Start Blog Seite 424

Verflixte Nachspielzeit: TSV 1860 U21 verliert in Dachau

0
Löwenrunde: Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen 1860 Schmöller U21
Löwenrunde: Gesicht der zweiten Halbzeit zeigen

Nicht nur die Profis kassierten heute den entscheidenden Gegentreffer in Nachspielzeit, auch Frank Schmöller musste sich über eine späte Niederlage ärgern. Die U21 des TSV 1860 musste sich dem TSV Dachau 1865 durch ein Tor nach 99(!) Minuten geschlagen geben.

TSV 1860 U21 verliert in Dachau

Bereits nach 30 Sekunden lagen die Löwen im Solarland Bayern Stadion (was für ein Name!) durch ein Tor von Masmanidis in Rückstand, wobei Keeper Schmid nicht ganz glücklich aussah. Bis zur Pause passierte sonst recht wenig, lediglich Moritz Bangerter hatte per Kopf eine Möglichkeit zum Ausgleich (36.).

Nach dem Seitenwechsel drängte der TSV 1860, der u.a. mit Sür, Cocic und Muteba angetreten war, auf den Ausgleich. Dieser ließ jedoch lange auf sich warten und erst Samir Neziri brach den Bann, als er in der 79. Minute zum 1:1 einnetzte. Leider konnten die Löwen nun jedoch nicht nachlegen und kassierten in der zehnten Minute der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer. Bei der Flanke von Tugbaj blieb Torwart Schmid zu lange auf der Linie und so kam Antonios an den Ball und köpfte zum 2:1-Endstand ein.

Trainer Frank Schmöller (siehe Titelbild) war nach der Partie entsprechend bedient:

“So wie wir heute gespielt haben, hatten wir auch keinen Punkt verdient. Mich ärgern heute zwei Dinge: Dass wir nach dem 1:1 nicht weiter nach vorne gespielt und dass wir nicht leidenschaftlich verteidigt haben!”

Bundesliga: TSV 1860 U17 mit Niederlage beim FC Augsburg

0
Felix Hirschnagl TSV 1860 Trainer U17 U21
Felix Hirschnagl hofft auf wichtige drei Punkte für seine U17

Nach dem 0:2 gegen den FC Bayern verlor die U17 des TSV 1860 am heutigen Samstag auch gegen den FC Augsburg mit 1:4. In der Tabelle bleiben die Junglöwen vorerst auf Rang 11.

TSV 1860 U17 verliert in Augsburg

Eine halbe Stunde lang hielt die Elf von Trainer Felix Hirschnagl (siehe Titelbild) vor 100 Zuschauern auf der Paul-Renz-Sportanlage das torlose Remis, dann aber traf Pirmin Reinheimer zur Führung für die Gastgeber. Mit diesem Ergebnis wurde auch die Seiten gewechselt und nach der Pause hatten die Löwen den besseren Start.

Lance Fiedler glich in der 53. Minute für die U17 des TSV 1860 aus, doch der FCA hatte die passende Antwort und Berkay Aslan traf eine Viertelstunde vor dem Ende das 2:1. Sechzig drängte nun auf den Ausgleich, stattdessen sorgte jedoch Florian Hangl für die Vorentscheidung (81.) und Mauro Hämmerle setzte in der 84. Minute mit dem 4:1 den Schlusspunkt.

0:1 gegen Ulm – Unnötiger Platzverweis gegen Frey

17
0:1 gegen Ulm - Unnötiger Platzverweis gegen Frey
0:1 gegen Ulm - Unnötiger Platzverweis gegen Frey

0:1 gegen Ulm – nach einem unnötigen Platzverweis gegen Frey kassieren die Münchner Löwen im Top-Spiel der dritten Liga die erste Niederlage des Jahres 2024. Trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung reichte es am Ende nicht. Die Hausherren kassierten im ausverkauften Grünwalder Stadion in der Nachspielzeit den Gegentreffer zum 0:1-Endstand.

Spektakel von Anfang an

Es war ein wahres Fußballspektakel das sich der TSV 1860 München und der SSV Ulm am Samstagnachmittag im Grünwalder Stadion lieferten, jedenfalls in den ersten 60 Minuten. Beide Teams hatten im ersten Durchgang gute Chancen in Führung zu gehen, doch es fielen keine Treffer. Auch nach dem Pausentee spielten beide Seiten weiter nach vorne, bis ein völlig unnötiger Platzverweis gegen Frey, der zwei Schritte zu spät kam und seinen Gegenspieler in der gegnerischen Hälfte umsenste, die Löwen um die Siegchance brachte. In der Nachspielzeit kassierte man dann nach einer Ecke den Gegentreffer und unterlag letztlich aufgrund des unnötigen Platzverweises mit 0:1. Das ganze Spiel zum Nachlesen hier in unserem Live-Ticker.

Klares Tor von Verlaat aberkannt

Von der ersten Minute an suchten beide Seiten ihr Heil in der Offensive und die Zuschauer bekamen ein sehenswertes Match geliefert. Die Stimmung im Grünwalder Stadion war bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein bestens. Nach gut 15 Minuten jubelten die Löwenfans über den Führungstreffer, Verlaat köpfte eine Ecke von Schröter in die Maschen. Doch Schiedsrichter Bauer, der schwächste Mann auf dem Platz, hatte ein Foul von Ouro-Tagba gesehen. Doch auch Ulm hatte seine Chancen und so ging es mit einem verdienten 0:0 in die Katakomben. Seinen Anteil hatte daran auch ein erneut löwenstarker Hiller im Kasten der Sechzger. Nach einer halben Stunde war bereits Greilinger für den gelb-rot-gefährdeten Kurt ins Spiel gekommen.

Unnötiger Platzverweis gegen Frey

Auch nach dem Seitenwechsel versuchte keine der beiden Seiten zu mauern, beide wollten das Tor. Es ging weiter munter hin und her, bis nach einer guzten Stunde Frey mit Rot vom Platz flog, als er von der Seite kam und seinen Gegenspieler vor der Haupttribüne umsenste. Auch wenn er den Ulmer nicht voll traf, er ging überhart in den Zweikampf und kam deutlich zu spät. Kann man geben… Löwen-Trainer Giannikis nahm Lakenmacher für Starke vom Feld, doch die Löwen spielten auch in Unterzahl weiter nach vorne. Zehn Minutzen vor Schluss kamen Steinhart und Zwarts ins Spiel.

Gegentreffer in der Nachspielzeit

Ulm versuchte in der Schlussphase noch den Siegtreffer zu erzwingen. Doch die Löwen standen hinten sicher, ließen nicht mehr viel zu und kamen bei Kontern immer wieder zu Enlastung. Die Fans unterstützten die Hausherren frenetisch, doch es reichte nicht. In der Nachspielzeit gelang Ulm nach einer Ecke der Siegtreffer zum glücklichen 0:1-Endstand, den der unnötige Platzverweis eingeleitet hatte. Dennoch war es bis zur Roten Karte ein starkes Spiel der Löwen, die den Kopf nicht hängen zu lassen brauchen.

 

 

Liveticker: TSV 1860 München – SSV Ulm (28.Spieltag)

8

Herzlich willkommen zum Liveticker am 28.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SSV Ulm 1846!

Im Hinspiel unterlagen die Löwen den Spatzen nach einer weitestgehend desaströsen Leistung durch ein unglückliches Gegentor mit 0:1. Diesmal sinnt die Giannikis-Elf auf Revanche und möchte ihre tolle Serie im Jahr 2024 ausbauen. sechzger.de berichtet live aus Giesing und dem Grünwalder Stadion von der Partie des TSV 1860 gegen den SSV Ulm 1846.

Aufstellung:
Hiller  – Kurt (29. Greilinger), Verlaat (C), Glück, Kwadwo – Rieder, Frey – Schröter, Nankishi (78. Steinhart) – Ouro-Tagba (78. Zwarts), Lakenmacher (67. Starke)

Bank:
Schmid (TW), Ludewig, Starke, Zwarts, Vrenezi, Greilinger, Kloss, Steinhart, Güler

Rote Karte:
Frey (64./ Übertriebe Härte)

Tore:
0:1 (90.+3) Röser

Die Personalsituation

Es fehlen:
Julian Guttau (krank), Max Reinthaler (Innenbanddehnung), Daniel Winkler (Kreuzbandriss)

Ausfälle beim SSV Ulm 1846:
Lennart Stoll (Fußverletzung)

Diesen Löwen droht eine Sperre

Michael Glück, Marlon Frey, Fabian Greilinger und Tim Rieder haben bereits vier gelbe Karten gesehen, bei einer weiteren Verwarnung müssen sie also ein Spiel aussetzen. Fynn Lakenmacher, Julian Guttau und Valmir Sulejmani stehen aktuell bei drei gelben Karten.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – SSV Ulm 1846 außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion ist wie gewohnt mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Über den offiziellen Zweitmarkt können Mitglieder mit etwas Glück bis kurz vor Anpfiff jedoch noch Karten in den Heimblöcken kaufen.

Das Match wird im BR und SWR live im Free-TV übertragen, MagentaSport ist zudem natürlich wie gewohnt vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SSV Ulm 1846

0
Winningers Wirtshaus Weisheiten TSV 1860 SSV Ulm 1846

Mit den Spatzen haben die Löwen aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen und möchten zudem ihre tolle Serie im Jahr 2024 fortsetzen. Bleibt Argirios Giannikis als Trainer von Münchens großer Liebe ungeschlagen? In seinen Wirtshaus Weisheiten analysiert Bernd Winninger den SSV Ulm 1846 und erklärt, wie der TSV 1860 den Gegner aus der Donaustadt knacken könnte.

Wirtshaus Weisheiten vor TSV 1860 – SSV Ulm 1846

Auf welches Spielsystem setzt Thomas Wörle, der Trainer der Spatzen? Was ist taktisch von den Ulmern zu erwarten? Wer sind die Schlüsselspieler des Tabellendritten? Welche Stärken hat der SSV, welche Schwächen könnten die Löwen eventuell zu ihren Gunsten nutzen?

Ergänzend zu seiner TAKTIKTAFEL erläutert Euch Bernd Winninger in knapp 13 Minuten, was der TSV 1860 heute im Grünwalder Stadion von den Gästen zu erwarten hat.

sechzger.de berichtet im Liveticker wie gewohnt direkt aus Giesing und versorgt Euch mit reichlich Fotos und Informationen rund ums Match.

Faninformationen TSV 1860 München – SSV Ulm (28.Spieltag)

0
TSV 1860 Grünwalder Stadion CR Fotos (6)

Weiterhin sind die Löwen unter ihrem neuen Trainer ungeschlagen, zuletzt gab es einen Auswärtssieg beim SC Verl. Nun steht das nächste Heimspiel auf dem Programm, zu Gast in Giesing ist erstmalig in der 3.Liga der SSV Ulm. Der Aufsteiger spielt eine überraschend starke Saison und belegt momentan den Relegationsrang 3. Doch die letzten Wochen haben gezeigt, dass auch solche Gegner von Giannikis und seinem Team geschlagen werden können. Für alle, die die Mannschaft auf dem Weg zu einem weiteren möglichen Sieg unterstützen möchten, gibt es nun die wichtigsten Faninformationen vor der Partie TSV 1860 München – SSV Ulm.

Faninformationen TSV 1860 München – SSV Ulm

Seit fünf Spielen sind die Löwen zuhause ungeschlagen, in den letzten drei Duellen im Grünwalder Stadion konnte der TSV 1860 München sogar jeweils alle Punkte in Giesing behalten. Am morgigen Samstag bietet sich die Gelegenheit für die Löwen, um zu punkten. Doch mit dem SSV Ulm wartet nicht gerade eine leichte Aufgabe. Ein Favorit lässt sich unter den beiden Teams, die in der Rückrunden-Tabelle mit einer nahezu gleichen Bilanz Rang 3 und 4 belegen, nicht ausmachen.
Umso wichtiger dürfte die lautstarke Unterstützung von den Rängen sein, damit die Löwen den Platz als Sieger verlassen können. Auch aus Ulm hat sich eine stattliche Anzahl an Auswärtsfahrern angekündigt, der Gästeblock war binnen kurzer Zeit ausverkauft. Alles, was wichtig zu wissen ist für das Duell morgen, gibt es nun in den Faninformationen zur Partie TSV 1860 München – SSV Ulm.

Tickets

Das Match im Grünwalder Stadion ist ausverkauft, es wird also keine Tageskasse geben. Allerdings lohnt sich ein Blick in den Zweitmarkt auf der offiziellen Homepage des TSV 1860. Hier können bis kurz vor Anpfiff noch Eintrittskarten erworben werden.

Bei Problemen oder Fragen rund um bereits erworbene Tickets sind ab 12:00 Uhr die Clearing-Stellen Nord, Süd und West am Stadion besetzt.

Anreise

Das Kombiticket wurde zur Saison 2023/24 gestrichen, sodass eine Anreise mit den ÖPNV nicht mehr kostenlos möglich ist. Dennoch sollte dies weiterhin die bevorzugte Anreisemöglichkeit bleiben, da die Parkplatzsituation rund um das Grünwalder Stadion bekanntermaßen schwierig ist.

Am Stadion selbst besteht zwischen Candidstraße und Stehhalle ab 11:00 Uhr die Möglichkeit, Fahrräder sicher und bewacht abzustellen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadiontore öffnen ab 12:30 Uhr, Anpfiff ist dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten, Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind lediglich Taschen, die kleiner als DIN A4 sind.

Alle Arten von Flaschen (auch PET) und die Mitnahme eigener Lebensmittel sind verboten.

Fantreffpunkt

Am Candidplatz steht ab 10:30 Uhr der Löwentreff der aktiven Fanszene bereit. Es gibt zahlreiche Artikel aus dem Shop zu erwerben, unter anderem Trainingsanzüge oder Wimpel. Kulinarisch ist mit Penne und Bolognese sowie den üblichen Getränken ebenfalls einiges geboten. Ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall.

Außerdem öffnet das Bamboleo zum Spieltag seine Pforten. Neben Fanartikeln gibt es auch Getränke zu erwerben. Ein Besuch lohnt sich, denn die Arbeiten sind inzwischen weit fortgeschritten.

Nach dem Spiel verkauft die Gruppe CTA90 am Grünspitz Fleecejacken und Aufkleber.

Livestream und Liveticker

Das heutige Spiel wird von BR und SWR im Free-TV übertragen. Außerdem kann man das Match wie gewohnt bei MagentaSport im Fernsehen und im Livestream übertragen.

sechzger.de ist wie immer live dabei und berichtet wie gewohnt bereits vor Anpfiff im Liveticker.

Bild: CR Fotos

Hiller und das neue Selbstverständnis

2
Marco Hiller Tsv 1860

Identifikationsfigur, stolzer Vater, bester Torwart der 3. Liga laut Statistik. Nach der kruden Degradierung unter Ex-Coach Maurizio Jacobacci ist Marco Hiller derzeit wieder die unangefochtene Nummer Eins im Tor der Löwen. Im Interview mit der Abendzeitung spricht das Sechzger-Urgestein über Vaterfreuden, die Gründe für das neue Selbstverständnis und den starken Lauf der Löwen.

Neue Perspektiven nach Familienzuwachs im Hause Hiller

Seit der Geburt seiner Tochter hat sich für Marco Hiller einiges verändert. Er betont die bedeutsame Rolle seiner Familie für seinen Erfolg auf dem Platz: “Jeder, der mal Vater geworden ist, weiß, was das für ein unglaubliches Gefühl ist.” Die Unterstützung seiner Partnerin ermöglicht ihm, sich voll und ganz auf seine Leistung zu konzentrieren.

Neues Selbstverständnis bei den Löwen unter Giannikis

Der TSV 1860 München ist in diesem Jahr das dominierende Team in der Liga, mit 18 Punkten, keiner Niederlage und einem Torverhältnis von 13:4. Aktuell befinden sie sich auf Rang 12 in der Tabelle und haben in den letzten vier Spielen eine beeindruckende Serie hingelegt. Für Hiller hat die Entlassung von Maurizio Jacobacci und die Ernennung von Argirios Giannikis als neuer Trainer haben beim TSV 1860 München zu einem positiven Wandel geführt. “Wir sind richtig im Flow und ich denke, das überträgt sich auf jeden einzelnen Spieler.” Die Mannschaft habe ein neues Selbstverständnis entwickelt, das zuvor gefehlt habe, “ganz abgesehen von den mannschaftstaktischen Dingen, die derzeit auch sehr gut klappen”. Das Paradebeispiel für das neue Selbstvertrauen sieht Hiller in Fynn Lakenmacher. Auch er wurde von Jacobacci öffentlich degradiert und blüht unter der Leitung Giannikis förmlich auf.

Starke Defensive und eine solide Leistung

Die herausragende Leistung des TSV 1860 in der Defensive ist nicht zu übersehen. Da auch die Löwen des Öfteren mit vier gelernten Innenverteidigern auflaufen, vergleicht Hiller die Mannschaft mit dem deutschen Weltmeisterteam von 2014 und hebt die Zusammenarbeit innerhalb des Teams hervor. “Unser Kapitän Jesper Verlaat ist richtig gut in seine Rolle als Anführer hineingewachsen, mit Mitch Glück macht es ein junger Spieler sehr gut, mit Max Reinthaler haben wir einen Routinier dazu bekommen.”

Unerschütterliche Ruhe unter Giannikis

Trotz des ständigen Medienrummels bleibt die Mannschaft unter Argirios Giannikis ruhig und fokussiert, “man hat das Gefühl, dass ihn das alles gar nicht interessiert.” Hiller macht gerade diese Gelassenheit des Trainers als Erfolgsfaktor aus und betont, dass sich diese positive Einstellung auf das gesamte Team überträgt.

Entschlossenheit vor dem Duell mit Ulm

Vor dem bevorstehenden Duell mit dem SSV Ulm zeigt sich Hiller entschlossen. “Auf jeden Fall!” lautet Hillers selbstbewusste Antwort auf die Frage hin, ob 1860 stark genug ist, um gegen einen Aufstiegskandidaten daheim zu gewinnen. Im Hinspiel mussten die Löwen mit einer 1 – 0 Niederlage aus Ulm nach Giesing heimkehren. Ex-Coach Jacobacci überraschte nach dem Spiel einmal mehr mit seiner Analyse, machte er damals doch den Wind und Feuerwerk für die Niederlage verantwortlich. Hiller zu dem entscheidenden Gegentreffer: “Jeder, der mal selbst im Tor stand, der weiß: Das ist ein Sch***-Ball, mit dem du nicht rechnest, den du nicht einschätzen kannst – und plötzlich fällt er hinten rein.”

Realistische Ziele für die Zukunft

Für Hiller steht die Fokussierung auf die aktuellen Aufgaben im Vordergrund. Er betont die Wichtigkeit, zunächst die Hausaufgaben zu erledigen, bevor über mögliche Ziele spekuliert wird. Doch er mahnt zur Vorsicht und betont, dass die Mannschaft sich nicht von Träumen oder der Tabelle ablenken lassen darf. Mit einem Marco Hiller in seiner derzeitigen Form, einer soliden Defensive und einem neuen Selbstverständnis sind die Löwen bestens angerichtet, ihre Erfolgsgeschichte fortzusetzen.

BR berichtet heute über “Biertrinken” T-Shirt in der “Abendschau”

17

Das T-Shirt “Biertrinken habe ich bei 1860 gelernt” hat einen nicht geahnten Verkaufsboom erlebt – jetzt berichtet die Abendschau in ihrer heutigen Ausgabe.

“Biertrinken habe ich bei 1860 gelernt”

Das T-Shirt, das jetzt bereits Kult-Status erreicht haben dürfte, trägt die Botschaft eines Kult-Zitats des Kult-Löwen Erich Beer aus dem Jahr 1984. Durch die despektierlich beabsichtigte Berichterstattung des Blogs “dieblaue24” wurde der Verkauf des Textils derartig angekurbelt, dass der Kult-Shop des TSV München von 1860 e.V. bereits weniger als 24 Stunden später “ausverkauft” melden musste.

BR berichtet über Kult-T-Shirt in der Abendschau

Dies war für das Team der Kult-Sendung “Abendschau” des Bayerischen Rundfunks nun Anlass genug, dem neuen Vereinsheim “Bamboleo”, das inzwischen bereits ebenfalls Kultstatus erreicht haben dürfte, einen Besuch abzustatten. In einem kurzen Bericht wird das Kult-T-Shirt sowie das “Bamboleo” in der heutigen Ausgabe der “Abendschau” zwischen 17 und 18 Uhr im BR ausgestrahlt. Einschalten!

Online-Bestellungen auf der Warteliste, Restexemplare am Samstag vor Ort

Der Kult-Shop des e.V. kommt inzwischen mit den Bestellungen kaum hinterher. Bestellungen, die über den Online-Shop eingehen, landen derzeit auf einer Warteliste . Wer schneller an sein “Biertrinken habe ich bei 1860 gelernt”- T-Shirt kommen möchte, sollte dem Bamboleo morgen vor dem Spiel gegen Kultgegner Ulm (14 Uhr, sechzger.de-Kult-Liveticker) einen Besuch abstatten. Das Vereinsheim öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn. Neben Restposten des T-Shirts stehen auch weitere Schmankerl aus dem e.V.-Shop zum Verkauf. Dazu kann man ein kühles Helles von der Kultbrauerei Hacker-Pschorr genießen.

Wo findet ihr das “Bamboleo”? Hier!

Sämtliche Einnahmen des e.V.-Shops kommen den gemeinnützigen Zwecken des e.V. zugute – wie z.B. den BayWa-Kultlöwen.

Titelbild: (c) TSV München von 1860 e.V.

Kartenausschnitt: (c) OpenStreetMap

Löwenrunde: Mit heißem Herz und kühlem Kopf

1
Mit heißem Herz und kühlem Kopf
Mit heißem Herz und kühlem Kopf

Betrachtet man die Rückrunden-Tabelle der dritten Liga, so wartet auf die 15.000 Zuschauer im ausverkauften Grünwalder Stadion am Samstag um 14:03 Uhr das absolute Spitzenspiel. Der TSV 1860 München empfängt den SSV Ulm – beide Teams sind in 2024 noch ungeschlagen. Bei der Löwenrunde gab TSV-Coach Giannikis bekannt, dass Guttau und Reinthaler ausfallen werden, Verlaat und Kwadwo sind hingegen mit von der Partie. “Wir müssen die Balance finden, mit heißem Herz und kühlem Kopf”, forderte der Löwen-Coach.

Zwei wichtige Stützen fallen aus

Es hatte sich in den letzten Tagen fast schon angedeutet, dass die Löwen nach dem 1:0-Sieg in Verl mit einer umgebauten Mannschaft ins Spiel gegen Ulm gehen müssen. Immer wieder mussten einige Spieler wegen einer Erkältung passen. Verlaat und Kwadwo haben ihre Erkrankungen auskuriert und werden am Samstag wohl in der Startelf stehen. Nicht gereicht hat es für Top-Scorer Guttau, den Fieber zum Aussetzen zwingt. Auch Reinthaler, der seit seinem Wechsel an die Grünwalder Straße zahlreiche Pluspunkte sammeln konnte, fällt aus. Er hat sich in Verl eine leichte Verletzung des Innenbandes zugezogen. “Es ist nichts kaputt, aber das Band muss regenerieren”, erklärte Giannikis.

Mehrere Optionen für Guttau im Zentrum

Als mögliche Alternativen auf der zentralen Position als Guttau-Ersatz nannte der Löwen-Dompteur Güler, Zejnullahu oder auch Nankishi. Festlegen wollte er sich aber noch nicht. “Ulm hat sich ein gewisses Selbstverständnis erkämpft. Sie sind sehr homogen und kompakt und eine körperliche Mannschaft”, sagte Giannikis über den Gegner. Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte er im Hinblick auf die Unterschiede zwischen Verl und Ulm: “Jeder Gegner ist eine neue Herausforderung. Die anderen Mannschaften haben den Vorteil, dass sie schon länger zusammenarbeiten. Wir sind noch nicht da, wo wir in Sachen Punkte hinwollen und müssen weiter Punkte sammeln”.

“Mit heißem Herz und kühlem Kopf”

Sorgen macht sich der Trainer nicht, nach dem Ausfall von Guttau. “Wir denken in Lösungen, nicht in Problemen. Klar ist Guttau super in Form, aber wir haben auch volles Vertrauen in die Jungs, die am Samstag spielen. Fußball ist kein Wunschkonzert”, sagte Giannikis weiter. “Wir wollen Ulm so entgegentreten, dass ihre Stärken nicht ersichtlich werden. Wir müssen die richtige Balance finden – mit heißem Herz und kühlem Kopf”, forderte der Löwen-Trainer.

Keine Gedanken an das Hinspiel

Das vom griechischen Wind-Gott Aiolos verblasene erste Aufeinandertreffen, das mit 1:0 an Ulm ging, ist weit weg. Daran verschwendete Giannikis keinen Gedanken mehr. “Das ist zu weit weg, das habe ich mir nicht angeschaut”, zu stark verändert hätten sich die Mannschaften seit diesem Duell.
In Sachen Abwehrreihe, die zuletzt zeitweise aus vier Innenverteidigern bestand, erklärte der 1860-Trainer: “Dass Glück auf rechts gespielt hat, war spielspezifisch bedingt. Wir haben je nach Spiel-Dynamik auch schon mit Dreierkette agiert. Je nach Spielsituation”. Eine Dreierkette wäre also auch bei Rückstand jederzeit umsetzbar, allerdings fehlt nun mit Reinthaler ein wichtiger Baustein in der Abwehr.

Starke Defensive dank ganzer Mannschaft

Im Gegensatz zum Catenaggio von Jacobacci, der zwar defensiv weitgehend funktionierte, die Offensive zumeist aber vollständig lähmte, präsentierten sich die Löwen unter Giannikis zuletzt defensiv sogar noch gefestigter und dennoch in Torlaune. Von sechzger.de angesprochen, wie er dies geschafft habe, sagte Giannikis: “Der Grund ist das gesamtmannschaftliche Verhalten. Wir haben auch in der Offensive umgestellt, versuchen den Ball schnell nach vorne zu bringen. Die Balance ist wichtig, und wir schießen auch die Tore, um Spiele zu gewinnen”.

Der Glaube an den Sieg ist da

“Wir wollten ein Gefühl entwickeln, dass wir siegfähig sind. Da sind wir jetzt angelangt. Das Team glaub daran, zu gewinnen”, erläuterte der TSV-Coach. Zuletzt bekamen Zwarts und Muteba in Verl Spielzeit und Giannikis zeigte sich durchaus zufrieden mit der Leistung der beiden Offensivkräfte: “Zwarts war lange verletzt, vom Laufverhalten ist noch Luft nach oben, aber das ist klar nach dem langen Ausfall. Muteba hat seine offensiven Qualitäten gezeigt. Defensiv muss er sich noch mehr einbinden, aber das ist ein ganz normaler Prozess”.

Freunde über Frage vom Taktikfuchs

Die letzte Frage der Löwenrunde gehörte – fast schon traditionell – Taktikfuchs Bernd Winninger (hier geht es zur Taktiktafel vor dem Spiel gegen Ulm). Giannikis zeigte sich durchaus erfreut über die taktische Analyse. Deshalb Frage und Antwort an dieser Stelle im Wortlaut:

sechzger.de: “Ulm befreit sich aus Verdichtungssituationen oft klug mit präzisen Seitenwechseln oder Ballstafetten über die gesamte Breite des Felde. Damit sorgen sie für Überzahl auf dem anderen Flügel, bevor das Spiel wieder ins Zentrum verlagert werden soll. Wie kann man es verhindern, dass in solchen Situationen die Zuordnung verloren geht?”

Aggressives Gegen-Pressing

Giannikis: “Indem man sie nicht rauskommen lässt. Das ist ganz einfach, indem man so viel Druck auf den Ball erzeugt und nach außen lenkt und nicht ins Zentrum. In ihrer Dreier- oder Fünfer-Kette ist der Außenspieler tatsächlich ziemlich breit und nach der Spielverlagerung sind die Weg der Mannschaft dann größer, um die Kompaktheit wieder herzustellen. Also aggressives Gegen-Pressing nach Ballverlust und lenken Richtung Außenlinie und nicht ins Zentrum wären wünschenswert”.

Ausverkauftes Haus beim Spitzenspiel

Das Grünwalder Stadion ist seit Tagen ausverkauft, selbst im Zweitmarkt gibt es kaum noch Tickets. Die Löwen sind also wieder in aller Munde, nach der starken Serie und den Erfolgen dieses Jahres. Vielleicht liegt es aber auch ganz einfach daran, dass die Spielzeit am Samstag um 14:00 Uhr wohl die beste des Wochenendes ist. Wir freuen uns auf ein spannendes Match, für alle die nicht live im Stadion mit dabei sein können, wir die Partie live im Bayrischen Fernsehen übertragen. Natürlich informieren wir Euch auch wieder in unserem ausführlichen Live-Ticker ab den frühen Morgenstunden über alles, was in und rund um Giesing passiert.

 

 

TSV 1860 – SSV Ulm, die Taktiktafel vor dem Spiel

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel TSV 1860 München – SSV Ulm 1846. Was müssen die Löwen von den Gästen aus der Donaustadt erwarten?

TSV 1860 – SSV Ulm, das Hinspiel war ein absoluter Offenbarungseid was Spielkultur und Einsatzwille betrifft. Dank der – durch die vernünftigen Personalentscheidungen mittels 50+1 durch die Entscheidungsträger im e.V. – während der Winterpause erfolgten Neubesetzung auf der Trainerbank, brauchen wir, denke ich, vor einem Rückfall keine Angst haben, was diese Kriterien betrifft. Trotzdem wird es kein Spaziergang werden, wenn die Löwen auf die Spatzen treffen.

Thomas Wörle, Trainer des SSV Ulm 1846, wird seine Spatzen gegen die Löwen des TSV 1860 vermutlich im 3-4-3 aufs Feld schicken.

Im Pressing spielt Ulm variabel. Es fällt nach wie vor auf, dass dann eher hoher Druck auf den gegnerischen Spielaufbau ausgeübt wird, wenn es noch Unentschieden steht oder der Gegner einen Torevorsprung hat. Bei eigener Führung lässt der Druck auf den Spielaufbau des Gegners nach.

In der Defensivlinie steht Ulm dem angepasst im Pressing hoch bis sehr hoch, bei zurückgezogenerer Pressinglinie dementsprechend tiefer. Allerdings ist die Formation der Linien abhängig vom System des Gegners beim Aufbau im Positionsspiel.

Bevor wir uns der Spielweise des SSV Ulm widmen, die statistischen Werte des kommenden Gegners.

Statistische Werte des SSV Ulm 1846

  • Ballbesitz: 50%
  • Passgenauigkeit: 78%
  • Defensive Zweikampfquote: 62%
  • Flankengenauigkeit: 36%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 8,5

Spielweise der Spatzen

Bei Ballbesitz

Ulm spielt mittlerweile weniger über die Flügel als noch zu Beginn der Saison. Im Positionsspiel befreit man sich variabel – sofern vorhanden – aus dem Pressing des Gegners und versucht früh nach Überqueren der Mittellinie bereits in die Halbzentrale oder die Zentrale zu kommen.

Horizontale Verschiebungen von der ballfernen Seite ausnutzend, soll im weiteren Verlauf eines Angriffs die gesamte Breite den Spielfelds beansprucht werden, um ins letzte Drittel einzudringen. Im Idealfall läuft der Ball also innerhalb der Viererreihe im Mittelfeld nach Eindringen in des Gegners Hälfte und vor Erreichen des letzten Drittels diagonal nach vorne über mindestens drei verschiedene Spieler.

Die Varianten sind hier allerdings vielfältig und oft sehr kreativ. Man sieht Ballstafetten über die komplette Breite ebenso wie Aktionen, die entweder nur bis auf die innere Halbposition oder das Zentrum und dann wieder zurück auf die andere Seite gehen.

Schafft es der Gegner, dieses variable diagonale Spiel zu unterbinden und die Ulmer auf den Flügeln zu halten, ist das Vordringen der Spatzen ins letzte Drittel zwar einerseits trotzdem schwer zu verhindern, andererseits sinkt die Chancenqualität der Ulmer bei Angriffen von außen stark ab.

Wenn der Gegner nicht aggressiv gegen den Aufbau der Spatzen presst, sehen wir ein direkteres Muster, mit vertikalen Versuchen schnell durch die Mitte ins Zentrum vor oder in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Allerdings gilt auch hier das Gleiche wie bei der Variante gegen hohes Pressing. Wenn also der Gegner sich dort gegen den Ball anpasst und somit gut gestaffelt positioniert, Ulm entweder leicht auf die Flügel zu verdrängen ist oder die Spatzen sich zentral verzetteln und man Umschaltsituationen kreieren kann.

Im letzten Drittel des Gegners formiert sich Ulm meist in einer ballfern horizontal in Richtung des ballnahen Flügels verschobenen asymmetrischen 3-4 Formation, wenn über den Flügel gespielt wird. Kommen die Spatzen durch die Mitte, sehen wir mit den beiden ins Sturmzentrum einrückenden Flügelstürmern und dem dann etwas zurückhängend spielenden Mittelstürmer eine 4-1-2 Formation im letzten Drittel.

Gegen den Ball

Wie oben beschrieben, hängt das Pressingverhalten der Ulmer stark vom Spielstand ab. Offensiv als auch defensiv ist das Spiel der Spatzen vor allem für die Spieler auf den Außenpositionen im Mittelfeld sehr laufintensiv. Es ist also nicht unüblich, dass Ulm gegen den Ball im Pressing durchaus mal etwas vom Gas geht.

Das 3-4-3 so wie Ulm es gegen den Ball spielt, sieht vor, dass der ballnahe Mittelfeldaußenspieler weiter abkippt als der ballferne. Ein leicht asymmetrisches 5-3-2, das optisch manchmal wirkt wie ein 4-4-1-1, ist im letzten Drittel das, womit der SSV den Gegner am Kreieren von Chancen hindern möchte.

Steht bei Ulm die Pressinglinie tief und gleichzeitig die Defensivlinie hoch, wird auf Bälle in tiefe Pressingfallen spekuliert, was oft in hartem Kampf um den zweiten Ball endet.

Stärken und Schwächen des Systems 3-4-3

Stärken

Das 3-4-3 bietet mit seiner exzellenten Tiefenstaffelung im Zusammenspiel mit taktischer Disziplin im Positionsspiel sehr variantenreiche Spielzüge im Aufbau. Gerade für spielstarke Teams ist dieses System daher eine wahnsinnig effektive Waffe. Angriffspressing und Gegenpressing können mit der Überzahl an Offensivspielern gut umgesetzt werden. Diese Überzahl verhilft der Mannschaft im 3-4-3 auch im letzten Drittel zu hoher Variabilität.

Schwächen

Die Dreierabwehrkette muss situativ immer wieder aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann. Das 3-4-3 stellt hohe Anforderungen an die individuelle Stärke der Spieler sowohl mit als auch gegen den Ball. Wenn die Spieler ihre Rollen im taktischen Konzept nicht einhalten, kann das Spiel im 3-4-3 leicht zum Debakel werden. Außerdem ist es sehr konteranfällig.

Wie kann man Ulm knacken?

Bei Ballbesitz

Ulm spielt gegen den Ball mit äußerst intelligenten Verschiebungen, die Umschaltsituationen stets schnell ermöglichen. Daraus folgt, dass die Löwen hohe Laufbereitschaft und positionelle Variabilität im Mittelfeld zeigen müssen, um Ulmer Spieler aus den Positionen zu zerren. So muss es gelingen, Räume zu schaffen, in die man dann aus der Tiefe mit progressiven Pässen oder mit dynamischen Läufen eindringt. Flexibilität und Antizipation des ballführenden Spielers für Laufwege werden offensiv im Mittelfeld und im letzten Drittel entscheidend sein.

Gegen den Ball

Ulm muss man mit Galligkeit die Spielfreude nehmen. Die Spatzen werden natürlich grundsätzlich als gefährlicher Gegner einstuft, aber es wird deutlich, dass beim SSV häufig Fahrigkeit und Ungeduld in der Offensive einsetzt, wenn mit gesunder Härte agiert wird und im Stellungsspiel des Gegners der Hintermann sofort übernehmen kann.

Im eigenen letzten Drittel gilt es vor allem zentral gegen die mögliche 4-1-2 Formation, die deshalb sehr gefährlich wird, weil sie klare Zuordnungen verlangt und Raumdeckung hier tödlich sein kann, richtig zu antizipieren und die Stürmer beim Kreuzen im richtigen Moment zu übergeben.

Läufen über die Flügel des SSV kann man den Zahn über Dopplungen von der Sechserposition und Abkippen vom Mittelfeldflügel ziehen. Kommen die Ulmer durch, muss man natürlich auf die Flanken der Spatzen aufpassen. Gefährlicher wird es allerdings, wenn die Außenspieler über die Halbpositionen an der Schnittstelle zum letzten Drittel nach innen ziehen. Hier wird wieder das gute Stellungsspiel der Sechser und deren Zweikampfverhalten wichtig sein, um Gefahr von der Box fernzuhalten.

Die Schussgenauigkeit der Spatzen ist die drittbeste der Liga. Deshalb ist es absolut wichtig, möglichst wenige Schusssituationen entstehen zu lassen. Ulm schafft es, auch aus Chancen geringer Qualität häufig Tore zu erzielen. Deshalb sollten die Spieler des TSV 1860 München im Spiel gegen den SSV Ulm 1846 möglichst versuchen, Ballkontakte des Gegners in zentralen Bereichen des Strafraums zu unterbinden und dort immer nah am Mann stehen.

Schlüsselspieler

Tor

Christian Ortag (#39), Torhüter des SSV, ist ein Keeper, der mit einer Größe von 1,97 m klar den Luftraum seines Strafraums beherrscht. Trotz seiner Größe ist er ein beweglicher und reflexstarker Schlussmann. Im Eins gegen Eins gibt er bisher in der Liga keine allzu gute Figur ab, in der Regionalliga waren seine Werte hier noch deutlich besser. Alles in allem ist Ortag ein solider Schlussmann mit etwas Luft nach oben was die Performance angeht.

Abwehr

Johannes Reichert (#5) ist der Kapitän und Chef in der Defensive in der Zentrale der Dreierkette. Im Stellungsspiel ist seine Fähigkeit, Situationen zu antizipieren, hoch und sorgt für viele Ballgewinne. Er ist durchschnittlich zweikampfstark im Vergleich mit Kollegen auf der gleichen Position. Auch was gewonnene Kopfballduelle im Vergleich mit anderen Spielern auf seiner Position anbelangt, ist er nicht ganz oben anzusiedeln. Für den eröffnenden Pass im Positionsspiel sind seine Kollegen links und rechts von ihm verantwortlich.

Mittelfeld

Mit Philipp Maier (#26) hat Ulm einen der defensiv stärksten Sechser der Liga auf dem Feld. Allerdings sind im 3-4-3 der Ulmer auch seine offensiven Qualitäten wichtig. Maier ist einer der zehn besten Zwei-Wege-Sechser der Liga. Als Bindeglied zwischen Abwehr und Offensive und als zentrale Lebensversicherung vor der Abwehr des SSV spielt er beim Aufsteiger eine klasse Saison

Max Brandt (#23) agiert in der offensiveren Rolle der beiden zentralen Mittelfeldspieler. Von ihm kommen bei Angriffen die meisten Ideen, zudem ist er extrem passsicherer, sehr dribbelstark und hat einen starken Drang nach vorne. Auch gegen den Ball macht er eine – für einen Spieler, der eher die feine Klinge führt – gute Figur.

Sturm

Die bisher größte Gefahr geht von Léo Scienza (#22) aus. Der Linksaußen ist nicht auf seiner Position festgenagelt. Oft weicht er ins Zentrum aus und spielt im Halbraum vor dem abkippenden Mittelstürmer. Gute Technik, gutes Passspiel und hohe Schussgenauigkeit bringen sieben Tore und acht Vorlagen auf sein Konto. Allerdings ist sein Pendant auf der gegenüberliegenden Seite, Dennis Chessa (#9), nicht weniger gefährlich. Mit neun Treffern und vier Vorlagen braucht er sich ebensowenig verstecken.

Fazit

Zuhause sind für den TSV 1860 München immer drei Punkte möglich, auch gegen den SSV Ulm 1846. Wer diese Punkte allerdings als gegeben ansieht, befindet sich auf dem Holzweg. Man muss Ulm über 90 Minuten konzentriert und voller Einsatzbreitschaft gegenübertreten, sonst kommt man unter die Räder.

Die richtige Taktik wird die Mannschaft des TSV 1860 München auch diesmal vom Trainer mit auf den Weg bekommen. Da brauchen wir uns, seit Argirios Giannikis das Ruder auf der sportlichen Kommandobrücke übernommen hat, keine Gedanken mehr zu machen. Auch dass die Mannschaft das Konzept umsetzen wird, ist zu erwarten. Erfolg oder Misserfolg hängen von der Konzentrationsfähigkeit des Teams ab. Schaffen es die Löwen, konzentrierter zu agieren als der Gegner, sind drei Punkte und somit die Revanche für die Niederlage im Hinspiel möglich.

Für beide Vereine gilt es, die niederlagenlose Serie am Leben zu halten. Ich bin sehr gespannt auf dieses Spiel und darauf, ob wir vielleicht wieder einen Favoriten ärgern können.

So könnte Ulm beginnen

Datenquelle: Wyscout