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Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Thomas Spiesl

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Negativ-Serie beendet: Löwen punkten in Halle
Negativ-Serie beendet: Löwen punkten in Halle

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch bei uns: Zeit für einen Rückblick. Bei sechzger.de machen das traditionell die Redaktionsmitglieder – mit ihren ganz individuellen Einschätzungen. Heute könnt Ihr lesen, was Thomas Spiesl zum demnächst zu Ende gehenden Jahr anzumerken hat.

Überraschend starker Start in die Saison 23/24

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Leider waren die Höhepunkte in 2023 rat gesät. Ich würde jetzt mal sagen der überraschend gute Start mit zwei Siegen, der uns jetzt auch über dem Strich hält.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Bei mir war es unsere „ostalgische Reise“ mit den Fettbeidln nach Halle… Mit Zwickau vs Chemie Leipzig als Vorprogramm und den Dynamo Hools genau vor uns und anschliessend einem lustigen Abend in Zwickau. Gefolgt von einem Auswärtssieg in Halle und einer lustigen Heimreise im Bus der Kreativen für Sechzig (Grüsse an Biermo!)  Der Osten ist einfach immer eine Reise wert!.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Morris Schröter, der beste Neuzugang der Saison, sorgt fast immer für Torgefahr und rackert bis zum Umfallen.

Tsv 1860 morris Schröter
Thomas’ Spieler des Jahres: Morris Schröter

Ein Eigentor als Tor des Jahres

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Lustigerweise ist da bei mir das Eigentor von Verl in Giesing im Kopf, weil es ein Tor des Willens war, davon wünsche ich mir nach dem Winter mehr…

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Das ganze Gezeter rund um den Verein und die KGaA. Irgendwann hat man einfach die Schnauze gestrichen voll davon…

Ganz oben auf dem Wunschzettel: Ein Stürmer!

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Da wünsche ich mir einen echten Stürmer a la Sascha Mölders und dass sich die Mannschaft mit Kampf und Willen aus der Pechsträhne kämpft.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: Wo landen die Löwen in der 3. Liga?

Wie schon vor der Saison erwartet irgendwo im Nirgendwo zwischen Platz 8 und 12.


Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung

Trares sagt dem TSV 1860 offenbar ab

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Trainingsgelände TSV 1860 München Grünwalder Straße Winter

Bernhard Trares war einer der heißen Kandidaten auf die Nachfolge von Maurizio Jacobacci beim TSV 1860 München. Nun soll der ehemalige Löwenspieler offenbar abgesagt haben.

Trares sagt 1860 offenbar ab

Sport1 will an Heiligabend erfahren haben, dass Bernhard Trares kein Interesse mehr am Trainerjob beim TSV 1860 München mehr hat. Dies zumindest berichtet liga3-online.de. Trares der von 1991 bis 1997 Spieler an der Grünwalder Straße und war Teil des legendären Durchmarschteams, das anno 1994 den Bundesliga-Aufstieg in Meppen realisieren konnte. Als Trainer konnte Trares den SV Waldhof Mannheim zurück in die dritte Liga führen. Außerdem traininerte er die Würzburger Kickers in der dritten Liga. Als Assistent von Bruno Labbadia sammelte Trares auch Erfahrung in der Bundesliga beim Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. Seit der Trennung des Trainerteams von Labbadia beim VfB im April 2023 ist Trares vereinslos.

Trares von Marc-Nicolai Pfeifer vorgeschlagen

Bernhard Trares wäre auf Grund seiner Vita ein sehr gut vermittelbarer Kandidat gewesen. Neben seiner Vergangenheit als Spieler in Giesing war er unter Walter SChachner und Rainer Maurer von 2004 bis 2006 auch schon als Co-Trainer beim TSV 1860 tätig. Über die Gründe für Trares’ Absage ist nichts bekannt. Es wäre nicht überraschend, wenn sich das Chaos bei 1860, das durch die von HAM platzen gelassenen Beirats-Sitzung vom 22.12. entstanden ist, negativ auf die Attraktivität von 1860 als Arbeitgeber auswirkt. Ebenso könnten die durchgestochenen Mails im Vorfeld der Sitzung bei möglichen Trainerkandidaten Alarmglocken schrillen lassen.

Antwerpen soll als Kandidat verbleiben

Auch die Perspektive, ohne sportlichen Leiter bei 1860 einzusteigen, könnte so manchen Trainer abschrecken. Was ist, wenn der sportliche Leiter kommt und ein vollkomen anderes sportliches Konzept verfolgt. Viele Fragezeichen als bei den Löwen, die am Freitag laut DFB-Fprderung eigentlich einen neuen Trainer hätten präsentieren müssen. Marco Antwerpen soll sich weiter im Rennen befinden, obwohl Präsident Robert Reisinger bei sechzger.de dementierte, mit ihm oder seinen Beratern in Kontakt zu stehen. Möglich ist natürlich auch, dass Antwerpen mit Pfeifer oder anderen Vertretern der KGaA in Kontakt steht und er demnächst den Gremien vorgeschlagen wird. Für die verunsicherte Mannschaft wäre es eminent wichtig mit einem Trainer die Vorbereitung am 02.01.2024 starten zu können.

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten!

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Tsv 1860 Frohe Weihnachten

Nachdem die Szene dem Christkind bereits am Mittwoch in Mannheim ihren Wunschzettel präsentiert hat, sind wir nun an der Reihe und wünschen Euch und natürlich auch allen anderen Löwinnen und Löwen frohe Weihnachten!

sechzger.de wünscht frohe Weihnachten!

Es war sicherlich kein leichtes Jahr für den TSV 1860 und auch als Fan gab es schon unbeschwertere und fröhlichere Zeiten. Dennoch gilt natürlich auch weiterhin “einmal Löwe, immer Löwe”. Huift ja nix!

Lasst es Euch heute gut gehen, genießt den Tag im Kreise Eurer Liebsten und man sieht sich im Januar wieder in der Heimat der Löwen, dem Grünwalder Stadion.

Giesinger Gedanken zum Weihnachstfest: Mein Wunschzettel

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Giesinger Wunschzettel in Mannheim

Hinter den Löwenfans liegt ein Jahr zum Vergessen mit dem TSV 1860 München. Aber was soll man auch von einem Jahr erwarten, das mit einer Niederlage gegen Waldhof beginnt und mit einer ebensolchen endet. Damit aber nicht mehr gar so viel Mist dazwischen passiert, habe ich einen Wunschzettel für 2024.

Das Jahr gerät sofort auf die schiefe Bahn

Es kommt einem vor, als wäre es ewig her. Aber vor einem Jahr war Michael Köllner noch Löwentrainer und der Löwenkosmos diskutierte, ob der Aufstieg noch zu schaffen sei oder nicht. Köllner hielt das nur mit der Verpflichtung von Raphael Holzhauser für möglich und beschrieb ihn derart positiv, dass man dachte, er könne nicht nur den Aufstieg im Alleingang bewerkstelligen, sondern auch zu Fuß über Wasser gehen und selbiges in Wein verwandeln. Vier Monate später war klar, dass man Holzhauser lediglich für einen Doppelbeinschub in seinem ersten Spiel (die erste Niederlage bei Waldhof) und den Konsum von Schnaps in der Kabine in Erinnerung behalten wird. Da war Michael Köllner selbst schon weiß-blaue Geschichte, denn nach einer Heimniederlage gegen Dynamo Dresden wurde er gefeuert. Es bleibt die Erinnerung an zwei tolle Jahre mit Köllner und zwei weniger tolle, in denen der Coach zusehends die Bodenhaftung verlor. Den Start in die Aufholjagd hatte man sich in Giesing anders vorgestellt.

Entwürdigende Trainersuche

Was folgte war aber keinesfalls Besserung. Ganz im Gegenteil. Günther Gorenzel übernahm das Team und legte eine Serie von vier sieglosen Spielen hin. Das 2:2 in Oldenburg, bei dem die Löwen zwei Gegentore in der Nachspielzeit kassierten war wohl der endgültige Kipppunkt in der letzten Saison. Danach ging nix mehr. Nach Gorenzel übernahm der bis dato weitestgehend unbekannte Maurizio Jacobacci. Vorangegangen war eine für Löwenfans entwürdigende Trainersuche mit öffentlich kursierender Kandidatenliste, genauso öffentlicher Einmischung aus Abu Dhabi und massiver Beschuss von Günther Gorenzel durch die HAM-Seite. Ich habe Gorenzel immer für sein dickes Fell bewundert, aber das war selbst ihm zu viel und er suchte das Weite. Was da für eine Lücke entstanden (und bis heute nicht geschlossen) ist, wurde erst im Verlauf der Zeit klar. Rückblickend muss ich sagen, dass Günther Gorenzel als Geschäftsführer Sport unter den gegebenen Voraussetzungen an der Grünwalder Straße richtig gute Arbeit geleistet hat. Gorenzels Abgang ist sicherlich der schmerzvollste.

HAM verhindert Horst Heldt

In der Restsaison 22/23 trat immer mehr zu Tage, dass Michael Köllner der Kitt war, der das toxische Konstrukt namens 1860 zusammenhielt. Auf ihn und den anfänglichen sportlichen Erfolg konnten sich irgendwie Alle einigen. Als Köllner Geschichte war, brachen die Konflikte zwischen den Gesellschaftern brachial hervor. Gefühlt wurde um jedes Thema gestritten. Für Außenstehende ließ sich der Eindruck nicht vermeiden, dass beide Seiten oft nur um des Streitens willens stritten. Größer Streitpunkt von zahllosen Streitpunkten ist bis heute die Nachfolge von Günther Gorenzel. Präsident Reisinger hätte gerne Horst Heldt verpflichtet. Ein Mann mit Kaliber, der eigentlich 1-2 Ligen höher arbeitet. Da HAM Heldts Einstellung formal nicht verhindern konnte, zogen sie die Geldkarte. In einem Gespräch mit dem Che Guevara von Karlsfeld mit den zwei Dienstwagen wurde Heldt eröffnet, dass man im Falle seiner Anstellung kein Geld mehr bereit stellen würde. Wenig überraschend zog Heldt sich zurück und als Löwenfan blieb einem nichts anders übrig als sich furchtbar zu schämen für das ganze Prozedere.

Einmaliges Konstrukt im deutschen Profifußball: die Transferkommission

Sportlich hatte die ausklingende Saison 22/23 keine Höhepunkte mehr parat. Man fragte sich allerdings, welches System Neu-Trainer Jacobacci da spielen lassen wollte. Viele wurden aus den Aufstellungen des Trainers nicht wirklich schlau. Er selbst verwies immer darauf, dass er Zeit brauche, um die Mannschaft neu aufzubauen. Daher erfolgte in der Sommerpause ein ziemlicher Schnitt im Kader. Außerdem verließ Leandro Morgalla für über 2 Mio. € 1860 in Richtung Dosenclub aus Salzburg. Wegen der vakanten sportlichen Leitung entscheid sich die KGaA für zu einem im deutschen Profifußball einmaligen Experiment. Man ging ohne sportlichen Leiter in die Transferphase und setzte stattdessen ein vermeintliches Expertengremium ein. NLZ-Leiter Manfred Paula wurde immer als Mitglied genannt, bestritt aber selbst, Teil des Gremiums gewesen zu sein. Sehr nebulös Alles, auch weil sich bis heute Gerüchte halten, dass es externe Unterstützung für das Gremium gegeben haben soll.

Die Offensive: Von Anfang an Problem unter Jacobacci

Dass die Transferkommission eher suboptimale Ergebnisse vorweisen kann, lässt sich heute problemlos an der Tabelle ablesen. Sehr ärgerlich ist, dass die schönen Millionen aus dem Morgalla-Transfer zu einem großen Teil für Spieler ausgegeben wurden, die 1860 offensichtlich nicht weiter bringen. Warum man da nicht auf junge eigene Spieler gesetzt hat, wird Geheimnis der Transferkommission bleiben. Bereits in der Vorbereitung gegen unterklassige Gegner zeigte sich, dass die Löwen Probleme mit dem Toreschießen haben. Selbst gegen unterklassige Gegner wie den TSV Wasserburg wollte 1860 kein Treffer gelingen, lediglich ein Treffer gegen höherklassige Testspielgegner (Gladbach) stand zu Buche. Da half auch aller “Fokus, Fokus, Fokus” nichts.

 

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Ein Beitrag geteilt von Giovanni Iemma (@giovannijemma)

Immerhin bleiben Giovanni Jemmas Motivationsversuche als eine der wenigen Erheiterungen des Löwenjahres 2023 in Erinnerung.

Nachdem Jacobacci Fynn Lakenmacher öffentlich als ungenügenden Stürmer abkanzelte, suchten die Löwen verzweifelt nach einem Knipser. Letztendlich wurde Joel Zwarts verpflichtet, der nicht schlecht begann, aber bis heute nicht vollends überzeugen konnte und seit Oktober an einer mysteriösen Verletzung leidet. Wie schwer sich die Löwen  mit dem Toreschießen tun, konnte man in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause eindrucksvoll beobachten. In Bielefeld und Mannheim ließ Sechzig reihenweise beste Chancen aus und verlor zwei Spiele, die man mit etwas mehr Effektivität vor dem Tor nie hätte verlieren müssen.

In prekärer sportlicher Lage in die Winterpause

Sportlicher Erfolg oder sehenswerter Fußball wollten sich unter Jacobacci also nicht einstellen. Anstatt seine eigenen Entscheidungen zu hinterfragen, reagierte Jacobacci auf Niederlagen zunehmend dünnhätiger und wurde nach der 3:0 Niederlage bei Dortmund II freigestellt. Besonders ärgerlich war das Ausscheiden im Toto-Pokal in Pipinsried, bei dem Jacobacci eine B-Elf auflaufen ließ und somit die Qualifikation für den DFB-Pokal leichtfertig verspielte. Wahrscheinlich hätte man bereits dort die Reißleine ziehen müssen. Summa summarum steht die Mannschaft aktuell zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz und macht einen stark verunsicherten Eindruck. Die aktuelle Situation hat Potential für eine anhaltende Negativspirale, an deren Ende sogar der Abstieg aus Liga drei stehen könnte.

Sportliche Leitung dringend benötigt

Die ganze Löwenfamilie hat wohl unisono einen Sportlichen Leiter auf dem Wunschzettel, der unmittelbar mit der Arbeit beginnt. Für den Trainingsstart am 02.01. ist ein geeigneter Trainer zu verpflichten, eventuell kann auf dem Transfermarkt nochmal nachegelegt werden (Geld ist angeblich vorhanden). Aber nach den negativen Erfahrungen mit der Transferkommission und der Einmischung der Gesellschafter, muss jetzt unbedingt eine Person her, die alleine verantwortlich ist und ohne ewige Freigabeprozesse schnell agieren kann.

HAM stellt sich zum Schaden von 1860 wieder quer

Am Freitag hätte diese Personalie im Beirat der KGaA nach fast sechs Monaten endlich entschieden werden können. Aber die Vertreter der HAM fehlten unentschuldigt bzw. wegen “Unwohlsein”. Unverblümter kann man den Menschen, denen etwas an 1860 gelegen ist, nicht den ausgestreckten Mittelfinger mitten ins Gesicht halten. Damit wird mal wieder unwiderlegbar klar, dass es HAM nur daum geht, 1860 zu schaden. Oder wie ist dieses Verhalten sonst erklärbar? Sehr bemerkenswert ist auch die mediale Begleitung des Chaos bei 1860, das angeblich durch Präsident Resiniger verursacht wurde. T-online, ein Medium, das etwa zwei Artikel pro Woche über 1860 veröffentlicht, war sich nicht zu schade, seinen Seitenstraßen-Reporter über “eskalierenden Trainerzoff” bei Sechzig berichten zu lassen. Bis heute wartet man auf eine Silbe zum wahren Verursacher des Chaos. Nämlich der HAM-Seite, die die wichtige Sitzung einfach platzen ließ und damit für das Chaos verantwortlich ist. Selbiges gilt für den kicker und Georg Holzner. Es drängt sich die Frage auf, ob es diesen Medien um eine Kampagne gegen Reisinger oder sachliche Berichterstattung über 1860 geht.

Mein Wunschzettel für 1860

In meinen letzten Giesinger Gedanken hatte ich noch gefragt, welchen Brandherd rund um 1860 man als ersten löschen muss. Nach den Ereignissen von Freitag kann ich unserem Leser Siggi nur zustimmen. Ich erlaube mir hier, seinen Kommentar kurz zu zitieren: “Das ist für mich sonnenklar. HAM muss weg.” Ehrlichgesagt, hatte ich mir diesen Gedankengang verboten, weil ich nur machbare Lösungen miteinbeziehen wollte. Aber der Freitag hat bewiesen, dass es “sonnenklar” ist, dass wir mit HAM auf keinen grünen Zweig mehr kommen werden. Wer sich in sportlich prekärer Lage einer Nachfolgelösung für einen sportlichen Leiter (auf welcher Hierachieebene auch immer) entzieht, dem geht es nicht um 1860 sondern um eigene Vorteile. Welche auch immer das sein mögen. Und er nimmt dafür sogar den sportlichen Super-GAU in Kauf. Daher steht auf meinem Wunschzettel für 1860 nur eine Sache: HAM muss weg.

Alles andere sind nachgelagerte Probleme.

Ich wünsche Euch trotz des ganzen Hick-Hacks bei Sechzig ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch!

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Christian Jung

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Wie jedes Jahr präsentieren wir Euch auch heuer wieder die Bilanzen der Mitglieder der sechzger.de-Redaktion zum zurückliegenden Kalenderjahr. Ganz individuell und manchmal durchaus subjektiv und persönlich. Den Anfang macht Christian Jung mit seinem Rückblick auf das Jahr 2023.

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Auch heuer wieder: Gar nicht so einfach. Diesmal allerdings nicht etwa, weil sich so viele Highlights aufdrängen würden. Nein, leider überwogen in 2023 ja zumeist die Enttäuschungen. Ich entscheide mich aber für den 3:2-Sieg in Saarbrücken am 11. November. Ein ganz starker Auswärtssupport mit einer schönen Choreo von „Münchens Jugend“. Auf dem Feld phänomenale erste zwanzig Minuten, eine 2:0-Führung, … Und obwohl die Gastgeber nach dem Ausgleich selbst drauf und dran waren, die Partie für sich zu entscheiden, bescherte uns Niklas Lang sieben Minuten vor Schluss den Dreier. Das ist der Stoff aus dem Auswärtsträume sind! Dass der Siegtreffer bis heute das letzte Löwentor in einem Pflichtspiel darstellt, ist dann wieder der Kategorie Anti-Highlights zu zuordnen.

Gegen Mannheim fast wie gegen Neunkirchen

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das erste Heimspiel der laufenden Saison gegen Waldhof Mannheim. Wir kehrten mit ein paar Leuten nach sechs Jahren in Block L auf der Stehhalle in die Westkurve zurück und es regnete in Strömen. Also wollte Petrus uns mal ganz deutlich vor Augen führen, dass die Zeiten des Stadionkomforts mit einem Dach über dem Kopf der Vergangenheit angehören. Das fühlte sich ein bisschen an, wie z.B. 1991 beim Aufstieg gegen Neunkirchen. Um mal ganz oben ins Regal zu greifen. Immerhin konnten die Löwen auch diesmal gewinnen.

Nass – und im Gästeblock auch ein wenig neblig – war’s am 5. August beim ersten Heimspiel der neuen Saison

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Ich nenne mal die beiden Sommer-Neuzugänge Morris Schröter und Manni Starke. Das hat natürlich damit zu tun, dass ich die Gelegenheit hatte, beide im Rahmen einer Fanclub-Weihnachtsfeier persönlich kennen zu lernen. Starke hat eine überaus interessante Biographie und ist ein total reflektierter Typ. Schröter ist ebenfalls sehr sympathisch und gerade heraus – und er hat meinen jüngsten Sohn und mich z.B. beim Heimspiel gegen Aue echt verzaubert, als er da auf der rechten Außenbahn direkt vor Block J der Westkurve diverse Gegenspieler vernaschte.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Mein Tor des Jahres hat Albion Vrenezi im Heimspiel gegen Dresden Ende Januar erzielt. Kurz hinter der Mittellinie kam er an den Ball, spurtete mit dem Leder am Fuß in Richtung Gästetor und schoss die Kugel von der Strafraumgrenze aus ganz knapp neben den linken Pfosten des Dynamo-Kastens. Sowas dürfte er ruhig öfter zeigen.

Ermüdende Streitereien

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Diese Antwort dürfte bei vielen Löwenfans ähnlich ausfallen: Der ewige – inzwischen wieder öffentlich ausgetragene – Streit zwischen den beiden Gesellschaftern der KGaA. Selbst wenn man sich einer der beiden Seiten zuordnet, ermüdet und nervt dieser Konflikt als Ganzes einfach nur noch.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Wir bzw. die Protagonisten auf dem Rasen sollten schleunigst und zwar direkt am 20. Januar gegen Duisburg beginnen, das Tor wieder zu treffen.
Den alljährlich hier vorgetragenen Wunsch nach respektvolle(re)m Umgang aller Löwen untereinander, egal welchem vereinspolitischen Lager man sich zuordnet, wiederhole ich hier auch gerne wie ein Mantra…

Abstiegskampf bis zum Schluss?

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Ich bin leider aktuell sehr skeptisch, was dieses Thema angeht. Ich fürchte, dass wir bis zum Saisonende im Abstiegskampf stecken werden und hoffe einfach, dass wir nach dem Abpfiff des letzten Spiels gegen Bielefeld am 18. Mai mindestens Platz 16 erreicht haben. Mehr ist heuer einfach nicht drin.

Groundhopping Frankreich: Zu Gast bei Red Star

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Nachdem uns in der Vergangenheit meist unser Leser Stefan von seinen Fußballreisen in mehr oder weniger Destinationen berichtet hatte, bekamen wir kürzlich Post von Holger, der ebenfalls unterwegs war und einiges zu erzählen hat. Viel Spaß mit Groundhopping Frankreich bei Red Star.

Groundhopping Frankreich

Vereinsmotto „Notre coeur – notre force“ = „Unser Herz – unsere Stärke“ – Ein in so einigen Aspekten ähnlich wie unser TSV tickender, sehr emotionaler Verein!

Auf sechzger.de wurde ja schon mal darauf hingewiesen, dass es in Paris mehr gibt als das schnöselige PSG und wir dort sogar schon mal ein Turnier gewonnen haben!

Was den Besuch und Support von Red Star aber wirklich lohnenswert macht, ist sein Stadion (mit Umgebung) und seine sehr geile Ultra-Kultur. Das erste Mal dort war ich vor fünf Jahren. Damals mitgenommen von einem Freund und angezogen von einem alten, heruntergekommenen Stadion mitten im alles andere als schicken Arbeiterviertel St. Ouen – knapp außerhalb der offiziellen Stadtgrenze.

Gefühlt 100% Migrationshintergrund

Zum Stadion läuft man durch ein Viertel mit gefühlt 100% Migrationshintergrund, dazu überall kleine Geschäfte und Stände mit vermutlich jeder Menge gefälschter Markenprodukte, und alle paar Meter strecken mir Hände Zigaretten, Handys, Parfüm oder geröstete Erdnüsse zum Kauf entgegen.

Im Stadion kann man Bier oder belegtes Baguette kaufen, dann geht es auf die alte, rostige Tribüne direkt am Spielfeld. Nix mit VIP-Logen o.ä.; rechts grenzt direkt ein Wohnblock ans Stadion, gegenüber auf einem kleinen Eck der größtenteils gesperrten Steintribüne die Gästefans.

Red Star, wie man vielleicht aufgrund des Namens erahnen kann, hat traditionell eher links eingestellte Fans und da an diesem Tag Red Star Grenoble zu Gast ist – quasi ein Bruderverein – stehen sich Heim- und Gästefans friedlich gegenüber und es wird ein sehr stimmungsvoller Nachmittag mit tollem Support. Ich schwor mir, wiederzukommen!

Ein ungeliebter Investor bei Red Star

Dann war ein paar Jahre Corona oder es klappte terminlich nicht. Inzwischen hatte die allseits unbeliebte Heuschrecke 777Partners (Ihr kennt sie als „Investor“ u.a. bei der Hertha) Red Star gekauft – selbstverständlich gegen den massiven aber letztlich erfolglosen Protest der Ultras. Meinem Freund und mir schwante Übles.

Nun hatte ich das Glück, ihn am ersten Dezember-Wochenende zu besuchen, denn genau an diesem Samstag würde das letzte Spiel vor der schönen alten rostigen Tribüne stattfinden. Wie befürchtet war 777Partners auf dem Weg, Red Star zu einem “profitablen Investment” zu machen. Das Stadion würde nach und nach komplett neu gebaut werden.

Gelungener Umbau des Stadions?

Dazu ein kleiner Exkurs: Wie beschrieben, ist gewiss der große Teil der Anhänger überaus kritisch gegenüber 777Partners eingestellt. Sie befürchten, dass der Club seine (kommerzkritische) Seele verliert und in einem schicken Stadion zum Abklatsch von PSG wird (auch hier hat der Löwen-Fan sein Déjà-vu!). Nach dem, was ich bisher sehe, bin ich nicht ganz so pessimistisch, wobei ich natürlich nur einen sehr oberflächlichen Einblick von außen habe. Doch jedenfalls das Stadion scheint nach dem Um-/Neubau ein immer noch sehr cooler Ground zu werden – zumindest nach allem, was jetzt schon und auf den Projektionen zu sehen ist.

Drei steile Tribünen rechteckig und sehr nahe am Spielfeld, ohne Zäune, und nur auf der rechten Seite ist ein kleiner VIP-Bereich angebaut, der jedoch weiter von dem Wohnblock überragt wird. Für meinen Eindruck scheint 777Partners durchaus sensibel mit der Kultur des Stadions mitten im Stadtteil umzugehen. Ich bin gespannt auf die Atmosphäre nach der Fertigstellung. Vielleicht wird es ja mal ein positives Beispiel dafür, wie ein Investor ein Stadion profitabel umbauen kann, ohne dass dieses seine Seele verliert. Letztlich etwas, was wir uns ja auch alle irgendwann für unser geliebtes 60er-Stadion wünschen…

Schwierige Kartensituation

Zurück zum Spiel: Das nur behutsam verstärkte Team liegt dank eines bisher sehr erfolgreichen Trainers (den Olympique Lyon erfolglos versuchte abzuwerben) souverän an der Tabellenspitze der Ligue 3. Aufgrund des Umbaus und des letzten Spiels auf der legendären Tribüne war es extrem schwer an Karten zu kommen, deshalb mischten wir uns bereits 1,5 h vor Spielbeginn unter die Fans rund ums Stadion, wo mit jeder Menge Bier angestoßen wurde und uns trotz Polizeipräsenz hier und da verdächtig würzige Duftwölckchen in die Nase stiegen.

Doch mit etwas Glück (und einer Stunde Leute belabern, bis uns Nicolas kurz vor Spielbeginn eine zweite Karte abtreten konnte) kamen wir beide rein. Schaut euch die Fotos und hört euch den Support auf den Filmchen an – ich denke da kann ich mir jegliche Beschreibung mit Worten sparen.

Souveräner Heimsieg bei super Stimmung

Es war ein total geiles Erlebnis: Großartige Pyro, durchgehend lauter Support, perfekter Blick nahe am Spielfeld, ein gutes Spiel, drei Tore (Red Star gewann souverän 3:0), ein ausgiebiges Feiern von Spielern und Fans nach Spielende… Ich habe jede Minute genossen – trotz Saukälte. Einzig die Gästefans taten mir ein wenig leid – die waren in einer Art Käfig zwischen Baustelle und Spielfeldecke mit sicherlich ganz schlechter Sicht eingesperrt. Na ja, wird vermutlich besser, wenns mal fertig ist.

Mit Nicolas hatten wir uns mittlerweile bei ein paar Bier angefreundet. Er nahm uns mit in eine Fankneipe neben dem Stadion, wo wir mit den netten Fans bis spätnachts noch ordentlich becherten.

Wann immer es mich wieder nach Paris verschlagen sollte – als eines der ersten Dinge werde ich vorab den Spielplan von Red Star checken! Groundhopping in Frankreich sollte dieses Highlight nicht aussparen.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau

Straßer 9. in Madonna

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Heute Abend stand der letzte Weltcup-Slalom des Jahres an. Linus Straßer und Konsorten maßen sich in Madonna di Campiglio, wo Straßer letzte Saison auf’s Stockerl fahren konnte.

Straßer ausbaufähig im ersten Durchgang von Madonna

Der Skilöwe ging mit Startnummer 7 ins Rennen und legte eine etwas zu harte Fahrt in den sehr eisigen norditalienischen Schnee. Als Straßer die Zielline überquerte, leuchtete leider auch die 7 auf. Am Ende des ersten Durchgangs lag Straßer auf dem 14. Rang mit 97 Hundertstel Rückstand auf den Halbzeitführenden Clement Noel aus Frankreich. Auf einen erneuten Stockerlplatz fehlten Linus lediglich 0,6 Sekunden. Sehr erfreulich aus deutscher Sicht waren Platz 17 (+1,18 Sekunden) für Anton Tremmel und Platz 18 für Sebastian Holzmann (+1,36 Sekunden). Damit lagen drei deutsche Fahrer in Lauerstellung für den zweiten Durchgang.

Holzmann und Tremmel fallen zurück

Der zweite Durchgang war etwas drehender gesetzt als der erste und versprach auf Grund der engen Abstände nach dem ersten Lauf große Spannung. Wegen der absinkenden Temperaturen war die Piste noch eisiger als im ersten Durchgang. Holzmann ging als erster der deutschen Fahrer auf die Piste und zeigt eine etwas zu vorsichtige Fahrt und rutschte im Schlussklassement auf Rang 27 ab. Etwas besser machte Tremmel trotz eines Fehlers im unterem Teil. Am Ende langte es für Platz 21 für Mann aus Rottach-Egern.

Straßer holt im unteren Teil auf

Linus Straßer ging als zweiter Fahrer nach der Pistenpräparierung auf die Strecke. Der Skilöwe konnte diesen Vorteil nicht wirklich nutzen. Im oberen Teil agierte er zu unruhig und ließ wertvolle Hunderstel liegen. Im unteren Teil drückte er dann auf’s Gas und konnte einige Hundertstel wieder gut machen. Durch die Aufholjagd konnte Straßer in Madonna die Campiglio noch fünf Plätze gut machen und belegte am Ende den 9. Platz mit 0,64 Sekunden Rückstand.

Schwarz gewinnt

Den Klassiker von Madonna konnte der Österreicher Marco Schwarz für sich entscheiden und damit 100 ganz wichtige Punkte im Kampf um den Gesamt-Weltcup einstrich. Das Stockerl komplettierten Clement Noel (Frankreich) und Altmeister Dave Ryding (Großbritannien).

Die Klassiker stehen im Januar auf dem Programm

Damit ist das Slalomjahr 2023 beendet. Nach Weihnachten beginnt der antrengende “Klassiker-Monat” Januar für die Slalom-Fahrer. Es stehen unter Anderem die Klassiker in Wengen (14.01.), Kitzbühel (21.01.) und Schladming (24.01.) an.

 

Trainer- & Sportchefsuche: Robert Reisinger nimmt Stellung

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TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

Die für heute Nachmittag angesetzte Beiratssitzung der TSV 1860 KGaA haben die Vertreter des Gesellschafters HAM Ltd. durch ihr Nichterscheinen in der Online-Konferenz platzen lassen, wie sechzger.de am frühen Nachmittag berichtete. Ein Vertreter entschuldigte sich wenige Minuten vor Beginn der Sitzung per Email wegen Unwohlsein, der andere blieb der Veranstaltung gleich ganz ohne Entschuldigung fern. So war das Gremium nicht beschlussfähig und konnte die drängende Frage, wer zukünftig als Sportchef die Geschicke des in der 3. Liga ins Straucheln gerateten Teams lenken und leiten soll, nicht klären.

Widerspricht sich Reisinger in der Kausa Werner?

Bereits am Vormittag hatten wir im Hinblick auf die zu diesem Zeitpunkt noch fest geplante und von vielen Löwenfans sicher hoffnungsvoll erwartete Beiratssitzung über das “Hauen und Stechen hinter den Kulissen” berichtet. Von – wieder einmal – geleakten Emails rund um die Besetzung der vakanten Schlüsselposition des sportlich Verantwortlichen hatten zuvor das Portal von t-online sowie der kicker berichtet. Dort wurde unter anderem aus einer Email von 1860-Präsident Robert Reisinger vom 24. September zitiert, in der er dem Kandidaten für die Position des Sportchefs Dr. Christian Werner die Eignung für die Aufgabe absprach. Nachdem Dr. Werner – nach Vorstellung der e.V.-Vertreter im Beirat – heute zum Sportgeschäftsführer bestellt werden sollte, wirft der kicker-Autor Georg Holzer in seinem Artikel Reisinger vor, sich selbst zu widersprechen. Auf Nachfrage von sechzger.de hat der Oberlöwe heute Nachmittag nun Stellung zu genau diesem Vorwurf bezogen:

Die Ansicht im Präsidium über die fachliche Eignung von Dr. Christian Werner als neuer Geschäftsführer Sport hat sich verändert. Nach persönlichen Gesprächen und einer beeindruckend intensiven und detaillierten Analyse der sportlichen Situation durch den Kandidaten sind wir zur Auffassung gelangt, dass die Qualifikation gegeben ist. Eine einmal getroffene Annahme zu revidieren, weil neue Erkenntnisse zur Beurteilung herangezogen wurden, ist kein Zeichen von Schwäche.

Trares oder Antwerpen als Trainerkandidaten?

Auch in der drängenden Frage, wer – nachdem Frank Schmöller sein Interimsengagement bei den Löwenprofis gestern wieder beendet hat – die Nachfolge des Anfang Dezember geschassten Maurizio Jacobacci antreten und die Mannschaft schnellstens von den bedrohlich nahe gekommenen Abstiegsplätzen entfernen soll, beschäftigt im Löwenumfeld Fans – und natürlich Medien. So hatte zum Beispiel die Abendzeitung berichtet, Robert Reisinger habe sich mit dem – als Feuerwehrmann berühmt berüchtigten – Ex-Kaiserslautern-Trainer Marco Antwerpen getroffen. Auf die AZ-Kritik an so einem Treffen “die Löwen wären nicht die Löwen, würde nicht ein anderer Funktionär ein anderes und vor allem ganz eigenes Süppchen kochen” (nachdem Finanzgeschäftsführer Marc Nicolai Pfeifer aktuell wohl den Ex-Löwen und 94er-Aufstiegsheld Bernhard Trares für die vakante Position präferiert), reagiert Robert Reisinger gegenüber unserem Portal ebenfalls eindeutig:

Die im Artikel der Abendzeitung erhobene Behauptung, ich hätte mich mit Marco Antwerpen (oder seinem Management) getroffen, ist von den Autoren frei erfunden. Vorschläge für einen geeigneten Trainer der Profimannschaft obliegen der Geschäftsführung der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Wir bewerten als Vereinsvertreter Vorschläge grundsätzlich unabhängig davon, wer sie gemacht hat.

Weihnachtsfrieden in Sicht?

Bleibt die Frage, wer ein Interesse – und vor allem welches – hat, den noch mindestens bis zur Mitgliederversammlung im Sommer 2025 amtierenden Präsidenten des TSV 1860 e.V. in ein bestimmtes Licht zu rücken. Immerhin: Übermorgen ist Heiligabend. Die besinnliche und ruhige Weihnachtszeit beginnt. Mal sehen, ob diese – zumindest für ein paar Tage – auch beim TSV 1860 Einzug hält.

1860 weiter ohne Sportchef – HAM lässt Beiratssitzung platzen

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Trainingsgelände TSV 1860 München Stein Winter 2

Die Vertreter der HAM Ltd haben heute eine wichtige Beiratssitzung platzen lassen, in welcher es um die Entscheidung über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum neuen Sportchef des TSV 1860 hätte gehen sollen.

Richtungsweisende Beiratssitzung beim TSV 1860

Die heutige Beiratssitzung wäre richtungsweisend gewesen: Die Vertreter des TSV München von 1860 e.V. und der HAM Ltd. hätten heute zusammenkommen sollen, um über die Bestellung von Dr. Christian Werner zum Geschäftsführer Sport abzustimmen.

HAM lässt Sitzung platzen – 1860 weiter ohne Sportchef

Doch kurz vor der Beiratssitzung soll sich nach sechzger.de-Informationen ein Beiratsmitglied der HAM-Seite per E-Mail abgemeldet haben. Als Grund, nicht bei der Onlinesitzung teilnehmen zu können, soll er Unwohlsein genannt haben. Sechzger.de wünscht gute Besserung!

Der zweite HAM-Vertreter habe gleich komplett unentschuldigt gefehlt. Auch hier wünscht sechzger.de Besserung!

Damit waren nur die e.V.-Vertreter vor Ort, sodass das Gremium nicht beschlussfähig war und keine Entscheidung zum neuen Sportchef treffen konnte.

Muss nun die Gesellschafterversammlung entscheiden?

Es droht also das Szenario, dass der TSV 1860 ohne Sportchef ins neue Jahr geht. Einen Trumpf hat der e.V. jedoch noch im Ärmel: als Alleingesellschafter könnte er den Beirat in dieser Entscheidung entmachten und durch die Gesellschafterversammlung den neuen Geschäftsführer Sport bestellen. Hierfür wäre eine Mehrheitsentscheidung des Präsidiums notwendig.

Sportlich handlungsunfähig ins neue Jahr?

Wird der TSV 1860 handlungsunfähig ins neue Jahr schlittern? Die Zeichen verdichten sich, dass die Installation eines kompetenten Leiters im sportlichen Bereich vor der Jahreswende schwierig werden dürfte. Gerade in Zeiten, in denen ein Cheftrainer benötigt wird und ggf. auf dem Wintertransfermarkt durch Leihgeschäfte die fragile, abstiegsbedrohte Mannschaft des TSV 1860 verstärkt werden müsste, ist ein solches Vakuum nicht hinnehmbar. Lassen die Gesellschafter das Schiff sehenden Auges sinken oder zieht der e.V. mit 50+1 die Notbremse?

 

3. Liga im neuen Jahr: DFB terminiert Spieltage 22 bis 30

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Terminierungen des TSV 1860 München für die Saison 2023-24 Symbolbild DFB terminiert Spieltage

Wann es für die Löwen im neuen Jahr weitergehen wird, steht ja bereits seit einigen Wochen fest. Der TSV 1860 empfängt am 20.01. um 16.30 Uhr den MSV Duisburg im Grünwalder Stadion. Nun hat der DFB auch die Spieltage 22 bis 30 terminiert.

DFB terminiert Spieltage 22 bis 30

Die Partien des TSV 1860 im Überblick:

22. Spieltag – Dienstag, 23.01., 18.60 Uhr: VfB Lübeck – TSV 1860
23. Spieltag – Sonntag, 28.01., 16.30 Uhr: TSV 1860 – SV Sandhausen

24. Spieltag – Samstag, 03.02., 14.00 Uhr: Erzgebirge Aue – TSV 1860
25. Spieltag – Sonntag, 11.02., 16.30 Uhr: TSV 1860 – FC Ingolstadt 04
26. Spieltag – Sonntag, 18.02., 19.30 Uhr: TSV 1860 – Hallescher FC
27. Spieltag – Samstag, 24.02., 16.30 Uhr: SC Verl – TSV 1860

28. Spieltag – Samstag, 02.03., 14.00 Uhr: TSV 1860 – SSV Ulm 1846
29. Spieltag – Freitag 08.03., 18.60 Uhr: Dynamo Dresden – TSV 1860
30. Spieltag – Samstag, 16.03., 14.00 Uhr: TSV 1860 – Preußen Münster

Zu den regulären Partien der 3. Liga gesellt außerdem natürlich noch die Nachholpartie gegen Rot-Weiss Essen, die ebenfalls terminiert wurde:

18. Spieltag – Dienstag, 06.02., 18.60 Uhr: TSV 1860 – Rot-Weiss Essen

Seid Ihr dabei?

Auf welches Heimspiel freut Ihr Euch besonders? Welcher Ausfärtsfahrt fiebert Ihr besonders entgegen? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare!