Am heutigen Mittwoch startet die Saison 2023/24 für die Löwen mit dem ersten Pflichtspiel. Im Toto-Pokal steht dem TSV 1860 München der 1.FC 1922 Stockheim gegenüber, für die sechzger.de die wichtigsten Faninformationen zusammengefasst hat.
Faninformationen 1.FC 1922 Stockheim – TSV 1860 München
Die erste Auswärtsfahrt führt die Löwenfans nach Oberfranken. Der 1.FC 1922 Stockheim war der glückliche Kreissieger, der sich in der 1.Runde als erstes den Gegner aussuchen durfte und den TSV 1860 München wählte. Bereits am gestrigen Dienstag fanden die meisten Begegnungen des Toto-Pokals statt. Dabei gab es auch die ein oder andere Überraschung, sodass sich die möglichen Gegner der Löwen in der 2.Runde fast an einer Hand abzählen lassen. Zunächst aber gilt es das Spiel in Stockheim erfolgreich zu gestalten.
Tickets
Die Partie ist mit 3.000 Zuschauern restlos ausverkauft, eine Tageskasse wird es entsprechend nicht geben.
Anreise mit dem PKW
Rund 300 Kilometer sind es von München nach Stockheim. Die Adresse des Stadions lautet wie folgt: Maxschachtstr. 28, 96342 Stockheim. Die Gastgeber haben in Abstimmung mit den zuständigen Stellen mehrere Parkplätze ausgewiesen. Diese sind in einer Grafik auf der Homepage des 1.FC 1922 Stockheim zu finden (zur Ansicht auf das Bild klicken). Löwenfans werden gebeten sich vor Ort an der Beschilderung zu orientieren.
Hinweise zum Stadionbesuch
Folgende Gegenstände sind heute abend nicht erlaubt: Flaschen sowie Dosen, Klappstühle, Stockschirme, Taschen und Rucksäcke größer als DIN A4.
Livestream und Liveticker
LöwenTV übertägt die Begegnung live und kostenlos. Moderiert wird das Spiel von Pressesprecher Rainer Kmeth und Felix Hiller (Leiter der Fanabteilung).
Natürlich ist auch sechzger.de vor Ort und tickert die Partie. Außerdem gibt es zahlreiche Impressionen von der Anreise und aus dem Maxschachtstadion.
Heute geht sie also die los, die Saison 23/24. Zwar noch nicht in der dritten Liga, aber immerhin im Toto-Pokal. Da muss TSV 1860 München heute Abend ab 18:30h beim FC Stockheim antreten.
Saisonauftakt für 1860 in Stockheim
In Stockheim herrscht große Freude vor dem Besuch des TSV 1860. Das Stadion ist mit 3.000 Zuschauern bereits restlos ausverkauft. Sich morgen noch spontan auf die 300km lange Anreise nach Oberfranken zu machen, kann man sich also sparen. Zum Glück überträgt Löwen-TV das Spiel live. Der Kreisligist startete am Samstag mit einem 1:0 Heimsieg gegen den SC Arnstein in die neue Saison. Außerdem wird 1860 in Stockheim ein Hauch von Ruhrpott um die Nase wehen. Wie am Stockstadter Wappen unschwer zu erkennen ist, wurden hier bis ins 20. Jahrhundert Kohle gefördert. So soll heute Abend neben der bayerischen Hymne auch das von diversen Revierclubs bekannte Steigerlied gespielt werden.
B-Elf oder letzte Feinabstimmung?
Während die Gastgeber vor dem Spiel ihres Lebens stehen, steht Maurizio Jacobacci bei den Löwen vor der Frage, ob er das Pokalspiel zur letzten Feinabstimmung der vermeintlichen A-Elf nutzt oder ob er die Belastung seiner Stammspieler so gering wie möglich halten will. Ich sag mal so: An der Feinabstimmung könnte man nach den letzten Eindrücken durchaus noch arbeiten. Suboptimal für 1860 ist sicher auch die Distanz von 300 km nach Stockheim. Jacobacci ließ sich bisher nicht in die Karten schauen, ob er auf Feinabstimmung oder Kräfteschonung setzt. Heute Abend um 18:30h wissen wir mehr.
Unterhaching und Regensburg schon eine Runde weiter
Heute stand bereits ein Großteil der Erstrundespiele auf dem Programm. Sechzigs Drittliga-Konkurrenten Regenburg und Unterhaching konnten sich mit Kantersiegen für die zweite Runde qualifizieren. Alle Ergebnisse der ersten Runde findet Ihr hier.
Interview mit Marc Lemberger
Stefan Kranzberg traf sich mit Marc Lemberger zum Interview. Lemberger war acht Jahre lang im NLZ für die Ausbildung der Löwentorhüter zuständig. In der Sommerpause wechselte er nach Klagenfurt. Im interessanten Interview gibt er tiefe Einblicke in die Arbeit im NLZ von 1860, berichtet über die Arbeit unter Peter Pacult und dessen Anekdoten aus seiner Zeit bei den Löwen.
Löwinnen empfangen Borussinen
Die schwarz-gelben Damen kommen zwei Jahre nach dem Besuch unserer Löwinnen zum Gegenbesuch an die Grünwalder Straße. Am 20.08. um 15:00h ist Anpfiff auf dem Trainigsgelände. Und wo wir gerade bei Borussia Dortmund sind: Xaver hat für Euch gestern die Zweitvertretung der Dortmunder Herren unter die Lupe genommen. Heute wandert er ein paar Kilometer weiter durch den Pott und stellt Euch Rot-Weiß Essen vor.
Löwenfanclub Frontenhausen spendet dem NLZ 1.000 Euro
Wir berichteten Euch von der 40-Jahr Feier des Löwenclubs Frontenhausen. Beim Fest hatten nicht nur alle Anwesenden eine Riesengaudi, sondern es kam dabei auch noch ein nettes Sümmchen für den Nachwuchs des TSV 1860 München zusammen. Gestern übergaben Vertreter der Frontenhausener die Summe an die Verantwortlichen des NLZ. Herzlichen Dank, liebe Frontenhausener!
News aus der dritten Liga
Bünning zu Dresden?
Markus Anfang fordert seit Wochen lautstark die Verpflichtung weiterer Verstärkungen. Die BILD berichtet nun, dass die Dresdner an Lars Bünning vom 1. FC Kaiserslautern dran sind. Der 25-jährige Verteidiger stand am ersten Spieltag nicht im Lauterer Kader und hat noch ein Jahr Vertrag am Betzenberg. Daher könnte die geforderte Ablösesumme von 50 – 100.000 Euro zum Knackpunkt werden.
Gayret wahrscheinlich fitr für Eröffnungsspiel
Entwarniung bei Timur Gayret. Der Mittelfmotor des Halleschen FC musste beim letzten Testspiel des HFC mit Rückenbeschwerden ausgewechselt werden. Eine Untersuchung ergab nun keine “strukturellen Schäden”, so dass Gayret am Freitag gegen RWE beim Eröffnungsspiel mitwirken kann.
Milde Strafe für Zwickauer Bierwerfer
Es war einer der Aufreger der letzten Saison: Ein Zwickauer Sponsor schüttet Referee Nicolas Winter beim Gang in die Kabine ein Bier über den Kopf. Der Übeltäter kommt nun mit einer vergleichsweise glimpflichen Strafe davon: 450 Euro Geldstrafe. Die Aktion wurde als Beleidigung und nicht als Körperberletzung eingestuft. Ob Zwickau den Sponsor für die 15.000 Euro Strafe des DFB regresspflichtig macht ist noch unklar. Jedenfalls belegten die Schwäne den Mann mit einem dreijährigen Stadionverbot.
Damit wünschen wir allen Löwen heute Abend einen erfolgreichen Saisonstart! Auf in eine neue Saison mit dem geilsten Club der Welt!!!
Die beiden Drittligisten SpVgg Unterhaching und Jahn Regensburg hielten sich in der 1. Runde des Toto-Pokals schadlos und qualifizierten sich deutlich für die nächste Runde. Auch Titelverteidiger FV Illertissen zog in die 2. Runde, während der TSV 1860 erst morgen ins Geschehen eingreifen wird. sechzger.de wird morgen live aus dem oberfränkischen Stockheim berichten.
Unterhaching und Regensburg locker in Runde 2
Gleich fünf Tore erzielte Neuzugang Noah Ganaus beim 6:0-Erfolg der Regensburger beim Landesligisten TSV Unterpleichfeld. Auch die SpVgg Unterhaching gab sich keine Blöße und besiegte die SpVgg Willmering-Waffenbrunn mit 7:1. Der FV Illertissen siegte souverän mit 5:0 bei der SpVgg Egg/Günz, Türkgücü München tat sich beim 3:2 beim VfR Jettingen hingegen schwer.
Die 2. Pokalrunde wird bereits am 15.08. durchgeführt, die Auslosung dafür am Donnerstag. Sollte sich der TSV 1860 für die nächste Runde qualifizieren, kann er auf den FC Schwabing 56, den TSV Aindling, den TSV Langquaid, den SV Manching oder die DJK Hain treffen. Auch der SV Hutthurm wäre möglich, dieser spielt allerdings erst am Mittwoch gegen den FC Ingolstadt 04.
Acht Jahre lang war Marc Lamberger im Nachwuchsbereich des TSV 1860 für die Ausbildung der Torhüter verantwortlich. Zur neuen Saison nahm er eine neue berufliche Herausforderung an und wechselte zum österreichischen Bundesligisten Austria Klagenfurt, wo Peter Pacult als Cheftrainer das Zepter schwingt. Wir haben Marc Lamberger zum Interview getroffen und mit ihm über die Löwen im Allgemeinen und die Torhüter im Speziellen gesprochen.
Marc Lamberger im Interview
Neben seiner Tätigkeit im Vereinsfußball war der gebürtige Nördlinger auch als Co- und Torwarttrainer der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft tätig. Auch darüber gibt der 32-jährige Marc Lamberger im Interview Auskunft.
sechzger.de: Servus Marc! Zunächst mal vielen Dank, dass Du Dir spontan für dieses Gespräch Zeit genommen hast.
Marc Lamberger: Servus Stefan, sehr gerne!
sechzger.de: Mir ist aufgefallen, dass Du sechzger.de noch immer in den sozialen Medien folgst. Trotz Anstellung in Österreich: So schnell kommt man von den Löwen nicht weg, oder?
Marc Lamberger: Sechzig lässt einen nie los, nicht umsonst heißt es: Einmal Löwe immer Löwe. Für mich bleibt der Verein immer etwas Besonderes, meine Torwartschule ist ja nach wie vor im Verein integriert und wird von György Szekely geleitet. Ich möchte kein Jahr an der Grünwalder Straße missen, genauso war es der richtige Zeitpunkt für mich, etwas zu verändern.
sechzger.de: Du warst ja acht Jahre an der Grünwalder Straße beschäftigt und hast Torhüter im NLZ und in der U21 ausgebildet. Wie kam es denn damals dazu, dass Du damals zu den Löwen kamst? Du warst damals ja selber noch sehr jung.
Marc Lamberger: Das war im August 2015, ich kam damals vom Northwest College in den USA zurück nach München und hatte Semesterferien. An der Löwen-Fußballschule fiel damals kurzfristig ein Trainer bei einem Camp aus, daraufhin sprang ich bei Janosch Landsberger im Team ein und war im ersten Jahr bei vielen Camps dabei. Parallel habe ich am NLZ im Torwartbereich konstant hospitiert und ab 2016 am NLZ die Torhüter aus dem Grundlagenbereich übernommen. Mit den Jahrgängen 2003 bis 2008 bin ich über viele Jahre mitgegangen.
Rothdauscher und Avdija mit großem Potential
sechzger.de: Wie sah es mit der eigenen Spielerkarriere aus? Keine Ambitionen gehabt oder früh verletzungsbedingt aufhören müssen?
Marc Lamberger: Ambitionen schon, vor allem im Beachsoccer war es eigentlich immer mein Ziel, selbst Nationaltorwart zu werden. Dann habe ich mir 2016 bei einem Liga-Spiel in Leipzig erstmals die Schulter ausgekugelt. Es kamen weitere Luxationen in der linken Schulter hinzu, sie wurde auch operiert. Dann ging’s nochmal, in der Saison 2021-2022 war ich sogar achtmal im Kader der U21, bis die Schulter beim Auswärtsspiel in Kirchanschöring beim Torschuss wieder ausgekugelt ist. Letzten Sommer habe ich dann gesagt, es langt. Ich habe akzeptiert, dass es keine eigene große Laufbahn geben wird, traue mich aber behaupten, dass ich weiß, wie man einen Ball fängt. 😊
sechzger.de: In den acht Jahren beim TSV 1860 hast Du viele Torhüter kommen und gehen sehen. Gib uns doch mal eine Einschätzung der Torhüter im Nachwuchsbereich – von wem dürfen wir in der Zukunft Großes erwarten? Maximilian Rothdauscher (U21) und Erion Avdija (U19) gelten ja beispielsweise als große Talente.
Marc Lamberger: Maxi und Erion sind sicher die nächsten Talente, die für den Profikader hoch im Kurs stehen sollten. Beide sind seit dem Förderkader im Verein, identifizieren sich mit Sechzig und sind Super-Persönlichkeiten. Maxi ist mit allen Teams wieder in die Junioren-Bundesliga aufgestiegen, spielt in der U21 extrem konstant. Erion hat maßgeblichen Anteil daran, dass die U17 und die U19 in seinem Jahrgang die Klasse gehalten hat – bei sieben bzw. sechs Absteigern! Erion hat mit einem angerissenen Meniskus Spiele für uns entschieden. Auf die Qualität der beiden sollte Sechzig auch in Zukunft nicht verzichten.
Marc Lamberger mit seinen Talenten aus dem NLZ des TSV 1860
Kein Urteil über Hiller und Richter
sechzger.de: Wie stolz macht es einen, wenn es ein Spieler in den Profibereich schafft?
Marc Lamberger: Stolz ist das falsche Wort, mich freut es einfach für den Spieler. Es ist sein Verdienst, nicht meiner. Nahuel Noll, der in Hoffenheim Profi ist und neben Maxi Rothdauscher mein erster Torwart bei Sechzig war, wird es meiner Meinung nach auf Dauer als Stammtorwart in die 1. Bundesliga schaffen. Wir treffen uns immer wieder mal zum Essen, es ist toll zu sehen, wie er sich nach wie vor als Typ entwickelt.
sechzger.de: Bei den Profis kämpfen Marco Hiller und David Richter um den Stammplatz. Wer hat Deiner Meinung nach die Nase vorne? Oder würdest Du beispielsweise Maximilian Rothdauscher zutrauen, sich jetzt schon in der 3. Liga durchzusetzen?
Marc Lamberger: Ich habe mit beiden nie selbst trainiert. Es steht mir daher auch nicht zu, hier eine Bewertung abzugeben. Das Trainerteam hat den besten Überblick und wird sicher die beste Entscheidung treffen. Natürlich wünsche ich aber Marco als langjährigem Löwen, dass er sich wieder durchsetzen kann. Maxi Rothdauscher hat perspektivisch definitiv die Klasse, um fest zum Kader zu gehören. Maxi spielt unspektakulär, weshalb er nicht immer herausgehoben wird. Er hat aber eine so hohe Qualität: überragendes Coaching, er coacht definitiv Chancen weg. Er ist stark in der Strafraumbeherrschung und top am Fuß, jagt dir auch Bälle zum anderen Sechzehner.
Leidenschaft zum Fußball sollte im Vordergrund stehen
sechzger.de: Was hältst Du von diesen neuen Fußballschulen, bei denen z.B. auch Horst Heldt tätig ist?
Marc Lamberger: Alles hat seine Berechtigung, was Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bietet, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Was ich mir aber letztlich überall im Nachwuchs wünsche ist, dass es mehr ums Kicken an sich geht, die Jungs zusammen auf den Bolzplatz gehen und sich nicht für alles einen Trainer buchen und brauchen, am besten sogar noch zum Joggen. Als ich bei Tottenham an der Akademie hospitieren durfte, hatten die Jungs immer 30 Minuten Zeit für sich, unter Aufsicht der Trainer aber ohne Coaching.
sechzger.de: Du warst bei den Löwen als Torwarttrainer und -koordinator im NLZ angestellt. Was waren da Deine Aufgaben und auf welche Aspekte aus Du bei der Ausbildung der Jungs besonderen Wert gelegt?
Marc Lamberger: Die Aufgaben waren auf Dauer etwas zu viele, weshalb ich schon im Herbst vergangenen Jahres für mich entschieden habe, dass ich etwas verändern will und muss. Ich habe die meisten Mannschaften selber trainiert und pro Tag vier bis fünf Einheiten gegeben, zudem am Wochenende teilweise fünf Spiele begleitet. Hinzu kamen Torwartcamps der Löwen-Fußballschule, Schultrainings und die Sichtungen der Torhüter anderer Vereine. In der Ausbildung hatten wir eine sehr klare Struktur, die die Jungs und die Trainer kannten: Zu Beginn der Woche die „klassischen“ Torwartthemen wie Abdruck und Eins-gegen-Eins, gegen Mitte der Woche viele hohe Bälle und Anschlussaktionen wie z.B. der Spielaufbau. Das Thema Flanken ist schon mein Lieblingsinhalt, was meinen Torhüter auch manchmal zu viel ist. Ich mag es einfach extrem, wenn ein Torwart mutig im Raum ist und dadurch vielleicht unspektakulärer spielt. Wichtig ist mir zudem, dass die Jungs immer mit Leidenschaft, Fleiß und Kameradschaft dabei sind.
Neue Aufgabe bei Austria Klagenfurt
sechzger.de: Nun folgte der Schritt zu Austria Klagenfurt in die österreichische Bundesliga. Dort bist Du neben den Profis auch für den Nachwuchsbereich zuständig, oder?
Marc Lamberger: Exakt, der Fokus liegt natürlich auf den Profis, wobei ich fast jeden Tag auch an der Akademie vorbeischaue und mit den Torwarttrainern und Jugend-Torhütern arbeite. Sechzig profitiert seit Jahren vom Nachwuchs, auch bei Austria Klagenfurt ist es mein Ziel, Torhüter aus der eigenen Akademie auf den Profibereich vorzubereiten.
sechzger.de: Zum Zeitpunkt Deiner Verpflichtung waren neben Peter Pacult mit Wolfgang Schellenberg und Matze Imhof zwei weitere Ex-Löwen am Wörthersee beschäftigt. Die beiden Letztgenannten haben Austria Klagenfurt inzwischen verlassen. Bedauerst Du das oder hat sich dadurch für Dich nichts verändert?
Marc Lamberger: Natürlich hatte ich mich auf die Zusammenarbeit mit Matze und Wolfgang sehr gefreut, aber beide hatten ihr Gründe, weshalb sie im Sommer gewechselt sind. An meiner Aufgabe und Arbeit im Team hat sich ja nichts verändert – die drei Profi-Torhüter besser zu machen und sie bestmöglich auf den Spieltag vorzubereiten.
Noch reichlich Kontakt zu den Löwen
sechzger.de: Wie Du mir bereits erzählt hast, unterhältst Du Dich mit Peter Pacult regelmäßig über den TSV 1860. Packt er dann eher Geschichten von früher aus oder gehts mehr um aktuelle Themen bei den Löwen? Wie schätzt er die Situation an der Grünwalder Straße ein? Und wie siehst Du die Entwicklung bei den Löwen?
Marc Lamberger: Da müsst ihr Peter selbst fragen, wie er die Situation einschätzt, das werde und darf ich mir nicht rausnehmen. Was mich immer sehr interessiert und freut sind seine Geschichten, als er selbst Spieler bei Sechzig war und später Co-Trainer unter Werner Lorant, sowie später Cheftrainer in der Bundesliga.
Besuch von den Löwen erhielt Marc Lamberger kürzlich beim Auswärtsspiel von Austria Klagenfurt in Innsbruck
sechzger.de: Durch die langjährige Tätigkeit bei Sechzig konntest Du natürlich reichlich Kontakte knüpfen. Zuletzt besuchte Dich ja beispielsweise U21-Coach Frank Schmöller am Wörthersee. Mit wem stehst Du sonst noch regelmäßig in Kontakt?
Marc Lamberger: Letztlich bin ich mit allen Mitarbeitern und Torhütern im sehr Guten auseinander gegangen. Ich habe daher zu vielen Kollegen und vor allem meinen Torhütern regelmäßig Kontakt, zumal ich regelmäßig daheim in München bin und in der Nähe
vom Gelände nach wie vor meinen Erstwohnsitz habe. Bei unserem Ligastart in Tirol (3:1-Sieg) waren mit Muck Riedmüller, Simon Voss, Luci Scholl, Vincent Oppenrieder, Simon Urban und Julian Kraus sechs Torhüter von Sechzig im Tivoli Stadion, zudem mit U21-Co-Trainer Thomas Hiechinger ein langjähriger Kollege. Das allein zeigt, was durch 60 geblieben ist.
NLZ der Löwen in Bayern immer noch top
sechzger.de: Auch wenn die älteren Jahrgänge des NLZ des TSV 1860 nicht mehr um Meisterschaften mitspielen, so waren doch bereits vor der Ligenreform sämtliche Teams in der höchstmöglichen Liga vertreten. Keine Selbstverständlichkeit für einen Drittligisten, oder?
Marc Lamberger: Selbstverständlich war es in der Vergangenheit, nicht selbstverständlich war es, in diesen irren Formaten mit so vielen Absteigern drinzubleiben. Eine Liga mit drei Absteigern finde ich vollkommen in Ordnung und auch gut, sechs oder gar sieben Absteiger in einer Einfachrunde war Wahnsinn. Es war ein Überlebenskampf von Spieltag 1 an, so sahen die Spiele dann auch oft aus. Felix und Jonas haben mit ihrem Teams in den vergangenen zwei Jahren überragende Arbeit für den Verein geleistet.
sechzger.de: Wie schätzt Du das Standing des NLZ der Löwen im Vergleich zur bayerischen Konkurrenz ein?
Marc Lamberger: Das NLZ von Sechzig ist in Bayern nach wie vor top. Man darf nicht den Fehler machen, deutschlandweite Vergleiche zu Hoffenheim, Dortmund, Hertha BSC oder Köln zu suchen, die ganz andere Möglichkeiten auch in der Infrastruktur haben. Wenn Sechzig mit den Profis hoffentlich wieder höher spielt, wird auch das NLZ mitziehen, davon bin ich überzeugt.
sechzger.de: Kann man den Nachwuchsbereich von Austria Klagenfurt mit dem deutschen NLZ-System vergleichen? In vielen österreichischen Bundesländern gibt es ja Akademien, in denen die besten Spieler zusammengezogen werden.
Marc Lamberger: Man kann eine Akademie schon mit einem NLZ vergleichen. In Klagenfurt gibt es die Strukturen noch nicht so lange wie z.B. bei Sechzig oder in Nürnberg, sondern eigentlich erst seit gut zwei Jahren. Die Akademie ist gerade am Wachsen.
sechzger.de: Nochmal zurück zu 1860: Was traust Du den Löwen in der kommenden Saison zu?
Marc Lamberger: Es sind viele wichtige Spieler gewechselt, daher wird es sicher eine anspruchsvolle Saison – wobei, welche Saison war das nicht… 😊 Perspektivisch wünsche ich dem Verein natürlich den Aufstieg in die 2. Bundesliga.
sechzger.de: Super, danke! Dir alles Gute in Klagenfurt und hoffentlich sieht man sich bald mal wieder in Giesing!
Marc Lamberger: Danke an euch und einen guten Start gegen Mannheim bzw. mit der U19 und U17 beim KSC!
Im August 2021 empfing die Frauenmannschaft von Borussia Dortmund die Löwinnen im Stadion Rote Erde. Zwei Jahre später kommt es nun endlich zum Rückspiel in Giesing. Am 20.08. treffen bei Teams auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 aufeinander.
Löwinnen empfangen Borussia Dortmund
Natürlich werden die Löwinnen auch diesmal als Außenseiterinnen ins Spiel gehen, doch das Ergebnis ist bei dieser Partie zweitrangig. Vielmehr geht es darum, die guten Beziehungen zu pflegen und sich auf die neue Saison vorzubereiten. Zuletzt gewann die Elf von Mariano Frate mit 2:1 beim SSV Weng, wobei Sofia Endrizzi beide Treffer erzielte.
Am 20.08. um 15.00 Uhr empfangen die Löwinnen nun ihre Gäste aus Dortmund. Achtung: Das Spiel findet nicht auf dem Sechser-Platz statt, sondern ausnahmsweise auf dem Kunstrasen an der Grünwalder Straße 114! Im Anschluss (17.15 Uhr) testet die 2. Mannschaft gegen die SG DJK Emmerting/TV 1868 Burghausen.
Bereits eine knappe Woche später (26.08., 17.30 Uhr) empfangen die Löwinnen im Kreispokal den SC Bogenhausen an der St.-Martin-Straße.
Heute steht in unserer Saisonvorschau 23/24 mit Bourssia Dortmund II die zweite Amateurmannschaft eines Bundesligisten im Fokus. Was wir von den kleinen Borussen in der kommenden Saison erwarten können, könnt Ihr im Folgenden lesen.
Saison ohne feste Spielstätte
Die vergangene Saison hätten sich wohl Viele im Umfeld von Borussia Dortmund II etwas einfacher vorgestellt. Zunächst sind da natürlich die Probleme bei der Sanierung des Stadions Rote Erde zu nennen. Durch unbekannte ehemalige Bergbaustollen unter dem Stadion zogen sich die Umbauarbeiten am Stadion viel länger als erwartet. Folglich standen die kleinen Borussen monatelang ohne feste Spielstätte da und zogen wie ein Wanderzirkus durch Nordrhein-Westfalen. Am Ende spielte der BVB II insgesamt in drei Stadien, bevor er schließlich im April gegen den Hallschen FC das erste mal in der sanierten Roten Erde auflaufen konnte. Für weitere Unruhe sorgten unerwartet schlechte sportliche Auftritte, die die die jungen Borussen teilweise auf Abstiegsplätze führten. Daher wurde im Februar die Reißleine gezogen und der vor Saison neu installierte Trainer Christian Preußer entlassen. Es folgte Jan Zimmermann, der die Mannschaft aus dem Tabellenkeller ins gesicherte Mittelfeld führen konnte.
Top-Torjäger Njinmah zurück zu Werder
Wie auch bei der anderen Bundesliga-Zweitvertretung aus Freiburg herrscht beim BVB hohe Fluktuation. Die kleinen Borussen zogen die Kaufoption für Justin Njinmah nicht, so dass der erfolgreichste Torschütze der vergangenen Saison zu Werder Bremen zurück kehrte. Er trug als Topscorer mit 18 Scorerpunkten erheblich zum Klassenerhalt des BVB II bei. Den Sprung zu den Dortmunder Profis schaffte Ole Pohlmann. Ansonsten verließen den BVB II einige junge Talente, den die Verantwortlichen der Borussen wohl den großen Sprung nicht mehr zutrauen.
Hettwer kommt für 500.000 € aus Duisburg
Für die kommende Saison investierten die Dortmunder in Julian Hettwer vom MSV Duisburg eine bemerkenswerte Summe. Für angebliche eine halbe Million Euro wechselte das 20-jährige Talent der Zebras an den Borsig Platz. Ebenfalls für eine Ablösesumme (150.000 €) wurde Mittelstürmer Paul-Philipp Besong vom Club verplflichtet. Interessanterweise absolvierte der 20-Jährige das NLZ der Borussen und kehrt nun über die Stationen Aue und Nünrberg II zurück zur Borussia. Weiter rücken natürlich wieder einige Talente aus der U19 von Borussia Dortmund auf, die für mich schwer zu beurteilen sind. Da die U19 des BVB im Finale der deutschen Meisterschaft stand und sich im Finale erst nach Verlängerung dem FSV Mainz geschlagen geben musste, rechne ich damit, dass hier sicher einige hochqualitative Spieler in den Kader aufgenommen werden.
Ab und Zugänge im Überblick
Abgänge: Jayden Braaf (Hella Verona), Marco Pasalic (HNK Rijeka), Göktan Gürpüz (Trabzonspor), Cyrill Akono (VfB Lübeck), Can Ozkan (Arminia Bielefeld), Niklas Dams, Aday Ercan ( beide Wuppertaler SV), Noa Simic (Rot-Weiß Erfurt), Maik Amedick (SC Wiedenbrück), Ole Pohlmann (BVB Profis), Timo Bornemann, Niklas Lübcke (beide vereinslos).
Zugänge: Julian Hettwer (MSV Duisburg), Paul-Philipp Besong (1.FC Nürnberg II), Ayman Azhil (Bayer Leverkusen), Patrick Göbel (FSV Zwickau), Felix Irorere (KSC), Justin Butler (FC Ingolstadt), Franz Roggow (FC St. Pauli), Tiago Estevao (SV Rödiinghausen), Nnamdi Collins, Marian Kirsch, Samuel Bamba, Hendra Blank, Jonah Hussek (alle Borussia Dortmung U19).
Ich denke, dass die kleinen Borussen letztes Jahr etwas unter ihren Möglichkeiten blieben und in der Tabelle weiter oben hätten landen müssen. Die Qualität der zumeist jungen Spieler ist sehr hoch und sollte die Nachrücker vom U19-Vizemeister noch gesteigert werden. Ich gehe in meiner Saisonvorschau auch davon aus, dass sich Trainer Jan Zimmermann bei Dortmund II etabliert hat und die kleinen Borussen deswegen eine stabilere Saison spielen werden. Viel wird allerdings davon abhängen, ob der Abgang von Top-Scorer Njinmah schnell kompensiert werden kann. Ich gehe davon aus, dass Borussia Dortmund II die Saison zwichen Platz 8 und 12 beenden wird. Findet sich die qualitativ hochwertige Truppe schnell, kann es auch weiter nach oben gehen.
Drei ganz besondere Spiele für 1860 gegen Dortmund II
Bisher trafen die Löwen nur vier Mal auf die Zweitvertretung der Dortmunder. Dennoch kann man drei der Spiele aus Löwensicht durchaus als Highlights bezeichnen. Das erste Aufeinanderteffen der beiden Teams fand unter Corona-Bedingungen im Dezember 2021 im Stadion Rote Erde statt. Es war das erste Spiel nach der Trennung von Sascha Mölders, das Sechzig nach großem Kampf 2:0 gewinnen konnte. Im Rückspiel fielen beim 6:3 die Tore wie die reifen Früchte und Marcel Bär konnte für 1860 die Torjägerkanone unter Dach und Fach bringen. Und letzte Saiosn war den Löwenfans ein Ausflug ins größten Stadion Deutschlands vergönnt, da das Stadion Rote Erde gesperrt und das Spiel im Westfalenstadion stattfand.
1860 spielt gegen Borussia Dortmund II am: 01.-03. Dezember 23 (A) / 03-05. Mai 24 (H)
Gesamtbilanz gegen Borussia Dortmund II : 2 Siege 1 Remis 1 Niederlagen
Drittligabilanz gegen Borussia Dortmund II : 2 Siege 1 Remis 1 Niederlagen
Während der TSV 1860 München sich weiterhin auf Stürmersuche befindet, gibt es bei Fynn Lakenmacher ein neues Gerücht aus einem Nachbarland. Kandidat Gabriele Gori soll den Löwen inzwischen abgesagt haben. Gibt es statt einem Neuzugang also gar einen weiteren Abgang? Außerdem ist eine neue Podcast-Folge online und sechzger.de warf gestern einen Blick auf die Trikots der 3.Liga.
sechzger.de Talk 117 vor dem Saisonstart online
Vor dem Start im Toto-Pokal und der 3.Liga empfängt Christian die drei Redakteure Jan, Flo und Bernd zu einer neuen Ausgabe des sechzger.de Talks. Besprochen wird dabei das Vorbereitungsturnier in Heimstetten gegen Stuttgart und Mönchengladbach. Außerdem blicken die vier zusammen noch einmal gesammelt auf alle Neuzugänge sowie die Spieler, die den TSV 1860 München verlassen haben. Abschließend gibt es einen kurzen Blick auf die beiden anstehenden Pflichtspiele für die Löwen.
Sechzig am Wochenende
Am Wochenende waren neben den Profis in Heimstetten zahlreiche weitere Teams des TSV 1860 München im Einsatz. So absolvierten die Herrenteams des e.V. Vorbereitungsspiele, bei denen es gemischte Resultate gab. Die U19 stand in Viechtach einem internationalen Gegner gegenüber.
Gerücht: Lakenmacher im Fokus der SV Ried?
Ein neues Gerücht um Fynn Lakenmacher bringen die OÖNachrichten ins Spiel. Informationen der Zeitung zufolge soll der österreichische Zweitligist SV Ried die Fühler nach dem 23-Jährigen ausgestreckt haben. Ein Wechsel ist allerdings unwahrscheinlich, da die Löwen zum einen weiterhin auf der Stürmersuche nicht fündig werden und Lakenmacher es zum anderen in Giesing weiterhin probieren will – es bleibt daher wohl beim Status Gerücht.
Saisonvorschau SpVgg Unterhaching
Die Vorschauen neigen sich dem Ende entgegen. Gestern warf Xaver einen Blick auf die SpVgg Unterhaching. Der Verein aus der Vorstadt weist aktuell mit Sicherheit die geringste Quote an Neuzugängen auf. Lediglich ein Spieler wechselte bislang zur Mannschaft mit dem Bob im Wappen.
Übersicht über alle Trikots der 3.Liga
Wie die Löwen in der Spielzeit 2023/24 auflaufen werden, ist mittlerweile vermutlich zu jedem Löwenfan durchgedrungen. Doch wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Christian Jung hat in seinem Artikel einen Blick auf die Trikot-Designs der weiteren Vereine aus der 3.Liga geworfen.
Passend dazu hat das Portal liga3-onlineeinen Blick auf die Preise geworfen.
News aus der 3.Liga
Seegert und Männel bleiben Kapitäne
Auch beim kommenden Löwen-Gegner Waldhof Mannheim sowie beim FC Erzgebirge Aue wurden nun die Kapitäne für die bald startende Saison bestimmt. Bei beiden Vereinen gibt es keine wirkliche Überraschung. Sowohl Marcel Seegert als auch Martin Männel bleiben weiterhin im Amt.
Wege von Gogia und Dresden trennen sich
Akaki Gogia und Dynamo Dresden haben sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt, nachdem der 31-Jährige zuletzt aussortiert worden war. Er ist Abgang Nummer 12 bei der SGD. Wohin es den Mittelfeldspieler zieht, ist noch unklar.
Schulden von Mannheim steigen an
Der SV Waldhof Mannheim hat seinen Schuldenstand in der Saison 2021/22 einem Bericht zufolge von 4 auf 5,5 Millionen Euro erhöht. Ausgeglichen wurde der Betrag wohl von Präsident Bernd Beetz, sodass vorerst keine Folgen drohen. Aktuell ist der SVW zudem noch auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor.
Was kommt sportlich ab Samstag Nachmittag, wenn um 14 Uhr die Löwen gegen Waldhof Mannheim (im sechzger.de-Liveticker) in die neue Saison starten, auf uns zu? Wir wissen es nicht, sind aber schon sehr gespannt. Womit wir optisch in dieser Spielzeit grob zu rechnen haben, darüber kann man sich aber bereits einen Eindruck verschaffen. Der kicker veröffentlichte in der vergangenen Woche online eine Fotogalerie aller Heimtrikots der 20 beteiligten Drittligateams. Hier geht es zu der Übersicht. Und nachfolgend dürft Ihr Euch die rein subjektive Meinung des Verfassers dieser Zeilen zum einen oder anderen Dress der 3. Liga zu Gemüte führen.
Black & White mit Zuwachs
Die Anzahl der in schwarz-weiß auflaufenden Teams hat sich trotz des Aufstiegs der SV Elversberg in die 2. Bundesliga erhöht: Mit dem SV Sandhausen und dem SSV Ulm kommen – neben dem SC Verl – zwei Liga-Neulinge mit wenig farbenfrohen Dressen daher, was bei den Vereinsfarben der besagten Clubs natürlich auf der Hand liegt. Dass auch der vorsaisonale Vizemeister SC Freiburg II ein gänzlich schwarz und weiß gestaltetes Vereinslogo aufweist, hat sich jedoch noch nie in den Trikots der Breisgauer niedergeschlagen. Ist aber kein Wunder: Die offiziellen Vereinsfarben sind Weiß-Rot. Dass die Heimtrikots – die wie bei Dortmund II jenen der Bundesligaprofis entsprechen – optisch zumindest als diskussionswürdig bezeichnet werden müssen, muss hier sicher nicht weiter erläutert werden. Was auch immer diese Musterung darstellen soll – ich finde sie seltsam. Ähnlich kritisch sehe ich übrigens das neue Leiberl des FC Ingolstadt. Auch hier hinterlässt das Muster mehr Fragen als Antworten. Wäre mal interessant zu erfahren, wie Trainer Michael Köllner dieses Design in einer Pressekonferenz kommentieren würde.
Dortmunds Amateure mit dem falschen Stadion
Und nachdem ich schon mal in Fahrt bin, geht das Gemoser gleich weiter: Ist ja eine tolle Idee von Borussia Dortmund, das Westfalenstadion (um dessen kommerziell genutzten Namen hier mal bewusst zu vermeiden und damit die Kritik von der Südtribüne zu diesem Thema in der vegangenen Saison aufzugreifen) in die diesjährigen Heimtrikots optisch zu integrieren. Aber spielt die zweite Mannschaft ihre Heimspiele nun nicht endlich wieder in der legendären Roten Erde und hat insofern also das Element vom Dach der Profispielstätte auf dem Trikot der BVB-Amateure rein gar nichts verloren? Muss man nicht verstehen!
Weitere Trikotsünden in Köln und Essen
Dass wohl hässlichste Heimtrikot der 3. Liga kommt diese Saison aus Köln: Ob die beiden schiefen Türme auf Höhe der Bauchmuskulatur die Türme des Doms darstellen sollen – oder vielleicht einer anderen Kölner Kirche von der falschen Rheinseite, auf der die Viktoria ja daheim ist, weiß ich nicht. Gut aussehen tun sie jedenfalls nicht! Und bei Rot-Weiss Essen hätte man durchaus mal das Gespräch mit dem Brustsponsor führen dürfen, ob es wirklich eine gute Idee ist, ein orangenes Firmenlogo auf roten Grund zu setzen.
Mannheim und Münster klassisch
Apropos Brustsponsor: Der erste Gast auf Giesings Höhen am kommden Samstag Nachmittag kommt in durchaus akzeptablem klassischen Hochkant-Design in den Vereinsfarben daher (wie übrigens auch der Aufsteiger Preußen Münster). Als einzigem Verein der Liga fehlt den Waldhöfern allerdings noch der Werbepartner für das Dress.
Und sonst…?
Durchaus zu gefallen wissen noch die Heimtrikots des Halleschen FC und des VfB Lübeck. Überrascht hat mich hingegen – schon beim Miniturnier am vorletzten Wochenende im Sportpark – die SpVgg Unterhaching. Deren Heimtrikot 2023/24 ist tatsächlich komplett rot – wie die Hose und die Stutzen. Und zwar ohne jedes zusätzliche optische Element. Das ist schon mal grundsätzlich bemerkenswert, weil durchaus unüblich. Im speziellen Fall verwundert es aber doppelt, da doch die Vereinfarben der Vorstädter rot und blau sind, was sich in der Vergangenheit auch stets in der Fußballgarnitur widerspiegelte.
Eure Meinung ist gefragt
Welches Leiberl ist – abgesehen von dem unserer Löwen – Euer Favorit in der 3. Liga? Und welches geht vielleicht gar nicht? Welcher Verein hat mal was gewagt? Und welcher wieder nicht? Stimmt Ihr den hier getroffenen Einschätzungen zu?
Schaut Euch die kicker-Galerie an und diskutiert das gern hier im Kommentarbereich!
In der heutigen Saisonvorschau beschäftige ich mich mit einem Rückkehrer in die dritte Liga aus der Nachbarschaft: der SpVgg Unterhaching. Durch siegreiche Aufstiegsspiele gegen Energie Cottbus konnten die Vorstädter in die dritte Liga zurückkehren.
Meister der Regionalliga Bayern und Aufsteiger
Mit dem aufstrebenden, aber etwas eigenwilligen “Trainertalent” Sandro Wagner gelang den Hachingern der Wiederaufstieg in die dritte Liga. Nach dem Abstieg 2021 mussten die Hachinger also zwei Saisons in der Regionalliga Bayern verbringen. Letzte Saison setzten sie sich gegen die favorisierten Amateure von der Seitenstraße und Kickers Würzburg durch. In den Aufstiegsspielen wartete Energie Cottbus aus der Regionalliga Nordost. Im Vorfeld des Spiels ließen die Vorstädter die sportliche Fairness durchaus etwas vermissen. Präsident Schwabl zierte sich aus finanziellen Gründen lange, die Teilnahme an der Relegation zuzusagen. Umso merkwürdiger war es da, dass die Hachinger die Reise zum Aufstiegsspiel nach Cottbus im Privatflieger antraten. Letztendlich gewann die SpVgg die Aufstiegsspiele diskussionslos und beschert den Löwenfans ein sehr nahes Auswärtsspiel.
Die Mannschaft bleibt weitestgehend zusammen
Die Truppe von Sandro Wagner präsentierte sich als verschworene Einheit und mannschaftliche Geschlossenheit war sicher ein Garant für den Aufstieg. Weh tun wird den Hachingern der Verlust von Rechtsaußen Niclas Anspach, der sich Jahn Regensburg anschloss. Mit Christoph Ehlich ging ein weiterer Stamsspieler von Board, der als linker Verteidiger Stammspieler war. Außerdem wird Stephan Hain fehlen, der seine Karriere beendete, aber letzte Saison nur noch sporadisch zum Einsatz kam. Weitere nennenswerte Abgänge haben die Hachinger nicht zu verkraften.
Eigenwillige Konstellation in der sportlichen Leitung
Manni Schwabl verkündet gefragt und ungefragt, wie knapp das Budget von Unterhaching ist. So ist wohl die Konstellation in der sportlichen Leitung genauso aus der Not geboren wie einmalig im deutschen Fußball. Die sportliche Leistung rekrutiert sich nämlich aus zwei aktiven Spielern der Hachinger. Josef Welzmüller wird neben seiner Rolle auf dem Rasen als “technischer Direktor” arbeiten. Markus Schwabl, Sohn von Präsident Manni Schwabl, wird zugleich Sportlicher Direktor sein und kicken. Immerhin haben sie in Haching einen Sportdirektor, wird sich mancher Löwenfan denken. Interessant ist auch die Rolle des Nachfolgers von Sandro Wagner. Sein Amt übernimmt der bisherige U19-Coach Marc Unterberger, dem aber die nötige Lizenz fehlt. Ähnlich wie dem VfB Lübeck drohen den klammen Hachingern Strafen für den Einsatz eine Trainers ohne die entsprechende Lizenz. Neuzugänge konnte Unterhaching bisher bis auf Raphael Schifferl übrigens nicht verpflichten.
Ab- und Zugänge im Überblick
Abgänge: Niclas Anspach (Jahn Regensburg), Christoph Ehlich (SV Sandhausen), David Pisot (SGV Freiberg), Fynn Seidel (SV Meppen), Daniel Hausmann(FC AUgsburg II), Leo Galeunke (Türkgücü U19), Leon Bucher (FC Ismaning), Stephan Hain (Kariereende), Sandro Porta, Bernard Kyere (beide vereinslos).
Trotz des souveränen Aufstiegs sind die Hachinger für mich ein glasklarer Abstiegskandidat. In der Saisnvorschau zeigt sich, dass Unterhaching durch die Abgänge von Anspach und Ehlich eher an Substanz verloren hat. Ich halte es daher für sehr wahrscheinlich, dass die SpVgg die ganze Saison im Tabellenkeller verbringen wird. Wenn es nicht läuft im Sportpark, könnte auch die merkwürdige Konstellation in der sportlichen Leitung für Konflikte sorgen. Einzig die mannschaftliche Geschlossenheit kann Unterhaching etwas Hoffnung machen. Nichtsdestotrotz darf man die SpVgg nie unterschätzen. Immerhin konnten sie unsere Löwen beim Blitzturnier 1:0 besiegen. Am Ende wird die Qualität fehlen und Unterhaching wieder absteigen.
Zahlreiche denkwürdige Matches gegen 1860
Im sogenannten “S-Bahn Derby” bekamen die Zuschauer oft erstklassiges Spektakel geboten. Besonders spannend war es am 01.11.2000, als die Löwen im DFB-Pokal 2:1 n.V. im Sportpark gewinnen konnten. Dabei gelang Markus Beierle in der 89. Minute Ausgleich und Paul Agostino erzielt den vielumjubelten Siegtreffer in der 119. Minute. Unvergessen sind sicher auch zwei Spiele der Saison 19/20. Beim Auswärtsspiel in der Hinrunde hätte 1860 das Spiel längst entscheiden müssen, aber Unterhaching konnte zum 2:2 ausgleichen. In der Nachspielzeit brachte Sascha Mölders dann durch ein tolles Tor zum 3:2 die mitgereisten Löwenfans zur Extase. Das Rückspiel fand dann corona-bedingt vor leeren Rängen im Grünwalder Stadion statt. Dennis Dressel hätte das Stadion sicher zum Explodieren gebracht, denn er erlegte Haching durch drei Tore quasi im Alleingang.
1860 spielt gegen die SpVgg Unterhaching am: 10.-12. November 23 (A) / 19-21 April 24 (A)
Gesamtbilanz gegen die SpVgg Unterhaching: 9 Siege 7 Remis 6 Niederlagen
Drittligabilanz gegen die SpVgg Unterhaching: 5 Siege 1 Remis 0 Niederlagen
Vor dem Saisonauftakt gegen Waldhof Mannheim begrüßt Christian in Folge 117 drei Gäste im sechzger.de Talk. Neben Flo und Jan ist Mr. Taktiktafel Bernd Winninger nach der Sommerpause wieder mit an Bord. Gemeinsam werfen die Teilnehmer einen Blick auf alle Transfers der Löwen, die Leistung in der Vorbereitung und natürlich das kommende Heimspiel im Grünwalder Stadion.
Das Vorbereitungsturnier in Heimstetten
Die ersten Einsätze hatten die zahlreichen, neuen Spieler im Löwendress in den absolvierten Vorbereitungsspielen. Die Leistungen waren dabei insgesamt durchwachsen, vor allem auch bei zwei Spielen in Unterhaching. Zuletzt traf der TSV 1860 in Heimstetten bei einem Turnier auf den VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach. Christian und Flo waren vor Ort und sahen alle drei Partien live. Auffällig war bei den Löwen vor allem die Schwäche in der Offensive. Gegen Gegner aus dem gehobenen Amateur- oder Profibereich tat sich die Mannschaft von Maurizio Jacobacci während der gesamten Vorbereitung extrem schwer.
Die Transferaktivitäten im Überblick
Ein möglicher Faktor sind dabei die zahlreichen Veränderungen beim Team. 18 Abgänge und 12 Neuverpflichtungen: es war einiges geboten an der Grünwalder Straße in der noch laufenden Transferperiode. Auf einige ehemalige Spieler – namentlich Skenderovic, Belkahia, Lannert, Bär und Deichmann – treffen die Löwen in der bald startenden 3.Liga-Saison. Über den intensiven Transfer-Sommer und welcher Spieler am meisten fehlen wird sprechen die vier Teilnehmer im Mittelteil der aktuellen Ausgabe.
Der Auftakt gegen Waldhof Mannheim
Schlussendlich wichtig wird es für den TSV 1860 erst so richtig in den Pflichtspielen. Davon stehen in den nächsten Tagen gleich zwei an. Zunächst reisen die Löwen zum 1.FC 1922 Stockheim nach Oberfranken. Alles andere als der Einzug in die zweite Runde des Toto-Pokals würde einer Sensation gleichen. Am Samstag steht dann der 1.Spieltag der 3.Liga im Termin-Kalender. Gegner im Grünwalder Stadion ist der SV Waldhof Mannheim. Schülerpraktikant Xaver hatte in seinem Vorbericht bereits einen ausführlichen Blick auf den SVW geworfen – auch in der Quadratestadt gab es diverse Änderungen im Kader. Einen kurzen Blick auf das kommende Wochenende wirft Christian abschließend mit seinen Gästen in sechzger.de Talk Folge 117 am Sonntagabend. Nun sind die Löwenfans bereit für den Saisonauftakt – und gespannt, wie sich die neuformierte Startelf schlagen wird.
Der sechzger.de Talk 117 als Video und Podcast
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