Die Löwen befinden sich nach wie vor auf der Suche nach einem Stürmer. Einem Bericht zufolge zeigt der TSV 1860 München dabei Interesse an John Verhoek. Der 34-Jährige wurde bei Hansa Rostock aussortiert und dürfte damit für einen Wechsel keine Steine in den Weg gelegt bekommen.
TSV 1860: Löst John Verhoek das Problem im Sturmzentrum?
Gegen Memmingen zeigte die Offensivabteilung der Löwen eine verbesserte Leistung und konnte insgesamt vier Treffer erzielen. Zuvor war der TSV 1860 in den Duellen mit Wasserburg, Ried sowie dem LASK jeweils ohne eigenen Torerfolg geblieben. Auch beim FCM war nicht alles Gold, was glänzt. Zahlreiche aussichtsreiche Torchancen konnten nicht mit einem weiteren Treffer veredelt werden. Schon länger läuft an der Grünwalder Straße die Suche nach einem passenden Stürmer. Laut der Abendzeitung spielt in den Überlegungen des TSV 1860 und Trainer Maurizio Jacobacci auch John Verhoek eine Rolle. Der 34-Jährige spielt bei Hansa Rostock keine Rolle mehr und darf den Verein trotz noch laufendem Vertrag vorzeitig verlassen. Auch der VfB Lübeck soll an einer Verpflichtung interessiert sein.
John Verhoek kam bislang 237 Mal in der 2.Bundesliga zum Einsatz und erzielte dabei 55 Treffer. Auch in der 3.Liga ist er mit 57 Einsätzen (17 Tore) kein Unbekannter. Neben seinem aktuellen Verein Hansa Rostock stand er unter anderem beim FC St.Pauli oder dem 1.FC Heidenheim unter Vertrag. Beim TSV 1860 könnte er die Lücke im Sturmzentrum schließen. Laut der AZ ist er allerdings nicht die “Option A“. Bis zum Fanfest am kommenden Sonntag erhofft sich Trainer Maurizio Jacobacci einen neuen Angreifer präsentieren zu können.
Choreographie der Münchner Löwen - 50+1 unverhandelbar! Quelle: muenchnerloewen.de
Das aktuell laufende 50+1 Verfahren steht kurz vor einem Abschluss. Das hat das Bundeskartellamt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Demnach werden die von der DFL gemachten Vorschläge genehmigt.
Bundeskartellamt verkündet baldiges Ende beim 50+1 Verfahren
Seit 2021 läuft das sogenannte 50+1 Verfahren beim Bundeskartellamt. Ursprünglich wurde es auf Anregung der DFL gestartet. In einer ersten Bewertung wurde die 50+1 Regel durch die Gesetzeshüter als “kartellrechtlich unbedenklich” eingestuft. Kritisch betrachtet wurden allerdings die definierten Ausnahmen, die zum Beispiel in Wolfsburg oder Leverkusen genutzt werden. Entsprechend wurde die DFL aufgefordert, eine klare Regelung für diese Ausnahmen zu definieren. Dieser Forderung wurde inzwischen nachgekommen. Offenbar waren die Vorschläge zufriedenstellend, denn das Bundeskartellamt hat in einer Pressemitteilung den baldigen Abschluss des Verfahrens angekündigt.
Demnach wurde mit dem heutigen Tag ein entsprechender Entwurf an die verfahrensbeteiligten Parteien (DFL, DFB, Vereine und Investoren) verschickt. Wie auch bei dem Zusagenangebot der DFL besteht nun die Möglichkeit sich zu der Formulierung zu äußern und Stellung zu beziehen.
Ausnahmen wie in der Vergangenheit sind nach der geplanten Satzungsänderung dann nicht mehr möglich. Der entsprechende Abschnitt wurde überarbeitet. Entsprechend äußert sich der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, zuversichtlich und geht davon aus, dass die getroffenen Maßnahmen für die Behörde ausreichend sind.
Mit der zugesagten Streichung der Ausnahmemöglichkeit aus der Satzung entfällt unsere Sorge, dass die von der DFL geltend gemachten sportpolitischen Ziele durch ein Nebeneinander von Klubs mit und ohne Förderausnahme konterkariert werden. Zwar bleibt es dabei, dass die Regeln des Kartellrechts für den Profisport und speziell für Sportverbände gelten. Auch stellt die Begrenzung der Liga-Teilnahme auf vereinsgesprägte Klubs nach wie vor eine Wettbewerbsbeschränkung dar, die einer sportpolitischen Legitimierung bedarf. Die von der DFL angebotenen Verpflichtungszusagen erscheinen insgesamt aber geeignet, unsere vorläufigen kartellrechtlichen Bedenken auszuräumen.
Bei der TSG Hoffenheim hatte sich Mäzen Dietmar Hopp bereits vor kurzem dazu entschlossen, seine Stimmrechtsmehrheit wieder an den Verein zurück zu geben. Die einzigen beiden Ausnahmen der Regel bleiben damit Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg. Sie sollen laut Bundeskartellamt “zu mehr Mitgliederpartizipation und zur Zahlung eines monetären Vorteilsausgleichs verpflichtet werden“.
Einst schnürten sie alle drei die Fußballstiefel für den TSV 1860, nun sind in der Regionalliga Südwest für den FC Homburg am Ball. Wir haben Felix Weber, Tom Kretzschmar und Ivan Knezevic zum Interview getroffen.
Weber, Kretzschmar & Knezevic im Interview
Neben den drei Genannten sind mit dem Trainergespann Danny Schwarz und Benjamin Schwarz sowie Mittelfeldspieler Fanol Perdedaj drei weitere Personen mit Löwen-Vergangenheit beim ehemaligen Bundesligisten im Saarland gelandet. Am Rande des Testspiels des FC Homburg beim österreichischen Bundesligisten SCR Altach (1:2, Tor für Homburg: Perdedaj) baten wir Felix Weber, Tom Kretzschmar und Ivan Knezevic zum Interview. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an FCH-Pressesprecherin Pauline Rodenbüsch für die unkomplizierte Hilfe!
sechzger.de: Erstmal servus und danke, dass Ihr Euch Zeit genommen habt für das Interview. Ihr habt hier gerade mit dem FC Homburg in Altach gespielt und 1:2 verloren. Felix war als Kapitän aufgestellt, Tom hat nicht gespielt. Wie waren die ersten Eindrücke in Homburg und im Trainingslager im Kleinwalsertal?
Weber: Trainingslager war top, wir haben ein super Hotel gehabt, sehr gutes Essen und die Trainingsplätze waren auch gut. Im Großen und Ganzen war das jetzt ein guter Abschluss.
sechzger.de: Und mörderheiß auch im Kleinwalsertal, oder?
Weber: Ja, da wars richtig heiß. Und auf 1100 Meter Höhe oder so – wenns da mal 30 Grad hat, dann schepperts richtig.
Der ehemalige Löwen-Kapitän Felix Weber kam aus Bayreuth zum FC Homburg
sechzger.de: Zu Dir, Tom: Du bist jetzt gerade erst von Sechzig weg zum FC Homburg und hast nicht zuletzt aufgrund der Verletzung des anderen neu verpflichteten Torhüters Jakob Mayer eine sehr gute Chance, die Nummer 1 zu werden. Heut hast nicht gespielt – woran liegts?
Kretzschmar: Ich bin ein bisschen angeschlagen an der Leiste. Wir haben dann auch gesagt, dass wir da kein Risiko eingehen wollen. Deswegen habe ich heute ausgesetzt und bin dann am Wochenende wieder dabei.
sechzger.de: Du bist jetzt eine Liga tiefer als zuletzt, hast die letzten Spiele bei den Löwen aber gespielt, weil der Marco Hiller nicht einsatzbereit war. Bewusst jetzt eine Liga tiefer, weil da die Chance größer ist, Stammtorhüter zu werden? Oder was war da der ausschlaggebende Punkt?
Kretzschmar: Klar wollte ich jetzt auch mal auf meine Spiele kommen und der Plan mit Homburg hat mir gefallen. Deswegen habe ich mich dann auch für Homburg entschieden und bin auch sehr glücklich, jetzt hier zu sein.
sechzger.de: Das glaub ich. Es ist ja auch alles sehr ambitioniert, was da aufgezogen wird. Wenn man sich so anschaut, was da an neuen Spielern geholt wurde, dann wird das wahrscheinlich ein Zweikampf zwischen Euch und Offenbach, oder? Wie seht Ihr das? Ah, der Ivan ist jetzt auch dazugekommen! Servus!
Knezevic: Würde ich jetzt nicht behaupten. Also ich kenn die Liga jetzt nicht so gut wie die Regionalliga Bayern, in der ich lange gespielt habe, aber ich würde mich jetzt nicht unbedingt nur auf zwei Vereine festlegen. Wir wollen ne gute Saison spielen, Offenbach will klar aufsteigen mit den Transfers, die die getätigt haben. Wir versuchen, unsere Hausaufgaben zu machen und einfach von Spiel zu Spiel da ranzugehen.
sechzger.de: Jetzt habt Ihr ja hier mit Danny Schwarz einen Trainer beim FC Homburg, der auch kein ganz Unbekannter ist in München und der sowohl bei Rot als auch bei Blau tätig war. Es wurden jetzt auch sehr viele Spieler aus Bayern verpflichtet. Du, Ivan, kennst das ja auch aus Aue, wo Timo Rost sich viele Spieler aus Bayern geholt hatte. Die Amtssprache wurde jetzt geändert im Saarland, oder?
Weber: Ich muss sagen, an das Saarländisch muss man sich noch sehr gewöhnen, aber so viele haben wir davon gar nicht bei uns im Team, das stimmt schon.
Danny Schwarz – einst Spieler beim TSV 1860, jetzt Trainer des FC Homburg
sechzger.de: Schafkopf-Runde gesichert?
Weber: Ja, also der Lippert (Anm. der Redaktion: Dennis Lippert, neu von der SpVgg Bayreuth) und ich haben jetzt – wobei man auch sagen muss, dass wir keine guten Schafkopf-Spieler sind – mit dem Markus Mendler und dem Philipp Hoffmann schon zwei gefunden, die es einigermaßen können. Übung macht den Meister.
sechzger.de: Heute zum Spiel hier in Altach: 1. Halbzeit war sehr ordentlich, oder?
Weber: Ja, die sind immer noch Erstligist und wir kommen gerade aus dem Trainingslager. Ich weiß jetzt nicht, wie die trainiert haben, aber 1. Halbzeit 0:0 ist glaub ich nicht so verkehrt. Und dann, ja gut, Schiri war auch ein Österreicher, das hat man dann schon auch ein bisschen gemerkt.
sechzger.de: Warum hat Dein Kopfballtor nicht gezählt? Abseits?
Weber: Ja, Abseits hat er gesehen. Und den Elfer für Altach muss man auch nicht geben, aber im Großen und Ganzen, wennst da jetzt 2:1 verlierst, dann ist das schon okay.
Ivan Knezevic war in der Jugend und bei den Amateuren für die Löwen am Ball
sechzger.de: Bei Dir, Ivan, hat es mich tatsächlich sehr verwundert, dass Du jetzt einen Schritt zurück gemacht hast in die Regionalliga. Du hattest ja 16 Spiele gemacht bei Aue und warst zum Saisonende hin schon des Öfteren in der Startelf, oder?
Knezevic: Ab 2023 waren es drei oder vier Spiele von Anfang an und mir wurde am Ende der Saison mitgeteilt, dass mit mir nicht mehr geplant wird. Wegschicken konnten sie mich ja nicht, weil ich einen laufenden Vertrag hatte, aber da wurde klar kommuniziert, dass ich lieber den Verein verlassen soll. Es ist ja auch nicht mein Ziel, ein Jahr komplett auf der Bank zu sitzen und unglücklich zu werden. Dafür brenn ich noch zu sehr, Fußball zu spielen und dann kam halt auch der Anruf aus Homburg von Danny. Ich hab dann eine Woche überlegt, wie wir das machen und dann haben wir uns mit Aue abgesprochen. Jetzt haben wir eine super Lösung gefunden und ich freue mich, bei einem ambitionierten Regionalligisten viel Spielzeit zu bekommen statt in der 3. Liga praktisch gar keine.
sechzger.de: Du bist jetzt ja doch schon ziemlich lang weg von den Löwen und bist nach vier Jahren bei 1860 im Jahr 2014 nach Nürnberg gewechselt. Hast Du noch Kontakt zu den Löwen?
Knezevic: Ja, auf jeden Fall, zum Beispiel zu Tim Rieder, auf dessen Hochzeit ich ja auch war. Wir haben einen engen Draht noch und hören uns sehr oft. Oder auch zum Eroll Zejnullahu, den ich in Bayreuth noch kennengelernt habe, auch wenn wir nicht zusammengespielt haben. Da hab ich dem Tim auch gesagt, er soll den gleich unter seine Fittiche nehmen, ihm ein bisschen München zeigen und ich glaube, da ist er an der richtigen Adresse. Natürlich verfolge ich auch den Verein und das ganze Drumherum und drücke auch die Daumen, dass es dieses Jahr endlich mal klappt mit dem Aufstieg in die 2. Liga.
sechzger.de: Felix, Du hast letzte Saison mit dem angesprochenen Eroll Zejnullahu in Bayreuth zusammengespielt. Was dürfen wir von ihm erwarten?
Weber: Hoffentlich dass er fit bleibt, weil wenn er fit ist, dann ist er ein sehr, sehr guter Drittliga-Spieler. Der hat schon sehr gute Qualitäten, vor allem offensiv. Wenn er fit ist, dann können die Fans sich schon auf ihn freuen.
Nach 17 Jahren bei den Löwen verließ Tom Kretzschmar den TSV 1860 im Sommer
sechzger.de: Tom, Du bist jetzt gerade erst weg. Wie wars denn letzte Saison? Von außen hatte man den Eindruck, dass es mannschaftsintern eher schwierig war und einiges im Argen lag, oder?
Kretzschmar: Nein, ich find, im Argen lag eigentlich gar nichts im letzten Jahr. Es hatte letztendlich andere Gründe auf dem Platz und die Saison wurde nicht in der Kabine entschieden. Daran lags definitiv nicht. Wir waren eigentlich schon eine sehr gute Truppe letzte Saison.
sechzger.de: Wie würdest Du Maurizio Jacobacci beschreiben, also gerade auch im Vergleich zu Michael Köllner?
Kretzschmar: Die beiden kann man gar nicht vergleichen. Köllner war eher so der sehr kommunikative Typ auch in der Kabine. Der Jacobacci ist einer, der sein Herz richtig auf dem Platz lässt und etwas weniger mit den Spielern spricht und auch für den ein oder anderen Scherz weniger zu haben ist.
sechzger.de: Also auch eher autoritär?
Kretzschmar: Ja, das war der Köllner aber auch.
sechzger.de: Gut, dann nochmal vielen Dank für das Interview. Ihr habt jetzt eine lange Busfahrt von Vorarlberg ins Saarland vor Euch. Bis bald!
Die neue Spielzeit 2023/24 startet für die Löwen im Grünwalder Stadion so, wie die alte beendet wurde. Als erstes empfängt der TSV 1860 München den Waldhof aus Mannheim. Der DFB hat die Partie, die am ersten August-Wochenende stattfindet, nun fest terminiert, die weiteren Spieltage folge in der kommenden Woche.
TSV 1860 München eröffnet gegen Waldhof Mannheim
Etwas mehr als drei Wochen müssen sich die Löwenfans noch gedulden, ehe in der Saison 2023/24 erstmals aus weiß-blauer Sicht angepfiffen wird. Zum Auftakt empfängt der TSV 1860 München bekanntlich Waldhof Mannheim. Dieses Duell gab es erst vor kurzem im Grünwalder Stadion. Am 19.Mai siegten die Löwen gegen die Gäste durch Tore von Lex, Lakenmacher und Verlaat mit 3:1. Nun ist auch klar, wann die nächste Begegnung der beiden Kontrahenten stattfindet. Der DFB hat den 1.Spieltag fix terminiert.
Der TSV 1860 München empfängt den SV Waldhof Mannheim demnach am Samstag, den 05.08 2023. Anstoß ist um 14:00 Uhr. Zum Auftakt warten direkt einige interessante Duelle auf die Fans nach der Sommerpause. So kommt es in Regensburg zum bayerischen Duell mit Unterhaching. Außerdem empfängt Dynamo Dresden den Absteiger Arminia Bielefeld. Die weiteren Aufsteiger Münster, Ulm und Lübeck bestreiten den 1.Spieltag jeweils vor heimischen Publikum.
Neu sind zur Saison 2023/24 auch die Anstoßzeiten. Wie im letzten Jahr wird es ein Spiel um 18:60 Uhr am Freitagabend geben. Die meisten Spiele finden nach wie vor am Samstag um 14:00 Uhr statt. Ergänzt wurde an diesem Tag eine Partie um 16:30 Uhr. Der Sonntag ist ab sofort in drei Termine geteilt: angepfiffen wird je ein Spiel um 14:00, 16:30 und 19:30 Uhr.
Letzter Härtetest für die Amateure vor dem Ligastart: Die 2. Mannschaft des TSV 1860 trifft am Samstag (14 Uhr) im Sportpark am Kaulbachweg auf die U21 des SSV Jahn Regensburg.
TSV 1860 U21 am Samstag bei Jahn Regensburg II
In der Vergangenheit trafen die U21-Teams der Löwen und des Jahn mehrmals in der Bayernliga Süd aufeinander. Inzwischen sind die Oberpfälzer in der Bayernliga Nord aktiv und belegten dort in der abgelaufenen Spielzeit ebenso den 8. Platz wie die Löwen im Süden.
Am Samstag treffen die U21 Teams des SSV Jahn Regensburg und des TSV 1860 nun im Sportpark am Kaulbachweg aufeinander, um die Kräfte kurz vor dem Saisonstart zu messen. Die Löwen empfangen am 1. Spieltag der Bayernliga Süd am 23.07. um 14 Uhr den VfR Garching in der Kies Arena in Gilching.
Verspäteter Anpfiff, Gewitter-Unterbrechung und Tore – der Mittwochabend hatte für die Fans im Sportpark Neuried einiges zu bieten. Am Ende setzte sich der TSV 1860 München II gegen den Bezirksligisten TSV Neuried durch und bleibt damit in der Vorbereitung ungeschlagen.
Seidl mit Doppelpack für den TSV 1860 II in Neuried
Die Münchner Verkehrsverhältnisse sind definitiv nicht die einfachsten – das musste auch der TSV 1860 München II bei seinem Gastspiel in Neuried erleben. Der Schiedsrichter kam staubedingt deutlich später am Sportpark an, sodass das Testspiel erst mit einer knapp halbstündigen Verspätung beginnen konnte. Lange dauerte es dann nicht, bis die Löwen das erste Mal jubeln durften. Neuzugang Tobias Seidl, der sich bereits gegen Gilching in die Torschützenliste eintrug, erzielte nach elf Minuten die Führung für die Gäste. In der 38. Minute war es erneut der vom TuS Holzkirchen an die Grünwalder Straße gewechselte Seidl, der das 0:2 erzielte. Kurz vor der Pause verkürzte Thomas Maier zum 1:2, doch bereits in der 53. Minute stellte Matija Radonjic den alten Vorsprung wieder her.
Wenig später sah sich der Schiedsrichter gezwungen, die Partie wegen des starken Regens zu unterbrechen. Nach ein paar Minuten ging es weiter, Samir Neziri verschoss einen Elfmeter für die Löwen und so dauerte es bis zur 82. Minute, ehe Colin Beutel das 1:4 erzielte. In der 84. Minute kam Neziri doch noch zu seinem Treffer und in der Schlussminite sorgte Patrick Schmidt per Eigentor für den 1:6-Endstand.
Während die Profis des TSV 1860 München erst am Samstag das nächste Testspiel haben, standen die Amateure gestern in Neuried im Einsatz.
Amateure siegen 6:1 in Neuried
Beim vorletzten Test vor dem Start in die Bayernliga Süd stand die U23 des TSV 1860 gestern Abend beim Club von Oli Beer im Einsatz. Das Spiel fand unter kuriosen Umständen statt. Zunächst verspätete sich der Schiri, weswegen das Spiel etwa 30 Minuten verspätet angepfiffen wurde. In der 57. Minute wurde das Spiel dann wegen eines Gewitters unterbrochen. Die Jungen Löwen zeigten dennoch eine gute Leistung und konnten das Spiel beim Bezirksligisten 6:1 gewinnen.
Aktueller Stand bei Turnhalle und Stadion
Nochmal ein kurzer Blick zurück auf die Mitgliederversammlung zu zwei durchaus zukunftsweisenden Themen für den TSV 1860 München. Beim Bau der Turnhalle, die für den e.V. und die aktiven Sportler unter den aktuell knapp 26.000 Mitgliedern sehr wichtig ist, gibt es keinen erkennbaren Fortschritt. Hier scheint es hinter den Kulissen auf einen Rechtsstreit zwischen e.V. und KGaA hinauszulaufen, das die Ismaik-Seite in der KGaA blockiert. Beim Sechzgerstadion gibt es auch kaum Fortschritte. Angeblich hätte die Stadt München ein stadiontaugliches Grundstück ermittelt, aber seitens der HAM-Seite herrscht seit einiger Zeit Funkstille. Also läuft es auf die Ertüchtigung der Heimat der Löwen hinaus, bei der Stadt nach Aussage Reisingers wegen immens gestiegener Baukosten auf Zeit spielt. Ziemlich ernüchternd Alles…
Sechzger.de Talk 115 online
In der 115. Auflage des sechzger.de Talks gibt sich erneut ein hochkarätiger Gast die Ehre. VR-Mitglied Nicolai Walch berichtet Christian, Peter und Stefan von der Arbeit im Verwaltungsrat. Das Quartett kommt natürlich nicht umhin, die letzten Neuzugänge für den Profikader zu thematisieren und die durchaus verbesserte Leistung der Löwen beim Testspiel in Memmingen zu kommentieren. Schaut oder hört Euch den Talk auf unserem YouTube Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen an, zum Beispiel:
Beim Testspiel gegen Eintracht Braunschweig verletzte sich der 36-jährige Abwehrspieler der Preußen. Er erlitt einen Anriss des vorderen Kreuzbandes und wird länger ausfallen. Grote war in der letzten Saison einer der Erfolgsgaranten der Preußen, die der Ausfall hart trifft.
Saarbrücken sucht noch vier Spieler
Trainer und Sportchef Rüdiger Ziehl führte während des Trainingslagers der Saarbrücker aus, dass der Kader noch um bis zu vier Spieler ergänzt werden soll. Es sollen noch ein dritter Torwart, ” ein “junger, schneller Stürmer”, ein Innenverteidiger und ein Allrounder für defensives Mittelfeld bzw. rechte Seite kommen.
Dresden tritt zu “Hilfe-Spiel” in Zwickau an
Nachdem Abstieg der Schwäne herrscht Geldnot beim FSV Zwickau, die innerhalb der nächsten acht Wochen 500.000 € zusammenkriegen müssen, um den Spielbetrieb fortführen zu können. Hier können sie nun die Einnahmen eines “Hilfe-Spiels” gegen Dynamo Dresden einkalkulieren. Die Dresdner, die eine Fanfreundschaft mit den Zwickauern verbindet, werden am 22.07. um 15:00h in Zwickau antreten. Die Erlöse werden vollumfänglich dem FSV zu Gute kommen.
Damit wünschen wir Euch einen schönen Donnerstag. Falls heute der neue Stürmer kommt, erfahrt Ihr es natürlich zeitnah bei sechzger.de!
Eine neue Ausgabe des sechzger.de Talks ist online. In Folge 115 empfängt Christian neben Nicolai Walch vom Verwaltungsrat des TSV München von 1860 e.V. auch Peter vom Wahlausschuss und Redaktionsmitglied Stefan. Gemeinsam sprechen sie u.a. über die Arbeit des Verwaltungsrats, werfen außerdem einen Blick auf die Mitgliederversammlung vom vergangenen Sonntag sowie auf das aktuelle Tagesgeschehen bei 1860 und den vor kurzem veröffentlichen Spielplan.
Ganz kommen wir auch in dieser, dem Verwaltungsrat und der Mitgliederversammlung gewidmeten Sendung nicht an aktuellen sportlichen Themen vorbei. Im ebenfalls am Sonntag ausgetragenen Testspiel beim Regionalliga-Aufsteiger FC Memmingen haben die Löwen endlich mal Tore geschossen. Vier waren es am Ende und es hätten wohl noch mehr sein können und müssen. Dass – neben den beiden neuesten Neueerwerbungen Kaan Kurt und Kilian Ludewig – unbedingt noch ein Stürmer kommen muss, sehen alle Talk-Teilnehmer so. Die seit der MV aufgekommenen Gerüchte um einen “Sportdirektor mit Format”, der demnächst an der Grünwalder Straße 114 anheuern soll, werden ebenfalls besprochen. Und schließlich geht es dann noch um den vor kurzem veröffentlichten Spielplan für die neue DrittligaSaison. Besonders die Terminierung der beiden Spiele gegen den VfB Lübeck unter der Woche sorgt für Missstimmung unter den Löwenfans.
Im Gespräch mit Nicolai Walch, Verwaltungsrat des TSV 1860 e.V.
Nach dem Vereinsmanagement in Folge 113 geht es in der aktuellen Folge des sechzger.de Talks dann speziell um den Verwaltungsrat des TSV 1860 München e.V. Schon seit längerem ist Nicolai Walch in diesem Gremium zu finden. Zusammen mit seinen Kollegen (Sascha Königsberg, Sebastian Seeböck, Dr. Markus Drees, Christian Groß, Gerhard Mayer, Norbert Steppe, Robert von Bennigsen und Beatrix Zurek) leistet er wertvolle Arbeit für die Löwen. Doch was macht der Verwaltungsrat eigentlich, wie oft trifft man sich, wofür ist man als VR zuständig? Diese und viele weitere Fragen stellt Christian seinem Gast. Vorher berichtet Nicolai noch von seiner Sozialisation zum Löwenfan. Die Biografien klingen oft ähnlich – und doch ist jede für sich eigentlich eine eigene Sendung Wert.
Bericht von der Mitgliederversammlung 2023
Gewählt werden die Verwaltungsräte bekanntermaßen von der Mitgliederversammlung. Zwar war das in diesem Jahr nicht der Fall, dennoch gibt es auch zur MV ausreichend Themen zu besprechen. Die sehr lange und kämpferische Rede von Präsident Robert Reisinger wird von den Protagonisten kommentiert und – das darf man vorweg nehmen – sehr gelobt. Außerdem gab es am Sonntag im Zenith interessante Anträge bezüglich Briefwahl, dem Grünwalder Stadion und der Möglichkeit, die ganze Veranstaltung online durchzuführen. Wir analysieren die Resultate insbesondere mit dem Wahlausschuss-Mitglied Peter, der diesen Teil der Mitgliederversammlung leiten durfte.
Der sechzger.de Talk 115 als Video und Podcast
Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:
Bei der Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V. gab es von Präsident Robert Reisinger aktuelle Lageberichte zur Stadionfrage sowie dem möglichen Bau einer Turnhalle auf dem Gelände an der Grünwalder Straße. Entscheidende Entwicklungen gibt es bei beiden Themen allerdings derzeit nicht.
Die Stadionfrage bei den Löwen: Giesing oder Neubau?
Es war ein kämpferischer Auftritt von Robert Reisinger am vergangenen Sonntag im Zenith, der wenig von der kolportierten Amtsmüdigkeit verspüren ließ. Vielmehr machte der Präsident des TSV 1860 München klar, dass er sich sogar eine weitere Amtszeit vorstellen könne. Bis 2025 will er auf jeden Fall in seinem Amt bleiben. Das war allerdings nicht die einzige Erkenntnis, die den anwesenden Mitgliedern präsentiert wurde. So wurden für den Wahlausschuss neue Ersatzmitglieder bestimmt, über diverse Anträge abgestimmt und verkündet, dass der TSV 1860 die Räumlichkeiten einer Bar in Giesing (riffraff) übernehmen werde. Die Lokalität ist unter anderem durch die Pubquiz-Veranstaltungen bekannt.
Eines der Themen, das für die meisten Löwenfans sicherlich von Interesse sein dürfte, ist die Stadionfrage. Bleiben die Löwen in Giesing und im Grünwalder Stadion? Wenn ja, wie sieht der geplante Umbau nun wirklich aus? Oder kommt es doch zu einer anderen Lösung und der TSV 1860 baut ein neues Stadion? Hierbei konnte Robert Reisinger Überraschendes vermelden. Es gäbe mittlerweile ein Grundstück, das die Stadt München zur Verfügung stellen könnte. Für realistisch hält Reisinger diese Option allerdings nicht, zumal sich auch die Investorenseite um Hasan Ismaik zuletzt nicht mehr zu dieser Option gemeldet hatte.
Aber den Freunden des Grünwalder Stadions kann ich sagen: Ich habe nicht den Eindruck, dass das in absehbarer Zeit passieren wird.
Bleibt also das Sechzgerstadion: laut dem Präsident spiele die Stadt München hier auf Zeit. Grund dafür sind die enorm angestiegenen Baukosten. Nur ein Aufstieg in die 2.Bundesliga würde wohl neuen Schwung in die Debatte bringen. Nach aktuellem Stand wäre eine Sanierung bzw. ein Umbau in verminderter Form am realistischsten. VIP-Plätze dürften in diesen Überlegungen beispielsweise keine große Rolle spielen. Auch das von der Stadt ins Spiel gebrachte Pachtmodell ist eine Möglichkeit, um eine langfristige und rentable Lösung der Stadionfrage herbeizuführen. Laut Reisinger stand eine Investorengruppe bereit, die allerdings aufgrund der derzeitigen Kapazitätsobergrenze von 18.105 dann doch einen Rückzieher gemacht hat. Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer soll nun mit einem eigenen Gutachten herausfinden, ob diese Grenze nicht doch höher liegen könnte.
Eine Turnhalle für den TSV 1860: weiter warten auf Ismaik
Viele neue Erkenntnisse, die zu einer Lösung beitragen könnten, gab es also nicht. Entsprechend stimmte gegen Ende der Mitgliederversammlung eine große Mehrheit für die Einberufung einer Stadionprojektgruppe. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Turnhalle für den TSV 1860 München ab. Errichtet werden soll diese auf dem Parkplatz an der Grünwalder Straße 114. Die fertigen Pläne liegen schon länger in der Schublade – doch sie schlummern dort aktuell noch immer. Es fehlt weiterhin die Zustimmung des zweiten Gesellschafters. Reisinger hatte auf der Mitgliederversammlung 2022 angekündigt notfalls auf Rechtswegen Klarheit in der Angelegenheit zu schaffen. Ein Jahr später zitiert ihn die SZ nun wie folgt: Da “die Kommunikation mit dem Mitgesellschafter schwierig” sei, habe das Präsidium mittlerweile “einen Fachanwalt mit der Wahrung der Interessen des Vereins beauftragt“. Man darf also weiterhin gespannt sein, wann es bei den beiden Großprojekten endlich etwas Konkretes zu verkünden gibt.
Am heutigen Abend bestreitet der TSV 1860 München II ein Testspiel beim TSV Neuried. Anpfiff ist um 20:00 Uhr im Stadion am Sportpark (FIBO Druck Arena).
TSV Neuried empfängt den TSV 1860 II
Zwei Testspiele absolviert die U21 der Löwen noch, bevor Ende Juli dann die neue Spielzeit in der Bayernliga Süd beginnt. Der Spielplan wurde bereits veröffentlicht, zum Start geht es gegen Garching. Die Heimspiele werden in der Saison 2023/24 durch den Klassenerhalt von der U17 und U19 erneut in Gilching ausgetragen. Nur drei Tage nach der Partie gegen den VfR ist dann der FC Ismaning zu Gast. Abgerundet wird die erste Woche in der Liga am Samstag, den 29.07. gegen den SV Heimstetten. Ob die Partie wie geplant an diesem Tag stattfindet, dürfte wegen dem später stattfindenden Turnier an gleicher Stelle (Teilnehmer: TSV 1860 München, VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach) noch abzuwarten sein.
Heute abend gilt der Fokus aber erst einmal dem TSV Neuried. Die Gastgeber haben in der vergangenen Saison die Klasse (Bezirksliga) knapp gehalten. Mit dem neuen, starken Mann an der Spitze soll der Blick aber vielmehr nach oben gerichtet werden. Oliver Beer, der über seine neuen Aufgaben im sechzger.de Talk Folge 110 berichtet hat, strebt den Aufstieg in die Landesliga an. Dabei setzen die Neurieder vor allem auf die eigene Jugend. Finanziell wären Neuverpflichtungen auch gar nicht wirklich möglich.
Bei der Mannschaft von Trainer Frank Schmöller hat sich personell in der Sommerpause einiges getan. So verließ unter anderem Kapitän Valentin Sponer die Mannschaft in Richtung Plauen. Beim heutigen Duell gegen den TSV Neuried werden beim TSV 1860 II für den einen oder anderen Löwenfan daher viele, neue Gesichter auflaufen. Ein Altbekannter ist Lorenz Knöferl, der nach seiner Leihe fester Bestandteil der zweiten Mannschaft ist.