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Bundesliga: TSV 1860 U19 empfängt SV Sandhausen

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TSV 1860 U19 Mannschaft Saison 2023 24 (2)

Als bestplatziertes bayerisches Team in der Bundesliga startet die U19 des TSV 1860 in den Spieltag und empfängt am Sonntag (11 Uhr) den SV Sandhausen auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße. Die U17 hingegen ist bereits am Samstag im Einsatz und kämpft bei Eintracht Frankfurt um Punkte.

TSV 1860 U19 empfängt SV Sandhausen

Seit dem 1. Spieltag (0:2 beim KSC) ist die Elf von Trainer Jonas Schittenhelm ungeschlagen und belegt derzeit Platz 5 in der Bundesliga. Zuletzt siegte die U19 bei Greuther Fürth mit 1:0 und zog an den Mittelfranken vorbei.

Besonders die Chancenauswertung ließ dabei zu wünschen übrig, aber vielleicht haben sich Noah Klose & Co das ja für den Nachwuchs vom Hardtwald aufgehoben. Die Sandhäuser liegen mit fünf Punkten Rückstand auf Rang der Tabelle.

U17 muss zu Eintracht Frankfurt

Als Außenseiter reist hingegen die U17 der Löwen zu Eintracht Frankfurt. Während die Junglöwen zuletzt mit 1:2 beim 1. FC Kaiserslautern unterlagen, besiegten die Hessen den FC Augsburg mit dem selben Ergebnis. Am Samstag um 11 Uhr muss die Elf von Felix Hirschnagl am Riederwald antreten und wäre mit einem Punkt sicher nicht unzufrieden.

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

Bayernliga am Sonntag: TSV 1860 U21 beim VfR Garching

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TR Schmöller Frank TSV 1860 U21

Wer weiß, wie die weitere Saison des VfR Garching verlaufen wäre, hätte er am zu Saisonbeginn seine Führung gegen die U21 des TSV 1860 ins Ziel gerettet? So aber machten die Löwen aus einem 0:2 noch ein 3:2 und die Vorstädter stehen derzeit auf dem 17. Tabellenplatz. Am Sonntag um 13 Uhr kommt es im Stadion am See zu Rückspiel.

TSV 1860 U21 beim VfR Garching

Keine Frage, die Favoritenrolle am Sonntag ist klar verteilt. Während sich der VfR Garching im Tabellenkeller wiederfindet ist die U21 des TSV 1860 seit sechs Spielen ungeschlagen und steht nach der Vorrunde auf Rang 4 der Bayernliga Süd. Zu unterschätzen sind die Garchinger dennoch nicht, auch wenn ihr letzter Sieg vom 03.10. (3:2 gegen Türkspor Augsburg) datiert. Mit Dimitrios Vourtsis (5 Tore), Roman Gertsmann (4) und Harouna Boubacar (3) besitzt der VfR Garching durchaus Angreifer, die wissen, wo das Tor steht.

Trainer Frank Schmöller (siehe Titelbild) wird sein Team also durchaus vor dem kommenden Gegner warnen und an das Hinspiel erinnern. Ob der Übungsleiter selbst an der Linie stehen kann, ist indes noch unklar. Nach der NLZ-Trainerfortbildung am Mittwoch klagte Schmöller über Probleme am Auge. Daraufhin suchte er die Augenklinik auf, wo ein Riss in der Augenhornhaut diagnostiziert wurde. Wir wünschen gute Besserung!

Titelbild: Sampics (Stefan Matzke)

AZ: AHD Sitzberger kündigt Sponsoring-Vertrag beim TSV 1860

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Sitzberger Hans TSV 1860 eV Clarissa

Einen Tag vor dem Auswärtsspiel bei Viktoria Köln erreicht den TSV 1860 München und seine Fans die nächste Nachricht mit großer Wirkung. Der langjährige Sponsor AHD Sitzberger hat seinen Vertrag bei den Löwen zum Saisonende gekündigt . Zwei Bedingungen könnten jedoch dafür sorgen, dass das Unternehmen dem TSV 1860 treu bleibt.

AHD Sitzberger knüpft Sponsoring an Verbleib von Marc-Nicolai Pfeifer

Bereits im 17.Jahr unterstützt das Unternehmen AHD Sitzberger den TSV 1860 München als Sponsor. Sowohl die KGaA als auch der e.V. profitieren davon. Nach aktuellem Stand ist damit aber nach der Saison 2023/24 Schluss berichtet die Abendzeitung. Demnach haben Clarissa Schellong und Christian Sitzberger, die das Unternehmen von ihrem Vater und Vize-Präsident Hans Sitzberger mittlerweile übernommen haben, den Sponsoring-Vertrag mit den Löwen gekündigt. Der Grund: sie wollen ihren Vater schützen. Zum einen vor dem Zwist zwischen den Gesellschaftern, zum anderen herrsche auch innerhalb des Präsidiums eine “vergiftete Atmosphäre“.

Dennoch lässt die AHD Sitzberger noch eine Hintertür offen. Sollten zwei Bedingungen erfüllt werden, könnte das Unternehmen auch 2024/25 weiterhin als Sponsor bei den Löwen aktiv bleiben. Diese haben es allerdings in sich. Zum einen soll der Vertrag mit Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer verlängert werden, zum anderen soll sich die Atmosphäre an der Grünwalder Straße deutlich verbessern. Damit versucht der Sponsor aktiv Einfluss auf die Vorgänge beim TSV 1860 München zu nehmen.

Ob Vize Hans Sitzberger die Entscheidung mitträgt oder ob seine Kinder als neue Geschäftsführer die Entscheidung alleine getroffen haben, ist bislang nicht bekannt. Gestern äußerte sich Heinz Schmidt in einem Interview mit dem Münchner Wochenanzeiger und sprach unter anderem von einer einheitlichen Meinung innerhalb des Präsidiums bei der Personalie Horst Heldt. Bislang war in Medienberichten die Rede davon gewesen, dass Hans Sitzberger den Geschäftsführer-Kandidaten kritisch sah.

Faninformationen Viktoria Köln – TSV 1860 München (13.Spieltag)

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Viktoria Köln TSV 1860 München Fotogalerie (9)

Am13.Spieltag treten die Löwenfans die Reise nach Köln an. Wieder einmal macht sich eine beträchtliche Anzahl an Fans auf den Weg, um ihren Verein aus dem Gästeblock zu unterstützen. sechzger.de hat vor dem Duell zwischen Viktoria Köln und dem TSV 1860 München die wichtigsten Faninformationen für alle Auswärtsfahrer zusammengefasst.

Faninformationen Viktoria Köln – TSV 1860 München

Etwa 570 Kilometer liegen vor den Löwenfans bei der nächsten Auswärtsfahrt. Am morgigen Samstag trifft der TSV 1860 München auf Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg. Nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage will die Mannschaft von Trainer Maurizio Jacobacci diese Serie natürlich fortsetzen und auch gegen die Mannschaft von Olaf Janßen punkten. Fehlen wird dabei weiterhin Marco Hiller, ansonsten stehen alle Spieler zur Verfügung.

Für alle mitreisenden Fans des TSV 1860 München gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen für das Duell gegen Viktoria Köln. Auch auf der Homepage der Löwen sind die Hinweise zu finden.

Tickets

Auf die Löwenfans ist Verlass – das gilt auch für das Spiel im Sportpark Höhenberg. Bis zu 1.400 Fans in weiß und blau werden im Gästeblock erwartet. Für Kurzentschlossene besteht vor Ort an der Tageskasse die Möglichkeit, dem Spiel ebenfalls beizuwohnen. Karten sind dort ab 12:30 Uhr erhältlich.

Anreise

Wie bereits geschrieben trennen München und Köln etwa 570 Kilometer. Ohne Verkehr ist diese Distanz in rund sechs Stunden zu bewältigen. Die Adresse des Stadions lautet wie folgt: Günter-Kuxdorf-Weg 1, 51103 Köln. Für die Löwenfans steht am Stadion kein Parkplatz zur Verfügung. Hierfür soll der Parkplatz P22 an der Messe angefahren werden (Adresse: Pfälzischer Ring 105, 50679 Köln) Von dort fahren Shuttlebusse alle 15 Minuten in Richtung Sportpark Höhenberg.

Bahnreisende nutzen den Bahnhof “Messe/Deutz”. Dort kann entweder in die Tramlinie 1 oder die Buslinien 151 bzw. 152 bis zur Haltestelle Höhenberg, Frankfurter Straße umgestiegen werden. Der Fahrpreis ist im Stadionticket enthalten, nach 400 Metern zu Fuß ist der Sportpark erreicht.

Hinweise zum Stadionbesuch

Im Stadion sind die üblichen Gegenstände nicht erlaubt. Die Stadiontore öffnen ab 12:30 Uhr, los geht es dann eineinhalb Stunden später. Vor Ort gibt es keine Möglichkeiten Taschen- oder Rücksäcke abzugeben. Erlaubt sind Taschen oder Rücksäcke bis maximal 25x25x25 cm.

Die Bezahlung der Verpflegung (u.a. Vollbier) ist nur mit Bargeld möglich.

Livestream und Liveticker

Für alle Löwenfans vor den heimischen Bildschirmen gibt es gute Nachrichten. Der BR überträgt die Partie live im Free-TV und Onlinestream. Außerdem kann das Spiel bei Magenta im Fernsehen und Online-Livestream verfolgt werden.

sechzger.de ist in Köln natürlich live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Sportpark Höhenberg.

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor Viktoria Köln – TSV 1860

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Winningers Wirtshaus Weisheiten Viktoria Köln Tsv 1860 München

Achter gegen Neunter – auf den ersten Blick erscheint die Partie wenig attraktiv. Wenn man sich dann jedoch vor Augen hält, wie nah beieinander sie Teams der 3. Liga sind, dann erkennt man durchaus, dass es morgen im Sportpark Höhenberg um einiges geht. In seinen Wirtshaus Weisheiten analysiert Bernd Winninger, was den TSV 1860 bei Viktoria Köln erwartet und wie man sich den Rheinländern erwehren könnte.

Wirtshaus Weisheiten vor Viktoria Köln – TSV 1860

Wer sind die Schlüsselspieler von Viktoria Köln? Welches Spielsystem bevorzugt Trainer Olaf Janßen? Welche Schwächen offenbaren die Höhenberger, die womöglich vom TSV 1860 ausgenutzt werden könnten? Ergänzend zu seiner TAKTIKTAFEL erläutert Bernd Winninger in seinen Wirtshaus Weisheiten, wie der TSV 1860 morgen zu Punkten kommen könnte.

Viktoria Köln – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel unseres TSV 1860 München beim FC Viktoria Köln. Olaf Janßen, Trainer der Kölner, setzt meistens auf ein System mit Dreierkette. Was erwartet die Löwen am Samstag im Sportpark Höhenberg?

FC Viktoria Köln – TSV 1860 München lautet das Duell für die Löwen am 13.Spieltag. In bisher acht Pflichtspielen ist die Bilanz der beiden Teams ausgeglichen. Jede Mannschaft konnte drei Siege für sich verbuchen, zwei Begegnungen endeten Unentschieden.

Beginnen wir mit der zu erwartenden Formation der Domstädter. Da dürfte sich, zumindest für den Beginn der Partie, ein 3-4-3 (3-4-2-1) auf Kölner Seite formieren.

Die Pressinglinie und die Defensivlinie gehen je nach der zu erwartenden Spielstärke des jeweiligen Kontrahenten bei den Kölnern unterschiedlich zu Werke. Bisher war es so, dass Köln gegen Mannschaften, die als eher spielstark einzustufen sind, eher tief und abwartend stehen. Gegen Teams, die sich im Aufbau eher schwer tun, wird gern hoch angelaufen. An die Herangehensweise im Pressing ist auch die Höhe der Defensivlinie angepasst.

Gehen die Kölner selbst in Führung, nimmt man vorne gegen den Ball etwas Druck raus. Liegt Köln hingegen zurück, sind die Spieler der Viktoria jederzeit in der Lage vorne – auch gegen spielstarke Teams – erfolgreich hohen Druck auf den Aufbau im Positionsspiel des Gegners auszuüben.

Bevor wir nun genauer auf die Kölner Spielweise eingehen zunächst die bisherigen statistischen Werte der Mannschaft von Olaf Janßen.

Statistische Werte des FC Viktoria Köln

  • Ballbesitz 53%
  • Passgenauigkeit 82%
  • defensive Zweikampfquote 65%
  • Flankengenauigkeit 30%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 10,96

Wie spielt die Viktoria?

Bei Ballbesitz

Köln versucht immer den Aufbau im Positionsspiel spielerisch zu gestalten. Dabei geht es meist in der Eröffnung über einen Innenverteidiger und dann im vertikalen Reißverschluss-Prinzip über Halbposition und Flügel nach vorne. Sobald sich die Kölner in der gegnerischen Spielfeldhälfte befinden, wird Luca Marseiler zum Dreh- und Angelpunkt der Kölner Angriffe.

Eigentlich in der Position der hängenden Spitze bzw. des Schattenstürmers in der Systematik aufgeführt spielt Marseiler in Janßens System eher die Rolle eines klassischen mit dem Fachbegriff Trequartista bezeichneten angreifenden Mittelfeldspielers. Er bekommt und verteilt den Ball in fast jeder Offensivsituation der Kölner.

Sein Nebenmann sowie die beiden Außenspieler formieren sich dann – sofern alles nach Plan läuft – in vorderster Reihe bei der Viktoria und einer der beiden zentral agierenden Mittelfeldakteure (meistens Henning) schiebt auf die Halbposition hinter dem Spielmacher nach vorn.

Durch diese Verschiebungen entsteht bei der Viktoria im letzten Drittel des Gegners oft die als WM-System in den Fußballjargon eingegangene eigentlich sehr alte, aber immernoch (zumindest offensiv) höchst durchschlagskräftige Formation.

Der mit sämtlichen offensiven Freiheiten ausgestattete Marseiler fügt sich je nach Spielsituation auch gerne in die vorderste Linie mit ein. Dann rückt zusätzlich der davor noch tiefer agierende zentrale Mittelfeldakteur in die zweite Reihe vor und es entsteht eine Viererkette in vorderster Linie, hinter der zwei zentral offensive Mittelfeldspieler den Druck verstärken.

Gute Chancenverwertung

Es entstehen für die Kölner im Vergleich mit den anderen Teams der Liga zwar nicht unbedingt viele Torchancen, wenn allerdings geschossen wird, erfolgt das mit hoher Präzision. Zusammen mit drei anderen Mannschaften liegen die Kölner mit bisher 19 Treffern auf Platz 3, was erzielte Tore betrifft. Lediglich Verl und Ingolstadt haben mehr Tore geschossen.

Den Weg in den Strafraum suchen die Kölner selten über Flanken von außen. Olaf Janßen bevorzugt klar das spielerische Element von außen über die Halbräume und dann steil oder diagonal aus der Tiefe in die Box zu kommen. Köln ist das Team, das bisher die wenigsten Flanken überhaupt geschlagen hat.

Gegen den Ball

Im Pressing läuft Köln meist mit zwei Spielern auf vorderster Linie und drei dahinter versetzt agierenden Spielern an, um den Aufbau des Gegners im Positionsspiel zu stören. Diese im Raum agierende 2-3 Formation wird, wenn es beim Gegner auf den Flügel geht, zu einem 3-2 verschoben, bei dem der außen pressende Spieler meist die direkte Balleroberung sucht.

Nachdem der Gegner die Pressingformation der Kölner überspielt hat, verschiebt sich das System zunächst auf eine ballfern asymmetrische 5-2-2-1 Formation. Durch diese Staffelung im Mittelfeld wird der Gegner häufig zunächst auf einen der Flügel gezwungen.

Befindet sich die Viktoria im eigenen letzten Drittel in der Defensive, entsteht durch die abkippenden Mittelfeldaußen im eigenen letzten Drittel eine ballfern asymmetrische 5-2 Formation vor der eigenen Box. Marseiler und der zweite Halbstürmer ordnen sich dabei meist verdichtend auf der ballnahen Seite mit ein, was den Gegnern oft Raum für Seitenwechsel und Diagonalbälle ins Zentrum lässt, wenn Angriffe über die Außenbahn kommen.

Wie kann man Köln knacken?

Ein Patentrezept, wie der TSV 1860 München die Viktoria besiegen kann, gibt es nicht. Dazu ist Köln offensiv wie defensiv zu variabel.

Ein wichtiger Faktor – das sehe ich wohl ähnlich wie viele andere – wird eine stabile Defensive sein. Vor allem Marseiler, der bei Angriffen der Domstädter oft mehrere Ballkontakte hat, gilt es in seinem Bewegungsradius einzuschränken.

Um selbst gegen die Viktoria Tore zu erzielen, ist es unabdinglich, die gegen den Ball mit guter Raumaufteilung im Zentrum arbeitenden Kölner durch gute diagonale und vertikale Verschiebungen in alle Richtungen aus den Positionen zu ziehen und die sich dann bietenden Räume optimal und vor allem präzise zu bespielen. Hohe Passfrequenz, hohe Laufintensität und intelligente Befreiungsaktionen aus Verdichtungssituationen auf den Flügeln können der Weg sein, um Köln zu bezwingen.

Das Umschaltspiel nach gelungenen Balleroberungen vor dem eigenen letzten Drittel und präzise Konter sind sowieso immer gute Möglichkeiten, offensiv etwas zu reißen, wenn gegnerische Mannschaften die eigene Offensive überladen.

Stärken und Schwächen des 3-4-3

Stärken

Das 3-4-3 bietet mit seiner exzellenten Tiefenstaffelung im Zusammenspiel mit taktischer Disziplin im Positionsspiel sehr variantenreiche Spielzüge im Aufbau. Gerade für spielstarke Teams ist dieses System daher eine wahnsinnig effektive Waffe. Angiffspressing und Gegenpressing können mit der Überzahl an Offensivspielern gut umgesetzt werden. Diese Überzahl verhilft der Mannschaft im 3-4-3 auch im letzten Drittel offensiv zu hoher Variabilität.

Schwächen

Die Dreierabwehrkette muss situativ immer wieder aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann. Das 3-4-3 stellt hohe Anforderungen an die individuelle Stärke der Spieler – sowohl mit als auch gegen den Ball. Wenn die Spieler ihre Rollen im taktischen Konzept nicht akribisch einhalten, kann das Spiel im 3-4-3 leicht zum Debakel werden. Außerdem ist es sehr konteranfällig.

Schlüsselspieler

Tor

Im Tor der Kölner steht Ben Voll (#1). Seinen Luftraum beherrscht der 1,95 m große Keeper sehr gut. Leichte Schwächen hat der 23-Jährige in eins gegen eins Situationen. Diese lässt die Abwehrkette allerdings nur sehr selten zu. Auch sogenannte unhaltbare Schüsse hält der für seine Größe sehr bewegliche und auch reflexstarke Keeper dann und wann. Alles in allem ist Voll ein Stabilitätsfaktor für die Viktoria.

Abwehr

Jeremias Lorch (#4) ist der stärkste Innenverteidiger der Viktoria. 80% gewonnene Defensivzweikämpfe und noch kein verlorenes Kopfballduell in der eigenen Box diese Saison hat der erfahrene Innenverteidiger bisher vorzuweisen. Die Spieleröffnung läuft jedoch meist über seinen zentral agierenden Kollegen Greger oder Kapitän Schultz.

Mittelfeld

Mit der Verletzung von Bryan Henning während des Pokalspiels gegen Monheim fehlt der wichtigste Aufbauspieler der Kölner. Wer für ihn aufläuft, werden wir sehen.

Luca Marseiler (#30) ist, wie ich oben schon geschrieben hatte, der Dreh- und Angelpunkt der Kölner Offensive. Nominell als Halbstürmer oder auch hängende Spitze im System aufgestellt, verkörpert er im taktischen Konzept von Olaf Janßen das, was im Fachjargon als Trequartista bezeichnet wird. Ein Spieler mit allen offensiven Freiheiten auf dem Platz. Diese nutzt er auch bravourös aus. Er spielt viele die Penetration der Box vorbereitende Pässe und gibt die meisten Schussvorlagen für seine Mannschaftskollegen. Der momentan beste Torschütze der Viktoria liegt in der Rangliste der Spieler auf seiner Position unangefochten auf Platz eins. Dribbelstark, passsicher und torgefährlich wie er ist, strahlt er bei jeder Aktion der Kölner im letzten Drittel des Gegners viel Gefahr aus. Sonderbewachung und das Bespielen mit gesunder Härte wäre vielleicht nicht die schlechteste Idee. Als ehemaliger Spieler der SpVgg aus der südöstlichen Vorstadt läuft er vermutlich gegen den TSV 1860 mit höchster Motivation auf.

Sturm

Als Mittelstürmer kommt bei der Viktoria eigentlich der junge, im offensiven Mittelfeld beheimatete David Philipp zum Einsatz. Nach seiner schweren Bänderverletzung liefen zuletzt gegen Aue und Lübeck einmal Seok-Ju Hong und einmal Valdrin Mustafa auf dieser Position auf. Wer am Samstag gegen den TSV 1860 München dort für Viktoria Köln spielen wird, ist schwer vorauszusagen. Diesen Spieler dann obendrein als Schlüsselspieler zu bezeichnen, wäre fahrlässig. Lassen wir uns überraschen, welche dieser Optionen Olaf Janßen wählt.

Fazit

Das Duell FC Viktoria Köln – TSV 1860 München wird für beide Teams ein richtungsweisendes Spiel werden. Köln hat seit drei Spielen nicht mehr gewonnen, die Sechzger seit drei Spielen nicht mehr verloren. In der Tabelle stehen sie punktgleich auf den Plätzen 8 und 9.

Ich denke, es wird ein sehr schweres Spiel für unsere Mannschaft. Zuhause verlor Köln noch kein Spiel. Wichtig wird sein, die offensiven Schlüsselspieler im Mittelfeld zu kontrollieren. Gelingt das, kann Gutes möglich sein.

Was am Ende dabei rauskommen wird, traue ich mir nicht zu vorherzuorakeln. Solange die Mannschaft alles gibt, um erfolgreich zu sein, bin ich – obwohl ich mir natürlich immer Siege wünsche – ergebnisunabhängig zufrieden. Die 3. Liga ist kein Wunschkonzert – hoffen wir auf das Beste!

So könnte Köln beginnen

Datenquelle: Wyscout

Weltcup-Auftakt in Sölden ohne Linus Straßer

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Unglaublich, aber wahr: am Samstag startet der Ski-Weltcup in Sölden in die Saison 23/24. Und das nicht etwa in Skandinavien oder Alaska, sondern traditionell in Sölden am Rettenbachferner. Allerdings wird der Weltcup-Auftakt ohne Linus Straßer vom TSV 1860 München stattfinden.

Früher Weltcup-Auftakt stark in der Kritik

Zwar startete der Weltcup seit 30 Jahren immer Ende Oktober / Anfang November in Sölden, aber in den letzten Jahren lässt sich selbst dort über 3.000 m Höhe der Klimawandel nicht mehr wegdiskutieren. So werden die Fahrerinnen und Fahrer am Wochenende über ein Schneeband nach unten brettern, das aus gespeichertem Schnee des letzten Frühlings besteht. Unter Anderen äußerten Ex-Weltmeister Markus Wasmeier und Rekordläuferin Mikaela Shiffrin klare Kritik am frühen Start. “Bis zu welchem Grad sollen wir unsere Umwelt an einen Zeitplan anpassen, den wir haben wollen? Oder sollten wir unsere Zeitpläne an die Umwelt anpassen?” gab die aktuelle Gesamtweltcup-Siegerin zu bedenken. Die FIS ficht das wenig an, denn man “berücksichtigt bei der Planung des Rennkalenders langfristige Trends. Sollten diese darauf hindeuten, dass zu dieser Jahreszeit langfristig keine Rennen mehr abgehalten werden können, dann wird sich die FIS hier anpassen“, verlautbarte die FIS gegenüber dem ORF.

Weltcup-Auftakt ohne Linus Straßer

Das Rennen in Sölden wird ohne Linus Straßer stattfinden. Allerdings weniger aus Termingründen. Der Skilöwe möchte sich in der kommenden Saison weitgehend auf den Slalom konzentrieren, wie er im Interview bei eurosport.de kund tat. Straßer zeigte sich insgesamt mit der Saisonvorbereitung zufrieden, vor allem in Argentinien hätte das DSV-Team vier Wochen lang gute winterliche Verhältnisse vorgefunden. Durch das warme Wetter und den wenigen Schnee in Europa verlief die weitere Saisonvorbereitung jedoch schleppender. Nach zwei Podestplätzen in der letzten Saison (Adelboden und Madonna di Campiglio) möchte Straßer auch in der kommenden Saison “möglichst viel Podestplätze einfahren und bei jedem Rennen um den Sieg mitfahren”.

DSV-Herren gehen dezimiert an den Start

Nachdem der letzte Winter durch den etwas überraschenden WM-Titel für Alexander Schmid noch als akzeptabel durch ging, stehen die Vorzeichen für das DSV-Team für die kommende Saison schlechter. Denn Schmid fällt wegen eines Keuzbandrisses noch länger aus und Pechvogel Stefan Luitz brach sich in der Vorbereitung den Knöchel und wird wahrscheinlich die komplette Saison ausfallen. Nach einem Kreuzbandriss, einem Innenbandriss und einem Bandscheibenvorfall die vierte schwere, langwierige Verletzung für den talentierten Allgäuer, der es mittlerweile schon auf 31 Lenze bringt. Neben Straßer könnten bei den Männern noch Thomas Dreßen und Alexander Sander in den Speed-Disziplinen für Erfolge sorgen.

Zwei Weltklasse-Fahrerinnen und ein Allround-Talent bei den Damen

Bei den Damen sind mit Lena Dürr aus Planegg und Kira Weidle aus Starnberg zwei Fahrerinnen in der Weltspitze zu erwarten. Besonders bei Lena Dürr platzte letzte Saison im Slalom mit vier Plätzen auf dem Stockerl und der Bronzemedaille bei der WM endgültig der Knoten. Kira Weidle war in der erweiterten Weltspitze finden, sie möchte in der kommenden Saison den nächsten Schritt gehen und sich in den Speed-Disziplinen ganz vorne etablieren. Dort möchte auch Allround-Talent Emma Aicher hin. Nachdem sie den letzten Winter mit einem fünften Platz abschloss, muss sie nun mehr Konstanz in ihre Leistungen bringen. Wenn ihr das gelingt, wird sie sicherlich einen Schritt weiter in Richtung Weltspitze gehen können. Ansonsten sind im DSV-Team vor dem Weltcup-Auftakt keine weiteren Spitzenfahrer*innen in Sicht.

Viktoria Köln – TSV 1860: Ergebnistipp Felix Weber

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Felix Weber FC Homburg TSV 1860

Derzeit muss Felix Weber, ehemaliger Kapitän der Löwen, wegen eines Syndesmosebandrisses aussetzen und fehlt seinem neuen Verein FC Homburg somit einige Wochen. Für sechzger.de tippt der Verteidiger das Ergebnis der Partie des TSV 1860 bei Viktoria Köln.

Vorsichtiger Ergebnistipp von Felix Weber

Dass der Abwehrspieler ein eingefleischter Löwe ist, ist kein großes Geheimnis. Über 160 Mal hielt er für die 1. und 2. Mannschaft des TSV 1860 die Knochen hin und hat auch im Umfeld der Löwen zahlreiche Freundschaften geschlossen, die selbst nach seinem Abschied Bestand haben. Natürlich wünscht der den Löwen grundsätzlich nur das Beste, für morgen ist er aber vorsichtig:

“Ich glaub ehrlich gesagt, dass es eng wird mit einem Sieg. Ich tippe auf ein 1:1.”

Zur Erinnerung: Mit diesem Ergebnis trennten sich beide Teams auch schon in der Vorsaison im Sportpark Höhenberg.

Regionalliga Südwest mit dem FC Homburg

16 Jahre lang schnürte Felix Weber für den TSV 1860 die Stiefel, wechselte dann zu Rot-Weiss Essen und landete über die Zwischenstation SpVgg Bayreuth nun beim FC Homburg. Auch dort nimmt der Ohlstädter eine Führungsrolle innerhalb der Mannschaft ein und hatte einen maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Saarländer in der Regionalliga Südwest nach einem Horrorstart in der Tabelle sukzessive nach oben arbeiteten. Eine Sternstunde erlebte der FC Homburg jedoch im DFB-Pokal beim 3:0 gegen Bundesligist SV Darmstadt 98. Nächster Gegner: die SpVgg Greuther Fürth.

Vize-Präsident Heinz Schmidt mit deutlichen Aussagen im Interview

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Heinz Schmidt Vize Präsident TSV 1860 München

Die Suche nach einem Sportlichen Leiter, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gesellschaftern beim TSV 1860 München oder die sportliche Situation: es gibt wie eigentlich immer viele Themen, die unter den Löwenfans diskutiert werden. Zur aktuellen Situation hat sich nun Vize-Präsident Heinz Schmidt geäußert, der öffentlich nur selten in Erscheinung tritt. Dabei überrascht er mit deutlichen Aussagen.

Interview von Heinz Schmidt im Wochenanzeiger

Die Suche nach einem Sportlichen Leiter beim TSV 1860 München schien kurz vor dem Ende zu stehen. Der finale Kandidat Christian Werner stand fest, es fehlte Medienberichten zufolge nicht mehr viel. So titelte beispielsweise die Abendzeitung am Dienstag: “TSV 1860: Sportchef-Suche vor dem Ende? Präsident Reisinger muss noch zustimmen“. Doch diese Darstellung entsprach nicht der Wahrheit. Zum einen erhielt der Vorschlag wie berichtet schon weit vor dem Fantalk am vergangenen Freitag intern keine Zustimmung, zum anderen hätte eine Zustimmung von Sitzberger und Schmidt für die Einstellung von Christian Werner ausgereicht – unabhängig von der Stimme Reisingers.

Ganz offensichtlich störten Vize-Präsident Heinz Schmidt die Darstellungen in der Öffentlichkeit so sehr, dass er zu einem Mittel griff, das man von dem 63-Jährigen nicht gewohnt ist. Er gab dem Münchner Wochenanzeiger ein Interview und traf darin viele interessante Aussagen. Direkt zu Beginn stellt er klar, dass die Suche nach einem Sportlichen Leiter bei den Löwen nicht beendet sei. Der Name Christian Werner sei öffentlich bekannt geworden, da “der Kandidat sehr offensiv positioniert wurde“. Die Existenz einer sogenannten Findungskomission mit den Beteiligten Hans Sitzberger, Heinz Schmidt, Saki Stimoniaris sowie Marc-Nicolai Pfeifer bestritt er.

Der Begriff Findungskomission stammt nicht von mir. Nach meiner Erinnerung hat sich auch nie eine solche konstituiert. Ich habe in meiner Funktion als Präsidiumsmitglied auf Einladung der Geschäftsführung an persönlichen Vorstellungsrunden einzelner Kandidaten teilgenommen. Das ist richtig.

HAM lehnt pauschal Geschäftsführer-Kandidaten des e.V. ab

Die Suche nach einem Nachfolger für Günther Gorenzel geht beim TSV 1860 München also weiter. Dabei strebt der e.V. die Bestellung eines Geschäftsführers für den sportlichen Bereich an. Ein erster Versuch scheiterte dabei bereits, da der mögliche Kandidat nach einem Gespräch mit Stimoniaris und Pfeifer absagte.

Von einem Vertreter unseres Mitgesellschafters wurde mir persönlich unverblümt erklärt, es wäre völlig unerheblich, welchen Namen der Verein in den Ring wirft. Sobald öffentlich klar sei, es handelt sich um einen Kandidaten des Vereins, würde ihn HAM, unabhängig von dessen Qualifikation, kategorisch ablehnen. Das hat der von uns vorgeschlagene Kandidat dann auch im Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Geschäftsführer zu spüren bekommen. Daraufhin hat er sich zurückgezogen.

Heinz Schmidt bestätigt damit einen Bericht von sechzger.de, in dem Horst Heldt als entsprechender Kandidat genannt wurde. Im Übrigen bekräftigt der Vize-Präsident auch die Artikel zu Beteiligungen Dritter an den Transfers in der Sommerperiode. Diesen Umstand bezeichnet der 63-Jährige im Interview als “irritierend“.

Abschließend freut sich Schmidt über die Initiative von Hauptsponsor dieBayerische und stellt der Profimannschaft ein gutes Zwischenzeugnis aus: “Ich traue ihr etwas zu

Bild: Anne Wild

Verwirrung um die Personalie Christian Werner beim TSV 1860

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Schon seit Ende Juni steht der TSV 1860 München ohne Nachfolger von Günther Gorenzel, ehemaliger Geschäftsführer Sport, da. Nun könnte neue Bewegung in die Angelegenheit kommen. Laut einem Interview mit Marc-Nicolai Pfeifer im kicker habe man sich in einem Gremium auf Christian Werner geeinigt. Doch die Aussage irritiert – der 42-Jährige gilt als alles andere als der Topfavorit.

“Ein bisschen mehr sportliche Kompetenz wäre gut”

Günther Gorenzel hat seine Zeit beim TSV 1860 München hinter sich gelassen. Auf Anfrage von sechzger.de im September verwies der 52-Jährige darauf, dass er sich in seiner Karriere bislang nie zu alten Stationen geäußert habe und dies weiterhin so handhaben werde. “Ich wünsche dem TSV 1860 wie allen ehemaligen Vereinen, für welche ich tätig sein durfte, das Allerbeste für die Zukunft” schloss der Österreicher ab.

Nicht abgeschlossen ist derweil die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. Horst Heldt galt zwischenzeitlich als Wunschlösung, erteilte den Löwen dann allerdings nach einem Gespräch mit Marc-Nicolai Pfeifer und Saki Stimoniaris eine Absage. Dies bestätigte heute auch Heinz Schmidt, Vize-Präsident des TSV 1860, in einem Interview mit dem Wochenanzeiger.

Von einem Vertreter unseres Mitgesellschafters wurde mir persönlich unverblümt erklärt, es wäre völlig unerheblich, welchen Namen der Verein in den Ring wirft. Sobald öffentlich klar sei, es handelt sich um einen Kandidaten des Vereins, würde ihn HAM, unabhängig von dessen Qualifikation, kategorisch ablehnen. Das hat der von uns vorgeschlagene Kandidat dann auch im Gespräch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Geschäftsführer zu spüren bekommen. Daraufhin hat er sich zurückgezogen. (…) Der Name ist egal und beliebig austauschbar. Mir geht es um das dahinter stehende Prinzip. Mich hat die Haltung unseres Mitgesellschafters schockiert. Das entspricht nicht meiner Vorstellung von Kooperation.

Seitdem sind fast drei Monate vergangen. Noch immer konnte der TSV 1860 München keinen neuen Sportdirektor, Sportlichen Leiter oder gar einen Geschäftsführer Sport – diese Variante wird vom e.V. bevorzugt – präsentieren.

Gräfer wünscht sich sportliche Kompetenz

Dass das Thema nach wie vor aktuell ist, bewies zuletzt der Fantalk am Freitagabend an der Grünwalder Straße. Dort zeigte sich Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer zuversichtlich. Man habe den Bewerberprozess in einem Gremium abgeschlossen, seine Arbeit sei in diesem Punkt damit erledigt. Besonders deutlich wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung Martin Gräfer, Vorstandsvorsitzender beim Versicherer und Hauptsponsor die Bayerische.

Wir können uns nicht in personelle Entscheidungen einmischen, aber ein bisschen mehr sportliche Kompetenz wäre gut. Das sieht sogar ein Blinder! Das sollte lieber schnell als langsam laufen. Warum dauert das so lange? Weil man sich nicht einig ist!

Christian Werner als Kandidat für den Sportlichen Leiter beim TSV 1860?

In der Montagsausgabe des kicker überraschte Marc-Nicolai Pfeifer mit der klaren Nennung von Christian Werner als finalen Kandidaten für das Amt des Sportlichen Leiters. Er habe “von allen Kandidaten am meisten überzeugt” und die Entscheidung liege nun final im Präsidium.

Dabei überrascht nicht der Name selbst – in den vergangenen Wochen war der vermeintliche Favorit immer wieder im operativen Umfeld des TSV 1860 München gesichtet worden. Doch nach sechzger.de Informationen erhielt Marc-Nicolai Pfeifer bereits zweimal nicht die erbetene Zustimmung zur Einstellung von Christian Werner als Sportdirektor, erstmals bereits im August. Von einer Zustimmung des Präsidiums kann daher keine Rede sein. Dies zeigt auch die Antwort von Vize-Präsident Heinz Schmidt im Interview mit dem Wochenanzeiger auf die Frage, ob die Suche nach einem Sportlichen Leiter bald beendet sei.

Das kann ich nicht bestätigen.

Dass die Personalie des durch die KGaA favorisierten Christian Werner publik wurde, war eine logische Folge des Vorgehens, wie Schmidt betont:

Weil der Kandidat sehr offensiv positioniert wurde. Das ließ sich dann kaum mehr vermeiden.

Die kolportierte Lösung bei der Suche nach einem Sportlichen Leiter dürfte der 42-Jährige damit also nicht sein. So müssen sich die Löwenfans – und dazu zählt sich seit einigen Jahren auch Martin Gräfer – weiterhin gedulden, bis ein Nachfolger für Günther Gorenzel gefunden wird.