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Shirt “An einem Tag im Mai” im Onlineshop des TSV 1860 e.V.

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Tsv 1860 Shirt An Einem Tag Im Mai Tobias Strunk Deutscher Meister 1966 Titelbild

“Wir wollen im Mai etwas Großes feiern” hat sich in der Rangliste des leeren Versprechungen nahtlos zwischen dem “Stadion mit Löwen-Zoo”, der “Augenhöhe mit Barcelona” und “we go to the top” eingereiht. Im Mai 1966 gab es jedoch tatsächlich etwas Großes zu feiern und ein neues Shirt im Onlineshop des TSV 1860 e.V. erinnert an die damals errungene Deutsche Meisterschaft der Löwen.

Shirt “An einem Tag im Mai” beim TSV 1860 e.V.

Der TSV 1860 e.V. beschreibt den neuen Artikel im vereinseigenen Onlineshop wie folgt:

Am 28. Mai 1966 spielten die Löwen am letzten Spieltag zuhause im Grünwalder Stadion gegen den Hamburger SV. Das Spiel endete mit 1:1 und damit stand fest: Der TSV 1860 München ist Deutscher Meister. Kurze Zeit später feierten tausende Löwenfans vor dem Rathaus die Meisterschaft. Trotz strömenden Regens ließen es sich die Meisterlöwen nicht nehmen mit Cabrios am Marienplatz vorzufahren. Eine unvergessene Szene ist die Einfahrt des ersten Autos mit Präsident Adalbert Wetzel, Trainer Max Merkel und der Meisterschale. 

Illustrator Tobias Strunk lässt diesen Moment nochmal aufleben. Das Meistershirt gibt es in verschiedenen Varianten und ist ab sofort bei uns im Shop erhältlich. 

Tobias Strunk ist Mitglied beim Kreative für Sechzig e.V. und hatte das Motiv bereits als Print bei der letzten Ausstellung in der Ambar präsentiert.

Bilder: TSV München von 1860 e.V.

Skenderovic weg: Kommt jetzt Sulejmani zum TSV 1860?

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TSV 1860 Trikot Bundesliga 1994/95 redaktion Wunschaufstellungen
"Stempeltrikot" des TSV 1860 München

Nach der überraschenden Vertragsauflösung von Meris Skenderovic wird die Verpflichtung eines neuen Stürmers umso dringlicher. Nachdem die Löwen ihre Fühler bereits im Dezember 2021 nach Valmir Sulejmani ausgestreckt hatten, könnte der deutsch-kosovarische Stürmer nun tatsächlich beim TSV 1860 landen.

Wechselt Valmir Sulejmani zum TSV 1860?

10 Bundesligaspiele absolvierte der 27-Jährige in seiner Karriere, dazu 54 Partien (5 Tore) in der 2. Liga, 31 Spiele (7 Tore) in der 3. Liga und 124 Partien (31 Tore) in diversen Regionalligen. Der bei Hannover 96 ausgebildete Stürmer stand während seiner bisherigen Laufbahn auch bei Union Berlin, Waldhof Mannheim und dem FC Ingolstadt 04 unter Vertrag.

Bei den Schanzern lief sein Kontrakt zum 30.06. aus, sodass der dreimalige kosovarische Nationalspieler ablösefrei verpflichtet werden könnte. Gerüchten zufolge befasst man sich an der Grünwalder Straße intensiv mit dem Stürmer. Ein weiteres Indiz: Bereits mehrere Spieler des TSV 1860 folgen Sulejmani auf Instagram…

TSV 1860 U19 gewinnt beim SC Oberweikertshofen

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SC Oberweikertshofen TSV 1860 U19 (1)

Am Freitag Abend gewann die U19 des TSV 1860 ein Testspiel beim Landesligisten SC Oberweikertshofen. Vor 100 Zuschauern trafen Ott, Pereira de Azambuja und Güzelarslan für die Löwen.

SC Oberweikertshofen – TSV 1860 U19 0:3

Erfolgserlebnis für das Team von Jonas Schittenhelm: Bei der Herrenmannschaft des SC Oberweikertshofen (Landesliga Südwest) setzten sich die Junglöwen mit 3:0 durch. Raphael Ott brachte die U19-Bundesligisten in der 34. Minute in Führung, nach dem Seitenwechsel sorgten Luis Pereira de Azambuja (52.) und Mert Güzelarslan (66.) für den Endstand.

Aufstellung der Löwen

1 Qela (TW, C)
2 Reich
3 Fuchs
4 Dumitru
5 Faßmann
6 Zimmermann
7 Naveen
8 Dursun
9 Klose
10 Gevorgyan
11 Ott

24 Drobny (TW)
12 Garza
13 Fodor
14 Duran
15 Gögele
16 Gosalci
17 Güzelarslan
18 Roithmayr
20 Leone
21 Pereira de Azambuja
22 Zentrich

Die U19 bejubelt einen Treffer beim SC Oberweikertshofen

Vertrag aufgelöst: Meris Skenderovic verlässt den TSV 1860

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Tsv 1860 Meris Skenderovic

Eigentlich hatten wir erwartet, diese Woche die Verpflichtung eines neuen Stürmers vermelden zu können, doch das Gegenteil ist der Fall. Auf Wunsch des Spielers wurde der Vertrag von Angreifer Meris Skenderovic aufgelöst, der den TSV 1860 somit ablösefrei verlässt.

Meris Skenderovic verlässt den TSV 1860

Der Deutsch-Montenegriner war erst vor der vergangenen Saison zum TSV 1860 gewechselt und erzielte bei 27 Einsätzen vier Tore. Aufgrund mangelnder sportlicher Perspektive bat er nun um Auflösung des Vertrages, was die Löwen gewährten. In den vergangenen Wochen hatten bereits die Stuttgarter Kickers Interesse an Skenderovic gezeigt, der neue Verein des Stürmers wurde jedoch noch nicht bekanntgegeben.

Aktuell steht beim TSV 1860 nun mit Fynn Lakenmacher nur noch ein Stürmer mit Profierfahrung im Kader. Man darf jedoch davon ausgehen, dass der Vertragsauflösung von Skenderovic nicht zugestimmt worden wäre, wenn man keinen Ersatz in der Hinterhand hätte.

Bild: OR Pressedienst

Neues Heimtrikot von 1860 bei 11 Teamsports bereits zu sehen?

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Das neue Auswärtstrikot des TSV 1860 München für die Saison 23/24

Am Sonntag auf dem Fanfest soll es endlich soweit sein: Das neue Heimtrikot des TSV 1860 München soll endlich vorgestellt werden. Auf der Website des Ausrüsters 11 Teamsports ist bereits in der Vorschau ein bisher unbekanntes Löwentrikot zu sehen. Handelt es sich dabei um das neue Heimtrikot von 1860?

Auswärts- und “Second away”-Trikot bereits vorgestellt

Zwei der drei Trikots für die Saison 23/24 konnten die Löwenfans schon bewundern. Erst wurde das neue Auswärtstrikot im Trainingslager in Windischgarsten vorgestellt. Ebenso wie das Ausweichtrikot, das neuerdings “Second away Trikot” genannt wird. Besonders das Auswärtstrikot kam recht gut an. Das in mint gehaltene dritte Trikot wurde bislang weniger euphorisch bewertet.

Heimtrikot 23/24 bereits bei 11 Teamsports zu sehen?

Auf der Website des Ausrüsters des TSV 1860 München ist bereits am heutigen Freitag Nachmittag ein bisher unbekanntes Löwentrikot zu erkennen. Wer auf das schon bekannte Auswärtstrikot klickt, erkennt im rechten Bereich unter “Alternative Farben” ein Vorschaubild des vermeintlichen neuen Heimtrikots von 1860 München.

Hier ein stark vergrößerter Screenshot von der Seite von 11 Teamsports:

Ist das das neue Heimtrikot von 1860? (Quelle 11Teamsports.com)

Das Trikot erinnert ein wenig an das Heimtrikot der Saison 21/22. Wir sind sehr gespannt, ob 1860 dieses Trikot im Rahmen der offiziellen Präsentation am Sonntag vorstellen wird. Es reiht sich wegen der weiß-blauen Senkrechtstreifen in die Linie “klassischer Löwentrikots” ein. Wenn es denn wirklich das neue Trikot für die Saison 23/24 wird.

UPDATE, 14.07.2023, 17:00h: Mittlerweile ist die unter oben angebenen Link aufgeführte Produktseite nicht mehr verfügbar.

Saisonvorschau 23/24 bei sechzger.de

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Vor dem Start in kommende Saison haben wir etwas Neues für Euch: Die Saisonvorschau 23/24. Wir werden alle 19 Konkurrenten des TSV 1860 München einer Analyse unterziehen und Euch unsere Erkenntnise natürlich nicht vorenthalten.

Sechzger.de Neuzugang Xaver Neumann recherchiert für Euch

Im Rahmen seinens Schulpraktikums fragte Xaver Neumann bei uns an, ob er nicht mal in die Redaktion von sechzger.de reinschnuppern dürfte, um erste Erfahrungen im Bereich Sportjournalismus zu sammeln. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen und arbeiteten den fußballinteressierten Gymnasiasten in unser Redaktions-Tool ein. Xaver bekam dann mit der Saisonvorschau 23/24 seines eigenes Projekt, an dem er während seines Praktikums gearbeitet hat. Weil ihm die Arbeit an der Vorstellung der 19 Drittligisten so viel Spaß bereitet hat, hängte Xaver noch eine Nachspielzeit dran und ergänzte in seiner Freizeit noch einige Saisonvorschauen. Vorbildlicher Einsatz, den wir uns auch von den Löwen auf dem Rasen in der kommenden Saison erwarten! Und für den wir uns natürlich jetzt schon herzlich bedanken!

Saisonvorschau 23/24 ab Sonntag

Xavers Analyse zum jedem Klub aus der dritten Liga könnt Ihr ab kommenden Sonntag genießen. Bis zum Saionsonstart werden wir Euch jeden Tag ein Team aus der dritten Liga unter der Lupe präsentieren. Xaver bewertet Zu- und Abgänge, analysiert Stärken und Schwächen unserer Gegner und wagte eine Prognose, in welcher Tabellenregion die Teams am Saisonende landen werden. Wir halten uns dabei an die Reihenfolge der Gegner nach dem Spielplan der Löwen. Den Anfang macht also am Sonntag der SV Waldhof Mannheim. Wir wünschen Euch jetzt schon viel Spaß beim Lesen und beim Diskutieren, ob Ihr Xavers Einschätzungen teilt.

riffraff: Wie soll das neue Vereinsheim des TSV 1860 e.V. heißen?

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riffraff Giesing Silberhornstraße Kneipe 1860 e.V.
Auch diesmal wird das Pub Quiz wieder im riffraff augetragen

Wie bereits berichtet, planen die Löwen die Übernahme des riffraff in der Tegernseer Landstraße. Die jetzt als Kneipe genutzte Lokalität soll dann u.a. auch als Vereinsheim des TSV 1860 München e.V. genutzt werden. Der Verein ist nun auf Namensfindung und bittet die Löwenfans um Mithilfe.

Wie soll das neue Vereinsheim des TSV 1860 heißen?

Auf seiner Homepage richtet der Verein nun einen Appell an die Fans des TSV 1860:

Du entscheidest: Wie soll unser neues Vereinsheim heißen? Der TSV München von 1860 e.V. wird in der Tegernseer Landstraße aller Voraussicht nach Anfang 2024 ein neues Vereinsheim eröffnen. Und du kannst entscheiden wie es heißen soll! Schreib uns deinen Namensvorschlag bis Mittwoch, den 19. Juli per Mail. Aus euren besten Vorschlägen werden im Anschluss drei Varianten zur Abstimmung freigegeben.

Erbpacht in Giesing: die Alte Försterei von Union Berlin als Vorbild?

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Grünwalder Stadion Luftaufnahme mit Blick auf die Gästekurve

Es gibt mehrere denkbare Optionen, wie das Grünwalder Stadion langfristig eine Heimat für den TSV 1860 München darstellen kann. Eine davon ist die Möglichkeit der Erbpacht. Wie das gehen könnte, zeigt der Bundesligist Union Berlin, der dieses Vorgehen erfolgreich umgesetzt hat. Im Interview spricht Holger Keye über die Alte Försterei und gibt eine Einschätzung ab, ob Erbpacht für den TSV 1860 infrage kommen könnte.

Interview mit Holger Keye (Union Berlin) zum Thema Erbpacht

Wie es in der Stadionfrage beim TSV 1860 München weitergeht, ist nach wie vor völlig offen. Zwei Optionen gibt es dabei: einen Neubau oder einen Verbleib im Grünwalder Stadion. Während die erste Option laut Robert Reisinger derzeit als unwahrscheinlich eingestuft werden kann, sind für die derzeitige Spielstätte gleich mehrere Optionen denkbar. Eine davon ist die Erbpacht, die auch von der Stadt München als Möglichkeit ins Spiel gebracht wurde.

Vielen Löwenfans dürfte die Begrifflichkeit bekannt vorkommen, da bereits das Gelände an der Grünwalder Straße mit allen Trainingsplätzen in Erbpacht übernommen wurde. Doch was steckt eigentlich genau dahinter? Ein Verein, der diese Lösung bereits erfolgreich genutzt hat, ist der 1.FC Union Berlin. Im Interview mit sechzger.de spricht Holger Keye, Leiter der Fan- und Mitgliederabteilung, ausführlich über das Thema.

sechzger.de: Servus, Holger! Du bist Leiter der FuMA-AG Stadion. Wofür steht das genau, wie setzt sich das Gremium zusammen und welche Arbeit verrichtet ihr?

Holger Keye: Die Fan- und Mitgliederabteilung von Union ist eine Abteilung innerhalb des Vereins, die sich in verschiedenen Arbeitsgruppen um alle möglichen Belange der Unioner kümmert. Da gibt es eine AG Marketing, eine AG Soziales und eben auch eine AG Stadion. Diese AG gibt es schon seit 2007, seit es erste konkrete Pläne zum Umbau des Stadions gab. Sie setzt sich aus Vertretern der Fanszene zusammen, bunt gewürfelt, so wie eben halt auch die Anhängerschaft von Union ist. Als Gruppe besprechen wir zusammen mit dem Verein und den Stadionplanern alle Dinge, die sich um das Stadion drehen. Für beide Seiten ist das von großem Vorteil. Der Verein möchte sein Stadion so ausbauen und gestalten, dass es sportlichen und wirtschaftlichen Zielen dient, aber auch so, dass es von den Unionern angenommen wird. Und wir Mitglieder wollen unsere Ideen und Interessen einbringen.

Erbpacht-Vertrag als “Meilenstein”

sechzger.de: Vor einigen Jahren waren Union und der TSV 1860 noch auf Augenhöhe, mittlerweile sieht das deutlich anders aus. Was bei den Löwen geplant war, ist bei euch nun Realität – und das ganz ohne Löwenzoo oder ein großes Stadion. Welche Rolle spielt das Stadion an der Alten Försterei in eurer Erfolgsgeschichte?

Holger Keye: Für den sportlichen Erfolg wahrscheinlich nur eine kleine. Aber für uns Unioner eine sehr bedeutende. Neben dem sportlichen Erfolg ist Union auch als Verein unheimlich gewachsen. Wir haben mittlerweile über 50.000 Mitglieder und eine enorme Identifikation mit dem Verein. Die Menschen hier in Köpenick fühlen sich dem Verein sehr verbunden und dabei spielt das Stadion An der Alten Försterei eben eine große Rolle. Weil es ein Stadion für die Menschen ist und keine Hightech-Arena irgendwo am Stadtrand. Der Verein ist hier im Bezirk und in der Region zuhause, so wie auch die Menschen, die zu Union gehen. Und das Stadion drückt das allein schon durch seine Architektur aus, die den Industriebauten in Oberschöneweide gleicht. Und dann ist es auch ein Stehplatzstadion, wo man für 15 Euro Bundesliga schauen kann.

Union hat sich, im Gegensatz zu anderen, mit dem Ausbau seines Stadions nicht von seiner Basis entfernt. Und da, wo man Menschen begeistern und an sich binden vermag, wird man auch interessant für wirtschaftliche Partner – was dann letztlich auch ein Fundament für sportlichen Erfolg ist.

Übernahme der Alten Försterei von beiden Seiten gewünscht

sechzger.de: Fans halfen damals mit, die Spielstätte umfangreich zu sanieren. Grundlage dafür war ein Erbpacht-Vertrag mit dem Land Berlin. Zur Vertragsunterzeichnung kam es im September 2008. Der damalige Präsident Dirk Zingler nannte den Abschluss damals einen “entscheidenden Meilenstein in der Geschichte des Klubs”. Gilt das auch heute noch?

Holger Keye: Ja, absolut. Der Erbbaurechtsvertrag hat es uns überhaupt erst ermöglicht, das Stadion zu modernisieren. Als wir 2008 noch in der dritten Liga spielten, hatten wir für den Spielbetrieb im Stadion An der Alten Försterei nur eine Ausnahmegenehmigung und es wurde uns klar gemacht, dass wir mit dem damaligen Zustand des Stadions künftig keine Lizenz erhalten würden. Der Bezirk Treptow-Köpenick und das Land Berlin hatten weder Interesse noch Geld dafür, das Stadion für Union auszubauen. Und Union konnte nichts machen, solange uns Stadion und Gelände nicht gehörten. Der Erbbaurechtsvertrag war also die wichtigste Grundlage, für alles was dann kam.

sechzger.de: Wie kam es genau zu der Idee, die Problematik mittels Erbpacht zu lösen? Gab es denkbare Alternativen?

Holger Keye: Ursprünglich wollte Berlin uns das Grundstück für 1 Euro verkaufen, aber dagegen gab es dann in der Verwaltung Bedenken und so musste eine andere Möglichkeit gefunden werden.
Wer jetzt genau die Idee dazu hatte, lässt sich nicht mehr sagen. Aber es war die grundsätzliche Bereitschaft da, das Stadion samt Grundstück an Union zu übertragen.

Sportstätten sind Sonderimmobilien

sechzger.de: Was bedeutet Erbpacht denn eigentlich genau? Wie genau lief das im Falle Union Berlin ab?

Holger Keye: Durch das Erbbaurecht erwirbt man das Recht auf dem Grundstück anderer zu bauen. Das war ja für uns das Wichtige. Bei den Verträgen kann sogar eine Baupflicht verankert werden. Und auch die Möglichkeit, das Grundstück letztlich zu erwerben. Das Erbbaurechtsgesetz gibt ganz konkrete Vorgaben dafür, aber auch einen breiten Handlungsspielraum. Letztlich ist es dann Verhandlungssache, auf welche Dinge man sich einigen kann. Wie das jetzt genau ablief, weiß ich nicht, entscheidend aber war sicherlich, dass es beide Seiten wollten.

sechzger.de: Mit dem Vertrag verpflichtete sich Union über 65 Jahre lang jeden Monat 10.000€ Pachtzins an das Land Berlin zu bezahlen. Das dürfte eine vergleichsweise günstige Lösung sein, oder?

Holger Keye: Ja absolut. Die Bewertung des Grundstückswerts wird aber in der Regel auch von Gutachtern vorgenommen. Das hat sich also niemand einfach so ausgedacht oder besonders gut verhandelt. Im Vergleich zu anderen Stadion war unser jährlicher Erbbauzins sehr gering, aber das Stadion war in seinem Zustand ja eben auch nicht viel mehr wert. Und Union hatte in der damaligen neuen dritten Liga auch nur einen Etat von 5 Millionen. Unsere gesamte wirtschaftliche Situation war noch sehr instabil. Mit dem Stadion ließ sich kaum Geld verdienen. Der VIP-Bereich war ein Zelt hinter der winzigen Sitzplatztribüne. Da ließen sich keine großen Sponsoren mit anlocken. Der Ausbau des Stadions war immens wichtig. Aber natürlich auch ein finanzielles Risiko.

Union Berlin kauft Gelände 2022 endgültig

sechzger.de: Wäre eine solche Lösung auch heutzutage noch denkbar oder aufgrund der gestiegenen Grundstückskosten sowie des herrschenden Platzmangels problematisch?

Holger Keye: Also für die Bemessung des Grundstückswerts als Grundlage für einen Erbbaurechtsvertrag orientiert man sich an den örtlichen Bodenrichtwerten. Diese lagen in Berlin damals für Sportstätten(!) bei 30€ pro qm, heute sind es 50€. Kein Vergleich zu den Preisen von Bauland. Sportstätten sind Sonderimmobilien, deren wirtschaftliche Nutzung sehr eingeschränkt ist.

Ob vom Werkzeug des Erbbaurechtsvertrags Gebrauch gemacht wird, ist vor allem eine politische Entscheidung. Man kann das nicht einfordern. Berlin hat eine Zeit lang alles zu Geld gemacht, was so ging. Und was belastend war oder werden konnte, wurde abgestoßen. Der 1-Euro-Deal wurde in der Stadt viel diskutiert und es gab etliche, die uns den nicht gönnten. Dabei hatte Berlin erst wenige Jahre zuvor das Olympiastadion für 240 Mio. Euro saniert. Für die Alte Försterei aber war jetzt kein Geld mehr da. So war die Lage damals. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir es ein Stück schwerer hatten, als unser viel erfolgreicherer Stadtrivale. Wir mussten somit immer den schwierigeren Weg gehen. Aber das hat uns auch in vielen Dingen stärker gemacht. Nun sind wir der erfolgreiche Verein. Und im letzten Jahr haben wir den Erbaurechtsvertrag aufgelöst und das gesamte Gelände gekauft.

Erbpacht als mögliche Lösung in Giesing?

sechzger.de: Wie würdet ihr aus der Ferne in Richtung München blickend die Chancen für eine solche Lösung in Giesing beurteilen? Wäre es eine denkbare Lösung in der seit Jahren schwelenden Stadiondiskussion beim TSV 1860?

Holger Keye: Tja, das lässt sich aus der Distanz wirklich schwer beurteilen. Der große Unterschied zum Stadion An der Alten Försterei ist ja, dass im Grünwalder nicht nur ein Verein regelmäßig Spiele austrägt. Wenn die Stadt München mit 1860 einen Erbbaurechtsvertrag eingeht, was wird dann aus den anderen Vereinen? Es heißt ja auch „Städtisches Stadion“ und ist somit für alle städtischen Belange gemacht. Das wird man der Stadt stets vorhalten.
Es wäre zu prüfen, ob man in einen Erbbaurechtsvertrag auch eine verbindliche Fremdnutzung einflechten kann. Letztlich wäre das ja auch für euren Verein eine Einnahmequelle. Ihr pachtet das Stadion, verpflichtet euch, es instand zu halten und auszubauen und ihr gebt anderen Vereinen die Möglichkeit, es ebenfalls zu nutzen, gegen eine den Kosten entsprechende Miete. Das kann schon funktionieren. Ihr zahlt ja schon jetzt eine ziemlich hohe Miete, die wahrscheinlich auch den Kosten entsprechen wird. Wenn euch das Stadion gehört, müsst ihr die laufenden Kosten tragen und alle baulichen Risiken ebenfalls. Das ist dann viel Verantwortung, letztlich aber auch die Chance, es besser zu machen, als die Stadt.

sechzger.de: Mittlerweile hat sich Union – wie du bereits angesprochen hast – dazu entschieden, das Gelände komplett zu kaufen. Der nächste Meilenstein?

Holger Keye: Aus Sicht vieler Unioner auf jeden Fall. Dieses Stadion ist für uns wichtiger, als sportlicher Erfolg oder andere Dinge. Das ist unsere Heimat, unser Wohnzimmer. Wir konnten das Stadion vor dem Zerfall retten und haben es mühsam, in kleinen Schritten, saniert und schön gemacht, sodass wir uns wohl fühlen. Jetzt konnten wir es endgültig übernehmen und darüber sind wir sehr glücklich. Und wir haben die Chance, es so auszubauen, dass es uns die nächsten Jahrzehnte trägt und für viele Menschen ebenfalls zu einer zweiten Heimat wird.

Sechzig um Sieben: Wechselt John Verhoek zu den Löwen?

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

257 Spiele in der 2. Bundesliga (55 Tore) und 57 Partien in der 3. Liga (17 Tore) stehen in der Vita des John Verhoek. Nun wurde der Niederländer bei Hansa Rostock aussortiert und darf sich einen neuen Club suchen. Wechselt Verhoek in den kommenden Tagen zu den Löwen?

Wechselt John Verhoek zu den Löwen?

Laut AZ haben die Löwen ihre Fühler nach John Verhoek ausgestreckt. Zwar gilt der 34-Jährige nicht als Top-Kandidat von Maurizio Jacobacci, schön langsam möchte der TSV 1860 jedoch einen neuen Stürmer präsentieren, der sich bis zum Saisonstart an der Grünwalder Straße akklimatisieren kann. Auch der VfB Lübeck zeigt wohl Interesse an dem Routinier.

Löwen zum Saisonstart am Samstag

Apropos Saisonstart: Der DFB hat nun den 1. Spieltag der neuen Runde termingenau fixiert. Der TSV 1860 München empfängt den SV Waldhof Mannheim demnach am Samstag, den 05.08 2023. Anstoß ist um 14:00 Uhr.

Freitag, 04.08.2023

19:00 Uhr: Hallescher FC – Rot-Weiss Essen

Samstag, 05.08.2023

14:00 Uhr: Viktoria Köln – SC Verl
14:00 Uhr: VfB Lübeck – SV Sandhausen
14:00 Uhr: Jahn Regensburg – SpVgg Unterhaching
14:00 Uhr: Preußen Münster – Borussia Dortmund II
14:00 Uhr: TSV 1860 München – Waldhof Mannheim
16:15 Uhr: Dynamo Dresden – Arminia Bielefeld

Sonntag, 06.08.2023

13:30 Uhr: SSV Ulm 1846 – 1.FC Saarbrücken
16:30 Uhr: SC Freiburg II – MSV Duisburg
19:30 Uhr: Erzgebirge Aue – FC Ingolstadt

Sechzig am Wochenende

Bereits an diesem Wochenende ist die Elf von Maurizio Jacobacci beim TSV Wemding im Einsatz. Wann und wo die diversen Teams des TSV 1860 in den kommenden Tagen zu bestaunen sind, findet Ihr HIER.

Es sieht gut aus: Bleibt 50+1?

Das aktuell laufende 50+1 Verfahren steht kurz vor einem Abschluss. Das hat das Bundeskartellamt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Demnach werden die von der DFL gemachten Vorschläge genehmigt.

Weber, Kretzschmar und Knezevic im Interview

Einst schnürten sie alle drei die Fußballstiefel für den TSV 1860, nun sind in der Regionalliga Südwest für den FC Homburg am Ball. Wir haben Felix Weber, Tom Kretzschmar und Ivan Knezevic zum Interview getroffen. Ihr habt die Wahl: Entweder lest Ihr den Artikel auf sechzger.de oder Ihr schaut Euch das Ganze auf YouTube an!

News aus der 3. Liga

Hettwer vor Wechsel vom MSV zum BVB II

Beim MSV Duisburg kündigt sich ein schmerzlicher Abgang an. Wie die Halterner Zeitung berichtet, soll Eigengewächs Julian Hettwer vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund II stehen. Aus sportlicher Sicht ein herber Verlust für die Zebras, die sich im Gegenzug aber offenbar über eine Millionen-Ablöse freuen dürfen – und damit auf dem Transfermarkt wieder handlungsfähig wären.

Neue Investoren beim SSV Ulm 1846

Nachdem vor geraumer Zeit bekanntgeworden war, dass der SSV Ulm bereits im Frühjahr zwei neue Investoren gefunden hatte, sind nun weitere Einzelheiten durchgesickert. Wie die Südwest Presse berichtet, handelt es sich bei den Investoren um Unternehmen aus der Nähe von Memmingen bzw. aus dem Ostalbkreis. Der Reichtum ist bei den Spatzen trotz der erlösten Summe von 780.000 Euro allerdings nicht ausgebrochen. Vielmehr wurde das Geld fast vollständig darauf verwendet, um das Defizit aus der vergangenen Saison in der Regionalliga Südwest aufzufangen.

Testspiele von Drittligisten

Dynamo Dresden – SC Paderborn 2:0
KAS Eupen – Viktoria Köln 1:2

Vorstellung der bevorstehenden Gegner

Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache: Am Sonntag startet unsere neue Serie, in der wir Euch die Drittligisten der Saison 2023/24 vorstellen. Verantwortlich dafür zeichnet unser Schülerpraktikant (!) Xaver, dem wir hiermit schonmal herzlich für seine Arbeit und sein Engagement danken.

Testspiel: TSV 1860 U17 unterliegt VfB Stuttgart

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Felix Hirschnagl TSV 1860 Trainer U17 U21
Felix Hirschnagl hofft auf wichtige drei Punkte für seine U17

In der Vorsaison konnten die B-Junioren den Klassenerhalt in der Bundesliga feiern und bereiten sich derzeit auf die neue Spielzeit vor. Am Donnerstag Abend traf die U17 des TSV 1860 in Raubling auf den VfB Stuttgart, der die Süd-/Südweststaffel 2022/23 immerhin als Zweiter abgeschlossen hatte.

TSV 1860 U17 unterliegt VfB Stuttgart

Nicht zuletzt deswegen gingen die Löwen als Außenseiter in die Partie, auch die bisherigen Testspiele verliefen sicher nicht ganz nach Vorstellung von Trainer Felix Hirschnagl (siehe Titelbild). Bis zur 38. Minute hielt der TSV 1860 das torlose Remis, dann aber brachte Jannik Fortenbacher mit 1:0 in Führung. Die Junglöwen ließen die Köpfe jedoch nicht hängen und schlugen in Person von Emre Erdogan umgehend zurück (40.).

Zur Pause stand des folglich Unentschieden, nach dem Seitenwechsel jedoch zogen die Schwaben davon. Während Karl Kempf (53.), Ivan Knezevic (55.), Salvatore Mule (77./80.) und Tuncay Durna (90.) für den VfB Stuttgart einnetzten, konnte Job Musuasua (80.) bei der 2:6-Niederlage der Löwen lediglich Ergebniskosmetik betreiben.

Die Aufstellung der Junglöwen

Mit folgenden Team traten die Löwen in Raubling gegen den VfB Stuttgart an:

1 Mauricio Dunker (TW)
2 Leon Rexhaj (C)
3 Jakob Schurz
4 Santiago Peluso Briceno
5 Edon Krasniqi
6 Luk Hohmann
7 Bienvenue Kawele
8 Mustafa Tekin
9 Emre Erdogan
10 Antonio Sestito
11 Owen Osagie

13 Luca Wagenspöck
18 Noah Plöttner
19 Job Mususasua
20 Lance Fiedler
24 Leon Erkocaoglan (TW)