Start Blog Seite 533

Sechzig um Sieben: Dresden weiter auf 1, Ulm springt auf Platz 2

1
Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Die Niederlage in Ulm beschäftigt die Löwenfans weiterhin. Die Berichterstattung zu der Partie vom Dienstagabend wird heute bei sechzger.de mit der Taktiktafel-Analyse abgeschlossen. Denn schon bald ist der Tabellenführer in Giesing zu Gast. Derweil droht Niklas Lang verletzt auszufallen.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Ulm

Den Wind hatte Maurizio Jacobacci als eine der Ursachen für die Niederlage des TSV 1860 in Ulm genannt. Das nahm Thomas Enn zum Anlass für seine Giesinger Gedanken nach der Partie am Dienstag. Auch weitere Aussagen des 60-jährigen Trainers kamen bei Thomas – und auch weiteren Löwenfans – nicht gut an. So solle die Mannschaft nach dem Gegentreffer “sehr gut agiert” haben – eine Meinung, die nicht jeder teilte. Während Jesper Verlaat einen ähnlichen Eindruck von der Leistung der Gastgeber hatte, äußerte sich Niklas Lang deutlich selbstkritischer.

Fällt Lang mit Knieverletzung aus?

Eben jener Lang musste das Spielfeld in Ulm verletzungsbedingt nach 25 Minuten verlassen, für ihn kam Kilian Ludewig in die Partie. Niklas Lang hatte sich bei einer Grätsche am Knie verletzt und verließ den Rasen mit einer dicken Bandage. Nach Abpfiff sprach er von einem Stechen im Knie – der 21-Jährige könnte den Löwen länger fehlen. Eine Diagnose steht bislang allerdings noch aus.

Pressekonferenz nach SSV Ulm – TSV 1860

Den bereits erwähnten Wind machte Maurizio Jacobacci in der Pressekonferenz nach der Partie in Ulm zum Thema. Auch sonst verwunderte er mit der ein oder anderen Aussage, wie man auch seinem Gegenüber Thomas Wörle unschwer anmerken konnte. Sichtlich ungläubig nahm dieser die Einordnung der Ulmer Leistung von Jacobacci zur Kenntnis. Kritik gab es auch an den Fans in der Kurve wegen dem Einsatz von Pyrotechnik sowie den eigenen Spielern.

Sechzig aus der Ferne

Neben den Giesinger Gedanken gab es am gestrigen Mittwoch mit der Kategorie Sechzig aus der Ferne eine weitere Meinung eines sechzger.de-Redakteurs. Auch hier heißt der Autor Thomas – nur ist dieser in Schweden zuhause und verfolgt das Geschehen in Giesing noch einmal ganz anders als viele Löwenfans, die näher am Geschehen dran sind.

U21 gewinnt in Rain, U17 punktet erneut

Deutlich mehr zu holen gab es am Mittwoch für zwei weitere Teams des TSV 1860 München. Die U21 mit Trainer Frank Schmöller gewann ihr Auswärtsspiel beim TSV Rain/Lech. Unterstützt wurde das Team dabei von Mansour Ouro-Tagba, Tim Kloss und Devin Sür aus der ersten Mannschaft.
Einen Punkt gab es für die B-Jugend im Duell mit dem FC Augsburg – es hätten aber gut und gerne auch drei sein können. In der Nachspielzeit kassierte die Mannschaft von Trainer Felix Hirschnagl noch den Ausgleich.

Ticketverkauf für das Heimspiel gegen den SC Freiburg II

Das Duell gegen Dynamo Dresden am Samstag ist bereits ausverkauft. Seit gestern läuft aber schon der nächste Vorverkauf. Gegner am Samstag, den 21.Oktober im Grünwalder Stadion ist dann der SC Freiburg II. Da nur wenige Gästefans erwartet werden, steht den Löwenfans zusätzlich der eigentliche Gästeblock zur Verfügung.

Löwenfans Vaterstetten spenden 1860 Euro

Eine schöne Summe haben die Löwenfans Vaterstetten beim Straßenfest in ihrer Gemeinde mit dem Verkauf von Cocktails und einer Torwand gesammelt. So konnten sie einen Scheck in Höhe von 1860 Euro an das Vaterstettener Frühstücksprojekt überreichen. Hierbei wird Kindern eine kostenlose Mahlzeit zur Verfügung gestellt, die aus verschiedenen Gründen ohne Speisen in die Schule kommen. Löwenstark!

News aus der 3.Liga

Der 9.Spieltag

Auch nach neun absolvierten Spieltagen liegt Dynamo Dresden weiterhin auf dem 1.Platz der 3.Liga. Am Mittwochabend siegten die Sachsen nach Rückstand gegen Halle und reisen daher mit breiter Brust nach Giesing. Neuer Tabellenzweiter ist der SSV Ulm nach dem Sieg gegen die Löwen. Unterhaching und Münster konnten deutliche Siege feiern, Verl schlug Bielefeld vor eigenem Publikum. Hier geht es zu allen Ergebnissen auf einen Blick.

VfB Lübeck wohl vorerst ohne Stammkeeper Klewin

Aufsteiger VfB Lübeck muss voraussichtlich vorerst ohne Stammtorwart Philipp Klewin planen. Der 30-Jährige stieß im Duell mit Saarbrücken mit einem Gegenspieler zusammen. Eine vermutete Diagnose lautet Jochbeinbruch, sodass die Lübecker wohl auf der Torhüter-Position übergangsweise anders planen müssen.

Sechzig aus der Ferne – Vom Winde verweht

50
Sechzig aus der Ferne
Seitenansicht im Stadion IFK Munkfors

In unregelmäßig regelmäßigen Abständen mache ich mir Gedanken über Sechzig aus der Ferne. Lange habe ich mir diese Gedanken für mich alleine gemacht. Nach der mäßigen Vorbereitung bin ich ohne große Erwartungen in diese Saison gegangen. Von den Neuzugängen, die geholt wurden, war ich bis auf ein, zwei Ausnahmen kaum vom Hocker geflogen. Jetzt nach den ersten Spieltagen muss es aber einfach raus. Selbst hier in der schwedischen Pampa ist das alles schwer auszuhalten. Die Niederlage in Ulm ist der berühmte letzte Tropfen in die Regentonne gewesen. Das Fass ist voll oder besser gesagt: Sechzig ist nur vom Winde verweht.

Kein Plan und dann noch vom Winde verweht

Was ist nur mit diesem Verein passiert? Das habe ich mich in meinem über 40-jährigen Fan-Dasein sicherlich schon öfters gefragt. Ob dürre Bayernliga-Zeiten, Wildmoser-Kämpfe oder langweilige Arena-Tage mit abschließender “4” – es ist sicherlich viel passiert. Was sich eigentlich nie ändert, sind die Köpfe, die denken beziehungsweise wissen, was Sechzig eigentlich ist. Fangen wir mal beim Trainer an. Ein Jacobacci, der meiner Meinung nach einfach nur ein limitierter Trainer ist. Der die Schuld – kommt mir irgendwie bekannt vor – bei allen anderen sucht, nur nicht bei sich selbst? Was ist eigentlich sein Plan? Seine Ideen? Seine Visionen? Kann ja sein, dass ich da zu viel erwarte. Allerdings: Die bislang gezeigten Spiele unter dem Schweizer Übungsleiter haben mich nie überzeugt. Siege in dieser Saison gegen Duisburg (siegloser Tabellenletzter), Mannheim (mehr Glück als Verstand beim 2:0), Halle (ein Gegner mit mehr Durchschlagskraft hätte die Partie gedreht) und Verl (über 90 Minuten kein überzeugender Auftritt) waren alles andere als souverän. Zudem waren das eher – bis auf Mannheim – Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Gegen bessere Teams fehlt der Plan und vor allem das Können. Jetzt kommt Dresden – da bin ich ja mal gespannt. Aber vielleicht wird es wieder ein Spiel nach dem Motto “Vom Winde verweht”.

Ablenkung in Norwegen

Valerenga Oslo
Choreo zum 110-jährigen Vereinsjubliäum der Fans von Valerenga

Ich gebe tief in meinem Inneren die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann die Leute, die 1860 nicht verstehen – und Ihr wisst, wen ich meine – nicht mehr da sind. In der Zwischenzeit leide ich innerlich weiter und suche Trost im hiesigen Fußball. Während die Löwen-Tristesse auf dem Platz und in der Tabelle langweilt, kämpft Vålerenga Oslo derzeit in der höchsten norwegischen Liga um den Klassenerhalt – mit Leidenschaft und der Unterstützung der treuen Fans. Da bekomme selbst ich eine Gänsehaut, das ein oder andere Mal. Am kommenden Sonntag um 19.15 Uhr steht das heiß erwartete Duell gegen Brann Bergen auf dem Programm. Beide Fanszenen sind sich nicht allzu grün. Das wird ein spannendes Spiel und kann übrigens kostenlos auf OneFootball angesehen werden.

Maurizio Jacobacci: “Feuerwerk war für Mannschaft nicht optimal”

63
Ssv Ulm 1846 Tsv 1860 Pressekonferenz Pk Thomas Wörle Maurizio Jacobacci

In der Pressekonferenz nach der gestrigen Niederlage des TSV 1860 beim SSV Ulm 1846 überraschte Trainer Maurizio Jacobacci mit Aussagen zum Wind, der Leistung des Gegners und den Pyro-Aktionen des Löwenanhangs. Des Weiteren zweifelte er die Spielintelligenz seiner Ersatzspieler an.

Maurizio Jacobacci überrascht auf PK

Laut Jacobacci sei es maximal unglücklich gewesen, dass die Löwen in der ersten Hälfte gegen den Wind spielen mussten, der dann in der zweiten Hälfte nicht mehr pustete. Auch für das Gegentor machte er den Wind – vermutlich zurecht – verantwortlich. Deutlich überraschender dann jedoch seine Einschätzung der Leistung des Gegners SSV Ulm 1846:

“Die zweite Möglichkeit, die Ulm hat in dieser ersten Halbzeit, sonst haben sie eigentlich wenig bis gar nichts auf die Reihe gekriegt in der ersten Halbzeit. Wir hatten sehr viel Ballbesitz, haben gute Aktionen natürlich, haben 2-3 gute Aktionen, wo die Abschlüsse gut abgeblockt werden.”

Das ungläubige Lachen von Ulms Trainer Thomas Wörle mit Blick in die versammelte Presserunde sprach Bände…

Kein Rhythmus wegen Pyro?

Die zweite Spielhälfte analysierte Jacobacci weitestgehend nachvollziehbar, ließ es sich jedoch nicht nehmen, auch auf die Pyroshow der Löwenkurve einzugehen.

“Man muss auch sagen, dass die Feuerwerke natürlich nicht dazu beigetragen haben, einen gewissen Rhythmus ins Spiel zu bringen. Das hat eigentlich dem Spiel nicht gut getan, dieses Feuerwerk, das wir gesehen haben. Das sah sicher gut aus, aber ich glaube, für unsere Mannschaft sicher nicht optimal.”

In diesem Zusammenhang darf die Frage erlaubt sein, wieso die Löwen weder vor noch nach der Pyro-Aktion auch nur ansatzweise so etwas wie einen Rhythmus gefunden haben.

Kritik an Ersatzspielern

Während sich Spatzen-Coach Thomas Wörle im Großen und Ganzen dem sechzger.de-Spielbericht anschloss, haderte Jacobacci auch damit, dass sich die offensiven Mittelfeldspieler nicht haben durchsetzen können. Auf die Nachfrage von sechzger.de, warum er dann erst in der 87. Minute gewechselt habe, wurde der Trainer des TSV 1860 deutlich.

“Wenn ich Spieler gehabt hätte, die über die Seiten das besser machen können, dann hätte ich es wahrscheinlich gemacht. Ich hatte auf der Bank keine Flügelspieler. Wir haben den Greilinger gebracht, weil er eben über die Seite eventuell mit Flanken die Stürmer bedienen kann. Das war eigentlich das Ziel.”

Besonders die eingewechselten Spieler bekamen ihr Fett weg:

“Auch von Bonga hätte ich erwartet, dass er eher zentraler bleibt und nicht über die Seiten ausweicht. Das macht eigentlich keinen Sinn. Zum Beispiel: Wir haben Einwurf am Ende der Spielzeit mit Ludewig, der eigentlich einen ziemlich langen Einwurf hat, und wir spielen ihn kurz. Bonga ist dort in der Nähe und wir verlieren den Ball. Da braucht es ein wenig mehr Intelligenz. Spielintelligenz heißt, wir geben die Großen in die Box, wir machen einen langen Einwurf und es kann irgendetwas entstehen. Und wir wollen dieses Einwurf schnell ausführen… Das meine ich mit Spielintelligenz und da müssen wir zulegen.”

Nächste Chance, sich von einer besseren Seite zu zeigen: Samstag gegen Dynamo Dresden!

TSV 1860 U17 kassiert späten Ausgleich gegen FC Augsburg

0
Felix Hirschnagl TSV 1860 Trainer U17 U21
Felix Hirschnagl hofft auf wichtige drei Punkte für seine U17

2:0 hatte die U17 des TSV 1860 am Dienstag gegen den FC Augsburg bereits geführt, musste sich am Ende jedoch mit einem Unentschieden gegen die Fuggerstädter zufrieden geben.

TSV 1860 U17 mit Remis gegen FC Augsburg

Nachdem sich zuletzt in Freiburg wieder zwei Spieler verletzt hatte, konnte Trainer Felix Hirschnagl (siehe Titelbild) diesmal nur noch auf insgesamt 14 Spieler für seinen Spieltagskader zurückgreifen. Die Junglöwen ließen sich dadurch jedoch nicht bremsen und kam durch eine feine Einzelaktion von Emre Erdogan (25.) zur 1:0-Führung. Job Musuasua, der am Wochenende den Siegtreffer im Breisgau erzielt hatte, erhöhte in der 50. Minute auf 2:0 und der zweite Dreier der laufenden Saison schien in greifbarer Nähe.

Der FC Augsburg gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte durch Quentin Lalsing (58.) auf 2:1. Die Junglöwen gerieten nun mächtig unter Druck, stemmten sich aber vehement gegen den drohenden Ausgleich. Pech hatte 1860, als Erdogan die Kugel bei einem Entlastungsangriff nur an die Latte des FCA-Gehäuses hämmerte.

Nackenschlag in der Nachspielzeit

So kam es, wie es kommen musste: In der Nachspielzeit traf Jordan Spitzlberger per Sonntagsschuss zum 2:2. Löwen-Trainer Felix Hirschnagl zeigte sich dennoch nicht unzufrieden:

“Wir haben jetzt zwei Spiele hintereinander nicht verloren. Das hatten wir in dieser Saison noch nicht, deswegen habe ich den Jungs auch ein Kompliment gemacht. Die, die auf dem Feld waren, haben alles rausgehauen. Die Einstellung ist da, das bleibt hoffentlich auch so. Das ist die Basis, darauf können wir aufbauen. Ich sehe eine Entwicklung, wenngleich wir heute personell an unsere Grenzen gekommen sind.”

Bereits am Sonntag treffen die Junglöwen auf den FSV Mainz 05 und hoffen, dass bis dahin der ein oder andere verletzte Spieler zurückkehrt. Anpfiff auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 ist um 14 Uhr.

Bayernliga: TSV 1860 U21 feiert Auswärtssieg beim TSV Rain

1

Nach den beiden Heimsiegen gegen Kottern und Schwaben Augsburg feierte die U21 des TSV 1860 gestern in Rain auch endlich ihren ersten Auswärtsdreier der Saison. Philip Kuhn, Samir Neziri und Moritz Bangerter sorgten für einen 3:1-Sieg der Löwen im Georg-Weber-Stadion.

TSV 1860 U21 siegt beim TSV Rain

Der Start verlief dabei alles andere als erfreulich, denn bereits in der 9. Minute ging der TSV Rain durch Gabriel Hasenbichler in Führung. Anders als die Profis gestern Abend in Ulm hatte die Elf von Frank Schmöller jedoch eine passende Antwort parat. Zunächst glich Philip Kuhn für 1860 aus (19.) und erneut nur zwei Zeigerumdrehungen später köpfte Samir Neziri zum 1:2 ein. Das Spiel war gedreht und die Löwen waren auch weiterhin am Drücker.

Neziri, Milican, Judge, Kuhn und Tutic hatten wiederholt die Chance, für die Vorentscheidung zu sorgen, letztendlich war es dann jedoch der eingewechselte Moritz Bangerter (siehe Titelbild), der auf Zuspiel von Devin Sür den Schlusspunkt zum 1:3-Endstand setzte (77.). Kurz vor Schluss flog vor 400 Zuschauen noch der Rainer Spieler Triebel mit Gelb-Rot vom Platz, dann war Schluss. Frank Schmöller zeigte sich erleichtert:

“Wir haben drei Punkte geholt, das war unser Ziel. Der Start war relativ ungünstig mit dem frühen Gegentor, aber wir haben schnell eine Reaktion gezeigt und das Spiel gedreht. Nach dem 3:1 hatten wir keine großen Probleme, das Ergebnis nach Hause zu bringen.”

Bereits am Samstag wartet die nächste Aufgabe auf die U21 des TSV 1860. In der Kies-Arena Gilching empfangen sie um 14 Uhr den SV Erlbach.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Ulm: Der Wind mal wieder…

59

Gestern mussten die Löwenfans eine sang- und klanglose Niederlage ihres TSV 1860 München in Ulm mit ansehen. Der Schuldige für den bodenlosen Auftritt war schnell gefunden: Der Wind!

Frühes 1:0 für Ulm entscheidet das Spiel

Hatte ich den Arbeitssieg gegen Verl noch positiv gesehen und gehofft, dass ein knapper Sieg der Mannschaft Rückenwind gibt (haha!), musste ich gestern gemeinsam mit etwa 8.000 mitgereisten Löwenfans im gesteckten vollen Auswärtsblock feststellen, dass diese Hoffnung wie eine Seifenblase zerplatzte. Die Löwen fingen sich in der 9. Minute ein zugegeben vom Wind begünstigtes Tor, bei dem Hiller trotzdem nicht gut aussah. Danach waren noch über 80 Minuten zu spielen, in denen man wenigstens den Versuch hätte unternehmen können, das Spiel zu drehen.

Bodenloser Auftritt von 1860

Dieser Versuch wurde allerdings nicht ernsthaft unternommen. Auch taugt der Wind nur bedingt als Ausrede, denn der wehte nur in der Anfangsphase gehörig durch’s Donaustadion. Bis auf eine halbwegs gute Phase in den etwa 20 Minuten vor der Halbzeit, kam von 1860 nichts. Selbst in dieser Phase konnte Sechzig keine einzige Torchance herausspielen. Lediglich ein Fernschuss von Zejnullahu erzeugte so etwas wie Torgefahr. Übrigens zum einzigen Mal während des ganzen Spiels. Zwarts mühte sich zwar in der Spitze und rackerte viel, aber er war vorne vollkommen auf sich alleine gestellt. Warum Jacobacci nicht einen zweiten Stürmer brachte, um in der Offensive mehr Anspielstationen zu schaffen, ist mir unklar. Auch weil Frey mal wieder eine recht indisponierte Leistung zeigte und meines Erachtens eh ein Überangebot an zentralen Mittelfelspielern auf dem Platz stand. Am Ende bleibt eine bodenlose Leistung ohne jegiches Aufbäumen, obwohl man über 80 Minuten Zeit hatte, den Ausgleich oder mehr zu erzielen.

Der Wind war mal wieder schuld

In der Analyse machte es sich Trainer Jacobacci bei Magenta Sport sehr leicht. “Ulm hat es sehr gut gespielt. Wir haben nicht mit dem Wind gespielt und Ulm hat nicht gegen Wind gespielt”. Der Wind also mal wieder… Das hatten wir ja schon Mal unter Jacobaccis Vorgänger. Woher er die Einschätzung nahm, dass “die Mannschaft nach diesem Tor das Spiel in die Hand genommen hat und sehr gut agiert hat” bleibt sein Geheimnis.

Verlaat: “Ulm hat aus dem Spiel raus nichts kreiert”

Auch Kapitän Jesper Verlaat scheint auf dem Feld ein anderes Spiel wahrgenommen zu haben. In den Stimmen zum Spiel bei Löwen-TV äußert er, dass “Ulm aus dem Spiel raus auch nichts kreiert” habe. Dem kann man die allesamt aus dem Spiel heraus kreierten Chancen von Higl (22. Minnute), Chessa (52. Minute) und Röser (84. Minute) entgegen halten. Realistischer sah Niki Lang den Auftritt der Löwen. Er stellte fest, dass die 20-25 Minuten vor der Pause “eigentlich ganz OK” waren, aber Sechzig auch nicht “große Chancen oder sowas hatte”. In der zweiten Halbzeit habe 1860 “zu ungestüm und viel zu viele lange Bälle gespielt”. 1860 würde es gut tun, sich der realistischen Sichtweise von Niki Lang anzuschließen und die eigenen Leistungen kritisch zu hinterfragen. Dass „die Mannschaft große Fortschritte“ mache, wie Jacobacci bei Magenta sagte, konnte man aus dem Gästeblock so gar nicht erkennen.

 

 

Tickets für TSV 1860 – SC Freiburg II ab heute erhältlich

0
Westkurve Schals Grünwalder Stadion Sechzgerstadion TSV 1860 Tickets

Zwei Heimspiele stehen für den TSV 1860 München im Oktober noch auf dem Programm. Das Duell mit Dynamo Dresden ist bereits ausverkauft. Tickets für das Spiel TSV 1860 – SC Freiburg II gibt es dagegen noch – sie gehen ab heute in den Mitgliederverkauf.

Verkauf von Tickets für TSV 1860 – SC Freiburg II startet

Wie der TSV 1860 München bekannt gab, ist das Spiel gegen Dynamo Dresden mittlerweile ausverkauft. Erneut werden also 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion dabei sein. Bislang war dies in allen Heimspielen der laufenden Saison der Fall. Nur über den offiziellen Ticket-Zweitmarkt bieten sich – wenn überhaupt – noch Möglichkeiten, um am Samstag live vor Ort zu sein. Für alle ohne Eintrittskarte gibt es immerhin die gute Nachricht, dass der BR die Partie im Free-TV überträgt.

Auch gegen den SC Freiburg II streben die Löwen die 15.000er Marke an. Die Breisgauer sind – konträr zur letzten Spielzeit – aktuell in der Abstiegszone zu finden und kommen bislang noch nicht recht in Tritt. Schlecht für die kommenden Gäste – gut für die Löwen. Für diese Begegnung gibt es noch die Möglichkeit als Mitglied Karten zu kaufen. Der Verkauf von Tickets für das Duell mit dem SC Freiburg II (Samstag, 21.Oktober 14:00 Uhr, sechzger.de Liveticker) startet beim TSV 1860 München am heutigen Mittwoch. Sowohl im Onlineshop als auch im Ticketing an der Grünwalder Straße (ab 9 Uhr geöffnet) können pro Mitglied maximal vier Karten erworben werden. Ein möglicher freier Verkauf beginnt dann am Mittwoch, den 11.Oktober ab 14 Uhr. Der TSV 1860 teilt bereits jetzt mit, dass Block P hinter dem Tor von den Löwenfans genutzt werden kann. Die Gästefans werden somit einmal mehr in Block Q zu finden sein.

Bild: CR Fotos

TSV 1860 enttäuscht beim SSV Ulm 1846 maßlos

94
Ssv Ulm 1846 Tsv 1860

Das Donaustadion in Ulm war im Ligabetrieb zum ersten Mal seit 23 Jahren wieder ausverkauft. Von den 17000 Zuschauern drückten ungefähr die Hälfte den Löwen die Daumen. Am Ende aber setzte sich der SSV Ulm 1846 verdient mit 1:0 gegen den enttäuschenden TSV 1860 durch.

Allgeier und der Wind zum 1:0

Mit dem Wind im Rücken legten die Spatzen los wie die Feuerwehr und wollten den Vorteil direkt in einen Treffer ummünzen. Erstes Opfer der Ulmer Angriffsbemühungen war Niki Lang, der früh Gelb sah. Zweites Opfer war in der 9. Minute Marco Hiller, der einer langen windunterstützen Flanke von Allgeier nur nachsehen konnte, wie sie ins lange Eck einschlug. Das hatten sich die Löwen im Donaustadion natürlich ganz anders vorgestellt und kamen auch in den Folgeminuten kaum aus der eigenen Spielhälfte raus.

Außer zwei (ungefährlichen) Eckbällen fand der TSV 1860 in den ersten 20 Minuten quasi nicht statt, Ulm dominierte das Geschehen fast nach Belieben. Zwarts stand im Angriff komplett auf verlorenem Posten und erhielt aus dem Mittelfeld viel zu wenig Unterstützung, um sich gewinnbringend in Szene setzen zu können.

Niki Lang muss früh verletzt raus

Auf der anderen Seite kombinierten sich die Spatzen in der 21. Minute traumhaft zu einer Großchance, doch Higl zielte zum Glück für Sechzig aus kurzer Distanz am kurzen Eck vorbei. Wenig später war die Partie für Niki Lang vorbei, für den verletzten Defensivspieler kam Kilian Ludewig ins Spiel.

In Minute 27 dann endlich mal die Löwen, doch Verlaats Kopfball wurde zur Ecke abgewehrt. Auch die anschließende Offensivaktion der Jacobacci-Elf verpuffte wirkungslos. In Sachen Kreativität war ordentlich der Wurm drin… Ganz anders die Spatzen, die die Defensive des TSV immer wieder in Verlegenheit brachten. In der 32. Minute fasste sich dann jedoch Eroll Zejnullahu endlich mal ein Herz, versuchte es aus der Distanz, scheiterte jedoch an SSV-Keeper Ortag.

In den letzten Minuten vor der Pause fanden die Löwen zwar etwas besser ins Spiel und waren dem Gegner ebenbürtig, der letzte Zug zum Tor fehlte jedoch, sodass wirkliche Chancen Mangelware blieben. So blieb es beim 0:1-Rückstand zur Pause – und das auch zurecht.

Ausverkauftes Haus im Ulmer Donaustadion

Löwen offensiv harmlos

Nach dem Seitenwechsel brannten die Löwen ein Feuerwerk ab – allerdings nur auf den Rängen. Auf dem Platz hatte der SSV Ulm die erste gute Gelegenheit, die flache Hereingabe war jedoch einen Tick zu scharf für den einschussbereiten Chessa (52.). Auch danach zeigten sich die Spatzen giftiger und Marco Hiller war gegen Higl gefordert. Zejnullahu versuchte es noch einmal aus der Distanz, wurde aber abgeblockt (54.).

Danach passierte lange nichts Erwähnenswertes – die einen konnten nicht und die anderen mussten nicht. Eine Flanke von Ludewig rutschte an Freund und Feind vorbei in Richtung langes Eck, stellte Ortag aber nicht vor Probleme. Selbst nach 75 Minuten warteten die mitgereisten Löwenfans noch vergeblich auf eine Großchance ihres Teams.

TSV 1860 unterliegt SSV Ulm 1846

Wer dachte, es würde in der letzten Viertelstunde ein Aufbäumen der Löwen stattfinden, der wurde bitter enttäuscht. Auch von der Bank kam kein Impuls: Die Offensivkräfte Sulejmani, Lakenmacher und Bonga liefen sich im Ulmer Regen zwar warm, mehr aber aber vorerst nicht.

Gefährlicher blieben die Gastgeber, die auch weiterhin zielstrebiger den Abschluss suchten, doch Hiller bewahrte Sechzig vor einem höheren Rückstand. Nach 87 Minuten kamen Bonga und Sulejmani dann doch noch, konnten sich jedoch nicht mehr positiv einbringen. Alles in allem war der TSV 1860 mit der 0:1-Niederlage in Ulm noch gut bedient.

Statistik

Aufstellung:
Hiller – Lang (25. Ludewig), Verlaat (C), Kwadwo – Tarnat (87. Bonga), Rieder, Frey (59. Greilinger) – Vrenezi, Zejnullahu, Guttau (87. Sulejmani) – Zwarts

Bank:
Richter (TW), Kurt, Lakenmacher, Cocic, Glück

Tore:
1:0 Allgeier (9.)

Liveticker: SSV Ulm – TSV 1860 München (9.Spieltag)

44
Sechzger.de.liveticker.3.liga.7.spieltag.ulm.tsv.1860.münchen

Herzlich willkommen zum Liveticker am 9.Spieltag der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem SSV Ulm und dem TSV 1860 München!

Nach den Siegen gegen Halle und Verl reist der TSV 1860 München zum Aufsteiger SSV Ulm. Ihm folgen mehrere tausend Fans in das Donaustadion. Die Mannschaft von Maurizio Jacobacci wird auch in Ulm wieder alles daran setzen, möglichst mit drei Punkten nach Hause fahren zu können. Begleitet wird die Partie natürlich wieder im sechzger.de Liveticker!

Aufstellung:
Hiller – Lang (25. Ludewig), Verlaat (C), Kwadwo – Tarnat (87. Bonga), Rieder, Frey (59. Greilinger) – Vrenezi, Zejnullahu, Guttau (87. Sulejmani) – Zwarts

Bank:
Richter (TW), Kurt, Lakenmacher, Cocic, Glück

Tore:
1:0 Allgeier (9.)

Die Personalsituation

Es fehlen: Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Phillipp Steinhart (Aufbautraining), Morris Schröter (angeschlagen), Manfred Starke (Rotsperre)

Ausfälle beim SSV Ulm: Fehlanzeige.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Leroy Kwadwo, Niklas Lang, Niklas Tarnat und Albion Vrenezi haben bereits drei gelbe Karten gesehen. Noch droht aber entsprechend keine Gefahr einmal aussetzen zu müssen.

Wo könnt ihr das Spiel SSV Ulm – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Donaustadion ist mit 17.000 Zuschauern restlos ausverkauft. Entsprechend ist auch der Gästebereich bestens gefüllt, es wird keine Tageskasse vor Ort geben. Bis zu 8.000 Löwenfans werden zu der Partie erwartet.

Das heutige Auswärtsspiel des TSV 1860 wird nicht im Free-TV übertragen. Allerdings ist natürlich wie gewohnt MagentaSport vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Alle Spiele der 3.Liga können bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Winningers Wirtshaus Weisheiten vor SSV Ulm 1846 – TSV 1860

0
winningers wirtshaus weisheiten ssv ulm 1846 tsv 1860 münchen

Vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim SSV Ulm 1846 wirft Bernd Winninger einen ausführlichen Blick auf den nächsten Gegner der Löwen. Taktik, System und Spielweise: Wie agiert die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle? Auf was und wen müssen die Löwen achten? Antworten auf diese und mehr Fragen gibt es in Winningers Wirtshaus Weisheiten vor dem Auftritt der Löwen in Ulm!

Wirtshaus Weisheiten vor SSV Ulm 1846 – TSV 1860

Du willst lieber lesen, auf was sich die Löwen bei den Spatzen einstellen müssen? Kein Problem! In seiner TAKTIKTAFEL erklärt Bernd Winninger ausführlich, welche Stärken und Schwächen der SSV Ulm 1846 in der bisherigen Spielzeit offenbart hat.