Start Blog Seite 496

Preußen Münster – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

37
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel unseres TSV 1860 München bei Preußen Münster. Was erwartet die Löwen bei den zuletzt fünf mal in Folge unbesiegten Münsteranern?

Preußen Münster gegen den TSV 1860 München – Bundesliga Gründungsnostalgie erfasst da wohl die älteren Herrschaften in der Leserschaft. Aber diese Zeiten sind lange her. Am Sonntag gibt es nach drei Jahren Münsteraner Absenz dieses Duell erstmal wieder in Liga drei.

Sascha Hildmann, Trainer in Münster, lässt seine Adler bisher, von einer Ausnahme abgesehen, immer in einer Variante des 3-5-2 auflaufen. Das heißt für Sonntag, gegen den Ball erwartet die Löwen ein 5-4-1. Sollte Münster in Ballbesitz sein, verschieben die Außenverteidiger nach vorn ins Mittelfeld. Zunächst entsteht dadurch das 3-5-2. Überbrückt Münster auch das Mittelfeld, sieht man in der vordersten Linie der Münsteraner bis zu vier Spieler.

Pressinglinie

Die Pressinglinie des SCP agiert – je nach Gegner und Spielsituation – angepasst. Bisher ist, abgesehen vom Spiel gegen Halle bei Münster folgendes Muster zu beobachten: Zu Beginn einer Partie im Pressing noch relativ zurückgezogen agierend, erhöhen die Preußen stets den Druck auf die gegnerische Eröffnung.

Die Wechsel zwischen hohem Anlaufen und passiver Spielweise gegen den Ball bringen zwei Vorteile mit sich: Einerseits ist es – je nach Spielfortschritt – ein gutes Rezept, um Kräfte zu sparen. Viel wichtiger ist jedoch andererseits, dass man mit dosiertem Einsetzten von überraschenden hohen Pressingmomenten, den Gegner dann und wann auf dem falschen Fuß erwischen kann und ihn somit früh im Aufbau zu Fehlern zwingt.

Lediglich gegen Halle vergangenen Sonntag wurde von Münster über fast die komplette Spielzeit, abgesehen von der Schlussviertelstunde, hauptsächlich hoch gepresst.

Defensivlinie

Die Defensivlinie der Münsteraner ist zu Beginn der Partien bisher immer eher auf Sicherheit bedacht und mittig bis tief angelegt gewesen. Aber auch das ändert sich mit dem Pressingverhalten und ergebnisabhängig.

Wird hoch gepresst, steht die Defensivlinie hoch, lässt der Pressingdruck nach, zieht sich auch die Defensivlinie weiter zurück. In gewissen Situationen finden wir aber auch interessante Extremata bei der Linienpositionierung. In den von mir beobachteten Spielen gab es mehrere Situationen, bei denen die Pressinglinie tief und die Defensivlinie gleichzeitig hoch stand. Das ergab für den jeweiligen Spielzug der Gegner von Münster ein zu bespielendes Mittelfeld von lediglich 20 – 25 m Länge. Meistens endeten dort die Angriffe der Gegner mit einer Münsteraner Umschaltaktion, oder einem nicht erlaufbaren langen Ball, den dann der immer gut mitspielende Torhüter kassierte.

Bevor wir zur Spielweise der Münsteraner kommen, betrachten wir – wie immer – die bisherigen statistischen Werte der Gastgeber

Statistische Werte des SCP

  • Ballbesitz 45%
  • Passgenauigkeit 83%
  • defensive Zweikampfquote 64%
  • Flankengenauigkeit 40%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 14,15

Spielweise der Preußen

Abwartend, kompakt gegen den Ball mit einer 5-4 Formation im letzten Drittel agierend, legt Münster das Hauptaugenmerk darauf, selbst keine Treffer zu kassieren. Mit präzise ausgespielten Umschalt- und Konteraktionen gelingt es dann über hauptsächlich vertikales Spiel oft, den Gegner in die Bredouille zu bringen.

Bei Ballbesitz

Hat Münster die Kugel, können sehr variable Angriffsmuster zum Vorschein kommen. Im Umschaltspiel zu vertikalem Spiel neigend, können im Positionsspiel Angriffe über die gesamte Breite des Feldes auf den Plan kommen. Die hohe Präzision im Spiel nach vorne begünstigt das natürlich.

Ein konkretes Schema, wie es bei vielen anderen Mannschaften zu beobachten ist, kann man bei Münster hinsichtlich der Spieleröffnung und Fortführung im Mittelfeld nicht erkennen. Mit viel Laufarbeit ohne Ball versuchen die Spieler vor dem Ball permanent Räume zu finden, um anspielbar zu sein. Das macht die Offensive des SCP schwer ausrechenbar.

Im letzten Drittel hingegen versucht Münster im Positionsspiel immer ein kompaktes Zentrum aus drei Spielern in vorderster Linie zu etablieren. Im ballfernen Halbraum läuft ein Flügelspieler ein um direkt hinter der Kette sofort wieder Druck aufzubauen, wenn ein Ball abgewehrt werden sollte. Der ballnahe Halbraum hinter der Angiffslinie wird bei Angriffen über den Flügel vom Box-to-Box Spieler besetzt.

Mit drei Offensivpielern im Zentrum, zwei Spielern in den Halbräumen und einem weiteren auf dem ballnahen Flügel ergibt sich – je nach Staffelung – entweder ein asymmetrisches 3-3 oder asymmetrisches 2-4 auf den beiden Linien vor der gegnerischen Box.

Mit dieser Art der Staffelung und den vorhergegangenen, meist schnell vorgetragenen Angriffen ist es nicht verwunderlich, dass Münster die Mannschaft mit den bisher meisten Schüssen ist. In der Statistik Schüsse in Abhängigkeit vom eigenen Ballbesitz führt Münster die Liga deutlich an. Das wiederum zeigt, wie gefährlich eine Mannschaft sein kann, die hauptsächlich auf Umschaltspiel nach Ballgewinn im Mittelfeld setzt.

Gegen den Ball

Während die meisten Mannschaften, die variables Repertoire in Petto haben, dieses hauptsächlich im Spiel mit Ball zeigen, sehen wir das bei Münster auch im Spiel gegen den Ball relativ häufig. Eine der interessantesten Sachen dabei ist das entweder punktuelle schlagartige erhöhen der Pressingintensität, oder aber auch das langsame, von Angriff zu Angriff leichte Erhöhen des Drucks im Pressing, oder eine Mischung aus beidem, wo mal hoch, mal tief, mal mittig, mit wechselnder Intention angelaufen wird.

Im Positionsspiel gegen den Ball ist Münster also äußerst Variabel unterwegs. Damit schafft man sich nicht nur selbst Vorteile, sondern zwingt den Gegner auch dazu, mehr Ideen entwickeln zu müssen, wie er in der gerade ablaufenden Situation den Abwehrriegel durchbrechen könnte.

Die hohe Disziplin der Münsteraner in Bezug auf Raumaufteilung, defensiver Übergabe und Übernahme hat hier einen großen Anteil, dass die gegnerischen Teams in sieben von zehn Spielen qualitativ die klar schlechteren Torchancen hatten, als Münster selbst.

Wie kann man Münster knacken?

Preußen Münster zu knacken wird für den TSV 1860 München ein schwieriges Unterfangen werden. Gegen defensiv diszipliniert auftretende Gegner tat sich die Löwenoffensive in den letzten Wochen eher schwer.

Ich sehe die beste Möglichkeit gegen die, nach fünf Spielen ohne Niederlage auf einer kleinen Erfolgswelle schwimmenden Münsteraner, darin, selbst abwartend und tief stehend zu agieren. Wichtig dabei wird es sein, die Offensive nach Ballgewinn trotzdem zu überladen. Also im Umschaltmoment druckvoll und im Kollektiv nach vorne zu gehen.

Voraussetzung dafür, dass dieser Plan funktionieren kann, ist, dass man dabei den Münsteranern nicht ins offene Messer läuft. Hier die Balance zwischen kalkulierbarem Risiko, hohem Risiko und “Mut zur Lücke” zu finden wird schwer, aber nicht unmöglich.

Mut zur Lücke bedeutet in dem Fall: Wo gebe ich bei einem Angriff aus einem Umschaltmoment heraus zu Gunsten offensiver Überzahl defensive Stabilität, im Fall eines Ballverlustes, für die Dauer des Angriffs auf? Diese Frage muss der Trainer beantworten. Verschiedene, bereits in der Vorbereitung einstudierte Abläufe, je nach Zone, in der die Kugel erobert wird, wären da von Vorteil. Solche geplanten Verschiebungen nach vorne in Umschaltmomenten sind mir bei den Löwen in dieser Saison bisher allerdings noch nicht aufgefallen.

Gegen den Ball kann man Münster den Zahn ziehen, indem man Münster das Spiel überlässt und selbst passiv agiert. Bei zwei von bisher drei Niederlagen der Preußen (gegen Waldhof Mannheim und in Bielefeld) hat das mit genau diesem Rezept für den Gegner geklappt. Die Dritte Niederlage der Münsteraner ist eher auf eigenes Unvermögen als auf gute Defensivleistung der gegnerischen Mannschaft zu schieben. Sechs Großchancen versiebten die Münsteraner am vierten Spieltag, als man Rot-Weiss Essen spät mit 0:1 unterlag.

Stärken und Schwächen des Systems 3-5-2 (5-3-2)

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe – dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.

Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann.

Die für die Flügelspieler langen Laufwege können, in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel, zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks, der über die Flügel aufgebaut werden soll, führen.

Die Flügel sind nur einfach besetzt, deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln.

Gegen Systeme in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Schlüsselspieler

Tor

Maximilian Schulze-Niehues (#35) spielt seit zwölf Jahren für Preußen Münster. Er ist das Urgestein des Vereins. Der 1,92m große reflexstarke Keeper ist sehr sicher bei der Beherrschung seines Strafraums und hat auch sonst keine nennenswerten Schwächen aufzuweisen. Statistisch gesehen hält er seinen Kasten sauberer, als er es müsste. In der Statistik der besten Torhüter der Liga liegt er momentan auf dem fünften Platz.

Abwehr

Der schnelle Niederländer Thomas Kok (#6), Kapitän und Abwehrchef in Personalunion verliert kaum einen defensiven Zweikampf und hat ein gutes Stellungsspiel. In der Spieleröffnung tragen jedoch seine Nebenleute den Hauptteil der Last.

Mittelfeld

Die wichtigste Säule im Mittelfeld der Preußen ist Sebastian Mrowca (#26). Sowohl gegen den Ball, wo er mit einer der besten Quoten im defensiven Mittelfeld aufwarten kann als auch in der Offensive, wo er sowohl zur Einleitung als auch beim Abschluss eines Angriffs häufig in Erscheinung tritt, ist Mrowca bei den Preußen aus Münster ein wichtiges Element. Angriffe durchs Zentrum laufen in den meisten Fällen vor allem in der Frühphase über ihn. Als Box-to-Box-Spieler taucht er in vielen Situationen aus dem Hintergrund am gegnerischen Strafraum auf, um Abpraller zu verwerten oder Angriffe nach erfolgreicher Abwehr durch den Gegner am Laufen zu halten.

Sturm

Malik Batmaz (#23) liegt mit bisher sieben Treffern ligaweit auf Platz zwei der Torschützenliste. Es gibt Spieler, die siehst du ein ganzes Spiel oder auch mehrere Spiele lang kaum und dann sind sie plötzlich da und machen die Buden. So einer ist Malik Batmaz. Bekommt er den Ball vor dem Kasten, herrscht höchste Gefahr. Jeder zweite seiner Schüsse geht so aufs Tor, dass der gegnerische Keeper Arbeit bekommt. Von neun Schüssen die er bisher aufs Tor gebracht hat, gab’s bei sieben für den Keeper nichts zu halten.

Batmaz ist kein Stürmer, der unbedingt den Abschluss sucht. Wenn ein Mannschaftskamerad besser postiert ist, spielt er dorthin. Bisher acht Schussvorlagen ohne Torerfolg der Mannschaftskameraden stehen auf seinem Konto zu Buche.

Fazit

Ich würde es gerne sehen, wenn die Löwen drei Punkte aus dem Adlerhorst mitnehmen würden. Das wird für den TSV 1860 gegen einen variabel verteidigenden SC Preußen Münster nicht ganz so einfach werden, wie man glauben möchte.

Sofern man kein kalkuliertes offensives Risiko eingeht, wird der starke kompakte Defensivverbund der Münsteraner vermutlich nicht zu überwinden sein, sofern man den Faktor Glück ausschließt.

Mit der Rückkehr von Manfred Starke in die Mannschaft erwarte ich allerdings einen offensiven Push für das Team. Er ist auch ein Spieler der das nötige Risiko in wichtigen Phasen gut dosieren kann.

Am Sonntag wird viel davon abhängen, wie die Mannschaft des TSV 1860 gegen Preußen Münster das Umschaltspiel und Gegenpressing gestaltet. Auch die Philosophie bezüglich dessen, wie das Verhältnis zwischen Risiko und Sicherheit gehandhabt wird, wird am Ende mitentscheidend für den Ausgang der Partie sein.

Hoffen wir auf das Beste!

So könnte Münster beginnen

Datenquelle: Wyscout

Münster – 1860: Die Wunschaufstellungen der sechzger.de-Redaktion

7

Wenn am Sonntag Nachmittag um 16.30 Uhr das nächste Auswärtsspiel der Löwen beim Aufsteiger Preußen Münster angepfiffen wird (im sechzger.de Liveticker), wartet der TSV 1860 bereits seit 230 Minuten auf einen eigenen Torerfolg. Berücksichtigt man, dass das 1:0 gegen den SC Verl am letzten Tag im September durch ein Eigentor zustande kam, sind es sogar fast 300 Minuten, ohne dass ein Akteur mit dem Löwen auf der Brust einnetzen konnte. Julian Guttau war es, der mit seinem 2:0 in Halle die Weichen auf Sieg stellen konnte. Verdammt lang her… Zu diesem Zeitpunkt stand übrigens auch noch Manni Starke auf dem Rasen. Kurz später flog er mit Rot vom Platz und musste die folgenden drei Spiele pausieren. Ganz offensichtlich wurde er schmerzlich vermisst: Alle vier Redakteure, die heute ihre Wunschaufstellungen präsentieren, setzten auf den 32jährigen Rückkehrer.

Wunschaufstellungen der Redaktion gegen Münster

Thomas Enn

Gleichwohl man von der Grünwalder Straße 114 hört, dass Leroy Kwadwo nach seiner bärenstarken Leistung gegen Dynamo Dresden leider wegen eines Muskelrisses im Oberschenkel in Münster nicht zur Vefügung stehen wird, hat Thomas die Hoffnung noch nicht begraben, dass der Innenverteidiger auch im elften Saisonspiel in der Startelf steht. Und auch ansonsten setzt der Verfasser der Giesinger Gedanken auf zuletzt Bewährtes. Lediglich Manni Starke, der für Tim Rieder ins Team zurückkehrt, stellt eine Abweichung vom Dresden-Spiel dar.

Marko Weiß

Kollege Marko Weiß bietet eine fast identische Aufstellung wie Thomas auf – lediglich bei der Personalie Kwadwo ist er pessimistischer und bringt den – nach der verletzungsbedingten frühen Auswechslung in Ulm – wieder genesenen Niklas Lang in der Innenverteidigung. Oder weiß der für gewöhnlich sehr gut informierte Kollege mehr, was die Personalie Kwadwo anbelangt?

Bernd Winninger

Unsere Taktiktafel wünscht sich – wie wahrscheinlich alle Löwenfans – dass der Knoten im Sturm platzt und die Löwen endlich wieder Tore erzielen. Aus diesem Grund würde er Fynn Lakenmacher von Anfang an bringen und ihn im 4-1-3-2 neben Joel Zwarts stürmen lassen. Eroll Zejnullahu muss erstmal auf der Bank platz nehmen.
Die Rolle von Rückkehrer Starke sieht Bernd ein wenig offensiver, als die Kollegen und Tim Rieder ersetzt bei ihm den – siehe oben – wahrscheinlich verletzt ausfallenden Leroy Kwadwo in der Abwehrreihe.

Florian Buch

Wer den letzten sechzger.de-Talk 126 aufmerksam verfolgt hat, in dem – außer Marko – alle Protagonisten, die uns heute ihre Wunschaufstellung präsentieren, mit diskutiert haben, der kannte FloBus Begehren schon vorab. Auch er gibt Fynn Lakenmacher eine Chance von Anfang an, lässt Eroll Zejnullahu draußen und hofft, dass beim 23jährigen Nordlicht der Knoten platzt. Als Ersatz für Kwadwo bietet unser Redaktions-Youngster eine dritte Variante: Michael Glück käme – nach zwei Kurzeinsätzen in Halle und gegen Verl – zu seinem Startelf-Debüt.

 

Auch Eure Meinung ist gefragt

Welche dieser Aufstellungen kommt Eurer Wunschelf am nächsten? Oder habt Ihr ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge!

Grafiken: meineaufstellung.de

Sechzig um Sieben: Verkaufsangebot an Hasan Ismaik?

54
Sechzig um Sieben: Spielbetriebs-GmbH macht Nägel mit Köpfen

Sechzig um Sieben, heute mit einem vermeintlichen Verkaufsangebot an Hasan Ismaik, dem Löwenfahrplan für’s Wochenende und weiteren Themen.

Verkaufsangebot an Hasan Ismaik?

Wie das Löwenmagazin erfahren haben will, liegen der HAM Ltd. zwei Verkaufsangebote für die Anteile an der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA vor. Das Löwenmagazin schreibt in seinem Artikel, dass HAM International zwei “attraktive Angebote” für Ihre Anteile vorlägen. Einer der Interessenten habe das Löwenmagazin übrigens bereits kontaktiert, “um eine Grundstimmung bei Fans” in Erfahrung zu bringen.

Nachdem ein investorennaher Blog diesen Bericht quasi in vorauseilendem Gehorsam wüst dementiert hatte (Ismaik lägen keine lukrativen Angebote vor), legte das Löwenmagazin nach:

“Davon auszugehen ist logischerweise, dass auch Ismaik selbst über die Angebote informiert ist. Unsererseits allerdings an dieser Stelle nur eine Mutmaßung, weshalb wir im vorangegangenen Artikel klar und deutlich von HAM International sprachen. Und nicht von Hasan Ismaik selbst. Eine entsprechende Anfrage haben wir heute mit Hilfe eines arabischsprechenden Journalisten direkt an Hasan Ismaik gestellt. Wir haben den palästinensisch-jordanischen Geschäftsmann sowohl mit unserem eigenen Artikel als auch mit der Aussage von db24 konfrontiert. Wir hoffen natürlich auf eine zeitnahe Antwort.”

U19 des TSV 1860 siegt in Memmingen

Im Pokalspiel setzte sich die U19 des TSV 1860 München mit 3:0 beim FC Memmingen durch. Die Torschützen für die Löwen waren Sean Dulic, Arin Garza und Mike Gevorgyan, der in der 87. Minute den Schlusspunkt für die Blauen setzte. Heute Abend geht es für die U19 bereits weiter: um 18:30 Uhr wird man in Ingolstadt erwartet.

Senioren A unterliegen im Pokal-Halbfinale

Die Senioren A des TSV 1860 mussten im Halbfinale des Pokals eine 1:2-Niederlage gegen den FC Español München hinnehmen. Für den einzigen Treffer der Löwen sorgte Omar Babakry in der 58. Minute per Elfmeter.

Der Löwenfahrplan für’s Wochenende

Die Profis spielen erst am Sonntag in Münster (16:30 Uhr, sechzger.de-Liveticker), sodass am Samstag genug Zeit ist, um den anderen Teams des TSV 1860 einen Besuch abzustatten. Wer es sich zeitlich gut einplant, kann am Samstag drei Damenmannschaften zusehen: die U17 der Löwinnen tritt bereits um 11:30 Uhr beim FC Herta München, danach folgen die Heimspiele der 2. Mannschaft (15 Uhr gegen SG Gartenstadt Trudering/ESV München-Ost) und der 1. Garde (17:30 Uhr gegen SG Aschheim/Kirchheim).

Alle Partien im Überblick:

Freitag, 13.10.

18.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U19 -:-

Samstag, 14.10.

09.00 Uhr: FT München U10 – U9 -:-
11.00 Uhr: 1. FC Kaiserslautern – U17 -:-
11.30 Uhr: FC Hertha München – Löwinnen U17 -:-
12.00 Uhr: U12 – TSV 1865 Murnau U13 -:-
12.45 Uhr: SV Olympiadorf München U11 – U10 -:-
13.30 Uhr: MTV München – 3. Mannschaft -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG Gartenstadt Trudering/ESV München-Ost -:-
15.00 Uhr: SV Kirchanschöring – U21 -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Aschheim/Kirchheim -:-
18.00 Uhr: Futsal – Futsal Panthers Ingolstadt -:-

Sonntag, 15.10.

09.00 Uhr: U11 – FSV Mainz 05 -:-
11.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U13 -:-
11.00 Uhr: U15 – Viktoria Aschaffenburg -:-
13.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth U17 – U16 -:-
13.30 Uhr: U9 – FC Phönix München U10 -:-
14.30 Uhr: FC Croatia München – 4. Mannschaft -:-
15.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U14 -:-
16.30 Uhr: Preußen Münster – Profis -:-

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U17 bestreitet Nachholspiel

0
Tsv 1860 Sechzig Wochenende Programm Spielplan U21 U19 U17 NLZ

Während die Profis diesmal erst am Sonntag Nachmittag um Punkte kämpfen und den Löwen-Spieltag abrunden werden, sind etliche andere Teams bereits in den Tagen davor im Einsatz. So bestreitet die U17 des TSV 1860 am Samstag ihr Nachholspiel in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern.

TSV 1860 U17 bestreitet Nachholspiel beim FCK

Vor drei Wochen gastierte die Elf von Felix Hirschnagl schon einmal in der Pfalz, damals musste die Partie beim Zwischenstand von 2:1 für die Junglöwen in der 57. Minute abgebrochen werden. Der Grund: Zwei Spieler des TSV 1860 hatten sich während des Spiels verletzt, einer davon musste noch am selben Tag operiert werden.

Nun kommt also zum Nachholspiel der U17 des TSV 1860 in Kaiserslautern und natürlich hoffen die Löwen, dass sie diesmal drei Punkte einfahren und ohne Blessuren nach Giesing zurückkehren werden.

Die Spiele im Überblick

Dienstag, 10.10.

18.30 Uhr: FC Kochelsee-Schlehdorf Herren – U19 0:6
18.30 Uhr: FC Wacker München U15 – U14 2:3 (in Aschheim)

Mittwoch, 11.10.

18.30 Uhr: FC Memmingen – U19 0:3
20.00 Uhr: Senioren A – FC Espanol München 1:2

Freitag, 13.10.

18.30 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U19 -:-

Samstag, 14.10.

09.00 Uhr: FT München U10 – U9 -:-
11.00 Uhr: 1. FC Kaiserslautern – U17 -:-
11.30 Uhr: FC Hertha München – Löwinnen U17 -:-
12.00 Uhr: U12 – TSV 1865 Murnau U13 -:-
12.45 Uhr: SV Olympiadorf München U11 – U10 -:-
13.30 Uhr: MTV München – 3. Mannschaft -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG Gartenstadt Trudering/ESV München-Ost -:-
15.00 Uhr: SV Kirchanschöring – U21 -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Aschheim/Kirchheim -:-
18.00 Uhr: Futsal – Futsal Panthers Ingolstadt -:-

Sonntag, 15.10.

09.00 Uhr: U11 – FSV Mainz 05 -:-
11.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U13 -:-
11.00 Uhr: U15 – Viktoria Aschaffenburg -:-
13.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth U17 – U16 -:-
13.30 Uhr: U9 – FC Phönix München U10 -:-
14.30 Uhr: FC Croatia München – 4. Mannschaft -:-
15.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U14 -:-
16.30 Uhr: Preußen Münster – Profis -:-

Löwenmagazin: HAM International liegen Angebote für KGaA-Anteile vor

156
Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Zwölf Jahre lang ist Hasan Ismaik nun über seine Firma HAM International Ltd. Anteilseigner der TSV 1860 München KGaA. Angeblich sollen HAM International nun Angebote für den Verkauf seiner KGaA-Anteile vorliegen.

Einspruch von HAM International gegen 50 + 1 Regel

Die Geschichte von Hasan Ismaik als Ivestor im deutschen Profifußball ist seit über zwölf Jahren eng mit Missverständnissen und Konflikten verbunden. Über seine HAM International Ltd. hält der Jordanier aktuell 60% der Anteile an der KGaA. Zu sagen hat er dennoch wenig, da die 50+1 Regel in Deutschland bekanntlich den beherrschenden Einfluss der (ehemaligen) Muttervereine sichern soll. Die DFL als Vertreterin der Erst- und Zweitligaclubs fand vor Kurzem eine Einigung mit dem Kartellamt, die diese Regelung entsprechend schützen soll. Dagegen legte die HAM International Ltd. Einspruch ein. Nach Meinung vieler Experten ist damit der Beschluss der getroffenen Regelung jedoch nicht hinfällig. Ihre Verabschiedung verzögert sich wahrscheinlich nur um etwa zwei Monate.

Löwenmagazin: Kaufinteressenten für HAM KGaA-Anteile haben sich gemeldet

Nun veröffentlichte das Löwenmagazin einen Artikel, in dem behauptet wird, dass HAM International zwei “attraktive Angebote” für Ihre Anteile vorlägen. Einer der Interessenten habe das Löwenmagazin übrigens bereits kontaktiert, “um eine Grundstimmung bei Fans” in Erfahrung zu bringen. Wir wissen natürlich nicht, was das Löwenmagazin geantwortet hat, aber nach den Dauer-Querelen um Ismaik-Statthalter Anthony Power, dem Dauerstreit zwischen den Gesellschaftern, der kürzlich wieder wegen der Besetzung des vakanten Sportdirektor-Postens eskaliert ist und Ismaiks Vorgehen gegen die 50 + 1 Regel, würden wir die Stimmung für einen Wechsel des Gesellschafter unter den Löwenfans durchaus positiv einschätzen.

Will Ismaik nach 50 + 1 Beschluss verkaufen?

Eine mögliche Motivation für den Verkauf der HAM-Anteile an der KGaA liegt auf der Hand. Wenn nun die 50 + 1 Regel vom deutschen Kartellamt bestätigt wird, gibt es keine Möglichkeit mehr, dass Ismaik das alleinige Sagen an der Grünwalder Straße hat. Führt diese Perspektive dazu, dass er die Anteile an seinem Herzensinvestment verkaufen will?

TSV 1860 U19 setzt sich beim FC Memmingen durch

0
U19 Pokalspiel Memmingen

Nur ein Tag nach dem Benefizspiel in Kochel waren die A-Junioren schon wieder in Einsatz. Im Pokalspiel setzte sich die U19 des TSV 1860 München mit 3:0 beim FC Memmingen durch.

TSV 1860 U19 siegt in Memmingen

Bis kurz vor der Pause hielten die Gastgeber vor 130 Zuschauern ein torloses Remis, dann aber brachte Sean Dulic die Löwen in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung .

Auch nach der Pause musste die U19 des TSV 1860 lange warten, ehe der Sieg im Allgäu feststand. Erst in der 85. Minute sorgte Arin Garza für den zweiten Treffer. Mike Gevorgyan setzte in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 3:0-Auswärtssieg der Junglöwen. Für die U19 geht es nach dem Sieg in Memmingen bereits am Freitag. Dann muss die Elf von Trainer Jonas Schittehelm um 18:30h bei oberbayerischen Konkurrenten FC Ingolstadt antreten.

Senioren A des TSV 1860 unterliegen im Pokal Halbfinale

0
TSV 1860 Senioren A

Im Pokal Halbfinale lieferten die Senioren A des TSV 1860 dem FC Español München über 90 Minuten hinweg einen heißen Fight. Am Ende stand eine unglückliche 1:2-Niederlage.

Pokal-Aus für Senioren A des TSV 1860

Bereits in der ersten Hälfte ging es munter hin und her, Tore wollten jedoch bis dahin nicht fallen. Nach dem Seitenwechsel der Schock für die Löwen: In der 51. Minute gingen die Gäste in Führung und legten nur vier Minuten später per Elfmeter zum 0:2 nach.

Das Pokal-Aus vor Augen bäumten sich die Senioren A des TSV 1860 noch einmal auf und wurden belohnt. In der 58. Minute zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt, diesmal zugunsten der Löwen. Omar Babakry nahm sich der Aufgabe an und verwandelte zum 1:2. Trotz eines anschließenden Sturmlaufs wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen und so zog der FC Español München ins Endspiel ein.

Sechzig um sieben: Jahrhundert-Elf von 1860 wählen

0
Sechzig um Sieben: Terminierungen bis zur Wiesn
Sechzig um Sieben: Wer wird die Nummer eins im Tor?

Für den im kommenden Jahr anstehenden 125 Geburtstag der Fußballabteilung hat sich der e.V. etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Löwenfans können über die Jahrhundert-Elf des TSV 1860 München abstimmen.

Jahrhundert-Elf des TSV 1860 kann bis 20.10. gewählt werden

Offiziell heißen sie die “Löwen-Allstars”. Die Jahrhundert-Elf der besten Löwenspieler aller Zeiten kann von den Mitgliedern gewählt werden. Zur Wahl stehen insgesamt 34 Spieler, die historische Verdienste um den TSV 1860 München haben. Einige Spieler aus den erfolgreichen 20er und 30er-Jahren stehen zur Wahl, natürlich kann man so manchen Meisterlöwen auswählen und seine Stimme dem ein oder anderen Aufstiegshelden geben. Eine wirklich tolle Aktion, die Euer Mitmachen verdient hat. Wir sind sehr gespannt, wer es am Ende in die Löwen-Allstars schafft. Wir arbeiten bereits daran, Bernd Winninger zu überzeugen, die gewählte Jahrhundert-Elf einer TAKTIKTAFEL-Analyse zu unterziehen.

Tickets für Freiburg im freien Verkauf erhältlich

Du hast keine Jahreskarte und bist auch kein Mitglied bei 1860? Du willst aber schon seit Jahren ins Sechzgerstadion gehen und kriegst nie Karten, weil das Sechzgerstadion immer ausverkauft ist? Dann ist jetzt Deine Chance! Seit gestern gibt es für JEDERMANN Tickets für das Spiel der Löwen gegen den SC Freiburg II am 21.10. um 14:00h. Schlag zu! Im Shop, per Telefon (01805-601860) oder am Trainingsgelände!

Bilder vom Benefizspiel der U19

Die U19 trat vorgestern Abend beim FC Kochelsee Schlehdorf zum Benefizspiel für Unwetteropfer an. Die Elf von Jonas Schittenhelm siegte mit 6:0. Die besten Bilder des Abends haben wir für Euch zusammengestellt.

News aus der dritten Liga

Ärger über Nationalspieler-Abstellung beim SV Waldhof

Der SV Waldhof fühlt sich nachvollziehbar ungerecht behandelt. Da die dritte Liga am kommenden Wochenende trotz Länderspielen nicht pausiert, müssen die Waldhöfer auf Laurent Jans verzichten, der für Luxemburg im Einsatz ist. Während Duisburg und Freiburg wegen des Einsatzes von deutschen U-Nationalspielern ihre Spiele verlegen konnten, gilt das für ausländische Nationalspieler komischerweise nicht. So muss Waldhof also ohne Jans antreten, was sie zurecht kritisieren. Die Regel ist genau so komisch wie der Fakt, dass die dritte Liga bei Länderspielen mal pausiert und mal nicht.

Ulm: Neues Stadion in Diskussion

Vor etwas mehr als einer Woche konnten sich die Löwenfans vom Zustand des Ulmer Doanustadions selbst ein Bild machen. Das Stadion ist nun auch Thema im Ulmer Bürgermeister-Wahlkampf. Offenbar allerdings kein sehr umstrittenes: Alle Kandidaten sprachen sich für einen Neubau auf dem Ulmer Messegelände aus. Wahrscheinlich der nächte Verein, der 1860 bei der Stadion-Modernisierung rechts überholt…

Saarbrücken: Neudecker fällt aus

Ex-Löwe Richy Neudecker fällt wegen einer Adduktorenverletzung drei Wochen aus.

Damit wisst Ihr wieder, was läuft. Viel Spaß bei der Zusammenstellung der Löwen-Allstars, falls Ihr das noch nicht gemacht habt.

 

Auf der Website des e.V.: Wählt Euer Löwen-Allstar Team

11
Meisterlöwen des TSV 1860 im August 2021
Meisterlöwen des TSV 1860 im August 2021

Anlässlich des im nächsten Jahr anstehenden Geburtstags der Fußballabteilung des TSV 1860 München gibt es jetzt eine starke Aktion des e.V.: Ihr könnt ab sofort Euer Löwen-Allstar Team wählen.

Bisher keine “Jahrhundertelf” bei 1860

Viele Traditionsvereine haben teilweise bereits seit Jahren eine sogenannte Jahrhundertelf. Der TSV 1860 München hat bislang darauf verzichtet, eine solche Elf zu benennen. Da die Fußballabteilung im kommenden Jahr ihren 125. Geburtstag feiert, wird das nun nachgeholt. Und Sechzig wäre nicht Sechzig, wenn die Aufstellung der Löwen-Allstars nicht den Fans überlassen würde. Alle Mitglieder haben das Recht, ihre Wunschelf zu nominieren.

34 Spieler stehen zur Auswahl für das Löwen-Allstar Team

Insgesamt stehen 34 Spieler zur Auswahl, die nach Positionen gegliedert sind. Es ist dabei eine Elf im 4-3-3-System aufzustellen. Außerdem soll natürlich auch der Jahrhundert-Trainer gewählt werden. Die Kandidaten wurden dabei nach folgenden Kriterien ausgewählt:

  • Mindestens 100 Pflichtspiele für den TSV 1860
  • Vereinstreue
  • Mitwirkung bei großen Erfolgen des Vereins – auch in unteren Ligen und vor 1945
  • Beliebtheit bei den Löwen-Fans

Der älteste zur Wahl stehende Spieler ist dabei Josef “Brause” Braumüller, der im Jahre 1886 das Licht der Welt erblickte und von 1905-1920 in der ersten Mannschaft der Löwen spielte. Der jüngste zur Wahl stehende Spieler kam satte 99 Jahre später auf die Welt, nämlich Sascha Mölders, den wir wohl alle noch haben spielen sehen. Für die Torwartposition stehen drei Keeper zur Auswahl. Max Kob, Petar “Radi” Radenkovic (Meister 1966 und Schlagersänger) und Rainer Berg (Aufstiegstorwart 1994).

Zur Wahl stehende Abwehrspieler

In der Abwehr stehen zahlreiche Spieler aus der früheren Geschichte des TSV 1860 zur Wahl. Neben dem bereits erwähnten Josef Braumüller, könnt Ihr mit Josef Burglachner, Josef Wendl, Max Schäfer (der später Trainier der Pokalsieger 1942 war) und Georg Pledl insgesamt fünf Löwen wählen, die ihre Karriere vor dem zweiten Weltkrieg begannen. Drei Meisterlöwen von 1966 schafften es in die Nominerung: Hans Reich, Manni Wagner und Bernd Patzke. Das Feld komplettieren der zweimalige Bundesliga-Aufsteiger Alfred Kohlhäufl und Vollblut-Löwe Thomas Miller, der integraler Bestandteil des Durchmarschs von der Bayernliga in die Bundesliga von 1992-1994 war.

Das Mittelfeld: Weltmeister zur Auswahl

Im Mittelfeld müssen sich die Löwenfans zwischen einigen Hochkarätern entscheiden. Es beginnt mit Alois Pledl, einem Mittelfeldstrategen, der wegen eines fehlenden Unterarms aus “ästhetischen Bedenken” des DFB nie in die Nationalmannschaft berufen wurde. Es folgen Fritz Sommer und die Meisterlöwen Hennes Küppers, Peter Grosser und Zeljko Perusic. Natürlich darf Schorsch Metzger nicht fehlen, Zweitligarekordspieler von 1860. Weiter geht die Auswahl über Magic Kneißl, der mit Sechzig 1991 und -93 in die zweite Liga aufstieg und auch beim Bundesliga-Aufstieg 1994 in Meppen mit von der Partie war. Er wird als “nicht besonders lauffreudig” beschrieben, was sich mit den Erinnerungen aus der Teenager-Zeit des Autors deckt. Weitere vier Spieler aus der Bundesliga-Zeit in den 1990er-Jahren befinden sich unter den Kandidaten: Piotr Nowak, ohne den der Klassenerhalt 1995 wahrscheinlich nicht gelungen wäre, Weltmeister Thomas Häßler, Daniel Bierofka und Harald Cerny, der insgesamt 12 Jahre am Stück für 1860 die Stiefel schnürte.

Zehn Stürmer zur Auswahl

Unter zehn Stürmern dürfen die Löwernfans drei in die Löwen-Allstars wählen. Es beginnt mit Ludwig Lachner, der acht Mal in der Nationalmannschaft spielte und 1931 mit 1860 im Endspiel um die deutsche Meisterschaft stand. Ludwig Janda, der von 1938 bis 1950 für Sechzig spielte und 1942 den DFB-Pokal gewann, steht genauso zur Wahl wie Kurt Mondschein, der in den Nachkriegsjahren für Furore im Löwensturm sorgte. Aus der Meistermannschaft von 1966 sind Fredi Heiß und Torschützenkönig Rudi Brunnenmeier nomininert. Mit Ferdinand Keller könnt Ihr einen Angreifer auswählen, der es als Zweitligaspieler zu einem Länderspieleinsatz brachte. Aus der Bundesligazeit Ende der 90er bis Anfang der 2000er können Aufstiegsheld Bernhard Winkler, der zweimalige Torschützenkönig Martin Max und 1860-Eigengewächs Benny Lauth gewählt werden. Und nicht zuletzt könnt Ihr Eure Stimme dem jüngsten im Bunde geben: Sascha Mölders, an den wir uns alle Aufsteiger 2018, Toto-Pokal-Sieger 2020 und Drittliga-Torschützenkönig 2021 erinnern.

Wer soll die Löwen-Allstars trainieren?

Für die Trainerbank haben die Verantwortlichen vier ehemalige Löwentrainer nomniert. Max Breunig coachte die Löwen zu den ersten großen Erfolgen in den späten 20ern und frühen 30ern. Leider blieb ihm ein Titel verwehrt. Kein Weg vorbei führt natürlich an Meistertrainer Max Merkel und Werner Lorant, der neun Jahre Cheftrainer war, den Durchmarsch von der Bayernliga in die Bundesliga schafftte und die Löwen sogar in die Championsleague Qualifikation 2000 führte. Der vierte Nominierte ist Heinz Lucas, unter dem Sechzig 1977 in die Bundesliga aufstieg.

Qual der Wahl

Jetzt habt Ihr die Qual der Wahl! Ausführliche Informationen zu den Nominierten findet Ihr auf der liebevoll gestalteten Seite des e.V. Eure Stimme könnt Ihr per Mail mit diesem Formular an allstar-wahl@tsv1860.org schicken. Außerdem könnt Ihr bei Instagram abstimmen. Herrlich old-school könnt Ihr Eure Stimmen per Telefon unter 089 / 64 27 85-148 durchgeben. Die Abstimmung endet am 20.10.2023. Das Ergebnis wird im November veröffentlicht. Ich hoffe, Ihr habt beim Wählen so viel Spaß wie ich beim Schreiben dieses Artikels. Lenkt grandios vom grauen Alltag im Mittelfeld der dritten Liga ab…

Fotos vom Benefizspiel: FC Kochelsee Schlehdorf – TSV 1860 U19

0

Über 600 Zuschauer fanden sich gestern auf dem Sportplatz am Trimini in Kochel ein, um der Partie der U19 des TSV 1860 beim FC Kochelsee Schlehdorf beizuwohnen. Wir haben ein paar Fotos von diesem Benefizspiel für Euch zusammengetragen.

Fotos vom Benefizspiel der TSV 1860 U19

Neben den Eintrittsgeldern konnte ein weiterer stattlicher Betrag zur Unterstützung der Unwetteropfer über die Versteigerung von Matchworn Trikots des TSV 1860 sowie von Ex-Löwe Julian Weigl (Borussia Mönchengladbach) erlöst werden.

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken!

Bilder: Oliver Rabuser & privat