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Trainer Thomas Wörle (SSV Ulm 1846) im Interview

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SSV Ulm 1846 Trainer Thomas Wörle

Von 2003 bis 2005 trug Thomas Wörle das Trikot des TSV 1860 und bestritt in diesen zwei Jahren 65 Spiele (4 Tore) für die Amateure in der Bayern- und Regionalliga. Nach seiner aktiven Karriere übernahm er das Traineramt bei den Frauen des FC Bayern und führte diese zu zwei Meistertiteln und einem Pokalsieg. 2021 folgte der Wechsel zu den Ulmer Spatzen, mit denen er in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest errang und in die 3. Liga aufstieg. Wir trafen Thomas Wörle zum Interview und sprachen mit ihm u.a. über seine Zeit bei den Löwen und seine Ambitionen mit den Spatzen.

Thomas Wörle im Interview mit sechzger.de

sechzger.de: Servus Thomas! Erstmal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Ihr wart ja kürzlich im Trainingslager in Oberstaufen und habt zum Abschluss ein Testspiel beim österreichischen Zweitligisten SW Bregenz mit 2:0 gewonnen. Wie zufrieden bist Du mit der bisherigen Vorbereitung?

Thomas Wörle: Wir sind auf dem Weg und versuchen uns in jedem Bereich weiterzuentwickeln. Das Trainingslager war für uns als Mannschaft wichtig, um intensiv auf dem Platz, aber auch außerhalb des Platzes zu arbeiten und uns als Team mehr und mehr zu finden.

sechzger.de: Der SSV Ulm 1846 war ja mal Bundesligist und ist dann tief gefallen. Wie heiß ist die Region auf die 3. Liga? Herrscht eine große Euphorie im Umfeld?

Thomas Wörle: Ja total, der SSV Ulm 1846 Fussball ist ein ambitionierter Traditionsverein. Die Menschen in Ulm haben lange auf den Moment warten müssen, bis ihr Club endlich wieder im Profifußball vertreten ist. Und ja, die Region ist heiß auf die 3.Liga.

Klassenerhalt als großes Ziel

sechzger.de: Die Spatzen waren auf dem Transfermarkt recht aktiv, haben dabei aber in erster Linie sehr junge Spieler verpflichtet. Die beiden bekanntesten Namen sind wohl Lenn Jastremski und Felix Higl, der vom VfL Osnabrück zurückgekehrt ist. Was ist die Philosophie hinter den Transfers?

Thomas Wörle: Zunächst einmal war es sehr wichtig für uns, dass wir einen Großteil der Aufstiegsmannschaft halten und somit auf Kontinuität setzen konnten. Zudem wollten wir unsere erfahrene Mannschaft vor allem mit jungen, hungrigen und talentierten Spielern erweitern.

sechzger.de: Was erwartest Du von der neuen Saison? Mich würde zwar jede andere Antwort als “Klassenerhalt” wundern, aber hat man so eine Story wie Elversberg nicht insgeheim im Hinterkopf, zumal der SSV Ulm 1846 ja schon mal einen Durchmarsch hingelegt hat?

Thomas Wörle: Nach so bewegten Zeiten und mittlerweile 22 Jahren ohne Profifussball in Ulm sind wir gut beraten, uns ausschließlich auf den nächsten, aber superwichtigen Schritt als Verein zu fokussieren. Wir wollen alles dransetzen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Und das wird in dieser Liga eine echte Herausforderung für uns. Wenn man genau hinschaut, dann erkennt man deutlich, dass wir nicht die Voraussetzungen haben, die die SV Elversberg beim Aufstieg und danach vorzuweisen hatte. Ich habe allerdings größten Respekt vor dieser starken Entwicklung.

Die Ulmer Spatzen sind zurück in der 3. Liga

“Ich freue mich sehr auf das Spiel gegen die Löwen”

sechzger.de: Einer der Gegner in der kommenden Spielzeit heißt bekanntlich TSV 1860 München? Ist das für Dich ein Spiel wie jedes andere und doch was Besonderes?

Thomas Wörle: Ich freue mich sehr auf das Spiel gegen die Löwen. Ich habe dort bei den Amateuren zwei tolle und für mich wichtige Jahre erlebt. Der Verein hat insgesamt nicht nur in München eine besondere Strahlkraft.

sechzger.de: Welche Erinnerungen verbindest Du mit Deiner Zeit bei den Löwen? Ich erinnere mich ja immer wieder gerne an die Aufholjagd in der Bayernliga, den Aufstieg in die Regionalliga, die legendäre Aufstiegsfeier und die Gründung des Ama-Lion. Wie siehts da bei Dir aus?

Thomas Wörle: Ich erinnere mich noch gut an unseren starken Endspurt in der Aufstiegssaison und auch an die Feierlichkeiten danach. Wir hatten ein tolles Team. Auch die Regionalliga-Saison war total spannend und lehrreich.

sechzger.de: Hast Du noch Kontakt zum ein oder anderen Mitspieler von damals?

Thomas Wörle: Ja, ich habe noch unter anderem Kontakt zu Matthias Jörg und Marcel Richter.

Drei Jahre Profi in der 2. Bundesliga

sechzger.de: Zu einem Pflichtspiel bei den Profis hat es für Dich leider nicht gereicht, obwohl Du gelegentlich auf der Bank gesessen bist. Du bist dann nach Offenbach und Fürth gewechselt und dort in der 2. Bundesliga gespielt. Deine Highlights?

Thomas Wörle: Ja, das stimmt. Als jüngerer Spieler über ein paar Monate bei den Profis dabei sein und von den erfahrenen Spielern lernen zu können, war wichtig für mich. Nach dieser Saison bin ich dann nach Offenbach gewechselt. Dort habe ich mein Profidebüt gegeben und drei sehr schöne Jahre in der 2.Bundesliga verbracht.

sechzger.de: Verletzungsbedingt musstest Du Deine Karriere dann beenden und wurdest Trainer. Deine erste Station waren direkt die Frauen des FC Bayern, wo Du Nachfolger Deines Vaters wurdest und Deine Schwester trainiert hast. Hast Du bewusst den Umweg über den Frauenfußball gewählt oder hat sich das durch diese Konstellation einfach so ergeben?

Thomas Wörle: Da ich in Fürth meine eigene Karriere aufgrund gesundheitlicher Probleme beenden musste, wollte ich den nächsten Schritt als Trainer machen. Durch die Verbundenheit meines Vaters und meiner Schwestern zum Frauenfußball kannte ich mich ordentlich aus und bekam in der Folge die Chance, meinem Vater als Trainer nachzufolgen.

Ein weiterer Ex-Löwe als Co-Trainer

sechzger.de: Mit den Frauen des FC Bayern wurdest zu zweimal Meister und einmal Pokalsieger. Trotzdem wurde Dein Vertrag 2019 nicht mehr verlängert. Wie hast Du denn die zwei Jahre bis zu Deinem Engagement beim SSV Ulm 1846 überbrückt?

Thomas Wörle: Ich habe insgesamt neun tolle und auch erfolgreiche Jahre beim FC Bayern München erlebt. Nachdem der Verein sich dazu entschieden hatte, neue Wege zu gehen, habe ich zunächst meinen Fußballlehrer gemacht. Anschließend habe ich noch ein weiteres Jahr genutzt, um mich auf meinen nächsten Schritt als Trainer vorzubereiten und intensiv Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

Ex-Löwe Maximilian Knauer ist Wörles Co-Trainer in Ulm

sechzger.de: Mit Maximilian Knauer hast Du nun ja einen Co-Trainer an Deiner Seite, der ebenfalls für 1860 gespielt hat, seine ersten Erfahrungen als Trainer aber in der Seitenstraße sammelte. Wie kam es dazu, dass er auch in Ulm landete?

Thomas Wörle: Ich bin Max in meiner Zeit beim FC Bayern immer wieder mal begegnet. Als ich dann in Ulm auf der Suche nach einem Co-Trainer war, wurde mir Max von einigen Bekannten empfohlen. Nach unserem ersten Gespräch war dann klar, dass ich unbedingt mit ihm zusammenarbeiten möchte. Er ist fachlich wie menschlich top.

Herausforderndes Auftaktprogramm

sechzger.de: Am 1. Spieltag empfangt Ihr direkt mal den 1. FC Saarbrücken, danach gehts nach Unterhaching, ehe Ihr Arminia Bielefeld empfangt. Zufrieden mit dem Auftaktprogramm?

Thomas Wörle: Das Auftaktprogramm klingt herausfordernd, liest sich aber super. Es ist die 3.Liga, mit allem, was sie zu bieten hat.

sechzger.de: Lieber Thomas, ich danke Dir sehr, dass Du Dir so viel Zeit genommen hast und freue mich schon aufs Wiedersehen im Donaustadion Anfang Oktober.

Thomas Wörle: Ich danke dir, Stefan. Ich freue mich ebenfalls auf unser Wiedersehen im Donaustadion…

Saisonvorschau 2023/24: Arminia Bielefeld

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Die Alm von Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld - TSV 1860 (2015)

Im letzten Teil unserer Saisonvorschau blicken wir mit Arminia Bielefeld auf einen weiteren Absteiger. Vor zwei Jahren noch in der Bundesliga, müssen die Ostwestfalen nun den Gang in Liga 3 antreten.

Neuanfang mit neuem Chefcoach

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga peilte die Arminia abgelaufene Saison eigentlich den direkten Wiederaufstieg an. Jedoch kam alles anders als erwartet. Mitte März standen sie mit 21 Punkten aus 23 Spielen auf dem Relegationsplatz 16. Daraufhin musste Trainer Daniel Scherning seinen Posten räumen. Von dort an übernahm Uwe Koschinat die Leitung der Mannschaft. Allerdings konnte auch er nicht verhindern, dass seine Mannschaft nach 34 Spieltagen zu den Relegationsspielen gegen Wehen Wiesbaden antreten musste. Nach einer desolaten 0:4 Niederlage im Hinspiel war der Abstieg der Bielefelder bereits besiegelt. Nun peilt der Verein erneut den Wiederaufstieg an. Dafür konnten sie Trainer Michel Kniat aus dem 25 Kilometer entfernten Verl an die Bielefelder Alm locken. Beim SCV leistete der 37-jährige zuletzt sehr gute Arbeit.

Fast alle Spieler verlassen den Verein nach Abstieg

Es war zu erwarten, dass ein Großteil der Spieler nicht mit der Arminia gemeinsam den Gang in die Drittklassigkeit antreten wird. Denn das Niveau der meisten liegt theoretisch mindestens eine Klasse darüber. Für den Flügelspieler Robin Hack überweist Borussia Mönchengladbach immerhin eine Ablöse in Höhe von 1,1 Mio. € nach Ostwestfalen. Abgelaufene Spielzeit gelangen dem 24-jährigen zehn Treffer. Auch den Japaner Masaya Okugawa zieht es ins Oberhaus zum FC Augsburg. George Bello und Janni Serra suchen beide jeweils in Österreich und Dänemark ihr Glück. Dazu sind einige Akteure wie Bastian Oczipka und Lukas Klünter kurz vor Saisonstart immer noch vereinslos. Die einzig beiden verbliebenden Spieler sind Kapitän Fabian Klos und Christopher Schepp.

16 Neuzugänge kommen auf die Alm

Damit die Rückkehr in Liga 2 gelingt hat Sportdirektor Michael Mutzel in diesem Sommer also alle Hände voll zu tun. Für Gefahr in der Offensive holt man mit Manuel Wintzheimer und Niclas Shipnoski Angreifer mit Zweitligaerfahrung. Den Verlust von Masaya Okugawa im zentralen Mittelfeld soll Nassim Boujellab kompensieren. Der 24 Jahre alte gebürtige Hagener absolvierte für Schalke 04 bereits 30 Bundesligaspiele. Dazu stand er bereits dreimal im Aufgebot der marokkanischen Nationalmannschaft. Vom TSV 1860 München zieht es mit Semi Belkahia und Christopher Lannert bekanntlich zwei Verteidiger zur Fahrstuhlmannschaft aus NRW. Dazu kämpfen mit Leo Oppermann und Jonas Kerksen nun zwei junge Torhüter um den Stammplatz zwischen den Pfosten.

Ab und Zugänge im Überblick

Abgänge: Robin Hack (Borussia Mönchengladbach), Masaya Okugawa (FC Augsburg), George Bello (LASK), Janni Serra (Aarhus GF), Guilherme Ramos (Hamburger SV), Jomaine Consbruch (Greuther Führt), Sebastian Vasiliadis (Hansa Rostock), Bryan Lasme (Schalke 04), Bruce Ince (Slask Wroclaw), Oliver Hüsing (Hansa Rostock), Benjamin Kanuric (FC Ingolstadt), Christian Gebauer (SCR Altach), Silvan Sidler (FC Winterthur), Sebastian Müller (Greuther Fürth II), Arne Schulz (SC Paderborn), Nils Hahne (Victoria Clarholz), Andre Andrade (LASK), Lukas Klünter (Vereinslos), Martin Fraisl (Vereinslos), Manuel Prietl (Vereinslos), Bastian Oczipka (Vereinslos), Marc Rzatkowski (Vereinslos)

Zugänge: Niclas Shipnoski (Fortuna Düsseldorf), Nassim Boujellab (FC Schalke 04), Sam Schreck (Erzgebirge Aue), Aygün Yildrim (Jahn Regensburg), Merveille Biankadi (1.FC Heidenheim), Semi Belkahia (1860 München), Christopher Lannert (1860 München), Kaito Mizuta (FSV Mainz 05 II), Can Özkan (Borussia Dortmund II), Gerrit Gohlke (Waldhof Mannheim), Tom Geerkens (Fortuna Düsseldorf II), Louis Oppie (Hannover 96 II), Leon Schneider (1.FC Köln II), Maximilian Großer (Hamburger SV II), Manuel Wintzheimer (1.FC Nürnberg), Leo Oppermann (Hamburger SV), Jonas Kerksen (Borussia Mönchengladbach)

Gesamtmarktwert: 5,18 Mio. €

Arminia Bielefeld: Ein Aufstiegsfavorit?

Nach dem Abstieg fand diesen Sommer also der erwartete Umbruch statt. Insgesamt wurden 23 Abgänge durch 17 Neuzugänge ersetzt. Dazu gab die Arminia einigen Nachwuchsspielern ihre ersten Profiverträge. Trotz der hohen Verluste verfügt der Kader immer noch über sehr viel Qualität. Jedoch ist er nicht so stark, wie jener der Vorsaison. Meiner Meinung nach ist es  kaum möglich Spieler wie Robin Hack oder Janni Serra gleichgültig zu ersetzen. Das neue Konstrukt aus Spielern und Trainer hat so noch nie zusammengearbeitet und wird deshalb anfangs Eingewöhnungszeit brauchen. Michel Kniat stand in seiner noch kurzen Trainerlaufbahn immer bei Vereinen mit einem ruhigen Umfeld an der Seitenlinie. In Bielefeld hingegen dürfte der Druck nach der verkorksten letzten Saison hoch sein. Auf Grund dieser Tatsachen glaube ich, dass Arminia Bielefeld im Aufstiegsrennen am Ende den kürzeren ziehen wird. Ich bin jedoch sehr gespannt, wie sich diese neu zusammengewürfelte Mannschaft schlagen wird.

1860 spielt gegen Arminia Bielefeld am: 15-17.Dezember.23 (A)/18.Mai.24 (H)

Gesamtbilanz gegen Arminia Bielefeld: 14 Siege  5 Remis  5 Niederlagen

Drittligabilanz gegen Arminia Bielefeld: Noch keine Begegnungen absolviert

Fotogalerie zum Sieg des TSV 1860 in Stockheim (Toto-Pokal)

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1 Fc Stockheim Tsv 1860 Toto Pokal Fotogalerie Titelbild

Es war wahrlich schwere Kost, was die Löwen ihren Fans da gestern in der 1. Runde des Toto-Pokals vorsetzten. Zwar setzte sich der Favorit mit 5:1 durch, doch die noch zahlreich vorhandenen Mängel waren deutlich zu erkennen. Nichtsdestotrotz präsentieren wir Euch in unserer Fotogalerie die schönsten Impressionen von der Regenschlacht des TSV 1860 im oberfränkischen Stockheim.

Fotogalerie zum Sieg des TSV 1860 in Stockheim

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken.

Jacobacci: “Hätte mir den Auftritt natürlich souveräner vorgestellt”

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Maurizio Jacobacci Trainer TSV 1860

Mit 5:1 gewannen die Löwen am gestrigen Abend beim Kreisligisten 1. FC Stockheim und zogen damit in die 2. Runde des Toto-Pokals ein. Zufrieden durfte man mit der Leistung des TSV 1860 jedoch keineswegs sein. Auch Maurizio Jacobacci war dies sicher nicht, zeigte sich im Interview nach dem Spiel jedoch erstaunlich relaxed.

Jacobacci sieht auch Positives

Ist Maurizio Jacobacci ein guter Schauspieler oder ging er mit dem teilweise erbärmlichen Auftritt der Löwen gestern Abend wirklich so locker um? Nach dem Spiel gab sich der Trainer gelassen:

“Ich hätte mir den Auftritt natürlich souveräner vorgestellt gegen einen Kreisligisten. (…) Die, die auf dem Platz standen, haben es in der zweiten Halbzeit dann einigermaßen gut umgesetzt. Wenn man bedenkt, die Verhältnisse, die da waren: Regen, Wettersturm, Platzverhältnisse, kleiner Platz, holpriger Platz. (…) Natürlich sollten wir das Spiel souveräner nach Hause bringen.”

Jacobacci geizte nicht mit Lob für den unterklassigen Gegner, haderte jedoch mit der Chancenverwertung seines eigenen Teams:

“Ich erwarte mir natürlich viel mehr, v.a. Flankenbälle vors Tor müssen präzise gespielt werden. Ich glaube schon, dass die Mannschaft Qualitäten hat, das umzusetzen.”

So wirklich aufdrängen für die erste Elf am Samstag gegen den Waldhof konnte sich kein Spieler, so Jacobacci, der jedoch darauf verwies, dass er seine Startelf ohnehin schon im Kopf habe.

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Sechzig um sieben: Zäher Saisonstart in Stockheim

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TSV 1860 München Sechzgerstadion

Am Ende konnte auch ein 5:1 Sieg für den TSV 1860 München in Stockheim nicht darüber hinwegtäuschen. Hinter den Löwen liegt ein mehr als zäher Saisonstart.

Zäher Saisonstart im Toto-Pokal

Rein statistisch gibt es nichts zu bemängeln. Der TSV 1860 München konnte das erste Pflichtspiel der Saison 23/24 mit 5:1 gewinnen. Wer das Spiel allerdings komplett verfolgt hat, wird zustimmen, dass das ein äußerst zäher Saisonstart für Sechzig war. Zur Pause führten die Löwen nur mit 2:1 und zu allem Überfluss sah Neuzugang Leroy Kwadwo in seinem ersten Spiel für 1860 eine – immerhin diskutable – gelb-rote Karte. Sechzig zeigte auch gegen den Kreisligisten aus Oberfranken die bereits bekannten Schwächen im Spielaufbau und agierte weitestgehend harmlos in der Offensive. Dazu kamen immer wieder unerklärliche Patzer in der Abwehr. Die Tore schossen Lakenmacher, Zejnullahu, Frey (2) und Sulejmani. Frey war der einzige Löwenspieler, der über 90 Minuten so etwas wie eine ansprechende Leistung bringen konnte. Und ausgerechnet er ist am Samstag zum Drittligastart gegen den SV Waldhof gesperrt. Wir sind sehr gespannt, was da raus kommt…

Heute letzte Saisonvorschau

Gestern konntet Ihr Euch mit dem vorletzten Gegner der Löwen in dieser Hinrunde beschäftigen: Rot-Weiß Essen. Heute kommt dann zum Abschluss der letzte Saisongegner von 1860 an die Reihe: Arminia Bielefeld. Was Xaver dem Doppelabsteiger in der kommenden Saison zutraut, könnt Ihr am späten Vormittag lesen.

News aus der drittem Liga

Ulm erwartet 10.000 Zuschauer zur Drittliga-Rückkehr

Der Ulmer Pressesprecher Max Rieck äußerte gegenüber der Ulmer Südwestpresse, dass er 10.000 Zuschauer im ersten Saisonspiel durchaus für möglich hält. Bislang wurden über 3.300 Tickets abgesetzt und der Gast aus Saarbrücken wird wohl von etwa 2.000 Supportern begleitet werden.

Max Lorenz bleibt Kapitän von Preußen Münster

Wie bereits in der Vorsaison wird der 35-jährige Max Lorenz die Preußen als Kapitän anführen. Coach Sascha Hildmann sah keinen Grund, den Kapitän zu ändern. Am Samstag wird aber wahrscheinlich sein Stellvertreter die Münsteraner auf’s Feld führen, da Lorenz unter einer Fußverletzung leidet.

Drittliga Highlights ab sofort auch auf DAZN

Wie geohnt zeigt Magenta Sport alle 380 Partien der dritten Liga live. Darüber hinaus gibt es 68 Spiele in der ARD bzw. den dritten Programmen. Neu ist, dass es kurz nach Abpfiff nun auch Highlights bei DAZN gibt. Diese sind in der App und den frei empfangbaren Sendern des Streaming Dienstes zu empfangen.

Noch zwei Tage bis zum Drittligastart, Löw*innen! Nach dem Spiel von gestern bin ich mir nicht sicher, ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist…

 

 

Müde Löwen mühen sich zum Pokalsieg in Stockheim

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Müde Löwen mühen sich zum Pokalsieg in Stockheim
Müde Löwen mühen sich zum Pokalsieg in Stockheim

Für den TSV 1860 München hat die Pflichtspielsaison am Mittwochabend mit dem Toto-Pokalspiel in der 1. Runde beim 1. FC Stockheim begonnen. Die Löwen siegten am Ende verdient und zogen in die 2. Runde ein. Das Gelbe vom Ei war die Vorstellung nicht, vielmehr mühten sich müde Löwen zum 1:5 (1:2)-Pokalsieg in Stockheim.

Einige Leistungsträger bleiben in Giesing

Die Löwen-Stamm-Defensive um Marco Hiller blieb zu Hause in Giesing, von den Offensivkräften fehlten in Stockheim lediglich Guttau und Schröter.
Im strömenden Regen gingen die Löwen auf tiefem Geläuf, das wegen der Schauer sogar in roter Farbe markiert werden musste, überlegen ins Spiel. Fynn Lakenmacher (23.) und Eroll Zejnullahu (41.) brachten die Giesinger verdient mit 0:2 in Front.

Ampelkarte für Debütant Kwadwo

Doch vor der Pause nahm das Spiel an Fahrt auf und Neuzugang Leroy Kwadwo sah in der 44. Minute die Ampelkarte. Erst bekam er für ein taktisches Foul im Mittelfeld die Gelbe Karte gezeigt, der Platzverweis war dann zumindest diskutabel, da Kwadwo das Leder aus nächster Nähe an den Arm sprang. Den darauffolgenden Freistoß verwandelte René Schubert für Stockheim zum 1:2-Pausenstand ins lange Eck.

Drei Wechsel zur Pause

Zufrieden konnte Trainer Maurizio Jacobacci nach 45 Minuten also keinesfalls sein. Zur zweiten Halbzeit kamen dann auch drei neue Löwen aufs Feld. Für Lakenmacher, Bonga und Zejnullahu spielten im zweiten Durchgang Lang, Sulejmani und Tarnat.
Gegen dezimierte Löwen witterten die Hausherren Morgenluft, das Spiel-Geschehen fand aber dennoch vor allem in der Stockheimer Hälfte statt.

Müder Kick im zweiten Durchgang

Viel passierte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit nicht. Nach knapp einer Stunde sorgte Marlon Frey aus der Distanz mit seinem Treffer zum 1:3 für den alten Abstand. Damit war die Partie im strömenden Regen entschieden. Bei den Hausherren schwanden zusehends die Kräfte und es gab zahlreiche Auswechselungen. Die Löwen versuchten sich auch in Unterzahl durchzukombinieren. Doch im Abschluss fehlte zumeist die Präzision.

Widrige Witterung und wuselige Jung-Löwen

Nach 65 Minute musste dann bei den Hausherren mit Michael Hanke ein Feldspieler ins Tor, nachdem sich der Stammkeeper Max Lifka verletzt hatte und der etatmäßige Ersatzkeeper das Pokalspiel federführend organisiert hatte, weshalb er nicht zur Verfügung stand. Die junge Löwenmannschaft versuchte nach weiteren Wechseln, es kamen Greilinger für Cocic und Kurt für Ouro-Tagba, zu kombinieren und Torgefahr zu erzeugen. Dies gelang jedoch nur vereinzelt. Einmal musste Keeper Julius Schmid nach einem von ihm selbst gespielten Fehlpass sogar per Flugeinlage den zweiten Gegentreffer verhindern. Per Abstauber stellte der eingewechselte Valmir Sulejmani nach 82 Minuten auf 1:4. Kapitän Marlon Frey erhöhte kurz vor Schluss auf 1:5. Letztlich waren dann alle Spieler beider Teams froh, als die Schiedsrichter bei langsam einsetzender Dämmerung das Spiel pünktlich abpfiffen, das konnte auch der Regenbogen am Spielfeldrand nicht mehr ändern.

Müde Löwen mühen sich zum Pokalsieg in Stockheim

Am Ende blieb es nach 90 Minuten beim 1:5 für die Löwen, die damit glanzlos in der 2. Runde des Toto-Pokals stehen. Bis zum Drittliga-Auftakt gegen Mannheim am Samstag wartet aber noch viel Arbeit auf Jacobacci und sein Team, auch wenn dann sicherlich nicht die gleiche Startelf wie in Stockheim auf dem Feld stehen wird. Optimismus hat die Leistung in der ersten Runde des Toto-Pokals aber sicherlich keinen generiert.

Details zum Nachlesen im Live-Ticker

Alle Details zum ersten Pflichtspiel der Saison 2023/24 gibt es hier in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.

Liveticker: 1.FC 1922 Stockheim – TSV 1860 München (Toto-Pokal)

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sechzger.de Liveticker 1.FC 1922 Stockheim TSV 1860 München Toto-Pokal 1.Runde 02.08.2023

Herzlich willkommen zum Liveticker in der 1.Runde des Toto-Pokals der Saison 2023/24 mit dem Duell zwischen dem 1.FC 1922 Stockheim und dem TSV 1860 München!

Herzlich willkommen zurück aus der Sommerpause und dem ersten sechzger.de Liveticker in der Saison 2023/24. Los geht es für den TSV 1860 München in der 1.Runde des Toto-Pokals gegen den 1.FC 1922 Stockheim. Für die Gastgeber handelt es sich natürlich um das absolute Spiel des Jahres. Seit der Auslosung fiebern die Oberfranken der Partie entgegen.

Aufstellung:
Schmid – Ludewig, Kwadwo (G/R, 44.), Kloss – Frey (C) – Sür, Zejnullahu (46 Lang), Cocic (68. Greilinger), Bonga (46. Tarnat) – Lakenmacher (46. Sulejmani), Ouro-Tagba (73. Kurt)

Bank:
Rothdauscher (TW)

Tore:
0:1 Lakenmacher (23.), 0:2 Zejnullahu (38.), 1:2 Schubert (45.), 1:3 Frey (58.), 1:4 Sulejmani (81.), 1:5 Frey (88.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rot: Kwadwo (44.)

Die Personalsituation

Es fehlen: Daniel Winkler (Kreuzbandriss), Michael Glück (OP an der Hand), Phillipp Steinhart (Bänderverletzung), Tim Rieder (Aufbautraining)

Zudem hat Maurizio Jacobacci einige Spieler zuhause gelassen, die am Samstag zur Startelf gehören dürften.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Fehlanzeige.

Wo könnt ihr das Spiel 1.FC 1922 Stockheim – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Die Gastgeber freuen sich auf zahlreiche Zuschauer und infolgedessen hohe Einnahmen für die Vereinskasse. 3.000 Fans werden heute abend in Stockheim erwartet, das Pokalspiel ist damit ausverkauft. Entsprechend wird es in Stockheim keine Tageskasse geben.

Die Fans des TSV 1860 München müssen deswegen aber nicht auf die Partie verzichten. Löwen-TV überträgt im kostenlosen Livestream. Begleitet wird die 1.Runde im Toto-Pokal von den Moderatoren Rainer Kmeth und Felix Hiller.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

1. FC Stockheim – TSV 1860: Ergebnistipp Meris Skenderovic

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Tsv 1860 Meris Skenderovic

Zum Auftakt des Toto-Pokals reisen die Löwen heute nach Oberfranken zum 1. FC Stockheim. In der Vorsaison gastierte der TSV 1860 in Runde 1 beim SV Rödelmaier und siegte standesgemäß mit 7:0. Fünffacher Torschütze damals war Meris Skenderovic, den wir diesmal um seinen Ergebnistipp baten.

Meris Skenderovic tippt auf deutlichen Löwensieg

Wie nicht anders zu erwarten, rechnet der ehemalige Stürmer des TSV 1860 mit einem klaren Sieg der Löwen.

“Ich tippe auf ein 9:0!”

Damit könnten wohl beiden Mannschaften gut leben. Sechzig wäre souverän weiter und Stockheim hätte ein zweistelliges Ergebnis vermieden.

Von der Isar an die Saale

Der Deutsch-Montenegriner Meris Skenderovic war erst vor der vergangenen Saison zum TSV 1860 gewechselt und erzielte bei 27 Einsätzen vier Tore. Aufgrund mangelnder sportlicher Perspektive bat er vor wenigen Wochen um Auflösung des Vertrages, was die Löwen gewährten. Kurze Zeit später wurde der Stürmer bei Ligakonkurrent Hallescher FC vorgestellt und trifft am 23.09. auf seine alten Kollegen.

Bild: OR Pressedienst

Saisonvorschau 2023/24: Rot-Weiss Essen

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Im vorletzten Teil der Saisonvorschau blicken wir mit Rot-Weiss Essen auf einen echten Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet.

Klassenhalt trotz schwachem Saisonendspurt

Nach 15 Jahren in der Regionalliga gelang Rot-Weiss Essen im Sommer 2022 die lang ersehnte Rückkehr in den Profifußball. Daraufhin kam mit Christoph Dabrowski von Hannover 96 ein neuer Mann an die Seitenlinie. Sein Team startete jedoch ohne Sieg in den ersten fünf Spielen in die neue Drittligasaison. Mit dem Sieg gegen Aufstiegsfavorit Saarbrücken am 6.Spieltag schien der Knoten geplatzt zu sein. RWE holte von nun an wichtige Zähler in Duellen mit Mannschaften wie Dynamo Dresden oder Freiburg II. Den dadurch erspielten Vorsprung konnte man trotz eines schwachen Saisonendspurts ins Ziel bringen. Am Ende hielt man auf Platz 15 mit fünf Punkten Abstand auf Absteiger SV Meppen die Klasse. Dennoch gab es teilweise starke Kritik aus der Fanszene an Trainer Christoph Dabrowski, der aber von den Verantwortlichen das Vertrauen auch für die kommende Saison ausgesprochen bekam. In der Sommerpause sorgte auch eine chaotische Mitgliederversammlung, auf der 3,6 Mio. € Schulden aus dem Jahr 2022 bekannt gegeben wurden.

Tarnat von der Hafen- an die Grünwalder Straße

Einen Stammspieler im Mittelfeld verliert der deutsche Meister von 1955 in Person von Niklas Tarnat. In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte der Sohn des ehemaligen Seitenstraßen-Profis Michael Tarnat 30 Einsätze im rot-weißem Trikot. Nun unterschreibt der 25-jährige in Giesing einen Vertrag bis 2024. Auch Simon Engelmann verlässt die Hafenstraße in Richtung seiner Heimat Rödinghausen. In drei Jahren bei RW Essen steuerte der 34 Jahre alte Angreifer insgesamt 72 Treffer bei. Die auslaufenden Arbeitspapiere von Oguzhan Kefkir und Felix Herzenbruch wurden ebenfalls nicht verlängert. Beide waren elementare Säulen für den Aufstieg der Essener. Neben ihnen hat der Verein noch sechs weitere Abgänge zu verzeichnen.

RW Essen verpflichtet Götze fest

Letzen Sommer kam Felix Götze als Leihspieler vom FC Augsburg an die Ruhr. Nun bindet man den Bruder von Weltmeister Mario Götze für ein weiteres Jahr an sich. 100.000 € Ablöse überweist man für ihn nach bayerisch Schwaben. Die gleiche Summe legt RWE auch für Stürmer Leonardo Vonic auf den Tisch. Der 20 jährige erzielte in der vergangenen Saison 20 Tore für das Reserveteam des 1.FC Nürnberg. Dazu steht er regelmäßig im Aufgebot der kroatischen U 21 Nationalmannschaft. Um den Abgang von Niklas Tarnat zu kompensieren, konnten sie Vinko Sapina aus Verl in die viertgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens locken. Des weiteren sollen Moussa Doumbouya und Ekin Celebi zusätzlich Qualität in den Kader bringen.

Ab und Zugänge im Überblick

Abgänge: Niklas Tarnat (1860 München), Simon Engelmann (SV Rödinghausen), Oguzhan Kefkir (RW Oberhausen), Aurel Loubongo (VfB Oldenburg), Michel Niemeyer (RW Oberhausen), Raphael Koczor (FC Kray), Timur Kesim (SW Essen), Felix Herzenbruch (Vereinslos), Kevin Holzweiler (Vereinslos), Nico Haiduk (Vereinslos)

Zugänge: Leonardo Vonic (1.FC Nürnberg II), Felix Götze (FC Augsburg), Vinko Sapina (SC Verl), Marvin Obuz (1.FC Köln), Moussa Doumbouya (FC Ingolstadt), Ekin Celebi (Hannover 96), Aaron Manu (RW Erfurt), Eric Voufack (Lok Leipzig), Ole Springer (Werder Bremen II)

Gesamtmarktwert: 5,40 Mio. €

Kann sich RWE in der dritten Liga etablieren?

In dieser Transferphase fand in Essen ein Umbruch statt. Die Verträge einiger verdienten Spieler wurden nicht verlängert. Stattessen investiert man unter anderem in Person von Leonardo Vonic in die Zukunft. Ich bin gespannt, ob er seine Leistungen aus der Regionalliga auch eine Klasse höher abrufen kann. Der Großteil der Mannschaft dürfte nach einer Saison in Liga 3 nun eingespielt sein. Dennoch ist das zweite Jahr für einen Aufsteiger ja bekanntlich am schwersten. Auch wenn sich viele Fans nach den Erfolgen früherer Tage sehnen, wird für RWE in dieser Saison wahrscheinlich wieder der Abstiegskampf Alltag sein. Verglichen mit der Konkurrenz  verfügt das Team von Christoph Dabrowski über viel Qualität und Drittligaerfahrung. Dennoch dürfte für die Rot-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt jeder Zähler wichtig werden. Seine Testspiele gegen unterklassige Clubs konnte der Traditionsverein alle für sich entscheiden. Das erste Pflichtspiel der neuen Spielzeit wird man am 4.August beim Halleschen FC bestreiten.

RWE gegen 1860: Ein Duell mit Historie

Das erste mal gegenüber standen sich beide Vereine am 14.Spieltag der Bundesligasaison 1966/67. Damals gingen die Löwen mit 1:0 als Sieger vom Platz. In der 2.Liga traf man bis zum Abstieg von RWE im Jahr 2007 acht mal aufeinander. Daraufhin vergingen 15 Jahre ohne irgendeine Begegnung der beiden ehemaligen deutschen Meister, ehe es an einem Montag Abend im November 2022 zur Premiere dieses Duells in Liga 3 kam. Vor heimischer Kulisse musste 1860 in der Nachspielzeit doch noch den bitteren Ausgleich zum 1:1 hinnehmen.

1860 spielt gegen Rot-Weiss Essen am: 8-10.Dezember.23 (H) / 10-12.Mai.24 (A)

Gesamtbilanz gegen Rot-Weiss Essen: 7 Siege  6 Remis  1 Niederlage

Drittligabilanz gegen Rot-Weiss Essen: 0 Siege  2 Remis  0 Niederlagen

 

Zur Einstimmung: Die Vereinshymne des 1. FC Stockheim

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Münchens Jugend TSV 1860 München Fanszene Graffiti

We love football… and music

Dass einige Mitglieder der sechzger.de-Redaktion eine Leidenschaft für Fußball-Songs und Vereinshymnen aufweisen, dürfte dem einen oder anderen Leser bekannt sein. In den in der Saison 2021/21 an jedem Löwenspieltagsmorgen erschienenen kompakten Vereinsvorstellungen unter dem Titel Den Gegner im Fokus präsentierten wir Euch zu (fast) jedem Gegner des TSV 1860 auch das zugehörige Vereinslied. Ob das fast literarisch anmutende “Wir sind alle ein Stück VfL Osnabrück”, der legendäre Zebra-Twist des MSV Dusiburg oder die schmissige Hymne des SV Meppen. Bei uns wurden Fußball- und Musikliebhaber gerne fündig und es gab was auf die Löffel. Auch Thomas Enn nimmt in seinen Giesinger Gedanken immer wieder maql Musikstücke zu Hilfe, um seine Emotionen rund um den TSV 1860 besonders treffend auszudrücken.

Unterklassige Teams meist ohne eigene Vereinshymne

Während annähernd fast jeder Club der Profiligen heutzutage häufig auf eine ganze Batterie an Fanliedern – sehr unterschiedlicher Qualität – zurückgreift, haben unterklassige Vereine eher selten ein solche Vereinshymne zu bieten. Anders verhält es sich beim 1. FC 1922 Stockheim, bei dem die Löwen heute Abend (18.30 Uhr im sechzger.de-Liveticker) in der 1. Runde des diesjährigen Totopokal-Wettbewerbs antreten. “Glück Auf reloaded” lautet der Titel des dem Hiphop-Chanre zugehörigen Songs aus dem Jahr 2015, für den sich ein gewisser RB zum Jott als Künstler verantwortlich zeigt. Wie das Logo des 1. FC Stockheim mit den zwei gekreuzten Hämmern stellt auch das Lied einen klaren Bezug zur Bergbau-Tradition in der “Bergwerksgemeinde” dar.

 

Ein eher unwahrscheinlicher Sieg über das Drittligateam des TSV 1860 wäre für Stockheim der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Bislang gehörte der aktuelle Kreisligist und Kreispokalsieger in der Region Coburg/Kronach/Lichtenfels in einer erfolgreicheren  Vergangenheit einige Spielzeiten der Bezirksliga an. Die Vereinshmyne hingegen kann – gleichwohl die Geschmäcker unterschiedlich sind – durchaus als erstklasig bezeichnet werden.

Es ist egal, was ihr sagt und auch egal, was ihr macht, denn wir sind Macht aus dem Schacht, also macht da mal Platz. Wir sind Stockheimer Jungs, unser Herz voller Stolz. Bergwerk und Stollen – jeder kämpft für Erfolg.

Jacobacci, dreh die Anlage auf!

Wir in der sechzger.de-Redaktion haben uns den Track bereits konzentriert zu Gemüte geführt. Vielleicht wäre es gar keine schlechte Idee, den Löwenprofis auf der – durchaus langen – Busfahrt nach Oberfranken den Song des 1. FC Stockheim vorzuspielen. Dann wissen Verlaat & Co. worauf sie sich einstellen müssen…