Start Blog Seite 717

Gerücht – Gladbach und Frankfurt mit Interesse an Morgalla?

1
Leandro Leo Morgalla TSV 1860

Kürzlich verlängerte Leandro Morgalla seinen Vertrag beim TSV 1860 und setzte damit ein Zeichen, dass er durchaus gewillt ist, länger bei Münchens großer Liebe zu bleiben. Laut transfermarkt.de grassiert nun jedoch das Gerücht, die beiden Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach hätten ein Auge auf Morgalla geworfen.

Gerücht – Morgalla in die Bundesliga?

Dass der Junioren-Nationalspieler das Interesse höherklassiger Vereine geweckt haben dürfte, ist natürlich keine große Überraschung. Das Portal transfermarkt.de benennt nun erstmals zwei Vereine, die ihre Fühler nach dem 18-Jährigen ausgestreckt haben. Sowohl Eintracht Frankfurt als auch Borussia Mönchengladbach befassen sich – laut Gerücht – mit der Personalie Leandro Morgalla. Im Falle der Fohlen wird sogar schon eine Wechselwahrscheinlichkeit von 38 % beziffert.

Aufgrund seiner starken Leistungen und durch die Vertragsverlängerung ist der Marktwert des Verteidigers auf 700.000 Euro gestiegen. Will man Morgalla halten, sollte der TSV 1860 tunlichst versuchen, in die 2. Bundesliga aufzusteigen und dem Youngster eine Perspektive zu bieten. Sollte dies nicht gelingen, droht der Verlust des Talents.

Bild: CR-Fotos.de

Liga 3 am Montag: VfL Osnabrück ringt Halle nieder

1
Vfl Osnabrück Hfc Halle Hallescher Fc

Bremer Brücke, Flutlicht, ein Spiel um Big Points in der unteren Tabellenhälfte – es war angerichtet und das Match hielt, was es versprach. Obwohl Halle zweimal führte, feierte der VfL Osnabrück am Ende einen extrem wichtigen 3:2-Heimsieg.

Offener Schlagabtausch an der Bremer Brücke

Ohne ihren gesperrten Trainer Tobias Schweinsteiger wollte der VfL Osnabrück seinen Negativlauf stoppen, doch auch der Hallesche FC benötigte im Tabellenkeller dringend Punkte. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt verzeichneten auch direkt den besseren Start und gingen früh in Führung. Tom Zimmerschied war in der 4. Minute zur Stelle und traf zum 0:1.

Die Niedersachsen suchten nach der prompten Antwort, Halle wollte mehr. Die Konsequenz: ein offener Schlagabtausch. So verwundert es nicht, dass Osnabrück zunächst durch Wulff ausgleichen konnte (22.), der HFC aber nur zwei Zeigerumdrehungen später wieder führte. Nach einem Foul an Hug verwandelte Kreuzer den fälligen Elfmeter zum 1:2 (24.). Bis zum Pausenpfiff hatten beide Teams weitere Chancen, die Gäste gingen jdeoch mit einer knappen Führung in die Kabine.

VfL Osnabrück ringt Halle nieder

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein packendes Match, die Bremer Brücke vibrierte. In der 59. Minute erreichte die Stimmung einen neuen Höhepunkt, als Engelhardt sich im Strafraum durchtankte, den Ball flach in die Mitte legte und der Hallenser Reddemann die Kugel zum 2:2 in die eigenen Maschen bugsierte. Jetzt brannte die Luft und der VfL legte nach. Kleinhansl flankte, HFC-Keeper Mesenhöler klärte ungenügend und Engelhardt staubte zur erstmaligen Führung der Lila-Weißen ab (66.).

Aber es blieb spannend, denn beide Mannschaften spielten offensiv, wobei die Hausherren nun deutlich mehr Druck erzeugten. Der Hallesche FC gab sich jedoch nicht geschlagen, setzte taktisch und personell alles auf eine Karte – umsonst! In einer extrem intensiven Partie setzte sich der VfL Osnabrück letztendlich mit 3:2 gegen den Halleschen FC durch und fuhr drei wichtige Punkte ein.

TSV 1860 Futsal gelingt Überraschung beim Karlsruher SC

2
TSV 1860 Futsal KSC Karlsruher SC

Tolle Überraschung durch die Löwen: Den Futsal Jungs des TSV 1860 gelangt am Sonntag Abend ein unerwarteter Auswärtssieg beim Karlsruher SC.

TSV 1860 Futsal siegt beim Karlsruher SC

Eine Anstoßzeit am Sonntag Abend um 20.00 Uhr ist bei einer Anreise von über 300 Kilometern sowohl für (Amateur-)Spieler als auch deren Fans eine schlichtweg schwierige Aufgabe. Dennoch machte sich eine schlagkräftige Löwentruppe auf den Weg nach Karlsruhe, um den zweiten Sieg in Folge einzufahren. Es wurde ein enges Spiel, in dem der TSV 1860 mit 1:0 (Negic, 16 Min.) in die Halbzeit gehen konnten. Nach der Pause erhöhten Cosic und Celik auf 3:0 für den Aufsteiger und stellten somit die Weichen auf Sieg. Trotz der Anschlusstreffer des KSC reichte es für die Löwen, die damit wichtige drei Punkte aus Karlsruhe mit nach Giesing nehmen konnten.

Am kommenden Samstag gastiert der ungeschlagene Tabellenführer SV Pars (bei Frankfurt) nach München. Spielort ist die Sporthalle in Freiham (Anstoß 18.00 Uhr). Unterstützung können die Löwen in diesem Spiel gut gebrauchen!

SpVgg Bayreuth – TSV 1860 (1:0) die Taktiktafelanalyse nach dem Spiel

7
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse nach dem Auswärtsspiel in Bayreuth. 1:0 gewann die Oldschdod gegen den TSV 1860 München in einem – objektiv betrachtet – guten und rassigen Fußballspiel, etwas glücklich aber letztendlich verdient. Die Löwen konnten ihre Stärken zwar teilweise ausspielen, scheiterte aber im Endeffekt an der eigenen Abschlussschwäche.

SpVgg Bayreuth – TSV 1860 München, die Gemengelage am Samstag um 14:00 Uhr war klar definiert: Der Tabellenzweite wollte sich beim Tabellenletzten Punkte abholen. Das gelang bekanntlich nicht. Waren die Sechzger wirklich so schlecht wie viele es in den diversen Kommentarspalten der Sozialen Medien beurteilen? Sehen wir uns zunächst mal an welchen Plan die Mannschaften verfolgten.

Beide Teams kamen im 4-2-3-1 aufs Feld. Der TSV 1860 München arbeitete dabei bei Ballbesitz mit interessanten Verschiebungen. Im Aufbau gab es zwei Varianten: Entweder kippte Tim Rieder auf die rechte Verteidigungsposition ab und beide Außenverteidiger schoben im Mittelfeld mit nach vorn, oder Rieder fungierte in der Box-to-Box-Rolle und Lannert besetzte die rechte Außenbahn im Mittelfeld, sodass in beiden Fällen Deichmann auf die Halbposition einrücken konnte.

Lief das Spiel über die linke Seite verschob der TSV 1860 grundsätzlich asymmetrisch mit Rieder in der Box-to-Box-Rolle. Es entstand in beiden Fällen ein 3-4-3 bzw. ein 3-4-1-2.

Gegen den Ball versuchten die Sechzger, mit drei Spielern eine Pressinglinie zu etablieren. Das funktionierte aber vor allem deshalb nicht, weil Bayreuth es meist schnell schaffte, mit einem langen Ball sowohl die Pressinglinie, als auch das Mittelfeld zu überbrücken. Die Defensivlinie war relativ hoch angelegt.

Bayreuth setzte offensiv konservativ spielend auf Kirsch in der Box to Box Rolle und verschob, je nach dem über welche Seite der jeweilige Angriff lief, asymmetrisch auf 3-5-2 wobei sich Nollenberger, Zejhanollou und Stockinger abwechselten um George im Sturm zu unterstützen.

Gegen den Ball lief die Spielvereinigung für ihre Verhältnisse sehr hoch an und brachte den TSV 1860 dadurch aus dem Konzept. Die defensiv Linie war bei Bayreuth mittel bis tief angelegt.

Um zu einer befriedigenden Antwort auf die oben gestellte Frage zu gelangen, beginnen wir – wie immer – mit den statistischen Werten:

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz TSV 1860 54% – SpVgg Bayreuth 46%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 75% – SpVgg Bayreuth 70%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 66% – SpVgg Bayreuth 64%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 19/5 – SpVgg Bayreuth 7/5
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 13,11 – SpVgg Bayreuth 8,59

Die Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Der in etwa ausgeglichene Ballbesitz beider Mannschaften sagt uns vor allem eins: Es ging hin und her. Wobei dieses hin und her in der ersten Halbzeit viel deutlicher war, als in der zweiten als die Sechzger dann dem Rückstand hinterherliefen.

Erste Halbzeit

Das Spiel machten zwar auch in der ersten Halbzeit die Sechzger, aber die Bayreuther wussten in den meisten Fällen genau, wie sie die Angriffsbemühungen der Gäste zum erliegen bringen konnten. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe die Spieler von Michel Köllner zum ersten mal zum Abschluss kamen. Die gut gestaffelten Bayreuther ließen die Löwen zwar ein ums andere mal bis ins letzte Drittel vordringen, standen aber hinten so kompakt und gut, dass es 1860 kaum gelang, so in die Box der Bayreuther vorzudringen, dass es genügend gute Abschlussmöglichkeiten hätte geben können.

Hatte Bayreuth den Ball, ging es so schnell wie möglich in Richtung Löwentor. Mit klein-klein hielt sich die SpVgg nicht auf. Vertikales und direktes Spiel auf die Offensivspieler und die Sturmspitze waren für die Oldschdod meistens das Mittel der Wahl. Und dieses Mittel funktionierte. Gefährliche Vorstöße der Bayreuther in Halbzeit eins endeten oft nicht mit einem Schuss sondern damit, dass der angespielte Stürmer in der kleinen Box zu spät kam und den Fuß nicht mehr an den Ball brachte.

Beide Mannschaften hatten in der ersten Halbzeit gleich viele in etwa gleich lange Ballbesitzphasen.

Zweite Halbzeit

Für die zweite Halbzeit sieht diese Statistik die Sechzger dann klar im Vorteil. Elf Prozent Mehr Ballbesitzanteile für die Löwen. Und mit diesem Ballbesitz war es durchaus nicht so, dass man nicht wusste, welchen Plan man verfolgen soll, aber ein bravourös haltender Torhüter Kolbe, eine aufopferungsvoll kämpfende Bayreuther Defensive und nicht zuletzt die Ineffektivität vor dem Tor der Bayreuther machte die Bemühungen des TSV 1860 zunichte.

Die Ballbesitzphasen waren von der Anzahl her zwar auch wieder etwa gleich verteilt, jedoch dauerten sie bei den Löwen alles in allem länger. Die Sechzger spielten in der zweiten Halbzeit mit deutlich mehr Tempo und höherer Präzision. Am Ende war das aber nicht genug. Und damit sind wir auch schon bei der nächsten Statistik:

Passgenauigkeit

75% Passgenauigkeit bei den Sechzgern 70% bei Bayreuth über das ganze Spiel hinweg. Keine der beiden Mannschaften hat sich allzu oft mit unnötigem hintenrumspielen aufgehalten.

Erste Halbzeit

Vor allem in der ersten Halbzeit wurden die Sechzger von Bayreuth allerdings des öfteren dazu gezwungen, genau das zu tun. Die Pressingline der Bayreuther und die dahinter gelegene Staffelung schaffte es immer wieder den Löwen den Dampf rauszunehmen, sodass die Angriffe im Positionsspiel langsam aufgebaut werden mussten. Dieses Positionsspiel funktionierte einerseits, andererseits fand der TSV 1860 aber – obwohl er sich durchaus häufig bis ins letzte Drittel des Gegners durchsetzen konnte – im Zentrum in der ersten Hälfte des Spiels keine Abnehmer.

Bayreuth setzte vor allem auf lange Bälle und progressives Spiel das bei jedem Pass für Raumgewinn sorgt. Pässe nach vorn bergen immer ein größeres Risiko, abgefangen zu werden und das Risiko steigt mit jedem weiteren Meter, den der Ball unterwegs ist.

Die Bayreuther hatten das Passspiel der Sechzger vor allem in Halbzeit eins gut im Griff. Mit der guten Staffelung hinter der passiv agierenden Pressingreihe drückte die SpVgg die Passgenauigkeit bei Vorwärtspässen der Löwen auf 57% Prozent. Die disziplinierte konzentrierte Defensivarbeit sorgte dafür, dass das Passpiel nach vorne bei den Löwen nicht die Früchte trug, die man erwarten durfte.

Dennoch brachten die Sechzger im Vergleich mit dem Gegner mehr als doppelt so viele Angriffe bis ins gegnerische letzte Drittel. Und auch Ballkontakte in der gegnerischen Box erspielte man sich mehr als die Oldschdod.

Zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit verbesserte sich mit der Präzision im Passspiel das gesamte Spiel der Sechzger. Alles bis auf die Effektivität war nun auf besserem Niveau.

76% aller Vorwärtspässe kamen nun an. Es wurden in etwa gleich viele Quer- wie Vorwärtspässe gespielt. Die Quote bei den progressiven Pässen, also den Pässen für großen Raumgewinn, lag sogar noch um einen Prozentpunkt höher als bei den Vorwärtspässen allgemein. Von den 24 Rückpässen insgesamt in Halbzeit zwei waren acht von Offensivspielern im letzten Drittel des Gegners auf hinter ihnen besser postierte Mitspieler.

Das Passspiel in Halbzeit zwei war bei Sechzig auf dem Niveau, das wir schon in Halbzeit eins gern gesehen hätten.

Bei Bayreuth waren hingegen nur marginal Unterschiede feststellbar. Nuancen also, die man vernachlässigen kann. Im Endeffekt zeigte nun aber das deutlich bessere Passspiel der Sechzger die Qualität die eigentlich in der Mannschaft steckt. Dadurch ergaben sich in Halbzeit zwei auch viele Situationen in denen die Sechzger abschließen konnten. Nur ins Tor trafen sie leider nicht.

Defensive Zweikampfquote

An der defensiven Zweikampfquote gibt es in diesem Spiel grundsätzlich nichts zu meckern. Beide Mannschaften nahmen sich wenig in der Qualität und auch in der Häufigkeit der Defensivduelle Mann gegen Mann. Die Orte, wo die Duelle geführt wurden, unterscheiden sich jedoch deutlich, was klar an der unterschiedlichen Spielweise der beiden Teams liegt. Weil Bayreuth viel auf schnelle Überbrückung des Mittelfelds setzte, führten die Löwen ihre Defensivzweikämpfe oft auf den Außenpositionen und erst in der eigenen Spielfeldhälfte dann auch im Zentrum, während Bayreuth auf dem ganzen Feld defensiv gegen den Ball arbeiten musste. Auch dies war in beiden Halbzeiten für beide Teams in etwa gleich.

Schüsse/auf’s Tor

Knapp jeder vierte Angriff, den die Sechzger bis ins letzte Drittel brachten, endete auf die ein oder andere Weise mit einem Schuss. Das mag man im Nachhinein – ohne das Spiel ein zweites mal gesehen zu haben – vielleicht kaum glauben, aber es ist nicht von der Hand zu weisen.

Dass man aber bei neun Eckbällen nur einen Schuss fabriziert, ist zu wenig. Drei Schüsse aus fünf Freistößen in Strafraumnähesind hingegen keine schlechte Ausbeute.

Zielwasser fehlt

Wir müssen also über die Zielgenauigkeit sprechen. Fünf von neunzehn Schüssen des TSV 1860 München gingen aufs Tor der SpVgg Bayreuth, alle waren am Ende Beute des überragend haltenden Kolbe im Kasten der Oldschdod. Fünf sogenannte Relfexparaden notiert unser Statistikportal gegen die Schüsse der Löwen, die auf seinen Kasten gingen. Dieser Sahnetag bei Kolbe sorgte unter anderem für die Niederlage der Löwen.

Sieben Schüsse der Sechzger wurden geblockt. Von den Schüssen die nicht geblockt wurden, kamen vier von außerhalb des Sechzehners der SpVgg. Sechs dieser Schüsse kamen aus der Zentrale oder Halbzentrale in der Box. Das sind alles keine schlechten Werte. Wären da nicht die Topwerte des gegnerischen Keepers, müssten wir heute vermutlich nicht über eine Niederlage sprechen.

Bayreuth kam siebenmal zum Abschluss. Wie die Sechzger schaffte es die Oldschdod, fünf Schüsse aufs Tor zu bringen zwei konnten die Sechzger blocken, einer ging hinein. Vier der Bayreuther Schüsse wurden in der Box der Sechzger abgefeuert. In einigen Situationen während der ersten Halbzeit, die man nicht verschweigen darf, kam ein Bayreuther Spieler nur um eine Fußlänge zu spät um nach einer flachen Flanke in die kleine Box den Ball ins Tor zu drücken.

In Puncto Effektivität hat Sechzig klar zu wünschen übrig gelassen. Nüchtern betrachtet muss aber auch Bayreuth mehr als das eine Tor machen. Wer, wie beide Teams in diesem Spiel, fünf Schüsse so aufs gegnerische Tor bringt, dass der Keeper Arbeit bekommt, möchte am Ende mehr, als nur ein oder kein Tor auf der Anzeigetafel stehen haben.

PPDA

Der zweitschlechteste Wert im Pressingindex in dieser Saison. Das ist allerdings nur bedingt ein Problem. Dieser Index-Wert ist ja immer abhängig davon was man bei dem, was der Gegner anbietet, selbst machen kann. Zweikämpfe oder andere Aktionen gegen den Ball in den pressingrelevanten Zonen sind – wenn der Gegner mit langem Spiel das Mittelfeld überbrücken will – Mangelware. Von daher ist der Wert der hauptsächlich bei Aktionen im Gegenpressing tief oder mittig und bei Aktionen um zweite Bälle, entstanden ist, nicht als ganz so übel aussehen, wie er beim ersten Blick wirken mag.

Bayreuth ist zunächst für mich unerwartet aktiv hoch bis mittig angelaufen, hat den Fokus auf Ballgewinn im Mittelfeld gelegt und das gut umgesetzt. Auch wenn die Aktionen nicht immer von Erfolg gekrönt waren, so konnten die Bayreuther den Sechzgern doch immer wieder den Wind aus den Segeln nehmen und den TSV zum Neuaufbau zwingen.

Und wie immer auch hier die Anmerkung: Die Häufigkeit von Aktionen gegen den Ball, die in diesem Wert gemessen wird, hat nichts mit deren Erfolg zu tun. Beim Pressing geht es nicht immer um direkten Ballgewinn, sondern auch darum den Gegner im Aufbau zu stressen und Fehler die daraus entstehen, möglicherweise auszunutzen.

Das Tor

Hier könnt ihr das Tor und die Highlights noch einmal ansehen oder hier auch das ganze Spiel.

Das Tor für die Gastgeber fiel nach einem Konter, den Rieder trotz heldenhafen Einsatzes der – hätte sich sein Gegenspieler hier Fallen lassen – locker die Gelbe Karte für Rieder bedeutet hätte, nicht verhindern konnte. Nachdem Kolbe Skenderovics Schuss parieren kann, kommt auf dem rechten Flügel Lannert an die Kugel und flankt gegen zwei Mann in die Box direkt auf den Fuß eines Bayreuther Innenverteidigers. Der Ball kommt von dort Zentral zu Zejnullahu. Zejnullahu schaltet den Turbo ein, Rieder hängt sich an ihn dran aber Zejnullahu kann sich befreien und startet durch.

Im Lauf spielt er den Ball steil auf Nollenberger. Der vom rechten Flügel ans rechte untere Segment des Mittelkreises gelaufene Lannert wird hier quasi auf dem falschen Fuß erwischt. Weil er beim zurücklaufen zu spät Tempo herausnimmt hebt er das Abseits von Nollenberger auf und der kann begleitet von seinem Mitspieler George mit Lannert und Verlaat als Verfolger im Schlepptau in Richtung Strafraum und Tor durchstarten. Nach seinem Querpass auf George hat Hiller keine Chance, dessen Abschluss zu parieren.

Das fiel auf

Zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht. Leider trotz Brechstange kein Torerfolg für die Löwen.

Tore müssen her

Wer nicht trifft, gewinnt kein Spiel. Das klingt verdammt nach Phrasenschwein, aber letztendlich ist das der Schluss, den man aus zwei vollkommen unterschiedlichen Halbzeiten ziehen muss. Wenn die Sechzger in der ersten Halbzeit ähnlich dominant auftreten, wie im zweiten Durchgang, reden wir heute nicht über eine Niederlage.

Dass die erste Halbzeit aber, was die Offensive angeh,t indiskutabel war, weil der TSV 1860 München sich zu oft in der Staffelung der Bayreuther verzettelte und nur viermal so vors Tor kam, dass die Spieler es schafften, abzuschließen, steht – denke ich – für alle außer Frage. Stress für den gegnerischen Strafraum bzw. Torhüter sieht anders aus.

Zunächst einseitig

Das Spiel der Löwen war in der ersten Halbzeit sehr rechtslastig. Siebzig Prozent der zu Ende gespielten Angriffe liefen über diese Seite. Das wurde in der zweiten Spielhälfte ausgeglichener.

In der zweiten Halbzeit wurde dann über die komplette Breite des Spielfeldes agiert und siehe da: Auch die Schussquote erhöhte sich. Die Positionen aus denen geschossen werden konnte, ob geblockt oder nicht lassen wir mal dahingestellt, verbesserten sich auch. Und allein von der Anzahl der Schüsse, die gefährlich sind, muss eigentlich irgendwann ein Schuss im Tor landen. Da hatte aber nicht nur Kolbe etwas dagegen. Auch die eigene Ungenauigkeit beim Abschluss hat den Sechzgern am Samstag ein Bein gestellt.

Fazit

Wie man es auch dreht und wendet, Analyse hin oder her, es darf einfach nicht passieren, dass man als Tabellenzweiter zum Tabellenletzten fährt und dort so auftritt, wie die Mannschaft des TSV 1860 in der ersten Halbzeit.

Man muss intelligente Lösungen finden, um gegen das gut gestaffelte disziplinierte Spiel der Bayreuther mehr Gefahr zu erzeugen. Ein adäquates Mittel, um Tore zu erzielen, wenn man diese Lösungen nicht finden kann, wäre Standardsituationen zu nutzen, wenn man sie bekommt. Die waren am Samstag nicht unbedingt Mangelware. Im Schnitt kann der TSV bisher bei einem Drittel seiner Eckbälle mit einem Schuss abschließen. Gegen Bayreuth führten neun Eckstöße zu nur einem Schuss. Bei den Freistößen in Strafraumnähe ist das Verhältnis mit drei Schüssen bei fünf Versuchen besser. Am Ende steht aber auch hier wieder das Problem: Fehlende Schussgenauigkeit.

Die Mannschaften der dritten Liga zeigen in solchen Spielen mit solchen Ergebnissen warum die Liga so interessant ist. Ob uns das nun passt oder nicht, es wird immer wieder diese Spiele geben, in denen der Favorit dem Underdog unterliegt. Dazu ist die Leistungsdichte einfach zu hoch. Wenn der Favorit nicht bis zu einer klaren Führung seinerseits auf jeder Position 100% Leistung zeigt, zu 100% konzentriert ist und 100% Leidenschaft an den Tag legt, wird es gegen toppmotivierte Gegner schwer.

Was zählt ist die Tabelle

Dass sich schlechte Halbzeiten oder schlechte Spiele beim TSV seit einigen Wochen häufen, ist das eine, dass aber auch alle anderen nur mit Wasser kochen, liegt ebenfalls auf der Hand. Nach wie vor ist alles Jammern nur Jammern auf hohem Niveau. Obwohl man nicht in jedem Spiel die Leistung zu sehen bekommt, die man sich als Fan erhofft und obwohl das ein oder andere gute Ergebnis glücklich zu Stande gekommen sein mag – wie der Auswärtssieg in Osnabrück – steht der TSV 1860 München auf einem direkten Aufstiegsplatz und wird dort im auch noch mindestens einen weiteren Spieltag stehen, denn nur die zweite Mannschaft des SCF die nicht aufstiegsberechtigt ist, könnte die Löwen kommendes Wochenende überholen.

Datenquelle: Wyscout

USA: Ernst Tanner mit Philadelphia Union im MLS-Finale

0
Ernst Tanner TSV 1860

Beim TSV 1860 prägte Ernst Tanner einst eine Ära und brachte zahlreiche Bundesliga- und gar Nationalspieler hervor. Inzwischen ist er als Sportdirektor in der US-amerikanischen MLS tätig. Mit seiner Philadelphia Union erreichte Tanner nun erstmals das Finale der Play-Offs.

Ernst Tanner mit Philadelphia Union im MLS-Finale

Im Halbfinale setzte sich die Union mit 3:1 gegen den New York City FC durch, der zur weltweiten “Familie” von Manchester City gehört. Für das Team aus Pennsylvania, für das auch die Deutschen Leon Flach und Kai Wagner im Einsatz waren, trafen Julian Carranza, Daniel Gazdag und Cory Burke.

Finalgegner der Union wird der Los Angeles FC mit Trainer Steven Cherundolo (ehemals Hannover 96) sein. Bekannteste Spieler der Kalifornier sind wohl Gareth Bale (Wales), Weltmeister Giorgio Chiellini (Italien) und Ex-Löwe Ilie Sanchez (Spanien).

Das Endspiel steigt am 05.11. im Banc of California Stadium in Los Angeles, der Heimspielstätte des LAFC. Wir drücken natürlich Ernst Tanner und seinem Team beide Daumen!

Löwen am Wochenende: TSV 1860 U21 verliert beim VfR Garching

0

Es war ein Wochenende der Extreme für die Löwen: Während sowohl die Profis (in Bayreuth) als auch die U21 (in Garching) sehr ernüchternde Niederlagen einstecken mussten, ließen es andere Mannschaften des TSV 1860 ordentlich krachen. Die Löwinnen kamen zu acht Treffern, die U14 zu elf und die 3. Mannschaft schoss den Gegner gar mit 20:1 ab!

TSV 1860 U21 verliert beim VfR Garching

Bereits das vierte Spiel hintereinander ohne Sieg absolvierte die Elf von Frank Schmöller am Sonntag Nachmittag. Beim VfR Garching gab es für die U21 des TSV 1860 eine sehr enttäuschende 0:1-Niederlage. Trotz einiger prominenter Namen in der Startaufstellung (Lang, Freitag, Knöferl, Goden) gelang es den Amateuren nicht, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Die Gastgeber kamen nach einer Viertelstunde durch Mark Zettl zum Tor des Tages und verpassten es nach der Pause, das Ergebnis sogar noch höher zu gestalten.

Entsprechend angesäuert war auch Löwen-Trainer Frank Schmöller:

“Es ist schwer zu akzeptieren, was passiert ist. Wir hatten eine bis eineinhalb Torchancen im gesamten Spiel. Zuletzt haben wir uns wenigstens Möglichkeiten herausgespielt, aber das war heute ein absoluter Tiefpunkt.”

Die Spiele im Überblick

Samstag, 29.10.

10.00 Uhr: U14 – SpVgg Unterhaching 11:1
10.30 Uhr: U17 – FC Orlando 4:1
13.00 Uhr: U15 – SpVgg Bayreuth 3:2
14.00 Uhr: SpVgg Bayreuth – Profis 1:0
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG Haar/Grasbrunn II 0:3
15.30 Uhr: U16 – Würzburger Kickers U17 4:3
17.00 Uhr: Löwinnen – SpVgg Markt Schwabener Au II 8:1

Sonntag, 30.10.

09.00 Uhr: U9 – SC Baldham-Vaterstetten U10 4:1
11.00 Uhr: U19 – FC-Astoria Walldorf 3:1
12.00 Uhr: ASV Dachau – U18 0:12
12.30 Uhr: TSV Moosach-Hartmannshofen II – Vierte 0:3
13.00 Uhr: FC Anadolu Bayern II – Dritte 1:20
15.00 Uhr: VfR Garching – U21 1:0
15.30 Uhr: U12 – TSV 1882 Landsberg U13 10:1
20.00 Uhr: Karlsruher SC – Futsal 2:3

Die U13-Löwen (siehe unten) holten sich den 1. Platz beim Leistungsvergleich in Kassel. Dabei gewannen sie ihr drei Partien gegen den KSV Hessen Kassel, RB Leipzig und den 1.FC Kaiserslautern.

Fotogalerie zu SpVgg Bayreuth – TSV 1860 München

2
SpVgg Bayreuth TSV 1860 Fotogalerie

Betrachtet man rein das Ergebnis vom vergangenen Samstag, war der Trip nach Oberfranken für die Löwen ein Satz mit X. Für viele Fans war die Reise in die Wagner-Stadt trotz der Niederlage dennoch recht gelungen. In unserer Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen der Partie SpVgg Bayreuth – TSV 1860 im Hans-Walter-Wild-Stadion.

Zum Vergrößern bitte einfach auf das jeweilige Thumbnail klicken!

Sechzig um Sieben: Schützenfest beim TSV 1860 III

2
Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Am Brückentag bleibt die Erkenntnis: das war nichts mit einem schönen Ausflug nach Bayreuth und drei Punkten im Gepäck auf dem Weg zurück nach München. Während der erste Teil möglicherweise noch erfüllt wurde, mussten die Löwen mit null Zählern zurück in die Landeshauptstadt fahren. Besser machten es andere Mannschaften des TSV 1860, die Dritte gar mit einem wahnsinnigen Schützenfest.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Bayreuth

Gerade, als sich in München-Giesing wieder eine gewisse Zufriedenheit einstellen sollte, kommt der nächste Nackenschlag. Am Wochenende war das die Niederlage in Bayreuth beim Tabellenletzten. Thomas Enn fühlt sich mittlerweile wie in einer Achterbahn, die sich momentan im übertragenen Sinne am Boden befindet. Mit diesem Vergleich hat er die Giesinger Gedanken am gestrigen Sonntag formuliert.

Pressekonferenz in Bayreuth

Die beste Stimmung hatte Michael Köllner nach der Niederlage natürlich nicht – ganz im Gegenteil. Es dürfte eine der kürzesten Pressekonferenzen überhaupt gewesen sein, an der der Oberpfälzer beteiligt war. In den wenigen Minuten ging es unter anderem kurz um Marcel Bär, der wieder auf den Platz zurückkehrte.

Löwinnen siegen deutlich, Dritte mit Schützenfest

Besser als die Profis machten es dagegen die Frauen des TSV 1860 München – und zwar deutlich! Acht weitere Treffer konnten die Löwinnen auf ihr Konto buchen. Dafür verantwortlich war vor allem eine Spielerin.

Noch treffsicherer war die dritte Mannschaft am gestrigen Sonntag. Unglaubliche 20 Tore erzielten sie gegen ihren Gegner – ein Schützenfest vom Allerfeinsten.

U19 mit drei Punkten gegen Walldorf

Drei wichtige Zähler gab es am Sonntag außerdem für die A-Jugend des TSV 1860 München. Gegen Astoria Walldorf gelang am Ende ein 3:1-Heimsieg, mit dem sich Trainer Jonas Schittenhelm natürlich sehr zufrieden zeigte. Am Rande der Partie war auch ein Profi zu finden, der seinen ehemaligen Mannschaftskollegen zuschaute.

News aus der 3.Liga

Der 14.Spieltag

Bereits am Freitagabend strauchelte Wehen Wiesbaden erneut und konnte im Heimspiel gegen Duisburg keinen Punkt erzielen. Auch die Samstagsergebnisse spielten den Löwen nahezu allesamt in die Karten. Tabellenführer Elversberg und auch der nächste Löwen-Gegner Saarbrücken teilten sich jeweils die Punkte mit ihren Gegnern. Dynamo Dresden verlor in Mannheim. Am Sonntag konnte auch Ingolstadt keine Punkte holen. Freiburg II ist daher neuer Tabellendritter.
Heute abend empfängt der VfL Osnabrück abschließend den Halleschen FC an der Bremer Brücke. Anpfiff ist natürlich um 18:60 Uhr.

Kapitän Corboz verlängert in Verl

Der SC Verl kann weiter mit seinem Kapitän planen. Mael Corboz hat einen neuen Arbeitsvertrag bis zum Jahr 2025 unterschrieben. Der 28-Jährige ist im zweiten Jahr Kapitän der Verler und auch in dieser Saison nicht aus der Startaufstellung wegzudenken.

Die nächsten Verletzten in Wiesbaden

Um das Lazarett beim SVWW wird den Drittligisten aktuell wohl wirklich niemand beneiden. Mit Lucas Brumme und Nico Rieble hat es die nächsten beiden Spieler erwischt, die bis zum Winter nicht mehr eingesetzt werden können. Offensivspieler Brumme zog sich einen Ellenbogenbruch zu, Rieble einen Innenbandriss. Beide standen gegen den TSV 1860 München auf dem Platz. Insgesamt muss Wiesbaden damit auf acht Spieler verzichten. Gegen Duisburg standen bereits drei A-Jugendliche im Kader, um die Verletzungen zu kompensieren.

Dritte des TSV 1860 deklassiert FC Anadolu München II mit 20:1!

2
Tsv Moosach Hartmannshofen Tsv 1860 Vierte Fc Anadolu München Dritte

Nachdem die Löwinnen kürzlich bereits ein 17:0-Schützenfest veranstalteten, wollten die Herren der Schöpfung dem nicht nachstehen – und legten sogar noch eine Schippe drauf. Mit sage und schreibe 20:1 deklassierte die Dritte des TSV 1860 den bemitleidenswerten FC Anadolu München II.

Dritte des TSV 1860 deklassiert Anadolu München II

Ein sicher nicht alltägliches Ergebnis bekamen die 35 Zuschauer auf der BSA Hans-Dietrich-Genscher-Straße zu sehen. Der FC Anadolu München II, der vor der heutigen Partie an den ersten zehn Spieltagen lediglich zwei Pünktchen gesammelt hatte, kam gegen die Dritte des TSV 1860 gewaltig unter die Räder. Bereits zur Pause stand es 0:9, am Ende gar 1:20!

Die Torschützen: Peter Lettenbauer (6), Diego Hones (4), Dominik Kilpatrick (2), Kenyan Price (2), Musa Keita, Wutichai Entenmann, Alexandru Cocos, Mauro Geismann, Daniel Schlömer und Michel Vecchio.

In der Tabelle weiter auf Platz 3

Tabellarisch hat dieser Kantersieg für die Löwen indes keine Auswirkung. Die dritte Mannschaft steht mit 27 Punkten aus zehn Partien auf Platz 3. Vor ihnen platziert sind der FC Bosna i Hercegovina und der SC München mit jeweils 30 Zählern.

Ob das 20:1 der höchste Pflichtspielsieg einer Herrenmannschaft des TSV 1860 ist, konnten wir auf die Schnelle leider nicht eruieren. Der höchste Sieg der Profis in einem Testspiel war der 29:0-Erfolg bei den Sportfreunden Fischbachau am 29.06.2003. Sogar mit 36:0 besiegten die Amateure der Löwen eine Bundeswehr-Auswahl aus Fürstenfeldbruck am 23.01.2004!

Sieg auch für die 4. Mannschaft

Doch nicht nur die Dritte hatte Grund zum Feiern, sondern auch die 4. Mannschaft der Löwen. Der Aufsteiger setzte sich mit 3:0 beim TSV Moosach-Hartmannshofen II (siehe Titelbild) durch und verbesserte sich in der Tabelle auf Platz 6.

Für Münchens große Liebe trafen Alexander Petö (5.), Abdou Jarmaine (30.) und Gregor Römer (61.).

U19 fährt wichtigen Sieg gegen Astoria Walldorf ein

0

Die U19 des TSV 1860 München hatte heute Astoria Walldorf am Trainingsgelände zu Gast. In einem weitgehend ausgeglichenen Spiel konnten sich die Junglöwen am Ende 3:1 durchsetzen.

Feldvorteile für Astoria Walldorf in der ersten Hälfte

Gegen die körperlich etwas weiter entwickelten Walldorfer taten sich die jungen Sechzger im ersten Durchgang schwer. Die Astoria presste früh und ließ 1860 kaum zu geordnetem Spielaufbau kommen. Schlusmann Avdija musste mehrmals eingreifen, um das Tor der Junglöwen sauber zu halten. Außerdem setzten die Walldorfer in der 11. Minute einen Schuss nach einem Fehlpass im Spielaufbau von Devin Sür knapp über die Latte. Etwas glücklich fiel dann das 1:0 für 1860 kurz vor der Pause.

Der indirekte Freistoß zum 1:0

Die U19 setzte Walldorf im eigenen Strafraum unter Druck, so dass die Gäste einen Rückpass zum Torwart spielten. Den fälligen indirekten Freistoß nagelte Nathan Wicht in der 41. Minute mit voller Kraft ins Tor der Gäste. So ging es durchaus etwas glücklich mit 1:0 in die Pause. Nach der gestrigen Niederlage wohnten Leandro Morgalla und Marius Wörl dem Spiel ihrer ehemaligen Mannschaft bei.

Leandro Morgalla schaut den ehemaligen Mannschaftskameraden der U19 zu

Walldorf gleicht aus

Die Gäste kamen auch nach der Pause besser aus den Startlöchern. Nach einem eigentlich missglückten Fernschuss hielt Safranek den Fuß in den Querschläger, so dass der Ball unhaltbar für Avdija im Tor der Löwen einschlug. Doch die Junglöwen reagierten prächtig und wollten die drei Punkte heute unbedingt in Giesing behalten. Nur fünf Minute später setzte Jung-Profi Devin Sür Aulon Mushla mit einer präzisen Flanke ein. Der schob den Ball routiniert zur erneuten Führung für den TSV 1860 München in die Maschen (69. Minute).

Torjubel nach dem 2:1 der U19

Vorentscheidung durch Kloss

Die Walldorfer Bank brachte nun mehr und mehr Unruhe ins Spiel, aber die Junglöwen ließen sich davon nicht beeindrucken. Lediglich ein Alleingang der Walldorfer durch das gesamte Mittelfeld sorgte für Gefahr. Der platzierte Flachschuss war jedoch sichere Beute für Avdija (75. Minute). Ouro-Tagba hatte dann die Vorentschedung auf dem Fuß, als er sich über links im Strafraum durchtankte und einen kernigen Schuss an die Latte setzte. Kloss sorgte in der 84. Minute für das 3:1. Erneut steuerte Devin Sür die sehenswerte Vorarbeit per Querpass an den langen Pfosten bei, wo Tim Kloss nur noch den Fuß zum entscheidenden Treffer hinhalten musste. Damit war das Spiel entschieden und die U19 konnte drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren. 1860 liegt nun auf Rang 10 der Tabelle. Genau über dem ominösen Strich.

Schittenhelm: “Arbeitssieg meiner U19 gegen Astoria Walldorf”

Nach dem Spiel sprach U19-Trainer Jonas Schittenhelm von einem “Arbeitssieg”. In der ersten Hälfte habe man “durchaus Glück gehabt, dass die Gäste nicht in Führung gehen konnten und wir sehr effektiv vor dem Tor waren.” Der Schlüssel zum Sieg war eine “kämpferische Leistung” und die gute Reaktion der Mannschaft nach dem Ausgleichstreffer. Insgesamt sieht der Coach seine Mannschaft im Soll und zeigte sich auch mit den aus der U17 aufgerückten Spielern sehr zufrieden. “Die Jungs sind technisch schon top und müssen jetzt körperlich noch etwas aufbauen.” Am 12.11. um 16:00h findet das nächste Spiel gegen den Club am Trainingsgelände statt. Da die Profis erst am Montag gegen Rot-Weiß Essen spielen, wäre das eine gute Gelegenheit, sich selbst vom Können der Junglöwen zu überzeugen. Das Team würde sicherlich über zahlreichen Besuch freuen.