vereins strukturiert. Das bedeutet, dass in erster Linie die Bedürfnisse der Mitglieder berücksichtigt werden müssen. Ein VVaG hat eine Mitgliedervertreterversammlung, auch Hauptversammlung genannt, in welcher die Mitglieder des Vereins – die versicherten Personen – vertreten sind.

Werden mit Gräfers Privatkandidatur die “Bedürfnisse der Mitglieder” der “Bayerischen” berücksichtigt? Das kann stark bezweifelt werden.

…oder schickt “die Bayerische” Martin Gräfer für eigene Ambitionen vor?

Oder ist Gräfer nur vom Versicherungsunternehmen selbst vorgeschickt? Womöglich, um durch seine Wahl mehr Macht in e.V. und mittelbar auch KGaA zu erhalten? Vorgeschlagen haben Gräfer seine Vorstandskollegen Thomas Heigl und Dr. Herbert Schneidemann.

Wäre dem so, dann wäre der einstige Triebwagen der Sponsorenlandschaft des TSV 1860 endgültig aus den Schienen gesprungen. Mit einer – vom Versicherungsaufsichtsgesetz vorgeschriebenen -Versicherungstätigkeit oder einem Sponsoring seitens der “Bayerischen” dürfte eine derartige Mittelverwendung nicht mehr viel gemein haben.

Transfer fix: Maximilian Wolfram unterschreibt beim TSV 1860

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Maximilian Wolfram
Maximilian Wolfram

Der TSV 1860 München bastelt weiter fleißig an seinem Kader für die Saison 2024/25. Nun wurde der nächste Neuzugang vorgestellt. Vom SC Verl kommt Maximilian Wolfram an die Grünwalder Straße und geht ab dem Sommer für weiß und blau auf Torejagd.

Maximilian Wolfram unterschreibt Vertrag beim TSV 1860 München

Wie auch bei seinem neuen Teamkollegen Fabian Schubert verkündete sechzger.de bereits am vergangenen Dienstag die Verpflichtung von Maximilian Wolfram. Der 27-Jährige lief zuletzt für den SC Verl auf und kam dort in allen 38 Spielen zum Einsatz. Dabei gelangen ihm sieben Tore und vier Vorlagen. In der Vorsaison war seine Quote mit sieben Toren und acht Vorlagen sogar noch besser. Ein Treffer gelang ihm dabei im Auswärtsspiel gegen die Löwen im Februrar 2023. Der in Zwickau und Jena ausgebildete Stürmer wechselt ablösefrei nach Giesing. Bei den Löwen hat er einen Vertrag bis 2026 unterschrieben.

Der 27-Jährige freut sich bereits auf seinen neuen Verein und seine neue Aufgabe.

Ich kann es kaum erwarten, beim TSV 1860 München zu spielen. Bei meinen Spielen als Gast im Grünwalder Stadion, bei den Gesprächen mit Christian Werner und bei meinem ersten Besuch hier am Trainingsgelände habe ich einen sehr guten Eindruck gewonnen
und freue mich auf das, was nun vor mir liegt.

Auch Christian Werner zeigt sich zufrieden, dass Wolfram beim TSV 1860 München unterschrieben hat.

Maximilian Wolfram bringt viel Erfahrung in die Mannschaft. Mit seiner Torgefährlichkeit, die er auch in der gerade beendeten Saison beim SC Verl gezeigt hat, ist er für jede Mannschaft der 3. Liga eine Bereicherung.

Bildquelle: TSV 1860 München

Saisonrückblick 23/24: Thomas Enn

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Thomas Enn blickt auf eine durch und durch enttäuschende Saison mit dem TSV 1860 München zurück. In seinem Saisonrückblick ist Thomas Enn besonders enttäuscht von den Leistungen der Löwen in Unterhaching und gegen Borussia Dortmund II im Saisonfinale.

Saisonrückblick 23/24 von Thomas Enn

Welches war Dein Löwenspiel der Saison?

Vom Fansein her auf jeden Fall das Auswärtsspiel in Verl. Super entspannte Anreise mit Andreas und Marcus. Dazu ein sehr glücklicher Auswärtssieg, der nach dem Spiel noch feuchtfröhlich mit den Heimfans gefeiert wurde. So soll Fußball sein. Spielerisch war es wohl das 4:0 gegen Duisburg im ersten Spiel nach der Winterpause. Das gab mir Hoffnung auf eine gute Restrunde, die wir ja immerhin wenigstens so halb hingekriegt haben.

Wer war Dein Spieler der Saison?

Tarsis Bonga. Sein Wirken gibt mir Hoffnung, selbst nochmal einen Vertrag in der dritten Liga ergattern zu können.

Nur negtive Überraschungen in der abgelaufenen Saison

Was oder wer war für Dich die Überraschung (positiv/negativ) der Saison?

Positiv: Nichts!

Negativ: Vom Transfergebahren in der letzten Sommerpause, bei dem die guten Morgalla-Millionen aus meiner Sicht ohne nachhaltigen Effekt einfach für nichts und wieder nichts ausgegeben wurden, über den unansehnlichen Jacobacci-Fußball, die HAM-Blockade im Aufsichtsrat um einen neuen Trainer und Sport-GF zu installieren, bis hin zur Mannschaft, die nach dem Verl-Spiel einfach nichts mehr auf die Kette gebracht hat. Negativer Höhepunkt waren für mich aber die leb- und lustlosen Auftritte der Mannschaft in Unterhaching und gegen Dortmund II. So wehrlose und wurschtige Löwen habe ich sehr selten gesehen.

Was war für Dich das schönste Tor der Saison?

Da ist mir irgendwie keins in Erinnerung geblieben. Deswegen nehme ich mal das wichtigste: Das 1:0 für Sechzig in Essen durch Fynn Lakenmacher.

Am Ende stand Platz 15. Zufrieden mit dem Nicht-Abstieg und hättest Du eher mit einer Position etwas weiter oben gerechnet?

Mit diesem Kader hätte man mindestens unter die ersten zehn kommen müssen. Punkt! Also ziemlich unzufrieden. Vor Allem, weil sich diese Mannschaft nie gefunden hat und sich gegen Saisonende kaum gegen Niederlagen gewehrt hat. Zum Glück fiel dieser Auswärtssieg in Essen vom Himmel.

Arbeit von Giannikis schwer zu beurteilen

Wie schätzt Du die Arbeit von Agirios Giannikis und seinem Trainerteam ein?

Am Anfang hatte ich ein sehr positives Bild, aber das hat sich in der zweiten Hälfte der Rückrunde leider nicht bestätigt. Man sollte Giannikis die Chance geben, mit einem von ihm zusammengestellten Team in die neue Saison zu starten und dann nach 5-10 Spielen nochmal eine Bewertung vornehmen. Aber der Optimismus der Anfangsphase ist schon weg, muss ich ehrlich sagen.

Was wird Dir von der Saison 2023/24 besonders in Erinnerung bleiben?

Die absolut zahnlosen Auftritte in Haching und gegen Dortmund II sowie die Reise nach Verl. Außerdem der Abschied von Frank Schmöller, den ich wirklich sehr geschätzt habe

Von welchem Spieler erwartest Du Dir in der Saison 2024/25 besonders viel?

Schwer zu sagen. Die Neuzugänge kann ich noch nicht recht einordnen. Ich hoffe aber, dass unsere Eigengewächse Glück, Kloss, Reich und Bangerter weitere Schritte nach vorne machen und auch ihre Chance auf Einätze bekommen.

Was ist Dein dringendster Wunsch in Bezug auf den TSV 1860?

Alle Jahre wieder: Stadionausbau vorantreiben und konstruktive Zusammenarbeit im Gesellschafterkreis. Offenbar unerfüllbare Wünsche…

100 Millionen Euro von Ismaik – oder Freiheit für Sechzig

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TSV 1860 München SC Preußen Münster Banner Freiheit Für Sechzig Vor Der Westkurve

Nach einer längeren Pause ist Hasan Ismaik, Mitgesellschafter beim TSV 1860 München, wieder in den Sozialen Medien aktiv. Der Jordanier verspricht in einem Video unter anderem Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro bei einem entsprechenden Verlauf der Wahlen auf der Mitgliederversammlung. Viele Löwenfans bauen auf diese Aussage – was nach allen Ereignissen aus der Vergangenheit schlicht und ergreifend unglaublich ist.

Ein Kommentar von Jan Schrader

Unwissenheit von 50+1 Regel – “weil ich den Verein liebte”

Ein paar Tage ist es mittlerweile her seitdem auf Twitter ein Video von Hasan Ismaik auftauchte. Der Mitgesellschafter ist vor einer malerischen Bergkulisse zu sehen und spricht dabei zumeist auf arabisch in eine aufgestellte Kamera. Es gibt viel Kritik an bestehenden Funktionären (unter anderem Robert Reisinger und Nicolai Walch). Außerdem bemängelt Ismaik, dass es für den Profibereich “bis heute keine klare und umsetzbare Vision” gibt. Der einzige Plan, den er erkenne könne, sei: “Wie können wir Hasan Ismaik losbekommen?” Der Jordanier jedoch betont direkt danach einmal mehr, den TSV 1860 München nicht verlassen zu wollen.

Zu Beginn seines rund 14-minütigen Statements erzählt Ismaik, wie es überhaupt zu seinem Einstieg bei den Löwen kam. Demnach gibt er zu, sich mit dem Fußball in Deutschland vor dem Mai 2011 nicht wirklich ausgekannt zu haben.

Ich hatte mich vorher nicht mit dem deutschen Fußball in dieser Ausführlichkeit auseinandergesetzt

Wenige Sekunden (bzw. Zeilen) später muss der verwunderte Zuhörer dann feststellen, dass das nicht ganz zu stimmen scheint. Denn Ismaik betont seine damalige, große Zuneigung für die Löwen.

Vor allem, weil ich den Verein liebte.

Der große Traum seinen Verein, also den TSV 1860 München, wieder an die erfolgreichen Zeiten in den 60er Jahren oder rund um die Jahrtausendwende anknüpfen zu lassen, sei seine Motivation gewesen. Demnach habe er “die Verträge nicht richtig gelesen” und somit übersehen, “dass die 50+1 Regel alles außer Kraft setzt und die Mitglieder indirekt Einfluss auf das Unternehmen nehmen“. Man stelle sich nur einmal vor Präsident Robert Reisinger würde ein millionenschweres Investment tätigen und Jahre später ausführen, er hätte die Verträge nicht richtig gelesen – es wäre sicherlich einiges geboten. Aber Hasan Ismaik möchte man das natürlich nicht krumm nehmen. Rein zufällig ist auch die Option in die Verträge eingeflossen, die Geschäftsführungs GmbH bei einem möglichen Wegfall der 50+1-Regel für einen symbolischen Betrag von 25.000€ übernehmen zu können. Das wurde bestimmt auch überlesen…

100 Millionen Euro für das richtige Abstimmungsverhalten

Es ist einfach unglaublich und weiterhin schenken viele Löwenfans Ismaik ihren Glauben. Als wäre das nicht alles schon verrückt genug, geht der Mitgesellschafter am Ende seines Statements noch einmal deutlich mehr in die Offensive.

Ich verspreche euch: Ich werde meinen finanziellen Beitrag leisten, wenn 1860 offen für personelle und strukturelle Veränderungen ist. Nur: Es muss sich etwas ändern! Ich bin bereit für ein Investment in Höhe von 100 Millionen Euro, damit wir 1860 München wieder groß machen. Nur: Es muss sich etwas ändern! Ich komme bald nach München und werde auch am 16. Juni zur Wahl kommen und mit euch für einen Neuanfang stimmen!

Da weiß man als Löwenfan nun gar nicht, was am überraschendsten ist. Das mögliche Investment in Höhe von 100 Millionen Euro? Oder ist es doch die Aussage von Ismaik er würde an der Mitgliederversammlung teilnehmen?
Dieses Angebot klingt natürlich zunächst einmal verlockend, vor allem wenn man die jüngere Vergangenheit gekonnt ausblendet. Ein großes Investment, um die Löwen erfolgreich zu machen und endlich wieder der 1.Bundesliga näher zu bringen, gab es schließlich schon einmal – nämlich in der Saison 2016/17. Das Ergebnis: 21,9 Millionen Euro Verlust (woran der TSV 1860 bis heute zu knabbern hat) und der Abstieg in die Regionalliga.

Ich frage mich wirklich: wer um alles in der Welt glaubt nun wirklich noch daran, dass in diesem eben zitierten Absatz nur ein Hauch von Wahrheit steckt? Wer bei aller Liebe kann sich ein Investment von 100 Millionen Euro von Hasan Ismaik vorstellen? Ich gehöre ganz bestimmt nicht dazu. Alleine, dass Ismaik allem Anschein nach wieder einmal vor Ort ist und dennoch die Kommunikation über die Sozialen Medien wählt ohne dabei ein Treffen mit den Vereinsvertretern überhaupt auch nur in Erwägung zu ziehen, zeigt doch, womit wir es hier sicher nicht zu tun haben: der viel zitierten Kommunikation auf Augenhöhe!

Daher lautet mein ganz persönlicher Appell: geht am 16.Juni zur Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. und unterstützt den eingeschlagenen Kurs. Gebt dem bisherigen Verwaltungsrat eure Stimmen. Lasst uns die Löwen weiter von Hasan Ismaik emanzipieren. Glaubt keinen Luftschlössern und Personen, die euch das Blaue vom Himmel erzählen. Hier und Jetzt haben wir die Pflicht, den weiteren Weg unserer Löwen zu ebnen. Es liegt alles in unserer Hand – machen wir das Beste daraus.

Wir sind der Verein! Freiheit für Sechzig!

Beitragsbild: CR-Fotos

Keine Einigung: Luca Bolay im Anflug auf den TSV 1860 München?

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Costa Trikot Fahne 1860

Seit längerem wird über einen möglichen Transfer von Luca Bolay zum TSV 1860 München spekuliert. Nun bekommt das Gerücht neuen Nährboden, denn der 21-Jährige wird seinen bisherigen Verein Waldhof Mannheim definitiv verlassen.

Bolay und Mannheim einigen sich nicht – Weg frei für den TSV 1860?

Bereits fünf neue Spieler konnte der TSV 1860 München in der aktuellen Transferperiode präsentieren. Zuletzt wurde Stürmer Patrick Hobsch offiziell vorgestellt. Bei der Verlängerung von Kapitän Jesper Verlaat wurde bereits über die Handlungsfähigkeit der Löwen spekuliert. Nach den vergangenen fünf Tagen ist klar: so schlimm kann es um den TSV 1860 München nicht bestellt sein. Der neue Kader nimmt bereits Gestalt an, viele neue Spieler fehlen nicht mehr.

Ein möglicher Kandidat, der ebenfalls noch nach Giesing wechseln könnte, ist Luca Bolay. Der 21-jährige Linksverteidiger wurde unter anderem beim Karlsruher SC ausgebildet. Sein Vertrag bei Waldhof Mannheim endet Ende Juni. Medienberichten zufolge haben sich die beiden Parteien nicht auf ein neues Arbeitspapier einigen können und so könnte der Weg nach München frei sein. Bei den Löwen könnte Bolay in die Fußstapfen von Phillipp Steinhart treten, der den TSV 1860 bekanntlich verlassen hat. Mit Neuzugang Florian Bähr gibt es allerdings bereits einen Konkurrenten auf der angestammten Position von Bolay.

Der ein oder andere wird sich zudem fragen, wie es mit Fabian Greilinger weitergeht. Der 23-Jährige ist seit 2015 an der Grünwalder Straße und kam in der abgelaufenen Spielzeit 30 Mal zum Einsatz. sechzger.de Informationen zufolge hat man sich mit dem gebürtigen Eggenfelder auf einen neuen Vertrag geeinigt, sodass Trainer Argirios Giannikis hinten links künftig die Qual der Wahl haben dürfte.

Auswärtsfahrer in der Saison 2023/24: TSV 1860 auf Platz 1

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RWE Rot Weiss Essen TSV 1860 20240510 (135)

Wenn schon nicht auf dem Platz, dann zumindest daneben: der TSV 1860 München kann sich in der Saison 2023/24 über die meisten Auswärtsfahrer im Durchschnitt freuen. Über 2000 Fans waren im Durchschnitt dabei, wenn die Löwen ihre Spiele in der Fremde bestritten.

TSV 1860 bei Anzahl der Auswärtsfahrer auf Platz 1

Nach einer wahrlich schwierigen Saison hat der TSV 1860 München in der Endabrechnung der 3.Liga Platz 15 belegt. Viel zu wenig und deutlich hinter den Erwartungen – auch wenn der ein oder andere Verantwortliche eine Übergangssaison in Giesing ausgerufen hatte. In einer anderen Kategorie sind die Löwen dagegen Ligaspitze. Deutlich über 2.000 Auswärtsfahrer folgten dem TSV 1860 zu den 19 Partien in der Fremde – Ligabestwert. Während das Onlineportal liga3-online einen Schnitt von 2.107 Gästefans in weiß und blau aufführt, sind es bei “Die falsche 9” sogar 2.233 Fans. Deutschlandweit bedeutet dies Platz 27 in dieser Wertung.

Fünf Siege, vier Unentschieden und zehn Niederlagen sahen die Löwenfans auf ihren Reisen nach Essen, Halle oder Münster. Die wenigsten Zuschauer im Gästeblock waren in Lübeck anzutreffen. Immerhin 673 Anhänger des TSV 1860 München folgten ihrem Team abends unter der Woche nach Lübeck. Die meisten waren dagegen in Ingolstadt, Ulm und Unterhaching dabei. Die mit Abstand höchste Mindestanzahl an Auswärtsfahrern hat die SG Dynamo Dresden vorzuweisen. Mindestens 1.250 Fans waren bei den Spielen der SGD im Gästeblock dabei. Schlusslicht der Liga ist in dieser Wertung – wie auch in der tatsächlichen Tabelle – der SC Freiburg II. Lediglich sechs treue Seelen folgten den Breisgauern zum Auswärtsspiel in Duisburg. Im Sechzgerstadion waren es immerhin 200, was gleichzeitig auch die maximale Menge darstellt.

Auch in der kommenden Spielzeit werden sich die reisefreudigen Löwenfans wieder oft auf den Weg machen, um ihr Team zu unterstützen. Zudem kommen beispielsweise mit Alemannia Aachen interessante, neue Gegner hinzu.

Aus Haching: Patrick Hobsch wechselt zum TSV 1860 München

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Patrick Hobsch
Patrick Hobsch

Der TSV 1860 München hat sich die Dienste eines weiteren Stürmers gesichert. Von der SpVgg Unterhaching wechselt Patrick Hobsch zu den Löwen. Der 29-Jährige hat einen Vertrag bis 2026 unterschrieben.

Patrick Hobsch geht künftig für TSV 1860 auf Torejagd

Das erste Gerücht, das rund um die Löwen bei potentiellen Neuzugängen aufkam, ist nun offiziell bestätigt. Schon vor mehreren Tagen vermeldeten erste Medien den Transfer als perfekt, soeben hat der TSV 1860 München Patrick Hobsch offiziell vorgestellt. Der 29-Jährige kommt von der SpVgg Unterhaching, für die er in der vergangenen Spielzeit 13 Tore erzielte. Seine gesamte Bilanz in der Vorstadt lässt sich ebenfalls sehen: in 115 Partien gelangen ihm 70 Treffer. Weitere Stationen des gebürtigen Bremers waren bislang unter anderem der VfB Lübeck und die SpVgg Bayreuth. Bei den Löwen wird der Strafraum-Stürmer die Rückennummer 34 tragen – ganz wie Vater Bernd Hobsch also.

Hobsch freut sich auf seine neue Aufgabe in Giesing wie der offiziellen Meldung auf der Homepage des TSV 1860 zu entnehmen ist.

Für den TSV 1860 München auflaufen zu dürfen, die Rückennummer, die mein Vater hier in der 1. Bundesliga getragen hat, zu erhalten und damit quasi in seine Fußstapfen zu treten ist natürlich etwas ganz Besonderes. Noch wichtiger ist jedoch, dass ich hier meinen eigenen Weg gehen möchte, meine eigenen Erfolge sammle und diesem großartigen Verein helfe, erfolgreich zu sein. Ich freue mich auf 19
ausverkaufte Heimspiele und eine unfassbare Atmosphäre im Grünwalder Stadion.

Christian Werner, Geschäftsführer der Löwen, freut sich den Stürmer künftig im weiß-blauen Trikot auflaufen zu sehen.

Patrick Hobsch habe ich schon lange auf der Wunschliste für das neue Löwenrudel.Patrick bringt alles mit, was es braucht, um beim TSV 1860 München erfolgreich zu sein. Er ist nicht nur torgefährlich, sondern bringt auch eine sehr positive Einstellung mit. Patrick wird auf und neben dem Platz ein sehr wichtiger Spieler für uns
sein.

Bildquelle: TSV 1860 München

Sechzig um Sieben: Neuzugang Nummer 4 und Entscheidungsspiele

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Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Heute ist – für viele Löwenfans – der letzte Arbeitstag in der ersten Woche der Sommerpause.
Der eine oder andere wird sich morgen Abend (20.00 Uhr, Übertragung in der ARD) das DFB-Pokalendspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern zu Gemüte führen. Und während die 1860-Profis schon im Urlaub weilen und die Verantwortlichen weiter an den “Löwen 2025” feilen bzw. Neuzugang auf Neuzugang bekannt geben, was in dieser Hinsicht schon erreicht wurde, fallen noch einige weitere wichtige Entscheidungen auf den Fußballplätzen der Nation. Wir bringen Euch hiermit auf den neuesten Stand.

Neuzugang Nummer vier

Wir hatten schon am Dienstag darüber berichtet, gestern wurde es offiziell verkündet: Der TSV 1860 München hat mit Fabian Schubert seinen nächsten Neuzugang präsentiert. Der 29-Jährige kommt ablösefrei vom schweizer Erstligisten FC St. Gallen und erhielt einen Vertrag bis 2026.

Weitere Artikel auf sechzger.de am Donnerstag

Stefan Kranzberg hat sich in einem sehr lesenswerten Kommentar mit der Augenhöhe auseinandergesetzt, auf der VR-Kandidat Klaus Lutz gerne mit Hasan Ismaik agieren möchte.

Das Frühlingsfest ist zwar schon vorbei und bis zur Wiesn ist es noch eine Weile hin – wir haben dennoch das Torwart-Karussel bei 1860 beleuchtet.

Halbzeit im Dauerkartenverkauf für die neue Saison 2024/25 – hier erhaltet Ihr ein paar Infos zum Stand der Dinge – und zu unserer Umfrage zum gleichen Thema.

In unserer Satzungs-Serie haben wir gestern den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach unter die Lupe genommen.

Der letzte Artikel des langen Donnerstags beschäftigte sich schließlich mit den Statements von 1860-Präsident Robert Reisinger in der Abendzeitung zur durchaus bizarren Video-Botschaft von Hasan Ismaik vom Donnerstag. Reisinger glaubte beim ersten Sichten der Aufzeichnung an Satire…

Pokalwochenende

Das kommende Wochenede steht ganz im Zeichen des DFB-Pokals. Nicht nur am Samstag Abend, wenn im Berliner Olympiastadion der legendäre Goldpokal vergeben wird. Auch auf Ebene der Landespokale, die ja vielfach die Qualifikation für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal bedeuten, ist am Samstag einiges los. In immerhin neun von 21 Landespokal-Finals sind Teams beteiligt, die 2023/24 bzw. in der kommenden Saison Drittligagegner unseres TSV 1860 waren bzw. sein werden. Sandhausen (Baden), Absteiger Halle (Sachsen-Anhalt), Saarbrücken (Saarland), die Aufsteiger Aachen (Mittelrhein) und Cottbus (Brandenburg), Essen (Niederrhein), Dresden und Aue (Sachsen), Ingostadt und Würzburg (Bayern) sowie Arminia Bielefeld und Verl (Westfalen) heißen die Finalisten aus der 3. Liga, die am Samstag um Titel spielen.

Relegationsspiele

Nachdem sich gestern Abend schon der VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf im ersten Relegationsspiel um den letzten Platz in der Bundesliga für die kommende Saison duelliert haben und die Fortuna mit einem souveränen 3:0 einen großen Schritt getan hat, geht es heute zwischen Jahn Regensburg und Wehen Wiesbaden zur Sache. Seit Einführung der 3. Liga stand der Jahn zweimal in der Relegation zur 2. Bundesliga und setzte sich jeweils durch. 2012 mit einem 1:1 und einem 2:2 (Auswärtstorregel!) gegen den KSC und 2017 bekanntermaßen gegen unsere Löwen. Auch Wehen Wiesbaden hat noch eine weiße Relegationsweste. 2019 setzte man sich gegen den FC Ingolstadt durch, letztes Jahr gegen Arminia Bielefeld. Los geht’s heute Abend um halb neun in Regensburg – SAT.1 überträgt die Partie.

Damit entlassen wir Euch in diesen Freitag. Wir wünschen schon mal ein schönes und möglichst sonniges Wochenende. Und vielleicht ein bisschen Erholung von den Löwen!

 

Reisinger zu Ismaik-Video: “war überzeugt davon, dass es sich um Deep-Fake handelt”

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Robert Reisinger hat sich in der Abendzeitung zum neuesten Video von Kreditgeber Hasan Ismaik geäußert.

Ismaik posiert und poltert vor Alpenkulisse

Hasan Ismaik scheint sich den Anruf von Klaus Lutz’ zu Herzen genommen zu haben und setzte keinen weiteren schriftlichen Facebook-Post ab. Stattdessen legte er noch eine Schippe drauf und veröffentlichte in T-Shirt und kurzer Hose mit erloschener Zigarre auf einem Balkon eines (so wird berichtet) Health-Wellness-Hotels am Tegernsee ein ca. 15-minütiges Video. In diesem Werk zog er in gewohnter Manier über die ehrenamtlichen Vereinsfunktionäre der letzten 13 Jahre her, begab sich in eine Opferrolle und stellte ein 100 Millionen Euro Invest in Aussicht für den Fall, dass sich die “personelle und strukturellen” Umstände bei 1860 ändern.

Reisinger reagiert in der AZ: “war fest davon überzeugt dass es sich (…) um Deep-Fake handelt”

Nun hat 1860-Präsident Robert Reisinger in der “Abendzeitung” auf das Video reagiert. “Als ich das leicht verschwommene Video zum ersten Mal gesehen hab, war ich fest überzeugt davon, dass es sich um einen durch Künstliche Intelligenz generierten Deep Fake handelt. Eine Satire von Fans. Erst später wurde mir klar, die Bilder sind echt”. Weit hergeholt scheint diese Aussage nicht. Auch der Kommentarbereich der AZ sowie die überwiegende Mehrheit der Kommentierenden unter Ismaiks Post auf Facebook selbst sind fassungslos hinsichtlich der neuesten wirren Botschaft und ob des Bärendienstes, den Ismaik dem “Bündnis Zukunft 1860” im Verwaltungsratswahlkampf erwiesen hat.

Reisinger weiter: “Stellen Sie sich einfach die umgekehrte Situation vor, ich würde in kurzen Hosen auf einem Balkon stehen, mit einer dicken Zigarre in der Hand in eine Handykamera sprechen, unseren Mitgesellschafter mit aggressiven Vorwürfen überschütten und ihm dann über Facebook ein 100 Millionen Angebot machen.” Der Präsident  konstatiert: “Unsere Mitglieder würden zu Recht fragen, ob ich noch ganz bei Trost bin.”

Reisinger weist auf seine Legitimität hin – und lädt Ismaik erneut ein

“Ich klebe nicht an meinem Stuhl. Ich bin der gewählte Präsident dieses Vereins. Das fällt Hasan Ismaik offenbar schwer zu akzeptieren.” Und weiter: “Ihm scheint aber auch das Vereinswesen in Deutschland insgesamt ziemlich fremd.”

Auf das (unter nicht näher genannte Bedingungen gestellte) angekündigte 100-Millionen Invest von Ismaik wollte Reisinger nicht näher eingehen: “Ein geschäftliches Angebot, das als Facebook-Video bei uns eingeht, kann ich unmöglich seriös kommentieren”.

Dennoch sprach er dem Mehrheitsgesellschafter erneut die Einladung zum persönlichen Austausch aus: “Ich lade aber Herrn Ismaik herzlich ein, sich mit den Vertretern des Muttervereins an einen Tisch zu setzen und uns seine Ideen detailliert zu erläutern.”