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DFB sperrt Pfeifer und Jacobacci für Spiel gegen Regensburg

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Viktoria Köln TSV 1860 20231028 Fotogalerie (20)

Auch vier Tage nach der Niederlage gegen Viktoria Köln beschäftigt das Spiel den TSV 1860 München weiterhin. Nun wurde das nächste Urteil durch den DFB gefällt. Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Trainer Maurizio Jacobacci müssen das Duell gegen Jahn Regensburg am Samstag (14 Uhr, sechzger.de Liveticker) von der Tribüne aus verfolgen

Innenraumverbot für Pfeifer und Jacobacci gegen Regensburg

Nach der unglücklichen Niederlage gegen Viktoria Köln am vergangenen Wochenende müssen die Löwen im Duell mit Tabellenführer Jahn Regensburg auf zahlreiche Spieler verzichten. Vier Akteure fehlen gesperrt, Leroy Kwadwo muss darüber hinaus nach seiner Roten Karte auch gegen den 1.FC Saarbrücken aussetzen. Trainer Maurizio Jacobacci wird die Startaufstellung also im Vergleich zum Spiel in Köln auf mindestens zwei Positionen verändern müssen. Die Mannschaft betreuen darf er gegen Regensburg während den 90 Minuten jedoch nicht.

Wie die Löwen am heutigen Mittwoch bekannt gaben, wurde sowohl Jacobacci als auch Geschäftsführer Pfeifer mit einem Spiel Innenraumverbot belegt. Eine halbe Stunde vor sowie eine halbe Stunde nach Abpfiff ist das Betreten des Innenraums für die beiden daher nicht gestattet. Diese Regelung erstreckt sich auch auf die Umkleidekabinen oder den Spielertunnel. Die Partie gegen Jahn Regensburg werden Jacobacci und Pfeifer daher voraussichtlich von der Haupttribüne aus verfolgen. Der TSV 1860 betont in seiner Meldung, dass das Strafmaß vergleichsweise gering ausfällt, da beide Offiziellen bislang sportgerichtlich noch nicht in Erscheinung getreten sind. Andernfalls wäre zusätzlich auch eine Geldstrafe denkbar gewesen.

Sechzig um Sieben: Sponsoren plädieren für Marc-Nicolai Pfeifer

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Sechzig um Sieben: Spielbetriebs-GmbH macht Nägel mit Köpfen

Die nächste große Diskussion unter den Löwenfans ist im vollen Gange. Zahlreiche Sponsoren haben sich an den TSV 1860 München gewendet und ihre Partnerschaft von einer Verlängerung mit Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer abhängig gemacht. Außerdem wurde eine Klausel bei Joel Zwarts bekannt und die nächste Podcast-Folge ist online.

sechzger.de Talk Folge 129 online

Zu einem Duell der Taktikfüchse kommt es in der aktuellen Ausgabe des sechzger.de Talks. Nach der Niederlage in Köln spricht Jan mit Bernd und Maxi, einem Gast aus Regensburg. Er spricht über die aktuelle Lage beim Jahn, der momentan Tabellenführer der 3.Liga ist. Dabei geht es vor allem um sportliche Aspekte, aber auch um den Wechsel von Joel Zwarts zu den Löwen. Eine entsprechende Vorschau auf das Spiel am Wochenende im Grünwalder Stadion darf zum Abschluss natürlich auch nicht fehlen.

Die Klausel von Joel Zwarts

Apropos Joel Zwarts: vor dem Duell mit seinem alten Verein aus Regensburg machte ein Artikel die Runde, dass der 24-Jährige am Wochenende aufgrund einer bislang unbekannten Klausel auf jeden Fall aussetzen müsse. Mittlerweile hat sich die Informationslage geändert, ein Einsatz von Zwarts ist aber dennoch unwahrscheinlich. Die Löwen müssten dafür einen mittleren, fünfstelligen Betrag bezahlen. Ohnehin fehlte der Stürmer in Köln verletzt und könnte allein deswegen am Samstag zu einer weiteren Pause gezwungen sein.

Sponsoren fordern Verlängerung mit Marc-Nicolai Pfeifer

Die nächste Nachricht mit viel Diskussionspotential erreichte die Löwenfans am Dienstag. Insgesamt 18 Sponsoren wendeten sich mit einem Brief an beide Gesellschafter des TSV 1860 München sowie an die Medien. Nach dem Kündigungsschreiben der AHD Sitzberger werden also die nächsten Unterstützer aktiv. Anders als das ehemalige Unternehmen von Vize-Präsident Hans Sitzberger wird im aktuellen Brief von den Sponsoren unmissverständlich gefordert, dass der Vertrag mit Marc-Nicolai Pfeifer verlängert werden soll. Andernfalls werde man die Partnerschaft beenden. Die Diskussionen um den Brief unter den Löwenfans sind derweil schon in vollem Gange.

News aus der 3.Liga

Drittligisten im DFB-Pokal im Einsatz

Mit der SpVgg Unterhaching und Arminia Bielefeld waren gestern abend zwei Vereine aus der 3.Liga in der 2.Runde des DFB-Pokals im Einsatz. Die Vorstädter empfingen zuhause Fortuna Düsseldorf, Bielefeld hingegen hatte es mit dem Hamburger SV zu tun. Beide Vereine schieden dabei aus dem Wettbewerb aus – Haching in der Verlängerung, Bielefeld hingegen erst im Elfmeterschießen.

Am heutigen Mittwoch ist dann noch der SV Sandhausen gegen Bayer Leverkusen gefordert. Viktoria Köln empfängt mit Eintracht Frankfurt ebenfalls einen Bundesligisten, der 1.FC Saarbrücken bekommt es mit einem anderen Verein aus München zu tun.

sechzger.de Talk 129 nach Köln & vor TSV 1860 – Regensburg

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sechzger.de Talk Folge 129 nach der Niederlage gegen Viktoria Köln und vor TSV 1860 München - SSV Jahn Regensburg

Nix zu holen gab es für die Löwen beim Auswärtsspiel gegen Viktoria Köln. Deutlich über 1.000 Löwenfans im Gästeblock sahen eine Partie, der der Schiedsrichter seinen Stempel aufdrückte. Um diese Diskussion kommt natürlich auch der sechzger.de Talk Nummer 129 nicht herum. Außerdem ist ein Gast des nächsten Gegners mit unter den Teilnehmern, sodass es den ein oder anderen Eindruck aus Regensburg direkt gibt.

Die Niederlage gegen den FC Viktoria Köln

Auf Timon Schulz sind die Löwenfans weiterhin nicht gut zu sprechen. Zu sehr fühlen sie sich von dem 27-Jährigen benachteiligt, der insgesamt vier Platzverweise gegen den TSV 1860 München aussprach. Darüber gilt es zu sprechen – und das wird in Folge 129 natürlich auch gemacht. Darüber hinaus wirft Jan mit seinen Gästen aber auch einen Blick auf das sportliche Geschehen im Sportpark Höhenberg. Dazu gehört unter anderem der Ausfall von Joel Zwarts, der durch Valmir Sulejmani ersetzt wurde.

Vorschau SSV Jahn Regensburg

Im Duell mit seinem ehemaligen Verein wird Joel Zwarts wohl nach aktuellem Stand ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Die Umstände des Wechsels vom Jahn nach München nehmen ihm die Regensburger Anhänger nach wie vor übel. Darüber spricht Jan mit Max, der beim Der-Jahn-Blog das Pendant zu Bernd Winninger ist. So hat er zuletzt beispielsweise den Heimsieg gegen Preußen Münster analysiert. Entsprechend geht es in der Folge auch um das anstehende Heimspiel des TSV 1860 München, bei dem der Jahn zu Gast in Giesing ist. Beide Taktikfüchse geben jeweils ihre Analyse zum kommenden Gegner ab.

Der sechzger.de Talk 129 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Sponsoren schreiben Brief an Gremien des TSV 1860

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Nachdem bereits das Unternehmen AHD Sitzberger die Beendigung seines Sponsorings angekündigt hatte, haben nun noch weitere Sponsoren ihre Stimme erhoben und einen Brief an sämtliche Gremien des TSV 1860 München gerichtet. Dabei wenden sie sich explizit an beide Gesellschafter.

Sponsoren schreiben Brief an Gremien des TSV 1860

Insgesamt wurde das Schreiben von 18 Sponsoren unterzeichnet, die sich wünschen, dass #gemeinsam im Kontext des TSV 1860 mehr als nur ein Hashtag ist. Namentlich sind das:

Häusler Automobil GmbH & Co.KG, Michael Rappl
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG, Michael Fleissner
Georg u. Florian Urban GmbH, Georg und Florian Urban
LMB Stahl-Metallbau GmbH, Andreas Thoma
Johann Holzapfel Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Thomas Holzapfel
Pro Aurum Edelmettale. Münzen. Barren, Mirko Schmidt + Claus Gabler
C&L Service GmbH, Heiko Eschner
Hanki-Film, Lukas Hankhofer
P.u.G Schwertfirm GmbH Hotel Garni, Thomas Schwertfirm
Gruschwitz Facility Management, Andreas Gruschwitz
WOHNEN & GUT LEBEN GmbH, Anton Hiltmair
pmc active GmbH, Alan Markovic
Flotilla GmbH Taxi & Limousine, Zekai Karavas
Omni Media, Jörg Abel
Linster Edelstahlhandel, Alexander Linster
CA, Christian Amon
Hofmann GmbH-Interieur, Alexander Hofmann
KC, Koray Cetinkaya

Das Schreiben im Wortlaut

Sehr geehrte Damen und Herren,

da wir bisher auf unser Schreiben vom 20.10.2023 an die beiden Gesellschafter keine Reaktion/Stellungnahme erhalten haben, sehen wir uns gezwungen hiermit unser Anliegen zur Untermauerung der Wichtigkeit für uns, noch einmal in diesem erweiterten Kreis öffentlich zu machen. Wir als Partner und Sponsoren fordern von beiden Gesellschaftern ein geschlossenes Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit.

Es kann nicht sein, dass einzelne Mitglieder aus den Gremien der Gesellschafter öffentlich „angezählt“ werden. Das ist ein absolut unprofessionelles Verhalten, welches am Ende auch auf uns als Partner und Sponsoren des Vereins zurückfällt.

Wir als Partner und Sponsoren der KGaA repräsentieren einen beträchtlichen Anteil der Sponsorengelder. Unser Engagement basiert vorrangig auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung eines kontinuierlichen Erfolgs der KGaA. Aus unserer Sicht ist einer der wichtigsten Faktoren, um dieses Ziel zu erreichen, die Kontinuität und vor allem Kompetenz in der Position der aktuellen Geschäftsführung. Nach unserer Beurteilung trägt Marc-Nicolai Pfeifer in seiner Rolle des Geschäftsführers durch sein überdurchschnittliches Engagement, sein charismatisches Auftreten, der sehr guten Zusammenarbeit mit den Sponsoren, sowie der Akquise von neuen Partnern der KGaA im Wesentlichen dazu bei. Dies hat die KGaA in der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre sehr voran gebracht. Wir sehen natürlich auch, wie die Anzahl der Sponsoren und Partner in der Amtszeit von Hr. Pfeifer stark angestiegen ist und somit vor allem nachhaltig zum finanziellen Ergebnis der KGaA beiträgt. Marc-Nicolai Pfeifer kümmert sich durch sein nahbares und persönliches Auftreten hervorragend um die Werte, die uns als Sponsoren wichtig sind. Wir fühlen uns bestens verstanden und repräsentiert und sehen durch sein Wirken in unserem Engagement sowohl einen Sinn als auch ein Ziel.

Folglich fordern wir unmissverständlich die vorzeitige und langfristig Vertragsverlängerung des Geschäftsführervertrags für Marc-Nicolai Pfeifer, da auch unsere weitere Zusammenarbeit mit der KGaA davon abhängen wird. Ebenso sollte ein Treffen mit beiden Gesellschaftern und Vertretern unserer Gruppe stattfinden um zu erfahren, welche konkreten Pläne beide Gremien haben und verfolgen, insbesondere in Bezug auf die Weiterentwicklung der KGaA.

Personalpolitik durch Sponsoren?

Grundsätzlich ist die Initiative der Sponsoren durchaus begrüßenswert, da sie um das Wohl des TSV 1860 bemüht ist. Zudem ist es natürlich absolut legitim, ein Stimmungsbild zu zeichnen und seine Meinung kund zu tun. Nichtsdestotrotz bleibt der fade Beigeschmack, dass die Unternehmen durch ihren Brief indirekt Einfluss auf die Personalpolitik der KGaA nehmen wollen. Völlig unabhängig von der Personalie Marc-Nicolai Pfeifer sollte dieses Vorgehen nicht Schule machen und die Sponsoren auf diese Weise nicht ins operative Geschäft eingreifen.

Oder seht Ihr das anders?

Klausel: Kann Joël Zwarts doch gegen Jahn Regensburg spielen?

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Tsv 1860 Joel Zwarts jan regensburg neuzugang

Gestern vermeldete die AZ, dass der TSV 1860 gegen Tabellenführer Jahn Regensburg neben den gesperrten Leroy Kwadwo, Morris Schröter, Albion Vrenezi und Niklas Lang auch auf Stürmer Joël Zwarts verzichten muss. Grund hierfür sei eine Klausel, wonach der Stürmer nicht gegen seinen Ex-Klub antreten dürfe. Doch dies stimmt nach sechzger.de-Informationen nicht ganz. So gebe es durchaus eine Möglichkeit, dass der Niederländer am Samstag mit von der Partie sein könnte, wie uns aus Kreisen der Oberpfälzer mitgeteilt wurde.

Spielt Joël Zwarts doch gegen Jahn Regensburg?

Wie uns aus gut unterrichteten Kreisen im Umfeld von Jahn Regensburg berichtet wurde, haben die beiden Clubs im Zuge des Wechsels von Joël Zwarts an die Grünwalder Straße vereinbart, dass bei einem Einsatz des 24-Jährigen gegen die Oberpfälzer seitens des TSV 1860 eine mittlere fünfstellige Summe zu berappen sei. Auf Nachfrage von sechzger.de bestätigten die Löwen diese Vertragsklausel.

Inzwischen korrigierte die AZ ihren Bericht und verwies auf eine mögliche Zahlung, die bei einem Einsatz gegen den Ex-Verein fällig werden soll.

Man darf also gespannt sein, ob der TSV 1860 am Samstag auf seinen bisher besten Torschützen zurückgreifen kann/darf/möchte…

Titelbild: CR Fotos

Magomed Schachidov im Finale des Cologne Boxing Cup

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Magomed Schachidov TSV 1860 Boxen (3)

Beim Cologne Boxing Cup steht Boxer Magomed Schachidov vom TSV 1860 im Finale. Im Halbfinale besiegte der 29-Jährige den Briten Harris Akbar mit 5:0 nach Punkten.

Schachidov im Finale des Cologne Boxing Cup

Bei den European Games im Juli hatte Schachidov die vorzeitige Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris zwar knapp verpasst, darf sich aber immer noch Hoffnungen auf die Teilnahme machen. Die letzten beiden Chancen bieten sich bei zwei zusätzlichen Qualifikationsturnieren im kommenden Frühjahr.

Der Cologne Boxing Cup ist das bedeutendste Turnier im olympischen Boxen in Deutschland. Nationalteams aus aller Welt kommen nach Köln, um sich dort zu messen. Insofern ist der Finaleinzug von Magomded Schachidov durchaus als großer Erfolg zu werten. Dort wird er heute Nachmittag ab 17 Uhr auf den Waliser Garan Croft treffen, der sich im Halbfinale nach Punkten gegen den Deutschen Deniel Krotter hatte durchsetzen können.

Sechzig um sieben: Zwarts gegen Regensburg nicht mit von der Partie

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Sechzig um Sieben: Becketts

Nach dem Kartenfestival von Köln muss der TSV 1860 München schon auf vier gesperrte Spieler verzichten. Gestern stellte sich heraus, dass Sechzig zusätzlich noch auf Joel Zwarts gegen Jahn Regensburg verzichten muss.

Zwarts wegen Vertragsklausel gegen Regensburg nicht mit von der Partie

Der Tross von 1860 kehrte aus Köln mit gesperrten Spielern zurück. Wegen Rot wird Leroy Kwadwo zwei Spiele gesperrt sein, Morris Schröter wird wegen seiner gelb-roten Karten natürlich auch fehlen. Wegen der 5. gelben Karte müssen Niki Lang und Albion Vrenezi ebenfalls von der Tribüne aus zuschauen. Das selbe Schicksal ereilt auch Stürmer Joel Zwarts. Wie die AZ berichtete ließ sich der Jahn eine Klausel in den Vertrag schreiben, dass Zwarts die Spiele gegen Regensburg nicht bestreiten darf. Damit werden am kommenden Samstag sage und schreibe fünf Spieler. Außerdem wird wohl Co-Trainer Stefan Reisinger an der Seitenlinie stehen müssen, da Jacobacci ja auch noch die rote Karte sah. Über eine mögliche Sperre gegen Jacobacci ist bisher noch nichts bekannt.

Die unglückliche Niederlage in der TAKTIKTAFEL-Analyse

Bernds Analyse in der TAKTIKTAFEL ist dieses Mal eine besondere. Auf Grund der Schiri-Leistung verzichtet er auf Bewertung der Spieler, zeigt aber dennoch auf, dass man die Niederlage trotz der dürftigen Leistung des Unparteiischen nicht allein diesem in die Schuhe schieben kann. Die besten Impressionen des insgesamt unschönen Ausflugs an den Rhein findet Ihr in unserer Bildergalerie.

Schwarzes Wochenende für die 1860-Fußballmannschaften

War rot die dominierende Farbe beim Spiel der Profis in Köln, muss man das Wochenende der Fußballmannschaften des TSV 1860 als schwarz bezeichnen. Die Profis, die U21, die U19, die U17, die Vierte und die Frauenmannschaft kassierten allesamt Niederlagen. Lediglich die Dritte konnte in Fürstenried das Feld als Sieger verlassen. Alle Ergebnisse findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Preußen Münster: Mrowca fällt mehrere Wochen aus

Der Oberbayer Sebastion Mrowca zog sich am Samstag im Spiel gegen Jahr Regensburg eine Wadenverletzung zu, wie gestern eine MRT-Untersuchung ergab. Die genaue Verletzung wurde nicht bekannt gegeben, dennoch wird Mrowca mehrere Wochen ausfallen.

Platzprobleme in Saarbrücken

Nach dem Abbruch des Spiels zwischen Saarbrücken und Dresden am Sonntag wegen Überflutung des Platzes, ist nun auch die Austragung des DFB-Pokalspiels des FCS gegen die Elf aus der Säbener Straße fraglich. Das Spiel ist für Mittwochabend angesetzt, ob es ausgetragen werden kann, wird wohl heute entschieden. Um die Wassermassen besser abfließen zu lassen, wurde nun sogar ein “Aerifizierer” beschafft, der das Abfließen des Wassers beschleunigen soll.

SV Waldhof: Mannschaft nicht fit?

Mittelfeldspieler Julian Riekmann äußerte sich selbstkritisch nach der 3:0-Niederlage des SVW in Unterhaching. Da “einige Spieler nicht fit sind und die Mannschaft keine 90 Minuten lang Gas geben kann”, komme man ab der 60. Minute stets unter Druck. Sportcehf Schork wollte die Kritik nicht gelten lassen und sah die Mannschaft wegen einer Laufleistung von 128 km im Soll. Dennoch macht sich in Mannheim nach drei Niederlagen in Folge Unzufriedenheit breit.

Damit geht Ihr bestens informiert in diesen Dienstag, der diese Woche ja auch ein kleiner Freitag ist.

Nach Rot in Köln: Leroy Kwadwo für zwei Spiele gesperrt

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Tsv 1860 leroy Kwadwo 1

Nach seiner Roten Karte in Köln wurde Verteidiger Leroy Kwadwo vom DFB mit einer Sperre von zwei Spielen belegt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Leroy Kwadwo für zwei Spiele gesperrt

In der 80. Minute war Leroy Kwadwo nach seinem Einsteigen gegen Andre Becker des Feldes verwiesen worden – zurecht, wie Ex-Schiedsrichter Babak Rafati auf liga3-online.de begründet. Nun wurde der Verteidiger des TSV 1860 vom DFB für die nächsten beiden Spiele gesperrt.

Die Meldung des DFB im Wortlaut:

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Leroy Kwadwo vom Drittligisten TSV 1860 München im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der 3. Liga belegt. Darüber hinaus ist der Spieler bis zum Ablauf der Sperre auch für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt.

Kwadwo war in der 79. Minute des Drittligaspiels beim FC Viktoria Köln am 28. Oktober 2023 von Schiedsrichter Timon Schulz des Feldes verwiesen worden.

Der Spieler beziehungsweise sein Verein hat dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist somit rechtskräftig.

Da neben Kwadwo auch Niklas Lang wegen seiner 5. Gelben Karte gesperrt sein wird, darf man gespannt sein, mit welcher Defensivformation die Löwen gegen Tabellenführer Jahn Regensburg antreten werden.

Titelbild: Oliver Rabuser

Sechzig am Wochenende: Löwinnen I mit erster Niederlage

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Tsv 1860 Löwinnen Fc Stern Iii

Ein äußerst durchwachsenes Wochenende liegt hinter den Löwinnen. Während die Dritte einen tollen Sieg einfuhren, mussten die Profis, die U21, die U19, die U17, die Vierte und auch die Löwinnen eine Niederlage einstecken.

Löwinnen I mit erster Niederlage

Besonders die Niederlage der Löwinnen kam überraschend, zumal der Gegner SG Haar/Grasbrunn II im bisherigen Saisonverlauf nicht unbedingt geglänzt hatte. Ob am Samstag Spielerinnen aus der 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft mitgewirkt haben, ist uns leider nicht bekannt. Zu Pause hatten die Löwinnen durch zwei Tore von Sofia Endrizzi noch 2:1 geführt, am Ende hieß es 2:3. Der TSV 1860 bleibt trotz der Niederlage Tabellenführer der Kreisklasse.

Die Löwinnen II gaben sich hingegen keine Blöße und schickten Centro Argentino de Munich II mit einem Dutzend Gegentore auf den Heimweg. Beim 12:0 für die Tabellenführerinnen der A-Klasse trafen Melanie Schleifer (2), Cheyenne Krieger (2), Verena Modlinger (2), Saadet Tombul (2), Laura Kreuzer (2), Manuela Paßreiter und Laura Berger.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 25.10.

17.30 Uhr: SpVgg Markt Schwabener Au U10 – U9 2:5
18.30 Uhr: FC Augsburg – U14 0:3

Donnerstag, 26.10.

FC Schwabing U11 – U10 2:9

Freitag, 27.10.

18.30 Uhr: FC Augsburg – U13 1:3

Samstag, 28.10.

11.00 Uhr: Eintracht Frankfurt – U17 5:2
12.15 Uhr: Schwaben Augsburg U12 – U11 0:5
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – ESV München-Freimann abgesagt
14.00 Uhr: U15 – 1. FC Nürnberg 0:0
14.00 Uhr: Viktoria Köln – Profis 2:1
15.00 Uhr: Löwinnen II – Centro Argentino de Munich II 12:0
15.00 Uhr: SpVgg Bayreuth U17 – U16 2:0
16.30 Uhr: U12 – Wacker München U13 7:0
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Haar/Grasbrunn II 2:3

Sonntag, 29.10.

11.00 Uhr: U19 – SV Sandhausen 2:4
11.00 Uhr: FC Fürstenried – 3. Mannschaft 2:5
13.00 Uhr: VfR Garching – U21 1:0
15.00 Uhr: FC Anadolu Bayern – 4. Mannschaft 3:1
15.00 Uhr: U10 – FC Schweinfurt 05 U11 14:2

Viktoria Köln – TSV 1860 München (2:1), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Kartenfestivals zwischen dem FC Viktoria Köln und unserem TSV 1860 München. Am Ende feiert Köln einen 2:1-Heimsieg, der zwar sicherlich verdient, aber auch durch einige fragwürdige Entscheidungen begünstigt war. Einige Schiedsrichterentscheidungen sind schwer nachvollziehbar gewesen. Dieses Detail überschattet die am Ende durchwachsene Leistung und ist auch für die Analyse zu berücksichtigen.

Viktoria Köln – TSV 1860 hieß das Duell am Samstag im Sportpark Höhenberg. Die Gastgeber gewannen zwar verdient, allerdings auch stark begünstigt dadurch, dass in der Schlussphase die Sechzger doppelt dezimiert waren. Abgesehen davon waren weitere Spieler des TSV 1860 München durch vorbelastende gelbe Karten in der Schlussphase gefährdet ebenfalls den Ampelkarton zu sehen.

Bis zur 80. Minute hatte die Kartenspielerei des Herren in Schwarz schon gravierende Auswirkungen auf das bis dahin nie überharte oder unfaire Match zwischen den Höhenbergern und den Sechzgern. Von daher kann ich in dieser Rubrik die Partie nicht komplett neutral bewerten.

Die Sechzger wurden wie üblich von Trainer Jacobacci, der kurzfristig auf Joël Zwarts verzichten musste, im 4-2-3-1 ins Rennen geschickt. Köln kam erwartungsgemäß im 3-4-2-1 auf den Platz. Die Gastgeber agierten im Pressing hoch stehend zentral mit zwei Spielern im Raum und auf dem Flügel wie erwartet direkt gegen den ballführenden Spieler. Die Defensivlinie stand mittig bis hoch.

Der TSV 1860 agierte hingegen mit nur einem Spieler in vorderster Linie gegen den Ball und dahinter drei den Raum abdeckenden Akteuren. Situationsabhängig schob aus dieser Dreierkette dann und wann ein Spieler mit nach vorne. Der Plan hinten kompakt zu verteidigen und tief zu stehen ging zwar grundsätzlich auf, wurde allerdings durch fragwürdige Entscheidungen des sogenannten Unparteiischen am Ende der Partie zunichte gemacht.

Bevor wir zur Analyse der Partie kommen wie immer die statistischen Werte des Spiels.

Statistische Werte Viktoria Köln – TSV 1860

  • Ballbesitz Viktoria Köln 59% – TSV 1860 41%
  • Passgenauigkeit Viktoria Köln 85% – TSV 1860 79%
  • defensive Zweikampfquote Viktoria Köln 66% – TSV 1860 55%
  • Schüsse/aufs Tor Viktoria Köln 20/6 – TSV 1860 7/2
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) Viktoria Köln 8,96 – TSV 1860 16,65

Analyse der statistischen Werte

Die statistischen Werte und die Analyse sind diesmal auch in Abhängigkeit dessen zu sehen was der Mann in Schwarz sich in Puncto gelben Karten geleistet hatte. Speziell die Performance gegen den Ball ist hier fast ein Muster ohne Wert.

Ich analysiere die Werte natürlich so als gäbe es diese Beeinflussung durch gelbe Karten nicht. Aber jeder, der selbst einmal auf dem Platz stand weiß, dass wenn bei jedem Foul – ob absichtlich oder nicht – nicht nur die Gefahr einer Verwarnung sondern an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit diesbezüglich besteht, die Herangehensweise an einen Defensivzweikampf zurückhaltender wird.

Ballbesitz(59%:41%)

Erste Halbzeit

In der ersten Halbzeit sahen wir – rein statistisch – ein auf nahezu allen Ebenen fast ausgeglichenes Spiel. Der Unterschied beim Ballbesitz in Halbzeit eins lag bei lediglich vier Prozent.

Allerdings gibt es auch deutliche Kritikpunkte an der ersten Hälfte des Spiels. Trotz des fast ausgeglichenen Ballbesitzes schaffte es der TSV 1860 München im Positionsspiel lediglich acht Mal bis ins letzte Drittel des Gegners durchzukommen. Köln drang während des ersten Durchgangs im Positionsspiel neunzehn Mal ins letzte Drittel der Löwen ein.

Diese Diskrepanz zeigt wieder einmal, woran es bei den Löwen hapert. Es gelingt dem TSV 1860 München nach wie vor zu selten, gegen Mannschaften aus der vorderen Tabellenhälfte mit Kreativität die nötigen Aktionen nach vorne so zu entwickeln, dass der Gegner in der eigenen Spielfeldhälfte und speziell im eigenen letzten Drittel durch offensive Verschiebungen der Sechzger länger bzw. öfter unter Druck gerät.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Hälfte des Spiels gelang es den Löwen zwar, in Puncto durchgebrachter Positionsangriffe die Leistung der ersten Halbzeit zu kopieren. Nichtsdestotrotz sind die Zahlen in den Statistiken nach dem Pausentee desolat. Köln toppte seine Leistung diesbezüglich in der zweiten Hälfte unter anderem natürlich auch wegen der Schlussphase, die unsere Löwen in doppelter Unterzahl bestreiten mussten. Insgesamt war es aber schon davor klar, dass aus dem Spiel heraus, wenn nicht eine Umschaltaktion, ein Standard oder ein Konterangriff zum Torerfolg führen, vermutlich nicht viel für die Löwen zu holen sein wird.

Lediglich sechzehn Minuten hatte der TSV 1860 München in den 50 Minuten, die der zweite Durchgang inklusive Nachspielzeit dauerte, im Spiel gegen Viktoria Köln selbst den Ball. In der letzte Viertelstunde musste man in doppelter Unterzahl versuchen zu retten, was zu retten war.

Am Ende blieb es wie wir alle wissen aber nur beim Versuch. Die Diskrepanz, die beim Ballbesitz vor und nach den Platzverweisen herrscht, ist nicht so deutlich, dass man das für den statistischen Wert Ballbesitz in Halbzeit zwei als kriegsentscheidend ansehen müsste. Köln hatte auch vor den Platzverweisen fast doppelt so lange die Kugel wie unsere Sechzger.

Passgenauigkeit (85%:79%)

Abgesehen von den Rückpässen und den Einwürfen waren die Sechzger den Kölnern in allen gemessenen Passkategorien teilweise deutlich unterlegen.

Das hat natürlich ein wenig damit zu tun, dass Köln gegen die tief stehenden Löwen viele einen Angriff vorbereitende Pässe spielen mussten. Das Spiel mit den Querpässen in der eigenen Defensivabteilung ist natürlich immer präziser als wenn es nach vorne geht.

Nichtsdestotrotz waren die Sechzger in allen Belangen, die das Offensivspiel betreffen zu wenig präzise. Während das alles in der ersten Halbzeit noch nicht so deutlich ins Gewicht fiel, und die Verteilung der Pässe pro Ballbesitzphase zwischen beiden Mannschaften im Schnitt lediglich um drei Hundertstel zu Gunsten der Gastgeber auseinandergeht, schaffte es Viktoria Köln in der zweiten Halbzeit pro Ballbesitzphase im Schnitt fast doppelt so viele Pässe zu spielen wie die Mannschaft des TSV 1860 München.

Bei den Sechzgern war am Samstag spätestens an der Grenze zum letzten Drittel des Gegners der ballführende Spieler einfach nur zu bemitleiden. Wer keine Anspielstationen findet, die wirklich frei sind, entscheidet sich oft für eins gegen eins Duelle, verzettelt sich dabei und verliert am Ende das Spielgerät an den gegnerischen Abwehrspieler. Die zweite Option einen riskanten Pass auf einen gedeckten Mitspieler, der keine Anstalten macht sich freizulaufen, endet meist mit demselben Ergebnis. Kommt der Ball tatsächlich an, verliert dieser Mannschaftskamerad in den meisten Fällen das anschließende Duell. Die Chance, dass der Ball allerdings vom Gegenspieler abgefangen wird, bevor er den Mitspieler erreicht, ist auch nicht gerade klein. Dies alles mitansehen zu müssen war am Samstag leider äußerst frustrierend.

Defensive Zweikampfquote (66%:55%)

Die defensive Zweikampfquote ist im Normalfall ab 60 Prozent als akzeptabel anzusehen. Oft ist es jedoch so, dass viel davon abhängt wieviele Defensivzweikämpfe in Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz geführt werden und davon, ob direkt nach dem Zweikampf vielleicht ein Mitspieler den Ball dann möglicherweise wegen gutem Stellungsspiel abfangen kann.

Die Sechzger führten über die gesamten 90 Minuten in Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz rund 1,1 defensive Zweikämpfe pro Minute gegnerischen Ballbesitzes. Die Kölner kommen auf knapp 1,5 geführte Defensivzweikämpfe pro Minute gegnerischem Ballbesitz. Das gilt für das gesamte Spiel.

In der ersten Halbzeit lag sowohl die Quote gewonnener Zweikämpfe als auch die Anzahl der geführten Zweikämpfe noch auf gutem Niveau. 1,6 geführte Zweikämpfe bei 61% Erfolgsquote ist im Rahmen dessen, was man als brauchbar ansehen kann.

Blicken wir dann auf die zweite Halbzeit stehen für die Sechzger mit nur noch 0,8 Defensivzweikämpfen pro Minute gegnerischem Ballbesitzes um 50% weniger zu Buche. Die Erfolgsbilanz dieser Zweikämpfe ließ in Halbzeit zwei ebenfalls nach. Man gewann davon lediglich 46%. Das passende Adjektiv dafür darf jeder selbst wählen. Ich würde hier in einen sehr negativen Superlativ verfallen und den möchte ich in Bezug auf meine Löwen nicht öffentlich zum Besten geben.

Köln hingegen hielt die Quote der Zweikämpfe pro Minute gegnerischem Ballbesitzes über das gesamte Spiel auf dem selben Niveau. Lediglich die Erfolgsquote sank bei den Kölnern nach dem Pausentee im Vergleich etwas ab. Allerdings nicht in dem Maße wie bei den Sechzgern.

Schüsse/aufs Tor (20:6:7/2)

Mit 4:7 Schüssen aus Sicht der Sechzger in der ersten Halbzeit war auch bei dieser Statistik noch alles im grünen Bereich für ein Auswärtsspiel bei einem heimstarken Gegner.

3:13 in der zweiten Halbzeit ist allerdings nicht akzeptabel. Vor allem wenn man bedenkt, dass zehn dieser dreizehn Schüsse vor den beiden Platzverweisen gegen die Sechzger abgefeuert wurden.

Dass die Sechzger noch dazu lediglich einen der zwanzig Schüsse blocken konnten ist ein weiteres Problem, dass man klar ansprechen muss.

Positiv ist allerdings der Fakt, dass die Sechzger es vor dem Pausentee schafften abgesehen vom Elfer und einem weiteren Schuss knapp innerhalb der Strafraumgrenze, der über Richters Gehäuse ging, Köln bei den Schüssen aus dem Strafraum fern zu halten.

Dieses Positivum kehrt sich nach Wiederanpfiff allerdings um. Sieben Schüsse ließen die Löwen in der eigenen Box zu. Keinen davon –  egal ob innerhalb oder außerhalb des Strafraums – konnten sie blocken. Mit ein Grund dafür ist allerdings sicherlich die Kartenflut.

Sechzig selbst kam noch dreimal zum Schuss. Einer davon wurde geblockt. Wenn Kwadwo bei seinem Versuch innerhalb des Fünfmeterraums in der 57. Minute das Leder nicht über Volls Kasten setzt verläuft die Partie möglicherweise ein wenig anders. Aber wir sind hier nicht bei hätte, wäre, wenn, sondern bleiben bei der Realität.

Von daher ist das in dieser Form im Vergleich der beiden Mannschaften einfach zu wenig. Grundsätzlich liegt allerdings die Schussanzahl in Abhängigkeit vom eigenen Ballbesitz in Halbzeit zwei in einem normalen Bereich.

PPDA (8,96:16,65)

Hier geben die Zahlen die Pressingintensität beider Teams über die gesamte Spielzeit für beide Halbzeiten gut wieder. Daran ist nichts verwunderlich und auch keine weitere Analyse notwendig. Der Plan beim Anlaufen gegen den Ball beider Teams ist deutlich erkennbar. Sechzig tief abwartend eher im Raum agierend und Köln dosiert entweder hoch oder auf mittlerem Niveau pressend mit direkten Aktionen gegen den Ballführenden, sobald der Pass auf den Flügel kam. Das war so auch vor dem Spiel schon erwartet worden.

Die Tore

Hier könnt ihr Euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Das entscheidende 2:1 für die Gäste entstand durch einen Angriff der Viktoria auf der linken Seite. Eine lange diagonale Flanke von Mai auf Fritz spielt dieser, seinen Größenvorteil ausnutzend, per Kopf, von der halbrechten Seite knapp hinter der Fünferlinie im Strafraum vors Tor auf Schulz. Dieser springt zum Kopfball und netzt ein. Ich denke der Schiedsrichter übersieht hier, dass Schulz seinem Bewacher Lang einen Schlag mit dem Ellenbogen gegen den Kopf versetzt. Meiner Meinung nach dürfte dieser Treffer nicht zählen.

Das fiel auf

Unabhängig von der nicht gerade guten Leistung der Löwen vor allem in der zweiten Halbzeit kann man auch die Spielleitung des sogenannten Unparteiischen kritisieren. Ich will hier nicht ins Detail gehen sonst schreibe ich mir noch nach der Deadline für diesen Artikel die Finger wund.

Nur so viel: Die rote Karte für Kwadwo halte ich für vertretbar. Trotzdem hätte es denke ich hier gelb auch getan. Der zweite Platzverweis gegen Schröter war, gelinde gesagt, ein Unding. Hier muss es Elfmeter für den TSV 1860 München geben.

Ich werde heute keine weiteren Auffälligkeiten kommentieren und auch keine Einzelkritik an Spielern üben.

Ich denke, dass die Linie des Schiedsrichters in der ersten Halbzeit gegen beide Mannschaften mitentscheidend für die Performance der Löwen in der zweiten Hälfte war. Wenn viele der am Platz befindlichen Spieler einer Mannschaft mit einer Karte vorbelastet sind und ein defensiver Einwechselspieler kurz nach seiner Einwechslung ebenfalls den gelben Karton sieht, sind diese Akteure in Zweikämpfen logischerweise etwas zimperlich und versuchen aufgrund eines drohenden Platzverweises eine zurückhaltendere Herangehensweise bei ihren Defensivaktionen.

Fazit

Mein Kollege Thomas Spiesl schrieb in seinem Spielbericht: Löwen um einen Punkt betrogen. Das kann man, wenn man alle Widrigkeiten, die den Löwen am Samstagnachmittag die Performance verhagelten, durchaus so sehen. Denn vor allem die defensive Performance wurde von der Kartenflut gegen defensive Schlüsselspieler stark beeinträchtigt.

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass man, speziell dann wenn man weiß, dass kleinlich gepfiffen wird, der Ball nach vorne besser laufen muss und dass man dafür sorgen muss, dass man weit vor der eigenen Defensivzone mit der Abwehrarbeit beginnen sollte. Köln war in dem Fall die cleverere Mannschaft. Mit gleichvielen Karten wie die Sechzger nach dem ersten Durchgang, schafften sie es indem sie gegen den Ball hoch standen kaum Gefahr für das eigene Gehäuse aufkommen zu lassen.

Auffällig ist allerdings, dass obwohl die Gastgeber im ersten Durchgang häufiger wegen Foulspiel zurückgepfiffen wurden, die Anzahl der gelben Kartons für beide Teams nicht die Gleiche war.

Nach so einem Spiel pauschal die Mannschaftsleistung, die klar durch die Leistung des sogenannten Unparteiischen beeinflusst war, zu kritisieren wäre denke ich falsch. Man muss es in so einem Fall aber spielerisch schaffen a) den Ball besser in den eigenen Reihen zu halten und b) höher anzulaufen um gar nicht in die Bredouille zu kommen zu viel vor der eigenen Box verteidigen zu müssen. Da besteht Lernbedarf. Ob dieser allerdings bei der Mannschaft oder doch eher bei der sportlichen Leitung und deren taktischen Vorgaben an die Mannschaft zu suchen ist, darf wieder jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke es sollte dem Leser nicht allzu schwer fallen hier ein Urteil zu fällen.

Datenquelle: Wyscout