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Sechzig um Sieben: TSV 1860 und einige Siege am Wochenende

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Nach einem Wochenende voller Siege startet die Woche für alle Löwinnen und Löwen. Alle spannenden Nachrichten um den TSV 1860 sind hier einfach zusammengefasst. Einen guten Start in die Woche allen Sechzgern!

Auswärtssieg des TSV 1860

Die Profis haben am Samstag gegen die zweite Mannschaft des BVB gewonnen. Das Tor von Tunay Deniz war dabei ein besonderes Highlight für Zuschauende. Auch Trainer Argirios Giannikis war mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden, wie er in der Pressekonferenz nach dem Spiel verlauten ließ.

Aber nicht nur der Trainer und die Mannschaft freuen sich über die gelungene englische Woche. Unser Redakteur Thomas Spiesl erzählt in seinen Giesinger Gedanken von seiner Auswärtsfahrt und seinen Gefühlen nach dem Spiel. Diese findet ihr hier.

Weitere Heimsiege für die Löwen

Nicht nur die Profis haben an diesem Wochenende gewonnen. Die dritte Mannschaft des TSV 1860 erzielten einen 3:1-Sieg gegen den TSV Solln. Auch die Löwinnen waren gegen den FC Teutonia München erfolgreich. Zu Hause erspielten die Damen einen 5:1-Sieg und bleiben auch weiterhin ungeschlagen. Die Vierte konnte aus der Partie gegen den FC Espanol einen Punkt mitnehmen.

Und sonst so?

  • Die Arminia Bielefeld konnte sich gegen den SC Verl durch einen Lucky Punch in der 92. Minute zum Erfolg schießen. Damit währt die Negativserie der SCV weiter fort. Sechzig wird erst im Dezember gegen die Verler im Grünwalder Stadion spielen.
  • Der TSV Buchbach konnte sich am Freitagabend gegen die Seitenstraßler durchsetzen und diesen damit weitere Punkte abnehmen.

TSV 1860 III siegt in Solln – Vierte mit Remis

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Tsv Solln Tsv 1860 Iii Dritte

Eine Woche nach dem 5:1 gegen die FT Gern konnte die Dritte der Löwen den nächsten Sieg feiern. Diesmal gewann der TSV 1860 III beim TSV Solln und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 6. Die Vierte konnte immerhin einen Punkt ergattern.

TSV 1860 III gewinnt beim TSV Solln

Bis zur 48. Minute mussten die knapp 50 Zuschauer auf dem Kunstrasen an der Herterichstraße warten, ehe Julian Schleich die Löwen in Führung brachte. Salif Boubacar legte in der 67. Minute nach und Leon Schleich stellte die Weichen endgültig auf Auswärtssieg (72.).

Stefan Gerhard konnte noch einmal verkürzen (80.), doch weder Gegentreffer noch die zwei Platzverweise (je einer pro Team) kurz vor dem Ende konnten etwas am 1:3-Auswärtssieg des TSV 1860 III beim TSV Solln ändern.

Vierte punktet spät beim FC Espanol

Der TSV 1860 IV konnte seine Negativserie zumindest halbwegs stoppen. Beim Tabellenzweiten FC Espanol ging die Elf von Trainer Christian Ranhart früh durch Linus Appel in Führung (2.). Zur Pause hatte der FC Espanol die Partie jedoch gedreht und führte seinerseits mit 2:1.

Vor rund 80 Zuschauern auf der BSA Graubündner Straße gaben sich die Löwen jedoch nicht geschlagen und wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Asaad Khalil glich in der 90. Minute zum 2:2 für die Vierte aus und sicherte seinem Team einen wichtigen Punkt.

Giannikis nach dem Sieg in Dortmund “super zufrieden”

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Eine offizielle Pressekonferenz gab es offensichtilich gestern nach dem Sieg des TSV 1860 bei Borussia Dortmund II im Stadion Rote Erde nicht. Damit die Löwenfans nach dem dritten Sieg hintereinander dennoch den Ausführungen, die Argirios Giannikis zum Spiel zum Besten geben konnte, lauschen dürfen, stand der Löwentrainer nach dem Spiel dem 1860-Pressesprecher Rainer Kmeth für ein paar Fragen zum Spiel zur Verfügung.

Giannikis sieht zwei Phasen in Halbzeit eins

Rundum zufrieden analysierte Giannikis die Partie, in die seine Manschaft zunächst “sehr gut reingekommen” sei. Dann, nach etwa zwanzig Minuten mit vielen Torabschlüssen und sehr guten Kombinationen habe man ein, zwei Konter bekommen. “Das hat uns ein bisschen geschockt, glaub ich.” Und nach dem Gegentor sah der Löwendompteur sein Team dann “sehr, sehr passiv”, was er in der Pause in der Kabine angesprochen und korrigiert werden musste.

Die Mannschaft hat daraufhin eine super zweite Halbzeit gespielt. Eine herausragende zweite Halbzeit gespielt. Bei einer Mannschaft, die so viel Tempo nach vorne hat, hier dann das Spiel zu drehen – das war Klasse.

Giannikis hob hervor, dass man – nach seiner Erinnerung – in der gesamten vergangenen Spielzeit kein Spiel habe drehen können. Dies ist korrekt. Nach unseren Recherchen gelang der letzte Löwensieg nach einem Rückstand vor über zweieinhalb Jahren. Am 1. März 2022 im Nachhol-Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Verdammt lang her!

Anpassungen nach der Pause

Angesprochen auf die deutlich sichtbaren Veränderungen nach der Pause – insbesondere im läuferischen Bereich – erklärte der Trainer, man habe “ein-zwei Positionierungen angepasst” und “ein paar Sachen angesprochen, wie wir uns anders verhalten wollen”.

Wiesn-Besuch am Dienstag mit Bier

“Nicht so pingelig” will Giannikis nach dieser perfekten Englischen Woche mit neun von neun möglichen Punkten in Bezug auf die Erlaubnis von Bier beim Wiesn-Besuch des TSV 1860 am kommenden Dienstag sein. Zwar steht nur vier Tage später dann schon das Heimspiel gegen Wiesbaden auf dem Spielplan, aber “ein bisschen was darf’s schon sein”, verriet der sichtlich zufriedene Coach lächelnd.

Die Spieler bekommen jetzt auch mal ein, zwei Tage zum Durchschnaufen nach der doch sehr harten Woche mit den zwei langen Auswärtsfahrten. Da können die Jungs sich dann auch mal ein bisschen belohnen.

Na dann: Prosit!

Bild: Screenshot LöwenTV

 

 

Giesinger Gedanken: Geduld zahlt sich aus!

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Giesinger Gedanken: Geduld zahlt sich aus!
Giesinger Gedanken: Geduld zahlt sich aus!

Was war das denn für eine Woche? Acht Tage, neun Punkte, Tabellenplatz acht, unglaublich… Ein 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund II.  Wie Stefan Kranzberg in seinen letzten Giesinger Gedanken formuliert hatte, blieben die Verantwortlichen beim TSV 1860 München cool und ließen Trainer Argirios Giannikis einfach machen, und der liefert mit seinem Team – und wie. Nach dem 2:1-Sieg in der Kampfbahn Rote Erde beim BvB II ging die Mannschaft aus Respekt vor den Fans in die Knie – nach einer bärenstarken Performance beider Seiten.

Der Weg ist das Ziel

Wie so oft war die Anreise zum dritten Spiel der Löwen in dieser Woche kein Zuckerschlecken. Um ein Uhr morgens erreichte per ICE mit unserer Reisegruppe nach gefühlten zehn Umstiegen auch der letzte Löwen-Fan das Ruhrgebiet, gewisse Verluste sind dabei einzukalkulieren. Spätestens am Samstagmittag waren dann aber alle Mann wieder am Start, denn es galt nach zwei Siegen gegen Bielefeld und Hannover nachzulegen.

Brinkhoff geht gar nicht

Man stelle sich vor, wir haben uns die Frechheit erlaubt mit Bier ins Taxi zu steigen. Geht gar nicht! Mit Brinkhoff kommt ihr nicht rein – sofort raus aus dem Auto – auf dem Bahnhofs-Klo übrigens ebenso! Wie ein weiß-blauer Faden zieht sich für mich seit dem Sieg in Bielefeld die Aussage von Trainer Argirios Giannikis durch diese Woche, der immer wieder von einer Entwicklung seiner Mannschaft sprach. Und da war sie! Was die ewigen Nörgler immer noch bemängeln kommt nun immer mehr zum Tragen! Die Löwen werden besser – in jedem Spiel – und sie feiern den dritten Sieg in Folge.

Extra-Prozente schon auf der Anreise

Bei der Löwenrunde vor dem Spiel in Dortmund hatte Giannikis noch angekündigt, dass die Löwenfans der Mannschaft “Extra-Prozente” geben können. Und die gab es bei uns bereits auf der Hinfahrt, mit 10,5% Carlsberg. Und die Fans unterstützen ihr Team auch auf der Kampfbahn Rote Erde mit Leib und Seele.

Nostalgie pur in Dortmund

Die BvB-Fans gingen nach dem 4:2-Derbysieg der ersten Mannschaft gegen die Rote Brut aus Bochum mit breiter Brust ins Spiel der zweiten Kampfmannschaft. Löwen-Fans durften da gerne mit dabei sein, die Stimmung war sehr locker und jeder war willkommen. So lief auch das Spiel. Sechzig begann gut, ließ nach und kassierte durch eine Einzelaktion den Treffer zum 0:1. Giannikis tobte an der Seitenlinie, war mit der Leistung seines Teams nicht zufrieden. Man könnte beim ruhigen Franken fast schon von Gefühlsausbrüchen sprechen. Mit dem Rückstand ging es in die Katakomben und dann kam Sechzig zurück – mit Kraft, mit Willen und mit dem nötigen Quäntchen Glück!

Zwei Traumtore drehen das Spiel

Sechzig kommt mit Schwung aus der Pause. Erst trifft Wolfram, dann macht Deniz das 2:1. Fünf Minuten, aus 0:1 macht 2:1. Was geht denn hier ab? Selbst die 1.000 Löwenfans mussten sich erst sammeln und dann brach die Euphorie nach außen: Mit Gesängen, mit Tänzen, mit unbändigem Jubel!

Drei Spiele – neun Punkte – nicht zu glauben

Als ich diese Giesinger Gedanken schreibe habe ich immer noch die Euphorie in den Finger. Wir sitzen gerade im ICE von Kassel nach München – mit dem Kollegen Thomas Enn und es geht noch nicht um den Aufstieg – NOCH nicht. Es geht darum, dass wir einfach super happy und dankbar sind. Dankbar dafür dass Sportchef Christian Werner einfach sein Ding durchgezogen hat, dankbar dass Trainer Argiros Giannikis seinen Weg weitergegangen ist und dankbar dass die Mannschaft das Vertrauen und die Unterstützung der Fans zurückzahlt.

Glücksgefühle auf dem Heimweg

Und sind wir ganz ehrlich, was gibt es schöneres, als mit drei Punkten sechs Stunden bei  Bier und Wein über die Löwen zu sinnieren. So schön ist die Realität nach neun Punkten aus drei Spielen, dass man auch getrost man den ganzen Blödsinn hinter sich lassen kann, den man in sozialen Medien die ganze Woche ungewünschter Weise konsumieren muss.

Geduld zahlt sich aus!

Nach Schlusspfiff fielen die Spieler auf die Knie vor der Kurve und sagte danke für die Extra-Prozente. Für die Extra-Power auf dem Feld, für das Extra-Leiden der Anhänger nach viel zu starkem Dosenbier und für die Extra-Geduld, die wir gebraucht haben um jetzt endlich alle glücklich in den Rest der Saison zu gehen! Drum, mein Apell ähnlich dem von Stefan vor ein paar Tagen, bleibts den Löwen treu, gebt’s Gas und verzeiht’s Fehler! Die Mannschaft zahlt zurück und geht auf die Knie vor dem unglaublichen Schwung den die Fans dieser Truppe geben können!

2:1 in Dortmund: Perfekte englische Woche für den TSV 1860

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BVB II TSV 1860 Perfekte Englische Woche

Nach den beiden 1:0-Siegen in Bielefeld und gegen Hannover 96 II verließen die Löwen den Platz auch heute als Sieger. Durch das 2:1 bei Borussia Dortmund feiert der TSV 1860 eine perfekte englische Woche und verbessert sich in der Tabelle auf Platz 8.

Azhil trifft für den BVB

Lediglich einen Wechsel nahm Argirios Giannikis im Vergleich zum Heimsieg am Mittwoch vor. Für den rotgesperrten Raphael Schifferl rückte Max Reinthaler in die Innenverteidigung, Tim Danhof nahm nach seiner Verletzung immerhin wieder auf der Ersatzbank Platz.

Die ersten zehn Minuten im Stadion Rote Erde gehörten den Löwen, dann aber startete auch der BVB II seinen Offensivmotor und Rene Vollath im Löwentor durfte sich nach einer Viertelstunde gleich zweimal beweisen. Auch Giannikis bemerkte, dass die Heimelf nun besser in der Partie war und dirgierte ungewohnt temperamentvoll von der Seitenlinie.

Das Spiel wogte in der Folge hin und her, beide Mannschaften kamen zu Chancen und plötzlich lag der Ball im Kasten der Löwen. Nach einer schönen Kombination zog Ayman Azhil ab und nagelte die Kugel unhaltbar zum 1:0 für die Gastgeber in die Maschen. Ein Traumtor und am Ende des Tages das drittschönste, das an diesem Tag in Dortmund fiel. Aber Ihr wisst ja: Das kann doch einen Löwen nicht erschüttern…

Wolfram und Deniz drehen die Partie für Sechzig

Beim Gang in die Kabine wirkte Argirios Giannikis leicht angesäuert und reagierte zur Pause. Für David Philipp kam Maximilian Wolfram ins Spiel und dieser Wechsel sollte sich schon bald auszahlen. Auf der linken Seite wurde der Ex-Verler durch Guttau angespielt, zog nach innen und schlenzte den Ball traumhaft ins lange Ecke (56.). Fast eine Kopie seines Treffers in Ingolstadt und genauso wichtig.

Und wo wir schon bei Kopien sind: Nur fünf Minuten später erinnerte sich Tunay Deniz an das Tor des Kollegen Jacobsen von vor einer Woche, fasste sich ein Herz und schweißte die Kugel aus gut 40 Metern über den zu weit vor dem Kasten platzierten Lotka zum 1:2 ins Netz. Nächstes Traumtor, Spiel gedreht, Wahnsinn!

Tunay Deniz überrascht Lotka zum 1:2

Perfekte englische Woche für den TSV 1860

Sechzig zeigte sich diesmal nicht nur kämpferisch von der besten Seite, sondern überzeugte auch spielerisch. Die Löwen drückten auf den dritten Treffer, Lotka rettete gegen Hobsch und die Zeit verrann zugungsten des TSV. Anders als gegen Hannover, als man ja 20 Minuten in Unterzahl agieren musste, geriet Sechzig diesmal nicht wirklich in Gefahr, noch den Ausgleich zu kassieren.

So stand am Ende ein verdienter 2:1-Sieg in der Roten Erde zu Buche und der TSV 1860 konnte zusammen mit über 1000 mitgereisten Fans eine perfekte englische Woche feiern. Wer hätte das noch vor wenigen Tagen gedacht? Natürlich ist auch dies nur eine Momentaufnahme, aber dennoch eine tolle Bestätigung für Argirios Giannikis und sein Team.

Liveticker: Borussia Dortmund II – TSV 1860 München (8.Spieltag)

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Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen Borussia Dortmund II und dem TSV 1860 München! Die beiden Teams treffen am 8.Spieltag der Saison 2024/25 im Stadion Rote Erde aufeinander.

Nach zwei Siegen in Folge wollen die Löwen beim Auftritt in Dortmund direkt nachlegen und Auswärtssieg Nummer drei feiern. Argirios Giannikis sitzt nach sechs Punkten in der bisherigen Englischen Woche wieder deutlich fester im Sattel. Fehlen wird im Stadion Rote Erde der rotgesperrte Raphael Schifferl, allerdings kann der bisherige Partner von Jesper Verlaat adäquat ersetzt werden. Max Reinthaler rutscht aller Voraussicht nach in die erste Elf, ansonsten sind keine großen Veränderungen zu erwarten. Holt der TSV 1860 gegen den Tabellennachbarn direkt die nächsten drei Punkte?

1 2 Spielstand Auswärtsspiel TSV 1860 München Liveticker Sechzger.de

Aufstellung:
Vollath – Reich, Verlaat (C), Reinthaler (54. Kwadwo), Bähr – Deniz, Jacobsen (67. Frey) – Philipp (46. Wolfram), Guttau, Kozuki – Hobsch (90.+1 Schubert)

Bank:
Hiller (TW), Danhof, Kloss, Ott, Muteba

Tore:
1:0 Azhil (34.), 1:1 Wolfram (56.), 1:2 Deniz (61.)

Die Personalsituation

Es fehlen:
Schifferl (Rotsperre), Schröter (angeschlagen)

Ausfälle bei Borussia Dortmund II:
keine

Diesen Löwen droht eine Sperre

Karten werden nicht in die neue Spielzeit übertragen, daher droht keinem Spieler eine Sperre im Falle einer gelben Karte.

In der laufenden Saison wurden Raphael Schifferl (diesmal ohnehin gesperrt), Tunay Deniz und David Philipp bislang je zweimal verwarnt.

Wo könnt ihr das Spiel Borussia Dortmund II – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das heutige Match wird nicht im Free-TV übertragen, MagentaSport ist jedoch natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Gegnervorstellung: Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund II

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Borussia Dortmund II BVB TSV 1860 (50)

Letzte Saison war das Auswärtsspiel in Dortmund in verschiedener Hinsicht denkwürdig. Angefangen bei dem historischen Schneechaos in München, dass die Anreise per Zug verunmöglichte, über die schöne Choreographie mit Falco-Motto, bis hin zur unterirdischen Leistung in der zweiten Halbzeit, die das Ende von Trainer Jacobacci besiegelte. Dieses Jahr ist die Ausgangssituation ungleich positiver, die Löwen haben zweimal gewonnen. Nun wartet aber eine Art Angstgegner auf uns. Der Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund II.

Aktuelles – Die Ausgangssituation

So schnell kann es gehen. Vor ein paar Tagen war Dortmund II noch einige Plätze vor uns. Vor einem anspruchsvollen Gegner wurde gewarnt. Das mag noch immer Stimmen, nun rangieren die Schwarz-Gelben aber einen Tabellenplatz hinter uns auf 11. Mit einer Bilanz von 2-2-3 ist die Saison durchwachsen gestartet, die Löwen sollten trotzdem gewarnt sein. Seit vier Spielen konnte man gegen den BVB II nicht mehr gewinnen.

Die Dortmunder Zweitvertretung ist eine Wundertüte, gegen Aachen gab es am Wochenende einen souveränen 3:0 Sieg, dann folgte aber eine klare Niederlage gegen Essen. Zwei Mannschaften die in der Tabelle Punktgleich mit der Mannschaft von Jan Zimmermann auf den Plätzen 12 und 13 zu finden sind. Was genau man bekommt ist bei den Youngsters vom Borsigplatz nicht immer klar.

Mittlerweile spielen diese ihre vierte Saison in Liga 3 und haben sich im Mittelfeld des Klassements etabliert. Insgesamt ist es die zehnte Spielzeit in der dritten Leistungsklasse. Wie man an Freiburg II gesehen hat, kann bei Amateurmannschaften aber immer alles passieren…

Kader & Transfers

Die Zweitvertretung der Borussia ist eine der produktivsten Ausbildungsmannschaften für den Profifußball. Überdurchschnittlich viele junge Spieler finden von dort den Weg in eine der ersten drei Ligen in Deutschland oder in eine ausländische erste Liga. Da die Durchlässigkeit in die erste Mannschaft eher gering ist, bleiben viele vielversprechende Spieler mehrere Jahre im Unterbau, um dann weiterzuziehen. Trotzdem ist die Fluktuation im Kader eher hoch.

14 Zugängen stehen 17 Abgänge gegenüber. Für die Zugänge wurden 550 000€ angegeben, aber es wurden auch vier Akteure aus der U19 hochgezogen. 400 000€ war den Verantwortlichen Innenverteidiger Yannik Lührs wert. Der 21-jährige Jugendnationalspieler kam von Hannover 96 für die er schon sechsmal in der 2. Liga auflief. Von Eintracht Frankfurt kam für 150 000€ mit António Fóti ein Mann fürs offensive Mittelfeld. Der in Bulgarien geborene, zypriotische U21 Nationalspieler war letztes Jahr auf Leihbasis in Hannover am Ball und kann ebenfalls Zweitligaerfahrung vorweisen.

Unter den Abgängen sind einige Leistungsträger der letzten Jahre, Einnahmen generieren konnte man mit den Transfers aber nicht. So wechselte der Kapitän der letzten Jahre, Franz Pfanne, nach Rostock, wo er in gleicher Rolle die sinkende Kogge vor dem Untergang bewahren muss. Der mit Champions League Erfahrung ausgestattete Antonios Papadopoulos ging zum FC Lugano in die Schweizer Superleague. Rechtsaußen Samuel Bamba zog es nach Bochum und Innenverteidiger Bjarne Pudel versucht sich nun in Dänemarks Eliteliga bei Aalborg BK.

An drei weiteren Spielern kommt man im Kader nicht vorbei. Im Tor steht mit Marcel Lotka ein bundesligaerfahrener Torhüter, der mit seinen 23 Jahren noch viel Potential hat und auch im Kader der ersten Mannschaft geführt wird. Für Gefahr und Stabilität im Mittelfeld sorgt Michael Eberwein. Der 28-jährige Routinier hat schon vier Scorerpunkte erzielt und kennt München aus seiner Jugendzeit in der Seitenstraße. Mit Abstand der gefährlichste Mann ist aber Rechtsaußen Julian Hettwer. Mit 4 Toren und 3 Vorlagen ist der in Bochum geborene, aber in Duisburg ausgebildete, Westfale unverzichtbar für die Mannschaft von Jan Zimmermann.

Löwenpower: –

Vereinsgeschichte

Der BV Borussia wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. Das erste Fußballspiel fand wiederum erst im Januar 1911 statt. Grund für die Gründung war Verärgerung der Jugend über die Jugendarbeit des zuständigen Kaplans in der katholischen Dreifaltigkeitsgemeinde. Dieser hatte versucht das Fußballspielen zu unterbinden.

Die zweite Mannschaft spielte ab ihrer Gründung erstmal nur auf Kreisebene. 1957 konnte man in die Bezirksliga aufsteigen. Einige Jahre später war man sogar in der Landesliga angekommen. Nachdem man sich dort etabliert hatte, stieg man 1969 in die Verbandsliga Westfalen auf, 1974 war man aber wieder in der Bezirksliga angekommen. Im Jahre 1987 konnte man einen erneuten Erfolgslauf krönen und sogar in die Oberliga aufsteigen. Dort verpasste man trotz guter Leistungen den Aufstieg in die neue Regionalliga. 1991 stieß man bis in das Finale des Westfalenpokals vor, verlor allerdings gegen Arminia Bielefeld. Hieraus folgte die erste und einzige Teilnahme am DFB-Pokal.

Unter Michael Skibbe gelang 1998 dann doch der Aufstieg in die Regionalliga. Eigentlich hätte man direkt wieder absteigen müssen, konnte aber am grünen Tisch die Klasse halten. Zwei Vereine hatten die Genossenschaftsbeiträge nicht bezahlt. Im folgenden Jahr qualifizierte man sich für die zweigleisige Regionalliga. Danach folgte ein munteres Auf- und Absteigen, bis man 2008 die Qualifikation zur 3. Liga versäumte. Im nächsten Jahr war man aber bereits Teil dieser Liga. Es folgten Ab- und Wiederaufstieg. Jeweils drei Jahre schafften es die Dortmunder bisher immer sich in der 3. Liga zu halten. Das aktuelle vierte Jahr in Folge ist eine Premiere.

Bemerkenswert ist die große Anzahl an bekannten Trainern, die schon ihren Dienst bei den Dortmund Amateuren getan haben, u.a. Michael Skibbe, Uwe Neuhaus, Hannes Wolf, David Wagner und Daniel Farke.

Der Ballspielverein Borussia 09 vereint über 200 000 Mitglieder unter dem schwarz-gelben Wappen und ist damit der fünftgrößte Sportverein der Welt. Die erste und zweite Mannschaft, sowie die A-Jugend sind in eine börsennotierte GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Von den Aktien gehören noch knapp 5% dem e.V., der aber über die Komplementärgesellschaft die 50+1 Regel einhält, wie vor ein paar Tagen am Beispiel Hannover beschrieben.

Außer Fußball gibt es noch die Abteilungen Handball, Tischtennis, eFootball und Integrationssport. In letzterer werden Blindenfußball und Torball angeboten. Die Handballerinnen des BVB treten in der Bundesliga an und konnten 20/21 den Titel holen. Auch Tischtennis ist in Dortmund erstklassig, die Herren spielen Bundesliga.

Fanszene

Offiziell gibt es beim BVB II keine (aktiven) Gruppen mehr, abgesehen von den (Einzel-)Personen die bei einem Verein dieser Größe auch der zweiten Mannschaft folgen. Bis letztes Jahr gab es noch die “Ultras von die Amateure”, welche die Mannschaft bei jedem Spiel, das nicht zeitgleich mit den Profis terminiert war unterstützten.

Nachdem sich dieses Unterfangen nach 15 Jahren mittlerweile als zu anstrengend erwies, hat man sich zurückgezogen. Jetzt werden nur noch vereinzelt Spiele besucht und mit aktivem Support untermalt, so zum Beispiel in der zweiten Runde in Bielefeld. Da kommen auch wieder die bekannten Zaunfahnen, etc. zum Einsatz. Nachdem der BVB heute daheim das Derby gegen Bochum spielt, können wir uns morgen vielleicht über einen Gegner auf der Tribüne freuen.

Stadion

Die Zweitvertretung des BVB trägt ihre Spiele im “Stadion Rote Erde” aus, welches direkt im Schatten des “Westfalenstadions” liegt. Nach der Einweihung 1926, war es von 1936 bis zur Fertigstellung des Nachbarstadions 1974 die Heimspielstätte der Kampfmannschaft der Borussia, die hier dreimal den Meistertitel erringen konnte. Heute tragen auch die Frauen des BVB hier ihre Spiele aus. Beim ersten Spiel in der Geschichte der Frauensparte waren übrigens unsere Löwinnen zu Gast. Auch beim ersten Kick in der Roten Erde gab es Münchner Beteiligung, Wacker München deklassierte eine Dortmunder Auswahl mit 11:1.

Das Stadion fasst eigentlich 25 000 Leute, es dürfen in der Liga aber maximal 9 999 eingelassen werden. Der Name “Rote Erde” kommt von “gerodeter Erde” und ist anscheinend eine historische Bezeichnung für Westfalen. Zwischenzeitlich konnten mittels Ausbauten sogar bis zu 42 000 Zuschauer den Spielen beiwohnen. Das Stadion, welches sich im Besitz der Stadt Dortmund befindet, ist denkmalgeschützt und wurde im Laufe der Jahre immer wieder renoviert. Außer Fußball finden heute noch hauptsächlich Leichtathletikbewerbe im Stadion statt, früher waren es aber auch gerne Mal Boxkämpfe oder kirchliche Events.

Trivia – Unnützes Wissen

  • Die hölzerne Zusatztribüne aus der Roten Erde wurde nach 1974 abgebaut und in Hannover im Rudolf-Kalweit-, sowie im Oststadtstadion weiterbenutzt.
  • In Dortmund befinden sich das “Deutsche Kochbuchmuseum” und das “Deutsche Industrielack-Museum”
  • Dortmund ist der Sitz des deutschen Handballbundes und verfügt über den größten Kanalhafen Europas

Der 8. Spieltag im Überblick

Freitag 19:00 Uhr SpVgg Unterhaching – SV Sandhausen
Samstag 14:00 Uhr SV Waldhof Mannheim – Rot-Weiss Essen
14:00 Uhr FC Viktoria Köln 1904 – FC Erzgebirge Aue
14:00 Uhr SV Wehen Wiesbaden – VfL Osnabrück
14:00 Uhr BV Borussia Dortmund II – TSV 1860 München
14:00 Uhr Hannover 96 II – VfB Stuttgart II
16:30 Uhr FC Energie Cottbus – 1. FC Saarbrücken
Sonntag 13:30 Uhr FC Ingolstadt 04 – FC Hansa Rostock
16:30 Uhr SG Dynamo Dresden – Alemannia Aachen
19:00 Uhr DSC Arminia Bielefeld – SC Verl

 

Dortmund II – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München bei Borussia Dortmund II. Die momentan auf benachbarten Tabellenplätzen beheimateten Teams kämpfen mit Licht und Schatten. Worauf müssen wir uns für Samstag einstellen?

Borussia Dortmund II – TSV 1860 München, das klänge nach einem großen Duell wäre da die II hinter dem Vereinsnamen nicht. Seis drum, am Samstag geht es im alt-ehrwürdigen Stadion Rote Erde um drei Punkte. Dortmund, trainiert von Jan Zimmermann, ging einmal seltener als Sieger vom Platz als die Sechzger, die einmal häufiger verloren und im Gegensatz zu den Dortmundern noch kein Unentschieden vorzuweisen haben. Wie spielen die Nachwuchskicker der Borussia?

Systematisch meist im 4-3-3, das Dortmund durchaus offensiv interpretiert, sind die Jungborussen im Spielaufbau meist im Kombinationsmodus, der lange Ball wird eher geschmäht, aber durchaus aus pragmatischen Gründen genutzt, wenn Not am Mann ist.

Im Pressing verhält sich Dortmund angriffslustig und agil. Mit hoher bis sehr hoher Linienwahl, aber dosierten direkten Attacken. Da schauen wir gleich noch ein wenig genauer drauf, zunächst wie gewohnt die bisherigen statistischen Werte der Nachwuchsborussen.

Statistische Werte des BVB II

  • Ballbesitz: 49%
  • Passgenauigkeit: 81%
  • Defensive Zweikampfquote: 64%
  • Flankengenauigkeit: 36%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 10,25

Wie spielt Dortmund?

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz setzt Dortmund II im Positionsspiel vor allem auf Kombinationsfußball und kurze Wege. Nur vier Mannschaften spielten bisher weniger lange Bälle im Aufbau als die jungen Borussen, darunter die beiden anderen Nachwuchsteams. Systematisch natürlich komplett anders aufgestellt kann man dennoch bei der Spielweise durchaus Parallelen bezüglich dem, was die Löwen erwartet, ziehen. Im Vergleich mit den beiden anderen Nachwuchsteams wirkt Dortmund beim Abschluss etwas reifer als Hannover und vom Spieltempo her ähnlich wie Stuttgart. Mit Verschiebungen, die meist über einen der Flügel ablaufen und aus dem 4-3-3 im letzten Drittel des Gegners eine Offensivlinie aus bis zu vier Spielern bilden, die ballfern leicht asymmetrisch einrücken, versuchen die Dortmunder vornehmlich über Halbzentrale und Zentrale – im Idealfall spielerisch – in den gegnerischen Strafraum eindringen, um dort Gefahr zu erzeugen.

Räume nutzen

Spezielle Muster im Aufbau findet man, abgesehen von offensiven Verdichtungen auf den Flügeln und in dem dazugehörigen Halbraum auf der gleichen Seite, nicht. Diese werden eingesetzt, wenn sich Dortmund auf den Flügel gedrängt sieht und nicht die gesamte Breite des Platzes bespielen kann. Im Kombinationsspiel kann das dann dort natürlich helfen, wenn die Präzision und Bewegungsintensität der Spieler innerhalb der Verdichtung hoch genug ist. Wichtig ist, bei solchen Situationen nie den Überblick auf die gegenüberliegende Seite zu verlieren. Ein Spieler der Dortmunder wird in solchen Phasen immer den anderen Flügel besetzen und auf den Flankenwechsel spekulieren.

Generell spielt Dortmund einfach dort, wo der Gegner Räume lässt und diese Räume kann der BVB dann im Normalfall gut nutzen und bespielen. Gerne natürlich eher im Zentrum oder auf der Halbposition, nach dem Überschreiten der Mittellinie wird spätestens begonnen, den Weg in die Zentrale oder Halbzentrale zu suchen, von wo aus die Strafraumpenetration im Idealfall ausgelöst werden soll.

Die Schusshäufigkeit der Dortmunder rangiert wie die der Hannoveraner und Bielefelder auch über dem Durchschnitt, die Genauigkeit der Schüsse des BVB II liegt allerdings deutlich über dem, was Bielefeld oder Hannover bisher aufs Tor gebracht haben. Ein Nachlassen seitens des TSV 1860 bei den Defensivbemühungen im Vergleich zu den letzten beiden Spielen wird also vermutlich von Dortmund II bestraft werden.

In Umschaltmomenten können und werden die Dortmunder all ihre Talente ausspielen: Schnelligkeit, technisches Können, Schuss und Passgenauigkeit. Wenn die Sechzger da nicht hellwach sind, gibt es viel Arbeit für den Keeper.

Gegen den Ball

Wie oben erwähnt vor allem zu Hause hoch pressend und aktiv und agil gegen das Positionsspiel des Gegners agierend, versuchen die Dortmunder nicht immer unbedingt den hohen Ballgewinn zu forcieren. Auch der lange Ball versickert gern in den tiefen Pressingfallen der Borussenbubis.

Überspielt der Gegner die Pressinglinie und kommt bis ins letzte Drittel der Dortmunder durch, steht die Defensive der kleinen Borussen noch nicht zu 100% sattelfest. Dortmunds Defensive lässt sich häufiger als viele andere Mannschaften in unnötige Zweikämpfe drängen, weil das Stellungsspiel nicht gepasst hat und sich dadurch öfter Räume für den Gegner öffnen, in denen sofort direkt attackiert werden muss, um Gefahr zu vereiteln. Grundsätzlich entsteht bei den Borussen gegen den Ball im eigenen letzten Drittel, je nach Situation, entweder ein vorne leicht asymmetrisches 4-4-1-1 oder ein 4-5-1 – das jedoch ohne Asymmetrie.

Nach Ballverlusten sind die Borussen im Gegenpressing ebenfalls extrem aktiv. Die erwähnten offensiven Verdichtungen in Ballnähe auf den Flügeln, die die Borussen gerne nutzen, sind wie gesagt grundsätzlich fördernd für Kombinationsspiel, leisten nach einem Ballverlust auch im Gegenpressing einen guten Dienst, da die Abstände zum Gegenspieler meist nicht groß sind und so eine vorteilhafte Defensivposition schnell erreicht werden kann.

Wie kann man Dortmund knacken?

Ähnlich wie auch in den anderen beiden Spielen diese Woche, wird viel von Einsatz und Leidenschaft auf dem Platz abhängen. Über den Kampf ins Spiel finden und dem Gegner den Spaß am Spiel nehmen. Ich weiß, das klingt nach der ältesten Spielplanphrase der Fußballgeschichte, aber nur weil sie alt ist und somit mittlerweile eine Binsenweisheit, ist sie deswegen weniger richtig?

Man muss, um diesen Plan umzusetzen, nicht unbedingt auf aggressives hohes Pressing setzen, obwohl das der Mannschaft als Kollektiv natürlich erleichtern könnte, in den Kampf hineinzufinden. Wichtig ist, dass man ab der Zone, in der die direkten Attacken auf den ballführenden Spieler einsetzen sollen, konsequent und nah am Gegner verteidigt.

Kann man den Spielfluss der Borussen immer wieder unterbrechen, werden früher oder später Umschaltmomente entstehen, die entscheidend sein können.

Im eigenen Positionsspiel müssen die Löwen sich ähnlich wie gegen Hannover etwas einfallen lassen, mit dem man dem Pressing des Gegners entgehen kann. Die im Schnitt höher wirkende PPDA bildet – aufgrund eines bösen Ausreißers bei diesem Wert gegen Bielefeld – nicht das ab, was Dortmund eigentlich zeigt. Dieses Spiel hebt den Schnitt der PPDA Statistik der Borussen um rund zwei Punkte.

Stärken und Schwächen des 4-3-3

Schlüsselspieler

Tor

Marcel Lotka (#35), der 23-Jährige mit einem Marktwert von 1,3 Mio. € (hinter Toptalent Seimen vom VfB Stuttgart der zweitteuerste Keeper der Liga) ist ein kompletter Torwart, der immer besser wird und nach dieser Saison vermutlich in höheren Gefilden des Profifußballs seine Meriten verdienen wird. Ohne nennenswerte Schwächen im Spiel ist er sicherer Rückhalt bei den Borussen. Aber kein Keeper ist unüberwindbar, wenn vor ihm Löcher entstehen.

Abwehr

Ähnlich wie bei Hannover unter der Woche bin ich in Puncto Schlüsselspieler in der Defensive etwas überfragt. Die englische Woche ließ eine genauere Einarbeitung in das Leistungsvermögen der vielen neu bei Dortmund hinzugekommenen Jungprofis leider nicht zu. Sorry dafür. Mit Patrick Göbel, der neben Eberwein einer der Ü23 Spieler im Kader der Dortmunder ist, spielt der erfahrenste Abwehrspieler von Borussia Dortmund II auf der rechten Außenverteidigerposition; allerdings stand Göbel bisher lediglich einmal in der Startelf. Lassen wir uns also überraschen, wer sich über die Zeit bei den Borussen als Schlüsselspieler in der Defensive herauskristallisiert.

Mittelfeld/Sturm

Im Mittelfeld bzw. im Sturm haben die Borussen mit dem ehemaligen Junior aus der Seitenstraße, Michael Eberwein (#14), einen erfahrenen Leader. Außer im ersten Spiel gegen den Verein mit dem Bob im Wappen und bei der Auswärtsniederlage diese Woche gegen Essen, spielte der Routinier in jeder Partie von Anfang an. Eberwein ist ein technisch guter, schneller, passsicherer Mittelfeldmotor oder auch Stürmer, der die Position hinter den Spitzen eher konservativ interpretiert und weniger das direkte Duell sucht, um progressiv agieren zu können und als Mittelstürmer mannschaftsdienlich und im Abschluss mit hoher Präzision agiert. Er wird von Trainer Zimmermann bisher in beiden Mannschaftsteilen eingesetzt.

Natürlich ist im Mittelfeld mit Toptalent Wätjen (MW 2,00 Mio. €) sowie im Sturm auch bei anderen Spielern mehr Talent vorhanden. Ob die aber zu Schlüsselspielern in der im Vergleich zu vergangener Saison stark veränderten Borussenmannschaft werden können, muss sich herauskristallisieren.

Fazit

Die Mannschaft des TSV 1860 München muss gegen Borussia Dortmund II genau dort weitermachen, wo sie am Mittwoch aufgehört hat. Kampf, Leidenschaft, mutiges Offensivspiel, Einsatz und keine Angst vor Fehlern. Das muss die Herangehensweise der Löwen sein. Klappt das, ist viel möglich.

Am Ende der englischen Woche bin ich überzeugt, dass es zu mindestens einem Zähler in der Roten Erde Kampfbahn reichen kann, wenn die Sechzger es schaffen, ihre Leistung aus den beiden Spielen vor allem defensiv zu konservieren.

Treten die Löwen als geschlossene Einheit auf, ist viel möglich.

So könnte Dortmund II beginnen

Datenquelle: Wyscout

Leserbrief: “Sechzig, Sechzig – the club that never sleeps…”

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Westkurve GWS Giesing TSV 1860 Spieltage
Die Westkurve des Grünwalder Stadions in Giesing

Bereits seit Jahren ist M. treuer Mitleser und Mitdenker bei sechzger.de. Obwohl er sich bislang nicht im Kommentarbereich angemeldet hat und dort nicht mitdiskutiert, hat er uns nun seine Empfindungen zur aktuellen Lage beim TSV 1860 zukommen lassen und zugestimmt, dass wir diese veröffentlichen dürfen. Frei nach Frank Sinatra: “Sechzig, Sechzig – the club that never sleeps…”

Leserbrief: Sechzig – the club that never sleeps…

Die Diskussionen (oder auch schlicht: das Gemecker) um den Zustand der Mannschaft und um den Trainer stoßen mir aber seit längerer Zeit auch schon auf. (…) Mut machten mir dann Christian im Podcast und Stefans Giesinger Gedanken mit dem Appell. Und Christian hat absolut Recht: Wäre das Gleiche unter einem neuen Trainer passiert, hätten alle über den Fußball geschwärmt und über den Befreiungseffekt und über die Entwicklung, die offensichtlich der neue Trainer angestoßen hat. Dessen Effekt dann auch wieder irgendwann vorbei ist, woraufhin man wieder die nächste Trainerzitrone zum Ausquetschen holt. Erinnert mich an den Missbrauch des “Bayern-Dusels” am Nockherberg vor ein paar Jahren.

Übrigens: Hannover eierte am Mittwoch 75 Minuten so rum wie die Löwen am Samstag davor 88 Minuten lang in Bielefeld. Am Samstag haben’s alle gemeckert, dass die Löwen ja gar nicht existent waren auf dem Platz, dass sie ja wenigstens a bisserl Leistung hätten zeigen können. Am Mittwoch haben’s dann gute und von vielen gewünschte Ansätze gezeigt, sich reingelegt, sich Chancen erarbeitet und dann wurde gemeckert, weil’s a wieder ned guad gnua war. Irgendwas ist immer.

Hoden- und bodenlose Angstkaninchenimitationen

Anfangs war ich logischerweise auch ultragrantig. Wer startet schon gerne so miserabel in eine Saison – und ich meine gar nicht die Ergebnisse, sondern diese hoden- und bodenlose Angstkaninchenimitationen unserer Elf plus Bank, die echt jede Hoffnung im Keim ersticken ließ. Und ich weiß noch, dass mein erster Gedanke, als Giannikis letztes Jahr als neuer Trainer angekündigt wurde, sofort war: “Na, bitte ned, mir brauchan echt koan Jacobacci light”.

Trotz aller Liebe zu Sechzig beobachte ich die Buben jedoch mit einer gewissen Distanz, die den oben angesprochenen persönlichen Umständen geschuldet ist. Und aus dieser Distanz finde ich: Giannikis (das ziemlich genaue Gegenteil von Jacobacci) tut Sechzig gut – beziehungsweise könnte es, wenn man ihn lange genug ließe. Ich meine das gar nicht beschränkt auf das rein Fußballerische, das sich aber doch so nach und nach zeigt und entfaltet, je mehr die Jungs ihre Eier auf dem Platz entdecken und sich einarbeiten.

Wir sind ein leidenschaftlicher, manchmal viel zu ungestümer und außerhalb des Fußballgeschehens abartig chaotisch kontraproduktiver Haufen mit viel zu viel Revierverhalten, viel zu viel Machtkämpfen und viel zu viel… ja, einfach: Lärm.

Ein Loblied auf Giannikis

Natürlich wollen solche Fans eine Mannschaft, die unsere Leidenschaft auf dem Platz so verkörpert und lebt, wie wir das drumherum tun und leben. Und am besten noch den passenden Trainer dazu, mit gscheid Ausstrahlung und markigen Sprüchen.

Aber die unaufgeregte, introvertierte, auf die Sache konzentrierte Art von Giannikis – gepaart mit seiner Menschlichkeit und seinem Mangel an Machtgeilheit oder Boshaftigkeit – wäre längerfristig eine wirkliche Wohltat für einen Verein, der sich selbst aus Himmelsmanna noch einen Zankapfel heraufbeschwören könnte.

Dass die Mannschaft ihm dazu noch den Rücken deckt, ist umso mehr ein gutes Zeichen. Denn was willst du mit einem charismatischen Trainer, der sich vor der Kamera gut macht, “gut ankommt” wie ein Demagoge im Umfragerausch – und dann seine Mannschaft wie Dreck behandelt und sich zum Feind macht?

Impuls vs. Nachhaltigkeit

Ruhe entfaltet sich immer langsam nach und nach, um dann aber konstant zu glühen, während das Feuer der charismatischen Typen, die sofort begeistern, gerne mal sofort hell leuchtet und dann schnell verpufft. Oder nicht schnell verpufft, aber dafür dann alle Beteiligten nach und nach verbrennt.

Leider ist Sechzig seit jeher ein Haufen, der unheimlich gut im langfristig Träumen und erschreckend oft unfassbar mies im langfristig Denken ist. Gehandelt wird impulsiv, aber irgendwie soll darauf dann nachhaltig was wachsen…

Sechzig, Sechzig – the club that never sleeps…

Und selbst angenommen, die würden alle lügen und Werner plant hinter Giannikis’ Rücken längst die Nachfolge, und Agi ahnt/weiß es, bleibt aber in den Medien weiterhin ruhig und liebenswert diskret, und alles werkelt im Hintergrund, ohne dass es jemand mitbekommt – auch das wäre für mich durchaus positiv. Denn öffentliches Chaos und ungefragtes Blabla von vierundfünfzigtausend Köchen an einer Sardinendose voll Brei hamma echt scho gnua. Diskretion ist ein hohes Gut, besonders für einen lauten Chaotenhaufen wie den unseren. Bitte jetzt alle mit Sinatra-Stimme: “Sechzig, Sechzig – the club that never sleeps…”

Nach meiner anfänglichen Ablehnung, die dann zu pessimistisch getünchter Skepsis mutierte und sich schließlich (noch während der Negativserie) in einen Sinneswandel auflöste, empfinde ich den Mann inzwischen tatsächlich als eine Wohltat.

Mittel zum Zweck der Glückshormonproduktion

Mir ist das langfristige Wohl von Sechzig lieber als jede kurzfristige Erfolg, der den meisten Fans – wie allen Fans jeder Sportart, Sparte und Gattung überall – ohnehin nur dazu dient, die eigene Glückshormonproduktion hochzufahren, weil das eigene Leben zu wenig Grund dafür bietet. Meins ist jetzt auch kein Honigschlecken. Aber vielleicht denke ich genau deshalb nicht in kurzfristiger Genugtuung.

Klar würde es mich total freuen, wenn die Mannschaft sensationell spielt, triumphiert und sich aus eigener Kraft Höheres und Besseres ergattert. Aber wenn sie absteigen, bin ich deswegen nicht weniger Fan. Ich will als Fan auch sehen, dass der Verein menschlich gedeiht, dass die Spieler keine Arschlöcher sind, und bin als Fan der Meinung, dass Verbundenheit nicht aus reinem 3-Punkte-Denken entsteht (oder zumindest entstehen sollte). Und ich bin diese ständige Zankerei und Meckerei von ALLEN VERDAMMTEN SEITEN so leid. Nicht nur leid, sondern sie macht auch was mit mir, und nicht auf eine gesunde Art.

Wer braucht einen Köllner im Messias-Modus?

Aus dieser, vielleicht für die allermeisten sehr seltsamen, Perspektive bin ich froh, dass Giannikis unser Trainer ist, weil er genau die Werte verkörpert und ausstrahlt, die ich seit Jahren vermisst habe. Und das wird auch auf die Spieler wirken. Vor allem auf die jungen – und das ist Gold wert. Ich scheiße auf Erfolg, wenn das bedeutet, dass nur Bastarde, Streithähne und Geldsäcke das Sagen haben. Ich gehöre zu den Typen, die lieber ein Schmöller-Team in der Kreisliga anfeuern würden als, sagen wir mal, einen Köllner im Messias-Modus in der Champions League. Genau aus den Gründen. Aber vielleicht bin ich da auch “speziell”…

Titelbild: OR-Pressedienst

8. Spieltag: Wunschaufstellungen zu BVB II – TSV 1860

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TSV 1860 Trikot Wunschaufstellungen

Never change a winning team? Diesmal ist Argirios Giannikis gezwungen, Änderungen an der Startelf vorzunehmen, da Raphael Schifferl nach seinem Platzverweis gegen Hannover 96 II gesperrt fehlen wird. Die Redaktion von sechzger.de hat sich Gedanken gemacht, wie der TSV 1860 beim BVB II auflaufen könnte und präsentiert ihre Wunschaufstellungen.

Wunschaufstellungen zu BVB II – TSV 1860

Thomas Spiesl & Christian Jung

Thomas Spiesl und Christian sind sich einig, was die Startelf betrifft. Trotz der zwei Zu-Null-Siege würden sie Marco Hiller gerne wieder zwischen den Pfosten sehen und ersetzen Raphael Schifferl durch Max Reinthaler.

Thomas Enn

Auch Thomas Enn setzt auf Marco Hiller im Tor und Max Reinthaler in der Innenverteidigung, nimmt jedoch noch einen weiteren Wechsel vor. Maximilian Wolfram ersetzt David Philipp, Soichiro Kozuki soll im 4-2-3-1 diesmal also auf rechts wirbeln.

Stefan Kranzberg

Ebenfalls im 4-2-3-1 würde Stefan die Löwen aufs Feld schicken und nimmt dabei einen Wechsel vor. Auch bei ihm nimmt David Philipp zunächst auf der Bank Platz und wird durch den defensiveren Tim Kloss ersetzt. Tunay Deniz rückt dadurch auf die 10er Position, Julian Guttau auf links und Soichiro Kozuki auf rechts.

Bernd Winninger

Bernd wählt diesmal das 4-1-4-1 als Spielsystem und lässt den Torschützen vom Mittwoch, Patrick Hobsch, zunächst auf der Bank. Statt ihm soll Maximilian Wolfram für Gefahr sorgen und durch das offensive Mittelfeld unterstützt werden.

Eure Meinungen sind gefragt

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de